CS macht Jagd auf Hinterzieher – in der Schweiz

Grossbank schmeisst alle Schwarzgeld-Kunden bis Ende 2017 raus – Weisung gilt auch für Inland – No mercy hilft Konkurrenz.

Urs Zulauf war lange die Nummer 2 bei der Finanzmarktaufsicht. Nun hat er sein Gesellenstück als oberster Weissgeld-Aufpasser der Credit Suisse abgeliefert.

In seiner „Global Policy GP-00108“ verordnet Zulauf dem Schweizer Finanzmulti ein Steuerkorsett, dass weit über alles Bisherige hinausgeht.

Die Weisung „etabliert einen Rahmen, der der CS hilft, nur noch korrekt versteuerte Kunden-Vermögen zu akzeptieren und zu verwalten“, heisst es im Englisch abgefassten Dokument. Dieses wurde letzte Woche im CS-Intranet aufgeschaltet.

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Die CS und ihre Berater an der Front dürften „Kunden nicht beistehen in Aktivitäten, die Steuervergehen beabsichtigen“ würden.

Was zunächst nach Déjà-vu aussieht, hat es in Tat und Wahrheit in sich. Die CS ist die erste Bank, die ein totales und absolutes Schwarzgeldverbot erlässt – auch für ihren Heimmarkt Schweiz.

Und das in einem Tempo, das die betroffenen Kunden, darunter viele Schweizer, die einen Teil ihres Vermögens bei der CS nicht deklariert haben, sofort zum Handeln zwingt.

In seiner Weisung schreibt Zulauf unter „Transition Rules“, dass einzig in jenen Ländern, in denen die CS noch kein Programm zur Kunden-Offenlegung gestartet habe, eine Übergangsperiode gelte.

Eine kurze. „Diese Übergangsperiode endet am 31. Dezember 2017“, diktiert der Obersteuer-Jäger der CS den Tausenden von Kundenberatern ins Aufgabenheft.

Danach ist fertig mit Ausnahmen.

„Following said date this policy will apply both to all new and all existing Clients“, schreibt Zulauf, der noch nie in seiner ganzen Karriere Kunden akquirieren und betreuen musste.bildschirmfoto-2016-12-05-um-08-06-43

No mercy. Egal, ob Schweizer in der Schweiz oder im Ausland oder Ausländer mit Konten weltweit oder auch in der Schweiz, die offiziell weiterhin ein Bankgeheimnis kennt und dieses eventuell gar in die Verfassung aufnimmt:

Die CS akzeptiert ab 2018 nur noch vollständig steuertransparente Kunden.

Bei kleinen Kunden im sogenannten Retailgeschäft mit typischerweise Vermögen unter 100’000 Franken wird die CS vermutlich keine radikalen Überprüfungen vornehmen.

Anders sieht das für ihre vermögende Klientel im Private Banking aus. Dort hat Steuermann Zulauf mit einem Extra-Passus für heikle Fälle vorgesorgt, dass ihm niemand durchs Netz schlüpfen kann.

Wer neu bei der CS im Private Banking Kunde werden möchte („onboarding procedure“), und zwar mit einer Struktur – oft ist das eine Stiftung –, der muss eine „Tax Advisor Confirmation or a Tax Compliance Self-Confirmation with Disclosure Consent“ vorweisen können.

Die Berater müssen sodann die Dokumente unter die Lupe nehmen. Wenn sie Verdacht schöpfen, dass es sich um Schwarzgeld handelt, dann müssen sie den Fall sofort nach oben melden.

Zum Compliance, dort, wo die wuchernden Vorschriften erlassen und umgesetzt werden.

Verdächtig seien Kunden, die sich weigern würden, „without good cause or explanation to reply to questions regarding the tax status of assets“.

Auf dem CS-Radarschirm landet auch, wer ein „tax package to participate in VDP“ verlangen würde. VDP meint Voluntary Disclosure Program, es sind die Offenlegungsprogramme der Staaten.

Wenn ein Kunde einmal im Compliance der CS gelandet ist, dann hat er nichts mehr zu lachen. Rasch könnte er bei den Strafbehörden angezeigt werden.

„Divisional Compliance escalates suspicious predicate offence cases to the responsible FCC (Financial Crime Compliance) department“, steht in der neuen CS-Weisung.

Und weiter: „Where required by local law, FCC files a Suspicious Activity Reports (SAR) to the competent authority and instructs the relationship manager to close or restrict the Client relationship as required by the applicable law.“

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Die CS-Polizei, Ihr Feind und Gegner.

