Thiam giesst Öl ins Deutsche-Bank-Feuer

Europäische Bankaktien für CS-Chef „nicht investierbar“ – sät Zweifel an seiner Branche – London-Banker: „Inakzeptabel“

Tidjane Thiam liebt die Bühne und das Reden. Diese Woche trat er gleich mehrfach in London an Bankenkonferenzen auf.

Dabei gab der CS-Chef Erstaunliches von sich. Die Aktien von Europas Banken seinen „nicht investierbar“ für Anleger.

Ein einzigartiger Vorgang. Der Chef eines der grössten Bankhäusern des alten Kontinent redet seine eigene Branche schlecht.

Investoren, gebt uns kein Geld mehr. Gebt es lieber anderen Firmen.

So Thiam.

Man kann den Ausspruch des Ex-Versicherungsmanagers, der nun eines der gefährdesten Finanzinstitute in sichere Gewässer führen muss, sogar noch strenger interpretieren.

Im Prinzip warnt Thiam sogar die Kunden, ihr Geld der CS anzuvertrauen. Viele Investoren sind nämlich auch zentrale Kunden der Grossbanken.

Eine rote Linie für jeden Banker. „Inakzeptabel“, meint denn auch ein bekannter Banker aus London, der die Schweiz gut kennt und weiss, wie die Anleger und die Börsen auf solche Aussagen reagieren.

Mit Panik.

Die schürte Thiam. Besonders gravierend: Der CEO der Credit Suisse tat seine Äusserungen rund um die akuten Zweifel, ob die Deutsche Bank in ihrer heutigen Form überleben kann.

Es gebe schon bei dünner Newslage „extreme Ausschläge“, meinte Thiam in einem Podiumsgespräch an der Bloomberg-Konferenz, und verwies auf „mögliche Strafen wie die von der Deutschen Bank“.

Die USA forderten in ihrem jüngsten Angriff 14 Milliarden Dollar für Subprime-Sünden der Frankfurter. Auch die CS rechnet mit einer Strafe in nächster Zeit.

Was Thiam mit seinem Auftritt erreichte, war das Gegenteil von dem, was er als Bankenchef tun sollte. Er bekräftigte nicht die Stabilität der CS oder jene der Branche, sondern befeuerte die Krise.

Die CS wollte sich nicht zu Thiams Aussagen äussern. Aus der Bank war zu vernehmen, dass man dessen Meinung im Umfeld der schwierigen Lage des ganzen Bankensektors sehen sollte.

Thiam sage das, was er denke und was man beobachten könne, hiess es.

Die grössten CS-Aktionäre halten Thiam weiter die Stange. Einige von ihnen erhöhten ihren Anteil am Schweizer Finanzmulti seit Frühling deutlich.

CS-Supporter verweisen zudem auf die Kapitalquote. Unter Thiam stieg diese dank einer Kapitalerhöhung auf 11,8 Prozent; das ist ein Prozentpunkt höher als die Deutsche Bank.

Entscheidend ist hier Anderes. Thiam tritt nicht auf wie eine Bankenchef, sondern wie ein Experte oder ein Politiker. Er dramatisiert die Lage mit markigen Statements.

Kurz: Thiam giesst Öl ins Feuer.

Die „grosse, grosse, grosse Frage“ sei, ob seine Branche überhaupt noch ein „tragfähiges Geschäftsmodell“ (viable business model) mit genügend Rendite für die Zukunft habe.

Man stelle sich den Chef des Zürcher Nobelhotels Baur au Lac vor, ebenfalls in einem schwierigen Markt unterwegs.

Der würde nun zum Besten geben, dass die Hotelbranche sich fragen müsse, ob sie überhaupt noch eine Zukunft habe.

Im Moment, da er dies sagt, hat er aufgegeben.

Hat das Thiam auch? Der Manager, der in seiner langen Karriere immer nur den Weg nach oben sah, wollte möglicherweise längst wieder abspringen bei der CS.

Im Winter ging um, dass sich Thiam für den IWF-Spitzenjob von Christine Lagarde bereitmache.

Am WEF in Davos dementierte Thiam – sonst nie verlegen um klare Worte – nicht einmal halbherzig.

Aus Zürcher Headhunterkreisen war schon zuvor das Gerücht zu vernehmen, wonach die CS für den Fall, dass Thiam frühzeitig gehen würde, dringend einen Ersatz benötige.

