„Mikrosteuer: Was soll dieser neue Wahnsinn?“

Per Initiative will der Zürcher Uni-Professor Marc Chesney bis 0,5 Prozent Obolus auf jede Finanztransaktion einführen, von Devisen bis Miete und Löhne. Crazy, findet Hans Geiger. Doch Chesney kriege oft recht. Im Gegenzug wolle er Bundessteuern abschaffen.

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  1. Heute in der AZ.
    Genau DAS wollten die im Libanon einführen.
    Ergebnis ein Volksaufstand:
    Na ja logo gäbe es in der Schweiz nicht
    einen Volksaufstand.
    Das deswegen die Sache in der Schweiz schlauer funktionieren würde??? Zumindest sehr fraglich.

    • „Dieser Hochfrequenzhandel erreicht tatsächlich riesige Volumen, doch handelt es sich um ein casinomässiges Wettgeschäft, das der realen Wirtschaft keinen Nutzen bringt. Er kann ruhig aus der Schweiz verschwinden.“

      „Das libanesische Informationsministerium vereinbarte am Donnerstag eine Gebühr von 0,20 US-Dollar auf die Nutzung von Kommunikationsdiensten zum Telefonieren, unter anderem WhatsApp.“

      https://mikrosteuer.ch/

      https://www.infosperber.ch/data/attachements/INITIATIVTEXT.pdf

      Dass sich messbare Unterschiede zeigen, bedarf wohl keiner weiteren Erklärungen.

  2. Die Mikrosteuer hat absolut nichts mit Links oder Rechts zu tun, da macht Herr Geiger einen riesigen Kategorienfehler.
    Die Idee ist, die unzeitgemässe Arbeits- und Konsumentenbesteuerung stufenweise zu ersetzen (Bund, Kanton, Gemeinde)generiert sie doch das Vielfache der jetzigen Steuereinnahmen. Auch stellt sie ein exzellentes Mittel dar, endlich Steuergerechtigkeit einzuführen. Zusätzlich lässt sich damit die kostspielige Steuerbürokratie samt staatlichen Kontrollen zum Teil eliminieren(z.B.Steuererklärung)und redimensionieren…
    übrigens der Philosoph Richard David Precht spricht auch davon, die Idee ist a priori LOGISCH..

  3. Wenn der liebe Hans Geiger meint, die Idee der Mikrosteuer komme aus der „linken“ Ecke, versteht er die Volksinitiative nicht (siehe http://www.Mikrosteuer.ch). Sie hat weder mit „links“ noch mit „rechts“ zu tun, sondern ist eine neue faszinierende Idee, den Herausforderungen der Digitalisierung und Globalisierung zu begegnen. Ein zentrales Anliegen ist die Abschaffung der Mehrwertsteuer und der direkten Bundessteuer. Die MWSt ist ein bürokratisches Monster, man denke nur an den aktuellen SRG-MWSt-Skandal und an die Probleme der KMU mit den verschiedenen Steuersätzen. Die direkte Bundessteuer ist das Wehrsteuer-Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg. Beide Steuern gehören als Teil eines überalterten und überholten Steuersystems in den Abfall der Geschichte. Sie sind zu ersetzen durch die Steuer des 21. Jahrhunderts, der Mikrosteuer auf dem Zahlungsverkehr. Das Finanzcasino kreiert mind-boggling Zahlungsverkehrs-Volumina. Niemand hat mir bis heute erklären können, weshalb dieses riesige Potential nicht besteuert wird.
    Für die Schweiz als souveräner Staat wird die Mikrosteuer ein Befreiungsschlag sein. Andere Staaten werden sich anschliessen. Die von der OECD vorgeschlagene Digitalsteuer ist absehbar ein Rohrkrepierer. Sie soll auf bestehende und überholte Steuersysteme aufgepfropft werden, ein miserabler Ansatz.
    Jacob Zgraggen, Beirat des Vereins Mikrosteuer

    • Lieber Jacob Zgraggen,
      Ich habe nicht gesagt, die Idee stamme aus der linken Ecke, sondern „Infosperber“ gehöre eher in die linke Ecke. An der Idee „Mikrosteuer“ sehe ich nichts Linkes. Dass Lukas Hässig und ich das Thema aufgenommen haben, ist ein Beleg dafür, dass wir beide der Meinung sind, das Thema sollte auch in Bankenkreisen ernsthaft diskutiert werden, nicht nur „in linken Ecken“.

