Vollgeld = Vollidiotie

Eigentlich wollte ich diesen Artikel zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht schreiben – unsere Initiative ist ja erst für kommendes Jahr terminiert. Zudem dachte ich so bei mir, dass nach den Milliardenverlusten wie auch der Blamage, die sich unsere SNB mit ihrer missratenen Währungsanbindung eingefahren hat, kein Bürger auch noch sein Kreditwesen bei der SNB zentralisiert sehen will.

Nur, um uns herum schiessen aktuell die Vollgeld-Trommler wie (Knollenblätter)Pilze aus dem Boden – in Island gibt es dazu sogar eine Regierungsinitiative, in Deutschland wird dafür heftig getrommelt (ich komme soeben von einer entsprechenden Veranstaltung) und ebenso in angelsächsischen Finanzmedien. Wobei alle Anhänger gemeinsam auszeichnet, dass sie vom Geldwesen augenscheinlich wenig Ahnung haben, nur davon leider recht viel. Also muss man dem entgegentreten.

Zwar mag nicht alles unten Angeführte auf jedes Land mit gleichem Gewicht zutreffen, aber es geht mir hauptsächlich ums Prinzip. Und natürlich bitte ich alle diejenigen Bürger hierzulande zunächst um Nachsicht, die sich wegen der „Idiotie“ etwas betupft fühlen mögen; nur: Wenn Sie diesen Beitrag gelesen und etwas darüber nachgedacht haben, gehe ich davon aus, dass Sie Ihre Unterschrift eh zurückziehen wollen.

Worum geht’s? Die Ursache von Finanzkrisen sehen die „Vollgeldler“ alleine bei den Kreditbanken, genauer bei deren angeblicher „Geldschöpfung“, denn, ich zitiere aktuell einen Vertreter von dessen deutscher Webseite:

„Im heutigen Geldsystem können Banken beliebig viel Geld aus dem Nichts erschaffen. Wenn ein Kunde einen Kredit von seiner Bank bekommt, so leiht ihm die Bank nicht die vorhandenen Guthaben von Sparern aus, sondern schreibt ihm einfach Geld auf seinem Konto gut.“

Selten habe ich Idiotischeres über das Kreditwesen gelesen; egal, ob man jetzt die attische, britische oder indogermanische Etymologie heranzieht.

Daher eins gleich vorneweg zur Klarstellung:

Kreditbanken sind NICHT unser Problem – ganz im Gegenteil.

Das Giralgeld ist NICHT unser Problem – ganz im Gegenteil.

Banken schöpfen KEIN Geld aus dem Nichts – das ist Humbug.

Und: Vollgeld führt – trotz gegenteiliger Beteuerungen seitens der Anhängerschaft – zur Zentralisierung unseres Kreditwesens bei der Zentralbank, quasi zur „Einheitskasse“ – das IST respektive würde zum Problem für uns alle.

So, und jetzt geht’s ans Eingemachte (und sorry, ich weiss, es ist etwas lang geworden).

Wie funktioniert unser Geld-, unser Kreditsystem? Ist unser Kreditwesen wirklich ein Betrugsystem?

Was ist die Rolle unserer Banken? Wer sind wohl die wahren „Gauner“ heutzutage – cui bono?

Wieso löst „Vollgeld“ daher keines, aber auch gar keines unserer (kredit–)wirtschaftlichen Probleme?

Was würde demgegenüber denn wirklich helfen?

Welches Schicksal droht uns, wenn wir den Vollgeld-Jüngern folgen?

Beginnen wir damit, und mit dem „Dunklen Mittelalter“. Nur wenige wissen heutzutage noch, warum es vor allem aus ökonomischer Sicht so bezeichnet wurde.

Denn nach dem Zusammenbruch von Rom – vergleichbar heute mit einem Zusammenbruch der USA samt Wall Street – war auch das gesamte Bankwesen in Europa zusammengebrochen. Für nahezu 600 Jahre wurden nur noch wenige Münzen, und wenn, dann nur lokal begrenzt, geprägt. Menschen begaben sich freiwillig in Sklaverei (Leibeigenschaft), um Schutz für sich und ihre Familien bei denen zu suchen, die noch Vermögenswerte übrig hatten, um sich damit kleine Privatarmeen leisten und einigen Leuten um sich herum eine Minimalbeschäftigung geben zu können.

Warum erzähle ich das? Nun, genau das droht uns erneut, wenn dank Vollgeld das Kreditwesen, genauer gesagt das Giralgeld, ausgemerzt oder auch nur verknappt würde. Was dessen Anhänger so natürlich nie zugeben, geschweige denn erkennen würden.

Machen wir weiter in der Geschichte des Bankings. In Oberitalien wurde das Kreditwesen erneut wieder aufgesetzt; erst als merchant banking, als Nebenprodukt internationalen Handels (Seidenstrasse), dann als Depotbanking und unmittelbar danach bereits wieder als Girobanking (im 12. und mit Schwung dann ab dem ausgehenden 16. Jahrhundert).

Wohl wahr, dass das bereits Dante dazumal in seinem siebzehnten Gesang dazu verleitet hatte, für Geldverleiher einen speziellen Ort in der Hölle vorzusehen. Und gerne gebe ich auch zu, dass die politischen Verhältnisse damals äusserst totalitär waren, zumindest in Venedig, und dass die Banker in Florenz total korrupt waren. Nur nahm eben exakt mit dem Girobanking auch eine allgemein positive Entwicklung im Banking quer durch Europa ihren Verlauf.

Wieso?

Naheliegenderweise hatte der lokale Goldschmied das am besten befestigte Häuschen in der Stadt oder dem Dorf. Weswegen jedermann seine Unzen ihm nicht nur zur Schmuckverarbeitung, sondern generell zur Aufbewahrung brachte. Wofür er eine Depotgebühr verlangte. Und Lagerscheine ausgab.

Nachdem das alle Bewohner so machten, kristallisierte sich mit der Zeit als Erfahrungswert heraus, dass netto lediglich rund 8 bis 10% an Geld diese Depotstätte je echt verliessen, während alle anderen Bezahlvorgänge schlicht abgewickelt wurden, indem die Eigentümer den Goldschmied baten, ein paar Münzen von ihrem Beiglein auf das des Nachbarn zu schichten. Dieser Auftrag war der Beginn des Scheckwesens und dieses Umschichten der Beginn des Girobanking, der italienischen Bezeichnung für die „Rundreise“ des Geldes.

Also, nichts am Girobanking, am Giralgeld, war und ist bis heute daran böse oder schlecht.

Ok, das Ganze startete zwar schon viel früher, nämlich in der Antike, und da in der Tat als Betrug, als quasi organisierte Kriminalität zwischen Regierung und Zentralbank (weil die den Depotinhabern deren Vermögenswerte zwecks Spekulation wiederholt heimlich entwendet hatten, ohne ihnen je irgendein Entgelt oder Zinsen dafür anzubieten), wozu wir gleich noch einmal kommen werden, und zog sich so auch hin bis in die jüngere Vergangenheit. Aber der Effekt ist vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt her dennoch wie gesagt ein sehr positiver.

Zurück zu den Lagerscheinen der Goldschmiede. Solche wurden schliesslich sogar im internationalen Zahlungsverkehr akzeptiert. Warum? Weil so bei Übergabe von Münzen die wiederholte Prüfung auf Echtheit des Metallgehalts (was man leicht an den speziellen Einkerbungen antiker Stücke erkennen kann) ersetzt wurde durch die Garantie der Depotstätte auf korrekte Münzprüfung.

„Banknoten“ entstanden also gar nicht, weil das Herumtragen von Münzen zu lästig war; das sicher auch, aber diese Story ist wohl eher ein nettes Märchen. Nein, sie entstanden in erster Linie, weil die Menschen ihnen mehr vertrauten als den Münzen selber. Witzig, nicht wahr? Und lieben Gruss an die Goldstandard-Anhänger, an die Papiergeld-Verteufler.

Was hat es nun aber mit der „Rundreise“ des Geldes heutzutage noch auf sich?

Nehmen wir an, Sie haben Geld auf Ihrem Konto, und da Sie es nicht abheben, verleiht es die Bank an Ihren Nachbarn weiter. Sie sind gemäss Kontoauszug zwar Besitzer „Ihres“ Geldes, aber in Tat und Wahrheit hat das bereits ein Anderer, was bedeutet, dass es ab jetzt quasi zwei (bis hin zu zig)Mal „existiert“. Sie bekommen dafür Zinsen, die der Andere bezahlen muss (sofern Ihnen die Zentralbank nicht gerade mittels Negativzinsen einen Strich durch die Rechnung macht und damit Ihren Nachbarn respektive die Regierung, den grössten Schuldner im Lande, zu Ihren Lasten begünstigt).

Und sollte auch Ihr Nachbar davon nur einen Teil unmittelbar brauchen (abheben/überweisen), geht das Spielchen eben einen Schritt weiter, und so weiter und so weiter.

Wobei die Bank jedoch die Mindestreserve (die 8 bis 10% Erfahrungswert) als Cash zurückbehalten muss. Was im Falle eines Bankruns, also einer Bankenkrise, regelmässig dazu führte, dass die Bank dann dennoch binnen kurzer Zeit ohne Cash dastand und nur noch ihre Forderungen besass, welche sich jedoch schlecht auszahlen liessen und in so einem Moment auch keiner haben wollte. Und die Bank darob mangels Liquidität in Konkurs ging (weswegen in absehbarer Zeit wohl das Bargeldverbot kommen wird, zumal das auch die repressive Politik der Negativzinsen abstützen würde, aber das nur am Rande).

Was nicht gut ist, zugegeben, aber jedenfalls nicht auf das Giralgeld zurückzuführen ist, auch wenn mir jetzt gleich irgendwelche Naseweise die Wirkung eines Schneeballsystems erläutern werden wollen.

Liebe Vollgeldler, ich weiss, dass sich mit dem Giralgeld langgliedrige Forderungs- und Verbindlichkeitsketten aufbauen („Kreditmultiplikator“). Nur, noch einmal, nichts daran ist schlimm oder böse. Vielmehr schafft das Liquidität in einem Markt, in einer Volkswirtschaft. Und es bedeutet logischerweise, dass Banken eben gerade keinen Kredit, also kein Geld im Allgemeinen „drucken“, und sie „schöpfen“ auch keinen/keines.

Wenn man so mag, würde sie das allenfalls tun, wenn etwa eine Bank – ohne Sicherheiten – aus deren Eigenkapital Ihnen für eine tolle Idee oder was auch immer einen Kredit gewähren würde. Haben Sie das schon einmal erlebt? Sehen Sie, ich auch nicht.

Womit wir bei den Banksicherheiten (collaterals) wären – ein besonders anschauliches Beispiel für die Liquidität, die das Girowesen zum Wohle einer Wirtschaft und des ganzen Volkes darin schafft.

Angenommen, Sie haben statt Geld einen Vermögensgegenstand, den Sie nicht weiter brauchen/nutzen – eine Immobilie oder einen Oldtimer oder eine Aktie oder (wovor der Himmel Sie zwischen 2016 und 2020 bewahren möge) eine Staatsanleihe. Dann bringen Sie dank Girowesen die Besitzurkunde zur Bank und beleihen diesen Vermögenswert. Eben aus den Spareinlagen anderer Mitbürger, die ihr Geld halt zu rund 90% auf ihrem Girokonto belassen.

Sprich, ohne diesen Vorgang würde unser ganzer Immobilienmarkt zusammenbrechen, weil es gar keine Hypotheken (mehr) gäbe. Keiner will das. Aber es könnte ganz schnell passieren, falls das Giralgeld, durch welch hirnloses Experiment auch immer, auch nur zeitweilig signifikant verknappt würde.

Und sollte ich bis anhin den Letzten noch immer nicht vollständig davon überzeugt haben, dass Banken keinen Kredit schöpfen (können), wie wäre es denn mit folgenden plausiblen Gegenbeispielen (die ich der Einfachheit halber jetzt allesamt Martin Armstrong’s Blog entlehnt habe):

Goldman Sachs, eine reine Investmentbank, hat in der letzten Finanzkrise um eine Kreditbanklizenz in den USA ersucht, um so auch in den Genuss der Liquiditätsspritzen der Fed zu gelangen. Nur: Bis heute gewährt diese neue Kreditbank keine Kredite, sie ist eine reine Investmentbank geblieben. Warum? Weil sie keine Spareinlagen annimmt. Also, ich würde vermuten, bei deren Profitgier würde die sicher Kredit vergeben wollen, falls Banken wirklich so einfach Kredit aus dem Nichts schöpfen könnten.

Überhaupt die letzte Bankenkrise: Falls Banken wirklich so einfach Kredit aus dem Nichts schöpfen könnten, warum haben die sich dann nicht selber damit „gebailout“? Warum brauchten die uns dazu, uns Sparer und Steuerzahler?

Und apropos Steuern: Warum nimmt die Regierung uns eigentlich Steuern weg zur Finanzierung von Staatsausgaben, nachdem doch eh das alles nur auf ewigem Pump basiert? Die könnten doch einfach bei den Banken diesen einen Kredit gerade auch noch aufnehmen und uns in Ruhe arbeiten und Geld verdienen lassen – falls Banken wirklich so einfach Kredit aus dem Nichts schöpfen könnten.

Und last but not least: Falls Banken wirklich so einfach Kredit schöpfen könnten, würden wir dann nicht jeder so seinen Banker kennen, mit dem wir immer wieder mal so einen Kredit mir-nichts-dir-nichts aus dem Hut zaubern würden? Welchen wir uns dann natürlich brüderlichst unter der Hand teilen würden?

Soweit dazu, und jetzt noch einmal für Jedermann:

Giralgeld wird NICHT von Banken aus dem Nichts gezaubert – Giralgeld entsteht NUR und IMMER, sobald einzelne Bankkunden sich von anderen Bankkunden deren Spareinlagen ausleihen. Und das Volumen von Giralgeld wird somit quasi durch die Umlaufgeschwindigkeit dieses Geldes (präziser: durch diesen „Kreditmultiplikator“) bestimmt. So einfach. Und jetzt Punkt, Schluss, Amen und Aus mit allem anderweitigen Quatsch.

Allerdings könnte man jetzt immer noch – völlig losgelöst von Glaubensstreitigkeiten – argumentieren, im Zeitalter der IT sollte eine einzige Institution durchaus das ganze Giralwesen gut alleine bewerkstelligen können. Sozusagen (für die Buchhalter unter uns) die Führung und Buchung aller Spareinlagen, sprich Kreditvorgänge eines Landes in einem einzigen, zentralen General Ledger, eben bei der Zentralbank.

Nun, theoretisch könnte man. Wenn da nicht die Kreditprüfung wäre, wofür aller Erfahrung nach am besten lokale Mitarbeiter taugen, die das Umfeld genau kennen und Kreditrisiken entsprechend beurteilen können – was per se aber immer noch nicht gegen eine Zentralinstanz spräche; man könnte die Mitarbeiter ja der Zentralbank unterstellen (ob die das selber wollen, sei mal dahingestellt).

Womit wir jetzt zum wirklich springenden Punkt kommen, genauer deren zwei:

1. Die Problematik der Kreditverwendung, unser Kernproblem; und

2. Die geschichtliche Kollaboration von Zentralbanken mit ihren Regierungen zu Lasten ihres jeweiligen Volkes, unser zweiter gewichtiger Problembereich.

Ob ein Geldbetrag nun 10, 100 oder 1’000 mal weiterverliehen wird, ist wie gesagt nicht wirklich das Thema – entscheidend ist, was damit gemacht wird, und ob er irgendwann auch wieder zurückbezahlt wird. Die Kreditverwendung entscheidet daher über das Wohl und Wehe unseres Giralgeldes, und zwar entlang jeder Station der gesamten Forderungs–/Verbindlichkeitskette.

Denn natürlich wirkt, was ich oben als positiven Liquiditätseffekt bezeichnet hatte, wie jeder Leverage mit entsprechender Exponentialisierung auch in die andere Richtung, fällt ein Kreditbetrag in der Kette einmal aus. Wobei der Ausfall einzelner Kredite noch nicht zum Problem werden sollte. Denn dagegen hat die Menschheit neben der Mindestreservevorschrift die Banklizenz mit Eigenkapitalausstattungspflicht erfunden.

Wobei ich jetzt gleich auch allen Befürwortern einer 100% Eigenkapital-Ausstattung von Banken den Zahn ziehen will.

Erstens hätte der Markt das seit der Antike längst selber erfunden, wäre das wirklich eine so tolle Idee. Und zweitens sind alle modernen Kapital-Vorschriften, dank Basel II / III bis Solvabilität II (bei Versicherungen) immer schon ausgetrickst worden.

Sie haben richtig gelesen: „dank“ Denn ich behaupte, dass die ganze Risikogewichtung, die durch Basel II eingeführt wurde, nichts anderes ist als ein riesiger Schmu und vorwiegend dazu dient, ausgerechnet die schlechteste Schulden-Kategorie auf diesem Planeten, nämlich die Staatsanleihen, weiter zu fördern. Weil ausgerechnet die als „risikofrei“ mit „Null“ Eigenkapital anzusetzen sind. Und weil Staatsschulden unbesichert sind. Sie glauben mir nicht? Warten Sie ab.

Zurück zu unserer Kreditverwendung. Einleuchtend ist dies bei allen Konsumkrediten, also bei den ganzen Krediten für Urlaubsflüge, Flachbildschirme bis hin zum Auto-Leasing. Was man sich daher echt einmal überlegen könnte wäre, die Werbung für Konsumkredite zu verbieten. Wobei ich persönlich weniger Anhänger von Verboten als vielmehr von Geboten bin, aber in diesem Falle würde selbst ich eine Ausnahme machen wollen.

Doch die Masse von Konsumkrediten wird nicht von Privatleuten aufgenommen – nein, es ist die Regierung. Das Gros der mittels Staatsanleihen finanzierten Staatsausgaben fliesst – ganz grob – in 4 Ausgabekategorien:

Zinsen für Staatsschulden (im Westen mittlerweile 60 bis 80% aller Staatsschulden); Soziales; Rüstung; Verwaltung.

Alles davon ist Konsum, sprich, es wird nie mehr zurückfliessen. Und sollte jetzt jemand vorbringen wollen, auch Beamte würden Steuern bezahlen, kann ich nur darauf verweisen, dass ich nirgendwo auf der Welt jemals 100%-Steuersätze gesehen hätte; Ok, so manche Regierung sähe das gerne anders, und so manche kam auch nahe heran, aber eben nie ganz.

Daher schulden sich Regierungen immer weiter auf, permanent. Seit Jahrtausenden immer wieder dasselbe Spielchen: Zur Amortisation der Altschulden nehmen sie neue auf. DAS ist ein lupenreines Schneeballsystem.

Und jedes davon ist bislang geplatzt. Es gibt nur zwei dokumentierte Fälle, wo eine Regierung ihre Staatsschulden komplett amortisiert hat. Alle anderen sind nach anhaltender Aufschuldung über kurz oder lang in Default gegangen, üblicherweise mittels einer Währungsreform, sprich durch Enteignung der Spareinlagen der Bürger zugunsten eines Schuldenschnitts bei Regierung (plus meistens bei bis dato noch existenten Banken).

Neben der Prolongation der Altschulden bauen Regierungen ihre Schuldenpyramide (wobei man sich diese Pyramide auf dem Kopf stehend vorstellen muss) durch periodische Defizite sogar noch weiter auf, nachdem die Steuereinnahmen nie und nirgendwo zu reichen scheinen.

Das ist unser eigentliches Problem im Kreditwesen.

Weswegen ich jetzt jeden Leser, welcher noch daran glaubt, dass mit Staatsanleihen seine Pension sicher sei, bitte, sich einmal bildhaft vorzustellen, wie er das denn am Ende bewerkstelligen möchte. Etwa ins Bundeshaus zu marschieren, die – nie amortisierte – Anleihe dort zu deponieren, dann ein paar Bilder von der Wand nehmen und die auf Ebay schliesslich verkloppen? Meine besten Wünsche mögen Sie dereinst begleiten.

Übrigens, soll ich Ihnen noch einen grandios ins Ausfallrisiko geschickten „Konsumkredit“ seitens unserer Obrigkeit nennen? Dieses Mal verbockt von unserer SNB – dank ihrer Eurofehlspekulation? Denn die SNB hat nicht Geld „gedruckt“, um sinnlos Euros zu Höchstkursen aufzukaufen. Nein, sie hat sich dazu unsere Franken-Spareinlagen von unseren Banken ausgeliehen – jahrelang.

Sie sehen diese Spareinlagen zwar vermeintlich immer noch auf Ihrem Kontoauszug. Bei Lichte betrachtet finden Sie Ihre Spareinlagen jedoch als Euros „reinvestiert“ in der SNB-Bilanz. Und sollte der Euro sich nicht drastisch erhöhen, sehen Sie persönlich Ihre diesbezüglichen Spareinlagen in Ihrem Leben nie mehr wieder.

Ich hatte eingangs zugestanden, dass vom Prinzip her „technisch“ und theoretisch einer Zentralisierung von Spareinlagen/Kreditwesen nicht zwingend etwas entgegen stünde.

Ausser, und das ist für mich dann jedoch der springende Punkt, die schlechte Erfahrung, die die Menschheit damit bislang gemacht hat.

Seit der Antike zieht sich ein roter Faden der Korruption und des Betrugs zu Lasten ihrer Sparer und Bürger durch die Vorläuferinstitutionen heutiger Zentralbanken. Wobei es durchaus auch rühmliche Ausnahmen gab, wie unsere 1504 in Basel gegründete Zentralbank, die europaweit damals eine tadellose Reputation genoss. Aber selbst die existiert inzwischen nicht mehr.

Was war bei den Anderen geschehen? Immer schon hatten Menschen ihren Regierungen vertraut, ihr Geld bei einer extra dafür eingerichteten „zentralen“ Bank sicher verwahren zu können. Ob das jetzt der Tempel des Apollo auf Delos war oder die Amsterdamer Wisselbank (auf deren Modell sich die Bank of England bei ihrer Gründung berief) oder die wohl erste Zentralbank der Moderne, die Palmstruch respektive Stockholms Bank (die Vorläuferinstitution der heutigen schwedischen Reichsbank).

Und immer schon konnte die Regierung nicht ihre Hände von diesem Schatz lassen, sondern hat sich heimlich dieses Geld irgendwann doch ausgeliehen, um damit zu spekulieren. Und immer ging das erst eine Zeitlang gut und dann ganz schlecht. Weswegen diese zentralen Banken dann pleite gingen und nicht selten mit ihnen im Doppelpack die entsprechenden Regierungen.

Mein Petitum heute ist daher so einfach wie kurz: Wehret den Anfängen.

Denn dient die ganze Propaganda um das „Vollgeld“ wie auch bislang bereits um die „Unabhängigkeit“ der Zentralbank heutzutage nur dazu, sie mit noch mehr Macht als schon auszustatten.

Macht nicht mehr alleine über unsere Währung oder unsere (Negativ–)Zinsen bis hin zur Strukturpolitik, die doch nur Partikularinteressen dienen kann, mithin gegen das Volk als Gesamtheit gerichtet ist – was uns als Volk jüngst eben mal bereits 41 Milliarden Franken gekostet hat, von den Kollateralschäden bei den KMUs und PKs ganz zu schweigen, die sich im Vertrauen auf die Aussagen der eigenen Zentralbank per ultimo nicht gehedged hatten. Nein, jetzt soll auch noch unser Kreditwesen bei diesem Zentralbankvogt zentralisiert werden.

„Zentralisierung“ ist aber nur das ewige Mantra aller Sozialisten, zu allen Zeiten. Wobei die dabei immer gerne ausser acht lassen, dass auf dem Weg zur Zentralisierung jede Menge Arbeitsplätze ausradiert werden, nach erfolgter Zentralisierung noch mehr unsägliches Leid über die Menschen gebracht wird, weil Korruption bevorzugt immer an „Geldsammelstellen“ nagt, und schliesslich dass alle, ich wiederhole alle Zentralwirtschaften über kurz oder lang an mangelnder Anpassungsfähigkeit an neue Entwicklungen gescheitert sind. Bestes und jüngstes Beispiel erneut – unser Eurowährungs-Peg.

Ob Einheitskasse, EU-Moloch in Brüssel, oder jetzt neu: unsere Spareinlagen mitsamt dem Kreditwesen – offenkundig sind immer wieder dieselben Geister am Werke.

Wobei das mit dem Vollgeld nicht mal neu ist. Es war ein amerikanischer Professor, Irving Fisher, der diese aberwitzige Idee vor rund 70 Jahren kurz vor seinem Tode noch ausgebrütet hatte. Aber gut. Jedenfalls sollten Sie, sofern Sie bis hierher gelesen haben, verstanden haben, dass Vollgeld keines, aber auch gar keines unserer (kredit–)wirtschaftlichen Probleme lösen, sondern lediglich vorhandene noch verschärfen kann.

Erst vor 3 Wochen konnte man ja schön sehen, was passiert, wenn die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes in den Keller rast. Indem die aktuelle Carry-Trade-Währung Nr. 1 auf diesem Planeten, der Euro, mal kurz und knackig nach oben ging, gingen nämlich sämtliche damit finanzierten Assets: Staatsanleihen, Aktien, Gold mitsamt der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes in den plötzlichen Sinkflug. Kleiner Vorgeschmack auf das, was uns droht, sollten sich die Vollgeldler durchsetzen.

Wir haben in diesem Lande bei Gott erheblichen Reformbedarf im Finanz- und Bankenwesen. Aber die Zentralisierung auch noch unseres Kreditwesens bei der Zentralbank, einer Institution, die eh drastisch zurechtgestutzt werden müsste, wäre wirklich das Allerletzte, was unser Land braucht.

So, und jetzt hätte ich ja beinahe übersehen zu benennen, wer denn wohl die wahren „Gauner“ waren, die die letzte Bankenkrise, genauer die „subprime“ Krise verursacht haben. Nun, am besten, Sie lesen dazu diesen Artikel. Ich verspreche Ihnen, er ist nicht nur spannend geschrieben, sondern geradezu natürlicherweise kommen darin auch alle üblichen Verdächtigen ausführlichst vor:

Regierungen (die die Banken seit den 1970er Jahren in diese Produkte gesetzlich getrieben hatten), Zentralbanken (die den Mindestreservesatz für diese Schulden auf Null herunter gesetzt hatten, um das Geschäft so richtig anzukurbeln) und Investmentbanken (die den Mist weltweit mittels Preisetikettenschwindel unter die Leute gebracht hatten).

Nur, das Giralgeld, das kommt auch darin praktisch nirgendwo vor, sorry. Was so eben auch korrekt ist – Giralgeld war an der letzten Finanz- und Bankenkrise tatsächlich nahezu unschuldig.

Und nun zu guter Letzt – was würde denn nun echt helfen? Meines Erachtens gibt es nur wenige, durchaus jedoch gewichtige Stellhebel, die effektiv wirken und sehr viel Gutes bewirken würden.

Zum einen die Mindestreserve. Weil nur damit der Leverage im Giralgeld wirksam begrenzt werden kann. Falls es daran in erster Linie gelegen hätte (hat es aber nicht, aber jetzt wiederhole ich mich). Und jedenfalls nicht die Kapital-Ausstattung von Banken, und erst recht natürlich nicht Negativzinsen und schon gar nicht ein Bargeldverbot oder ähnlich totalitäre Massnahmen – welche auch immer davon demnächst noch in den Ring geworfen werden mögen.

Zum zweiten ein Marktmechanismus, der vor allem im Krisenfall schnell Liquidität herbeiführen könnte für die beiden grössten Anlagekategorien in unserer Wirtschaft, für die noch keine zentrale Börse existiert: Für Immobilien und für Kredite.

Zum dritten die Einführung des Trennbankensystem, weil nur das die Praktiken wirksam eindämmt oder sogar ganz verhindert, die – in Wahrheit – zum Ausbruch der letzten Bankenkrise geführt haben.

Und schliesslich die Generalüberholung unseres Staatsfinanzierungs-, Steuer- und Geldwesens. Wer mich im Blog hier schon länger liest,weiss, was ich damit meine.
Und falls jetzt dazu noch einer Lust auf eine ausführliche Vorlesung hat, mag sich den Beitrag von Martin Armstrong zu dem Thema anschauen.

Wobei der etwas Geld kosten wird, selbiges jedoch wert ist, vor allem bevor es – was die Bürger dieses Landes jedoch verhüten mögen – in unserem Zentralbankmoloch endgültig verbrannt würde. (Und nein, ich verdiene nichts daran.)

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352 Kommentare zu “Vollgeld = Vollidiotie

  1. Und damit das letzte Wort bei mir bleibt, so kurz vor der Abstimmung:

    Die Initiative bleibt idiotisch.

    Zum einen mussten sich die Initianden winden wie beim Pirouettenlauf, einfach, um der breiten Kritik begegnen zu können.

    Zum zweiten goutiert das hiesige Volk -Gottsei’sgedankt- keine Experimente mit ungutem Ausgang (Kredit-Crash m anschliessender Deflation & Depression vom Feinsten).

    Und drittens hat die Institution, der die Initiative diese (zweckzuentfremdender) Macht eigentlich zuschanzen wollte, nämlich unsere Zentralbank, mittlerweile selber abgewunken.

    Wobei ich das als rein taktischen Zug sehe.

    Denn die SNB zählt schlicht darauf, „Vollgeld“, also das Gesamtmonopol über Geld-/Kredit-/Hypothekenvergabe („schöpfung“) eh demnächst in ihre Hände gespielt zu bekommen, und zwar in Form einer staatlicher / ‚legal tender‘- Crypowährung für die Schweiz.

    Wann wäre dafür ein guter Zeitpunkt ? Nun, als angebliche Rettungsmassnahme nach der nächsten Banken-/Währungskrise – welche nicht mehr lange auf sich warten lassen sollte.

    Was ist unser Preis dafür ?

    Die Aufgabe von Bargeld = vollständige Transparenz über unsere sämtlichen finanziellen und finanzwirtschaftlichen Aktionen, angefangen vom täglichen Einkauf bis zu allen sonstigen Dingen, die nie jemanden Anderen etwas angingen.

    Also, liebe Vollgelder, Sie hätten es leichter haben können – einfach noch etwas zuwarten..

  2. Vorab: Herr Ott nennt sich Ökonom. Peter Lynch, einer der erfolgreichsten Fonds-Manager und Autoren hat geschrieben, wenn man alle Ökonomen dieser Welt einfach aneinander reihen würde, wäre es nicht das Dümmste, was man mit ihnen machen könnte.
    Nun zum Artikel:
    „Giralgeld wird NICHT von Banken aus dem Nichts gezaubert – Giralgeld entsteht NUR und IMMER, sobald einzelne Bankkunden sich von anderen Bankkunden deren Spareinlagen ausleihen. Und das Volumen von Giralgeld wird somit quasi durch die Umlaufgeschwindigkeit dieses Geldes (präziser: durch diesen „Kreditmultiplikator“) bestimmt. So einfach. Und jetzt Punkt, Schluss, Amen und Aus mit allem anderweitigen Quatsch.“

    Quatsch sind diese und andere Aussagen des Autors. Giralgeld entsteht nicht durch die Übertragung auf ein anderes Konto, sondern ist deswegen Giralgeld, weil es zu Zahlungszwecken benutzt werden kann. Es ist schon Giralgeld, wenn es auf meinem Privatkonto vorhanden ist. Durch Ubertragung von einem Konto auf ein anderes bleibt ja das Geldvolumen gleich. Es wird kein neues Geld geschöpft.
    Dass die Geschäftsbanken Geld schöpfen können, ist schon daran ersichtlich, dass sie in der Schweiz 2.5% und in der EU 1% des Kreditvolumens als Reserven bei der Notenbank vorhalten müssen. Rein theoretisch können daher die Einlagen durch Kreditvergabe in der Schweiz vervierzigfacht und in der EU verhundertfacht werden. 97.5% oder 99% sind also „dünne Luft“, wiederum theoretisch. Der tatsächliche Umfang der „dünnen Luft“ wird durch die Anzahl Transfers zwischen den Banken bestimmt. Nur das Bankensystem kann diese „Multiplikation“ und somit die Geldschöpfung realisieren. Je mehr Übertragungen von Bank zu Bank, desto höher die Geldschöpfung.
    Zu beachten ist, dass dieses „aus dünner Luft“ geschaffene Geld kein Eigenkapital, sondern Fremdkapital der Banken ist. Deshalb ist der Notenumlauf der SNB auch auf der Passivseite der Bilanz aufgeführt. Und auf den englischen Noten heisst es „I promise to pay the bearer on demand“.
    Als weitere Überlegung: Wer schöpft nun tatsächlich das neue Geld? Die Bank oder der Kreditnehmer? Ohne Kreditnehmer kein neues Geld, also keine Geldschöpfung! Die „Luftbuchung“ lautet: „Forderung gegen den Kreditnehmer an Guthaben des Kreditnehmers.“ Zahlt der Kreditnehmer mit dem Guthaben, figuriert dieses auf dem Konto seines Lieferanten oder Dienstleisters, entweder bei der gleichen oder einer anderen Bank. Die Forderung gegen den Kreditnehmer bleibt aber bestehen. Zahlt er nicht zurück, muss die Bank die Forderung ausbuchen: „Debitorenverluste an Debitoren“. Der Verlust geht dann zu Lasten der Bank. Um diese Verluste zu minimieren, verlangen die Banken in den meisten Fällen Garantien. Damit ist bewiesen, dass in den meisten Fällen nicht die Banken, sondern die Kreditnehmer das neue Geld geschaffen haben. Die Banken haben es nur im Umfang der Zahlungsausfälle selber geschaffen, dann zu Lasten ihres Gewinns oder im schlimmeren Falle zu Lasten des Eigenkapitals.
    Könnten die Banken Eigenkapital aus dem Nichts (fiat money) schöpfen, wären Bankkonkurse nicht möglich. Dass sie aber entweder in Konkurs gehen oder im Falle von „too big to fail“ vom Steuerzahler gerettet werden müssen, beweist wiederum, dass das geschöpfte „fiat money“ eben kein Eigenkapital ist.

  3. Natürlich löst Vollgeld nicht das gesamte Problem, aber es wäre ein guter Anfang.
    Die Behauptungen Banken würden kein Geld schöpfen, etc. sind eine Frechheit und klar widerlegbar.
    Hier sollen offenbar „alternative Fakten“ (s. Trump) als Wahrheit verkauft werden.

  4. Banken verleihen Geld, das es gar nicht gibt nur mit einem Buchungssatz. Die zu tilgenden Kreditzinsen schöpfen sie jedoch nicht mit. Als Gegenleistung nehmen sie Kreditsicherheiten. Wenn es dann zum Kreditausfall kommt, pfänden sie die Kreditsicherheiten, obwohl sie in Wirklichkeit kein richtiges Geld verliehen hatten. Die Kreditausfälle schreiben sie zudem steuerlich ab, obwohl man es nicht genau weiß, ob da wirklich Geld ausgefallen ist. Außerdem ist die Geldmenge, die infolge des Giralgeldsystems entsteht, mindestens ca. 10fach größer, als wenn es das Giralgeldsystem nicht gäbe. Im Moment haben wir jedenfalls ein stark ansteigendes gesamtes Kreditvolumen, so dass auch die gesamte Geldmenge stark ansteigt, was letztlich dann wieder eine schleichende Enteignung von Geldbesitzern ist. Es ist jedenfalls schwer einzuschätzen, in welchem Umfang das Giralgeldsystem volkswirtschaftlichen Schaden anrichtet. Tatsächlich haben wir weitestgehend Geldwertstabilität und in etlichen Bereichen sogar Deflation. Teilweise gibt es auch Preissteigerungen. Dies ist jedoch nicht so sehr eine Folge davon, dass es keine Verschlechterungen gegeben hätte. Vielmehr sind ungünstige Entwicklungen in der Gesamtwirtschaft für die meisten Leute nicht transparent und die Medien berichten auch sehr wenig. Es gibt durchaus ungünstige Entwicklungen, die aber für viele Wähler oft schwer erkennbar sind. Beispielsweise haben wir in Deutschland eine extrem hohe Vermögensungleichverteilung. Weltweit ist es der Fall, dass 62 Personen das halbe weltweite Geldvermögen besitzen. Außerdem pumpt die EZB immer mehr Geld ins System. Tatsache ist jedenfalls, dass die Banken die besseren Geschäfte machen und es erst mit einer zeitlichen Verzögerung zu Inflation kommt. Was jedenfalls ganz sicher ist, dass das Ausmaß von sowohl der Bankenrettungen als auch der fragwürdigen Geldpolitik der EZB in Zusammenarbeit mit den Geschäftsbanken zu einer gefährlichen Umverteilung von unten nach oben führt. Da sich Geld als Wertaufbewahrungsmittel nicht mehr eignet, kaufen Reiche immer mehr Immoblien oder sonstige Sachwerte. Banken vergeben nahezu kostenlose Kredite vorzugsweise an Reiche. Dadurch können sogar verschuldete Reiche sehr rentierliche und oftmals risikofreie Direktinvestitionen tätigen. Die Zeche zahlt jedoch der Kleinsparer, der brutal enteignet wird und sich keine Altersabsicherung mehr ansparen kann. Die EZB habe zwischen Dezember 2011 bis Anfang 2015 ca. 1,1 Billionen EURo ins Geldsystem gepumpt Diese Geldmenge wird dann durch die Giralgeldschöpfung wieder um das ca. 10- 20fache ausgeweitet. Wegen der Geldillusion, die damit erklärt werden kann, dass die meisten Leute über die Geldpolitik keine Kenntnisse haben, bleibt das Preisniveau erstmal stabil. Dieser Umstand ist jedoch sehr trügerisch. Wir haben jedenfalls keinen geordneten Geldkreislauf. Weniger als 1 % aller Weltbürger verdient ihr Geld mit einem sehr hohen Tempo und die ärmsten 10 % machen ständig Schulden, aber mit einem weniger rasanten Tempo. Außerdem habe ich ein wenig den Verdacht, dass das gesamte positive Geldvermögen schneller steigt als die Summe aller Schulden. Dies könnte mit dem fehlerhaften Giralgeldsystem zusammenhängen. Außerdem gibt es in der Eurozone das Problem, dass immer weniger investiert wird. Dies ist jedoch nicht der einzige Denkfehler. Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmertrennung gibt nicht so sehr den Arbeitnehmern Arbeit. Vielmehr versuchen Einzelstaaten dadurch Investoren anzulocken, indem sie dem eigenen Volk die Kapitaleinkünfte vorenthält. Das Bankensystem sorgt ebenfalls dafür, dass der normale Sparer (fast) keine Sparzinsen mehr hat. Hier bauen wir immer mehr Risiken auf.

  5. Noch ein Nachtrag. Die SNB selber widerspricht Ihnen in einem ganz entscheidendem Punkt: DIE BANKEN ERZEUGEN GELD DURCH KREDITVERGABE. Selber Nachlesen im Glossar der SNB, unter „G“ wie „Geldschöpfung“. Es gibt auch noch andere Artikel, die Herrn Ott die Geldschöpfung erklären, wie z.B. Christian Siedenbiedel in einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen.
    Belügen können wir uns selbst Herr Ott, nur haarsträubende Inkompetenz könnte Sie entschuldigen -aber wie wir uns alle vorstellen können, wurden Sie bestimmt gut für Ihren irreführenden Artikel bezahlt 🙂

    • Es stellt sich die Frage, ob Herr Ott den Artikel mangels besserem oder wider besseres Wissen geschrieben hat. Das Erstere wäre schon schlimm, das Letztere aber zweifellos schlimmer. Der Artikel enthält nebst diversen falschen Informationen zum Vollgeld allerdings auch durchaus richtige Aussagen.

  6. Das hatten wir doch schon mal, diese Lügen über die Vollgeld-Initiative. Die Initiative wird auch von vielen Wirtschaftsprofessoren und Spezialisten aus der Finanzbranche unterstützt. Denen glaube ich eher, als dem Autor dieses Artikels, der offensichtlich am Pfropf eines Finanzinstitutes hängt.
    Und wenn all das Humbug wäre -die Erzeugung von Geld aus dem Nichts- wieso prüft dann Island das System? Und wieso unterstützt auch der IWF die Initiative ideell? Glauben Sie, die wüssten nichts vom Finanzwesen?
    Im Kampf um das Geldherstellen, und der exorbitanten Spekulation mit demselben Geld werden sind auch die Bankerlöhne gefährdet. Woher sollen denn die ganzen Millionen kommen, durch richtige Arbeit etwa? -Sicher nicht.
    Offensichtlich wird in diesem Artikel die Vollgeld-Initiative als Humbug dargestellt.

  7. @ Robin Hope

    Vorschlag zur Güte – wir schreiben meinen nächsten Essay gemeinsam ?

    Vom Umfang her kommen Sie mir ja schon ziemlich nahe; ich könnte erneut schön vorlegen, und Sie schreiben dann genau das Gegenteil – dialektisch sozusagen. Ausser dass unsere Synthese wohl ein hopeless Unterfangen würde.. ;-))

  8. Meine Zusammenfassung aus dem Artikel und den Kommentaren der Herren „Dr. Jürgen Ott“, „Marc Meyer, Dr.“ und „Oeconomicus criticus“:

    – In erster Linie vor allem Beleidigungen (beginnt schon im Titel, geht in jedem Absatz des überlangen und für das Thema des Artikels weitestgehend irrelevanten Artikels weiter und zieht sich auch durch die allermeisten der geschätzten 200 Kommentare der genannten Herren), Häme, unverständliche Vorwürfe und Unterstellungen an die Vollgeld-Initiant*innen, Unterstützer*innen und sonstigen Kommentar-Schreiber*innen welche nicht die Meinung der drei genannten Herren teilen.
    -> Erste Skepsis sehr angebracht, wer keine Argumente hat wird persönlich.

    – Konkrete inhaltliche Argumente gegen die tatsächlichen Forderungen der Vollgeld-Initiative gemäss dem vorgelegten Verfassungstext habe ich weder im Artikel noch in einem der vielen überlangen Kommentare gefunden. Falls ich ein echtes inhaltliches Argument übersehen haben sollte, und dieses nicht unter meine im folgenden genannten Punkte fällt, bitte ich die Herren dieses hier nocheinmal zu nennen.
    -> Nach wie vor habe ich keine fundierten Argumente gegen die Initiative gehört/gelesen (ein halbes, „Der Franken könnte aufgewertet werden“ und ein mMn irrelevantes, „Ein paar Spekulationsbanker würden auf der Strasse stehen“).

    – Ein einziges Formulierungs-Argument: Es wird unzählige Mal abgestritten, dass „bei der Kreditvergabe durch Privatbanken Geld aus dem Nichts erschaffen wird“. Der interessierte Leser sucht nach einer schlüssigen Erklärung warum dem nicht so sei, und wird von den genannten Herren so bedient: „Bei der Kreditvergabe wird von den Privatbanken neues Giralgeld erzeugt“, „Die Giralgeldschöpfung hat Vertrauen, Arbeitsleistung, Mindestreserve, … als Gegenwert“, „Beweisen sies durch die zugrunde liegenden Buchungssätze“.
    Es handelt sich also vor allem um Wortklaubereien, Spitzfindigkeiten und gezielt verbreitete Missverständnisse (Faktencheck: Neu erschaffenes Giralgeld ist deshalb kein juristischer Betrug, weil die Bank auf einer Seite eine Schuld verbucht – „Die Bank muss dem*der Kreditnehmer*in den Kredit ausbezahlen wenn der das wünscht“ – und auf der anderen Seite ein Guthaben – „Der*die Kreditnehmer*in muss der Bank den Kredit zurückbezahlen“). Auch hier sei mir ein allenfalls unterlaufener Fehler konkret aufzuzeigen.
    -> Einigen wir uns darauf, dass „Privatbanken durch Kreditvergabe Giralgeld erzeugen und in Umlauf bringen“. Diese Wortklauberei steht aber in keinem Verhältnis zu den zahlreichen inhaltlichen Argumenten der Vollgeld-Initiative.

    – Viele Unterstellungen (Kommunismus, Planwirtschaft, Bankenverstaatlichung), bewusste oder unbewusste Missinterpretationen (Verbot der Kreditvergabe durch Privatbanken, Abschaffung der Kreditwirtschaft, Lohnkonten bei der SNB, uneingeschränkter Druck von Banknoten durch Nationalbank) und Diskussionen um Nebenschauplätze (Negativ-Zinsen, Banken-Regulierungen, neben den Vollgeld-Initiativen lügen auch alle Zentralbanken, historische Entwicklung von Geld und Banken, Pseudonyme, uvm…) welche mit der Vollgeld-Initiative bzw dem vorgelegten geforderten Verfassungstext nichts zu tun haben.
    -> Viel Text, wenig Inhalt, quasi keine Relevanz für eine seriöse Diskussion zur Geldschöpfung und der Vollgeld-Initiative.

    Fazit: Der erste Eindruck, dass viele Beleidigungen fehlende Argumente aufwiegen sollen, bleibt bestehen, weil auch nach über 300 Kommentaren noch keine klaren Argumente gegen die Initiative ersichtlich sind. Viel Zeit verloren auf beiden Seiten, hätte man besser einsetzen können für dringend nötige und ernsthafte Aufklärung der Bevölkerung über unser Finanzsystem.

    Insofern bin ich trotzdem optimistisch: Dem Volk ist es scheissegal, ob Banken „Geld aus dem nichts schöpfen“ oder „neues Giralgeld erschaffen und darauf auch noch Zinsen verlangen“ oder „Geld verleihen das sie nicht haben“, sondern akzeptieren das je länger je weniger, und vergessen das auch nicht wieder wenn sies mal akzeptiert haben. Die Initiative wird zustande kommen, und bis zur Abstimmung muss entweder noch eine Schweizer Bank gerettet werden, Griechenland geht bankrott oder etwas ähnliches, und dann dürften auch die Märchen wie „die seit der Krise umgesetzten Massnahmen regulieren die Banken ausreichend oder gar übermässig“ nicht mehr wirken, und auch das demokratisch bereits jetzt sehr fragwürdige Argument „Das Volk ist zu dumm um die Vorlage zu begreifen“, auf welcher Schiene auch der Artikel und die Kommentare der genannten Herren fahren, dürfte dann keine Wirkung mehr zeigen, weil:

    „Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

  9. Also zur Ausführung von Herrn Ott kann ich nur sagen, innerhalb des Geldsystems gedacht, hat er sicher recht, er ist wohl sogar ein Experte auf diesem Gebiet und er tut es auch nicht in böser Absicht, keinesfalls.
    Nun möchte ich aber mal auf den Sinn des Geldes zurückkommen. Ich gehe da gerne auf Jesus zurück. Er sagte, das Geld ist die Wurzel allen Übels. Das ist wahr, denn Menschen können mit Geld nicht umgehen. Der Geldfluss muss aber gesteuert werden und es dürfen nicht überall Schulden wuchern und Zinsen den Rattenschwanz verlängern. Denn so ist das Geld bereits der Zweck, Geld hat aber eine viel höhere Funktion und ist ein neutrales Tauschmittel. Es kann uns tatsächlich zu einem höheren Zweck in diesem Leben verhelfen. Also es wird Zeit, höchste Zeit sich von diesen alten Gedanken zu lösen und das Geld zum Wohle aller einzusetzen. Das derzeitige System dient nur den Wohlhabenden, siehe positive money in Grossbritanien, siehe Gemeinwohlökonomie in D, CH, Au und anderen Ländern. Die wenigsten Menschen können es sich derzeit leisten ihr Geld auf der Bank einzuzahlen und die Blüten spriessen zu lassen. Diese Blüten werden eh bald welk sein.

  10. @ Michael Stöcker

    Sorry für die späte Antwort – aber Sie sind nun mal ebenfalls recht spät d’ran…

    Es sei denn, Sie mussten erst Ihre Webpage aufbauen ;-)). Falls ich Ihnen hiermit unrecht tun sollte, bitte ich um Nachsicht. Nur, bei dem, den Sie da u.a. wohlwollend zitieren, hatte ich bereits in meinem Text erhebliche Bauchschmerzen verspürt.. Und danke Ihrer eventuellen Nachfrage – inzwischen geht es mir bereits wieder sehr gut ;-)).

    Ansonsten werde ich persönlich nicht ganz schlau aus Ihren ‚zinsfehlerfreien‘ Ausführungen. Ich hoffe sehr, Sie um so mehr. Es sei denn, Sie wollten Ihre Meinung gelegentlich auch noch mal überprüfen..

    Ansonsten alles Gute !

    • Ja so sieht man das als Experte, nur entspricht das wenig der Lebensrealität der meisten Leute. Das Geld besitzt einen höheren Zweck und kann uns helfen unserem Leben eine höhere Basis zu verschaffen. Wer Geld innerhalb dieses alten, maroden Geldsystems sieht, der hat Recht. Doch so kann es niemals einen wirklichen Wohlstand geben, er wird immer auf wenige beschränkt sein, die es sich leisten können und über genügend Eigenkapital verfügen um zum Finanzjongleur zu werden.
      Also es muss grundlegend reformiert werden und das verfolgt die Initiative. Es gibt überholtes, altes Denken, das dabei abgeschüttelt werden muss. Der Rattenschwanz muss wegfallen. Jesus sagte, Geld ist die Wurzel allen Übels. Das stimmt, da Menschen nicht mit Geld umgehen können und oft über keinerlei ethische Massstäbe verfügen. Doch dieser Willkür muss Abhilfe verschafft werden. Es ist ein vollkommen anderes, neues Denken, da hilft nur eins, sich radikal selbst erneuern. Die Idiotie ist nur solange da, wie man in seinem Expertenwissen verharrt, anstatt sich an den Strom der Zeit, der uns zu neuen Ufern führt anzubinden. Das ist wohl das einzige Problem und der einzige Grund, warum sie diese Initiative als Idiotie bezeichnen. Geld ist für alle da und sollte bedingunslos zur Verfügung stehen, damit sich arbeiten wieder lohnt.

    • So reden Ideologen.
      Ideologien haben die Welt schon oft, oder gar meist ins Unglück gestürzt.
      Vollgeld ist nicht bloss Ideologie, sondern Idiotie, da gebe ich Herrn Dr. Ott vollkommen recht, weil es nichts anderes bedeutet als Planwirtschaft und alle Macht in die Hand von ein paar Wenigen = Kommunismus, da gebe ich Herrn Dr. Meyer recht. Dass die Vollgeldfantasten noch nicht einmal das bestehende System verstehen, sei nur noch am Rande erwähnt und all das wurde hier schon des langen und breiten auseinandergenommen. Und jetzt kommen Sie mit Ihren Heilsprüchen von wegen „Strom der Zeit“ und blabla. Inetwa so wie Sie haben all die Kommunisten gesprochen. Das katastrophale Resultat kann in der Geschichte nachverfolgt werden. Die Menschen umerziehen heisst nun neu anscheinend einfach: „Es ist ein vollkommen anderes, neues Denken, da hilft nur eins, sich radikal selbst erneuern.“. Ein Wolf in einem anderen, neuen Schafspelz.

    • @ Peacerunner

      „Geld ist für alle da und sollte bedingungslos zur Verfügung stehen, damit sich arbeiten wieder lohnt.“

      ‚Amen‘ – und genau das tut es ja. Es ist ein Tauschmedium.

      Und damit kann ich Ihnen nur raten: Bitte erst denken, dann erneut schreiben.. Und nichts für ungut.

      Und unterlassen Sie einfach auch Ihre Küchenpsychologie; daran haben sich bereits Mehrere an mir -vergeblich- versucht..

  11. @ Daniel Meier

    Sie schreiben auf der von Ihnen verlinkten Seite: „Die Banken dürfen dann nur noch Geld verleihen, das sie dafür zur Verfügung gestellt bekommen haben, sei es von Sparern, Unternehmen, Versicherungen, anderen Banken oder der SNB.“

    Sorry, aber Banken verleihen kein Geld. Eine Leihe ist eine unentgeltliche Überlassung einer Sache auf Zeit. Wie sollte denn dann eine Bank z. B. ihre Mitarbeiter bezahlen? Oder arbeiten Banker als Ablass für vergangene Missetaten zukünftig alle auf solidarischer Basis? Wenn schon, dann müssten Sie von einem Mietverhältnis sprechen. Aber auch das trifft es nicht, da bei einer Miete dieselbe Sache zurück gegeben werden muss. Bleiben wir also doch besser beim juristisch exakten Begriff eines Darlehens- bzw. Kreditvertrags.

    Geschäftsbanken erzeugen Giralgeld/Bankengeld auf Basis von Kreditverträgen. Wer behauptet, dass hiermit Geld/ZB-Geld aus dem Nichts entsteht, der hat weder unser Geldsystem noch unser Rechtssystem verstanden. Auch ein Kreditvertag besteht aus einem Verpflichtungs- und einem Erfüllungsgeschäft. Und wie wird ein Kreditvertrag durch den Kreditgeber erfüllt? Durch den gesetzlichen Erfüllungsgegenstand. Und wie sind Zahlungsverpflichtungen (auch die einer Geschäftsbank) zu erfüllen? Nur und ausschließlich durch das gesetzliche Zahlungsmittel. Und dies ist – sofern nichts anderes einzelvertraglich vereinbart wurde – ausschließlich ZB-Geld und NICHT Giralgeld!

    Giralgeld ist auf der zweiten Stufe unseres Geldsystems angesiedelt und hat damit eine andere Qualität als ZB-Geld der ersten Stufe. Nur mit ZB-Geld können Zahlungsverpflichtungen erfüllt werden; niemals mit Giralgeld! Wer etwas anderes behauptet, der hat sich noch nicht mit dem Thema Clearing auseinander gesetzt. Und für alle Freunde der ‚Geldleihe‘ habe ich gestern diesen Beitrag geschrieben: Zombinomics oder die Pfählung der Loanable Funds Theorie. Einfach meinem Namen folgen.

    LG Michael Stöcker

  12. Sehr geehrter Herr Dr. Ott,

    Sie schreiben: „1) Negativzinsen enteignen Sparer“

    Das kommt ganz auf die Höhe in Relation zur Inflationsrate an. In gesättigten Märkten mit hohem Gini-Koeffizienten besteht eher die Gefahr einer deflationären Entwicklung, die die Geldparker (aka Investitions- und oder Konsumverweigerer) gegenüber den Schuldnern privilegiert. Geld wird dann zu einem eigenständigen Asset und verunmöglicht damit die Kredittilgungsfähigkeit der Schuldner. Fast alles Geld basiert auf Kredit in einem Kreditgeldsystem. Kredite haben einen festen Tilgungstermin während Geld keinen Ausgabetermin kennt. Die Zeit ist hier mal wieder der kritische Faktor. Siehe hierzu auch die exzellente Analyse von Carl Christian von Weizsäcker: http://www.wirtschaftsdienst.eu/archiv/jahr/2013/13/2918/

    Kennen Sie nützliche Güter, die keinem Entwertungsprozess in der Zeit unterliegen? Hier können Sie Ihre Meinung noch einmal überprüfen: https://zinsfehler.wordpress.com/2013/09/06/allmachtsfantasien-zur-zinssetzungshoheit/

    Ein Bargeldverbot halte ich hingegen für eine Schnapsidee, die sich mit einer freiheitlichen Gesellschaft nicht vereinbaren lässt. Siehe hierzu auch der Kommentar von Gerald Braunberger http://www.faz.net/aktuell/finanzen/kommentar-zum-bargeld-gepraegte-freiheit-13596983.html sowie die Diskussion bei Daniel Stelter: http://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/wer-bargeld-verbietet-muss-vollgeld-fordern/#comment-12954

    LG Michael Stöcker

    • „Kennen Sie nützliche Güter, die keinem Entwertungsprozess in der Zeit unterliegen? Hier können Sie Ihre Meinung noch einmal überprüfen:“

      Wie wäre es z.B. mit alten Gemälden?

    • Sehr geehrter Herr Stöcker,
      vielen Dank dass die das Thema so korrekt darstellen indem Sie die Fehler und Irrtümer beider Seiten aufdecken.

  13. @ Oeconomicus criticus

    Eine kleine Korrektur Ihres ansonsten exzellenten Kommentars: Banken verleihen nichts, Banken erzeugen Schuldverhältnisse auf Basis von Kreditverträgen. Was auch immer der Erfüllungsgegenstand eines solchen Schuldverhältnisses ist, ist entweder gesetzlich oder aber einzelvertraglich geregelt. Es gab hierzu vor gut einem Jahr eine längere Diskussion im Herdentrieb der Wochenzeitung DIE ZEIT: http://blog.zeit.de/herdentrieb/2014/02/27/zentralbanken-wollen-mehr-inflation-aber-die-disinflation-geht-weiter_7136/comment-page-20#comments

    Übrigens: eine Leihe ist stets kostenlos: http://de.wikipedia.org/wiki/Leihvertrag

    LG Michael Stöcker

    • Sehr geehrter Herr Stöcker

      Danke für das Kompliment.
      In der Schweiz ist es durchaus üblich, dass man Geld verleiht, d.h. ein Darlehen gibt und das hat nichts mit Leihe zu tun. Wohlan, ich muss Ihnen recht geben, dass meine Formulierung nicht ganz glücklich war – aber ich habe die Worte von Herrn Dr. Ott, dessen Kommentar ich diesbezüglich monierte, übernommen. Es ging da ja um die angebliche Verleihung von Spargeldern, was ja ganz klar nicht geht, wie mein Kommentar aufzeigte. Daher hat das zutreffende Wort Kredit einfach nicht gepasst. Man kann ja nicht Spargelder als Kredit ausleihen – auch da wieder dieses ominöse Wort. Selbst die Sprache zeigt also sehr schön, dass viele Theorien auf Irrtum beruhen.

  14. Nein, Herr Dr. Ott, hier wurde kein Kredit geschöpft, sondern ein Sachdarlehen gewährt. Mit diesem Sachdarlehen können sie nicht schuldbefreiend eine Geldverbindlichkeit begleichen (es sei denn, Ihr Vertragspartner würde dies so akzeptieren). Sie dürfen nicht die Hierarchieebenen des Geldsystems vermischen. Ausschließlich ZB-Geld ist das alleinige gesetzliche Zahlungsmittel, keine Wechsel, keine Schecks und schon gar nicht irgendwelche Forderungen aus Sachdarlehen.

    Wo ich wiederum bei Ihnen bin ist Ihre Aussage zur Akzeptanz des Geldes. Ein Kreditgeldsystem basiert auf der Qualität der Kreditvergabe im Bankensystem. Ist diese Qualität nicht nachhaltig oder es kommt gar zu Simbabwischen Vollgeldexzessen, dann ist die Akzeptanz dahin und es wirkt das Greshamsche Gesetz.

    Staatsschulden sind übrigens schon aus geldsystemischer Sicht zwingend notwendig; allerdings nicht in Höhe vulgärkeynesianischer Beglückungsorgien, sehr wohl aber in Höhe der staatlichen Nettoinvestitionen: https://zinsfehler.wordpress.com/2014/10/27/schuldmythen-und-das-dilemma-der-schwarzen-null/

    LG Michael Stöcker

  15. @ Marc Meyer
    Hier ist das passende Konzept dazu: http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/FAQ_Listen/faq_zum_thema_geldschoepfung.html?docId=322134#322134

    und hier eine etwas ältere Version von Hartley Withers: LOANS MAKE DEPOSITS: https://archive.org/stream/cu31924030178663#page/n83

    Und Hans Gestrich schrieb zu diesem Thema 1936:

    „Wenn Gleichschritt bei den jeweiligen Kreditgewährungen durch die Kreditinstitute eingehalten wird, benötigen diese weder zusätzliches Zentralbankgeld (Notenbankguthaben) noch Einlagen der Sparer (Giralgeld) und auch nicht Interbankkredit (bzw. Minderung Nostroguthaben) zu (auch weiteren) Kreditvergaben.“

  16. Die Spar- und Leihkasse Thun habe in unverantwortlicher Weise Kredite vergeben, sagte jemand damals zum Schweizer Fernsehen, als die Bank insolvent war. Das Fernsehen zeigte Leute, die Geld nicht abheben konnten. Was wäre passiert, wenn kurz vorher auf Vollgeld umgestellt werden wäre? Hätten die Kunden (mit Sichtguthaben) alles abheben können? Wäre die Konkursmasse der Bank bei der SNB stark verschuldet gewesen?
    PS: Ich mag die Idee von Vollgeld. Ich finde auch, Banken sollten im Falle von Vollgeld ein Sammelkonto bei der SNB haben, damit nicht eine einzelne Stelle, die SNB, zu viel Macht hätte.

  17. @ Oeconomicus criticus + Dr. Otmar Pregetter

    Danke, lieber OC, für diese brilliant verdichtete Formulierung.

    Und wenn ich jetzt bitte noch ein Sahnehäubchen an den Dr. Pregetter d’raufsetzen dürfte:

    Und angenommen, der Hausverkäufer wollte seiner persönlichen Präferenz zufolge dieses Bargeld von dieser Bank (also nicht einfach elektronisches Geld auf seinem Konto), dann muss die das ja von ihrer Zentralbank holen, präziser: erwerben, noch präziser: gegen etwas anderes eintauschen, um es zu bekommen. Korrekt ?

    Und jetzt meine Gretchenfrage an den lieben Professor aus dem benachbarten Österreich:

    „Gegen was bitte tauscht diese Bank dieses zentrale Bargeld denn dann ein .. ??!??“

    Und nachdem der Kandidat gleich 100 Punkte von mir für seine Antwort bekommen dürfte, gleich zur Belohnung noch eine Zusatzfrage:

    „Könnte das dann mit ein weiterer Grund sein, dass man Bargeld in Bälde verbieten wird in Europa .. ??!??“

    • Korrigenda: „Obers“ statt Sahnehäubchen natürlich, sorry .. ;-))

  18. @ Dr. Otmar Pregetter

    Da die Banken nicht illiquid werden können, gibt es auch keinen Bankrun, und falls es einen solchen gibt, ist er problemlos, weil die Banken ja nie illiquid werden können, denn sie können sich ihre Liquidität selber schaffen aus dem Nichts, so Ihre Theorie, nicht wahr?

    Seit wann sind Passiven, also Fremdkapital, also Verbindlichkeiten, also eine (Bargeld-)Schuld, Liquidität?
    „In der Betriebswirtschaftslehre ist Liquidität die Fähigkeit eines Wirtschaftssubjekts, seine fälligen Verbindlichkeiten jederzeit (fristgerecht) und uneingeschränkt begleichen zu können.“ (Wikipedia).

    Dazu Prof. Hans Geiger: „Die Banken finanzieren illiquide Aktiven mit liquiden Passiven. Sie produzieren für die Wirtschaft Liquidität und sind damit eigentlich immer illiquid. Nur das Vertrauen der Einleger und anderer Geldgeber verhindert, dass eine Bank illiquid wird.“. http://www.hansgeiger.ch/wp-content/uploads/2012/02/Vertrauen_Schweiz_Bank001.pdf

    Fazit: Die Banken erfinden nicht Geld aus dem Nichts, sondern sie gehen Schulden ein, und zwar nicht aus dem Nichts, sondern sie übernehmen sie von einem Schuldner oder kaufen sich etwas auf Kredit (Ihre Beispiele: Bürohaus, PKW), so wie andere Firmen auch. Jemand, der ein Haus kauft, schuldet seinem Hausverkäufer Geld. Da er nicht so viel Geld hat, geht er zur Bank. Die Bank ÜBERNIMMT SEINE SCHULD, wodurch der Hauskäufer der Bank das Geld neu schuldet statt dem Hausverkäufer. Der Hauskäufer hat nun ein Guthaben bei der Bank. Das ist nicht Liquidität der Bank, sondern eine Bargeldschuld derselben. Und auch diese Schuld entstand wohl kaum aus dem Nichts, sondern aus dem Hauskauf. Denn wohl kaum jemand geht eine Schuld aus dem Nichts ein.

