Vermögensverwalter, schlaft Ihr?

Kein Aufschrei gegen tödliche Regulierung, sagt Geiger; Widmer-Schlumpf darf ungestört Ausland befriedigen.

Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf (EWS) fährt voll auf Angriff – und die NZZ stellt sich als Schlachtfeld zur Verfügung.

Ihren grossen Meinungsbeitrag vom 5. Oktober stellt sie unter den Titel „Gleich lange Spiesse für alle“. Mit dieser Überschrift erweist sich EWS als schlechte Kennerin der Kriegsgeschichte.

Diese lehrt, dass „gleich lange Spiesse“ ein denkbar schlechtes Rezept für den Kampf sind, mindestens wenn man gewinnen will.

In der Schlacht von Sempach, zentrales Ereignis für die Unabhängigkeit der Schweiz, hatte Arnold von Winkelried überhaupt keinen Spiess, als er sich in diejenigen des habsburgischen Heeres stürzte und der Schweiz zum Sieg verhalf.

Selbstaufopferung wollen wir von unserer Finanzministerin realistischer Weise nicht erwarten. Aber auch bei der Schlacht bei Morgarten verzichteten die Eidgenossen auf gleich lange Spiesse und besiegten so den zahlenmässig, materiell und technisch überlegenen Gegner.

In der Geschichte Israels standen sich Philister und Israeliten gegenüber. Der  riesige Philister Goliath forderte die Israeliten auf, einen ihrer Männer zum Zweikampf zu schicken.

Der junge David trat vor und erlegte ihn ohne Spiess und ohne Schwert, dafür mit Stein und Schleuder. Er hätte einen gleich langen und schweren Spiess nicht einmal aufheben können.

Wer immer auf einem Finanzplatz gegen die Grossen gewinnen will, oder wer als kleiner Finanzplatz gegen die grossen bestehen will, sollte auf gleich lange Spiesse verzichten – ausser er ist lebensmüde.

So gibt sich EWS aber nicht. Gleich viermal erklärt sie im NZZ-Meinungsbeitrag, es ginge ihr darum, „die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“.

Wer ihr das glaubt, bezahle einen Beitrag in den Unterstützungsfonds für arbeitslose Banker.

Fünf Tage nach dem Artikel aus der eigenen Feder sagte EWS im grossen Interview mit der gleichen Zeitung einen bemerkenswerten Satz zum Thema neues Einknicken im Steuerdossier.

„Für mich ist das nicht eine Frage von links und rechts“, meinte die Bundesrätin. Da hat sie Recht. Es ist eine „Frage von für oder gegen den Finanzplatz Schweiz“.

Absurd ist das „gleich lange Spiesse“-Argument von EWS für ihr Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG). Da fordert die Finanzministerin die Unterstellung und Beaufsichtigung der Vermögensverwalter und sagt dazu, „mit einem so geschaffenen „level playing field“ sollen die heutigen Verzerrungen im Wettbewerb zwischen den Anbietern durch gleich lange Spiesse reduziert und der Schutz der Kunden auf ein international anerkanntes Niveau angehoben werden“.

Falls FIDLEG wie geplant realisiert wird, dann werden die Verzerrungen verschwinden. Ebenso verschwinden werden aber die Vermögensverwalter, die den gleich langen Spiess nicht einmal aufheben könnten.

Teilweise sind die Vermögensverwalter selbst daran schuld. In Bundesbern sind sie nicht sichtbar, in der neuen Kommission Brunetti sind sie nicht vertreten. Vermögensverwalter, schlaft Ihr?

Den absoluten Tiefschlag hatte EWS in ihrem Meinungsbeitrag vor anderthalb Wochen mit der neuen Forderung platziert, der multilateralen Konvention der OECD und des Europarats beizutreten.

Diese stipuliert nicht nur den Informationsaustausch auf Anfrage im Rahmen der Amtshilfe, sondern auch den spontanen Informationsaustausch.

Steuerrelevante Daten könnten in Zukunft „spontan und ohne Amtshilfeersuchen übermittelt werden, wenn Grund zu der Annahme besteht, dass in einem anderen Mitgliedstaat ein steuerrechtlicher Verstoss begangen“ worden sei.