    • Lieber Hans Geiger

      „das Thema sollte auch in Bankenkreisen ernsthaft diskutiert werden, nicht nur „in linken Ecken.“

      Eine kluge Sichtweise. Die Negativzinsen sind kein vorübergehendes Phänomen, solange die Geldakkumulationsproblematik bestehen bleibt. Der Druck der Gesellschaft wird auf das Finanzplatz steigen. Die Mikrosteuer hat das Potential – Bundessteuer, Stempelsteuer und MwSt. zu ersetzen. Es wird niemanden was weggenommen. Der Rückgang bei den Renten der 2. Säule und die Verschuldung der Privatenhaushalte mit den Negativzinsen und den Devisenmarktinterventionen der SNB haben das Potential aus der Schweiz das Japan Europas werden zu lassen. Wollen wir das?

  4. Kombination. Herr Geiger, da sind sie wohl etwas eine zu vergangene Generation.

    Nur noch Mehrwertsteuer und alle anderen Steuern abschaffen. Die Steuer der Konsumgesellschaft ist eine Konsumsteuer.

    Wer auf seinen 500 Millionen sitzt, sich nur von Blumenkohl ernährt und es unterm Bett hat, dessen Substanz soll unangetastet bleiben.

    Wer damit Mehrwert (und -leid) schafft, soll einen Teil abgeben. Und zwar bei jeder Transaktion die Wert (und Leid) schafft.

    Machet si doch kes Büro uf!

  5. Ob da der ganze Adminastratieve Aufwand auch wenn
    das Technisch möglich ist eingepreist ist?
    Steuern deren Erhebung am Ende die Einnahmen wieder
    auffrist hmmm?
    Wenn schon Steuern, ohne geht das kaum, wenn wir einen
    funtionierenden Staat wollen, dann sollte möglichst wenig davon in der Verwaltung verbraten werden.
    Steuern bezahlen für eine ausufernde Verwaltung NEEEE.
    Steuern sollten denn doch soweit möglich der Allgemeinheit einen effektieven Nutzen bringen.
    Ideen logo soll man immer Prüfen.
    Ob die vorgestellte sooo schlau ist das sollte, müsste denn doch näher geprüft werden.
    Ob das,das richtige Mittel gegen die längst überbordende Kapitalverschieberei ist,die teilweise massiev Geldschöpfend ( aus dem Nichts) wirkt.
    Der Vokus sollte denn doch vorrangig darauf gerichtet sein, das Kapital so investiert wird, das mit diesem
    Kapital Mehrwerte geschaffen werden, die letztlich allen zugute kommen.
    Na ja was soll es, wir leben innzischen weit jenseitz eines gesunden, soliden, auch dem Gemeinwohl dienenden
    sog. Kapitalismus.Das verdient nicht mehr die Bezeichnung Kapitalismus im positieven.
    Treffender ist da wohl die Bezeichnung Irrenhausveranstaltung. Innzwischen im Ergebnis faktisch genau so destruktiev wirkend, wie der sog. Realsozialismus.

