„Trump olé. Jetzt sollte auch die Schweiz ihre Monster-Regulierung kippen“

Mehr Regulierung ist nicht Segen, sondern Fluch, meint Hans Geiger. SVP und SP könnten im 2017 dem US-Präsidenten folgen und das Fidleg-Finig-Paket versenken.

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21 Kommentare zu “„Trump olé. Jetzt sollte auch die Schweiz ihre Monster-Regulierung kippen“

  1. Aha. Lektionen vom 2007/ 2008 sind schon vergessen und die „Fachleute“ haben nichts gelernt. D.h die nächste Crash ist schon vor-programmiert?

  2. Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner
    Sie befinden sich im Vollgasregulierungswahn, und unterstellen Andern De-regulierungs Wahn….? Schon markant wie Ihre Gedanken völlig aus dem Ruder laufen. Jegliche Planwirtschaft ist der Untergang einer Volkswirtschaft. Regulierungswahn ist Planwirtschaft und führt in die Armut und schlussendlich in den Krieg. Warum? Es ist wirklich ganz einfach.
    Kein Mensch will in ein Land investieren, mit einem Volk im Regulierungswahn und daraus logischen Verbotsgesellschaft.
    Was geschieht in der Zukunft mit dem CH Franken? Wäre es sinnvoll, schon heute das Hungertuch für die Enkel und Grossenkel zu besorgen?
    Dazu kommt noch die Immigration aus dem aussereuropäischen Ausland, wer kann es ihnen verwehren. Die Immigranten sind nicht an der Schweizer Regulierungswut interessiert, die wollen nur Geld.
    Andererseits werden Investoren so effizient wie möglich weg reguliert. Merken Sie und Ihresgleichen wirklich nicht, dass sie sich selbst dauernd ins Knie schiessen, und Andere dafür verantwortlich machen?
    Als Auslandschweizer bin ich schockiert darüber, wie vielen Auslandschweizern das Bankkonto gekündigt wurde, oder die Kündigung angedroht wurde. Der Grund? Durch die Regulierungswut verursachte Auflagen und Kosten macht es für die Banken unattraktiv Auslandschweizerkonten zu führen. Gemäss ASO sind das immerhin über 750’000 Auslandschweizer. 90% der Schweizer ist dieser Missstand unbekannt, und den Bundesrat interessiert das nicht.
    Als Seiteneffekte und Spitzen der Eisberge zeigen sich dann völlige Entgleisungen wie das Hafenkran – Fiasko in Zürich vor einigen Jahren.
    Die Handlungsfreiheit für den Investor ist weitgehend blockiert. Nicht nur in der Schweiz. Stattdessen macht die USA als Erste wieder auf, oder ist auf dem Weg dazu, und zieht logischerweise das Geld an, während in der Schweiz die ewig Gestrigen noch verbissen an neuen Verboten und Einschränkungen herum doktern.
    Investoren werden so gut wie möglich verhindert, derweilen die Schweizer National Bank und andere Zentralbanken mit frisch gedrucktem Geld munter an der Aktienparty-Blase mitmischen. Die Regulierungen treffen einmal mehr die Falschen.
    Ihre Enkel und Grossenkel werden Sie und Ihresgleichen kaum lobend erwähnen. Dafür hätte der verstorbene Führer der ehemaligen DDR Erich Honecker seine helle Freude über ihre Ausführungen.