    Ich hoffe, das ist Ihnen nun Anlass genug, Ihre skurrile Theorie nochmals gründlich zu hinterfragen…

    Höfliche Grüsse
    OC

    • Nachtrag:
      @Oeconomicus,

      „Da die Banken nicht illiquid werden können, gibt es auch keinen Bankrun, und falls es einen solchen gibt, ist er problemlos, weil die Banken ja nie illiquid werden können, denn sie können sich ihre Liquidität selber schaffen aus dem Nichts, so Ihre Theorie, nicht wahr?“

      Unterscheiden Sie exakt zwischen Zentralbankgeld und Giralgeld und zwischen Kredit und Leihe, und zwischen Geldschöpfung und Kreditvergabe, dann ist überhaupt eine Diskussionsbasis gegeben. Ihre Zeilen signalisieren mir, dass Sie nicht korrekt zwischen Geld, Zahlungsmittel und Guthaben unterscheiden, das führt zu Ableitungsfehlern. Wenn wir Geld als Hilfsmittel in unserer arbeitsteiligen Gesellschaft verwenden wollen, sind verschiedene Fragen zu beantworten. Zum Beispiel sollte diskutiert werden, wer Geld ausgibt und wie es in den Umlauf gelangt? Hierum bemühen sich die Vollgeldinitiativen. Eine weitere wichtige Frage ist, wie das bereits ausgegebene Geld im Umlauf bleibt?

      Das ist Ihre selbstgebastelte Website, oder?
      https://sites.google.com/site/vollgeldinitiative/home

      Ihre abstrusen Theorien über Vollgeld mögen ihnen selbst nahe liegen, aber mit Vollgeld hat es nichts zu tun. Vollgeld soll realisieren, was die meisten Leute irrtümlicherweise als Realität annehmen: staatliches Geld, d.h. die Ausdehnung des bisherigen Münz- und Papiergeld-Monopols auf Buchgeld und E-Geld in Händen der Zentralbank als Monetative. Eine Verstaatlichung der Banken ist ausdrücklich nicht vorgesehen. In einer Vollgeldordnung können Banken freie marktwirtschaftliche Unternehmen sein, nur sollen sie nicht mehr das illegitime und dysfunktionale Privileg besitzen, selber auch noch das Geld zu erzeugen, auf dessen Grundlage sie tätig sind.

      In einer Vollgeldordnung sorgt die Zentralbank mit einem zeitlichen Vorlauf stets für einen ausreichend großen Geldmengenzuwachs, und die Banken finanzieren sich über alle zur Verfügung stehenden Kanäle: Geldaufnahme von Kunden, von anderen Banken, von sonstigen Finanzinstituten und institutionellen Investoren, Begebung von Schuldverschreibungen, ggf auch Aktien, am offenen Markt, und nicht zuletzt auch direkt von der Zentralbank.

      Vollgeld beruht auf einer tatsachengerechten Theorie der Funktionsweise des heutigen Giralgeld- und Bankensystems. em Vollgeldkonzept liegt eine Analyse der Disfunktionen des Giralgeldregimes der Banken zugrunde (des fraktionalen Reservebanking). Dieser Analyse zufolge sind die Finanz-, Banken-, Währungs- und Staatschuldenkrisen auf monetäre Ursachen zurückzuführen, nicht nur, aber grundlegend. Hierzu, studieren Sie die Quellen/Links die ich in Artikeln des @Dr. Meyer, @Dr. Ott verlinkt habe.

      Ihre Website weist, mit wenigen Ausnahmen, klar eine einseitige Betrachtungsweise; bitte berücksichtigen Sie die Realität in der wir leben. Letztendlich ist jeder Vertrag zweiseitig, und ihn nur von einer Seite aus zu betrachten, führt zu falschen Schlüssen.

      Letztendlich, lieber @Herr Oeconomicus, ringen wir alle nur um Begriffe, und ich muss Ihre Website aus viel umfassenderen Gründen ablehnen wie Sie vermuten. Sie ist in einigen Punkten korrekt und logisch, aber blutleer. Sie bringt die Dinge nicht auf den Punkt, sondern redet um den heissen Brei herum. Wir stehen auf der gleichen Seite und sehen doch die Welt ganz anders.

      Alles Gute

    • @ Der Aufklärer alias “Michele D’Aloia”, alias “Walter Breni”, alias “Argonautiker”, alias “X”, alias „Trader“, alias „Zerschlagung!“, alias „Politiker“, alias „Der Praktiker“ alias alias alias

      Es ist mir bekannt, dass Sie immer Recht haben und dass Sie alle Beweise nicht akzeptieren. Daher ist eine Diskussion mit Ihnen schlicht und einfach nicht möglich. Dass Sie dann auch noch unter verschiedensten Pseudonymen hier Ihren Unsinn hinterlassen und sämtliche Foren vollmüllen, wild Texte ungezeichnet plagiieren und sich laufend widersprechen sei nur noch am Rande erwähnt. Also bitte verschonen Sie mich in Zukunft mit Ihren Ergüssen, solange Sie nicht konkrete Kritik, die dann auch diskutiert werden kann, anbringen. Aber einer solchen Diskussion sind Sie immer ausgewichen und haben einfach Behauptungen in die Welt gestellt und diese dann immer und immer wieder wiederholt, wie wenn Lügen plötzlich wahr würden, wenn man sie nur oft genug wiederholt. So kann keine Diskussion geführt werden. Lernen Sie also erst, wie man diskutiert und argumentiert. Daher gehe ich auch nicht mehr auf Ihre Beiträge ein, weil das zum Vorneherein verschwendete Zeit ist.

    • @Oeconomicus criticus

      Bingo!

      Ihr Kommentar an das verdrückte und unehrliche und hinterhältige Alias-Bubi trifft ins Schwarze!

      Danke und einen schönen Tag wünscht Ihnen

      Marc Meyer

    • @Oeconomicus,@Dr. Meyer,

      „@ Der Aufklärer alias “Michele D’Aloia”, alias “Walter Breni”, alias “Argonautiker”, alias “X”, alias “Trader”, alias “Zerschlagung!”, alias “Politiker”, alias “Der Praktiker” alias alias alias…Es ist mir bekannt, dass Sie immer Recht haben und dass Sie alle Beweise nicht akzeptieren. Daher ist eine Diskussion mit Ihnen schlicht und einfach nicht möglich. Dass Sie dann auch noch unter verschiedensten Pseudonymen hier Ihren Unsinn hinterlassen und sämtliche Foren vollmüllen, wild Texte ungezeichnet plagiieren und sich laufend widersprechen sei nur noch am Rande erwähnt“

      Da muss eine persönliche Kränkung vorliegen. Anders kann ich mir dieses niveaulose Verhalten nicht erklären. Nahezu 2 DUTZEND Quellen, Studien usw. korrekt angegeben, auf welche ich und andere Kommentatoren keine Antwort erhalten haben, es sei denn, mit Vorwürfen, Unterstellungen und andere Beflegelungen die von der tatsächlichen Inhalten/Diskussion immer wieder ablenken – obendrauf, noch die Arroganz zu haben immer wieder mit infantilen Belehrungen die Gegendarstellungen mit blutleeren Behauptungen zu diskreditieren.

      Ich könnte genauso inhaltlos wie Sie argumentieren, @Oeconomicus, indem ich Ihnen diese und andere Pseudonyme unterstelle @Oeconomicus, @Buchhalter, @Detektiv, @C. Hindler usw. usf. Und gefällt es Ihnen? Das kann doch nicht sein, oder? Am Ende gibt es dann nur mehr oder weniger frustrierte Diskutanten, deren Meinung genau die gleiche ist wie vor der Diskussion. Was bezwecken Sie mit Ihrer Website? Was bezwecken Sie mit Ihrem angepassten oder gar unterwürfige Verhalten gegenüber @Dr. Meyer? Aufklärung? Oder probieren Sie, Leute die eine andere, aus Ihrer Sicht, falsche Meinung haben, durch Ihre Argumentation umzustimmen? Wollen Sie, dass diese erkennen, wie falsch sie liegen? Aus Ihrer Sicht natürlich!. Aber das funktioniert nicht. Merken Sie den nicht, dass die Glaubwürdigkeit Ihrer Beiträge darunter leidet? Ist es nicht besser die Thesen gegenüberzustellen, um gemeinsam zu erörtern, welche Substanz hat und in der Realität vorkommt – und welche sich von alleine auflöst; als immer diese Streitereien?

      Wenn ich Sie richtig verstanden habe, meinen Sie also, dass die Geschäftsbanken „lediglich“ Vorfinanzierer sind, oder? Und Vollgeld Kommunismus ist?

  19. Für mich war diese „künstliche Debatte“ der Herren Dr. Ott und Meyer, Johannes usw. längst vorbei, zumal alle ihre erschreckende Unkenntnis hier entlarvend offenbarten – und ich mich auf ihr inferiores Niveau der Beflegelungen nicht hinab begebe.
    – – – – –
    Ich beantworte hiermit die Mails von 4 Personen ohne ihre Namen zu nennen – ich denke sie werden hier mal „vorbei schauen“.
    Sie beziehen sich alle auf denselben Kommentar
    von Johannes – 26. Mai 2015 / 21:43 @ Pregetter
    Also, dann erklären Sie den folgenden Satz mit einem Buchungssatz:
    “– Illiquidität, also Zahlungsunfähigkeit – dies trifft auf Banken eben wegen des GELDES AUS DEM NICHTS nicht zu…”
    – – – – –
    Vorweg:
    selbstverständlich muss man das GELD AUS DEM NICHTS bilanziell, d.h. anhand von Buchungssätzen darstellen, weil es genau SO in der Finanzbuchhaltung (FIBU) der privaten Banken entsteht!
    Klar ist auch:
    FIBU = nicht gleich Kostenrechnung, wo jedes Unternehmen machen kann, was es will, wie z.B. nach welcher Methode sie die kalkulatorischen Zinsen berechnen. In der KORE wird generell nicht gebucht – obwohl große Industriekonzerne, wie Philipps z.B. auch eine getrennte Betriebsbuchhaltung hat.

    Ad) FIBU – das oberste Prinzip lautet:
    KEINE BUCHUNG OHNE BELEG!
    – – – – –
    Meine Antwort zur o.a. Frage:
    Nachdem die Banken erwiesenermaßen das GELD AUS DEM NICHTS frei erfinden – entsteht die künstlich erzeugte Liquidität = Buchgeld je Geschäftsfall – genauso wie eben bei der Verbuchung eines Kredites, nur mit dem Unterschied, dass keine Forderung (= Gläubigerposition der Bank aufgrund des Kreditvertrages entsteht), sondern die Gegenleistung in Form von anderen Sachwerten in der Bilanz verbucht wird – wie z.B.

    a.) die EZB bucht bei Bezahlung ihres Büroturm von 1,2 Mrd. wie folgt:
    . . .Anlagevermögen Bürohaus / Verbindlichkeiten Baufirma X …..1.200.000.000,-
    ( die EZB hat damit mit Geld aus dem Nichts bezahlt,
    Geld das zuvor nicht existierte!)
    b.) die Sparkasse in Solothurn bezahlt den Firmen-PKW des Direktors
    . . . Anlagevermögen KFZ / Verbindlichkeiten Audi-Solothurn ……………..50.000,-

    Fazit:
    – die Liquidität einer Bank entsteht mit Geld aus dem Nichts JE GESCHÄFTSFALL! Genauso wie es den Grundregeln der FIBU entspricht.
    – im Gegensatz zu den NICHT-BANKEN (also den realen Unternehmen) muss die Bank keine Liquidität „vorhalten“ – weil sie ja das GELD AUS DEM NICHTS erzeugen kann!
    – natürlich hat jede Bank auch einen frei erwirtschafteten CASH FLOW, der (so wie bei den Unternehmen der Realwirtschaft) sich aus der Differenz der Einnahmen über die Ausgaben ergibt (Einnahmenüberschuss).

    Ich denke damit sind die Fragen der 4 Personen beantwortet. Falls sie nicht dieser Meinung sind – dann müssen sie die Buchhaltung einfach neu erfinden … 😉

    Damit ist für mich dieser „Diskurs“ hier definitiv beendet.
    Ciao.
    – – – – –
    P.S.
    Für weiterführende Links verweise ich Sie weiter unten auf meinen Kommentar vom 23. Mai – 21.18h.

    • @ Dr. Pregetter

      Ihre wiederholte Behauptung: „Nachdem die Banken ERWIESENERMAßEN das GELD AUS DEM NICHTS frei erfinden…“

      Wer realitätsferne Theorien propagandamässig und überheblich verbreitet, Foren zumüllt und fachmännische Argumente nicht ernst nimmt und damit seine „erschreckende Unkenntnis entlarvend offenbart“, darf sich nicht beklagen, wenn ihm Gegenwind entgegenbläst, sondern muss sich fragen, ob nicht er es war, der sich damit auf ein „inferiores Niveau der Beflegelungen hinab begab“ und damit das Beklagte mit seiner erkenntnisresistenten und arroganten Tätigkeit erst provozierte.

      Es ist Ihnen leider entgangen, dass Herr Dr. Marc Meyer Ihre laierhaft wiederholte Behauptung nicht bloss in verschiedenen Beiträgen auf In$ideParadeplatz seit vielen Jahren schon ad absurdum geführt und das Gegenteil bewiesen hat!

    • @Dr. Otmar Pregetter

      Sehr geehrter Herr Doktor Pregetter

      Sie hatten sich doch schon einmal definitiv von hier verabschiedet. Nun sind Sie wieder da. Warum? Sie sind doch der mit der „Frisur auf Vorrat“? Nichtwahr?

      Ihre Voten hier weisen alle dasselbe Muster auf: Zuerst lautes polemisches „Röhren“, dann vage Argumente und dann die Flucht, bevor man überhaupt ein Gegenargument vortragen konnte. So auch jetzt wieder.

      Doch bitte nicht so: Wenn Sie ein Gegenargument erhalten, sollten Sie zumindest aus Anstand darauf eingehen und antworten.

      Was sich Ihnen zugute halte ist, dass Sie wenigstens mit Ihrem Namen hier zu dem stehen, was sie schreiben und nicht anonym persönlich beleidigend werden, wie das leider diverse Kommentatoren tun. Diese wechseln sogar andauernd ihr Pseudonym aus Angst, sie könnten „auffliegen“. Schwach – nicht wahr? Und das sind Vollgeld-Initianten und „anonyme Freunde“ der Nationalbank.

      Diese tun das, weil Sie fachlich offenbar stark überfordert sind und deshalb versuchen, die Diskussion auf eine persönlich beleidigende Ebene zu herunterzuzerren. In den persönlichen Beleidigungen sehen sie ihre vermeintliche Stärke – damit wollen sie punkten und ihre Defizite im Faschwissen überdecken.

      Ich denke nicht, dass das die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger „goutieren“.

      Da Sie hingegen fachliche Argumente vortragen, kann und will ich darauf eingehen. Ich versuche das nochmals, obwohl ich das hier auf Inside Paradeplatz in zwei Dutzend Beiträgen vielmals getan habe.

      Es würde mich freuen, wenn Sie versuchten, das nachzuvollziehen, was ich hier schreibe:

      Der fachliche Kern Ihres Kommentars ist ihre Argumentation, wonach ein Geldemittent z.B. ein Hochhaus oder ein Auto kaufen könne und dieses dann mit „Geld aus dem Nichts“ bezahle.

      Ihre Argumentation ist identisch mit jener von SNB-Chef Prof. Dr. Jordan. Er argumentiert auch, die Schweizerische Nationalbank könne „Geld aus dem Nichts“ schaffen, indem sie beispielsweise ihr Haus am Bürkliplatz durch einen Maler streichen lassen würde und mit „Geld aus dem Nichts bezahle“.

      Es scheint, dass solche Beispiele der letzte Halm sind, an welchen sich die Zentralbanker dieser Welt mit ihrer Irrlehre vom „Geld aus dem Nichts“ klammern.

      Ich will Ihnen Ihren Überlegungsfehler und den der Zentralbanker hier nochmals erklären:

      Erstens:

      Zuerst einmal muss gesagt werden, dass es nicht das typische Beispiel einer Geldemission ist. Typischerweise – und von der Bundesverfassung vorgegeben – muss eine Zentralbank zum Nutzen der gesamten Volkswirtschaft investieren. D.h. eine Zentralbank kauft entweder Gold, dessen Wert rel. sicher ist und emittiert dagegen Notenbankgeld.

      Oder eine Zentralbank kauft Wertschriften und emittiert dagegen Notenbankgeld. Oder sie kauft Devisen und emittiert dagegen Notenbankgeld.

      Natürlich ist es auch denkbar, dass eine Notenbank ein Immobilienportefeuille aufbaut und dagegen Notenbankgeld emittiert.

      Würden Sie aber Ihr Geld bei einer Bank anlegen, welche ausschliesslich in eigene Autos für ihre Mitarbeiter investiert. Jeder Mitarbeiter bekommt dann eins, zwei oder drei Autos zu herumfahren.

      Was wären diese Autos nach zehn Jahren wert? Und wieviel wäre dann ihr Geld bei dieser Bank noch wert, wenn diese Konkurs gegangen ist, weil sie nur in Fahrzeuge zum herumfahren investiert hätte?

      Ihr Geld wäre nichts mehr wert.

      Genauso wäre das Notenbankgeld einer Zentralbank nach einigen Jahren nichts mehr wert, wenn diese nur in Autos investierte.

      Ähnlich wäre auch der Fall, wenn die Zentralbank nur in eigene Hochhäuser investiert und darin nichts gearbeitet wird. Der Landpreis wäre zumindest erhalten. Aber es ist nicht die Aufgabe einer Zentralbank in eigene Immobilien zu investieren und darin nichts zu arbeiten.

      Eine Zentralbank hat die Aufgabe, ein allseits anerkanntes Zahlungsmittel bereitzustellen.

      Sie tut das typischerweise, indem sie Wertschriften kauft und dagegen Notenbankgeld emittiert. Dabei muss sie einen positiven Zinsensaldo erwirtschaften. Selbstverständlich hat sie auch Kosten: Zinsaufwand, Löhne, Immobilenaufwand, Fahrzeugaufwand usw.

      Die Kosten für die Autos der Zentralbank und der Immobilienaufwand der Zentralbank werden mit dem Zinsertrag erwirtschaftet. Was dann noch übrig bleibt ist der Gewinn der Nationalbank bzw. deren „Seigniorage“.

      Das Geld, das emittiert wird bei einem Immobilienaufwand oder bei einem Fahrzeugaufwand (Ihr Beispiel) hat nur deshalb einen Wert, weil die Zentralbank insgesamt eine „Seigniorage“ erwirtschaftet, die dafür garantiert, dass der Wert des Vermögens der Zentralbank insgesamt nicht unter den Wert ihrer Schulden – der ausstehenden Notenbankgeldmenge – fällt.

      Würde eine Notenbank aber nur in Malerarbeiten und Benzin für Autos investieren, ohne zu arbeiten, so wäre das Notenbankgeld dieser Zentralbank bald nichts mehr wert.

      Zweitens:

      „Geld aus dem Nichts“ wäre genauso nichtig, wie einen Geburtsschein auszustellen ohne Geburt eines Kindes.

      Drittens:

      Würde die Notenbank „Geld aus dem Nichts“ emittieren, so wären diesbezüglich zwei Buchungen möglich:

      „Liquide Mittel an Nichts“

      Oder

      „Nichts an Notenbankgeld“.

      Die Zentralbanken begehen in ihrer Argumentation zwei Fehler: Erstens behaupten sie, Notenbankgeld sei „Liquidität“. Damit könnten sie alle Schulden der Zentralbank bezahlen. Das ist falsch:

      Das wäre der Buchungssatz

      Liquide Mittel an Nichts.

      Das ist falsch. Unmöglich.

      Da muss die Buchhaltung keineswegs neu erfunden werden. Im Gegenteil: Die Doppelte Buchhaltung offenbart den Fehler der Zentralbanken.

      Der zweite Fehler liegt darin, dass die Zentralbanken übersehen, dass beide Seiten der Bilanz bei einer Geldemission gleichviel zunehmen. D.h. es gibt nicht „Geld aus dem Nichts“. Das wäre auf der einen Seite ein positiver Betrag und auf der anderen eine Null. Unmöglich.

      Die Bilanz würde „hinken“.

      Viertens:

      Wenn eine Notenbank ein Auto für den eigenen Fahrzeugpark kaufen muss und dieses mit eigenem Notenbankgeld „bezahlt“, so ist die Schuld der Zentralbank damit nicht beglichen. Sie ist immer noch offen.

      Ein Vergleich:

      Wenn Sie ein Auto für sich kaufen und bar bezahlen, so stellt das in Ihrer persönlichen Bilanz ein Aktivtausch dar:

      Fahrzeug an Kasse

      Ihre eigene Bilanz bleibt unverändert gleich lang.

      Wenn Sie hingegen ein Auto auf Kredit kaufen, so lautet der Buchungssatz:

      Fahrzeug an Fremdkapital

      In diesem Fall wird ihre persönliche Bilanz verlängert.

      Diese beiden Fälle sind grundverschieden voneinander:

      Im ersten Fall kaufen und bezahlen sie das Auto mit Ihrem Vermögen.

      Im zweiten Fall kaufen Sie das Auto und gehen eine entsprechende Schuld ein.

      Genauso ist das im Fall der Zentralbank: Sie kauft ein Auto und geht eine Schuld ein.

      Da sie die beste Schuldnerin im Lande ist oder sein sollte, kann diese Schuld der Zentralbank als Geld verwendet werden. D.h. der Autoverkäufer kann sein Guthaben bei der Zentralbank einem anderen Marktteilnehmer übereignen, von dem er etwas kauft.

      Der andere Marktteilnehmer ist jetzt Gläubiger der Zentralbank. Diese hat jetzt eine offene Schuld bei ihm.

      Das funktioniert aber nur, solange die ZB die beste Schuldnerin im Lande ist. Fällt der Wert des Vermögens der Zentralbank unter den Wert ihrer Schulden, so sind diese nicht mehr zu 100 Prozent gedeckt. Das von ihr emittierte Geld verliert deshalb an Wert.

      Fünftens:

      Wenn also SNB-Chef Prof. Jordan argumentiert, die Nationalbank könne ihre eigenen Schulden bezahlen indem Sie Notenbankgeld drucke, so belegt das, dass er Notenbankgeld fälschlicherweise zu den Liquiden Mitteln der SNB zählt. Er betrachtet damit Notenbankgeld als Zahlungsmittel der Zentralbank. Das ist falsch.

      Nur ein Aktivum kann ein Zahlungsmittel sein. Notenbankgeld ist aber ein Passivum des Geldemittenten. Er betrachtet Notenbankgeld also als Vermögen der Zentralbank anstatt als Schuld derselben.

      Er ist nicht der einzige Notenbankpräsident, der diesen Fehler begeht. Dr. Weidmann von der Bundesbank begeht offensichtlich denselben Irrtum.

      Bedenklich, wenn man an die Tragweite des Euros denkt.

      Sie selber Herr Doktor Pregetter haben ja den Artikel der Bank of England hier hervorgehoben. Diese hat das übernommen, was ich bereits seit 20 Jahren sage:

      Notenbankgeld ist eben nicht Vermögen des Geldemittenten, sondern eine Schuld.

      Unter dem Titel: „Money creation in a modern economy“ schreibt jetzt auch die BoE:

      „So they are a liability of the bank, not an asset that could be lent out.“

      Eine Schuld kann nur bezahlt werden mit einem „Asset“, d.h. mit Vermögen – nicht mit einer zusätzlichen Schuld.

      Konklusion:

      Es gibt kein Geld aus dem Nichts.

      Geld benötigt immer eine Gegenbuchung in Form eines realen Wertes.

      Am besten merken Sie sich das mit dem Beispiel:

      Ein Geburtsschein hat nur eine Bedeutung, wenn ein Kind geboren wurde.

      Ein Geburtsschein ohne Kind wäre wertlos – genauso wie Geld aus dem Nichts wertlos wäre.

      Und auf die Vollgeld-Initiative bedeutet diese Schlussfolgerung zweierlei:

      a) Geldschöpfung per se führt nicht zu einem Gewinn des Geldemittenten, da das emittierte Notenbankgeld nicht Vermögen des Geldemittenten darstellt, sondern eine Schuld.

      b) Der Geldemittent muss bei einer Geldemission einen Vermögenswert in seiner Bilanz aufnehmen. D.h. die Bank, welche Geld emittiert, muss auch den Kredit sprechen und auf ihr Buch nehmen. Daraus folgt: Bei Annahme der Vollgeld-Initiative dürfte nur noch die SNB Hypothekarkredite gewähren. Das wäre Kommunismus pur.

      Ich habe diese Zusammenhänge in meinen beiden Beiträgen

      „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“

      Und

      „Vollgeld-Initiative – Lachnummer mit Emil“

      aufgezeigt.

      Und zum Schluss noch eine Frage: Es haben sich hier Professoren aus Deutschland und Oestereich zum Worte gemeldet. Sie wollen Vollgeld in der Schweiz. Warum starten Sie diesen Versuch nicht zuerst in Deutschland und in Oesterreich?

      Da würde mich eine Antwort sehr interessieren.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Dr. Pregetter,

      Die Bilanz einer Bank dient der Verschleierung ihrer Vorteilsnahmen. Gerne verweisen die Gegner der Giralgeldschöpfung auch auf Bankbilanzen, in denen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in etwa in derselben Größenordnung liegen wie die Forderungen an Kunden. Daraus schließen sie dann, dass eine Geschäftsbank einem Kunden nur dann einen Kredit gewähren könne, wenn ihre Kundeneinlagen dies zulassen. Tatsächlich ist es allerdings so, dass die gewährten Kredite natürlich zu Kundeneinlagen werden.

      Selbstverständlich findet keine Giralgeldschöpfung in der Form statt, dass Banken ihr selbst erzeugtes Giralgeld als eigenes Guthaben oder als Gewinn verbuchen. Oder anders ausgedrückt, es erscheint in der Bankbilanz natürlich nicht in der eigenen Kasse, weshalb es auch eine Selbstverständlichkeit ist, dass man es dort nicht findet.

      An Aussagen wie, die von @Dr. Ott, @Dr. Meyer „6 Eier sind kein Nichts“ ergo: man könne doch nichts verleihen, was man nicht hat, erkennt man, dass die Leugnung der Giralgeldschöpfung nur dann gelingt, wenn man Begriffe ungenau bzw. falsch definiert. Selbstverständlich verleihen Banken kein Geld, das sie nicht haben, sie geben Kredit. Geld verleihen und Kredit geben sind zwei völlig verschiedene Dinge!!!

      Genau das beabsichtigt Vollgeld, nämlich, die Trennung zwischen Geldschöpfung und Kreditvergabe!

      Ich verweise auf 3 Kommentare von mir:

      Der Aufklärer
      28. Mai 2015 / 10:35

      @Oeconomicus,@Meyer,@Ott,

      “…und plötzlich stünden der Herr Dr. Otmar Pregetter und die Vollgeldler mit abgesägten Hosen da, wenn allen klar würde, dass Buchgeld eine Bargeldschuld einer Bank ist, da auf der Haben- und Passivseite.”…weiter….@@Aufklärer…alias “Der Praktiker”, “Michele D’Aloia”, “Zerschlagung!”, “Argonautiker”, “Walter Breni”, “X”, “Hawkeye”, “Politiker”, “Beny” alias alias alias…6 Eier sind eben nicht “Nichts”…..Wenn jemand hier beleidigt und diffamiert, so sind Sie es, notabene mit ständig wechselndem Pseudonym. Und bitte verbreiten Sie hier als anonymer keine falschen Aussagen über mich…”

      @Dr. Meyer Sie eignen sich bestenfalls für ein Inquisitionsverfahren, aber sicher nicht zur Wahrheitsfindung…..

      Auf Inhalte, Quellen, Studien, Links usw. geht ihr nicht ein, sondern versucht die Vollgeld-Initiative mit einem Pamppkameraden aus falschen und inhaltlosen Argumente zu dis­kre­di­tie­ren. Das weist auf typische Methoden hin wie man sie aus der Gosse kennt – “Lass dir deine Meinung Bilden, dass du nicht merkst wie wir dich verarschen”.

      Wie aus den Papieren hervorgeht, ist der Übergang von Giralgeld zu Vollgeld eine Reform der Geldordnung, genauer gesagt, der Geldschöpfung. So viel, aber nicht mehr. @Oeconomicus, haben Sie inzwischen den Unterschied zwischen Leihe und Kredit verstanden?

      Nun ja, zu Ihrem oben zitierten Statement: Wie sooft wollen/können Sie nur eine Seite der Medaille sehen – und Ihre Website – ist ein Paradebeispiel dafür.

      Sie und Ihre andere Mitstreiter wollt nicht erkennen, dass entscheidend ist, dass die Kunden, die Verbraucher, auf das Bankenbuchgeld angewiesen sind, wenn sie z.B. eine Wohnung oder ein Auto erwerben wollen. Mit der Kreditaufnahme werden sie allerdings erpressbar gemacht. Denn zur Wertvollmachung, zur Geldmachung der Gutbuchung müssen sie in der Regel Sicherheiten stellen, also z.B. bei Immobilienfinanzierungen (das bei weitem größte Finanzierungsvolumen) eine sogenannte Grundschuld bestellen und – das ist der Hebel – sich der sofortigen Zwangsvollstreckung aus der Urkunde in die erworbene Wohnung und ihr übriges Vermögen unterwerfen. Damit gehört die Wohnung wirtschaftlich betrachtet erstmal der Bank. Der Kreditkunde sitzt in der Falle und wird erpressbar. Kann er die Gutbuchung nicht mehr zurückzahlen, wird er mit der Zwangsversteigerung der Wohnung bedroht und auch noch der Erhöhung des Schuldenberges, weil in der Regel in der Zwangsversteigerung nur ein Bruchteil des Marktwertes der Wohnung erreicht wird. Der Kunde kann also dieser Geldordnung, bei der Geld immer durch eine Schuld entsteht, nicht entfliehen. Merken Sie was?

      So gut wie kein normaler Verbraucher durchschaut aber diesen Mechanismus, bei der die eine Seite mit einem minimalen Aufwand und einer Banklizenz in einem ersten Schritt nur eine Buchung vornimmt, eine Forderung gegen sich selbst bucht und damit lediglich den Eindruck erweckt, vorhandenes Geld (Einlagen, Zentralbankgeld) zu verleihen. Erst im zweiten Schritt wird durch die vertragliche Bindung und die Stellung der Sicherheit zumindest die Buchung der Kreditforderung auf der Aktivseite der Bankbilanz wertvoll gemacht, die Buchung der Forderung gegen sich selbst auf der Passivseite, die mit der Auszahlung des Kredits einhergeht, allerdings nur minimal mit Zentralbankgeld und Bargeld, also echtem Geldvermögen unterlegt. Die Bank spekuliert also darauf, dass der Kreditnehmer keine Auszahlung in bar verlangt. Eine extrem erfolgreiche Spekulation!

      Vollgeld unterbindet dieses lukrative Geschäftsmodell der GB!

      und……….

      Der Aufklärer
      27. Mai 2015 / 11:22
      @Dr.Ott,

      Gestatten Sie mir bitte einen Hinweis zu Ihrer Antwort an Frau Seiler vom 25. Mai 2015 zu geben.

      Sie schreiben:

      “Das ist schlicht ein essentieller Vorgang. Wenn Sie meine Nachbarin wären, und ich würde mir 6 Eier ausleihen mit dem Versprechen Sie Ihnen Ende der Woche zurückzugeben, haben Sie mir bereits einen Kredit geschöpft – und ich stehe bei Ihnen in der Schuld.”

      An ignorante Aussagen wie DIESE, erkennt man, dass die Leugnung der Giralgeldschöpfung aus dem Nichts, nur dann gelingt, wenn man Begriffe ungenau bzw. falsch definiert. Selbstverständlich verleihen Banken kein Geld, das sie nicht haben, sie geben Kredit. Geld verleihen und Kredit geben sind zwei völlig verschiedene Dinge!!!

      Man kann z.B. jemandem 6 Eier leihen, wenn man 6 Eier besitzt. Man kann aber auch jemandem 6 Eier Kredit geben, ohne diese 6 Eier zu besitzen, indem man beispielsweise etwas verkauft und der Käufer einem verspricht, später zu bezahlen. Genau das machen auch die Banken. Sie gewähren einen bestimmten Betrag als Kredit an einen Kreditnehmer, und dieser verspricht, später zu bezahlen. Banken verleihen kein Geld. Sie geben Kredit, gedeckt durch ein Rückzahlungsversprechen und die Mindestreserve.

      Sagen Sie mal, haben Sie je in einer Bank gearbeitet? Oeconomicus hat nach eigenen Angaben niemals in einer Bank gearbeitet und Dr. Meyer hat für knapp einen Jahr in der Kreditabteilung einer Regionalbank sein Wissen zu verfügung gestellt. Na, wenn das keine fachlichen Voraussetzungen sind!

      Fazit: Somit gelangt sämtliches Geld nur als Kredit, also zinsbelastet in den Wirtschaftskreislauf. Dort fehlt aber in Summe das Geld für die Zinsen, so dass man permanent weiteres Kreditgeld (aus dem Nichts, sei als Kerngeschäft oder Eigengeschäft) und ewiges Wirtschaftswachstum benötigt. Vollgeld beendet diesen Teufelskreis und ungerechtfertigte Vorteilsnahme der Banken gegenüber Nichtbanken.

      Ich ermutige alle Leser kritisch die Beiträgen des @Dr. Ott, Oeconomicus und @Dr. Meyer zu lesen, Meinung ist immer erwünscht, das gilt auch für kritische Beiträge/Artikeln – sie sollte aber mit klaren Argumenten begründet und ohne Pauschalisierungen sein. Beleidigungen oder Diffamierungen einer Initiative oder Institution wie der SNB sollte man unterlassen. Versucht sachlich und konstruktiv zu bleiben und lasst euch nicht auf mögliche Provokationen dieser Kommentatoren ein.

      Der Aufklärer
      25. Mai 2015 / 11:46
      @Johannes,

      Gestatten Sie mir; auf Folgendes hinzuweisen, obschon Sie mich nicht direkt gefragt haben. Die Herkunft und den Ursprung des Geldes zu belegen und mitzuteilen, unter welchem Titel der Vorbesitzer dieses Geld besessen hat, kann Ihnen Ihre Bank bei Kreditgewährung (Bilanzverlängerung) nicht mitteilen. Oder, konnte Ihnen die Bank jemals nachweisen woher die Mittel für diesen Ihnen angeblich geborgten Kredit herkommen, sowie Ihnen dieses im Kreditvertrag belegen und nachweisen?. Natürlich nicht, oder? D.h. nichts anders als dieses Geld Ex-Novo produziert wurde. Dieses Geld existierte vor der Kreditvergabe nicht (abzüglich Mindestreserve 1% Euroraum 2.5.% Schweiz, 10% USA, 20% China). Was bedeutet, dass für Sie als Kreditnehmer? Das bedeutet, dass Sie in der Funktion als Kreditnehmer in Wahrheit als Basis und Sicherheit nicht nur für die ursprünglich nicht vorhandene Kreditsumme, sondern auch noch für mehrere gewinnbringende andere Geschäftsfelder der Bank haften (z.B. Verkauf Ihres Zahlungsversprechens etc.).

      Und jetzt Ihre berechtigte Frage; wie ist es möglich das Banken pleite gehen können, wenn diese “Geld aus Luft” hervorzaubern können? Das kann doch nicht sein, oder?

      Banken können nur in Kooperation mit anderen Banken ihr Geld selbst schöpfen (GIRALGELD). Sie müssen dazu untereinander eine ausgeglichene Zahlungsbilanz herstellen. Beachtet eine Bank dieses Prinzip nur unzureichend, so schöpft sie neben Geld auch immer mehr Schulden. Nehmen die Schulden gegenüber den anderen Banken eine Dimension an, die die anderen Banken nicht mehr tolerieren, so verweigern sie weitere InterbankKredite. Verweigert auch die Zentralbank jeglichen Kredit, so ist die Bank zahlungsunfähig. Keine Bank nimmt von dieser Bank mehr Überweisungsaufträge an. Die Bank ist pleite.

      So einfach ist das? Ja! Können Sie sich an die sogenannte Krise 2008 (Lehman Brothers) erinnern? Worum ging es da eigentlich? Die Banken vertrauten sich nicht mehr und der Interbankenmarkt drohte zusammenzubrechen. Was passierte? In einem Vollgeldsystem wäre das nicht geschehen.

      Damit ist nun auch für mich hier definitiv Schluss.

      Grüsse nach Austria

  20. @Trixie, @Klare Worte

    Denselben Text unter zwei veschiedenen Pseudonymen.

    Peinlich – peinlich.

    Da haben Sie sich verraten. Lügen hat kurze Beine.

    Arbeiten so die Vollgeld-Initianten?

    Ich denke nicht. Es gibt viele darunter, die vertreten ihr Anliegen mit guten Absichten und ehrlich – sie haben leider einfach nicht verstanden, worum es geht.

    Sie aber sollten sich schämen. Wo bleibt Ihre Stellungnahme? Sie schleichen sich nun einfach davon.

    Richtig so und bleiben Sie, wo Sie sind.

    Solche Kommentatoren wie Sie spielen den Vollgeld-Initianten und der Nationalbank in die Hände mit deren Irrlehren.

    Haben die das wirklich nötig?

    mfG

    • Mensch Meyer, entspannen Sie sich! Sie sind ja schlimmer, als letztes Jahr! Verarbeiten Sie Ihre seelische Altlasten, denn ein Mensch besteht nicht nur aus dem Verstand. Sie werden staunen, wie viel Energie plötzlich freigesetzt wird, die Sie für wichtige Sachen einsetzten können. Kein Mensch, keine Gruppe hat sich gegen Sie verschworen, denn so wichtig sind Sie schon wieder nicht. Nehmen Sie doch ein Beispiel von Herrn Ott. Er nimmt sich nicht so ernst und weiss, wann genug ist. Trotzdem hat er so viel mehr Antworten erhalten, als Sie. Und sein, ebenfalls hohes Intellekt stellen Sie bestimmt nicht in Frage.
      Ein entspanntes Wochenende!
      Klare Worte

    • @Dr. Meyer,
      Jetzt bin ich um einige Pseudonyme reicher? Merken Sie denn nicht, wie lächerlich Sie sich benehmen? Sie müssen Interesse daran haben, die Wahrheit herauszufinden. Sie müssen sich einmal von Ihrer ganz persönlichen Wahrheit freimachen. Und Sie müssen gut zuhören und die Vollgeldreform in ihrer Einzelheiten prüfen. Das haben Sie offensichtlich nicht getan. Sie zeigen, dass Ihnen Rechthaben wichtiger ist, als die Wahrheit zu finden. Wenn Sie die Vollgeld-Initiative tatsächlich kritisieren wollen, dann werden Sie schon andere Geschütze auffahren müssen als Ihre gekränkte Eitelkeit gegenüber der SNB dauernd zum Ausdruck zu bringen.

      Sie, @Oeconomicus und @Dr. Ott seit kein Maßstab der Wahrheitsfindung. Wenn man die Beiträge liesst, wird schnell klar, dass ihr nicht mal wisst, was ein Kredit ist, und ihn unentwegt mit einer Leihe verwechselt. Kredit heisst etwas Neues gegen Zins zu produzieren, Leihe etwas Bestehendes gegen Miete übertragen. Wenn ich ihnen, als Lieferant Kredit, gebe, dann übertrage ich Ihnen nichts Bestehendes zur Miete, sondern produziere – ex novo – Ihnen eine Leistung. Wie wollen Sie mit Ihre These hier zu einer Wahrheitsfindung kommen? Das ist so ähnlich als ob ich die Welt von der Bibel aus erschliessen möchte……Man muss immer feinsäuberlich zwischen Ideologie und Tatsachen unterscheiden. Und die Tatsachen sprechen eine eindeutige Sprache.

    • @ Klare Worte, alias so manch andere, und eben kein Original 😉

      Logik und Verstand kann man nicht so einfach auseinander dividieren.. Nice try anyway ;-)) Und ebenfalls entspanntes WE.

    • @Klare Worte, das Original, @Klare Worte das Nicht-Original, @Aufklärer“, @Trixie alias alias alias…

      Wissen Sie: Als Anonymer persönlich beleidigend zu werden verdient keinen Respekt.

  21. Wenn das Kreditvolumen gleich ist dem Sparvolumen, dann heißt das, dass alle Waren und Dienstleistungen, die sich der Sparer erarbeitet aber noch nicht konsumiert hat, vom Kreditnehmer erworben werden.

    Wäre das Sparvolumen nicht ausreichend vorhanden, gäbe es ua. zu wenig Mittel für Innovationen, zuwenig Kredite würde bedeuten, die Möglichkeit für Innovationen würde nicht genützt. Außerdem hätten die, die durch den Verkauf ihre W/Dienstl leben wollen, keine Käufer, wenn es nur Sparer und keine Kreditnehmer gäbe.

    Ist das schlüssig ?

    • @ Gast aus Österreich

      Nein. Erst einmal müsste man klären, was unter Sparvolumen zu verstehen ist. Zudem gibt es ja auch Wertschriften- und Devisenkäufe usw. von Geschäftsbanken, welche keine Kredite sind, allerdings Guthaben generieren. Ersparnisse braucht es grundsätzlich nicht für Kredite. Allerdings braucht man Ersparnisse für grössere Anschaffungen, Unvorhergesehenes, für das Alter usw..
      Ihr letzter Satz ist unklar formuliert und mir nicht nachvollziehbar.

    • Ich meine das viel grundsätzlicher: Jemand, der Kredit nimmt, kauft etwas aus dem Warenkorb eines Währungsraumes. Dieser Warenkorb ist nicht ausgeglichen, weil der Sparer sein Guthaben noch nicht gegen eine Ware ausgetauscht hat.

      Wird kein Kredit vergeben, bleiben die Verkäufer auf ihren Waren sitzen.

      Man kann Kredite auch ohne Ersparnisse vergeben, aber dann greift der Kreditnehmer doch mit seinem neu geschaffenen Geld in einen Warenkorb, der zwischen Käufer und Verkäufer ausgeglichen ist und vermehrt mit seinem neuen Geld die Geldmenge, oder?

    • @ Gast aus Österreich

      Sie vergessen neue Aktien und Staatsanleihen, die auch Guthaben erzeugen, ohne zurückbezahlt zu werden (allerdings werden sie natürlich auch von Nichtbanken aufgekauft – und so die diesbezüglichen Spargelder in Sichtguthaben verwandelt). Banken können Kredite nie aus Ersparnissen vergeben – das haben wir hier schon oft erklärt – allerdings benötigen die Banken natürlich die Spareinlagen, damit sie liquid bleiben. Was Sie wahrscheinlich meinen, ist ein Barkredit (Kleinkredit, Kauf mit Kreditkarte oder so). Dieser Kreditnehmer muss seinen Kredit zeitnah zurückzahlen – es handelt sich also um vorgezogenen Konsum. All das ist auf meiner Webseite bereits geschrieben. Sie könnten sich und mir also viel Zeit ersparen, wenn sie dort einfach nachschauen würden.

    • Aktien sind soviel ich weiß kein Guthaben sondern ein Eigentumsrecht an einem Unternehmen. Der Aktionär ist Eigentümer nicht Gläubiger mit einem Forderungsrecht. Er hat mit dem Kauf der Aktie sein Geld schon eingetauscht gegen eine Ware, eben die Aktie.

      Es ist mir klar, dass man Kredit ohne Sparguthaben vergeben kann. Was ich meine ist, dass damit Inflation geschaffen wird, weil das mehr an Geld sich auf Waren verteilt, die abgerufen werden.

      Wenn man sich einen Stamm im Urwald vorstellt, der über Jahrhunderte immer gleich lebt, ohne Rückschritt und ohne Fortschritt, und man denkt sich jemanden hinein, der Kredit nimmt, also Leistungen anderer abruft, die nicht gespart wurden, weil es nie notwendig war zu sparen, dann verknappen sich doch in dieser Gesellschaft die Güter.

    • Aktien sind kein Eigentumsrecht an einem Unternehmen, sondern eine Beteiligung. Man kann rechtmässiger Inhaber (Eigentümer) einer Aktie sein. Aber nicht der AG, denn die AG ist eine juristische Person, eine (private) Körperschaft und damit rechtsfähig und eigenständig (gilt selbst für Einmann-AGs, auch wenn da die Abgrenzung schwierig ist). Und eine Aktie ist auch keine Ware, sondern ein Wertpapier, das die Beteiligung an der AG verbrieft.

    • @Oeconomicus criticus

      „Ersparnisse braucht es grundsätzlich nicht für Kredite. “

      Allerdings braucht es Kredite grundsätzlich für Ersparnisse. Selbst für die Münzen im Sparstrumpf musste zuvor irgendwann Buchgeld geschöpft worden sein.

  22. Geld ist eine Gutschrift, ein Guthaben, dass man in einem bestimmten Währungsgebiet gegen die in diesem Währungsgebiet am Markt vorhandenen Waren und Dienstleistungen eintauschen kann. Es gibt keine konkreten Schuldner und keine gleichbleibende Gegenleistung, was etwas verwirrt.

    Wird neues Geld erzeugt ohne dass die entsprechende neue Warenmenge erzeugt wird, so wird das Geld entwertet, was den Geldbesitzer, den ua Pensions- und Versicherungsanwärter sowie den, der in naher Zukunft Geld besitzen wird (also den Lohnempfänger ), nicht freuen wird.

    Wenn es so ist, dann sollte man doch immer versuchen die zu schützen, die ihre Leistung bereits erbracht haben und dafür die Gutschrift Geld erhalten haben. Andernfalls werden diese auf die Barrikaden steigen, wenn sie sehen, dass sie betrogen wurden und es werden ihnen Schuldige vorgeführt werden, die keine Schuld tragen und sie werden die Unschuldigen lynchen.

    Das klingt alles sehr hochtrabend, aber es wird wieder so ablaufen wie im letzten Jahrhundert. Ich kann nach wie vor nicht verstehen, warum es immer wieder dazu kommen muss, obwohl mir Wilhelm Hankel alles so schön erklärt hat.

    • So einfach ist es nicht. Würde Geld nur durch Kredite entstehen, würde jede nicht selbst gesparte Währungseinheit den Kreditnehmern zur Schuldentilgung fehlen.

    • Soviel ich weiß, entsteht Geld nur durch Kreditgewährung, also dadurch, dass die Gegenleistung aufgeschoben und dokumentiert wird.

      Sonst wär´s doch Falschgeld.

      „….würde jede nicht selbst gesparte Währungseinheit den Kreditnehmern zur Schuldentilgung fehlen.“

      Ich denke nicht, das dem Kreditnehmer Geld zur Schuldentilgung fehlen kann. Wenn er potentielle Käufer für seine Produkte findet, werden die Käufer ua. das Geld zum Kauf verwenden, das er sich als Kredit genommen hat und durch den Kauf von Waren an Dritte weitergegeben hat. Dieses „Kreditgeld“ ist ja in den Markt geflossen und muss vom Kreditnehmer durch den Verkauf seiner Produkte wieder aus dem Markt geschöpft werden, indem er seine Produkte verkauft und mit dem erhaltenen Geld seinen Kredit tilgt.

    • @ Gast aus Österreich

      Wenn eine Bank neue Aktien kauft, so bucht sie Aktien/Guthaben AG. Ist das also Falschgeld? Wenn sie neue Staatsanleihen kauft, bucht sie Wertschriften/Guthaben Staat. Ist das Falschgeld? Nein, es ist jeweils eine Bankschuld, ein Sichtguthaben der Empfänger.
      Wenn Geld nur durch Kredit entsteht, so lautet die Buchung Kredit/Buchgeld. Wird dieses Buchgeld nun teilweise gespart, so kann es nicht zum Kreditnehmer fliessen, weil dieses Geld ja dem Sparer gehört. Und der Sparer hat gute Gründe zu sparen, denn wie will er sonst seine allfällige Zahnarztrechnung übernächstes Jahr bezahlen? Somit kann der Kreditnehmer seinen Kredit nicht zurückzahlen. Ist das so schwierig zu verstehen? Aber, wie oben gesagt, bitte informieren Sie sich auf meiner Webseite, dort ist alles so beschrieben, dass es jeder versteht. Ich werde Ihnen also solche Fragen in Zukunft nicht mehr beantworten.

  23. @ Trixie + Klare Worte
    (beide übrigens in Personalunion – hier als Info für alle Anderen; sieht man am Absender, Sie Anfänger.. ;-))

    Dennoch fair point taken. Wobei ich schon meinte, wir hätten hier einen netten mix zusammengestellt, und vor allem ich mich persönlich auch um etwas giftig-würzige Unterhaltung bemüht hätte.

    Aber, ganz offen, ich wollte ja schon vor einer Woche hier Schluss machen, aber dann kamen die Deutschen und dann die Österreicher; eben einmal quer durch den Sprachraum.

    Andererseits bescherte uns das dann auch wieder etwas erfreuliche Abwechslung, zB seitens unseres österreichischen Gastes, nachdem uns Dreien sonst ja auch immer nur die gleiche, und vor allem teilweise eben ziemlich sinnentleerte Leier entgegenschallt. Wie eben jetzt auch von Ihnen :-))

    Aber ok, ich bin auch der Meinung, dass es jetzt eigentlich gut ist 😉

  24. @Dr. Ott, Dr. Meyer, Oeconomicus criticus
    Immer wieder die alte Leier als neverending Story.
    Die 3 kluge Köpfe die ALLES besser wissen und die arme Unwissende belehren wollen. Wieso klappt es nicht? Warum endlich verstehen die Leute nicht, was Sie sagen wollen und was Sie ja sonnenklar sehen? Warum artet diese Besserwisserei in eine unerträgliche Arroganz aus?
    Wieso müssen Sie sich auf diesem Blog profilieren und nicht versuchen in echtem Leben etwas bewirken? Wieso müssen Sie Ihre gekränkte Eitelkeit und arg geknackstes Selbstwertgefühl da aufpolieren?
    Wollen Sie nicht, zur Abwechslung, Ihre Köpfe hinter den Buchungssätzen hervorstecken und analysieren warum Sie so krankhaft jeden niederstrecken oder beleidigen, der nicht Ihre Meinung teilt?
    Und diesmal, bitte ohne Buchungssätze und auswendig gelernte und repetitiv wiederholte Floskeln!

  25. @Ott, Meyer, Oeconomicus

    Immer wieder die alte Leier in endloser Schlaufe. Die 3 kluge Köpfe die ALLES besser wissen und die arme Unwissende belehren wollen. Wieso klappt es nicht? Warum endlich verstehen die Leute nicht, was Sie sagen wollen und was Sie ja sonnenklar sehen? Warum artet diese Besserwisserei in eine unerträgliche Arroganz aus?
    Wieso müssen Sie sich auf diesem Blog profilieren und nicht versuchen in echtem Leben etwas bewirken? Wieso müssen Sie Ihre gekränkte Eitelkeit und arg geknackstes Selbstwertgefühl da aufpolieren?
    Wollen Sie nicht, zur Abwechslung, Ihre Köpfe hinter den Buchungssätzen hervorstecken und analysieren warum Sie so krankhaft jeden niederstrecken oder beleidigen, der nicht Ihre Meinung teilt?
    Und diesmal, bitte ohne Buchungssätze und auswendig gelernte und repetitiv wiederholte Floskeln!

    • @Trixi, alias Klare Worte alias?

      Denselben Text mit zwei verschiedenen Pseudonymen – da ist Ihnen wirklich ein peinlicher Fehler unterlaufen.

      Sind Sie auch „Der Aufklärer“, „Der Praktiker“, „Thomas Ramseyer“, alias alias alias (siehe weiter unten)?

      Sie geben ein schlechtes Bild für die Vollgeld-.Initianten ab.

    • @ Klare Worte alias Trixi

      Wieso müssen Sie unter verschiedenen Pseudonymen Ihr angeknackstes Selbstwertgefühl so krampfhaft verteidigen?
      Ist es eine Meinung, wenn wir feststellen, dass 1 + 1 = 2 und nicht 5 ist?

  26. @ Bergli

    :-)) Ziemlich dünner Luft da oben, nicht wahr ? Und Sie wissen schon, was bei Sauerstoffmangel als erstes in Mitleidenschaft gezogen wird .. ? ;-))

    Also, ich seh‘ das ganz einfach:

    Die letzten Jahre wurde im Westen ziemlich viel Geld seitens unserer Zentralbanken -in Abstimmung mit unseren Regierungen- in die Welt gesetzt, um Banken zu retten. Plus so manchen CEO einer globalen Investmentbank vor dem Knast, und dito. wohl auch für so manchen politisch Verantwortlichen. Soweit noch einverstanden ?!

    Der Typ hier, welcher übrigens ebenfalls das Gold seines Volkes zum Tiefstpunkt verscherbelt hat, hat das mit seinem Freud’schen Versprechen übrigens herrlich formuliert:

    https://www.youtube.com/watch?v=7iPaiylUYW0

    Während ich -hätte ich persönlich das Sagen gehabt- die Banken hätte pleite gehen lassen, und hätte so manchen CEO und auch politisch Verantwortlichen erst vor den Kadi und dann hinter schwedische Gitter gezerrt (wo sie übrigens vor dem künftigen Zorn des Volkes sicherer gewesen wären als draussen, aber das nur am Rande).

    Und hätte in der Tat die dabei vernichteten Spareinlagen der Bürger schlicht nachgedruckt. Weil die Sparer für die Verbrechen, die zum Ausbruch der letzten Bankenkrise in Wahrheit geführt hatten, am wenigsten dafür konnten.

    Und jetzt, Sie Oberschlauer – wollen wir Beide dazu mal das -egal welches- Volk im Westen befragen, was es zu meiner oder zu Ihrer Meinung über meine „Enteignungs-Phobien“ meint ?!

    Und gerne auch zweimal, zB noch einmal in 2 Jahren, nämlich beim Ausbruch der nächsten Bankenkrise .. ?!

    • @Aufklärer

      Und was meinen Sie, geschieht, wenn Sie bei der Nationalbank IHre Hypothekarzinsen nciht mehr bezahlen können?

    • @ J. Ott aus Herrli-Berg

      Zu Ihren topografischen Bedenken:

      Ich rate Ihnen dringend zu Bergluft. Das „Bergli“ befindet sich übrigens im Schwyzer voralpinen Teil und hat mit 1457 m.ü.M eine komfortable und gesunde Höhe, die Sie auch noch ohne Sauerstoffmaske und Höhenkrankheit überstehen. Solche Höhenlagen sind auch für Kuren geeignet. Schwyz ist zudem steuergünstiger als Herrli-Berg.
      Im Hinblick auf Ihren 2-Jahres- Weltuntergangshorizont rate ich Ihnen jedoch dringend in der Höhe deutlich zuzulegen und Bargeld, Gold und Notvorräte mitzunehmen . Auf die Sauerstoffmaske sollten Sie dann nicht mehr verzichten, sonst passiert Ihnen das, wovon Sie eingangs gesprochen haben; und dann wären Sie kein oberschlaues Herrli mehr.
      Möchten Sie die nächsten zwei Jahre wirklich in den Niederungen von Herrli-Berg verbringen?

  27. :-)) Schon herrlich – ist die eine Müllabfuhr hinten um die Ecke verschwunden, biegt schon die nächste vorne herum wieder ein..

    Anyway. Ich möchte alle ernsthaft interessierten Leser auf meine kurze Diskussion mit unserem „Gast aus Österreich“ bitte verweisen.

    Hier kann man mE das Prinzip von Geld, Kredit wie auch der heutigen Besteuerung verständlich nachvollziehen.

    Also – wer eben „kann“ bzw. „will“ .. ;-))

    • ..auf „unsere“ – sorry an alle weiteren Beteiligten :-))

    • ..und jetzt ist mir noch der gag verrutscht, diese Technik heutzutage ;-(( : „Müllabladefuhr“ natürlich..

    • @Oeconomicus,@Meyer,@Ott,

      „…und plötzlich stünden der Herr Dr. Otmar Pregetter und die Vollgeldler mit abgesägten Hosen da, wenn allen klar würde, dass Buchgeld eine Bargeldschuld einer Bank ist, da auf der Haben- und Passivseite.“…weiter….@@Aufklärer…alias “Der Praktiker”, “Michele D’Aloia”, “Zerschlagung!”, “Argonautiker”, “Walter Breni”, “X”, “Hawkeye”, “Politiker”, “Beny” alias alias alias…6 Eier sind eben nicht “Nichts”…..Wenn jemand hier beleidigt und diffamiert, so sind Sie es, notabene mit ständig wechselndem Pseudonym. Und bitte verbreiten Sie hier als anonymer keine falschen Aussagen über mich…“

      @Dr. Meyer Sie eignen sich bestenfalls für ein Inquisitionsverfahren, aber sicher nicht zur Wahrheitsfindung…..

      Auf Inhalte, Quellen, Studien, Links usw. geht ihr nicht ein, sondern versucht die Vollgeld-Initiative mit einem Pamppkameraden aus falschen und inhaltlosen Argumente zu dis­kre­di­tie­ren. Das weist auf typische Methoden hin wie man sie aus der Gosse kennt – „Lass dir deine Meinung Bilden, dass du nicht merkst wie wir dich verarschen“.

      Wie aus den Papieren hervorgeht, ist der Übergang von Giralgeld zu Vollgeld eine Reform der Geldordnung, genauer gesagt, der Geldschöpfung. So viel, aber nicht mehr. @Oeconomicus, haben Sie inzwischen den Unterschied zwischen Leihe und Kredit verstanden?

      Nun ja, zu Ihrem oben zitierten Statement: Wie sooft wollen/können Sie nur eine Seite der Medaille sehen – und Ihre Website – ist ein Paradebeispiel dafür.

      Sie und Ihre andere Mitstreiter wollt nicht erkennen, dass entscheidend ist, dass die Kunden, die Verbraucher, auf das Bankenbuchgeld angewiesen sind, wenn sie z.B. eine Wohnung oder ein Auto erwerben wollen. Mit der Kreditaufnahme werden sie allerdings erpressbar gemacht. Denn zur Wertvollmachung, zur Geldmachung der Gutbuchung müssen sie in der Regel Sicherheiten stellen, also z.B. bei Immobilienfinanzierungen (das bei weitem größte Finanzierungsvolumen) eine sogenannte Grundschuld bestellen und – das ist der Hebel – sich der sofortigen Zwangsvollstreckung aus der Urkunde in die erworbene Wohnung und ihr übriges Vermögen unterwerfen. Damit gehört die Wohnung wirtschaftlich betrachtet erstmal der Bank. Der Kreditkunde sitzt in der Falle und wird erpressbar. Kann er die Gutbuchung nicht mehr zurückzahlen, wird er mit der Zwangsversteigerung der Wohnung bedroht und auch noch der Erhöhung des Schuldenberges, weil in der Regel in der Zwangsversteigerung nur ein Bruchteil des Marktwertes der Wohnung erreicht wird. Der Kunde kann also dieser Geldordnung, bei der Geld immer durch eine Schuld entsteht, nicht entfliehen. Merken Sie was?

      So gut wie kein normaler Verbraucher durchschaut aber diesen Mechanismus, bei der die eine Seite mit einem minimalen Aufwand und einer Banklizenz in einem ersten Schritt nur eine Buchung vornimmt, eine Forderung gegen sich selbst bucht und damit lediglich den Eindruck erweckt, vorhandenes Geld (Einlagen, Zentralbankgeld) zu verleihen. Erst im zweiten Schritt wird durch die vertragliche Bindung und die Stellung der Sicherheit zumindest die Buchung der Kreditforderung auf der Aktivseite der Bankbilanz wertvoll gemacht, die Buchung der Forderung gegen sich selbst auf der Passivseite, die mit der Auszahlung des Kredits einhergeht, allerdings nur minimal mit Zentralbankgeld und Bargeld, also echtem Geldvermögen unterlegt. Die Bank spekuliert also darauf, dass der Kreditnehmer keine Auszahlung in bar verlangt. Eine extrem erfolgreiche Spekulation!

      Vollgeld unterbindet dieses lukrative Geschäftsmodell der GB!

  28. @ J. Ott, Herrli-Berg

    Sie wollen nur noch Bargeld und keine Steuern und keinen Staat? – Wenn’s nach Ihnen ginge hätten wir lauter FIFAS und die Korruption wäre um Faktoren grösser.
    Was wollen Sie denn nicht abschaffen? – Ohne Staat auch kein Geld. Ihre Ideen sind weltfremd und Ihre Enteigungs-Phobien zusehends ernster.

  29. @Dr.Ott,

    Gestatten Sie mir bitte einen Hinweis zu Ihrer Antwort an Frau Seiler vom 25. Mai 2015 zu geben.

    Sie schreiben:

    „Das ist schlicht ein essentieller Vorgang. Wenn Sie meine Nachbarin wären, und ich würde mir 6 Eier ausleihen mit dem Versprechen Sie Ihnen Ende der Woche zurückzugeben, haben Sie mir bereits einen Kredit geschöpft – und ich stehe bei Ihnen in der Schuld.“

    An ignorante Aussagen wie DIESE, erkennt man, dass die Leugnung der Giralgeldschöpfung aus dem Nichts, nur dann gelingt, wenn man Begriffe ungenau bzw. falsch definiert. Selbstverständlich verleihen Banken kein Geld, das sie nicht haben, sie geben Kredit. Geld verleihen und Kredit geben sind zwei völlig verschiedene Dinge!!!

    Man kann z.B. jemandem 6 Eier leihen, wenn man 6 Eier besitzt. Man kann aber auch jemandem 6 Eier Kredit geben, ohne diese 6 Eier zu besitzen, indem man beispielsweise etwas verkauft und der Käufer einem verspricht, später zu bezahlen. Genau das machen auch die Banken. Sie gewähren einen bestimmten Betrag als Kredit an einen Kreditnehmer, und dieser verspricht, später zu bezahlen. Banken verleihen kein Geld. Sie geben Kredit, gedeckt durch ein Rückzahlungsversprechen und die Mindestreserve.

    Sagen Sie mal, haben Sie je in einer Bank gearbeitet? Oeconomicus hat nach eigenen Angaben niemals in einer Bank gearbeitet und Dr. Meyer hat für knapp einen Jahr in der Kreditabteilung einer Regionalbank sein Wissen zu verfügung gestellt. Na, wenn das keine fachlichen Voraussetzungen sind!

    Fazit: Somit gelangt sämtliches Geld nur als Kredit, also zinsbelastet in den Wirtschaftskreislauf. Dort fehlt aber in Summe das Geld für die Zinsen, so dass man permanent weiteres Kreditgeld (aus dem Nichts, sei als Kerngeschäft oder Eigengeschäft) und ewiges Wirtschaftswachstum benötigt. Vollgeld beendet diesen Teufelskreis und ungerechtfertigte Vorteilsnahme der Banken gegenüber Nichtbanken.

