Machtkampf in der ZKB

CEO Scholl und sein Vize gegen Ex-UBS-Star Previdoli – der könnte verlieren – siegt Filz gegen Intellekt?

Die Zürcher Kantonalbank steht vor einem Grossumbau. Das Private Banking soll ins Privatkundengeschäft integriert werden. Dort wären die Reichen nur noch ein spezielles Kundensegment.

Die Frage wäre dann, wer übernimmt, Private-Banking-Chef Christoph Weber oder Privatkundenleiter Daniel Previdoli.

Mit Weber und Previdoli prallen zwei Welten aufeinander. Filz gegen Intellekt, lautet die Paarung. Der Filz könnte – einmal mehr – gewinnen.

Christoph Weber ist ein Busenfreund von CEO Martin Scholl. Weber und Scholl kennen sich seit Banklehrzeiten bei der ZKB, sie gelten als eng befreundet.

Daniel Previdoli blieb bis heute der Fremde. Als hochgelobter UBS-Zürich-Chef mit Uni-Abschluss und Harvard-Diplom verkörpert er das intellektuelle Gegenstück zu Scholl und Weber.

Previdoli ist ehrgeizig. Sein Ziel sei immer gewesen, einmal die Leitung einer wichtigen Kantonalbank zu übernehmen, sagen mehrere Vertraute.

Als er von der UBS einwechselte, gab ihm die ZKB 2,5 Millionen, die in einem UBS-Aktien-Programm gebunden waren. Previdoli wurde kurzzeitig zum mit Abstand höchstbezahlten Manager der Kantonalbank.

Nun könnte Previdoli nicht nur übergangen werden, sondern möglicherweise sogar aus der ZKB ausscheiden.

Die ZKB hält sich bedeckt. Man äussere sich nicht zu Gerüchten, meinte ein Sprecher gestern Abend.

Bestätigt wurde die Verschiebung des jährlichen „Vis-à-vis“ im Hotel Marriott von heute auf nächsten Dienstag wegen „Terminkollision“. Dabei steht die ZKB-Führung dem Personal Red und Antwort.

In der Bank gibt die Verzögerung des seit langem angesetzten Grossanlasses zu reden. Erwartet wird die Auflösung des Private Bankings als eigenständiger Bereich.

Nicht auszuschliessen sind Informationen zum US-Steuerstreit. Die ZKB muss mit einer 3-stelligen Millionen-Busse im oberen Bereich rechnen.

Das US-Thema und der organisatorische Umbau, der offiziell die ZKB schlanker und effizienter machen soll, könnten zusammen der Katalysator für eine Art Säuberungsaktion sein.

Wenn es zutrifft, dass sich Christoph Weber gegen Daniel Previdoli durchsetzt, würde das nicht nur die Macht der beiden aneinander geketteten Buddies Scholl-Weber zementieren.

Sondern es wäre auch der Beleg dafür, dass in der ZKB andere Gesetze gelten als auf der freien Wildbahn.

Nicht der Bessere oder Qualifiziertere würde sich durchsetzen, sondern jener, der dem CEO nicht gefährlich würde.

Christoph Weber ist ein Typ, der gerne seinen Karriereerfolg zeigt. Er fährt oft mit seinem Aston Martin zur Arbeit und dürfte selbst Kunden in seinem Rennschlitten besuchen.

Das Image, das er damit nach aussen schafft, passt nicht zur Staatsbank. Hinzu kommt, dass Weber mit seinem Private Banking nie auf Touren gekommen ist.

Sein Gesellenstück, der Kauf der Salzburger Piag Bank, wurde zum Flop. Die Piag war durchseucht mit schmutzigem Geld und luschen Managern und musste zum Minibänkli geschrumpft werden.

Im Zuge der US-Ermittlungen musste Weber sein Private Banking massiv verkleinern. Die ZKB, die unter Weber grosse Ambitionen im Geschäft mit den Reichsten hatte, zieht sich derzeit breitflächig aus dem Offshore-Geschäft zurück.

Umgekehrt zum geschäftlichen Misserfolg stieg Weber in der internen Hackordnung weiter auf.

Letzten Dezember wurde Weber in einer Nacht-und-Nebel-Sitzung des Bankrats – das entspricht dem Verwaltungsrat in Aktiengesellschaften – zum Stellvertreter von Martin Scholl gekürt.

Seither ist Weber die Nummer Zwei der Bank und würde im Fall eines notfallmässigen Vakuums an der Spitze die operative Führung übernehmen.

