US-Kniefall: Es sind über 10 Milliarden

Friedensdeal für CS & Co. erreicht NEAT-Dimension – Bund prüfte Garantie – USA geben Info-Takt vor.

Heute beschliesst der Bundesrat eine der höchsten Bussen der Wirtschaftsgeschichte. Danach soll die Bevölkerung an einer Pressekonferenz informiert werden.

Die Summe zur Befreiung des Bankenplatzes aus dem Würgegriff der US-Strafbehörden kostet laut einer Berner Quelle zwischen 10 und 20 Milliarden. Das schlägt alle bisherigen Prognosen.

Der Ablassdeal erreicht damit das Niveau der neuen Eisenbahn-Alpentransversalen NEAT. Das Jahrhundertprojekt der beiden Tunnels verschlingt um die 20 Milliarden.

Der Bund prüfte, den Banken die Riesensumme vorzustrecken. Die Regierung und das Parlament, also die obersten Repräsentanten des Landes, hätten damit den Amerikanern die versprochene Summe garantiert.

Zuletzt verzichtete der Bund offiziell auf eine Vorabzahlung, wie Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf später bestätigte. Weil Kantone mit betroffenen Kantonalbanken an die Kasse kommen, haftet der Steuerzahler trotzdem.

Der Ablauf wird aus Übersee orchestriert. Die Amerikaner bestimmen, wann die Schweizer Öffentlichkeit über das gigantische Abkommen informiert wird.

Nach der heutigen Bundesratssitzung gibt es noch keine Details. Diese folgen erst später.

Die Verzögerung hängt mit den Wünschen des US-Justizministeriums zusammen. Dieses könnte den historischen Kniefall der Schweizer nach eigenem Drehbuch feiern wollen.

Die Summe von 10 bis 20 Milliarden, die Haftung durch den Steuerzahler und die US-Steuerung der Informationen sind neue Dimensionen, die das bisherige Vorstellungsvermögen sprengen.

Bei geschätzten 15 Milliarden US-Busse hätte jeder Schweizer, vom Baby bis zum Greis, pro Kopf knapp 2’000 Franken vorschiessen müssen, wenn der Bund eine Garantiezahlung geleistet hätte.

Das ist mehr, als der Bund bei der UBS-Rettung von 2008 leistete. Damals gab Bern der Grossbank 6 Milliarden frisches Eigenkapital. Der Rest der 70-Milliarden-Rettung kam von der Notenbank.

Orchestriert wird der Deal und die Kommunikation von der Grossbank Credit Suisse. Als Quasi-US-Bank profitiert sie am meisten von einem Ende des Kriegszustandes mit den Amerikanern.

CS-Präsident Urs Rohner rührte gestern die Werbetrommeln für eine Zustimmung zum historischen Abkommen. „Auch eine schmerzhafte Lösung ist besser als keine Lösung“, sagte Rohner.

Die Bankiervereinigung habe praktisch im Auftrag der CS für den Deal geweibelt, behauptet die Berner Quelle.

Mit besonderen Pillen versucht die Lobbyorganisation das Abkommen zu versüssen. Betroffenen Mitarbeitern, deren Daten in den USA landen, wird juristischer Beistand versprochen.

Das sind Nebelpedarden. Im Kern geht es um die wohl grösste Summe, welche die Schweiz respektive eine Industrie zu leisten haben, um diese vor Anklagen aus dem Ausland zu schützen.

Das einzigartige Ausmass des Abkommens ruft nach einer minutiösen Information des Landes. Eine solche ist nicht geplant.

An der Pressekonferenz will der Bundesrat möglicherweise nur die Umrisse des Vertrags offenlegen.

Insbesondere könnte die Gesamtsumme, welche Bern dem Paradeplatz vorschiesst, unter dem Deckel gehalten werden.

Danach gehts ruck-zuck. Im Expresstempo will die Regierung ihren Wahnsinnsdeal durch das Parlament peitschen.

Bei der Alpentransversalen NEAT gabs lange Debatten in den Räten, zuletzt entschied das Volk an der Urne über das Milliarden-Bauvorhaben.

Beim US-Steuerdeal geht es um vergleichbare Dimensionen. Hier will die oberste politische Behörde das Geschäft in einer einzigen Session von 3 Wochen durchziehen.

Im Parlament wird es voraussichtlich zu einem Aufschrei kommen. Doch bisher winkten die Volksvertreter alle US-Kniefälle durch.

Der UBS-Staatsvertrag scheiterte vor 3 Jahren in einem ersten Anlauf im Nationalrat. Im zweiten kam das Geschäft über die Offenlegung von 4’450 US-Kunden auch in der grossen Kammer durch.

Nach aussen scheinen die Freisinnigen zu bocken. Sie schiessen scharf auf Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf. Diese verrate die Interessen des Landes.

Im Bundesrat ist die schrumpfende FDP, die bisher keine brauchbaren Zukunftslösungen vorgelegt hat, selbst mit 2 Leuten vertreten. Diese beschliessen das Abkommen von Widmer-Schlumpf ebenso wie der Rest der Regierung.

Somit könnte zuletzt auch die FDP dem Deal zustimmen.

Kommt das Abkommen durchs Parlament, dann wären die Banken die grossen Sieger. Sie müssten keine weiteren Angriffe aus den USA befürchten.

Das nötige Geld für den Freikauf würde in einem ersten Schritt von allen bezahlt. Wer dann als Bank später zu wenig Kapital für eine Rückerstattung hat, dem soll geholfen haben.

Das liess Bern bereits durchblicken.

Die hohe Rechnung fürs alte Steuer-Bankgeheimnis bleibt am Bürger hängen.

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98 Kommentare zu “US-Kniefall: Es sind über 10 Milliarden

  1. Nos parlementaires s’élisent souvent les 7 conseillers fédéraux les plus gentils, et ils virent les méchants du genre Blocher.
    Le résultat, c’est que les USA, qui ferment systématiquement les yeux sur leurs nombreux paradis fiscaux, tombent à bras raccourcis sur nos dirigeants faibles…
    Et nos dirigeants, bien trop gentils, se couchent devant les juges Américains, qui sont, eux, plutôt du genre pervers narcissiques, avec un besoin permanent d’écraser les faibles, qui sont leurs boucs émissaires…
    Vivement que nos dirigeants envoient au diable les juges américains, avec leurs prétentions exorbitantes…
    Comme disait Blocher: n’acceptons jamais les décisions des juges étrangers…
    Et vivement que nos parlementaires s’élisent 7 nouveaux conseillers fédéraux le plus méchants possible, pour qu’on arrête de se faire marcher sur les pieds par les yankies et par les dirigeants non élus de la dictature Europe!