    • Nur ein Punkt aus Ihrem Kommentar: „Als Auslandschweizer bin ich schockiert darüber, wie vielen Auslandschweizern das Bankkonto gekündigt wurde oder die Kündigung angedroht wurde“. Ihr Grund? „Regulierungswut“.
      Ja, auch ich als Auslandschweizer war darüber enttäuscht und schüttelte den Kopf. Und jetzt Ihr „alternative fact“: Ja wer hat diese Regulierungsflut denn ausgelöst? Auf wessen Druck hin? Wer hat sie zu verantworten? Ja wer hat permanent Heerschaaren von Aufpassern in der noch so genannten CS? Ihr gelobtes Land hat das alles ausgelöst! Tja, die Ursache und die Wirkung müsste man auseinanderhalten.
      Uebrigens: Die Tulpenzwiebelbörse lässt Sie grüssen. Die ist von vorvorvorgestern, aber immer noch aktuell. Aktueller denn je.
      Ach, und noch etwas: Ja, die USA ziehen Geld an. Schwarzgeld. Nach Ihrer Ansicht wohl würdige Nachfolger der Schweizer Banquiers.

    • Grüezi@Max S.,

      Ihren Ausführungen in Ehren. Sie sind naiv.

      Die heutige Finanzwirtschaft ist einem Spielcasino gleich organisiert. Dafür braucht es Regulierungen und viel härtere Sanktionen. Durch Handel mit Aktien werden keine neuen Werte geschaffen. Dieses gilt für alle Arten der heute von der Finanzindustrie als Finanzinnovationen angebotenen Produkte wie Derivate, Optionen, Zertifikate, Swaps u.a. ebenso wie für den Handel mit Devisen. Vorhandene Werte werden lediglich umverteilt. Wertzuwachs findet ebenso wie die Vernichtung von Werten nur in der Realwirtschaft statt!!! Die heutige Finanzwirtschaft zerstört die Realwirtschaft. Liberal heisst nicht Freiheit, sondern Macht. Es ist eine menschenverachtende Ideologie. Niemand weist daraufhin, dass bis vor 4-5 Jahren Fondsmanager bis zu einem Drittel der Einlagen in die Fonds für ihre eigene Vergütung abzweigten und deshalb hohe Renditen auf die verbleibenden Mittel erforderlich waren, um den Investoren eine marginal höhere Rendite als dem Leitzinssatz der Zentralbanken auszahlen zu können. Und das ist nur einer von dutzenden Beispiele die ich aufführen könnte. Die Resultate dieser Praxis sehen wir heute – auch und insbesondere in der Realwirtschaft.

      Dieses Finanzcasino gilt es zu Regulieren und in einigen Fällen trockenzulegen.

      Übrigens: und Sie glauben im Ernst, dass die Bank Ihnen das Konto gekündigt hat, auf Grund von regulatorischen Hürden? Die Gründe sind rechtlicher/gerichtlicher Natur.

      Herzliche Grüsse

    • @ Max S.

      Ich rate Ihnen dringend Ihr Konto doch im EU-Ausland oder den USA zu belassen oder zu eröffnen. Ich weiss zwar nicht wo Sie Ihre Niederlassung haben aber als Auslandschweizer dürfte dies kein Problem sein.

      Im EU-Ausland und den USA geniessen Sie wenigstens Kundenschutz.

      In der Schweiz ist der Bankkundenschutz noch auf dem Niveau eines Schwellenlandes und die Rechtssprechung NICHT bankkundenfreundlich, was Sie easy nach Durchsicht der einschlägigen Urteile feststellen können.

      Zudem bietet Ihnen Delaware jetzt (seit Trump) kostengünstigere Einstiegsmöglichkeiten in anonymisierte Accounts, wenn Sie das meinen.

  3. Grüezi Herr Prof. Dr. Geiger,

    wir schreiben das Jahr 2017!

    Während im Krisenjahr 2008 weltweit Unternehmen und Mitarbeiter massive Einbussen hinnehmen mussten, hatten Hedgefond-PE-Bank-Manager auch in 2008 Milliarden eingestrichen.

    Wie kann das sein?

