Swiss Austerity mit Thomas Aeschi

Eigentlich ist der junge Mann ja wirklich zum Bundesrat berufen. Er hat so ziemlich alles, was mir gefallen sollte: Wirtschaftswissenschaftler, kann gut mit meinem Nachbarn, ist EU-Gegner, Masseneinwanderungsgegner.

Wenn, ja wenn da nur nicht sein Hang zur Austerity wäre. Denn Austerity heisst eben gerade nicht Sparen.

Sparen wäre Ok. Austerity heisst Kaputtsparen. Und das ist nicht Ok.

Es ist sogar idiotisch in unserer modernen Welt, mit unserem heutigen, modernen Geldwesen. Wenn man selbiges denn verstehen würde.

Weswegen wir jetzt wieder einmal einen kleinen Schlenker dahin machen müssen.

Geld entsteht heutzutage praktisch ausschliesslich aus zwei Quellen: als Giralgeld und aus Staatsanleihen.

Giralgeld wird nicht von den Banken geschöpft. Das behaupten nur Laien wie unsere Vollgeldler. Giralgeld ist, wie der Name bereits sagt, die Rundreise unserer Spareinlagen, vermittelt als Kredite seitens Banken, durch unsere Wirtschaft.

Nichts Böses daran, obwohl Vollgeldler das und damit unsere Banken ausmerzen und dann unser verbleibendes Kredit- und Hypothekenwesen bei unserer SNB zentralisieren wollen.

Leider gibt es namhafte SVP-Lokalgrössen, die gemeinsam mit den linken Bankengegnern unter anonymen Namen gegen Kritik an dieser „Vollidiotie“ hier im Blog gewettert hatten. Beinah schon gendermässig.

Das Problem mit dem Giralgeld ist nicht unser Kreditwesen, sondern aktuell, dass weltweit bereits Deflation herrscht.

Deren Hauptgrund ist, dass die (US-)Investmentbanken in der letzten Bankenkrise mit ihren Fehlspekulationen in Derivaten auf Hypotheken so viel Giralgeld vernichtet hatten. Und woher hatten die Investmentbanken dieses Geld zum Spekulieren?

Na ganz einfach: Dank dem Clinton-Clan wurde 1999 nach knapp 70 Jahren erfolgreicher Eindämmung der Bankergier das Trennbankensystem aufgegeben.

Seither haben praktisch alle Investmentbanken in Universalbanken mutiert, um die Spareinlagen der Bürger anzuzapfen und damit im Repomarkt spekuliert.

Wozu? Um sich die Milliardenprofite einzusacken, so lang das gut ging. Jedoch im Verlustfall via Regierung den Steuerzahler zur Kasse zu bitten.

Also den, dessen Spareinlagen sie zuvor gerade versaubeutelt hatten, womit der Steuerbürger quasi seine eigenen Spareinlagen gebailout hat.

Weil seit 2007 westliche Regierungen und Zentralbanken bis heute noch einzelne Banken und deren Geldgeber zu retten haben, geht der ganze zwischenzeitlich wieder milliardenschwere Bankenprofit vorsorglich an selbige, anstatt als Kredite in die Wirtschaft.

Während wir Bürger zur Bedienung all dieser Staatslasten durch Gebühren- und Steuererhöhungen wie durch das Erfinden neuer Steuern aus heisser Luft so knapp gehalten werden, dass uns die Lust auf Konsumschulden weitgehend verloren ging.

Womit eben schlicht unser Giralgeld, also die besagte Rundreise von Spareinlagen als Kredite, zum Erliegen kam, und somit diese Geldquelle nahezu versiegte. Nachzulesen in allen einschlägigen Zentralbankstatistiken auf diesem Planeten.

So simpel. Jedenfalls kein Grund, der Vollgeldinitiative zuzustimmen. Und schon gar kein Grund, Austerity-Politik gutzuheissen.

Nun zu den Staatsanleihen. Sie sind, waren und bleiben für uns Bürger leider der weit gefährlichere Geldschöpfungsprozess.

Zum einen, weil hier wirklich Geld = Kredit geschöpft wird. Und zwar seitens der Regierung. Mittels Druck jeder neuen Staatsanleihe.