Die totale Weissgeldoffensive des Finanzmultis passt ins Bild einer Bank, die sich unter allen Umständen nichts mehr zuschulden kommen lassen will.

Die Weisung wurde letzte Woche just an jenem Tag verschickt, als die Nachrichten über einen neuen US-Steuerfall der CS mit einem Amerikaner eskalierten, der 200 Millionen Dollar hinterzogen hatte.

Die CS und ihre obersten Rechtschefs, allen voran Romeo Cerutti, könnten nun mit ihrem rigorosen Ausmisten beim Schwarzgeld selbst in der Schweiz die Amerikaner zu beruhigen versuchen.

Diese haben einen eigenen Abgesandten am Paradeplatz, der die CS mit stets neuen Anforderungen vor sich hertreibt. Sein ursprünglich zweijähriges Mandat wurde offenbar inzwischen verlängert.

Die CS ist damit endgültig unter die Kontrolle ihrer höchsten Juristen gefallen. Diese kümmert die Frage, wie die Bank ihr Geld verdient, nicht; sondern einzig, wie sie hyper-compliant wird.

Dass Weissgeld die Zukunft ist, ist dabei nicht das Thema. Vielmehr geht es um die Art und Weise, wie eine Bank in dieser Umbruchphase ihre Kunden behandelt.

Die CS vermutet hinter ihren Kunden, und zwar neu auch den Schweizern in der Schweiz, grundsätzlich verdächtige Elemente, die es loszuwerden gilt.

Eine Alternative wäre, den Weg zur Versteuerung gemeinsam anzupacken. Eine Bank, die so vorgeht, ist nicht dubios. Sie wehrt sich einfach dagegen, ihre langjährigen Kunden, die lange hochwillkommen waren, via „Cover your ass“-Aktion auf die Strasse zu stellen.

So wie die CS.

Kommentare

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  1. Erste Stufe zu einem faschistischen Überwachungsstaat. Zum Glück gibt’s BTC und andere Zukunftswährungen… als ich kürzlich bei der CS ein BTC-Fremdwährungskonto eröffnen wollte, wurde ich nur müde angelächelt. Mal schauen wer zuletzt lacht.

    • Da könntest du recht haben,… als mein Vater in den 80er Jahren bei einem Mercedesverkäufer war, waren alle Verkäufer arrogant. Japanische Besucher sagten:,, Hier ist nicht der Kunde König sondern der Verkäufer. Das gleiche als mein Vater sagte früher oder später würde die S-Klasse als Diesel gebaut werden. Da wurde er ausgelacht. Bei und in Serbien gibt es ein Sprichwort: Die Zeit verkauft auch Heu.
      Aber noch eine Frage: AUf Basis wie BTC funktioniert, wie soll eine Bank ein BTC Konto anbieten ? DU brauch dafür doch keine Bank.

  2. Oh je! Von einem Extrem ins andere..
    Seit Jahrzehnten (!) andauernd Um-, Aus- Rück- und Neubau, Skandale am wöchentlichen Laufmeter und auch dies ohne Ende. Beschiss im Libor, bei Devisen und anderswo, ein Trauerspiel seit 25 Jahren: Der Kahn ist nicht beherrschbar da viel zu gross.

    VRP Rohner versucht zwar jetzt den Kurs des Riesenkahns CS abrupt um 180° zu ändern, indes es dürfte zu spät gewesen sein: Milliardenbussen links und rechts, seit 20 Jahren im Totalumbau und jetzt zu kleines EK. Man schwafelt zwar von „Kern“-Kapital, ja sogar von „hartem“ Kernkapital: Allein was zählt ist (wäre!) das EK.

    Der erneute, neue Fall in Amerika hat es in sich: Sollte sich dieser bestätigen und es sieht im Moment danach aus, kann die USA der CS „den Stecker ziehen“, zumindest den amerikanischen.

    Fazit: Es wird sich (leider) auch jetzt nicht viel ändern. Pleiten, Pech und Pannen werden wieder folgen. Zur Erinnerung: Die CS tat eine kriminelle Verschwörung, amtlich-gerichtlich festgehalten und bestätigt. Bei kriminellen Verschwörungen aber tummeln sich Kriminelle, Verbrecher also. Zeit den Laden zu schliessen, das Hypogeschäft (zur Beruhigung der Hüslibauer) zu verkaufen. Erst dann haben wir (endlich) Ruhe.

