CS kippt Lunchgutschrift: Für Crew, nicht Captains

Pauschale von 120 Fr. pro Monat weg – Teilkompensation gegen Kreditkarteneinsicht – Direktoren kommen ungeschoren davon.

Gegendarstellung der CS, siehe ganz unten.

Neues Jahr, altes Lied. Die Credit Suisse streicht unten und gibt oben – und riskiert damit noch mehr Missmut im Betrieb.

Die jüngste Kürzungsaktion, die viele trifft, aber insgesamt wenig bringt, zielt auf die Essens-Entschädigungen. Diese haben eine lange Tradition.

Nun nimmt die Grossbank sie den Mitarbeitern und dem unteren Kader in der Schweiz. Die Lunchgutschriften von 120 Franken pro Monat werden aufgehoben.

Nicht betroffen ist das Kader ab Direktionsstufe, also ab Vice President (Vizedirektor) und höher. Dort gelten unverändert die monatlichen Pauschalspesen, die bis gegen 2’000 Franken pro Person und Monat betragen können.

In der Regel steuerfrei.

Dabei wäre dort das Einsparpotenzial ungleich höher. Wie bei den Boni machen die Pauschalspesen rasch über 10’000 Franken pro Manager und Jahr aus.

Bei ein paar Tausend Begünstigten können eindrückliche Gesamtbeträge zustandekommen.

Doch auf Einschnitte bei den Pauschalspesen für das obere Kader hat die CS-Führung verzichtet. Lieber setzt sie das Messer bei den Leuten im Maschinenraum an.

Das führt dazu, dass die oberen Kader mit cleverem Spesenmachen weiter auf ihre Rechnung kommen können. Die Crew hingegen verliert einen Zustupf, der vielleicht nicht mehr zeitgemäss erscheint, aber willkommen war.

Ersetzt wird die bisherige 120 Franken Pauschale durch gut 70 Franken Rückerstattung auf Mittagessen in Restaurants, in denen mit der American Express Kreditkarte bezahlt werden kann.

Diese ist mit der CS eng liiert: Jeder CS-Mitarbeiter hat eine. Die Neuerung hat einen Haken. Die CS-Banker erlauben ihren Chefs, ihre Kreditkartenrechnung zu durchforsten.

Was die Sparaktion unter dem Strich bringt, ist offen. Die CS liess Anfragen von gestern unbeantwortet.

Bei 15’000 Schweizer Mitarbeitern und unteren Kaderleuten kommt man bei einer unmittelbaren Einsparung von 1’440 Franken pro Jahr und Mitarbeiter auf gut 21 Millionen Franken.

Wenn man davon die Hälfte wieder abzieht, weil die Leute ihre Kreditkarte offenlegen und die Ausgaben teilweise zurückfordern, bleiben rund 10 Millionen.

So viel kann die CS schätzungsweise durch die jüngste Streichaktion an Ausgaben einsparen.

Die Höhe ist geschätzt. So oder so steht sie quer in der Landschaft.

Vor 2 Wochen musste die CS eine 5,3 Milliarden Dollar Busse schlucken. Das sind 5’300 Millionen Dollar oder rund 500 Mal soviel, wie die für die Schweizer Basiscrew gestrichenen Lunch-Gutschriften einbringen.

5’300 Millionen – und kein einziger Verantwortlicher musste den Kopf dafür hinhalten. Niemand der CS-Chefs ist persönlich zu Schaden gekommen oder erleidet einen Karrierebruch.

Auch der öffentliche Aufschrei blieb aus. Da bezahlt eine Bank die wohl höchste je ausgesprochene Busse für einen Schweizer Betrieb, aber keiner wird zur Rechenschaft gezogen.

Zahlen, abhaken, weitermachen. Alle finden das normal.

Bis es dann erneut knallt.

Für das Personal der CS sieht die Gleichung nun aber einfach aus. Uns nimmt man die Essensgutschrift, während die Verantwortlichen für den Riesenablass mit ihren Boni auf und davon sind.

Wobei: Die Schmerzgrenze wird dieses Jahr nach oben verschoben. Die Boni sollen auch auf Direktorenstufe spürbar beschnitten werden.

