CS nach US-Strafe vor Verlust fürs 2016

Bank zahlt 2,5 Mrd, zu wenig zurückgestellt – Weitere 2,8bn für Ami-Kunden, Gesamtjahr rot – Erkenntnis USA: Gigantisches Loch.

Die CS muss ein weiteres Mal für ihre US-Sünden tief in die Tasche greifen. Sie zahlt 2,5 Milliarden Dollar Strafe für Subprime-Vergehen. Hinzu kommen nochmals 2,8 Milliarden für geschädigte Kunden.

Total 5,3 Milliarden. Sehr viel. Doch es sieht zunächst noch Ok aus. Denn die Deutsche Bank leistet einen Obolus von über 7 Milliarden, aufgeteilt in Strafe und Kundenzahlung.

Die englische Barclays ist die Ausnahme. Sie wollte nicht mehr als 2 Milliarden den Amerikanern geben, die beharrten auf 5. Nun kommt’s zum Prozess.

Fighten gegen die Amis kann sich lohen.

Die Raiffeisen und die Zürcher Vontobel haben mit ihrem Beharren, im US-Steuerkrieg nichts falsch gemacht zu haben, gewonnen. Sie kommen ungeschoren davon.

Anders die CS und ihr CEO Tidjane Thiam. Sie blutet: 2,8 Milliarden Dollar im 2014, als es um den Steuerdisput geht. Über 5 Milliarden jetzt.

Die Grossbank kann im Gegenzug ein altes Kapital aus der Ära von Oswald Grübel und Brady Dougan beenden und nach vorn schauen.

Zum Vergleich: Die UBS zahlte 780 Millionen für ihre amerikanischen Steuersünden und einige Milliarden rund um Libor- und Devisen-Betrügereien.

Auch das war viel. Doch die CS hat mit dem heutigen Tag rasant aufgeholt.

Dabei dachte man lange, die Bank hätte unter ihrer früheren Führung mit dem abgebrühten Amerikaner Dougan vieles gescheiter gemacht als die UBS.

Hinstehen und zahlen muss Thiam. Er hat sich für ein Ende mit Schrecken entschieden. Im Vorfeld wurden mittels gezielten Lecks 5 bis 7 Milliarden in Umlauf gesetzt.

Was der Ablasshandel für das Kapital der Bank bedeutet, bleibt abzuwarten.

Die CS ist mit gut 12 Prozent Kernkapital nicht üppig ausgestattet. Sie hat aber Spielraum, weil sie ihre Schweizer Tochter an die Börse bringt.

Für 2016 sieht das Bild aber so oder so schlecht aus.

Wenn die US-Hypo-Strafe in der CS-Buchhaltung rund eine Milliarde Extrakosten auslösen sollte, weil die Bank zu wenig dafür abgeschrieben hat, dann kippt das Ergebnis fürs ganze Jahr wohl ins Minus.

Bis Ende September lag die CS kumuliert bei einem leichten Plus. Knapp 100 Millionen betrug der aufgelaufene Gewinn für die Aktionäre für die ersten 9 Monate.

Im 4. Quartal hat die CS eher keine grossen Sprünge gemacht. Selbst wenn sie von Oktober bis Silvester gut verdient haben sollte, könnte sie den hohen Abschreiber kaum wettmachen.

Das heisst, die CS dürfte fürs 2016 einen Gesamtverlust ausweisen. Vielleicht sogar einen happigen, je nach buchhalterischem Spielraum.

Schon wieder. Letztes Jahr summierte sich das Minus auf über 2,9 Milliarden Franken. Das hing mit einem Abschreiber auf den Goodwill rund um eine alte US-Investmentbank zusammen.

Immer Amerika, so das Fazit. Die CS hat mit ihren Käufen für das Trading-Business und ihren Verlusten mit Hypotheken, die ebenfalls zum Investment Banking gehören, enorme Werte vernichtet.

Hinzu kamen die Schweizer mit ihrem Steuermodell, das zuletzt Milliarden an Strafen kostete. Obendrauf gab es ein Strafurteil wegen Criminal Conspiracy.

Das Ende mit Schrecken als grosser US-Player kommt die CS somit richtig teuer zu stehen.

Die ganze Bank zahlt einen gigantischen Preis für die Eskapaden, die vor allem das frühere Management reich gemacht haben.

Ironie des Schicksals könnte sein, dass der neue Mann Thiam möglicherweise nochmals das Falsche macht.