    Glass-Steagall Act Aufhebung durch Clinton-Administration (Robert Rubin Goldman Sachs Boy) ist eine mögliche Teil-Antwort. Regierungen und Parlamente, haben mit ihren Beschlüssen diese Entwicklung massiv verstärkt, indem sie in den 80er und 90er Jahren die Barrieren für den grenzüberschreitenden Verkehr von Kapital beseitigt haben. Mit Ihrer Argumentation, Prof. Geiger, suggerieren Sie also, dass die Summe von Eigennutzen zwangsläufig zu einer Mehrung des Allgemeinwohls führt.

    Sie übersehen in Ihrem De-regulierung Wahn, dass Unternehmen es im globalen Wettbewerb mit anderen Anforderungen zu tun haben als Staaten. Staaten müssten viel strenger Regulieren und Sanktionieren! Im Wettbewerb von Volkswirtschaften geht es nicht um Marktanteile sondern um private Investitionen, geht es nicht um Kosten senken, sondern darum, die verfügbare Kaufkraft zu erhöhen, geht es nicht um die Maximierung von Privateinkommen, sondern um die Optimierung des Volkseinkommen. Schliesslich geht es im Wettbewerb von Volkswirt­schaften auch nicht um survival-of-the-fittest, sondern auch um Kooperation, Solidarität, Verantwortung, Regeln und uneigennützige Hilfeleistungen. Doch diese gibt es in Ihrem neoliberalen Menschenbild nicht. Diese Casino Mentalität verkennt, dass wertschöpfende Tätigkeit zu einem Zugewinn führt, der allen Beteiligten zu Teil werden kann. Wirtschaften kann nicht auf die Verteilung von Wohlstand reduziert werden. Wirtschaften ist das Erschaffen von Wohlstand. Geschäftsbanken gilt es JETZT! zu zersplittern und die EK-Quote massiv zu erhöhen.

    Herzliche Grüsse

    • Grüezi Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner

      Ihre Argumentation kann ich voll unterstützen.
      Ich verfolge die Video-Propaganda von Herrn Geiger regelmässig. Es gibt darin zwei Konstanten: Eigennutz zuerst und Ich-Bezogenheit.
      Dies kommt schon in seiner Homepage zum Ausdruck, wo zu lesen ist: «Ich, Hans Geiger..» Analog der Slogan: «GEIGER FIRST».

      Ich finde es schade, dass ihm Lukas Hässig seit Jahren Exklusivrecht auf seiner Plattform zuhält. Kontradiktorische Gespräche finden so nicht wirklich statt und wirken teilweise gestellt und abgesprochen. Schade.

      Immerhin übernimmt Herr Hässig wenigstens in die Blogs kritische Kommentare; dies ist z.B. auf andern Plattformen interessengebundener Medien nicht oder nicht mehr der Fall! Dafür wenigstens: Danke, Lukas Hässig.

      Beste Grüsse

    • Grüezi @Bankkunde (aktiv),

      wir sollten Herrn Lukas Hässig sehr dankbar sein. Kaum eine Branche ist bezüglich ihrer Zukunftschancen derart widersprüchlich wie die Bankenbranche. Herr Prof. Geiger sollten wir auch dankbar sein, da er die Steilvorlage gibt, diese Widersprüche punktuell aufzuzeigen. Alfred Escher dreht sich im Grab um.
      Herzliche Grüsse

    • Vielen Dank, @AHV-Rentner (und Kollege), für Ihre Ausführungen. Ich sehe mir die Filmchen von Herrn Geiger regelmässig gerne an, auch wenn ich meistens anderer Meinung bin. Ihr Beitrag ist ein wohltuender Kontrapunkt zum heutigen neoliberalen Gedankengut, welches droht, mit seinen Metastasen den ganzen Körper zu zerstören. Ich frage mich, ob Herr Geiger sich noch an die „Nationalökonomie“ zu erinnern vermag. Da ging es selbstredend um die „Optimierung des Volkseinkommens, nicht um die Maximierung des Privateinkommens.“ Erinnern mag ich mich noch gut an die Vorlesung des hochangesehenen Herrn (Prof.Dr.) Karl Oftinger, Uni Zürich, anno 1968, welcher sagte: „Schrankenlose Freiheit hebt sich auf von selbst.“ Vielleicht hat Herr (Prof.Dr.) Hans Geiger als Student diese für Nationalökonomen obligatorische Vorlesung auch besucht.

