Ich verlange Respekt für Sepp Blatter

Der Walliser Joseph S. Blatter hat während vierzig Jahren den Weltfussballverband FIFA zu einem Weltkonzern aufgebaut, und fast niemand in der Schweiz hat dies zur Kenntnis genommen. Jetzt ist die FIFA in einer Wachstumskrise, wo auch der Kopf von Sepp Blatter gefordert wird; und niemand versteht, was dieser Mann für den Weltfussball und die Schweiz geleistet hat.

Die Medienwölfe von Tagesanzeiger und NZZ verlangen seinen Rücktritt; Ringier und SRG haben die Tonalität bereits gemässigt. Die Schweizer Regionalmedien blicken nicht mehr durch und folgen dem Mainstream. Das Volk wütet und verlangt den Kopf des Wallisers, ganz wie zur Zeit der Französischen Revolution, wo „Brulez les infâmes“ zum Schlachtruf wurde.

Ich bin anderer Auffassung: Sepp Blatter ist der Vater des Weltfussballs, den es vor ihm nicht gab. Er hat in vierzig Jahren eine Organisation aufgebaut mit 1,6 Milliarden Fans, 300 Millionen aktiven Spielern, 209 Ländergesellschaften mit einem Weltumsatz von über 300 Milliarden Franken. Während in Europa und den USA die Wölfe heulen, strömen die Fans in die Stadien; auch 2015 beträgt das Wachstum der Fussball-Branche global über 20 Prozent.

Sepp Blatter hat die FIFA aufgebaut mit sechs Regionalgesellschaften, die ihre Delegierten in das Executive Committee entsenden. Der Schweizer hat keinen Einfluss darauf, wer diese Delegierten sind. Er hat auch keinen Einfluss darauf, welche Geschäfte diese in ihren Regionen betreiben.

Der Weltfussball, vertreten durch die FIFA, hat in den letzten zehn Jahren ein explosives Wachstum erlebt. Aus der armen FIFA ist eine reiche FIFA geworden, die jährlich rund 1,5 Milliarden Franken einsetzen kann, um den Weltfussball zu fördern. Sepp Blatter hat diese Entwicklung gesteuert: Täglich 600’000 Franken für nationale Fussballverbände, die es aufzubauen galt, der Aufbau des Frauenfussballs, der soeben die Weltmedien erobert, die Schaffung global gültiger Regeln für „das schönste Spiel der Welt“, dem sich niemand entziehen will.

Wo derart viel Geld umgesetzt wird, braucht es ethische Regeln, damit nicht Räuberbarone sich des Spiels bemächtigen. Sepp Blatter war der erste, der vor zehn Jahren neue Spielregeln verlangte, um das Wachstum des Weltfussballs und der FIFA in Bahnen zu lenken. Wer stellte sich ihm in den Weg? UEFA-Präsident Michel Platini und viele europäische Landesverbände, vor allem aus Deutschland und Frankreich. Der Erneuerungswille des Schweizers wurde von den grossen europäischen Fussballnationen gebremst.

Sepp Blatter, überzeugt davon, dass jedermann in der Welt das Recht habe, Fussball zu spielen, trug die Botschaft über alle Kontinente. Die Lateinamerikaner haben ihn deshalb verehrt, mehr noch die Afrikaner, die er auf Weltniveau erhob, und ebenso die Asiaten und Ozeaner aus dem Pazifik, die ihn zum „Vater des Fussballs“ erkürten.

Die Europäer sahen ihre Felle davon schwimmen. Die reichsten Clubs der Welt mussten anerkennen, dass ihr Spiel, das sie beherrschen, auch von anderen entwickelt wird. Ganz voran China, das Millionen in die Entwicklung des Fussballsport steckt.

Sepp Blatter, der Walliser und Schweizer, hat die Geister geweckt, „das Monster“, wie es João Havelange, sein Vorgänger, nannte. Blatter rief Kommissionen in die Welt, darunter die jetzt bekannt gewordene Ethik-Kommission der FIFA, die das Monster zähmen sollten. Der Reichtum der FIFA rief viele Herausforderer in den Ring; auch die US-Justizministerin Loretta Lynch aus der Obama-Regierung, die nur noch wenige Monate Zeit hat, ihren „Power“ unter Beweis zu stellen.