  3. Man beachte Dr. Urs Zulauf – bis vor kurzem noch bei der FINMA und Mitverantwortlich, dass mehrfach Hinweise zu verwerfliche Tätigkeiten der Credit Suisse ignoriert und nicht verfolgt wurden. u.a. Vergehen zu Lasten von ‚Gläubigern‘, also jene Personen die von Seiten FINMA eigentlich geschützt werden müssten…

  4. die Global Tax Policy der CS ist für CH-Kunden eher zahnlos. Es braucht kein Steuernachweis und zudem sind bereits verwaltete Vermögen von < 10 Mio von keiner Verfolgung mit Auflösung betroffen.

    Und was die Strukturen angeht, da werden zum grössten Teil Selbstdeklarationen als ausreichend betrachtet. Also bitte.

    • Einmal mehr ein Riesenhype für nichts! Für uns Kunden bleibt faktisch alles so wie es immer war. Bitte compliance publicity von den facts unterscheiden!

  5. Dougan and Rohner announced publicly , 5 years ago, that the bank had no untaxed money , an absurd statement to be sure, but it reveals , as this story continues to reveal , that CS senior management simply didn’t and doesn’t understand the full extent of the problem.
    In 2017, the Board has a lot to explain to shareholders . JP Morgan has hit an all time high today, while CS is near a historic low.
    They still don’t understand they have a leadership problem.

    • Who cares, what Credit Suisse Arab Ltd. Macht oder nicht macht.
      CS ist längstens keine Schweizer Bank mehr. Die Araber sind selber schuld, wenn sie eine so grosse Position aufgebaut haben.

  6. Das macht ja schon Sinn, Aufwand / Risiko und Ertrag stehen heute bei Steuerhinterziehern in keinem Verhältnis. Zudem werden die Steuern für Reiche fortlaufend reduziert, resp. durch irgendwelche flat rate taxes ersetzt, wer da immer noch Steuern hinterzieht, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen.
    Was die Mittelschicht betrifft, die sind halt die blöden und müssen die Steuerausfälle der Reichen und Unternehmen kompensieren. Dafür dürfen sie mit Inbrunst SVP wählen und bei der CS ihr Geld deponiern, solange sie die Klappe halten und ihre Steuer bezahlen.

    • Angesichts der permanenten Infolawine, die 24/7 auf die Bürger niedergeht, stellt sich bei Peter wirklich die Frage, hinter welchem Hügel er haust. Fact ist: im Wald hinter seiner Höhle hat es viele Trolle, und die gefallen Peter irgendwie.

  7. nur die Realitaet sieht anders aus! erst letzten Monat berichtete eine der allergroessten Trust Firmen, wie sie zusammen mit CS-Asien fuer deren China-Kunden BVI-Firmen in einer Paketloesung ab Stange anbieten!
    (ohne solche kann die CS-Singapur schliessen, den KEIN Indonesier, Chinese, Vietnamese wird in eigenem Namen Biz machen)

  8. Ist eigentlich konsequent! Warum sollte die Gesellschaft Steuerhinterzieher dulden? Leistungen vom Staat konsumieren, von der Politischen Sicherheit profitieren und die Infrastruktur nutzen aber nichts beitragen wollen. Darum raus mit solchen Kunden und sogar melden!

    • Sicherheit? Dafür kann doch der Staat schon lange nicht mehr garantieren. Absolut lachhaft.

    • Wo leben Sie Willy Wonka? Logisch, eine absolute Sicherheit gibt es nirgends, Sie können sich aber in der Schweiz in der Regel frei und unbeschwert im öffentlichen Raum bewegen. Versuchen Sie das mal in Staaten in Südamerika?

  9. was man nicht begreift ist, dass zur Durchsetzung der absoluten Steuertransparenz eine Polizeistaat notwendig ist, der Vorschub zu allen möglichen Missbräuchen des Staates führt. Ausserdem, der finanzielle Nutzen der Jagt nach Steuerhinterziehung ist minim, wie anhand von den Steueramnestien weltweit beobachtet werden kann.

    • Ach Hr Ledermann, das begreift ein R.H. doch nicht – vergebene Liebesmüh. Er palavert lieber das einmal mehr verabschiedete kapitalismusabschaffungs-Programm der SP nach, findet Frau Fumiciello vermutlich super und will gerne auch solche denunzieren, die durch eigene Leistung zu etwas Wohlstand gekommen sind und nicht in Freudentänze ausbrechen, wenn die Staatsquote ständig steigt…!
      Ein wahrer Sozialist, der auch noch national denkt!

