Steuerhinterziehung als Menschenrecht

Absurder Gang der UBS vor Europa-Gericht – Frankreich als Waterloo – Testosteron-Strategie.

(Siehe „Berichtigung der UBS“ am Ende des Artikels.)

Sergio Ermotti ist ein Heissblüter. Wer ihm den Respekt verweigert, den bekämpft der Tessiner mit aller Härte.

Das Auftreten half der UBS in den letzten 3 Jahren auf die Beine. Die Grossbank legte dank ihrem Chef an Selbstvertrauen zu. Sie steht heute im Vergleich zur CS gefestigter da.

Die Kehrseite des Ermotti-Testosterons ist, dass die UBS und ihr oberster Boss sich überschätzen.

Es war diese Eigenschaft, welche in den Nullerjahren zum Niedergang der früheren UBS-Chefs und ihrer vermeintlich unsinkbaren Finanz-Titanic geführt hatte.

Im Prozess gegen Frankreich mehren sich nun erneut Zeichen von Überheblichkeit und Anmassung.

Der Nachbarstaat ermittelt wegen systematischer Beihilfe zur Steuerhinterziehung gegen die UBS. Gestern bestätigte eine gerichtliche Oberinstanz eine Milliarden-Kaution, welche die UBS zu leisten hat.

Ermotti will das unter keinen Umständen akzeptieren. Er zieht den Fall weiter.

Nicht nur das. Der UBS-Chef zerrt die Franzosen vor den europäischen Menschenrechtshof.

Ihr müsst nicht meinen, ruft Ermotti damit den Nachbarn zu. Euch zeige ich, wo Gott sitzt.

Dass die Chancen vor dem Menschenrechtshof schlecht stehen, wie Völkerrechtler Rainer Schweizer auf dem Newsnetz des Tages-Anzeigers meinte, ist das Eine.

Das Andere ist die Botschaft, die Ermotti mit seinem Entscheid aussendet. Die hat es in sich.

Frankreich wirft der UBS bekanntlich jahrelange und systematische Attacken gegen den Fiskus vor.

Wie die USA stellen sich auch die Franzosen auf den Standpunkt, dass die UBS auf französischem Boden französisches Recht verletzt hat.

Die Vorwürfe reichen sogar noch weiter als jene von Uncle Sam.

Dort ging es „nur“ um Steuerhinterziehung, während Frankreich der UBS auch Beihilfe zu Geldwäscherei vorwirft.

Dagegen also will Ermotti antreten.

Am Menschenrechtshof plädiert die UBS zwar formell nicht gegen das Thema Schwarzgeld. Es gehe um Fairness im Prozess, begründet die UBS ihren Schritt.

Doch am Ende ist nur die Botschaft entscheidend. Ermotti strahlt mit seinem Gang vor die supranationale Instanz eine Message aus: Schwarzgeld ist ein Menschenrecht.

Das folgt aus der Geschichte. Selbstverständlich hatte die UBS eine hocheffiziente Plattform für Schwarzgeld betrieben. Was denn sonst?

Der ganze Schweizer Finanzplatz – und weite Teile der Gesellschaft – lebten vom Schwarzgeld. Die einen Banken taten dies diskret, andere forsch.

Am forschesten die UBS.

Sie schuf ein System, mit dem sie in der Lage war, über Nacht unvorstellbar hohe Vermögen reicher Kunden von einem Schwarzgeld-Hafen in den nächsten zu verschieben.

Im Steuer-Umgehen hatte niemand eine Chance gegen die übermächtige UBS. Die Schweizer waren die Champions des globalen Schwarzgeld-Marktes.

Das weiss man seit 2008. Im Zuge der Ermittlungen der USA kamen Geheimcomputer, Lügen bei der Einreise und regelrechte Schwarzgeld-Events wie Segeltörns und Golfturniere ans Tageslicht.

In Frankreich, so wird in den dortigen Medien behauptet, stiessen die Ermittler gar auf eine eigentliche Schattenbuchhaltung.

Im offiziellen Computersystem seien die versteuerten Kundenmilliarden aufgeführt gewesen, während das viele Schwarzgeld der reichen Franzosen in einem geheimen „Milchbüchlein“ registriert worden sei.

Die UBS dementiert dies.

Sicher ist: Die UBS schickte Kohorten von Kundenberatern aus der Schweiz heraus nach Frankreich und in weitere EU-Länder, um dort getarnt als Touristen frisches Schwarzgeld anzulocken.

Blieb das Ermotti verborgen?

Kaum. Selbst wenn der UBS-CEO seine Karriere im Investment Banking gemacht hat, so muss er inzwischen mit den früheren Methoden seiner Bank im Detail vertraut sein.

Somit bleibt rätselhaft, warum Ermotti das gigantische Schwarzgeld-Modell, das seine Bank in jahrelanger Feinarbeit zum eigentlichen Geschäftszweck erhoben hatte, vor der Weltöffentlichkeit anprangern lassen will.

Dieses Risiko geht Ermotti ein, wenn er gegen die Franzosen in den Krieg zieht.

Welche Chancen erhofft er sich?

BERICHTIGUNG DER UBS

Die Darstellung im Bericht „Steuerhinterziehung als Menschenrecht“ auf Inside Paradeplatz vom 23. September 2014 ist in mehreren Punkten inkorrekt. Diverse, als Fakten dargestellte Sachverhalte stimmen nicht. Die UBS behauptet nicht, Schwarzgeld sei ein Menschenrecht. UBS lehnt unversteuertes Geld strikt ab.

Bei dem angekündigten juristischen Schritt geht es um die Rechtstaatlichkeit des Verfahrens in Frankreich. Die Organe der UBS sind verpflichtet, alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel zu nutzen, um die Firma zu schützen. Die Aussage, die UBS habe eine hocheffiziente Plattform für europäisches Schwarzgeld betrieben, ist eine Unterstellung des Autors. Ebenso unbelegt ist die ehrverletzende Behauptung, die UBS hätte „Kohorten von Kundenberatern“ nach Frankreich und in weitere EU-Länder geschickt, „um dort getarnt als Touristen frisches Schwarzgeld anzulocken“. Ehrverletzend und nicht belegt sind auch folgende Aussagen im Artikel:

  • UBS sei punkto Schwarzgeld am forschesten gewesen.
  • UBS habe ein System geschaffen, um über Nacht unvorstellbar hohe Vermögen reicher Kunden vom einen Schwarzgeldhafen in den nächsten zu verschieben.
  • Keine andere Bank habe gegen UBS eine „Chance“ gehabt im Steuerumgehen.
  • UBS sei der Champion des globalen Schwarzgeld-Marktes gewesen.
  • UBS habe in Frankreich in einem „geheimen Milchbüchlein“ Schwarzgeldkonten erfasst.
  • UBS habe ein gigantisches Schwarzgeld-Modell „zum eigentlichen Geschäftszweck erhoben“.

UBS AG, Zürich, am 23. September 2014

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Kommentare

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  1. @ Praktiker

    Ziemlich viel Halbwissen, etwas garniert mit persönlichen Attacken. Und wenig Antworten auf meine Frage. Jedenfalls sollten Sie die Beschimpfungen unbeteiligter Dritter endlich unterlassen.

    Dennoch versuche ich mal, Ihre Gemengelage zu interpretieren:

    1) Auf meine Frage, was Sie denn unter „echtem“ Geld verstehen, schreiben Sie: „Echte Werte werden immer nur in der Realökonomie erschaffen. Geld in allen seinen Ausprägungen stellt immer nur den Wertmesser dar“.

    Also verstehen Sie unter „echtem“ Geld den Realtausch ?! Also eigentlich KEIN Geld ?! Witzig, nur wenig hilfreich..

    2) Dann verweisen Sie auf den „Meterstab“. Das wäre sogar korrekt, nur haben Sie den wichtigsten Punkt dabei verschwiegen: Dass das Metermass mit der Temperatur schwankt..

    Denn genauso ist das mit dem Geld: Kein Gut, welches Menschen je als Geld benutzt haben (Gold, Bronzeäxte, Wampums, Muscheln, Zigaretten, Kugeln, Weizen, Reis, Papier, Bits&Bytes, usw.) hat JEMALS seinen Wert stabil halten können. Geld taugt daher nicht als Wertspeicher. Insofern gibt es kein „echtes“ Geld, falls Sie das vielleicht gemeint haben.. Und Ihr „böser“ Zins spielt dabei gar keine Rolle.

    Die Implikation daraus ist noch viel wichtiger: Es zeigt uns zB, dass Forderungen nach einem Edelmetallstandard sinnlos sind. Falls Sie das vielleicht unter „echtem“ Geld gemeint hatten ?!

    Es zeigt uns weiter, dass Forderungen bzw. Wunschvorstellungen nach Wertzuwächsen zB der eigenen Immobilie oder schlicht nur die Forderung nach einer Gehaltssteigerung beim Chef logisch und praktisch nur möglich sind, weil und sobald Geld, egal welches, sich entwertet ! Zumindest zeitweilig.

    Also, falls Sie „echtes“ iS. wertstabiles Geld meinten, muss ich Sie enttäuschen – das ist logisch unmöglich und historisch noch nie da gewesen.

    Jedoch gäbe es eine weitere Implikation: Die Hierarchie bestimmter Gütern als „echtes“ Geld, in Abhängigkeit von der Wirtschaftssituation. ZB wurden in Zeiten grosser Notlagen nur Nahrungsmittel akzeptiert, wie zB Reis für rd. 600 Jahre lang in Japan. Wenn die Wirtschaft hingegen sehr gut lief, kam auch mal Gold in Frage, also ein Luxusgut. Ansonsten eben Praktikables, wie zB Papier bzw. heute eben elektronisches Geld. Wobei Papiergeld durchaus „echtes“ Geld darstellt – es ist durch die künftigen Steuerzahlungen der Bürger gedeckt. Einziges Problem – Steuern kann man nicht ins Unendliche erhöhen. Womit wir wieder zum Kernproblem kommen:

    2) Was Sie sicher wollen, und was ich Ihnen hier bereits mehrfach als Unfug vorgeworfen habe, ist, den Zins und das Giralgeld abzuschaffen. Was Sie dabei immer negieren bzw. nicht zugeben wollen, ist, dass Sie damit das Kreditwesen ausmerzen, weil der Leverage, die Liquiditätsschaffung mittels Weitergabe unserer Spareinlagen als Kredite die Essenz des Kreditwesens ist.

    Denn so lange die mit diesen Krediten erwirkten Investitionen erfolgreich sind, mithin der Kredit daraus bedient und amortisiert werden kann (inkl. Zins !), ist Giralgeld nützlich und daher weder „schlimm“ noch „böse“. Auch der Zins ist im Privatbereich kein Teufelswerk, sondern schlichtes Entgelt für Leihe.

    Erst wenn mit Giralgeld -auf Privatseite- Flachbildschirme, Ferien u.ä. „finanziert“ werden, entsteht ein Problem, sobald die Sparer solchermassen konsumierte Spareinlagen irgendwann rechtens zurück haben möchten bzw. sogar brauchen. Aber wessen vornehmliche „Schuld“ ist das jetzt, die der Kreditbanken oder die der Kreditnehmer ? Ich würde behaupten, mindestens beider Seiten. Das Giralgeld kann jedenfalls nichts dafür. Oder machen Sie auch das Messer dafür verantwortlich, wenn einer einen Anderen ersticht ?!