  6. Lieber, geschätzter Herr Professor Geiger

    Die Folgen der SNB und EZB-Politik sind schwerwiegend und in ihrer Tragweite noch nicht abzuschätzen. Ihr Denken, oder zumindest Ihre Kommunikation, macht da irgendwo einen riesigen Sprung. Staatsschulden sind für mich der Ausdruck für einen Verbrauch von Leistungen vergangener Sozialprodukte, die mit dem Verbrauch untergegangen und unwiederbringlich sind. Eine Bankenrettung gehört nicht zu den staatlichen Aufgaben, deshalb als systemwidrig einzutufen sind. Denn je undurchsichtiger die Gesetzeslage und je komplexer das Steuerrecht sind, desto stärker trifft zu, dass es letztlich das schwächste Glied in der Besteuerungskette ist, das der Steuerkeule des Fiskus am wenigsten ausweichen kann. Und wollen wir über die unsozialen Kopfprämien reden? Ja, was soll dieser alte Wahnsinn?

  7. Und schon wäre sie wieder da, die vielgeliebte Taxe Oculte, der man mit der Abschaffung der Warenumsatzsteuer den garaus machen wollte. Nur wäre es dieses mal viel schlimmer weil nicht nur Warengeschäfte sondern Alles betroffen wäre.

  8. Diese Idee finde ich spannend und muss weiter entwickelt werden.
    Das wäre eine verursachergerechte Steuer, da wird die SVP wieder laut schreien, weil es eine gute Idee fürs Volk ist.

  9. Ich bin von Herr Geiger enttäuscht, wie er hier ungewohnt oberflächlich diesen interessanten Vorschlag für den Abbau der hohen Steuerbelastung der Bevölkerung kommentierte. Im Zeitalter der Digitalisierung die Arbeit nach wie vor so stark zu besteuern, ist kontraproduktiv und in Zukunft nicht mehr zielführend. Die aufgeblähte Finanzindustrie mit den teils absurden und toxischen Finanzprodukten sollte bzw. muss besteuert werden.
    Im Jahre 2017 betrugen die elektronischen Transaktionen mindestens 100 000 Milliarden Schweizer Franken! Bei einer Steuer von 0.2 % würde dies unserem Land 200 Milliarden Schweizer Franken einbringen, fast einen Drittel des BIP der Schweiz! Dieser Betrag wäre sogar um 55 Milliarden über der totalen Steuereinnahmen. Gleichzeitig könnten die Bundessteuern, Mehrwertsteuern und andere abgeschafft werden und mit dem Ueberschuss könnten AHV Defizite,etc. gestopft werden. Diese Steuer wäre modern und problemlos verkraftbar. Bei einem Bezug von CHF 100 an einem Bankautomaten müsste bei diesem Steuersatz 20 Rappen Steuer bezahlt werden, alle anderen Steuern entfallen!
    Ein Rückgang der immens hohen und teils toxischen Finanztransaktionen, welche am Volk vorbeigehen und unsere Volkswirtschaft mit den absurden Derivatgeschäften hohen Risiken aussetzen, wäre sogar wünschenswert.
    Unser veraltetes Steuersystem sollte rasch und effektiv den veränderten Marktbedingungen angepasst werden. Die Schweiz könnte hier Vorreiter sein für Europa, wo ebenfalls die Steuerpolitik angepasst werden muss.

    • @Alexander Meyer: Da täuschen Sie sich aber gewaltig. Das Grosskapital ist beweglich und würde sofort in eine freundlichere Region abfliessen. Siehe unser Land nach dem Wegfall des Bankgeheimnisses. Die Linken haben eine sehr starke Propaganda gemacht und behauptet, dass man in der Schweiz an das Schwarzgeld nicht angewiesen sei. Wie sieht die Realität aus? Viele der mittelgrossen und kleineren Finanzinstituten haben dicht gemacht, die Mitarbeiter wurden in die Arbeitslosigkeit geschickt und damit die Sozialwerke belastet,die Steuereinnahmen werden immer geringer und der Konsum ist nur ein Schatten von sich selbst.Haben wir dieses Resultat so gewollt oder sind wir der Classe politique auf dem Leim gekrochen.