Die neue Machtstellung hat Weber mit Support seines Chefs Martin Scholl genutzt, um seine eigenen Leute an strategisch einflussreichen Stellen zu positionieren.

Weber sorgte dafür, dass seine enge Vertraute Regina Kleeb, die aufstrebende Frau in der Zürcher Staatsbank, vom Private Banking in den Bereich Produkte und Services wechselte.

Dort sitzt mit Markus Bachofen ein weiterer Scholl-Buddy am Steuer. Bachofen steht nun offenbar vor der Pensionierung, sagt ein Insider. Übernehmen soll Regina Kleeb.

Damit hätte Christoph Weber – und mit ihm selbstverständlich der grosse Strippenzieher Martin Scholl – die Macht konsolidiert. Die zwei wichtigen Bereiche, das Privatkundengeschäft und die Produktefabrik, wären in ihren Händen.

Wie Weber hat auch Regina Kleeb einen engen Link zu ZKB-CEO Scholl. Kleeb ist die Gotte eines Scholl-Kinds.

Sollten Weber und Kleeb tatsächlich das Rennen machen, dann könnte Webers überraschende Dezember-Wahl zum ZKB-Vize den Stein ins Rollen gebracht haben.

Damals könnte sich Previdoli gesagt haben, dass er bei der ZKB nichts mehr verloren habe. Als Nachfolger von Scholl, wenn es soweit wäre, setzte man offenbar nicht auf ihn.

Die ZKB will nicht sagen, ob Previdoli um das Vize-Amt kandidiert hatte.

Die Kriterien seien „Akzeptanz bei Bankrat, Geschäftsleitung und Mitarbeitenden, Leistungsausweis, Persönlichkeit sowie Verweildauer in der bisherigen Funktion“ gewesen, sagt die Bank.

Der Entscheid zugunsten Webers muss eine schmerzhafte Niederlage für den selbstbewussten Ex-Grossbanker gewesen sein. Previdoli hatte alles für eine Machtübernahme vorbereitet – nun wäre er fulminant gescheitert.

In den letzten knapp 7 Jahren hat Previdoli das ZKB-Privatkundengeschäft mit einer Million Kunden im Wirtschaftsraum Zürich zu einer zweiten UBS ausgebaut.

An fast allen zentralen Weichenstellungen hat Previdoli Leute aus der Grossbank hingesetzt.

Die Marktregion Zürich-West mit Sitz in Wiedikon, die Region Zürich-Nord in Bülach, Zürich-City am Hauptsitz – überall befehlen heute Ex-UBS-Manager von Previdolis Gnaden.

Auch an wichtigen Positionen in anderen Bereichen haben Leute von der Grossbank das Sagen. Sowohl der Chief Investment Officer als auch der Marketingchef waren früher bei der UBS.

„Die ZKB ist zu einer UBS geworden“, sagt ein Insider.

Das hat sich bisher nicht bezahlt gemacht. Die ZKB plant eine massive Reduktion ihres Netzes mit rund 90 Zweigstellen. Viele sind heute nur noch stundenweise offen.

Gerüchteweise soll Previdoli seit einigen Monaten auf dem Absprung sein. Er habe sich für die CEO-Nachfolge bei der Luzerner und der Aargauischen Kantonalbank beworben, heisst es. An beiden Orten kamen andere Spitzenleute zum Zug.

Bereits vor ein paar Jahren war ein anderer Intellektueller in der ZKB-Spitze von Bord gegangen. Martin Sieg wechselte als Finanzchef zur Privatbank Vontobel.

Kommentare

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  1. Da lese ich:

    —-
    „In der ZKB gelten andere Gesetze als auf der freien Wildbahn: Nicht der Bessere / Qualifiziertere würde sich durchsetzen, sondern jener, der dem CEO nicht gefährlich würde.“
    —-

    Wohl kaum. Diese Gesetze gelten auch „in der freien Wildbahn“, insbesondere an Orten, wo die Chefs schwach sind – und das ist im Financial Services Bereich heutzutage leider häufig der Fall.

  2. Es ist schrecklich. Nicht nur, dass Scholl immer noch am Ruder ist, auch Weber ist die Nummer zwei, und nun muss Previdoli weg.
    DIESE BANK IST KAPUTT.

  3. Die ZKB war vor ca. 10 Jahren noch eine tolle Bank, wo man als Arbeitnehmer darauf stolz sein konnte. Nach und nach wurde die Bank von rückgradslosen und narzistischn Chefs unterwandert, welche die Bank wie eine Sekte führen. Zum Glück habe ich dort gekündigt.