  10. Ich wäre wirklich froh, wenn Herr Ge-Hässig sich nicht persönlichen Dingen zuwendet – sprich fertigmachen der CS, sondern wieder mal einen Primeur landet.
    Wohlverstanden, ich halte weder etwas von CS noch UBS und man kann gerne darüber berichten.
    Aber irgend wann wird es nur noch banal…

    Dann habe ich noch etwas zu DuPont:

    So ein armseliger Psychopath, der auf Kosten der Benachteiligten sich in Szene setzen will. Ein Narzisst, wie er im Bilderbuch steht. Wahrscheinlich zu wenig Liebe von der Mutter. Muss sich nun derart Anerkennung erschaffen.
    Echt bedenklich, wenn man weiss, das die meisten Mittelständler das kürzere Zündhölzchen gezogen haben.

    Wir fahren uns an die Wand. Frage ist nur, wann!!!

    Lebt wohl Ihr Kämpfer, machts Gut

  11. Die Bank als verlängerter Arm der Steuerbehörden….. Toller, toller, Credit Suisse (und UBS)
    Die obigen Banken sollten ohenhin ihre Türen für immer schliessen. Achtung liebe Schweizer: Ihr könnt/dürft schon lange nicht mehr über euer Geld verfügen. Fuer diejenigen die das noch nicht gemerkt haben mein tiefes Beileid. 2 Bespiele
    Saldierung Konto volljähriger Tochter (CHF 20000.–) und Übertrag auf Vater (Konto ebenfalls CS) nicht erlaubt….
    Vergütung UBS Kunde auf Konto einen anderen UBS Kunden in Miami verboten (UBS kennt offensichtlich ihre Kunden in den USA nicht…) auf das eigene Konto bei UBS in Miami nicht daran zu denken (Geldwäscherei)…
    Die Banken (vor allem UBS) verlangen heute schon einen Beleg (Steuerbeleg, Quittung) bevor z.B. eine Arbeit/Dienstleisung überhaupt erbracht wurde…. Vermutlich werden diese Belege in Zukunft noch apostilliert werden müssen….usw usw

    • Wieso will der Vater die Kohle seiner volljährigen Tochter auf sein Konto? Unterstellung: Vater hat während Jahren das Geld auf den Namen seiner Tochter angelegt um mehr Zins zu bekommen! Gehen Sie davon aus, dass ein durch die Tochter unterzeichneter Vergütungsauftrag in jedem Fall ausreicht um dem Vater Geld zu vergüten.

    • Purer Unsinn, den Sie hier rauslassen – nivaumässig aber auf Level dieses Blogs. Weshalb ist wohl die Saldierung und der Übertrag von der Tochter nicht ohne Weiteres möglich? Wollte da einer Vermögenssteuer sparen (lohnt sich ja brutal), Jugendsparkonti als Zinsbooster missbrauchen (lohnt sich ebenfalls extrem bei diesem Betrag) oder wollen Sie Ihre Tochter kurzerhand beklauen? Wozu die Konti bei einer anderen Bank in den USA? Diese Fragen sind durchaus berechtigt und müssen gestellt werden. Können diese schlüssig und nachvollziehbar beantwortet werden ist das alles kein Problem. By the way waren es (leider) nicht die Banken, welche diese Regelungen erlassen haben.

    • weil Tochter im Ausland lebt und der Vater es ihr in bar gegeben hat. War Geld von Grossmutter. Nun ging es eben zu Grossmutter, von dort zu Sohn und der hat es seiner Tochter gegeben (erspartes Geld war von den Grosseltern für Enkelkinder). Tochter hat den Auftrag auch unterschrieben durfte aber trotzdem das Geld nicht auf Konto des Vater schicken.

  12. Mein Mitleid mit Steuerbetrügern hält sich in engen Grenzen (genauso mit Sozialhilfebetrügern). Ist im Prinzip ein und dasselbe.

  13. Wie süss. Das Brot neben der Suppe macht die erhobene Faust und jubelt der CS zu. Liebes Inside Publikum: Dass Ihr einen solche Bericht als die Erlösung des Bösen seht erinnert daran, dass Ihr auch als Inside User, Outsider seid.