Und zum anderen eben, weil dies echt zu Lasten der Bürger geht, weil die danach ausgepresst werden wie eine Zitrone, um ja die internationalen Bondhalter weiter bei Laune zu halten.

Wobei Zinsen dabei klarerweise aktuell kaum mehr eine Rolle spielen, nachdem die dank repressiver Zentralbankpolitik bereits länger nahe null oder bereits negativ sind. Nein, es geht allein um das weiter exponentielle Wachstum der Staatsschulden.

Doch was ist jetzt an den Staatsschulden wirklich so gefährlich?

Ganz einfach. Die Erlaubnis seit 1971 (seit dem Scheitern des letzten globalen Goldstandards, dem von Bretton Woods), sämtliche Staatsanleihen bei einer Zentralbank als Sicherheit zu deponieren, worauf die im Gegenzug Währung = Geld ausgibt.

Nur, dass darauf eben Zinsen (für die Staatsanleihen) zu berappen sind. Weswegen im Westen unsere aufgelaufenen Staatsschulden bei Lichte betrachtet bereits zu 60 bis 80% aus solchen akkumulierten Zinsen bestehen.

Wenn diese Zinsen dann zu einem beträchtlichen Anteil an internationale Kreditgeber fliessen, dieser Teil des so geschöpften unseres Geldes also das Land sofort wieder verlässt, finanzieren diese Zinsen hierzulande keine Krippe, keine Schule, kein Pflegeheim, schlicht gar nichts.

Papperlapapp, wer da jetzt vorlaut „Negativzinsen“ ruft. Die ruinieren dafür auf Dauer unsere Altersvorsorge, die dank gesetzlichem Zwang grossteils ebenfalls aus (Staats-)Anleihen besteht.

Hingegen Negativzinsen die Schuldner begünstigen, weil die ja mit jedem Zinstermin ein Stück ihrer Schuld gestrichen bekommen. Und, Preisfrage, wer sind denn die grössten Schuldner in jedem Lande? Die Regierungen natürlich.

Schauen Sie sich die Statistiken aller Länder im Westen an, dann stellen Sie unschwer fest, dass Staatsanleihen offenbar seit 1971, ja sogar seit Ende des letzten Weltkrieges, immer nur wachsen, also jährlich prolongiert und dank Defiziten weiter ausgebaut werden.

Selbst Schuldenbremsen in der Verfassung bringen da wenig, weil ja immer noch die Altschulden, also der Grossteil der Schulden, weiter prolongiert werden.

Im Falle einer Giralgeld-Stagnation oder gar -schrumpfung (Deflation) sind Schuldenbremsen sogar kontraproduktiv.

Womit es jetzt zum Schluss hin sogar noch etwas tricky wird.

Wachsende Staatsschulden sind (im aktuellen, idiotischen Geldsystem) notwendig, um genügend Währung = Geld einer (wachsenden) Wirtschaft zur Verfügung zur stellen.

Insbesondere, wenn die zweite Geldschöpfungsquelle, das Giralgeld, die Rundreise unserer Spareinlagen in Form von Krediten, stagniert. (Und bitte noch einmal: nur dank der vorgängigen, und leider verkorksten Wettgier unserer lieben Investmentbanker.)

Dass man für diesen simplen Vorgang jedoch Zinsen zahlt, sprich sich als Volk die Währung von seiner Zentralbank leiht, ist heutzutage idiotisch. Weil dieses „Geld“ ja eh zuvor im Finanzministerium gedruckt wurde; in Form jeder Staatsanleihe. Unmittelbar Geld drucken käme also jedes Volk seit 1971 ungleich billiger.

Während die steigende Belastung der Bürger zur Bedienung dieser wachsender Staatsschulden (sprich Austerity-Politik) am Ende nur noch mehr zur Deflation und späteren Depression beiträgt. Weil zur Bedienung dieser anhaltenden Geldschöpfung der Staat den Bürgern erst immer mehr Steuern und Gebühren abpressen, und später dann, weil selbige hinten und vorne doch nicht reichen, doch immer mehr vom Volksvermögen verkaufen muss.

