Grossausfall in CS-Informatik: Nix ging mehr

Ab Donnerstagabend kein Zugang zu Windows-PCs – Trading, Email unten – Brisant: Update vor kritischem „Zügeltermin“.

Wenn eine Bank 48 Stunden lang stillsteht, ist sie tot, sagen Experten. Bei der CS waren es am Freitag rund 24 Stunden.

Ab Donnerstagabend ging nichts mehr, was mit Windows zu tun hatte. Niemand konnte sich anmelden, E-Mails lesen oder verschicken.

Es ging ans Eingemachte. Sogar der Handel von Wertpapieren für die Kunden war in der Credit Suisse am vergangenen Freitag nicht mehr möglich. Und auch das E-Banking war betroffen.

Der Grund lag im sogenannten Active Directory. Das File regelt die Berechtigung der CS-Mitarbeiter für alle Windows-Applikationen.

Wer darf was mit welchen Windows-Programmen, so die Aufgabe des Active Directorys. Doch dieses lag am Boden, funktionierte nicht mehr.

Als Folge konnten sich die CS-Leute – Kundenberater, Back- und Middleoffice-Mitarbeiter, Händler – nicht mehr anmelden; und entsprechend nicht mehr arbeiten.

Die CS-Presse ging am Freitag auf Tauchstation. Mehrere Anfragen wurden nicht beantwortet.

Die Nervosität war riesig. Am Wochenende war ein sogenannter IT-“Zügeltschub“.

An vier Terminen im Jahr wird bei der CS auf einen Schub in der ganzen Bank neue Software installiert.

Die IT-Zügeldaten sind heilig. Sie werden generalstabsmässig geplant. Nun drohte der aktuelle Quartalstermin zu platzen.

Ein gröberer Absturz, mit einem nicht absehbaren Chaos in der ganzen CS-Informatik. Und für die CS-IT-Chefs persönlich eine Riesenpleite.

Entsprechend setzten diese alle Hebel in Bewegung. Sofort boten sie die Kavallerie auf. Ein Experte von Microsoft, der Herstellerin von Windows, wurde am Freitag notfallmässig eingeflogen.

Die Notmassnahmen zeigten Wirkung. Im Verlauf des Freitags konnte das Problem mit dem Active Directory behoben werden. Die Systeme liefen wieder.

Und der Zügelschub vom Samstag verlief erfolgreich. Grosses Aufatmen bei der CS-Informatik.

Für den Moment. Was haarscharf an einer grösseren Krise vorbeischlitterte, wirft mehrere Fragen auf.

Bei ihrer Fehlersuche stiessen die Experten auf ein kritisches Update, das mit dem Firewall der CS zu tun hat. Gemeint ist der Schutz vor unerlaubtem Eindringen in die CS-Systeme.

Dieses Update wurde offenbar am Donnerstag auf die Live-Systeme geladen. Doch das hätte nie und nimmer passieren dürfen.

Vor den Quartals-Zügelterminen gilt normalerweise ein striktes Verbot für solche kritischen Updates am System. Man spricht von „Frozen zone“; einer eingefrorenen Zone von rund 2 Wochen.

Zu gross ist die Gefahr, dass es am Live-System der Bank zu Ausfällen kommt. So wie am Freitag, obwohl das unter keinen Umständen passieren sollte.

Deshalb die Fragen: Wieso wurde das Update – die Spezialisten sprechen von einem „Patch“ – am helllichten Tag und kurz vor dem heiklen Wochenende „eingespielt“?

Wer hat dies initiiert, wie verlief die Autorisierung?

Es handelt sich um eine Standard-Prozedur, die sträflich verletzt wurde. Wer trägt dafür die Verantwortung?

Die letzte Frage zielt auf den Kern des IT-Problems der CS: Hat überhaupt noch jemand den Überblick innerhalb der CS-IT?

Es handelt sich nicht um den ersten schweren Absturz der Informatik bei einer Grossbank, die Too Big To Fail ist. Das verstärkt den Eindruck eines Systems, das am Anschlag ist.

Die CS hat in den letzten Jahren ihre Informatik auf den Kopf gestellt. Die oberste IT-Führung wurde abgesetzt, die Aufgabe Finanzchef David Mathers zugeteilt.

Der zerschlug die zentrale Einheit und schuf kleinere Gebilde.

Vor allem aber setzte Mathers auf Auslagerungen. Immer mehr IT-Services wurden Externen übergeben.

Das begann mit IT-Spezialisten aus Indien und hörte mit Auslagerungen an die Swisscom und andere Anbieter auf.

Die CS-Informatik wurde auf diese Weise in den letzten Jahren x-fach zerlegt, neu aufgebaut, wieder umgebaut.

Es war die grösste Baustelle innerhalb des Konzerns. Und statt Kosten abzubauen, entstanden stets neue.