Lynch griff, mediengerecht, nicht nur die FIFA, sondern auch den VW-Konzern gleichzeitig an. Bundesanwalt Michael Lauber, unter Beizug einer PR-Agentur, inszenierte einen eigenen Angriff gegen die FIFA, die US-Amerikaner unterstützend. Die FIFA-Ethik-Kommission wollte nicht nachstehen und verurteilte Blatter wie Platini.

Es geht um sehr viel Geld.

Die UEFA vertritt die reichsten Clubs der Welt und möchte den Weltfussball mit Hilfe von Michel Platini unter Kontrolle behalten.

Die Asiaten, Afrikaner und Araber sehen die einmalige Chance, kraft der Mehrheitsverhältnisse innerhalb der FIFA den Weltfussball unter ihre Kontrolle zu bringen.

Die USA, angesichts eines stagnierenden „Footballs“, sehen, wie ihre Latinos und Asiaten den „Soccer“ wollen, den Fussball europäischer Art mit märchenhaften Wachstumsraten.

Unser Schweizer Sepp Blatter hat dieses Weltmodell aufgebaut, es geliebt und verteidigt. Nun sieht es so aus, als würden wir Schweizer alles tun, damit es in fremde Hände gerät. Die Welt giert nach diesem echt Schweizer Produkt, aber die offizielle Schweiz wie die Schweizer Medien haben vergessen, was es für unser Land bedeutet.

Man mag Sepp Blatter Walliser Bescheidenheit vorwerfen, aber es ist an der Schweiz, seine Leistung für uns alle zu erhalten. Die FIFA ist ein Schweizer Weltkonzern, das FIFA-Museum, welches im kommenden Frühjahr in Zürich eröffnet wird, eine nationale Attraktion. Ich verlange Respekt für Sepp Blatter.

Klaus Stöhlker hat Joseph Blatter beraten bis zu dessen erfolgreicher Wiederwahl zum FIFA-Präsidenten im Mai 2015. Er steht Sepp Blatter weiterhin nahe und ist von ihm befugt, sich zu ihm und seinen Leistungen öffentlich zu äussern.

Kommentare

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  1. Zunächst: Die Fifa ist kein Konzern-und Blatter ist kein Konzernchef!
    Die Fifa sollte sein ein nicht gewinnorientierter, gemeinnütziger Verein. Und was ist sie wirklich? Ein zutiefst korrupter Moloch aus sich gegenseitig schmierenden und begünstigenden Landes- und Bezirksfürsten.
    Geleistet hat Blatter nur eins: Wenn schon noch nicht nachgewiesen werden kann, dass er sich selber hat bestechen lassen, so hat er doch das System „Blatter“ aufgebaut mit Wissen und nachweislicher Kenntnis eines bis zur Kriminalität korrupten Systems. Ich glaube kaum das der Blatter-Seppel für Luft und gute Worte im Züricher Palast der Fifa sass, nein, er bekam (und bekommt wahrscheinlich) ein fettes Salär, und das liess er sich durch „wegsehen“ immer wieder bestätigen, denn wer beist schon in die Hand die einen schmiert!
    Es ist doch bezeichnend das die ganzen weltweiten Hofschranzen von Blatter im teuersten Zürcher Nobelschuppen festesetzt wurden. Wer bezahlt denn die 100 Stutz/Nase/Nacht die das gekostet hat?
    Für das Geld hätte man ein Dutzend Bolzplätze in armen Ländern errichten können.

  2. Wir sind hier nicht in einem Königreich. Herr Blatter hat gar nichts zu verlangen. Respekt erarbeitet man sich, man kann ihn nicht verlangen.

  3. Wir wollen auch nicht die Verdienste von Al Capone vergessen: Er hat immerhin die Mafia in den 20er Jahren zu einem veritablen Millionen Geschäft ausgebaut!
    Die Verdienste von Sepp Blatter sind ja gerade der Skandal.

  4. @ Hanspeter Widmer und &

    Die CH-Justiz und auch die CH-Politik hätten nie die Initiative ergriffen, um von sich aus die Begünstigungs- und Bereicherungspolitik in der FIFA aufzuarbeiten. Die hätten am liebsten das Ganze unter sich geregelt und den Sumpf unter dem Deckel gehalten.

    Die Initiative, die Korruptions- und Begünstigungsvorfälle in der FIFA zu klären kam von der US-Justiz. Dies aufgrund von vorliegendem Beweismaterial. Die Aufarbeitung und Klärung liegt nun bei der Justiz.

