2017 – Jahr des Grauens für die Eliten

Es riecht süsslich und ein wenig abgestanden, wenn die politischen und wirtschaftlichen Eliten der Schweiz den Zustand des Landes beschreiben. Herbert Scheidt, der neue Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, reist seit Wochen durch das Land und beschwört seine verunsicherten Zuhörer: „Die Schweiz ist ein Land der Stabilität.“ Das klingt ganz wie jener Mann, der aus dem 60. Stockwerk springt und im 20. Stockwerk sagt: „Hurra, ich bin ja noch am Leben.“ Bundeskanzler Walter Thurnherr, der in Ermangelung grossartiger Bundesräte immer öfter selbst das Wort ergreift, gibt als Richtung fürs neue Jahr vor: „Wenn ein Land in der Lage ist, die Zukunft anzupacken, dann ist es die Schweiz.“

Derweil springen unsere Bankiers noch nicht aus den Fenstern; 2008 bis 2009 hatten wir einige. Es sind die Bauern in der Waadt und in anderen Bauernkantonen, die sich umbringen. Da nicht jeder Waadtländer Bauer Bundesrat werden kann, sehen sie für sich und ihre Familien keine Auswege mehr. Pfarrer Pierre-André Schütz, der sie zu retten sucht, sagt: „Ihr Hof wird zur Falle, weil sie die Umstellung an die Vorgaben aus Bern nicht schaffen.“

Es sieht im kommenden Jahr nicht gut aus für unsere Bankmitarbeiter. Wer nur herabgestuft wird, hat mindestens für zwölf Monate sein Leben gerettet. Wem ein Job in Frankfurt oder Warschau angeboten wird, der muss auf alles verzichten, was er in Jahren aufgebaut hat: Freunde, Clubs, Familienangehörige, Heimatgefühl. Wer gleich entlassen wird, sollte nicht auch Weinhändler werden; es hat in der Schweiz schon 3’800 davon, und die Preise sinken ständig. Bedrohte Journalisten werden im allgemeinen PR-Berater, bedrohte Bankiers müssen sich mehr einfallen lassen.

Wo alles so wunderbar bei uns ist, gemessen an den Zuständen in Neapel, Marseille, aber auch Paris und Berlin, muss man sich doch fragen, ob die Schweiz, gerade im kommenden Jahr, sich den Trends entziehen kann, die wir täglich ausserhalb unserer Landesgrenzen beobachten können?

Die Bergtäler leeren sich, was wir urbane Stadtbewohner gelassen hinnehmen. Selbst schuld, wer seine Bündner oder Walliser Scholle nicht rechtzeitig verlassen hat. Schlimmer noch, der öffentliche Verkehr, die Trams, Nahverkehrsbahnen und die SBB, sie alle bauen laufend an Service ab. Der neue „Gottardo“ als europäischer Tunnel für den Cargoverkehr mit einigen Personenzügen in den Tessin ist kein Gegenbeweis. Wer die neuen Bahnhofs-Kathedralen lobt, nimmt selten wahr, dass man sich darin eher verirrt, als rasch sein Ziel zu finden. Hyperattraktiv ist keine Steigerung von attraktiv.

Eine meiner Leidenschaften, die genaue Beobachtung von Gemeinde- und Stadtverwaltungen, kann echtes Leiden beobachten. Die Qualität des Spitzenpersonals lässt laufend nach. Untaugliche Stadtpräsidenten werden, wie in Rapperswil-Jona, abgewählt. Andere wollen gleich freiwillig zurücktreten. Dritte liefern sich der Autorität der kantonalen Verwaltung aus. „Die Demokratie beginnt in den Gemeinden“ ist vielerorts ein leeres Wort.

Und das ist erst der Anfang.

Weil die Verleger lieber zu Händlern werden und ihre Leser Journalisten ausliefern, die nur noch knapp die Rechtschreibung beherrschen, ist für den aufmerksamen Leser, Hörer und Seher vieles, was geboten wird, eine Qual. Nun, man kann seine Erwartungen auch herunterschrauben, dies erfolgt aber bei steigenden Abo-Kosten. Und die meisten Online-Pages sind nicht besser.