  2. Ich frage mich wie man auf diese Zahlen kommt und vorallem eine Schätzung von 10-20 Mia angibt. Ist das noch seriös?

  3. Trägt CS-Rohner ein überaus gewichtiger Anteil am Schlamassel? Wie kein anderer im Schweizer Banking ist er profunder Kenner des US und CH-Rechts und lenkte gleichzeitig in Top Position als COO und General Counsel und heute als Chairman der CS die Bankstrategie. Das Legal war unter seiner Verantwortung und ist sein Spezialgebiet.
    Bot er je Hand zu einer proaktiven Lösung oder übernahm einen Lead zusammen mit dem BR?
    Ich bin überzeugt dass die CS im Zentrum dieser Affäre überhaupt steht. Weshalb wohl engagiert sich der Bundesrat so fest. Wegen der BKB, Weggelin oder sonst einer Feld- Wald und Wiesenbank?
    Nein nein. Die USA hätten der CS den Hahnen abgedreht und die CS wäre wohl in enormste Bedrängnis geraten und mit ihr die Schweiz als Land.
    Hier liegt wohl auch das wahre Druckmittel der USA. EWS konnte gar nicht anders. TBTF. Rohner/Dougan wussten es, liessen sie verhandeln und taten nichts ausser das Problem konstant schönreden.
    Hätte die CS genug Bares um eine Busse zu bezahlen? Jedenfalls hat die Bank enorme Cash Verpflichtungen über die abstrusen, noch nicht aktivierten Bonusversprechen und die laufenden Bezüge. Weshalb wohl die Immobilienverkäufe… Jeder kann selber 1+1 zusammen zählen.

    • Mässi Dänn – sehr guter Gedanke – die John-Wayne Verkäufe mit geringem Ertrag stinken zum Himmel zumal eine eindeutige CS-Strategie bis dato nicht ersichtlich ist – Umbau schützt nicht vor internen Problemen – dieser Ansatz kennt man aus Mc Kinsey Zeiten (Management by Helicopter) ja zu gut und das läuft gerade dort seit Jahren ab. @Herr Hässig – Wäre interessant den Gedanken von Mässi Dänn weiterzuverfolgen – da verbirgt sich Sprengstoff. Da die CS den ganzen USA Schlamassel zusammen mit der EWS orchestriert und de fakto eine US Bank ist – scheint mir mehr als seltsam….

  4. Anscheinend hat die CH-Bankbranche das Gedächtnis eines Goldfischs und das Sehvermögen eines Maulwurfs. Gar nichts gelernt aus den Holocaust-Geldern, was? Der „Steuerstreit“ alias Schwarzgeldskandal war seit mindestens 5 Jahren so gut sichtbar wie ein fetter Amtrak-Güterzug, der sich mit 10 km/h nähert und aus allen Rohren hupt. Es ist doch völlig logisch, dass es auf Dauer nicht gut gehen kann, systematisch den Wirtschaftsflüchtlingen aller anderen Staaten zu helfen. Statt über den Bundesrat und die Amis zu heulen, würde man sich besser überlegen, wie der Strukturwandel (inklusive Untergang von 10-20 mediokren Banken) sozialverträglich gestaltet werden kann.

    • @Gigeli EWS ist beileibe nicht dumm!
      Die Frau hat genaue Vorstellungen und führt diese auch aus.

  5. Der Niedergang des Finanzplatzes und unseren demokratischen Grundsätzen hat längst begonnen – als nächstes kommen die Cruise Missiles und der BR verschanzt sich in der Gotthard Festung!

  6. Der Bundesrat lässt es zu, dass die Amerikaner Schweizer Bürger und Bankangestellte einzeln (!) nach US-Recht anklagen können, auch nach Ablasszahlungen in Milliardenhöhe. Was für ein Skandal.

  7. Warum hat der BR der USA nicht eine Globalbusse vorgeschlagen, die dann von Schweiz selber unter den einzelnen Sünder-Banken verteilt. Die Amerikaner verhandeln einzeln mit den Banken. Ein tiefgreifender Einschnitt in unsere Souveränität. Das übliche Schweizer Verhandlungsdesaster wegen
    heiklen Bankfragen seit Jahrzenten. Ich wage jetzt etwas zu sagen, was niemand hier sagt.
    Hätten die Zürcher Staatsanwaltschaft gegen Herr
    Wuffli ermittelt wegen den Machenschaften seiner Direktoren mit Amerikanern und Verletzung des QI-Abkommens, würden wir heute nicht so heftig darüber diskutieren. Es leben die renditeschwachen US-Investitionen der beiden Grossbanken. Wie ist es, wenn die USA die Busse einer einzelnen Bank reduzieren, wenn diese bereit ist eine Liste der Kunden von Terrorstaaten (z.B. Iran) abzugeben. Eine ausländisch beherrschte Bank wird das Privat Banking in der Schweiz reduzieren und die Inlandbank muss auf Kundschaft von dort verzichten. Wir verlieren unsere Stellung als Durchgang für US-Anlagen. Der nahöstliche Kunde wird in New York direkt investieren, es ist sicherer.

  8. Ich gehe davon aus, dass auch die Daten der CEO’s Brady Dougan (CS) und Marcel Ospel (UBS),Marcel Rohner (UBS), Oswald Grübel (UBS) und Peter Kurer sowie aller anderen CEO’s und COO der anderen involvierten Banken an die USA gemeldet werden. oder haben diese Herren nichts von den USA Geschäften im Private Banking gewusst ? Ganz reiche Kunden haben sie ja sogar persönlich empfangen. Ferner gehe ich auch davon aus, dass auch die Namen der Verwaltungsratspräsidenten Kielholz, Rohner, wieder Ospel und eventuell auch noch Mühlemann an die USA gemeldet werden. oder haben diese Herren auch nichts von USA Geschäften gewusst. Die exorbitanten Saläre dieser Herren werden ja immer auch mit der grossen Veranwortung begründet, Verantwortung ? ja die könnten sie jetzt übernehmen ? es verursacht Unannehmlichkeiten ? ja dann lassen wir das doch bleiben mit der Verantwortung für diese Herren und hauen ein paar kleine Angestellte in die Pfanne, die werden sich ja wohl kaum wehren, oder doch ? EWS kennt all diese Herren, das dürfte für diese jetzt kein Nachteil sein, aber kennt die EWS auch den Ueli Meier ?

  9. 2001 fand das Grounding der Swissair statt. In der Zeit zuvor wurde die nationale Airline stolz als ‚Fliegende Bank‘ bezeichnet.
    Ich frage mich: Welches Kapitel schreiben wir bezüglich dem Niedergang der Schweizer Banken?

  10. 1. Frau Widmer-Schlumpf wird als ganz schwache Bundesrätin in die Geschichte eingehen. In 10 Jahren wird der Wohlstand der Schweiz bedeutend tiefer sein als heute (heute ist der 29.05.2013 !). 2. Wieviele Banken und Arbeitsstellen werden wohl im Zuge dieser Bussen vom CH-Markt verschwinden ? und wieviele Schäden werden dadurch entstehen 3. Welcher Schweizer hat in Zukunft noch Interesse als Bankberater tätig zu sein und auf Befehl der Vorgesetzten zu arbeiten mit diesen grossen Rechtsrisiken ? Bereits heute werden unverbrauchte Deutsche etc. an der Kundenfront eingesetzt, weil die noch nicht wissen wie rechtlich problematisch in der CH heutzutage der Beruf eines Anlageberaters ist. Zum Glück gibt es in der Schweiz ja noch Staats- und Leherstellen, die zu besetzen sind. Meine Kinder werden unter diesen Rechtsunsicherheiten sicher nicht auf einer Bank arbeiten !