    Im Übrigen hat Herr Blatter – gemäss seiner Aussage – sofort mit den US-Behörden kooperiert; dies auch in seinem Interesse, um endlich Licht ins Dunkel zu bringen und die Verursacher der Misere zu überführen.

    Herr Blatter hat sicher Verdienste für den Fussball; dies soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass innerhalb der Organisation FIFA unter seiner Führung offenbar gravierende Führungsfehler nun ans Tageslicht gekommen sind. Die Folgen dieses Führungsstils haben schliesslich zur Intervention der Justiz geführt.

    Herr Blatter hat leider nicht die Grösse gehabt, rechtzeitig einen souveränen Nachfolger aufzubauen. Dann hätte er auf dem Zenit seiner beachtlichen FIFA-Laufbahn in Würde abtreten können und sollen.

  5. Schade dass in der Schweiz die Amerikaner mitregieren. Schade, dass unsere Politiker heute so weich sind, gar nicht mehr nein sagen können. Wir sind Sklaven vom Ausland . Wären wir es nicht, hätte man Sepp Blatter und die Funktionäre nicht so an die Wand gedrückt. Ich schäme mich für die Schweiz. dass man so etwas zugelassen hat. Sepp Blatter ist sicher ein Sondermodell, doch alle die Erfolg hatten waren das. Wir hoffen die CH Behörden besinnen sich. Danke. Gruss HP Widmer

  6. Sehr geehrte Herren Birchmeier und Stöhlker

    Natürlich weiss Herr Blatter seit Jahrzehnten, dass es mit einer sauberen, überzeugenden Bewerbung alleine nicht möglich ist, eine WM zu erhalten. Wie man schon immer munkelte, musste auch „Sommermärchen“ Deutschland 2006 massiv nachhelfen. Dass der Vertreter von Ozeanien bei der entscheidenden Abstimmung den Raum verliess (?!), war schon länger bekannt.

    Nach Russland 2018 wäre Herr Blatter ja dafür gewesen, die WM 2022 erneut in den USA zu veranstalten. Leider hat Katar (!) dazwischen gefunkt und jetzt fällt das ganze FIFA-Korruptionssystem Tag für Tag mehr auseinander.

    Wie man das Ganze lösen soll? – Da ist guter Rat wirklich teuer!

    Blatter hat es einfach nicht verstanden, rechtzeitig und einen Nachfolger aufzubauen und zu installieren. Die späte 2 Mio Zahlung an Michel Platini könnte eine „Entschädigung“ dafür gewesen sein, dass Blatter das „Gentleman Agreement“ rechtzeitig Platz zu machen, nicht einhielt. Die FIFA ist ja nicht einmal in der Lage, eine Alters- und Amtszeitbeschränkung für den Präsidenten einzuführen.

  7. Danke Herr Stöhlker !
    Sie haben sich wie ein Winkelried in die Langspiesse geworfen, aber keiner springt über sie hinweg und versucht die Schlacht zu unseren Gunsten zu schlagen.
    Hier geht es eindeutig um den nächsten „Regime Change“
    Denn, der Weltfussball mit der FIFA als Direktorium, ist nicht nur ein gewaltiges, wirtschaftliches Unternehmen, sondern auch eine art „Weltreligion“.
    Ich denke, Dr. Daniele Ganser wird bald ein neues Kapitel zu seinem Vortrag “ Regime-Change “ hinzufügen können.
    Als sich der moralisch integerste Staat der Welt auf die FIFA gestürzt hatte, da war Sepp Blatter eigentlich schon Geschichte. Niemand interessiert sich noch für die Leistungen, die Herr Blatter für den Weltfussball erbracht hatte.
    Die Geschichte wird jetzt von den Siegern geschrieben.
    Sepp Blatter hatte sich erdreistet, den erklärten Feind des Westens zu umarmen und sogar die Fussball Weltmeisterschaft 2018 dort zu veranstalten.
    An alle die Menschen, die voller Freude und Häme den Untergang von Joseph Blatter miterleben.
    Überlegt euch einmal folgendes. Wem nützt es !
    Leider, Herr Stöhlker, kann man die Menschen nicht zwingen die Augen zu öffen. Sie lassen sich lieber eine vorgefertigte Meinung durch die Propaganda servieren. Es ist einfach bequemer und es passt so gut in den Mainstream.
    Aber natürlich dürfen Sie nicht Respekt für Sepp Blatter verlangen. Diskret auf seine Leistungen hinweisen oder um ein wenig Respekt bitten, dies wäre gerade noch so tolerierbar gewesen.
    Also, Herr Stöhlker, bitte ducken wenn der nächste Windmühlenflügel vorbeirauscht !

