„Raiffeisen-Zentrale soll ihre Banken im Land stärken, statt sich selbst aufblähen“

Dass ihre Chefs zunächst Berater holen, sei logisch – das habe er selbst auch erlebt, sagt Hans Geiger. Neu soll St.Gallen Dienerin der Front sein, damit diese den Kunden mehr Services offerieren kann.

Kommentare

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  1. Übrigens Herr Geiger……….

    was Raiffeisen angeht gebe ich ihn recht.

    Neben der Zentrale in St. Gallen gibt’s aber ein gutes Restaurant. Man kann draussen oder drinnen sitzen ohne Verkehr, sitzt 7 m neben der Raiffeisen und kann dem Leben in der Fussgängerstrasse zusehen…..

    Und es gibt auch echt gute Sachen zum Essen dort.

    Probieren sie es wenn sie mal die Zentrale in SG besuchen möchten.

    Ach ja, das Restaurant heisst „Centile“, …..entgegen dem Hauptsitz der Raiffeisen, lohnt sich ein Besuch im Centile wirklich.

  2. Raiffeisenbanken sind doch präsdestiniert die Preisführerschaft für sich zu beanspruchen. Haben keine Aktionäre die Dividenden erwarten – die Verzinsung der Anteilscheine kostet praktisch nichts ist aber grosser administrativer Aufwand. Brot und Spiele genügt an der Versammlung.
    Mit Preisführerschaft profitiert der Genossenschafter mehr als mit den 12 Fr. Verzinsung.
    Also – packt es an!!!!

    • Nicht Preisführerschaft ist das Ziel, sondern das beste Preis-/Leistungsverhältnis und hohe Stabilität. Raiffeisen ist nicht umsonst die sicherste Bank der Schweiz (im Vergleich mit den Banken ohne Staatsgarantie).

    • Lieber Giuseppe, ich glaube Ihnen sogar, dass Sie dies ernst meinen. Vermutlich sind Sie ein ganz gewöhnliches Mitglied einer RB, das sich berechtigterweise Sorgen um die Zukunft macht. Nur leider ist Preisführerschaft mit dem genossenschaftlich dezentralen Geschäftsmodell basierend auf physischem Vertriebsnetz – und einer Dualstrategie, physisch und digital – völlig illusorisch.
      Um Preisführerschaft zu erreichen, müssten die Raiffeisenbanken mit massiv weniger Personal auskommen, ihren teuren stationären Vertrieb massiv reduzieren und gewaltig in die Automatisierung von Prozessen investieren. Mit dem Ergebnis, am Ende alle RB in eine einzige fusioniert zu haben und wie eine Grossbank dazustehen – aber mit Kostenführerschaft. Ein Anschauungsbeispiel dafür gibt es in Europa bereits, findet’s selber heraus.
      Ob die Mitglieder solche Strukturreformen mittragen würden, ohne Not, ich weiss nicht…

  3. Gratuliere – sehr gut und klar argumentiert.
    Bleibt zu hoffen, dass die alten RBCH-VRs nicht mehr mitmischeln können…daher ja auch Roland Berger (ohne versteckte Beziehungen im Reitverein, Stollen-Club…)

    • Hier gibts überhaupt nichts zu gratulieren. Der ältere Herr links im Bild plappert nach, was ihm einige (ältere) Herren aus der „Pampa“ einflüstern – wenn ihn der andere rechts im Bild zwischendurch mal zu Wort kommen lässt.
      Mit seinen quantitativen Aussagen (2.5 Mio. Kunden) und seiner Beurteilung der Diversifikationsstrategie (RB seien nicht befähigt worden) beweist er eine Sachkenntnis, die einen HSG-Absolventen nicht durchs Assessment Jahr kommen liesse. Einen brauchbaren Ansatz für die Neuausrichtung der Gruppe liefert auch er nicht, genauso wenig wie konkrete Ansätze, wo denn einzusparen sei. Kann er auch nicht. Denn das Problem des neuen Führungsduos ist viel fundamentaler: sie haben keine überzeugende Vision für die Gruppe.

  4. Die Kunden brauchen nicht mehr Service.
    Sie wollen weniger Gebühren und Spesen.
    Wie bei jedem anderen Produkt wird
    verglichen und ausgesucht.
    Willkommen in der neuen digitalen Welt.

    • Gratulation: der erste Ansatz mit Überzeugungspotenzial. Das Game hat sich fundamental verändert. Das lässt sich nicht mehr mit phantasiebefreiten Sparübungen gewinnen.