    Da die viel grössere Geldschöpfung mittels Kredit jedoch auf Staatsseite stattfindet und auch da viel Geld schlicht in Konsum geht, für soziale Wohltaten bis hin zu Picassos in Museen, und weiter über Autobahnbrücken bin hin zu -anderenorts- Kriegen, ist da das Problem noch viel grösser. Zumal hier die Zinszahlung idiotisch ist. Aber da sind wir Beide uns ja ausnahmsweise einig.

    Wobei ich gerne zugestehe, dass Picassos und Autobahnbrücken gewisse „Werte“ widerspiegeln, aber bitte, es sind keine „Guthaben“. Oder haben Sie schon einmal davon gehört, dass nach einem Schuldenschnitt oder einer Währungsrefom der Staat seine Bürger einfach in die Museen liess, damit die sich herausholen konnten, was Ihnen zustand ?!

    Was Sie nämlich unberücksichtigt lassen, ist sehr erheblich: So richtig zum Riesenproblem wird der Staatskonsum heutzutage erst dadurch, dass der Staat derart -uneinbringliche- Staatsschulden als „risikolose“ Anleihen sämtlichen Pensionskassen + Lebensversicherern etc. als Hauptanlage vorschreibt ! Und dann noch zusammen mit der Zentralbank die Zinsen darauf künstlich niedrig hält. Good luck allen Rentnern und Pensionären und solchen, die es noch werden wollen..

    Mir jedenfalls erschliesst sich diese „Problematisierung der Staatsschuldenthematik“. Hingegen Ihre „völlig neue (geistige) Welt“ nicht. Ganz im Gegenteil.

    • @Dr. Ott,

      unbeteiligter Dritter? Hier wird in Gleichschritt eine Irreführung der Leserinen und Leser auf übelster Weise umgesetzt die nicht hingenommen werden kann.

      Im Übrigen: Erbsenzähler aus Riehen ist ein Kompliment für jemanden der Wortklaubereien, anstatt von Wissenschaft verbreitet.

      Nun, zu Ihren Fragen: Ich habe versucht Ihnen eine organische Antwort zu geben, dabei jeden Blickwinkel beleuchtet. Offensichtlich, bin ich bei meinem Versuch gescheitert.

      Was ist echtes Geld?

      Das Unterscheiden zwischen dem Zahlungsmittel Geld und einem Geldvermögen ist unabdingbar. Geld- und Sachvermögen selbst sind kein Geld, obschon sie bestimmte Geldbeträge wert sind. Dabei repräsentiert das Geld selbst nur eine Zahlungsfunktion. Die Funktion der Wertspeicherung wird erfüllt durch Geldanlagen, durch Vermögensbildung oder Kapitalakkumulation. Wertpapiere sind letztlich eine bestimmte Form von Geldkapital. Echtes Sachkapital besitzt man nur insoweit, wie man die betreffende Sache selbst sein Eigentum nennt!

      Klar? Ich fahre weiter fort, um Ihnen die Ängste zu nehmen, damit Sie heute eine geruhsame Nacht haben.

      Wenn Sichteinlagen als gesetzliche Zahlungsmittel definiert werden (z.B. als Geld im Tresor oder Guthaben bei der Zentralbank) würde dadurch eine grundlegende Geldreform erforderlich – und zwar JETZT!. Die derzeit unternommenen Reformbestrebungen basieren aber auf einer weiteren Fehlkonzeption: Die Sichteinlagen sollen dadurch gesichert werden, dass höhere Eigenkapitalvorschriften gelten. Eigenkapital befindet sich aber auf der falschen Seite der Bankbilanz: der Passivseite. Zur Sicherung von Sichteinlagen bräuchte es aber sofort liquide Vermögenswerte auf der Aktivseite der Bilanz. Zum Beispiel stellt die Vergabe eines Kredits und die Buchung des Betrags in ein Kunden- Sichteinlagenkonto zu diesem Zeitpunkt eine Bargeldzahlung der Bank und einen Bargeldeingang des Kunden dar. Die Folgen dieser Praxis sind verherrend!

      Herr Dr. Ott, in der modernen Ökonomie hat das meiste Geld die Form von Bankeinlagen. Aber wie diese Bankeinlagen entstehen, wird oft missverstanden: hauptsächlich passiert dies durch Kreditvergaben von Geschäftsbanken. Immer, wenn eine Bank einen Kredit vergibt, schafft sie gleichzeitig die
      entsprechenden Einlagen auf dem Bankkonto des Kreditnehmers, womit neues Geld geschaffen wird. Die Realität, wie Geld heute geschaffen wird, unterscheidet sich von der Beschreibung, wie sie sich
      in einigen Ökonomie-Lehrbüchern der korrupten WWL findet: Es ist nicht so, dass Banken Einlagen verleihen, die durch das Sparen von Haushalten zustandekommen, vielmehr ist es umgekehrt: Banken schaffen Einlagen, indem sie Kredite vergeben.

      In normalen Zeiten wird die in Umlauf befindliche Geldmenge nicht von der Zentralbank festgelegt, noch multiplizieren sich die Zentralbankreserven in mehr Kredite und Einlagen.

      Die übliche Beschreibung von Bankkrediten legt nahe, Banken würden Einlagen sammeln,
      welche sie dann verleihen. Aber so geschieht es überhaupt nicht. In einer geschlossenen
      Wirtschaft (oder der Welt als ganzer), entstehen Einlagen grundsätzlich nur auf zwei Arten: neue Bankkredite und Staatsdefizite. Banken schaffen Einlagen, wenn sie Kredite geben…Staaten schaffen ebenso Einlagen, indem sie Budgetdefizite erzeugen, weil sie dadurch mehr Geld auf öffentliche Konten buchen, als sie tatsächlich verfügbar haben. Diese Praxis schafft neue Einlagen im Bankensystem, was dann in der Bankbilanz als Erhöhung der (Zentralbank) Reserven seine Entsprechung findet. Banken verleihen weder Einlagen, noch verleihen sie (Zentralbank) Reserven. Sie verleihen, indem sie neue Einlagen schaffen. Und ebenso werden neue Einlagen durch Staatsdefizite erzeugt. Die Folgen dieses Geldsystem sehen und erleben wir ALLE – und ich habe das Zinseszinseffekt nicht erwähnt!

      Herr Dr. Ott, nochmals die Frage: Soll/Kann/Darf ich Sie noch als Diskutanten ernstnehemen?

      Sie schreiben Zitat:

      Was Sie nämlich unberücksichtigt lassen, ist sehr erheblich: So richtig zum Riesenproblem wird der Staatskonsum heutzutage erst dadurch, dass der Staat derart -uneinbringliche- Staatsschulden als “risikolose” Anleihen sämtlichen Pensionskassen + Lebensversicherern etc. als Hauptanlage vorschreibt ! Und dann noch zusammen mit der Zentralbank die Zinsen darauf künstlich niedrig hält. Good luck allen Rentnern und Pensionären und solchen, die es noch werden wollen..

      Zitat Ende.

      Ihr Argument hat trotz seiner populistischen Einfachheit keine sachliche Grundlage!.

      Lasten und Nutzen aus der Staatsverschuldung werden immer von der jeweils lebenden Generation getragen. Staatsverschuldung stellt keinen Generationskonflikt dar. Die heutige Generation der Steuerzahler zahlt die Zinsen auf die Staatsschulden an die heutige Generation der vermögenden Kreditgeber. Die Zahlenden werden ihre Verpflichtungen an ihre Kinder weitergeben, genauso wie die Zahlungsempfänger ihre dadurch steigenden Guthaben an ihre Kinder vererben werden. Die durch die Staatsverschuldung verursachte Umverteilung von unten nach oben findet hier und heute, innerhalb der jetzigen Generation statt.

      Die Staatsschulden sind Kredite, welche sich der Staat bei Vermögenden besorgt. Diese Forderungen gegen den Staat werden die Vermögenden nicht mit ins Grab nehmen, sondern an ihre Erben (überwiegend steuerfrei!) weiterreichen. Diese Erben profitieren also von den Staatsschulden und können von den Zinseinnahmen sorgenfrei leben. Gekniffen sind die Erben mitteloser Bürger, diese dürfen mit ihren Steuern die Staatsschulden und damit die Einnahmen der reichen Erben bezahlen. Nicht alt gegen jung, sondern arm gegen reich ist das Problem.

      Wird die Staatsverschuldung weiter gesteigert, so wird dieses Problem in verschärfter Form an die nächste Generation weitergegeben. Die Frage, wer für die Staatsschulden aufkommen muss, wird durch die aktuellen Steuergesetze beantwortet. Diese lassen keine Zweifel aufkommen: Unternehmen und Kapitalbesitzer werden geschont, zahlen muss die Mehrheit der normal und gering verdienenden Bürger, ebenso wie Rentner, Arbeitslose und Pensionäre, denen wegen der desolaten Haushaltslage die Bezüge gekürzt werden. Die ständigen Steuererleichterungen der vergangenen Jahrzehnte für Unternehmen und Kapitaleinkommensbezieher haben diese Umverteilung enorm verstärkt. Bleiben die Steuerregelungen so wie sie sind, wird sich daran auch in kommenden Generationen nichts ändern.

      Herr Dr. Ott, bitte geben Sie mir, stichhaltige Argumente, um Ihnen einen Hauch von Glaubwürdigkeit zu attestieren, dass Sie Ihre Fragen ernsthaft unterbreiten und nicht, Ihren Propagandapamphlet freien lauf lassen.

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

  2. Für mich ist das, was in den Banken läuft, der Inbegriff des sinnentleerten und vergeudeten Lebens. Zuerst auf langweilige Events gehen, um dort Zeitgenossen kennenzulernen, die sich in verschiedenen Stadien der Wohlstandsverwahrlosung befinden und dort fremde Leute beschwatzen, dass sie ein Schwarzgeldtkonto einrichten, dann Kohle und Geld kassieren dass man eigentlich nicht ehrlich verdient hat, hinterher die ganze Angst zu ertragen, dass man erwischt wird. Am Schluss kommt kommt alles doch raus, Danach Heerscharen von Juristen beschäftigen, um den Griff der Behörden in die Kasse abzuwehren. Geschätzte 300 bis 500 Mitarbeiter in der Firma werden dazu verdonnert, sich mit der Causa zu beschäftigen und auf langweilige Meetings zu gehen, um die Angelegenheit „abzuarbeiten“ Damit schließt sich der Kreis wieder. Nichts ist erreicht, Geld weg.Ausser viel sinnentleerter Langeweile, sich mit chronisch uneinsichtigen Betrügern, Wichtigtuern, Simulanten der Betroffenheit, Dauergrinsern und Apparatschiks rumzuschlagen kann doch nicht im Ernst eine sinnstiftende Beschäftigung sein. Lieber 4 Wochen Badeferien im Süden oder 3 Monate auf einer Berghütte in der freien Natur. Mit vielleicht mit weniger Geld aber dafür mit besseren Beziehungen zu anderen Menschen. Und den Rest des Jahres mit dem Gefühl, dass das Leben echt und authentisch sein.
    YES.

    • Lieber Lebenskünstler,

      ich kann Ihre Zeilen sehr gut nachvollziehen. Ich stimme zu 100% mit Ihren Gedankengänge überein.

      Wissen Sie, wenn sich der Durchschnittbürger folgende Fragen stellen würde wie:

      Was ist denn überhaupt Geld?

      Wer erzeugt es und auf welche Art und Weise?

      Hätten wir sofort eine völligen Veränderung der menschlichen Gesellschaft.

      Machthierarchien wären nicht mehr möglich und die Menschheit würde sich in Frieden, Freiheit und Wohlstand glücklich und in Harmonie mit der Natur weiterentwickeln.