Was die Regierungen dem Bürger dann leicht verbrämt als „notwendige Privatisierung“ verkaufen wollen. Was „Neoliberale“ (auch OECD, siehe Swisscom) toll finden; was ich auch toll finde – tollwütig.

Auf Dauer ruiniert das eine Volkswirtschaft. Und all das nur, weil Regierungen sich der Moderne verweigern, indem sie ihren Umweg bei der Geldschöpfung via Zentralbank beibehalten wollen.

Klar, weil an deren reichlichem Tropf zur Zeit (noch) so viele Profiteure hängen.

Sollten alle Stricke reissen, die Staatsfinanzen unter Kontrolle zu halten, plädieren gewisse Kreise dann gerne noch dafür, dass die Bürger gefälligst länger zu arbeiten haben.

Wie Ulrich Grillo, seines Zeichens Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, der jüngst von den Deutschen das Arbeiten bis 85 verlangte. (Derselbe Grillo übrigens, welcher persönlich vor knapp einem Jahr auch die Masseneinwanderung nach Deutschland gefordert hatte.)

Wie analog ein Thomas Aeschi hierzulande jüngst in seinem Interview im Tagi.

Na dann, liebe 70-jährige Schweizerinnen und Schweizer: Packen Sie doch schon mal bitte wieder Ihren Blaumann aus, waschen Sie ihn, und spucken Sie sich schön in ihre faltigen Hände: Die Pension unseres kommenden Bundesrates muss schliesslich sauber erwirtschaftet werden.

Nur, werter Thomas Aeschi, lassen Sie mich dazu bitte eines klarstellen. In der Tat düften wir etwas Älteren künftig wohl etwas länger arbeiten müssen.

Aber in erster Linie, um dann das vernünftig wieder aufzubauen, was sogenannte junge Wilde aktuell so bemüht wie verblendet zunichte machen; und zwar in überraschend gut abgestimmer internationaler Kollaboration.

Kommentare

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  1. Ich hatte schon früher behauptet, dass unsere Regierung die Schuldenbremse u. damit unsere Verfassung einfach aushebeln wird.

    Dass aber ausgerechnet der SVP-Finanzminister das tun will, und ausgerechnet, weil unsere Regierung unrechtmässig Hinz & Kunz ins Land lassen u. dann zum Dableiben einladen – das hätte selbst ich mir nicht träumen lassen. Aber gut, man lernt bei Politikern eben immer noch dazu.

    Apropos. Dieser Politiker hat jetzt bereits bei in Summe 3 Grossprojekten nicht gut ausgesehen, bei denen es jeweils um viel Geld ging bzw. immer noch geht.

    ME sollte Ueli Maurer daher schlicht zurücktreten. Jedoch – dann käme ja Thomas Aeschi mitsamt seiner Austerity ins Spiel…

    Tja, Skylla oder Charybdis ?!

  2. Kleiner Tip für alle Austerity-Anhänger u. solche, die’s noch werden wollen:

    Angesichts der zunehmenden Vollautomatisierung in der Fertigung kam jetzt die EU auf den glorreichen Gedanken, Roboter als „elektronische Personen“ der Sozialversicherungspflicht zu unterwerfen:

    http://www.reuters.com/article/us-europe-robotics-lawmaking-idUSKCN0Z72AY

    Geil, nicht ?! Also, klar, nicht der Roboter soll zahlen, sondern natürlich sein Besitzer, sprich der Unternehmer.

    Was man hierzulande doch glatt ausbauen könnte – nicht nur elektronische Personen, sondern gleich mit alle Hühner, Schweine, Kühe sollte man so der Sozialversicherung unterwerfen !

    Was doch dann glatt die Lösung für sämtliche Pensionsprobleme unseres Landes wäre..

  3. Tja, die Pensionskrise greift weltweit weiter um sich.

    Nur, anstelle von Austerity hat der japanische Finanzminister jetzt eine ganz neue Variante ins Spiel gebracht:

    Aso asks: ‘How much longer do you intend to keep living?’

    http://www.japantimes.co.jp/news/2016/06/19/national/politics-diplomacy/fresh-shot-elderly-aso-asks-much-longer-intend-keep-living/#.V2kepSggOBb

    Das wäre doch was für’s neue Parteiprogramm, oder nicht ?! Zumal wir hierzulande das freiwillige Ableben immer schon privilegiert liberal behandelt haben..