Ich denke, dass angesichts der bekannten Schattenwirtschaftsquoten in unseren Nachbarländern (ausser Österreich) und vielen anderen Staaten davon ausgegangen werden kann, dass immer ein steuerrechtlicher Verstoss begangen wurde. Und die eidgenössische Steuerverwaltung wird das bestimmt auch so sehen.

Vier Tage nach diesem Knaller, den kaum jemand richtig wahrgenommen hatte, war die Sache schon gegessen. Der  Bundesrat stimmte der Unterzeichnung der Konvention zu.

In Bern schlafen nicht nur die Vermögensverwalter, sondern auch die Bundesräte. Und was sagen die Banken und ihre Vereinigung? Nichts, auch sie schlafen.

Zurück zum EWS-Meinungsbeitrag in der NZZ. In ihrer Einleitung schreibt unsere Finanzministerin, „die Anforderungen für Finanzinstitute und Behörden bezüglich der Sicherstellung der Steuerkonformität von ausländischen Kunden“ seien gestiegen. „Auch die Schweiz“ müsse sich damit auseinandersetzen.

Diese Aussage ist grundfalsch. Kein anderes Land auf dieser Welt hat sich zum Ziel gesetzt, die „Steuerkonformität“ ausländischer Kunden sicherzustellen.

Hat man je so etwas aus den USA, aus Deutschland, aus Italien, aus Frankreich, aus Grossbritannien gehört? Ist Steuerhinterziehung nicht primär ein Problem zwischen den Steuerpflichtigen und ihrem Staat?

Von gleich langen Spiessen keine Rede. Der Titel des Meinungsbeitrags ist nicht nur dumm, sondern ganz einfach falsch, wahrscheinlich um „die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“.

Oder ist EWS genial?

Immer, wenn die Finanzministerin nicht mehr weiter weiss, spricht sie von der Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Und niemand fragt, was die Bündnerin damit genau meint.

Kommentare

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  1. @Uhu
    Die Intelligence misst sich gerade dort wo es die Anpassung nicht stattfindet.
    Lasen Sie denn überhaupt die Thesen der EWS in der NZZ und des Herrn Prof. Geigers Beitrag da in der IP? Haben denn Sie die Werke des Karl Marx und des Wladimir Lenins, geboren Ulianow gelesen und seine Taten im 20 Jahrhundert in Russland verfolgt oder zumindest literarisch mit diesem Thema auseinandergesetzt? Die mörderische Vernichtung des Kapitals in Russland und Mord am russischen Bürgertum zwischen den Jahren 1917 bis 1924?
    Das Leitmotiv der beiden verbindet sich in dieser blutigen Auseinandersetzung zwischen dem Kapital und deren die das Kapital erwirtschafteten und dennen, die das Kapital vernichteten und die Gleichheit des Kommunismus errichteten.
    Die EWS geht mit dem Besen so durch das Land und vernichtet das Kapital der US Bürger, die ihre erwirtschaftete Gelder bei uns in der Schweiz anlegten.Unsere Banken dürfen nur noch die Bussen an die USA IRS zahlen.
    Aber wie es dem auch sei prädigen sie bitte nicht Wasser mit der EWS zusammen und trinken Sie bitte den Wein nicht, denn ansonsten müsste die EWS, wegen den gleichen Kriegsfeldspiesen für sich nur den Lohn in der Höhe des CHF 180000.-Tausend beanspruchen dürfen und nicht die CHF 500000.– Tausend plus Spesen und dem Anspruch auf die volle Akzeptanz für ihre „Ideen“. Frau Kanzlerin Merkel, die Kanzlerin über 81 Millionen Bürger in Deutschland bezieht nur 180000.– Tausend Franken Lohn wobei sie viel mehr Arbeit leisten muss für Deutschland. Eine Bundesrätin die nur 5% Bevölkerung im Bundesrat repräsentiert?
    Die Russen luden sie an die G-20 nur, weil sie die Person Widmer-Schlumpf kennen lernen wollten, die dem Finanzplatz Schweiz vorsteht. Weil die Schweiz ist nicht Mitglied der G-20. Für das Land, aus welchem per Jahr zwischen 50 bis 70 Milliarden US$ in die Schweiz und nach EU ausgeführt werden ist wichtig zu wissen wer diese Bundesrätin EWS ist. Bis jetzt kostete es unsere Finanzinstitute die Auseinandersetzung mit dem US Funanzministerium mehr als man sich je hätte vorstellen können. Das kostete auch unser Staat mehr als man sich je ausrechnete, nämlich an den vorlörengegangenen Steuerneinnahmen aus der Finanzbranche.
    Es scheint Sie nicht zu stören, gel?
    So wie es tönt sind Sie auf die Steuerneinahmen nicht angewiesen nur an der Präsenz der EWS im BR?