Damit daraus kein „Grosses Lamento“ wird, will ich nur darauf hinweisen, dass unser VBS eher einem Schrotthaufen gleicht, die Aussenpolitik von Didier Burkhalter schlankweg gescheitert ist und wir mit Wirtschafts- und Bildungsminister Johann Schneider-Ammann einen Elite-Politiker haben, der besser an die Stelle von Giacobbo-Müller treten würde.

Simonetta Sommaruga, die gerne Flüchtlinge aufnimmt, hat ihren Ehemann gefeuert. Alain Berset steuert seine Gesundheitsreform auf das Krankenbett, und Doris Leuthard, die 2017 als Bundespräsidentin feiern kann, verspricht dem Stimmbürger alles, vor allem aber höhere Preise. Ueli Maurer hat das Finanzbudget nochmals gerettet, aber sein Staatssekretär Serge Gaillard weist darauf hin, dass dies künftig nicht mehr reiche.

„Ich finde es schade, dass – bei allen berechtigten Bedenken – jene säuerliche Nachdenklichkeit überwiegt, die für unsere Breitengrade nicht untypisch ist“, erwidert Walter Thurnherr derlei demokratische Bedenken.

Ist er Teil jener 0,26% der Schweizer Bevölkerung, die mehr als zehn Millionen Franken versteuern? Diese 25’000 Menschen müssen nicht wirklich Angst haben, im Orkus der Marktwirtschaft und der Offenen Gesellschaft unterzugehen. Sie sind Teil jener Zivilgesellschaft, wie sie seit gut 20 Jahren von den beiden vielhundertfachen Millionären und Teilzeit-Intellektuellen Dr. Tito Tettamanti und Dr. Konrad Hummler beschworen wird. Weil sie vom urbanen Volk nicht immer verstanden werden, übernimmt Ringiers Langzeit-Populärphilosoph Frank A. Meyer die Aufgabe, derlei kunstvoll zu vereinfachen. Aus Luxuswohnung und Luxusauto lässt sich gut Armut predigen, wie auch unsere katholischen Bischöfe wissen. „Nur im Wohlstand lebt sich’s angenehm“, schrieb schon Bertolt Brecht, der lieber in der Schweiz gewohnt hätte als in der früheren DDR. Er schaffte es nicht, die Schweizer Eliten von sich zu überzeugen, und blieb in Berlin, wohin es heute die jungen Schweizer zieht.

Wenn Bundeskanzler Walter Thurnherr unseren Wohlstand damit verteidigt, seine Grosseltern hätten bittere Armut erlebt und bis 1914 hätte die Armee 13 Mal gegen Streikende ausrücken müssen, dann ist dies kein Trost für die Heutigen, die im Tauwetter des einstigen Wohlstands leben müssen. Es geht langsam abwärts, der eine schneller, der andere langsamer.

Wo sind unsere liberalen Eliten geblieben? Wer in die EU-Staaten blickt, sieht längst keine mehr. Wer sie in der Schweiz sucht, muss sich mit älteren Herren bescheiden, die vom 19. und 20. Jahrhundert träumen. Wo einst Adolf Muschg, Georg Kohler und Georg Kreis die Fahnen noch hielten, müssen wir uns heute mit Ludwig Hasler und Lukas Bärfuss zufrieden geben. Der „Schweizer Monat“ schwebt im Ungefähren, das NZZ-Feuilleton unter René Scheu muss sich noch finden. Der längst nicht verebbte neoliberale Sturm hat grössere Schäden hinterlassen als angenommen.

Wo „Offene Gesellschaft“ und Handelsfreiheit auf dem Etikett steht, verbirgt sich der Kampf um Gewinne und Marktanteile.

Immerhin, eine Zukunft tut sich für die Schweiz im Wandel auf. Der Weltverband der Drohnenhersteller hat seinen Sitz in Genf genommen, wo auch die IATA, der Weltverband der Fluggesellschaften, sitzt. Beide zahlen keine Steuern, schaffen aber Arbeitsplätze, manchmal auch für Schweizer. Während die A-Schweiz der Weltkonzerne, ihrer Anwälte, Treuhänder und Berater floriert (und USR III wird dies bestätigen), sinken die 98% jener, die zur nationalen B-Schweiz gehören, sozial und ökonomisch laufend ab. Eigene Tüchtigkeit, ein Erbe oder eine gute Hochzeit machen dies im Einzelfall leichter. Aber ein Trend ist dies nicht.