      Allein die Tatsache, dass der Zinseszins ein exponentielles Wachstum begründet und dies mit tödlicher Sicherheit in den Crash führt müsste Ökonomen eigentlich einleuchten. Fragt man einige nach dem Zusammenhang zwischen Zins und Wachstum, so meinen die meisten, dass nur die Wachstumsrate höher als der Zins sein müsse und schon gäbe es kein Problem. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall, denn die Privatunternehmen, die ja den Zins erwirtschaften müssen, können kein eigenes Geld erzeugen und da wir in einem Schuldgeld-System der Banken leben, kann die Bezahlung der Zinsen nur durch weitere Verschuldung erfolgen. Auch die Funktion des Zinseszinses scheint keine Analyse der Ökonomen wert zu sein, gleichwohl dieser die größte Umverteilungswirkung in der Volkswirtschaft erzeugt und nur die obersten 10 Prozent davon profitieren. Solange es keine breite Diskussion über dieses Geldsystem und Alternativen hierzu gibt, werden daher Lösungen reine Makulatur bleiben.

      Folgende Fragen sind jedoch elementar:

      1) Wieso verschuldet sich der Staat bei den Privatbanken, wenn doch in Wahrheit nur er selbst über das Monopol der Geldschöpfung, das er an die Zentral- und Geschäftsbanken delegierte, verfügt?

      2) Wieso verschuldet sich der Staat überhaupt?

      Es ist doch bizarr, dass er zuerst den Banken per Lizenz das Recht überträgt per Kredit „Geld aus dem Nichts“ zu erzeugen, um sich dann bei ebendiesen Banken zu verschulden!

      3) Wieso zahlt der Staat für seine Schulden auch noch Zinsen?

      Sie haben vielleicht, meinen Austausch mit Herr Dr. Ott und den Erbsenzähler aus Riehen Herr Dr. Marc Meyer gelesen. Nun, denken Sie autark nach, wie diese Diskutanten auf meine Themen eingehen. Was fällt dabei unmissverständlich auf?

      Das sind Systemvertretern!

      Marktwirtschaft ist im Verständnis neoliberaler Propheten wie Hayek und Friedman kein System, in welchem die Teilnehmer gemeinsam Mehrwert für alle schaffen. Es ist ein System, in welchem jeder versucht, sich selbst auf Kosten der anderen zu bereichern. Entsprechend darf es keine gesamtgesellschaftliche Steuerung marktwirtschaftlicher Aktivitäten geben, mit dem Ziel einer gerechten Verteilung gemeinsamer erarbeiteter Güter.

      Politikern und Bevölkerung wird laufend vorgegaukelt, nur die mathematischen Optimierungsansätze und Planungsmethoden wären exakte Wissenschaften, und diese würden eindeutig beweisen, dass Wirtschaft nur durch Konkurrenz und Wettbewerb funktioniere. Tatsächlich existiert außer der Konkurrenz auch die Möglichkeit der Kooperation. Auch die Kooperation besitzt ihre eigene Logik, nämlich die der gegenseitigen Unterstützung. Auch aus dieser Logik lassen sich mathematische Modelle und Empfehlungen für Praxis und Politik ableiten. Diese sind ganz sicher wesentlich leistungsfähiger und nachhaltiger, weil keine Gegner existieren, die vernichtet werden müssen. Wirtschaftsführer und Politiker wollen davon aber nichts wissen, da die Kooperation der Bevölkerung für ihre Position eine massive Bedrohung darstellt. Diese vermeintliche Weisheit vermittelt schon der lateinische Spruch „divide et impera“.

      Sie sind auf dem richtigen Weg!
      Beste Grüsse
      Der Praktiker

  3. @Dr. Ott,

    Sie schreiben Zitat:

    Und so ist das nun mal in dieser guten neuen Welt, in der Banken weitgehend ausgemerzt wurden bzw. jeden Kredit mit 100% Eigenkapital unterlegen müssen…..weiter…

    Aber so ist das nun mal mit Verträgen in einer freien Wettbewerbswirtschaft mit Eigentumsgarantie.

    Zitat Ende.

    Herr Dr. Ott, es tut mir leid festzustellen, dass Sie sich in Ihrer ideologischen Verblendung quälen. Sie drehen sich im Kreis und nähern sich langsam aber sicher auf dem selben Niveau des Erbsenzähler aus Riehen.

    Es ist weder „Praktikers Reform“, noch die „Vollgeld Initiative“, sondern eine Frage von Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Intelligenz und Qualität.

    Das heute weltweit verwendete Geld entsteht als Schuldschein, es handelt sich somit um Schuldgeld! Wer auch immer glaubt, er könne mittels dieses Geldes seine (Bank)Schulden zurückzahlen, der irrt! Die Erzeugung von Geld ist zugleich eine Erzeugung von Schuld, ihre Rückzahlung daher stets eine Geldvernichtung!

    Wer die Widersprüche des heutigen Geldsystems einmal wirklich verstanden hat, für den eröffnet sich eine völlig neue (geistige) Welt – die unauflösbaren Widersprüche unseres Wirtschaftssystems (z.B. jener zwischen Ökologie und Ökonomie oder zwischen Unternehmensgewinn und Kundennutzen) werden plötzlich ganz einfach erklärbar.

    Wenn man durch diese Erkenntnis die ideologischen Scheuklappen, welche uns durch die tägliche Verwendung des geheimen Schuldgeldes gegen unseren Willen und ohne unser Wissen angelegt wurden, erst einmal abgelegt hat, dann findet man auch kreative und effiziente Möglichkeiten, die Interessen der an den Wirtschaftsprozessen Beteiligten in Übereinstimmung zu bringen.

    Bei der Problematisierung der Staatsverschuldung handelt es sich um eine riesige Schuldenlüge. Der Trick besteht darin, die den Staatsschulden gegenüberstehenden, ebenfalls auf dieser Erde real vorhandenen, ständig wachsenden Vermögen konsequent auszublenden. Wir hinterlassen zukünftigen Generationen also nicht nur Schulden, wie dies von mahnenden Politiker, korrupte WWL und Viele Systemvertretern in diesem Blog, immer wieder behauptet wird, sondern auch Guthaben.

    Die Ursache hinter der Umverteilung von Fleißig nach Reich, hinter den immer schneller wachsenden Schulden und Guthaben sowie hinter dem Wachstumswahn wird in der veröffentlichten Meinung jedoch niemals thematisiert: das verzinste Geldsystem. Warum dies so ist, ist vor allem ein Resultat der bestehenden Machtstruktur.

    Die Privatisierung des Geldschöpfungsrechts in Verbindung mit der Zinsbelastung der gesamten in Umlauf befindlichen Geldmenge ist die zentrale Ursache unserer heutigen Situation. Das unglaubliche Privileg, dass private Institutionen Geld selbst herstellen und gegen Zins verleihen zu dürfen, wird durch das Vollgeld beendet.

    Das Geldschöpfungsmonopol wird sozialisiert, und die in Umlauf gebrachte Geldmenge von der Zinsbelastung befreit. Hierfür erhält eine dem Volk verpflichtete, gemeinnützige Zentralbank (demokratisch legitimiert Monetative) die Geldhoheit.

    Vorsicht! Die Geldmacht darf nicht in privaten Händen, aber auch nicht bei den Regierungen liegen. Sie gehört einzig und allein in Volkes Hand, also dem wahren Staat, der nicht mit der Regierung verwechselt werden darf.

    Im Übrigen ist es falsch, wie Sie und der Erbsenzähler aus Riehen, zu behaupten, der Staat könne grundsätzlich nicht mit Geld umgehen. Richtig ist, dass die Politiker, die unter den heutigen Bedingungen eingesetzt werden, das Geldsystem nicht ansatzweise verstanden haben, während mit ihrer Unterstützung der Staat zur Hyperverschuldung gezwungen wird.

    Eine gemeinnützige, öffentliche Zentralbank hat klar die Interessen der Menschen im Staat zu vertreten und nicht mehr die eines privilegierten, privaten Bankensystems.

    Die Frage, wer denn noch sein Geld verleiht, wenn er dafür keine Zinsen mehr bekommt, ist leicht zu beantworten. Die Gegenleistung für das Verleihen von Geld ist die Erhaltung des Geldes. Ein komplett neues Bankensystem ist die Folge, welches kein Geld mehr produziert als Schuld, sondern im Rahmen einer neuartigen Dienstleistung vorhandenes Kapital (auch aber nicht nur, wie unten erläutert) als Kredit vermittelt. Unter dieser Voraussetzung treffen sich Geldverleiher und Kreditnehmer auf Augenhöhe, da nun beide ein echtes Interesse an einem Darlehensvertrag haben. Dann werden plötzlich unglaublich viele sinnvolle Innovationen realisierbar, die im bestehenden System oft am verwehrten Kredit scheitern.

    Bei besonderen Erfindungen, die den Wohlstand einer Gesellschaft erhöhen, kann der Staat dann auch selbst Kredite an innovative Unternehmer vergeben, indem er das Geld hierfür herstellt. Der Einwand der Inflation ist auch hier leicht zu entkräften, denn die haben wir ja im bestehenden System ebenso, da auch die Banken bei der Kreditvergabe neues Geld herstellen. Heute erhält jedoch die Gesellschaft keinerlei Gegenleistung für diese Art der Geldentwertung. Wenn aber der Staat dieses Privileg selbst in die Hand nimmt, dann besteht der entscheidende Vorteil darin, dass die Menschen dann keine Steuern mehr dafür bezahlen müssen, wenn der Staat (also wir alle!) in Projekte investiert, die dem Gemeinwohl dienen.

    Im bestehenden System muss sich der Staat frisch produziertes Kreditgeld von den Banken leihen und dafür immer mehr Zinsen bezahlen, wenn er z.B. in Forschung, Bildung und Infrastruktur investieren will. Auf diese Zusatzkosten kann man schlicht und ergreifend verzichten. Eine geringfügige, einkalkulierte Inflation (die nicht höher ist als die heutige!) kann als Preis für derartige Errungenschaften betrachtet werden und anstelle von Steuern erhoben werden. Die Geldeigner werden diese Art von Steuer gerne tragen, da sie im Gegensatz zu heute nicht dem Finanztransfer von Fleißig nach Reich dient, sondern den Wohlstand für alle erhöht.

    Als weiterer Effekt von Vollgeld werden dann auch Erfindungen möglich, die uns massiv die Arbeit abnehmen, wovor im heutigen System noch alle Angst haben, ein bedingungslose Grundeinkommen, welches eben nur in Kombination mit diesem Geldsystem möglich und sogar erforderlich ist, wäre möglich, da das bedingungslose Spitzeneinkommen der heute existiert auf Grund von Zins und Zinseszinsen, wäre nicht mehr möglich. Die Casino-Finanzwirtschaft würde geschlossen. Keine Boni mehr möglich.

    Eine öffentliche Zentralbank mit dem Geldschöpfungsmonopol verändert die Rahmenbedingungen so massiv, dass viele der heutigen Volkswirte und Bankiers diese Konzeptionen nicht verstehen. Zu lange denken sie schon in den Schranken des herrschenden Systems, welches N.B.: ein Betrugs,- und Enteignungsmodell mit mathematischer Präzision ist.