  8. zusätzliche Kandidaten für „Stöhlkers List“:
    – Boris Collardi, FIFA-Banker und Forex-Night-Trading-Förderer von U.H.
    – Zeno Staub, (ex-)Kundenberater von Swap-Trickser U. Hoeness
    – E B, exVontobel-Swap-Oberchef
    – Florian Hoeness, Swap-Spezialist BRD
    – A. Merkel, FCB-Sympathisantin und ex-Beratungskundin von Swap-Trickser U. Hoeness
    – usw. usf.

  9. Zur personalen Werteskala von Herrn Stöhlker;

    Hier zwei Beispiele aufgrund seiner Standpunktkommentare auf IP:

    Sepp Blatter (FIFA) : Held
    Marcel Ospel (ex UBS): Held

    Konsequenterweise sollte er auch Martin Winterkorn (ex CEO VW) in den Heldenstand seiner Ältestengalerie erheben.

    Wir warten gespannt welchen Helden er als nächsten auf IP vorführt. In seinem Umfeld gibt es noch etliche Exemplare!

    • @Heldengalerist
      weitere Helden-Kandidaten auf „Stöhlkers List“:
      – Urs E. Schwarzenbach, FIFA-Hotelier/-Devisenberater
      – Uli Hoeness, Swap-Trickser
      – Jürg Hügli, Swap-Trickser-Berater
      – Mark Branson, ex-Libor-Spezialist
      – Sergio Ermotti, Devisen-/HFT-/Zero Tolerance-Spezialist
      – Axel Weber, Spesenspezialist
      – usw. usf.

    • wie schon geschrieben. Herr Stöhlker ist vorbei. Bitte abtreten. Im ilitär würde es heissen: ABTRETEN !!!!!!!!!!!

  10. Wer Respekt einfordert, sollte den Anderen also den Bürgern die seine FIFA über die Fernsehgebühren zwangsweise bezahlen müssen auch Respekt entgegenbringe. Davon kann ich in der ganzen Laufbahn von Sepp Blatter nichts erkennen. Für mich ein staatlich und medial gut geschützter Pate.

  11. Gemäss Handelsblatt vom 8.10.2015 agiert Herr Stöhlker als Sepp Blatters „Berater“ und wäre damit ohnehin nicht unabhängig.

    Herr Stöhlker könnte vielleicht für Fairness betreffend Blatter appelieren.
    Aber „Respekt“ zu „verlangen“ ist schon in sich selbst ein Widerspruch.

    Das dauernde Ab- und Wiederauf-Treten von Blatter erinnert mich immer mehr an das andauernde Verschwinden und Wiedererscheinen des Kasperlis (oder des Krokodils) im Kasperli-Theater während meiner Kindheit.
    Gemäss Stöhlker tritt ja Blatter nach 3 Monaten „Ferien“ wiederum im selben Theaterstück auf. Ich bin gespannt, in welcher Rolle er wieder erscheinen wird.

  12. Das ist nicht nur reine Verklärung und Beschönigung der Realität, da wird auch sehr viel faktisch Falsches dargeboten. Aber was macht man nicht alles gegen Bezahlung. Ich weiss, wovon ich rede. Ich war viele Jahre im Auge des Sturms und habe die Schweinereien hautnah miterlebt. Blatter hat sicher auch viel Gutes beigetragen, aber ihn als den alleinigen Heilsbringer auf den Sockel einer Gottheit zu stellen, ist nicht nur realitätsfremd, sondern schlicht und einfach peinlich, zumal der Autor ausser der persönlichen Sicht Blatters nicht wirklich weiss, was in den vergangenen Jahren wie abgelaufen ist. Und seine Kritiker angesichts der erdrückenden Beweislage als zähnefletschende Medienwölfe zu bezeichnen, zeugt von sehr schlechtem Stil. Aber so kommt es raus, wenn alte Männer à tout prix nicht loslassen können.