Er zieht sich just zu einem Zeitpunkt aus Amerika zurück, da das Land unter neuer politischer Führung durchstartet.

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70 Kommentare zu “CS nach US-Strafe vor Verlust fürs 2016

  1. „A good education is something nobody can ever take away.“

    https://www.credit-suisse.com/us/en/about-us/sponsorship/news-and-stories/articles/news-and-expertise/2015/08/en/i-am-proud-of-my-african-roots.html

    Welche Art „Erziehung“ haben eigentlich der „konspirative“ Kanonenboot-Urs und der schweigsame Libor-Mark sowie ihre feinen Kumpels genossen?

    Wenigstens können allfällige Flüchtlinge aus Moçambique wohl auf der Lenzerheide im „Chalet Mirka“ untergebracht werden. Und vielleicht hilft Marketing- und Sponsoring-Expertin Nadja ja ein bisschen „fiduciary-mässig“ in der Grossküche.

    https://www.suisse.attac.org/wp-content/uploads/Cr%C3%A9dit-Suisse-ihre-Verwicklung-im-Mosambik-Debakel.pdf

  2. Der Skandal ist ja eigentlich, wie oben schon dargestellt, das die meisten Politiker und Wirtschaftsführer durch Geschenke, Privilegien und Sonderkonditionen privat und geschäftlich von den Banken abhängig sind. Dieser sozialistische und oligarche Zustand führt dazu, dass eine Mittelschicht von lohnabhängigen diese Privilegierten von Unten nach Oben subventioniert. Um etwas zu ändern braucht es Transparenz und eine Partei der Steuerzahler die das Ruder übernimmt. IP ist ein Anfang und Glücksfall.

    • @M. Inion

      Genauso sehe ich es auch. Ein Hoch und ein Lob der freien, kritischen und unabhängigen Presse. Sie ist eine der Chancen, um die Nomenklatura, die sich in den Chefetagen der Grossfirmen eingenistet hat und sich dort auf Kosten der Gesellschaft und der Arbeitnehmer bereichert, wieder loszuwerden. Politisch gesehen, ist links und rechts keine lineare Abbildung, sondern ganz links und ganz rechts schliesst sich der Kreis. Es geht dort um die Verschaffung und Erhaltung unberechtigter Privilegien, um das Sich-Verweigerung von Bürgertugenden, der Ignoranz der Meritokratie. Echter Friede entsteht nur durch Gerechtigkeit.

  3. Die Aktionäre wussten doch genau, was ihnen blüht, als Urs nach der ersten 2.8Mia-Busse so eloquent formulierte, er sei nicht Teil des Problems, sondern wolle in dieser schwierigen Zeit Teil der Lösung sein.
    Na dann, wohl bekomm’s! 😉

    • apropos Lösung,
      gewisse Strukturen verlieren ihren Halt und werden bald (auf)gelöst werden. Dann wird auch Ursli erlöst.

      Der Sünder hat dann seine Schuld abgearbeitet und wird frei gelassen. Glaubt mir, den Job wollt ihr nicht.

  4. Ein Ende des Debakels ist nicht absehbar. Da die CS – abgesehen davon dass sie massive Fehler gemacht hat und ein Risk Management wohl nicht existent war – sich nicht wehrt und sich ausnehmen lässt wie eine Weihnachtsgans, wird sicherlich noch eine ganze Reihe von solchen „Bussen“ kommen. Die Rückstellungen für Rechtsfälle sind jetzt schon alles andere als ausreichend. Dazu kommt noch der Fall mit dem Russen, der die CS sicher auch noch sehr teuer zu stehen kommen wird.

  5. Man darf gespannt sein, ob die CS eines Tages auch noch in der Moçambique-Affaire mit einer Sanktion konfrontiert sein wird.

    Vordergründig arrangierte die CS im Jahr 2013 zusammen mit der russischen Bank VTB mehrere Kredite über total mehr als USD 2 Mia an Moçambique, ohne dass der nötige Parlamentsbeschluss vorlag (sic!), und reichte sie in Form von Bonds weiter. Wie ist es möglich, dass innerhalb der CS ein derart gravierender Fehler passieren kann?