    Die einzige Jagd die hier stattfindet, ist wer der CS Beauftragen, Grosskreuzer wie Marcel Du Pont „auditieren“ dürfen, die mit ihren Finanz Transaktionen auf der Richterskala sichtbare Beben auslösen. Denn keiner will sich das Du Pont Wohlfühl Paket entgehen lassen. 25 Tage auf einem meiner vielen Residenzen nach Wahl, natürlich via einen meiner Jets und ohne die Leser hier triggern zu wollen: Nicht nur Wein und Gesang sind dabei a discretion. Das Ganze natürlich sehr sehr „discretion“.

    Ich finde eine gute Zusammenarbeit mit den leider nötigen Finanzorganisationen, ist für alle Beteiligten etwas sehr positives und etwas wirklich sehr schönes. Man weiss ja: Marcel Du Pont steht für Harmonie. Und siehe da, mir wurde noch nicht ein einziger Rappen nachgewiesen, der mir auf irgendeiner entfernten Insel aus dem Sack gefallen und in einen dubiosen Fond gerollt wäre… und das obwohl die Zuständigen jeweils den Du Pont und seine Business Ventures während 25 Tagen Postion für Position überprüft.

    Sprich: Bei dieser Aktion werden einfach die Silberlinge und Ohrwürmer unter den Möbeln rausgewischt. Klar, für einen normalo Loser der Unterschicht (>300K/Jahr) erscheinen diese der Fusssohle prädestinierten Bodenwimmler immer noch als Big Players, doch wir hier oben sind bloss froh wieder mal eine saubere Küche zu haben. In diesem Sinne danke ich der CS für eine weitere gelungene PR Aktion. Und hey, Ursli, wenn Du nächstes Mal auditieren kommst gibt’s kein „Ich mag nicht mehr“!

    Marcel Du Pont – Miliardärsmilliardär, Schwarzgeld-Aal und bei Frauen Too Big To Fail.

    PS: Diese Aktien wird letztendlich das produzieren, was die Ihr hier seid. Nichts (hätte es eigentlich nicht ausschreiben müssen, doch der IQ von ein paar Lesern hier lässt mich das Niveau auf der Page immer wieder hinterfragen…)!
    PPS: Ab einer Milliarde ist Grammatik und Rechtschreibung gesetzlich verankert optional.
    PPPS: Keine Bange, ich habe inzwischen Amber ausführlich getröstet.
    PPPPS: https://www.facebook.com/marcel.dupont.9849

  14. …na da müssten sie doch auch Kunden wie Mercedes, Volkswagen-Gruppe, Hirslanden, Sotheby’s, alle Luxus-Uhrenmarken, ABB, die CS-eigenen Fonds etc. etc. rausschmeissen. Die mögen eventuell steuercompliant sein (was noch genau nachzuweisen wäre…) hingegen essen die doch alle auch Früchte vom verbotenen Baum, indem sie ihre Waren und DL an Oligarchen und korrupte Regierungsmitglieder oder gar brutale Diktatoren und deren Verwandtschaft verkaufen, und dies nicht gegen Erdnüsse, sondern „Cash“ bzw. einen Transfer von einer Bank, wo diese Herrschaften bzw. deren Strukturen gern gesehene Kundschaft sind….

  15. Ich habe dieses Vorgehen von einer Grossbank schon lange erwartet. Es dürfte nun nicht mehr lange dauern und
    weitere Banken gehen den gleichen Weg, an erster Stelle auch die UBS. Wenn die Banken in der Schweiz sich in Zukunft generell für eine Weissgeldstrategie entscheiden, dann wird es viele Bankkunden geben die kalte Füsse bekommen und in Hektik verfallen werden.
    Die Zeiten haben sich geändert und manche haben es immer noch nicht gemerkt! Die Zeit des Geldversteckens geht zu Ende.

    • Sehe ich auch so.
      Was demnächst noch mit Sicherheit kommen wird: die Finanzämter werden ermächtigt, Kundenkonten eigenverantwortlich abzugleichen. Einfach nur so.
      Da braucht es diesmal keine EWS.
      Orwell läßt grüssen.

  16. Auf eine Firma die jeden zahlenden Kunden bis zum Beweis des Gegenteils als Kriminellen behandelt kann ich verzichten.

    • Warum denn diese Aufregung?

      Soll es plötzlich schlimm sein wenn alle ihre Gelder versteuern müssen?

      Ich finde es sehr gut, das die CS hier ein Zeichen setzt.