    • Gut gebrüllt Löwe.
      Mir geht es genau gleich.
      Weber ist eine Fehlbesetzung, strategisch und führungsmässig schwach.
      Doch leider ist auch Previdoli kein Alternative. Mit seinem Führungsstil, rationalisieren, Leute sollen für immer weniger länger arbeiten (und diese haben keinen UBS Lohn!) etc., passt er nur auf eine der zwei Grossbanken.
      Scholl hat beide Anstellungen zu verantworten…

  4. Wenn der einzige wirkliche Profi Previdoli die Kommandobrücke verlässt, dann hat bei meiner Staatsbank definitiv Ignoranz und Unprofessionalität gesiegt. Arme Kunden, arme Mitarbeiter, arme Steuerzahler. Spätestens dann zügle ich in den Kanton Zug; dort haben sie ihren Pascal – ebenfalls ein echter Profi – zum CEO ihrer Kantonalbank gemacht und keinen Stiften-und-Götti-Gotte-Club nach oben geschubst. Vielleicht zügle ich aber auch nach Schaffhausen und bringe mein Geld zu Martin oder ich bring meine Schriften in den Thurgau und mein Geld nach Weinfelden zu Pedro. Allesamt keine Buddies ehemaliger KB-CEOs, sondern wirkliche Profis mit beachtlichem Track Record.

  5. Genau so ist es! Vielleicht wäre es auch mal einen Artikel wert, über die Reorg der Reorg zu schreiben. Beispiel VV-Bereich, Fundresearch etc. (Integration in Asset Management dank Mc Kinsey und unfähiger Führungscrew wie dessen Leiter, vier Monate später „Rückabwicklung“). Gute Leute gehen in Scharen. Sämtliche preisgekrönten Portfoliomanager sind weg. Trotz Stellenstopp 70 Stellen ausgeschrieben. Durch die ganze Bank hinweg sind die Leute unmotiviert. Previdoli wird das nicht mehr lange ansehen. Erfolgloser und trotzdem arroganter Weber übernimmt. Zurück zur Organisation 08. einfach schwächer. Eine Frechheit dass niemand etwas unternimmt!!! Ich sollte mich weigern, meine Steuern zu zahlen.

    • Reorg der Reorg…oder Simplex: Offenbar ist Previdoli dort nicht sehr erfolgreich. Lässt dieses von der alten Crew durchwursteln, ohne neue Impulse oder Veränderungen (wie auch mit den alten Zöpfen).Klar scheint nach diesem Artikel lediglich warum: Seine Karriere ist ihm wichtiger als Mitarbeiterzufriedenheit und schlankere Prozesse in Interesse der ZKB. Hat Zeit für Bewerbungen.

  6. Sollte sich die Aussage bewahrheiten, dass die Geschäftseinheiten Privatkunden und Private Banking (was absolut sinnvoll ist) zusammen gelegt werden und Ch. Weber die Leitung übernimmt, so siegt in der Tat Beziehung über Leistungsausweis. Tragisch.

    Im Rahmen von Fit 1 trennte die ZKB 1996 das Private Banking vom Privatkundengeschäft, führte es aber nach ca. 3 Jahren wieder zusammen. 2008 erfolgte die erneute Trennung, um die Geschäftseinheiten 6 Jahre später wieder zu fusionieren…

    Sollte Bachofen bald zur Pensionierung anstehen, wäre das eine gute Gelegenheit, die GD wieder auf ein vernünftiges Mass zu redimensionieren. Die neunköpfige GD diente doch ohnehin nur dazu, Previdoli zu marginalisieren.

  7. Einmal mehr „ZKB-Bashing“, wie es in den Medien seit ca. 3 Jahren des Öftern der Fall ist (vgl. Tages-Aneziger vom 3. Juli 2014). Nur: Die Personalselektion bei der ZKB für die Chefetage ist alles andere als professionell und unabhängig. Buddies werden dank Vitamin B befördert. Widerspruch, auch in der Geschäftsleitung, wird nicht toleriert. Und wenn dieser kommt, wird sanktioniert. Wird fremdes Blut via Headhunter geholt, erhält ein „befreundeter“ Headhunter bzw. eine Headhunterin den Auftrag. Die Konsequenz ist Monokultur an der Spitze, die teilweise in Unfähigkeit und Paralyse mündet. Dass das Bankpräsidium seine Aufgabe stümperhaft wahr nimmt, hat die jüngste Abstimmung im Kantonsrat gezeigt. Da vermag auch die FDP mit ihrer ZKB-PS-Initiative nichts zu ändern.