    Oder wurde der Deal am Ende gar nicht im Kommerzbereich entwickelt, sondern in der UHNWI-Abteilung in Form eines Treuhandkredites mit moçambikanischen Kleptokraten als Treugebern (und Treunehmern)? In welchen Depots liegen heute eigentlich die Bonds? Von den (angeblich über den Tisch gezogenen) Obligationären hat man seltsamerweise nie etwas gehört. Ist die Sache so lange unentdeckt geblieben, weil gar keine Zinsen (aus dem Staatshaushalt) geflossen sind?

    Dass man weder von der CS noch von der Finma etwas hört, erstaunt nicht wirklich.

    Ob aus Konkurrenzgründen auch die CS – wie die UBS – eine röhrchenblasende Amazone mit direktem Draht zum Bundesrat im UHNWI-Bereich beschäftigt, weiss ich leider nicht.

    https://ch.linkedin.com/in/c%C3%A9line-amaudruz-2bb4579a

    http://www.rat-kontrapunkt.ch/neu/kreditskandal-in-mosambik-die-intransparente-rolle-der-credit-suisse/

  6. Die CS wird als Schulbuchbeispiel in der MBA Ausbildungen dieser Welt aufgeführt werden wie man eine gute Firma durch hirnlose Gier kaputt macht.
    Nun dann sei es halt so.

  7. War nicht Ossi Grübel damals der Chef? Warum wird das nirgends erwähnt?
    Auch er könnte etwas von seinem Bonus zurück zahlen……

  8. Das CS-Management mit UR und TT hat kläglich versagt. Sollen diese unsere Elite sein? Niemals, sogar der Lehrling wäre noch intelligenter und vorallem günstiger. Strategielos und kurzfristig denkend über tausende unschuldige MA für die unermesslichen Bussen zu opfern. Anstatt das unrentable USA Geschäft abzubauen oder noch besser zu schliessen wird weiter Business betrieben. Sie sollten besser DoJ unter Druck setzen und jede Busse direkt mit der CS USA verknüpfen wie zBsp. mit massiven Stellenabbau. Ich glaube DoJ wird sich 2x überlegen so hohe Bussgelder zu verteilen.
    Was hier passiert wird später genau gleich mit China passieren da viele Gelder aus fragwürdigen Quellen stammen. Das China-Geschäft wird niemals rentabel sein. Die KP (Kommunistische Partei) wird doch ihr Geschäft niemals in unkontrollierbare fremden Händen geben. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die Bussengeschichte wiederholt.
    Die Menschheit vergisst schnell und lernt nie von der Geschichte. Sie ist mit Gier und Macht getrieben.

  9. Bald wird es die CS nicht mehr geben………Mitarbeiter halten den Kopf in den Sand und die Faust im Sack……….. bis nichts mehr geht.

    Cheers

  10. Man soll sich noch einmal in Erinnerung rufen was die Hauptverantwortlichen für das Debakel, Grübel undDougan, abgezockt haben. Scheinbar gilt in der CS die Regel, je grösser der Schaden, je mehr Boni! Es werden noch weitere Untersuchungen und Prozesse folgen und die CS wir noch lange zahlen. Zu prüfen wäre ob der Staat Schweiz die CS wegen permanenter Rufschädigung einklagen kann?

    • Die Politgilde sitzt ja in den Banken selbst drinn und füllen sich nur die eigenen Taschen. Bestehen auf Sonderkonditionen, indirekte Leistungen und so mehr und so vort. Bildich betrachtet sind es auch Vort’s….
      Die Finanz- und Politwelt ist seit Menschen gedenken, unzertrennbar verknüpft.

      Und da ein einzelner Krieger dies nicht mit legalen Mittel ändern kann und die Angesprochenen es nicht ändern werden, gilt es sich selbst grundsätzlich daran schadlos zu halten.

    • „Es werden noch weitere Untersuchungen und Prozesse folgen“. Ja, eine US-Behörde hätte in den USA z. B. auch die Verkaufspraktiken von Lehman Brothers-garanierten Credit Suisse-Papieren genau unter die Lupe genommen. Etwas, das hierzulande undenkbar ist und keine Behörde wagte, zuletzt die FINMA mit höchstens manipulierten Berichten.

    • @Späher. Ein guter Punkt. Wann wird endlich ein Clawback Gesetz in der Schweiz eingeführt? Für welche die den Begriff nicht kennen: https://en.wikipedia.org/wiki/Clawback In Spanien wird dies nun durchgesetzt und alle Dampfplauderer und Schönwetterkapitäne mit fetten Boni haben die Hosen gestrichen voll. Damit könnte dem Credo „Gewinne privatisieren – Verluste dem Staat / RA“ entgegengewirkt werden. Der Bonus-Schnitt bei der CS ist ein Schritt in die richtige Richtung, wohl aber nicht aus Einsicht sondern aus Not! Wann lernen die Banken endlich? Remember: wer zu spät kommt bestraft das Leben! Cheers from Latam.