    • @Maximilian: Super Kommentar – passt gut zum Artikel – vielleicht wäre mal Lesen angesagt bevor man solch einen Mist postet.

  11. das Gesetz ist eine absolute Sauerei. Die MA sollen gemeldet werden, also jene, die auf Weisung von Ospel, Brady und wie sie alle heissen gehandelt haben. Die ach so tollen „Topshots“ kommen wiedr mal schlank weg und haben ihr Schärfchen im Trockenen. Und wir Deppen vom Volk dürfen wieder blechen.
    UBS und CS gehören abgewickelt und es soll ihnen verboten werden, „Schweiz“ im Namen zu tragen

    • UBS trägt schon mal nicht „Schweiz“ im Namen.
      Ob die exportorientierten Firmen – man sagt, dass jeder 2. Franken aus dem Ausland komme – glücklich über eine Abwicklung der Grossbanken wäre, wage ich doch zu bezweifeln.

    • @Balzli: Warum immer die UBS bashen? Die hat mit dem heutigen US Steuerstreit gar nichts mehr zu tun.

      @Porter: Wofür steht wohl das „S“ in UBS?!?

      Erst denken, dann schreiben…

    • @Natalie
      Wofür das „S“ steht? Sicherlich nicht für Schweiz, Switzerland, Suisse oder ähnliches.

      Ich darf Wikipedia zitieren:
      „Der Projekttitel der Fusion hiess ursprünglich „United Bank of Switzerland“, welches somit das gleiche Akronym ergab. Aus markenrechtlichen Gründen wurde der Projekttitel nie zum offiziellen Name der Bank. UBS ist daher keine Abkürzung, sondern ein Eigenname ohne weitere Bedeutung.“

      Erst denken, dann schreiben? Wer im Glaushaus sitzt, nicht wahr?

    • @natalie schmid: uuuh, das war aber ein klassischer rohrkrepierer: wenn SIE sich besser informieren würden, wüssten Sie, dass die zeiten, wo UBS für Union Bank of Switzerland stand, schon lange vorbei sind! es ist seit jahren nur noch ein weitherum bekanntes kürzel, welches erklärtermassen für gar nichts mehr steht (quite literally, I’m afraid).

      bevor man also schreibt & klugscheisst, selber informieren! 😉

  12. man sollte dem brady dougan und co mit sofortiger wirkung all die boni beschlagnahmen und ein one way ticket natuerlich auf seine kosten besorgen der rohner gleich mit

    • Richtig, und gleich alle unbrauchbaren Angelsaxen hinterher, die können sich ja eine ganze Maschine chartern. Bezahlt haben ja letztendlich auch alle Mitarbeiter der CS, und da im Frachtraum noch genug Platz vorhanden ist, können wir den Bundesrat gleich Gratis als Geschenk mitgegeben.
      Die vielleicht benötigte Greencard ist ja wohl inklusive. Falls nicht, können Sie ja noch politisches Aysl beantragen!
      Dann gibt’s Platz damit das Volk den Bundesrat wählen kann !

  13. Wie naiv sind wir eigentlich. Die CH hat ihre eigene Rechtssprechung. Jene CH Banken und deren Mitarbeiter, welche fahrlaessig gehandelt haben in den USA, sollen sich dem Richter stellen. Der Bund soll sich per sofort raushalten und keinerlei finanzielle Mittel zur Verfuegung stellen. Die Banken sollen vollumfaenglich fuer ihre Taten geradestehen und ihre Konsequenzen ziehen und sofern geschaeftspolitisch notwendig, sich aus dem US Markt verabschieden. FATCA soll nicht vom Parlament sprich Bund, sondern von jedem einzelnen Finanzprovider separat unterzeichnet werden, sofern dieser sich dem FATCA Bestimmungen unterstellen will. Nicht mehr, nicht weniger. Wer sich einmal erpressen laesst, ist fuer immer erpressbar!

    • Genau. Diejenigen, welche in den USA unter US-Recht fahrlässig oder falsch gehandelt haben, sollen zur Rechenschaft gezogen werden – konkret, also niemand von uns.

      Vor dem Hintergrund dieser offensichtlich finanzimperialistischen Murks-Aktion sollte man sich überlegen, solchen Rechtsstaatlichkeit verachtenden Aushebelungs-Bemühungen mit ebenso unlauteren Methoden zu begegnen.

      Schlage eine neue, staatliche Eidgenössische Treuhandgesellschaft vor, welche allen freiheitsliebenden Kunden etwelcher Nation Unterschlupf gewährt und am internationalen Kapitalmarkt teil haben lässt.

      Als erstes würde ich meinen, müssten mal die Verräter vom Fenster genommen werden.

  14. Legt schon mal etwas mehr für die künftigen Steuerrechnungen beiseite.

    Banken machen weniger Gewinn, zahlen also weniger Steuern.

    Huch – weniger Steuereinnahmen? Ja da müssen wir die Leistungen kürzen.

    Kürzen? Nein, das ist ja unmenschlich (sagt nicht nur der Grieche und der Spanier – auch wenns die Merkel anders sieht).

    Kürzen geht nicht? Na dann holen wirs doch beim privaten Steuerzahler, der kann ja keine Verlustvorträge geltend machen und auf Jahre anrechnen.

    Banken werden verschwinden, Stellen ebenso.

    Wer nun nach Bankschliessungen schreit, sollte mal überlegen was für eine Party losgeht wenn dem so wäre – dann fällt das Kartenhaus Immomarkt auch in sich zusammen.

    Ist das (Eigen)heim mit 80% Hypothek dann plötzlich viel weniger wert, dann kommt die Bank wieder auf sie los – und Dank Rechtsstaatlichkeit innerhalb der CH wird derjenige der nun nach „Bankrottgehen lassen“ schreit seine Zeche auch zahlen müssen.

    • Ähhm, Ihre PK. Die würde ich jetzt aber in Sicherheit bringen. Ab ins Ausland die Kohle beziehen…

    • Von welchen Steuern sprecht Ihr da ?
      Die Banken zahlen doch ob Ihrer misslichen Lage schon längst keine Steuern mehr, sonst sähe das Defizit der Stadt Zürich wohl besser aus!

