Warum Aktien Kaufen-und-Halten

Anleitung Aktien Investieren 2/6: Wie muss ich beim Investieren in Aktien vorgehen?

Wir empfehlen langfristigen Anlegern die „Kaufen-und-Halten“ (buy-and-hold) Strategie. Aktienhandel – also der Aktienkauf, wenn man denkt, dass die Aktien steigen, und der Aktienverkauf, wenn man denkt, dass die Aktien fallen – kostet jedesmal Gebühren und erzielt für die meisten Anleger eine unterdurchschnittliche Rendite.

Zudem braucht es viel Zeit, die man nicht hat.

Kaufen und Halten Sie Aktien während 10, 20 oder mehr Jahren. So sparen Sie Handelsgebühren und Zeit. Und, am wichtigsten: Studien zeigen, dass Sie damit eine höhere Rendite erzielen als sogar die professionellen Aktienhändler, denn die meisten davon erzielen mit ihrem Handel unterdurchschnittliche Renditen.

Schauen Sie sich das Video an, um mehr darüber zu erfahren.

Kommentare

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  1. Es kann doch nicht sein, dass man eine Rubrik führt, wo der Autor sichtbar keine Ahnung hat, und dann die Kommentatoren meist sehr fachkundig die Aussagen korrigieren!

    • Wenn Aktien kaufen und halten so dumm ist, warum halten denn Schweizer Pensionskassen schon seit Jahren fast 30% der Vermögen in Aktien? Wenn das so dumm ist, dann wären ja alle Pensionskassen dumm.

    • Es ist nicht dumm, dauerhaft investiert zu sein, aber auch nicht so renditeträchtig:

      Vegleichen Sie die Rendite des SMI während der letzten Jahre bei dauerhafter Investition und dann, wenn die schlechten Jahre ausgelassen werden (klick).

      Ferner sind im Scheitelpunkt von Krisen die erzielbaren Renditen außerordentlich, so daß durch glückliches Timing innerhalb kürzester Zeit die Renditen von mehreren normalen Börsenjahren erreicht werden.

      Das ist gerade der Vorteil des kleinen Privatanlegers im Vergleich zu einem milliardenschweren Pensionsfonds o. ä., daß der kleine Anleger solche Sondersituationen für sich profitabel ausnutzen kann, während ein Pensionsfonds bei großer Desinvestition / Neuinvestition extreme Marktverzerrungen hervorrufen würde.

      Letztlich wächst man nur durch Überrenditen, was für die größeren Marktteilnehmer schon wegen deren Größe und Anlagerichtlinien nicht einfach zu erreichen ist.

    • Hut ab, wer das kann, Herr Markt

      Allerdings zeigen Studien und meine praktische Erfahrung immer wieder, dass das „Market Timing“, das Sie vorschlagen, den wenigsten gelingt. Die meisten steigen aus, wenn die Aktien gefallen sind (Perfeket!) und wieder ein, wenn Sie schon wieder gestiegen sind (nochmals Perfeket).

      Mit anderen Worten verdienen die meisten Privaten weniger als die Pensionskassen, die einfach investiert bleiben. Das ist übrigens der wesentliche Punkt, der für fremdverwaltete Anlagen spricht. Mit etwas Disziplin kann man es aber auch selbst, ganz ohne die Kosten.

      Man muss nur den Traum aufgeben, Mr. Market zu schlagen. 😉

      Das ist übrigens gar nicht nötig. Die durchschnittlichen Marktrenditen sind bei Aktien gut genug.

    • Der SMI befindet sich heute – wieder – dort, wo er sich bereits in den Jahren 1998 (danach weiter ansteigend), 2000 (…absteigend), 2006 (…ansteigend), 2007 (…absteigend) und 2013 (…ansteigend) auch schon befunden hat.

      Falls zukünftig nicht entweder die Firmengewinne oder die Teuerung stark ansteigen, was aber beides aktuell nicht absehbar ist, bleibt das historische Muster, daß der Index zukünftig im Rahmen der bereits lang anhaltenden, nun zu Ende gehenden Hochkonjunktur weiter absinkt.