  11. @Rudolf Elmer 09:31
    Sehr gute Frage!
    Dies ist (leider) so, weil Staat, Behörden, National- und Ständeräte als auch alle Bundesräte seit vielen Jahrzehnten Banken abhängig und auch -gläubig oder gar selbst Banker sind. Sie kassieren (kassierten!) Milliarden an Steuern, da schaut man nicht mehr so genau hin, drückt mal beide Augen zu oder belügt auch mal das Stimmvolk..

    (Unternehmenssteuerreformgesetz II krasses Beispiel!)

    Und die Politiker in Bern hoffen insgeheim durch Wohlverhalten (keine unangenehmen, öffentlichen Fragen) vielleicht mal selbst ein solches „Pöstli“ zu ergattern, so wie die FDP-Fraktionsvorsitzende Gabi Huber kürzlich. Einsitz in einem der vielen VR., d.h.: 4-6 Sitzungen pa. und hohe 6 stellige Entlöhnung, aber ohne jede Verantwortung, siehe UBS, Swissair z.B. – tempi passati.. Wohl bekomms!
    Trotzdem frohe Weihnachten..

  12. So 1 bis 2 Milliarden kann man herausholen wenn die CS unisono eine 0-Bonusrunde durchziehen würde, durchgehen von ganz oben bis ganz unten. Das wäre konsequent!

    • Weil ja der einfache Schalterbeamte das Ganze mit durchgezogen hat? Sehr gut durchdacht dieser Vorschlag auf Stammtischniveau

    • @Good to know: Es gibt schon lange keine Beamte mehr und die Zeit der Schalter ist auch längst gezählt, bald werden auch da die letzten noch verschwinden.

    • @Good to know
      Na ja, nichts begriffen. Immer noch besser als den Job zu verlieren. Eine Garantie gibt es selbstverständlich nicht, dass das nicht passiert. Betrachten wir das aus unternehmerischer Sicht. Eine Ausschüttung eines Bonus kann nicht verantwortet werden, wenn die Substanz einer Unternehmung geschmälert wird. Die Existenz kann u.U. gefährdet sein. Aufgrund des Fortführungsprinzips müssen Massnahmen ergriffen und Kosten gesenkt werden. Bonus auszuschütten erachte ich hier als fahrlässig.
      Ihr Ansicht ist natürlich keine unternehmerische, sondern die eines Managers, so viel Geld wie möglich zu machen! Frei nach der Devise, „nach mir die Sintflut“!

    • @Good to know
      Na ja was heisst hier Stammtischniveau? Was ist wichtiger, der Bonus oder langfristig ein Job? Für Sie vermutlich der Bonus! Ehrlich gesagt, auf solche Leute kann man verzichten. Letztendlich soll sich das Unternehmen mit den Mitarbeitern entwickeln können. Ein Versuch wäre es wert! Sicherlich ist ein faire und gute Entlöhnung wichtig, Leute die nur auf einen maximalen Lohn und Bonus aus sind, muss man eben ziehen lassen!

  13. Where is the clawback to get back over 150 mio in bonuses paid to Dougan ?
    What does R. Cerutti have to say : he was around as Chief Legal Office and still is ?

  14. Die CS hat in den USA seit dem Jahr 2000 nicht nur keinen Gewinn gemacht sondern wurde von den Investmentbankern auch schamlos ausgenommen.
    Die braven Schweizer Banker wurden wohl nach allen Regeln der Kunst über den Tisch gezogen und mit ihnen auch der Schweizer Steuerzahler.
    Wir haben den Tüftlern welche die SKA gross machen wollten wahrlich viel zu verdanken.

    • Und die ehemalige Volksbank die von der CS vergewaltigt wurde hatte auch nur Verluste geschrieben. Aber die Manage haben immer jede Menge daran verdient. Ist doch jeder ein Lappi der noch mit Banken geschäftet. Besser noch die Kleinstbanken wo man vom Boss selber bedient wird und ihn jeder im Dorf kennt.

    • @old boy: wer sich schamlos ausnehmen und über den Tisch ziehen lässt ist doch selber schuld. Das war schon immer so, oder etwa nicht??