    Ich ermutige alle Leser kritisch die Beiträgen des @Dr. Ott, Oeconomicus und @Dr. Meyer zu lesen, Meinung ist immer erwünscht, das gilt auch für kritische Beiträge/Artikeln – sie sollte aber mit klaren Argumenten begründet und ohne Pauschalisierungen sein. Beleidigungen oder Diffamierungen einer Initiative oder Institution wie der SNB sollte man unterlassen. Versucht sachlich und konstruktiv zu bleiben und lasst euch nicht auf mögliche Provokationen dieser Kommentatoren ein.

    • @@Aufklärer

      alias “Der Praktiker”, “Michele D’Aloia”, “Zerschlagung!”, “Argonautiker”, “Walter Breni”, “X”, “Hawkeye”, “Politiker”, “Beny” alias alias alias…

      6 Eier sind eben nicht „Nichts“.

      Wenn jemand hier beleidigt und diffamiert, so sind Sie es, notabene mit ständig wechselndem Pseudonym.

      Und bitte verbreiten Sie hier als anonymer keine falschen Aussagen über mich. Darf ich richtigstellen:

      – Matur B

      – Wirtschaftswissenschaft Universität Basel und London School of Economics and Political Science

      – Bankpraktikum für Hochschulabsolventen

      – 15 Jahre Bankerfahrung, davon 10 Jahre Strategist UBS, 3 Jahre Citicorp Investment Bank

      – 1993 Veröffentlichung des Buches „Arbeitslosigkeit – die grosse Verantwortung der Wirtschaftswissenschaft“, darin erstmalige Definition von Notenbankgeld als Obligation der ZB (was die Bank of England nun übernommen hat).

      – Zahlreiche Publikationen in der Schweizer Presse (FuW, Weltwoche)

      – Dissertation Universität Bremen, „Geld eine Obligation der Notenbank“ (Summa)

      – Lehrauftrag Universität Bremen (Bilanzaylse und Zentralbankpolitik)

      – Handelslehrerdiplom

      – 16 Jahre Handelslehrer

      Ich bitte um Kenntnisnahme.

    • @Der Aufklärer

      Noch etwas zur Aufklärung:

      Sie besitzen 6 „Gold-Eier“ oder 6 Nuggets oder 6 Unzen Gold. Die haben Sie geschürft im Napfgebiet. Sie gehören Ihnen.

      Sie möchten Ihrem Kollegen damit etwas bezahlen. Er nimmt sie nicht an.

      Sie bringen diese zum Goldschmied. Der bestätigt den Reinheitsgehalt des Goldes und versieht sie mit einem entsprechenden Stempel.

      Nun bringen Sie die 6 Nuggets auf die Bank. Diese akzeptiert sie und schreibt Ihnen auf Ihrem Konto bei der Bank 6‘000 Franken gut.

      Es ist somit Giralgeld der betreffenden Bank entstanden. Zuerst musste die Wirtschaft aber Realwerte im Betrag von 6‘000 Franken erarbeiten. Nur dagegen kann die Bank Giralgeld emittieren.

      Die Bank hat ihnen also die 6 Nuggets abgekauft. Nicht mit ihrem Vermögen, sondern sie hat ihnen den Betrag gutschrieben. Die Nuggets sind von der Bank also nicht gekauft, sondern gelehnt – nicht bezahlt. Sie hat bei Ihnen einen Kredit von CHF 6‘000 aufgenommen.

      Sie haben jetzt dafür ein Guthaben bei der Bank im Betrag von 6‘000 CHF.

      Sie bezahlen jetzt Ihrem Kollegen ihre offene Schuld ihm gegenüber, indem sie der Bank den Auftrag geben, die CHF 6‘000 auf das Konto Ihres Kollegen zu übertragen.

      Nun ist die Bank ihrem Kollegen CHF 6‘000 schuldig bzw. Ihr Kollege hat nun ein Guthaben bei der Bank im Wert von CHF 6‘000.-.

      Er ist jetzt Gläubiger der Bank. Diese Investition scheint ihm sicherer als die Investition in Gold. Deshalb will er Geld und nicht Gold.

      Ein anderes Beispiel:

      Sie bauen ein Haus und haben offene Rechnungen bei Architekt, Bauleuten usw.

      Sie gehen zur Bank und nehmen bei dieser einen Hypothekarkredit auf (600‘000 CHF). Dafür bezahlt die Bank Ihnen CHF 600‘000 Franken. Sie hat nun das Recht, dass Sie den Kredit amortisieren und verlangt für den noch nicht amortisierten Kredit einen Zinssatz.

      Als Gegenleistung schreibt die Bank Ihnen auf Ihrem Girokonto bei der Bank CHF 600‘000 gut. Darauf erhalten Sie auch Zins. Der ist allerdings tiefer, da die Bank auch etwas verdienen muss. Sie lebt von dieser Zinsmarge.

      Es ist also Giralgeld entstanden wiederum gegen einen von der Realwirtschaft erarbeiteten Wert (Das Haus).

      Nun möchten Sie ihre offenen Rechnungen gegenüber Architekt , Handwerker usw. bezahlen. Dazu geben sie der Bank den Auftrag, die entsprechenden Beträge auf deren Konti zu überweisen.

      Wenn Sie alles bezahlt haben, und kein Geld mehr auf ihrem Konto ist, so haben Sie nur noch eine offene Hypothekarschuld gegenüber der Bank, solange bis dieses amortisiert ist.

      Hätten Sie den Kredit von der Bank nicht erhalten, so hätten Sie Ihre Rechnungen nicht bezahlen und das Haus nicht bauen können.

      Dürfte nur noch die Nationalbank Buchgeld emittieren, so würde daraus folgen, dass nur noch die SNB Hypothekarkredite gewähren dürfte.

      mfG

  30. Eine Regierung benötigt Geld. Es wird vom Parlament beschlossen, Staatsanleihen aufzulegen. Die ZB wird dazu gezwungen (?), diese neuen Staatsanleihen aufzukaufen und dem Staat das Geld zur Verfügung zu stellen.
    Das neue Geld fließt in den Markt. Es gelangt durch die Ausgaben des Staates und damit durch die Einnahmen Dritter an die Banken.
    Die Banken können mit diesen Guthaben von der ZB Staatsanleihen kaufen.
    Dadurch, dass die Staatanleihen als risikofrei gelten, müssen sie in den Bankbilanzen nicht abgesichert werden, dh., es kann das gesamte Volumen an Staatsanleihen als Kredit verliehen werden.

    Ist es so ????

    • Inetwa.
      Nur: Die ZB wird von Parlament oder Regierung wohl kaum gezwungen, die neuen Staatsanleihen aufzukaufen – in der CH in Art. 6 und Art. 11 Abs. 2 NBG explizit verboten.
      Wenn sich allerdings die Staatsanleihen am Markt nicht verkaufen lassen, dann ist die ZB von der Sache her gezwungen, diese zu kaufen, denn sonst ist der Staatsbankrott da. Wenn es allerdings so weit ist, ist dieser ohnehin kaum mehr fern.

      Im übrigen ist es auch der EZB eigentlich nicht erlaubt, Staatsanleihen direkt zu kaufen (siehe http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/darf-die-ezb-staatsanleihen-kaufen-eine-juristische-farce/10832474.html), also die Staatsschulden zu monetisieren (anders in den USA).

      Wenn die Geschäftsbanken diese aufkaufen, dann verkaufen sie sie nur vorübergehend der ZB, und kaufen sie später wieder zurück (Repogeschäft). Oder die ZB kauft Staatsanleihen auf dem Offenmarkt, worauf das Geld in die Bankkassen fliesst z.G. der Verkäufer.

      „es kann das gesamte Volumen an Staatsanleihen als Kredit verliehen werden.“
      Staatsanleihen sind keine Kredite, sondern Wertpapiere. Den Unterschied zwischen Anleihen und Krediten ersieht man beispielsweise hieraus: http://www.nzz.ch/wirtschaft/equity/neulinge-am-kapitalmarkt-1.18197964

    • @ Gast aus Österreich

      Im Prinzip läuft das genau so in der Praxis, ja.

      Da die Annahme von Staatsanleihen gegen Währungsausgabe, also das, was OC als temporäres Repogeschäft bezeichnet, permanent prolongiert wird. Seit dem Ende von Bretton Woods.

      Wobei, „gezwungen“ wird eine ZB offiziell nicht. Die Staatsanleihen kommen idR über die „Erstabnehmer“ (zB in den USA ein exklusiver Club von IB’s, die sog. „primary dealers“) als beliehene Sicherheit zu den ZB’en.

      Wer hingegen gesetzlich gezwungen wird, Staatsanleihen abzunehmen bzw. als Hauptanlage einzusetzen, sind die Pensionskassen und Lebensversicherer, also die Träger unserer Altersvorsorge.

      Das ist schon clever gemacht, dieses System ;-))

    • @ Gast aus Österreich

      ..also, um vielleicht noch ein wenig genauer zu sein:

      „Das neue Geld .. durch die Einnahmen Dritter an die Banken zurück. Die Banken können mit dieser Liquidität zB wiederum Staatsanleihen kaufen oder Kredite vergeben.
      Dadurch, dass …als risikofrei.. kann dafür praktisch das gesamte Eigenkapital einer Bank in Höhe des Mindestreservesatzes geleveraged werden; sie muss also für das Volumen an erworbenen Staatsanleihen in ihrer Bilanz keine „Risikorücklage“ bilden bzw. keinen Cash vorhalten.“

      Vielleicht war auch das noch nicht exakt präzise – aber war es immerhin hilfreich ?

    • Vielen Dank für Ihre Nachrichten!

      Ich denke auch, dass es keine Geldschöpfung aus dem Nichts gibt, allein schon deshalb, weil eine Bank nur einen Kredit und damit gleichzeitig Geld vergeben darf, wenn sie sich sicher ist, dass sie das Geld samt Kosten und Zinsen zurückerhält.

      Damit schöpft sie das Geld nicht aus dem Nichts, sondern aus einem Versprechen, einem Vertrag, einer zukünftigen Leistung.

      Das Problem ist, dass sich die Banken mAn nicht an die Gesetze halten und Kredite an Personen vergeben von denen sie annehmen müssen, dass diese die Kreditbedingungen nicht erfüllen, ua. auch an Staaten.

    • @ Gast aus Österreich

      Danke für diesen letzten Satz. Hervorragend. Sie haben mE das Prinzip von Geld respektive Kredit voll umfasst:

      Es ist allein das VERTRAUEN des Gläubigers in seinen Schuldner, in dessen Bonität, in dessen guten Ruf. Darauf, dass der sein Versprechen, seine Schuld einlösen wird, eben den Gegenwert meiner „Serviette“ im Bsp. weiter unten irgendwann einmal hergeben wird.

      Bzw. eben in die Institution, die ein gesetzliches Geld emittiert. Was aber im Endeffekt nicht die Zentralbank ist, sondern das Volk in dieser Volkswirtschaft dahinter.

      Weswegen frühere Generationen ja auch einem (Edel-)Metallstandard anhingen. Weil man da im Zweifel wenigstens noch den Metallwert ein-/erlösen konnte, falls der Schuldner auf und davon oder mittlerweile pleite war.

      Wobei das eben ein recht antiquiertes und „teures“ Procedere ist. Da dieses Geld ja ein Rohstoff ist. Also tauschte ich erst „etwas“, was mir gehörte, in einen Rohstoff, und dann später diesen in ein anderes „etwas“, was ich erwerben wollte. Mühsam. Ein reiner Barterhandel. Überhaupt kein modernes Verständnis von Geld als quasi ‚Repräsentationszertifikat‘ einer Volkswirtschaft.

      Weswegen heutzutage natürlich auch ein Goldstandard ein Rückschritt wäre in diese Frühzeit.

      Nur, weswegen heutzutage eben auch (Direkt-)Steuern überholt sind – weil die eingeführt wurden, als Geld noch ein physischer Rohstoff war, eben Gold + Silber. Und eine Regierung ihren Bürgern somit deren Geld auch ‚physisch‘ wieder wegnehmen musste, um die eigenen Ausgaben bezahlen zu können.

      Heutzutage bräuchte man das nicht mehr. Da eh ein immer grösserer Teil der Regierungsausgaben permanent gedruckt werden – in Form der Staatsanleihen, die durch jährliche Defizite wie durch Prolongation der Altschulden ständig wachsen.

      Ausser, dass die jedoch Zinsen kosten (also im Normalfall – ohne Negativzinsen), die wir mittels unserer Direktsteuern brav finanzieren.

      Also, viel aktueller Ärger und Leid ist damit schlicht unnötig; idiotisch eben, das Ganze..

  31. Grüezi Herr Ott,

    Wenn ich schon als Vollgeld Dummchen bei ihnen abgestempelt werde, möchte ich doch noch die von ihnen formulierten Zusammenhänge besser verstehen:

    Zitat ihrer Darlegung:

    “Nehmen wir an, Sie haben Geld auf Ihrem Konto, und da Sie es nicht abheben, verleiht es die Bank an Ihren Nachbarn weiter.”
    Zitat Ende

    Meine Bemerkung v. 13 Mai dazu war:
    Diese Giralgelder sind als Verpflichtung der Bank, aber auf der Passivseite der Bilanz, dort können sie nicht einfach eingesammelt und weiterverliehen werden. Da machen Sie einen Denkfehler.
    Ihre Annäherung zum Märchen, welches immer noch die meisten Ökonomen erzählen, heute am 26.5 von Ihnen geschrieben:

    Sicht- wie Spareinlagen werden daher nicht im direkten Zusammenhang buchhalterisch ausgeliehen. Ich hatte das zwar bereits ganz am Anfang IT_Daniela ggü. als immer deren zwei (getrennte) Buchungssätze beschrieben, aber vielleicht sollte ich das noch einmal hervorheben. Und vielleicht hilft das ja irgendeinem, dass es bei ihm/ihr “click” macht.
    Jedenfalls ändert sich dadurch nichts auch nur an einer meiner Aussagen aus inhaltlicher Sicht – ohne Spar-Sichteinlagen hat eine Bank ausser ihrem Eigenkapital schlicht keine Möglichkeit, Kredite zu vergeben. Punkt.
    Zitat Ende.
    Meine Sicht der Dinge:
    Eine Bank die (genügend) SNB Sichtguthaben hat (Aktivseite) und genügend Eigenkapital hat kann jetzt einen Kredit vergeben und braucht dazu keine weiteren Spar-, Sichtguthaben, Giroguthaben auf der Passivseite der Bilanz.

    Der Buchungssatz heisst dann:
    Forderung Bank an Verbindlichkeit Bank/ Giroguthaben

    Die SNB schreibt auf ihrer Webseite unter Geldschöpfung im Glossar.
    Die Banken vermehren ihr Geld, indem sie Kredite vergeben.

    Ihre beiden Buchungssätze implizieren, es brauche jetzt noch Spareinlagen, Tatsache ist lediglich, dass eine Bank täglich im Zahlungsverkehr, solche schafft oder auch abbaut. Das bedeutet je nachdem, ob mehr von der Bank zu oder abfliesst, die Differenz mit echtem SNB Giroguthaben mit der betroffenen anderen Bank im Zahlungsverkehr, wieder ausgleichen muss. Dazu braucht es ihre beiden Buchungssätze nicht in der Form von 1) Kasse/Spareinlage und Kreditforderung an Kasse und darunter dem Nebulösen Verweis das gleiche gilt auch bei elektronischem Geld.

    Hier nochmals ihr Zitat vom 13.Mai:

    Grüezi Daniela. Gerne – es sind deren zwei (Bsp. cash):
    1) Kasse an Spareinlage/Verbk.
    2) Kreditfordg. an Kasse
    Gilt analog bei elektronischem Geld. Nur der zweite BS würde ohne den ersten eben nie stattfinden. Es sei denn, die Bank gewährte diesen Kredit aus ihrem EK; wovon Banken aber idR zu wenig bis gar nichts aufzuweisen haben

    Zitat ende

    Meine Frage was für elektronisches Geld meinten sie?
    a) SNB Guthaben
    b) Verbindlichkeiten der Bank

    Wenn ich nun ihre Buchungstheorie noch nachvollziehen kann und hoffentlich daraus noch etwas lernen kann, können wir dann gerne noch auf ihre neusten Missinterpretationen der Vollgeld-Initiative eingehen.

  32. @ Dr. Otmar Pregetter

    Wir weinen Ihnen, das darf ich glaub‘ unabgestimmt im Namen aller hier sagen zu dürfen, keine Abschiedsträne hinterher. Baba !

  33. @ Dr. Ott, Dr. Meyer, Johannes usw.

    Ich stimme „Aufklärer“ (25. Mai, 12.26 h) völlig zu, dass sie alle nicht fähig sind, einen – halbwegs – fachlichen Diskurs zu führen.

    Schon der Titel: Vollgeld = Vollidiotie disqualifiziert den Autor zur Gänze und er bestätigt dies auf eindrucksvolle Weise in all seinen Beiträgen.

    Sie langweilen – und das meine ich nicht nur „intellektuell“ … 😉

    Mangels bilanzieller Grundkenntnisse haben sie das GELD AUS DEM NICHTS nicht verstanden – was ihre zahlreichen Beiträge hinreichend dokumentieren.

    Dass sie die Studie der isländischen Regierung als „Quatsch“ als auch Dr. Jens Weidmanns, (Chef der Bundesbank) Rede zur Geldschöpfung abwerten – zeigt ihre marginale Diskussionswürdigkeit auf und so sind ihre „Kommentare“ nur ein Wulst an Beflegelungen, Beschimpfungen und inferioren Unterstellungen.

    P.S.
    „Jeder Mensch/Manager managt – und positioniert auch sich selbst“! GRATULIERE – und weiterhin viel Erfolg …

    • @ Pregetter

      Also, dann erklären Sie den folgenden Satz mit einem Buchungssatz:

      “– Illiquidität, also Zahlungsunfähigkeit – dies trifft auf Banken eben wegen des GELDES AUS DEM NICHTS nicht zu…”

    • @Johannes

      Also: Der Herr Doktor Pregetter hätte Ihnen bis jetzt bereits antworten müssen.

      Er scheint es nicht zu können, deshalb ist er davongeschlichen.

      Auch kein anderer Vollgeld-Initianten konnte ihm zu Hilfe eilen.

      Wir sehen: Es gibt kein Geld aus dem Nichts – das sollten die Vollgeldler und die Zentralbänkler langsam begreifen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Herrn Dr. Marc Meyer

      …und plötzlich stünden der Herr Dr. Otmar Pregetter und die Vollgeldler mit abgesägten Hosen da, wenn allen klar würde, dass Buchgeld eine Bargeldschuld einer Bank ist, da auf der Haben- und Passivseite.

      Deshalb reden sie immer um den heissen Brei, leugnen und versuchen die Laien zu verwirren und damit einzunehmen und gehen nie auf eine wirkliche Diskussion ein, sondern verleumden und drehen den Leuten die Worte im Mund um.

      Eine klare, einfache Frage kann nicht beantwortet werden. Das sollte eigentlich jedem alles sagen und die hinterlistige Propaganda für jeden ersichtlich entlarven.

      MfG
      OC

    • @Oeconomicus criticus

      Mir ist einfach unklar, wem diese Vollgeld-Initiative nutzt?

      Möglicherweise einfach

      a) einige Professoren, welche sich profilieren möchten und

      b) etliche Bürgerinnern und Bürger, die zu Recht über die Banken (Boni) erbost sind und somit zu einem leichten Opfer für die Unterschriftensammler werden – die offenbar selber nicht begreifen, wofür sie Unterschriften sammeln.

      Wollen die tatsächlich zurück zum dunkelsten Kommunismus?

      Das nehme ich kaum an.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  34. ..und noch einmal – das hier ist kein Kindergarten, da geht’s schon um mehr:

    Vollgeld:

    1) Vollgeld ändert nichts am bestehenden System. Vollgeld zentralisiert nur alles: unsere Spareinlagen wie unser Kreditwesen mitsamt den Hypotheken bei der neuen “Einheitskasse” SNB.

    2) Vollgeld könnte (ich betone: könnte) damit die Vorstufe zur Nationalisierung unserer Banken werden. Bei der nächsten Bankenkrise.

    Negativzinsen:

    1) Negativzinsen enteignen Sparer

    2) Negativzinsen begünstigen Schuldner. Der grösste Schuldner im Lande ist immer die Regierung – ergo: Die Regierung enteignet mit Negativzinsen die Sparer. Scheibchenweise.

    3) Das grösste Ansparprogramm von uns Bürgern ist unsere Altersvorsorge. Grossteils via Anleihen, die mittels Zins und Zinseszins unsere Pensionen gewährleisten sollen. Negativzinsen radieren also über kurz oder lang unsere Altersvorsorge aus.

    Bargeldverbot:

    1) Der grösste “Feind” von Negativzinsen ist Bargeld, weil man durch Abheben vom Konto den Negativzinsen entkommen kann. Ein Bargeldverbot unterstützt somit die repressive Negativzins-Politik einer Zentralbank.

    2) Wenn es kein Bargeld mehr gibt, kann man sein Geld im Falle einer Bankenkrise nicht mehr abheben – man ist der Krise wehrlos ausgeliefert.

    Schlimmer noch: Per elektronischem Knopfdruck könnte (ich betone: könnte) eine Regierung im zu definierenden Notfall Spareinlagen einfach ins Eigenkapital von Banken umbuchen – zu deren Rettung.

    Dieses Vorgehen reflektiert die sog. Zypern-Blaupause der EU.
    Voraussetzung hierzulande wäre somit die Übernahme dieses Models in Schweizer Recht, danach eine Verordnung. ME gibt es bereits ein entsprechende FINMA-Anweisung dazu ?! Und diente der Brief neulich seitens der 18 CEO’s gar dem als weiteren Schritt dahin ?!

    3) Ohne Bargeld – zusammen mit der gesetzlich in Bälde (wohl) erlaubten totalen Überwachung der Bürger könnte (ich betone: könnte) eine Regierung am Ende nicht nur alle Kauf- und Verkaufsvorgänge von Bürgern überwachen. Sondern im Zweifel auch schlicht unterbinden. Voraussetzung wäre ein Gesetz i.S. des “Patriot Act’s” der USA oder jüngst seines Pendants in Frankreich.

    4) Ohne Bargeld könnten (ich betone: könnten) alle unsere Kauf- und Verkaufsvorgänge, die heute noch als “Privatangelegenheit” steuerbefreit sind, elektronisch an der Quelle besteuert werden. Voraussetzung wäre eine einfache Gesetzesänderung.

    Schlimmer noch: Würde nach Abschaffung von Bargeld die sog. “Finanztransaktionssteuer” der EU, die seit 3 Jahren dort in der Schublade schlummert, eingeführt, könnte (ich betone: könnte) gemäss damals geplantem Gesetzestext (Einschränkung: soweit ich mich erinnere) jede Überweisung besteuert werden. Voraussetzung wäre eine entsprechende Übernahme in Schweizer Recht.

    Beim besten Willen – in Anbetracht dieser Liste kann doch niemand mehr seine Augen vor diesen Entwicklungen verschliessen und bequehmlichkeitshalber meinen, das alles sei nur ein Hirngespinst ..

    • Sehr geehrter Herr Dr. Ott

      Ergänzen möchte ich Ihre Liste mit folgender wichtiger Feststellung:
      Wenn es kein Bargeld mehr gibt, können nicht bloss die Bürger total überwacht werden, sondern Kritiker schlicht und einfach per Knopfdruck unterbunden, ruiniert, enteignet, ausgehungert und korrumpiert werden. Demokratie ist dann nur noch ein geflügeltes Wort ohne jeglichen Sinn und Inhalt.

  35. @ alle Vollgeldler
    .. vor allem die, die sich hier für besonders schlau halten..

    Eine Präzisierung, nachdem jetzt bereits zwei Ihrer Unterschriftensammler mich hier als Laien überführen wollten.

    Es geht um eine meiner saloppen Fomulierungen – wenn ich immer wieder sage, dass „Spareinlagen weiter verliehen würden“.

    Also, um das präziser zu formulieren:

    Wenn Sie Ihr Geld zur Bank tragen oder eine Überweisung auf Ihr Konto tätigen, geht dieses Geld rechtlich ins Eigentum der Bank über, und Sie werden zum nachrangigen Gläubiger Ihre Geldes. Dessen bin ich mir schon bewusst, keine Sorge.

    Sicht- wie Spareinlagen werden daher nicht im direkten Zusammenhang buchhalterisch ausgeliehen. Ich hatte das zwar bereits ganz am Anfang IT_Daniela ggü. als immer deren zwei (getrennte) Buchungssätze beschrieben, aber vielleicht sollte ich das noch einmal hervorheben. Und vielleicht hilft das ja irgendeinem, dass es bei ihm/ihr „click“ macht.

    Jedenfalls ändert sich dadurch nichts auch nur an einer meiner Aussagen aus inhaltlicher Sicht – ohne Spar-Sichteinlagen hat eine Bank ausser ihrem Eigenkapital schlicht keine Möglichkeit, Kredite zu vergeben. Punkt.

    Und dass die Vollgedler alle das als Hauptargument benutzen wollen für die idiotische Behauptung, eine Bank würde „Kredit/Geld aus dem Nichts“ zaubern, halte ich daher rein für einen Taschenspielertrick.

    Und falls jetzt gleich noch ein weiterer vermeintlich Besserwisser daher marschieren sollte – ja, ich bin mir auch bewusst, dass eine Bank in Höhe des Mindestreservesatzes + (ja und selbst das weiss ich und habe ich im Text erwähnt:) i.R. der Risikogewichtung nach Basel II ff. ihr EK zur Kreditausgabe leveragen darf.

    Nur ist im Normalfall da eben immer eine Sicherheit zu hinterlegen. Und nichts daran ist „böse“, „übel“, „schlimm“.

    Also, wer auch diesen Taschenspielertrick nutzen wollte, um vom eigentlichen Ziel abzulenken:

    Dass das Vollgeld der Zentralisierung unserer Spareinlagen/ Kredite/Hypotheken bei einer neuen „Einheitskasse“ SNB (oder der EZB in der EU) dient, bitte. Nur, wozu bitte dient diese Zentralisierung, wenn sich sonst nichts am System ändert ?! Na ?!

    Ich gehe jedenfalls davon aus, dass sich unser Volk nicht so einfach hinter’s Licht führen lässt.

    Und sollten die jungen Befürworter endlich auch eimal unvoreingenommen hinter die Tricks der Herren „Professoren“ schauen, würden der Initiative hierzulande gar noch die Unterschriftensammler abhanden kommen..

    Was uns leider immer nicht davor bewahren dürfte, dass diese Vorbereitung zur Nationalisierung der Banken in der EU mit massivem Druck weiter vorangetrieben wird.

    Genauso, wie die Abschaffung des Bargeldes. Um die Banken künftig einfacher zu retten, Und um die Negativzinsen höher schrauben zu können, sprich die Enteignung der Sparer.

    Willkommen in „The New Normal“ !

  36. @ Fabian P

    Nicht so grossspurig, junger Vollgeldler.

    Ziemlich unten hatte ich IT_Daniela ggü. erläutert, dass das immer zwei getrennte Buchungssätze, sogar Geschäftsvorfälle sind; also so ganz so doof, wie Sie mich hier darstellen wollen, bin ich dann doch nicht. Wobei, bei 240 Kommentaren will ich Ihnen das Versäumnis jetzt gar nicht mal so übel nehmen. Und der Präzisierung wegen sage ich dazu gleich noch mal was.

    Aber dass IB’s Ihrer Auffassung nach Geld schöpfen, ist ein echter Knaller ;-)).

    Also, wenn Sie mir den Geschäftsvorfall oder Buchungssatz beibringen können, kriegen Sie von mir ein Flasche Vino Ihrer Wahl, egal, was die dann kostet ;-)).

    Mir ist schon klar, Sie meinen, weil die (Sie ?) auf margin traden, richtig ?

    Prima, machen wir doch die Probe auf’s Exempel – Sie rufen gleich einen der Broker hier im Umfeld an, zB Swissquote oder Saxo oder wen auch immer, und fragen die bitte, woher denn -neben dem EK-Einsatz der Trader- der Leverage, also zB die anderen 99% Gelder, herkommt ?

    Und dann rufen Sie diese Bank an, von der die kommen, und fragen die, wie die denn diesen Kredit finanziert hätte.

    Und sollte die (falls möglich:) Universalbank dann nachweisbar behaupten: „von unserer IB“, und auf Nachfrage: „nein, nicht aus deren Handelsgewinnen, nein, die schöpft den..“ – dann .. ja dann gebe ich mich echt geschlagen ;-))

  37. Zur Korrektur der grössten Irrtümer in diesem Artikel

    Der Buchungssatz bei der Geschäftsbank lautet:
    Forderung an Verbindlichkeit.
    Banken können unmöglich Kundenguthaben also Verbindlichkeiten weiterverleihen. Bitte beschäftigen Sie sich mit dem Thema bevor Sie solche Schimpftiraden loslassen.
    Von einer Verknappung der Geldmenge kann keine Rede sein, es geht um Steuerbarkeit.
    Bei Reserven muss zwischen Zentralbank und Barreserve unterschieden werden.
    Das Multiplikatormodell ist längst überholt.
    Auch reine Investmentbanken schöpfen Geld und zwar zu Spekulationszwecke usw.

  38. @ Der Aufklärer

    Nicht ablenken – ich fasse noch einmal zusammen:

    Vollgeld:

    1) Vollgeld ändert nichts am bestehenden System. Vollgeld zentralisiert nur alles: unsere Spareinlagen wie unser Kreditwesen mitsamt den Hypotheken bei der neuen „Einheitskasse“ SNB.

    2) Vollgeld könnte (ich betone: könnte) damit die Vorstufe zur Nationalisierung unserer Banken werden. Bei der nächsten Bankenkrise.

    Negativzinsen:

    1) Negativzinsen enteignen Sparer

    2) Negativzinsen begünstigen Schuldner. Der grösste Schuldner im Lande ist immer die Regierung – ergo: Die Regierung enteignet mit Negativzinsen die Sparer. Scheibchenweise.

    3) Das grösste Ansparprogramm von uns Bürgern ist unsere Altersvorsorge. Grossteils via Anleihen, die mittels Zins und Zinseszins unsere Pensionen gewährleisten sollen. Negativzinsen radieren also über kurz oder lang unsere Altersvorsorge aus.

    Bargeldverbot:

    1) Der grösste „Feind“ von Negativzinsen ist Bargeld, weil man durch Abheben vom Konto den Negativzinsen entkommen kann. Ein Bargeldverbot unterstützt somit die repressive Negativzins-Politik einer Zentralbank.

    2) Wenn es kein Bargeld mehr gibt, kann man sein Geld im Falle einer Bankenkrise nicht mehr abheben – man ist der Krise wehrlos ausgeliefert.

    Schlimmer noch: Per elektronischem Knopfdruck könnte (ich betone: könnte) eine Regierung im zu definierenden Notfall Spareinlagen einfach ins Eigenkapital von Banken umbuchen – zu deren Rettung.

    Dieses Vorgehen reflektiert die sog. Zypern-Blaupause der EU.
    Voraussetzung hierzulande wäre somit die Übernahme dieses Models in Schweizer Recht, danach eine Verordnung. ME gibt es bereits ein entsprechende FINMA-Anweisung dazu ?! Und diente der Brief neulich seitens der 18 CEO’s gar dem als weiteren Schritt dahin ?!

    3) Ohne Bargeld – zusammen mit der gesetzlich in Bälde (wohl) erlaubten totalen Überwachung der Bürger könnte (ich betone: könnte) eine Regierung am Ende nicht nur alle Kauf- und Verkaufsvorgänge von Bürgern überwachen. Sondern im Zweifel auch schlicht unterbinden. Voraussetzung wäre ein Gesetz i.S. des „Patriot Act’s“ der USA oder jüngst seines Pendants in Frankreich.

    4) Ohne Bargeld könnten (ich betone: könnten) alle unsere Kauf- und Verkaufsvorgänge, die heute noch als „Privatangelegenheit“ steuerbefreit sind, elektronisch an der Quelle besteuert werden. Voraussetzung wäre eine einfache Gesetzesänderung.

    Schlimmer noch: Würde nach Abschaffung von Bargeld die sog. „Finanztransaktionssteuer“ der EU, die seit 3 Jahren dort in der Schublade schlummert, eingeführt, könnte (ich betone: könnte) gemäss damals geplantem Gesetzestext (Einschränkung: soweit ich mich erinnere) jede Überweisung besteuert werden. Voraussetzung wäre eine entsprechende Übernahme in Schweizer Recht.

    Beim besten Willen – in Anbetracht dieser Liste kann doch niemand mehr seine Augen vor diesen Entwicklungen verschliessen und bequehmlichkeitshalber meinen, das alles sei nur ein Hirngespinst ..

  39. @ Barbara Seiler

    „..wer sorgt denn dafür, dass überhaupt Geld (sagen wir mal, Geld in Form von CHF) existiert, wenn nicht die SNB?“

    Sorry, und nichts für ungut – aber ich hämmer‘ Ihnen das jetzt so lange in Ihr Hirn, bis es da endlich „click“ macht:

    Sorgen tun dafür die REGIERUNG und WIR BÜRGER !

    NICHT die Zentralbank „schöpft“ „Geld“. Klar, man kann das naiv so sehen, weil sie den Auftrag dazu hat, und klar, sie gibt auch den Druckauftrag für die Währung und bedient damit -in Form von elektronischer Währung – auch die Geschäftsbanken.

    Aber es sind WIR MENSCHEN, die sich von ANDEREN MENSCHEN deren Spareinlagen LEIHEN bzw. simpler: einen Kredit aufnehmen, was Geld schafft – und je öfter, desto mehr.

    Und es sind in zweiter Linie -und aktuell sogar vorrangig- die Staatsanleihen, die von der Regierung PERMANENT (ohne je auch NUR EINMAL zurückbezahlt zu werden) GEDRUCKT werden, und dann (seit Bretton Woods PERMANENT) bei der Zentralbank landen- gegen deren TAUSCH die dann -PERMANENT- WÄHRUNG AUSGIBT !

    Wie gesagt, ich werde das – vor allem an einem Tag wie heute- so lange wiederholen, bis Sie es bei Ihnen endlich sitzt !

    • Herr Ott.

      „Aber es sind WIR MENSCHEN, die sich von ANDEREN MENSCHEN deren Spareinlagen LEIHEN bzw. simpler: einen Kredit aufnehmen, was Geld schafft – und je öfter, desto mehr.“

      Genau dieser Vorgang ist doch mit „Geldschöpfung aus dem Nichts“ gemeint, und genau das ist doch der Kritikpunkt: dass heute Geld nur durch Schulden entsteht. Wovon vor allem die Banken profitieren, da alle Schulden mit Zins belastet sind, was dazu führt, dass die Geldmenge immer grösser wird und es notwendigerweise zu Blasen kommt, die dann irgendwann platzen und dabei jedes Mal eine Riesensauerei hinterlassen, wobei dann die „too big to fail“-Monster gerettet werden (weil, Sachzwänge und so), und jene, die tatsächlich echte Werte schaffen – also die gewerblichen KMUs zum Beispiel – auf Mama Staat’s Hilfe nicht zählen können.

    • Frau Seiler

      Das, also Schulden, werden wir Beide aber nicht ändern können, und niemand anders auch nicht.

      Das ist schlicht ein essentieller Vorgang. Wenn Sie meine Nachbarin wären, und ich würde mir 6 Eier ausleihen mit dem Versprechen Sie Ihnen Ende der Woche zurückzugeben, haben Sie mir bereits einen Kredit geschöpft – und ich stehe bei Ihnen in der Schuld.

      Geld entsteht aus Zahlungsaufschüben zwischen Menschen – der eine gewährte einem anderen einen Kredit, der andere steht beim ersteren dafür in der Schuld. Das ist Bestandteil der menschlichen Kultur.

      Ob dieses Geld dann von Dritten akzeptiert wird, ist eine andere Frage. Dazu hat die Menschheit viele Experimente bislang durchgeführt, die allesamt insofern gescheitert sind, als man schlicht erkennen musste – je nach Situation ändert sich offenkundig die menschliche Präferenz, welches „Ding“ aktuell gerade als Geld akzeptiert wird.

      Aber einfach die aktuell -übrigens seitens einer Regierung so festgelegten- gesetzlichen Gelder, den Franken oder den Euro nun als elektronisches Geld bei der Zentralbank zu zentralisieren – ich bitte Sie. Dadurch schaffen Sie doch keine Schulden ab bzw. verhindern das Eingehen von neuen unter Menschen.

      Und sollten Sie das wollen – dann müsste ich Sie ja geradezu als ausgesprochen totalitären Menschen einstufen.

      Nur Staatsschulden, Regierungsschulden sind unnötig, und da war ich ja bereits beim letzten Mal bei Ihnen. Ja, aber dann müssten man das Geld für die Regierungsausgaben schlicht drucken.

      Aber könnte im Gegenzug dafür die Direktsteuern abschaffen. Die dafür nämlich -aus ökonomischer Sicht- mal eingeführt wurden, nämlich zur Bezahlung der Zinsen für die Regierungsschulden..

      Aber den Menschen sollten Sie schon bitte ihr, unser Kreditwesen lassen. Bzw. es würde sich eh wieder neu etablieren – wenn’s sein muss eben als Schwarzmarkt.

      Und bitte es auch nicht bei einer zentralen Bank ansiedeln – lesen Sie doch nur Herrn Hässig’s heutigen Artikel. Es menschelt eben überall, und überall herrscht Korruption. Und am schlimmsten nagt die an „zentralen Kassen“ – da, wo’s eben richtig lohnend wird..

    • @ barbara seiler

      „Die Banken finanzieren illiquide Aktiven mit liquiden Passiven. Sie produzieren für die Wirtschaft Liquidität und sind damit eigentlich immer illiquid. Nur das Vertrauen der Einleger und anderer Geldgeber verhindert, dass eine Bank illiquid wird.“ (Prof. Hans Geiger). Das hat nichts mit Betrug zu tun, sondern ist die Aufgabe der Banken, nämlich Geld zur Verfügung zu stellen, also illiquide Vermögenswerte liquid zu machen.

      Daran ändert auch Voll- und selbst Goldgeld nichts, weil die Vorfinanzierung für Fortschritt und das menschliche Überleben unumgänglich ist – das ist ein Naturgesetz, in der Bibel mystisch als Erbsünde beschrieben, und von Dr. Martin als Urschuld bezeichnet -, was ich in diesem Forum schon oft erklärt habe (sofern man sich dann einmal die Mühe machen würde mehr zu lesen statt zu schreiben). Nehmen Sie Gold: Die Bank verleiht das von einem Sparer einbezahlte Gold – und der Kreditnehmer zahlt seinen Lieferanten aus – dieser wiederum bringt es zur Bank. Also haben 2 Personen gleichzeitig Anspruch auf dasselbe Gold, nämlich der Sparer und der Lieferant (und die können sich nun die Köpfe einschlagen – die Bibel spricht da mystisch von Kain und Abel).
      Man muss nur lesen – es ist alles gesagt:
      http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/URSCHULD.pdf
      Und genau dieser Mechanismus gilt auch bei dem angeblich heilbringenden Vollgeld, welches allerdings zwangsläufig in den Kommunismus und in die Hyperinflation führen muss. Und genau dieser Mechanismus wird von den wenigsten verstanden, daher wird da von z.B. einem Aliasbubi oder gar einem Professor, die ich längst nicht mehr ernst nehmen kann, das Forum zugemüllt, statt dass sie einmal selber studieren und ihre Hausaufgaben machen würden.

    • @Hr. Ott

      *und ich würde mir 6 Eier ausleihen*

      Damit wird eine Schuld geschaffen, aber noch längst keine Schweizer Franken. Wenn ich für die Eier einen Fünfliber von Ihnen wollte, müssten Sie diesen Fünfliber erst von woanders her besorgen, bevor Sie in mir geben können, und könnten den nicht einfach herstellen.

      “ je nach Situation ändert sich offenkundig die menschliche Präferenz, welches “Ding” aktuell gerade als Geld akzeptiert wird.“

      Das ist ja kein Scheitern. Es gibt eben immer mehrere Lösungen für ein Problem, und da soll man doch vernünftig und sachlich darüber nachdenken, wo die jeweiligen Vor- und Nachteile liegen.

      „Aber einfach die aktuell -übrigens seitens einer Regierung so festgelegten- gesetzlichen Gelder, den Franken oder den Euro nun als elektronisches Geld bei der Zentralbank zu zentralisieren – ich bitte Sie. Dadurch schaffen Sie doch keine Schulden ab bzw. verhindern das Eingehen von neuen unter Menschen.“

      Abschaffen nicht, aber es wird ein bisschen weniger davon geben.

      *Ja, aber dann müssten man das Geld für die Regierungsausgaben schlicht drucken.“

      Ja, sicher. Die SNB (bzw Monetative als vierte Gewalt, wie sie gelegentlich genannt wird) bestimmt die Geldmenge – und das unter demokratischer Kontrolle anhand von Regeln, die nicht von privatem Profit diktiert sind, sondern von volkswirtschaftlichen Überlegungen – was ein Vorgang ist, der durchaus mehr Vertrauen geniesst bei mir als das Definieren der Geldmenge durch eine Horde von Privaten, deren explizites Interesse der private Profit ist und sonst nichts.

      Vor allem (man lese sich die Blogbeiträge hier durch!) durch Private, die sich mit unschöner Regelmässigkeit extrem egoistisch und oft auch sehr dumm benehmen.

      *Aber den Menschen sollten Sie schon bitte ihr, unser Kreditwesen lassen.“

      Das Kreditwesen wird ja bei den Geschäftsbanken gelassen.

      Es wäre abe schon möglich, dass es dann mal heisst „Sorry, wir können grad keinen Kredit geben, aber kommen Sie übermorgen wieder, wir erwarten ein paar grössere Rückzahlungen.“

      Mal gelegentlich dem Wachstumswahn zu entgehen, dürfte auch nicht schaden – inzwischen haben ja hoffentlich alle gemerkt, dass auf unserer Erde, mit ihren begrenzten Ressourcen, exponentielles Wachstum wie das der Geldmenge via Zins, aus systemimmanenten Gründen nicht funktionieren kann.

      „Es menschelt eben überall, und überall herrscht Korruption. Und am schlimmsten nagt die an “zentralen Kassen” – da, wo’s eben richtig lohnend wird..“

      nein, würde ich nicht sagen. Ich vertraue zB der SUVA deutlich mehr und halte sie für besser organisiert als die ganzen Krankenkassen, die sich mit der Jagd auf gute Risiken die Zeit vertreiben.

      Staatliche Institutionen, mit staatlichem Monopol, unter demokratischer Kontrolle sind gerade für die grundlegenden Infrastrukturen wichtig. also dafür, diese Infrasttrukturen zur Verfügung zu stellen – nicht, jedes Detail im Gebrauch zu regeln. (Trinkwasserversorgung ist Service Public, was Sie dann mit dem Wasser anstellen, das zu Ihnen geliefert wird, ist Ihre Sache)

  40. Marc Meyer:

    „Es reicht ja schon, wenn unser SNB-Chef Prof. Dr. Jordan diesen Kapitalfehler (im wahrsten Sinne des Wortes begeht) begeht und unserer Nationalbank den Status eine Geldfälscherin verleiht:“

    Wär das nicht schlicht der Buchungssatz von jenen, die Geld *herstellen*, wobei die SNB das offiziell darf (schliesslich ist sie die SNB), aber alle andern dürfen nicht?

    Oder, andere Frage: wer sorgt denn dafür, dass überhaupt Geld (sagen wir mal, Geld in Form von CHF) existiert, wenn nicht die SNB?

    • Sehr geehrte Frau Seiler

      Die SNB kann und darf Geld emittieren als SNB Passivum (Schuld) aber nicht als SNB-Aktivum (Vermögen).

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  41. @ Dr. Otmar Pregetter

    ;-)) Also, dass Sie mich hier so schnell zu einem herzlichen Lacher bewegen, hätte ich mir ehrlich gesagt nicht träumen lassen; merci für den Aufsteller.

    Jedenfalls freue ich mich, dass Ihr Adrenalinpegel offenkundig wieder menschliche Normalwerte angenommen hat; denn sollten Sie hier je nach einem überspannten Kommentator suchen wollen, probieren Sie’s am besten mal unter Ihrem eigenen Namen da weiter unten..

    Jetzt aber zu den Spielregeln hier – geistreiche Kommentare sind jederzeit herzlich willkommen, gerne auch österreichischer Schmäh bis hin von mir aus zu der Spur Gehässigkeit, die ich von meinen Bregenzern bis Tirolern her so gewöhnt bin – aus welchem Bundesland stammen Sie eigentlich ?

    Aber „Zumüllen“ ist ab jetzt gestrichen, klar ?

    In diesem Sinne einen schönen Abend und auch Feiertag.

  42. Wie entsteht Geld?
    Geld entsteht a priori dadurch, dass jemand ein Gut kauft und dafür dem Lieferanten Geld schuldet. Nun übernimmt die Bank die Schuld und der Lieferant hat daher das Geld von der Bank statt vom Leistungsempfänger zugut und der Leistungsempfänger schuldet nun der Bank statt dem Lieferanten das Geld. Will eine Geschäftsbank Bargeld, so verkauft sie der Zentralbank einen Vermögenswert, die Zentralbank stellt daraufhin einen Schuldschein (Bargeld) aus oder schreibt der Bank einen Anspruch auf Bargeld (Buchgeld, Giroguthaben) gut. Wenn die Bank das Bargeld resp. das Buchgeld zurückzahlt, erhält sie den der Zentralbank übereigneten Vermögenswert zurück. Genau so verhält es sich auch mit der Geschäftsbank. Wenn der Leistungsempfänger nun seinen Kredit zurückzahlt, so verschwindet in diesem Umfang das Buchgeld, sein Guthaben.
    Dieser Mechanismus resultiert daraus, dass einzig in der Volkswirtschaft Werte (durch Produktion) erschaffen werden. Diese Werte sind dann die Grundlage für den Wert des handelbaren Gutes Geld.
    Wenn nun alles Geld von der Zentralbank ausgehen soll, so müssen alle Werte der Zentralbank übereignet werden. Somit haben wir eine Planwirtschaft – oder anders ausgedrückt: Kommunismus und die vollständige Kontrolle des Landes durch eine einzige Behörde, die Momo. Diese entscheidet dann über jeden Kredit, überwacht jede Zahlung und kann jeden nach Belieben aus der Gesellschaft ausschliessen und verhungern lassen.
    Die Alternative wäre Warengeld, aber die steht ja im Moment nicht zur Diskussion.

    • @Oeconomicus criticus

      Richtig

      Vollgeld = Kommunismus

      Mit freundlichen Grüßen

      Marc Meyer

  43. @Dr. Otmar Pregetter

    Sehr geehrter Herr Doktor Pregetter

    Der Kommentator „Fred“ hat mir unten folgende Antwort gegeben, die ich hier heraufholen möchte, da sie so wichtig ist:

    Seine kurze Antwort beantwortet die ganze Frage bezüglich „Geld aus dem Nichts“:

    Fred schrieb:

    Lieber Herr Doktor Meyer

    “…dass dem Geld ein realer Wert aus der Wirtschaft gegenüberstehen muss.”
    In diesem Punkt bin ich mit Ihnen absolut und unter allen Titeln einig.

    mfg
    Fred H.

    Geld aus dem Nichts ist nichts wert – genauso wie ein Geburtsschein ohne Kind nichtig ist.

    Das sollten Sie ihrem Idol, Dr. Weidmann, Chef der Deutschen Bundesbank, dringend mitteilen – zwecks Rettung des Euro.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  44. @ Dr. Otmar Pregetter

    Hören Sie bitte endlich auf, mich/uns hier so zuzumüllen !

    Und sorry, dass ich Ihr Vorgehen schlicht nicht mehr anders umschreiben kann.

    Und wenn ich’s freundlicher formulieren wollte, käme mir nur noch in Sinn – denken Sie doch auch ein wenig an Ihre Enkelkinder ;-))

    • Aber Herr Dr. Ott – wie können Sie nur?

      Gelassenheit ist nicht ihr „Ding“, gelle…
      Liegen ihre Nerven so blank, dass Sie meinen hier eine „Zensur“ üben zu können?

      Mann oh Mann … 😉

    • @Dr. Ott,
      es macht wenig Spass an der Diskussion teilzunehmen, wenn der Autor nicht mit Kritik umgehen kann. Bitte unterlassen Sie das in Zukunft, es zeugt von schlechter Kinderstube und mangelnder Gesprächskultur. Bei @Dr. Meyer kann ich die persönliche Leidensgeschichte mitberücksichtigen.

      Sie schreiben an Frau Seiler, 24.Mai 2015/14:33

      „Nur, wenn Sie meinen Beispielen hier im Kommentarblog auch etwas offen gegenüberstehen, und auch dem, was die Herren Dr. Meyer wie OC beigesteuert haben, dann müssten Sie jetzt verstanden haben, dass das Vollgeld ÜBERHAUPT NICHTS am bestehenden System ÄNDERT.“

      @Dr. Ott ich ermutige Sie, in einem wissenschaftlichen Dreier bestehend aus @Dr. Meyer und @Oeconomicus sich über Vollgeld zu informieren. Vollgeld konstituiert eine allgemeine Geldordnung im Interesse monetärer und finanzieller Stabilität ohne eingebaute ökonomische Allokations- und Verteilungs-Schieflage.

      Vollgeld soll realisieren, was die meisten Leute irrtümlicherweise als Realität annehmen: staatliches Geld, d.h. die Ausdehnung des bisherigen Münz- und Papiergeld-Monopols auf Buchgeld und E-Geld in Händen der Zentralbank als Monetative (Demokratisch legitimiert). Eine Verstaatlichung der Banken ist ausdrücklich nicht vorgesehen.

      Über 20 Quellenangaben, Links und Studien habe ich hier und in den Beiträgen von @Dr. Meyer angegeben, wo das alles festgehalten wird.

      Darauf habe ich keinerlei sachliche, fachliche und konstruktive Gegendarstellung erhalten, sondern Beschimpfungen, Verunglimpfungen und Unterstellungen jeglicher Art, so u.a. ich sei gleichzeitig einer der „Bankenprofessoren, 8 verschiedene Pseudonyme zu benutzen, zudem wurde unterstellt, dass der Link der die Studie im Auftrag der Isländischen Regierung darstellt als „Quatsch“ zu qualifizieren sei usw. usf.“

      Das kann doch nicht sein, oder? Wenn Sie als (Dreier) ernst genommen werden möchten, sollten Sie auf solche Gegendarstellungen sachlich argumentieren.

  45. Guten Tag Frau Seiler

    In dem Punkt sind wir beieinander – ein Staat sollte sich ÜBERHAUPT NICHT verschulden. Nur ist der Weg dahin etwas steinig und schwierig. Aber unumgänglich -mE- weil Staatsschulden allesamt ja immer in default gingen. Und unsere in Europa in Bälde alle auch wieder.

    Ich habe vor, zu diesem Thema noch einen essay zu schreiben und bitte daher einfach noch um ein wenig Geduld.

    Nur, wenn Sie meinen Beispielen hier im Kommentarblog auch etwas offen gegenüberstehen, und auch dem, was die Herren Dr. Meyer wie OC beigesteuert haben, dann müssten Sie jetzt verstanden haben, dass das Vollgeld ÜBERHAUPT NICHTS am bestehenden System ÄNDERT.

    Ausser, dass alles bei der neuen „Einheitskasse“ Zentralbank (= SNB, EZB) zentralisiert würde.

    Vor allem würde (und müsste) sich der Staat WEITERHIN massivst verschulden.

    Einen schönen Sonntag Ihnen nach Strasbourg !

  46. @ Pregetter

    Da die Banken angeblich Geld aus dem Nichts schöpfen können, erstaunt es doch sehr, dass sie nichtsdestotrotz pleite gehen können.
    Ergo kann Ihre Theorie nicht stimmen.

    • @ Johannes.
      Insolvenz hat 2 hauptsächliche Gründe:
      – Illiquidität, also Zahlungsunfähigkeit – dies trifft auf Banken eben wegen des GELDES AUS DEM NICHTS nicht zu…
      – und ÜBERSCHULDUNG – und dies ist bei Banken dann der Fall, wenn Kreditforderungen/Assets abgeschrieben werden müssen und diese das Eigenkapital übersteigen.
      Anders gesagt:
      – Geld aus dem Nichts kann die Banke jederzeit erzeugen
      – Eigenkapital eben nicht!
      Alles klar?

    • @Johannes,

      Gestatten Sie mir; auf Folgendes hinzuweisen, obschon Sie mich nicht direkt gefragt haben. Die Herkunft und den Ursprung des Geldes zu belegen und mitzuteilen, unter welchem Titel der Vorbesitzer dieses Geld besessen hat, kann Ihnen Ihre Bank bei Kreditgewährung (Bilanzverlängerung) nicht mitteilen. Oder, konnte Ihnen die Bank jemals nachweisen woher die Mittel für diesen Ihnen angeblich geborgten Kredit herkommen, sowie Ihnen dieses im Kreditvertrag belegen und nachweisen?. Natürlich nicht, oder? D.h. nichts anders als dieses Geld Ex-Novo produziert wurde. Dieses Geld existierte vor der Kreditvergabe nicht (abzüglich Mindestreserve 1% Euroraum 2.5.% Schweiz, 10% USA, 20% China). Was bedeutet, dass für Sie als Kreditnehmer? Das bedeutet, dass Sie in der Funktion als Kreditnehmer in Wahrheit als Basis und Sicherheit nicht nur für die ursprünglich nicht vorhandene Kreditsumme, sondern auch noch für mehrere gewinnbringende andere Geschäftsfelder der Bank haften (z.B. Verkauf Ihres Zahlungsversprechens etc.).

      Und jetzt Ihre berechtigte Frage; wie ist es möglich das Banken pleite gehen können, wenn diese „Geld aus Luft“ hervorzaubern können? Das kann doch nicht sein, oder?

      Banken können nur in Kooperation mit anderen Banken ihr Geld selbst schöpfen (GIRALGELD). Sie müssen dazu untereinander eine ausgeglichene Zahlungsbilanz herstellen. Beachtet eine Bank dieses Prinzip nur unzureichend, so schöpft sie neben Geld auch immer mehr Schulden. Nehmen die Schulden gegenüber den anderen Banken eine Dimension an, die die anderen Banken nicht mehr tolerieren, so verweigern sie weitere InterbankKredite. Verweigert auch die Zentralbank jeglichen Kredit, so ist die Bank zahlungsunfähig. Keine Bank nimmt von dieser Bank mehr Überweisungsaufträge an. Die Bank ist pleite.

      So einfach ist das? Ja! Können Sie sich an die sogenannte Krise 2008 (Lehman Brothers) erinnern? Worum ging es da eigentlich? Die Banken vertrauten sich nicht mehr und der Interbankenmarkt drohte zusammenzubrechen. Was passierte? In einem Vollgeldsystem wäre das nicht geschehen.

    • @ Pregetter

      „– Illiquidität, also Zahlungsunfähigkeit – dies trifft auf Banken eben wegen des GELDES AUS DEM NICHTS nicht zu…“

      Dümmer geht’s nümmer.

    • @Dr. Otmar Pregetter

      Die Zentralbanken interpretieren Notenbankgeld als „Liquidität“. „Liquidität schöpfen aus dem Nichts“. Liquidie Mittel sind Vermögen. Vermögen aus dem Nichts = Vermögen ohne zusätzliche Schulden = Eigenkapital. (Da Eigenkapital der Überschuss des Vermögens über die Schulden ist).

      Sie und die Zentralbanken behaupten somit indirekt, dass die Banken Eigenkaptial schaffen können aus dem Nichts.

      Damit ist Ihre Argumentation einmel mehr wiederlegt.

      ¨Nehmen Sie’s endlich zur Kenntnis.

      Und bitte teilen Sie es dem Herrn Dr. Weidmann (Chef Bundesbank) mit. Der hat auch noch viel zu lernen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  47. Banken erfinden das GELD AUS DEM NICHTS! ( 2 )

    Allein der Titel: „Vollgeld = Vollidiotie“ spricht für sich und disqualifiziert den Autor von selbst und dieser 1. Eindruck wird durch seine unsachlichen Kommentare noch bestätigt.

    Gibt man den o.a. Begriff in Google ein, so scheinen mehr als 100 Mio. (!) Zugriffe auf, was ein Beweis ist, dass das Thema längst bei den Menschen angekommen ist und weit und breit debattiert wird – gut so!
    Wieso an einer staatlichen Geldschöpfung = SOVEREIGN MONEY kein Weg vorbei führt, ist allen, die sich ein bisserl eingelesen haBEN, sonnenklar.

    Kurz nochmals klargestellt – (wie oft denn noch?)
    – GELD AUS DEM NICHTS . . .
    heißt nichts anderes als dass, das BUCHgeld v o r der Kreditvergabe NICHT existierte! Keine Bank kann Buchungszeilen “auf Vorrat” anlegen/buchen . . .genauso wenig wie man ein Frisur auf „Vorrat“ bestellen und später mal abholen kann … 😉
    Im Gegensatz dazu MUSS sich die Bank das gesetzliche Zahlungsmittel = Münzen/Scheine (BARgeld) von der ZBank “kaufen” und kann es nicht virtuell einfach „erfinden“ – wie die privaten Banken das GELD AUS LUFT als Buchungszeile.

    Dass gleichzeitig sowohl eine Forderung der Bank (sie ist ja Gläubiger im Kreditvertrag) – als auch eine Schuld (den erfundenen, nur in den Computer eingetippten Geldbetrag) an denselben Kreditnehmer entsteht – widerspricht sämtlichen Regeln des Rechnungswesens!

    DIE entscheidenden Fragen sind daher:
    1.) W i e s o verschuldet sich der Staat bei Banken, obwohl nur er über das gesetzliche Gelddruckmonopol verfügt?
    2.) Wen der Staat – statt der privaten Banken – das GELD AUS DEM NICHTS erfindet, bei wem soll er sich dann verschulden?
    3.) Wenn der Staat das Geld per Buchungszeilen erzeugt – an wen soll er dann noch Zinsen bezahlen?

    GELD AUS DEM NICHTS
    hier noch ein paar gute und selbsterklärende Links:
    – Spiegel 1 9 7 3: BUNDESBANK – Geld aus dem Nichts. „… die Privatbankiers machen das, was ihnen seit langem verboten ist: selber Geld – schimpft Bundesbank-Vizechef Emminger:
    „Das ist ein Rückfall in das vergangene Jahrhundert, wo jede Zettelbank Geld drucken konnte.“
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42842883.html

    – ARTE – Der größte Betrug aller Zeiten: Geld aus dem Nichts.
    Dass sie den Zins(eszins) als perfiden Umverteilungsturbo und die Tatsache, dass das 100%ige Schuldgeldsystem ein Pyramidenspiel (Ponzi-Scheme) ist und es daraus kein Entrinnen gibt, nicht erwähnten, will ich ARTE diesmal nachsehen.
    https://www.youtube.com/watch?v=AZ8qa-h5bhs

    – – HARALD LESCH (2010) :
    Geld aus dem Nichts – das perfekte Verbrechen.
    https://www.youtube.com/watch?v=LfIbhyhupxU

    und – VOLKER PISPERS – Geld ist Fantasie.
    Menschen werden zu Arbeitssklaven degradiert – und im Kapitalismus entsteht alles Geld als Schuld! Der geniale deutsche Kabarettist zieht alle Register und erklärt auch die makroökonomischen Auswirkungen der Buchgeldschöpfung auf brillante Weise.
    Eine Lehrstunde für alle „ExpertInnen“…
    https://www.youtube.com/watch?v=NVAkETaO8Zc

    Die vielen Nebelgranaten und rotzigen Untergriffe haben mich nicht erstaunt – nein.
    Sie zeigen, wie blank die Nerven der Befürworter eines 100%igen Schuldgeldsystems liegen, das seit Jahrhunderten als eine der Hauptursachen für Kriege, soziale Unruhen und Schuldsklaverei gilt.

    Mit SOVEREIGN-MONEY in Island und den Vollgeldinitiativen in vielen Ländern, ist ein Zug ins Rollen gekommen, der nicht mehr zu stoppen ist:
    ES WAR HÖCHSTE ZEIT DAZU!
    – – – – –
    Hier noch einige Links zu Islands REVOLUTION:

    http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/11507810/Iceland-looks-at-ending-boom-and-bust-with-radical-money-plan.html
    http://www.france24.com/en/20150401-fed-crises-iceland-mulls-monetary-revolution/

    http://ftalphaville.ft.com/2015/04/08/2125780/icelands-grand-monetary-experiment/

    • @Doktor Otmar Pregetter

      Sehr geehrter Herr Doktor Pregetter

      Guten Morgen.

      Erstens:

      Ihr Vergleich mit Island. Island als Vorbild. Wenn ich mich richtig erinnere, so war doch genau Island jene Nation, die am meisten unter die Räder kam im Soge der Finanzkrise, weil praktisch die ganze Bevölkerung sich verzockt hatte. Oder war das nicht so?

      Jedenfalls würde ich mich hüten, dass die Schweiz und die Nationalbank Island als leuchtendes Vorbild nehmen. Dort scheinen die Geister vor dem Hintergrund der langen Nächte und des vielen Alkohols (?) in oekonomischer Hinsicht eher verdunkelt als erleuchtet.

      Genauso rate ich der SNB ab, immer wieder Tschechiens Nationalbank mit ihrer kommunistischen Vergangenheit und ihrem negativen Eigenkapital uns Schweizerinnen und Schweizern als Vorbild schmackhaft machen zu wollen. (Die SNB versucht es immer wieder und rechtfertigt negatives EK mit Tschechien).

      Zweitens:

      Ich wiederhole es nochmals: „Geld aus dem Nichts“ gibt es nicht.

      Wenn Sie schreiben, dieser Ausdruck bedeute, dass das Geld vor der Kreditvergabe noch nicht existiert hat, so haben Sie damit Recht. Das Geld ist durch die Kreditvergabe der Bank neu entstanden. Das heisst also: Das ist „neues Geld“ – nicht „Geld aus dem Nichts“.

      Sie verwechseln also die Begriffe „Neues Geld“ und „Geld aus dem Nichts“ miteinander. Das ist nicht dasselbe, auch wenn beide Begriffe den Buchstaben „N“ haben. „Neu“ und „Nichts“ sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

      Der Spiritus Rector der Vollgeld-Initianten, Prof. Huber, behauptet ja, bei der angeblichen „Geldschöpfung aus dem Nichts“ verbuche der Geldemittent eine „Seigniorage“ (Gewinn) im Ausmass des Nominalbetrags des Neugeldes abzüglich der Druckkosten für das Geld oder der Kosten für den „Knopfdruck“ (vgl. meinen Kommentar weiter unten zur Arbeit von Herrn Olivier Kessler, Schweizerzeit, bei Prof. Mastronardi, Uni St. Gallen).

      Hätte Professor Huber Recht, wo lautete der Buchungssatz zu dieser Geldschöpfung aus dem Nichts:

      Liquide Mittel an Null (Nichts)

      Da ein Anstieg des Vermögens (Aktiven) ohne Zunahme der Passiven ein Anstieg des Eigenkapitals bedeutet, so ginge aus obigem Buchungssatz hervor:

      Liquide Mittel an Eigenkapital

      Das ist der Buchungssatz von Geldfälschern. Und ich bitte Sie höflich, Herr Doktor Pragetter: Vergleichen Sie unsere Nationalbank nicht mit einer Geldfälscherin.