Nun droht gar der GAU: ein System, das stillsteht.

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Von Henry Ford lernen, von Toni Saller

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79 Kommentare zu “Grossausfall in CS-Informatik: Nix ging mehr

  1. Lieber Lukas Hässig

    Ein Beitrag mit interessantem Inhalt, jedoch – pardon – leider schlecht umgesetzt.

    Es scheint, sie beschreiben ein Thema von dem sie nicht viel verstehen. Dies ist für eine Vielzahl der Leser erkennbar, auch wie sie die Fachbegriffe anwenden.
    Ihr Beitrag ist schlecht und ohne jegliche Struktur als Aufzählung geschrieben, mit ihrem Schreibstil kommt keine Spannung auf.

    Ich würde mich an ihrer Stelle vom Schreiben im IT Bereich distanzieren und den Schreibstil überdenken.

    Was wohl @Hansli mit: „Kompliment zu Ihren beiden Beiträgen. Sachlich, weitgehend zutreffend.“ gemeint hat ist mir schleierhaft.

  2. [..
    Deshalb die Fragen: Wieso wurde das Update – die Spezialisten sprechen von einem „Patch“ – am helllichten Tag und kurz vor dem heiklen Wochenende „eingespielt
    …]
    Weil ihnen Cisco wohl den Fix für den ExtraBacon exploit von den ASAs/PIX vorab geliefert hat. Wäre vorerst auch einfacher gewesen, den snmp access zu blockieren.

  3. Am interessantesten sind die Kommentare 😉 Ich habe die IT dieser Bank zum Glück schon vor 10 Jahren verlassen, es war sicher ein gute Entscheidung, auch wenn dort nicht alles schlecht war. Es ist normal in der IT dass jeder meint, er wisse alles besser, so einfach ist es leider nicht. Auch ich habe meine Meinung, man müsste genau das Gegenteil tun wo man gemacht hat, nämlich die Systeme wieder mehr entkoppeln und dezentraler halten und all die vielen kleinen roten Fädchen entflechten (nicht nur applikatorisch auch personell und organisatorisch), und dort wo das nicht geht 100% Redundanz was natürlich viel kostet (nicht nur in der Theorie sondern idealerweise sollte man dann bei jedem Zügelschub auch gleich mal in die alternative Umgebung um zu sehen ob es auch läuft). Tritt mal ein BCP-Fall ein wird es vermutlich schwierig resp. aussichtslos, aber ich irre mich gerne. Was mich immer erstaunt hat sind nicht die Probleme, eine hochkomplexe Bankinfrastruktur hat immer Probleme, es ist eher die zunehmende Häufigkeit der Probleme und insbesondere die Kosten, die enorm sind im Branchenvergleich und einfach auch fehlende Innovation der letzten Jahre, man müsste mit diesem IT-Budget in der Branche voraus gehen und innovative Lösungen bringen aber man ist leider zu sehr mit sich selber beschäftigt. Es ist wie überall in der CS ein Managementproblem, der Fisch stinkt bekanntlich immer vom Kopf.

    • Hansli – „khei Ahnig vo Botanik“

      Was heisst den: „Sachlich, weithgehend zutreffend“? Weitgehend heisst nicht alles. Sachlich ist weit weg von der Realität.
      Wieso ein Kompliment aussprechen für nicht zutreffend und realitätsfremd?
      Es kommt mir vor wie: hauptsache Bloggen, Bloggen ist cool und wenn jemand meinen Blog liest und mich unterstützt ist meine Meinung wichtig. Bullshitt!
      Distanz von solchem Amateur-Gehabe, eure Meinung ist nicht wichtig, macht was anderes mit eurer Zeit als Komplimente auf schlechte Beiträge zu posten!
      …. und vor allem, lernt Kommunizieren, lernt Lesen und Beurteilen bevor ihr irgend welchen Mist posted, und lernt die Materie bevor ich euch dazu äussert. Ein „ja, richtig“ macht euch nicht zum Experten…. auch den Verfasser nicht! Der Verfasser der Beiträge ist Journalist, kein Informatiker. D.h. mancher von euch hat mehr auf dem Kasten!

      Dass es auch in der CS Informatik Pfeifen gibt, will ich damit nicht bestreiten. Das ist leider die Realiät die ich täglich antreffe.

  4. Die ganze Informatik hängt an einigen wenigen Dutzend Mitarbeitern, die sich langsam in Richtung Pensionierung bewegen. Was nachher passiert….