Offen bleibt, wie stark die Konzernleitung beim Bonus Abstriche machen muss. Dies wird erst im Frühling mit dem Vergütungsbericht bekannt.

Gegendarstellung
Im Artikel vom 3. Januar 2017 „CS kippt Lunchgutschrift: Für Crew, nicht Captains“ behauptet der Autor, dass die Credit Suisse die Essensentschädigungen für Mitarbeiter und untere Kader in der Schweiz kürze bzw. aufhebe. Diese Aussage ist falsch. Richtig ist, dass lediglich die Form der Mehrkostenentschädigung geändert wird, die Höhe jedoch gleich bleibt. Ab 1. Februar 2017 wird die Mehrkostenentschädigung nicht mehr als Gehaltskomponente ausbezahlt, sondern über eine Rückerstattung auf die Kreditkarte.

Weiter wird behauptet, die Bank erlaube ihren Chefs mit der neuen Regelung, die Kreditkartenrechnung ihrer Mitarbeiter zu durchforsten. Auch diese Aussage ist falsch. Richtig ist, dass die Credit Suisse zu keiner Zeit Einsicht in die Kreditkartenrechnungen ihrer Mitarbeiter nimmt.

Credit Suisse, 3.1.2017

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55 Kommentare zu “CS kippt Lunchgutschrift: Für Crew, nicht Captains

  1. Diese Massnahme ist eine Schikane. Ich persönlich war auch einmal in diesem Laden beschäftigt und habe mich geweigert, eine American Express Kreditkarte zu beantragen, weil ich bereits eine Mastercard besitze.

    Ohne American Express Karte kann man innerhalb der CS jedoch weder Kaffee noch andere Getränke oder Snacks kaufen.

    Meine Konsequenz: eigene Kaffeemaschine kaufen. Nespresso hats gefreut.

  2. Interessant die Stellungnahme der CS: „..dass die Credit Suisse zu keiner Zeit Einsicht in die Kreditkartenrechnungen ihrer Mitarbeiter nimmt.“
    Es ist ein Unterschied ob keine Einsicht genommen wird, diese jedoch möglich wäre. Oder ob eine Einsichtnahme technisch nicht möglich bzw. ausgeschlossen ist…

  3. Ja, auch hier wird gegeben wer schon hat.
    Interessant: Fr.2000 / Monat. Das lässt erahnen, dass da nicht im Coop- oder Manorrestaurant eingekehrt wird.
    Nicht (nur) deswegen erachte ich diese „Zunft“ als dekadent. Und schon krankhaft scheint es zu sein, dass gleichzeitig das Lied des schwierigen…
    Umfeldes der Banken angestimmt wird.
    Vermutlich wissen gewisse Leute nicht im geringsten was ein „geerdeter Lebensstiel“ beinhaltet.

  4. Sparen ist allemal gut!

    Aber am richtigen Ort! Manches Geschäft lässt sich nun einmal besser in der gelösten Atmosphäre eines gemeinsamen Essens ankicken. Da lernt man sich ungezwungen, ohne Fassade, viel besser kennen als im steifen Konferenzraum. Aber eben: Dies macht Spesen; oftmals nicht unmittelbar erfolg-generierende, aber langfristig kluge Ausgaben!

    Die CS täte wohl besser mit erhöhter Investition in die professionelle Aus- und Weiterbildung ihrer Kader; auch in die mündliche Kommunikation, Auftritt, persönlichen Stil, Umgangsformen etc.

    Auch hochgezahlte CS Leute, mit wunderbaren Titeln auf der Visitenkarte, sind sehr oft absolut niveaulos. “ Not at all inspiring confidence“ sagte jüngst ein potentieller, recht potenter Kunde und liess dann die Angelegenheit fallen. Langfristig schädlich! denke ich.

    Übrigens spricht es sich auch auf unteren Chargen herum, wenn Herrschaften von den höheren Etagen am Paradeplatz mehrmals wöchentlich genüsslich im „Orsini“ schwelgen und dann lässig ihre „bills“ signieren. Es fehlen dann nur noch die Davidoff Cigarren von einst im Mai!