    • Stimmt leider vollkommen. Leider hat bisher lediglich die UBS verstanden das US/IB Geschäft kleiner zu machen. Bis die CS das auch verstanden hat wird noch etwas an Zeit vergehen müssen…

  15. So viele Strafen und einen Juristen als VR-Präsident? UR ist wirklich untouchable. Ich zweifle an Rechtsstaat und FINMA.

    • Sie haben recht, die mit den Banken verbandelte FINMA taugt gar nichts. Darum mein Vorschlag: FINMA liquidieren, Aufgaben an die Ami’s outsourcen!

    • Vor gut 15 Jahren sind all die super Ami-Berater und Mc-Idioten in der CH Bankenwelt eingelaufen … Ich erinnere mich noch gut an die Strategie Meetings, wo sie (die Berater …) immer wieder gesagt haben: „… we will show the guys the way of international banking ….“ … Geimeint war ja nur der geplante Wirtschaftskrieg der Amis gegen Swiss-Banking. Die indischen SW-Gurus von Tata & Co. haben gewirkt (und spioniert!) … und das Ziel ist nun nach gut 15 Jahren erreicht: UBS & CS in der Schweiz SIND ERLEDIGT!

    • Wie früher schon erwähnt, sollte neben der CS auch die Finma gelegentlich „abgewickelt“ (mindestens aber „resetted“) werden. Diese feine „Aufsichts“behörde setzt sich ja nur auf Anregung der

      – Presse (z.B. SPIEGEL mit „football leaks“ u.ä.)
      – Amis
      (- BA)

      in Bewegung, sicher aber nicht aus eigenem Antrieb. „Bremser-Bruno“, „Banken-Schutzpatron Mark“ und Freunde lassen grüssen.

      Wie sind z.B. die „Beratungstätigkeiten“ von „Roesle Frick & Partner“ (Fifa, BJB vs. Elmer, Osteuropa-Connection usw. usf.) eigentlich mit diesem Reglement zu vereinbaren:

      http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/33087.pdf

      https://insideparadeplatz.ch/2016/04/05/schoene-putin-patin-und-ihre-swiss-connections/

      https://insideparadeplatz.ch/2013/07/08/fricks-bueropartner-ist-bekannter-bankenanwalt/

    • Ganz einfach, sie wird den Scheichs von Katar etc. einmal mehr eine Superanleihe mit fürstlichem Zins anbieten. Mal sehen ob die Araber immer noch Appetit auf CS COCOS haben.

    • juristische personen können alte gewinn kompensieren mit neuen verlusten, bussen in diesem fall. wir normalos dürfen dass nicht oder selbständige.

    • Woher wohl?

      JEDER Kunde bezahlt für den unter Rohner & Dougan veranstalteten Gier-Wahnsinn mit, und zwar noch viele Jahre lang…!

  16. Mich würde die steurerrechtliche Abzugsfähigkeit dieser US Strafe interessieren!? Darf die CS die Strafe unter „gewinnabschöpfende Sanktion“ klassifizieren oder stellt die US Strafe in der CH einen Strafcharakter dar? Bei Ersterem könnte nämlich die CS die US-Strafe von der Steuer abziehen. Die daraus entstehende Steuerminderung müsste dann von den Steuerzahlenden indirekt mitgetragen werden.

  17. Wann wird gegen die verantwortlichen Schweizer Banker für dieses landeschädigte Verhalten in der Schweiz entlich einmal der Prozess gemacht? Es ist jedoch einmal mehr davon auszugehen, dass unsere Staatsanwaltschaft III für Wirtschaftkriminalität keinen Anknüpfungspunkt erkennen will, um ein Strafverfahren einzuleiten…….

    Solange die Banken Bussen zahlen und keine persönliche Verantwortlichkeit vom Rechtsstaat eingefordert wird, geht das bunte Treiben oder besser die Strategie „alles ist erlaubt, die Bank zahlt“ weiter!