  15. Ich denke dass sich die betroffenen Kundenberater (Private Banker Relationship Manager) gerne an den Sühne-Zahlungen beteiligen und dafür Ihre fetten Boni rückwirkend zurückgeben, sie können dann wieder ruhiger schlafen und müssen sich nicht schämen. Falls sie nur im Auftrag der Bank gehandelt haben, ist der Auftraggeber sprich Vorgesetzte (noch mehr Bonus) verantwortlich, in letzter Instanz der CEO/Verwaltungsrat

  16. Schluss aus und vorbei! Die Party ist fertig. Das Pulver verschossen! Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger unser Land hat seine Trümpfe verspielt. Jetzt sind wir nur noch ein schönes Reiseziel mit ein paar guten Pharma-Multis und in Zukunft wieder viele Bauern…

  17. Man muss Inside Paradeplatz loben. Keine Zeitung wagte es so deutlich zu sagen. Nicht zu vergessen, dass alle Zivil-Prozesse von US-Steuerhinterzieher gegen fehlbare CH-Banken weiterlaufen. Man kennt US-Schwurgerichte und
    ihre überraschenden Entscheidungen. Der Schweizer Verhandlungsdelegation hätte von Anfang an auf eine fixe Summe sich einrichten sollen, anstatt sich auf Rechtsfragen zu versteifen und so das Problem zu lösen. Gleiches wie die Schweizer Delegation 1945. Gottseidank haben Stucki und Pfenninger am
    Schluss gesorgt, dass wir mit einer Zahlung,
    die alle Fragen klärte, davonkamen (1,4
    Milliarden heutiger Geldwert). Wir konnten das belgische Hehler-Gold behalten, was mehr wert war, als diese Zahlung. Wir, die Schweiz, haben in diesem Fall kein internationales Recht gebrochen. Streng genommen waren es nur UBS und CS, die QI unterschrieben haben und nicht eingehalten. Die ZKB nie QI unterschrieben, noch bewusst hinterzogen. Sie war nicht sorgfältig, vor allem als Depotbank der NZB. Zahlenmässig hat man 15 Milliarden unversteuertes Geld entgegengenommen und zahlt im gesamten 20 Milliarden Strafgelder mit einem Wischi-Waschi-Abkommen, dass keine endgültige Lösung
    bringt. Ich hoffe inständig, das Parlament lehnt ab.

    • Das wird schon stimmen: Direkt, aus dem eigenen Sack, zahlt weder der Bund und somit auch der Steuerzahler nichts an die USA. Die Bussen zahlen die Banken. Da es um Milliarden geht wird Folgendes passieren: Die Banken holen das wieder rein durch Lohnsenkungen im unteren Bereich und durch Kündigungen. Das belastet die Arbeitslosenversicherung und vermindert den Steuerertrag in gewissen Gemeinden wie z.B. Zürich. Zur Kompensation werden die Steuern erhöht (siehe Winterthur, in Diskussion) und die AL-Beiträge erhöht. Zudem werden die Banken alle möglichen Gebühren anheben. So zahlt am Ende doch jeder indirekt die Bussen an die USA mit.

  18. Während der Steuerzahler Milliarden hinblättern soll, geniessen die Wirtschaftskriminellen der Grossbanken, die uns vor einigen Jahren dieses Anstands- und Ethik-Schlammassel eingebrockt haben (ich nenne hier keine Namen, jeder wird wissen wer aus dem höheren und höchsten Management gemeint ist) ihre ergaunerten Millionen in schönen Villen in steuergünstigen Gemeinden in der Innerschweiz und auf Promi-Mittelmeerinseln oder auf den Kanaren. Diese Leute soll unsere Verachtung treffen. Sie sind keine respektierten Mitglieder unserer Gesellschaft mehr. Was das „Abkommen“ betrifft, so hoffe ich, dass es das Parlament ablehnt. Sonst muss das Referendum ergriffen werden.

  19. Es zeigt, dass die schleimige FDP überhaupt keinen Rückgrad hat, um die Verhandlungsposition eines weniger Nachgebens gegenüber den USA unterstützt. Ebenso der Gesamt-Bundesrat, der einmal mehr den betrügerischen Banken mit unseren Steuerngeldern hilft.

    • @Fritz Braun
      Rückgrat? Wie heißt das Motto, um in den Bundesrat zu kommen? „Konsens, Konsens über alles………“ Da haben eigenständige Typen keinen Platz. Und erinnern Sie sich,auf welche Art und Weise EWS in den Bundesrat kam?

    • @Peter Frei……..Ist doch nur die „Bußfertigkeit“ und das schlechte Gewissen.

  20. Es ist höchst naiv zu glauben, dass das Thema „Steuern“ für die USA dann durch ist. Jetzt wissen sie (und die EU auch) wie die Schweiz zu handhaben ist und wie an Geld zu kommen ist. Weitere Angriffe werden kommen: Rohstoffhändler, Intl. Holdings, etc.. Dank EWS und co gibt es in 10 Jahren noch Landwirtschaft, Tourismus, Nestle, Pharma und ein paar Mittelständler. Fast wie vor 100 Jahren schon;-).
    … und wenn CH Regeln und Gesetze bald USA und EU gefällig sind, sollte in der Tat der Beitritt zur EU erfolgen. Nur werden die ein Agrarland ohne strategische Bedeutung kaum aufnehmen.

    • aber nei aber au: die Zeiten werden rosig. S’hunderternötli wird schmelzen, so auf 4.32 wie dmals resp. 1.80+, das manufacturing kommt aus Peking zurück, Schneider-Ammann baut mehr eigene Bagger und handelt diese nicht mehr aus RoK, die Auswanderung beginnt, endlich wieder eine grosse Wohnungs- resp. Hausauswahl, no more traffic-jam vom Irchel Richtung Enge in the morning usw. etc. etc.

  21. Nach der Rettung der UBS wäre es doch an der Zeit gewesen, die TBTF-Problematik mit einer juristischen Trennung von systemrelevanten (Inland-) und nichtsystemrelevanten (Ausland-)geschäften vorzunehmen und so das Risiko zu minimieren. Jeder Unternehmer hätte wohl so gehandelt. Aber unsere Politiker müssen vermutlich irgendwie „gekauft“ sein. Die Bilanzsummen von UBS und CS sind zusammen immer noch vier Mal so gross wie das Schweizer BSP. Diese Rechnung werden wir irgendwann sowieso nicht mehr bezahlen können. Ich frage mich nun: Was ist die eigentliche Motivation hinter dieser ganzen Übung? Welche Interessen verfolgt unsere Regierung und unser Parlament mit dem breitwilligen Bezahlen dieser Unsummen? … mit dem Schützen der Banken? … mit der geplanten neuen Gesetzgebung (Fatca, Fidleg), welche einen Grossteil der unabghänigen Berater zu Gunsten der Grossbanken aus dem Markt nehmen wird?
    Dass wir nicht mehr in einem relativ freien Marktumfeld agieren können ist mir schon klar. Aber wohin wird wohl die Reise gehen, wenn alles von der Notenbank, der Regierung und einigen Konzernen gesteuert werden wird?
    Das wird vermutlich nicht gut enden …

    • Unsere Regierung ist nicht gekauft, dem ist strengstens zu widersprechen. Unsere Regierung ist eine eigenartige Mischung von Nichtwissen, Nichtverstehen, Nichtkönnen und Nichtstun gemischt mit etwas Unfähigkeit und zunehmender Müdigkeit. Dies trifft übrigens nicht nur auf die Steuerproblematik mit den USA zu. Beispiele gefällig?
      Apropos Steuern: Wartet nur ab bis die EU damit richtig anfängt, die Kanzlerin sucht bereits nach Kavallerie. Mich nimmt nur wunder, wie viele Mia unsere Banken zahlen können!