    Beim Erfinden von Geld mittels Buchungssatz (Forderung der Bank gegenüber dem Kreditnehmer an Verbindlichkeit der Bank gegenüber dem Kreditnehmer) handelt es sich also um das rechnungstechnische Gegenstück des Hütchenspiels auf mittelalterlichen Jahrmärkten – die Hütchen sind die beschrifteten Kontenblätter, die (goldene?) Kugel stellt hingegen echtes Geld dar. Solange dem interessierten Zuseher vorgegaukelt werden kann, irgendwo hinter den Hütchen bzw. Konten wäre noch echtes Geld bzw. Gold vorhanden, kann ein Unternehmen weiterhin existieren. Besonders einfach wird die Täuschung aber dann, wenn die Beobachter in den tiefen Glauben versetzt werden können, die mit Zahlen beschrifteten Konten wären selbst schon so eine Art von Geld, z.B. indem man Schuldscheine verwendet. Wer an die Rückzahlung der Schuld nicht glaubt, der kann ja den Schuldschein weiterreichen d.h. gegen echtes Geld verkaufen, erhält dann richtiges Geld und sieht so, dass die Sache funktioniert – natürlich aber nur, indem er selbst, falls der Schuldschein wertlos ist, damit wieder den nächsten in der Kette betrügt, also unwissentlich ein Pyramidenspiel betreibt.

    Beste Grüsse
    Der Praktiker

    • @ Praktiker

      Hmm, alles weder neu noch originell, sorry. Bezüglich Staatsschulden wiederholen Sie sogar meine Argumente von weiter unten im Blog ohne diese aber konstruktiv oder sonstwie auszubauen.

      Und den Leverage im Kreditwesen mit Hütchenspielen zu vergleichen, hat auch eher kursorischen Charakter als dass er irgendwie weiterhilft.

      Daher nur meine letzte Frage noch an Sie: Was bitte schön ist „echtes“ Geld ?!

    • @Dr. Ott,

      Sie enttäuschen mich! A) Sie argumentieren lediglich mit der sozialistischen Keule. Inhaltlich lese ich von Ihnen ideologische-dogmatische Reflexe.

      Was ist „echtes Geld“? Wow! Haben Sie meine Beiträge nicht „nur“ gelesen, sondern auch wirklich verstanden? Ich gebe Ihnen und dem Erbsenzähler gerne Unterricht.

      Herr Dr. Jürgen Ott, von Herrliberg; soll ich Sie noch ernst nehmen? Ich sage das aus einem Gefühl der Sympathie für Ihnen heraus, da es offenkundig ist, dass Sie inzwischen völlig herumschwirren mit Ihrem Propagandapamphlet.

      Geld ist eine Rechtseinrichtung!

      Geld dient der neutralen Methoden von Leistungen zu bewerten. Und das ist Gut! Die Problematik liegt darin, dass man uns gesetzlich verpflichtet diese Form von(Schuldgeld) zu benutzen!

      Echte Werte werden immer nur in der Realökonomie erschaffen. Geld in allen seinen Ausprägungen stellt immer nur den Wertmesser für die Werte der Realwirtschaft dar, niemals hingegen einen Wert an sich. Wer würde etwa, wenn er Bretter zum Bau einer Hütte abmessen wollte, Zentimeter-Einheiten dafür kaufen oder sie gegen Zinsen entlehnen, um sie danach wieder an andere Bauherren weiterzuverkaufen? Man würde den Meterstab für die Dauer der Bautätigkeit ausleihen, um ihn danach wieder zurückzugeben oder aber ihn selbst herstellen und evtl. danach wieder vernichten. Genau dies wäre auch die korrekte Verwendung von Geld als Wertmaßstab. Wenn Geld wirklich eine Maßgröße sein soll, dann muss es zu diesem Zweck immer wieder neu erfunden werden. Es wird von der gesamten Gesellschaft immer dann erschaffen, wenn eine tatsächliche Leistung als individuell nachweisbare Tätigkeit, aber nicht z.B. als Leihe oder Belastung von Eigentum, erbracht wird. Der Kunde dieser Leistung kann seinerseits später eigene Leistungen gegenüber seinen Kunden erbringen, wodurch seine Leistungs-Schuld beglichen, das dafür erschaffene Leistungsgeld somit wieder vernichtet wird.

      Nein: Ihre Argumente bezüglich Staatsschulden ist Neoliberale Rethorik und wir sind uns darin, überhaupt nicht, einig!!!

      Nicht unerwähnt in diesem Zusammenhang, bleiben darf natürlich der schon lange laufende Versuch die Staatsverschuldung einzudämmen, der darin besteht, durch immer mehr Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum die Steuereinnahmen noch schneller wachsen zu lassen als die Schulden. Bei dieser Methode muss nicht der mächtige Faktor Kapital besteuert werden, sondern weiterhin der ohnmächtige Faktor Arbeit. Dass ein Schuldenabbau so jedoch nicht funktioniert, ist leicht daran erkennbar, dass ausgerechnet in den wettbewerbsfähigsten Ländern der Erde, wo es seit mehr als einem halben Jahrhundert praktisch immer Wirtschaftswachstum gegeben hat, die höchste Staatsverschuldung erzeugt wurde.

      Geld wird von privaten Banken produziert mit minimalen Unterlegungen! Geldmenge = 97% Giral/Buchgeld!3% Zentralbankgeld!

      Ihren fachkenntisreichen Überlegungen in allen Ehren, sollten wir aber dennoch bei der Wahrheit bleiben, bzw. uns um sie bemühen. Das ist es, was ich mit diesen Beiträge versucht habe zu leisten. Und wenn Sie sich meine weiteren Abhandlungen hier durchlesen, werden Sie durchaus feststellen, dass ich nichts persönliches gegen Sie oder dem Erbsenzähler aus Riehen habe, sondern lediglich die Konstruktionsfehler des herrschenden Geldsystem, welches dieses parasitären Bankensystem produziert hat, aufzeige.

      Wozu ist Wirtschaft da? Trennen sich von den Dogmen und versuchen Sie diese Frage zu beantworten!
      Beste Grüsse
      Der Praktiker

  4. @ Praktiker

    S. meine Antwort unten. Ein einfaches Beispiel mag Ihnen das auch noch erläutern:

    Nehmen wir an, Sie sind ein schlaues Kerlchen, zumindest halten Sie sich ja dafür. Aber arm wie eine Kirchenmaus. Aber möchten gerne ein Buch veröffentlichen – „Des Praktiker’s Geldreform“. Der Verleger Ihrer Wahl meint, alles zusammen kostet das rd. 10.000 Stutz.

    Leider finden Sie keine Bank, die Ihnen das Geld leiht. Da Sie jedoch mich kennen und mich zwar für doof aber vermögend halten, kommen Sie also zu mir und pumpen mich an.

    Nun gebe ich Ihnen zwar das Geld, verlange aber 10% Zins dafür. Ich weiss, das klingt nach Wucher, aber nehmen wir an, das sei die Zeit nach der Vollgeldreform – die Sie ja unterstützt haben. Und so ist das nun mal in dieser guten neuen Welt, in der Banken weitgehend ausgemerzt wurden bzw. jeden Kredit mit 100% Eigenkapital unterlegen müssen.. Aber ich will nicht zu sehr ausschweifen.

    Nehmen wir weiter an, Sie verkaufen erfolgreich 300 Bücher zu je 38.- Rd. 290 Büchereinnahmen dienen dazu, mir den Kredit zu bedienen und zu tilgen. Den Rest verköstigen Sie, um weiter leben zu dürfen. Das einzige Problem ist, Sie müssen 300 Kunden finden, die Ihnen ihr Geld für das Buch übergeben. Das mag gelingen, aber auch nicht, oder sogar übertroffen werden, so dass Sie am Ende 500 Bücher verkaufen oder sogar den Preis erhöhen können.

    Also, wo liegt das Problem ?! Wem wird da ein Zins „abgepresst“ ?! Nur wenn Sie nicht verkaufen, komme ich und presse ihn Ihnen ab. Aber so ist das nun mal mit Verträgen in einer freien Wettbewerbswirtschaft mit Eigentumsgarantie.

    Spannen wir das Beispiel weiter. Ihr Buch hat sich zu so einem Schlager entwickelt, dass Ihre Anhänger Sie deswegen zum Präsidenten der ebenfalls neu errichteten SRH (Sozialistische Republik Helvetia) ernannt haben.

    Natürlich war Ihre erste Amtshandlung, den Zins abzuschaffen. Was den Rest der verbliebenen Banken ausgemerzt hatte. Allerdings interessiert Sie das nicht gross, es waren ja nur Arbeitsplätze in einer von Ihnen seit jeher ungeliebten Branche. Was Sie viel mehr interessiert, Sie möchten jetzt gerne eine Neuauflage Ihres Buches herausbringen. Den Griff in die Staatskasse trauen Sie sich so kurz nach der Wahl noch nicht ganz zu. Wieder kommen Sie daher zu mir. Nur gebe ich Ihnen keinen Kredit mehr, da sie mir keinen Zins geben..

    Und nun ?! Ich würde unterstellen, Sie holen sich mein Vermögen, indem Sie Ihren Polizeipräsidenten mit seiner Hilfstruppe vorbeischicken. Aber falls Sie das wider Erwarten doch nicht tun – woher bitte nehmen Sie dann das Geld für Ihre Neuauflage ?!

    Damit kommen wir zurück zum Thema Geldschöpfung ohne Zins bzw. Privatkredit..

    Ab jetzt dürfen Sie wieder. Nur zur Übung, nicht zur Strafe 🙂

    • @ Praktiker

      Und zum Schluss – wenn Sie bitte gestatten, dass ich Ihren Zitieransatz auch einmal verwende:

      Sie schreiben Zitat:
      „Will man die Zinsgabe verhindern, so muss das Streben der Banken nach mehr Kundengeldern abgeschaltet werden.“

      Sie schreiben weiter Zitat:
      „Derjenige, der ein Darlehen benötigt, muss von einer beliebigen Bank dieses bekommen können, ohne dass diese Bank Spargelder in Verwaltung haben muss.“

      Was mich stört, ist das Wörtchen „muss“. Merken Sie, warum ich Sie als ausgemachten Sozialisten bezeichnet habe, dem zehntausende Arbeitsplätze eben NICHT am Herzen liegen ?

      Zumal Sie eben keine Ahnung haben, woher das Geld kommen sollen, das die Banken verleihen „müssen“. Vermutlich eben typisch Sozialist – man holt es sich von jemandem, der es hat.. Per Zwang.

  5. @Dr. Ott,

    nocheinmal, wo haben Sie sich Ihren Doktortitel ergattert? Bei einer Comedy Show zusammen mit dem Erbesenzähler aus Riehen Herr Dr. Marc Meyer?

    Sie schreiben Zitat:

    Vielleicht sollten Sie gelegentlich mal Ihre jüngsten Aussagen in diesem Blog erneut lesen ?! Anyway.

    Sie können Kredit und Geldschöpfung nicht trennen – das sind die beiden Seiten derselben Medaille.

    Geld entsteht aus Kredit/Schulden. Jedem Franken (Euro, Dollar..) Schulden stehen bei irgend Jemandem derselbe Franken (Euro, Dollar..) an Guthaben gegenüber. Treffen die beiden “Teilchen” wieder aufeinander -bei der Kreditamortisation- löschen sie sich aus, die Geldmenge sinkt damit wieder.

    Zitat Ende.

    Herr Dr. Ott, Sie leugnen die unabweisbare Tatsache, dass bei einer Geldschöpfung durch Kredit nicht nur der Kreditbetrag entsteht, sondern der Schuldner den Kreditbetrag plus Zinsen und Gebühren zurückzahlen muss.

    Diese erhöhte Summe muss von anderen Marktteilnehmern herausgewirtschaftet, um nicht zu sagen gepresst, werden. Da sind Verwerfungen und immer mehr Menschen geraten in Armut, bzw. können ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen.