      Dieses Muster gibt es mehr oder weniger in fast jedem Börsenindex der westlichen Welt.

      Die Indexbewegungen lassen sich auch durch die Entwicklung der entsprechenden Fundamentaldaten von im Index enthaltenen Einzelwerten (KGV, KBV, KCV etc.) verifizieren.

      Daran halte ich mich. Man kann eingebettet in die Börsenentwicklung der letzten 15 Jahre sagen, daß wir heute indexmäßig mehr oben als unten sind und daß deshalb aktuell eine Investition in den SMI riskanter ist, als wenn er ca. 30% tiefer bei ungefähr 5.000 Punkten stünde, was für mich persönlich ein glückliches Niveau für eine größere Neuinvestition auf lange Sicht wäre.

    • Die These vom langfristigen Anlegen an der Börse ist daher nur bedingt richtig. Wer dagegen die Volatilität genutzt hat, kommt auf weitaus bessere Resultate.

      Ein Blick in die Geschichte des Dow Jones seit 1900 unterstreicht die hohe Volatilität der Börse. Das Chartbild zeigt dabei die inflationsbereinigte Entwicklung des Dow Jones. Seit Ende der Finanzkrise im März 2009 (brauner Pfeil) ist der Dow Jones bis heute (blauer Pfeil) um 204% gestiegen, was Inflationsbereinigt ein Plus von 146% bedeutet.

      Seit August 1982 (grüner Pfeil), dem Beginn der „Raegan-Hausse“ ist der Dow Jones inflationsbereinigt im Durchschnitt um 6,9% pro Jahr gestiegen. Deutlich bescheidener fällt der inflationsbereinigte Anstieg seit 1903 (roter Pfeil) mit nur 2,7% im Jahresdurchschnitt aus.

  2. Es ist nicht sinnvoll, Aktien wie Weinflaschen zu kaufen. Sie können Weinflaschen kaufen und diese dann liegen lassen. Et voilà, nach 10, 20 oder 30 Jahren sind es immer noch dieselben Weinflaschen. Ggf. verstaubt, je nach Lagerort.

    Schon wegen dem Geldsystem mit Kaufkraftschwund werden Sie nun mehr Geldeinheiten dafür erhalten, als Sie einst dafür bezahlt haben. Zusätzlich noch vielleicht einen Bonus wegen der Seltenheit.

    Aktien sind Beteiligungen an lebenden Unternehmen. Diese haben meistens viel mehr Schulden als Eigenkapital, die Produkte und Dienstleistungen müssen laufend zukunftssicher gehalten werden und unterliegen den Einflüssen des Wettbewerbs und der Konjunktur.

    Was nützt es Ihnen, wenn Sie die einst so glückliche Aktie der Firma Dell (klick) bis heute durchgehalten haben?

    Und dabei verschlafen haben, daß die Firma Google oder Facebook neu entstanden sind, die inzwischen eine namhafte Börsenkapitalisierung erreicht haben. Dieses außerordentliche Wachstum haben Sie allerdings verpaßt, weil Sie an ihren alten Weinflaschen festgehalten haben. Bestimmt gibt es heute Firmen, ggf. werden sie erst in den kommenden Jahren gegründet, die in den nächsten 10, 20 oder 30 Jahren ihre Börsenkapitalisierung ähnlich vervielfachen werden. Und was machen Sie daraus, auf ihren alten Weinflaschen sitzend?

    Man kann so wie von Ihnen vorgeschlagen in einen marktbreiten Index investieren, weil dann der Indexanbieter die alten, schlechten Unternehmen aussortiert und neue, stark wachsende aufnimmt.

    Obwohl auch diese Art von dauerhafter Investition im aktuellen Geldsystem der westlichen Welt mit niederer Teuerung und Zinsen (was sich ggf. zukünftig auch wieder ändern kann) nicht vorteilhaft ist, weil sich hier die Börsenentwicklung in Boom – bust Szenarien vollzieht und es aus Renditegründen besser ist, in den Zeiten des Bust, Kursverfall bzw. Rezession nicht mit dabei zu sein.