Die Suche nach einem Kandidaten für den Plan B war über Weihnachten in Gang, meinte damals eine Quelle.

Sicher ist: Thiam hat die Lage falsch eingeschätzt.

Im Frühling 2015, als er als neuer Chef der CS angekündigt worden war, lobte er die Bank und ihren damaligen Chef Brady Dougan in den höchsten Tönen.

9 Monate später erlitt die CS Hunderte von Millionen Handelsverluste und verlor mehrere Milliarden Abschreiber auf Altlasten.

Aus Schönwetter wurde Sturm – im Handumdrehen.

Die CS zählt zu jenen Grossbanken, die an den Märkten als besonders grosses Gegenparteirisiko angesehen werden.

Das geht aus dem Preis hervor, den Investoren zahlen müssen, um sich gegen einen Ausfall bei der CS abzusichern.

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Credit Default Swaps heissen diese Papiere. Die CS lag gestern Abend mit über 1,4 Prozent an 21. Stelle in einem Ranking mit 25 Banken.

Hinter ihr befanden sich vor allem noch zwei: die italienische Unicredit und die Deutsche Bank.

Die ebenfalls schlingernde Commerzbank schnitt hingegen besser ab. Und die UBS als andere Schweizer Grossbank stand um Welten solider da als die CS.

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53 Kommentare zu “Thiam giesst Öl ins Deutsche-Bank-Feuer

  1. „Thiam oder Chiam, whatever the name is“

    Ich würde von Thiam Chiam keinen Lebensversicherung einkaufen oder mit Ihn keinen Versicherungsvertrag unterschreiben. Ich frage mich was so ein schlechtes Versicherungsverkäufer immer noch bei der CS als „Ceo“ macht?!

  2. Bei vielen so hoch gehandelten Managern kommt noch vor der Intelligenz, die Arroganz die zur Selbstüberschätzung führt. TT glaubt er kann über Wasser gehen, er sollte aufpassen wenn es taut….
    Wie auch immer, es ist sehr schön der Unterschied zwischen Leader und Manager zu erkennen. Führen heisst nämlich nicht reden sondern machen und managen heisst Aufgaben erfüllen. Da kann auch Reden dazu gehören.

  3. Von Aktien und Märkten hab ich keinen blassen Schimmer – nur, sollte man nicht gerade dann in die CS investieren wenn alle sagen es sei gar nix? So von wegen gegen die Herde agieren und so?

    • never catch a falling knife und zudem stimmt hier fundamental soviel nicht, dass sich ein investment für vernünftige menschen absolut verbietet

  4. Leider komme ich heute nicht dazu Euch für ein paar Minuten aus der Gosse zu heben. Um Euch zu beruhigen: Mein Portfolio bewegt sich rein rechnerisch auch dann, wenn in China der berühmte Sack Reis umfällt. Die Chance, dass der Sack Reis nicht irgendwie in einem meiner Straddles eingebaut ist, ist fast null.

    Deshalb ist auch klar, dass grössere Bewegungen auf dem EU Markt, irgendwo hinter der x-ten Kommastelle im Promillebereich eine Veränderung zur Folge haben. Doch mit meinen Diversifizierungsplots, unspührbar. Thiam kann gerne sagen was er möchte, wenn er mich nicht vorher anruft, endet es halt mit unzufriedenen Nulpen.

    Ich bin heute gerade ein wenig beschäftigt, weil ich den neuen Ghetto Komplex besichtigen war den wir in 3 Monaten hochziehen. Massenwohnungen in grossen Gebäuden, so bisschen a la HLM aus den mid 60ern. Kosten null, Anzahl deponierbare Hintern: unzählig.

    Dann, sobald diese wackligen Kisten stehen, wird jede einzelne Wohnung „süss“ eingerichtet und auf Air BnB als „nette charmante Wohnung“ vertickt. Ihr Kehrricht Lemminge steht laut den mir vorliegenden Analysen ja drauf, in der DNA von Fremden Leuten zu schlafen, wenn man dafür ein wenig Rabatt erhält. Unsere initialen Tests werden ein riesen Erfolg, es kommt also demnächst auch aus dieser Ecke wieder „legales“ Futter – völlig losgelöst von meinen anderen „Investitionen“.

    Dieses mal, als simples Beispiel, wieso es uns da oben so ziemlich (Kobe-)Wurst ist, was auf Euren Börsenplattformen angezeigt wird.