    Ich habe Ihnen und dem Erbsenzähler aus Riehen schon ein halbes Dutzend mal detailliert erklärt wie das geht. Ich verstehe, dass Sie und der Erbsenzähler als Systemvertretern hier in diesem Blog die Leserinnen und Leser in die Irre führen wollt mit Euren Ausführungen. Es wäre vielleicht, im Sinne einer konstruktiven Debatte dienlich wenn Sie Ihre Präferenzen offen legen würden.

    Sie haben u.a. mit dem Erbsenzähler versucht, die Vollgeld Initiative zu diskreditieren auf der Grundlagen von abstrusen Argumentationen die mit der Wirklichkeit dieses Reformvorschlag nichts zu tun haben.

    Ich habe mich ausführlich mit Vollgeld auseinandergesetzt, dabei auf eine vorurteilsfreie Bestandesaufnahme meiner Untersuchungen gesetzt; im Gegensatz zur ideologischen Verblendung die Sie hier offensichtlich manifestieren.

    Im Vollgeldsystem von Huber ist bei der Darlehensvergabe der Geschäftsbanken an die Darlehensnehmer das auf dem Betriebskonto der Geschäftsbank zur Verfügung stehende Geld die Geldbasis. Dieses Konto wird hauptsächlich von den Spareinlagen der Bankkunden gespeist. Je mehr Geld auf Sparkonten angeschrieben ist, je mehr Darlehen kann die Bank vergeben und umso mehr Gewinn kann sie erzielen. Die Geschäftsbanken werden in dem Vollgeldsystem von Huber bestrebt sein, so viel wie möglich Kundengeld anzulocken. Das tun sie mittels Zinsgabe für Sparguthaben. Dieses Bestreben der Banken führt zu den negativen Auswirkungen des Zinssystems.

    Will man die Zinsgabe verhindern, so muss das Streben der Banken nach mehr Kundengeldern abgeschaltet werden. Das wird dadurch erreicht, indem der Zusammenhang zwischen Sparkonten und Darlehensvergabe aufgelöst wird. Die Höhe der möglichen Darlehensvergaben darf nicht von der Menge des auf Sparkonten „lagernden“ Geldes abhängen. Das bedeutet, den Geschäftsbanken muss vorgeschrieben werden, dass das Geld für die Darlehensvergaben immer in voller Höhe als Kredit direkt von der Zentralbank bezogen werden muss, unabhängig der von den Banken verwalteten Kundengeldmenge. Kundengelder dürfen nicht für die Darlehensvergabe benutzt werden.

    Aufgrund dieser Verfahrensweise wird es auch reine Darlehensbanken geben können, die keine Kundenbankkonten verwalten. Derjenige, der ein Darlehen benötigt, muss von einer beliebigen Bank dieses bekommen können, ohne dass diese Bank Spargelder in Verwaltung haben muss. Darlehensnehmer bekommen somit ihre Darlehen auch von reinen Darlehensbanken. So konkurrieren bei der Darlehensvergabe verschiedene Formen von Banken untereinander.

    Die bankkontenverwaltenden Geschäftsbanken könnten sich dann deshalb nicht mehr leisten, Zinsen an ihre Bankkunden zu zahlen, um eventuell mehr potentielle Darlehensnehmer anzulocken. Die reinen Darlehensbanken hätten diese Belastung nicht und würden immer günstigere Darlehen vergeben können. Die Banken könnten aus den zu verwaltenden Bankkonten keinen hintergründigen Vorteil mehr ziehen. Aus diesem Grund wird keine Bank Zinsen an Sparkunden zahlen können.

    Das ist ein Paradigmenwechsel in Bezug auf die Vorstellung des Geldverleihens. Bei diesem Modell wird den Geldbesitzern die Illusion genommen, ihr Geld über die Bank anderen zur Verfügung zu stellen. Es ist für ein funktionierendes Geldsystem nicht notwendig, Geld von Sparern zu verleihen. Dieser Irrglaube wird von den Banken aufrechterhalten, um ihre Vorteilsnahme infolge der Giralgeldschöpfung zu verschleiern. Die heutigen Geschäftsbanken verleihen schon lange nicht mehr das auf Kundenkonten „lagernde“ Geld. Sie benutzen es nur als Ausgleichsmasse für eine ausgeglichene Zahlungsbilanz gegenüber den anderen Geschäftsbanken (Interbanken-Ebene).

    Beste Grüsse
    Der Praktiker

    • @ Praktiker

      Papperlapapp – denken Sie doch endlich einmal logisch zu Ende:

      Der Zins muss niemandem „abgepresst“ werden, sondern jemand, nämlich derjenige, der ein Produkt erwirbt, leiht sich hierfür das Geld zur Bezahlung des Preises (und falls er es schon hat, zB in Form eines Lohnes, dann hat eben der Arbeitgeber sich das Geld dafür geliehen, usw.).

      Aber eben freiwillig, und zwar inklusive Zinsen und
      Gewinnmarge. Eben zur Deckung von allem, was in die Produktpreiskalkulation eingeflossen ist.

      Also, fragen Sie Ihren „Doktor“ oder Ihren Apotheker – der Ihnen als Unternehmer so simple Zusammenhänge übrigens auch erläutern könnte :-))

  6. ja wo kämen denn dahin, wenn die Reichen jetzt auch noch Steuern bezahlen müssten. Ist ja noch schlimmer, wenn die Grossbanken GL und VR sich selber nicht mehr den Bonus gegenseitig zubilligen dürften.
    Zustände sind das!
    Das Grundrecht auf Steuerhinterziehung muss verteidigt werden. Sonst bricht das Geschäftsmodell der mancher Banken zusammen und der warme Bonusfluss ist gestoppt.

  7. Jetzt „ehrt“ die UBS diese Webseite mit ihrer Klarstellung. Immerhin weiss sie jetzt, wohin sie schiessen muss. Gandhi hatte schon Recht, mit dem Ignorieren, Belächeln, Bekämpfen und Gewinnen. Jetzt wird LH schon bekämpft!

  8. Es ist ja so, dass der Geneigte erst einmal einen Schritt zurück machen sollte- nachdem dieser diesen Bericht gelesen hat. Dann das Gelesene kurz Revue gehen lassen, global betrachten. Dieser Artikel wird ungeschminkt auch Fragen auf, Fragen die man sich selber nicht weiter stellen sollte da die Gefahr der Verzettelung naheliegend ist.
    Man könnte über die Gangart diskutieren, hingegen der Schritt damit vor Gericht zu gehen lockt selbst mir als hartgesottener Zeitgenosse Entzücken denn, nicht eine einzige Bank auf dem Europäischen Festland hat sich dezidiert gegen die auslösende Macht USA gewehrt! Es sei festzuhalten, dass es ja die USA gewesen waren die mit den ganzen Klagen gegen die CH Banken begonnen hatten- dabei sitzen die grössten Verbrecherbanken in den USA selbst. Von Steueroasen ganz zu schweigen.
    Klaar ist auch, dass ein eine CH Bank kaum Aussicht auf Erfolg hat eine US Bank zu verklagen, da das Rechtssystem in den USA so operiert, um eigene Banken zu schützen….. Es kann sich ja jeder selber dabei denken, was gemeint ist- im Übrigen historisch nachzulesen.
    Wie dem auch immer, meinen bescheidenen Segen hat Sergio Ermotti in dieser Angelegenheit. Allemal besser etwas gotisches anzustossen als die wie in der ZKB durch übelste Machenschaften die Taschen zu füllen…. Man ist ja jetzt zu wichtig gross, um fallen gelassen zu werden.

    • @Viktor Falkenschweif, in der Tat, scheint es aus meiner Perspektive eine verzweifelte Aktion zu sein, um von den echten Problemen abzulenken.

      Als Schweiz sollten wir diese Grosse Geldkonzerne, umgehend zersplittern. Ansonsten, bleiben wir erpressbar und verwundbar auf ewig!

      Die Schweiz als Steueroase diffamiert, in der angeblich die Ultrareichen ihre staatlichen Zwangsabgaben umgehen können ist einer der vielen Taktiken wie einige „befreundente“ Länder vorgehen.

      Wieso? Weil sie unsere Schwachstellen kennen!

      Wer spricht eigentlich von den Kanalinseln wie Guernsey, Isle of Man oder Jersey usw., die weder zur EU noch zu Groß Britannien gehören, sondern sich im Eigentum des britischen Königshauses befinden. Diese Offshore-Zentren gehören zu den größten Finanzcasinos der Welt, aber wann hört man einmal davon?

      Trusts sind angelsächsische juristische Schöpfungen, die kein Bankgeheimnis benötigen, da man mit juristischen- und steuerlichen Strategien den Fiskus quasi ausgeschaltet hat. Die Spezialisierung der Offshore-Inseln in Europa hat diese Fischer-Örtchen zu gigantischen Finanzplätzen heranwachsen lassen, wobei die Einheimischen vermutlich nicht einmal erahnen, welche Machenschaften in ihrer Heimat ablaufen.

      Auch in der Karibik oder in Singapur sind diese grauen Kapital-Markt-Trusts entstanden. In diesen Konstruktionen können gewisse Personen anonym (also frei von Steuerpflichten) ihre wie auch immer entstandenen Reichtümer renditestark bunkern, während der kleine Mittelständler die Macht der Gesetze zu spüren bekommt, wenn eine Essensquittung nicht richtig verbucht wurde.

      In Wirklichkeit finden die krummen anonymen Finanzanlagen mit Steuervermeidung im Rahmen der USA auf den karibischen Inseln statt und für das Königreich Britannien eben im Kanal zwischen England und Frankreich. Diese Offshore-Paradiese verwahren vermutlich mehr Spargelder, als die gesamte Schweiz!!!

      Die OECD drohte in der Vergangenheit nun bestimmten Staaten, sie auf die rote Liste der Steuerparadiese zu setzen, wenn sie der Auflösung des Bankgeheimnisses nicht einwilligen würden. Die Schweiz, Österreich und Luxemburg stimmten zähneknirschend zu, während man die richtigen Steuerhinterzieher-Gebiete, wie das US-amerikanische Delaware (wo man Groß-Kapitaleigner komplett von der Steuer befreit hat), oder die Kanalinseln nicht einmal ansprach.

      Diese Zusammenhange verstehen die obersten Kader der UBS, CS usw. sehr wohl, und diese wissen auch, dass die Eidgenossenschaft schwache politische Strukturen hat (Gerichte, FINMA, Bundestrat, Parlament usw.), um sie (UBS & Co.) in einer Art und Weise bei bedarf abzuschalten, sodass die Gemeinschaft keinen Schaden aus deren Machenschaften erleidet.
      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • Danke, Praktiker, endlich Mal einer, der die Sache versteht! Ich möchte noch hinzufügen, dass auch Französische (und Amerikanische und Englische etc.) Banken in anderen Märkten systematisch Kunden akquirieren und es ist ihnen egal, ob die Gelder versteuert sind oder nicht! Schlimmer noch, sie zeigen sogar noch, wie man es am besten versteckt.

  9. @Dr. Ott,

    Sie schreiben Zitat:

    Mit Verlaub, ich bezweifle, dass Ihnen zehntausende Arbeitsplätze hierzulande wirklich am Herzen liegen – jemand wie Sie, der sich auf den ersten Staatsbankrott freut und der das Kreditwesen hierzulande ausmerzen möchte..

    weiter…

    Ebenfalls mit Verlaub, Problem scheint mir weiter Ihr Ego, Ihr (?) Hochmut, zu glauben, damit bereits alles zu wissen und zu verstehen.

    Zitat Ende.

    Ich will nicht die Kreditvergabe über welchen Weg auch immer kontrollieren. Das ist ein grundlegendes Missverständnis!! Ich will das die Kreditvergabe und Geldschöpfung getrennt werden, das ist der springende Punkt den Sie ignorieren!

