„Negativzinsen zerstören unsere Altersvorsorge – das merken immer mehr“

Deshalb steht die Angst um die Altersvorsorge neu allein zuoberst im CS-Sorgenbarometer, sagt Hans Geiger. Für die SNB bedeute dies, dass ihr Minuszins-Regime enden müsse und es rasch wieder Zinsen gebe.

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30 Kommentare zu “„Negativzinsen zerstören unsere Altersvorsorge – das merken immer mehr“

  1. Herr Professor Geiger, besten Dank für das instruktive Gespräch.

    Zwei Fragen:
    1. Sie erwähnen ziemlich am Anfang (auf dem Zeitraster ab ca. 1:55 Minuten, falls Sie es abhören möchten), dass die SNB die Negativzinsen eingeführt habe, um den Frankenkurs zu stärken. In meinem Verständnis hat sie es gemacht, um den Franken zu schwächen.

    2. Der Anstieg der Krankenkassenprämien hat mittlerweile im Budget des Mittelstandes eine Schwelle erreicht , wo eine weitere Erhöhung politisch den „Damm bricht“. Ich würde dies daher nicht so einfach herunterreden.

    Besten Dank, falls Sie kurz hierauf antworten würden.

    Freundliche Grüsse
    F.H.

    • @ F.H.
      Zu 1: Klar, das war ein Versprecher. Da wir nie zweimal aufnehmen, kann das immer wieder einmal passieren.
      Zu 2: Krankenkassen waren nicht das Thema des Gesprächs, deshalb das Wegschieben. Sie haben Recht: Wir haben ein teures Gesundheitssystem. Wir haben aber auch ein erstklassiges. Es gibt Länder mit einem noch teureren und viel schlechteren Gesundheitswesen (USA). Ein kleiner Trost. Meine Meinung: Ein Gesundheitssystem effizient und fair zu gestalten, ist eine der schwierigsten Aufgaben in der Gesellschaft.

  2. Wie schon mehrmals erwähnt darf Herr Prof. Geiger, wie fast alle seiner Kollegen, das Geldsystem nicht verstehen. Diese Spezies meinen ernsthaft (Betrug?), die Geldschöpfung finde mit Kundenguthaben statt! Dabei werden die Kundenguthaben aus Kreditvergaben und Eigengeschäfte (verfassungswidrig) geschöpft.
    Somit können die Aussagen dieser Sekten- Brüder und Schwestern nicht stimmen!
    Das Geldvolumen (Liquidität resp. Manövriermasse für die GB = völlig überflüssig) zur Belastung von Negativzinsen schöpft einzig und alleine die SNB! Negativzinsen für zu hohe Geldguthaben (Sozialwerke ausgenommen) sollten nur von den GB zur Abdeckung der faul gewordenen Geldschöpfung erhoben werden.

    Der Vorgang der SNB ist nach meinem Rechtsempfinden Sozialbetrug!

  3. Es gibt für alles immer zwei Seiten.

    Die tiefen Kreditzinsen haben generell die Wirtschaft und in CH v.a. die Bauwirtschaft und die Beschäftigung angekurbelt und die Nachfrage nach Eigenheimen und Hypotheken massiv verstärkt. Die Wirtschaft oder deren Investoren verdienen sich am momentanen Konsum eine goldene Nase aber die Verschuldung erhöht sich auch auf privater Seite dramatisch.

    Die Pensionskassengelder welche i.d.R. lfr. angelegt sind fahren momentan magere Renditen ein und der Umwandlungssatz sowie die Mindestverzinsung sinken.
    Die Lobby hat auch genügend Argumente ihre Interessen in der Bern durchzubringen. Höhere Lebenserwartung, tiefere Renditen usw. Aber trotzdem kann niemand
    vorausberechnen was in 10-15 Jahren ist. Irgendwann
    werden wir durch eine magere Rente bald gezwungen bis 70 zu arbeiten mit der Konsequenz dass das Gesundheit- und Sterberisiko steigt was die PK dann sicher freut, wenn sie dann nichts oder nur eine karge Witwenrente auf dem angesparten Kapital auszahlen muss.

    Darum alles nur an der Lebenserwartung und Rendite aufzuhängen ist zu einfach aber in Bern durchdringend.