    Oh siehe da, nun ists doch noch eine Lektion geworden. Die neue Tippse ist einfach eine Rakete. Nicht nur mit dem Füller. Susi, nehmen Sie sich doch grad zum Dank einen Dom Pérignon Rosé mit. Nein, Sie sollen das nicht mehr tippen, ich spreche nun mit ihnen Susi. Hören Sie auf jedes Wort zu tippen, das ich sage. Ok es reicht, Sie sind gefeu

    • okay MdP, Du bist also der Toxist, welcher Milanesemüll via (P)reisgau deutschisiert und an der Josefstrasse zum Exploit bringt. Wann triffst Du Dich am/mit/bei Filippo?

    • Endlich wurde das Pseudonym MdP gelifftet: Guido Gidor !!!!
      Er persönlich hat es dem Freund von meinem Freund bein Waschen / Legen / Föhnen verraten

    • Du Pont hat recht, low cost Silo-Wohnungen für low end banking-jobs sind die Rendite-Perle. Damit das Bonus-Niveau für das Upper- and Middle-Management in den Banken gehalten werden kann, müssen die Mitarbeiter im low-end Bereich bluten oder werden bei renitentem Verhalten einfach durch willige und billige Inder, Hartz-IV Flüchtlinge oder lower middle class aus UK ersetzt. Das steigert natürlich die Nachfrage nach verdichtetem Wohnungsbau. Der verdichtete Transport via S-Bahn in die Büro-Silos für Dienstleistungs-Sklaven in Zürich Altstetten / Örlikon ist ja bereits vorhanden. Also kauft Mobimo, PSP und ALLREAL !

    • Langweiliger, stupider Text, dazu in einem lamentablen Stil. Marcel Du Pont: Ein unbegabter, pubertierender Schreiberling. Unfähig konsistente Geschichten zu dichten.

      Die Frage bleibt:
      Marcel Du Pont (+ Alias): was haben Sie für ein Problem? Jugendbedingte Trolleritis? Senilität?
      Oder doch Angst vor unangenehmen Enthüllungen und Kommentaren?

    • Genial, Marcel Du Pont, you are the man!
      Wenn Lukas Hässig auch nur ein bisschen so lässig wie du wärst…
      Von den geistigen Blindfliegern in diesem Blog mal ganz zu schweigen.
      Thiam? Na ja, scheint sich irgendwie ein bisschen verwirrt zu haben. Cheerio

    • MdP weiter so! Du machst alles richtig, was nicht zuletzt von Deinen Hatern zementiert wird!

      Psychoanalyse (und seine Alias wie Memento Mori etc): Du kämpfst gegen Windmühlen an. laberst was von Stil und pupertierend, hast es aber zu deinem Lebensinhalt gemacht wie ein Psycho Marcel zu verfolgen und immer wieder denselben Drösel dort per copy paste reinzudrücken.
      Womit deine Analyse perfekt auf dich selber passt.
      all dies, und was hat es bisher gebracht? nada!

      Marcel Dupont 45 – Memento Mori 0

  5. Da winden sich alle bis es das nächste Mal „chlöpft“ und sagen dann, dass hätte man nicht vorhersehen könnten. Wenn einer nun aber mal sagt, was Sache ist und seinen Kopf freiwillig in die Schlinge steckt, sind alle empört.

  6. Mit Bankaktien kann man spekulieren.
    In (Gross-)Bankaktien kann man aber nicht langfristig investieren.

    Wers nicht glaubt soll sich mal die Indexentwicklung des Binkenindexes verglichen mit einem Ex-Banken über die letzten 10…20 Jahre ansehen…

  7. Wo bist Du Marcel Du Pont?
    Hat es selbst Dir die Stimmung verhagelt, oder bist Du gerade am redigieren Deines Textes?
    Ich möchte auch heute gerne wieder lachen (da es ja sonst fast nichts mehr zu lachen gibt).

    • Der ging sicher voll short auf Deutsche schon vor allen anderen da er alles vorhersieht. Warscheinlich gerade in Planung den Mars zu besiedeln…Nur zum Spass natürlich

    • Der Marcel von der Brücke, und seine gespaltene Persönlichkeiten, ha(t)ben bereits schon unter anderen Pseudos geschrieben… Geht dos raus und geniesst den schönen Herbst > das mache ich jetzt auch!