    • Das ist normal und überall so, Pareto Prinzip, 20% der Mitarbeiter sind für 80% des Erfolgs zuständig, wenn man dies noch 2x so weiterteilt sind 1% der IT-Mitarbeiter für 50% des Erfolgs zuständig. Diesen muss man 1. grösste Sorge geben (was nicht immer getan wurde!) und 2. muss man frühzeitig neue Leute aufbauen, was auch häufig nicht oder zu spät gemacht wird. Als Notlösung wird dann ausgelagert und einfach mal „gehofft“. Sparen muss man bei den 80% die für nur 20% des Erfolgs zuständig sind, da ist das Potential immer noch gross. Das Problem ist, dass diese 1% oder auch schon 20% der Top-Leute für das Management und ihre Vorgesetzten häufig nicht die am einfachsten zu führenden Leute sind.

  5. Das wundert mich nicht. Ich erlebe die ewigen Umbauten mit. Vor jedem Umbau wird gepostet, dass man modernisiert und nachher alles besser wird und Kosten gespart werden. Die Realität ist, dass Kosten generiert werden. Die CS IT ist noch immer ein ziemlich Benutzer unfreundliches und starres, komplexes Gewurstel ohne langfristiges, dynamisches und robustes Konzept. Viele gleiche Funktionen sind in verschiedenen Applikationen. Dann sind die Daten dieser nicht synchron und werden über neue Funktionen miteinander synchronisiert und auch das macht wieder Fehler. Man versucht quasi die Applikationen zu therapieren. Vieles wird von Hand abgestimmt und repariert. Schlimm ist, dass Applikationen bewusst nicht wasserdicht gebaut werden und programmierte Fehler vom Support beheben lässt weil es billiger ist! Diese Entscheider haben keine Ahnung und denken nicht für die Sache.
    Die Übersicht ist fast unmöglich. Dokumentiert wird nicht diszipliniert. Jede Abteilung hat eigene Regeln und es wird nicht Bankenweit abgestimmt. Ein Bankweites Zielkonzept in der IT besteht nicht, sonst würde man nicht immer wieder umbauen. Viele Abteilungen bauen etwas ohne schon bestehende Teile wieder zu verwenden. Es wird dauernd die günstigste Lösung evaluiert was sich dann als teuerste (durch Reparaturen, manuelles Eingreifen und Fehlersuche). Gut programmierte Applikationen sagen einem genau was nicht richtig gelaufen ist und unterstützen das BackOffice. Unsere sagen irgendwas womit der Endanwender nichts anfangen kann! Die Benutzerfreundlichkeit ist der grösste Aufwand in der Programmierung, und den scheut man. Ich habe mal vor 3 Jahren mit dem Chefarchitekten gesprochen und vorgeschlagen, parallel eine neue IT aufzubauen und die Schritt um Schritt mit Adaptern einzuklinken, schlank, flexibel, einheitlich, übersichtlich mit einem intelligenten Bussystem. Aber man muss vorher die Business Prozesse analysieren und die IT daran ausrichten. Er meinte das sei viel zu teuer und er würde die bestehende IT (Flickwerk) ohne Businessprozessanalyse „verbessern“. Na dann Prost, habe ich gedacht, wenn solche Chefs regieren kann es nur falsch laufen. Und wir erleben es täglich. Dauernde Aenderungen sind der Beweis der Unsicherheit, Verlegenheit und Unwissenheit.
    Die Chefs haben immer noch nicht kapiert, dass eine Bank die IT mit ihren Produkten ist und die Banker nur die Verkäufer. Man kann auf mehr Bankprozesse verzichten, aber auf fast keinen IT Prozess.

    • Bringt den Chef Architekt Murer zurück. Der hatte wenigstens klare Vorstellungen und hat die wichtigsten Sachen durchgedrückt. Evtl müsste man die IT wieder direkt in die GL integrieren, statt im Finanzladen aufzuhängen.

    • Stimmt, der hat’s geblickt. Er wurde aber wie allen anderen verjagd, die eine klare Birne hatten, und noch in der Lage waren sich mit Sachfragen auseinanderzusetzen. Mittlerweile wird am meisten Gehirnschmalz daraufhin verwendet, wie man das Bonussystem optimiert.

    • @Wyss Sie irren. Murer ist der Erfinder des informatischen Durchwursteln genannt Managed Evolution. Dann kam Landert dazu mit seinem CMMI Wahn und fertig war die Suppe.

      Loacker wollte das alles grundlegend ändern. Ein neues System aufbauen. Doch man hat ihn schon an seinem ersten Tag kaltgestellt und dann gewartet bis er wieder geht. Die MDs haben Urstände gefeiert als dieser „Störefried“ wieder weg war…

    • @ehemaliger
      Managed Evolution ist wenigstens eine klare Idee wie man mit der Informatik umgehen soll. Domänen für die Applikationen, Sicherheit / Integration als Enterprise Concerns und Plattformen in der Infrastruktur. Keiner der anderen CTOs / CIOs hatte so klare Pläne – sondern Slides und Buzzwords.