    • Werter Urschweizer
      Die Demografie und das Renteneintrittsalter haben keinen direkten Zusammenhang mit der Rentenhöhe im Umlageverfahren!
      Wenn man ein System anwendet, welches nicht in Einklang mit der Geldschöpfung und Auswirkung in der arbeitsgeteilten Wirtschaft steht, so kann man die weltweit praktizierte Betrügerei über den Rückflussparameter Lohnsumme, statt Umsatz an den Konsumenten oder Nutzer (sämtliche Wirtschaftsfaktoren enthalten) von fehlendem Geld umsetzen. Diese Betrügerei gilt auch für den Rückfluss der Staatsquote. Das Bankensystem steht auch nicht im Einklang mit dem Sinn und Zweck der Geldschöpfung.
      Die Sekte Fakultät Ökonomie und ihre Verbündeten aus den Regierungen müssten von der Judikative längst angeklagt werden, verweilen aber in verordneter Agonie!

      Die Lehrmeinungen sind falsch und jedermann welcher 1 + 1 korrekt zusammenzählen kann, sollte den Betrug erkennen können.

  4. Es sind nicht die Negativzinsen sondern die Leute welche die AHV kastriert haben zugunsten von Pensionskassen.

    Diese Pensionskassen (Kapitalgedeckte Altersvorsorge) fliegt uns bald um die Ohren und nicht die AHV.

    Die Stimmbürger wurden angelogen bezüglich des dritten Beitragszahlers (Finanzmärkte).
    Das System versagt bei Deflation, Inflation und demografischen Wandel. Dieses System kann niemals über mehrere Generationen die Rente sichern!

    Spannend ist der zeitliche Horizont. Die BVG wurde 1985 eingeführt. Das bedeutet 40 Jahre wurde hauptsächlich nur EINGEZAHLT und jetzt da die ersten grösseren Beträge AUSGEZAHLT werden müssen versagt es!

    Die Pensionskassenvertreter, Banker und Versicherungsheinis verlassen bald wie die Ratten das sinkende Schiff mit vollen Taschen um mit Ihren Yachten um die Welt zu segeln.

    • Sinkendes Schiff
      Woher stammt das Geld für die Beiträge? Richtig, wie die ganze Aufbewahrung, aus der Geldschöpfung (Verschuldung). Der Begriff „Bezahlen“ steht nicht im Einklang mit der Geldschöpfung!
      Geldschöpfung = Kreditnehmer + bestehende Geldmenge = Kaufkraftpotenzial für die Wirtschaft = Umlagen nicht bezahlen.
      Aufteilung in etwa: 50% Wirtschaft, 30% Staat, 20% Soziales.
      Wir sind auch keine Steuerzahler, wir sind für den Rückfluss zuständig (Umlageverfahren). Die Abwicklung über den Umweg Arbeitgeber und Arbeitgeber, anstatt Umsatz, dient der Vernebelung und Führungsinstrument der Regierenden!
      Denken könnte helfen!

  5. In der Krise senken die Notenbanken gewöhnlich die Leitzinsen, ändern also die kurzfristigen Zinsen nach unten. Neuerdings manipulieren sie auch das lange Ende der Zinsstrukturkurve und senken damit auch die langfristigen Zinsen.

    Ein Unternehmen mit Top Bonität mag von der Reduktion des risikolosen Zinses profitieren. Dummerweise werden in der Krise die Anleger vorsichtiger und flüchten in sichere Häfen (US-Treasuries, Bundesanleihen, Schweizer Franken etc.). Gleichzeitig sinkt in der Krise die Bonität der Unternehmen. In der Folge steigen die Credit Spreads und zwar im Zweifelsfall stärker als die Senkung der Leitzinsen. In der letzten Finanzkrise war das z.B. massiv der Fall und selbst gesunde Unternehmen (Daimler und Co.) mussten sich zu horrenden Zinsen refinanzieren. Wir sprechen da von mehreren hundert Basispunkten.

    Um die Risikowahrnehmung der Investoren auszuschalten, haben die Notenbanken in der Zwischenzeit praktisch alles gekauft, was irgendwie verfügbar war. Es findet vor allem in Europa praktisch gar keine Risikobepreisung mehr statt. Ernsthafte Credit Spreads gibt es allenfalls noch im hochspekulativen Bereich.

    Die Notenbanken haben ihr Pulver also bereits restlos verschossen. Sie agieren weiterhin im vollen Krisenmodus. Der risikolose Zins lässt sich in Europa nicht mehr senken. Die Risikobepreisung, die bereits ohnehin gegen 0 geht, auch nicht. Ohnehin hat das in der Vergangenheit zu massiven Fehlallokationen geführt, die uns noch um die Ohren fliegen wird.

