„UBS-CS-Fusion? Eine Schnapsidee“

Das Konzept der Universalbank hat sich überholt, sagt Hans Geiger. Beide Grossbanken müssten sich neu erfinden: Teile zusammenlegen, Anderes aufgeben.

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  1. Nur ein paar Fragen zum Interview mit Herrn Geiger.
    1) Ist das Geschäft mit Anlagefonds der beiden Großbanken genügend groß,
    um mit den grössten Institutionellen der Welt mitzuhalten. Sie sind kleiner als die grössten Europäer wie PIMCO und Amundi (Frankreich), selbst Deutsche Asset Management ist grösser.
    2) Weder CS und erst recht UBS verdienen in den USA praktisch nichts. Ein Investment-Banking um des Prestiges willen.
    3) Im Devisenhandel ist UBS eine Größe schon der Korrespondenzbank wegen, die CS ist es nicht.
    4) Die CS könnte ihre Stellung in der Vermögensverwaltung in der Schweiz verbessern, wenn sie mit Julius Bär fusioniert. Sie hätte dann mehr Eigengewicht.
    5) Ist der Schweizer Heimmarkt im kommerziellen Bereich für beide ausschlaggebend? Er ist es, weil beide es praktisch nicht verstanden haben ihr Auslandsgeschäft, damit ist gemeint vom Ausland her mit dem Ausland, irgend einen Profit zu generieren. Dieses Auslandsgeschäft (Ausland/Ausland) ist für beide ein Fall der Sanierung. Allein müssen beide es liquidieren, wenn sie diese Quer-Subventionierung abstellen wollen.

  2. Inside Paradeplatz 12.10.2018: „Der Zürcher Finanzprofessor Marc Chesney hat das in einem kürzlichen NZZ-Aufsatz aufgezeigt. Die CS sitzt auf Derivaten im Umfang von 687 Mal dem eigenen Kapital. Bei der UBS ist es Faktor 361.“https://insideparadeplatz.ch/2018/10/12/ubs-cs-zwei-derivate-granaten-vor-zuendung/

    Die Grossmanager der UBS und Credit Suisse scheinen erkannt zu haben, dass das Derivat-Problem nur noch ein Wunder gelöst werden kann – mit einer Grossfusion. Wer hoffnungslos verzweifel,t ist kommt oft auf sehr sonderbare Lösungswege.
    Gunther Kropp, Basel

  3. Schnapsidee, richtig. Auf einem PowerPoint Slide hat man so einen Merger schnell mal gezeichnet. Im Excel dann noch kurz die Einsparungen (Personalabbau) berechnen und schon sieht die Zukunft rosig aus. Die Manageräuglein leuchten. Leider vergessen sie, dass es unmöglich ist, die IT-Systeme zusammenzuführen. Für diese Aufgabe holt man Accenture und Co. Die kennen die Probleme natürlich auch, aber lassen sich einen solchen Auftrag über mehrere Jahre und einem dreistelligen Millionenbetrag nicht entgehen. Es gäbe nur einen Gewinner bei dieser Übung: die Beratungsindustrie.

  4. Ich weiss es ist nicht das Thema, trotzdem beschäftigt es mich:

    Im Tagi beschwert man sich, Trump rufe die faschistoide Schlägertruppe „Prowd Boys“ zum Kampf auf.
    Von der linken Schlägertruppe „Schwarzer Block“ der Stadtregierung in Zürich wird dagegen nichts geschrieben.

    Mir scheint das etwas einseitig mit Tunnelblick.

    Der Schwarze Block, die Schlägertruppe der Zürcher Stadtregierung darf jederzeit alles kurz und klein schlagen. Andere wie „Marsch fürs Läbe“ (nicht meine Freunde) dürfen keinen Umzug machen. Weil die Schlägertruppe der Stadt Zürich, der schwarze Block, den friedlichen Umzug angreifen könnte. Eine politische Sauerei erster Güte.

    • Die linken Städte halten sich ihre linken Schlägertrups.
      Damit schüchtern sie nicht genehme Menschen und Andersdenkende ein.
      In Zürich, Schwarzer Block.
      In Bern, Reitschule.

  5. Die Rettung einer Grossbank in Schieflage durch Schweizer Steuergelder ist ein absolutes No Go geworden. Die Grossbanken haben aus der Finanzkrise 2008 nichts – aber auch gar nichts gelernt. Sie machen in alter Manier mit Ihren Bonusexcessen einfach weiter.

    Wie Prof. Geiger richtig ausführt kommt dann nur ein kontrollierter Untergang in Frage.

  6. Grossbank Universalbank Modell passt nicht mehr in die heutige Zeit.

    Zusätzlich haben die CS und UBS durch ihre gnadenlose Arroganz jeglichen Goodwill in der Bevölkerung verspielt.

    Ganz wenig Politiker getrauen sich deshalb in der Oeffentlichkeit auch nur ein gutes Wort zu den Grossbanken CS und UBS zu verlieren.

  7. CS kann übernommen werden oder kontrolliert untergehen – CS in der heutigen Struktur brauchen wir in der Schweiz definitiv nicht mehr in den nächsten Jahren.

    Die CS wurde von einem komplett unfähigen Management runterrandaliert und hat ca 85 % ausländische Aktionäre.

  8. ist es eine Schnapsidee weil sich Blocher noch nicht entsprechend positioniert hat?

    ich gebe es zu, Geiger höre ich mir nicht mehr an.

    Aber die Gedanken gehen durch meinen Koof. Wem muss er wieder als Steigbügelhalter dienen

  9. wer jetzt noch immer bei der CS oder UBS arbeitet, der ist sowieso nicht mehr zu retten. die kranken und lahmen gehen mit dem schiff unter. ahoi sozialer abstieg. ahoi sozialhilfe & scheidung. no money, no honey.

    • Mein Mitleid hat sehr enge Grenzen.

      Eigentlich müssten jeder vom Arbeitgeber verlangen, sich den Lohn bar auf die Hand auszahlen zu lassen.

      Allerspätestens hätten die Gewerkschaften den Schwenk längst machen müssen. Aber da sieht man wieder auf wessen Seite diese stehen.