  6. Genau DAS ist das Geschäftsmodell von Mc-Grinsi. Solche Zustände verursachen und gleichzeitig eine teure „Lösung“ anbieten. z.B. Beratung für IT-Optimierung und IT-Sicherheit.
    Die CS-ler werden in Panik nach Mc-Grinsi rufen, damit der Laden wieder „läuft“. Über so viel Dummheit kann man nur grinsen.

  7. Juhui …. ich lach mich krum …. seit Jahren sage ich den Jupi-Ami-Bank-Informatikern, dass sie die Finger lassen sollen von dem Winsowas Spielzeug und ein Betriebssystem verwenden sollen, welches sie 100% selbst kontrollieren können. Aber Nein ! … sie wissens alle besser – und die NSA und Windows freuen sich, denn mit Win 8 und Win 10 ,,, und allem was noch folgt haben die fast ungeschränkten Fernzugriff. Und nun wunderd man/frau sich, dass mal ein Totalausfall kommt … Es wird nicht der letzte sein! Und ja: nach gut 48 Stunden ohne IT Spielzeug und ev. noch ohne Server geht eine Grossbank den Bach runter. Können die Super McKinder Berater schwimmen?

    • Aber, aber meine Herren. Die Mac Kinseyler wollen doch gar nicht schimmen, sondern die wollen ganz bewusst solche Abstürze. Sind sie doch schliesslich auch Teil der „US-Weltpolizei“ und vertreten somit US-amerikanische Interessen.

    • Naja. Viel Ahnung vom Ganzen hast du ja nicht wirklich. Woher auch? Lesen und verstehen ist dir ja augenscheinlich auch nicht in die Wiege gelegt worden. Wo bitte steht geschrieben, dass Windows nicht mehr lief und das Problem das BS war? Kannst es mir mit einem Leuchtstift auf deinem Bildschirm markieren. Funktioniert super!

    • War jar klar das die Unix Nerds jetzt aus Ihren Löchern gekrochen kommen. Hey ich habe da ne Idee anstelle Word würde ich den vi flächendeckend einführen.

  8. Die CS ist selbst schuld. Seit 15 Jahren reorg in der Informatik. Die Manager sind machtbessen und auf Bonuserhalt aus. Die meisten die was in der Birne hatten sind weg, Intelligenz wurde in Prozesse ausgelagert oder gleich nach Poona. Alle Arbeitsschriitte dermassen zerhäckselt, dass wirklich aber wirklich niemand mehr durchblickt. Die CS Informatik, einst hochgepriesen und bekannt für state-of-the-art, wo die Besten der Besten arbeiteten, ist zurückgefallen in die Anfangszeiten der Industrialisierung, also ca. 1850 wo der Taylorismus aufkam.
    Die Chefs haben einfach keine Ahnung wie man Informatik macht und die Begeisterung in einer grossen Organisation aufrecht erhält. Der Hauptmangel ist, dass sich die Idee der persönlichen Bereicherung mehr oder weniger flächendeckend in den Köpfen des Managements festgesetzt hat. Andere Werte ( Spass an der Arbeit, mal richtig gut zu „hirnen“ oder auch nur Mal seinen Mitmenschen eine Freude zu machen), gibt es nicht mehr oder zählen nicht mehr.

    wohl bekomm’s.

    • Das ist einer der besten und treffendsten Beiträge zur Informatik der CS. Gratuliere.

    • so erlebe ich das jeden Tag in der CS. Ohne Management würde es besser laufen und wäre erst noch billiger. Und die McKies alle raus.

  9. Alles wird ausgelagert: Das EK in den nahen Osten, IT nach Indien usw. Darf sich eine solche Bank eigentlich noch „schweizerisch“ nennen?

    Das Auslagern hat jedoch System. Viele Firmen machen dies wie z.B. die SWISS etc. Auslagern weil billiger im Ausland OK, da hab ich kein Problem, freie Marktwirtschaft.. A B E R die Chefs müssen dann ebenso ausgelagert werden!! Alles andere ist unsäglich schief und mies, ohne Anstand. Das Letztere sucht man ja mehr und mehr vergebens hier..

  10. Freunde, ihr habe ja alle sowas von Recht.
    Das ganze ist nicht mehr aufzuhalten; die McKinsey Brüder werden weiterhin schöne Folien mit Einsparungen pinseln, die GL segnet (unwissend versteht sich) alles ab, der ganze Karsumpel wird ins Ausland ausgelagert und in 10 Jahren sind dann bald mal sämtliche Grossfirmen und Banken in der CH an die Wand gefahren, sofern sie nicht schon vorher an Chinesen und dergleichen verscherbelt wurden.
    Hauptsache der Bonus stimmt!
    Viel Glück & Uf wiederluege 🙂

    • „..die GL segnet (unwissend versteht (!!) sich) alles ab..“ In den GL der Finanzkonzerne hat es da und dort Ex- McKinsey Brüder, die kennen die Folien bestens!