Derlei wäre leicht zu ertragen, weil keineswegs bemerkenswert, stünde Europa 2017 nicht „auf der Kippe“, wie der „Spiegel“ schrieb. EU-Kommissionspräsident Juncker sieht keine Zukunft für diese EU, wie er zum Jubiläum „25 Jahre Maastricht Vertrag“ sagte. Die Schweiz, neben Dänemark und Schweden das heimliche Matterhorn europäischer Leistungsfähigkeit, sitzt, relativ stabil, auf einem EU-Gebirge, das nicht mehr wächst, sondern in sich zusammen sinkt.

Vor der Tür stehen Marine Le Pen (F), Beppe Grillo (I) und Geert Wilders (NL). In Deutschland lauert die AfP, in Österreich die rechtsradikale FPÖ mit Norbert Hofer auf ihren nächsten Wahlerfolg im kommenden Frühjahr.

Kann die Schweiz in einem solchen Umfeld überleben, dies angesichts eines altersgeschwächten Christoph Blocher, dem Roger Köppel, Gregor Rutz und Oskar Freysinger auf den Fersen sind? Wer führt die Schweiz in diese ungewisse europäische Zukunft, zumal die „Schwesternation“ USA jetzt von Donald Trump, dem Enkel eines Südpfälzers, geführt wird, also eines nach Norden verlängerten Elsass-Lothringers? Das alles wird unverständlich für unseren Aussenminister, der überall „eine Chance“ sieht, die sich aber stets als Fata Morgana herausstellt.

Junckers Stellvertreter Frans Timmermanns, Vizepräsident der EU-Kommission und Niederländer, springt in die sich öffnende Lücke: „Die Mittelschicht glaubt nicht, dass sie es einmal besser haben wird.“ Und bestätigt: „Wir haben in der EU zu viele Menschen zurück gelassen.“

Ich will meinen Lesern die Qual ersparen, diesem Elite-Europäer zu folgen, der gegen den Nationalismus kämpfen will „wie einst gegen den Kommunismus“. Kein Witz. Unser Schweizer Nationalstaat gilt heute in Europa längst als Unheilstaat, der sich der Zukunft verweigert.

Worum geht es uns Schweizern? Können wir unseren Wohlstand bewahren in einer Welt, in der alle ärmer werden? Es sei denn einige Milliardäre, die in Andermatt, Zürich und auf dem Bürgenstock grosse Hotels bauen? Es sei denn 300 „Bilanz“-Vermögende, deren Tricks, mit denen sie reich wurden, ganze Bücher füllen würden. Wobei Tricks noch das vornehmste Wort ist, das in vielen Fällen benutzt werden kann.

2017 – ein Jahr des Grauens für die Eliten, die sich unruhigen Völkern gegenüber sehen. Aber auch für zehntausende Schweizer, die keinen Spielraum haben, sich den „Marktkräften“ zu entziehen. Natürlich gibt es Wege zu Erfolg und Ruhm, aber für immer weniger weisse Europäer, die sich von Menschen aus aller Welt überrollt sehen. „Die Zukunft ist braun“, schrieben die Soziologen schon vor 50 Jahren, und sie meinten nicht Rimini- und nicht Mallorca-Urlauber.

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36 Kommentare zu “2017 – Jahr des Grauens für die Eliten

  1. Lieber Herr Stölker

    Sie sollten schreiberisch kleinere Brötchen backen. Ihr Grips reicht leider nicht, um grössere Zusammenhänge darzustellen. Was ich von Ihnen lese ist und bleibt ein unsägliches Geschwurbel ohne Sinn.

    • Thomas Meier: Es gibt Leute, die primitiv werden, wenn sie keine Argumente haben. Sie gehören auch zu diesen Leuten.

  2. Die EU steht am Scheideweg. Fast zwei Millionen
    EU-Bürger sind deshalb in die Schweiz geflohen. Das BIP pro Einwohner der Schweiz ist massiv gesunken. Die schiere Masse der Immigranten wird auch die Schweiz in den Niedergang treiben.

  3. Die Schweden haben massive Vergewaltigungsprobleme durch Islamisten an Schwedinnen.

    Also die physische Realität zu ignorieren und sich dann wundern das „Populisten“ an die Macht kommen ist sehr seltsam, vor allem in einem Beitrag der darüber schimpft das die Eliten die Realität ignorieren.