    Die nächste Krise wird also folgendes bringen:

    Szenario a) Die Notenbank gibt sich mit dem jetzigen Instrumentarium zufrieden und weitet ihre Käufe nicht aus. In der Folge werden die Finanzierungskosten der Unternehmen, die sich hoch verschuldet haben, sich deutlich erhöhen. Pleiten wäre die Folge, die Krise möglicherweise schlimmer als 08. Deshalb mMn. unwahrscheinlich.

    Szenario b) Die Notenbank macht weiter wie bisher, erhöht aber das Volumen noch einmal massiv. Damit kann eine Ausweitung der Credit Spreads verhindert werden. Da sich die Finanzierungskonditionen der Unternehmen im Vergleich zum Status Quo aber nicht verbessern und zudem die Erträge wegbrechen, werden Unternehmenspleiten und ein weiterer Rückgang der Aktienmärkte unvermeidlich sein. MMn. das wahrscheinlichste Szenario.

    Szenario c) Die einzige Möglichkeit die jetzige Geldpolitik noch zu steigern, ist das sogenannte Helikoptergeld. Die Notenbank kauft in diesen Fall nicht nur den halben Kapitalmarkt auf, sondern stattet Personen, Unternehmen und Banken direkt mit Geld aus. Die Konsequenzen sind völlig unerprobt und könnten auch politisch für Verwerfungen sorgen. MMn steuern wir darauf früher oder später zu. Mit gewöhnlichen Methoden lässt sich die Schuldenspirale wohl nicht mehr beenden.

    • Wenn ein Unternehmen teuer eigene Aktien zurück- und fremde Unternehmen aufgekauft hat nützen auch niedere Zinsen nichts wenn es in einem zukünftigen Moment der Krise darum geht, die in keinem Verhältnis zur verminderten Ertragskraft stehenden Anleiheschulden zu refinanzieren (siehe aktuell General Motors) oder Abschreibungen auf den derivativen Firmenwert bzw. Goodwill vornehmen zu müssen und auf diese Weise direkt Eigenkapital zu verlieren.

      Die wahre Unverschämtheit liegt darin, daß die großen Notenbanken jenseits der notwendigen Krisenbekämpfung vor 10 Jahren bis heute alle Formen von verzinslichen Altersversorgungen ruiniert haben, um diese Exzesse zu ermöglichen.

    • @ZIRP
      Glänzender Beitrag – Glückwunsch !

      Ergänzend wäre die Situation der EZB bei einem bevorstehenden Rückzug der FED-Zinsoffensive zu nennen.
      Die EU-Zinsen liegen heute bei Null und können technisch nicht weiter gesenkt werden. Es ist absehbar, daß es in Europa keine wirtschaftliche Erholung geben kann, wenn die USA nicht prosperieren.
      Also fehlen Draghi im letzten Jahr seiner Amtszeit jegliche Instrumentarien, der Wirtschaft Impulse zu verleihen. In der Folge verschlechtern sich dann die Rahmenbedingungen für ohnehin angeschlagene EU-Staaten weiter. Wirtschaftliche Gradmesser wie die Target-2 Salden würden regelrecht ausufern.
      Die Versuche, durch Steuererhöhungen die Staatshaushalte in Ordnung zu halten, brächten zusätzlich politische Instabilitäten. Einen kleinen Vorgeschmack erlebt man heute in Frankreich.
      Insgesamt drängt sich der Eindruck auf, daß die Politik der Zentralbanken nur noch in eine Richtung gehen kann, und zwar zu einer zweiten Runde des Quantitative Easing in den USA wie in Europa. Der Absturz der US-Renditen für Staatsanleihen aus der abgelaufenen Woche lässt erahnen, daß eine Normalisierung des Zinsniveaus nie mehr eintreten wird. In der Folge werden Themen wie Bargeldabschaffung in den Vordergrund treten, denn etliche Teile der Wirtschaft werden versuchen, der hohen Steuer- und Abgabenlast zu entgehen, indem sie nicht erfassbare Bargeschäfte tätigen.
      In dieser Spirale werden die Steuereinnahmen zurückgehen.
      Es scheint vorgezeichnet zu sein, wie die Folgen aus dem Jahre 2008 mit Verzögerung auf das globalisierte Weltwirtschaftssystem durchschlagen werden.
      Die in den letzten zehn Jahren durchgefütterten Unternehmensgiganten (General Electric) werden das Schicksal von Enron erleiden.
      Die Voraussetzungen zur Erwirtschaftung von Renditen im Bereich Pensions- und Rentenkassen werden nicht mehr gegeben sein.
      Von einer Immobilienkrise sprechen momentan nur wenige, aber der Absturz von Implenia war in seiner Ausprägung überdeutlich und entlarvend.