  22. Es ist angerichtet liebe EU – Der Topf ist offen – Die Mahlzeit angerichtet – Bedient Euch nur…und es dörf au es bitzeli mee si…

  23. Hahaha, ist L. Hässig wohl wieder mal einer Fehlinfo aufgesessen…Dumm gelaufen. So was schimpft sich Journalist.

    • @Fehlinfo: Der L. Hässig ist ein guter Journalist, der es auch wagt, schwierige Themen anzusprechen. Von einer Fehlinfo würde ich nicht sprechen, da ja eigentlich niemand (ausser vielleicht Madame im Finanzdepartment mit dem entlassen Staatssekretär) weiss, was gespielt wird. Mal sehen, über was und wie unser super Kongress abstimmen wird. Apropos Dumm gelaufen, das ist mehr als korrekt, noch dümmer gelaufen (und noch teurer) kommt es dann mit der EU.

  24. Es geht doch nicht darum, ob die Banken etwas falsch gemacht haben, oder ob die Politiker plötzlich ehrlich geworden sind.
    Es geht um den Rechtsstaat!
    Wir können es schlicht nicht akzeptieren, dass eine ausländische Macht bestimmt, was wir, unser Parlament und am Schluss unsere Gerichte zu tun haben. Der Hauptpunkt bei der Gründung der Eidgenossenschaft war „Keine fremden Richter“! Wenn die Amerikaner die CS vernichten wollen (die zu einem grossen Teil Amerikanern, Saudis etc.) gehört, dann sollen sie doch. Wir müssen den Mut haben, auf Teufel komm raus, zu kämpfen. Morgarten und Sempach sind nicht In Brüssel oder Washington entschieden worden.
    Dass die Basler KB und die Zürcher KB Probleme bekommen könnten ist klar, aber warum nicht die Gelegenheit nutzen und diesen beiden klar machen, dass sie nichts im Ausland zu suchen haben, sondern sich auf den Auftrag (Förderung der KMUs des Kantons) konzentrieren sollten. Dass deren Chefs und die Politiker (Bankräte) ihre Pfründe behalten möchten ist klar, aber der Steuerzahler muss halt endlich ein Machtwort sprechen.
    Fazit: Der Bürger erwartet von Bern (BR, NR, SR und Verwaltung) endlich Mut und Schluss mit dem unwürdigen Schauspiel.

    • @World … Rechtsstaat?
      Der Stärkere gibt vor, was Recht ist.
      Schließlich wurde dieser Deal jahrelang vorbereitet. Die Schweiz wurde als Betrügerstaat zurechtgerückt.
      Und jetzt kommt anscheinend der Blattschuß-
      unter Mithilfe des Opfers.

  25. Die EWS ist eine richtige Füdlibürgerin die sich von jedem einschüchtern lässt. Kenne Vermögensverwalter die Schwarzgeld (von Nicht-Amerikaner) in…..Miami FL verstecken. Es werden keine Fragen gestellt, alles kein Problem. Solange das Geld in die USA fliesst ist es denen völlig egal woher das Geld kommt. Schöne Doppelmoral!
    Muss ich mich in der Schweiz, als Schweizer, nach US Recht richten? Ich hab mal gehört der Bundesrat denkt darüber nach, denn dann wäre alles viel einfacher. Die Schweiz scheint mir der 51. US Bundesstaat zu sein.

  26. Nun die Banken sind bekannt dafür das Sie das Geld zum Fenster raus werfen. Jetzt werfen halt die Banken das Geld mal nicht für Boni raus sondern für eine Busse. Die sind ja selber schuld mit ihrem Getue und gehabe.

  27. auch ich haette Angst, genau wie unsere Finanzministerin; denn der zu Unrecht erkorene Friedensnobelpreis- Träger B.O. lässt ja selbst Drohnenangriffe auf US-Mitbürger fliegen…

  28. Alle schäumen drauflos, wie wenn der Hässig etwas wüsste. Warten wir doch erst mal die facts ab.
    Ueberhaupt: welche Instinkte werden durch Hässig-Blogs denn bedient? Ist das erstrebenswert?

    • Wenn der VRP der CS die Werbetrommel für eine Uebereinkunft rührt, die NYT die Angelegenheit erwähnt, wieso sollte Hr. Hässig die Angelegenheit nicht aufnehmen? Nachdem auch zu hören ist, dass die Uebereinkunft der Geheimhaltung unterliegen soll, ist es umso erstrebenswerter, dass jemand versucht Licht ins Dunkel zu bringen, respektive zu verhindern, dass alles mit möglichst wenig Aufhebens durchgewunken wird. Da ist in der Vergangenheit zuviel „zusammengemauschelt worden“ (siehe UBS).
      PS: Nehme an dass Fritz ein direkt Betroffener ist.

    • Fritz: wurde von Ihnen auch schon verlangt, „etwas“ zu unterschreiben dessen Konditionen Sie nicht wissen „durften“?

    • Da habe ich meine Zweifel ob und wie das zurückbezahlt wird. Im weiteren, wie würde diese Bevorschussung abgegolten, d.h. zu welchem Zinssatz? Die Banken wollen doch nicht gratis Geld vom Steuerzahler, wenn sie diesen doch schon bei den Kreditgeschäften rupfen??

    • Ihre Gutgläubigkeit in Ehren: Sind Ihnen die Konditionen bekannt: Rückzahlmodalitäten, etc., etc. oder handelt es sich nicht viel eher um ein sog. „ewiges Darlehen“? – Ein „Vorschuss“ kann auch zum „Nachschuss“ mutieren!

    • kennt jemand den Unterschied zwischen einer Bevorschussung und einer Garantie? Hier wohl niemand…entsprechend sind auch alle Zeitungsartikel geschrieben…..so glauben am Ende alle Steuerzahler (wenn alle die sich so aufführen soooo viele Steuern zahlen und nichts davon beziehen, wo sind denn diese Milliarden?)sie hätten x-Milliarden für die Banken gezahlt. Danke an Herrn Hässig, dass er als „unabhängiger“ Journalist (weshalb erscheinen dann alle Artikel fast 1:1 im 20 Minuten?)zur Zerstörung der Schweiz beiträgt. Schreiben Sie doch bitte mal was über die amerikanischen Steueroasen!?

  29. Wenn ich bei der CS oder UBS arbeiten würde, würde ich jetzt umgehend EWS anrufen und ihr befehlen meine Wohnung zu putzen!:

    Erstens darf ich das ja seit kurzer Zeit, denn EWS ist CS & Co hörig. Zweitens würde die Dame nicht mehr Schaden anrichten!