  4. Auch wenn Fidleg gekippt würde, könnte ein Kunde aus der EU eine Bank mit Domizil Schweiz immer vor dem Gericht seines Wohnsitzes verklagen, wenn er glaubt, Schadensersatz verlangen zu können.
    Google: CMS künftiges Cross-Border-Geschäft
    (Abschnitt Zuständigkeit der Gerichte)

  5. Nicht die Regulierung ist das Problem sondern die ineffiziente, Umsetzung. Je aufgeblasener desto mehr Geld gibt es für die ach so tollen Berater. Dieses kleine aber entscheidende Wörtchen „angemessen“ wird konsequent missinterpretiert. Natürlich muss für eine effiziente und schlanke Umsetzung ziemlich viel überlegt werden, ist natürlich einfacher und die Berater freuts, wenn ein 08/15-Konzept umgesezt wird. Achja und das ist natürlich state of the art und die anderen machen es auch so – da muss es natürlich gut sein.

  6. Wenn Schweizer Finanzdienstleister Marktzugang zu
    EU-Ländern wollen, müssen sie die EU-Regeln zum Anlegerschutz akzeptieren. Diese sind um ein Mehrfaches schärfer als das verwässerte Fidleg.

  7. Dass der Kunden- oder Anlegerschutz in der Schweiz ungenügend ist, ist spätestens seit der Finanzkrise bekannt. So mussten z.B. in Deutschland oder den USA vorsätzlich geprellte Kunden für Ramschpapiere und Fake-Hedge-Fonds (u.a. auch absolute Return Produkte) durch Gerichtsurteil entschädigt werden.

    Nicht so in der Schweiz, wo die Gerichte sich hinter die Interessen der Banken stellten und z.B. CDO als Obligationen (was sie weder faktisch noch de iure sind) betrachteten. Dabei handelte es sich in den meisten Fällen um Laien-Kunden und nicht etwa um qualifizierte Anleger.

    Kommt hinzu, dass Finanzintermediäre in der Schweiz im Gegensatz zu Banken praktisch in einem rechtsfreien Raum agieren können. Die sogenannte Selbstregulierung ist zwar gut gemeint, verkennt aber, dass sich – wenn’s ums grosse Geld geht – jeder sich selbst der nächste ist.

    Von einem mir nahestehenden Banker in Singapur habe ich erfahren, dass die dortige Regulierung für Finanzintermediäre um Faktoren schärfer ist als hier. Er büffelt tageweise an der komplexen Regulierungs-Materie, um die dortige Lizenz zu erhalten.

    Dass ein Laien-Kunde beim Kauf von strukturierten Produkten mindestens wissen sollte wie hoch die Gebühren sind und welche grundlegende (nicht detaillierte) Mechanik einfach erklärt dahinter steckt, versteht sich wohl von selbst. Aber auch hier besteht keine Prospektpflicht.

    Kein Laie kauft ein Auto, ohne sich vorher über Eigenschaften informiert und allenfalls eine Probefahrt absolviert zu haben. Motorenkenntnisse sind hierfür nicht erforderlich, um zu erspüren, ob die zugesicherten Eigenschaften zutreffen. Nicht so bei Finanzprodukten; dort wird noch immer die Katze im Sack gekauft.

    Der massgebliche Auslöser der Finanzkrise war die Deregulierung u.a. unter der Bush-Administration. In einem vernünftig regulierten Markt wären nie so viele Ramschpapiere und gefakte Finanzkonstruktionen (CDO, Fake Hedge Funds, Schneeballsysteme etc.) dem Publikum «angedient» worden. Klar, ganz vermeiden kann man es nicht, aber zumindest eindämmen.