  4. Also wenn ein Nationalrat, welcher üblicherweise ‚Austerity‘ predigt, auf einmal seinen eigenen Parteigenossen im Bundesratsamt um 1 Mrd Steuerausfälle bringt, sollten beim Bürger eigentlich alle Alarmglocken zu schrillen beginnen. Selbst bei denen, die sonst unbesehen SVP wählen gehen..

    Zumal er mit diesem MWSt-Abzug auch auf MWSt-freie Leistungen jegliche gebotenen Steuersystematik einfach so mal locker über’n Hocker warf.

    Wo dann einem der gesunde Menschenverstand sagt, dass da eigentlich nur ein Deal dahinter stecken kann – welchen wir Bürger leider weder von dem Herrn Nationalrat noch von den davon Begünstigten jemals erfahren werden, allenfalls per Zufall.

    Persönlich hoffe ich zumindest, dass nicht schon wieder der andere Bundesratskollege dahinter steckt. Also der, der eigentlich gelobt hat, in Zukunft seine Steuern auch unter moralischen Gesichtspunkten wieder abzuführen, sprich im Inland statt im Ausland, weil da ja überhaupt nicht.

    Aber gut, es menschelt eben überall, so dass uns nur noch ein grundsätzliches Wort zur Mehrwertsteuer bleibt:

    In unserem künftigen -endlich vernünftigen- Steuersystem wird die natürlich in ihrer jetzigen Form abgeschafft und durch eine simple einphasige Umsatz- oder von mir aus auch: Verkaufssteuer ersetzt. Deren Steuersatz jeder Gemeinde obliegt.

    Warum es die heutige, dermassen komplizierte Steuer überhaupt noch gibt, liegt nämlich ein erster Linie lediglich an den üblichen Verdächtigen – an der Gier von Regierungen, an linker Gesinnung im Lande, und an Bankern, zumindest an gewissen, nämlich besonders skrupellosen.

    Erstere erfreuen sich vor allem im nahen Ausland, in der EU, an absurd hohen und stetig steigenden Steuersätzen (mit zahllosen Ausnahmen aus ‚politischen‘, sprich mE korrumptiven Aspekten heraus), was zweitere denn gerne dann auch im Inland nachvollziehen möchten.

    Dies vor allem, um die Defizite einer eh -und dank Nationalbank insbesonders- nicht mehr rettbaren Altersvorsorge auf Basis von negativ rentierenden Staatsanleihen plus Umlagverfahren zu stopfen. Aber gut, des Menschen Wille ist bekanntlich sein Himmelreich.

    Während letztere, da bekanntlich besonders clever, sich nicht nur (mit) daran erfreuen, dass Konsum heutzutage weitgehend auf Pump beruht.., sondern darüber hinaus noch gerne das berüchtigte Mehrwertsteuerkarussel benutzt haben, um – und jetzt kommt ein wahres Schmankerl, liebe Mitbürger: den Staat um seine eh betrügerische, nämlich CO2-Steuer, zu betrügen !

    Also manchmal stimmt der Satz doch echt – das Leben schreibt die besten Drehbücher:

    http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2016-06/steuerbetrug-deutsche-bank-umsatzsteuer-landgericht-frankfurt

  5. Die Oxfam-Studie beklagt, dass 62 Superreiche so viel besitzen wie die arme Hälfte der Weltbevölkerung.

    https://www.oxfam.org/en/research/wealth-having-it-all-and-wanting-more

    Das ist in der Tat beklagenswert. Die nächstliegende Frage wäre daher, warum das so ist, und dann, was insofern dagegen zu tun wäre.

    Die Oxfam-Studie ruft hingegen sofort nach mehr Besteuerung. Was natürlich Quatsch ist – reine Parolen aus der (linken) Steinzeit.

    Wie im Text oben ausgeführt, brauchen wir heutzutage überhaupt keine Steuern mehr, zumindest keine Direktsteuern. Denn das Geld für Regierungsausgaben wird eh gedruckt – mit jeder Staatsanleihe im Finanzministerium.