  5. Lunches fördern zwangsläufig den Gang zu den sanitären Anlagen. Wahrscheinlich hat ein Experte von Mc Kinsey eine Studie erstellt, welche die Korrelation zwischen Lunchgutschriften und der kostspieligen Benutzung der sanitären Anlagen in einem ungünstigen Licht erscheinen lässt. Der nächste Entwicklungsschritt ist wohl die Benutzung der AMEXCO Karte um an das Toilettenpapier zu gelangen. O tempora, o mores…

    • Neu ist dort aus kostenspargründen das Toilettenpapier beidseitig zu verwenden, der Erfolg liegt auf der Hand.

  6. Einfach scharf die Gegendarstellung!
    Dürfen die PR ….. überhaupt IP lesen? Aber immer noch besser die PR ….. am HS lesen und schreiben eine Gegendarstellung als dass dies ausgelagert wird nach Polen oder Indien. Wobei wenn Mathers dies liest und ein Rotstift in der Hand hält….. ja nu wie dem auch sei, auch daraus würde es eine tolle Geschichte geben.

  7. Das ist ja urkomisch! Offenbar wird „Inside Paradeplatz“ von so vielen Leuten, auch ausserhalb der CS, gelesen, so dass die CS sich zu einer Stellungnahme gezwungen sieht, um Rufschäden zu vermeiden! Pozdravlenije Putin … äh … gratuliere, Herrr Hässig!

    Ich warte nur noch auf eine Parodie mit El Risitas auf Youtube.

    Im Abbauprozess muss sich die CS bald von Funktionalitäten trennen, also weniger spezielle Dienstleistungen anbieten. Da sie die Schauspieler nicht entfernen kann, und stets Arbeiter mit dem Bade ausschüttet, bleibt nichts mehr übrig.

    Die CS – ein schrumpfender Luftbalon, von Schönwetterkapitänen und Schauspielern ruiniert. Da können wir noch lange über die Griechen lästern!

  8. Lunch-Gutscheine streichen, Kunstdrucke und Pflanzen aus den Mitarbeiterbüros an einem Rampenverkauf verschleudern (ist so passiert)… wer in der CS kommt eigentlich auf dermassen bescheuerte Ideen? Einer dieser überzähligen DIR/MD, die allzu oft ausschliesslich mit ‚Networking‘ beschäftigt sind? Was soll dieser absurde Verhältnisblödsinn? Thomas Gottstein ist auf dem richtigen Weg: Er will ja die Führungsspanne etwas genauer ansehen. Recht hat er. Direktörleins, die 1-2 Mitarbeiter führen auf der Stufe N-5 und selbstherrlich Mänätscherlis spielen… Schluss damit. Thomas, bitte vorwärts machen. 14 Direktunterstellte wie bei Ihnen sind wohl etwas viel. Let’s say: 7 (sieben). Lassen Sie sich eine Liste geben.

  9. Ich staune und bin zur Abwechslung positiv überrascht – eine Fortentwicklung ist bei der CS sichtbar.
    Anstatt hirnverbrannte Klagen anzustrengen hat man offenbar gelernt, dass eine halbwegs schlau formulierte Gegendarstellung wirksamer ist.
    Oder ist der Verantwortliche in den Ferien und der Stv. taugt sogar etwas?

  10. Hier diskutieren wirklich Erbsenzähler. Ist doch keine Zeile Wert, wenn hier irgendwo am Lohn eines CS Mitarbeiter etwas gespart wird, beim Zustand dieses Unternehmens. Die Löhne haben auch auf unterer Stufe noch sehr viel Speck an den Rippen. Das Problem liegt doch in der Nichtreaktion der CS, der Behörden aber auch der gesteuerten Medien, dass über die 5,3 Mia Busse ausser einer Kurzmeldung, kein Wort geschweige eine passende Reaktion verloren wird. Warum? die Busse geht ganz einfach in die Erfolgsrechnung ein und der Verlust landet im Verlustvortrag der CS. Die Busse wird also sozialisiert auf die Allgemeinheit, den die Steuerminderung fehlt ja im Steuersubstrat. Erbärmlich!!!