  2. @ Eule

    Eulen stehen in aller Regel für Intelligenz. Dies im Gegensatz zu Ihrem Kommentar, wo Sie Marx und Lenin völlig zusammenhangslos zitieren ohne je nur eine Seite darin gelesen zu haben. Zudem schreiben Sie „Ich wähle die EWS ab“.. EWS wird von der Vereinigten Bundesversammlung gewählt. Sie können sie also nicht abwählen ausser Sie sind National- oder Ständerat. Ihr staatskundliches Defizit mögen Sie bei Ihren Gesinnungsgenossen auffrischen, ehe Sie wieder grossmäulig ausrufen!

  3. Ich wähle die EWS ab. Man habe zu lange zugewartet, zugeschaut. Zwar bin ich mir nicht ganz sicher ob die Auswüchse der EWS-Ideologie aus dem „Kapital“ des Karl Marx, Wladimir Lenin, der Schweizer SP stammen, eines ist aber sicher, das Frau EWS ihre höchst kommunistish anmutende Ideen unbeirrt im sozialistischen Lager der Kommissionen in den G-20, in den USA der Demokraten Partei und in Brüssel verfolgt, was nicht nur beängstigend auf die Marktteilnehmer wirkt sonder gleich zerstörende Wirkung auf den Fiannzmarkt habe. Welche Märkte hat Frau EWS im Sinne wenn sie unser Markt – Finanzplatz beinahe zerstört habe. Auf der anderer Seite reguliert sich der Finanzplatz beinahe wie in einem grossen, globalen Gebilde in welchem nur die US Steueroasen, Holländischen Steueroasen, Asiatischen Steueroasen, Karibischen Steueroasen nicht tangiert werden.
    Das allerletzter Spuck ist die Tatsache, dass uns die EU verschreibt, was unsere Finanzinstitute zwecks einfacher Beobachtung der Dienstleistung unserer Banken zu tun haben, wenn sie sich im EU Markt bewegen wollen. Wandern sie alle aus wird die Steuerstärke des Staates zerstört. Somit wird die Schweiz mit allen diesen Zuwanderern bereits steuerlich zerstört und ohne den Krieg ausgeraubt, denke man an all das was sich die Schweiz als der Createur der AHV -und der Pensionskassenkapitals aber auch der Medizinleistungen und der enormen Kapitalstärke der Krankenkassen an Verpflichtungen für alle diese Zuwanderer sich aufgebürdet habe. Die USA als Staat steht jetzt schon vor einem Scherbenhaufen des Pensionskassenkapitals und können die Pensionen ihrer Angestellten nicht mehr bedienen. Das alles sind die Resultate der unbegrenzten weltweiten aber gänzlich unüberdachten Humanrights freundlichen USA Politik, welche sich der Zuwanderung der Arbeitskräfte seit 200 Jahren verschrieben habe.
    Das erwartet auch die Schweiz würde man das Schengen/Dublin Abkommen nicht per sofort annulieren.
    Man siehe nur nach Griechenland, nach Italien, nach Portugal und nehme immer mehr Arme auf, die noch mehr Nachzug leisten. Die Zusammenhänge sind der EWS nicht klar. Diese Art der Vertreterin in den Internationalen Institutionen braucht die Schweiz nicht.