    Dass Trump mit seiner Goldman Sachs Entourage den Auftrag hat zu deregulieren war zu erwarten und erstaunt nicht. Dies nützt primär den sehr Reichen, den Bankern und den Bonus-geilen Managing Directors, die wie ein Vertreter hauptsächlich auf Provision angestellt sind. (An dieser Stelle sei in Erinnerung gerufen, dass Goldman Sachs von der Finanzkrise kaum in Mitleidenschaft gezogen wurde…)

    Regulierung mit Mass ist daher nötig.

    Wenn Herr Geiger als Interessen-Vertreter der «kleinen» Finanzintermediäre für Null-Regulierung lobbyiert, so denkt er primär an sich und seine Gilde, nicht jedoch für die Kunden.

    Der Trump’sche Deregulierungshype ist ein kapitaler Steilpass für die nächste Finanzkrise!

    • Sie haben leider nicht verstanden, dass die beste Regulierung die Selbstverantwrotung ist. Man kann alles regulierung und somit auch stillegen damit ist dem Anleger aber definitiv nicht gedient. Gehören Sie auch zu denen, die die Börse ein Casino nennen und Aktien als brandgefährlich einstufen ? Ich habe mit strukturierten Multi Barrier Reverse Convertible in schwierigen Zeiten schon sehr gut Geld verdient, weil diese strukturierten Produkte die Volatilität glätten. Der Kauf eines solchen MBRC ist die SICHERER Variante in eine Aktie einzusteigen. Vielleicht sollten Sie sich alles nochmals genauer anschauen bevor Sie über diese guten Anlagemöglichkeiten herziehen. Viel Spass wünsche ich Ihnen bei Ihren Anlagen auf den 0 % Konti oder den 0 % Obligationen.

    • Hi Ueli

      Multi Barrier Reverse Convertible sind wirklich geil; vor allem, wenn sie noch mit einem Hebelprodukte mit Knock-Out Option verbunden sind. Dann haben sie nicht nur 0%, sondern Minus 100%! Und die Bank als Gegenseite hat dann die andern 100%. — Wirklich geil, solche Spielchen. OLé, OLé…

    • @ Ueli
      Dass Selbstverantwortung allein nicht funktioniert wissen wir spätestens seit der Finanzkrise.
      Diese war kein «Marktphänomen» wie Leute ihres Zuschnitts immer behaupten, sondern «man made» als Ergebnis der Deregulierung u.a. unter der Bush-Administration. Mit «man made» meine ich, dass Banken in ihrer Gier vorsätzlich Ramschpapiere in Publikums-Fonds packten, um sich so ihrer Risiken auf elegante Art zu entledigen.
      So wurden z.B. auch in der Schweiz «absolute return» Produkte immer öfters als Ersatz für eine Geldmarktanlage an Laien-Kunden verkauft. Dies, obwohl die Verkäufer wussten, dass dieser Return infolge des sub-prime-Charakters der unterliegenden CDO auf Crashkurs programmiert war. Grund: Weisung von «oben», da margenintensiv und daher bonusträchtig. Dies war und ist vorsätzliche Falschberatung.

      Und nun zu den Belehrungen von Ueli:
      In der Finanzkrise haben sämtliche «Sicherungskonstruktionen» und «Fallschirme» kläglich versagt. Dies betrifft z.B. Hedge Funds wie auch Reverse Convertibles etc. Grund u.a.: Einstellung des Handels wegen der erratischen Kurs-Bewegungen und ausser Kontrolle geratener Verstärkungsprozesse durch die Konstruktion selbst, da nie Stresstests in diesem Ausmass gemacht wurden.
      Dadurch wurden vorsätzlich vor allem risikoaverse Laien-Kunden in arge Mitleidenschaft gezogen aber auch qualifizierte Anleger wie Pensionskassen und Firmenliquidität von Unternehmen substantiell vernichtet (z.B. bei Swatch).
      Dies hat nichts mehr mit üblichen Börsenschwankungen (Volatilitäten sind bei den qualifizierten Anlegern kein Fremdwort) zu tun, sondern war das Ergebnis bankmässiger Fehlberatung und von Gier getriebener Fehl-Konstruktion (z.B. x- facher Hebel kombiniert mit Ramsch).