    Würde man (Direkt-)Steuern daher morgen weltweit abschaffen, wäre das das wohl grösste Armutsbekämpfungsprogramm in der Geschichte der Menschheit.

    Weil damit start-ups wie Pilze aus dem Boden schiessen und den Armen einen Arbeitsplatz gewähren würden.

  6. Sehr geehrter Herr Dr. Ott,

    gibt es Ihre Meinungen nicht auch in Kurzform? Ich wäre unter Umständen bereit, ein Executive Summary Ihrer Meinungen zu lesen, aber Ihre Ergüsse sind viel zu lang. Oder um es anders zu sagen, der Cost/Benefit Ratio Ihrer Artikel und Kommentare ist einfach sehr viel zu hoch. Es wäre wohl all zu optimistisch zu hoffen, dass Sie gelegentlich sogar keine Meinung zu einem Thema haben könnten.

    • @ rba

      Tja, was wollen Sie mir jetzt genau sagen – Wollen Sie meine Ergüsse doch lesen, nur als Executive summary ? Wollen Sie sie nicht lesen ? Dann kleiner Tip – einfach nicht lesen.. Und für wen soll die cost-benefit ratio zu hoch sein – für Sie ? Erneut, kleiner Tip s.o. Ansonsten, tragen Sie doch inhaltlich was zu unserer Wirtschaftspolitik bei.. ?
      Beste Grüsse & einen schönen Tag ;))

  7. Valentin Vogt, seines Zeichens unser Arbeitgeberpräsident, wandelt ofenkundig in den Fusstapfen eines Ulrich Grillo.

    Wie selbiger fordert er eine signifikante Migration, und zwar im Falle unserer Schweiz 60.000 Zuwanderer netto per annum. Allenfalls mal 50.000, falls die Arbeitslosigkeit steige.

    Und wie der begnadete Prophet aus Deutschland, scheint auch Vogt die Qualifikation -bzw. fehlende Qualifikation, schaut man auf die Lage im nördlichen Nachbarkanton- der Zuwanderer völlig irrelevant zu sein. Vermutlich Hauptsache jung, männlich sowie mit Smartphone neuster Machart ausgerüstet.

    Nun verlange ich ja wirklich nicht, dass sich jeder, der mit Wirtschaft zu tun hat, in Zyklusananlysen einzulesen habe. Aber wenn ein Arbeitgeberpräsident die Zeichen der Zeit, sprich die Statistiken, schon nicht mehr zu deuten weiss, wer dann bitte schön noch ?!

    Denn die Zahlen zeigen seit Oktober nach unten. Weltweit.

    Und wer in so einer Phase unverantwortlicherweise Masseneinwanderung zugunsten der Industrie fordert, ist mE fehl an seinem Platze.

  8. So, die Ressorts sind verteilt – keine wirkliche Überraschung. Dafür wage ich mal eine Prognose:

    – Unser neuer Finanzminister wird vorzeitig zurücktreten. Wir sind nun mal bereits in der nächsten Weltrezession, und kein Mensch, schon gar kein eidgenössischer Minister, wird sich dagegen erfolgreich stemmen können. Nachrücken dürfte dann Thomas Aeschi, der beginnen dürfte, das Land endgültig kaputtzusparen. Und dann wird interessant, was das Volk tun wird – sich willig enteignen lassen oder sich auflehnen; wir werden ja sehen.

    – Die Justizministerin dürfte auch zurücktreten; erstens zerbröselt es 2018 herum den Euro und damit den EU-Moloch in Brüssel, womit es auch kaum mehr eine Debatte um die Bilateralen bzw. den EU-Beitritt geben sollte. Und zweitens dürfte sich der Volkszorn über sie ergossen haben, nachdem sie brav bis dato Hunderttausende EU-zwangsverteilte Migranten auf alle unsere Gemeinden weiterzwangsverteilt hat; so lange, bis eben selbst dem linkesten Gutmenschen hierzulande der Krangen geplatzt sein wird.