    Da unbestritten weder andere Generationen noch Außerirdische jemals mit Geldforderungen an uns herangetreten sind, muss das „Wir“ genauer betrachtet werden. Dabei ist leicht zu erkennen, dass zwar einerseits die Staaten immer tiefer verschuldet werden, auf der anderen Seite aber die privaten Vermögen immer weiter anwachsen. Das blenden Sie aus.

    Dies geschieht jedoch nicht gleichmäßig, denn das verzinste Schuldgeldsystem, worin die Geldmengenproduktionsrechte privatisiert sind, dafür sorgt das sich die Vermögen zu 80% bei nur 10 % der Einwohner bilden.

    Ich glaube, dass Sie derjenige sind der in seinen Ego tief verwurzelt ist. Angst spüre ich auch aus Ihren Texten heraus. Nicht das ich senstitive Fähigkeiten hätte, doch eines ist mir klar wenn ich Ihre Repliken lese: Sie identifizieren sich so stark mit Ihrem Denken das es anscheinend unmöglich ist ohne der sozialistischen und kapitalistischen Keule zu argumentieren, wenn Ihr Weltbild hinterfragt wird.

    Ich bin immer bereit meine Meinung und Weltbild zu revidieren, wenn die Diskussion auf der Basis einer vorurteilsfreie Faktenlage beruht.

    Beste Grüsse
    Der Praktiker

    • @ Praktiker

      Vielleicht sollten Sie gelegentlich mal Ihre jüngsten Aussagen in diesem Blog erneut lesen ?! Anyway.

      Sie können Kredit und Geldschöpfung nicht trennen – das sind die beiden Seiten derselben Medaille.

      Geld entsteht aus Kredit/Schulden. Jedem Franken (Euro, Dollar..) Schulden stehen bei irgend Jemandem derselbe Franken (Euro, Dollar..) an Guthaben gegenüber. Treffen die beiden „Teilchen“ wieder aufeinander -bei der Kreditamortisation- löschen sie sich aus, die Geldmenge sinkt damit wieder.

      Und den Zins abzuschaffen, macht eben nur Sinn beim Staat, wie ich hier ausgeführt habe. Erst recht, weil damit auch die Einkommensbesteuerung auf Bundesebene abgeschafft werden kann. Und damit das ganze Theater um Steuerhinterziehung, Schwarzgelder, neue Steuern, etc. ad acta gelegt werden kann.

      Im Privatbereich wäre die Abschaffung des Zinses sozialistischer Zwang. Und merzt das Kreditwesen aus. Was Menschen eben beides nie akzeptieren werden.

  10. Ich finde das toll, wie die UBS sich kommunikationstechnisch ins Abseits schiesst. Davon abgesehen, wer würde heutzutage noch über die Bahnhofstrasse gehen mit einer Jacke oder T-Shirt mit einem UBS Logo drauf.. Dasselbe gilt ja auch für die CS. Die armen Banker müssen sich immer mehr verteidigen gegen den Vorwurf, sie würden auf Kosten der anderen Leben, da ihre hohen Saläre finanziert werden dadurch, dass sie den Betrug am Gemeinwesen unterstützen.
    So werden sie immer mehr isoliert, und bleiben unter sich, wo sie sich bei morbiden Unternehmenszahlen Präsentationen gegenseitig Hält geben. Leider Ist dort die Atmosphäre so traurig wie bei einer Leichenfeier.
    Am besten wäre es, die Grossbanken würden ihre Geschäfte diskret wieder in Ordnung bringen und sonst den Schnabel halten. Sonst machen sich die Leute über sie bloss lustig.

  11. Eins habe ich bei der UBS noch immer nicht verstanden: Wenn etwas/jemand skrupellos agiert und z.B. Schwarzgeld bunkert, soll dieses Etwas eine Ehre haben?

    Der Artikel von LH war ein (unter) durchschnittlicher Artikel bis das Kommunikationsteam der UBS antwortete. Jetzt ist es Komik.

  12. Liebe UBS
    Danke für die Kurzfassung der Vorwürfe. So muss ich nicht den ganzen Artikel lesen und habe die Untaten im Überblick.

    • Irgendwie heiter. Die Berichtigung der UBS war doch zu erwarten; und lässt den LH ziemlich schlecht aussehen. Faktisch ist also rund 80% des Artikels ehrverletzend. Guter Journalismus ist etwas anderes.

  13. Lassen wir die Sünden der UBS einmal auf der Seite.

    Es ist aus Gründen der Rechtsstaatlichkeit einfach nicht akzeptabel, dass ein Land (natürlich dessen Justiz, aber jeder weiss wie das in Frankreich läuft) einem, noch nicht einmal Angeklagten eine exorbitante Kaution von 1 Mrd. verlangt. Solche Rechtsbeugungen kommen nicht einmal in den USA vor und das will etwas heissen!

    Die Franzosen sollen der UBS den Prozess machen und sie allenfalls verurteilen, aber einfach so mal Vermögen einziehen, das haben die Nazis und danach die Kommunisten gemacht.

    In diesem Sinne ist der UBS zu gratulieren, dass sie sich für einen fairen Prozess zu Wehr setzt, wie immer die Erfolgsaussichten sein mögen. Jemand muss den Kampf gegen die Übermacht der bankrotten Staaten aufnehmen. Eine UBS kann es sich leisten!

  14. Liebe Mitdenker und Kritiker von Lukas Hässig. Warum seid ihr nur so hart gegen diesen Mann? Er recherchiert und bringt Themen auf, die in keinem Blatt zu lesen sind. Seid nachsichtig und dankbar. Wer hier verwerflich ist, ist die UBS.

    Wie viele Milliarden hatte die UBS an Bussen und Vergleichen in den vergangenen Jahren zahlen müssen? Wer glaubt, dass eine solche Institution, die sich weltweit mit kriminellen Machenschaften Vorteile verschafft hat, nun auch noch durch Menschenrechte geschützt werden soll, irrt.

    Die UBS hat Recht gebrochen, in den USA, in Frankreich, Belgien, Deutschland, Japan usw. usw. Die UBS hat das Recht in den jeweiligen Ländern gebrochen. Hier geht es nicht im Schwarzgelder, die in der Schweiz liegen. Nein, es geht um Gelder die widerrechtlich im Ausland akquiriert wurden und ANSCHLIESSEND in die Schweiz transferiert worden sind. Wenn solche systematischen Machenschaften aufgedeckt werden, muss alles daran gesetzt werden, dass vollständige Transparenz herrscht und das Recht wieder hergestellt wird. Im Falle von Frankreich wird nun eine Kaution verlangt – wo bitte schön ist der Unterschied zu einer Rückstellung in der Bilanz der UBS. Die Unterscheidung ist einfach – die Rückstellung wird als Aufwand steuerwirksam der laufenden Rechnung belastet. Während eine Kaution wohl nicht so verbucht werden könnte. Eine Kaution hat wohl eher den Charakter einer Busse und wird nach neusten Vorstellungen nicht mehr von den Steuern abgesetzt werden können. Es wäre wenigstens zu hoffen!!!

    Also – ethisch, moralisch und juristisch handelt die Bank falsch. Es ist absolut verwerflich, dass eine solche Bank nun die Hilfe des Europäischen Menschrechtsgerichtshofes sucht. Die Menschheit müsste vor der UBS beschützt werden nicht umgekehrt.

    Es ist verwerflich – auch mir kommt einmal mehr die Galle hoch!

  15. Lassen wir doch Herrn Ermotti die Altlasten seiner Vorgänger so zu beseitigen wie er es für richtig hält. Er – und nicht ein Journalist – trägt dafür die Verantwortung. Dass Frankreich versucht den Fussstapfen der USA zu folgen ist nicht verwunderlich. Nur hat Frankreich nicht das gleiche Fussmass aber die gleiche Unverfrorenheit. Das zeigt sich auch dessen Verhalten in Zusammenhang mit den Verträgen des Flughafens Basel-Mülhausen. Es ist an der Zeit sich nicht immer auf die Nase sch… zu lassen.

    • Was heisst denn „Er (…) trägt dafür die Verantwortung“? Meinen Sie, dass er im worst-case mit 20-30 Mio. CHF Abfindung abspringt und den Rest seines Lebens auf einer Yacht, mit Golfspielen etc. verbringt? Und dass seine Kinder, Enkel etc. (wie einst die Fürsten) für die nächsten 98 Generationen „versorgt“ sind. Oder meinen Sie mit „Verantwortung“ was anderes?

  16. Ist hässig jetzt total verblödet? Die ubs will gegen den vorwurf der geldwäscherei vorgehen und sagt, es gehe um fairness im prozess. Hässig schliesst daraus, dass gemäss der ubs schwarzgeld ein menschenrecht sei????? Also langsam wirds wirklich absurd. Vielleicht sollte sich hässig langsam in den ruhestand begeben, sein hirn ist es offensichtlich bereits!

    • Dr. Ott,
      Sie schreiben Zitat:

      Viel schlimmer sind die globalen Betrügereien am Kunden durch Markt-, Zins- und andere Manipulationen, offenkundig im Billionen-Umfang…

      weiter schreiben Sie

      Davon etwas zu trennen, ist die Tatsache, und hier stimme ich “CH after all” voll zu, dass das Ausland einen Wirtschaftskrieg gegen unser erfolgreiches Bankwesen führt. Aber in erster Linie zum Zwecke, ihre Staatskassen zu füllen, was wie gesagt völlig unnötig und unsinnig ist.

      Zitat Ende.

      Sagen Sie mal, wo haben Sie sich Ihren „Dr“ ergattert? Ihre Ausführungen, sind eine Beleidigung mittlerer Intelligenz!!!

      Begründung:

      Die Credit Suisse und die UBS haben aus meiner Sicht in ihrem verbrecherischen Größenwahn unserem Land schwere Risiken zugefügt, die sich dramatisch konkretisieren könnten, nämlich dann, wenn eine dieser Banken, erneut, vor einem Kollaps gerettet werden müsste. Dann könnte plötzlich ein Land wie Singapur oder Honkong als Retter auftreten, weil die Schweiz selbst es nicht schaffen kann.

      Das Schuldenpotential der Banken UBS und CS beträgt kumuliert ein Mehrfaches der gesamten Schweizer Wirtschaftsleistung!!!.

      Was ich hier darstelle, wird offenbar auch andernorts so gesehen, deshalb sind wir seit Jahren erpressbar! Warum gibt die Schweiz dem Druck der US-Amerikaner auf die Herausgabe von Kundendaten nach oder lockert, bzw. gibt mal eben das Bankgeheimnis auf? Man weiß natürlich, dass bei einem bereits regional eingeleiteten Platzen bestimmter Anleihen-Blasen die Schweiz vor die Wand fahren würde, zumal die Schweizer Gesamtwirtschaft sehr stark vom Bankensystem abhängt. Leider hat man Jahrzehnte lang uns davon überzeugt, anstatt selbstversorgende Betriebe und kleine Handwerksfirmen zu betreiben, lieber auf moderne, schicke Glaspaläste zu setzen…

      Die Schweizer Regierung sollte dringend einen Gesundschrumpfungsprozess verordnen und nach dem Zerschlagen der Banken-Ungetüme die Eigenkapitalquoten der relevanten Splitterunternehmen massiv erhöhen. Da wäre das Erpressungs-Potential weg.