  30. die Schweiz auf dem rasanten ABSTIEG; v.a. dank E. Widmer-Schlumpf – NEIN zu den Zahlungen an die USA; warum soll die Schweiz zahlen fuer ISRAELISCHE & Britische Banken???

    Sicherlich lassten sich Israel und England solche ERPRESSUNGEN NIEMALS gefallen – NUR die Schweiz ist soooo DUMM!

  31. Wenn man den Kommentar der NYT liest, sieht man, dass nicht nur CH-Banken freigekauft werden sollen, sondern auch namentlich genannte ausländische Banken in der Schweiz wie HSBC, Hapoalim, Mizrahi-Tefahot Bank und Bank Leumi. Und nochmals Wohl bekomm’s.

  32. Bis vor wenigen Jahren hat sich kaum jemand interessiert ob die Kundengelder in der CH versteuert oder unversteuert waren, jetzt heisst es plötzlich „kriminell“: HEUCHELEI. Die USA haben einfach kein Verstand und kein Respekt für Gesetze und Kultur anderen Länder. Eigentlich sind sie weltweit die grösste Verbrecher (Erdöl, Waffen, Geldwäscherei, Finanz, usw)aber wir lassen uns alles gefallen und erpressen. Hosen und Unterhosen haben wir schon lange heruntergelassen… morgen kommt der Rest.

  33. Mich interessiert vor allem eines: Ist diese gewaltige Summe objektiv begründbar? Oder handelt es sich um eine reine Fantasiezahl, die dem amerikanischen Grössenwahn entsprungen ist?

    Die Schweizer Banken haben sich rechtlich definitiv nicht falsch verhalten, Punkt! Es ist nicht und nie die Aufgabe der Bank, den Kunden an seine (vielleicht gar nicht vorhandene) Steuerpflicht zu erinnern. Leichtsinn und Naivität kann man den Verantwortlichen natürlich vorwerfen. Die Schweizer Politik ist ja offenbar bereit, unser System nicht vor Rechtsimperialismus zu schützen.

    Was die Busse betrifft: Die Höhe muss mit einem nachweisbar entstandenen Schaden korrespondieren. Die freie Marktwirtschaft ist doch ein Witz, wenn sie nicht mehr von der Justiz und Politik geschützt wird.

    Man sollte unbedingt die Option prüfen, dass sich die betroffenen Banken einem ordentlichen Verfahren stellen. Dies ist im Hinblick auf weitere Erpressungsversuche seitens der EU einer Fantasiebusse vorzuziehen.

    Wie konnten sich zwei befreundete Nationen nur dermassen verkrachen?

  34. Genügt es nach dem UBS Debakel immer noch nicht, dass unser Bundesrat und die Politiker
    Menschenverstand zeigen. Wenn die Unterstützung
    beschlossen würde, eine KATASTROPHE !!!
    Schon wieder der Steuerzahler und die sogenannten Top Manager der CS & UBS etc. (vorab wieder die CS, die es orchestriert) beziehen frisch fröhlich noch Boni.
    Was kann die Schweiz den Amerikanern bestimmen?
    NICHTS.

  35. Was regen wir uns auf wegen einem Betrag von 10 – 20 Milliarden Franken?

    Unsere Nationalbank hat seit Freigabe der Wechselkurse auf ihren hohen Dollarbeständen schätzungsweise einen dreistelligen Milliardenbetrag an die USA verloren (kommt noch der Opportunitätsverlust aufgrund der entgangenen Wertschöpfung dieser US-Investitionen hinzu, welcher nochmals höher ist).

    Nicht genug: Seit drei Jahren wirft die Nationalbank auch noch den Europäern das Geld hinterher. Auf ihren Euro-Beständen hat sie allein in drei Jahren nochmals fast 30 Milliarden verspielt.

    Nicht genug: Unsere Nationalbank hat angekündigt – mit dem Segen des Bundesrates – weiterhin „unbeschränkt“ Euros zu kaufen. Uns stehen somit „unbeschränkte“ Verluste bevor.

    Also bitte: Nicht aufregen wegen 10 – 20 Milliärdchen. Bitte auf das Wesentliche konzentrieren: Unserer Nationalbank das Handwerk legen!

    • Herr Dr. Meyer, Sie sollten wissen, dass die „Gewinne“ und „Verluste“ der SNB reine buchhalterische Spiele sind. Die 20 mia an die USA werden tatsächlich überwiesen. Bitte nicht Aepfel mit Birne vergleichen.

    • @wolf61
      Sie argumentieren wie die SNB und wollen bagatellisieren.

      Buchgeld ist genauso Geld wie Bargeld. Wenn Sie einen Kredit aufnehmen und damit Aktien kaufen von einem Unternehmen, das Konkurs geht, oder Optionen, die wertlos verfallen, so ist das auch ein Buchverlust.

      Dieser Buchverlust ist genauso schlimm, wie wenn sie einen Kredit aufnehmen, sich in Bargeld auszahlen lassen und die Banknoten verbrennen.

  36. Die meisten Bürger, und auch hier etliche Kommentatoren, haben es nicht kapiert. Den Medien sei Dank glauben sie, dass die Banken ganz ganz schlimme Geschäftspraktiken betrieben haben mit US Kunden. Nun, dem mag vereinzelt so sein – dies gibt es überall auf der Welt. Aber der Punkt ist, dass die USA meinen, ihre Gesetze über die Welt stülpen zu dürfen. Schliesslich gelten in der Schweiz andere Gesetze. Nur ist es den Bundespolitikern noch nicht aufgefallen oder sie sind zu feige unsere Souveränität zu waren. Wie handhaben die USA den die gleiche Thematik mit Kundengelder aus anderen Ländern, welche in den USA verwaltet werden bspw. aus Südamerika? Was ist mit den vielen Steuerschlupf-Löchern und Briefkasten Firmen in Delaware?
    Nun zum Fazit: Es herrscht Wirtschaftskrieg und den ist die Schweiz gerade am verlieren. Staaten müssen ihre Schulden tilgen oder Budgets einhalten – da kommt der dumme Kuhschweizer gerade gelegen.

    • Sie sprechen mir aus der Seele!
      USA ist pleite und braucht dringend Geld. Anstatt den eigenen Haushalt zu regeln oder an Grossfirmen wie Apple Milliarden Steuern zu verschenken, lieber mal in der Schweiz Kundengelder, Nachsteuern und immense Bussen durchboxen!

      Danke Frau Schlumpf! Nach den USA werden noch weitere Staaten folgen und ebenfalls Bussen durchboxen wollen!
      Die Banker haben damals gegen keine schweizer Gesetze verstossen und anstatt UNSERE Gesetze, welche für alle (auch für Bundesräte) gelten zu wahren und dafür zu kämpfen, verkaufen wir uns und lassen die Hosen runter.

      Willkommen im Schlumpfendorf.

    • @Banker. Bin genau gleicher Meinung. Ich verstehe nicht, warum diese Ansichten und Argumente nicht auch offiziell verwendet werden.