    • @ M. Schneider
      Sicherlich kann gespart werden, hier liegt auch nicht die Krux. Es wird immer am falschen Ort gespart. Die Kleinen bis Stufe AVP werden zur Kasse gebeten. Ab Stufe VP und höher, wo es einschenken würde, passiert nichts, diese Pfründe werden nicht angetastet! Die Gründe dafür wären einen weiteren Artikel wert! Das haben Sie vermutlich nicht ganz begriffen! Wie steht es eigentlich bei der UBS AG Herr Schneider? Ich gehe mal, davon aus, dass Ihre Spesenpauschale auch ganz schön fett ist!

  11. Offenbar avanciert IP zur offiziellen Plattform für die CS-Mitarbeiterkommunikation, zumindest lässt die heutige Publikation einer Gegendarstellung daraufschliessen. Das ist natürlich ein absolutes No go, werte Kommunikationsabteilung der CS. Würdet Ihr etwas von Eurem Handwerk verstehen, wäre Euch das auch bewusst. Keine Ahnung, wer bei Euch in Kommunikationsfragen das Sagen hat, Fachkompetenz scheint zumindest in den Reihen der hauseigenen Kommunikationsprofis ein äusserst seltenes Gut zu sein. Einfach nur lächerlich und peinlich, wie hilflos die CS in Sachen IP agiert.

    • @LH: Zusätzlich zur „Anonymous-Box“ erstellen sie doch noch eine Gegendarstellungsbox, so kann die organisation mit einer kriminellen Verschwörung (CS) automatisch immer ihr kommentar dazu geben und alle wissen dass es lächerlich ist.
      Kommentarschreiber natürlich auch, was das ganze noch lächerlicher macht für CS.

  12. wieder einmal schlecht recherchiert von Inside Paradeplatz. In den Hubs wie Zürich, Genf, Basel isst das gesamte Personal zu einem „klassenlosen“ und vergünstigten Einheitspreis in den betriebseigenen Personalrestaurants. Nur in nicht erschlossenen Regionen gab es die Essensentschädigung für Staff und Kader bis und mit AVP. Das Seniormanagement erhält seit Jahren keine Essensentschädigung mehr, die Spesenpauschale des Senior Management deckt die Reisekosten/Spesen bis CHF 50/pro Reise, pro Ereignis und deckt nicht die Kosten der auswärtigen Verpflegung (diese sind nämlich keine erstattungsfähigen Spesen).

    Dieses Banken Bashing von Inside Paradeplatz bei irgendwelchen, schlecht recherchierten Nichtigkeiten geht mir langsam auf den Wecker. Besonders raffiniert ist dieses Sparen bei den „Kleinen“ zwar nicht, aber auch nicht derart tragisch, dass es eine Schlagzeile verdient. Problem wird eher sein „in der Provinz“ ein Restaurant zu finden, welches die nicht sehr verbreitete AMEX Karte akzeptiert, da ware eine Erweiterung auf alle von der CS angebotenen Kreditkarten wahrscheinlich kundenfreundlicher gewesen.

    • Korrekt, Soesen bis CHF 50.– werden nicht erstattet. In der Praxis wir von diesen Herren und Damen einfach mit einfachen Mitteln geschaut, dass die Rechnung darüber liegt. Et voilà, die Rechnung kann abgerechnet werden und die Spesenpauschale wird nicht belastet! Es besteht also eine Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis, bzw. es ist nicht immer so wie es scheint!

  13. Dass die CS dem Untergang geweiht ist, ist wohl inzwischen allen klar.

    Die 5,3 Milliarden (und die vielen Bussen, die noch folgen werden), werden den letzten dummen Kunden, die der CS die Stange halten in Form von absolut überhöhten Gebühren aus den Taschen gezogen.

    Das Fussvolk muss bluten und die Führungsebene handelt nach der Devise: «Take the money and run…». Etwas anderes kann man ja von einer Bank, deren Tun als kr*m*n*!!* Verschwörung eingestuft wurde, auch nicht erwarten.

    Die CS steuert direkt in den Untergang und alle schauen zu. Nun ja, das gibt Platz für Neues.

    • Ach Rudi seit Jahren derselbe Bockmist. Mit Deinem Geschwafel wird die CS auch nicht untergehen.