    • Lieber Berater, sie haben recht, je mehr Geld die CS für die MK-„Verbratung“ ausgibt, desto schlechter geht es ihr. Lässt sich beweisen anhand der GB der letzten 15 Jahre!

  11. Traurig, dass die CS nicht einmal mehr solche profanen Abläufe im Griff hat.

    Das würde dem Kunden mehr bringen als hochtrabende Initiativen wie das sog. „Digital Private Banking“.

  12. Mein Erlebnis mit einem CS IT-Mitarbeiter letzte Woche in den Ferien: Ich sass am Pool eines grossen Hotels, hinter mir ein Schweizer Anfang 50, mit seiner etwas einfachen Gattin. Ich dachte erst, Emil Steinberger sass hinter mir, weil er genau so redete. Er erklärte seinem deutschen Liegestuhl-Nachbarn, dass er bei einer grossen Bank mit 45’000 Mitarbeitern in der IT arbeite. Mir war klar welche. Seine englischen Kollegen in der Abteilung seien ganz gut aber würden sich jeden Abend im Alkohol ersäufen. Er müsse seinen Chefs in „Schale“ auch zu Hause alle IT-Anlagen installieren. Die würden im Homeoffice gar nicht für die Bank arbeiten, meinte er erbost. Er motzte über den Reichtum seiner Chefs, die hauseigenen Gallerien und Bibliotheken und wie blöd deren Ehefrauen seien. Eine regelrechte Tirade gegen seine Vorgesetzen über 70 Minuten am Pool. Er beende jetzt seine IT-Karriere langsam und sei froh, nicht mehr lange für seine „geschniegelten“ Chefs tätig sein zu müssen. IT-ler sind komische Leute habe ich in den Ferien wieder erfahren müssen. Wenn seine Chefs das gehört hätten, wäre seine Karriere sofort beendet gewesen. Eine Schande, wenn man solche Mitarbeiter im Unternehmen hat.

    • Lieber Hauser, ich bewundere sie und verstehe sie nicht. Bewundern dass sie 70 Min dem Gelabber eines frustrierten Bankheini zugehört haben, verstehe aber nicht warum sie den Platz nicht gewechselt haben!

    • @Thomas Hauser:

      Sie schreiben:
      —–
      IT-ler sind komische Leute habe ich in den Ferien wieder erfahren müssen.
      —–

      Genau. Sie treffen in den Ferien auf einen zugegebenermassen schrägen Vogel, der offenbar ein „IT-ler“ ist … was immer dies genau sein mag. Und schliessen deshalb, dass IT-ler komische Leute sind. Ich bewundere Ihre messerscharfe Logik !

      Sind Sie zufälligerweise ein hochrangiger Manager?

    • Lieber Hauser, warm so böse? Der Mitarbeiter hat doch allen Grund auf seine „Chefs* sauer zu sein!?

    • Lieber Späher, es war ganz grosses Theater. Die Leute rund herum haben sich schlapp gelacht aber der Typ hat rein gar nichts gemerkt, wie peinlich er war. Emil hat definitiv einen Nachfolger gefunden, leider nicht ganz so lustig, weil der Mitarbeiter solche Schimpftiraden über seine Chefs abliess. Er lässt sich von seinen Chefs, den Schlipsträgern gerne gut bezahlen aber rammt ihnen das Messer in den Rücken. Das Niveau ist erkennbar. War aber trotzdem witzig.

  13. Zeigt einmal mehr, dass die CS x-Jahre gegenüber der Konkurrenz hinterher spazieren. Die besten IT-Leute werden abgeworben. So kann man auch Kosten sparen und ein
    GAU provozieren.

  14. Ich hatte dort mal einen Einsatz als Freelancer. Die CS-Informatik braucht 2 Wochen, bis ich mich einloggen konnte, Grund waren genau diese Berechtigungen. Ich hatte einen Tagesansatz von 1200.- und musst das meiner Vermittlerfirma rapportieren. Diese hat es der CS-Informatik gemeldet, worauf der CS-Informatik-Chef derart ausflippte, dass man der Person meiner Vermittlerfirma fristlos kündigte. Mein CS-Informatik-Chef bekam den Übernamen: Der Killer vom Albisgüetli.

  15. Outsourcing rächt sich früher oder später! Großbanken wären gut beraten, Kernwissen nicht ins Ausland zu verlagern. Der Unterhalt und Entwicklung von Systemen ist so ein Kerngebiet. Je mehr IT Leute in Polen, Indien und China arbeiten, umsomehr (längere) Ausfälle werden zu beklagen sein. Anstelle der IT sollte die CS den Handel auslagern. Handel ist keine Kerntätigkeit, das kann jeder! Ich bin überzeugt irgendwann kommt auch bei Großbanken die Einsicht, dass Qualität eben doch nur in heimischen Gewässern zu erhalten ist. Viel Glücl!