    • Super Kommentar!
      Wenn diese toxischen Finanzspekulationen ohne realwirtschaftlichen Nutzen immer noch nicht verboten wurden, so sollte man sie doch wenigstens besteuern!
      Geiger wählt doch SVP? Die Bauern haben doch nichts gegen eine Finanztransaktionssteuer…
      Oder vertritt die $VP doch nur die Interessen ihrer Milliardäre?

    • @Cerberus

      Die Schweiz war ohnehin overbanked. Die Reichen würden wegen diesem neuen Steuermodell bestimmt nicht wegziehen, weil peanuts. Der Name sagt es ja deutlich, dass es sich um eine MICROsteuer handelt. Qualitative Arbeitsstellen gäbe es übrigens genug in der Schweiz, wenn man auch nur wollte……Die SBB beispielsweise sucht händeringend neue Lokführer.

      Wir sind längst im 21.Jahrhundert angekommen. Kluge Ideen müssen nicht per se „links“ sein, sondern angepasst an die heutige Zeit. Postkutschen waren gestern.

  10. Steuern nach dem Verursacherprinzip und nicht nach dem Solidaritäts- und Opferprinzip.

    Was ist daran so falsch?

    Dann können endlich die Bundessteuern abgeschafft werden.

    Wäre ein operativer Beitrag zu mehr Steuergerechtigkeit.

  11. Die Idee ist sicher spannend, da es ein effizientes und transparentes System ist. Der Nachteil ist, dass es eine grosse Veränderung ist und viele Menschen grosse Veränderungen nicht mögen. Deshalb ist es richtig und wichtig, die Diskussion dazu zu führen, damit sich alle mit der Idee auseinandersetzen können.

    In diesem Interview hatte Herr Geiger übrigens einen guten Tag. Er hat seine politischen Ansichten ausgeklammert und sachlich aber auch authentisch argumentiert. Weiter so!

  12. Lieber Herr Hässig
    Lieber Herr Geiger

    Danke vielmals für den interessanten Bericht. Es gab schon mal eine Studie über die Mikrosteuer wo sogar sagt das man alle Steuern abschaffen könnte. Die Internetseite davon ist leider nicht mehr verfügbar.
    Ich muss ihnen sagen genau die Mikrosteuer ist das was wir brauchen!!! Die jetzigen Steuer sind nicht mehr Zeit gemäss. Die Mikrosteuer würde die Kaufkraft erhöhen und uns mehr Wohlstand und Sicherheit bringen.

  13. Die MWSt abschaffen? Liebe Schweizer*nnen, vergeudet nicht Eure Zeit mit solchem Blödsinn. Der EU Mindestsatz beträgt 15% und die Schweiz steht mit ihren 7.7% schon lange auf der schwarzen Liste «Unerlaubte Wettbewerbsvorteile». Nach Euren Wahlen werden wir diese präsentieren und umsetzen. Stimmt über die Farbe Eurer Kehrichtsäcke ab, den Rest regeln wir.

    • Lieber Kollege

      Nach den Wahlen ist vor den Wahlen.

      Die EU plant unter neuer Führung die Abschaffung der MwSt, um den grenzüberschreitenden administrativen Aufwand mit der Schweiz und für die Schweiz zu vereinfachen.
      Im gleichen Massnahmenpaket kann die PFZ angepasst werden, sodass die Initiative der Volkspartei zurückgezogen wird.