    – Und unserem neuen Verteidigungsminister würde ich anraten, sich diesen kleinen Report zu erwerben bzw. übersetzen zu lassen. Der gibt einen netten Überblick, was es auf der Welt die kommenden Jahre hindurch so zu verteidigen gibt; denn meine Prognose dazu – auf unserer Insel werden wir dieses Mal wohl nicht mehr einfach so ungeschoren davon kommen..

    http://www.armstrongeconomics.com/archives/37944

    Alles Gute allen Gewählten ! Und uns Bürgern erst recht..

    • Sehr geehrter Herr Doktor Ott

      Genial wie Sie das alles so wissen. Sie sind sehr gescheit. Das hebt sich von allen andern, vor allem dem Mob, ab.

      Lesen Sie oft aus Armstrongs Verschwörungstheorien in Ihrer Hauskapelle?

      Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Zeit.

  9. @ Müller

    Vorschlag zur Güte: Kurz vor den Spiegel treten, Ihren eigenen Kommentar laut vorlesen, kurz in den Spiegel schauen.. und dann schlicht abtreten.

    Analog für die Beiden weiter unten.

    Während ich gelobe, ab morgen früh in meiner Hauskapelle damit wieder anzufangen: „Herr, lass Hirn regnen auf dieses Lande..“

    • Herr Doktor Ott,

      Dann hoffen wir, dass Sie für Ihre Hauskapelle auch ordentlich Kirchensteuern entrichten, sonst verhallen Ihre Gelöbnisse ins Leere, und der Regen kommt dann auch nicht.

      Ist gelegentlich eine Renovation bei Ihnen fällig?

      Die Kosten könnten Sie sozusagen bargeldlos von den Staatssteuern abziehen. Haben Sie auch eine Topfkollekte hierfür vorgesehen?

    • Sehr geehrter Herr Dokor:

      Sie schreiben: „Herr, lass Hirn regnen auf dieses Lande.“

      Aha. In Herrliberg, vielleicht? An der Langack … äh, ist ja egal. Warum auch nicht? Zumindest solange es gleichzeitig nicht auch noch Arroganz regnet …

      Mit freundlichen Grüssen

  10. Mit Ausnahme des ersten Absatzes habe ich das gar nicht gelesen. Statt hier Vorträge zu halten, wie ein Bundesrat sein sollte, würde interessieren, wie ein Deutscher, der in der Schweiz wohnt, dazukommt, gegen die Masseneinwanderung aus der EU zu sein. Man kann vielleicht Verständnis dafür haben, dass die Einwanderung von 80`000 Personen pro Jahr aus dem angeblich reichen Deutschland zunehmend auf Ablehnung stösst. Was jedoch die Einwanderung aus Ländern wie Spanien, Portugal oder Italien betrifft, die unter der europäischen Einheitswährung leiden, die manchem zuhause Arbeit und Auskommen kostetet, müsste man doch als Immigrant aus Deutschland, das als praktisch einziges EU Land von der Währungssituation profitiert, alles Verständnis aufbringen. Mann kann doch nicht alle über den gleichen Kamm scheren. Wenn Herrn Ott die Masseneinwanderung stört, soll er mit dem guten Beispiel vorangehen, seinen Platz einem Südländer freimachen und seine Weisheiten zu Hause feilbieten.

    • Ja der pathetische Herr Doktor mit seinen sonderbaren Absonderungen – man sollte sein Geschwurbel eben nicht nur nicht lesen, sondern ihn in seinem geltungsdranggetriebenen Mitteilungsbedürfnis schlicht ignorieren und auch nicht kommentieren.

  11. Echt jetzt, wen interessiert sowas? Ich meine, ist sicher wichtig und gut, dass sich jemand damit abgibt, man verdient ja auch gut, vermutlich als Entschädigung, weil einem als Ökonom wohl berufsmässig alle Körperteile regelmäßig einschlafen. Örk.

  12. Lieber Herr Dr. Ott
    haben Sie etwas Mühe mit der Kürze, bzw. Länge Ihrer Artikel?

    Wieso plädieren Sie als Bargelder für Beibehaltung von Giralgeld? Ist es, weil man Steuern nicht bar zahlen kann?