  4. Nun, unsere Finanzministerin ist sicher unterstarkem Druck der USA und der OECD, ebenso wie Kollege Burkhalter von Seiten der EU. Beiden scheint ein Kampf dagegen nicht zu liegen. Beide scheinen diesem nachzugeben und sich nicht für bessere Bedingungen für die Schweiz „aufopfern“ zu wollen. Bei BR Burkhalter weiss man, dass er früher bei der NEBS war, also EU-Sympathien hatte, bei Frau Widmer fehlt die Hausmacht im Parlament mit der kleinen BDP-Fraktion. Ausserdem darf erinnert werden, dass sie auf bedenkliche Weise BR geworden ist. So etwas spricht nicht für einen „Winkelried-Geist“. Eher für Karrierismus und Opportunismus.

  5. .

    Die FIDLEG wird kein geeigneter Damm gegen Fluchtgelder sein.

    Vermögensverwalter und Banken werden, wie erprobt, im Notfall Kunden und Mitarbeiter verraten,………nachdem sie an beiden verdient haben

  6. Die Schweizer sind schon lange am Schlafen. Sie sind aufgrund ihres Wohlstandes zu Gutmenschen degeneriert und in einen narkoseähnlichen Tiefschlaf gefallen. Aus lauter „politische Korrektheit“ gilt es als unschick den aktuellen Bundesrat zu kritisieren auch wenn er 24/7 gegen die eigene Bevölkerung arbeitet. Angeführt von der Schweizerin des Jahres EWS (Abschaffung des Bankenplatzes), gefolgt von Leuthard (Atomausstieg), der Pianistin (Asyldesaster)und dem Schöngeist aus der Romandie (uneingeschränkte Übernahme von EU Recht). Der Beste aller BR ist noch der SP Mann. Und das ist ein Armutszeugnis.

    Es herrscht eine Atmosphäre der Unbesiegbarkeit wo Eigeninteresse nicht mehr verteidigt werden müssen. Eine PFZ wird als Bereicherung infolge zusätzlichen Wettbwerbes betrachtet ohne diese auch nur ansatzmässig als Konkurrenz anzusehen.

    Erwachen werden wird schon noch. Früher als später.

  7. Aus meiner Sicht sind die Vermögensverwalter nicht am Schlafen, sondern am Träumen. Sie gehen immer noch davon aus, dass FIDLEG noch abgeschwächt wird vor der Umsetzung und der EU Zugang in absehbarer Zukunft Tatsache sein wird. Die Eigeninteressen der SRO´s und Verbände werden ebenfalls negiert. Alternativen bestehen, aber die Strategien heissen primär „wait and see“.

  8. sauberer, gut recherchierter und analytischer Artikel! Genauso ist es. Nur was und wie wollen die Vermögensverwalter intervenieren? Die einzige Lobby, ist diejenige der Grossbanken und die wollen eigentlich das VV Geschäft lieber selbst machen und dann wieder ihre eigenen, überteuerten Produkte verkaufen. Die Vermögensverwaltern müssen noch mehr Nischen besetzen als bislang…

  9. @ Herr Professor Geiger
    Es scheint nicht die Stärke von Hans Geiger zu sein, auf den Punkt zu kommen. Bis er zur Sache kommt liefert er ellenlange Vorspanne, sog. historische Abrisse, die dann wenig bis überhaupt nichts mit der Sache zu tun haben. Der vorliegende Artikel zeugt von Unkenntnis der Vermögensverwalterbranche eines ehemaligen Gross-Bankers, der in der für ihn damals geschützten Werkstatt der SKA (ich weiss: heute CS) seine verdienstvollen Jahre vor allem in Stabsstellen vollbrachte. Mit Verlaub: Seine Ansichten sind nicht mehr von heute, und er vertritt Konzepte, die sich in den kommende Jahren der Reihe nach als Auslaufmodelle entpuppen werden. Vielleicht macht er sich aber einfach auch nur einen Spass daraus , noch etwas herumzupoltern, gleich seinem Zampano, um diese Flanke im Rahmen des SVP-Oppositionsdispositivs (Teilprojekt Finanzplatzstrategie) zu verteidigen. Er vertritt im Wesentlichen die Interessen ehemaliger Hardliner der CH-Finanzindustrie aus der Zeit à la criée, mit Abrechnungsauftrag gegen “EWS“. Mir kommt es vor als ob sein Aufschrei in einem leeren Schlafsaal verhallt, wo er als letzter das Licht löscht!
    Kurzum: Hans Geiger möge den folgenden Artikel unvoreingenommen zur Kenntnis nehmen: http://www.raiffeisen.ch/raiffeisen/internet/rb0027.nsf/$UNID/B1A996D6D7AFC09EC125794B0045CA2F/$file/Regulierung%20im%20Bereich%20externer%20Verm%C3%B6gensverwalter.pdf