      Es reicht ja schon, wenn unser SNB-Chef Prof. Dr. Jordan diesen Kapitalfehler (im wahrsten Sinne des Wortes begeht) begeht und unserer Nationalbank den Status eine Geldfälscherin verleiht: Er behauptet ja auch, die SNB könne „Geld aus dem Nichts“ drucken und damit sämtliche Schulden der SNB bezahlen (vgl. Braucht die Nationalbank Eigenkapital?“ Vortrag vor der Statistisch Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel, S. 6).

      Könnte die SNB tatsächlich Geld drucken und damit alle ihre Schulden bezahlen, so lauteten die entsprechenden Buchungssätze wie folgt:

      Liquide Mittel an Null

      Und

      Verbindlichkeiten (Schulden) an Liquide Mittel

      Das wäre gleich „Hokuspokus“ und die Schulden wären mit einem Schlag mit „Geld aus dem Nichts“ beseitigt.

      Sie und Professor Huber und Professor Jordan haben allesamt Buchhaltung nicht verstanden.

      Und wenn sie jetzt kommen und behaupten, „Neues Geld“ sei identisch mit „Geld aus dem Nichts“, so zeigt das nur, dass Ihnen Ihr Irrtum langsam dämmert und dieser Peinlichkeit ausweichen möchten, indem sie nun die Begriffe „Neugeld“ und „Geld aus dem Nichts“ einander gleichsetzen.

      Es ist einfach nur noch peinlich, welchen Unsinn sich die Notenbanker und ihre Wirtschaftsprofessoren im Schlepptau erlauben.

      Drittens:

      Ihr Vergleich mit dem „Haarschnitt auf Vorrat“ bringen Sie nun schon zum x-ten Mal. Ich finde ihn nach wie vor nicht gut – eher lächerlich und eines Wissenschaftlers unwürdig. Unterrichten Sie so ihre Studenten?

      Ihre vielen Links machen Ihre Irrlehre nicht besser.

      Aber ich weiss: Das ist die heutige Definition von Wissenschaft: Nur noch zitieren bzw. abschreiben (Herr Minister Guttenberg, Frau Koch u.a.). Eigene Gedanken sind verpönt.

      Deshalb muss ich hier auf so viele Irrtümer aufmerksam machen – weil alle nur noch einander abschreiben und den eigenen Geist aufgegeben haben.

      Also – wenn ich Ihnen einen guten Rat geben darf: Werden Sie mutig und vertrauen auf ihren eigenen Verstand – nicht einfach das „nachplappern“, was alle anderen auch schwatzen. Dieser Rat gilt auch für unsere Nationalbank und die Politiker.

      Für die „Karriere“ ist Nachschwatzen besser. Ich denke aber, wir haben auch eine Verantwortung. Lasst uns diese wahrnehmen!

      Freundliche Grüsse und ein schönes Pfingstfest.

      Marc Meyer

    • @Dr. Otmar Pregetter

      Und noch etwas: Bitte kein „copy paste“ mehr aus anderen websites und aus vorherigen Kommentaren.

      Bitte mitdenken – nicht einfach wiederkäuen und gebetsmühlenartig wiederholen, wiederholen, wiederholen…

      Danke

    • @Dr. Meyer,

      trotz ihres offenkundigen Zustandes emotionaler Erregung bitte ich Sie endlich sachliche Argumente vorzubringen. Als Wissenschaftler und Lehrer kann ich Sie nicht ernst nehmen, da es Ihnen nur noch darum geht, etwas zum Besten zu geben, indem Sie dieses Forum mit ausfallenden Bemerkungen infizieren.

      Wenn Sie dem Irrglauben erliegen, mit solchen Äußerungen dem Gegenüber zuzusetzen, am Ende aber nichts anderes machen, als sich damit selbst ins Abseits zu stellen, haben Sie als Mensch mein Mitgefühl.

      http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/vollgeld-iwf-forscher-spielen-radikale-bankreform-durch/7008170-all.html

      Offenbar hat der IWF Angst, dass die Menschen die Zusammenhänge der unilateralen Dollarwährung hinterfragen, zu denen natürlich auch die Isländische Krone gehört. Die Dollarleitwährung ist gefährdet und somit die Weltmacht. Island aber hat gezeigt, dass man auch im Interesse des Volkes Politik machen kann, und dieser Vorgang sollte allen anderen Regierungen der Welt zum Nachdenken verhelfen. Würde Island allerdings in dem jetzigen Gesamtsystem verbleiben, könnten man in Kürze wieder schwere Zeiten prognostizieren, dass haben die Isländer erkannt, daher wurde im Auftrag gegeben das Modell – Vollgeld in Betracht zu ziehen.

    • @Aufklärer

      alias „Der Praktiker“, „Michele D’Aloia“, „Zerschlagung!“, „Argonautiker“, „Walter Breni“, „X“, „Hawkeye“, „Politiker“, „Beny“ alias alias alias…

      Warum wechseln Sie Ihr Pseudonym immer?

      Wie ich Ihnen schon geschrieben habe ist es ein „no go“, als Pseudonym persönlich beleidigend zu werden gegen jemandem, der mit seinem korrekten Namen hinsteht und auf Irrtümer aufmerksam macht.

      Feige.

      Sie werfen ein ungünstiges Licht auf die Vollgeld-Initianten.

      mfG

  48. @ Fred

    Noch ein paar weitere Dinge stehen auf meiner Prioritätenliste ganz oben, neben Bargeld selbstverständlich die Direktdemokratie, keine stehenden Heere, Miliz- statt Berufspolitiker, und noch einiges mehr..

    Aber da Sie ja Ihren eigenen Angaben nach nicht in diesem Lande leben, werden Sie vieles von dem kaum verstehen.

    Auch egal. Nur, vielleicht lernen Sie ja irgendwann doch wenigstens verstehen, ich will gar nicht verlangen, zu schätzen, wenn andere auch für Sie „Freiheit“ zumindest versuchen, zu verteidigen..

    Schöne Pfingsten auch Ihnen !

    • Dr. Jürgen Ott, Herrliberg
      23. Mai 2015 / 08:47
      Und noch etwas Wichtiges:

      Die ganzen Schaumschlägereien hier dienen nur der Ablenkung vom eigentlichen Ziel: Deflation !

      Vollgeld verursacht -mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar eine beträchtliche- Deflation.

      Warum ? Ich habe hier erläutert, dass Geld heutzutage vorwiegend aus zwei Quellen “geschöpft” wird:

      1.) Aus dem Drucken von Staatsanleihen – weil eben seit Ende Bretton Woods davon jede bei einer Zentralbank landet, die im Gegenzug dafür Währung ausgibt.

      2.) Und eben aus dem Giralgeld, präziser: der Umlaufgeschwindigkeit dieses Giralgeldes. Sprich wie oft Menschen einen Kredit bei anderen Menschen aufnehmen, um sich damit etwas zu kaufen oder etwas zu produzieren.

      Eben die o.a. “Rundreise” unserer Sicht-/Spareinlagen in Form von Krediten in unserer Wirtschaft. Die Bank spielt dabei nur den Vermittler, den Broker, von mir aus den “Durchlauferhitzer”.

      Jedenfalls nichts Schlimmes oder Böses daran, oder haben Sie Ihren Makler beim Hauskauf auch gleich erschlagen, nur weil der Ihnen erfolgreich Ihr Traumhaus vermittelt hat ?!

      So, und bei der geplanten Zentralisierung dieses Spargeldes, dieses unseres Kreditwesens bei der Zentralbank (= Vollgeld) kommt es zu erheblichen Friktionen in diesem Gefüge, und am Ende entscheidet FAKTISCH nur noch die Zentralbank darüber, ob Sie einen Kredit, einen Hypothek bekommen, oder nicht !

      Was aller Voraussicht nach die Umlaufgeschwindigkeit dieses Giralgeldes weiter bremsen wird.
      Welche heute bereits -s. dazu alle Zentralbankstatistiken der Welt- auf einem Tiefststand angekommen ist – dank der letzten Finanzkrise.

      Wir erleiden weltweit also bereits eine Deflation !

      Das ist auch der eigentlich Grund, warum trotz der “Gelddruckerei” seitens der Zentralbanken keine Inflation wütet:
      Weil die Umlaufgeschwindigkeit unseres Giralgeldes in Keller ging, dh, unsere wirtschaftlichen Aktivitäten haben sich dramatisch abgeflacht, unsere Bereitschaft, wofür auch immer, Kredite aufzunehmen !

      In einer Deflation steigt aber das “Geld” an Wert gegenüber ALLEM ANDEREN – gegenüber Ihren Assets, ob Immobilie oder Aktien, wie auch gegenüber Ihrem Gehalt, also dem Gegenwert Ihres Humankapitals.

      Cui bon ?! Wer profitiert davon !?

      Na, ganz einfach – erstens einmal natürlich die grössten Währungsbesitzer. Und zweitens vor allem diejenigen, die die wichtigste(n) Währung(en) besitzen.

      Und jetzt bitte scharf nachdenken – wer hat/besitzt auf diesem Planeten das meiste “Geld”, die meiste “Währung” ?! Na ?!

      Nein, nicht die “Reichen”, die haben ihre Geld investiert, in Immobilien, Aktien, Kunst, Antiquitäten, Münzen, etc.

      Es sind die Zentralbanken .. !

    • Lieber Herr Doktor Ott

      In Ihrer Thematik interessiert mich noch brennend Ihr Argument „keine stehenden Heere“. Auf Ihren diesbezüglichen Beitrag bin ich sehr gespannt.

      Im Unterschied zu Ihnen bin ich in der CH aufgewachsen und habe dort direkte Demokratie positiv erlebt. Da brauche ich keinen Nachhilfeunterricht.
      Jetzt wohne ich allerdings- familiär bedingt – wieder in jenem Bundesland, das Sie ja auch sehr gut kennen; sozusagen am Ort Ihrer Wurzeln. Ich habe örtlich geswappt wie Sie!

      Ihnen auch unaufgeregte Pfingsten in Heimverwahrung!
      mfg Fred H.

    • Lieber Herr Doktor Ott

      In diesem Punkt bin ich mit Ihnen einig:

      Geld-Deflation ja; jedoch gegenwärtig Asset-Preis-Inflation. Die „Inflation“ hat sich verlagert vom Geld in die Realaktiva.

      Ob allerdings die Zentralbanken in Kunst investieren, und zwar in einem Ausmass das die Preise treibt, wage ich zu bezweifeln.
      Aber vielleicht haben Sie ja eine südamerikanische Zentralbank vor Augen gehabt. Oder allenfalls Kunstsammler aus Japan, China oder dem mittleren Osten; dies wären dann allerdings die „Reichen“. Und dann sind wir beim Private Banking und nicht beim Central Banking!

      PS: Kompliment: Sie haben den Rekord: immerhin 210 Kommentare (Stand 23. Mai 2015; 18:30 Uhr).Dabei haben die immerwährenden Blog-Turbos mit Mehrfachkommentaren (ich nehme mich hier in diesem Blog nicht aus) einiges dazu beigetragen!

      mfg. Fred H.

    • @ Fred

      Ja dann – gehen Sie doch einfach mal in eine Unibibliothek Ihre Wahl bzw. Nähe. Um meine Diss. endlich zu lesen ;-)) Können Sie sich wenigstens fortbilden im fremden Lande. ZB etwas mehr über Freiheitsbegriffe erfahren als Sie in Ihrer Jugend offenkundig mitbekommen hatten. Und sogar über Kakao.. also über den, durch den ich die gesamte VWL und BWL damals gezogen hatte. Die Lektüre würde Ihnen glaub‘ sicher nicht schaden.

      Danke für Ihre Grüsse, mein WE bleibt unaufgeregt, keine Sorge ;-))

    • Lieber Herr Doktor Ott

      Oh je…Den Gang in die Uni-Bibliothek kann ich mir allerdings ersparen, da ich mich nicht in Kakofonie weiterbilden möchte.
      Dagegen komme ich auf Ihr Angebot zur Weiterbildung gerne bei Gelegenheit zurück und kann Sie darin auch unterstützen. Vielleicht halten Sie ja Mal an Ihrer Alma Mater eine Vorlesung über Freiheiten und wie Sie diese umzusetzen gedenken: ohne Staat (natürlich ohne Steuern), ohne Zentralbank und mit viel Bargeld! Die anschliessende Diskussion würde sicher in hiesigen Landen zum Publikumsschlager!

      mfg Fred H.

    • @ Fred

      Über 40 Kommentare sind von mir, ein paar davon sogar doppelt, netto daher nur 170. Wir müssten uns also noch ein wenig anstrengen. Wobei ich beim Schlagabtausch mit Ihnen noch einige in petto hätte. Wollen Sie mich nicht zB mal bitte fragen, warum ich das Land Ihrer Wahl verlassen habe, während Sie sich da offenkundig wohl fühlen.. ?!

      Anyway. Warten Sie auf meinen nächsten Essay, der dürfte noch mehr Schaumschläger anlocken.. Auf Ihre Inflation/Deflation gehe ich ein ander‘ Mal ein. Es gibt nämlich mehrere Varianten davon.

      Aber noch mal zur Wiederholung:

      Geld ist immer der Gegenwert reeller Dinge. Wenn Geld im Werte steigt (zB weil Menschen befürchten, dass Banken krachen, daher ihre Buchgeld in Bargeld tauschen und zu Hause horten), geht der Wert der Assets in Keller. Et vice versa ..

      Betrachten Sie doch nur einmal in aller Ruhe ein Chart vom Dax vs SMI im Vergleich zum Euro/CHF am 15. Januar..

    • @ Fred
      Den Punkt mit der „Kakaofonie“ gewähre ich Ihnen, der war nicht mal schlecht. Nur, dass es damit weiterhin um Ihre Axiologiebildung schlecht bestellt bleiben wird – but your choice.

    • Lieber Herr Doktor Ott

      In einer Antwort an Fred erwähnen sie den Chart SMI gegen Dax oder umgekehrt. Wo kann man den sehen?

      Besten Dank und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  49. @ barbara seiler

    Werte barbara seiler, es tut mir leid, so richtig hell scheint es um Sie herum damit ja noch nie geworden zu sein .. ;-))

    Aber im Ernst. Sie haben recht und doch auch wieder nicht.
    Erstens verschuldet sich kein Staat bei den Banken. Also gelegentlich vielleicht. Aber nicht so grundsätzlich, wie Sie das hier zitieren. Sondern bei seinen und anderer Länder Bürger. Und allenfalls bzw. besonders noch bei seiner Zentralbank.

    Und hätten sie zwischendurch mal meine Kommentare hier gelesen und nicht nur Ihre Erleuchtungsromane, wäre Ihnen sogar die Antwort auf Ihre Frage bereits vor deren Stellung in Sinn gekommen.

    Falls Sie übrigens echtes Interesse an einer ernsthaften Diskussion darüber haben, lesen Sie die mal bitte doch noch – ich weiss, infolge meiner delikaten Wortwahl nur mit Widerwillen, daher würde ich Ihnen das dafür auch hoch anrechnen, und kommen dann bitte wieder zurück zu mir.

    Schöne Pfingsten !

    • Liebe Frau Seiler,

      natürlich haben Sie Recht – und die alles entscheidende Machtfrage: wer in einem Land das GELD AUS DEM NICHTS erfinden darf
      – also der Staat = WIR ALLE
      – oder private Banken
      haben sich die Isländer gestellt und es wird die erste revolutionäre Geldreform geben.

      Lassen Sie sich nicht von den Nebelgranatwerfern hier und den herablassenden Bemerkungen aus der Ruhe bringen, sie disqualifzieren die „Autoren“ nur selbst!
      – Nachdem NUR der Banksektor (also Zentral – und Geschäftsbanken) das Geld erzeugt – verschuldet sich der Staat IMMER (direkt oder indirekt) bei Banken – das ist völlig unstrittig!

      Wenn – so wie Sie korrekt anführen – der Schweizer Staat statt der privaten Banken das Geld erzeugt:
      bei w e m soll er sich dann verschulden?
      an w e n soll er dann Zinsen bezahlen?

      J e d e r Staat kann sein eigenes Geld selbst erzeugen – Banken bedarf es dazu sicher nicht.

    • Dr. Otmar Pregetter

      Schwer von Begriff?

      Es gibt keine einseitigen Buchungssätze.

      Könnte eine Zentralbank tatsächlich Liquidität aus dem Nichts schaffen, so lautete der Buchungssatz:

      Liquide Mittel an Null

      Das geht nicht.

      Sie begehen denselben Irrtum wie unser SNB-Chef Prof. Jordan.

      Dass Sie Frau Seiler von Ihrer Irrlehre überzeugen könne, traue ich Ihnen zu. Leider sind schon viele Studentinnen und Studenten durch diese Irrlehre verdorben worden.

      Die Schweiz hat diese Irrlehre schon einen dreistelligen Milliardenbetrag gekostet, weil Prof. Jordan und sein Doktorvater Prof. Baltensperger behaupteten, die SNB könne unbeschränkt Euros kaufen. Dies, weil die SNB unbeschränkt „Geld aus dem Nichts“ schaffen könne und damit unbeschränkt Euros kaufen können.

      Ein Unsinn.

      Sie haben das Resultat am 15. Januar 2015 ja wohl auch gesehen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lieber Herr Dr. Pregetter

      Ich finde es toll, dass Sie auf die Argumente von Herrn Dr. Meyer nicht eingehen. Sie sind wie ein Kind, dem das Lieblingsspielzeug, nämlich die angebliche und wundersame Geldschöpfung aus dem Nichts, weggenommen wird. Es schmollt, zieht sich in die Ecke zurück und beklagt sich weinend und bitter bei Tante Barbara, dass der böse Onkel Meyer das Spielzeug weggenommen hat.

      Jetzt haben Sie es dem Herrn Doktor Meyer aber gezeigt!

    • Werter Herr Dr. Otmar Pregetter

      Ich zitiere Sie:
      „Wenn – so wie Sie korrekt anführen – der Schweizer Staat statt der privaten Banken das Geld erzeugt:
      bei w e m soll er sich dann verschulden?
      an w e n soll er dann Zinsen bezahlen?

      J e d e r Staat kann sein eigenes Geld selbst erzeugen – Banken bedarf es dazu sicher nicht.“

      Frage: Kann der Staat das Geld einfach so drucken, d.h. also: einfach ein Stück Spezialpapier nehmen und es mit ein paar Sicherheitsmerkmalen versehen, um es dann bunt und mit einer Zahl und einem Währungssymbol versehen zu bedrucken? Ist das dann Geld? Als Laie kann ich mir das nicht so richtig vorstellen und bitte um Ihre fachkundige Stellungnahme.

      Besten Dank für Ihre einleuchtende und sachkundige Erklärung zum Voraus!

      Freundliche Grüsse + schöne Pfingsten!
      Detektiv

    • Guten Tag Herr Ott

      nach wie vor will mir nicht einleuchten, warum ein Staat sich ÜBERHAUPT verschulden soll. Und warum, in der Tat, alle mir bekannten Staaten verschuldet sind. Alle!

      Ebenso finde ich unsinnig, wenn die Zentralbank, also zB die Schweizerische NATIONAL-Bank nicht eine staatliche (staatlich kontrollierte, in staatlichem Besitz) Institution sein soll. Der Schutz einer Währung ist doch bestimmt genauso wichtig wie der Schutz der Sicherheit, und ich hoffe, auch Sie wären nicht der Meinung, dass private Sicherheitsdienste eine bessere Lösung wären als staatliche Polizeien und Gerichte!

      Nun, Tatsache ist, dass die Darstellungen der Vollgeldleute mir als Ganzes kohärent und logisch erscheinen, durchaus auch bestätigt werden von diversen Quellen – nicht zuletzt auch vom höchsten SNBler Th. Jordan, der als Kommentar zur Vollgeldinitiative keine sachlichen Fehler fand (wenn er welche gefunden hätte, hätte er sicher darauf hingewiesen), sondern lediglich bemerkte, dass es ein grosses Experiment mit unsicherem Ausgang sei.

      Während mir die übliche ökonomische Theorie nach wie vor eine Menge Fragen offen lässt, deutlich mehr als sie beantwortet. Daran haben Ihre Beiträge bisher auch nichts ändern können, bedaure.

    • @Detektiv

      Darf ich einspringen?

      Die Nationalbank kann solches Geld von sich aus drucken – aber sie kann es nicht in den Wirtschaftskreislauf bringen „aus dem Nichts“.

      Sie kann es nicht verbuchen.

      Das haben die Vollgeldler und Herr Pregetter noch nicht eingesehen (unsere Nationalbank übrigens auch nicht).

      mfG

    • @ Dr. Meyer – gestern 19:54h
      Ihr Zitat…“Schwer von Begriff?
      Es gibt keine einseitigen Buchungssätze.
      Könnte eine Zentralbank tatsächlich Liquidität aus dem Nichts schaffen, so lautete der Buchungssatz:
      Liquide Mittel an Null
      Das geht nicht.“

      Gerne gebe ich Ihnen das „Schwer von Begriff“ … als Kompliment zurück… 😉
      Zur Sache:
      1.) Dr. Weidmann, Chef der Bundesbank:
      Traf Goethe ein Kernproblem der Geldpolitik?
      Zitat:
      „Gerade in jüngster Zeit stellen sich viele Bürger die Frage nach der Herkunft des Geldes . . . W o h e r … nehmen denn die Zentralbanken eigentlich das viele Geld, das sie brauchen, um dem Bankensystem im Rahmen geldpolitischer Operationen Kredite in Billionenhöhe zu geben oder anderes zu kaufen?

      Weshalb heißt es in diesem Zusammenhang regelmäßig, dass die finanzielle Feuerkraft der Notenbanken grundsätzlich grenzenlos sei . . . ?
      Notenbanken s c h a f f e n Geld . . ., indem sie Geschäftsbanken gegen Sicherheiten Kredite gewähren oder ihnen Aktiva wie zum Beispiel Anleihen abkaufen.

      Die Finanzkraft einer Notenbank ist dabei p r i n z i p i e l l u n b e g r e n z t …, da sich eine Notenbank das Geld, das sie vergibt oder mit dem sie bezahlt vorher n i c h t etwa b e s c h a f f e n muss …,
      sondern es quasi aus dem N i c h t s . . . erschaffen kann.“
      Das reicht locker aus, um ihre kruden Thesen total zu entkräften.
      http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Reden/2012/2012_09_18_weidmann_begruessungsrede.html

      2.) Dass private UND Zentralbanken das GELD AUS DEM NICHTS erzeugen können, ist leicht buchhalterisch darzustellen.
      a.) Ihr Buchungsatz „Liquide Mittel an Null“ … beweist dies INDIREKT, weil keine Bank eben Buchungszeilen = GELD AUS DEM NICHTS als „Vorrat“ … in ihrem Rechnungswesen generieren kann.
      Anders gesagt: Sie haben sich soeben selbst „falsifiziert“ (widerlegt) – merci.
      b.) Die selbsterzeugte Liquidität = Buchgeld = GELD AUS LUFT, entsteht s y n c h r o n zu jedem Geschäftsfall, wie z.B.
      1.) die EZB bezahlt ihren Büroturm – sie bucht: Anlagevermögen 1.300.000.000,- /
      Verbindlichkeiten Baufirma X 1.300.000.000,- Euro.
      Sie hat also mit GELD AUS DEM NICHTS einfach ihren Büroturm bezahlt.
      2.) die EZB kauft um 60 Mrd. (je Monat) Anleihen über den Sekundärmarkt auf – sie bucht:
      Wertpapiere des AV 60.000.000.000,- /
      Verbindlichkeiten Banken/Geldmarktfonds usw.
      It`s easy as that … 😉

      P.S. Daher eine Empfehlung:
      Nun ists aber auch gut, Dr. Meyer – und ich empfehle Ihnen, insoferne Sie sich hier nicht weiter total blamieren wollen…, ein gründliches Studium der Buchhaltung anzugehen.

    • @ Johannes.
      Danke für das Kompliment. Die Geldschöpfung AUS DEM NICHTS ist DIE gesellschaftspolitische Machtfrage und deshalb liegen bei den „Verteidigern“ des 100%igen Schuldgeldsystems die Nerven blank.
      Die Fakten kann man schlüssig und stringent erklären – und es ist ein Leichtes, all die kruden Thesen zu widerlegen.

    • @ Detektiv.
      Der Staat kann alles – weil NUR der Staat = WIR ALLE die Gesetzgebungshoheit hat. Er kann auch jederzeit Geld drucken – tut dies aber nicht selbst, sondern er hat diese Aufgabe per Gesetz an die ZENTRALBANKEN „delegiert“. Diese lassen dann eben Münzen/Scheine herstellen (in Österreich ist dies eine Tochter der Nationalbank – die Münze AG) und die privaten Banken können sich diese dann von der ZB besorgen, d.h. kaufen und in Umlauf bringen.
      Wenn Sie dann zu einem Bankomaten gehen, und sich 50,- SFR holen – dann verfügen Sie über Zentralbankgeld!
      NUR Zentralbankgeld ist das gesetzliche Zahlungsmittel und MUSS überall und jederzeit akzeptiert werden – also wenn Sie sagen, Sie zahlen ihre Steuerschulden NUR bar, dann muss dies das Finanzamt anerkennen und darf nicht auf einer Überweisung bestehen.

      Das GELD AUS DEM NICHTS – das die privaten Banken einfach mal so erfinden – ist k e i n gesetzliches Zahlungsmittel !!!

    • @Dr. Otmar Pregretter

      Sie verstecken sich also hinter dem Präsident der Deutschen Bundesbank, Dr. Weidmann und Goethe.

      Wenn die es sagen, stimmt es. Autoritätsgläubig.

      Rührend.

      Ist das Wissenschaft?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Werter Herr Dr. Otmar Pregetter

      Ich verstehe, so, wie sich Goethe mokiert hat:
      “Zu wissen sei es jedem ders begehrt. Der Zettel hier ist tausend Kronen wert.”
      Dann kann ich mich auch mokieren, wenn das der grosse Goethe schon tat. 🙂

      Freundliche Grüsse
      Detektiv

    • @ Dr. Otmar Pregetter

      Zitat:
      „Der Staat kann alles – weil NUR der Staat = WIR ALLE die Gesetzgebungshoheit hat.“
      Zitatende.

      Genau das ist die Einstellung der Vollgeldinitianten! Da der Staat alles kann, kann er befehlen, dass das Wasser in Zukunft aufwärts zu fliessen hat. Ob sich das Wasser dann daran hält?

      Haben Sie sich eigentlich auch schon Gedanken gemacht, woher das Geld seinen Wert erhält? Sie meinen, der Staat könne einfach Geld drucken und dann unter Zwang dessen Annahme befehlen. Dem ist aber nicht so: Niemand ist verpflichtet, etwas zu verkaufen. Sie wollen das dann wahrscheinlich auch noch ändern und jeden zum Verkauf all seines Eigentums zwingen, nur damit Ihre realitätsferne Idee verwirklicht werden kann. Im heutigen System ist es – der natürlichen Ordnung entsprechend – so, dass das Geld wegen der Verschuldung seinen Wert erhält: Der Schuldner ist gezwungen, das Geld aufzutreiben, damit er seine Schuld bedienen kann. Daher produziert er, daher verkauft er, daher braucht er das Geld. Aber zur Verschuldung hat ihn niemand gezwungen, wenn man davon absieht, dass er seine von Gott erhaltene Urschuld abtragen muss (siehe die Ausführungen von Dr. Martin: http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/URSCHULD.pdf)

      Sie wollen einfach den anderen Ihren Zwang aufoktroyieren. Ich möchte gerne die Freiheit, mein individuelles Leben und nicht Ihren Zwang! Ganz abgesehen davon, dass Sie das Ausland nicht zwingen können, Ihr Zettelgeld zu akzeptieren. Ihr Ziel ist offensichtlich der Ruin der Schweiz. Sie wollen die Schweizer Bevölkerung aushungern! Ihr angestrebtes Zettelgeld ist wertlos, Herr Dr. Otmar Pregetter, und führt schnurstracks in die Hyperinflation.

  50. @Dr. Otmar Pregetter – Nachtrag

    Die Zentralbanken verhalten sich auch in wissenschaftlicher Hinsicht unkorrekt.

    Hätte die Bank of England in ihrem Bulletin vom April 2014 sich wissenschaftlich korrekt verhalten, so hätte sie meinen Beitrag auf Inside Paradeplatz „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ vom September 2013 zitieren müssen.

    Sie hat im Wesentlichen das übernommen, was ich zuvor dort bereits aufgedeckt hatte.

    Dort hatte ich die Geldschöpfung aus dem Nichts und insbesondere auch die multiple Geldschöpfung der Banken (angebl. Geldschöpfungsmultiplikator) klar wiederlegt. (u.a. mit vielen Buchungssätzen).

    Ich bitte auch Sie, Herr Pregetter, sich wissenschaftlich korrekt zu verhalten.

    Siehe insbesondere Nachtrag V vom 6. Oktober 2013, 15 Uhr 56

    https://insideparadeplatz.ch/2013/09/25/die-snb-und-das-maerchen-von-der-geldschoepfung/

    Freundliche Grüsse:

    Marc Meyer

    • @ Dr. Meyer.

      1 . ) 11: 26 h
      – Nun – wenn die BoE „Ihre Ansicht“ 1 : 1 übernommen hat, dann sollten Sie sich an sie wenden.
      – Dass es den „Geldmultiplikator“ nicht gibt, das wissen viele – nicht nur Sie . . . kurz gesagt: NIX Neues.
      Danke für Ihren Link.
      – ad) wissenschaftlich-korrektes Verhalten:
      da kehren Sie mal vor Ihren eigenen Haustüre.
      siehe unten.
      – – – – – – – –
      2.) 10 : 16h.
      Wieso so aufgeregt und emotional?
      Klares, stringentes Argumentieren scheint nicht ihr „Ding “ zu sein – das merken eh alle hier.

      Kurz klargestellt (wie oft denn noch … )
      ad) Geld aus dem Nichts …
      heißt nichts anderes als dass, das BUCHgeld v o r der Kreditvergabe NICHT existierte . . . keine Bank kann Buchungszeilen „auf Vorrat“ anlegen/buchen!
      Im Gegensatz dazu MUSS sich die Bank das gesetzliche Zahlungsmittel = Münzen/Scheine (BARgeld) von der ZBank „kaufen“ und ist eben nicht – AUS DEM NICHTS – einfach per Buchungszeile virtuell zu erfinden …
      Dass dabei 2seitig in der Doppik verbucht wird, ist auch keine brüllende Neuigkeit … 😉
      So what?
      – – – – –
      Ihr Zitat: “ Mit allen anderen Behauptung jetzt bitte aufhören. So ist es und so bleibt es.“
      Hahaha … wie lächerlich und arrogant ist das denn?
      Und Sie reden von „wissenschaftlich-korrekt“ … ?
      – – – – –

      MfG Otmar Pregetter

    • @Otmar Pregetter

      Sehr geehrter Herr Doktor Pregetter

      Es tut mir Leid – ich wollte Sie nicht ärgern.

      Ich habe ja nur geschrieben, dass ich im September 2013 in meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ sowie den 10 nachfolgenden Nachträgen den Geldmengenmultiplikator ein für allemal widerlegt habe. Darf man nicht mehr zu seinen eigenen Veröffentlichungen stehen?

      Und ich habe geschrieben, dass dann, ein halbes Jahr später, die Bank of England meine Argumentation übernommen hat. Der September 2013 liegt doch vor dem April 2014? Oder nicht?

      Und ich habe geschrieben, die Bank of England komme „wie die alte Fasnacht“, das sei immer noch besser als zu schlafen, wie das unsere SNB tut.

      Was ist daran so schlimm?

      Und dass diese Argumentation nun weiter verbreitet ist, das glaube ich Ihnen sofort. Da haben sie mit Bestimmtheit Recht. Mein Text wurde ja auch breit diskutiert und wird es auch heute noch.

      Und wenn sie mittlerweile auch zur Überzeugung gekommen sind, dass es keinen Geldmengenmultiplikator gibt, so sind wir uns ja einig. Falls Sie den Geldmengenmultiplikator vor mir widerlegt haben sollten, so geben Sie doch bitte hier die entsprechende Quelle an.

      Und nochmals zum „Geld aus dem Nichts“ nein – da bin ich mit Ihrer Argumentation überhaupt nicht einverstanden. Aus dem Nichts heisst aus dem Nichts – heisst ohne Gegenbuchung. Habe ich auch in meinem damaligen Beitrag „ Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ aufgezeigt.

      Die Damen und Herren Jordan, Draghi und Yellen behaupten aber nach wie vor, sie könnten Geld aus dem Nichts drucken und damit sämtliche Schulden ihrer Zentralbanken begleichen. Sie sind also in bester Gesellschaft.

      Die dazugehörigen Buchungssätze wären dann:

      Liquide Mittel an Nichts

      Sowie

      Verbindlichkeiten an Liquide Mittel

      Und Hokuspokus die Schuld (Verbindlichkeit) ist weg.

      Sie argumentieren also genauso naiv wie die Herrn Jordan und Draghi bzw. die Damen Yellen und Lagarde.

      Streben Sie eigentlich eine hohe Position in einer Zentralbank an? Sie sind auf dem besten Weg dazu. Aber Sie müssen sich beeilen…

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  51. @Dr. Otmar Pregeter

    Sehr geehrter Herr Doktor Pregeter

    Meine Antwort an Sie auf ihre diversen Kommentare weiter unten möchte ich ganz oben platzieren – diese sind dermassen ein Ärgernis.

    Ich hoffe, Herr Doktor Ott nimmt mir das nicht übel.

    Ihre Stärke, Herr Pregeter scheint eher in der Polemik zu liegen denn in der Analyse.

    Es gibt kein „Geld aus dem Nichts“. Das beweist die Doppelte Buchhaltung. Geld kann nur mit einer Gegenbuchung enstehen – also nicht aus dem Nichts!

    Mit allen anderen Behauptung jetzt bitte aufhören. So ist es und so bleibt es.

    Und übrigens:

    Die Bank of England hat im April 2014 lediglich das wiederholt, was ich im September 2013 hier unter dem Titel „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ bereits aufgedeckt hatte (lesen Sie bitte meinen damaligen Beitrag sowie die Nachträge zum angeblichen Geldmengenmultiplikator in meinen diversen Nachträgen anfangs Oktober 2013.

    Insbesondere lesen Sie bitte Nachtrag V vom 6. Oktober 2013

    Dort schrieb ich u.a.

    „Mehr Verwirrung scheint die angebliche „multiple Geldschöpfung“ durch das Bankensystem zu schaffen. Im Film I von Reto Lipp wird behauptet, wenn z.B. eine Frau CHF 10‘000 auf die Bank in Form von Bargeld bringe, so können die Bank damit einen weiteren Kredit von CHF 7‘000 in Form von Buchgeld an Handwerker weitergeben. Das sei „Geldschöpfung“. Aus einer Geldmenge von 10‘000 sei nun eine Geldmenge von total 17‘000 entstanden usw.

    Dagegen wende ich ein, dass der Kredit an die Handwerker nichts mit der vorherigen Einzahlung der Frau zu tun habe. Die Gewährung des Kredits an die Handwerker sei unabhängig von der Bareinzahlung durch die Frau.

    Konklusion: Auch die sogenannte „multiple Giralgeldschöpfung „ trifft nicht zu.

    Diese letztere Argumentation möchte ich nachfolgend detailliert aufzeigen. Ich tue das anhand von Kontenführung mit entsprechenden Buchungssätzen. Nur so ist eine exakte Analyse der Zahlungsvorgänge möglich.

    Ich lade also die Leserinnen und Leser ein, mit mir Papier und Bleistift zur Hand zu nehmen: Wir werden alle Buchungen in Bezug auf ein einfaches Beispiel miteinander durchgehen und am Ende die
    Konten saldieren.

    Resultat: Wir werden sehen, dass es keine „multiple Giralgeldschöpfung“ gibt…

    Die Bank of England kommt also wie die „alte Fasnacht“ hinterher – aber wenigstens kommt sie – im Gegensatz zu unserer Schweizerischen Nationalbank, die immer noch schläft…

    https://insideparadeplatz.ch/2013/09/25/die-snb-und-das-maerchen-von-der-geldschoepfung/

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  52. @Fred

    Guten Morgen

    Sie schreiben:

    „Die Geld- und Kreditwirtschaft ist das Ergebnis von Vorleistungen in Realkapital.“

    Richtig!

    Sie schreiben:

    „Kein Wort zur realen Wertschöpfung mit den Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Sachkapital…“

    Faslch!

    Im September 2013 schrieb ich hier auf Inside Paradeplatz den Beitrag: „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“.

    Da beschrieb ich genau, dass die Produktionsleistung der Realwirtschaft unabdingbar sei, damit ein Geldemittent Geld emittieren könne.

    Ich habe das seither vielmals wiederholt.

    Ich habe auch immer wieder richtiggestellt, dass aufgrund der Doppelten Buchhaltung Geld nur gegen einen realen Wert aus der Wirtschaft emittiert werden kann.

    An der GV der SNB 2014 bin ich sogar extra deswegen als Redner aufgetreten, um SNB-Chef Prof. Jordan auf seinen Irrtum hinzuweisen, dass Geld nicht „aus dem Nichts“ emittiert werden könne, wie er behauptet.

    In meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ schrieb ich u.a.:

    „Verehrte Leserinnen und Leser. Sie haben bestimmt eine Banknote in Ihrem Portemonnaie. Angenommen, eine Hunderternote. Wer hat dafür gearbeitet? Die SNB oder Sie?
    Keine Frage: Sie. Also haben Sie diese hundert Franken erschaffen, “geschöpft” – nicht die SNB.
    Die Geldmenge besteht aus den Geldaggregaten M1 bis M3. Wenn Sie ihren Lohn auf ihr Lohnkonto ausbezahlt erhalten, das zur Geldmenge M1 zählt: Wer hat dann dieses Geld erschaffen, “geschöpft”? Ihre Bank oder Sie? Erneut: Sie.

    Weiter schrieb ich damals:

    „Ein Vergleich: Wenn ein Kind zur Welt kommt, wer hat es gezeugt? Vater und Mutter oder der Arzt, der den Geburtsschein ausstellt? Genauso ist eine Banknote lediglich die staatliche Bescheinigung dafür, dass der Besitzer der Banknote ein entsprechendes Vermögen erarbeitet und zugute hat.
    Nicht die Zentralbanken oder das Bankensystem “schöpfen” Geld, sondern die Wirtschaft “schöpft” Geld. Genauso wie nicht der Arzt Leben schafft, sondern die Eltern, die das Kind gezeugt haben.
    Weltweit behaupten die Notenbanken, sie könnten das Wirtschaftswachstum ankurbeln durch Geldmengenwachstum – einfach Banknoten drucken. Diese Argumentation ist vergleichbar mit der Behauptung, das Bevölkerungswachstum könne vergrössert werden, indem die Ärzte einfach mehr Geburtsscheine ausstellten, unabhängig davon, ob jemand geboren wurde.“

    Fred, Sie sehen, ich habe hier schon vielmals darauf hingewiesen, dass nur gegen einen real erarbeiteten oder zu erarbeitenden Wert erschaffen bzw. „geschöpft“ werden kann und viele Kommentatoren haben das eingesehen und mir Recht gegeben.

    Ihre Behauptung, dass darüber noch kein Wort gefallen sei, stimmt also nicht.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Lieber Herr Doktor Meyer

      Ihr Wort in Gottes Ohren und trotzdem wird die ganze Diskussion im allgemeinen immer noch schwergewichtig im Geldkreislauf-Argumentarium geführt.
      Vor lauter Heu ist es halt manchmal schwierig noch die Stecknadel darin zu finden.

      Warum ist denn nicht die Güterseite – als Gegenstück – die andere Seite in der doppelten Buchhaltung?
      Buchungssatz: Geld an Bruttoinlandprodukt
      Oder ist dies vollends abstrus?

      Dies ist eine Frage meinerseits, da ich vor mir den Güterstrom und den entgegengesetzten Geldstrom sehe. Ist diese Betrachtung aus Ihrer Sicht der Dinge denn so dilettantisch?

      Schöne Pfingsten noch
      mfg Fred H.

    • @ Fred

      Wenn Geld an Bruttoinlandprodukt, so ist Geld ein Guthaben einer Bank (da Aktivum), ergo eine Schuld des Inhabers, also eines Bürgers, denn ein Guthaben kann nur da bestehen, wo auf der anderen Seite eine Schuld besteht. Also ist das Geld nicht bloss wertlos, sondern negativ – und folglich will dieses Geld niemand. Oder würden Sie einen einzigen Handstreich tun, um eine Schuld gegenüber einer Bank, gegenüber der Zentralbank oder gegenüber dem Staat zu erringen? Wohl kaum: Sie würden dieses „Geld“ möglichst schnell loswerden wollen – aber Sie würden niemanden finden, der es wollte.

    • @Fred

      Lieber Fred

      M.E. ist es so, dass dem Geld ein realer Wert aus der Wirtschaft gegenüberstehen muss.

      Oder ein natürliches Beispiel eben:

      Kein Geburtsschein ohne Kind

      Oder kein Geld ohne entsprechende Wirtschaftsleistung.

      Freundliche Grüsse und schöne Pfingsten:

      Marc Meyer

    • Lieber Herr Doktor Meyer

      „…dass dem Geld ein realer Wert aus der Wirtschaft gegenüberstehen muss.“
      In diesem Punkt bin ich mit Ihnen absolut und unter allen Titeln einig.

      mfg
      Fred H.

  53. Und noch etwas Wichtiges:

    Die ganzen Schaumschlägereien hier dienen nur der Ablenkung vom eigentlichen Ziel: Deflation !

    Vollgeld verursacht -mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar eine beträchtliche- Deflation.

    Warum ? Ich habe hier erläutert, dass Geld heutzutage vorwiegend aus zwei Quellen „geschöpft“ wird:

    1.) Aus dem Drucken von Staatsanleihen – weil eben seit Ende Bretton Woods davon jede bei einer Zentralbank landet, die im Gegenzug dafür Währung ausgibt.

    2.) Und eben aus dem Giralgeld, präziser: der Umlaufgeschwindigkeit dieses Giralgeldes. Sprich wie oft Menschen einen Kredit bei anderen Menschen aufnehmen, um sich damit etwas zu kaufen oder etwas zu produzieren.

    Eben die o.a. „Rundreise“ unserer Sicht-/Spareinlagen in Form von Krediten in unserer Wirtschaft. Die Bank spielt dabei nur den Vermittler, den Broker, von mir aus den „Durchlauferhitzer“.

    Jedenfalls nichts Schlimmes oder Böses daran, oder haben Sie Ihren Makler beim Hauskauf auch gleich erschlagen, nur weil der Ihnen erfolgreich Ihr Traumhaus vermittelt hat ?!

    So, und bei der geplanten Zentralisierung dieses Spargeldes, dieses unseres Kreditwesens bei der Zentralbank (= Vollgeld) kommt es zu erheblichen Friktionen in diesem Gefüge, und am Ende entscheidet FAKTISCH nur noch die Zentralbank darüber, ob Sie einen Kredit, einen Hypothek bekommen, oder nicht !

    Was aller Voraussicht nach die Umlaufgeschwindigkeit dieses Giralgeldes weiter bremsen wird.
    Welche heute bereits -s. dazu alle Zentralbankstatistiken der Welt- auf einem Tiefststand angekommen ist – dank der letzten Finanzkrise.

    Wir erleiden weltweit also bereits eine Deflation !

    Das ist auch der eigentlich Grund, warum trotz der „Gelddruckerei“ seitens der Zentralbanken keine Inflation wütet:
    Weil die Umlaufgeschwindigkeit unseres Giralgeldes in Keller ging, dh, unsere wirtschaftlichen Aktivitäten haben sich dramatisch abgeflacht, unsere Bereitschaft, wofür auch immer, Kredite aufzunehmen !

    In einer Deflation steigt aber das „Geld“ an Wert gegenüber ALLEM ANDEREN – gegenüber Ihren Assets, ob Immobilie oder Aktien, wie auch gegenüber Ihrem Gehalt, also dem Gegenwert Ihres Humankapitals.

    Cui bon ?! Wer profitiert davon !?

    Na, ganz einfach – erstens einmal natürlich die grössten Währungsbesitzer. Und zweitens vor allem diejenigen, die die wichtigste(n) Währung(en) besitzen.

    Und jetzt bitte scharf nachdenken – wer hat/besitzt auf diesem Planeten das meiste „Geld“, die meiste „Währung“ ?! Na ?!

    Nein, nicht die „Reichen“, die haben ihre Geld investiert, in Immobilien, Aktien, Kunst, Antiquitäten, Münzen, etc.

    Es sind die Zentralbanken .. !

  54. Ich bin blutiger Laie – haben Sie vermutlich schon bemerkt – und ich verstehe in diesem System nicht, was zuerst da war, und wer von wem abhängig ist.

    Die ZB verleiht der GB Geld gegen Sicherheit. Aber woher hatte die GB das Geld um diese Sicherheit zu erwerben? Musste die GB sich über die Einlagen ihrer Kunden so weit finanzieren, bis sie die Möglichkeit hatte, diese Sicherheiten zu erwerben um sich dann von der ZB Geld leihen zu können?

    Ist die ZB im wesenlichen eine Clearingstelle für GB und ein Geldbeschaffungsinstrument für Staaten?

    Ich bitte um Ihre Antwort. Irgendwie bekomm ich die Antwort auf so primitive Fragen nicht in der Form, dass ich sie auch verstehen kann. Und vermutlich geht das vielen so, darum das Chaos.

    • @ megalö

      Sorry für meine verspätete Antwort – Ja.

      Von den Schaumschlägern aus Ihrem Lande werden Sie leider wohl keine mehr bekommen.. ;-))

      Und selbstverständlich stufe ich Sie keineswegs als blutigen Laien ein.

      Aber noch einmal an die Schaumschäger aus dem östlichen Nachbarland:

      Selbst die Zentralbank „schöpft“ nicht einfach so Geld aus dem Nichts.

      Klar, sie druckt die Euronoten (bzw. gibt den Auftrag zum Drucken an die Österreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH, Wien).

      Aber die Ausgabe in die Volkswirtschaft erfolgt als TAUSCH an die Geschäftsbanken. Denn auch die Zentralbank ist eine stinknormale Firma. Die verschenkt nicht einfach Noten bzw. elektronisches Geld. Hier passiert also kein Sternthaler-Märchen !

      Und da sie bevorzugt Staatsanleihen als Tauschwert annimmt, finanziert quasi die Regierung, das Volk die Währungsausgabe. Und zahlt dafür Zinsen.

      Was ich eben als geradezu grotesk idiotisch ansehe..

  55. Erneut zu Wichtigerem:

    Ein Bekannter hat es im Internet eben schön formuliert, nachdem BBC soeben gemeldet hat, dass in UK die bargeldlosen Transaktionen die mit Bargeld überstiegen haben.

    Die Medienproaganda hat begonnen. Liebe Mitbürger, achten Sie bitte darauf – ab jetzt werden Sie konditioniert, dass Bargeld abgeschafft werden soll.

    Und bitte, ich meine das völlig wertneutral, egal, ob man jetzt für oder gegen Bargeld, für oder gegen Vollgeld, für oder gegen Negativzinsen ist.

    Mir ist nur wichtig, dass Sie merken, WIE Sie konditioniert werden. Wenn Sie das merken, merken Sie auch all die anderen Versuche ..

    • Lieber Herr Doktor Ott

      Ihre Sorge teile ich.

      Die Abschaffung des Bargeldes scheint programmiert. Es ist technisch möglich und erlaubt den Regierungen eine totale Kontrolle über die Geldströme ihrer Bürgerinnen und Bürger.

      Dass auch die Nationalbank davor nicht zurückschreckt beweisen die Worte von SNB-Chef Prof. Dr. Thomas Jordan anlässlich der Einführung der Negativzinsen im letzten Dezember:

      Damals sagte er u.a.

      “Ich glaube, dass einige Kommentatoren die Strenge der eingeführten Massnahmen noch nicht ganz begriffen haben …“. “Sollten die Massnahmen nicht den gewünschten Erfolg zeigen, liessen sie sich auch verschärfen …“

      Steigende Negativzinsen werden früher oder später zur Abschaffung von Bargeld führen, weil mit Bargeld diese umgangen werden können.

      vgl. meinen Beitrag: „Die SNB wird Banknoten abschaffen müssen“:

      https://insideparadeplatz.ch/2014/12/29/snb-wird-banknoten-abschaffen-muessen/

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Doktor Ott

      Bargeldhaltung scheint bei Ihrer Prioritätsliste an oberster Stelle zu stehen. Warum ist das so wichtig für Sie?

      Bezahlen Sie Ihre Rechnungen bar am Postschalter wie zu Grossmutters Zeiten? Und aufgepasst bei der Lagerung von 1000er Bündli-Nötli im heimischen Tresor: von so manchem Treuhänder habe ich gehört, dass diese heimverwahrten Bündel nach zwei drei Jahren zu Gilb und Pappe werden. Auch die SNB nimmt sie dann nicht mehr zum Umtausch – Geldschöpfung hin oder her. Und das Banksafe – dieses allerdings auf Betriebstemperatur – ist auch keine längerfristige Anlag-Lösung. Investieren Sie lieber Ihre Groschen in die Realwirtschaft; dann sehen Sie täglich was Sie haben!

      Natürlich: ganz abschaffen kann und soll man das Bargeld nicht, denn dann und wann brauchen auch Sie was davon im Ausland oder Inland sozusagen für den schnellen Wechsel oder haben eine besondere Bartransaktion wo Sie möchten, dass sie etwas im Schatten bliebe. Dafür dieses Thema auf höchste Priorität zu setzen ist doch etwas gar kühn; denn der schleichenden Digitalisierung können auch wir uns leider nicht mehr entziehen. Es gibt aber „Anlageformen“ jenseits des Bargeldes; sie entziehen es sonst nur dem Wirtschaftskreislauf. Und dieser braucht es dringender denn je!
      mfg Fred

    • @Dr. Ott,
      und welche Erkenntnis bleibt? Was schliessen wir daraus? Alles Geld ensteht aus Schulden! GESCHÄFTSBANKEN müssen aber nicht ihre Schulden begleichen. Irrtümilicherweise, wird von Einigen Geldsystemkritikern behauptet, dass es kein Geld mehr gäbe, wenn alle Kreditnehmer ihre Schulden zurückzahlen würden. Das stimmt nicht, da das von den GB geschöpfte Giralgeld (Nettogiralgeldschöpfung) immer noch da wäre.

      Verstehen Sie den nicht, Herr Dr. Ott, dass Ihre Argumentation nicht schlüssig ist? Die GB sind Schuldner auf Dauer, da das Publikum die angeschriebenen Beträge nicht in bar beansprucht. Wenn Ihnen Ihre Hausbank die Barauszahlung verweigern würde, Ihnen also eine Giralgeldverwendung vorschreiben würde, dann hätten Sie das Recht, die Tilgung (eines Kredits z.B.) zu verweigern. Dazu empfehle ich: „De la Motte Laura, Czernomoriez – Der Interbankenmarkt in der Krise, Institut für Marktökonomie, Forschungsbericht 0110, Potsdam 2010

      Eine sachgerechte-konstruktive Kritik sieht leider anders aus. So sehr ich mich bemühe in Ihrer, als auch in der von @Dr. Meyer’s und @Oeconomicus brauchbare Argumente zu finden, gelingt mir das nicht. SIE verkennen von daher auch die Bedeutung des monetären Kernpunktes des Vollgeldansatzes, der darin besteht, die Kontrolle über die Geldmenge zu erlangen, dadurch, dass die Geldmenge an einen Knappheitsanker gebunden wird, den modernes Zeichengeld (fiat money) von sich aus nicht besitzt. Dies lässt sich nur erreichen, wenn die tendenziell unbegrenzte Giralgeldschöpfung der Banken beendet und ersetzt wird durch eine diskretionäre, prospektive wie ebenso fortlaufend justierende Geldmengenpolitik der Zentralbank, oder nochmals zum wiederholten Male, wenn Geldschöpfung und Bankenkredit voneinander entkoppelt werden!!!. Ein solches Ansinnen löst offensichtlich bei Euch 3 anscheinend nur zwei Abwehrreflexe aus – Vollgeld als ‚Kommunismus‘ und als ‚Unsinn‘ abzustempeln.

      Persönliche Präferenzen sind jedem sein Recht, doch haben sie in einem wissenschaftlichen Diskurs der die Realität beleuchten soll nichts zu suchen, es sei denn, man hat persönliche Interessen daran dies zu tun.

    • @ Der Aufklärer

      Stimmt, alles Geld entsteht aus Schulden, genauer: aus einem Zahlungsaufschub.

      Selbst wenn man diesen nur auf einer Serviette dokumentiert und unterschreibt, ist das bereits „Geld“.

      Nur, was ist daran verkehrt, schlimm, böse ?! Das ist einfach so.

      Die Serviette zirkuliert dann (angenommen, sie würde von anderen Menschen dank Vertrauens in die ‚Bonität‘ des Unterschreibenden akzeptiert) oder wird eben bei einer Bank eingelöst. Indem sie von der Bank angenommen und als Buchgeld, als elektronisches Geld, dem Besitzer auf einem Girokonto gutgeschrieben wird.

      Und sollte dieses elektronische Geld dann den Besitzer wechseln -mittels Überweisungen- dann, ja, bleibt eben die Bank der Schuldner gegenüber sämtlichen neuen Girokonten-Inhaber – eben auf Auszahlung der Serviette, genauer auf den Anspruch an irgendein „Tauschgut“ oder Service aus dem Vermögen bzw seitens desjenigen, der damals die Unterschrift geleistet hatte.

      (Im ‚Normalleben‘ eben zunächst auf’s Zentralbankgeld, letztlich aber auch auf einen abschliessenden Tauschvorgang i.S der Übergabe eines physischen Gutes oder eines Services – was bedeutet, dass eigentlich die Zentralbank der Schuldner gegenüber den Girokonto-Inhabern ist).

      Aber eben NUR SO LANGE, bis der so lange immer noch offen gebliebene ursprüngliche Tauschvorgang endlich durch Übergabe eines, des Gegenwertes finalisiert wird.

      Die (Zentral-)Bank tritt daher nur als „Broker“ zwischen zwei (und später mehr) Menschen, die einen (über Dreiecks- bis hin zum ‚Vielecks’handel sich entwickelnden) Tausch miteinander treiben. Mit der Serviette als Tauschmittel. Und letztlich zum Abschluss bringen.

      Und selbstverständlich liegen Sie daher falsch – denn genau zu dem Zeitpunkt löst sich dieses ‚Geld‘, welches aus dem ursprünglichen Zahlungsaufschub entstand, wieder in Nichts auf – der Schuldschein, die Serviette, wird zerrissen. Punkt.

    • @Dr. Jürgen Ott, @oeconomicus criticus

      Der „Aufklärer“ verwirrt wieder – ist das nicht das Alias-Bubi? „Der Praktiker“ alias alias alias?

      Könnte sein oder? Viele Schreibfehler – immer wieder „Schuldgeld“ – verwirrende Argumentation – geht nicht auf die Argumentation ein – ist beleidigend – copy paste usw.

      Wird der wohl bezahlt? Von der SNB? Oder von den „Vollgeldlern?

      Auf jeden Fall handelt es sich um einen fanatischen, unbelehrbaren Vollgeld-Idiant – Entschuldigung – Vollgeld- Initiot.

      Er erweist den Vollgeld-Initianten jedenfalls einen Bärendienst mit seinen Torheiten, die er hier verbreitet.

      mfG

      Marc Meyer

      @Aufklärer:

      Bankenkredit und Geldschöpfung können nicht voneinander entkoppelt werden.

      Ein doppelter Buchungssatz wird innerhalb desselben Unternehmens verbucht.

      Das können Sie nicht verstehen, weil Sie nicht verstehen wollen.

  56. Liebe Vollgeldler, Halbgeldler; liebe Vollschöpfer und Leerschöpfer; Querdenker und Freidenker

    Geldprobleme mit Geld lösen – darin dreht die Endlosschleife der ewig sich wiederholenden Blogger-Argumente auf beiden Seiten der Argumentationskette; dies seit Monaten hier und auf anderen „Geldplattformen“.

    Gibt es keine anderen Lösungsansätze als Geldprobleme mit Geld zu lösen? Kein Wort zur realen Wertschöpfung mit den Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Sachkapital; kein einziges Mal wird auf die Verbindung zwischen Geld und dem BIP hingewiesen. Was wäre denn Geld ohne das zugrundeliegende BIP; eben die reale Wertschöpfung?
    Was hier diskutiert wird ist letztlich Schulden mit Schulden begleichen. Was nicht diskutiert wird ist, wovon der Wert des Geldes abhängt und welches die Geldfunktionen sind. Geld ohne zugrundeliegende liegende Wertschöpfung in Form des BIP hat keinen Wert. Geld ist bloss Tauschmittel in einer arbeitsteiligen Wirtschaft, weil der Realtausch zu kompliziert ist. Einige reden noch von „Schmiermittel-Funktion“ und meinen natürlich den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage! Die andern Funktionen wie Wertaufbewahrungsmittel und Wertmassstab sind nur dann gegeben, wenn eine unterliegende reale Wertschöpfung stattfindet.
    Geld war und ist nie am Beginn der Kausalkette. Die Geld- und Kreditwirtschaft ist das Ergebnis von Vorleistungen in Realkapital. So ist das Bankwesen entstanden. Zum Beispiel die damalige SKA (heute CS): durch die Bereitstellung der Finanzierung (mittels Krediten) des Gotthardtunnels oder Banking in Deutschland ganz allgemein durch die Finanzierung von kommunalen Infrastrukturen.
    In den 90iger Jahren wurde das Geldwesen pervertiert, indem man Geld durch Geld-Derivate vermehren wollte; vor allem durch virtuelle Options- und Futures-Konstrukte. Damit sind wir dort angelangt wo Griechenland heute ist: nämlich Schulden durch weitere Schulden mit entsprechenden Winkelkonstruktionen abzubauen, resp. aufzubauen. Wenn das so weitergeht haben wir nicht nur einen Grexit, sondern einen flächendeckenden Euro-Exit und dann folgerichtig einen Kollaps des Weltwährungssystems.

    Die Diskussionen in den internationalen Konferenzen drehen in einer Endlos-Spirale; man glaubt die noch immer bestehende Finanzkrise nur mit Geldpolitik zu lösen; diese kann bestenfalls mit Geldpolitik entschärft werden. Nachhaltig ist jedoch nur die reale Wertschöpfung; diese erfolgt durch die Produktionsfaktoren Arbeit, Boden, Ressourcen, Realkapital und technischer Fortschritt. Nur wenn diese reale Wertschöpfung stattfindet behält Geld seinen Wert. Die Zinsen sind derzeit bei Null und die Investitionsneigung ist unverändert tief. Dieses Problem ist zunächst zu hinterfragen, ehe über Voll- oder anderes Geld debattiert wird. Dies hat in erster Linie viel mit realer Wertschöpfung zu tun und wenig mit der sog. „Geldschöpfung“. Die Diskussion muss also eine Stufe weiter vorn ansetzen.
    mfg
    Fred Handelsmann

    • @ Fred

      Grundsätzlich mit Ihnen einig.
      Das Problem ist nur,
      1. dass Geld das Problem ist und
      2. dass es ohne Geld ein Problem gibt.

      Begründung:
      Wir brauchen Geld in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Wenn es aber kein Geld gibt, verhungern wir. Alles andere ist Utopie.

      Liebe Grüsse
      OC

    • @ Dr. Otmar Pregetter

      Wissen Sie, was ich am Internet liebe ?

      Dass sogar noch Ihre Enkelkinder den Kopf darüber schütteln können, was deren Grossvater einst öffentlich an Schaumschlägereien & Nonsens (ich kann auch Denglish ! ;-)) zum Besten gegeben hat.

      Jedenfalls wünsche ich Ihnen jetzt von ganzem Herzen, der Heilige Geist möge auf Sie hernieder rauschen. Wobei, es muss gar nicht der heilige, sein, es würde bereits irgendeiner reichen.. Und schönen Gruss nach Österreich !

  57. REVOLUTION:
    Island nimmt Banken das GELD AUS DEM NICHTS weg!

    “Over time – who ever controls the money system,
    controls the nation“.
    (Stephen Zarlenga, Director, American Monetary Institute).

    Allein der Titel dieses Beitrages: „Vollgeld = Vollidiotie“ – disqualifiziert den Autor selbst und es gelang ihm auch, dies nachweislich zu bestätigen…

    Deshalb einige auf den Fakten basierende Klarstellungen:

    Wie funktioniert unser 100%iges Schuldgeldsystem ?

    Jede Volkswirtschaft unterteilt man in 3 (5) Sektoren:
    – die Außenwirtschaft (Exporte/Importe von Gütern und Dienstleistungen usw.)
    – den Staat (der über Steuern sozial ausgleichend wirkt und umverteilt)
    – die Privatwirtschaft, die man wiederum in
    … Banken (Zentral- und Geschäftsbanken)
    … Unternehmen (produz. Unternehmen + Dienstleister)
    … und die Haushalte und Konsumenten
    unterteilt.

    Der Sektor Ausland spielt bei dieser Betrachtung keine Rolle, weil der italienische Importeur im Inland sein Geld auftreiben muss – und der schweizer Exporteur sich in der Schweiz per Kredit seine Investitionen finanziert.

    Es geht nur um die Frage, wie in einem Land das Geld erzeugt wird:
    – Banken (finanzielle Unternehmen) erzeugen für Nichtbanken(Staat / private Haushalte / nichtfinanzielle Unternehmen) das „GELD AUS DEM NICHTS“,
    – Konsumenten können kein Geld drucken, ergo dessen entspricht die Behauptung – Banken würden nur das Geld der Sparer als Kredit weitergeben – nicht den Tatsachen!
    – das Geld wird n u r als Kredit erzeugt, d.h. alles Geld = Schuld(oder haben Sie schon mal von einer Bank Geld geschenkt bekommen?),
    – den Schulden steht immer ein gleich hohes Vermögen gegenüber: die Bilanz ist immer ausgeglichen, d.h. es gilt:
    m e i n Vermögenszuwachs = d e i n e Schuldenzunahme.
    – werden alle Kredite einer Volkswirtschaft zurückbezahlt, gibt es kein Geld mehr (nicht nur VolkswirtInnen „scheitern“ spätestens hier, obwohl es nur eine Stornobuchung ist)
    – für das Geld aus Luft werden Zinsen verrechnet, das Geld dafür stammt wieder aus einem Kredit (in keinem Kreditvertrag wird vereinbart, dass die Banken auch die Zinsen mit dem Kreditbetrag an die Kreditnehmer mit-überwiesen),
    – der Staat hat die Buchgeldschöpfung an private Banken „delegiert“ und diese beruht auf keiner gesetzlichen Grundlage – w i e s o?

    Unser Schuldgeldsystem ist daher ein nicht nachhaltiges Pyramidenspiel (Ponzi-Scheme)!

    In unserem 2-stufigen Banksystem versorgt die
    – Zentralbank (ZB, EZB) die Geschäftsbanken (GB) mit dem echten Geld =Münzen/Scheine und nur diese sind das gesetzliche Zahlungsmittel! (Anmerkung: seit der Krise kaufen die ZB weltweit Anleihen auf und bezahlen natürlich nicht mit Mrd. an Münzen und Geldscheinen, sondern mit Zentralbank-Buchgeld, das dann auch ein gesetzes-konformes Zahlungsmittel ist. Dies ist aber eine Ausnahme und war bis 2008 nicht die Regel).
    – Die GB erzeugen dann das Buchgeld per Kredit auf Konten im Computer – es war vor dem abgeschlossenen Kreditvertrag n i c h t vorhanden. Anders gedacht:
    sie können ja auch nicht zum Friseur gehen und sich eine Ballfrisur „auf Vorrat“ bestellen – genauso wenig kann eine Bank Buchungszeilen auf Vorrat in ihrem System „anlegen/verbuchen“ = Geld aus dem Nichts!