      Geldverwalter diktieren der Gesellschaft und der Politik ihre eigenen Regeln. Ihr Antrieb ist skrupellose Gier. Die Grundlage jedes Wirtschaftens, Mehrwert schaffen, wird zerstört. Das solidarische Fundament des Gemeinwesens wird gesprengt. Doch die Politik stellt sich in den Dienst der Finanzmanager. Immer mehr Lebensbereiche werden im Sinne der Finanzwirtschaft umgestaltet. Selbst das Sozial- und Rentensystem wird der Gier der Finanzmanager ausgeliefert.

      In Anbetracht Ihrer bewussten Irreführung der Leserinnen und Leser ist es ratsam, sich die Mechanismen der Geldwirtschaft in Erinnerung zu rufen, um Ihre grottesken Ausführungen zu verstehen. Stichwort: Schwarzgeld!

      In der Finanzwirtschaft werden riesige Vermögen verwaltet. Sie betragen ein Vielfaches des Weltbruttoinlandsprodukt. Die politischen Weichenstellungen in der Verteilung des Wohlstandes weg von den Lohnabhängigen hin zu den Kapitalbesitzern sorgen dafür, dass diese nicht in der Realwirtschaft eingesetzten Vermögen weiter steigen und der Finanzwirtschaft damit ein steigender Strom von Provisionen garantiert wird. Mit der Verwaltung dieser riesigen Geldmengen wird im Gegensatz zu Tätigkeiten in der Realwirtschaft kein Mehrwert geschaffen, es wird lediglich Vermögen zwischen den Beteiligten umverteilt. Deshalb, sollte Steuerhinterziehung mit der Todestrafe bestraft werden!

      Die eingesetzten Instrumente werden als „Finanzinnovationen“ deklariert, im Interbankengeschäft „strukturierte Finanzprodukte“ wie ABS, CDO, CDS, für Kleinanleger Dinge wie Zertifikate, Optionen, und Derivate. Gleich wie man diese Produkte benennt, es sind nichts als banale Wetten. Das Geschäft der Banken ist nicht primär Teilnahme an der Wette – auch das geschieht – sondern Vermittlung der Wette, verdient wird an den Provisionen für die Buchmachertätigkeit. So sind alleine in den USA von 2003 bis heute allein bei Hypothekenkrediten und davon abgeleiteten Produkten für Provisionen und Boni zwei Billionen US-Dollar gezahlt worden.

      Mit den Rettungspaketen der Regierungen werden die Wettscheine nun mit Steuergeldern aufgekauft. Damit werden die Glücksspieler belohnt, nicht aber an ihrer Tätigkeit gehindert. Einige Banken schütten die zu ihrer Rettung aufgewandten Staatsgelder in Milliardenhöhe komplett als Boni an ihre Investmentmanager aus oder nutzen die Staatsgelder zur Zahlung von Dividenden.

      Stichwort: Geldwesen.

      Unser heutiges Geldsystem entstammt der Zeit der alten Sumerer und ist somit zumindest 5000 bis 6000 Jahre alt. Ergänzt wurde dieser gesellschaftliche Steuerungsmechanismus dann noch durch das römische Sachen- und Schuldrecht, in welchem Sklaverei noch zur Tagesordnung gehörte und solche Menschen völlig legitim als Sachen behandelt wurden, ja kraft Gesetz sogar behandelt werden mussten. Durch einige Neuerungen (Innovationen) erfuhr dieses System dann noch einige wichtige Veränderungen wie v.a. die Einführung der doppelten Buchhaltung im 15. Jahrhundert bzw. Erfindung privater Zentralbanken in England im Jahre 1694. Das war’s dann aber auch schon! Die Grundstruktur des Geldsystems hat sich danach nicht mehr weiter entwickelt. Selbstverständlich hat sich die flächendeckende Verwendung von Computern sowie der Siegeszug des Internets auch auf die Geschäftsmodelle der Banken stark ausgewirkt – jedoch unter Geld meinen wir heute immer noch dasselbe verstehen zu können wie 1694!

      Wovon Reden Sie also?

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • @ Praktiker

      Mein einzige Replik – Es gab vermutlich keine Sumerer.. Vielleicht wollen Sie sich ja damit zur Abwechslung mal konstruktiv beschäftigen ? Ich gebe Ihnen auch gerne Tips :-))

    • @ Praktiker

      Doch einen noch – zur Stärkung Ihres Faktenwissens:

      Die erste Zentralbank war -funktionell- die Wisselbank, gegründet 1609. Die BoE hat sich auf dieses Modell zumindest berufen. Und davor gab es bereits den Tempel von Delos, der -mit Abstrichen- ähnliche Funktionen ausübte..

      Gerne gebe ich Ihnen auch da weitere Tips – warum rufen Sie mich nicht einfach mal an ?

    • @Dr. Ott, wieso nicht gleich, babylonische und phönizische Münzen prägen? Wieso nicht gleich eine ähnliche Geldreform wie Solons sie in Athen einführte?.

      Das ist was uns unterscheidet: Sie Leben gefangen in der Geschichte – ich versuchte aus der Geschichte zu lernen und in der Gegenwart zu verstehen.

      Die Lage ist zu Ernst, um z.B. zweitausend Jahren römischer Geldgeschichte auf einen Forum zu erörtern.

      Ich behaupte nochmals, dass Sie hier Unsinn verbreiten. Widerlegen Sie meine Thesen.

      Wieso, sind wir Schweiz erpressbar? Sind das die bösen Franzosen und Amerikaner?? Ich habe meine Thesen offen für eine konstruktive Diskussion in der Runde gelegt – und Sie?

      Sie argumentieren mit solchen Schwachsinn wie: Zitat:

      Das System der Einkommensbesteuerung entstand historisch, als Geld aus Sachwerten bestand – Gold, Silber, etc. Regierungen mussten ihren Bürgern diese Sachwerte PHYSISCH wegnehmen, um ihre Staatsausgaben bestreiten zu können.

      Zitat Ende.

      Herr Dr. Ott, dieses Zitat – wie viele andere auch von Ihnen – beweist Ihre vollkommene Ignoranz in der Materie.

      Wenn der Staat wieder das Recht der Geldschöpfung für sich selbst beanspruchen würde, anstatt dieses den privaten Notenbanken zu überlassen, dann bestünde auch überhaupt kein Grund, den Staatsbürgern Teile ihres sauer erworbenen Einkommens wieder wegzunehmen, denn er könnte jenes Geld, das er benötigt, einfach selbst schöpfen. Tatsächlich stellt jedoch das Besteuerungsrecht der Nationalstaaten die einzige Sicherheit für die Staatsschuld dar. Nur das potentielle Enteignungsrecht des Staats gegenüber den Staatsbürgern ermöglicht es daher den Gelderfindern, den privaten Geschäfts- und Notenbanken, das „aus Luft erfundene“ Geld an die Nationalstaaten als Schuld zu verleihen.

      Da diese Staaten jedoch keine marktwirtschaftlichen Unternehmen sind und daher auch keine Gewinne erwirtschaften können, bleiben sie die Tilgung regelmäßig schuldig und bezahlen „nur“ die Zinsen, welche in den letzten Jahrzehnten bereits ein Vielfaches der ursprünglich aufgenommenen Staatsschuld erreicht haben. Verzinste Staatschuld und Steuern sind also eine Erfindung der privaten Notenbanken. Schulden, Zinsen, Inflation und Steuern – all das könnte mit einer einzigen Gesetzesreform verschwinden, nämlich mit der Demokratisierung der Geldschöpfung!

      Ihre Tipps? Sparen Sie sich Ihre Tipps als Ergänzung der esoterischen Geldtheorie des Erbsenzähler und Diskussionsführer aus Riehen Herr Dr. Marc Meyer und der Theoretiker aus Basel Herr Prof. Heri.

      Es geht, um zehntausende von Arbeitsstellen in unserem Land!Im konkreten Fall, ist noch nichts bewiesen, dass System worin solche Seilscheiften jedoch prosperieren habe ich beschrieben. Diese finden Jetzt statt!
      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • @ Praktiker,

      Mit Verlaub, ich bezweifle, dass Ihnen zehntausende Arbeitsplätze hierzulande wirklich am Herzen liegen – jemand wie Sie, der sich auf den ersten Staatsbankrott freut und der das Kreditwesen hierzulande ausmerzen möchte..

      Dennoch mag ich Sie eigentlich. Sie scheinen mir auf dem richtigen Wege. Ich denke, Sie haben sich einiges an Wissen angeeignet, allerdings geben Sie dieses noch recht bedenkenlos wider. Ebenfalls mit Verlaub, Problem scheint mir weiter Ihr Ego, Ihr (?) Hochmut, zu glauben, damit bereits alles zu wissen und zu verstehen.

      Ich kann Ihnen versichern, Sie stehen nicht am Anfang aber beileibe auch noch nicht am Ende Ihres Erkenntnisfortschritts. Und so lange Sie sich dergestalt nicht in Demut üben, riskieren Sie eben, sich zwischendurch an Anderen die Zähne auszubeissen. Was leider in Ihrem Falle dann schnell sich in Polemik an dessen Person statt im Diskurs an der Sache äussert..

      Dennoch biete ich Ihnen weiter einen harten aber konstruktiven Sachdiskurs an. Warum – weil mir letztlich jeder halbwegs ‚Reformer‘ wichtig erscheint, egal wie weit dessen persönliche Wissensentwicklung bereits gediehen ist. Up to you.

      PS: Solon’s Reform passt nicht zu Heute. Er hat nur das Schuldnergefängnis und die Sippenhaftung beseitigt. Beides existiert heute nicht mehr. Mein Tip: Befassen Sie sich doch einmal mit Julius Cäsar’s Staatsschuldenreform; das passt auf die heutige Situation viel besser. Zumal man ihn dafür umgebracht hat..

  17. Hier treten drei groteske Denkirrtümer auf, mit denen aufgeräumt werden muss:

    1) Schwarzgelder sind moralisch nicht verwerflich ! Ausser, dass die Einen brav zahlen, und die Anderen nicht. Ja, sie sind illegal. Aber Direktsteuern sind heutzutage schlicht unnötig:

    Sie sind ein Produkt des jeweiligen Geldwesens – dieses ist heute ganz anders als noch vor 100 Jahren.

    Das System der Einkommensbesteuerung entstand historisch, als Geld aus Sachwerten bestand – Gold, Silber, etc. Regierungen mussten ihren Bürgern diese Sachwerte PHYSISCH wegnehmen, um ihre Staatsausgaben bestreiten zu können.

    Heute wird Geld weitgehend elektronisch „gedruckt“: Staatsanleihe gegen Währung, so lautet der indirekte Handel zwischen Regierung und Zentralbank. Regierungen „drucken“ dabei regelmässig ‚Geld/Währung‘, s. die jährlichen Defizite plus die Prolongation der Altschulden.

    Würden Regierung schlicht ALLE Staatsausgaben jährlich im Rahmen eines Haushaltsbudgets elektronisch „drucken“, statt sich dieses Geld / Währung von einem selbst geschaffenen Monopolanbieter ‚Zentralbank‘ gegen Zinsen zu leihen (was für ein Quatsch !), könnte man alle Direktsteuern auf Bundesebene abschaffen.

    Regierungen müssen ihren Bürgern heutzutage also kein ‚Geld‘ mehr „PHYSISCH“ wegnehmen, um ihre Ausgaben zu bestreiten (nur noch auf Kantonal- und Gemeindeebene, weil dort keine Währungshoheit besteht) !

    Die i.R. der Unternehmenssteuerreform III neu geplante Besteuerung der Kapitalgewinne könnte daher gleich in Papierkorb wandern. Das ganze Theater um Steuer-CD’s, Schwarzgeld, etc. hätte schlicht nicht stattgefunden. Das Bankgeheimnis wäre immer noch dabei, als unstrittiger Schutz unserer Privatsphäre !