      Insgesamt hat 2019 das Zeug zum Krisenjahr.

      (Widerspruch wird gerne entgegengenommen, es gibt sicher wieder einige, die das alles wesentlich optimistischer sehen)

    • ZIRP

      Wer schöpft einzig die Liquidität resp. Manövriermasse für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr?
      Geld aus dem Nichts braucht keine Liquidität! Eine hirnrissige Ihren Geist vernebelt hat?
      Die Banken brauchen kein Geld von der SNB, sie schöpfen es für sich selbst, mittels Eigengeschäften (verfassungswidrig).
      Das Helikoptergeld gibt es schon ausreichend, es zirkuliert im Geldspielwarenmarkt von dem Sie so gut Bescheid wissen?
      Der Sozialstaat ist den Produktepreisen einkalkuliert. Irgendwann wird die Kaufkraft ohne Erwerb zum Konsumenten gelangen müssen! Geld ist vorhanden!
      Denken würde helfen!

    • Die Kundenguthaben dürften eigentlich nicht verzinst werden. Die Geldschöpfung sollte dem Zweck nach, der Produktivkraft folgen. Es fehlt nie Geld, es wird nur knapp gespielt!

      Das Bankensystem muss endlich im Einklang mit dem Sinn und Zweck der Geldschöpfung organisiert werden.
      Klare Trennung der Geldschöpfung (Banken) und Wirtschaft (Nichtbanken). Zumal muss die Umlage der Geldschöpfung für den Bereich Staat- und Sozialquote, über den Umsatz an den Konsumenten und Nutzer und nicht Lohnsumme vorgenommen, werden. Das praktizierte hirnrissig, vorn der Sekte Ökonomie und Regierungen, konstruierte System muss irgendwann kollabieren! Die notwendige Kaufkraft fragt nicht nach Einkommen aus ERWERB!

  6. Die Altersvorsorge von Finanzmärkten abhängig zu machen, war fahrlässig und dumm. Aber wir Schweizer spötteln lieber über die „Fehlkonstruktion Euro“ statt uns mit unseren eigene Fehlkonstruktionen zu beschäftigen.

    Statt Hunderte Milliarden in den Devisenmarkt zu stecken, hätte der Bund bzw. die SNB das Geld via AHV direkt an die Pensionäre auszahlen können. Meinetwegen über 100jährige Anleihen zu 0,00001%. Dann könnten auch unsere mittelalterlichen Buchhaltungsfetischisten nachts besser schlafen.

    Selbtsredend wäre damit die 2. Säule erledigt, was sie ja ohnehin schon ist. Schade nur, dass wir noch viele teure Jahre damit verbringen, das Offensichtliche zu ignorieren.

    • Werter Kurt

      Stimmt das antrainierten Wissen der Geldvermehrung?
      Bei 99% der Menschen eben nicht.
      Die GB schöpfen das Geld für die Wirtschaft. Die ZB schöpfen einzig nur die völlig unnötige Manövriermasse, Liquidität genannt!
      Der Staat braucht keine Einnahmen zur Abdeckung der Gemeinwohlaufgaben. Das geltende System, vernebelt den Geist!
      Mit der Geldschöpfung wird die Aufteilung für das Umlagevolumen vorgenommen, weil in den Preisen die ganze Wertschöpfungskette eingespeist ist!
      Wird in der betreuten Bildung bewusst nicht gelehrt. Wenn ein Finanzminister prahlt, der Rückfluss sei höher als der Abfluss ausgefallen, so hat er seinen Job nicht verstanden, resp. sein Hirn ist vom Virus Zahler Mythen, wie bei 99% der Menschen, befallen!

  7. Ach ja ich muss ja keine Angst haben vor Job verlust. Ich habe ja seit 3 Jahren keinen job mehr und wie es aussieht in unserer schönen CH werde ich auch nie mehr einen bekommen. Was heisst die CH ist gut unterwegs. Wacht auf, hört euch mal um! Unsere lieben Unternehmungen machen die CH kaputt. Alles ab 50 findet keine Jobs mehr, je besser Ausgebildet je schlimmer. Benkliche U.