    Es stellen sich daher die gesellschaftspolitische Machtfragen:
    1.) W i e s o verschuldet sich der Staat bei Banken, obwohl nur er über das gesetzliche Gelddruckmonopol verfügt?
    2.) Wen der Staat – statt der privaten Banken – das GELD AUS DEM NICHTS erfindet, bei wem soll er sich dann verschulden?
    3.) Wenn der Staat das Geld per Buchungszeilen erzeugt – an wen soll er dann noch Zinsen bezahlen?

    Prof. Dr. Binswanger bringt es auf den Punkt:
    „99 % der Menschen sehen das Geldproblem nicht. Die Wissenschaft sieht es auch nicht, die Ökonomie sieht es auch nicht, sie erklärt es sogar als nicht existent … Solange wir aber die Geldwirtschaft nicht als Problem erkennen, ist keine ökologische Wende möglich.“ (emer. Univ. Prof. Dr. Hans Christoph Binswanger, St. Gallen).

    Dass aufgrund der immensen Macht der privaten Banken, ob des einfachen Zusammenhanges – wie das GELD AUS LUFT bei Banken entsteht – viele „NebelgranatenwerferInnen“ unterwegs sind, hat man auch hier deutlich lesen können.
    So verständlich – wie entbehrlich.

    Nachdem aber ISLAND den revolutionären 1. Schritt zu einer allumfassenden Geldreform setzt – und unser expontentielles Schuldgeldsystem direkt in den Crash führen muss, ist es unabdinbar, eben DIE gesellschaftspolitische Machtfrage zu stellen, wer in einem Land das GELD AUS DEM NICHTS erzeugen darf:
    – der Staat = WIR ALLE
    – oder private Banken ohne gesetzlicher Basis!

    Anbei noch ein paar Links zu Island:
    http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/11507810/Iceland-looks-at-ending-boom-and-bust-with-radical-money-plan.html
    http://www.france24.com/en/20150401-fed-crises-iceland-mulls-monetary-revolution/

    http://ftalphaville.ft.com/2015/04/08/2125780/icelands-grand-monetary-experiment/

    • @ Dr. Otmar Pregetter

      Dieser Kommentar zeugt einmal mehr davon, dass Sie, als Professor, leider und beschämenderweise vom Geldsystem keinerlei blasse Ahnung haben und Sie disqualifizieren sich damit selber:

      Zitat:
      „Es geht nur um die Frage, wie in einem Land das Geld erzeugt wird:
      –     Banken (finanzielle Unternehmen) erzeugen für Nichtbanken(Staat / private Haushalte / nichtfinanzielle Unternehmen) das „GELD AUS DEM NICHTS“,“
      Zitatende.

      Sie wiederholen einzig, dass die Banken Geld aus dem Nichts schöpfen würden. Eine Lüge wird niemals wahrer, wenn sie oft wiederholt wird! Den Beweis sind Sie nach wie vor schuldig!

      Zitat:
      „-     Konsumenten können kein Geld drucken, ergo dessen entspricht die Behauptung – Banken würden nur das Geld der Sparer als Kredit  weitergeben – nicht den Tatsachen!“
      Zitatende.

      Natürlich können Konsumenten keine Schuld für eine Bank eingehen. Und GELD IST DEFINIERT ALS SCHULD EINER BANK (resp. als Guthaben von Nichtbanken bei Banken) – http://www.snb.ch/de/mmr/reference/monpol_monstat_definition/source/monpol_monstat_definition.de.pdf. Geld ist immer Fremdkapital der emitierenden Bank; Bargeld ist ein Schuldschein einer Zentralbank; Giral- oder Buchgeld ist eine Schuldanerkennung, eine Bargeldschuld einer Zentral- oder Geschäftsbank. Somit argumentieren Sie mit einem Zirkelschluss. Aber jeder Konsument kann eine (Geld-)Schuld eingehen, wie das jede Bank auch tun kann. Die Bankschuld nennt man dann gemäss Definition einfach Geld! Nichtbanken sind von der Geldmengendefinition ausgeschlossen und können daher kein Geld emitieren. Aber eine Bargeldschuld können sie nichtsdestotrotz eingehen.
      Dass die Banken nicht das Geld der Sparer weitergeben, da gehe ich sogar mit Ihnen einig, allerdings brauchen sie den Kredit der Sparer. Aber ich wette, dass Sie das wiederum nicht verstehen bei Ihrer seltsamen Argumentationsweise wie folgt:

      Zitat:
      „-     das Geld wird n u r als Kredit erzeugt, d.h. alles Geld = Schuld(oder haben Sie schon mal von einer Bank Geld geschenkt bekommen?),“
      Zitatende.

      Weil es nicht anders geht, Herr Dr. Otmar Pregetter, denn jegliche Unternehmung muss vorfinanziert werden – ich verweise Sie da auf die Arbeiten von Dr. Paul C. Martin, denen Sie wahrscheinlich nie Ihr Augenmerk gewidmet haben, denn Sie sind so voreingenommen und selbstüberzeugt… (Selbst wenn man Gold und Silber als Geld nimmt, ändert sich daran nicht allzu viel. Klar sind Gold und Silber ultimative Schuldenlöscher – aber das sind sie selbst dann, wenn sie kein „offizielles Geld“ sind! Nur gäbe es dann Geld, das nicht auf Schulden beruhte. Aber das ist eine andere, lange Geschichte.) Ja, Herr Dr. Otmar Pregetter, eine Bank verschenkt kein Geld, wie auch Sie wohl kaum im grossen Stil Geld verschenken. Geld ist eine Schuld einer Bank – aber das will nicht in ihren Professorenkopf, obwohl Sie ja, falls Sie auch nur ein bisschen Ahnung von Buchhaltung haben, dies in jeder Geschäftsbankbilanz verifizieren könnten. Dort ist nämlich Zentralbankgeld (Bargeld resp. Giroguthaben bei der Zentralbank) ein Aktivum, ein Guthaben, und Giralgeld der Geschäftsbank selbst ein Passivum, Fremdkapital, eine Schuld – oder andersherum: ein Kredit eines Gläubigers.
      (Fast) Jede Firma wird von ihren Lieferanten auf Kredit beliefert und schuldet diesen entsprechend Geld und diese Schuld ist für die Firma Fremdkapital. Da Geld allerdings als Bankschuld (Fremdkapital einer Bank) definiert ist, ist die Firmenschuld gegenüber dem Lieferanten eben kein Geld. Aber dass diese Schuld mit der Warenlieferung entsteht, ist offensichtlich. Für Sie entsteht diese Geldschuld anscheinend aus dem Nichts… Die Bank übernimmt diese Firmenschuld dann und der Lieferant erhält sein Geld; dafür ist die Firma natürlich der Bank statt dem Lieferanten das Geld schuldig.

      Zitat:
      „-     den Schulden steht immer ein gleich hohes Vermögen gegenüber: die Bilanz ist immer ausgeglichen, d.h. es gilt:
      m e i n Vermögenszuwachs = d e i n e  Schuldenzunahme.“
      Zitatende.

      Selbstverständlich, Herr Dr. Otmar Pregetter. Wenn Sie mir Ihr Haus verkaufen, dann steht meiner Schuld Ihr Vermögen, Ihr Guthaben, Ihre Forderung gegenüber mir, gegenüber. Ich bin diese Schuld eingegangen, weil ich Ihr Haus kaufen wollte… Sagen Sie mal, sind Sie echt zu superintelligent, dass Sie das nicht kapieren?
      Dass Sie unter diesen Umständen all die Handwerker resp. Ihren Hausverkäufer bezahlen und dann das Haus mit der Bezahlung Ihrer „intelligenten“ Arbeit finanzieren mussten, leuchtet Ihnen natürlich nicht ein, denn wer den ganzen Tag quasselt und „gescheite“ Bücher liest, dem ist nicht zuzumuten, sich einmal über die reale Welt Gedanken zu machen… Ihm fliegt ja das Geld „aus dem Nichts“ zu, nämlich das Geld der hart arbeitenden und auch für ihn ausgepressten Steuerzahler, die seine verqueren Theorien längst satt haben, was abgehobene Professoren aber selbstredend in ihrem Elfenbeinturm, ihren Luftschlössern und ihren Hörsälen nicht zu realisieren pflegen… Nicht umsonst schütteln die meisten Handwerker ihren Kopf ob der Weltfremdheit und Unbeholfenheit der Akademiker, wenn es um reale Dinge geht. Dazu leisten Sie einen grossen, tragischen Beitrag.

      Zitat:
      „-     werden alle Kredite einer  Volkswirtschaft zurückbezahlt, gibt es kein Geld mehr (nicht nur VolkswirtInnen „scheitern“ spätestens hier, obwohl es nur eine Stornobuchung ist)“
      Zitatende.

      Da haben Sie sogar ausnahmsweise recht. Nur: Was soll diese Aussage? Geld ist eine Bankschuld…
      Eine Kreditrückzahlung ist allerdings keine Stornobuchung (aberaber, Herr Professor, wie kann man sich nur so entblössen! – da scheitern offensichtlich nicht die VolkswirtInnen, sondern die ProfessorInnen…), sondern eine Schuldbegleichung, die üblicherweise nur mittels harter Arbeit zustande kommt, es sei denn, man ist abgehoben von der Realität. Aber das ist für weltfremde und von hart arbeitenden Steuerzahlern bezahlte Professoren schon wieder viel zu hoher Latein, weshalb ich nicht weiter darauf eingehe. Aber ich kann Ihnen das selbstverständlich genauer erklären, falls Sie ausnahmsweise in Ihrer Arroganz einmal bereit sind, nicht bloss querzulesen, sondern auch mal zu studieren und zuzuhören… Oder besuchen Sie einmal unvoreingenommen meine Internetseite – da können Sie seeeeehr viel lernen!

      Zitat:
      „-     für das Geld aus Luft werden Zinsen verrechnet, das Geld dafür stammt wieder aus einem Kredit (in keinem Kreditvertrag wird vereinbart, dass die Banken auch die Zinsen mit dem Kreditbetrag an die Kreditnehmer mit-überwiesen),“
      Zitatende.

      Da Sie davon ausgehen, dass das Geld aus Luft besteht, ist Ihnen nicht mehr zu helfen. Der Schuldner hat den Kredit nicht wegen Nichts aufgenommen, da wäre er wohl schon so blöd wie einige Professoren… Der Schuldner hat den Kredit aufgenommen, um sich damit gewisse Leistungen zu kaufen! Und daher zahlt er dann dem Lieferanten einen Zins. Wenn er nun die Bank dazwischenschaltet, weil der Lieferant das Geld sofort will – resp. haben muss, um seine eigenen Lieferanten zu bezahlen -, so muss er halt den Zins der Bank statt dem Lieferanten bezahlen. Studieren Sie einmal diese Seite, wenn Ihnen mit meinen Worten immer noch kein Licht aufgeht:
      https://sites.google.com/site/geldsysteminfo/grundlagen/geldschoepfung
      Aber bitte nicht schummeln und querlesen!
      Jaja, ich weiss, Sie pflegen halt alles querzulesen, wie Sie selber schreiben, statt einmal etwas wirklich zu studieren (geschweige denn eigenständig und ab ovo), denn dafür haben Sie ja wohl keine Zeit, weil Sie mit Ihren weltfremden Theorien hausieren gehen müssen. Daher heisst jede Diskussion mit Ihnen Wasser-in-den-Rhein-tragen.

      Zitat:
      „-     der Staat hat die Buchgeldschöpfung an private Banken „delegiert“ und diese beruht auf keiner gesetzlichen Grundlage  –  w i e s o?“
      Zitatende.

      Der Staat hat nicht delegiert, sondern den Firmen Schulden zu machen nicht untersagt. Und das zu Recht. Sie meinen wohl, der Staat hat den Bürgern und Firmen alles vorzuschreiben und sie zu bevormunden, klar, Sie leben ja vom Staat. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“? Wer ist denn der Staat? Studieren Sie die Schriften von Dr. Paul C. Martin, dann wird Ihnen alles klar und Sie müssen dann nie mehr fragen „- w i e s o?“.
      Der Staat muss sich selber vorfinanzieren. Alle Werte werden vom Volk erschaffen. Aber das kann natürlich einem weltfremden Professor, der wahrscheinlich noch nie einer körperlichen Arbeit nachgegangen ist, sondern sein ganzes Leben in den Schulstuben und Hörsälen auf Kosten der hart arbeitenden Steuerzahler verlümmelt hat, nie und nimmer einleuchten. Daher empfehle ich Ihnen, nebst einem Einführungskurs in Buchhaltung, dem Studium kluger Dissertationen, der selbstreflektierenden Kritik und der unvoreingenommenen und nicht querlesenden „wissenschaftlichen“ Arbeit, auch einmal eine harte körperliche Arbeit. Wer weiss, vielleicht werden sogar Sie klüger auf’s Alter! Man darf die Hoffnung niemals aufgeben…

      Auf den Rest Ihres Pamphlets gehe ich nicht mehr ein, weil es mir schlicht zu blöd wird. Sie sollten Ihre Verantwortung gegenüber den Studenten und der Ihren unverdienten Lohn zwangsweise zahlenden Bevölkerung ernster nehmen, Herr Dr. Otmar Pregetter, denn ich erhalte keinen Lohn, wenn ich Ihre Arbeit mache. Aber ich brauche mich zum Glück und wenigstens auch nicht für Ihre antiwissenschaftliche Arbeit und hanebüchene Argumentation zu schämen, denn diese „disqualifiziert den Autor selbst und es gelang ihm auch, dies nachweislich zu bestätigen“.

      Mit allerhöflichstem und kopfschüttelndem Gruss
      Oeconomicus criticus

    • @Dr. Otmar Pregeter

      Sie schreiben:

      „… – wie das GELD AUS LUFT bei Banken entsteht – …“

      Genau das stimmt eben nicht.

      Das Geld entsteht nicht aus Luft oder aus Nichts.

      Die Produktionsleistung der Realwirtschaft ist unabdingbar, damit ein Geldemittent Geld emittieren kann. Das geht aus der Doppelten Buchhaltung hervor.

      Das haben Professor Binswanger und die Vollgeld-Initianten sowie die Nationalbank leider immer noch nicht verstanden.

      Lesen Sie dazu bitte die Ausführung gleich oben an Fred.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • „1.) W i e s o verschuldet sich der Staat bei Banken, obwohl nur er über das gesetzliche Gelddruckmonopol verfügt?“

      Dies hat mich schon als Kind gewundert, wenn ich meinen Göttibatzen sah, wo „Schweizer Franken“ darauf stand, und die Erwachsenen darüber sprechen hörte, dass der Staat Schulden machen musste. Wieso kann denn die Schweiz ihre eigenen Franken nicht gleich selbst machen?

      Ich schob es dann darauf, dass alles rund ums Geld offenbar eine Geheimwissenschaft für besonders Eingeweihte sei, also nichts für klein Barbara. Viele Jahre später hörte ich dann von Dingen wie Geldschöpfung und Vollgeld, was eine regelrechte Erleuchtung war.

    • @ Pregetter

      Für Sie ist es offenbar dasselbe, ob Sie 100 € in der Tasche haben wie wenn Sie 100 € Schulden haben, auch wenn die Differenz 200 € ist, denn Geldschulden sind für Sie dasselbe wie Geld (mathematisch ausgedrückt also: – = +; in Worten: Minus gleich Plus! Seltsame Wissenschaft.). Daher können Ihrer Meinung nach Banken Geld schöpfen – und zwar erst noch aus dem Nichts –, obwohl die Banken sich verschulden, wenn sie „Geld schöpfen“, pardon, „Geld schöpfen aus dem Nichts“. Für solcherlei „Logik“ braucht man schon einen Professorentitel, denn das ist für Normalsterbliche wie mich nicht nachvollziehbar. Hängen Sie Ihren „Beruf“ an den Nagel und geben Sie Ihre Professur ab, Herr Professor, denn Sie sind dafür keinesfalls geeignet.

  58. Ich hätte da eine Frage:
    Bei Uwe Westphal, Makroökonomie, 2.A, S277 steht:
    Die Bank A musste mit diesem Verlust an Zentralbankgeld rechnen, als sie den Kredit gewährte; sie konnte ihn nur deshalb gewähren, weil sie über ein zumindest gleich großes Zentralbankguthaben verfügte – oder über die Möglichkeit, sich ein solcher zu beschaffen.

    Wie kommt eine Geschäftsbank zu Zentralbankgeld?

    Vielen Dank für Ihre Nachricht und schöne Grüße

    • Meine Antwort:
      Zitat – Westphal: „Die Bank A musste mit diesem Verlust an Zentralbankgeld rechnen … (1) …, als sie den Kredit gewährte; sie konnte ihn nur deshalb gewähren, weil sie über ein zumindest gleich großes Zentralbankguthaben verfügte … (2) …– oder über die Möglichkeit, sich ein solcher zu beschaffen“. … (3)

      ad 1. + 2) Ich weiß nicht was die Ursache des Verlustes war- deshalb eine Annahme:
      die Bank A erlitt einen Verlust durch den Ausfall = Abschreibung eines uneinbringlichen Kredites? Dann …
      – im Euroraum muß jeder Kredit mit der Mindestreserve von 1% „besichert“ werden, d.h. genau in diesem Ausmaß stand ZB_Geld zur Verfügung und war die Bank A dazu verpflichtet, 1% des Kreditbetrages mit ZB-Geld abzudecken.
      d.h. die Aussage
      – die Bank A konnte den Kredit nur gewähren, weil sie über ein „gleich großes ZBguthaben verfügte“ . . . entspricht nicht den Tatsachen, sie hat ja zu 99% das GELD AUS DEM NICHTS erfunden und damit den Kredit gewährt.

      3. + ihre Frage)
      Die Banken haben (fast) immer die Möglichkeit sich ZB-Geld zu beschaffen – z.B. indem sie Banknoten/Münzen von ihr kaufen – oder auch indem sie Wertpapiere an die ZB verkaufen – und dafür eben ZB-Buchgeld erhalten (ZB – Forderung).
      Genau dies tut die EZB derzeit ja mit 1.140 Mrd.:
      sie kauft den Geschäftsbanken Anleihen ab – und damit erhalten diese eben ZB-BUCHgeld!
      Ergänzung – Barreserve:
      In den meisten Ländern sind die Banken, um einen evtl. Bankrun zu verhindern, gesetzlich dazu verpflichtet, BARGELD im Ausmaß von um die 2% der Bilanzsumme vorzuhalten, d.h. sie müssen es sich bei der ZB kaufen. Ob die Mindestreserve darauf angerechnet wird, lässt sich aus den einzelnen Bilanzen schwer ersehen.

      Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage damit beantworten.

  59. Erneut wieder zu Wichtigerem:

    Schäuble hat für GR heute ein two-tier-Währungssystem vorgeschlagen. Was interessant ist. Denn prinzipiell sind Parallelwährungssysteme vernünftig. DM + ECU war so eines.

    Auch für uns in der Schweiz wäre das die letzten 5 Jahre hindurch vernünftig gewesen – als Mittel, den enormen Kapitalzustrom ins Inland zwar anzunehmen, jedoch auf diese Weise vom bisherigen Franken abzuschotten. Es hätte uns zumindest die 41 Mrd Verluste erspart. Aber ich will ja nicht nachtragend sein. Schwamm d’rüber jetzt endlich.

    Nachdem nun ausgerechnet aber die repressivste Regierung der EU dem verarmten GR so was nahe legt, denke ich, sehen wir damit -eigentlich- den Einstieg in die elektronische Eurowährung.

    Was heissen könnte, dass die dann in kürzester Zeit überall in der EU eingeführt wird -aufgrund der natürlich „besten“ Erfahrungen GR’s damit- und dann nach einer Schamfrist der alte Euro mit Bargeldbezug schlicht abgeschafft wird – voilà, und schon ist das Bargeld weggezaubert ..

    Kommt das dann auch hierzulande ? Nun, wir haben ja schon den Euro dank unserer lieben SNB zu unserem Volksvermögen gemacht; wenn der dann in den neuen parallelen „Elektroeuro“ umdeklariert werden sollte – ja sicher ..

    Ach so, und für die vielen Neuzuzügler hier im Blog aus dem grossen Nachbarkanton – warum bezeichne ich Ihre Regierung als repressivst ?

    Nun, wegen der Vehemenz, mit der sie überall in Euroland Austerity-Massnahmen durchgesetzt hat. Wobei Austerity-Massnahmen übrigens ebenfalls idiotisch sind:

    Ihr Hauptzweck ist die Bedienung der Staatsschulden. Und da wir hier meist von Auslandsgläubigern reden, verlässt das Geld, welches man dem Volk hierfür abpresst, das Land, und die heimische Wirtschaft leidet somit unter einer wachsenden Deflation. Was wiederum die Wirtschaft weiter einbrechen lässt, und die Steuereinnahmen ebenso – weswegen auch der Schuldendienst dann irgendwann zum Erliegen kommt. So einfach definiert sich für mich „Idiotie“..

    Aber der eigentliche „gag“ ist der:
    Keine Regierung hat je in der Geschichte der Menschheit jemals ihre Schulden zurückbezahlt (also bis auf die berühmten zwei Ausnahmen). Und wird es unter den heutigen monetären Gegebenheiten, nach denen seit Ende Bretton Woods Staatsanleihen primär der Währungsausgabe dienen, auch nie tun wollen.

    Dass nun aber eine solche eine andere zwingt, ihr selbige zurückzuzahlen, ist geradezu grandios idiotisch ..

    • ..ach ja, und sorry – ich vergass ganz, die Vollgeldler aus Österreich hier neu zu begrüssen.

      Und mein wohliger Rat an Sie, Herr ‚Professor‘:
      Ziehen Sie sich warm an. Global warming besteht hier nur auf dem Papier .. ;-))

    • …aber den Zusammenhang muss ich einem ‚Agenda 2020‘-Begünstigten ja nicht weiter erläutern, nicht wahr ?! ;-))

  60. Ich muss meinen Kommentar noch einmal nach oben setzen – und er gilt auch für die neu hinzugetretenen Herren:

    @ Sebastian Kunze

    Ja, ist das denn wirklich so schwer ?! Sie sagen’s doch selber: Bilanzverlängerung. Buchungssatz: “Forderung an Verbindlichkeit”.

    Wo, zum Donnerwetter, wird da Geld geschöpft ?! Sie schauen nur auf die Forderungsseite. Wie alle “Laien”, die das Kreditwesen, das Giralgeld kritisieren; und verteufeln.

    Ja, da wird ein Kredit vergeben. Aber im gleichen Atemzug wird doch auf der Passivseite durch die Bank eine Schuld eingegangen (auf Auszahlung von ZB-Geld).

    Da wird Geld = Kredit im selben Umfang simultan wieder vernichtet ! Das ist ein Nullsummenspiel ! Das gleiche Doppelpack entsteht beim Kreditnehmer (sieht man mal von den Zinsen ab) !

    Lesen Sie sich mein Beispiel zum Autokredit unten bitte durch; wenn’s denn sein muss, bitte ein dutzend’ mal, und laut – von mir aus:

    Eine Bank tritt nur als “Vermittler” zwischen Autokäufer und Autohändler. Und kassiert dafür den Spread. Und behält das Auto als Sicherheit.

    Wenn irgendwo Geld bzw. Kredit geschöpft wird, dann durch den Händler an den Käufer bzw. durch den Händler an die Bank (eben als Forderung auf Auszahlung von ZB-Geld).

    Ihre ganze Kritik -zT. bis hin zur Gehässigkeit gegenüber Kreditbanken seitens Vollgeldler- schiesst ins Leere. Weil Sie nur “einseitig” denken (können ?)..

    • Plus,
      @ Sebastian Kunze & die neu hinzugetretenen Herren..

      .. die ja felsenfest daran glauben, dass Banken jeden Kredit „aus dem Nichts schöpfen“, ebenfalls die 3 Gretchenfragen:

      1.) Was MACHEN Banken Ihrer geschätzten Meinung nach denn MIT SPAREINLAGEN (ganz präzise: mit Sicht- und Spareinlagen) so den ganzen lieben langen Tag lang ?!

      2.) Warum NEHMEN Ihrer geschätzten Meinung nach Banken ÜBERHAUPT Spareinlagen an ?!

      Bzw. warum geben Banken -gerade auch in Deutschland- denn für’s Anwerben von Sicht- und Spargeldern auch noch so viel Geld aus ?!

      3.) Und last but not least, WOHER NEHMEN Banken denn die HABENZINSEN für diese Ihrer geschätzten Meinung nach ja völlig sinnlosen Spareinlagen ?!

      Bzw. wie rechtfertigen die denn ihren Aktionären gegenüber, dass sie für diese „sinnlosen“ Spareinlagen deren Geld einfach so hergeben ?!

      Und kommen Sie mir jetzt nicht, dass damit die Geldautomaten bestückt würden (wobei, der hätte wenigstens noch Substanz ;-))

  61. Banken erfinden das Geld aus dem Nichts!

    Ich habe mal so ein bisserl quergelesen – es ist erstaunlich mit welch hanebüchenen Totschlagargumenten und mit entlarvender Unkenntnis über Grundkenntnisse der Buchhaltung, hier die „Nebelgrantatenwerfer“ auftreten.

    Deshalb mal ein paar Hinweise, von Stellen, die man nicht den Verdacht der „Bankenvereinnahmung“ zuordnen kann:

    1.) BANK OF ENGLAND – Bulletin 2014 / Quater 1:
    „Money creation in practice differs from some p o p u l a r m i s c o n c e p t i o n s . . . banks do not act simply as intermediaries, lending out deposits that savers place with them…but how those bank deposits are created is often misunderstood: the principal way is through commercial banks making l o a n s!
    Whenever a bank makes a loan. . ., it simultaneously creates a matching deposit in the borrowers bank account, . . . thereby c r e a t i n g n e w m o n e y !”
    – Es gibt auch keinen „Geldmultiplikator“ … die krude These, an der sich die ÖkonomInnen von vorgestern noch mangels Grundkenntnis der elementaren Zusammenhänge der Geldschöpfung aus Luft … klammern.

    „Money creation in practice differs from some popular m i s c o n c e p t i o n s — banks do not act simply
    as intermediaries, lending out deposits that savers place with them, and n o r d o t h e y ‘m u l t i p l y u p’ . . .
    central bank money to create new loans and deposits.“
    http://www.bankofengland.co.uk/publications/Documents/quarterlybulletin/2014/qb14q102.pdf

    2.) Dr. Binswanger (emeritierter. Univ. Prof. für VWL an der Universität St. Gallen).
    Zumindest die Schweizer „Freunde“ hier sollten Dr, Binswanger kennen, der sich seit 20 Jahren mit dieser Problematik beschäftigt und auch einige Bücher schrieb. Vor mehr als 1 Jahre meinte er in der „Wiener Zeitung“:
    – „Warum wird das Übel nicht an der Wurzel gepackt?
    – Wer oder was verhindert eine tiefgreifende Reform?
    Mit einer Geldschöpfung aus dem Nichts kann man – dies liegt auf der Hand – sehr viel Geld verdienen. Daher übersieht man gerne die Krisen, die damit verbunden sind. Wenn diese eintreten, gibt man allen möglichen Ursachen die Schuld. Nur nicht der Ursache, mit der man sie in doppeltem Sinne des Wortes „verdient“ hat.“
    http://www.wienerzeitung.at/beilagen/extra/?em_cnt=610098

    3.) Ökonomenstimme (gesponsert von ETH-Zürich):
    Banken schöpfen Geld aus dem Nichts und sind keine Intermediäre … (24. März, 2014 – als Kommentar zur Klarstellung der BoE):
    Der lapidare und mit n a i v wohlwollend umschriebene Kommentar des Autors Ehnts, dass die „bilanzielle Geldschöpfung“ – einfacher gesagt: die schlichte Verbuchung wie das Geld als Kredit erzeugt wird!
    – „in den T h e o r i e n nicht behandelt wird“ –
    bestätigt die erschreckende Unkenntnis vieler Ökonomen, wie auch hier in diesem langweiligen Thread …
    Korrekt verwies Ehnts auf Wicksell (1898), der das reine Kreditsystem beschrieb. Er wusste damals schon, dass die Banken die Geldmenge theoretisch unbegrenzt ausweiten können. (1898, 139):
    „So viel Geld bei den Banken nachgefragt wird, so viel können sie – die Solidität des Borgers vorausgesetzt – auch leihen. Sie tun ja dabei nicht mehr, als eine Zahl in das Konto des Borgers als bewilligten Kredit oder fingiertes Depositum einzutragen.“
    http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2014/03/banken-schoepfen-geld-aus-dem-nichts-und-sind-keine-intermediaere/

    4.) Martin Wolf – FT-New York):
    „Strip private Banks of their power to create money”!
    http://www.ft.com/intl/cms/s/0/7f000b18-ca44-11e3-bb92-00144feabdc0.html?siteedition=intl#axzz2zX9Myt5t

    Weiters führte der Chefökonom der FT aus:
    „„The giant hole at the heart of our market economies needs to be plugged. Printing counterfeit banknotes is illegal, but creating private money is not. The interdependence between the state and the businesses that can do this is the source of much of the instability of our economies.
    It could – and should – be terminated.”
    – – – – –

    So – dies sollte doch für den Anfang reichen, denke ich. Ich finde die Nebelgranaten, vor allem des Herrn Ott, wehr bezeichnend, denn Sie bestätigten auf entlarvende Weise die totale Unkenntnis der „Ökonomen“.
    Danke dafür.

    • @ Dr. Otmar Pregetter

      Was ich vielen heutigen Professoren vorwerfe ist, dass sie nicht argumentieren, sondern nurmehr zitieren.
      Niemand geht eine Schuld „aus dem Nichts“ ein. Geld ist eine Schuld einer Bank. Auch eine Bank geht keine Schuld „aus dem Nichts“ ein.
      Wenn ich ein Haus kaufe, gehe ich eine Schuld ein – aber ganz bestimmt nicht „aus dem Nichts“. Aber diese Schuld hat vorher nicht bestanden… Nun übernimmt die Bank meine Schuld gegenüber dem Hausverkäufer. Klar ist diese Schuld neu. Und ich schulde der Bank den Kaufpreis.

      Ihre Argumente sind hanebüchen, weil sie einfach nur Zitate sind – und diese Zitate stammen wiederum von Zitaten, die von Zitaten stammen ad nauseam! Das ist moderne Wissenschaft…

      Auch so typisch für viele heutige vermeintlich allwissende, rechthaberische Professoren: „Ich habe mal so ein bisserl quergelesen.“ Das heisst nun nichts anderes, als dass Sie eine vorgefasste Meinung haben und diese verteidigen – und das ist total unwissenschaftlich. Wo kämen wir denn da hin, wenn Sie merken würden, welchen Quatsch Sie all die Jahre verzapft und gelehrt haben!

    • @ Oeconomicus criticus

      Wieso so hysterisch und untergriffig?

      Ich nehme zur Kenntnis, dass Sie die Klarstellung der BANK of ENGLAND:
      “ Money creation in practice differs from some p o p u l a r m i s c o n c e p t i o n s . . . banks do not act simply as intermediaries, lending out deposits that savers place with them…but how those bank deposits are created is often misunderstood: the principal way is through commercial banks making l o a n s.
      Whenever a bank makes a loan. . ., it simultaneously creates a matching deposit in the borrowers bank account, . . . thereby c r e a t i n g n e w m o n e y !”

      offensichtlich nicht verstanden haben, denn es geht einfach darum
      – wie neues Geld e n t s t e h t („creating new money“)
      (das impliziert, dass dieses Geld zuvor NICHT existierte (Buchungszeilen = Geld auf „Vorrat oder Verdacht“ kann man in der Buchhaltung nicht erzeugen!))
      – und dass dies eben dadurch „passiert“, dass private Banken einfach eine Ziffer in ihren Computer tippen . . . und schwupp_die_wupp:
      schon wurde GELD AUS DEM NICHTS frei erfunden!

      Entscheidend ist also die Forderungsseite, weil ja damit der Gläubigerstatus (eben Geld aus Luft) der Bank gegenüber den Kreditnehmern durch den Kreditvertrag begründet wird – anders gesagt:
      – die Kreditnehmer „schulden“ der Bank etwas, was es zuvor n i c h t gab,
      – und auf diese Buchungszeilen AUS DEM NICHTS sollen sie auch noch horrende (wie z.B. beim Überziehungskredit) Zinsen zahlen?!

      It`s easy as that … 😉

      Anmerkung:
      Selbstverständlich teile ich die Ansicht der BANK of ENGLAND, als auch jene von Univ. Prof. Dr. Binswanger (emerit. Univ. Porf. für VWL der Uni St. Gallen) – insbesondere aber auch die klare Position von Martin Wolf, Chefökonomen der FT-New York, und ich habe seinen glasklaren Aussagen:
      “ … Printing counterfeit banknotes is illegal,
      but c r e a t i n g PRIVATE money is n o t ???
      … The interdependence between the state and the businesses that can do this is the source of much of the instability of our economies.
      . . .It could – and should – be t e r m i n a t e d.”
      nichts hinzuzufügen!

      Ihre verqueren Ansichten haben mit den monetären Tatsachen nichts zu tun. Aber das wissen eh alle, die zusammenhängend lesen können.

    • @ Dr. Otmar Pregetter

      „Wieso so hysterisch und untergriffig?“

      Weil all Ihre Argumente von Herrn Dr. Meyer schon längst schlüssig widerlegt wurden, was Sie aber mit Ihrer Querleserei übersehen, und weil Sie selbst in Ihrem Rundumschlag „nicht nur VolkswirtInnen „scheitern“ spätestens hier, obwohl es nur eine Stornobuchung ist“ sich selbst disqualifizieren, während Sie meinen: „disqualifiziert den Autor selbst und es gelang ihm auch, dies nachweislich zu bestätigen…“
      Die Argumente finden Sie unten: https://insideparadeplatz.ch/2015/05/12/vollgeld-vollidiotie/#comment-91604

      „Ihre verqueren Ansichten haben mit den monetären Tatsachen nichts zu tun. Aber das wissen eh alle, die zusammenhängend lesen können.“
      Ich habe keine Ansichten, und schon gar keine verqueren, sondern bringe – im Gegensatz zu Ihnen – buchhalterische Beweise und nicht bloss Zitate.

    • @ Dr. Otmar Pregetter

      Nachtrag:

      Zitat:
      „Entscheidend ist also die Forderungsseite, weil ja damit der Gläubigerstatus (eben Geld aus Luft) der Bank gegenüber den Kreditnehmern durch den Kreditvertrag begründet wird – anders gesagt:
      – die Kreditnehmer “schulden” der Bank etwas, was es zuvor n i c h t gab,
      – und auf diese Buchungszeilen AUS DEM NICHTS sollen sie auch noch horrende (wie z.B. beim Überziehungskredit) Zinsen zahlen?!

      It`s easy as that … “

      Eben, Sie stolpern immer über denselben Fehler und sind anscheinend unbelehrbar! Geld ist nicht der Kredit, sondern die Bank übernimmt im Allgemeinen die Bargeldschuld, die der Kreditnehmer selber eingegangen ist, und welche nicht aus dem Nichts entstanden ist, sondern aus einer Obligation. Der Kreditnehmer nimmt garantiert keinen Kredit auf, um ihn danach unter das Kopfkissen zu legen, sondern um sich etwas zu kaufen.
      Geld ist Fremdkapital der Bank und nicht der Kredit.
      Es wäre wirklich einfach, wenn man einen freien Geist hat! Aber den haben Sie definitiv nicht.

    • Dr. Otmar Pregeter

      Sie behaupten: „Banken erfinden Geld aus dem Nichts“

      Haben Sie auch schon mal was von der Doppelten Buchhaltung gehört?

      D.h. Geld entsteht nur in Relation zu einem Gegenwert.

      Nicht schwer! Oder?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Otmar Pregeter

      Die Bank of England hat im April 2014 lediglich das wiederholt, was ich im September 2013 hier unter dem Titel „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ bereits aufgedeckt hatte (lesen Sie bitte meinen damaligen Beitrag sowie die Nachträge zum angeblichen Geldmengenmultiplikator in meinen diversen Nachträgen anfangs Oktober 2013.

      Insbesondere lesen Sie bitte Nachtrag V vom 6. Oktober 2013

      Dort schrieb ich u.a.

      „Mehr Verwirrung scheint die angebliche „multiple Geldschöpfung“ durch das Bankensystem zu schaffen. Im Film I von Reto Lipp wird behauptet, wenn z.B. eine Frau CHF 10‘000 auf die Bank in Form von Bargeld bringe, so können die Bank damit einen weiteren Kredit von CHF 7‘000 in Form von Buchgeld an Handwerker weitergeben. Das sei „Geldschöpfung“. Aus einer Geldmenge von 10‘000 sei nun eine Geldmenge von total 17‘000 entstanden usw.
      Dagegen wende ich ein, dass der Kredit an die Handwerker nichts mit der vorherigen Einzahlung der Frau zu tun habe. Die Gewährung des Kredits an die Handwerker sei unabhängig von der Bareinzahlung durch die Frau.

      Konklusion: Auch die sogenannte „multiple Giralgeldschöpfung „ trifft nicht zu.

      Diese letztere Argumentation möchte ich nachfolgend detailliert aufzeigen. Ich tue das anhand von Kontenführung mit entsprechenden Buchungssätzen. Nur so ist eine exakte Analyse der Zahlungsvorgänge möglich.

      Ich lade also die Leserinnen und Leser ein, mit mir Papier und Bleistift zur Hand zu nehmen: Wir werden alle Buchungen in Bezug auf ein einfaches Beispiel miteinander durchgehen und am Ende die
      Konten saldieren.

      Resultat: Wir werden sehen, dass es keine „multiple Giralgeldschöpfung“ gibt…

      Die Bank of England kommt also wie die „alte Fasnacht“ hinterher – aber wenigstens kommt sie – im Gegensatz zu unserer Schweizerischen Nationalbank, die immer noch schläft…

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Oeconomicus criticus,

      „Nun übernimmt die Bank meine Schuld gegenüber dem Hausverkäufer. Klar ist diese Schuld neu. Und ich schulde der Bank den Kaufpreis.“

      Banken haben durch das Giralgeldschöpfungsmonopol einen erheblichen Finanzierungskostenvorteil gegenüber Nichtbanken. Durch eine Vollgeldreform wird das heutige Giralgeld (Forderung an eine private Bank) durch Vollgeld (Forderung an Zentralbank) ersetzt.

      Wenn Sie für einen kleinen Augenblick diese Streitfrage sachlich beleuchten (und keine emotionale Zurufe wie @Dr. Meyer for President oder mit Zitaten von Philosofen und Denkern monetäre Zusammenhänge und Fakten versuchen zu widerlegen), dann werden Sie erkennen, dass unter dem monetären Vorteil einer Maßnahme versteht man die Änderung der Differenz von Einnahmen und Ausgaben, die unmittelbar durch die Maßnahme verursacht werden. Der monetäre Vorteil einer Maßnahme muss je nach Wettbewerbsverhältnissen in der Regel teilweise weitergegeben werden. Der daraus resultierende Gewinn ist daher in der Regel (wesentlich) geringer als der ursprüngliche monetäre Vorteil.

      Entsteht aus dem „Nichts“ heißt: Bei der Kreditvergabe oder dem Kauf von Sachvermögen durch die Bank mit Giralgeld entsteht die Forderung (der Nichtbank) und die Verbindlichkeit (der Bank) durch Bilanzverlängerung gleichzeitig, ohne dass diese vorher vorhanden gewesen wären.

      In den letzten 50 Jahren ist die Giralgeldmenge stets angestiegen, d.h. dass die Giralgeldverbindlichkeiten netto nie zurückgezahlt werden mussten. Geld ist ein öffentliches Gut. Der monetäre Vorteil aus der Giralgeldschöpfung sollte daher so wie der monetäre Vorteil aus der Zentralbankgeldschöpfung als Seignoragegewinn dem Staat zufallen.

    • @ „Der Aufklärer“

      Spargelder werden akkumuliert und verzinst. Daher ist eine Rückführung der Verschuldung unmöglich. Das hat allerdings nichts mit der „Geldschöpfung“ und erst recht nichts mit der angeblichen „Geldschöpfung aus dem Nichts“ zu tun, sondern mit der Akkumulation und risikolosen Verzinsung von Geldvermögen. All das ist sehr schön beschrieben in meiner Webseite, wenn man sie sich mal unvoreingenommen zu Gemüte führen würde. Dann wären auch Ihre ewigen Leerlaufdiskussionen überflüssig und man könnte zu produktiveren Vorschlägen übergehen.

      Jetzt haben Sie die Definition „aus dem Nichts“ anscheinend schon mal ein Stück weit angepasst, weil Ihre Theorie sich selbst ad absurdum geführt hat. Wenigstens ein positiver Aspekt, der zeigt, dass die Menschen doch noch lernfähig sind. Klar hat meine Schuld noch nicht bestanden, bevor ich das Haus gekauft habe… Meine Schuld ist natürlich nicht aus dem Nichts entstanden, sondern aus dem Kauf des Hauses – und dieses Haus ist nicht nichts.

      Banken haben mit ihrem Giralgeldschöpfungsmonopol keinen nennenswerten Vorteil, denn Sie können ja auch eine Bank gründen – niemand verhindert das, wenn Sie sich mit Gleichgesinnten zusammentun und das Geld für die Gründung und Eintragung aufbringen. Wenn Sie die gesetzlich nötigen Voraussetzungen erfüllen, steht einer Bewilligung nichts im Weg. Viel Spass also beim „Geld schöpfen aus dem Nichts“!

    • @Oeconomicus,
      „Banken haben mit ihrem Giralgeldschöpfungsmonopol keinen nennenswerten Vorteil, denn Sie können ja auch eine Bank gründen – niemand verhindert das, wenn Sie sich mit Gleichgesinnten zusammentun und das Geld für die Gründung und Eintragung aufbringen. Wenn Sie die gesetzlich nötigen Voraussetzungen erfüllen, steht einer Bewilligung nichts im Weg. Viel Spass also beim „Geld schöpfen aus dem Nichts“!“

      Oeconomicus, schon mal den Spruch gehört: „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ ? Kredit heisst etwas Neues gegen Zins Ex-novo zu produzieren – und – Leihe etwas Bestehendes gegen Miete übertragen.!!! Merken Sie den kleinen aber feinen Unterschied? Wenn ich ihnen, Herr Oeconomicus, als Lieferant Kredit, gebe, dann übertrage ich Ihnen nichts Bestehendes zur Miete, sondern produziere eine Ihren Bedürfnissen massgeschneiderte Leistung.

      Betrachtet man einen einzelnen Kreditnehmer, kann dieser sein Darlehen tilgen. Eine Bank kann jedoch nur Guthabenszinsen zahlen, wenn sie in entsprechender Höhe Schuldzinsen vereinnahmt. Rückgeführte Mittel werden demnach neu vergeben. Sie können dies gut in der Gewinn- und Verlustrechnung einer jeden Bank nachvollziehen. Auch aus den Bankbilanzen kann man es herauslesen. Den Forderungen der Bank (Aktivseite) stehen immer entsprechende Verbindlichkeiten (Passivseite) gegenüber, die Bilanz ist immer ausgeglichen. Wenn wir Geld als Hilfsmittel in unserer arbeitsteiligen Gesellschaft verwenden wollen, sind verschiedene Fragen zu beantworten. Zum Beispiel sollte diskutiert werden, wer Geld ausgibt und wie es in den Umlauf gelangt? Hierum bemühen sich die Vollgeldinitiativen. Nochmals, @Oeconomicus Ihren Bemühungen in allen Ehren, Ihre Zeilen signalisieren mir, dass Sie nicht korrekt zwischen Geld, Zahlungsmittel und Guthaben unterscheiden, das führt zu Ableitungsfehlern. Da Sie nach eigenen Angaben über keinerlei Erfahrung im Bankensektor verfügen, gestatten Sie mir, auf Folgendes hinzuweisen: Der monetäre Vorteil der Banken aus dem Giralgeldschöpfungsmonopol kann nur kalkulatorisch ermittelt werden. Die Berechnung hängt daher immer von kalkulatorischen Annahmen ab. Daher kann der Vorteil immer nur größenordnungsmäßig abgeschätzt werden.

      Der Sachvermögensmarkt wird weitgehend von den Nichtbanken bestimmt. Gegenüber den Nichtbanken haben die Banken aber den Vorteil aus der Giralgeldschöpfung. Weil die Banken auf diesem Markt eine Minderheit darstellen müssen sie aber diesen Vorteil nicht nur in der Praxis sondern auch theoretisch nur in geringem Umfang weitergeben.

      Am Wertpapiermarkt sind sowohl Banken als auch Nichtbanken in großem Umfang beteiligt. Banken müssen den Vorteil aus der Giralgeldschöpfung daher nicht nur in der Praxis sondern auch theoretisch nur teilweise weitergeben.

      Wenn man von monetären Vorteil aus der Giralgeldschöpfung spricht, heisst dass: Erhöhung der Nettogiralgeldmenge. Um es an einem praktischen Beispiel zu verdeutlichen. Unterscheidung zwischen GB und Investmentbanken.

      IB: Je höher der Anteil des Eigengeschäftes am Gesamtgeschäft (Kreditgeschäft und Eigengeschäft) ist, desto geringer wird also der unmittelbare Wettbewerb im Durchschnitt, umso größer ist der Anteil am monetären Vorteil aus der Giralgeldschöpfung, den die Banken als Gewinn einbehalten können und nicht in Form von höheren Einkaufspreisen weitergeben müssen. Bei GB liegt der Eigengeschäftsanteil in der Größenordnung von 20 – 25 %. Bei Banken im Investmentgeschäft liegt dieser Anteil weit über 50 %.

      Betrachten Sie es aus der Warte, dass letztendlich ist jeder Vertrag zweiseitig, und ihn nur von einer Seite aus zu betrachten, führt zu falschen Schlüssen.

  62. @ Marc Meyer, Dr.

    Wobei, lieber Herr Dr. Meyer, zur Ehrenrettung unser beider Profession – ich halte zB recht viel von Wirtschaftsgeschichtlern.

    Was ich daher dem Volk empfehlen würde, wäre, erst einmal eine unabhängige Wirtschaftshistoriker-Kommission der Regierung wie dem Parlament zur Seite zu stellen.

    Nachdem eh ein Grossteil unserer Gesetzgebung wirtschaftliche Aspekte betrifft – bis ‚runter zum Scheidungsrecht.. ;-))

    Und bei jedem Gesetz, welches die neu einführen wollen, vorzugsweise solchen, die klammheimlich oder gar offiziell von Brüssel respektive der USA übernommen werden, würde ich die Kommission prüfen lassen, ob das schon mal so oder ähnlich in der Menschheitsgeschichte probiert wurde. Und natürlich auch rückwirkend für, sagen wir mal, die letzten 25 Jahre.

    Und ich garantiere Ihnen: Bei 99% ALLER diesbezüglicher Gesetze käme die Kommission zum Schluss, das das in der Tat so war, meist zig-fach, und dass ES NIE GEKLAPPT hat ..

    Und dann müsste sich Regierung wie Parlament rechtfertigen, warum sie das dann trotzdem erneut wieder einführen wollen. Also, für’s Protokoll natürlich nur noch :-))

    Glauben Sie mir, wir würden eine richtig freiheitliche Nation werden..

    • Aber gerade der Historiker Tobias Straubhaar hat doch wesentliche Mitschuld am Mindestkursdebakel det SNB.
      Er hat doch diesen immer wieder öffentlich gutgeheissen.

      Mögen Sie sich noch erinnern?

      Freundliche Gruesse

      Marc Meyer

    • @ Meyer Marc Dr.

      Stimmt, ich vergass.. Vielleicht doch keine so gute Idee.. ;-))

      Und schliesslich haben wir als Volk ja sicher auch viel mehr Spass, wenn jede, wirklich jede Regulierung aus Brüssel, USA, OECD, etc. erst einmal tüchtig bei uns eingeführt wird, bevor wir als Volk diese Zeitbomben dann wieder mühsam entschärfen dürfen.. ;-))

  63. Lieber Jürgen Ott,

    ich bin immer wieder erstaunt, dass Ökonomen wie Sie wirklich NULL Ahnung in Sachen Geldschöpfung haben. Anstelle einer Erwiderung möchte ich einfach die Deutsche Bundesbank zitieren:

    „Im Schülerbuch „Geld und Geldpolitik“ wird unterstellt, dass bei der Kreditvergabe einer Bank generell neues, die Geldmenge erhöhendes Buchgeld geschaffen werde. Ist das zwingend? Kann die Bank nicht auch altes, schon früher geschaffenes Geld, z. B. Spareinlagen, weiterreichen, wodurch die volkswirtschaftliche Geldmenge nicht erhöht wird? Die Refinanzierung durch Spareinlagen ist doch gängige Praxis der Banken.

    Tatsächlich wird bei der Kreditvergabe durch eine Bank stets zusätzliches Buchgeld geschaffen. Die weitverbreitete Vorstellung, dass eine Bank „auch altes, schon früher geschöpftes Buchgeld, z.B. Spareinlagen, weiterreichen“ (könne), wodurch die volkswirtschaftliche Geldmenge nicht erhöht wird, trifft nicht zu. … Die Spareinlage wird also nicht „weitergereicht“, es kommt vielmehr durch die Kreditvergabe zu Geldschöpfung.“

    Sie können das selber gern HIER nachlesen:

    http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/FAQ_Listen/faq_zum_thema_geldschoepfung.html?docId=322134#322134

    Damit dürfte alles gesagt sein.

    • @ Sebastian Kunze

      Nein es ist nichr alles gesagt.

      Sämtliche Lehrbücher behaupten, dass bei der Geldschöpfung die Zentralbank gunstiges Geld in die Wirtschaft pumpe.Günstig in dem Sinn, dass die Notennank darauf einen tiefen Zinssatz verlange.

      Das ware dsnn ein Aktivkredit det Notenbank an die Banken, welche diesen Kredit weiterreichen (Geldmengenmultiplikator)).

      Dad ist falsch. Geld ist nicht ein Aktiv- , sondern ein Passivkredit des Geldemittenten.

      Sehen sie den Fehler?

      Freundliche Gruesse

      Marc Meyer

    • Richtig Herr Kunze.
      Natürlich schöpfen Privatbanken Geld aus dem Nichts. Ganz Klar. Allerdings nicht unbegrenzt möglich.
      Begrenzt durch:
      – die Mindestreservepflichten der Banken (Verhältnis der Sichtguthaben der
      Bank bei der Zentralbank zu täglich fälligen Verbindlichkeiten der Bank)
      – Begrenzungen durch die Höhe des Eigenkapitals der Banken (Verhältnis von
      Eigenkapital zu vergebenen Krediten)
      – Liquiditätserfordernisse der Banken
      – Liquiditätspräferenzen der Kunden

      Hier ein paar Quellen die das stützen:
      — Knuth Wicksell hat im Jahre 1898 in seinem Hauptwerk Geldzins und Güterpreise ein reines Kreditsystem ganz ohne Bargeld beschrieben.
      Ihm war bereits klar, dass das Bankensystem als Ganzes die Kreditmenge theoretisch unbegrenzt ausweiten kann
      http://de.wikipedia.org/wiki/Knut_Wicksell
      —Wicksell, J. G. Knut (2006) [1898]: Geldzins und Güterpreise. München: FinanzBuch Verlag
      —Moore, Basil (1988): Horizontalists and verticalists: the macroeconomics of credit money. Cambridge: Cambridge University Press
      —Palley, Tom (1996): Post-Keynesian economcis: debt, distribution, and the macro economy. Basingstoke: Palgrave Macmillan
      —Wray, L. Randall (2012): Modern Monetary Theory: A Primer on Macroeconomics for Sovereign Monetary Systems. Basingstoke: Palgrave
      Macmillan
      —Lehrbuch Makroökonomik: N. Gregory Mankiw, Klaus Dieter John (Übersetzung)
      Schäffer Poeschel 2011
      —Bank of England (2014): Money creation in the modern economy: an introduction Video auf youtube.com
      —Blanchard, Olivier und Gerhard Illing (2009): Makroökonomie. 5., aktualisierte und erweiterte Auflage. München: Pearson Studium
      —Knapp, Georg Friedrich. 1905. Die staatliche Theorie des Geldes. Leipzig: Von Duncker und Humblot
      —McLeay, Michael, Amar Radia und Ryland Thomas (2014a): Money creation in the modern economy. Bank of England Quarterly Bulletin
      2014 Q1

    • @Marc Meyer

      Ich zitiere: „Nehmen wir an, Sie haben Geld auf Ihrem Konto, und da Sie es nicht abheben, verleiht es die Bank an Ihren Nachbarn weiter.“

      Eben das macht die Bank nicht. s. BuBa

      Nächstes Zitat: „Und es bedeutet logischerweise, dass Banken eben gerade keinen Kredit, also kein Geld im Allgemeinen “drucken”, und sie “schöpfen” auch keinen/keines.“

      Doch – genau das machen Banken bei Kreditvergabe. Sie schöpfen Geld aus dem Nichts durch eine sog. Bilanzverlängerung.

      „Sämtliche Lehrbücher behaupten, dass bei der Geldschöpfung die Zentralbank günstiges Geld in die Wirtschaft pumpe. Günstig in dem Sinn, dass die Notenbank darauf einen tiefen Zinssatz verlange.“

      Dann sind alle Lehrbücher, die Sie kennen, zumindest an dieser Stelle fehlerhaft. Zentralbankgeld kommt NIE in der Wirtschaft an. Es zirkuliert ausschließlich zwischen der Zentralbank und den Geschäftsbanken. Die Geschäftsbanken brauchen das Zentralbankgeld, um ihrer Mindestreserveverpflichtung nachzukommen.

      Lesen Sie in Ruhe die Darstellungen der Bundesbank, insbesondere auch im Schülerbuch „Geld und Geldpolitik“. Da sind die Vorgänge ganz sauber und verständlich erklärt.

    • @ Dr. Meyer.

      Mit Verlaub – die BANK OF ENGLAND hat in ihrem Bulletin Quater 1 /2014 explizit festgestellt, dass es

      a.) keinen Geldmultiplikator gibt
      b.) und dass a l l e Vorstellungen wie das Geld entsteht, auf …“popular misconceptions“ … beruht,
      und die BoE hat völlig Recht!

      Kennen Sie nicht mal diese Klarstellung?
      „Money creation in practice differs from some popular misconceptions – banks do not act simply as intermediaries, lending out deposits that savers place with them…but how those bank deposits are created is often misunderstood: the principal way is through commercial banks making l o a n s!
      Whenever a bank makes a loan. . ., it simultaneously creates a matching deposit in the borrowers bank account,

      . . . thereby creating new money!”

      Ihre rudimentären Buchhaltungskenntnisse bestätigt ihre Aussage:
      „Dad ist falsch. Geld ist nicht ein Aktiv- , sondern ein Passivkredit des Geldemittenten“.
      Bekanntlich gibt es immer 2 Seiten – wieso „vergessen“ Sie auf die Aktivseite = Forderung der Bank A / die ja der (Kredit-)Verbindlichkeit an den Kunden Z gegenübersteht?

      Mal davon abgesehen, dass der Buchungssatz vonseiten der Banken:
      Forderung Kunde X / Verbindlichkeiten Kunde X
      bei der Geldschöpfung aus dem Nichts a l l e n Kriterien einer ordnungsgem. Rechnungswesens widersprechen (in einem Buchungssatz kann ja nicht ein Akteur (die Bank) gleichzeitig Gläubiger und Schuldner sein…) war das Geld = Buchungszeile (Buchgeld) ja NICHT zuvor vorhanden – denn keine Bank kann auf „Vorrat“ Buchungszeilen generieren … genausowenig wie Sie sich eine „Frisur“ auf Vorrat bestellen und dann per Boten abholen können 😉
      Zumindest dies sollte Ihnen klar sein!

      Würden Banken nur die Spareinlagen der Kunden weiterreichen, so gäbe es ja keine Bilanzverlängerung – sondern einen Aktivtausch, wenn der z.B. Kredit in Bar abgehoben wird:
      – Forderung Kunde X (Kreditnehmer) /
      Kassa Bank A.
      In diesem Fall handelt es sich im Vollgeld, weil sich die Bank A das Bargeld z u v o r von der Zentralbank „klaufen“ musste – und es dann wiederum in bar an den Kreditnehmer X weitergibt (Sie können auch das Verbindlichkeitkonto – Kunde X dazwischenschalten, welches aber bei der Barabhebung aufgehoben/storniert wird).

      Ist dies wirklich so schwer zu verstehen?

    • @ Sebastian Kunze

      Ja, ist das denn wirklich so schwer ?! Sie sagen’s doch selber: Bilanzverlängerung. Buchungssatz: „Forderung an Verbindlichkeit“.

      Wo, zum Donnerwetter, wird da Geld geschöpft ?! Sie schauen nur auf die Forderungsseite. Wie alle „Laien“, die das Kreditwesen, das Giralgeld kritisieren; und verteufeln.

      Ja, da wird ein Kredit vergeben. Aber im gleichen Atemzug wird doch auf der Passivseite durch die Bank eine Schuld eingegangen (auf Auszahlung von ZB-Geld).

      Da wird Geld = Kredit im selben Umfang simultan wieder vernichtet ! Das ist ein Nullsummenspiel ! Das gleiche Doppelpack entsteht beim Kreditnehmer (sieht man mal von den Zinsen ab) !

      Lesen Sie sich mein Beispiel zum Autokredit unten bitte durch; wenn’s denn sein muss, bitte ein dutzend‘ mal, und laut – von mir aus:

      Eine Bank tritt nur als „Vermittler“ zwischen Autokäufer und Autohändler. Und kassiert dafür den Spread. Und behält das Auto als Sicherheit.

      Wenn irgendwo Geld bzw. Kredit geschöpft wird, dann durch den Händler an den Käufer bzw. durch den Händler an die Bank (eben als Forderung auf Auszahlung von ZB-Geld).

      Ihre ganze Kritik -zT. bis hin zur Gehässigkeit gegenüber Kreditbanken seitens Vollgeldler- schiesst ins Leere. Weil Sie nur „einseitig“ denken (können ?)..

    • @ Dr. Otmar Pregetter

      Dass Sie und Ihr Kollege Hörmann die Welt auf den Kopf stellen, ist bekannt.

    • @ Dr. Otmar Pregetter

      Zitat:
      „. . . thereby creating new money!”“
      Zitatende.

      Hat Herr Dr. Meyer denn je etwas anderes gesagt? Aber wenn man halt nur rudimentäre Buchhaltungskenntnisse hat, wie anscheinend Sie, merkt man halt nicht, dass Geld eine Bankschuld ist und meint, es sei ein Vermögenswert. Auch Sie können jederzeit eine Schuld eingehen, Herr Dr. Pregetter.

      Zitat:
      „Ihre rudimentären Buchhaltungskenntnisse bestätigt ihre Aussage:
      “Dad ist falsch. Geld ist nicht ein Aktiv- , sondern ein Passivkredit des Geldemittenten”.
      Bekanntlich gibt es immer 2 Seiten – wieso “vergessen” Sie auf die Aktivseite = Forderung der Bank A / die ja der (Kredit-)Verbindlichkeit an den Kunden Z gegenübersteht?“
      Zitatende.

      Die rudimentären Buchhaltungskenntnisse sind also eindeutig bei Ihnen zu suchen, denn auf der Aktivseite schöpft keine Bank Geld.

      Zitat:
      „Mal davon abgesehen, dass der Buchungssatz vonseiten der Banken:
      Forderung Kunde X / Verbindlichkeiten Kunde X
      bei der Geldschöpfung aus dem Nichts a l l e n Kriterien einer ordnungsgem. Rechnungswesens widersprechen (in einem Buchungssatz kann ja nicht ein Akteur (die Bank) gleichzeitig Gläubiger und Schuldner sein…) war das Geld = Buchungszeile (Buchgeld) ja NICHT zuvor vorhanden – denn keine Bank kann auf “Vorrat” Buchungszeilen generieren … genausowenig wie Sie sich eine “Frisur” auf Vorrat bestellen und dann per Boten abholen können
      Zumindest dies sollte Ihnen klar sein!“
      Zitatende.

      Wenn jemand eine Schuld eines Kunden übernimmt, dann wird er gleichzeitig Gläubiger dieses Kunden und Schuldner des Gläubigers des Kunden. Aber das widerspricht für einen Professor wie Sie natürlich allen Kriterien ordnungsgemässer Buchführung. Zumindest das sollte Ihnen klar werden.

      Gehen Sie, und besuchen Sie einen Einführungskurs in Buchhaltung, Herr Dr. Otmar Pregetter, Sie haben sich nun genug lächerlich gemacht in diesem Forum.

      Zitat:
      „In diesem Fall handelt es sich im Vollgeld, weil sich die Bank A das Bargeld z u v o r von der Zentralbank “klaufen” musste – und es dann wiederum in bar an den Kreditnehmer X weitergibt (Sie können auch das Verbindlichkeitkonto – Kunde X dazwischenschalten, welches aber bei der Barabhebung aufgehoben/storniert wird).

      Ist dies wirklich so schwer zu verstehen?“
      Zitatende.

      Ja, genau, Ihre Blamage ist damit perfekt. Und wenn die Bank Zentralbankgeld klaufen muss (das heisst auf Schweizerdeutsch „stehlen“), und dieses dann dem Kreditnehmer auszahlt, welcher es seinem Lieferanten aushändigt und welcher es dann seinem Konto gutschreiben lässt, dann entsteht neues Buchgeld. Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Wo haben Sie eigentlich studiert? Ach ja, in den USA – von dort her kommen all die hirnrissigen Theorien, die Europa in den Abgrund reissen sollen. Nochmals, Herr Dr. Otmar Pregetter, besuchen Sie einen Einführungskurs in Buchhaltung – Ihre Unwissenheit ist Zum-Sich-Die-Haare-Raufen!

    • @Sebastian Kunze

      Sehr geehrter Herr Kunze

      Bitte lesen Sie meine Texte zuerst korrekt und legen Sie mir nicht Zitate in den Mund, die ich genau widerlegt habe.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Heinz Kremsner

      Nein, Banken schöpfen nicht Geld aus dem Nichts.

      Sie haben die Doppelte Buchhaltung leider immer noch nicht begriffen ( wie die SNB auch).

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Dr. Otmar Pregetter

      Sehr geehrter Herr Doktor Pregetter

      Bitte lesen Sie zuerst einmal meine Beiträge und Kommentare korrekt, bevor Sie hier Ihre Polemik zum Besten geben und mir meine Argumente als Gegenargumente präsentieren.

      Zudem hat die Bank of England nur das wiederholt, was ich vor bald 2 Jahren hier auf Inside Paradeplatz aufgedeckt hatte.

      Würde die Bank of England sich wissenschaftlich korrekt verhalten, so hätte sie mich zitieren müssen.