      Lies mal die Gegendarstellung bevor Du weiter drauf los haust.

      @Lukas beschränkt Dich doch ab morgen auf ein Wort als Titel („CS“ „Leonteq““Boris“). Die Kommentare werden dieselben sein und Du sparst Dir neben Klagen noch den letzten (kleinen) Aufwand.

  14. Wieso soll diese Änderung die Direktoren betreffen?

    Was dort oben über Mittag in die Gaumen gerät kostet soviel, wie ende Monat in der Asbestabteilung unter Total auf dem Lohnzettel steht. Die Ausgaben, die die tüchtige Schicht der schweizer Grossbanken täglich haben sind astronomisch. Und dies nur für eines: Die Bank.
    Ja Herr Bünzli, IHRE Jobdescription mag Protokolle und Zahlen in ein Excel tippen lauten, und Ihre Arbeit ist auch wichtig – doch die Bank lebt und wächst nur wegen dem, was im Belugastock geleistet wird. Und da tippt man keine Protokolle, sondern man tauscht sich aus – richtig – beim Essen und beim Trinken. Dies gehört also zur Aufgabe der stillen Helden des Unternehmens.
    Und das Pöbel nimmt sich raus zu pöbeln, weil kein Geld mehr für den Big Mac mehr gibt? Come on.

    Marcel Du Pont – Multifacher Mehrmilliardär, Königsgourmet, Künstler.

    PS: Ihr seid nichts.

    PPS: https://www.facebook.com/marcel.dupont.9849

    • Wo er recht hat, hat er recht. Aber „im Belugastock“ wird bekanntermassen auch alles versemmelt, hab‘ ich recht? im Moment Mia 5.3 (US-Zählung Billion, haha). Da war wohl der Kaviar recht ranzig vor dem Entscheiden.

  15. I think the main issue is that CS (and Swiss banking in general) is overstaffed with expensive people as a legacy from years of easy business, but they don’t dare face this reality. So any trick is good as long as it leads to direct or indirect attrition of the workforce in Switzerland. Instead of announcing a couple hundred jobs cut or another petty reduction of benefits again and again, CS would better be forthcoming once and for all that so many thousands of jobs will need to go in Switzerland over the next couple of years and that compensation for those remaining will need to be reduced, and move on.

  16. «5’300 Millionen – und kein einziger Verantwortlicher musste den Kopf dafür hinhalten. Niemand der CS-Chefs ist persönlich zu Schaden gekommen oder erleidet einen Karrierebruch.»

    Hier die lexikalische Begründung
    – für erwachsene IP-Leser:
    http://www.sprichwoerter-redewendungen.de/redewendungen/den-bock-zum-gaertner-machen/
    http://www.redensarten.net/Bock.html

    – für junge IP-Leser:
    http://www.geo.de/geolino/redewendungen/5762-rtkl-den-bock-zum-gaertner-machen

    – für einen angelsächsischen Grottenolm:
    http://www.linguee.de/deutsch-englisch/uebersetzung/den+bock+zum+g%C3%A4rtner+machen.html

  17. Meiner Meinung nach ist das Ganze einfach politisch nicht geschickt. Aber da ja eh bei den Mitarbeitern schon so viel Geschirr zerschlagen ist, kann man das ja machen.

    Das Grundproblem der Bank ist der ganze „Speck“ in der mittleren Management-Ebene. Da hat es wirklich viele – sehr viele – völlig untaugliche Dir’s und MDR’s, welche wirklich nur Schönwetterkapitäne sind. Ein Grossteil der Zeit wird für innerbetriebspolitische Ränkelein verwendet und nicht zum Führen. Da gibt’s viele Blender. Und genau DA sollte man den Mut haben, endlich konsequent durchzugreifen. DA hat es Sparpotential und DA werden die Kosten generiert – vielfach ohne wirklichen Mehrwert dagegen.

    Aber bei der CS ist das halt so, dass sich der inner-circle gegenseitig nicht auf die Füsse tritt. Man weiss ja nie, wann man seinen Buddy nochmals braucht.

    Viele (nicht alle – kenne einige gute Beispiele) einfach keine Unternehmer… Schade für die Bank.