    • Herr à la criée,

      Mit Ihrem Artikel scheinen Sie jemandem gefallen zu wollen. Dementsprechend ist er auch herausgekommen, nämlich nur bla, bla, bla. Doch etwas geht deutlich daraus hervor: Sie scheinen tatsächlich keine Ahnung zu haben, was heute bei den „kleinen“ Vermögensverwaltern abgeht. Also zünden Sie das Licht an und machen die Augen auf!

    • Herr Lacher

      Schlecht gebrüllt: Ich bin tatsächlich ein sog. „kleiner“ unabhängiger CH-Vermögensverwalter (eVV) aus der Region Zürich und muss niemandem gefallen. Nur habe ich im Laufe der letzten 5 Jahre gelernt, dass ich in diesem Geschäft nur überleben kann, wenn ich mich nicht auf Banklagernd- Konzepten ausruhe. Ich brauche keine Ratschläge von alten Stabsfritzen. Meine Kundenbindung beruht auf Transparenz und Performance; dies schätzen meine Kunden. Im übrigen steht auch Ihnen der Zugang offen, wenn Sie ihr Geschäftsmodell detailliert offenlegen, über einen sauberen track record verfügen und auch Ihr Curriculum etc. offen legen können. Ihrer Antwort entnehme ich aber, dass Sie frustriert sind und offensichtlich immer noch der Päckliwirtschaft und banklagernd- Mentalität der schönen alten Schlafzeit nachhängen. Kommen Sie in der Gegenwart an und schalten Sie Ihre Lampen auf Vollicht! Ich wünsche Ihnen den nötigen Elan und weniger Vorurteile!

    • Herzlichen Dank für den treffenden Kommentar. HG ist tatsächlich nicht mehr ganz taufrisch und seine früheren Stabstätigkeiten befähigen ihn nicht wirklich, um eine umfassende Analyse des heutigen Finanzumfeldes abzugeben. Es erscheint mir vielmehr, dass er wieder mal sein eigenes Morgarten gegen sein ewiges Feindbild EWS ausficht … man sollte doch irgendwann mal seinen Frust verarbeitet haben….

  10. EWS handelt in Absprache und im Interesse der beiden Grossbanken. Diese wollen mit ihren vielen Niederlassungen im Ausland das Onshore Geschäft weiterhin betreiben und ausweiten. Sie müssen die internationalen Spielregeln akzeptieren. Der ehemalige Bundesbank-Präsident an der Spitze der UBS kann es sich nicht leisten, mit irgendwelchen Steuertricks sein Heimatland und andere Staaten zu prellen.
    Eigentlich ist eine Schlacht der beiden Grossen gegen Institute ohne Ausland-NL im Gange.

  11. Es ist leider schon so! Wir in der Schweiz – sei dies in der Politik oder der Finanzwelt – reagieren nur noch auf all den auf uns von überall ausgeübten Druck statt wirksam gegen diesen anzugehen. Wir sind durch den stehten Druck auf uns so mit uns und unserer Verteidigung beschäftigt, dass wir total vergessen, vermehrt von uns aus aktiv zu werden und zu Agieren statt nur zu aller Befriedigung und zu deren positiven Sinne zu reagieren.
    Politiker und Finanzleute wacht endlich auf!

  12. Also als erstes, der Autor versteht nicht warum es geht. Die echte Wahrheit hinter der Schweiz ist das die Schweiz nur dazu dient Schwarzgelder vom Vatikan und ihren Organisationen (BIS Bank of International Settlements, Federal Reserve, Schweizer Nationalbank und alle Grossbanken) zu verstecken.