  13. Vielleicht sind die Worte von Herrn Stöhlker etwas gar blumig. Vielleicht hätte Herr Blatter bereits vor vier Jahren sich nicht nochmal zu einer Wiederwahl stellen sollen. Vielleicht hätten einige Kommentar-Schreibende ihre Texte vor dem Versand nochmals durchlesen sollen. Vielleicht, vielleicht, vielleicht.
    Tatsache ist, dass Sepp Blatter ausserordentliche Leistungen für den Weltfussball erbracht hat. Tatsache ist auch, dass Klaus Stöhlker ein exzellenter PR-Berater mit einem eindrücklichen Palmarès ist. Und alleine wegen diesen beiden Tatsachen, sollten beiden Gentlemen der notwendige Respekt und Anstand entgegengebracht werden.
    Auch wenn Bashing sich (insbesondere bei Jugendlichen) zu einem beliebten Volkssport entwickelt hat, sollten minimale Anstandsformen und Objektivität immer im Fokus bleiben.

    Herzlichen Dank Sepp, was Du für den Fussball gemacht hast.

    • Dieter Schulzer: Respekt, wem Respekt gebührt. Respekt ist unkäuflich. Ausser vielleicht bei der FIFA, dann allerdings zweckentfremdet.

  14. Du meine Zeit, ist dieser Stoehlker hangengeblieben. Eine solche Meinung teilt doch nur einer, der nach Geld stinkt !
    Völlig Realitätsfremd, passt wunderbar in die heutige Zeit.

  15. Wenn ich all diese Kommentare (ausser einem) lese, bewahrheitet sich Einstein`s Spruch einmal mehr: Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher!

  16. Ich verlange auch (Selbst-)gerechtigkeit für mich —
    Wenn ich einen Beratervertrag von Blatter bekomme (oder so ein FIFA-Kickback-Konstrukt, ich wäre natürlich offen für kreative Lösungen, ;-)), dann schreibe ich auch solche Artikel.
    Unerhört, dass ich nicht so eine Möglichkeit erhalte — ich will schliesslich auch was verdienen.
    Sepp, hörst Du mich??!!!

  17. blatter ist mindestens der eccelstone des runden leders!

    wie kann man einen grossen landsmann so verdividieren.

    die amis, als die aufdecker und der perfect human schlechthin sollten mehr vor ihren eigenen türen kehren.

    mac &coke wollen blatter absezten, kotz….
    ich kenne keinen blatter oder stöhlker persöhnlich, nur auf billigste idiotenpropaganda muss ich deswegen jetzt nicht abfahren.
    im globalen kapitalmikado fliessen natürlich keine gelder???
    wo kämmen wir den da hin….
    man müsste meinen in der schweizer metropole zürich
    einen horizontaleren blickwinkel vorzufinden.

  18. Sepp Blatter soll für seine Leistung für den Weltfussball und für die Fifa Respekt gezollt werden. Das ist nichts als gerecht. Trotz dieser Erfolge ist S. Blatter doch zur tragischen Figur geworden. Das sehe ich als Folge des Systems Fifa. Dieses etablierte sich vor Blatter und bestand aus dem was man „eine Hand wäscht die andere“ oder „wer gibt, dem wird gegeben“ nennt. Wo mächtige Interessen (Wiederwahl, Meisterschaftsvergabe) vorliegen, da gibt es Korruption. Das ist fast wie ein Naturgesetz. Blatter konnte dem nicht entgehen, sonst hätte er die Fifa schon vor Jahrzehnten verlassen müssen. Es wird nach ihm nicht viel anders weitergehen.

  19. Beim Faktencheck weiß man ja gar nicht, wo man zuerst anfangen soll – aber allen voran steht die Frage, warum es gut ist, wenn ein zumindest ursprünglich gemeinnütziger Weltverband ein „Schweizer Weltkonzern“ geworden ist.
    Das riecht streng nach Neo-Kolonialismus.

    Und nein, niemand wirft einem Mann Bescheidenheit vor, der sich allen Ernstes trotz Korruptionsaffären noch und nöcher als Kandidat für den Friedensnobelpreis sieht. An einem solchen Aspekt sieht man, woher der Wind weht – der reinste Werbeblock.

    Schließlich: Respekt verlangt man nicht, den verdient man sich!

  20. Sehr geehrter Herr Stöhler

    Sie verlangen Respekt für Herrn Blatter? Wunderbar. Sie mögen gute Gründe dafür haben, wie auch gute Gründe, Sepp Blatter zu respektieren — egal ob $$ und/oder andere …

    Was meine Wenigkeit angelangt, so entscheide ich immer noch selbst, wen ich respektiere. Sepp Blatter jedenfalls nicht. Und mit Verlaub, Sie auch nicht.

    Mit freundlichen Grüssen.

  21. Herr Stöhlker sie sind Unternehmensberater für Öffentlichkeitsbildung und „verlangen“ (Respekt bekommt man und fordert nicht ein) für einen des Betrugs beschuldigten.