    2) Davon etwas zu trennen, ist die Tatsache, und hier stimme ich „CH after all“ voll zu, dass das Ausland einen Wirtschaftskrieg gegen unser erfolgreiches Bankwesen führt. Aber in erster Linie zum Zwecke, ihre Staatskassen zu füllen, was wie gesagt völlig unnötig und unsinnig ist. Vor allem die USA haben sich dabei über alles Völkerrecht hinweggesetzt (mit FATCA, etc.). Dem gilt es, sich entgegen zu stellen.

    3) Davon wiederum zu trennen ist das illegale Verhalten sehr vieler oberster Verantwortlicher vor allem von Investmentbanken in den vergangenen Jahrzehnten.

    Wobei das Thema „Schwarzgeld“ für mich eben am allerwenigstens durchschlägt, da wie gesagt, Direktbesteuerung heutzutage eh ein völliger Unfug ist.

    Zudem unterstützt JEDES Land dieser Erde Steuerhinterziehung: Die USA im eigenen Bundesstaat ‚Delaware‘ + in der Karibik, Frankreich in der Karibik, England auf den Kanalinseln, usw. usw. usw. Also, was soll die ganze Heuchlerei !

    Viel schlimmer sind die globalen Betrügereien am Kunden durch Markt-, Zins- und andere Manipulationen, offenkundig im Billionen-Umfang. Die zudem andauern.

    Und die dafür verantwortlichen Banker scheinen offenkundig seitens aller Regierungen weltweit Immunität zu besitzen. Warum – eben, weil Regierungen meinen, sie bräuchten sie zur Finanzierung ihrer Staatsausgaben – was sich leider als Treppenwitz der Geschichte herausstellen wird.

    Wenn Bank-CEOs (auch wenn sie persönlich mit gutem Leumund ausgestattet sein mögen) sich heutzutage daher als Hüter von Moral und Gesetz aufführen, kommt mir persönlich die Galle hoch..

    • An den Herrn Doktor Jürgen Ott: Sie sagen,dass Schwarzgelder nach Ihrer Auffassung moralisch nicht
      verwerflich sind. Da bin ich als ehrlicher Steuerzahler wirklich ein Idiot und bezahle für die Steuerhinterzieher ihre Steuern! Mega-geil! Der Rest Ihres langen Palavers interessiert nicht.

    • @stardust:
      Man muss eben zuerst alles durchlesen, bevor man kritisiert. Sonst gibt es eben solche falschen „Anschuldigungen“, wie Sie es gerade machen.
      Aus meiner Sicht müsste man alle direkten Steuern abschaffen und durch indirekte Steuern ersetzen; d.h. wer viel konsumiert, viel Energie verbraucht, viel Ressourcen verbraucht, Zinsen kassiert, usw. soll auch dafür MwSt zahlen.
      Dies würde bedeuten, dass diejenigen, welche mit dem Geld herumwerfen, sinnlos Energie verbrauchen, usw. zur Kasse gebeten würden und die anderen, welche genügsam, Energie sparend, usw. leben, dafür belohnt würden.

    • @ Stardust

      ..sollten Sie aber, also mein ganzes Palaver lesen – sonst kapieren Sie ja den ganzen Gag gar nicht.. :-)) Und zahlen weiter brav Steuern. Aber bitte, your choice.

  18. Rechtsstaatlichkeit!

    Hier darf Herrn Ermotti gratuliert werden!
    Es kann doch nicht sein, dass jetzt zahlreiche Staaten die Schweiz anprangern.
    Die Schweiz hatte ein Bankgeheimniss, das leider in der Vergangenheit auch Steuerbetrüger schützte. Die Banken hatte nicht die Pflicht Steuerehrlichkeit des Kunden zu prüfen und profitierten sogar in grossem Masse davon. Eins ist aber klar,
    es geht hier ums Geld. Die Banken sollen gemolken werden! Die Pleitestaaten Europas versuchen, wie die USA, den Finanzplatz der Schweiz zu demolieren.
    Ich bin für einen sauberen Finanzplatz, der nicht Hand bietet für Steuerbetrüger. Das Bankgeheimniss in der Schweiz hat in der Vergangenheit oftmals Steuerbetrüger geschützt. Die Schweiz hat dies korrigiert und sich der Weissgeldstrategie verpflichtet.
    Es wäre wünschenswert, wenn sich auch Poliker kämpferisch für die Interessen des Schweizer Finanzplatzes einsetzen würden und nicht nur kuschen würden. Es geht hier zu unterscheiden zwischen gestern heute und morgen!

    • Diese kleine Unschuld vom Land, diese Schweiz. Wurde jahrelang mit Unmengen Geld aus dem Ausland bedrängt und konnte nichts damit anfangen. Darum hat sie auch darüber geschwiegen. Weil sich das Geld auch noch von alleine vermehrte und die Unschuld nicht wusste, wohin mit dem vielen Geld, hat sie es behalten. Die Geldgeber waren lieb und wollten auch viel davon wissen. Nie hat die Unschuld wirklich verstanden, warum sie so beglückt wurde. Nicht im Traum konnte sie ahnen, dass das nicht mit rechten Dingen zuging. Und jetzt kommen diese Bösen und wollen die Unschuld für etwas belangen, was doch nur grosszügig gemeint war.

  19. So ein Schwachsinn IP; schlecht recherchiert und polemisch dargestellt. Gott sei Dank kämpft die UBS gegen solche überrissene Kautionen, die in keinem Verhältnis zum BV steht. Aber es herrscht ein Wirtschaftskrieg gegen die CH Banken und es werden sicher noch weitere Banken nach der UBS ins Visier geraten. Also bitte sachlich und objektiv bleiben!!

    • Besten Dank für diesen Kommentar. Herr Hässig scheint immer polemischer zu werden. Einerseits prangert er das Versagen der Politik in Sachen Untergang der Wegelin an und andererseits konstruiert er eine sehr negativ wirkende Geschichte, wenn sich endlich mal jemand gegen das Ausland wehrt. Ich komme mir tatsächlich immer mehr vor, wie wenn wir uns freuen, auf die Schlachtbank geführt zu werden.
      Wenn nicht jemand dem Ausland die Stirn bietet (und wir wissen alle, dass dies NICHT aus Bern heraus geschehen wird), wird das immer so weiter gehen.
      Ich bin kein Fan der UBS, aber ich danke ihr/Herrn Ermotti für diesen Schritt!

      Noch eine Anmerkung zH Herrn Hässig: es sind Journalisten wie Sie, die den Untergang der Schweizer Souveränität begründen und beschleunigen, nur damit Sie etwas zu Schreiben haben. Und wenn es dann mal soweit ist, haben Sie gleich wieder was zu Schreiben und klagen dann sicher die Politik an, nichts gemacht zu haben.
      Journalisten haben (leider) sehr viel Macht; bei vielen reichen aber deren ethisch/moralischen Standards offenbar nicht aus, dieser Macht gerecht zu werden.
      Ich bin der Meinung, dass der Wohlstand des eigenen Landes auch unseren Journalisten etwas mehr wert sein darf!

    • Wenn du einen gut recherchierten Bericht lesen willst, der auch noch sachlich und objektiv ist, solltest du definitiv eine andere Newsseite anschauen.

    • @Banquier, wahrscheinlich muss Hässig sein Buch über die UBS wieder mehr verkaufen oder es kommt bald die 2. version heraus. Wer während Der UBS „Rettung“ jeweils Berichte über die UBS im 20 minuten gelesen hat, der weiss dass Hässig die UBS bei jedem Thema schlecht geredet hat. Und es wurde immer nur auf die UBS eingeprügelt obwohl andere Banken das gleiche Verhalten an den Tag legten. Das lässt doch den Schluss zu dass Hässig hier einen Privatkrieg gegen die UBS führt.

  20. Jahrelang ging ja das gut und jeder der konnte hat mitgemacht – und das war seinerzeit auch gut so – da sich niemand daran störte und niemand etwas verbotenes machte und auch jeder der wollte profitierte – die Privaten, die Firmen und auch die Staaten.
    Dass das jetzt anders ist ist unbestritten und auch glasklar!
    Aber eins kann man nicht machen, wenn die Gesetze eingehalten worden sind muss man dagegen ankämpfen dass Ablass für die Vergangenheit bezahlt wird!
    Für die Gegenwart und die Zukunft muss man anders auftreten. Punkt!

  21. In der EU ist man suspekt, wenn man ein Geschäft macht! Trifft dies zudem auf eine Schweizer Bank in Frankreich zu, dann ist es so, als wenn man in Mekka das Christentum missionierte. Bei diesem Prozess geht es darum, die in Mode kommende Staatswillkür – übrigens eine französische Kernkompetenz – unter Kontrolle zu bringen. Dass dabei etwas Testosteron im Spiel ist, trifft auf beide Seiten zu.

  22. eine pervertierte Gesellschaft, die sich da herausbildet. Die brauchen mal was ordentliches von den Latz. Die unteren Chargen werden nur missbraucht,Um den Sumpf trockenzulegen, muss man die Organisatoren erwischen.

  23. Ist es Falsch, dem Ausland die Stirn zu bieten ?
    Wo die Politik mit ihrem Kuschelansatz versagt hat, bleibt nur zu hoffen, dass die Industrie wenigstens das Ruder in die Hand nimmt.
    Es kann nicht angehen, dass das US-Modell Schule macht und dies allen anderen Staaten den Weg ebnet, uns in einen unsäglichen „Zahl-Modus“ zu befördern.
    Zumal ist es auch verwunderlich, dass ein Schweizer Finanzportal Partei für das Ausland ergreift.
    Unbegreiflich, dass ein kämpferischer Banker, der für einen grossen Arbeitgeber in der Schweiz antritt, schon anfangs hinterfragt wird.
    Es verwundert nicht, dass wir dort stehen, wo wir uns augenblicklich befinden.

    • Es handelt sich nicht um dem Ausland die Stirn bieten sondern um massive Rechtsverstösse der UBS im Ausland und damit nach ausländischem Recht.

      Wenn ein Deutscher in der Schweiz auf der Autobahn mit 180 km/h geblitzt wird, dann erhält er seine Busse in der Deutschland aus der Schweiz. Er kann sich dann auch nicht darauf berufen, in Deutschland sei das erlaubt.

      Was viel ärgerlicher ist, ist die Tatsache, dass in der Vergangenheit hohe Gewinne mit solchen Geschäftsmodellen gemacht worden sind und erst Jahre später die Rechnung präsentiert wird. Die Urheber sind fein raus, die Zeche zahlen andere.

    • Frau Gander Sie haben das Ganze nur oberflächlich verfolgt wenn überhaupt. Die UBS wurde anfangs zu einer Kaution von ein paar Millionen verdonnert welche Sie auch hinterlegte ohne zu murren. Diese wurde dann aber auf politischen Druck einfach auf über eine Milliarde erhöht. Dies ist die Ungerechtigkeit welche die UBS bekämpft. Es sollten vor dem Gericht alle gleich sein und die Politik keinen Einfluss auf die Gerichtsbarkeit haben. Aber dies will man natürlich einer Bank nicht zugestehen. Aber eben hauptsache etwas gesagt.

    • Frau Gander
      Es geht sehr wohl darum, endlich mal die Stirn zu bieten.
      Und wir haben, sie inkludiert, von den Gewinnen der Finanzbranche profitiert – auf die eine oder andere Art.

      Und noch was: wenn ein Deutscher in der Schweiz geblitzt wird, erhält er eben nicht die Busse, via Instanzen – er müsste in flagranti erwischt werden, damit wir die Busse einnehmen können. Das nur so nebenbei.