    • @Euler, das würde voraussetzen, dass diejenigen (Bundesrat), der dies täte, ‚Eier‘ hätte – und das haben die nunmal nicht.

    • Genau so ist es! Wir lassen uns wie eine Zitrone auspressen ohne dass wir unsere Forderungen einbringen können. Das ist Krieg, und kein Deal. Das Pikante am Ganzen ist, dass in Nevada pro Jahr über 80`000 „Firmen“ neu gegründet werden und Delaware mehr Firmen als Einwohner hat… Keiner stellt Fragen… Wir sind erpressbar geworden und es wird nach den USA nicht lange dauern bis weitere Länder einen ähnlichen Deal verlangen. Merkel hat bereits erwähnt, falls die USA zu einer Lösung mit uns kommen, werde Sie dies auch anstreben. Wir werden für unseren hart erkämpften und verdienten Wohlstand zu unrecht einen hohen Preis bezahlen müssen…

  37. Ich gehe davon aus, dass richtig recherchiert wurde: wenn dies so zutrifft, dann bin ich als Bürger und Steuerzahler nichts mehr denn Kanonenfutter. Wenn es soweit kommt, dass der Staat mit Steuergeldern umstrittene Geschäftsmodelle der Privatwirtschaft (Banken) Ablass-finanziert und dies mit Unterstützung der bürgerlichen Parteien, dann können wir die liberale Wirtschaftsordnung (sprich freie Marktwirtschaft) gleich auch zur Disposition stellen: Es gehört in die ureigenste Verantwortung des Unternehmers für seine Geschäftsmodelle die Verantwortung und auch die Kosten zu übernehmen. Dies wird von den bürgerlichen Parteien mit Argusaugen auf die Staatsausgaben auch nachhaltig zelebriert. Wenn es jedoch um Eigeninteressen geht, dann wird von diesen Prinzipien diamteral abgewichen:

    http://www.parlament.ch/afs/data/d/bericht/2012/d_bericht_n_k10_0_20120437_0_20130122.htm

    Als Bürger überlege ich mir, wer meine Interessen in der CH-Politik überhaupt noch ernsthaft vertritt.

  38. Dies ist nur die Vergangenheitsbewältigung. Gem. FATCA-Gesetz muss künftig jeder (noch so kleine) Vermögensverwalter – auch wenn er nur CH-Kunden hat – bei der IRS registriert sein.
    Die Aufsicht über die Finanzen wird dann in den USA erledigt.
    Das soll eine Demokratie sein? Liebe Politiker schämt euch! Lieber keinen Finanzplatz aber dann die Freiheit. Warum verkauft ihr unser Land, wegen den gierigen Grossbanken und den gierigen Staaten auf der Welt?

  39. Es ist äusserst befremdend, dass die Banken einmal mehr durch den Steuerzahler freigekauft werden sollen. Bei Entführungen von CH-Bürgern plädiert die Regierung „wir lassen uns nicht erpressen und zahlen keine Lösegelder“, hier werden Lösegelder in Milliardenhöhe für geldgierige Bankmanager (nicht die MA) vorgeschossen. Ueber eine mögliche Rueckzahlung wird der Steuerzahler wohl nichts mehr hören. Es würde nicht überraschen wenn die Rückzahlung buchmässig über Steuern, falls welche in einigen Jahren wieder fällig werden sollten, verrechnet werden. Nachdem die politischen Winkelzüge der Banken und deren Lobbyisten immer verworrener werden, würde ein derartiges Vorgehen mich auch nicht mehr überraschen.
    Die Finanzbranche die in der Vergangenheit jeweils mit Fingern auf die „Bananenrepubliken“ gezeigt hat, hat nun die Schweiz in die gleiche Liga befördert!!! Wohl bekomm’s

  40. In der Gesamtsumme hat die Schweiz in den letzten 50 Jahren sicher mehr als 10-20 Milliarden durch das kriminelle agieren der Banken verdient. Die Schweinereien haben sich also gelohnt…

    • @baer: wenn doch „die banken“ alle so kriminell agiert haben, wieso ist denn bitteschön kein einziger dieser bankmänätscher im knast gelandet?
      oh, oder vergesse ich da vielleicht das territorialprinzip im rechtssystem?
      nach ihrer logik müsste jeder hotelmanager weltweit sich weigern, einem saudi ein bier auszuschenken, denn das ist ja bekanntlich für diese haram!
      think pls, then post!

      dass diese geschichte hier eine sauerei ist, ist klar. aber he, wir wollten ja unbedingt den christoph weg, ohne zu schauen, wie vertrauenswürdig eine frau ist, die ihre sie jahrelang portierende partei verrät und sich zum instrument des politischen gegenpols machen lässt. drum wundert euch jetzt nicht – jedes volk hat die regierung, die es verdient!

    • Herr Bär, das hat sich doch nicht gelohnt wenn die Banken in 50 Jahren nichts verdient haben – bei Ihrer Firma möchte ich nicht beteiligt sein, die so geschäftet…

      Und bitte präzisieren Sie das nächste Mal „Die Banken“ – es sind nämlich nicht „DIE Banken“.

    • Es kann ja nicht sein, dass die CH abgestraft wird, für das rechtlich korrekte agieren der CH-Banken über die letzten Jahrzehnte… und Schweizer Bürger dafür gerade stehen müssen!
      Mich würde interessieren, was passiert, wenn EWS sich anders verhalten würde und durchblicken liesse: f_ck y-u America!
      Zudem werden sich interessierte EU-Staaten diesen Deal ganz genau anschauen und versuchen in kürzester Zukunft in die gleiche Kerbe zu schlagen…
      Aber wer weiss, vielleicht haben wir bis dann schon die Wahl des Bundesrates durch das Volk und hoffentlich stärkere Persönlichkeiten an der Front. Weg mit den „vorauseilendemgehorsambücklingmachenden Weichspühlerpolitiker“!!

    • Wie kann man auf drei Zeilen einen solchen Schwachsinn schreiben! Es ist genau diese „mea culpa“ Einstellung, welche zum aktuellen Verhandlungs-Desaster geführt hat. Nicht alles was mit Private Banking in Verbindung steht war oder ist kriminell, sondern es entsprach den damaligen regulatorischen Grundlagen. Und überhaupt: was passiert denn in Delaware und anderen Finanzzentren bis zum heutigen Tag? Die Absicht der Verhandlungspartner absolut klar: Bussgelder auf einer fraglichen Grundlage aus dem Honey Pot Schweiz herauspressen und gleichzeitig die eigene Wettbewerbsposition stärken: die Schweiz ist wahrlich eine Weihnachtsgans, welche sich durch ungenügend kompetente Akteure vertreten lässt – was will man da anderes erwarten?