    Zweitens, Big Brother geht Live. Die Neue Weltordnung (New World Order) ist fast aufgestellt durch die United Nations. Da haben private Leute mit ihren Geldern keine Privatsphäre und das auch nicht in der Schweiz und darum haben wir Bundesräte die sowas unterschreiben weil sie arbeiten nicht für ihre Landsleute sondern nur für die Interessen der New World Order.

    Und wenn Ihr mein comment nicht freigibt dann Steckt ihr auch mit drin.

    • Ich fürchte Sie verstehen noch viel weniger worum es geht. Verschwörungstheorien sind zwar spannend und süffig zu lesen doch stimmen diese in der Regel nie. Und wenn wir bereits im SciFi sind dann erwähnen Sie doch bitte auch noch die Bilderberg-Gruppe und die Iluminatis.

    • @Alice

      Sie habe null Ahnung. Die Bilderberg-Gruppe ist schon längst nicht mehr Geheim. Die Illuminatis sind nichts anderes als die verschiedenen Freemason-Groups (Freimaurer) die zusammen daram arbeiten für den Vatikan das New World Order zu kreieren.

      Also wer noch nichts davon weiss und bis jetzt keine Vorkehrungen getroffen hat sich zu schützen der ist selber schuld.

      Die Schweiz ist das Zentrale Finanzzentrum der New World Order mit der BIS Bank of International Settlements und die Bundesräte machen nichts anderes als Spione zu dienen für die New World Order.

      Das ganze weltweite FIAT-Currency Finanzsystem wird in den nächsten Monaten zusammenbrechen and das mit Absicht.

      Welcome to the New World Order sheep.

  13. Der Artikel finde ich sehr interessant, aber bin ich mit den Schlussfolgerungen nicht einverstanden!
    Ich weiss nicht, was in Bern gekocht wird. Aber meiner Meinung nach man arbeitet mindestens konsistent und in die richtige Richtung. Wenn man ein „sauberes Finanzplatz“ haben will, dann muss man wirklich alles „reinigen“ in Sinne eine „Katharsis“. Es kann doch nicht sein, dass Banken und Asset Manager zunehmende regulatorische Vorschriften einführen und einhalten sollten, unterdes andere „unregulierte“ Akteure alles machen können. Meiner Meinung nach genau dem verstärkt Banken und Asset Manager. Die Methoden um das zu erreichen sind an der Politik und Bundesbern überlassen.
    Nur so kann man langfristig Glaubwürdig sein und das Vertrauen erhöhen.

  14. Guter Artikel, die Erkenntnisse sind doch schon etwas alt (inkl. dem Schlafen). Dass über die Hälfte der VV geringe oder keine Überlebenschance hat, zeichnet sich seit Jahren ab. Ihr Business Modell hat sich in Luft aufgelöst: Die Kunden brachte das Bankgeheimnis, den Lohn die Kickbacks und die (oft lausige) Performance sicherte der stetig steigende CHF. Seit Jahren steht fest: Die Politik will kein cross-border Banking mehr!Aber wie mir ein (Gross)Banker anvertraute:“Macht nichts wenn die hopps gehen, ein paar von denen hätten wir ganz gerne zurück“

  15. Es stellt sich die Frage, wieviel Ahnung Frau Widmer-Schlumpf vom internationalen Bankgeschäft überhaupt hat. Vor kurzem eröffnete ich ein Bankkonto in Süddeutschland (in der Nähe der CH Grenze). Der Bankangestellte wollte gar nicht wissen, ob ich mein Geld in der CH versteuere. Es ist wirklich traurig und auch tragisch, dass die Vermögensverwaltungsbranche (insbesondere Privatbanken und unabhängige Vermögensverwalter) diese Frau nicht stoppen können oder wollen !“Level playing“ bedeutet dann auch Einheitsbrei, denn die Regulationen werden so strikt aufgezogen, dass für Individualität kein Platz bleiben wird (siehe bereits heute die strikten Regulationen in Deutschland, wo die guten Berater den Bettel hinschmissen)! Dies wird vor allem zu Lasten der bedauernswerten Kunden gehen. Kunden unter 1 Mio CHF werden es in Zukunft sehr schwer haben eine individuelle und persönliche Beratung von der Bank zu bekommen. Der Bankmitarbeiter hat schlicht keine Zeit für solch kleine Kunden.

