„Versicherungen haben Banken den Rang abgelaufen“

Die Verlierer der letzten 10 Jahre sind die Banken, sie haben 500 Milliarden Ausland-Vermögen verloren, sagt Hans Geiger. Schuld sei nicht nur das Umfeld, sondern die Banker seien fett und ideenlos geworden. Profitieren könnten seriöse freie Vermögensverwalter.

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  1. Mal sehen; lege 100 CHF in ein 3a Konto bei einer Bank und zum Vergleich bei einer Versicherung an, da ergibt sich nach X Jahren folgendes Bild: Bank immer noch 100 CHF, nichts verdient, nicht einmal die Inflation, pfui. Schauen wir uns das bei der Versicherung an: 90 CHF, auch nichts verdient, jedoch muss ich die Unfähigkeit der Versicherung noch bezahlen, grosses Pfui. Tja, man staune, schlimm ist noch, dass der Gesetzgeber den Versicherungen einen Riegel vorschieben musste, sonst würden diese ohne zögern, den Schnabel noch um einiges weiter eintauchen.

    Versicherungen sind schlechter als ihr Ruf!

    Ungemein träge, wenn es um neue Initiativen oder digitale Lösungen geht, unverschämt in ihren Preisen und gewisse Versicherungen lassen dann einen noch im Regen stehen.

    Kurzum gesagt; die meisten Federn in den letzten Jahren haben die Banken lassen müssen. Das war aber auch verdient. Die Versicherungen wurden hingegen eher in Ruhe gelassen. Das ist ihr Glück (nicht Verdienst, es gilt eher „wer schläft sündigt nicht“). Somit können diese weiter teuer und ineffizient wursteln wie zuvor.

  2. Bankgeheimnis weg, Trend zum passiven Anlegen kommt immer mehr, sehr günstige ETFs, moderne Broker und Fintechs, Kryptowährungen. Automatisierung, Standardisierung. Die Margen bei der Vermögensverwaltung können eigentlich nur noch schrumpfen und werden dies weiterhin tun. In der Schweiz sind sie noch immer lächerlich hoch! Wir sehen erst den Anfang. Man hat weder die Kosten noch die IT wirklich im Griff. Die Löhne sind durchs Band viel zu hoch. Die Anzahl der Mitarbeiter ebenso. Die Renditen auf den Kapitalmärkten gehen auch tendenziell weltweit zurück, was den Preiskampf zusätzlich anheizt.

    Die alten Köpfe kapieren das nicht oder tun dies jedenfalls nicht in der vollen Tragweite.

  3. Negativzins ist ein katastrophales Umfeld für die Banken, daran kann es keinen Zweifel geben. Außerdem sind die Banken seit 2008 die Prügelknaben schlechthin. In der Schweiz kommt dann noch der Verlust des Bankgeheimnis hinzu. In einem solchen Umfeld macht das Banking einfach keinen Spaß mehr und junge Talente gehen anderswo hin. Zurück bleibt ein demoralisierter Haufen, der nicht richtig weiß, was er tun soll.

  4. Als ehemaliger Swiss Life Berater und heutiger unabhängiger Vermögensverwalter, findet ihr heutiges Thema bei mir grosses Interesse. Ich stimme mit ihnen überein,
    wenn wir von einem reinen Sachversicherer reden. Dieser ist von den Negativzinsen jedoch nur marginal betroffen. Bei einem Lebensversicherer sieht m.E. die Lage anders aus. Einem direkten Vergleich halten nur 3b Produkte stand. Allen voran die Einmaleinlage. Diese ist defacto vom Markt verschwunden. Stempelsteuer, BVV3 Vorschriften, verunmöglichen ein konkurrenzfähiges Produkt. Einem meiner Kunden wurde von einem führenden Schweizerischen Lebensversicherer sogar der vorzeitige Rückkauf seiner Einmaleinlage aufgeschwatzt. BVG Prämien können zu einem Vergleich nicht herangezogen werden. Das BVG Obligatorium ist Pflicht und führt dazu, dass die Pensionkassenverwalter nicht mehr wissen, wie sie die Gelder noch attraktiv anlegen sollen? Das Schlagwort hiess über die letzten 10 Jahre: Immobilien, und wenn das nicht möglich ist, dann Immobilien und wenn das auch nicht gehen sollte, Immobilien. Resultat: Unsere Immobilienpreise in der Schweiz sind völlig überhitzt und stellen eine Blase dar. – Eine systembedingte Blase.

    Das wirkliche Problem mit den Negativzinsen ist, dass keiner der amtierenden Zentralbanker eine Lösung hat, wie wir je wieder aus den Negativzinsen herauskommen. Sehen sie sich dazu den heutigen Artikel in den Deutschen Wirtschaftsnachrichten an. Die reden von 4-5% Negativzinsen auf allen Konten ohne Limite.

    Die Negativzinsen werden solange weitergeführt, bis einzelne Kreise anfangen, alternative Währungen, Zahlungssysteme etc einzuführen. Das Ende der FIAT Währungen und der privatwirtschaftlich geführten Zentralbanken rückt näher und näher…

  5. Kürzlich schrieb BAK Economics (Studie im Auftrag Swiss Banking): „Die Banken stellten der Schweizer Wirtschaft Kredite in Höhe von 388 Mrd. CHF zur Verfügung.“

    Inhaltlich nicht falsch, jedoch medial passend aufbereitet.

    Wer Kredite liest, denkt in erster Linie an Kontokorrent- und Betriebskredite.

    Eine differenzierte Betrachtung zeigt, das Volumen und Wachstum steckt in Hypotheken.

    71% aller Kredite an Unternehmenskunden (ohne Oerk) sind Hypothekar-Darlehen (Grundpfanddeckung).

    https://www.digitalmedia.ch/news/kredite-unternehmen/

    • Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte. Gustav Heinemann.

  6. Die herkömmlichen Schweizer Banken waren noch nie wirklich kreativ. Haben über viele Jahren den Reibach mit dem Bankgeheimnis gemacht. Leicht verdientes Geld im Schlafwagen………

    Innovative Arbeit stattdessen findet anderswo statt.

    Man schaue sich den Erfolg der private equity Unternehmung Partners Group in Zug an. Mit einer Börsenkapitalisierung von 22.45 Milliarden wird sie in wenigen Jahren die träge, selbstverliebte Credit Suisse (CHF 32.8 Milliarden) überholt haben.

    Partners Group entwickelt sich international ständig weiter mit solider Wertarbeit. Braucht keine Ringier PR-story, keine Detektivüberwachung und keine (unverdiente) Bonusauszahlungen für „risk-taker“.

    Eine solche Firma mit klugen Ideen verdient schweizweit Respekt.

  7. Da die SNB den schweizer Franken während der letzten 10 Jahre ca. 1 : 1 zum US – Dollar hielt, konnte jeder schweizer Kapitalanleger von den Zinsen von US – Treasuries und in Dollar nominierten Industrieanleihen profitieren sowie von den erheblichen Kurszuwächsen im amerikanischen Aktienmarkt: Dow Jones & S&P 500 vervierfacht (x 4), Nasdaq – Index versiebenfacht (x 7).