    • Lieber Guru,
      der Julius Bär Banker Rudolf Elmer ist im Knast geladen, weil er die Missbräuche der Banken BJB offenlegte! Das ist doch schon etwas, oder!? Die schweiz. Finanzoligarchen haben die Justiz manipuliert und manipulieren die Bevölkerung natürlich nur zu ihrem Vorteil. Ist doch OK, aber der Schaden trägt der Bürger bzw. die Bürgerin auch mit diesem US Deal einmal mehr!

    • lieber ronald edelweiss
      um es zu wiederholen: welche banken(!) haben kriminell agiert, i.e. ein eindeutig kriminelles geschäftsmodell geführt? und ich spreche auch von bankmanagern, nicht von kleinen fischen (die ganz nebenbei wg bankkundengeheimnis-verletzung straffällig wurden!).
      ospel, wuffli, kielholz, gut, rohner und dougan begrüssen den kotau natürlich, denn deren schäfchen sind schon längst im trockenen!
      der skandal ist die eklatante missachtung des territorialprinzips: es kann & darf nicht sein, dass die CH dafür büsst, sich an ihre eigenen gesetze gehalten zu haben. dass es zu bestrafen ist, wenn ein banker der UBS NY oder CS LA einem US-citizen aktiv zur steuerflucht verhilft, ist etwas anderes.
      falls ihnen mein saudi-müsterchen nicht einleuchtet, ein anderes beispiel: oralverkehr in Indiana/USA ist illegal – soll also jeder hotelbesitzer in anderen staaten dafür verantwortlich gemacht werden, wenn ein paar aus indiana in seinem hotel ausserhalb indiana cunnillingus praktiziert?
      falls ja, viel spass in denunzistan!

  41. Mit Erpressern kann man nicht verhandeln, dass sollte mittlerweile auch alle Demokraten begriffen haben. Die Branche hat es versäumt, eine geeinte Lösung zu präsentieren und die Politiker machen die gleichen Fehler. Mindestens wird es nun klar, warum Michael Ambühl das Handtuch geworfen hat – eine Niederlage auf der ganzen Linie (welche Tür und Tor öffnet für weitere schmerzhafte Konzessionen gegenüber Europa)!

  42. Der wirkliche Skandal ist, dass die (einfachen) Mitarbeiter nicht in die Globallösung integriert sind.
    Es waren ja wohl kaum die „kriminellen“ Mitarbeiter auf den unteren Stufen, die alles verursacht haben, sondern wohl eher die Strategie der Firma, also das Management.
    Aber die Manager haben ja von nichts gewusst und lassen sich von der Bank sauber freikaufen…

  43. Crazy? Dumm? oder einfach hinterhältig unverschämt? Ich hoffe sehr, dass dieses Opfer zu Gunsten der Banken nicht funktionieren wird. Wenn wir uns als Land derart in Geiselhaft einer „Industrie“ (wie wenn die was produzieren würden) nehmen lassen, sind wir für die nächsten Jahrzehnte der Selbstbedienungsladen der Welt. Sorry, aber so geht es doch nicht!! Irgendwann reicht es!

  44. „Das nötige Geld für den Freikauf würde in einem ersten Schritt von allen bezahlt. Wer dann als Bank später zu wenig Kapital für eine Rückerstattung hat, dem soll geholfen haben.“

    Wer hilft? Steuerzahler oder die anderen Banken mit Fonds??

    Wobei wir dann das als Bankkunden so oder so abstottern, eigentlich egal…

    Da ist vieles unklar, mit kommt die Galle hoch.

    Jetyt haben wir ja too big to fail, eigentlich müsste man die Banken jetzt sauber in Konkurs gehenlassen…

  45. Fürchterlich, was hier wieder abgeht. Schon die Rettung der UBS erfolgte durch die „Kommunisten“, denn gerade jene Neoliberalen, die keine Regeln wollten, wurden gerettet. Das ist Kommunismus. Und jetzt bürgt der Bund, also wir alle, auch die Neoliberalisten und -kapitalisten, für Erpressungsgeld. Die Banken selbst und die durch sie getriebenen Politiker sind die Totengräber des Systems, das System Neokapitalismus taugt nicht, es richtet sich langsam selbst zugrunde. Das heisst, dass es mit der CH-Finanzindustrie weiter kräftig den Bach runter gehen wird und ein Ende nicht abzusehen ist. Hände weg von Grossbankaktien! Guet Nacht.

  46. Unser Bundesrat ist zum weinen, nun sollen Banken wie Clientis, Migrosbank oder Raiffeisen für den Mist der anderen bezahlen??? Das darf und kann nicht sein unser Bundesrat handelt nicht mehr im Interesse unserer Bürger und müsste sofort ausgewechselt werden. Wenn ich an die Bussen von UBS oder Wegelin denke, würde es mehr Sinn machen, dass jede Bank ein eigenes Verfahren anstrebt. Die Bussen würde weit tiefer ausfallen als bei diesem Deal! Es geht nur darum, die beiden Staatsinstitute ZKB und BKB sowie die CS zu schützen. Absolute Frechheit!

  47. Der Kapitalismus und die Marktwirtschaft kennt hier nur eine Lösung: die fallenden Institute sind Konkurs.
    Warum soll jetzt jede/r Schweizer/in Risiken tragen? Wenn das Schule macht, wird Europa anschliessend die Rechnung präsentieren. Da habe ich keine Lust zumal es noch sehr viele direkte Profiteure der Geschäftsmodelle mit dickem Portemonnaie gibt.

    • Ganz genau, eine absolute Sauerei! Die betroffenen Banken sollen selber bezahlen, was sie verbockt haben!

    • Ja, eine gute Idee die Banken Konkurs gehen zu lassen, aber auch mal überlegt was das mit dem Sparguthaben passiert. Jeder „Büezer“ der etwas mehr (Ü 100T) gespart hat verliert alles und hat es genug in der Einlagensicherung ? Wenn nicht wer bezahlt dies?

    • @Ruedi: Genau darum müssen sich Sparer die richtige Bank aussuchen. Und diesen Büezer mit über 100′ Sparguthaben müssen Sie mir noch zeigen.

      Man sollte die betroffenen Banken „abwickeln“, sprich auf andere Banken gegen Entschädigung aufteilen et voila… Und bei ZKB und BKB sollen die Steuerzahler dieser Kantone bezahlen und nicht wir St. Galler, Bündner oder Genfer!!!! Für irgendetwas gibt es ja die Staatsgarantie vom jeweiligen Kanton, ansonsten sofort abschaffen bitte…

    • an Ruedi:
      ja hab schon mal daran gedacht, dass jeder Kunde bezahlt. Das ist aber um so mehr der Fall, wenn es nicht zum Konkurs kommt. Ein „gefallenes“ Institut wird die Verluste der Vorjahre auf die Konditionen von heute verrechnen (der Markt wird über Jahre falsche Preise verrechnen und damit ein Missmanagement fördern).
      Wenn es nicht zum Konkurs kommt wird nur das Eigenkapital (Risikokapital) geschützt. Das hat schlicht und einfach nichts mehr mit Marktwirtschaft und Kapitalismus zu tun sondern ist nur noch reine „Veterli-Wirtschaft“.