    Sie ignorieren die Realität ja selbst.

    A

    • diejenigen Länder, welche am meisten Hirnmanipuliert sind, brauchen die härtesten Massnahmen um wieder auf den richtigen Weg zu kommen.

      Schweden ist (wie früher die Sowjetunion – aber anders) ein soziales Experiment der Global Elite.

      Das Pendel wurde dort richtig stark gezogen und fängt nun an sich langsam in die Gegenrichtung zu bewegen.
      Es fängt erst an…

  4. Jede Kultur in jeder Epoche ist pyramidal aufgebaut. Der Unterschied besteht nur darin, wie die kleine Elite an der Spitze der Pyramide ihren Platz legitimiert:

    Bei der Monarchie beruft sich der Adel auf die von Gott gewollte Gesellschaftsstruktur; im Kommunismus nimmt die Nomenklatur für sich in Anspruch, die soziale Gerechtigkeit zu verwirklichen; heute ist es der Fleiss und die Intelligenz mit dem die Leistungsträger und Stützen der Gesellschaft ihren Platz an der Spitze der Pyramide rechtfertigen.

    Die wenigsten Sklaven wollten frei sein, die Sklaven haben gar nicht so weit gedacht. Ihr Wunsch war es Sklavenaufseher zu werden und die Peitsche zu schwingen. Auch heute noch träumt der Lohnsklave nicht davon frei zu sein – Nein der Lohnsklave will eines Tages mal Chef werden.

    • Meint Sokrates mit Lohnsklaven all die wirbellosen Bänkler, die hoffen, auch einmal zum Film/Cheflohnsklaven zu kommen? – Eine Frage: Fällt der Feudalismus „auf die von Gott gewollte Gesellschaftsstruktur“? Wohl kaum. Hat Sokrates den Feudalismus vergessen? Historisch gesehen gabs schon einmal eine Refeudalisierung. Rerefeudalisierung = Neofeudalismus. Wie Neokapitalismus/Neoliberalismus. Nur um das, was heute namentlich bei den Banken passiert, auch in den historischen Kontext zu stellen.

    • Nur dass im Moment weder die Intelligentesten noch die Fleissigsten an der „Spitze“ sind! Sie schreiben von der Scheinelite.

      Wenn man sich das aktuelle Schweizer Parlament anschaut, sind es >90% Juristen also Arschkriecher und Leute, die im Krieg von keinem Nutzen für die Gesellschaft sind. Als würde die Schweiz nur aus Juristen bestehen…

      Im nächsten Krieg zeigt sich dann sehr gut wer etwas Nützliches (im Sinne von Nutzen für die Gesellschaft und Menschheit) gelernt – pardon, „studiert“ – hat und wer nicht. Mal schauen was dann all die „studierten“ Geistes“wissenschaftler“, Juristen und Bürokraten machen…

    • Grüezi@Laura,

      Ihren Ausführungen und „Tirade“ in Ehren.

      Es wird für uns alle höchste Zeit, in die eigentlich relevanten Entwicklungen Einblick zu nehmen, die eine Bedrohung nie gekannter Art darstellen. Der Materialismus schickt sich an, auf ganzer Linie zu siegen. Und dann, werte @Laura, bricht ein Faschismus an, der den einzelnen als Mensch vollkommen entwertet und ihn nur noch auf seinen Nutzwert reduziert.

      Herzliche Grüsse

  5. Einmal mehr wird das Wort „Elite“ verwendet obschon im ganzen Artikel nur von einer selbsternannten Scheinelite gesprochen wird (wobei der Autor sich gut dazuzählen darf).

    Die Etatisten und Kultursubventions-Abstauber Adolf Muschg und Lukas Bärfuss als „liberale Elite“ zu bezeichnen, ist schon sehr starker Tobak! Bessermenschen wie die Beamten der geschützten Werkstatt Ludwig Hasler, Georg Kohler und Georg Kreis, welche ja ausschliesslich ein Leben lang auf Kosten der Steuerzahler leben in demselben Abschnitt ebenso als „liberal“ zu bezeichnen, deutet schon auf eine starker Wahrnehmungsstörung des Autors hin.