  14. Ergänzung zum Interview: M. Chesney sagt gradeaus, worum es geht, und was im IP Interview nur leicht touchiert wird. „Dieser Hochfrequenzhandel erreicht tatsächlich riesige Volumen, doch handelt es sich um ein casinomässiges Wettgeschäft, das der realen Wirtschaft keinen Nutzen bringt. Er kann ruhig aus der Schweiz verschwinden.“

  15. Gespräch leider nicht sehr ergiebig. Man lese also besser den Originalartikel über die kluge Idee des Wirtschaftswissenschaftler Marc Chesney:

    https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesellschaft/Eine-Mikrosteuer-brachte-der-Schweiz-Konkurrenzvorteile

    Die bürokratische Mehrwert- und Bundessteuer abschaffen und durch eine Mikrosteuer von 0.1-0.5% ersetzen, verdient parteiübergreifend Beachtung. Mit Computermodellen könnte man ganz bestimmt die Risiken ( und Schlupflöcher) genauer definieren. Bei einem monatlichen Wohnungsmiete von CHF 2000 würden Kosten anfallen von gerade einer Tasse Espresso…….Gleichzeitig könnte im „Labor Schweiz“ die staatliche Monsterbürokratie und auch der teure, mittelalterliche „Kantönligeist“ eingedämmt werden. Auch Grossunternehmungen und Finanzdienstleister müssten von dieser Steuer überzeugt werden; allenfalls mit Anreizen.

    Nebenbei gesagt. Die Initiative «für eine öffentliche Krankenkasse» vom September 2014 würde heute angenommen. Die teuren Marketingkosten, Provisionen und die teure Verwaltung dieser unzähligen Kassen würde der Schweizer Bürger heute mit anderen Augen beurteilen.

    Eine Abhebung vom Bürokratie-Apparat der EU ist immer gut. Wir („Labor Schweiz“) hat dies seinerzeit mit der Ausgabenbremse gut umgesetzt.

    • …….und auch die Stempelsteuer würde noch wegfallen.

      Gut, wenn der völlig sinnlose Hochfrequenzhandel mit einer Steuer bluten müsste. War früher die Haltedauer einer Aktie bei über vier Jahren, so liegt diese heute gerade mal bei 24 Sekunden wegen diesem Hochfrequenzhandel.

    • Sie sind ein Arbeitsplatzvernichter!!
      Sie wollen den geliebten, helvetisch-bürokratischen Mehrwert abschaffen?! Das sind doch die vielbeschworenen Schweizer Werte!
      Nebenbei noch eine Einheitskasse? Wo blieben dann die VR-Pöstlis mit all den teuren Sitzungen? Wo sollen den all die Marketingheinis hin die Werbeflyer, Plakate und Zeitschriften machen für die Krankenkassen?
      Was soll die Krankenkasse denn mit den fehlenden Provisionen machen? Das ist doch wirtschaftsfeindlich!

      Alle CH-Bürger sollen doch spätestens um 6:00 Uhr aufstehen damit sie nach einer Stunde im Stau an ihrem geliebten Arbeitsplatz sind und in ihrem „Bullshit-Job“ ihre Zeit totschlagen können ohne gesellschaftlichen Mehrwert zu liefern.
      Nur sinnlos gestresst ist der CH-Bünzli ein respektierter Teil der helvetischen Gesellschaft.

      Es geht nur um Arbeitsplätze und jede Innovation vernichtet Arbeitsplätze. Ohne Grundeinkommen werden alle sinnvollen Jobs durch „Bullshit-Jobs“ kanibalisiert.

      Auch bei der Finanztransaktionssteuer geht es letztendlich um die ewige politische Frage; schafft es Arbeitsplätze? Oder vernichtet es Arbeitsplätze? Wenn eine Innovation in der Schweiz nur 5 Arbeitsplätze vernichtet wird sie nicht umgesetzt.

    • @Büezer

      Arbeitsplatzvernichter……Gebe ihnen so ziemlich Recht bei ihrer Entgegnung……. (Schlecht bezahlte) „Bullshit-Jobs“ gab es allerdings schon immer. Ihre differenzierten Ansichten habe ich weiter oben gelesen in ihrer Antwort an Alexander Meyer.