  17. Bravo Credit-Suisse!
    Für einmal gehst du mit einem guten Beispiel voran. Viele Hürden stehen dir dabei im Wege, aber hoffentlich können auch ältere Hürdenläufer diese noch überspringen und dabei mithelfen, neue Rekorde zu schaffen.
    Bitte investiere viel Geld in die notwendigen Formulare und Mitarbeiter, die als „Aufpasser“ dazu notwendig sind. Lade bitte auch andere Schweizer Banken an Meetings ein, denn das gleiche wird auch bei ihnen eingeführt werden müssen.

    • und bitte schweizer anstellen, die das machen müssen!
      und nicht in schaffhausen!

  18. Hallo L.H. haben Sie die letzten 2 – 3 Jahre geschlafen? „Die CS ist die erste Bank, die ein totales Schwarzgeldverbot … auch für den Heimmarkt Schweiz erlässt.“
    Ich selbst kenne allein 9 grössere Schweizer Banken, welche dies bereits rigoros durchgezogen haben. Darunter 5 Kantonalbanken. Fragen Sie sich mal, weshalb die Anzahl einmaliger strafloser Selbstanzeigen derart angestiegen ist!

    • Compliance Officer: Mit Heimartmarkt meinen Sie sicher nicht die in der CH wohnhaften Personen und die hier Steuerpflichtigen. (Ausnahme: US-Persons welche in der CH und USA steuerpflichtig sind). Solange für die in der CH steuerpflichtigen Personen das Bankgeheimnis (leider noch) gilt, schlafen solche Steuersünder leider (noch) gut.

    • @bobcat
      Doch, genau die meine ich, sonst würde ich ja wohl nicht von der einmaligen, straflosen Selbstanzeige sprechen …

  19. Trägt dann wohl eher die Handschrift des Oberaufpassers. Wäre dann natürlich auch noch schön, wenn in seinem Heimatland die gleichen Vorschriften gelten würden.

    Dafür spricht der Zeitpunkt der Ausbreitung dieser Weisung. Die Drohung stand wohl schon längere Zeit im Raum. Nachdem der „gravierende“ Fall des Professors aus Israel/USA und was weiss ich woher auch noch aufflog, zeigte der Oberaufpasser einmal mehr seine Muskeln und die Manager-Millionäre am Paradeplatz mussten sich fügen.

    Einmal mehr fragt man sich – für was verdienen die eigentlich soviel Geld? Operativ nichts relevantes zu sagen und die Führung beschränkt sich offenbar auf den Strahl am Pissoir.

  20. Es sind einige Kommentare zu erwarten.
    Darf ich alle geneigten Kommentarschreiber bitten, mir (und der ganzen Leserschaft) bitte nur einen einzigen Grund anzugeben, warum man bei diesem Laden auch nur ein einziges Konto haben sollte?
    Rotscher Federer und seine Bonviva-Schwärmerei kann keiner sein, nicht für eine selbständig denkende und ernsthafte Person.
    Zahle CHF 100.– Finderlohn!

    • Grund wäre, dass Du 1. jedes Jahr 70.- Kontogebühren zahlen DARFST (pro Konto) und 2. Du beim Künden des Kontos 43.- Fr bezahlen MUSST (pro Konto) und 3. Dass Du beim Bezug von Geld an einem Bancomat zb an der Zürcher Kantonalbank 2Fr Spesen bezahlen MUSST, eben CS

  21. Na ja – das ist doch kein Problem: Die CS wird bald keine CH Kunden mehr haben, dann muss sie auch nix mehr überwachen. Die Leute an der Front können dann gemütlich ihren Hintern auf den schönen Bürostühlen ausruhen und auf die nächste Reorganisation warten. Zum Zeitvertreib haben sie noch das unterhaltsame Intranet und Google Mail plus FaceBook werden sie mit den lebenswichtigen Infos versorgen.

    Gutes CH Banking und der Respekt unserer Grundgesetze sowie einer angemessenen Privatssphäre gibt’s leider bei der globalisierten CS nicht mehr.

    • Die Amis in Delaware und Florida lachen sich kaputt und reiben sich die Hände. Dougan wird sicher auch dort tätig werden.

    • Und dazu werden sich die amerikanischen Banken noch mehr freuen. Ihre Steueroasen Delaware Miami und andere werden sich freuen. Das kommt davon wenn man immer als erster alles umsetzen soll ohne Rücksicht auf Verluste.

  22. Vielleicht sollte IP einmal endgültig beschliessen, entweder für oder gegen Steuerhinterziehung zu sein. Bisher schien das primär von der Tageslaune abzuhängen.