    • Genau so isses!
      Aber das können Sie den CH Grossbanken noch tausendmal sagen – die kapieren das nicht! Und wenn eine Grossbank die IT dem Finanzcheffe unterstellt bewegt sie sich so um die 1990 … das wurde auch noch nicht kapiert, dass IT eine interne Kernkompetenz in der Bank sein muss! … und nicht bei irdenwelchen externen Spiepzeugfirmen betrieben werden sollte!

  16. Irgendwie typisch. Die Spezialisten müssen eingeflogen werden. Man hat sie nicht mehr in der Bank. Sie wurden ja weggespart.

    Was wohl teurer kam? Ein paar 100k für ein kleines Team von Spezialisten Vorort oder einen Experten von Ausserhalb der erst nach ewig langer Ausfallzeit reagieren kann?

  17. Man erwartet schon lange einen GAU… insofern nicht überraschend.

    Man könnte vermuten, die Informatik bei einer gewissen Grossbank bestehe im wesentlichen aus einer zu grossen, inkompetenten Führungsschicht, einer ahnungslosen Kader-Mittelstufe und dem internen und externen Fussvolk. Die Internen seien meist langjährige Spezialisten in ihrem Fachgebiet, kennten jeden Winkel des Systems inkl. der ganzen Geschichte. Diese Leute warnten schon seit Jahren dass es irgendwann chlöpft. Sie würden seit je her vertröstet, wahlweise als Schwarzseher oder unflexible Dinosaurier hingestellt. Letztlich würden ihre Warnungen ignoriert. Denn die MDs seien mit sich selbst, mit dem eigenen Machterhalt beschäftigt und das gehe nur wenn man bedingungslos Befehle ausführe. Etliche MDs würden nur zu solchen werden weil sie in einer kritischen Projektphase ihren Chefs die Kohlen aus dem Feuer geholt hätten…

    Wie gesagt, nur eine Vermutung, ein Schelm wer Böses denkt.

  18. Einmal mehr sieht man, wie wenig es braucht, unsere heile Welt zu lahmzulegen. Kleine Ursache, grosse Wirkung. Wehe wenn ein politischer Feind oder Terrorist weiss, wo er ansetzen muss…so kann man ganze Staaten zerstören.

  19. Wie doof muss man denn dazu sein? Active Directory ist in sich selbst redundant. Das heißt wenn ich einen Server vernichte dann haben alle anderen Server eine Kopie dieses Directories. Wenn man alle auf einmal erschlagen will dann speist man ein solches update am besten zeitgleich auf alle Server auf. Oder hat die CS IT nebst Mitarbeitern auch die Anzahl Active Directory server auf 1 reduziert?!

    • Ich nehme mal an die CS wird mehrere Forrests und Domains besitzen… mit einem einfachen Server alleine (wenn auch redundant) wird so eine Umgebung nie fliegen.

  20. Wen wunderts wenn überall gespart und alles ausgelagert wird?
    Schon die regelmässigen Updates waren ein Graus. Jede Firma kann Updates via Wake up Lan über Nacht oder übers Wochenende starten. Bei der CS starteten sie oft mitten im Arbeitstag, das heisst der PC/Laptop war rund 45 Minuten blockiert. Da konnte man noch mit einem Kunden am Telefon sein, der PC hat einfach neugestartet. Das ist Effizienz…

  21. Gelogen. Herr Hässig schreibt hier Lügen. Ich arbeite leider noch in dieser Bank. Zum Glück nicht mehr lange, da ich mich mit der CS nicht mehr identifizieren kann. Trotzdem muss ich hier intervenieren. Es gab Schwierigkeiten, aber da war nur ein kleiner Teil der Applikationen betroffen. Und alle geschäftskritischen Applikationen waren NICHT betroffen. Diese laufen immer noch auf dem Grossrechner (was Herr Hässig leider nicht weiss). Ich bin froh, gibt Herr Hässig der CS ab und zu „eines aufs Dach“. Aber er sollte doch bei der Wahrheit bleiben.

    • Hmm, unser Händer Tool war den ganzen Tag offline, da die TEV nicht nachts durchgeführt werden konnte, fand sie dann am Tag statt. Den ganzen Freitag konnte kein einziger Deal eingegeben werden. Outlook, Intranet, Internet liefen den ganzen Tag auch mehr schlecht als recht. Einzig Host, Schalter und Lync liefen zuverlässig…

    • Also bei uns hat einiges am Freitag nicht funktioniert … zudem laufen natürlich nicht alle geschäftskritischen Business Applikationen auf dem HOST !