    Jetzt warten alle auf die Busse aus den USA. Diese wird dann, analog zur Credit Suisse, ausgesessen. Niemand wird dafür die Verantwortung übernehmen. Martin Scholl, ohne Charisma und strategischem Weitblick, wird weiter wursteln. Last but not least: Die Zufriedenheit der ZKB Mitarbeitenden bleibt weiterhin im Keller.

    Das sind doch gute Voraussetzungen für die Zukunft, nicht?

  8. Wie dieser Machtkampf ausgeht, ist bereits zwischen den Zeilen des Verfassers zu lesen. Falls sich Previdoli tatsächlich bei den beiden genannten Kantonalbanken beworben hat, ist seine Zeit definitiv abgelaufen.
    Was ausserdem dafür spricht; er lässt derzeit seine Villa in Uerikon/Stäfa verkaufen…
    Filz innerhalb der ZKB in diesem Ausmass ist dagegen nichts Neues. Das war schon vor 25, 30 Jahren so. Scholl wurde in dieser Kultur grossgezogen. So verwundert es nicht, dass er heute exakt so tickt.
    Diese Entwicklungen sind sehr schade für die ZKB. Die Auslandsdesaster sowie die Busse der USA wären genug Grund, um intern aufzuräumen. Dass es wohl nicht dazu kommt, liegt am inkompetenten Bankrat.
    Bedauerlich.

    • Vergesst doch endlich Reto.
      Er ist ein Buddy.
      Er ist ein JA SAGER zu Weber.
      ABER ER IST EIN EINFACHER MITLÄUFER.

      WEBER ist der,
      der kanns nicht.
      Wer das Gegenteil behauptet, der soll bitte Beweise liefern.
      Der hat noch kaum etwas Positives geliefert.
      Bitte Beweis.

    • Guschti, jetzt sind wir Aussenstehende fast genauso schlau wie vorher. Wie heisst der Stv und was macht ihn so skandalös? Keine Angst, ausser du schreibst von einem ZKB-Computer…

    • Was für eine Frage. Der besagte ist Reto „Posaunenclown“ Sigrist. Aber easy, nach der US-Busse wird er eh geopfert! 😉

    • Wieso solle Sigrist geopfert werden? Dafür ist er zu unbedeutend.
      Aber die beiden – Weber und Sigrist – passen gut zusammen. In diesem Sinne ist es nur konsequent, dass der Eine der Stv. des Anderen ist.

    • @M.S.: Natürlich, danke! Siegrist fällt irgendwie immer durch meinen Wahrnehmungs-Raster.

    • R. Sigrist wurde schon vor einigen Monaten geopfert und intern versetzt.

    • Alles Banausen diese IP-Kommentarschreiber:

      Können nicht einmal eine Posaune von einem Sousaphon unterscheiden!

    • Sorry…aber Posaunenclown tönt einfach besser als sousaphonclown;-))) und ist zudem näher bei Pausenclown!

  9. Das Problem ist immer oben zu suchen, das wissen alle („Der Fisch stinkt….“).

    Oben ist bei der ZKB der Bankrat und der ist absolut unfähig eine strategische Ausrichtung der Bank zu planen und umzusetzen.

    Also bleibt es beim politischen Filz, sprich Nepotismus der übelsten Sorte.
    Liebe Politiker, das ist Korruption!

    Aufräumen ist angesagt, das können die Politiker nicht, also bleibt nur die Privatisierung.
    Verkauft die ZKB und gebt jedem Steuerzahler seinen Anteil in Bar, oder macht eine AG aus der ZKB und gebt die Aktien den Bürger des Kantons Zürich.

  10. Seien wir mal ehrlich. Das läuft doch in jeder größeren Firma so. Wer befördert schon gern einen Kritiker oder jemanden, der einem den Job streitig machen könnte. Das Problem ist der Verwaltungsrat oder in diesem Beispiel der Bankrat. Solange dieser dem Gewurstel tatenlos zuschaut wird sich nichts ändern.
    Dass die ZKB im Private Banking tätig ist finde ich nicht als falsch. Mit dem AAA hätte die ZKB einen grossen Marketing Vorteil. Vor allem ausländische Kunden schätzen Sicherheit. Das Problem ist nur, dass das Management keine Geduld hat und oft nicht die richtigen Produkte erhältlich sind. Es ist kein Problem, gute Produkte von Konkurrenten zu verkaufen. Es ist ein Fehler vieler Banken, alles immer selber produzieren zu wollen.