    • „Das Grundproblem der Bank ist der ganze „Speck“ in der mittleren Management-Ebene. Da hat es wirklich viele – sehr viele – völlig untaugliche Dir’s und MDR’s, welche wirklich nur Schönwetterkapitäne sind.“

      Absolut einverstanden. ich kenne viele solche „Menschen“ bei der CS auf welche Ihre obige Beschreibung absolut zutreffend ist! Traurig aber wahr!

  18. Natürlich muss im Maschinenraum zuerst gespart werden, schliesslich müssen die Kapitäne die Verantwortung tragen (hüstel) und wie so oft werden sie auch die ersten sein, die in die Rettungsboote klettern, wenn der Kahn untergeht.

  19. Lieber Lukas
    Mein Flugkapitän wird im Auftrag der CS unlimitiert Maputo-Thunfisch aus ökologischem Abschuss importieren, und zwar zugunsten des CS-Personals.
    Die CS will nämlich nicht die ganze Entwicklunghilfe an ihrem Afrika-Botschafter Roger hängen lassen. Der muss jetzt wieder Tennis spielen.
    Was soll also dein Theater mit den blöden Lunchgutschriften?

  20. Also wenn man sieht wie die CS Direktoren mit ihren schwarzen Centurion American Express Kreditkarten in den top Restaurants und Bars Geld ausgeben kann es denen nicht so schlecht gehen…

  21. Mitgegangen, mitgehangen!
    Tatsache ist, dass der Finanzausweis dieser Unternehmung seit langer Zeit katastrophal ist – genau gleich wie zwischenzeitlich die Reputation. Die Ursachen dafür sind bekannt. Sparen ist somit dringend nötig! Obschon es wünschenswert wäre, dass dies bei den Bussen, Manager-Boni etc. (auch) getan würde. Am einfachsten ist es halt beim Fussvolk. Aber dieses muss ja die Bedingungen nicht akzeptieren und kann sich einen anderen Arbeitgeber suchen. Und schon ist das Problem gelöst.

  22. Wer hier aufheult ist ein Looser!
    IP schreibt so häufig über die CS, klagt rückläufige Erträge an, zu geringe Sparmassnahmen, (angeblich) falsche Geschäftspolitik.
    Die Häufigkeit der Klagen zeigt, dass die CS auf vielen Ebenen irgendwas unternimmt. Ok, vielleicht nicht immer das Sympathischste, und vielleicht auch nicht immer auf den Ebenen, wo Eingriffe die höchste Wirkung erzielen. Aber immerhin …

    • @immerhin

      Was bitte sehr ist ein „LOOSER“? – Hmmmm… Ich glaube eher, dass DU ein Loser bist!

  23. „in denen mit der American Express Kreditkarte bezahlt werden kann.“ So sieht Markt bei der CS aus. In den Restaurants kann nur mit AMEX bezahlt werden. Konkurrenz ausgeschlossen. Ziel der ganzen Uebung war die unbeliebteste und teuerste Karte zu puschen! Somit sind die CS-MA gezwungen 2 KK zu besitzen, AMEX und MC oder VISA. Dies darum weil AMEX nicht überall erwünscht ist, in Zürich oder beispielsweise auch im Tirol. Dort geht in vielen Restaurants und Hotels mit AMEX gar nichts. Aber mit CS-MA kann alles gemacht werden, die nicken mit dem Kopf und jammern sich dann Abends im 13er ab Uetlihof sich gegenseitig ihr Leid vor!

    • Das ist falsch und unwahr. Es gibt min. eine Kasse an welcher man mit stinknormaler „Debit Karte“ (auch non CS) zahlen kann.

    • In der Kantine kann man auch mit Maestro oder bar zahlen. Die Service-Angestellten wurden aber angewiesen hierzu stillschweigen zu bewahren. Darum weiss kaum jemand von den Alternativen… Meine Amex wurde nach dem ich es erfuhr entsprechend schnell entsorgt. Was mich mehr nervt, ist die Tatsache, dass ich kein externes WS-Depot halten darf und nun die 4fache Courtage zahle. Geht gar nicht…

    • Lieber zu viel gespäht, Fakt ist dass die meisten MA aufgrund der Ankündigung AMEX erworben haben! Noch Fragen?