    • Sich mit der Firma identifizieren war Gestern. Heute herrschen andere Zeiten.

      Leider …

  22. Kann doch nicht so schwer sein, so ein kleines Update einzuspielen? Bei meinem Lenovo mache ich das jeweils selbs, dauert keine 15 Minuten. Dafür brauche ich keine IT-Deppen, die mir alles kaputt machen. Mein Gott…

    • Mit diesem Kommentar zeigen Sie lediglich, dass Sie nicht wissen, wovon Sie schreiben: Firewalls sind hoch komplexe Regeln, die über viele Systeme hinweg abgestimmt sein müssen. Mit einem kleinen Klich auf „Update“ wie bei Ihrem PC hat das gar nichts zu tun.
      Auffallend ist jedoch schon, dass das nicht das erste Mal war in dem Bereich. Und der jahrelange, oft eher planlose Umbau der CS IT führt teilweise zu absurden Resultaten, gebrochenen Versorechungen und Prozessen, bei deren Trägheit und Kosten einem der Stolz als Informatiker vergehen mag.

    • Genau. Und wenn es dann nicht funktioniert hat, rufen Sie beim IT-Helpdesk an und bitten um Hilfe. Selbstverständlich erzählen Sie denen, dass Sie gar nichts am System verändert haben und das der Fehler „einfach so“ aufgetreten ist.

      Frohes Installieren und einen schönen Tag
      C. Hauser

    • Offensichtlich eine Person, die beruflich nichts mit IT zu tun hat.

      Patches auf einem Heim-PC einzuspielen ist nicht mal annähernd vergleichbar mit Patches auf Enterprise-Infrastruktur einzuspielen. Das Gebilde ist derart komplex, dass auch kleinste Veränderungen grösste Auswirkungen haben können. Schmetterlingsflügel, darf ich Orkan vorstellen?

      Solche Kommentare zeigen mir immer wieder auf, wie wenig Wertschätzung der IT entgegengebracht wird. „IT-Deppen“, in der Tat. Ohne besagte Deppen würden Leute wie Sie immer noch auf Schiefertafeln kritzeln.

    • Oh ein Experte hä? Sie vergleichen Ihren Göpel zuhause inklusive ein paar unscharfen Familienfotos, Word-Kurzbriefen, der „PowerPoint-Präsi fürs Geburifäscht vo de Tochter“, dem Outlook-Client (Für sie: dMailbox) mit einem Workplace einer Grossbank mit allen Applikationen und Abhängigkeiten? Ohä!

    • Wenn du keine IT Deppen brauchst, dann bau dir doch deinen Laptop das nächste Mal selbst und kauf nicht einen Lenovo…Kommentar überflüssig.

    • Selten so einen unqualifizierten Kommentar gesehen. Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen und worum es ging? Und die CS-IT mit Ihrem Laptop zu vergleichen, ist wohl nicht sehr treffend….

    • ja wenns bei ihnen so super klappt koennen sie sich ja als it experte anstellen lassen. dann koennten sie wahnsinnig viel geld verdienen und koennten etwas besseres tun als hier läppische kommentare zu Posten. damit waere allen geholfen.

    • Nicht das Anbringen des Updates war kritisch, sondern dessen Freigabe und der Zeitpunkt dessen Anbringens.
      Wenn die Informatik gemäss dem bewährten Prinzip divide et impera zuerst zerschlagen und dann dem Finanzchef unterstellt wird, dann dadurch auch die Gesamtverantwortung für die IT nicht formal, aber de facto zerschlagen. Die de facto Verantwortung für die IT zu übernehmen, ist für einen IT-Unerfahrenen nicht möglich. Für hochvernetzte Systeme, also z.B. für eine Banken-IT, reicht eine formale Gesamtverantwortung nicht, sondern sie stellt das Todesurteil in Raten dar.

    • Man kann gerne – und sicher auch oft berechtigt – über die „IT-Deppen“ schimpfen.
      Aber Ihr Vergleich Lenovo Einezl-PC vs. „Enterprise IT“ zeugt von Ihrem Unwissen!
      Es ist hanebüchen, Updates auf einem einzelnen PC mit dem Update einer stark vernetzten Unternehmens-IT mit unzähligen Systemen zu vergleichen!

    • So einfach wie Sie sich das vorstellen ist es nicht Herr CIAlist…
      Sie vergleichen Mäuse mit Elefanten. Ihr kleines IT System (Lenovo) hat in keinsterweise diese Dimensionen und Abhängigkeiten einer gesamten Unternehmens IT Infrastruktur.
      Und bitte werden Sie gegenüber uns ITlern nicht sofort beleidigend…

    • Die ungesitteten Reaktionen auf meinen Kommentar erklären einmal mehr, wieso die Informatiker am Mittag vor dem PC ihre mitgebrachten Salamibrote essen, während ich mir auf Spesen den Ranzen mit Rindsfiletmedallions vollhaue. Und jetzt geht wieder Passwörter zurücksetzen.