    Hauptsache die üblichen Verdächten wie Köppel, Blocher, Tettamanti (eben die böse, böse SVP) bekommen mal wieder ihr Fett weg. Kein Wort darüber, dass die SVP als einzige Partei echt-liberale Positionen vertritt. Eigentlich Positionen, wie sie vor 30 Jahren bei den heutigen Linksparteien CVP/FDP Standart waren. Erst deren Abkehr von diesen wirklich liberalen Werten hat überhaupt erst den Aufstieg der SVP ermöglicht.

    Kein Wort darüber was für ein Schaden die zügellose Masseneinwanderung von der Entwicklungshilfeorganisation EU in die (noch) reiche Schweiz bedeutet. Dabei gäbe es Zahlen genug… wenn man sie nur wahrhaben will.

    Die Zersiedelung der Landschaft mit massiven Umweltschäden sind noch das Augenfälligste. Für nüchterne Zahlenanalytiker sollte eigentlich die Tatsache des permanenten Vermögens/Einkommensschwundes PRO KOPF seit 10 Jahren zu denken geben! Ausgenommen natürlich die geschützten Werkstätten der Beamten, Professoren und des ganze planwirtschaftlichen Gesundheitswesen – dies auf Kosten der echten (Netto-)Steuerzahler und Zwangsabgaben.

    Kein Wort darüber dass zehntausende (vor allem EU-)Ausländer, die in der Schweiz studieren nicht einmal 600.-/Semester bezahlen müssen. Also Leute, die noch nie hier Steuern bezahlt haben und auch nie werden. Als wäre es Aufgabe des Schweizer Steuerzahler, Ausländern hier die Ausbildung zu finanzieren. Dafür fordert man dann gerne mehr öffentliche Gelder gegen den „Dichtestress“ an der Uni etc.
    Halt eine Form mehr von Entwicklungshilfe zugunsten der primitiven Beamtendiktatur EU. Dafür will die Bessermenschen-Musterschülerin der Scheinelite unbedingt beim nutzlosen Bürokratenmonster „Horizont 2020“ (recte „beschränkter Horizont“) mitmachen.

    Honi soit que mal y pense…

    • Selten einen solchen frustrierten Schwachsinn gelesen. Unabhängige Denker braucht jedes Land. Wollen Sie etwa Christoph Blocher oder einer seiner Lakaie als Denker bezeichnen? Bei Ihrem Frust über den Staat wäre ich nicht überrascht. Was ist besser, Blochers Weltwoche und BAZ oder die FDP Parteizeitung NZZ? Die NZZ hat die Swissair Aktie noch zum Kauf empfohlen, empfehlen müssen, als schon jeder nicht NZZ Leser wusste, dass das Grounding kommen wird. Macht sie das schlechter als die anderen?

      Und damit sind wir schon bei Ihrer linken FDP und CVP. Welche Partei wollte resp. will wie keine andere Partei die USR II und III die uns Milliarden kosten und der Teppichetage ohne etwas zu tun Millionen bescheren wird? Die FDP. Ueli Maurer argumentiert heute genau gleich wie einst Hans-Rudolf Merz. Dort wurden wir alle brandschwarz angelogen. Oder etwa nicht? Wieso kann man heute (schlussendlich) mit Erfolg die selben Lügen erzählen? Bei Einführung der 2. Säule, meiner Meinung nach die schlimmste Verarschung der unteren 80% aller Zeiten und grösste Umverteilungs-Aktion von Geld (resp. nie endender Geldfluss auf genial einfache Weise) von Arm zu Reich aller Zeiten in der Schweiz, hatten damals einige FDP Vertreter (zurecht) ein sehr ungutes Gefühl. Sie waren eigentlich dagegen. Das wir dadurch ans Gängelband der Banken gebunden wurden, hat sich dann im Nachhinein auch noch ergeben. Heute sind 100% der FDP und 100% der CVP Vertreter für die 2. Säule. Viel Neoliberaler kann man nicht sein. Nur Margaret Thatcher hat weltweit ihre Bevölkerung ähnlich ans Gängelband der Banken gehaftet. Herr Wasserfallen (FDP) will die AKW’s am liebsten gar nie abschalten. Purer Wahnsinn den Sie als links bezeichnen. Die industrielle Revolution 4.0, bei der wir uns selber abschaffen. Keine Partei steht so sehr dafür wie die FDP. Welcher CVP Präsident in der Geschichte stand/steht der (seit Blocher auch noch neoliberalen, sprich rechtaussen) SVP jemals so Nahe wie der Jetzige? Kein einziger. Gemäss Ihnen ist die CVP ebenfalls links. In welcher Welt leben Sie eigentlich?