      Lesen Sie bitte meinen Beitrag auf Inside Paradeplatz vom September 2013 und dort auch die diversen Nachträge, insbesondere jenen vom 6. Oktober 2013.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  64. Herr Ott: Ich finde es erstaunlich dass es immer noch Leute wie Sie gibt die bis heute nicht begriffen haben wie die Finanzkrise ausgelöst wurde. Und ihr Link dahin von Jörg Janssen: der kapiert es überhaupt nicht.
    in Stichworten wie es war:
    – Banken sind grundsätzlich daran interessiert ihre Kredittätigkeit auszuweiten. Je mehr Kredite vergeben (Hypotheken) um so mehr verdienen sie.
    – die Banken begannen mit Lobbiing Präsident William Bill Clinton zu beeinflussen Hypo-Kredite grosszügiger zu vergeben (um mehr daran zu verdienen). Er übernahm das (der Kongress stimmte zu)
    – Fannie Mae und Freddie Mac gaben/geben selbst keine Hypotheken. Sie kaufen Hypotheken von Banken/Kreditgebern und verpacken sie zu Anleihebündel. Diese wurden/werden an Investoren auch aus dem Ausland verkauft, wobei Fannie Mae und Freddie Mac die Hypotheken garantieren.
    —– diejenigen die die Kredite vergaben waren also die Banken – NICHT Fannie Mae und Freddie Mac !!!! Somit stehen die Schuldigen fest: es sind eindeutig die Banken. DIE BANKEN waren es. Gierig — je mehr Kredite vergeben um so mehr wird verdient.
    – Man kann Fannie Mae und Freddie Mac den Vorwurf machen sie hätten bestimmte Kredite nicht übernehmen sollen . Das ist richtig . Das war ein Fehler den Schrott den die Banken anboten zu übernehmen.
    Im übrigen sind ihre weiteren Auslassungen obskur ebenso die die von Hr Meyer.

    • @ Heinz Kremsner

      Ich akzeptiere jede ernst gemeinte Meinung. Selbst wenn ich sie nicht teile. Wobei ich mir beim Vorwurf der Obskurität schon wieder nicht mehr sicher bin, ob ich Ihre Meinung ernst nehmen soll..

      Sie sind der vom Vimentis-Dialog, richtig ? Tja, ich hätte da eine richtig nette story für Sie gehabt – sorry .. ;-))

  65. @ Marc Meyer, Dr.

    Lieber Herr Dr. Meyer

    Was erwarten Sie denn ? Dann müssten die doch allesamt zugeben, welchem akademischen Quatsch sie bislang nachgehechelt sind. Bzw. – meine Meinung- was da alles so im Hintergrund zu wessen Gunsten abgelaufen ist..

    Nein, es ist gut, dass diese Diskussion im Internet abläuft. Auf solchen Plattformen.

    Und es werden die mitlesenden Bürger sein, die Bürger Europas, nicht nur hierzulande, die all diese Betrügereien seitens der Investementbanken, diesen akademischen Schwindel seitens der Professorenschaft, die sinnlose Geld-, sprich Schuldenproduktion seitens sämtlicher ReGIERungen usw. irgendwann schlicht satt haben.

    Und diesen Mist dann über Bord werfen werden.

    Nur, müssen wir uns dazu noch ein paar Quartale gedulden. Mit dem Eintritt in die kommenden Weltrezession 2016-2020 wird das losgehen. Und mit dem Eintritt oder Peak der kommenden Staatsschuldenkrise 2017, und damit auch der nächsten Banken- und Währungskrise, einen Höhepunkt erleben.

    Schade, dass wir es immer wieder auf’s Neue durchleiden müssen.

    Aber unser Schicksal scheint eben in der Tat ein Shakespear’s play zu sein – die Jahrhunderte hindurch ..

    • ..den Dramaturg hinten natürlich mit einem „e“ – bevor „meine Gruppe“ sich wieder beschwert .. ;-))

    • @Dr. Jürgen Ott

      Lieber Herr Doktor Ott

      Danke.

      Hoffen wir, die Ökonomen, Professoren und Notenbanker, werden vernünftig ind sehen ihre Irrlehre ein, bevor der Schaden zu gross wird.

      Det 15. Januar 2015 war das Eigeständnis det SNB, dass die unendliche Gelschöpfung aus dem Nichts eine Irrlehre ist.
      Leider steht die SNB nun wieder nicht dazu und verbreitet weiter ihre Irrlehre.

      Auch die Vollheldinitianten sollten iht Irrtum nun emdlich einsehen.
      Die Hoffnung stirbt zuletzt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  66. @Professorenschaft im Fach Wirtschaft und Nationalbank

    Sehr geehrte Damen und Herren Professorinnen und Professoren

    Empfinden Sie es nicht als Armutszeugnis, dass diese eminent wichtige Diskussion über die sogenannte märchenhafte „Geldschöpfung aus dem Nichts“ hier auf Inside Paradeplatz stattfinden muss, weil Sie an ihren Universitäten sämtliche Kritik an der SNB unterdrücken?

    Es ist auch ein Armutszeugnis für unsere Nationalbank, dass sie ausschliesslich jenen Professoren einen lukrativen Job in ihrem Unternehmen anbietet, sei es als Direktionsmitglieder, sei es als Berater, sei es als Bankrat, welche die unsinnigen Theorien der SNB verbreiten helfen?

    Auch die wissenschaftlichen Zeitungen (finanziert mit Steuergeldern) in der Schweiz werden kontrolliert von der SNB (z.B. Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik).

    Wer es wagt, die Geldtheorie der SNB zu kritisieren ist „weg vom Fenster“. Die SNB hat einen „langen Arm“.

    Das repressive Verhalten der SNB und ihrer Professorenschaft gegen analytische und kritische Stimmen ist eine Schande für unsere Demokratie.

    Bezeichnend ist der grosse Anteil an anonymen Kommentaren hier. Das zeigt, wie gross die Angst ist, die SNB öffentlich zu kritisieren.

    Die SNB hält es nicht einmal für nötig, zu dieser Diskussion hier bezüglich phantastischer „Geldschöpfung aus dem Nichts“ Stellung zu nehmen.

    Danke an Lukas Hässig von Inside Paradeplatz, der die Diskussion hier ermöglicht.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  67. @ Dieter Krause

    Erst einmal Danke für die zunehmenden Zuschriften aus dem grossen Nachbarkanton.

    Doch muss ich gestehen, dass ich Ihrem Pamphlet nicht genau entnehmen kann, was Sie mir eigentlich sagen bzw. vorwerfen wollten – Sie vielleicht ?!
    Ausser die persönlichen Nettigkeiten – die haben Sie klar und deutlich formuliert, vielen Dank dafür ;-))

    Aber egal, ich bedanke mich jedenfalls für die Steilvorlage „Greenback“:

    Was Sie vielleicht nicht wissen oder zumindest unberücksichtigt liessen – woher der Name denn kam ?!

    Denn in der Tat war es der Bürgerkrieg (wieder einmal), der dazu führte, dass Amerika seinen damaligen Gold-Standard aufgab (ja: bewusst aufgab) und stattdessen Papiergeld einführte und einfach wild d’rauf los druckte.

    Und ja, „druckte“ – das gab es damals wirklich. Wobei sich zu heute da wenig geändert hat:

    Unser lieben Amerikaner drucken heute eben ihre 19 Billionen Staatsanleihen und finanzieren damit ihre (inzwischen) weltweiten Kriege. Da sind wir uns beide sogar einig, nicht wahr Herr Krause ?!

    Jedenfalls wurde das neue Geld, dessen Kaufkraft so schnell schwand, wie es gedruckt wurde, nicht akzeptiert. Worauf man Zinscoupons auf seine Rückseite druckte !

    Sogar Zinseszinscoupons, sprich je länger die Leute das Geld horteten und nicht ausgaben, desto mehr Zinsen erhielten sie (analog übrigens -nur eben gegenteilig- zur linken Idee des Schwundgelds, aber das nur am Rande).

    Und der Unterschied zum anderen Papiergeld war schlicht, dass dessen Rückseite vorher „leer“ bedruckt war, „grün“ eben.

    Was heisst – damals wurde Geld in Umlauf gebracht, welches Zinsen versprach und abwarf. Quasi ‚Währung‘ in Form umlaufender Inhaberobligationen.

    UND GENAU DA sind heute wieder – also seit Ende Bretton Woods (s.weiter unten):

    Weil ALLE STAATSANLEIHEN seither bei jeder Zentralbank als Sicherheit beliehen werden dürfen.

    Jede Staatsanleihe landet also über kurz oder lang bei der Zentralbank, worauf die im Gegenzug Währung ausgibt. Und das Volk zahlt dafür Zinsen. Und deswegen machen aufgelaufenen Zinsen heute zw. 60% und 80% ALLER STAATSSCHULDEN im Westen aus. Toll, nicht wahr ?

    Wobei, es war nicht die FED, wie Sie unterstellen. Die FED hatte ursprünglich das Design, welches ich weiter unten kurz skizierte. Welches vernünftig war.

    Es war die AMERIKANISCHE REGIERUNG, die ihr ab dem ersten Weltkrieg befahl, statt in regionale Unternehmensanleihen in die Staatsanleihen zu investieren. Und es war dieselbe Regierung, die ihr im zweiten Weltkrieg sogar befahl, selbige zum Nominalwert aufzukaufen, obwohl der Marktpreis der US-Staatsanleihen da längst im Keller war.

    Hallo ?! Verstehen Sie jetzt, warum ich Ihnen eingangs unterstellte, ob Sie überhaupt wüssten, was Sie mir vorwerfen wollten .. ?!

    Denn, was Regierungen mit ihren Zentralbanken heute machen, ist quasi NICHTS ANDERES als was 1862 in Amerika passierte.

    Und genau daran werden wir in den kommenden Jahren furchtbar leiden müssen – an den überbordenden, völlig ungedeckten und ständig prolongierten Staatsschulden ! Nur, damit die Geldmenge weiter wächst, und wir insofern keine Deflation kriegen. Aber dafür nunmehr zw. 60% und 80% Zinsschulden an der Backe haben !

    Das ist UNSER ALLER Problem.

    Wenn man nur gedruckt hätte – also keine Zinsen gezahlt für diese Währungsausgabe, dann hätten wir jetzt zw. 60%p. – 80%p. WENIGER Staatsschulden im WESTEN !

    Geht das eventuell auch in irgendwelche „ideologisch verstaubten Gehirne“ in Deutschland ‚rein ?!

    • Sorry, korrigiere mich – ich wollte Herrn „Krause“ eigentlich in Anführungszeichen setzen.. Nicht wahr, mein Lieber ?! ;-))

    • ..und noch ein Korrigenda: Es war 1863, nicht 1862, sorry..

  68. Korrigenda:

    @IT_Daniela

    Entschuldigung – da ist mir beim Kommentar an IT_Daniela, gleich unten, wirklich beim Einstieg eine unglückliche Argumentation passiert.

    Ich möchte diesen Kommentar deshalb nochmals kurz verbessert schreiben:

    Nehmen wir an, Kunde A bringe 100’000 Franken in Form von Banknoten auf die Bank

    Buchung aus Sicht der Bank:

    Kasse / Girokonto Kunde A CHF 100’000

    Nun möchte Kunde B einen Hypothekarkredit von CHF 100’000 aufnehmen. Dieser Kredit wird im gewährt, wenn er kreditwürdig ist und der Wert des Hauses entsprechend höher ist.

    Die Gewährung dieses zweiten Kredits hat nichts mit der Einzahlung von Kunde A zu tun. Die Bank schafft neues Geld. Sie leiht dem Kunden B nicht das Geld von Kunde A aus.

    Ob Kunde B diesen Kredit erhält, hat nichts mit der vorherigen Einzahlung von Kunde A zu tun. Kunde B erhält nicht das Geld von Kunde A.

    Die Bank schafft gegenüber Kunde B neues Geld – nicht aus dem Nichts, sondern gegen die Sicherheit des Hauses.

    Das Geld von Kunde A, die Banknoten, ist jetzt ein Kredit der Bank an die SNB, solange die Bank das Geld in der Kasse hält.

    Die SNB behauptet, eine Bank leihe das Kapital, das sie von Kunde A erhalten habe an Kunde B weiter aus. Das ist falsch.

    Warum?

    Es entsteht neues Geld. Nicht aus dem Nichts, sondern gegen Sicherheit des Hauses.

    So – ich hoffe, es ist jetzt klarer geworden.

    Detaillierte Buchungssätze finden Sie im Beitrag: „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  69. Sie haben NULL AHNUNG von Geldschöpfung und Makroökonomie, Herr Ott! Bei Ihnen kann man sehen, wie im Ökonomiestudium (und in Private Banking) die Gehirne ideologisch verstaubt werden. – Ich will es kurz machen: Können Sie mir eigentlich mal sagen, wo die Chinesen das ganze Geld für ihren phänomenalen Aufschwung seit 1980 herhaben (jährliches Wachstum um ca. 10%)? Es hat erst mal der Staat – über seine Staatsbanken – gedruckt (weil im Land gar nicht soviele Ersparnisse vorhanden waren)! Und es dann in den Wirtschaftskreislauf eingespeist. Genau das also, was vor allem Großbanken vor der Krise (und vor allem auch zur Behebung der Krise) im Westen auch getan haben: Permanent Geld gedruckt, weil die bankfinanzierten Immobilien in den USA (für deren Bau und Kauf auch in der Schweiz ca. 60% des Geldes aufgewandt wird, das die Banken in Summe verleihen) ständig im Wert gestiegen sind! Jährlich bis zu 20%! Die einzelne Bank interessiert nur diese Werthaltigkeit. Je nachdem, wie risikoaffin sie ist, finanziert sie dann den Käufer oder Bauherren auch über 100% (wie z.B. in den USA oder in Irland). HIER wird also das meiste Geld der Banken geschaffen, dass dann über die „Verpackungen“ der Großbanken aus den USA in die ganze Welt transferiert wurde! Wenn Sie für diesen Müll ein AAA-Rating haben, konnten sie – ohne Probleme mit der Bankenaufsicht zu bekommen – sich enorm viel diesen Schrottpapieren, die die Banken dann MIT NEU GESCHAFFENEM GELD bezahlt haben, in ihre Bilanz legen! So geschehen z.B. bei den deutschen Landesbanken. Und wo haben die Chinesen das gelernt? Bei dem Mann hier:

    Lincolns Geldschöpfung ohne Kredit , die »Greenbacks«
    Lincolns währungspolitischer Durchbruch
    Die damaligen Bankiers hatten Lincolns Regierung die Pistole auf die Brust gesetzt und versuchten es genauso mit Erpressung, wie es heute die Wall Street mit unserem Kongress tut. Die Nordstaaten brauchten damals dringend Geld, um einen Krieg führen zu können, und die Bankiers waren auch durchaus gewillt, der Regierung das nötige Geld zu leihen, aber nur unter der Bedingung, die einer räuberischen Erpressung gleichkam – zu wahrhaft atemberaubenden Zinssätzen von 24 bis 36 Prozent. Lincoln begriff, dass das die Nordstaaten in den Bankrott treiben würde und bat daher einen Vertrauten, die Sache zu untersuchen und eine Lösung zu finden. Wie sich hinterher herausstellte, gab dieser Freund, Oberst Dick Taylor aus seinem Heimatstaat Illinois, einen Rat, der wahrscheinlich der beste war, der je einem amtierenden US-Präsidenten erteilt wurde: Die Union habe, so Taylors Ratschlag, das verfassungsmäßige Recht, ihre Finanzprobleme dadurch zu lösen, dass ihre Vertretung – eine souveräne Regierung – ihr eigenes Geld druckte. Taylor wörtlich:
    »Veranlassen Sie den Kongress, ein Gesetz zu verabschieden, das die Regierung befugt, Noten des Schatzministeriums zu drucken, die vollgültige gesetzliche Zahlungsmittel sind … und mit diesen Noten bezahlen Sie ihre Soldaten, und mit ihnen führen und gewinnen Sie auch den Krieg. Wenn Sie diesen Noten den kompletten Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels geben …, dann sind sie voll und ganz durch die Regierung gedeckt und sind so gut wie jedes andere Geld auch; schließlich gibt die Verfassung dem Kongress das ausdrückliche Recht dazu.«
    Diese Noten, die sogenannten »Greenbacks«, waren tatsächlich so gut wie die damaligen Banknoten der Bankiers. Beide Papiere wurden auf einer Druckerpresse hergestellt, wobei die Banknoten dadurch einen Anstrich von Legitimität erhielten, dass sie von Gold »gestützt« wurden. Der Haken an der Sache war allerdings der, dass diese Deckung auf dem System der »Mindestreserve« basierte, was bedeutete, dass die Bankiers nur einen kleinen Teil des Goldes vorrätig hatten, der zur Deckung aller vergebenen Kredite – d.h. der von ihnen in Umlauf gebrachten Banknoten – nötig gewesen wäre. Dieser Trick namens »Mindestreservesystem« wird heute noch immer benutzt, um den Eindruck zu erwecken, dass Bankiers etwas anderes verleihen als bloße Schulden (Kredite), die sie per Buchungseintrag in ihren Büchern erzeugen. (1)

    Lincoln nahm den Ratschlag von Oberst Taylor an und finanzierte den Krieg durch den Druck von Papiergeld, das durch den Kredit der US-Regierung gedeckt war. Diese gesetzlichen Zahlungsmittel, die US-Banknoten oder Greenbacks, repräsentierten Belege für Arbeiten und Güter, die den Vereinigten Staaten geleistet bzw. an sie geliefert wurden. Die Greenbacks wurden an Soldaten und Zulieferer ausgezahlt und konnten gegen Güter und Dienstleistungen eingetauscht werden – entsprechend ihrem Wert für die Gemeinschaft bzw. Gesellschaft. Mithilfe dieser Greenbacks konnte die Union nicht nur den Krieg gewinnen, sondern auch eine ganze Periode wirtschaftlicher Expansion finanzieren. Lincolns Regierung schuf den größten Industriegiganten, den die Welt bis dahin gesehen hatte. In den USA wurde eine Stahlindustrie aufgebaut, ein kontinentales Eisenbahnsystem geschaffen und ein neues Zeitalter eingeleitet. Die Produktion von landwirtschaftlichen Maschinen und preiswerten Werkzeugen wurde gefördert, ein kostenloses System von Erziehung und höherer Bildung wurde eingeführt. Außerdem unterstützte die US-Regierung alle Zweige der Wissenschaften, errichtete eine Bergbaubehörde und erhöhte die Arbeitsproduktivität um 50 bis 75 Prozent. Der Greenback war zwar nicht die einzige Währung, mit der diese Errungenschaften finanziert wurden, aber alle diese Fortschritte hätten ohne die Einführung dieses gesetzlichen Zahlungsmittels nicht erzielt werden können; und vor allem hätten sie niemals erzielt werden können mit Geldern, die sich die Regierung zu den Wucherzinsen hätte leihen müssen, welche die Bankiers damals von den Nordstaaten erpressen wollten.
    Zwar hatte Lincoln Erfolg damit, die Macht der US-Regierung so wiederherzustellen, dass sie eine eigene nationale Währung schöpfen und in Umlauf bringen konnte, doch wurde seine revolutionäre Währungspolitik von mächtigen Kreisen bekämpft. Die Gefahr, die Lincolns Politik für die etablierten Finanzinteressen darstellte, kam 1865 in einem Leitartikel der London Times zum Ausdruck, dessen Autor sich nicht zu erkennen gab, und in dem es hieß:
    »Wenn diese bösartige Finanzpolitik, die ihren Ursprung in der Nordamerikanischen Republik im letzten Krieg dieses Landes hatte, zu einer festen Institution werden sollte, dann wird sich diese Regierung mit ihrem eigenen Geld ausstatten, und zwar ohne jede Kosten. Sie wird ihre Schulden bezahlen und dann keine Schulden mehr haben. Sie wird unvergleichlich reich ein, ohne jedes Vorbild unter den zivilisierten Regierungen dieser Welt. Die klugen Köpfe und der Reichtum aller Länder werden nach Nordamerika gehen. Diese Regierung muss zerstört werden, oder sie wird jede Monarchie auf der Erde zerstören.«
    Lincoln wurde 1865 ermordet. Der Historiker W. Cleon Skousen schrieb dazu:
    »Direkt nach dem Bürgerkrieg gab es eine lebhafte Diskussion darüber, Lincolns kurzes Experiment mit dem verfassungsmäßigen Währungssystem wiederzubeleben. Hätte damals der europäische ›Money Trust‹ nicht interveniert, dann wäre dieses System zweifellos zu einer etablierten Institution geworden.«
    Stattdessen wurde eine andere Institution in den USA etabliert: die Federal Reserve, eine Zentralbank in Privatbesitz, die 1913 die Macht erhielt, Federal-Reserve-Banknoten (oder Dollarscheine) zu drucken und diese an die US-Regierung auszuleihen. Die US-Regierung wurde daraufhin von Schulden überschwemmt, die seitdem exponentiell gestiegen sind und inzwischen die astronomische Höhe von elf Billionen Dollar erreicht haben – Schulden, die einfach nicht zurückzuzahlen sind. Fast ein ganzes Jahrhundert hat Lincolns Statue im Washingtoner Lincoln Memorial gedankenvoll über den »Reflecting Pool« auf das Gebäude der Federal Reserve geblickt, so als ob Abraham Lincoln darüber nachdenken würde, was die Bankiers seit seinem Tode alles an sich gerissen haben und wie man das Problem beheben könnte.

    • @Dieter Krause

      Was Sie behaupten ist unmöglich. Sie können nicht Geld drucken und in den Wirtschaftskreislauf bingen ohne Gegenbuchung.

      Und zwar muss die Gegenbuchung gleich gross sein wie die Geldemission.

      Sie können also nicht Geld emittieren und nur beispielsweise einen Zehntel davon mit Gold hinterlegen.

      Geht nicht.

      Sorry

      Beweisen Sie Ihre Behauptungen mit Buchunggssätzen.

      Genauso in China.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Marc Meyer, Dr.:
      Sie schreiben: „Was Sie behaupten ist unmöglich. Sie können nicht Geld drucken und in den Wirtschaftskreislauf bingen ohne Gegenbuchung“

      Meines Erachtens sollte man unterscheiden zwischen buchhalterischen und realwirtschaftlichen Aspekten. Die Geschäftsbank schöpft Geld, indem sie in der Bilanz Kreditoren an Eigenkapital bucht. Von der Nationalbank ausgegebenes Geld ist das jedoch nicht. Gemäss Verfassung darf nur die Nationalbank Geld herausgeben. Das von den Geschäftsbanken geschöpfte Geld tritt heute faktisch aber immer mehr an die Stelle von Nationalbank Geld. Insbesondere sofern dem von den Geschäftsbanken geschöpfte Geld keine entsprechenden Werte zugrundeliegen, ist das Geldpolitisch sehr fragwürdig, kann zu Blasen bei den Preisen führen und verhindert eine effiziente Kontrolle der Geldmenge durch die Nationalbnk.

    • Korrigenda: Sorry,sollte natürlich heissen D e b i t o r e n an Eigenkapital!

    • @ Wernee

      Nein

      Gewährtes Darlehen an Girokonto Kunde

      Die rechte Seite ist das emittierte Geld

      MfG

  70. Aber zurück zu dem, was wirklich wichtig ist:

    Die EZB hat auf ihren Insiderskandal hin (hatte ich eigentlich schon berichtet, dass ein Vertreter unserer SNB anscheinend mit am Tisch sass ?) mit einer geradezu verblüffenden Lösung reagiert:

    „Redetexte gehen künftig vorab nicht mehr an Journalisten“

    (http://www.godmode-trader.de/artikel/ezb-ueberarbeitet-informationspolitik,4213585)

    Ich schmeiss mich gleich weg..

    Was bitte schön können denn Journalisten, welche diesen Text ehe erst 14h später in die Hand bekamen dafür, dass private Hedgefonds, die in dieser „Info.-veranstaltung für garantierte Trades“ sassen, genauer: diese sogar mit gesponsored hatten, eiligst danach an ihre Tradingdesks zurückkehrten, um höchst profitable Handelsaufträge über Nacht einzugeben ?! Ok, das kann ich natürlich im Einzelfall nicht beweisen, aber es ist vor dem Hintergrund der Markbewegung die mE einzig naheliegende Hypothese.

    Eigentlich auch irrelevant. Jedenfalls – wollen bzw. sollen die Bürger Europas solchen Zentralbanken, die sich eben nur so (daneben) benehmen können, wie welche, die genau wissen, welche Rechtsprivilegien und Ausnahmen vom „normalbürgerlichen“ Recht sie geniessen, tatsächlich ihr gesamtes Kreditwesen und ihre Spareinlagen anvertrauen ?!

  71. @ IT-Daniela

    Und jetzt noch ein Lernbeispiel zur „Geldschöpfung aus dem Nichts“ dank Giralgeld:

    Sie gehen zur Bank und nehmen einen Konsumkredit auf, für ein neues Auto, 25.000 Franken.

    Die Bank schreibt Ihnen den Betrag auf Ihrem Konto als Giroguthaben gut. Damit verbucht sie Ihnen gegenüber eine Verbindlichkeit. Und bucht gleichzeitig eine Forderung Ihnen gegenüber – die berühmte Bilanzverlängerung, das angebliche „Schöpfen von Geld aus dem Nichts“.

    Fein. Sie kaufen daraufhin das Auto Ihrer Wahl beim Händler Ihrer Wahl, und überweisen die 25.000 an ihn. Wodurch sich bei der Bank nur ändert, dass die deren Verbindlichkeit Ihnen gegenüber neu gegenüber dem Händler verbucht (nachzulesen in jedem Bank-Rechnungswesen-Lehrbuch, egal in welcher Sprache). Also hat neu auch der Händler dieser Bank gegenüber jetzt Ihre (bisherige) Forderung.

    UND, Ihre Bank wird Ihnen gegenüber auf der Sicherungsübereignung an dem Auto bestehen – so lange, bis Sie den Kredit vollumfänglich getilgt und alle Zinsen bezahlt haben. Woher auch immer Sie dieses Geld dann nehmen !

    Mit anderen Worten – Sie haben Ihr (künftiges) Vermögen vorab beliehen. Oder anders herum, die Bank hat, wenn Sie so wollen, für sich selber einen Handel abgeschlossen – dank der Sicherungsübereignung hat sie quasi für sich ein Auto erworben ohne es je zu besitzen.

    Wie das eben so bei jeder Bilanzverlängerung nun einmal ist – Buchungssatz:“ Forderung an Verbindlichkeit“. Und klar, natürlich auf Kredit, auf Pump eben.

    NUR – das können Sie selber auch direkt tun, nämlich zum Händler gehen und ihn um ein Auto anpumpen.

    Und ihm gegenüber damit eine Verbindlichkeit, eine Schuld eingehen. Also falls er Ihnen persönlich Kredit gewährt, Sie für kreditwürdig hält.. Und natürlich – falls er selbst das Geld bzw. Vermögen / Eigenkapital hat, um sich das leisten zu können – diesen Zahlungsaufschub.

    Jedenfalls, was lernen wir daraus:

    – Erstens, es wurde ein Vermögensgegenstand beliehen, und noch lange kein „Geld aus dem Nichts geschöpft“. Dass dabei ein Kredit, ein Zahlungsaufschub im Giralgeldwesen gewährt wurde, fein. Aus meiner Sicht ist daran jedenfalls nach wie vor nichts ‚Böses‘ zu finden.

    – Und zweitens, Sie könnten das selber genau so machen. Wie jede x-beliebige Bank eben auch.

    Frage – Schimpfen Sie jetzt neu auch auf sich ? So wie eben alle Vollgeldler auf die Kreditbanken und das Giralgeld schimpfen ?

    Und es deswegen bei der Zentralbank zentralisiert sehen wollen.

    Aber was dann – schimpfen Sie dann ab kommendem Jahr auf die Zentralbank statt auf die Kreditbanken oder auf sich selber ?!

  72. @ IT-Daniela

    Könnten Sie mir bitte folgende Frage beantworten:
    – Was machen Banken mit Spareinlagen ?

    Und wenn Sie mögen, können Sie mir bitte zusätzlich beantworten,
    – warum Banken Spareinlagen überhaupt annehmen bzw. alleine schon soviel Werbung dafür machen ?

  73. Sehr geehrter Herr Ott,

    „Die Banken verleihen Spargelder an Kreditnehmer“ ist ein Mythos!
    Selbst auf der SNB Homepage ist diese Formulierung der Old School Ökonomen noch zu finden.

    Gleichzeitig im Glossar der SNB, unter dem Suchwort „Geldschöpfung“:
    „Auch die Geschäftsbanken können Buchgeld kreieren, indem sie Kredite gewähren.“ Buchungstechnisch eine Bilanzverlängerung.

    An der SNB GV vom 28.4.2015 wurde diese Uneinstimmigkeit in einem Votum eingebracht: http://bit.ly/1K3QdP0

    Fazit: es ist geradezu nachvollziehbar wenn hier im Forum die Debatte über die korrekte Funktion der Geldschöpfung geführt wird.

    • @IT_Daniela

      Nur der Schuldner und niemals der Gläubiger kann Geld weiter ausleihen!

      „Die Banken verleihen Spargelder an Kreditnehmer“ ist nicht Mythos, sondern Humbug. Bzw. es muss klar definiert werde, wer wem einen Kredit gewährt.

      Angenommen, Kunde A geht auf die Bank und möchte einen Hypothekarkredit für sein Haus von CHF 100’000.-.

      Buchungssatz (aus Sicht der Bank):

      Gewährtes Hypothekardarlehen / Giroguthaben Kunde A CHF 100’000

      Nun wolle Kunde B ebenfalls ein Haus bauen und beantrage bei der gleichen Bank auch einen Kredit in selber Höhe.

      Neuer Buchungssatz (aus Sicht der Bank):

      Gewährtes Hypothekardarlehen / Girokonto Kunde B CHF 100’000

      Dieser zweite Kredit hat nun rein gar nichts zu tun mit dem ersten Kredit. Der zweite Kredit wird gewährt in Abhängigkeit von der Bonität von Kunde B. Die Bank emittiert Neugeld, das nicht von Kunde A stammt.

      Die Bank kann unmöglich dem Kunden B das Geld ausleihen, das sie vom Kunden A erhalten hat.

      Warum nicht?

      Weil jedem Aktivum nur ein entsprechendes Passivum gegenübersteht und umgekehrt. Die Bank kann nicht einen Kredit zweimal ausbezahlen, ansonsten das eine gegenüber der Aktivseite doppelte Verlängerung wäre.

      Ein Kredit kann nicht über die Passivseite „weitergereicht“ werden. Er muss über die Aktivseite weitergereicht werden.

      Nur ein Schuldner kann einen Kredit „weiterreichen“ bzw. „weiter gewähren“. Ein Gläubiger kann das nicht, weil er einen bereits gewährten Kredit nicht ein zweites Mal nochmals gewähren kann.

      Ein Neues Beispiel:

      Angenommen, Kunde C wolle einen Kleinkredit von CHF 10’000.- den er aufgrund seiner Bonität auch erhalte.

      Die Bank bucht:

      Gewährter Kleinkredit / Girokonto Kunde C CHF 10’000.-

      Der Kunde verbucht:

      Giroguthaben bei Bank / aufgenommener Kleinkredit CHF 10’000.-

      Im Gegensatz zur Bank kann nun dieser Kunde seine zehntausend Franken Bargeld weiter ausleihen.

      Er kann z.B. seinem Sohn das Geld leihen für den Aufbau eines Unternehmens.

      Der Buchungssatz aus Sicht des Kunden C lautet nun:

      Gewährtes Darlehen an Sohn / Girokonto Bank CHF 10’000

      Die Bank bucht:

      Girokonto Kunde C / Girokonto Sohn von Kunde C CHF 10’000

      Ich fasse zusammen:

      Allein der Schuldner gegenüber der Bank, kann den von der Bank erhaltenen Kredit weiter ausleihen.

      Die Bank selber kann den Kredit nicht ausleihen, weil sie ihn ja schon einmal gewährt hat.

      Und nun zur Nationalbank (SNB):

      Die Banken (Pensionskassen / Versicherungen) gewähren der SNB einen Kredit in Form von Giroguthaben, sie sie dort besitzen. Dieses Geld kann die SNB weiter an die EZB ausleihen.

      Unsere Sparguthaben, die wir also bei den Banken anlegen, gewähren diese weiter an die SNB, weil sie uns gegenüber Schuldner sind. Die SNB gewährt das Kapital, das sie über die Giroguthaben der Banken erhält, weiter z.B. an die EZB, weil die SNB Schuldnerin gegenüber den Banken ist.

      Devisenanlagen (Guthaben bei EZB) / Giroguthaben der Banken

      Kapital kommt also über die Form von Giroguthaben zum Geldemittenten der dadurch Schuldner wird. Dieses Kapital kann er über seine Aktivseite weiter ausleihen.

      Deshalb liegen unsere Sparguthaben letztlich in Form von Euro-Guthaben bei der EZB. Die EZB kann dieses Kapital nun ihrerseits an die griechische Regierung leihen usw.

      Deshalb liegen unsere Sparguthaben letztlich in Griechenland, was sehr riskant ist.

      Bei der „Geldschöpfung“ kommt also das Kapital über die Passivseite zum Geldemittenten, der es über die Aktivseite weiter ausleiht.

      Wenn aber die SNB auf ihrer home page behauptet, dass sie das Geld von Kunde A an Kunde B ausleiht, so stimmt das nicht, weil Kunde B genauso ein Gläubiger der SNB ist wie Kunde A.

      Der Geldemittent kann Geld nur an einen neuen Schuldner ausleihen – nicht an einen Gläubiger.

      Das ist reine Logik.

      Die SNB erzählt uns einfach Märchen. Nicht glauben!

      Ich habe die verschiedensten Buchungssätze bei der angeblichen „Geldschöpfung aus dem Nichts“ detailliert aufgezeigt in meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ (siehe die über 10 Nachträge dort).

      https://insideparadeplatz.ch/2013/09/25/die-snb-und-das-maerchen-von-der-geldschoepfung/

      Mit freundlichen Grüßen

      Marc Meyer

    • @IT_Daniela

      Addendum

      Kunde A kann auch CHF 100’000 in Banknoten auf die Bank bringen.

      Buchungssatz:

      Kassa / Girokonto Kunde A CHF 100’000

      Der Kredit an Kunde B hängt trotzem nicht vom Kredit an Kunde A ab.

      mfG

    • @IT_Daniela

      Noch ein Addendum:

      Ist es nicht ein Armutszeugnis für unsere teuren Universitäten und wissenschaftlichen Zeitschriften, dass die Diskussion über die Geldschöpfung hier auf Inside Paradeplatz stattfinden muss und nicht an den Universitäten?

      Hauptschuld an dieser Entwicklung trägt die SNB selber, welche nur Professoren in ihre lukrativen Reihen aufnimmt, welche linientreu die alten Irrtümer weiterverbreiten.

      Wer die SNB kritisiert ist ion der Schweiz „weg vom Fenster“

      Siehe auch die zahlreichen anonyen Kommentare.

      Dank an Inside Paradeplatz!

      mfG

      Marc Meyer

  74. @ Fred

    Nein, ich mach‘ hier jetzt Feierabend ;-)) Es sei denn, eine ganz tolle news liefe mir noch über’n Weg. Ansonsten eben bis zum nä. Male..

    mfg Jürgen Ott

  75. Herr Doktor Ott

    Ihre Worte in Ehren:
    „Insofern – auf ein neues in Bälde; ich jedenfalls habe noch ein paar weitere Aspekte im Köcher “

    Ist das alles? Da haben Sie aber stumpfe Aspekte – sprich Pfeile – im Köcher gehabt. Ich erwarte noch etwas mehr Biss; Sie müssen noch etwas zulegen, sonst wird es gar langweilig anständig. Ich bin gespannt und freue mich auf weitere würzige Unterhaltung.

    mfg Fred

  76. Die Torheit der Vollgeldler und der SNB

    Dass die Vollgeld-Initianten, insbesondere die Professoren Huber und Mastronardi nicht verstehen, wovon sie sprechen und ihre Studenten volkswirtschaftlich verderben – und zwar im zentralsten Punkt der Geldtheorie – zeigt folgendes Beispiel:

    Soeben wurde mir eine Bachelor-Arbeit von Olivier Kessler, vormals Student bei Prof. Mastronardi, Uni St. Gallen, heute Redaktion Schweizerzeit zum Thema „Vollgeld“ zugespielt. Interessant u.a. auch, da „links“ und „rechts“ in Personalunion vereint.

    Kessler zitiert auf S. 27, den Spirtus Rector der Vollgeld-Initiative, den Deutschen Professor Huber.

    Zitat:

    „Würden die Giralgelder hingegen nicht durch Kredit der Geschäftsbanken sondern mittels Staatsausgaben in Umlauf gebracht, würde dem Staat jedes Mal, wenn neues Geld geschöpft wird, eine Seigniorage in nahezu derselben Höhe der Geldmengenerhöhung zufliessen, da die Prägungskosten für neue Giralgelder nahezu null Franken betragen (Huber, 2010, S. 19). Dies ist so, weil für die Herstellung von elektronischem Geld vereinfacht gesagt nur ein Knopfdruck von Nöten ist und nicht etwa hohe Materialkosten anfallen wie etwa bei Münzen. (Olivier Kessler, Bachelor- Arbeit zu Vollgeld an der Universität St. Gallen bei Prof. Dr. iur. Philippe Mastronardi. S. 27, siehe Huber 2010, S .86).

    Zitat Ende

    Was offenbart uns dieses Zitat?

    Es zeigt, dass Huber seine Initiative auf schwersten Überlegungsfehlern basiert:

    Warum?

    Huber behauptet, dass bei der angeblichen „Geldschöpfung aus dem Nichts“ die Schweizerische Nationalbank einen Gewinn (Seigniorage) erzielt im Ausmass des Nominalwertes des neu emittierten Geldes. Davon abzuziehen seien lediglich die minimen Herstellungskosten dieses Geldes („Knopfdruck“).

    Huber interpretiert das „neu geschöpfte Geld“ also abermals als ein Aktivum der SNB: Die SNB drucke Geld und es entstehe dadurch ein Gewinn.

    Der Buchungssatz zu dieser Torheit würde lauten:

    Liquide Mittel an Eigenkapital

    Nur so würde aus dem alleinigen Drucken von Geld per se ein Gewinn in praktisch demselben Ausmass des Nominalwertes entstehen.

    Absurder geht es nicht mehr! So verbuchen Geldfälscher!

    Herr Huber: Die SNB ist doch keine Geldfälscherin!

    Notenbankgeld ist ein Passivum der SNB. Bei der Geldschöpfung schafft der Geldschöpfer nicht Vermögen, sondern umgekehrt Schulden! Im Falle der SNB sogar Staatsschulden.

    Es ist Zeit, dass die Vollgeld-Initianten ihre absurde Initiative endlich zurückziehen und uns Schweizerinnen und Schweizer nicht mehr länger aufhalten mit dieser unglaublichen Torheit.

    Und von der SNB erwarte ich, dass sie ihren Irrtum auch endlich eingesteht, wonach sie „Geld aus dem Nichts“ schaffen und damit „Liquide Mittel aus dem Nichts“, sprich Vermögen sprich Eigenkapital schaffen könne.

    Die Verantwortlichen bei der SNB sollen sich nun endlich einmal der Realität stellen – oder abtreten – sie sind vollkommen unglaubwürdig – auch wenn sie nun ständig Vorträge halten und Interviews geben, um sich zu rechtfertigen.

    Viele Konflikte zwischen „Links“ und Recht“ wären unnötig, wenn sich die betroffenen Parteien zuerst überlegen würden, bevor sie wirre Behauptungen aufstellen und sich dann in die Haare kommen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  77. Was für ein gefundenes Fressen für mich – Zentralbanken als Insider-Dealer für private Hedgefonds:

    http://www.godmode-trader.de/artikel/ezb-hedgefonds-leak-was-wirklich-passiert-ist,4211750

    Nonchalant als “interner, verfahrenstechnischer Irrtum” bezeichnet – Danke, liebe EZB, und bitte weiter so ;-))

    Und sorry, ich musste den Kommentar einfach noch einmal ganz an Anfang hoch ziehen – gegen alle Ablenkungsmanöver ;-))

    Und erneut – dieses Mal sogar ganz lieben Gruss an meine “Gruppe” ;-))

  78. 4. Anfrage

    Sehr geehrter Herr Doktor Ott
    Aufgrund Ihrer besonderen Gedankengänge zur Geldpolitik habe ich Sie mehrfach gebeten, mir Ihr Dissertationsthema zu nennen, da ich mir davon mehr Aufschluss über Ihre geldtheoretischen Exkurse erhoffte. – Leider vergebens. Sie haben mich auf google verwiesen oder ich könnte allenfalls ein Restexemplar bei Ihnen abholen (lol). Diesen Weg kann ich mir jedoch ersparen, da ich mittlerweile sehe, dass auch kein Exemplar mehr antiquarisch vorhanden ist! Mittlerweile scheint klar, dass Sie Ihr Dissertationsthema hier nicht preisgeben möchten.
    Aufgrund meiner Recherche verorte ich Sie im Treuhand- und ex-Versicherungsbereich mit kurzem Ausflug in die Bankenwelt, was sich denn auch mit Ihrem mutmasslichen Dissertationsthema über Holdingstrukturen deckt. Und da Sie sich auf dieser Plattform auch schon in Blogs zur „Steuerhinterziehung als Menschenrecht“ pointiert geäussert haben, wundert es mich nicht, dass Sie sich mit Holdingstrukturen und Stiftungen befassen. Nur hat dies mit Geldpolitik wenig zu tun, sondern in erster Linie mit der Maximierung des eigenen Geldbeutels auf Kosten der Allgemeinheit.
    Auf ein Taschengeld bin ich übrigens nicht angewiesen und habe auch keine Auftraggeber; dies habe ich als Unabhängiger nicht nötig. Ich bin – wie Sie sich selbst zu nennen pflegen – „Man of Independent Means“ und Privatier mit dem wohl feinen Unterschied, dass ich mein Domizil frei wählen kann.

  79. Liebe „Gruppe“ (alias Attila, Fred, Werner, Marc, Benny, Praktiker, usw, usw.)

    Ich verstehe ja, dass ‚Eure‘ Auftraggeber im Gegenzug für Euer tägliches Taschengeld jeden Morgen eine persönliche Diffamierung erwarten dürfen.

    Nur, wird’s nicht allmählich tröge, immer wieder auf demselben toten Pferd ‚rumzureiten ?!

    Aber, bitte, mich stört’s nicht – wie inzwischen ja klar geworden sein sollte. Mir zeigt es lediglich, dass ich bei ‚Euren‘ Auftraggebern wohl mitten ins Wespennest gestochen haben muss 😉

    Insofern – auf ein neues in Bälde; ich jedenfalls habe noch ein paar weitere Aspekte im Köcher 😉

  80. „Dunkles Mittelalter“ – selten einen so abstrusen „Chabis“ gelesen, selbst Hollywood kann da nicht mehr mithalten. Bitte besuchen Sie schleunigst ein Geschichtsseminar Herr Ott oder geben Sie Ihren Doktortitel ab.
    Ebenso war schon im Alten Rom der freiwillige Gang in die Sklaverei an der Tagesordnung.

  81. 3. Anfrage

    Sehr geehrter Herr Doktor Ott
    Ihre Gedanken zur Geldtheorie und zum Finanzsystem sind speziell.
    Ich hoffte, in Ihrer Dissertation den Grundstein, bzw. weiterführende Gedanken zu finden. Meine diesbezüglichen zwei Anfragen blieben leider von Ihnen unbeantwortet. Stattdessen haben Sie mich auf google verwiesen. Es wäre zwar einfacher gewesen, das Dissertationsthema von Ihnen direkt zu erfahren; dies wollten Sie anscheinend nicht.
    Somit habe ich Ihren Ratschlag befolgt und an der von Ihnen im Linkedin bezeichneten Eberhard- Karls- Universität Tübingen im Katalog der Universitätsbibliothek recherchiert.
    Dabei habe ich keine Dissertation zum Thema Finanz- und Geldtheorie von Ihnen vorgefunden. Dagegen eine betriebswirtschaftliche Dissertation zu Fragen von Holdingstrukturen unter Ihrem Namen:
    „Theorien zur Entstehung der Institution „Holding“ und zur Gestaltung ihrer Ordnungen: Darstellung und Kritik auf der Grundlage der Einzelwirtschaftstheorie der Institutionen nach Dieter Schneider“ / von Jürgen Ott:

    https://katalog.ub.uni-tuebingen.de/opac/RDSIndex/Results?lookfor=Ott+J%C3%BCrgen+Diss&submit=Suche+starten&limit=20&view=list

    Ich bitte Sie, mir mitzuteilen, ob diese Recherche so richtig ist. Einfacher wäre es, wenn Sie mir das Thema Ihrer Dissertation direkt angeben würden. Warum wollen Sie das nicht?

    Freundliche Grüsse
    Fred

  82. @ Marc Grand

    Ich gehe nur auf Ihren letzten Punkt ein. Und gebe Ihnen (bzw. der Homepage der Vollgeldinitiative) insofern recht, dass Banken sehr lange Zeit ihre eigenen Noten ausgegeben haben, und zwar auf ihre Spareinlagen. Was übrigens seit der Antike so geschah, s. zB die Lagerscheine für Weizen in Altägypten. Welche ebenfalls dann als Geld zirkulierten.

    Jetzt aber kommt der springende Punkt. Ich bin überhaupt nicht (wie anno dazumal etwa Andrew Jackson in USA) GEGEN eine Zentralbank. Im Gegenteil, wir brauchen eine.

    Aber so, wie ursprünglich die FED einmal konzipiert war:

    Als eine Gruppe unabhängiger regionaler Zentralbanken, die jede für sich einen eigenen Zins unterhält, zugeschnitten auf die jeweilige Region. Weil nun mal im Tessin eine andere Zinspolitik nötig ist als in Zürich. Und die im Falle einer Finanzkrise in Unternehmensanleihen der jeweiligen Region (temporär) investierte, und nicht in Staatsanleihen. Und so weiter, ich will jetzt nicht in die Details gehen.

    Jedenfalls brauchen wir hierzulande KEINEN Zentralbankmoloch, der -wie mit dem Europeg- jahrelang Strukturpolitik betrieben hat, und das auch noch sehenden Auges unter Inkaufnahme von Milliardenverlusten zu Lasten des Volkes.

    Der jetzt neu mit repressiven Negativzinsen über kurz oder lang unsere Altersvorsorge ausradieren wird.

    Bei dem jetzt neu unser Kreditwesen samt Spareinlagen (= Vollgeld) zentralisiert werden soll – etwa als Vorstufe zur Nationalisierung unserer Banken ?!

    Und schon gar keinen, dem -wie heute 18 Bank-/ Versicherungs-CEO’s in einem Brief ersucht haben- künftig auch noch um die Regulierung über die „Stabilität des Finanzsystems“ zugewiesen werden soll. Was immer dieser schwammige Begriff an Zentralmacht dann im Einzelnen umfassen wird. Wir werden es bald hören. Jedenfalls dürfte er in Anbetracht der Umstände wenig Gutes für das Volk zu bedeuten haben.

    Ich habe jetzt wiederholt ausgeführt, worin das Problem der letzten Bankenkrise in Wirklichkeit bestand – im Investmentbanking + den Ratingagenturen + den Zentralbanken + der Deregulierung seitens Regierungen:

    Darin nämlich, dass US-Schrottkredite als risikolos ge-rated verkauft wurden, im Extremfall, noch bevor sie überhaupt von den Kreditsachbearbeitern abschliessend geprüft, sprich vergeben waren.

    Wobei das NICHT in erster Linie die Schuld des Kreditwesens war – man weiss inzwischen, dass in allen grossen Universalbanken das Investmentbanking treibende Kraft hinter diesem Etikettenschwindel war.

    Und um diese Ursache der letzten Finanzkrise sauber aufzuarbeiten und zu lösen, braucht es keinen weiteren Machtzuwachs bei der Zentralbank.

    Im Gegenteil – Zentralbanken waren in jedem westlichen Land an den Deregulierungen, die diesen Schwindel erst zum globalen Wachstums- wie Profitgeschäft gemacht hatten, dicke beteiligt.

    Sprich, sie waren Teil des Problems, nicht der Lösung !

  83. Ich weiss nicht was Sie Studiert haben aber aber den Schwachsinn den Sie herausposaunen deutet auf nichts gutes hin.

    Zitat: Dr. Jürgen Ott.
    „Banken schöpfen KEIN Geld aus dem Nichts – das ist Humbug.“

    Sie lügen hier vollumfänglich, dass sich die Balken biegen!

    Fakt ist,
    die Banken schöpfen das Geld bei der Kreditvergabe gänzlich neu und erhöhen vollumfänglich die Geldmenge um den Kreditbetrag.
    Dieses virtuelle Geld ist KEIN gesetzliches Zahlungsmittel sondern ein von der Bank erstellter Virtueller UBS Byte Franken, CS Byte Franken, Raiffeisen Byte Franken, Kantonalbank Byte Franken, je nachdem wer den Kredit herausgibt.

    Vor 1891 hatte jede Bank seine eigenen Münzen und Noten, dies hat man abgeschafft wegen diverser negative Auswirkungen auf die Bürger und hat der Natinalbank das alleinige Münz und Noten druck recht gegeben.
    Nun sind wir wieder soweit, die Banken machen sich selber wieder ihre Noten und Münzen einfach Virtuell und diese Gesetzeslücke wird wieder geschlossen!

    • @Marc Grand

      Geld schöpfen aus dem Nichrs wäre ein einseitiger Buchungssatz.

      Das gibt es nicht.

      Sie begehen denselben Irrtum wie Herr Jordan.

      Freundliche Grüsse

      Marv Meyer

    • @ Grand
      Dass Sie nichts studiert haben, sieht man auf den ersten Blick.

    • @Marc Grand

      Zusatz:

      Sie haben Recht: Die Banken“schöpfen“ „neues“ Geld – aber nicht „aus dem Nichts“.

      Es braucht immer eine gegenseitige Buchung.

      Die Vollgeld-Initianten begehen denselben Irrtum wie die Nationalbank.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  84. So, jetzt hatten wir alle unseren Spass – jetzt wieder zurück zum Ernst der Lage.

    Heute steht in der Zeitung, dass 18 wichtige CEO’s der Finanzbranche -ein paar auch aus unserem Lande- nach MEHR Staat riefen, denn nach weniger.

    Und nachdem das wirklich bemerkenswert ist, wollte ich hier noch einmal wiederholen, was ich unten bereits ausgeführt hatte, um den Ernst der Lage erneut zu betonen.

    Zugleich gäben meine u.a. Sätze echte Anhaltspunkte, welche Regulierungen die Regierung denn vornehmen sollte. Was die natürlich nie tun wird, keine Sorge, so realistisch bin ich jetzt noch. Dennoch ;-))

    Abgesehen davon, dass einige Bankchefs, vor alle im IB-Bereich, für ihre jahrzehntelangen, globalen Betrügereien am Kunden, nonchalant „Marktmanipulationen“ genannt, längstens schon hinter schwedischen Gardinen sitzen müssten. Offenkundig jedoch weltweit Immunität besitzen – dank Regierungen und Aufsichtsbehörden.

    Aber auch da bin ich realistisch genug, zu verstehen, dass es dazu eines Black Friday bedarf. Also des Originals. Wobei ich mir den nicht herbeisehne, sondern lediglich kommen sehe..

    Also noch einmal:

    Die Ursache der letzten Banken-/Finanz-/’subprime’ – Krise bestand schlicht darin,

    – dass US-Investmentbanken mit Hilfe von Rating-Agenturen + Zentralbanken weltweit + Regierungen weltweit (weil die das alles zuliessen bzw. durch Deregulierung noch unterstützen – auch und gerade hier in Europa inkl. bei uns in der Schweiz), Schrottkredite als “Triple-A” (= ‘risikolos’) ge-rated auf der ganzen Welt VERKAUFTEN.

    – Sprich, die wurden gar nicht verLIEHEN !

    – Und daran gingen dann in USA + Europa andere Banken, die diese Mistpapiere für ihre Kunden gekauft hatten, nahezu pleite.

    – Und dann beinahe die Regierungen, die allein die Banken retten wollten – sich also einen Dreck um die Steuerzahler und das Volk kümmerten. Aber künftig, weil die Steuerzahler sich beschwerten, gemäss dem Zypern-Modell die Sparer voll bluten lassen wollen. Was rein zufällig dann doch praktisch wieder die Steuerzahler sind..

    Wer daher im stinknormalen Verleihwesen -bei den Kreditbanken mit ihrem Giralgeld- die Ursache der letzten Bankenkrise sieht – und in dessen Zentralisierung bei der Zentralbank (= Vollgeld) die Lösung, dem ist mE nicht mehr zu helfen.

    Oder aber, er/sie führt eben anderes im Schilde – nämlich am Ende die Nationalisierung der Banken hierzulande. Wann – gegen 2017 herum. Wer mir das nicht glaubt, mag die Typen befragen, die demnächst am Londoner Meeting teilnehmen werden..

    Und das zu verstehen, meine lieben Mitbürger, ist entscheidend. Denn sobald Sie das verstanden haben werden Sie keine Vollgeldinitaitive unterzeichnen wollen. Selbst wenn Sie an die Idee glauben sollten.

    Denn noch einmal – das Giralgeld, das Kreditwesen, war NICHT die Ursache der letzten Bankenkrise. Es war das Investmentbanking ! Die Rating-Agenturen ! Die Zentralbanken ! Die Deregulierung seitens Regierungen !

    Und wenn Sie das so verstanden haben, werden Sie sich über kurz oder lang auch gegen die anderen, geplanten bzw. bereits eingeführten, REPRESSIVEN Massnahmen hierzulande zur Wehr setzen wollen:

    – Gegen Negativzinsen – weil die am Ende nur unsere Altersvorsorge ausradieren

    – Gegen ein Bargeldverbot – weil das nur dazu dient, Banken bei der nächsten Schieflage aus unseren Sparkonten heraus per Knopfdruck zu retten.

    – Gegen Direktsteuern – weil die nur als Zinsen für Staatsanleihen und damit (heutzutage) für Währungsausgabe bei der Zentralbank und dann bei deren (meist: Auslands-)Investoren landen. Und somit keine Schule, keine Strasse, kein soziales Werk hierzulande unterstützen.

    – Und gegen Staatsschulden – weil die nie amortisiert, sondern nur prolongiert werden. Bis zum bitteren Ende. Welches in Bälde droht. Aber dank unserer Regierung per Gesetz/Zwang in allen Pensionskassen, Lebensversicherungen als Hauptanlage zu finden sind – negativ verzinst inzwischen natürlich ..

    Um uns herum passieren also Dinge bzw. werden aktuell vorbereitet, die allesamt gegen das Volk -ob jung oder alt- gerichtet sind. Und daher mE ziemlich böse enden werden.

    Der Streit um “Geldphilosophie” oder neu, die flehentliche Bitte seitens 18 CEO’s um Eingriffe des Staates, ist somit ein reines Ablenkungsmanöver.

    Achten Sie bitte darauf, liebe Mitbürger – und lassen Sie sich bitte nicht von irgendwelchen Rattenfängern hinter’s Licht führen..

  85. Ich nenne Sie einfach mal einen Vollidiot, wenn sie daran glauben was sie hier erzählen!
    Sie machen mich wütend!
    „Banken schöpfen KEIN Geld aus dem Nichts – das ist Humbug.“
    Und sie nennen sich Doktor!

    • @ Hertmanowski

      Clonidin o. Promethazin würde der Doktor hier empfehlen; also der ‚richtige‘ von der anderen Fakultät, nicht ich natürlich.. ;-))

      Und nein, ich glaube nicht daran – ich habe mich davon überzeugt.

    • @ Hertmanowski

      Und falls Sie der mit den Bitcoin-Automaten sind – wieso schimpfen Sie auf mich ? Sie haben doch als erster erlebt, wie Regierungen vorgehen, wenn ihnen etwas nicht in Kram passt..

      Wobei das mit Bitcoin eine nette Idee ist, daraus aber noch lange kein Geld entsteht. Vor allem entsteht Geld nicht einfach dadurch, dass man die Menge eines als Geld erwünschten „Dings“ (hier eben Ihrer Bits&Bytes) zwanghaft begrenzt.

      Denken Sie doch einfach mal scharf nach:

      Was wäre denn anders geworden, hätte jeder auf der Welt voll Begeisterung sein Geld komplett in Ihre Bitcoins getauscht ?! Und was wäre denn dann mit all den Euros/Dollars etc. passiert ?! Soviel zum Thema, wer von uns Beiden hier der wahre „Laie“ ist..

      Denn Geld hat noch nie in seiner Geschichte seinen Wert konstant gehalten – kein Rohstoff, kein Papier, und künftig auch keine Bits&Bytes.

      Selbst die Akademiker, die diese Vorstellung als sog. Quantitätstheorie des Geldes in die Welt gesetzt haben, distanzieren sich gerade davon. Weil sie merken, dass die nicht stimmt und wohl nie gestimmt hat, nicht mal unter dem System fixer Wechselkurse zu Zeiten Bretton Woods.

      Weil Menschen ständig ihre Präferenzen zwischen den „Dingen“, die sie temporär als Geld, als Tauschmittel, akzeptieren, ändern. In Notzeiten wurden zB nur Nahrungsmittel akzeptiert. Dann wieder alles mögliche andere, zB Sklavenmädchen in Irland zu Zeiten des St. Patrick. Oder auch mal Kugeln, Gold, bedruckte Baumwolle. Sicher auch elektronische Währungen in Zukunft. Nach Stand der Dinge wohl aber nicht Ihre Bitcoins.

      Aber noch einmal, ich finde die Idee nur nicht zu Ende gedacht – Regierungen gehen da bereits -handfest- deutlich weiter. Kritisieren Sie doch die ! Hätten wir wenigstens was gemeinsam..

    • @ Hertmanowski

      Oder nehmen Sie den aktuellen -wiederholten- Präferenzwechsel zwischen Giralgeld und Bargeld. Wenn die Menschen befürchten, dass die Banken krachen, heben sie ihr Buchgeld ab und horten es als Bargeld. Und bringen es nach Beruhigung der Lage wieder zurück auf die Bank, die daraus erneut elektronisches Geld macht.

      (Weswegen Regierungen ja auch Bargeld verbieten wollen, weil uns bereits wieder die nächste Bankenkrise gegen 2017/18 herum ins Hause steht).

      Also, achten Sie einfach auf das das Prinzip: Menschen wechseln ihre Präferenz zwischen verschiedenen Arten von Geld.

      Nur, warum sollte die Menscheit ausgerechnet Ihre Bits&Bytes zu Geld erklären ? Nur weil Sie die knapp halten wollen ?!

      Nehmen wir als Gegenbeispiel doch Sand. Sand ist aktuell knapp, also nicht Wüsten- sondern Bausand. Nur kommt die Menschheit offenkundig deswegen jetzt nicht sofort auf den glühenden Gedanken, Bausand respektive Silizium zu Geld zu erklären.

      Genauso wenig wie Öl, welches angeblich knapp sei. Aber bislang hat das die Menschheit auch noch nicht dazu bewegen können, diesen Rohstoff zu Geld zu erklären.

      (Und ok, ich weiss, es gibt welche, die behaupten, der USD sei mit Öl gedeckt – auch eine nette Idee, nichtsdestotrotz genauso verquert..)

  86. @ Werner

    Ich hatte mich eingangs für die Länge entschuldigt. Und, hätten Sie mich gefragt – ich hätte Sie an die Bank vom Kollegen Pfluger verwiesen (s.u.):

    Je nachdem, wie hoch deren EK ist und/oder wie viel er einbezahlt hat, geht das, was Sie hier hypothetisch von sich geben, oder eben nicht.

    Wobei Ihr „Privater“ die zu bauende Immobilie eh als Sicherheit der Bank übergeben muss. Er wird also (noch) gar nicht (endgültiger) Eigner der Immobilie. Dazuhin hat er in Normalzeiten auf sie auch gestaffelte Hypotheken mit unterschiedlich hohen Zinssätzen und Eigenkapitalanforderungen an ihn zu zeichnen, um das Ausfallrisiko für die Bank weiter zu senken.

    Komisch, dass die Banken das so fordern – wenn die doch Kredit einfach „aus dünner Luft“ schöpfen können..

    Komisch auch, dass immer in den ersten 10-15 Jahren nach einer Währungsreform (s. zB die vorvorletzte in Deutschland, 1948) praktisch keine Hypothekenkredite vergeben werden, sondern Immobilientransaktionen in bar abzuwickeln sind.

    Simple Erklärung dafür: Es gibt in der Zeitspanne einfach noch nicht genügend Spareinlagen für diese langlaufende Form von Konsumkrediten (eine Privatimmobilie ist Konsum).

    Erst wenn die erste Sparer-Generation nach einer Währungsreform sich genügend davon im wahrsten Sinne des Wortes vom Mund abgespart hat, tauchen wieder Hypotheken und andere Langläufer im Markt auf.

    Aber Sie werden jetzt gleich wieder ‚zig andere Kommentatoren hier im Blog finden, die genau das Gegenteil behaupten. Sorry, Sie müssen sich selber zu einer Meinung durchringen.

    Und dafür – noch eine weitere andere Sichtweise: Nicht die Bank vergibt Kredit. Es ist vielmehr umgekehrt:

    Menschen, am besten (erfolgreiche) Unternehmer kommen und nehmen einen Kredit auf. Um daraus einen Wert zu schöpfen. Das ist dann die Geldschöpfung.

    Die Unternehmer nehmen jedoch NUR einen Kredit auf, wenn sie sich einen Profit erwarten dürfen. Und sofern die gesetzlichen Rahmenbedingungen eben unklar sind, und/oder die wirtschaftlichen Zeiten unsicher, tun die das nicht. Selbst wenn eine Bank täglich ‚Milliarden‘ an Kredit aus „dünner Luft“ schöpfen könnte und würde.

    Und die Situation, dass Banken keine Kredite vergeben, obwohl Unternehmer angeblich danach lechzen (was ja als eines der „Argumente“ für Negativzinsen herhalten musste), löst sich dadurch in Wohlgefallen auf, dass Sie Ihre Spareinlagen dann bei der Zentralbank finden, bei der die Banken sie anlegen de-statt auszuleihen- und/oder aber in derem Investmentbanking, wo die bonusträchtigen Kollegen damit traden – um entweder Geld zu schöpfen oder aber zu vernichten..

    Und bitte beklagen Sie sich jetzt nicht schon wieder, dass das zu lang war, ok ? Sie wollen schliesslich was lernen.

  87. 2. Anfrage

    Lieber Herr Doktor Ott
    Möglicherweise haben Sie vor lauter Antworten meine bescheidene Anfrage übersehen.
    Mich interessiert brennend, welches das Thema Ihrer Dissertation war und an welcher Universitätsbibliothek ich Ihr Werk abrufen könnte.
    Ich interessiere mich für Ihre geldtheoretischen Überlegungen und nehme an es liegt auch in Ihrem Interesse dies ebenfalls auf dieser Plattform hier kund zu tun.

    Freundliche Grüsse
    Fred

    • @ Fred
      ..einfach googlen. Ansonsten können Sie von mir noch eines der letzten Exemplare käuflich erwerben. Falls Sie es persönlich auch abholen wollen ;-)) Lg

    • @ Fred

      Aber im Ernst – nachdem ich Ihnen unterstelle, dass Sie DER „Fred alias..“ vom letzten Male sind, bekommen Sie von mir keine „besseren“ Antworten.

      Zumal Sie der Einzige sind, dessen Kommentare hier direkt auf dem Server von IP generiert zu sein scheinen – interessant, nicht wahr ?!

      Ich gebe Ihnen einen guten Rat – schleichen Sie sich schleunigst hier vom Felde. Und Gruss an die, die Sie bezahlen..