    • Ihre Aussage stimmt nicht. Wir haben gerade diesen Herbst 2 Mitarbeiter, Ex-Banker, im Alter 56 und 58 angestellt. Fintech.
      Wir sind ein Startup, darum bieten wir natürlich weniger Geld (nur die Geschäftsleitung verdient – knapp – über 100k pro Jahr). Dafür haben wir eine super Stimmung, Spass und lernen jeden Tag etwas Neues.
      Aber sie glauben nicht, wie viele Bewerber uns gesagt haben: „Für diesen Lohn arbeite ich nicht“. Obwohl manchmal bereits seit über einem Jahr arbeitslos (faktisch über 2 Jahre, weil man bei der CS ja erst in einem Arbeitslosen-Pool landet).
      Ich verstehe nicht, warum man lieber noch ein paar Monate ALV mitnimmt und sich an der Vergangenheit festhält anstatt halt – für weniger Geld – etwas Neues zu machen. Etwas, wo man mal etwas aufbauen kann, anstatt nur den Niedergang mit zu verwalten.
      Wie stellen sich manche Ex-Banker denn vor, dass wir Ihre Lohnvirstellungen (150k oder mehr, fette Pensionskasse, 28 Tage Ferien, Bonuszahlungen usw etc) finanzieren sollen? Das ist doch absurd!

  8. genau, aber das Problem sind nicht die Negativzinsen, sondern die absurden Portfoliovorschriften der Pensionskassen, AHV usw. Bei Anlagehorizonten von 30 Jahren im Schnitt macht es überhaupt keinen Sinn, auch bei allen Crashs, Geld in Obligationen und Staatsanleihen zu investieren. Selbst 1987, dotcom, korrigieren sich viel schneller.

    • Die AHV ist ein Umlagesystem und sammelt KEIN Kapital an!
      Sie ist die EINZIGE Lösung für eine Altersvorsorge in einer Welt der Deflation (Negativzinsen) oder Inflation.
      Selbst der demografische Wandel hat KEINE Auswirkung auf die AHV, sondern die Pensionskasse!

      Die AHV war NIE das Problem für die Bürger sondern für die Finanzbranche und der Staat.
      Beide haben bei einem Umlagesystem kein Geld zum spielen.
      Bei einer Pensionskasse (BVG) die Staatsanleihen kaufen MUSS sind Sie als Bürger Gläubiger und Schuldner zu gleich! Da haben Sie recht Herr Karlen, dümmer geht es wirklich nicht…

      Durch Zuwanderung und wachsende Produktivität wird die AHV IMMER bezahlbar bleiben da wir wissen wieviel Geld rein kommt und wieviel ausgeben wird.

      Das Problem für die Wirtschaft bei der AHV ist, dass niemand dazwischen was verdienen kann. Daher hat keiner ein Interesse dieses System zu unterstützen.

      Es werden pro Jahr 4.8 Milliarden AHV ausbezahlt. Die Ergänzungsleistungen (weil die AHV nicht reicht) sind über 5 Milliarden! Welcher Politiker spricht von der EL? Woher kommt denn das Geld der EL?

      Frauen haben doch keine Chancen, auch im besten wirtschaftlichen Fall, genügend BVG-Kapital zu erreichen.

      Zusätzlich kommen bei einer zu tiefen AHV zur EL noch die Sozialleistungen die SIE als Bürger direkt über die Gemeinde bezahlen müssen.

      Das System der kapitalgedeckten Altersvorsorge (z.B. BVG) wird ganz Europa in die Armut treiben. Der Hass wird sich dann wieder gegen die Schwächsten richten, während die „Marschmeyers“ ihre Yachten ausfahren.

      Wir Schweizer sollten bald das Flaschenpfand einführen um die Grundversorgung unserer Rentner zu gewährleisten.

    • die AHV hat z.Z. ein Vermögen von 35 Mia CHF – gut angelegt käme da jährlich über eine Mia herein – nicht vernachlässigbar, besonders bei den knappen Mitteln

  9. Allah akbar! Die Scharia hat doch recht: Zinsen nein, Gewinnbeteiligung ja. Der notwendige Uebergang vom Kapitalismus zum Feudalsystem fordert seine Opfer, sonst fliegt uns das System um die Ohren. Die Reichen werden immer reicher und die Fleissigen immer ärmer.
    Die Zinsen werden noch laaange null sein.