  24. Ich frage mich schon wie die CS in der Schweiz eigentlich noch Business betreiben will? Mittlerweile hat wohl fast jeder Schweizer Bürger einen Bekannten oder Freund welcher entweder bei der CS entlassen oder Leistungen zusammengestrichen wurden. Keiner dieser Personen wird positiv über die Firma reden. Und niemand gibt sein Geld in solche Hände…..

    Oder kennt irgend jemand da draussen eine Person die positiv über die CS spricht? Der Hürdengumper von der Goldküste gilt nicht!

  25. „Die CS-Banker erlauben ihren Chefs, ihre Kreditkartenrechnung zu durchforsten.“

    Könnte mich irren aber Swisscard untersteht genauso der Geheimhaltung wie die Bank. Unwahrscheinlich also, dass eine Drittperson oder der Arbeitgeber Auskunft zu den Transaktionen erhält. Habe sogar gehöret es gibt RMs die keine Auskunft über Kreditkartenangelegenheiten ihrer eigenen Kunden erledigen können ohne Vollmacht zu haben.

    Lasse mich gern eines besseren belehren falls falsch.

    • Kann Ihnen mit Sicherheit mitteilen, dass Kreditkartendaten ausgetauscht werden. Hatte eben einen solchen Fall, wo ein anderes Unternehmen nur über meine Kreditkartendaten etwas von einer unabhängigen Transaktion wissen konnte.

    • Da gibt’s sicher einen Wisch, den die Mitarbeiter unterschreiben müssen und simsalabim ist der Datenschutz dahin. Ich würde viel darauf verwetten, dass es geht – vielleicht nicht der Vorgesetzte, aber irgend so eine von den unzähligen Controlling-Stellen.

      Das mit dem RMs stimmt(e), jedenfalls vor ein paar Jahren. Aber das ist ja etwas anderes.

    • @Willi: wuerde ich sofort meiner Kreditkartenfirma melden, geht so nicht.

      @Renato: scheint mir etwas paranoid. Habe noch nie gehört, dass irgendjemand nur im Ansatz Probleme mit dem Arbeitgeber hatte weil er ‚komische‘ (was auch immer das wären) Kreditkartentransaktionen hatte.

  26. Diese Einsparungen sind ein Klax…, das Scheibchensparen bzw. das Redimensionieren von „A-häueli“ nützt nichts, dieses Jahr sind Banken gezwungen den Kahlschlag zu vollziehen, eine CS muss, alleine in der Schweiz, bis Ende 2018 mind. 2500 MA entlassen, denn alle Ertragssäulen sind am einbrechen.

  27. Diese Bank wird von Geldgeiern und Schmarotzern so wie Egoisten geführt. Die welche noch ein bisschen Vertrauen und saubere Arbeit machen sind die Verlierer. Ein schämhaftes Zeugnis für die einst blühende Bank. Alle normalen Mitarbeiter tun mir leid. Warten wir auf den nächsten Skandal, der steht sicher vor der Türe. Der CEO kann dann den Börsenkurs wieder im Keller nachschauen, denn der Chart beginnt zu oberst. VielGlück den Leidtragenden im neuen Jahr.

    • Ein perverses Schauspiel, welches hier tatsächlich von fürstlich bezahlten Manager-Schauspielern aufgeführt wird. – Tja, die Herren Risikolos-Kassierer wie TT, UR etc.: Ihr seid nichts im Vergleich zu echten Unternehmern, die ihre Mitarbeiter auf sinnvolle Ziele ausrichten und Milliardenunternehmen (und damit Stellen) schaffen können. Einfach mega bezahlte Würstchen mit überrissenen Ansprüchen!

  28. Ist ja auch richtig so, wie schaut das denn aus, wenn ein Direktor der CS in der öffentlichen Suppenköche essen müsste. Davon abgesehen, wäre es eine Zumutung für die dortigen Gäste, sich das Gejammere von CS Kadern anzuhören.

  29. Das ist eben das perverse Angestellten-Manager-Anspruchssystem, das sich in unserer Wirtschaft eingenistet hat. – Meilenweit, nein Lichtjahre entfernt von Unternehmertum.