  8. Nun, warum spricht der grosse TT so, ist er unter die Finanz-Analysten gegangen, um zu zeigen wie tiefschürfend er in diesem Metier denkt oder hat er einfach genug von seinem Job als Chef einer der schwierigsten europäischen Großbanken und schmeißt nächstens den Bettel hin, wegen diesen undankbaren Verwaltungsräten und Aktionären? Oder ist er einfach ein „Plauderi“? Wenn man das vorhergesagte nicht annimmt und er dies absichtlich gesagt hat, wieso?
    Da kann man natürlich spekulieren und seine Aussagen erlauben dies. Man kann durchaus annehmen, es gibt ernsthafte Verhandlungen der CS mit einer Nicht-Europäischen Großbank zwecks Übernahme der CS durch dieses Institut. Warum dann diese Aussagen, solche Verhandlungen laufen in Regel absolut geheim. Oder es gibt eine öffentliche Übernahme-Offerte wie bei Bayer und Monsanto in bar, wo die anlächelnde Braut schlussendlich den Höchstpreis erzielte. Dies ist hier bei solchen Aussagen von TT sicher nicht der Fall. Es gibt einen Preis, wo etwa dem jetzigen Börsenkurs entspricht und teils in bar durch den überseeischen Käufer bezahlt wird, teils in Aktien seiner Bank.
    Wer ist der Käufer? Hier ist die zentrale Frage, ist bei einem solchen Käufer gewährleistet, dass die Kunden der CS bei ihrer Bank bleiben. Es gibt keine Bank aus Ostasien, dem Nahen Osten und schon gar nicht aus Lateinamerika, die so etwas verbindlich garantieren kann.
    So bleiben nur die USA und Kanada übrig. Ist es dynamische TDP oder die hochgeschätzte Royal Bank of Canada. Könnte sein, aber es ist zweifelhaft, ob diese beiden, einen solch großen Happen verdauen können.
    Welche Bank aus den USA könnte es dann sein? Es muss eine Großbank aus den USA sein, die einen tadellosen Ruf hat und gleichzeitig nicht gezwungen ist, dass Investment-Banking der CS in den USA aus wettbewerblichen Gründen nicht abzustoßen. Landesweite Retail-Banken wie JP Morgan Chase, Bank of America und Citibank sind bereits sehr prominente Adressen im Investment-Banking.
    So verbleibt nur die hochangesehene Wells Fargo übrig mit ihrem Hauptaktionär Warren Buffet. Wells Fargo will nicht die CS Amerika, die immer noch auf Vordermann gebracht werden muss, sondern sie will auch das gute Quellwasser, nämlich die CS Schweiz, die alle diese Abenteuer ermöglicht hat.
    Dies eine begründete Spekulation wegen den Aussagen von TT und sie wurden nur durch lahme Kommentare der CS Pressestelle dementiert. Wie jede Spekulation muss sie die primitivste Art von Häme erwarten.

    • Törricht und dumm einen interessanten Input von Rolf Zach copy-paste-mässig zu hijacken. Shame on you, (dummer) Schnorri.

  9. Investitionen in Bankaktien ist ein loser’s game. Banken schaffen keine Wertschöpfung, sondern profitieren nur vom Umstand, dass ihnen eigentlich im volkswirtschaftlichen Kreislauf eine wichtige Rolle zugeteilt wurde. Aber von dieser Funktion haben sich die Institute seit Jahrzehnten verabschiedet. Zum 2. behaupte ich, dass niemand, auch nicht die internen Controllers, eine Bilanz einer Grossbank lesen können. Ding der Unmöglichkeit. Daher, wer Aktien von Grossbanken kauft, kann genauso gut das Geld dem Roten Kreuz spenden. Im letzteren Fall erfüllt das Geld noch einen Zweck.

    • Robert Hugelhofer: Zwei Punktlandungen, nämlich keine Wertschöpfung, nur saugen, und völlige Intransparenz. Irgendwie gehört das ja zusammen. – Wer heute noch eine Geschäftsbeziehung mit der Credit…..Arab unterhält, melde sich bei der KESB.