      Die Frage stellt sich, ob wir zukünftig bloss noch qualifizierte Arbeitsstellen in psychiatrischen Kliniken schaffen sollen? 20% der Schweizer Bevölkerung ist stressbedingt psychisch am Anschlag; etliche davon völlig vereinsamt dazu. Eine teure, kranke Zombie-Schweiz! In Altersheimen kann das Personal ihrer Arbeit mangels Resourcen kaum nachkommen. Auch der miese Lohn dort, bietet keinen Anreiz. Die SBB sucht verzweifelt nach Lokführern, weil die Arbeitsbedingungen offenbar sehr schlecht sind.

      Wo man abbaut, müsste das „Labor Schweiz“ natürlich auch neue Erwerbsfelder schaffen, die volkswirtschaftlich von Nutzen sind. Als Stichworte sehe ich da etwa Landschaftspflege, Alterspflege, öffentlicher Verkehr.

      Diese sanfte, äusserst kluge Micro-Steuer könnte Wegbereiter sein für diesen Wandel. Ein Grundeinkommen scheint mir in der jetzigen Zeit noch verfrüht zu sein, weil der demographische Übergang in der Schweiz noch nicht geklärt ist.

  16. Kombinieren sie doch die Idee von M Chesney mit dem was Klaus Schwab heute in der NZZ zur Neuausrichtung der Wirtschaft kommentiert hat. Dann passen die Puzzle Teile zusammen. Nur die aufgeblasenen globalen Banken und ihre toxischen Hebel und Multiplikator Aktivitäten passen dann nicht mehr ins Bild.

  17. Die Zürcher Uni ist voll von Leuten mit seltsamen Ideen. Meist auch äusserst weltfremd. Eine solche „Abgabe“ würde nicht nur sämtliche Dienstleistungen verteuern s, sie schafft auch ein weiteres Bürokratiemonster. Zudem träfe diese Abgabe vor allem Niedrigverdienende, denn die würden nicht wesentlich entlastet, da die eh keine oder nur wenig Bundessteuer bezahlen.
    Warum halbiert man die Professuren an der Uni Zürich nicht einfach und schickt die Leute auf die Sozialhilfe. Das sparte ein Haufen Geld und Ärger.

    • „Zudem träfe diese Abgabe vor allem Niedrigverdienende, “ Eher nicht. Wer weniger verdient, vollzieht für gewöhnlich weniger Transaktionen, sowohl qualitativ wie quantiativ. Camping für 55 die Nacht oder Suite für 800. Deshalb ist sie ja bedarfsgerecht. Gleiches gilt für Subaru vs. Bentley, auch im Unterhalt.

  18. Was kostet das dem durchschnitts Bürger ? Wo sind die Zahlen?
    Das geht übrigens genau in die Richtung Abschaffung Bargeld.

  19. Ich habe 2 Präsentationen von Herrn Professor Chesney miterlebt und es war unschwer feststellbar, dass Herr Professor Chesney dem sozialistischen Lager zuzurechnen ist.

  20. Dass die direkte Schweizer Demokratie eine Versuchsplattform für vor allem linke Umverteilungsinitiativen ist, weiss man ja schon länger.
    Die 100k Unterschriften müssten endlich der wachsenden Stimmbevölkerung angepasst werden.
    Leider bezahlen wir mit unseren Steuergeldern diesen linken Profilierungshumbug mit Millionenbeiträgen für jede Volksabstimmung.
    Die Ideen mögen ja spassig sein als Gedankenspiel, aber wie im Video erwähnt, wäre ich und meine Steuerrechnung froh, man würde diese Spielereien in einem Workshop durchfantasieren und dann verwerfen.

    • Völliger Blödsinn.

      Verwechseln sie nicht Äpfel mit Birnen……..

      Ihre „Melkmaschine“ existiert ja schon bereits seit Jahren mit Mehrwert-, Bundes- und Stempelsteuer. Eine solche Mikrosteuer wäre die logische Steuer im 21.Jahrhundert.

  21. Dieses Video illustriert eindrücklich, warum man keine Menschen älter als 55 in irgendwelche politischen Positionen wählen sollte.