    • @Fred und @Dr. Jürgen Ott: Unter „Wild Cat“ , wo praktisch jedes Buch, das je irgendwo auf der Welt erschienen ist, unter Eingabe des Autorennamens zu finden ist, wird tatsächlich ein Buch über ein wirtschaftliches Thema, Diplomarbeit oder Dissertation, eines Jürgen Ott mit dem Titel „Kommanditgesellschaft auf Aktien“ angezeigt. Allerdings ist dieses bereits 1961 erschienen, und zwar in Tübingen. Angenommen der Autor dieses Buches war 1961 mindestens ca. 25 Jahre alt, dann wäre er heute gegen 80 Jahre alt, also wesentlich älter als der Dr. Jürgen Ott aus Herrliberg, zum Artikel „Vollgeld = Vollidiot“ auf Inside Paradeplatz abgebildet ist. Er kommt somit als Autor dieser Diplomarbeit/Dissertation kaum in Frage. Herr Dr. Ott sollte deshalb die Frage von Fred präzise beantworten, d.h. mit Titel seiner Dissertation, Verlag und Erscheinungsjahr. Nur so können die offenbar bestehenden Zweifel über Ihre akademische Qualifikation rasch und eindeutig ausgeräumt werden. Die Antwort von Herrn Dr. Ott, „einfach zu googeln“ und die Andeutung, dass die Arbeit vergriffen ist, ist zu flapsig und unakademisch (wie übrigens auch der Titel seines Artikels („Vollgeld=Vollidiot“).

    • @ Werner, alias.., alias.., alias..

      „..wärmer..“ Also – weiter googlen, und nicht aufgeben
      😉

  88. Die Beitrag von Herr Ott ist viel zu lang. Schöpfen die Geschäftsbanken nun Geld oder nicht?? Angenommen ich zahle Fr. 100`000.00 auf mein Sparheft bei der Kantonalbank ein. Diese kann nun Fr. 900`000.00 ausleihen, z.B. an einen Privaten, der damit eine Wohnung kauft. Meine Fr. 100`000.00 behält die Bank als Mindestreserve und hinterlegt sie bei der Nationalbank. Aus Fr. 100’000.00 sind somit Fr. 1`000`000.00 geworden. D.h., die Kantonalbank schöpft
    Fr. 900`000.00, die sie der Bank des Wohnungsverkäufers elektronisch übermittelt. Diese schreibt den Betrag dessen Konto gut und kann nun ihrerseits einen Kredit von Fr. 8`100`000.00 z.B. an einen Unternehmer ausleihen, usw. Lieg ich da richtig?

    • Sehr geehrter Werner

      Kommt drauf an, was man unter Geldschöpfung versteht. Sie gehen davon aus, dass Bargeld das Fundament sei. Das ist aber total verkehrt: Das Fundament ist die Arbeit, welche Werte schafft. Geld ist nur ein Mittel zum Zweck. Sie müssen also umdenken, d.h., Ihre Gedanken auf den Kopf stellen, wenn Sie das Geldsystem verstehen wollen. Geschäftsbanken schöpfen kein Geld, wenn man es ganz genau nehmen will: Geschäftsbanken gehen Bargeldschulden, also Bargeldverpflichtungen ein. Wenn Sie das verstehen, merken Sie, wie Sie vergackeiert und mit Propaganda zugemüllt werden. Aus dieser Seite ersehen Sie, wie das System funktioniert:
      https://sites.google.com/site/geldsysteminfo/grundlagen/geldentstehung

      Freundliche Grüsse
      OC

    • @werner
      Alles mit Buchungssätzen erklärt im Beitrag die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung plus ca. 10 Nachträge.
      Bitte Buchungssätze erstellen, dann begreifen Sie.
      Magazin

    • @Oeconomicus criticus: Unbestritten ist, sehr geehrter Oeconomicus criticus, dass die Werte durch die Arbeit (im weitesten Sinne) geschaffen werden. Das Geld wird jedoch nicht durch die Arbeit geschaffen sondern durch die Nationalbank und, von der Verfassung nicht vorgesehen, durch Kreditvergaben durch die Geschäftsbanken. Das Problem ist, dass enorm viel ungedecktes Geld zirkuliert, also Geld, dem keine entsprechenden durch Arbeit geschaffenen Werte zugrundeliegen, wodurch Geldentwertung, aktuell bei uns vor allem in Form von gefährliche Blasen bei den Immobilienpreisen, den Aktienpreisen, den Anleihen, usw.., entsteht. Der Geldüberhang ist hierzulande hauptsächlich durch die Geldschöpfung der Geschäftsbanken entstanden, die überteuerte Anschaffungen mit Buchgeld finanzieren und damit die Preisentwicklung anheizen. Die Kontrolle der Geldmenge durch die Nationalbank ist deshalb heute faktisch massiv eingeschränkt. Dem will die Vollgeldinitiative entgegenwirken, indem die Banken nur noch soviel Geld verleihen können, wie sie von ihren Kunden und/oder von der Nationalbank erhalten haben. Damit erhält die Nationalbank wieder die Kontrolle über die Geldmenge, falls sie nicht, noch mehr als heute, zum Spielball der Politik wird. Der Druck der Politik auf die Nationalbank, die wegen unsolider Haushaltpolitik angehäuften öffentlichen Schuldenberge zu deflationieren, wird unter dem Vollgeldsystem nicht kleiner werden.

    • @ Werner

      Kann man Schulden schöpfen oder erschaffen? Geld ist eine Schuld einer Bank.

      Wäre das Geld nicht gedeckt, wäre die Währung längst zusammengebrochen. Dass die Preise heute überteuert sind, ist viel weniger den Geschäftsbanken zu „verdanken“, als vielmehr den von den Vollgeldvertretern so hoch gelobten Zentralbanken, welche die Zinsen immer weiter hinunterdrücken und einen regelrechten Währungskrieg führen. Ebenso sind die Blasen den Politikern zu verdanken, die das Geld weltweit zum Fenster hinauswerfen und mittels Staatsanleiheexzessen, sprich Staatsdefiziten finanzieren. Genau den Sündenböcken wird am meisten vertraut, weil das System nicht verstanden wird und die Leute der allgegenwärtigen Propaganda auf den Leim gehen, statt das System einmal selber ab ovo zu studieren.

    • @ Oeconomicus criticus:

      Sie sagen: „Geld ist eine Schuld einer Bank“. Ich denke nicht, dass das so ist. Welche Bank schuldet mir was für meine Hunderternote? Früher, solange Nationalbanken noch verpflichtet waren, ihr Geld gegen Gold umzutauschen, war das noch so. Für eine Hunderternote hatte deren Besitzer Anspruch gegenüber der Nationalbank auf so und so viel Gramm Gold. Diesen Anspruch konnte er durch Übergabe der Banknote an Zahlung statt auf einen anderen übertragen. Z.B. auf den Bauern, der ihm Fleisch verkaufte. Dadurch schuldete die Nationalbank dann die so und so viel Gramme Gold dem Bauern. Heute ist das anders. Ich kann zwar die Banknote immer noch dem Bauern an Zahlung statt gegen sein Fleisch geben. Aber dieser erhält dadurch keinen Anspruch gegenüber einer Bank auf irgend etwas und keine Bank schuldet ihm irgendetwas gegen Vorweisung der Banknote. Das Geld hat den Charakter als einfaches Zahlungsmittel zwar behalten, aber eine Schuld einer Geschäftsbank oder der Nationalbank gegenüber dem Besitzer des Geldes besteht nicht mehr. Es gibt auch kein Gesetz mehr, das bestimmt, dass eine Bank dem Inhaber einer Hunderternote etwas schuldet. Die Aussage, dass Geld eine Schuld einer Bank ist, trifft also nicht (mehr) zu.

    • @ Werner

      Ich bedaure, dass Sie infolge Abwesenheit so lange auf meine Antwort warten mussten.

      „Sie sagen: “Geld ist eine Schuld einer Bank”. Ich denke nicht, dass das so ist. Welche Bank schuldet mir was für meine Hunderternote?“

      Falls Sie Giralgeld bei einer Geschäftsbank besitzen, schuldet Ihnen diese Bargeld, also z.B. eine Hunderternote. Falls Sie eine Hunderternote besitzen, schuldet Ihnen die Zentralbank, also hier die SNB, „Hundert Franken“. Im Grunde schuldet die SNB diese „Hundert Franken“ einer Geschäftsbank; genauer, sie schuldet das hinter diesen Hundert Franken stehende, von der Geschäftsbank hinterlegte Aktivum (= Vermögenswert). Die Hunderternote ist also ein Schuldschein einer Zentralbank – und dieser Schuldschein richtet sich eigentlich an eine Geschäftsbank, welche mit diesen Schuldscheinen ihre bei der SNB hinterlegten oder der SNB (vorübergehend) verkauften Vermögenswerte wieder auslösen resp. zurückkaufen kann (also z.B. Fremdwährungen, Aktien, Anleihen, Gold).

      All das ist auf meiner Webseite genauestens beschrieben, sofern man sich denn mal die Mühe nimmt zu lesen.

    • @Oeconomicus criticus: Ist es wirklich so, dass die Geschäftsbanken 100% des von ihnen geschöpften Giralgeldes und 100% des von der Nationalbank erhaltenen Geldes mit realen Werten wie Aktien, Anleihen, Gold bei der Nationalbank hinterlegen? Meines Wissens ist das nicht der Fall. Das mag vielleicht bei dem von der Nationalbank erhaltenen Geld weitgehend zutreffen, wobei die Geschäftsbanken offenbar aber auch Darlehensguthaben hinterlegen können, die aus nicht- oder nicht vollgedecktem buchhalterisch geschöpftem Giralgeld bestehen.

    • @ Werner

      Das ist natürlich Quatsch. Das Giralgeld der GB ist mit den Aktiven der GB gedeckt, so wie das NBgeld mit den Aktiven ebendieser gedeckt ist. Die GB können nur notenbankfähige Titel bei der NB hinterlegen. Das folgt einerseits daraus, dass die SNB eine eigene Rechtspersönlichkeit besitzt – und dementsprechen handlungs-, geschäfts- und entscheidungsfähig ist (die GB können die NB natürlich nicht zwingen, einen Titel zu akzeptieren, da ein zweiseitiges Geschäft vorliegt: ein VERTRAG „Er wird freiwillig zwischen zwei (oder auch mehr) Parteien geschlossen.“ (siehe Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag) und ist eine OBLIGATION, d.h. „Als Obligation (von lateinisch obligare „anbinden, verpflichten“) bezeichnet man im schweizerischen Recht ein Schuldverhältnis zwischen zwei Personen. Derjenige, der schuldet, wird dabei als Schuldner bezeichnet, derjenige, dem geschuldet wird, als Gläubiger. Aus Sicht des Gläubigers ist die Obligation eine Forderung, aus Sicht des Schuldners eine Schuld. (siehe Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Obligation_%28Recht%29.) – und anderseits daraus, dass wenigstens theoretisch das Notenbankgeld sicher sein soll.

  89. „Warum nimmt die Regierung uns eigentlich Steuern weg zur Finanzierung von Staatsausgaben, nachdem doch eh das alles nur auf ewigem Pump basiert?“

    Weil Geld für einen (Tausch)Wert steht. Würde keinen Gegenwert existieren, würde der Wert des Geldes korrigiert (entwertet) werden . Am Schluss steht die Insolvenz. Die Geschichte kennt genügend Beispiele.

    Sind Sie jetzt für die Vollgeldinitiative? 😉

    • @ David Mayer

      D’rum herum gibt’s weiteren Text; sogar mit zusammenhängenden Sätzen. Der beantwortet die meisten Ihrer Fragen 😉

  90. Ich lese öfters, dass bei der Vollgeldinitiative die Kreditvergabe dann bei der SNB liegt.

    Wieso wäre das so schlimm? Inwiefern tragen die Banken bei einer Kredigvergabe zur Wertschöpfung bei?

    Viele Grüsse,
    David Mayer

    • @ David Mayer

      Genügt es nicht zu wissen, was Planwirtschaft und Kommunismus bedeuten? Gandhi scheint recht zu behalten: „Die Geschichte lehrt die Menschen, daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“.
      „Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut.“ (Lord Acton).

      „Inwiefern tragen die Banken bei einer Kredigvergabe zur Wertschöpfung bei?“ Da alles vorfinanziert werden muss, ist eine Wertschöpfung ohne Kredit undenkbar und unmöglich. Und wenn die Macht zur Kreditvergabe in der Hand weniger liegt, haben diese alle Macht und sämtliche Kontrolle. Wenn alle Transaktionen über dasselbe Institut laufen, liegt die absolute Macht bei eben dieser Institution. Aber „niemand ist mehr Sklave, als der, der sich für frei hält, ohne es zu sein.“ (Goethe). Daher begrüssen, begiessen und wählen die Sklaven ihr Sklavendasein ohne es zu merken und wundern sich dann, wenn 1984 Realität wird, obwohl sie Orwell schon 1948 davor warnte.

      In diesem Sinne…

    • @David Mayer

      Mögen Sie Monopole, die diktieren?

      Und geben die Vollgeld-Initianten zu, dass es bei einer Annahme ihrer Initiative nur noch eine zentrale Bank, die Nationalbank, gibt?

      Auf der home page der Initianten finde ich nirgends einen Hinweis auf diesen zentralen Punkt.

      Das ist nicht böse Absicht der Initianten – diese verstehen ihre eigene Initiative nicht.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  91. So, da bin ich (kurz) wieder

    Erst einmal ein herzliches ‚Danke Schön‘ an meine beiden Mitstreiter – an Sie, Dr. Meyer, insbesondere für Ihre lieben Wünsche, und natürlich auch, dass Sie die Bedürftigen hierzulande bedacht haben 😉 Über den Spruch habe ich mich herrlich amüsiert.

    Wie auch über den Ausruf – und auch Ihnen ein herzliches ‚Vergelt’s Gott‘, werter Oeconomicus criticus – Ihrerseits vom 15.5, 15:15.

    Nur – leider, auch ich befürchte, dass es kurz vor dem Untergang Rom’s ähnlich dekadent bis geistlos zugegangen sein muss wie hier mancherorts im Kommentarblog ;-))

    • @ Herrn Dr. Meyer
      @ Herrn Dr. Ott

      Sehr geehrte Herren Dres.

      Bitte nehmen Sie bei Gelegenheit mit mir Kontakt auf. Meine E-Mail-Adresse finden Sie in meiner Homepage. Ich bin glücklich, wenn ich bei Bedarf mit intelligenten Menschen direkt und persönlich korrespondieren und fachsimpeln kann. Danke herzlich im voraus.

      Freundliche Grüsse
      OC

  92. Jetzt will ich gar nichts Neues mehr zu Details des Geldwesens beisteuern. Meine gesammelten Sprüche dazu finden sich eh hier im Blog, und meine Zusammenfassung dazu finden alle oben im Text.

    Nein, ich will noch einmal betonen, was ich ziemlich unten bereits ausführte:

    Die Ursache der letzten Banken-/Finanz-/’subprime‘ – Krise bestand schlicht darin,

    – dass US-Investmentbanken mit Hilfe von Rating-Agenturen + Zentralbanken weltweit + Regierungen weltweit (weil die das alles zuliessen bzw. durch Deregulierung noch unterstützen – auch und gerade hier in Europa inkl. bei uns in der Schweiz), Schrottkredite als „Triple-A“ (= ‚risikolos‘) ge-rated auf der ganzen Welt VERKAUFTEN.

    – Sprich, die wurden gar nicht verLIEHEN !

    – Und daran gingen dann in USA + Europa die Banken, die diese Mistpapiere für ihre Kunden gekauft hatten, nahezu pleite.

    – Und dann beinahe die Regierungen, die diese Banken retten wollten – und sich so eben eine Dreck um die die Sparer / um die Steuerzahler / das Volk kümmerten.

    Wer also im stinknormale Verleihwesen -bei den Kreditbanken mit ihrem Giralgeld- die Ursache der letzten Bankenkrise sieht – und in dessen Zentralisierung bei der Zentralbank die Lösung, dem ist mE nicht mehr zu helfen.

    Oder aber – er/sie führt eben anderes im Schilde…

    Und das zu verstehen, meine lieben Mitbürger, ist entscheidend. Denn sobald Sie das verstanden haben werden Sie keine Vollgeldinitaitive unterzeichnen wollen. Selbst wenn Sie an die Idee glauben sollten.

    Denn noch einmal – das Giralgeld, das Kreditwesen, war NICHT die Ursache der letzten Bankenkrise. Es war das Investmentbanking ! Die Rating-Agenturen ! Die Zentralbanken ! Die Deregulierung seitens Regierungen !

    Und wenn Sie das so verstanden haben, werden Sie sich über kurz oder lang auch gegen die anderen, geplanten bzw. bereits eingeführten, REPRESSIVEN Massnahmen hierzulande zur Wehr setzen wollen:

    – Gegen Negativzinsen – weil die am Ende nur unsere Altersvorsorge ausradieren

    – Gegen ein Bargeldverbot – weil das nur dazu dient, Banken bei der nächsten Schieflage aus unseren Sparkonten heraus per Knopfdruck zu retten.

    – Gegen Direktsteuern – weil die nur als Zinsen für Staatsanleihen und damit (heutzutage) für Währungsausgabe bei der Zentralbank und dann bei deren (meist: Auslands-)Investoren landen. Und somit keine Schule, keine Strasse, kein soziales Werk hierzulande unterstützen.

    – Und gegen Staatsschulden – weil die nie amortisiert, sondern nur prolongiert werden. Bis zum bitteren Ende. Welches in Bälde droht. Aber dank unserer Regierung per Gesetz/Zwang in allen Pensionskassen, Lebensversicherungen als Hauptanlage zu finden sind – negativ verzinst inzwischen natürlich ..

    Um uns herum passieren also Dinge bzw. werden aktuell vorbereitet, die allesamt gegen das Volk -ob jung oder alt- gerichtet sind. Und daher mE ziemlich böse enden werden.

    Der Streit um „Geldphilosophie“ ist somit ein reines Ablenkungsmanöver.

    Achten Sie bitte darauf, liebe Mitbürger – und lassen Sie sich bitte nicht von Rattenfängern hinter’s Licht führen..

    • Lieber Herr Dr. Ott

      Bin genau Ihrer Meinung. Uns haben die Globalisierung, das Schengen-Abkommen, der IWF-Beitritt, die neue Verfassung, die harmlos als Modernisierung angepriesen wurde und bei der das Wichtigste dem Stimmvolk unterschlagen wurde (nämlich die Abschaffung der Golddeckung) usw., also all die Änderungen in den letzten drei Jahrzehnten, das Genick gebrochen. Die Auswirkungen werden wir in den nächsten Jahren spüren, nämlich dann, wenn es zu spät ist.

      Wie war doch die Antwort von chattison auf meine Frage:
      „Das Geldwesen ist nicht reformierbar, sowenig wie ein Staatswesen, da beide direkt proportional voneinander abhängig sind und, egal in welcher Verkleidung von -ismen sie daher kommen, immer prinzipiell dasselbe bedeuten: Abhängigkeit zum Zwecke der Macht.
      Solange das nicht wirklich verstanden und akzeptiert wurde, braucht man diesen Gegenstand nicht weiter verhandeln, da man sonst einfach nur in den Kannibalenkessel steigt und sich mit den anderen Insassen über die auskömmliche Kochtemperatur und die favorisierten schmackhaften Zutaten streitet, wobei doch letztlich alle im Topf als Fraß enden?!
      Fazit: Solange das Wesen von Macht durch die Ohnmächtigen nicht verstandesgemäß reflektiert wird, sind alle Diskussionen zum Thema nur Bindefäden fürs Wickelfleisch…“

      Freundliche Grüsse
      OC

    • Gegen Negativzinsen:
      Stattdessen wollen Sie was tun? Inflation? Schuldenmachen? Steuerzahler aufbieten? Bei Negativzinsen können Sie wenigstens Ausnahmen machen.
      Bargeldverbot:
      Wer zahlt denn, wenn die Banken pleite gehen? War doch der Steuerzahler, gar nicht so lang ist’s her…

      Bei Steuern und Schulden bin ich mit Ihnen einig.

      Viele Grüsse,
      David Mayer

    • @ David Mayer

      Hätte die SNB nicht so viele € eingekauft, hätten die Banken nicht so viele Franken. Dann hätte die SNB gegenüber den Banken nicht so viele Schulden und auch nicht ein solches Währungs-Klumpenrisiko und sie müsste auch keine Negativzinsen einführen. Die Schweiz hätte zwar weniger exportieren können, weil der € abgesoffen wäre, dafür allerdings auch keine uneinbringlichen Forderungen. Wir hätten dann auch nicht für diese uneinbringlichen Forderungen, welche einigen zugute kamen, gekrampft und wir hätten auch nicht so viele „Fachkräfte“ importieren müssen. Unsere Strassen wären weniger verstopft, die Wohnungen und die Importe günstiger, das Land würde nicht bis zum letzten Quadratmeter zugepflastert und unsere Sozialkassen würden weniger geplündert. Wir hätten eine höhere Lebensqualität, weniger Stress und gesündere Finanzen. Usw. usf..

      Niemand hat den Grossbanken befohlen, in den USA Geschäfte zu machen und dort Geld zu verlochen.

  93. Sehr gehhrter Herr Meyer und „Oeconomicus criticus“

    „Buchhaltung ist die Abbildung der Realität. Man kann nicht die Abbildung ändern und dann meinen, die Realität ändere sich ebenso.“

    Ich denke genau hier liegt die Ursache für das „aneinander Vorbeireden“ von Vollgeld-Befürwortern und Gegnern. In der Debatte werden Realität, Buchhaltung und Definitionen manchmal wird durchmischt. Daher ein Versuch der Klärung meinerseits:

    Buchhaltung ist ein Abbild von Finanztransaktionen. Wie jedes Abbild ist es nur eine Annäherung an die Realität. Da die Buchhaltung eben der Erfassung von Transaktionen gilt, lassen sich damit nur schlecht Schlüsse über die Entstehung des Geldes ziehen.
    Wir Vollgeld-Befürworter glauben keineswegs mit einer Änderung des Abbildes „Buchhaltung“ lasse sich die Realität ändern. Aber mit einer Änderung der Verfassung schon. Und dies bezweckt ja die Vollgeld-Initiative.

    Man muss klar unterscheiden zwischen Buchhaltung als administrativem Akt zur Erfassung von Finanztransaktionen (und dem VERLEIHEN von Geld) einerseits und der Bundesverfassung als Quelle des legalen Status von Geld (inkl. Regeln zur HERSTELLUNG von Geld).

    Der vorgeschlagene Verfassungsartikel „DER BUND ALLEIN schafft Münzen, Banknoten und BUCHGELD als gesetzliche Zahlungsmittel.” würde die Realität der HERSTELLUNG neuen Geldes ändern. Das damit den Banken das AUSLEIHEN von Geld verunmöglicht würde, stimmt nicht.

    Sie, Oeconomicus criticus, haben geschrieben:
    „Wenn also sämtliches Giralgeld zu Vollgeld wird, dann wird folglich das Giralgeld ausradiert und Kredite der Banken verunmöglicht, weil diese automatisch wiederum Giralgeld generieren.“

    Nein, da vermischen Sie den legalen Status (Vollgeld = gesetzliches Zahlungsmittel) mit der Form des Geldes (Giralgeld = ELEKTRONISCHES Geld). Oder anders gesagt, heute ist es zwar so, dass Kredite von Banken automatsich Giralgeld GENERIEREN (im Sinne von neu schaffen). Wenn das ELEKTRONISCHE Geld zukünftig nur noch von der Nationalbank HERGESTELLT werden dürfte, bedeutet das für die Privatbanken nicht, dass sie keines mehr VERLEIHEN dürfen. Das dürfen sie natürlich, einfach nur in dem Umfang, in dem sie tatsächlich über Geld verfügen.

    • @ Robin Wehrle

      „Da die Buchhaltung eben der Erfassung von Transaktionen gilt, lassen sich damit nur schlecht Schlüsse über die Entstehung des Geldes ziehen.“

      Ich habe das unten versucht so praxisnah wie möglich zu erklären:
      „Jemand, der ein schuldenfreies Haus hat, hat sein Erspartes ins Haus investiert (Architekt, Material und Handwerker mussten ja bezahlt werden). Er zieht aus dem Haus den Vorteil, dass er darin wohnen kann. Wenn er nun sein Haus verkauft, so ist ihm der Hauskäufer das Geld dafür schuldig. Müsste er dem Hausverkäufer, falls er den Kaufpreis nicht sofort bezahlen kann, nicht einen Zins bezahlen? Denn sonst hätte er ja das Haus gratis zur Verfügung gestellt und würde vom Ersparten des Hausverkäufers profitieren und der Hausverkäufer würde auf das Haus samt darin investiertem Geld lange Zeit verzichten, das Haus also quasi verschenken. Da wäre der Hausverkäufer aber schon ziemlich blöd, würde er das Haus unter diesen Umständen nicht einfach vermieten und eine Miete kassieren…
      Nun springt also die Bank quasi als Mittlerin in die Bresche, indem sie die Schuld des Hauskäufers übernimmt. Also muss der Hauskäufer den Zins natürlich nicht dem Hausverkäufer bezahlen, denn der kann ja nun sofort über das Geld verfügen, sondern der Bank, der er das Geld weiterhin schuldet! Dafür kann er nun im Haus wohnen und vom darin investierten Kapital profitieren.“

      Aber wer halt lieber schreibt als einmal zu lesen und sich in andere Gedankengänge einzudenken oder sich mit der Realität auseinanderzusetzen, der voreingenommen und seinen Gefühlen statt seinem Geist und gesundem Menschenverstand folgend irgendwelche Theorien verbreitet resp. propagiert, lässt sich niemals überzeugen.

      Giralgeld ist kein Geld im gesetzlichen Sinne, sondern eine FORDERUNG DES GLÄUBIGERS AUF BARGELD (also eine FORDERUNG auf gesetzliches Zahlungsmittel) resp. eine BARGELDSCHULD EINER BANK. Diese, meine Definition, beruhend auf der offiziellen Geldmengendefinition, wurde nie widerlegt, sondern es wurde immer nur um den heissen Brei herumgeredet, weil sich diese Definition, die der Wahrheit entspricht, nicht widerlegen sondern nur ZERREDEN lässt. Daher ist es auch Quatsch: „lassen sich damit nur schlecht Schlüsse über die Entstehung des Geldes ziehen.“
      Die Buchungen bilden den Vorgang deutlich ab: Kredit an Bargeld und Bargeld an Guthaben Sparer – oder kurz: Kredit an Guthaben Sparer.

      Daher wird bei einem Kredit üblicherweise auch nicht Geld verliehen, sondern die Bank übernimmt eine Schuld, eine Bargeldschuld. Ist das denn wirklich so schwer zu verstehen? Wenn ich ein Haus kaufe, so gehe ich eine Bargeldschuld ein, obwohl ich dieses Geld ja normalerweise nicht habe, denn sonst würde ich das Haus ja nicht auf Kredit, sondern bar kaufen. Wenn die Bank nun diese, meine Schuld übernimmt, so geht sie diese Bargeldschuld ein, d.h., sie übernimmt meine Schuld und ich schulde ihr dieses Geld statt dem Hausverkäufer. Was ist denn daran so schwer zu verstehen? Manchmal glaube ich, mich tritt ein Pferd, wenn ich die Begriffsstutzigkeit als Pferdetritt definiere. Ich vermische also nichts, sondern Sie vermischen das Wort Kredit mit Verleih. Und Verleih ist die unentgeltliche Überlassung von Sachen, siehe Leihvertrag:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Verleih

    • @Robin Wehrle

      Sehr geehrter Herr Wehrle

      An der Doppelten Buchhaltung führt kein Weg vorbei. Daran werden die Vollgeld-Initianten scheitern und auch unsere Nationalbank (falls es zu negativem Eigenkapital kommt.)

      Herr Wehrle, Sie schreiben:

      Zitat:
      „Buchhaltung ist ein Abbild von Finanztransaktionen. Wie jedes Abbild ist es nur eine Annäherung an die Realität. Da die Buchhaltung eben der Erfassung von Transaktionen gilt, lassen sich damit nur schlecht Schlüsse über die Entstehung des Geldes ziehen.“
      Zitat Ende

      Da täuschen Sie sich aber sehr.

      Herr Wehrle: Sie haben möglicherweise ein Lohnkonto. Dieses wird geführt nach den Regeln der Doppelten Buchhaltung. Bezüglich dieses Lohnkontos vertragen Sie keinerlei „Annäherungen“. Sie wollen, dass ihr Lohnkonto exakt geführt wird. Exakt und nur exakt – ansonsten wechseln Sie die Bank.

      Das gilt auch für sämtliche Leserinnen und Leser und auch für die Vollgeld-Initianten. Auch jede Bank muss ihre Bilanz exakt und wahrheitsgetreu führen – genau bis auf die zweite Stelle hinter dem Komma. Das gilt auch für unsere Schweizerische Nationalbank. Ansonsten kommt es zu Gerichtsfällen.

      Ihre Behauptung und offenbar jene der Vollgeld-Befürworter, womit die Doppelte Buchhaltung nur eine „Annäherung an die Realität“ sei, ist fern der Realität.

      Wenn die Vollgeld-Befürworter also anstreben, dass nur die Schweizerische Nationalbank Buchgeld emittieren darf, so folgt daraus konsequenterweise, dass nur die SNB Kredite in unserem Lande gewähren darf.

      Warum? Weil bei einer Kreditvergabe die Bank dem Kreditnehmer den entsprechenden Betrag auf dessen Konto bei der Bank gutschreibt. Dadurch entsteht Buchgeld. Es ist gar nicht möglich, dass eine Banken einen Kredit in Buchgeld gewährt ohne Emission von Buchgeld.

      Der Emittent des Buchgeldes muss – ich wiederhole – muss den Kredit auf sein Buch nehmen mit dem entsprechenden Risiko.

      Wenn also die Vollgeld-Initianten wollen, dass nur noch die Nationalbank Buchgeld emittieren darf, so folgt daraus zwingend, dass nur noch die Nationalbank Kredite gewähren darf. Das wäre Kommunismus pur.

      Ich habe die Zusammenhänge ausführlich beschrieben in meinen Beitrag am 19. März 2014 Jahr auf Inside Paradeplatz „Vollgeld-Initiative – Lachnummer mit Emil“.

      https://insideparadeplatz.ch/2014/03/19/vollgeld-initiative-lachnummer-mit-emil/

      Für die Vollgeld-Initiative sehe ich Null Hoffnung. Das ist auch gut so, denn sie ist nicht durchdacht.

      Sorry – tut mir Leid.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sonst sind Sie noch klar im Kopf? Sie tragen hier zur schweren Verwirrung bei.

    • @Hansi Hinseher

      Möglicherweise habe ich etwas genauer hingeschaut als Sie Herr „Hinseher“.

      Übrigens: Haben Sie auch ein fachliches Argument?

      mfG

  94. @alle Vollgeld-Initianten

    Vollgeld will, dass nur noch die SNB Buchgeld emittieren darf.

    Buchgeld wird emittiert beispielsweise bei einer Kreditvergabe.

    Darf nur noch die SNB Buchgeld emittieren, so folgt, dass nur noch die SNB Kredite gewähren darf.

    Haben Ihnen das die Professoren gesagt, welche diese Vollgeldinitiative propagieren?

    Wollen Sie, dass es in der Schweiz nur noch eine einzige Bank gibt, die staatliche Monopolbank „Schweizerische Nationalbank“?

    Das wäre Kommunismus pur.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Lieber Herr Dr. Meyer

      So ist es! Aber leider reden wir gegen Wände – und fast niemand ist bereit, sein Hirn selber in Betrieb zu setzen. Lieber werden ganze Romane geschrieben, Texte mit Copy-and-Paste kopiert, und völliger Blödsinn nachgeplappert, als einmal Ihre Kommentare oder Beiträge wirklich zu studieren. So muss es im Alten Rom vor dem Untergang gewesen sein…

      Freundliche Grüsse
      OC

  95. @Chris

    Bereits ihr erster Satz dokumentiert, dass Sie nicht verstehen, wovon Sie sprechen.

    Sie schreiben:

    Zitat:

    „Es ist absolut hochkriminell, dass die Banken aus dem Nichts Geld schöpfen dürfen!“

    Zitat Ende

    „Geld aus dem Nichts schöpfen“ ist unmöglich. Es gibt keine einseitigen Buchungssätze.

    Mit diesem Satz geben Sie zu verstehen, dass Sie nicht wissen, was Geld ist.

    Über 50’000 Menschen in unserem Lande haben die Unterschriftensammlung unterschrieben und geben damit zu, dass sie etwas unterschreiben, was sie nicht verstehen.

    Aber wen wundert’s, wenn unser Notenbankpräsident denselben Irrtum doziert.

    mfG

    Marc Meyer

  96. Ist Ott ein Vollgeld-Anhänger?
    Ein eingeschleuster Troll? Ganz schön clever. Er argumentiert fachlich und sachlich dermassen falsch, dass man den Verdacht hegen muss, er mache das absichtlich, um die Gegner von Vollgeld als geldtheoretische „Vollidioten“ (= Argumentationsbegriff von Otto) zu diskreditieren. Nur sein oberflächlich salopper und stammtischartiger Schreibstil passt nicht zu den normalerweise sorgfältig argumentierenden Vollgeld Vertretern. Auch das nur berechnende Masche von Ott?
    Ich hoffe es, ansonsten müsste man ihn auf die rechte Seite seiner Hauptgleichung (siehe Titel) verorten.

    • @Martina Leder

      „sorgfältig argumentierenden Vollgeld-Vertreter“

      ..der ist gut.

      Die Vollgeld-Vertreter wollen uns in den dunkelsten Kommunismus zurückkatapultieren. Nur noch eine Bank – die staatliche Zentralbank. Das ist ihr Ziel. Behüte.

      Die Deutschen Professoren sollen doch in Deutschland versuchen, ihr lachhaftes Modell umzusetzen.

      Diese Professoren haben nicht verstanden, was doppelte Buchhaltung ist.

      Siehe Erklärung gleich unten an den Vollgeld-Initiant „Chris“.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Es erstaunt mich immer wieder, auch in diesen Kommentaren, wie offensichtlich intelligente Leute darauf bestehen, nach dem Motto zu handeln „verwirren Sie mich bitte nicht mit Tatsachen, meine Meinung steht fest!“ ^^

    • @Barbara Seiler

      Haben Sie in den Spiegel geschaut?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  97. Lieber Herr Dr. Ott

    Zuerst bin ich schockiert, was Sie als Dr. oec. so vom besten geben! Man muss hier klar konstatieren, dass Sie unser Geldsystem nicht im geringsten verstanden haben! Gerade an einen Dr. oec. stelle ich doch höhere Anforderungen!

    Also mal zur Geldschöpfung der Banken:

    Es ist absolut hochkriminell, dass die Banken aus dem Nichts Geld schöpfen dürfen! Das ist der eigentliche Skandal. Sobald man eine Banklizenz hat, darf man Geld schöpfen, das gegen Zins verleihen und wenn der Schuldner nicht mehr zahlen kann, kann man die verpfändeten Sachwerte einziehen! Das ist eine Sauerei, kriminell und wird vom Staat auch noch gedeckt und unterstützt! Wenn das ein Privater macht, geht er gleich für mehrere Jahre hinter Gitter, aber die Banken dürfen das, völlig legal. Und NEIN, es ist keine Verpfändung von Sachwerten, das ist schlicht nur eine Ausrede. Banken können auch Blankokredite rausgeben, ohne jegliche Sicherheiten. Gibt kein Gesetz, das Sicherheiten vorschreibt. Die Bank verleiht auch nicht Kundengelder, sondern mit einer einzigen Buchung wird das Geld in der Bankbilanz geschaffen. Nur eine Bilanzbuchung, mehr nicht. Erst die Zinsen gehen als Erlös in die Erfolgsrechnung und JA, natürlich auch die Verluste! Daher will ja die Bank Sicherheiten, denn wenn der Schuldner nicht mehr zahlen kann, muss das über die Erfolgsrechnung ausgebucht werden und das wollen die lieben Banken natürlich nicht. Man will ja nur kassieren und das möglichst ohne Risiko.

    Ein weit verbreiteter Irrtum ist ebenfalls auch, dass die Banken eben nicht Kundengelder aufbewahrt, sondern das sind Darlehen der Bankkunden an die Bank. Die Bank kann damit machen was sie will, hat nicht mit Geldschöpfung zu tun und müssen auch nicht die Kundengelder an andere verleihen. Sobald ich das Geld auf der Bank einzahle, gebe ich der entsprechenden Bank ein Darlehen, das Geld gehört danach nicht mehr mir, ist dasselbe, wie wenn ich Ihnen ein Darlehen gebe. Ich trage dann das Ausfallrisiko der Bank…. es gibt natürlich Einlagensicherung usw.. aber bei einem Vollcrash würde die natürlich bei weitem nicht ausreichen. Die Banken gehen dann auf weltweite Zockertour mit den Kundengeldern, ist ja viel lukrativer. Das einzige was die Banken müssen, ist eine Mindestreserve vorzuhalten an Bargeld, da die Nationalbank das Geldschöpfungsmonopol auf das Bargeld innehat. Dort müssen sie Giralgeld hinterlegen und kriegen dafür Bargeld. Den Rest können sie mehr oder weniger frei verfügen.

    Nun, bin mit Ihnen auch nicht einig, dass man die Geldschöpfung bei den privaten Banken lassen sollte. Denn diese verstärken massiv die Boom- und Bustzyklen. Im Aufschwung vergeben sie jeweils viel zu viele Kredite, siehe gerade jetzt im Moment. Wenn man Raiffeisen nimmt, wie aggressiv die Immo finanzieren, wird einem schlecht. In Bustzyklen geben sie kaum noch Kredite und der Wirtschaftsabschwung verstärkt sich zusätzlich. Die Liquidität trocknet aus! Sehen und sahen wir bei der letzten Finanzkrise. Persönlich finde ich das gar nicht gut. Und am Schluss darf dann der Steuerzahler noch für die Verluste aufkommen, was eine zusätzliche riesengrosse Schweinerei ist, dass wir dann noch das Geld, das die Banken aus dem nichts geschöpft haben, zurückzahlen müssen!

    Nun, das alles ist aber auch noch nicht das Hauptproblem an unserem Geldsystem. Auch das Vollgeld wird die Probleme nicht lösen.. ev. löst es das Problem der Boom- und Bustzyklen, aber auch das ist nicht sicher..

    Das grösste Problem an unserem Geld ist das Zinssystem. Das sollten sie eigentlich auch wissen. Vor allem der Zinses-Zins-Effekt. Genau dieser ruiniert jedes Fiat-Schuld-Geldsystem und ein regelmässiger Zusammenbruch ist damit zu 100% garantiert! Quasi im System eingebaut. Ist ein reinstes Schneeball-System, staatlich gefördert und unterstützt. Jedes andere Schneeball-System ist natürlich verboten, nur das im Geldsystem nicht!

    Denn jeder der Schulden aufnimmt, muss ja bekanntlich Zinsen zahlen. Das heisst, für jeden Franken Zinszahlung, muss sich irgend jemand auf der Welt verschulden. Anders gehts leider nicht. Und mit dem Zinseszins-System steigt ja das exponentiell an! Die Kurve wird immer steiler, man braucht immer mehr neue Schuldner. Aber unsere Erde ist leider endlich und unendliches Wachstum gibt es nicht.. daher ist irgendwann Schluss und es gibt eine Kreditklemme und dann gehts los und Zinsen und somit auch Schulden können nicht mehr bedient werden, weil man keine Nachschuldner mehr findet. Hatten wir ja typischerweise 2008. Dann sind die Staaten eingesprungen als neue Kreditnehmer und die sind jetzt auch erschöpft.. jetzt braucht es wieder neue.. das ist genau das absolut grundübel! Daraus entstehen Kriege, Zerstörung, Eroberungen usw.. nur aus einem einzigen Grund, neue Schuldner zu finden! Kriege sind dann besonders beliebt, man kann alle Sachwerte zerstören, die Vermögen mit Schulden verrechnen, Stichwort Währungsreform und wieder von vorne beginnen. Langsam aber sicher sind wir jetzt am Ende. Jetzt kann man noch die Bürger berauben bis aufs nackte Hemd, alles enteignen usw… vielleicht kann man das System noch 5-10 Jahre aufrecht erhalten, aber dann wird definitiv Schluss damit sein.. dann gibts nur noch einen Ausweg, Währungsreform. Alles wieder auf NULL stellen, Schulden und Vermögen gegeneinander verrechnen….

    Was auch putzig ist, Sie regen sich auf, die Staaten sollten weniger Schulden machen und sogar zurückzahlen! Sehr interessant.. genau damit würde ja unser Geldsystem noch schneller zerstört, sprich der Prozess beschleunigt! Denn sobald Schulden zurückgeführt werden, wird das Giralgeld in der Bankbilanz automatisch vernichtet! Dann ist es weg. Heisst mit neuen Schulden wird Geld geschaffen, bei der Rückzahlung wird es vernichtet! So einfach ist das!

    Grundsätzlich kann man aber sagen, unser Geldsystem ist eine Katastrophe und muss dringend erneuert werden. Wie ein perfektes System aussehen könnte, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein Geldsystem soll ja vor allem folgenden Zwecken dienen, einerseits als Aufbewahrungsmittel, Zahlungs, bzw. Tauschmittel usw. Ob unser Geldsystem dazu geeignet ist, bezweifle ich mal, vor allem in Bezug Aufbewahrungsmittel. Aber nochmals, das Grundübel ist das Zinses-Zinssystem, welches auch die Vermögensverteilung von unten nach oben zwangsweise begünstigt. Heisst, wer viel Vermögen hat, nimmt mehr Zinsen ein als er zahlen muss, sind ungefähr die 1% Reichen auf der Welt und alle andere zahlen drauf. Sie mit Sicherheit auch.. heute braucht es ein Milliardenvermögen, um in den Genuss von Zinsüberschüssen zu kommen.. Sie bezahlen ja Zinsen mit den Steuern, mit allen Produkten und Dienstleistungen usw.. ist ja überall eingerechnet. Und da wir nun in den Endzügen des Systems sind, dürften die nächsten Jahre sehr ungemütlich werden, ist immer so… immer mehr Repressalien, Enteignungen, Total-Überwachungen, Gelddruckorgien der Zentralbanken usw.. vermutlich dann sogar noch Kriege und Zerstörung, bevor die Menschen endlich mal aufwachen und das Grundübel beseitigen. Eben das Zinses-Zinssystem.

    Hoffe sehr, Sie denken darüber mal nach.

    • @ Chris

      Sie werfen Herrn Dr. Ott vor, das „Geldsystem nicht im geringsten verstanden“ zu haben. Diese Aussage trifft aber umso mehr auf Sie selber zu. Noch selten habe ich so viel Unsinn gelesen wie in Ihrem Post. All Ihre Irrtümer werden auf meiner Webseite des weiten und breiten offengelegt. Man muss nur lesen.

      Freundliche Grüsse
      OC

    • Lieber Herr Dr. Meyer

      Nein, meines Erachtens nicht, denn die Hirnwäsche ist vollkommen und allgegenwärtig (siehe die diversen teilweise aufwendigen Filme auf youtube, wie z.B. „Fabian, gib mir die Welt plus 5 Prozent“ oder „Wie funktioniert Geld“, und die zahlreichen eifrig besuchten Internetseiten – ersparen Sie mir hier, Namen zu nennen, denn das dürfte sündhaft teure, unnötige und aufwendige Klagen nach sich ziehen (wobei ich noch nicht einmal Angst davor hätte, aber den überflüssigen Aufwand und die idiotischen Auseinandersetzungen scheue). Das Aliasbubi kopiert ganze Absätze ohne auch nur einen eigenen orthographisch fehlerfreien Satz zustande zu bringen, geschweige denn, das Gelesene zu reflektieren.

      Unser Alias- und Plagiatorbubi heisst in diesem Beitrag Hawkeye siehe und vergleiche hier:
      http://rad-des-schicksals.blog.de/2005/11/27/neue_pandemiegefahr_durch_flatus_cerebri~341591/

      Freundliche Grüsse
      OC

  98. Lieber Herr Doktor Ott
    Ihre Gedanken sind speziell. Könnten Sie mir noch das Thema Ihrer Dissertation angeben und in welcher Universitäts-Bibliothek sie abrufbar ist?
    Besten Dank.
    Freundliche Grüsse
    Fred

  99. So, meine lieben Kritiker, ich bin jetzt dann mal weg – auf Wallfahrt. Werde daher vor So. Abend hier nicht mehr lesen. Was jedoch bitte keinen davon abhalten möge, sich hier weiter auszutoben. Ab Montag werde ich dann wieder gegenhalten ;-))
    Schönen Feiertag allen !

    • @Dr. Jürgen Ott

      Sehr geehrter Herr Doktor Ott

      Es freut mich und es ehrt Sie, dass Sie an Christi Himmelfahrt auf Wallfahrt gehen und das hier auch öffentlich schreiben.

      Meinerseits möchte ich Sie mit meinem Gebet unterstützen. Insbesondere im Hinblick auf kommende Pfingsten, dem Hochfest des Heiligen Geistes, möchte ich für alle Volkswirtschaftler um den Heiligen Geist beten. Ich bitte um Demut für uns alle damit wir uns der Wahrheit öffnen mögen und uns unserer Verantwortung gegenüber der Menschheit bewusst sind.

      In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Wallfahrt.

      Mit freundlichen Grüssen

      Marc Meyer

  100. Aus dem Artikel lerne ich vor allem und empathisch unterstrichen: Zentralbanken sind böse! Regierungen sind böse!

    die Verknappung/Ausmerzung des Giralgelds und die Zentralisierung des Kreditwesens, die angeblich bei einem Vollgeldsystem kommen soll, konnte ich allerdings beim Studium der Initiative nirgends erkennen und habe auch hier der Argumentation nicht wirklich folgen können,

    Allerdings, ich muss auch gestehen, dass Worte wie hirnlos, idiotisch und aberwitzig mich vom Inhalt ablenken, ich ärgere mich dann nur noch über die schlechten Manieren und übersehe womöglich, worum es in der Sache tatsächlich geht.

    • @ barbara seiler

      „die Verknappung/Ausmerzung des Giralgelds und die Zentralisierung des Kreditwesens, die angeblich bei einem Vollgeldsystem kommen soll, konnte ich allerdings beim Studium der Initiative nirgends erkennen und habe auch hier der Argumentation nicht wirklich folgen können,“

      Da Bankkredite einzig Kredit/Geld gebucht werden können, entsteht automatisch und unumgehbar Buchgeld bei jeder Kreditvergabe. Man könnte nur noch argumentieren, dass das Konto „Geld“ Bargeld sei. Wenn dann aber dieses Bargeld wieder auf ein Bankkonto einbezahlt wird, entsteht automatisch Buchgeld. Somit wird offensichtlich, dass die Vollgeldinitianten vom Geldsystem keine Ahnung haben und an etwas herumschrauben wollen, das sie offensichtlich nicht verstehen. Das kann nur im Desaster enden.

      Wenn also Bankkredit nur möglich ist, wenn Buchgeld geschaffen wird, können die Geschäftsbanken auch keine Kredite mehr vergeben, sondern nur noch die Zentralbank. Weiterhin behaupten die Vollgeldinitianten, dass den Banken einerseits die Buchgeldschöpfung untersagt werde, anderseits könnten sie doch Kredite vergeben, indem sie Spargelder verleihen dürften. Da man aber Spargelder nicht verleihen kann (siehe unten die korrekte Argumentation von IT_Daniela), ist das alles Wischiwaschi, denn man kann Schulden nicht verleihen. Es ist wirklich tragisch, dass gewisse Universitätsprofessoren noch nicht einmal solch banalste Logik beherrschen und das wirft auch ein Licht auf die Qualität der heutigen universitären Ausbildung.

      Des weiteren verstehen die Vollgeldinitianten auch nicht, dass Geld nur ein Medium ist. Ein Medium, das Kapital flüssig macht. Als Beispiel: Jemand, der ein schuldenfreies Haus hat, hat sein Erspartes ins Haus investiert (Architekt, Material und Handwerker mussten ja bezahlt werden). Er zieht aus dem Haus den Vorteil, dass er darin wohnen kann. Wenn er nun sein Haus verkauft, so ist ihm der Hauskäufer das Geld dafür schuldig. Müsste er dem Hausverkäufer, falls er den Kaufpreis nicht sofort bezahlen kann, nicht einen Zins bezahlen? Denn sonst hätte er ja das Haus gratis zur Verfügung gestellt und würde vom Ersparten des Hausverkäufers profitieren und der Hausverkäufer würde auf das Haus samt darin investiertem Geld lange Zeit verzichten, das Haus also quasi verschenken. Da wäre der Hausverkäufer aber schon ziemlich blöd, würde er das Haus unter diesen Umständen nicht einfach vermieten und eine Miete kassieren…
      Nun springt also die Bank quasi als Mittlerin in die Bresche, indem sie die Schuld des Hauskäufers übernimmt. Also muss der Hauskäufer den Zins natürlich nicht dem Hausverkäufer bezahlen, denn der kann ja nun sofort über das Geld verfügen, sondern der Bank, der er das Geld weiterhin schuldet! Dafür kann er nun im Haus wohnen und vom darin investierten Kapital profitieren.
      Somit wird offensichtlich, dass das Geld nicht aus dem Nichts geschöpft wurde, sondern aus dem Kapital, dem Haus. Ebenso wird offensichtlich, dass das aus dem Kredit resultierende Buchgeld eine Bargeldschuld der Bank gegenüber dem Hausverkäufer ist. Wäre die Bank nicht zwischen Hausverkäufer und Hauskäufer geschaltet, wäre der Hauskäufer dem Hausverkäufer das Geld schuldig und diese Schuld ist mit dem Hauskauf neu entstanden. Zu behaupten, der Hauskäufer hätte Geld geschöpft, ist einfach nur noch lächerlich. Nein, er ist eine Schuld eingegangen, die die Bank übernommen hat. Nun kann man in der Folge ebensowenig behaupten, die Bank hätte Geld geschöpft – sie ist eine Verpflichtung eingegangen, nämlich die Verpflichtung des Hauskäufers – und schon gar nicht, dass diese Geldschöpfung aus dem Nichts stattgefunden habe. Nein, es liegt das Haus resp. der Kaufvertrag für das Haus zugrunde. Und dieses Haus ist nicht nichts. Aber genau das wollen die Vollgeldinitianten den Bürgern weismachen. Das ist schlechthin eine Beleidigung der menschlichen Intelligenz.

    • Nachtrag:
      „Was will die Vollgeld-Initiative?
      Das Giralgeld durch Vollgeld ersetzen. Anders gesagt, Bankengeld durch Zentralbankgeld ersetzen. Wieder anders gesagt, das bestehende Banknotenmonopol der Zentralbank (Schweizer Nationalbank) auf Buchgeld ausdehnen und damit die Giralgeldschöpfung der Banken beenden.
      Kurz gesagt: Zentralbank-Vollgeld rein, Banken-Giralgeld raus.“
      (Pressekonferenz von Joseph Huber in Zürich vom 28.11.2013)
      http://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Texte_Dokumente_deutsch/Pressekonferenz_Joseph_Huber_ZH_28_Nov_2013.pdf
      Da kann also niemand behaupten, die Kreditvergabe solle nicht der Zentralbank vorbehalten sein. Das ist Planwirtschaft! Wohin das führt, ist bekannt, sollte man wenigstens meinen…
      Die Initianten schreiben: „Geld auf den Sparkonti kann verliehen werden und ein Einlageschutz soll mit bis zu 100’000 Franken haften“.
      Was passiert nun mit diesem verliehenen „Geld“? Der Schuldner dürfte, wie jeder wohl weiss, den Kredit nicht aufgenommen haben, um ihn danach unter die Matratze zu legen und später wieder zurückzuzahlen! Er gibt selbstverständlich dieses Geld aus! Was passiert dann mit dem Geld? Es landet auf dem Konto seines Lieferanten. Wenn nun der Lieferant spart, gehört dasselbe Geld zwei Personen, nämlich einerseits dem Sparer 1 und anderseits dem Sparer 2! Ist das tatsächlich Vollgeld? Ganz abgesehen davon, dass ja das Geld nicht auf dem Sparkonto liegt, sondern das Sparkonto ist nur eine Forderung, ein Anspruch auf Geld. Aber das ist für Leute wie den eigens für die Schweizer Vollgeldinitiative importierten, tragischen deutschen Prof. Huber natürlich viel zu hoher Latein…

    • @ barbara seiler

      Das kann ich nachvollziehen, nur nicht mehr ändern. Aber ganz offen – ich würde den essay genau gleich wieder schreiben.

      Nur, vielleicht kann ich zu Ihrem inhaltlichen Verständnis meines Artikels doch noch ganz sanft beitragen – völlig ohne delikate Wortwahl wird anschaulich in folgendem Link das (zunächst) tragische Schicksal infolge staatlicher Repression eines Ihrer (?) entfernten Vorfahren beschrieben, welches sich dann dank dem „richtigen“ Geld (und sogar noch -was überrascht- mit der Hilfe der heutigen EU) zum happy end entwickelte ..:

      http://www.geneal-forum.com/phpbb/phpBB3/viewtopic.php?t=14616

    • Danke für die Anmerkungen.

      nur kurz zum Verständnis

      – Giralgeld/Banknoten/Münzen sind doch Formen von Geld – unterschiedliche Symbole, die aber ein und denselben Wert repräsentieren. Ich geb meiner Bank am Schalter eine Hunderternote und krieg dafür + 100 auf den Kontoauszug geschrieben, und kann wieder eine Hunderternote am Bancomaten rauslassen und krieg -100 auf den Kontoauszug geschrieben. (auch wenn heute Banknoten und Münzen Vollgeld sind, Giralgeld auf dem Konto kein Vollgeld ist)

      – Vollgeld oder nicht-Vollgeld beschreibt den legalen Status einer Form von Geld. Banknoten sind heute schon Vollgeld – und es ist, zumindest theoretisch, möglich, dass ich bei einer Geschäftsbank einen Kredit erhalte und das Geld als Bargeld = Vollgeld in die Hand bekomme. Nur weil Bargeld = Vollgeld ist, muss ich deswegen doch nicht die SNB für meinen Kredit bemühen!

      Und auch wenn die Geldform „Giralgeld“ den legalen Status von Vollgeld erhält, was heute nicht der Fall ist (sondern lediglich das Versprechen, mir Bargeld zu geben, wenn ich das wünsche), würde ich weiterhin meine Geschäftsbank für einen Kredit anfragen, nicht die SNB. – oder?

      Die SNB ist für die gesamte Geldmenge verantwortlich, bei einem Vollgeldsystem, und entscheidet, wie viel Geld wann neu geschaffen wird. Aber die Verteilung des Geldes obliegt dem Parlament bei neu geschaffenem Vollgeld in Bezug auf die Art der Inverkehrssetzung (und auch das Einsammeln von zuviel Geld, sollte die SNB eine Reduktion beschliessen) – und wie bisher sind die Geschäftsbanken zuständig für die Vergabe von Krediten, Ausführen von Zahlungsverkehr etc. Versteh ich das richtig?

      Und dann meine ich – ich bin keine Expertin – dass Buchungsregeln Vereinbarungen sind, die man auch anders vereinbaren könnte, wenn man denn wollte. Sie sind menschengeschaffen und nicht Naturgesetze.

      Zu guter Letzt bin ich der Auffassung, dass der Staat für Infrastruktur zuständig ist, und diese zur Verfügung stellen und unterhalten soll, und Geldwesen ist etwas, das ich für gleich wichtig halte wie zB Trinkwasserversorgung oder Stromversorgung. Und wie ein Wirt mit Hilfe des öffentlich überwachten Wasseranschlusses und öffentlich regulierten Stromnetzes Kaffee herstellen und verkaufen kann, so kann dann das staatlich regulierte Geld den Privaten und Firmen dazu dienen, Geschäfte zu machen.

    • @ barbara seiler

      „Nur weil Bargeld = Vollgeld ist, muss ich deswegen doch nicht die SNB für meinen Kredit bemühen!“
      Sofern Sie den Kredit bar beziehen, entsteht tatsächlich kein Buchgeld. Ihr Lieferant allerdings muss dann dieses Bargeld als solches halten oder kann es keiner Bank einzahlen, denn dann entstünde Buchgeld, was die Vollgeldinitianten ja explizit untersagen. Wenn aber die Bank keinen Kredit eines Sparers erhält (= Fremdkapital), kann sie Ihnen auch kein Bargeld als Kredit auszahlen, weil sie keines hat! Das ist, wie wenn Sie eine Firma gründen und die Bank Ihnen den Kredit sperrt, dann können Sie Ihr Geschäft schlicht und einfach schliessen, das heisst, Sie gehen Konkurs… (Das hat etwas mit Vorfinanzierung zu tun, welche ich weiter unten angesprochen habe, und die auch in meiner Webseite ausführlich behandelt wird.)

      „Und dann meine ich – ich bin keine Expertin – dass Buchungsregeln Vereinbarungen sind, die man auch anders vereinbaren könnte, wenn man denn wollte.“
      Ja, sicher, man kann auch vereinbaren, dass 1 + 1 neuerdings 11 sind…

    • @Oeconomicus Criticus

      „Ihr Lieferant allerdings muss dann dieses Bargeld als solches halten oder kann es keiner Bank einzahlen, denn dann entstünde Buchgeld, was die Vollgeldinitianten ja explizit untersagen.“

      Wie kommen Sie darauf, dass die Vollgeldinitiative Buchgeld untersagt? Sie will den legalen Status von Buchgeld verändern und neuen Regeln unterwerfen, aber es wird weiterhin möglich sein, Zahlungen bargeldlos durchzuführen.

      Bloss wird das Buchgeld dann eben auch Vollgeld sein, genau wie Banknoten und Münzen heute Vollgeld sind, und die Menge direkt von der SNB kontrolliert werden.

      „Wenn aber die Bank keinen Kredit eines Sparers erhält (= Fremdkapital), kann sie Ihnen auch kein Bargeld als Kredit auszahlen, weil sie keines hat!“

      nun, dann müssen die Banken eben anfangen, nett zu den Sparern sein und sie überzeugen, ihnen Geld zur Verfügung stellen – wär ja mal eine ganz nette Abwechslung, als kleine unbedeutende Privatperson von einer Bank anders behandelt zu werden als der letzte Dreck.

      „Das ist, wie wenn Sie eine Firma gründen und die Bank Ihnen den Kredit sperrt, dann können Sie Ihr Geschäft schlicht und einfach schliessen, das heisst, Sie gehen Konkurs… “

      Zum Glück nicht! Mein winziges Geschäft hab ich ohne Kredit gegründet. Ich arbeite lieber für mich selbst und nicht für die Bank.

      „Ja, sicher, man kann auch vereinbaren, dass 1 + 1 neuerdings 11 sind…“

      Die Eigenschaften von Zahlen sind, im Gegensatz zu Buchhaltungssystemen, nicht durch Menschen definiert worden.

    • @Barbara Seiler

      Bei jeder Kreditgewährung entsteht Buchgeld (Giralgeld). Da die Vollgeld-Initiative will, dass nur noch die Nationalbank Buchgeld emittieren darf, folgt, dass nur noch die Nationalbank Kredite geben darf.

      Bei Annahme der Vollgeld-Initiative wäre das Resultat, dass es keine Banken mehr in der Schweiz gäbe ausser der Nationalbank. Wenn nur noch die Nationalbank „Geld schöpfen“ dürfte, so müsste sie logischerweise auch sämtliche Kredite auf ihr Buch nehmen.

      Es ist nicht möglich, dass eine andere Bank noch Kredite gewähren dürfte, weil sie dadurch automatisch Geld emittieren würde. Es gibt auch keine Möglichkeit, dass die Banken Kredite gewähren und dennoch die Nationalbank allein Geld emittieren darf. Denn Kreditgewährung und Geldemission muss in der Bilanz desselben Unternehmens erfolgen.

      Als Kreditnehmerin hätten Sie den Nachteil, dass sie nicht mehr zwischen verschiedenen Banken auswählen könnten, wenn Sie beispielsweise ein Haus bauen oder eine Unternehmung gründen möchten. Wird ihr Kreditgesuch von der Nationalbank abgelehnt, so ist das so. Sie könnten nicht zu Konkurrenz gehen.

      Umgekehrt hätte die Nationalbank ihrerseits keine Konkurrenz. Sie könnte den Zins so festlegen, wie sie will. Und es ist davon auszugehen, dass sie als Kreditnehmerin schlechter fahren, wenn Sie nur ein Angebot haben, als wenn Sie zwischen verschiedenen Angeboten auswählen könnten.

      Zudem werden die Banken von Menschen geführt. Es ist kaum so, dass eine von Politikern dominierte Bank (Sie sprechen ja vom Parlament) besser geführt wird als eine von Unternehmern. Auch ist die „Too-big-to-fail“ – Gefahr zu gross, wenn es nur noch eine Bank gäbe.

      Auch möchte ich Sie daran erinnern, dass grosse monopolistische Staatsbetriebe ineffizienter sind als kleinere marktwirtschaftliche Betriebe, die untereinander in Konkurrenz stehen.

      Es ist eben nicht so, wie Sie schreiben, dass der Staat die Wasserversorgung sicherstellt und der Wirt führt das Restaurant. Nein. Bei Annahme der Vollgeld-Initiative gäbe es nur noch eine einzige staatliche Restaurant-Kette in der Schweiz. Alle anderen wären verboten.

      Ich hoffe, mit diesen Ausführungen etwas zur Klärung beigetragen zu haben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Barbara Seiler

      Sehr geehrte Frau Seiler

      Noch ein kurzer Nachtrag zu Ihren Ausführungen, Buchhaltung sei „Konvention“.

      Buchhaltung ist ein Naturgesetz. Vermögen aus dem Nichts gibt es nicht. Nur in der Bibel gab es Manna vom Himmel und die unendliche Brotvermehrung.

      Vermögen muss von uns Menschen mehr oder weniger hart erarbeitet werden. D.h. wir haben die Buchung

      Aufwand an Ertrag

      In Ihrem Geschäft müssen Sie auch einen Aufwand investieren, um einen Ertrag zu erhalten. Nicht wahr?

      Zudem gehört jedes Vermögen jemandem. Wenn sie also links das Vermögen verbuchen, so buchen Sie rechts Fremdkapital oder Eigenkapital.

      Sie schreiben, Sie haben ein Geschäft ohne Fremdkapital. Gut. Darauf legen Sie Wert – zu Recht.

      Also müssen Sie auch in Ihrem Geschäft verbuchen

      Aktiven an Passiven

      Bzw. Vermögen an Eigenkapital (damit halten Sie fest, dass sie kein Fremdkapital haben, sondern alles Eigenkapital ist.)

      Oder ein anderes Beispiel: Ein Geburtsschein kann nur ausgestellt werden, wenn ein Kind geboren wurde.

      Die Buchungsregeln:

      Aufwand an Ertrag

      oder

      Aktiven an Passiven

      Bzw.

      Vermögen / Kapital

      Sind Naturgesetze und können nicht von uns Menschen ausgeschaltet werden.

      Deshalb kann die Nationalbank nicht „Geld aus dem Nichts schöpfen“, wie SNB-Chef Jordan behauptet.

      Und die Vollgeld-Initiativen begehen denselben Fehler: Sie behaupten, die Nationalbank und die Banken könnten Geld aus dem Nichts schaffen.