  10. Danke Monsieur Thiam, aber Ihre „Weisheiten“ können Sie für sich behalten, sind für mich nichts neues. Ich investiere ohnehin und seit Jahren schon nicht mehr in Bankaktien und der CS habe ich noch nie und werde auch nie Geld geben, am Paradeplatz sind ja „Anfänger“ und Mänätscher am Werk die sich „Banker“ nennen, vor allem in der allerobersten Etage und eigentlich sind die ja nur am eigenen Portemonnaie interessiert, sonst taugen sie kaum etwas !

    • Einen Fehler hat Ihr Kommentar: es betrifft nicht nur die CS, was Sie über die Mänätschär schreiben. Das gilt für alle in dieser Branche: vom kleinen Backoffice Zwerg der nur die Faust im Sack macht, bis hin zum Abzocker ohne Leistung. Wenn sich diese Backoffice Zwerge die ja sowieso Arbeitslos werden (Auslagerung, Digitalisierung) sollen doch schlicht streiken. Noch haben sie es in der Hand, dieses Bankwesen in die Knie zu zwingen. Die volkswirtachaftlichen Schäden sind begrenzt: die Arbeitslosen gibt es sowieso, nur halt früher. Und das Geschäft der Banken (Spekulation an der Börse) fällt weg. Und? Es fällt höchstens ein unproduktiver Risikofaktor weg.

    • Besserwisser sie sprechen/schreiben hier von Zehntausenden von Bankmitarbeitern, die jeden Tag einen super Job machen. Wie armselig muss man sein, einen solchen respektlosen Stuss von sich zu geben, nur um mal dazu zu gehören. Schämen Sie sich.

  11. Das Schlimme daran ist, Thiam hat recht. Wer jetzt in Banktitel investiert, dem ist echt nicht mehr zu helfen. Aber als CEO darf er natürlich nicht diesen Standpunkt vertreten. Die Deutsche ist dazu noch besser positioniert als die CS. Eine komplette Fehlbesetzung, die man wohl möglichst rasch korrigieren sollte.

    • Ansich ein sicheres Investment, solange diese Investoren sich auf den Staat verlassen dürfen. Dafür sorgt die Bankenlobby schon. Und was gibt es für eine sichereren Garanten als die Steuerzahler?

  12. …sagt, nein, schreit TT in die Welt. Alle, nicht nur die CS, stehen vor dem Abgrund. Wird natürlich nicht gern gesehen. Dabei hat er (für die anderen) so unrecht nicht. Man schaue nur, wie die Bussendrohung an die Adresse der Deutschen Bank nicht nur Finanzwerte nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt in den Orkus zieht.

    Und auch für seine CS hat er Recht: Gut 80% des Eigenkapitals (Level-3-Aktiven und Goodwill) der CSG sind nicht verwertbar – so steht es im Geschäftsbericht, lesen Sie die Definition von „Level-3-Aktiven“ im Geschäftsbericht nach.

    Und weil das so heikel ist und geschönt werden muss, fängt die CSG das Rechnungsjahr 2016 mit weniger Level-3-Aktiven an, als sie das letzte aufhörte: Eröffnungs- und Schlussbilanz stimmen nicht überein. Vergleichen Sie Geschäftsbericht 2016 und Quartalsbericht 16/1.

    Man überlege sich einmal, was es für den Fall einer Krise bedeutet, wenn rund 80% des Eigenkapitals nicht verwertbar sind. Es bedeutet: Vom Haftungssubstrat, das Verluste des Unternehmens absorbieren soll, erfüllen 80% genau diese Funktion nicht. Für die Inhaber von CoCos bedeutet das zum Beispiel, dass die fünfmal näher am Punkt sind, wo sie zum Handkuss kommen, als sie meinen. Prost.

  13. Ich investiere nur in Firmen, wo ich 1. schon mal gearbeitet hab und 2. weiss, was die produzieren. Beispiel hierfür: Mc Donald’s. Burger brutzeln, einige mit Bacon, einige mit Käse, die anderen mit Chicken oder Veggie, dazu mit Schiggen Nögets und wräps ergänzen. So einfach und transparent geht das und jeder Aktionär kommt draus.

  14. Und wo bitte ist Urs Rohner? Am Filmfestival oder am Drehbuch schreiben? Aber solange der Verwaltungsrat ihn als Teil der Lösung sieht wird es auch keine Besserung geben und vermutlich kann er dann auch noch einen möglichen Nachfolger aussuchen und die Investoren um weitere drei Jahre Geduld bitten.