    • Weil das
      1. mit ganz viel Arbeit verbuden wäre und sich ein einzelnes Staatsanwältli mit ganzen OE’s bis internationalen Kanzleien von Anwälten anlegen müsste. Ferner gilt zu Bedenken das beim Staat nicht die smartesten und fleissigsten ihr Brot verdienen und ob dann so eine Monsterermittlung noch – zwischen Ferien, Pause, Weiterbildung, Zielvereinbarungsprozess, unnötigen Sitzungen, Apero, und weiteren Abwesenheiten vom Arbeitsplatz, Strassenverkehrsdelikten und kleinen Datendiebstählen von Einzeltätern – Platz auf der Agenda findet ist dann eine weitere „Kapazitätsfrage“. Selbst wenn sich noch ein mutiger STA/in finden würde, gehe ich davon aus, das er wegen enormem politischen Drucks spätestens nach 3 Monaten abgesägt würde.
      2. Zuerst fragt die ZH-Staatsanwaltsachaft in dem Falle lieber: „sind wir dafür überhaupt zuständig?“, dann träfe es wohl eher die Bundesanwaltschaft (Auslandsvergehen als Anküpfpunkt oder auch kriminelle Organisation) und die sagt dann, wurde ja bereits in den USA abgehandelt und 2x fürs gleiche geht ja nicht, obwohl man sich ohne viel Juristerei (Tatvorbereitung) das genaue Gegenteil aus den Fingern saugen könnte, aber dann kommen gleich wieder die unter 1. gemachten Ausführungen in gleicher Reihenfolge ins Gehege.

      Solange man – das sind durchaus westliche Werte – volkswirtschaftlich (system)relevant ist, kann man ungestraft ganz viel anstellen und wird man wirklich dabei erwischt, hat man wie in jeder guten drittklassigen Bananenrepublik Freunde in der Politik die’s hinbiegen und viel Buss- und anderes Geld um es aus der Welt zu schaffen.

      Sollten sie DER Rudolf Elmer sein, bewundere ich ihre Hartnäckigkeit darin sich „von denen“ nicht haben plattmachenlassen und verstehe irgendwie ihren Wunsch nach sog. Gerechtigkeit, rsp. Justiz, empfehle aber als Lektüre Dürrenmatts gleichnamigen Roman.

    • Dank für den Dürrenmatt-Typ, Francotirador! Ich mag Dürrenmatt sehr, einer der kein Angst vor der Wahrheit hat. Nun ja, ich bin DER Rudolf Elmer. Ja, Gerechtigkeit ist mir schon wichtig, wichtiger ist mir doch in meinem Fall, dass die Kosten dieser moralisch bankrotten Justiz enorm sind, es sich sogar um ein landesschädigten Verhalten handelt und wir als Steuerzahler/in diese Damen und Herren bezahlen. Hinzu kommt, auch da gilt, verantwortlich für die Fehlentscheide müssen diese Staatsdiener/innen wie ihre Bankster-Kollegen keine übernehmen. Anderseits gibt es auch Ausnahmen von Justizpersonal, die eine sehr gute Leistung erbringen, aber eben, das sind leider Ausnahmen in unserem Zürcher Justizsystem.

    • Ein Staatsanwalt kommt in einem Wirtschaftsfall nur durch, wenn der Täter in den Medien bereits als Übeltäter abgestempelt ist. Führt der Staatsanwalt jedoch eine Untersuchung gegen ein Mitglied der Nomenklatura:
      — wird er mit Beschwerden eingedeckt,
      — wird er in der Presse fertig gemacht,
      — verweigern seine Vorgesetzten ihm gegenüber der Presse jeglichen Rechtsschutz,
      — sogar wenn der Staatsanwalt den Fight mit der Presse trotzdem gewinnt, fallen ihm die Vorgesetzten in den Rücken,
      — erhält der Staatsanwalt manipulierte Akten,
      — schreitet die FINMA nicht ein, wenn die Bank manipulierte Akten übermittelt,
      — wird der Staatsanwalt nach abgeschlossener Untersuchung gezwungen, an Verhandlungen mit der Bank über das Ergebnis teilzunehmen,
      — finanziert die Bank in dem Moment, da diese Verhandlungen zugesagt sind, der Universität zwei Lehrstühle,
      — heisst es in der Presse, der Staatsanwalt wolle die Bank erpressen,
      — erhält der zuständige Regierungsrat am Schluss den Dr.hc.

      @francotirador. Es gibt auch Partisanen, die ein bisschen mehr drauf haben, als nur den Quatsch anderer Quatschköpfe nachzuquatschen.

    • @Rudolf Elmer: Ihr Kommentar gilt nicht nur für das Zürcher Justizsystem. Mann kann ihn auch auf das Aargauer Justizsystem beziehen. Auch dort haben Sie keine Chance eine Klage gegen z. B. eine CS-Tochter zu gewinnen. Sie können noch so überzeugende Argumente vorbringen. Im Zweifel sorgt dann noch die FINMA dafür, dass der Bank ja nichts geschieht. Alles selber erlebt. Eine Eigenheit der Schweiz!