      Die Vollgeld-Initianten unterliegen diesem Irrtum genauso wie unsere Nationalbank.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ barbara seiler

      Sie schrieben:
      „die Verknappung/Ausmerzung des Giralgelds und die Zentralisierung des Kreditwesens, die angeblich bei einem Vollgeldsystem kommen soll, konnte ich allerdings beim Studium der Initiative nirgends erkennen“

      Der von den Vollgeldinitianten verlangte neue Verfassungsartikel: „DER BUND ALLEIN schafft Münzen, Banknoten und BUCHGELD als gesetzliche Zahlungsmittel.“
      Dass aber die Vollgeldinitianten zu ihren eigenen Forderungen und Worten nicht stehen und sie gar verleugnen, das ist mittlerweile sattsam bekannt.

      Die Initianten schreiben weiterhin:
      „Alles Giralgeld wird zu gesetzlichem Zahlungsmittel und wird neu von der SNB garantiert. Die bisherigen Verpflichtungen der Banken, die Guthaben der Kontoinhabern auf Wunsch auszuzahlen, wandeln sich zu Verpflichtungen gegenüber der SNB.“ http://www.vollgeld-initiative.ch/erlaeuterungen/

      Wenn also sämtliches Giralgeld zu Vollgeld wird, dann wird folglich das Giralgeld ausradiert und Kredite der Banken verunmöglicht, weil diese automatisch wiederum Giralgeld generieren. Im übrigen stellen die Vollgeldinitianten die Realität auf den Kopf. Sie verlangen mutatis mutandis, dass Wasser gefälligst aufwärts zu fliessen habe, denn sie behaupten keck, dass die SNB den Banken Darlehen gewähre, derweil ist es umgekehrt und sie behaupten ebenso dreist, dass die SNB Geld aus dem Nichts schöpfen könne. Die Werte werden von den arbeitenden Menschen erschaffen und nicht von der SNB.

      „Die Eigenschaften von Zahlen sind, im Gegensatz zu Buchhaltungssystemen, nicht durch Menschen definiert worden.“
      Buchhaltung ist die Abbildung der Realität. Man kann nicht die Abbildung ändern und dann meinen, die Realität ändere sich ebenso. Da wird man unweigerlich an der Realität zerschellen. Eine Buchhaltung bildet ab, was man hat (Aktiva) und was man schuldet (Passiva) – nichts weiter. Man kann nun also einfach behaupten, Schulden seien Vermögen, wie das die Initianten tun und meinen, dass die Realität sich dann anpasst. So kann man dann auch oben nach unten drehen und aufwärts zu abwärts deklarieren, so fliesst dann Wasser automatisch aufwärts. Dass sich das Wasser aber natürlich nicht an den Neudefinitionen stört und seinen Kreislauf wie gewohnt fortsetzt, das blenden die Vollgeldler erfahrungsgemäss aus.

    • @Oeconomicus criticus

      „Die Werte werden von den arbeitenden Menschen erschaffen und nicht von der SNB.“

      Wenn das nur die SNB und die Vollgeld-Initianten endlich verstünden!

      „Buchhaltung ist die Abbildung der Realität“

      Dito!

      „Eine Buchhaltung bildet ab, was man hat (Aktiva) und was man schuldet (Passiva) – nichts weiter.“

      Dito!

      Es ist doch so einfach – aber die SNB und die Vollgeld-Initianten verstehen partout nicht!

      Es ist eben schwierig – eingefleischte Irrtümer zugeben zu müssen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Meyer

      „Es ist doch so einfach – aber die SNB und die Vollgeld-Initianten verstehen partout nicht!“

      Weil es so einfach ist, müssten es die Professoren der Vollgeld-Initiative und der SNB erst recht verstehen, während es jeder in meinem Umfeld, der auch nur Kassabuch führt und sonst von Buchhaltung keine Ahnung hat, versteht: Einnahmen und Ausgaben, Vermögen und Schulden.

      „Es ist eben schwierig – eingefleischte Irrtümer zugeben zu müssen.“
      Daher spreche ich diesen Professoren auch jegliche Ehre ab, andernfalls müsste ich denen ganz im Sinne von Einstein unendliche Dummheit attestieren. Ehrenwerte Personen würden zurücktreten und ihren Lehrstuhl räumen statt Generationen von Studenten zu verblöden und ein Land zu ruinieren, nur um vordergründig recht zu behalten.

      Freundliche Grüsse
      OC

    • @Marc Meyer

      Bargeld ist heute schon Vollgeld. Heisst, Ihrer Logik zufolge, wenn Sie Bargeld brauchen, gehen Sie zur SNB? – aber doch nicht! Sie gehen, vermutlich, zum Bancomaten ihrer Hausbank, die das im Auftrag der SNB hergestellte Papiergeld verteilt. Auch Kredite werden in einem Vollgeldsystem über die Geschäftsbanken laufen, auch wenn die Geschäftsbanken die Bilanz nicht mehr verlängern dürfen, sondern das Geld (buch oder bar) bei der SNB holen müssen.

      „Es ist kaum so, dass eine von Politikern dominierte Bank (Sie sprechen ja vom Parlament) besser geführt wird als eine von Unternehmern.“

      Politiker haben immerhin eine volkswirtschaftliche Perspektive, nicht eine betriebswirtschaftliche, für die in erster Linie der Gewinn (der Bank! nicht des Kunden) zählt. Und dann gibt’s noch das Volk, das via Abstimmung mitbestimmen kann, in demokratischen Prozessen.

      Und wenn ich sehe, was in den letzten Jahren an Bankenkrisen geschah… echt, so viel Geld verschleudern, sich selbst in Existenznöte bringen und sich danach an Mama Staats Rockzipfel hängen, echt, ich glaube, das würde sogar ich noch hinkriegen.

      Würde Sie denn auch meinen, dass ein privatisiertes, gewinnorientiertes Justizwesen, zum Beispiel, bessere Resultate erbrächte als das staatliche Justizwesen, das wir heute haben?

      „Vermögen aus dem Nichts gibt es nicht.“

      Ein, sagen wir, Bauer oder Maurer, die müssen in der Tat schwer arbeiten, um ihre Ernte einzufahren oder eine Mauer aufzustellen und somit den Wohlstand einer Gesellschaft zu vermehren oder erhalten. Knochenarbeit ist das!

      Geld hingegen, das sind lediglich Symbole – auf Zettel oder Metallplättchen gedruckte Zahlen, die nur darum funktionieren, weil Menschen einander vertrauen, dass die andern ebenfalls diese auf Zettel gedruckten Symbole (oder, noch abstrakter, ein paar elektrische Vorgänge in Computern) einen Wert repräsentieren. und Symbole SIND menschliche Konventionen.

      „Denn Kreditgewährung und Geldemission muss in der Bilanz desselben Unternehmens erfolgen.“

      Das will die Vollgeldinitiative ja so ändern, dass die Geldemission bei der SNB stattfindet, die Kreditgewährung bei der Geschäftsbank, und somit zwischen SNB und Geschäftsbank noch ein zusätzlicher Schritt geschehen muss, damit der Kunde dann seinen Kredit kriegt.

      „Und es ist davon auszugehen, dass sie als Kreditnehmerin schlechter fahren, wenn Sie nur ein Angebot haben, als wenn Sie zwischen verschiedenen Angeboten auswählen könnten.“

      Meine Erfahrungen der letzten Jahre (in Bezug auf Gebühren von Konti, nicht in Bezug auf Kredite) haben mir gezeigt: die machen alle dasselbe.

      Aber gut, die Diskussion ist steril, weil Kreditvergabe weiterhin über Geschäftsbanken laufen wird, und Geschäftsbanken weiterhin alle ihre eigenen Konditionen gestalten können, wie sie wollen. SNB wird auch bei Vollgeld nicht zuständig für den Kredit eines neuen Autos oder Hauses sein.

    • @oeconomicus criticus

      „Wenn also sämtliches Giralgeld zu Vollgeld wird, dann wird folglich das Giralgeld ausradiert“

      nein – Giralgeld bleibt Giralgeld, aber sein legaler Status wird anders definiert – echtes, wirkliche Schweizer Franken, nicht mehr nur das Versprechen einer Bank, diese in Form von Bargeld auf Wunsch dem Kunden zu zahlen. Es bleibt aber weiterhin Giralgeld, als ein Eintrag in einem Buch. (und wird nicht als Münzen oder Noten herausgegeben)

      „Die Werte werden von den arbeitenden Menschen erschaffen und nicht von der SNB.“

      „Wert“ ist nicht dasselbe wie „Symbol des Wertes“. Geld ist lediglich das Symbol, und eine Währung soll, so wie ich das verstehe, die Gesamtheit des Wertes der betreffenden Volkswirtschaft abbilden CHF für die Schweiz, € für Euroländer, Yen für Japan, etc.

      Aber eben: Manipulationen am Symbol verändern nicht den Wert selbst, aber sie können sehr wohl Veränderungen darin verursachen, ob Geschäfte in diesem Raum leicht, sicher und zum Wohle aller gemacht werden können, oder ob sie schwierig, unsicher, zum Wohle weniger Einzelner gemacht werden, was dann wiederum beeinflusst, ob neue reale Werte geschaffen werden können. (Wenn der Handwerker kein Werkzeug erwerben kann, kann er irgendwann auch nicht mehr arbeiten…)

      „Man kann nicht die Abbildung ändern und dann meinen, die Realität ändere sich ebenso.“

      Vollgeld will ja die Realität ändern, was es dann nötig machen würde, anders zu buchen als heute.

    • @ barbara seiler

      „nein – Giralgeld bleibt Giralgeld, aber sein legaler Status wird anders definiert – echtes, wirkliche Schweizer Franken, nicht mehr nur das Versprechen einer Bank, diese in Form von Bargeld auf Wunsch dem Kunden zu zahlen.“

      Anscheinend verstehen Sie nicht. Wenn Giralgeld ein legaler Status zugeschrieben werden soll, so muss das Aktivum der SNB übereignet werden, denn nur sie ist (rechtlich) in der Lage „echtes, wirkliche Schweizer Franken“, Franken herauszugeben. Das folgt nicht bloss aus dem Recht, sondern auch aus der Buchhaltung. Als Gegenposition muss folglich ein Aktivum der SNB übereignet werden. Das von den Vollgeldinitianten propagierte „Geld-aus-dem-Nichts“ ist wirren Dummköpfen (oder allenfalls korrupten Propagandistenköpfen) entsprungen und wurde von Dr. Meyer und mir schon oft widerlegt.

      „“Wert” ist nicht dasselbe wie “Symbol des Wertes”. Geld ist lediglich das Symbol, und eine Währung soll, so wie ich das verstehe, die Gesamtheit des Wertes der betreffenden Volkswirtschaft abbilden CHF für die Schweiz, € für Euroländer, Yen für Japan, etc.“
      Das ist Quatsch. Studieren Sie bitte meine folgende Seite: https://sites.google.com/site/geldsysteminfo/grundlagen/geldentstehung
      Jeder Franken ist durch ein Aktivum gedeckt. Meist durch Kredit, aber auch – leider – durch Staatsanleihen, also durch von der Bevölkerung zukünftig zu erarbeitende Werte, ein Versprechen der Politiker (also durch zu leistende Steuerfranken), welche ihr Wort immer und immer wieder brechen – und immer und immer wieder wird ihnen unverständlicherweise geglaubt… Näheres wollen Sie bitte auf meiner Webseite entnehmen. Ich bin nicht imstande, hier eine ganze Dissertation als Kommentar zu hinterlegen.

      „Vollgeld will ja die Realität ändern, was es dann nötig machen würde, anders zu buchen als heute.“
      Sowenig man ändern kann, dass 1 + 1 = 2 sind, sowenig kann man Buchungen ändern und Buchungen können auch nicht die Realität ändern, sondern die Realität schafft erst die Buchungen. Das versuchte auch Dr. Meyer zu erklären, allerdings, wie es scheint, vergeblich. Man kann zwar oben als unten deklarieren – aber das Wasser wird deshalb nicht nach oben fliessen, auch wenn das die Vollgeldfantasten gerne hätten.

    • @Barbara Seiler

      Guten Morgen Frau Seiler

      Besten Dank für Ihre Replik, auf die ich gerne hier eingehe.

      Erstens:
      Sie schreiben:
      Zitat:
      „Bargeld ist heute schon Vollgeld. Heisst, Ihrer Logik zufolge, wenn Sie Bargeld brauchen, gehen Sie zur SNB? – aber doch nicht! Sie gehen, vermutlich, zum Bancomaten ihrer Hausbank, die das im Auftrag der SNB hergestellte Papiergeld verteilt.“
      Zitat Ende

      Ihre Aussage ist korrekt. Nur: In dem Moment, in dem Sie die Banknote aus dem Bankomat herauslassen gewähren Sie ihren Kredit, den Sie bisher ihrer Bank gewährt haben, nun neuerdings der Nationalbank.

      Wer eine Banknote in Händen hält, der besitzt einen Obligationsschein der SNB. Sie Frau Seiler sind jetzt Kreditgeberin der Nationalbank. Ihr bisheriger Kredit, den Sie der Geschäftsbanken bisher gegeben haben wird dort ausgebucht.

      Zweitens:

      Ihr Zitat:
      „Auch Kredite werden in einem Vollgeldsystem über die Geschäftsbanken laufen, auch wenn die Geschäftsbanken die Bilanz nicht mehr verlängern dürfen, sondern das Geld (buch oder bar) bei der SNB holen müssen.“
      Zitat Ende

      Bei Annahme der Vollgeld-Initiative wären demzufolge die Banken nur noch die „Briefträger“, welche das Geld auszahlen. Die Kredite gewährt also alleine die SNB. Diese nimmt den Kredit auf ihr Buch. Das bestätigt: Vollgeld bedeutet: Nur noch eine Bank – die Zentralbank. Diese entscheidet, ob der Kredit gewährt wird oder nicht. Sie trägt nun das Risiko des Kredits.

      Drittens:
      Zitat:
      „Politiker haben immerhin eine volkswirtschaftliche Perspektive, nicht eine betriebswirtschaftliche, für die in erster Linie der Gewinn (der Bank! nicht des Kunden) zählt. Und dann gibt’s noch das Volk, das via Abstimmung mitbestimmen kann, in demokratischen Prozessen.“
      Zitat Ende

      Was Sie im Prinzip sagen ist: Nicht jede Aktie hat eine Stimme, sondern jeder Aktionär bzw. jeder Stimmbürger und jede Stimmbürgerin. Das wäre eine neue Grundsatzdebatte. Wenn also ein Marktteilnehmer einen Kredit will, ob für ein Haus oder für ein Unternehmen, muss er quasi das ganze Volk hinter sich haben…

      Mit Ihren Zeilen geben Sie aber indirekt zu, dass Vollgeld dazu führt, dass es nur noch eine Bank gibt – die SNB – geführt von den Politikern und indirekt vom Volk. Mutig! Aber es bleibt bei der Feststellung: Nur noch eine Bank. Ob das die Schweizerinnen und Schweizer wollen? Und haben das die Vollgeld-Initianten ihren Anhängern auch deutlich gemacht, dass Vollgeld bedeutet, dass es nur noch eine staatliche Bank gibt?

      Viertens:
      Auch ich bin unglücklich über das unverantwortliche Verhalten der Banken, insbesondere das unglückselige Bonussystem. Dem sollte man beikommen. Aber es ist schwierig, weil hier ein Staatsversagen vorliegt und das Stimmrechtsverhalten bei staatlich verordnetem Sparen (Pensionskassen usw.) nicht festgelegt wurde (ich habe an anderer Stelle auf Inside Paradeplatz darüber geschrieben).
      Aber diese Fehlentwicklung bei den Boni ist anders anzugehen als über eine Vollgeld-Initiative. Da vermischen sie m.E. zwei verschiedene Probleme.

      Fünftens:
      Der Wert des Geldes beruht nicht auf Vertrauen, sondern auf der Bilanz des Geldemittenten – so wie der Wert einer Obligation vom Vermögen des emittierenden Unternehmens abhängt (ceteris paribus). Fällt der Wert des Vermögens unter Wert des emittieren Geldes, so verliert dieses an Wert.

      Sechstens:

      „Vermögen aus dem Nichts gibt es nicht.“

      Es bleibt dabei.

      Wenn der Maurer hart arbeitet, so hat er auf der einen Seite seiner persönlichen Bilanz den Aufwand und auf der anderen Seite den Ertrag – ergo zweiseitige oder doppelte Buchhaltung. Keine einseitige aus dem Nichts, wie unsere SNB und die Vollgeld-Initianten behaupten.

      Siebtens:

      Sie schreiben: Zitat:

      „Das will die Vollgeldinitiative ja so ändern, dass die Geldemission bei der SNB stattfindet, die Kreditgewährung bei der Geschäftsbank, und somit zwischen SNB und Geschäftsbank noch ein zusätzlicher Schritt geschehen muss, damit der Kunde dann seinen Kredit kriegt.“
      Zitat Ende

      Das ist doch vollkommen unmöglich, was Ihnen und den Vollgeld-Initianten hier vorschwebt: Wenn die Geschäftsbank einen Kredit gewährt, z.B. für ein Haus, so lautet der Buchungssatz:

      Gewährtes Hypothekardarlehen / Giroguthaben Kunde

      Das Passivum „Giroguthaben Kunde“ ist das emittierte Buchgeld. Also muss die Bank, bei welcher der Kredit aufgenommen wird, diesen auch gewähren.

      Soll die Nationalbank als einzige Buchgeld emittieren dürfen, so ist das nur möglich, wenn diese den Kredit gewährt und auf ihrer Aktivseite verbucht.

      Wenn aber die SNB den Kredit auf ihr Buch nimmt und auf ihrer Aktivseite verbucht, so muss sie ja auf der Passivseite die Geldemission verbuchen. Sie kann nicht nur die Geldemission auf der Passivseite verbuchen und auf ihrer Aktivseite nichts. Das wäre eine einseitige Verlängerung der Passivseite der SNB-Bilanz. Unmöglich!

      Das wäre wieder „Liquidität aus dem Nichts“. Entschuldigung – völliger Unsinn.

      So unsinnig wie ein Geburtsschein ohne Kind. Dass das ein Blödsinn ist, werden Sie doch bestimmt verstehen.

      Das tragische ist, dass seit Jahrzehnten Professoren behaupten, die SNB könne Geld aus dem Nichts schaffen und dass unsere Nationalbank und der Bundesrat das nachplappern.

      Also kann ich Ihnen nicht einmal einen grossen Vorwurf machen für den Unsinn, den Sie hier zusammengestiefelt haben. Es gibt noch ganz „andere Kaliber“, die nicht über die Nasenspitze hinausdenken.

      Mit Vorwurf richtet sich also umso heftiger an die Herren Wirtschaftsprofessoren und Notenbanker sowie Vollgeld-Initianten (von denen etwelche Wirtschaftsprofessoren sind).

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  101. Mittlerweile bestätigt ungefähr jede Zentralbank die Geldschöpfung per Kredit, z.B. auch die Schweiz. Nationalbank in ihrer Broschüre «die Nationalbank und das liebe Geld» auf Seite 19: «Die Banken schaffen neues Geld, indem sie Kredite vergeben.» Logisch: Sie verleihen ja nicht das Geld von unseren Konti. Wir können damit Rechnungen bezahlen und müssen es versteuern. Es ist also unzweifelhaft Geld und es gehört uns.
    Mangels Verständnis des Geldschöpfungsvorgangs zerfällt dann auch die restliche Argumentation in sich selber. Ich würde den Text heftig nachbessern oder vom Netz nehmen. Sie tun sich als Autor sonst einen schlechten Dienst
    Herzlich, Christoph Pfluger

    • @ Christoph Pfluger

      Kleine Denksportaufgabe für Sie – rein hpothetischer Fall natürlich, dennoch:

      Neu gegründete Bank, kein EK, dennoch Lizenz; Sie der erst u. einzige Kunde. BS bei der Bank („aus dünner Luft“):
      „Kreditfordg. an Spareinlage/Girokonto Pfluger“.

      Schön, und nun ? In dieser Volkswirtschaft ist keiner reicher noch ärmer geworden, kein Geld geschöpft worden – die Bank hat eine Forderung wie Verbindlichkeit Ihnen gegenüber gebucht, und Sie haben dasselbe Doppelpack an der eigenen Backe.

      Jetzt kommen Sie und sagen, aber das „Geld“ kann ich ja jetzt anderweitig investieren. Nur zu, probieren Sie das mal mit Ihrer Bank. Erst einmal, dass Sie die zu dem Geschäftsvorfall bewegen, und dann dazu, dass Sie ihr Geld abheben dürfen. Wie, gesagt, viel Spass dabei.

      Nein, Sie müssen dazu vorher eine Sicherheit beibringen. D.h., mit dem „aus dünner Luft“ kreierten Kredit haben Sie soeben Ihr eigenes Vermögen, Ihre Sicherheit, beliehen.

      Merken Sie was ?
      Herzlich, Jürgen Ott

    • @Christoph Pfluger

      Sehr geehrter Herr Pfluger

      Ein gewährter Kredit ist ein Aktivum und emittiertes Geld ist ein Passivum des Geldemittenten.

      Sehen Sie den Widerspruch?

      Ein Aktivum ist nicht dasselbe wie ein Passivum – und wenn alle Zentralbanken diesen Irrtum begehen – er wird damit nicht aus der Welt geschafft.

      Und auch die Vollgeld-Initianten begehen denselben Irrtum.

      Deshalb: Die Vollgeld-Initianten und die Zentralbanken sind im selben Spital krank.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Pfluger

      Und ich empfehle den Vollgeld-Initianten ihre Webseite vom Netz zu nehmen, denn soviel Ignoranz und Dummheit auf einer einzigen Webseite ist schon kaum mehr auszuhalten.

      Freundliche Grüsse
      Johannes

  102. Das ist ein lustiger Artikel. Herr Ott, man sieht es dem Artikel leider an, dass sie sich nicht wirklich fundiert mit dem Thema auseinandergesetzt haben oder eine sehr einseitige Wahl der Quellen vorgenommen haben. Diversifizieren Sie ihre Quellen! Das führt zu mehr Qualität in der Argumentation. Folgendes Argument Ihrerseits ist interessant:

    „Zum zweiten ein Marktmechanismus, der vor allem im Krisenfall schnell Liquidität herbeiführen könnte für die beiden grössten Anlagekategorien in unserer Wirtschaft, für die noch keine zentrale Börse existiert: Für Immobilien und für Kredite.“

    Denn es ist eines der zentralen Argumente der Vollgeldbefürworter. Banken verschwinden in der Krise in einem Strudel aus Vertrauensverlust. Kein Marktmechanismus kann diesen Strudel aufhalten, da der Markt auf dem Verhalten seiner Teilnehmer basiert, die in Panik verfallen und das Vertrauen verlieren, wie wir gesehen haben – im Gegenteil, der Markt verstärkt den Strudel, er wird massiv verschlimmert und führt in den totalen Kollaps. Den dann die Steuerzahler tragen müssen. Das liesse sich mit Vollgeld verhindern. Und falls sie ihren Horizont erweitern möchten und zur Abwechslung mal was anderes als Armstrong lesen wollen, hier ein Buch, dass die Geschichte des Geldes seit der Antike sehr exakt darlegt und sich am Ende genau mit diesem Thema beschäftigt. Wenn Sie dann nochmals einen Artikel schreiben, der fundiert argumentiert, lese ich diesen gerne:

    http://www.amazon.com/Geld-die-wahre-Geschichte-Kapitalismus-ebook/dp/B00HCBK2OY

    • @ Xavier Zurbuchen
      Danke für Ihre lustige Antwort.

      Zentralbanken verschwinden in einer Bankenkrise genauso wie ’normale‘ Banken. Zumindest schwindet deren Produkt, die Währung. Genügt ein Blick in irgend beliebiges Geschichtsbuch.

      Also, wieso alle Kreditbanken heute schon ausradieren, nur weil ein paar Utopisten mal eben alle Spareinlagen/Kredite bei der künftigen ‚Einheitskasse‘ SNB zentralisiert sehen wollen – cui bono ?!

    • Nein, die staatlichen Akteure verschwinden in der Krise nicht. So geschehen in der Krise 2008/2009. Ohne staatliche Eingriffe wäre es zum Meltdown gekommen. Gerade die amerikanische Notenbank war hyperaktiv. Der ganze gegenwärtige Aktivismus der Zentralbanken basiert ja darauf, dass sie glauben, durch die Krise eine neue Legitimation gewonnen zu haben. Ob sie das haben, sei dahingestellt, aber ohne staatliche Eingriffe in der letzten Krise sähe die Finanzwelt heute radikal anders aus.

      Den Marktmechanismus, den Sie sich für solche Fälle der Krise herbei wünschen, ist pures Wunschdenken. Analog zu ihrer Argumentation hier die meinige: Wenn es einen solchen Marktmechanismus geben könnte, dann wäre er schon lange gefunden. Dass die Geschichte bis jetzt keinen hervorgebracht hat, ist ein sehr starkes Indiz dafür, dass es schlicht keinen gibt.

      Was ich mehr interessiert: Was wäre ihre Lösung in der Krise gewesen? Für Vertrauensverlust und Liquiditätsprobleme? Kein Eingriff und eine verheerende Kettenreaktion auslösen? Die Interdependenzen sind heute so stark, dass ich, bis ich etwas Besseres sehe (vielleicht haben Sie ja eine zündende Idee, ich bin gespannt), geneigt bin zu glauben, dass der Markt hierfür keine Lösung bieten kann, kategorisch. Empirisch lässt sich periodisches Marktversagen ganz klar nachweisen.

    • @ Xavier Zurbuchen

      Die Lösung ? Kaufen Sie sich bitte Armstrong’s DVD. Ich könnte es nicht besser formulieren. Zumal ihm die Ehre der Pionierleistung gebührt.

      Aber selbst hier im Blog finden Sie von mir bereits mehrfach eine Skizze der Lösung. Analog natürlich zu Armstrong. Es gibt nach meinem Dafürhalten keine Alternative dazu. Ausser eine Währungsreform. Mit der Folge der furchtbaren Verarmung der Bürger eben. Wie zigfach zuvor bereits. Was sowohl Armstrong wie ich gerne -einmal- verhindern, zumindest abdämpfen wollen.

      Dennoch werde ich mich noch weiter zu dieser Lösung äussern. Nur geben Sie bitte mir wie diesem Lande dazu noch rd. anderthalb Jahre. Es muss hier erst richtig weh tun.

      ME steckt unser Karren gegen Ende 2017 -selbstverschuldet dank unserer Gesetzgebung- dann derart tief im Dreck, und ist das Leid der Bevölkerung dann derart angewachsen, dass die Bürger sich ernsthaft mit einer Lösung auseinandersetzen wollen.

      Solange hier aber noch Hinz & Kunz selbstherrlich nachplappert, was irgendwelche Laienprediger vorplappern, muss sich mE kein Bürger verausgaben. Meine grosse, gegenteilige, Bewunderung gilt hier übrigens Dr. Meyer für seinen unermüdlichen Einsatz.

    • @ Xavier Zurbuchen

      Zudem habe ich mich weiter oben jetzt mehrfach zu den mE wahren Ursachen der letzten Bankenkrise geäussert.

      In erster Linie gehörte dazu demnach Staatsversagen, kein Marktversagen. Aber da werden Sie mir vermutlich gleich aus ideologischen Gründen heraus deutlich widersprechen.

      Egal. Für mich leiten sich aus meiner Ursachenanalyse auch die notwendigen Re-Regulierungen wieder ab, insbesondere das Trennbankensystem.

      Aber selbst das würde uns nicht mehr vor der kommenden, zyklischen Staatsschulden- und Währungskrise retten. Dazu gehört deutlich mehr.

      Zuvorderst natürlich mehr Verständnis vom Geldwesen.

      Und ja, ich werde Ihr Geschichtsbuch zum Geld noch lesen, versprochen, befürchte jedoch, da wenig zu zu finden, sorry; dennoch. Und bitte nichts für ungut.

    • Ok, also Sie haben keine Lösung ausser der Aussage, dass, würde man irgendeiner Ideologie folgen, es gar nie soweit gekommen wäre. Das ist erbärmlich. Ich habe Sie gefragt, was in der Krise 2008 konkret ihr Rezept gewesen wäre, um einen Meltdown zu verhindern. Sie können in der Geschichte mehrere tausend Jahr zurück gehen, und sie finden immer wieder solches Marktversagen. Übrigens auch unter Gold- oder Edelmetallstandard, da sogar noch schlimmer. Lesen Sie mal nach, was die Folgen von Locke’s Einsatz für das Festhalten am Edelmetallstandard in England waren und wie viele Millionen danach in Irland in Hungersnöten umkamen.

    • @ Xavier Zurbuchen

      Ist Ihnen bei all dem Lesen eigentlich jemals in Sinn gekommen, dass alle diese „Standards“ seitens Regierungen (egal jetzt, ob adliger oder republikanischer Natur) in die Welt gesetzt und hernach gegen welches Volk auch immer mit allen Mitteln verteidigt wurden.. ?!

      Und immer in Zusammenarbeit mit den „zentralen“ Banken, egal jetzt ob moderner oder eben antiker Ausprägung ?!

      Eine rein rhetorische Frage natürlich, klar. Wofür ich um Verständnis bitte..

    • Übrigens ist es ein intellektuelles Armutszeugnis, wie Sie Armstrong anbeten, als wäre er der neue Messias und Verkünder des Weltenheils. Das passt zu einer Sekte, nicht in eine Diskussion zu ökonomischen Themen.

    • @ Xavier Zurbuchen

      Na, gehen Ihnen jetzt allmählich die Argumente aus, oder gehören Sie gar auch zu meiner „Gruppe“ ?

      Egal. Einen schönen Tag Ihnen noch, und viel Lesevergnügen mit Ihren Schmökern. Ich bleibe bei den meinigen ;-))

    • Da sollten Sie vielleicht wirklich nochmals nachlesen, wie die Auseinandersetzung in England zur Zeit Locke’s lief. Am Ende hat sich, massgeblich aufgrund des Einsatzes von Locke, die Regierung gegen eine „Verwässerung“ des Silbergehalts ausgesprochen, obwohl die Regierung zuvor dafür war. Folge war, dass es in England keine Münzen mehr gab, da in Frankreich das Silber für einen höheren Wert verkauft und eingeschmolzen wurde. Was wiederum dramatische Hungersnöte zur Folge hatte und eine lange Misere dramatischen Ausmasses. Übrigens war das Bankenwesen des Mittelalters gerade eine Gegenveranstaltung zu den Regierungen, die grossen Häuser machten sich dank dem Papiergeld unabhängig von versteckten Steuern der Königshäuser und Regierungen in Form von Verwässerungen des Edelmetallgehalts.

    • @ Xavier Zurbuchen

      Guter Punkt. Nä. Bsp. – die Silberdemokraten in USA:

      Als Deutschland 1871 im Gefolge des preuss.-franz. Krieges den Silberstandard aufgeben musste, führte dies zum Kollaps des Silberpreises weltweit. Was die „Silberdemokraten“ in den USA, eigentlich die Minenbesitzer im damals grössten Silberproduzentenland, auf die Barrikaden brachte. Weswegen letztlich die US-Regierung, die den Silberstandard in Anbetracgt der Lage ebenfalls zugunsten eines reinen Goldstandards aufgegeben hatte, erneut einbrach und dann doch wieder Silber in grossen Mengen aufkaufte. Quasi eine Subvention der heimischen Minenbesitzer. Auf Kosten des Volkes natürlich..

      Aber die eigentliche Moral von der Geschicht‘ ist:
      Alles Geld ist „fiat“, selbst EM-Standards, indem die Regierungen den Wert dieser Münzen festlegen.

      Und zwar jede Regierung für sich. Da sie zT das „Geld“ ja selber importieren musste, wie D. damals das Silber (was für ein Paradoxon..). Und so war das auch zu Locke’s Zeiten zwischen England und Frankreich.

      Und, Regierungen lassen im Zweifel ihren heissgeliebten Standard auch einfach über Nacht wieder fallen, sobald finanzielle „Nöte“ (wie hier der 1871er Krieg) sie dazu zwingen. Toll, für das Volk, welches in dieser gerade fallengelassenen Währung angespart hat..

      Also, ich bleibe bei meiner Aussage – Staatsversagen.
      Der Markt hat da wenig zu sagen, allenfalls temporär, wenn sich Preise mal zwischendurch „frei“ bewegen dürfen.

      Und sollten Sie sich je mal zu dem -weitergehenden- Gedanken durchgerungen haben, dass Geld rein eine Tauschmittelfunktion statt eine Wertaufbewahrungsfunktion hat (weil noch nie in der Menschheitsgeschichte je ein als Geld verwendetes „Ding“ seinen Wert auch nur temporär konstant hielt – ausser eben „auf dem Papier“, auf Regierungsbefehl: „fiat !“), dann sind Sie auf einmal ganz schnell froh, dass EM heute kein „Geldstandard“ ist, sondern ein einfaches Asset.

      Welches nach einem baldigen Tief nämlich gewaltig anziehen sollte.

      Ihnen alles Gute !

  103. @Dr. Jürgen Ott

    Sehr geehrter Herr Doktor Ott

    Besten Dank für Ihren Artikel, der interessante geschichtliche Entwicklungen aufzeigt.

    In einem zentralen Punkt bin ich mit Ihnen aber nicht einig und da muss ich in dieselbe Kerbe schlagen wie die vorangegangene Kommentatorin IT-Daniela: Sie schreiben:

    Zitat:

    „Nehmen wir an, Sie haben Geld auf Ihrem Konto, und da Sie es nicht abheben, verleiht es die Bank an Ihren Nachbarn weiter.“

    Zitat Ende

    Damit bilden Sie die heutige Geldtheorie ab, welche Geld fälschlicherweise als einen Aktivkredit des Geldemittenten betrachtet, welches über den Multiplikatorprozess weiter ausgeleiht wird.

    Hier liegt das Krebsübel der heutigen Geldtheorie: Geld ist immer ein Passivkredit des Geldemittenten – kein Aktivkredit, wie das aus Ihrer Argumentation hervorginge.

    Wenn Sie schreiben, „…verleiht es die Bank an Ihren Nachbarn weiter…“ so begehen Sie leider diesen Irrtum und interpretieren Geld als Aktivkredit, der „weitergereicht“ wird.

    Am verständlichsten wird die Geldtheorie, wenn sie mit Buchungssätzen überprüft wird. In meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ auf Inside Paradeplatz am 25. Sept. 2013, habe ich die betreffenden Buchungssätze aufgezeigt.

    https://insideparadeplatz.ch/2013/09/25/die-snb-und-das-maerchen-von-der-geldschoepfung/

    Ich will hier nochmals kurz auf einige eingehen:

    Angenommen, Sie bringen CHF 100’000 in Banknoten an Ihren Schalter bei Ihrer Bank.

    Der Buchungssatz aus Sicht der Bank lautet:

    Kasse an Giroguthaben Kunde A (Dr. Ott): CHF 100’000

    Nun möchte Ihr Nachbar ein Haus bauen und beantrage einen Hypothekarkredit bei derselben Bank, wo Sie Kunde sind.

    Falls die Bank diesen Kredit gewährt aufgrund der Bonität Ihres Nachbarn und aufgrund des Wertes des Hauses, so lautet der Buchungssatz aus Sicht der Bank:

    Hypothekardarlehen an Giroguthaben Kunde B (Ihr Nachbar): CHF 100’000

    Dadurch verlängert sich die Bilanz der Bank um weitere 100’000 CHF.

    Die „Geldschöpfung“ aufgrund des gewährten Hypothekarkredits hat nichts – aber auch gar nichts zu tun mit der Einlagen von CHF 100’000 die Sie vorher getätigt haben.

    Das neue Geld beim Hypothekarkredit entsteht vollkommen unabhängig von Ihrer vorgängigen Einlage. Es wird nicht Ihre Einlage weiter ausgeleiht.

    Wenn die Bank die hundert Tausendernoten in ihrer Kasse behält, so gewährt die Bank einen Kredit an die Schweizerische Nationalbank in diesem Betrag – nicht an Ihren Nachbarn.

    Angenommen, Ihr Nachbar, Kunde B, wolle nun CHF 10’000 an seinen Architekten bezahlen, um offene Rechnungen zu begleichen. Dazu gibt er der Bank den Auftrag, CHF 10’00 von seinem Konto auf das Konto von Kunde C (Architekt) zu überweisen.

    Nun besitzt der Architekt ebenfalls ein Guthaben bei der Bank im Betrag von CHF 10’000.

    Geld ist also ein Guthaben des Geldbesitzers, das ständig weitergereicht werden kann. So gelangt das Geld in den Wirtschaftskreislauf. Aus Sicht des Geldemittenten ist es jedoch eine Schuld.

    Was sind nun die Konklusionen in Bezug auf die Vollgeld-Initiative:

    Ich gehe mit Ihnen vollkommen einig, dass die Vollgeld-Initiative abzulehnen ist.

    Warum?

    Weil bei einer Annahme der Initiative nur noch die SNB Kredite in der Schweiz vergeben dürfte. Nur noch sie dürfte Kredite auf ihr Buch nehmen und dagegen Geld emittieren.

    Es gäbe dann in der Schweiz nur noch eine zentrale Kreditbank. Es gäbe keine Konkurrenz. Und wie Sie sagen: zur Bewertung von Hypotheken sind lokale Banken vorteilhaft, welche die lokalen Gegebenheiten kennen.

    Mit freundlichen Grüssen

    Marc Meyer

  104. Da sieht man mal wieder, dass Papier alles annimmt. Der Herr Ott hat keine Ahnung von Geldschöpfung und darf hier einen ganzen Bericht voller Lügen präsentieren?!
    Das Schlimmste an den Aussagen des Herrn Ott finde ich, dass er nicht mal weiss, worum es bei der Initiative geht.
    Nach einem solchen Bericht wäre es nicht mehr als anständig, den Initianten der Vollgeldinitiative den selben Raum zu geben um diese unglaublichen Falschaussagen richtigzustellen und dem lieben Herrn Ott mal zu erklären, wie das heute wirklich läuft.
    Schade, schade, dass heutzutage immer wieder Personen eine Plattform erhalten um solche Falschaussagen zu machen!!!

  105. Wenn man dem Hund auf den Schwanz tritt, jault er auf! Der krude Rundumschlag von Jürgen Ott zeigt vor allem, dass die Vollgeldinitiative zunehmend ernst genommen und gefürchtet wird – darum der missglückte Versuche, die Idee und die dahinter stehenden Personen zu verunglimpfen. Es wir in Zukunft noch einige mehr solcher Artikel geben – das ist ein gutes Zeichen und zeigt, dass die Vollgeldinitiative auf Erfolgskurs ist.

  106. Sehr geehrter Herr Ott, einen solch langen Artikel zu schreiben, scheint für Sie gleichbedeutend zu sein, wie seht her ich habe Recht. Aber wenn das so wäre, weshalb fürchten Sie die Inititative. Sie würde nur in etwa das einführen, was Sie glauben würde noch funktionieren. Und alles andere sind nur Ihre Befürchtungen nicht mehr machen zu dürfen, was Sie als Ihre private Freiheit betrachten und natürlich muss man vor einer Verbesserung für das Volk den Teufel an die Wand malen, damit der Stimmbürger Angst bekommt und lieber beim Alten bleibt.
    Gratulation für den tollen Versuch zu verwirren.

  107. Das ist ein abstruser Artikel mit viel Polemik, aber ohne Kenntnis der Vollgeldreform. Herr Ott baut einen Pappkameraden auf, der nichts mit der Vollgeld-Initiative zu tun hat, um dann auf sein Phantasiegebilde zu schiessen.
    Nur ein Beispiel: Die Vollgeld-Initiative verbietet den Banken elektronisches Buchgeld (Giralgeld) herzustellen. Die Kreditvergabe bleibt vollständig bei den Banken. Die Zentralbank vergibt keine Einzelkredite. Die „Zentralisierung unseres Kreditwesens bei der Zentralbank“, die Herr Ott der Vollgeld-Initiative unterstellt, gibt es nur in seinem eigenen Hirn.
    In diesem Stil geht es im Artikel weiter. Schade.

  108. @ Herr Dr. Ott
    Bevor Sie schreiben sollten Sie sich mit den Gegebenheiten auseinandersetzen.
    Das CH-Finanzsystem kennt Mindestreserven auf Stufe Bank; jedoch in methodisch anderer Ausgestaltung als z.B. im Euroraum oder den USA. Ihre Argumentation ist aus Lehrbüchern von 1980! Recherchieren Sie doch einmal hier:

    http://www.snb.ch/de/emi/mire

    Zudem sind Ihre Kommentare voller Widersprüche. Sie wollen Steuern abschaffen und die Finanzierung des Staatshaushalts über Obligationen gleich dazu. Sie sprechen dauernd von Enteignung, ohne dies zu substantiieren. Wurden Sie je enteignet?
    Sie waren ein vehementer Befürworter der Goldinitiative, sind aber gegen den Goldstandard. Sie reden von Bargeldverbot, dass so nie vorgesehen war und erwähnen im gleichen Atemzug die Bedeutung des Giralgeldes. Möchten Sie auch noch den Insiderhandel, die Korruption und die Geldwäscherei legalisieren? – dies entspräche Ihrem Weltbild. Nur müssten Sie dann in ein anderes Land ziehen.
    Insgesamt plappern Sie einfach den Latein von Armstrong daher dessen Buch Sie immer wieder zitieren. Meine Empfehlung: recherchieren Sie in Zukunft, bevor Sie wiederum einen solchen Mist absetzen!

    • @ Investmentbanker

      Papperlapapp – und nicht Ablenken !

      Eines der grössten (kredit)wirtschaftlichen Probleme unserer Zeit ist bzw. war die Abschaffung des Trennbankensystems. Wodurch sich seit 1995 die Investmentbanker permanent, wirklich 24h am Tag, die Spareinlagen von den Kollegen im Kreditwesen holen dürfen (was sie auch tun) und damit traden.

      Um, so lange das dann gut läuft, sich die Milliardenboni einzusacken, und falls es richtig schief ging, zur Regierung zu rennen, um sich wieder einmal von Steuerzahler und Sparer retten zu lassen.

      Sie, die IB’ler, sollten eigentlich in erster Linie gegen das Vollgeld, also die Zentralisierung der Spareinlagen bei der ZB sein. Oder halt – könnte es gar sein, dass es dann sogar noch einfach würde, an die Spareinlagen ‚ranzukommen.. ?!

    • @ Investmentbanker

      Apropos Ablenkung noch einmal:

      Von den jahrzehntelangen, globalen Betrügereien der Investmentbanken am Kunden -nonchalant „Marktmanipulationen“ genannt- die nicht zuletzt mit und dank dieser ‚geborgten‘ Spareinlagen unternommen wurden (und wohl immer noch werden), ganz zu schweigen..

    • Hallo Investmentbanker, hoffe ihre Investitionen sind safe. Auf jeden Fall geht das Finanzsytem früher oder später dem echten Wert entgegen. Das ist der Wert 0. Alles auf Sand gebaut.

      Mit herzlichen Grüßen, Putzfrau

    • ..korrigiere mich: „seit 1999“, nicht „seit 1995“

  109. Lieber Herr Flatus Cerebri

    Neue Pandemiegefahr durch flatus cerebri oder Herr „ÖKONOM“ Jürgen Ott kurz genannt oder bekannt als Jürgen Ott, Ökonom und Hirnfurzer der Vollgeld=Vollidiotie!!!

    Auch Ich kann Sie mit nichtssagenden und aufgeblähten Kommentaren zu sch…….!!

    Die gemeinhin als Gehirnfurz bekannte Krankheit grassiert in diesen Zeiten besonders stark in den so genannten Zivilisationsländern. Dort werden zunächst vorwiegend Akademiker befallen. Männer drei mal so oft wie Frauen. Untersuchungen in allen Erdteilen haben gezeigt, dass Analphabeten und Menschen mit eher handwerklichen Berufen weniger häufig, bis gar nicht infiziert werden. Oder die Krankheit bricht nicht aus. Später erkranken zu den Akademikern auch bestimmte Vertreter der Mittelschicht, meist Menschen mit geringer Bildung und/oder radikal-fundamentalistischem und auch extrem nationalistischem Gedankengut. Was glauben Sie, wohin gehören Sie?

    Seinen Ausgang nahm das Virus in den USA. Das haben mehrere repräsentative Studien bewiesen. Von dort hat es sich rapide über ganz Europa bis hin nach Zentralasien verbreitet. Eine Bekämpfung scheint unmöglich, da das Virus in jedem Land und sogar Landstrichen mutiert, sich an andere Viren koppelt und sich so schnell verändert, dass bisher kein wirksamer Impfstoff hergestellt werden konnte.

    Die Ursachen für die pandemische Ausbreitung des Virus sind zum einen die globale Vernetzung der Zivilisationsländer und der Einfluss der Medien, die in letzter Zeit immer mehr die Rolle einer großen Zensurbehörde einnehmen. Die Medien ermöglichen auch jedem, der sich dazu berufen fühlt, seine Meinung der Welt kund zu tun. Mancherorts sind eigens Sendungen im Fernsehen entstanden, die mit äußerst niedrigem Niveau und vielen Werbepausen das „niedere“ Volk erreichen sollen. Auch im Internet kann man die dramatische Entwicklung der Pandemie verfolgen.

    Die Symptome sind trotz der zum Teil völlig unterschiedlichen Viren in den Ländern fast identisch. Die Inkubationszeit beträgt: 2 bis 48 Stunden.
    Zuerst wird der Infizierte noch relativ unauffällig seinen üblichen Tagesgeschäften nachgehen. Bis er dann plötzlich die Menschen in seiner näheren Umgebung beschimpft und auch eine gewisse Affektinkontinenz wird sicht- und hörbar. Dieser Erkrankungstyp ist sehr oft in den diversen TV-Shows zu sehen. Der Infizierte drängt sich plötzlich überall in den Mittelpunkt des Interesses. Dabei bedient er sich jeder nur denkbaren Mittel, je kostengünstiger die Mittel für den Erkrankten sind umso eher werden sie in Anspruch genommen. In der Wahl ihrer Mittel gibt es hierbei nur einen geringen Unterschied zwischen erkrankten Akademikern und den Erkrankten aus der Mittelschicht.
    Spätestens dann ist man vor keiner Verbalattacke mehr sicher. Wo man den Infizierten die Gelegenheit bietet oder diese sie sehen, fangen sie an ihre Umwelt mit ihren Gehirnblähungen zuzugasen.

    Aufgrund der Tatsache, dass Urvölker von dieser dramatischen Erkrankung so gut wie gar nicht betroffen sind, wurde die These aufgestellt, dass Naturverbundenheit, Altruismus, Bodenständigkeit und der Gebrauch des gesunden Menschenverstandes die Infektanfälligkeit stark herabsetzen und bis zur Immunität führen.

    Bekannte Erkrankte:
    George W. Bush, amerikanischer Präsident
    Jürgen Ott, Ökonom und Hirnfurzer der Vollgeld=Vollidiotie
    Dieter Bohlen, deutscher Musikproduzent
    Daniel Küblböck, deutscher DSDS-Verlierer

  110. Herr Ott – Vielleicht erklären Sie mir hier mal weshalb Staatsanleihen die schlechteste Schuldenkategorie sein sollten. (nicht russische…oder griechische…) – Der Neo-Liberalismus dem Sie hier das Wort reden Her Ott – er ist längst gescheitert. – Und Goldman-Sachs fungiert im Uebrigen nicht als Kreditbank weil denen klar ist dass damit kaum Geld zu verdienen ist Sie aber mit viel mehr Eigenkapital agieren müssten. Aus demselben Grund wird ja die DB die Postbank abstossen. – Ich bin nur in einem mit Ihnen einig – was das „Trennbanken-System“ angeht. Im übrigen ist was zur Bankenkrise geführt hat (die nun u.a. die Griechen immer noch ausbaden) der ganze Bonus – Unsinn gewesen der immer noch grassiert. Hält man dem Esel eine Rübe vor die Nase wird er eben laufen. Und aus dieser Bonus-Gier ist das Verhalten vieler Banker zu erklären.

    • @ Kühnis Peter

      Ich habe vor, noch einen Essay zu dem Themenkomplex zu veröffentlichen. Dennoch zu Ihrer Frage: Geld entsteht heutzutage weitgehend nur aus 2 (Schuld-)Quellen:

      – Aus dem o.a. Giralgeld, der Rundreise der Spareinlagen in Form von Krediten innerhalb einer Volkswirtschaft, sowie

      – seit Ende Bretton Woods aus Staatsanleihen, nachdem die seit damals bei ZB’en als collateral beliehen werden dürfen; davor war das verboten. Jede Staatsanleihe landet also über kurz oder lang bei der ZB, worauf die im Gegenzug Währung ausgibt.

      Da Staatsanleihen aller geschichtlicher Erfahrung nach (s.o.) praktisch noch in keinem Lande je amortisiert sondern nur prolongiert wurden, bieten sie zwar anhaltendes Währungswachstum. Sind am Ende aber eben unbesichert. Weil alle davon bislang in Default gegangen sind. Und weil kein Bürger/Investor sich dank der Anleihe ein Stück vom Autobahngeländer nehmen darf oder einen Picasso aus dem Landesmuseum holen oder was auch immer.

      Und das Geld für Ihre Pension (mit Staatsanleihen als gesetzl. vorgeschriebener Hauptanlage) kommt nur daher, dass ewig mehr Staatsanleihen vom Volk „gekauft“ werden sollen, sprich, die Regierung sich beim Volk ewig erneut verschuldet.

      Was jedoch nie ewig dauert, da alles zyklisch ein Ende nimmt. Achten Sie bitte auf die kommende Weltrezession zwischen 2016 und 2020. Zyklisch trifft die aller Voraussicht nach mit einer Staatsschuldenkrise in Europa zusammen. Vielleicht sollten wir auch hierzulande uns vorsorglich russische Zeitungsartikel (Wirtschaftsteil + Soziales) aus 1989ff. beschaffen .. ?

  111. Uiuiuiui….sehr mutig sich mit solchen Falschaussagen aus dem Fenster zu lehnen….das ist aus meiner Sicht schlicht peinlich.
    Sie sprechen die Vollgeldler an. Gerne weise ich sie darauf hin, dass nebst den Zentralbanken und Banken auch Wikipedia oder die Fach- und Mainstream-Presse keinen Zweifel über die Geldschöpfung der Banken lässt!
    Bitte beachten Sie die Quellenangaben unter: http://www.vollgeld-initiative.ch/vertiefung
    Bitte nennen Sie mir ihre Quellen ihres Wissens bzw. eine aktuelle Quelle (welche nicht aus ihrer Studienzeit stammt). Gerne verweise ich z.Bsp. auf das neu erschienene Buch von Prof. Mathias Binswanger „Geld aus dem Nichts“.
    Auch weise ich darauf hin, dass die SNB für ihre Eurokäufe keineswegs private Spargelder benutzt….das ist ja eine echt lächerliche Aussage.
    Nicht nur ihr Verständnis des heutigen Systems ist grundlegend falsch sondern auch ihre eigene willkürliche Interpretation des Vollgeldsystem: Das Kreditwesen wird keineswegs zentralisiert oder verstaatlicht, sondern sämtliche Kreditvergaben bleiben ausschliesslich bei den privaten Banken!
    Ich bitte hiermit alle LeserInnen sich ein eigenes Bild zu machen unter: http://www.vollgeld-initiative.ch
    Besten Dank im Voraus für ihre Einholung einer Zweitmeinung.

  112. Grüezi Herr Ott,

    sie schreiben: Gelder die auf ihrem Konto liegen und nicht abgehoben würden, können von der Bank z.B. an ihren Nachbarn weiterverliehen werden.

    Diese Giralgelder sind als Verpflichtung der Bank, aber auf der Passivseite der Bilanz, dort können sie nicht einfach eingesammelt und weiterverliehen werden. Da machen Sie einen Denkfehler.
    Oder können sie den Buchungssatz dazu aufzeigen?

    • Grüezi Daniela. Gerne – es sind deren zwei (Bsp. cash):
      1) Kasse an Spareinlage/Verbk.
      2) Kreditfordg. an Kasse
      Gilt analog bei elektronischem Geld. Nur der zweite BS würde ohne den ersten eben nie stattfinden. Es sei denn, die Bank gewährte diesen Kredit aus ihrem EK; wovon Banken aber idR zu wenig bis gar nichts aufzuweisen haben.

      Und falls Sie mir nicht glauben – gründen Sie bitte morgen eine Bank (die Lizenz bekommen Sie von mir bzw. einem Bekannten, der sollte noch eine übrig haben) und fangen bitte an, Kredite auszuleihen. Der Fairnis halber natürlich nicht aus dem EK, nein, sondern aus „dünner Luft“. Und erzählen mir dann bitte gelegentlich wieder, wie weit Sie gekommen sind..

    • @IT-Daniela

      Sie haben des „Pudels Kern“ getroffen. Nur mit Buchungssätzen kann Geldtheorie verstanden werden.

      Die Vollgeld-Initiative ist aber trotzdem abzulehnen – sie wäre Kommunsimus pur.

      mfG

    • @Sehr geehrter Herr Doktor Ott

      Es geht ja bei der Vollgeld-Initiative um die „Giralgeldschöpfung der Banken“. D.h. es entsteht neues Buchgeld. Deshalb habe ich in meinem obigen Kommentar an Sie den zweiten Buchungsatz wie folgt formuliert:

      Gewährtes Hypothekardarlehen an Kunde B

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Dr. Marc Meyer

      Sehr geehrter Herr Doktor Meyer,

      und ich habe weiter oben soeben erläutert, dass bei diesem Geschäftsvorfall eine Sicherheit, ein Vermögen – wenn Sie so wollen: vorhandenes „Geld“ beliehen wird. Aber kein neues geschöpft.
      Ok, fair, bei einer neu zu bauenden Immobilie kann man natürlich darüber streiten, was zuerst da war – quasi Henne oder Ei. Aber das ist dann auch schon alles, und für mich nicht der springende Punkt.

      Denn die „subprime“-Krise entstand im Kern ja nicht dadurch, dass Schrottimmobilien beliehen wurden. Nein, es wurden Kredite an Menschen vergeben, die sich nie im Leben hätten eine Immobilie leisten können (’subprime‘) , die Immobilien wurden dazu hin viel zu hoch im Wert angesetzt, und dann, und das ist eben der springende Punkt, wurden diese ganzen schlechten Kredite „triple A“-gerated an die ganze Welt verramscht, sprich als Assets verkauft, nicht einmal weiterverliehen ! Und zwar seitens der Investmentbanken in Kollaboration mit Ratingagenturen.

      Also wer da immer noch im stinknormalen Kreditwesen, im Giralgeld, die Ursache – und in dessen Zentralisierung bei der Zentralbank die Lösung sieht (ich weiss, Sie nicht), dem ist mE nicht mehr zu helfen – oder aber er führt eben anderes im Schilde..

    • ..korrigiere mich: „verhökert“ natürlich, nicht „verramscht“..

    • Sehr geehrter Herr Dr. Ott

      Sie schreiben:
      „und ich habe weiter oben soeben erläutert, dass bei diesem Geschäftsvorfall eine Sicherheit, ein Vermögen – wenn Sie so wollen: vorhandenes “Geld” beliehen wird.“

      Geld ist definiert in den Geldmengen:
      http://www.snb.ch/de/mmr/reference/monpol_monstat_definition/source/monpol_monstat_definition.de.pdf

      Geld ist demnach eine Schuld einer Bank (das ist genau das, was die Vollgeldinitianten nicht verstehen und auch partout nicht verstehen wollen – und geben damit die Universitäten und sich selbst der Lächerlichkeit preis). Darunter fallen allerdings bestimmt keine Immobilien. Weil die Vollgeldinitianten weder Geld noch das Geldwesen verstehen, heisst das noch lange nicht, dass man an der Definition herumschrauben und damit die Verwirrung perfekt machen sollte. Ich schliesse mich daher der Argumentation sowohl von Herrn Dr. Meyer als auch IT_Daniela an: Spargelder können nicht verliehen werden.

      Auch das mit dem Goldschmied beruht auf einem Märchen namens Fabian. Zuerst entstand die Schuld, dann erst das Geld. Ich erlaube mir, Sie diesbezüglich auf die Arbeiten von Dr. Paul C. Martin hinzuweisen z.B.:
      http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/Macht-der_Staat-Eigentum.htm
      und: http://www.youblisher.com/p/977-Der-Kapitalismus-Ein-System-das-funktioniert-von-Paul-C-Martin/
      sowie:
      http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/URSCHULD.pdf

      Freundliche Grüsse
      OC

    • @ Oeconomicus criticus

      Ich mag mich erinnern, dass Sie Dr. Paul C Martin sehr schätzen. Was mich nicht daran hindert -mit Verlaub- dessen Ansichten nicht (immer) zu teilen. Und dessen Recherchen zu bezweifeln:

      Denn, falls das mit den Goldschmieden ein reines Märchen wäre – wie erklärt sich Dr. Paul C. Martin dann die Existenz ihrer Lagerscheine als internationale „Akkreditive“ ? Ich suche ihm gerne die Fotos und die Liste der Museen zusammen, wo er die besichtigen kann, bitte jedoch um etwas Geduld, da das tief in einem alten Stapel liegt; aber vielleicht denkt er schon mal in der Zwischenzeit neu über sein „Märchen“ nach..

      Wobei, zugegebenermassen, neben Goldschmieden spielten in der Zeit einige andere Institutionen dieselbe Rolle – zB frühe Pfandleiher, sogar Regierungsinstitutionen. Ich werde ihm gerne auch noch eine derartige Liste zusammenstellen.

      Und dann das mit den Spareinlagen – also, wenn Spareinlagen nach Ansicht von Dr. Paul C. Martin nicht ausgeliehen werden – wo bitte schön nehmen die Banken dann (in Normalzeiten) die Habenzinsen her ? Bzw. wie rechtfertigen Banken selbige dann – etwas als Gelegenheitsgeschenke nach ZGB 632 ?! ;-))

      Und last but not least zur Schuld. In der Tat entsteht praktisch alles Geld aus einem Kredit, genauer aus einem Zahlungsaufschub. Ob in Form von Rohstoffen/Münzen oder dokumentiert als Schuldscheine, zB aus Papier, auf Servietten geschrieben..
      Aber das ist ein so essentieller, praktischer Vorgang, müssen wir da wirklich an den Anfang aller Diskussion eine philosophische Betrachtungsweise stellen ?

      Also, ich mag und schätze Sie persönlich wirklich sehr, das wissen Sie auch, daher nichts für ungut, aber dennoch..

      Freundliche Grüsse
      JO

    • @Dr. Jürgen Ott

      Sehr geehrter Herr Doktor Ott

      Guten Morgen und Danke für Ihre Replik.

      Bitte entschuldigen Sie, dass ich so „pingelig“ bin. Es ging mir lediglich darum, zu zeigen, dass bei der sogenannten „Geldschöpfung“, d.h. bei der Entstehung von neuem Geld, die Bilanz des Geldemittenten immer beidseitig verlängert wird. Das geht aus der doppelten Buchhaltung hervor.

      Wird jedoch argumentiert, dass bei einer Geldschöpfung bereits ausgeliehenes Geld weiter ausgeliehen würde, so läge keine Verlängerung der Bilanz des Geldemittenten vor. D.h. es entstünde „Geld aus dem Nichts“. Dagegen laufe ich ja seit Jahren Sturm – weil dieser Irrtum die Berechtigung für den desaströsen Mindestkurses der Nationalbank war und auch die Grundlage der lachhaften Vollgeld-Initiative ist.

      Bei Ihrem zweiten Buchungssatz im Kommentar an IT-Daniela wird eben die Bilanz des Geldemittenten nicht verlängert, wie das bei einer Geldemission der Fall sein muss, sondern sie wird verkürzt. Das zeigt, dass die ganze Geschichte mit dem sogenannten Geldmengenmultiplikator von Keynes eine Irrlehre – ein Märchen ist.

      Darauf sind auch die Vollgeld-Initianten hereingefallen.

      Wir müssen in der Geldtheorie, vollkommen exakt argumentieren und jegliche Missverständnisse ausräumen, um solche Irrwege wie „Mindestkurs“ oder „Vollgeld“ endgültig zu vermeiden.

      Freundliche Grüsse und einen schönen Tag.

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Ott

      Was Dr. Martin zu Recht feststellt ist, dass alles vorfinanziert werden muss. Auch wurden uralte Kerbhölzer gefunden, die seine Sicht untermauern. Ganz abgesehen davon, dass es einfach nur logisch ist: Jede Firma und jeder Staat muss vorfinanziert werden – ob mit Eigen- oder Fremdkapital oder beidem spielt noch nicht einmal eine Rolle. Diese Vorfinanzierung ist ja gerade das Problem, das meist übersehen wird. Weil die Vollgeldinitianten dies nicht erkennen, doktern sie an Theorien herum, die, gelinde gesagt, einfach nur abstrus sind.

      Das mit dem Märchen betreffend Goldschmieden ist auf meinem Mist gewachsen. Wie Sie ja wissen kann ein institutionalisierter Kredit einzig und allein mit der Buchung Kredit/Geld (Bar- oder Buchgeld) ausgehändigt werden; sobald das Bargeld bei einer solchen Institution einbezahlt wird, wird es zu Buchgeld. Es ist also nie und nimmer möglich, alles Geld mit Bargeld zu unterlegen, wie das die Vollgeldinitianten meinen tun zu können, denn der Schuldner dürfte, wie jeder wohl weiss, den Kredit nicht aufgenommen haben, um ihn danach unter die Matratze zu legen und später wieder zurückzuzahlen! Er gibt selbstverständlich dieses Geld aus! Was passiert dann mit dem Geld? Es landet auf dem Konto seines Lieferanten. Wenn nun der Lieferant spart, gehört dasselbe Geld zwei Personen, nämlich einerseits dem Sparer 1 und anderseits dem Sparer 2! Und schon ist dieses angebliche Vollgeld gesprengt – entweder gehört es Sparer 1 oder Sparer 2 – jetzt können die sich natürlich die Köpfe einschlagen… Daraus folgt, dass die Goldschmiede, sobald sie Kredite gewährten, gezwungenermassen mit Buchgeld arbeiten MUSSTEN, nämlich weil es gar nicht anders geht. Und daran können auch die Vollgeldinitianten nichts, aber auch gar nichts ändern.

      „Und dann das mit den Spareinlagen – also, wenn Spareinlagen nach Ansicht von Dr. Paul C. Martin nicht ausgeliehen werden – wo bitte schön nehmen die Banken dann (in Normalzeiten) die Habenzinsen her ?“
      Spargelder können nicht ausgeliehen werden. Dies ist meine Aussage – und auch die hat nichts mit Dr. Martin zu tun. Wie wollen Sie das denn buchen? Spargeld/Kasse? Spargeld/Kredit? Kredit/Spargeld? Das alles geht nicht! (Und Ihre Argumentation „Kreditfordg. an Kasse“ verhält nicht, weil das Geld in der Kasse das Geld der Bank ist und nicht Spargeld. Spargeld ist ein Passivum einer Geschäftsbank, also ihre Schuld, Fremdkapital.) Das Geld, das die Bank verleiht (Kredit/Kasse), ist ihr eigenes Geld und der Sparer hat einzig eine FORDERUNG auf Bargeld. Aber Spargeld darf die Bank nicht verleihen, denn das wäre Veruntreuung und sie kann es nicht verleihen, weil es ihre Schuld ist und eine Schuld kann man nicht verleihen – und wie wir oben gesehen haben, könnte sie einen solchen Verleih nicht einmal buchen.

      Freundliche Grüsse
      OC