    • Sie brauchen nicht die Scharia einzuführen. Auch den Christen und den Juden ist das nehmen von Zinsen verboten.
      Die drei Religionen haben ja den gleichen Ursprung.

      Die Christen haben sich 1’800 Jahre an das Zinsverbot gehalten.
      Bald kamen sie auf die glorreiche Idee, dass das Geld von den Juden gegen Zinsen zu nehmen ja keine Sünde sei.

      Da nun viele Juden Gläubiger von Christen wurden, fanden es die Christen sehr interessant ihre Gläubiger regelmässig zu dezimieren was in der Geschichte als Prognom bezeichnet wird.

      Übrigens wurden die Juden dazu gezwungen Geld zu verleihen, da man ihnen verbot ein Handwerk auszuführen.

      Tja, würden sich die Christen an ihre Werte halten gäbe es weder Banken- noch Schuldenkrisen.
      Zu empfehlen ist das Buch „Schulden die ersten 5000 Jahre“.

      PS: erklären Sie dies mal Ihrem CVP-Politiker der noch ein paar dutzend VR-Mandätli hat.

    • Anstatt Zinsen wird der Anteil bei der Auszahlung der Kreditsumme reduziert.
      CHF 100’000 Rückzahlung in 5 Jahren
      CHF 90’000 Auszahlung
      Zinssatz?

  10. Unser Auftrag besteht darin, den Menschen in Europa zu dienen, indem wir den Wert des Euro erhalten und Preisstabilität gewährleisten

    Ich sehe den Euro als kritischer Bürger und halte ihn für einen schweren Fehler.

    Die Währungsunion geht an den Hauptthemen Europas vorbei und teilt den Kontinent.

    Der Maastricht-Vertrag ist nicht das Papier wert, auf dem er geschrieben ist.

    Ralf Dahrendorf
    * 1. Mai 1929 † 17. Juni 2009

  11. Rechnen wir den Quartalsverlust der SNB durch, wenn sie den Negativzins aufheben sollte, kommen wir auf ca. achtzig Mrd. Franken.
    In der Folge würden uns dann z.B. Mittel aus Italien erreichen, die je nach Stand der dortigen Krise erhebliche Liquidität aus dem Euroraum abziehen würde.
    Die Exportwirtschaft in der Schweiz würde mit einer Verteuerung ihrer Erzeugnisse auf einem schrumpfenden Weltmarkt kämpfen.
    Zudem noch eine Vielzahl von Zweitrundeneffekten, die den wirtschaftlichen Zustand der Schweiz negativ beeinflussen würden.

    Und das alles nur damit die 2. Säule wieder Ertrag abwirft ?

    Unwahrscheinlich, daß Jordan zugunsten der Schweizer Rentner das Wohl der Exportindustrie und seine Bilanz riskiert.

    • Lol. Wohl ein SNB Jünger unser Kurt. Die Schweiz hat ja gar keine Rohstoffe… Also müssen wir die doch auch im Ausland einkaufen… Seh ich da etwas falsch? Oder bauen wir die Maschinen, die wir exportieren im Gotthard ab oder stellen sie aus Gondo-Gold her?

    • Der Kurt hat eigentlich schon recht; ein Teil der Schulden wird auf Kosten der leistenden Bevölkerung weg-inflationiert. Würde dies nicht geschehen, wäre uns womöglich das System bereits um die Ohren geflogen. Allerdings nimmt die Falltiefe mit jeder noch so dämlichen Aktion, die das System am Leben erhalten soll, laufend zu.

      Ein altes Indianer Sprichwort meint:
      Wenn Du merkst, dass Du ein Totes Pferd reitest, steig ab!

    • @ Münch Hausen

      Man hätte es auch anders formulieren können:
      Glauben Sie, daß die SNB ihr Devisen- und Aktienankaufprogramm aufgibt, um für ein paar Schweizer Rentner ein nachhaltiges Versorgungssystem zu schaffen ?

      Es kann keine Zinserhöhung in der Schweiz geben, solange die EZB ihre Nullzinslinie beibehält.
      Würde Jordan einen Alleingang wagen, ginge der Franken durch die Decke und seine Bilanz wäre hoch defizitär.
      Insofern ist die am Schluß des Gesprächs von Hans Geiger geäußerte Forderung einer Zinserhöhung allein technisch nicht durchführbar.
      Das ist kein Bekenntnis zur Politik der SNB, eher die nüchterne Bestandsaufnahme, daß auch die Schweizer Zentralbank ein Opfer ihrer eigenen Politik zu werden droht.