    • Bei einer Grossbank ist das sicher genau so simpel wie bei ihrem Laptop zu hause 😉

    • Man muss ehrlich sein: 90% der IT Leute sind unterqualifizierte, überbezahlte Aale, die sich mithilfe von Parolen und Phrasen durch den Alltag zum nächsten Lohn schlängeln. „Blackbox“, „Drittanbieter“ oder „Fachliches Problem“ und wie die konstanten Ausreeden alle heissen. Von dem her, hat CIAList, IT Kenner oder nicht, schon recht. Der Schreiber scheint ja von der CIC zu stammen und ist sich halt eine Top Informatik gewohnt. Dasselbe Level von Professionalität, kann man natürlich nicht von einer Grossbank erwarten, Herr CIAList, da müssen Sie die Latte tiefer legen.
      Aber wie gesagt, all die ausflippenden ITler hier auf der Seite: Macht mal halblang. Euer Spiel wird vielerorts endlich durchschaut, die Kündigungen, die man seit längerer Zeit Schweizweit beobachten kann ist ein klares Signal an diese wohlgenährte Schattengesellschaft. Jetzt kommen engere Kontrollen (angefangen bei der Zeiterfassung) und ihr seid gereizt, dass Ihr nicht mehr um 9 ins Büro schlendern könnt, 12-14.30 im Fitness oder der Beiz hängen und um 16.15 nach Hause huschen könnt. „Ja weisst Du, hatte am Weekend einen Einsatz“. Ja genau, von zu hause 10min No Man’s Sky unterbrochen und remote 2 Emails geschrieben…

    • @CIAList
      Bemerkenswert ist, dass ein solch komplett verblödeter Kommentar wie der deinige überhaupt Reaktionen hervorruft – scheint immer noch Sommerloch zu sein.
      Nun denn, bei deinem Lebenswandel ist immerhin auf Übergewicht, zu hoher Blutdruck, Arterienverkalkung, Sauerstoffarmut und Herzkranzverfettung zu tippen.

    • Das Einspielen ist nicht das Problem. Das planen, koordinieren und auch das verstehen der Konsequenzen ist das wichtige.
      Deshalb sollte man keine Legoinformatiker in den entsprechenden Positionen beschäftigen.

      Leider zählen aber nur noch schöne Folien und Pläne zum Auslagern an Legoinformatiker in Indien als Qualifikationskriterium als IT-Manager.
      Die letzte IT Kriese in der UBS lies Stefan Arn um seinen Job zittern. Ich zittert weil die UBS meiner Meinung nach kurz vor dem AUS stand. Der Schaden an der DB war nur mit Glück zu beheben.

      PS. Sorry für den Legoinformatiker. Aber es ist einfach zu schön um den auszulassen;-)

    • Bravo – Sie sind in Ihrem Fach bestimmt ein Superheld…!
      Oder nein, ich denke, Sie sind doch eher ein armes, frustriertes Würstchen, das – weil’s eben doch kein Superheld ist (optisch und geistig) – nichts anderes kann, als andere zu beleidigen.
      Ups – das war jetzt nicht nett… Aber scheint ja Ihr Umgangston zu sein…

    • Sie haben den Artikel wohl nicht verstanden – „Wenn eine Bank 48 Stunden lang stillsteht, ist sie tot“, und wenn die IT steht, steht auch die Bank. Nehme mal an, sie sind im Business – dann sollten Sie etwas netter sein zu den Leuten, von deren Arbeit Ihre Existenz abhängt.

    • @ CIAList, wie willst Du dich am Mittag ohne IT mit Rindsfiletmedallions vollhauen? Du bist sicher der Superhirsch im Private Banking oder ein Cowboy aus der Investment Bank, diese Art Haar geschleckte Abzocker.

    • Bravo, most commented comment on IP ever?

      Thank god it was about something useful.

      One morning everyone coming to work at CS will see the BSOD. And that will be the end of it.

    • @Pied Piper
      Während Sie zu Hause im warmen Bett liegen und über ihre Ferien träumen, haben wir IT Spezialisten Pikett, damit die Tages-End-Verarbeitungen auf dem Mainframe fehlerfrei durchlaufen können. Tag und Nacht kümmern wir uns, damit die Bank am leben bleibt. Wegen einem Ausfall wird die IT beschuldigt, dass wir unsere Arbeit nicht richtig machen. Wir bearbeiten nicht den Ganzen Tag lang Word Dokumente 🙂
      Die Bank wird stehen, solange ich noch hier stehe :p

      Gruss
      Der IT Spezialist höchstpersönlich