„UBS will global und universal sein. Das kann sie vergessen.“

Die Schweinekrise in China entlarvt das Grossbanken-Modell als Fehlkonstrukt, sagt Hans Geiger. Eine Aufteilung in vier Baby-UBS wäre sinnvoll – und würde die Aktie befeuern.

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  1. Für Herrn Geiger ist der shareholder value offenbar wichtiger als der Erhalt der Arbeitsplätze.

    Insofern outet er sich als Neoliberaler. Und ist bei der richtigen Partei unter seinesgleichen (wenigstens was die Parteielite betrifft).

  2. Die bereits jetzt faktisch ausländisch beherrschte UBS macht alle Fehler, wie jedes grössenwahnsinnige Unternehmen in der Schweiz: Ins Ausland expandieren und nicht bei seinen Kernkompetenzen bleiben. Nur eine Frage der Zeit, bis das Unternehmen so vom Markt verschwinden wird.

  3. Die globale UBS Strategie ist gescheitert . Die Bank kann die Branche nicht konsolidieren. Grösse schafft im nur im Retailbanking Kundennutzen, in der Vermögensverwaltung nicht (kleine Banken haben ebenso gute Performance bei niedrigeren Kosten und geringerer Komplexität), im Inv. Banking ist ubs 2. Garnitur.
    Die bank muss aufgebrochen werden, die Teile sind strategisch interessanter . Aufteilen geht aber nicht, sonst kann die ubs-Nomenklatura nicht mehr so hohe Bezüge durchdrücken.
    Strategisch hat die Ubs also ein echtes Problem, und was schlimm ist, es gibt niemand, der die Kraft, Intelligenz und den leadership hat, es zu lösen. So bleibt nur die Übernahme.

  4. Tönt alles schön, logisch, einfach und gut. Managerdenke in Reinkultur. Das funktioniert aber leider nicht. Man muss sich die IT Landschaft und Operations wie einen Hirntumor vorstellen: jahrzehntelang gewachsen, undurchschaubar verästelt und absolut inoperabel. Zerteilt man dies jetzt in vier Baby Hirne, sind diese nicht überlebensfähig.

    Übrigens ist diese Operation ist schon mal gescheitert, beim versuchten Schnitt in zwei Teile: «Schweiz» und «International» (FINMA, «to big to fail»). Das Skalpell wurde nicht benutzt, nur je eine neue Beschilderung angebracht. Wir der Schnitt mal nötig, gehen wir auf zwei Bestattungen.

    Es gibt nur eine Lösung: nach dem Tod, die noch brauchbaren Organe transplantieren.

    • @HOSTie
      Sie haben Recht: Das Auseinanderdividieren der Informatik ist eine Riesenaufgabe. Ich denke aber, die Aufteilung unter dem Aspekt des „too big to fail“ scheitert nicht am mangelnden Können, sondern am fehlenden Wollen.
      Mit dem Bild des Hirntumors haben Sie hoffentlich Unrecht. Sonst wären die globalen Universalbanken im Falle eines bösartigen Geschwulst wohl auf dem Totenbett, im Falle eines gutartigen würde sich eine Aufteilung in vier Spezialbanken lohnen.

    • Interessant was sie sagen, aber das verneint genau was “ die letzte Wille“ von TBTF wäre…
      11 Jahren nach den Crash sind somit die Problemen noch nicht gelöst….
      Die Vierteilung ist interessant, vor 11 Jahren wären wir auch dagegen gewesen…aber heute sieht anderes aus…
      Wir glauben bei 2 wäre schon genug…das wäre aber ein Paradigmawechsel bei der GB: will man? Kann man das? man kann immer etwas neues…

    • Es ist eine Sackgasse für die UBS.

      Die Banken-Plattform ist dermassen veraltet und voll Flicks, dass jegliche Kostenvorteile aufgefressen werden durch enorme technische Komplexität und Kosten der Änderungen.

      Die einzige Lösung wäre, neu anzufangen und in gewissen business Bereichen ganz neue kostengünstige und skalierbare Plattformen aufzubauen, damit man eigenes Business darauf migrieren kann und damit andere Banken ihr business darauf migrieren können.

      UBS muss ein Beratungs- und ein Technologieunternehmen werden. In der Regel ist es schwierig, diese zwei Modelle unter einen Hut zu bringen. Auch wenn die Beratung funktioniert, von Technologieunternehmen ist die UBS weit entfernt.

      IT der UBS ist mit wenigen Ausnahmen ein business risk im Klumpenformat par excellence, technologische Schuld, die nicht mehr zurückbezahlt werden kann.

    • @HOSTie:
      Mag sein dass Sie die Situation richtig einschätzen, nur eines ist klar: Organe von Toten können NICHT transplantiert werden (Hirntod ist nicht gleich Tod!). Man verschweigt uns das und bearbeitet uns mit Tränendrüsen-Berichten, um nicht ein Milliardenbusiness zu gefährden! (Sorry, anderes Thema, jedoch nicht weniger relevant!)…

  5. Herr Geiger

    Warum ist für Sie der Aktienkurs wichtiger als die Angestellten? Ist das die neue SVP-Doktrin??

  6. UBS und CS sind gescheiterte Geschäftsmodelle, welche die schweizerische Volkswirtschaft nur noch belasten.

    Das Management speziell der CS ist unterirdisch schlecht und gehört abgesetzt.

    Die Kunden und die Aktionäre müssen hier die Reissleine ziehen.

  7. “Die Spekulanten haben gesprochen!“

    Teilt sie doch gleich durch zwölf, dann können sich auch die Rappenspalter an den Pennystocks beteiligen.

    Aber wahrscheinlich wollen Ermotti und Weber nur eine “grosse“ Aktie, und nur eine “grosse“ Boni. Man muss sonst immer zu viele Leute fragen für die Geldgeschenke.
    Ausser dem würde dann das “Kleingerümpel“ nicht mehr als “systemrelevant“ eingestuft werden können.

    Bei dem wenigen Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanz, könnte es auch passieren, das die UBS beim nächsten anstehenden Finanzcrash ganz vom Börsenzettel verschwindet.

    Eine nochmalige Rettung durch Steuerzahler würde wahrscheinlich schon wegen der Unglaubwürdigkeit scheitern.

    Aber vielleicht könnte ja die SNB ihre tolle Bilanz noch etwas ausweiten, und die UBS, samt den Herren Ermotti und Weber als ihren eigenen Privat-Patienten zur “Heilungskur“ aufnehmen.