      Wenn ich schon Geld verlieren muss, dann lieber kontrolliert und transparent, aber nicht im intransparenten package. Und ich muss mir auch nicht zweitklassige Aktien mittels Reverse Conv. Konstrukten «andienen» lassen! Oder einen «absolute return» aufschwatzen lassen. Zugegeben: als aktiver Börsenkunde habe ich da gegenüber Laien einen Vorteil.

      Aus diesem Grund habe ich mir immer selbst meinen plain vanilla Aktienkorb zusammengestellt und bewirtschafte diesen selbst aktiv.

      Und zuletzt noch dies an die Adresse von Ueli:
      Regulierung ist dann massvoll und sinnvoll, wenn sie einerseits dem Kundenschutz dient und anderseits das Spielfeld für die Marktteilnehmer absteckt. Dazu braucht es Regeln (übrigens im Kasino auch!). Dadurch können exzessive Vorgänge zwar nicht verhindert, aber doch eingedämmt werden. Wenn Finanzprodukte transparent, in den Grundzügen erklärbar und professionell konstruiert sind, dann sind sie selbstverständlich OK.
      Solange sie aber nicht einmal durch die Bankberater erklärbar sind, solange kaufen wir die Katze im Sack!

    • @ Ueli

      Was schreibst du denn da für einen Stuss? „Börse ein Casino nennen und Aktien als brandgefährlich einstufen“ muss man nicht in einen Satz verpacken, das sind verschiedene Sachverhalte!

    • Ueli: Aschenputtel: Die guten ins Kröpfchen (der Bank), die schlechten ins Töpfchen (des Kunden). Im Märchen der Gebrüder Grimm ist’s umgekehrt. Ja, die Banken erzählen Märchen, die Realität sieht dann anders aus, deshalb sind es ja Märchen.

    • @ueli: Genau! Danke dass es noch Menschen gibt, die auf Selbstverantwortung Wert legen. Die meisten Menschen sind Lemminge wie Bankkunde und Rückbauer. Sie wollen für nichts die Verwantwortung übernehmen und alles pfannenfertig serviert bekommen. In diese Richtung geht die momentane Regulierungswut. Wenn auch noch nicht in allen Branchen: Um beim Autobeispiel zu bleiben: Jede Garage würde einem 18 jährigen, ohne wirkliche Praxiserfahrung einen Porsche Turbo mit über 500 PS verkaufen. Bei einfem Unfall würde niemand auf die Idee kommen, dem Garagisten die Schuld zu geben – Noch nicht! Die beschränkten Geister à la Rückbauer und Bankkunde werden das aber auch da noch hinkriegen! Deshalb hat Hans Geiger mit seinen Aussagen zu 100% recht: Die Regulierungi ist schon viel zu weit gegangen. Das Pendel muss nun eine Gegenbewegung einleiten! Mehr Regulierung kann niemals eine Finanzkrise verhindern, denn dieselben, die regulieren (Staat), sind auch diejenigen, die die grössten Risiken eingehen. Man sehe sich die Staatsschulden unserer Nachbarn an!!!!!

    • @ sigi weisskopf

      Jetzt machst Du ein mega Durcheinander.
      Ich gehe jeden Monat einmal ins Kasino und bin froh, dass dort die Spielregeln immer am Anfang allen bekannt gegeben werden.
      Sonst kannst du ja gar nichts mehr verdienen, wenn die andern sich nicht an die Regeln halten.
      Bei den Optionen dito. Vola-Berechnung ist international standardisiert (=reguliert). Hast du jetzt begriffen??