    • @Tango korrupti

      Vielen Dank für diese sehr konzise Zustandsbeschreibung des „schwarzafrikanischen Alpenstaates“.

    • @tango/Elmer
      Leider wahr. In der Schweiz herrscht eine korrupte Parteienjustiz. Da steht man ohne mächtige Protektion auf verlorenem Posten, egal wie die Rechtslage ist. Habe ich leider schon oft im Umfeld und auf Arbeit erlebt.
      Trotzdem bewundernswert, wenn es einer wieder mal versucht. Persönlich hätte ich den Mut wohl nicht. Ich würde eher auswandern und meinen mobilen Besitz mitnehmen. Der Immobile Besitz würde ich vorher verbrennen oder vernichten, bevor die Plünderer diesen einkassieren könnten. Und auf dem Grundstück noch Altöl und tonnenweise Salz ausgiessen, damit das auch nichts mehr wert ist.

    • Und der Ruedi holt sich wieder Streicheleinheiten der Looser…
      Wie hat der Richter es doch so treffend formuliert? Ein gewöhnlicher Verbrecher?
      Dass ihn so viele Kommentatoren immer noch als einen „Guten“ ansehen, ist erstaunlich. Träumt weiter (wie die unsäglichen Linksparteien-Mitglieder, die an Elmer’s letzten Gerichtsterminen einen „Whistleblower-Song“ zum Besten gegeben haben … stellt Euch das mal vor!)

  18. CS = Crisis without Stop

    Mit scheint kein Ende in Sicht mit den US-Bussen zu kommen. Da kann die CS noch so viele Stellen abbauen wie sie will. Das Absaufen geschieht in einem viel schnelleren Tempo.

    Gar ganz zu hinterfragen ist, ob der USA-Zweig überhaupt je profitabel war, inklusive diesen Bussen. Eine Trennung tut not!

    2016 und 2017 wurden und werden insgesamt 10’000 Jobs abgebaut sein. Wie bei falschen Diäten üblich, reagiert die CS wie der menschliche Körper: abgebaut wird zuerst die Muskelmasse, das Fett bleibt. Und wie wir wissen, bleibt das Fett sehr hartnäckig! Die Schauspieler und Managerlis bleiben.

    Fett hält warm, muss dann aber von den verbleibenden Muskeln getragen werden.

    Forpflanzungsorgane hören auch auf zu funktionieren. Sieht man bei der CS auch: kein eigener Nachwuchs, nur Adoptivkinder im Management.

    Das Ende vor 1.1.2020 kommt immer schneller. Die CS hat längst den Ereignishorizont des Schwarzen Lochs überschritten. Nun, Schwarze Löcher sind nicht perfekt, denn über den Polen treten Materieströme aus. Jedoch braucht die CS den richtigen Captain dazu. Aktuell wird gar das Raumschiff auseinander genommen, und nicht nur Balast entfernt.

    Als Konsequenz sollte man auch aufhören, weiter von einem Fachkräftemangel im Raum Zürich zu sprechen. Auf die Abgebauten wartet niemand.

  19. DB 7.2 USD!

    Auch die Steuerzahler in der USA bekommen irgendwann noch Bonus!
    Vielen Dank an die europäischen Banken!
    Gruss

  20. @Marcel Du Pont: Da haben Sie und ihre Elite ja wunderbar beraten, ich hoffe sie sacken auch noch etwas von diesen Geldern von den US-Anwälten ein, sonst müssen wir nächstes Jahr Jeder Rappen zählt für Du Pont sammeln!

    Frohes Fest

  21. Wo ist das Problem? CS / UBS / Deutsche Bank usw. schliessen ihre Niederlassungen in den USA. Entlassen einige 10’000 hochbezahlte US-Banker. Eröffnen in Kanada und Mexiko ihre Niederlassungen. Profitieren dort von deutlich tieferen Löhnen und bearbeiten den Markt USA von den Nachbarländern. Schade, hat keine Bank den Mut den 1. Schritt zu machen.

    • Regulierte Finanzprodukte wird eine Bank aus Kanada oder Mexiko nicht in den USA verkaufen können. Da bliebe noch ein wenig Großgeschäft mit Multis und großen Fonds übrig. Das wird sich nicht lohnen.