  5. Eigentlich ist die Sache ganz einfach: Raiffeisen Schweiz(RCH)soll ausschliesslich Dienstleistungen (Support- und Steuerungsfunktionen) für die einzelnen Raiffeisenbanken (RB’s) erbringen aber selber keine Banken führen und/oder besitzen. Die rch-eigenen Banken sollen in eigenständige Genossenschaften überführt werden. Was viele nicht wissen: die Raiffeisenbanken in Zürich, Bern, Basel, St. Gallen ect sind keine Genossenschaftsbanken wie die übrigen im Lande. Sie gehören RCH. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Banken in den Zentren (welche alle in den letzten knapp 20 Jahren entstanden sind) nach einer gewissen Einführungszeit in die Freiheit entlassen werden. Daraus wurde, warum auch immer nichts. Stattdessen hat RCH bald nach deren Eröffnung Blut geleckt und diese Banken flugs behalten. Alleine diese Massnahme entlastet RCH deutlich.

    • Interessant.

      Begründung: Macht kann man schön (für sich und sein ego) ausnützen. Weshalb freiwillig abgeben?

    • Panda, bleib lieber im Zoo. Denn was alle RB stets wider besseren Wissens ausblenden ist die simple Realität, dass die sehr erfolgreichen Verbandsniederlassungen die Zentrale mit einem fetten Deckungsbeitrag mitfinanzieren und keine RB vor 20 Jahren in der Lage gewesen wäre, die urbanen Wachstumsgebiete zu erschliessen. Genauso wenig, wie keine RB heute in der Lage wäre, eine Niederlassung auszukaufen und die anderen 245 RB auszuzahlen.

    • @Wärter: Da kennen Sie die Raiffeisen-Geschichte aber schlecht: es gab in Bezug auf einige Deutschschweizer Städte konkrete Vorstellungen der umliegenden Raiffeisenbanken wie diese Städte erschlossen werden sollen (inkl. Konzeptstudien und z.B. bereits geführten Gesprächen, welche Liegenschaften gemietet werden können ect). Der damalige SVRB (Schweizer Verband der Raiffeisenbanken und Vorgänger von RCH) hat diese RB’s schlicht nicht machen lassen, ob wohl hinlänglich bekannt war, dass neu eröffnete Geschäftsstellen von lokalen Raiffeisenbanken, welche in der Nähe von grösseren Städten liegen, innert weniger Jahre kostendeckend arbeiteten. Der damalige SVRB konnte sich einfach ausrechnen, dass die Geschäfte in den Städten selber wie Raketen abgehen werden, was dann ja auch der Fall war und bis heute ist. Nebenbei: diese Geschäftsstellen können auch heute problemlos ausgegliedert werden, wenn Sie denn von RCH (früher SVRB) mit genügend Eigenkapital ausgestattet werden. Dieses Eigenkapital kann derart gestaltet werden, dass RCH quasi als Stillhalter eine genügend grosse Einlage macht und die Kunden dieser Zentrums-Banken diese Eigenkapitaltranchen in den kommenden Jahren übernehmen können. Ich gehe jede Wette ein, dass das notwendige Eigenkapital, mit einer Verzinsung von 2 % bis 2.75%, wie warme Semmeln weg geht.

    • @Wärter
      Sonein Blödsinn. Es gibt unzählige Fälle von Raiffeisenbanken, die in den Städten sehr erfolgreich sind (zB Luzern, Zug, Genf). Von der Agglo ganz zu schweigen! Fakt ist: Raiffeisen Schweiz wollte ganz bewusst mit den eigenen Niederlassungen die eigene Macht stärken!
      Übrigens würde ich jede Wette eingehen, dass unabhängige, städtische Raiffeisenbanken nochmals deutlich erfolgreicher wären. Allein schon die Verbundenheit durch die Genossenschaftsanteile!

    • Lieber Panda: dann machen Sie doch mal ein konkretes Übernahmeangebot und bringen Sie die verbindlichen Zeichnungsverpflichtungen der neuen Eigentümer, die dann irgendwann einmal „ihre“ RB auskaufen werden. Wenn es sie bis dann noch gibt.

      Lieber Raiffiseler: Ihre Nostalgie in Ehren, aber hätten Sie bei der Raiffeisen Gruppe nicht richtige Probleme zu lösen? Wir leben im Zeitalter der digitalen Transformation, die bei Ihnen noch nicht angekommen zu sein scheint. Wenn es mittelfristig überhaupt noch etwas zu transformieren gibt.

    • Einige Kb’s haben beim Immo Crash ende 80ziger Jahre nicht mehr überlebt und
      andere mussten mit Milliarden aus der öffentlichen Hand gerettet werden.
      Schon vergessen?
      Unsere Kb’s werden so enden wie in Deutschland und jetzt auch in Liechtenstein.
      Sie werden zu Regionalbanken und anderem Rating.
      Und die Kantone können froh sein, dass unsäglichen Garantien wegfallen, die im Krisenfall einen Kanton zu Fall bringen könnten.
      PS Der Bund garantiert nicht für Kantone und Kantone unter einander auch nicht.

    • Kantonalbanken ohne Staatsgarantie – der Graus jedes Politikers, der im Dunstkreis der Kantonalbanken die Hohle Hand machen kann. Warum einen solchen alten Zopf behalten!? Es besteht wohl tatsächlich die Angst, dass diese Banken nicht funktionieren ohne Garantie vom Kanton, nicht wie andere Banken.