  15. Thiam hat Recht – die Deutsche Bank wackelt und fällt in den nächsten drei Monaten eventuell um. Die Deutsche ist mit Multi Milliarden- Strafzahlungen konfrontiert, die sie alleine nicht mehr stemmen kann und die ganze deutsche Finanzbranche steckt in einer schweren Krise. Heute morgen (eben gerade) ein neues Deutsche Bank-long time Low bei 9,91 Eur (minus 8% heute morgen!!) – das kleine Problem ist nun nur folgendes: wenn die Deutsche wie von Thai prophezeit wackelt, (nach meiner Prognose umfällt), dann kippt auch die CS und Thiam um. Das gibt einen Domino Effekt, der schlimmer wird als Lehman… Meine Prognose für den Banken-, und Immobilienmarkt Deutschland und Schweiz ist der Eintritt des worst case Szenarios in 2017, die Immobilienblase wird auch in der Schweiz platzen in 2017 und die völlig überrissenen Preise für zum grossen Teil einfache Eigentumswohnungen mit normaler Bauqualität werden sich wieder angleichen an die Levels vor 8-10 Jahren..Genauso sehe ich einen heftigen Abschlag bei den Schweizer Bankaktien in 2017.

  16. Hmmmm…das erste Mal ein wahres Statement… er hat natürlich zu 100% Recht. In Banken sollte niemand investieren. Selbstverständlich bleibt Thiam immer noch eine Fehlbesetzung, aber da ist er ja nicht alleine in der Schweiz (siehe Joe Strähle und andere)….

  17. Ist doch logisch, er weiss genau: Er hat keine Chance, diese Bank wird auf 0 sinken bzw. staatsübernahme.
    Mit seinen schlauen Äusserungen kann er danach behaupten, ich habe ja gesagt es wird schwierig, ich habe die trader in NY verwarnt, ich habe eigentlich alles gesehen, aber niemand hat mitgespielt und mich supported.
    Ich bin unschuldig am Debakel, habe eine weisse Weste.

  18. 3 Fragezeichen:
    – ist Thiam der erste ehrliche Bankmanager in der jüngeren Bankgeschichte?
    – wann wird dem Ehrlichen die Schuld gegeben?
    – wann wird endlich die Politik auf das unterfinanzierte Finanzsystem adäquat reagieren und die Dominanz der Banken in unserem Wirtschaftssystem auf eine der Gesellschaft dienende Grösse zurückstutzen?

  19. Betrachten wir das Ganze doch mit einer positiven Grundhaltung! Liegt er denn dermassen falsch mit seiner Aussage? Mindestens was sein Institut anbelangt muss er Bescheid wissen! So darf man doch seine Aussage bezogen auf die CS als offen und ehrlich bezeichnen ….und auch als Warnung an seine Kunden interpretieren. Ob es weise (und fair) ist, die eigenen Perspektiven undifferenziert auf die Mitbewerber zu projizieren sei dahingestellt. Bei DB und CoBa gibt es immerhin deutliche Indizien, dass dem so ist.