    • Seh ich genau so! Echt schade spielt keine Bank den Winkelried. Das Bankgeschäft lässt sich heute von jedem Winkel der Erde aus betreiben.

    • lassen wir die einmal die Finanzprodukte aussen vor und nennen Sie mir einen non US-Investor der dort langfristig mit Gewinn, per Saldo aller Ansprüche, geschäftet. Die US sind für Non-US in den US ein dead loss. Das wird sich ab Feb17 auch nicht ändern. Vielleicht schnallt man’s langsam.

  22. Für Otto-Normalverdiener (also jene, die nicht in Banken/Versicherungen oder Verwaltungen etc.) arbeiten, ist nicht primär der hohe Franken das Problem, sondern die zu hohen Preise! Das Märchen wir hätten keine Inflation ist lächerlich, wenn man sich die Entwicklung von Mieten/Immobilienpreise, Krankenkassenprämien etc. anschaut. Dies notabene bei Minuszinsen, wie würde es ausschauen bei 4 oder 5% Hypozins?! Dies funktioniert zwar aktuell noch weitestgehend da der Mittelstand weiter rackert, aber irgendwann läuft das Fass über. In diesem Land haben primär die „Elite“ und die unteren subventionierten Schichten profitiert auf Kosten des Mittelstands.

    • Das ist so! Und mit der Unternehmenssteuer-Reform III soll der Mittelstand noch einmal zusätzlich massiv geschröpft werden – zugunsten von Unternehmern und Topmanagern. Denn Ausgaben werden bestimmt nicht reduziert und die fehlenden Finanzen werden vom mittelständischen privaten Steuerzahler zu kompensieren sein! Hoffentlich lassen sich die Betroffenen nicht über den Tisch ziehen!

  23. Diese Globalisierung und vor allem die Präsenz in den USA hat die CH Banken bis heute „nur“ Geld gekostet. Alles hat damit angefangen als der blauäugige Cabiallavetta vom vermeintlichen LCTM Genie John A. Meriwether am Eastriver über den Tisch gezogen wurde.

    Weiter ging das Debakel mit all diesen Ami Wallstreet Wolf’s im Investmentbanking, wie Frank Quattrone und seine Truppe, die man nie wirklich unter Kontrolle gebracht hatte was die eigentlich den ganzen lieben langen Tag gemacht haben. Mit Boni überschüttet wurden sie bekanntlich Jahr für Jahr.

    Die Zeche bezahlten bisher und bezahlen immer wieder die braven, anständigen, schweigenden Lämmer von CH Angestellten die gewissenhaft ihren Job tun. Oder wenn es ganz Krass kommt der Staat
    bzw. der Steuerzahler. Die Arbeitswelt generell muss langsam gesäubert werden von diesem kapitalistischen Unfug.

    • Mit diesen Leuten wurde auch noch das anglo-amerikanische Horror-Bonusszenario in die Schweiz gespült und damit der Raubzug auf die Aktionäre eröffnet. Die trümmligen Bussen sind eine direkte Folge der Bonus getriebenen Machenschaften dieser Manager. Fehlgriffe wie die unselige Übernahme von DLJ (CS) oder finanziellen Amokläufe eines Mack the Knife (UBS) runden das Bild der Titanic-Strategie der CH-Banken in den USA ab.

    • Es begann schon vor der CS, aber so richtig begann es mit der Fusion der SKA und Volksbank und First Boston und Bank Leu, und da war ja noch der liebe Joe Ackermann dabei….

    • Gut, Herr Henrici, dass Sie an Gut gedacht haben. Der kommt in dieser endlosen Bagage viel zu wenig vor !

  24. Ich verstehe nicht, wieso die CH-Banken immer noch so gross in den USA vertreten sind. Pro Saldo haben sich über Jahrzehnte nur Verluste angehäuft. Als CEO würde ich das US-Geschäft auf das absolute Minimum zurückfahren. Es kann doch nicht im Sinn der Kapitalgeber und Kunden sein, dass alle in der Schweiz generierten Gewinne an die Amerikaner weitergeleitet werden müssen.

  25. der depp ist ja der steuerzahler. ist doch den banken egal, ob sie ihren gewinn versteuern oder eine busse zahlen, bzw. diese den steuern abziehen. da kann man richtig stolz sein, auf unsere banken. weiter so. einfach in den usa bleiben.