  16. Hervorragend dargestellt, analysiert und zusammengefasst. Damit ist (leider) eigentlich alles gesagt. Ein Land voll von Schläfern, letargisch, selbstzufrieden, interesselos, selbstzerfleischend, geplagt von Neid und nicht bereit für seine Interessen einzustehen und dafür auch einen Beitrag zu leisten, auf Quantität fixiert und dabei qualitative Aspekte grösstenteils ausser Acht lassend, nicht willens sich einzugestehen, dass weniger auch mehr sein kann, vor allem, wenn es mit erhobenem Haupt praktiziert wird.

    Es war zu lange zu einfach, es ist uns zu lange zu gut gegangen, so sehr, dass wir (und auch Bern) jetzt nicht einmal merken, dass diese Phase zu Ende geht. Besitzstandwahrung über allem, ohne zu realisieren, dass sich auch das nicht bewerkstelligen lässt.

    Wir sind, wie eine weitsichtige Bänkerpersönlichkeit schon vor Jahren einmal gesagt hat, „fett und impotent“ geworden (auch geistig). Dabei haben wir verlernt, zu kämpfen und uns für unsere und die Interessen dieses Landes einzusetzen.

    Das wirklich grosse Jammern wird erst losgehen, wenn breitere Kreise der Bevölkerung merken, was wir tatsächlich mit unserer Interesselosigkeit angerichtet haben und was die Konsequenzen sein werden (auf Steuereinnahmen, Arbeitslosenzahlen, unser Selbstwertgefühl etc. etc.).

    Was dieses Land und seine Bevölkerung wirklich braucht, was wir alle wiklich bräuchten, ist ein riesiger, eidgenössischer Wecker, der uns mit schrillem Läuten und Rasseln aus unserem süssen Traum zurück in die Realität holt. Wer weiss, vielleicht hat ihn ja trotzdem noch jemand gestellt, diesen Wecker.

    • @Huber. Richtig: der Schweizer schläft noch, denn es fliessen noch Milch und Honig.
      So diensteifrig die ausländischen Kunden beim Geldverstecken hofiert wurden, so unterwürfig gibt man sich jetzt.
      „Schaut auf uns: wir sind doch ganz braaaav.“

  17. Gemeingefährlich, die Dame! Aber in der Schweiz werden wir ja generell eingelullt und sediert mit Fehl- oder zumindest mit Halbinformation. Das Staatsfernsehen (Service Public! – Genau!) leistet auch täglich mit seinen oberflächlichen, meist unreflektierten (und wenn, dann von Pappnasen im Fachgebiet vorgekaut) Nachplauderi-Beitrags-Häppchen (Tagesschau & 10vor10) einen Beitrag zur Volksverdummung.
    Es täte allen Bundesräten einmal gut, sich über strategische Grundsätze klar zu werden und dann auch entsprechend zu agieren. Wenn ich da aber so in die Runde schaue (EWS, AB, SS, DL, DB, JSA), dann fehlt allen wohl der nötige Background.

    • @Springer: Ja, wo bliebe da die Konkordanz? Welche Konkordanz? Die „besser Halbesachenkonkordanz als gar keine“?
      Diese Konkordanz und kollektive Nivelierung zur grauen Masse wird uns noch teuer zu stehen kommen. Ich wette drauf.

      Ist eine im System gefangene, und komplett davon abhängige Gesellschaft vielleicht sogar einfacher zu regieren, als diejenige von Freidenkern und Unternehmern durchsetzte?

  18. Okay. DEN Artikel hab ich jetzt wirklich genossen. Die Metapher zu DvG und dem Spiess, ja der Kriegstauglichkeit eigentlich Unterlegener war herrlich, bildlich, unterhaltsam. Und wahr!

    Wenn die Vermögensverwalter noch immer schlafen, die Gefahr noch gar nicht wahrhaben (wollen), müssten eigentlich die SROs, denen sie unterstellt sind, alarmieren: VSV, VQF, PolyReg.

    Tagwache!