    • Ich empfehle allen auf der Webseite der ZKB die Personalien der Bankräte durchzusehen. Nur in einigen wenigen Fällen wird die Parteizugehörigkeit aufgeführt dies obwohl sie nur Dank der Parteizugehörigkeit überhaupt gewählt wurden. Ein Bankratsmandat ist eine nicht unerheblich Pfründe, die altgedienten Schlachtrösser dürfen dort an die Tränke. Ob sie was von Finanzen/Banken etc. verstehen ist irrelevant (einige wenige Ausnahmen ausgenommen). Da überrascht es nicht, wenn die Geschäftsleitung den Bankrat führt „The tail is wagling the dog“. Solange das oberste Gremium nicht aus erfahrenen Fachleuten mit Charakter und Rückgrat besteht, ändert sich bei der ZKB LEIDER nichts.

    • @Paul Müller: Das ist bei den anderen Banken doch nicht viel anders, in der Aufsicht (Finma) hocken Ex-Banker und Versicherungs-manager. Eine Hand wäscht die andere… ist doch immer das gleiche!

  11. Weber ist der Schlimme und Scholl hält ihn und befördert ihn zum Vize. Sagt auch viel aus über Scholl selber. Banker reden immer wieder gerne von Diversifikation. Warum halten sie sich nicht selber dran – in der Personalpolitik? Previdoli nur mit UBS-Kollegen, Scholl mit seinen Buddys. Das ist nicht Diversifikation, das ist nur SCHWACH. Was hat Weber geleistet – ich meine an Positivem??? Er kann nicht führen, schon gar nicht kommunizieren, ist unglaubwürdig. Gute Leute wären dringend nötig.

    • @Dante: Ganz falsch, gute Leute will die ZKB gar nicht. Denn gute Leute sind für unterdurchschnittliche Chefs gefährlich, oh weh, um Himmels willen, bloss das nicht! Das wäre katastrophal schlimm für alle diejenigen ZKB-ler, die schon Jahrzehnte den gleichen Chefjob am gleichen Pult machen und immer noch fest daran glauben, die Zeit sei in den 80er-Jahren des vergangene Jahrtausends stehengeblieben, damals, als man zusammen in die Stifti ging und jedes Jahr noch den Zins in den den Sparheftlis von Hand nachgetragen hatte. Ich krieg Hühnerhaut wenn ich mir das so vorstelle…

  12. Was hat(te) die Bank des Zürcher Volkes eigentlich im Offshore-Banking verloren? Wer ist für diesen Flop verantwortlich? Ueberhaupt: Was wollte die ZKB eigentlich mit „Private Banking“? Zuerst die besten Kunden den Regionen ausreissen und wider den Willen der meisten Kunden zentralisieren, Gebühren erhöhen und jetzt wieder zurück in die Regionen? Zürcher Kantonalbank Oesterreich? Eine Staatsbank mit Ablegern in Singapur, China, Brasilien und Indien? Eine Staatsbank als kriminelle Vereinigung? Haben die heute noch vorhandenen verantwortlichen Personen zur richtigen Zeit die richtigen Weichen gestellt? UBSisierung der ZKB? Die UBS des Zürcher Volkes? Ist der Bankrat zum Abnickergremium der Geschäftsleitung geworden?

  13. Ein Filz-Sieg wäre auf weite Strecken und nachhaltig belastend. Die ZKB muss Talente fördern und fordern um die Zukunft bestreiten zu können. Diese verlangt starke und erprobte Persönlichkeiten!

    Bei anderen, gleichgelagerten Instituten hat die neueste Vergangenheit wiederholt gezeigt, wohin kameradschaftliche Seilschaften führten.

    Kantonal-Banken sind gerade heute keine ‚geschützten Werkstätten‘ mehr.

    • Wer angepasst ist macht Karriere. Wer Persönlichkeit und Talent hat fliegt raus. So ist das bei allen grösseren Banken in der Schweiz.

    • @ueli: bingo! Leider…überall Schönredner, oft mit Managerlehrgängen namhafter Universitäten. Aber keine Ahnung von positiver Mitarbeiterführung und strategischem Weitblick. Dreht sich zu oft um Macht, Prestige und Geld. Bin ziemlich sicher, dass dies nicht die Motivation WIRKLICHER leader ist.