  20. Nun, warum spricht der grosse TT so, ist er unter die Finanz-Analysten gegangen, um zu zeigen wie tiefschürfend er in diesem Metier denkt oder hat er einfach genug von seinem Job als Chef einer der schwierigsten europäischen Großbanken und schmeißt nächstens den Bettel hin, wegen diesen undankbaren Verwaltungsräten und Aktionären? Oder ist er einfach ein „Plauderi“? Wenn man das vorhergesagte nicht annimmt und er dies absichtlich gesagt hat, wieso?
    Da kann man natürlich spekulieren und seine Aussagen erlauben dies. Man kann durchaus annehmen, es gibt ernsthafte Verhandlungen der CS mit einer Nicht-Europäischen Großbank zwecks Übernahme der CS durch dieses Institut. Warum dann diese Aussagen, solche Verhandlungen laufen in Regel absolut geheim. Oder es gibt eine öffentliche Übernahme-Offerte wie bei Bayer und Monsanto in bar, wo die anlächelnde Braut schlussendlich den Höchstpreis erzielte. Dies ist hier bei solchen Aussagen von TT sicher nicht der Fall. Es gibt einen Preis, wo etwa dem jetzigen Börsenkurs entspricht und teils in bar durch den überseeischen Käufer bezahlt wird, teils in Aktien seiner Bank.
    Wer ist der Käufer? Hier ist die zentrale Frage, ist bei einem solchen Käufer gewährleistet, dass die Kunden der CS bei ihrer Bank bleiben. Es gibt keine Bank aus Ostasien, dem Nahen Osten und schon gar nicht aus Lateinamerika, die so etwas verbindlich garantieren kann.
    So bleiben nur die USA und Kanada übrig. Ist es dynamische TDP oder die hochgeschätzte Royal Bank of Canada. Könnte sein, aber es ist zweifelhaft, ob diese beiden, einen solch großen Happen verdauen können.
    Welche Bank aus den USA könnte es dann sein? Es muss eine Großbank aus den USA sein, die einen tadellosen Ruf hat und gleichzeitig nicht gezwungen ist, dass Investment-Banking der CS in den USA aus wettbewerblichen Gründen nicht abzustoßen. Landesweite Retail-Banken wie JP Morgan Chase, Bank of America und Citibank sind bereits sehr prominente Adressen im Investment-Banking.
    So verbleibt nur die hochangesehene Wells Fargo übrig mit ihrem Hauptaktionär Warren Buffet. Wells Fargo will nicht die CS Amerika, die immer noch auf Vordermann gebracht werden muss, sondern sie will auch das gute Quellwasser, nämlich die CS Schweiz, die alle diese Abenteuer ermöglicht hat.
    Dies eine begründete Spekulation wegen den Aussagen von TT und sie wurden nur durch lahme Kommentare der CS Pressestelle dementiert. Wie jede Spekulation muss sie die primitivste Art von Häme erwarten.

  21. Und? Ist doch besser als sich etwas vorzulügen am Morgen vor dem Spiegel, oder? Klar redet TT zu gerne, aber was er sagte war/ist allen bekannt. Noch nicht mal contrarians empfehlen heute schon den Einstieg. Dafür ist es noch zu früh.
    Aber typisch Hässig wird das Thema weiter ausgewunden: wie ein Berater gerierte TT sich. Beleg für baldigen Rücktritt sind wieder irgendwelche Headhunters … So kommt letztlich doch noch ein halbwegs ganzes Artikeli zustande.

  22. Tolle Lektion!

    … für „Wie man aus drei Worten ohne Kontext einen ganzen Artikel verfasst“

    Thesenjournalismus erster Güte, brilliant gespielt.

  23. Thiam spricht hier ganz offen. Wahrheit ist gut. Falls er aber keine Lösung zu bieten hat, sollte er es zugeben und eine neue Herausforderung suchen. Er findet bestimmt eine neue Stelle, man sieht ihm das Alter nicht an.

  24. Unglaublich, was der CS-CEO so alles von sich gibt. Er jammert, lamentiert, zeigt sich, seine eigene Person betreffend, äusserst dünnhäutig, schafft Unsicherheit wo er nur kann und zieht über Mitbewerber her. Leadership sieht anders aus. Die Kommunikationsberster von Thiam sind entweder komplett überfordert oder der gute Mann ist beratungsresistent ohne Ende. So oder so: diese jüngste Episode zeigt einmal mehr, dass die Bedrohungslage der CS nicht nur durch exogene Faktoren bestimmt wird.

  25. Sind doch alles die gleichen, diese Banker! Ich würde meinem Kind verbieten, in do einer schmuddeligen, von Luftheulern übersättigten Branche Guss zu fassen. Pfui!

    • Schade, dass Sie so urteilen und eine ganze Branche verurteilen. Ich als kleiner Bankmitarbeiter stehe täglich auf, mache meinen Job seriös und tue alles, dass ich am Abend noch in den Spiegel schauen kann. Vergessen Sie bitte nicht…….es gibt überall schwarze Schafe…….

    • Psycho Ihre Analyse war wohl noch im Gange, als Sie diesen Stuss geschrieben haben. Schmuddelig ist höchstens Ihr „Guss“. Haben Sie den Text überhaupt gelesen? Zugegeben er ist nicht leicht zu verstehen, da Lukas von Tag zu Tag verworrener schreibt – lustig sind wie immer seine an den Haaren herbeigezogenen Vergleiche, mit denen er in 3 Absätzen die 2 vorhergehenden Absätze nochmals widergibt, um sich selber Recht zu geben.

      Pfui sind höchstens solch undifferenzierte Kommentare wie der Ihrige. Immerhin haben Sie der Menschheit einen Gefallen getan und sich nicht noch vermehrt.