    Merken Sie grade selber, oder? Ach nein, wahrscheinlich nicht.

    Kein Wunder das gewisse Unternehmen funktionieren wie sie funktionieren, wenn sogar Unternehmensberater das gut finden. Wie bigott

  22. „..den Weltfussballverband FIFA zu einem Weltkonzern aufgebaut..“
    „..einem Weltumsatz von über 300 Milliarden Franken..“
    „Aus der armen FIFA ist eine reiche FIFA geworden, die jährlich rund 1,5 Milliarden Franken einsetzen kann, um den Weltfussball zu fördern.“
    „Die FIFA ist ein Schweizer Weltkonzern, das FIFA-Museum, welches im kommenden Frühjahr in Zürich eröffnet wird, eine nationale Attraktion.“

    Und wieviel genau hat die FIFA an Steuern bezahlt? Keine.

    Bevor man etwas verlangt, Herr Stöhlker, einfach mal ein bisschen was geben, nicht nur nehmen. Dann passt das schon..

  23. Wie ist Herr Stöhlker wohl an das FIFA- bzw. Blatter-Mandat gekommen? Etwa nach dem Schwarzenbach-Muster: Kritische bzw. unliebsame Fragen stellen, um die Zielperson (Schwarzenbach, Blatter u.a.) zu einer „Schweigegeldzahlung“ bzw. einem PR-Mandat zu veranlassen:
    „Ist Urs Schwarzenbach besser als George Soros?: Dieser Zürcher aus Küsnacht ist mir rätselhaft: Urs Schwarzenbach. Handelt seit 30 Jahren ex London mit Devisen und investiert über 500 Mio. Franken in schlecht rentierende Immobilien, wie Hotels. Er will nicht sagen, wie viel Geld er hat oder wie er es verdient. Wir werden noch von ihm hören.“ (http://www.stoehlker.ch/weblog/2005/07/25/ist-urs-schwarzenbach-besser-als-george-soros/)
    Ein paar Jahre später verlangt Herr Stöhlker nicht nur für Sepp Blatter Respekt, sondern auch für den FIFA-Hotelier (und wohl auch FIFA-„Devisenberater“) Urs E. Schwarzenbach:
    „Ein smarter Topmanager, der von Zürich aus Milliarden investiert, wird völlig unterschätzt: Sepp Blatter, der seit 40 Jahren amtierende Präsident der Weltfussball-Organisation FIFA. Der Küsnachter Seebueb Urs E. Schwarzenbach, der mit Devisenspekulationen reich geworden ist, hat einen expandierenden Familienkonzern aufgebaut, der Respekt verdient.“ (https://insideparadeplatz.ch/2015/03/12/die-smarten-ueberholen-die-harten/)
    Welche Fragen hat Herr Stöhlker also wohl Herrn Sepp Blatter gestellt, bevor er das FIFA- bzw. Blatter-Mandat hatte? Ein Schelm, wer Böses denkt.

    PS: Wenigstens FIFA-Hotelier (und Blatter-Freund?) U.E. Schwarzenbach soll den Schweizer Boden ja inzwischen als etwas heiss empfinden. (https://insideparadeplatz.ch/2015/06/09/schlag-fuer-banking-big-trader-schwarzenbach-geht/)

  24. Herr Stöhlker

    Respekt verlangt man nicht, sondern man hat ihn.

    Wer Respekt durch Drittpersonen verlangt, hat seine Führungsaufgabe nicht erfüllt.

    Wer richtig führt, geniesst Respekt durch seine natürliche Autorität und muss sich nicht Sympathie und Unterstützung mit Geld erkaufen. Sonst hat er die Truppe nicht mehr im Griff.

    Das sollte auch ein ehemaliger Walliser Regimentskommandant wissen.

  25. Bei allem Respekt, ob richtig oder falsch;

    Wie kann man diesen ernst Artikel nehmen, wenn er von der Feder eines Herrn kommt, der auf der Gehaltsliste von Herrn Blatter steht?

  26. Hat nicht Unrecht, der Stöhlker. – Aber wen interessiert das in der unterirdisch oberflächlichen „Junk Food“-Medienwelt von heute?

  27. Herr Stöhler ist genau so vorbei wie Herr Blatter. Auch er weiss nicht wann genug ist. Wahrscheinlich blutsverwandt mit Blatter. Nur noch peinlich!