      Neoliberale Parteien haben in allen Kapitalistisch geführten Ländern, Westeuropa, Nordamerika, Japan, einen Aufstieg. Hat sicher alles mit der FDP und CVP zu tun. In Deutschland war es die SPD, die die Agenda 2010 einführte und damit die untern 80% der eigenen und jedes Volkes in der EU in die Armut schickte. Sind es Länder wie Deutschland, wo Allianz, Deutsche Bank und die drei Autofirmen das Sagen haben, nicht die Menschen? Oder Männer am Schalthebel der (EU-)Macht. J-C. Junker, Jeroen Dijsselbloem, die aus ihren Ländern Briefkastenfirmen gemacht haben und Steuerhinterziehung für die ganz grossen Unternehmungen legalisiert haben? Mario Dragi, gemäss Ihnen ebenso das Sinnbild der „primitiven EU-Beamtendiktatur“? In Wahrheit ein knallharter, sehr gewiefter Goldman-Sachs Manager, mit allen Wassern gewaschen und nur auf die eigenen Taschen fokussiert.

      Sie stellen zurecht fest, dass wir in der freien Marktwirtschaft permanenten Vermögens/Einkommensschwund haben. Ich glaube es sind schon einiges mehr als nur 10 Jahre. Nur weil wir immer mehr zum working poor verkommen und spätestens ab 50 mit Arbeitslosigkeit rechnen müssen, sollen das gefälligst alle müssen. Auch die, die gemäss Ihnen in einer geschützten Werkstatt leben. Ich bin schon fast sicher, dass Sie Ihren Denkfehler nie bemerken.

      Übrigens haben die, die in einer geschützten Werkstatt leben i. d. R. von allem nur das Minimum. Damit meine ich 4 Wochen Ferien (VBZ etc.), Lohneinzahlung in % in die 2. Säule, und man kennt nur eine 2. Säule. Kaderverträge (nimm und dir wird gegeben) kennt man dort nicht. Wie bei Banken und Versicherungen üblich. Schon mal überlegt, wer all diese sehr üppigen Sonderprivilegien in den Kaderverträgen bezahlt? Die Teppichetage ist es nicht. Und wenn man bis zum Rentenalter arbeiten kann, kennt man im ersten Schritt die RAV nicht und wird im zweiten Schritt kein weiterer Sozialfall und schon gar nicht auf immer und ewig. Also keine Kosten für den Steuerzahler, den Staat. Was finden Sie daran verwerflich? Haben Sie schon mal als Tram-Chauffeur in der VBZ gearbeitet oder im Backoffice? Beides kann nicht jeder. Oder im Steueramt? 3 Jahre Kantonales Steueramt, Anfang 30, solche Leute werden gerne von Banken und Versicherungen abgeworben, mit viel Geld geködert. Wegen der Ausbildung, die man so nirgends anders lernen kann. Boni beginnt man erst kennen zu lernen. Überall dort wo McKinsey (McKinsey sehen und sterben) schon dabei ist, wie der SBB (oder die Swissair a.d.). Dort geht auch der Service publique überall flöten. Damit wir uns wieder über den Staat aufregen können. Wie viel Wochen Ferien im Jahr haben Sie?

    • @laura

      Laura, Uschi, Ueli oder wie auch immer Sie heissen. Jeden Monat lassen Sie auf IP Ihren ganzen Frust raus. Sie schwelgen in der Opferrolle, lecken Ihre Wunden. Mit dieser Einstellung sind Sie garantiert kein Macher, der zu etwas gebracht hat.
      Wollten Sie im Herbst nicht nach Australien auswandern? Oder leben auch dort zu viele Beamte, Professoren, etc. auf Kosten der Steuerzahler?

    • Lieber Cardinale in der Geschützten Werkstatt: Leider haben die staatlichen „Geschützten Werkstätten“ beinahe als einzige Betriebe in den letzten Jahren neue (Verwaltungs-)Stellen „geschaffen“. Motto: Jeder Futzi braucht ja noch seinen Unter- bzw. Assistenzfutzi. Was dabei vergessen wird: Die Kosten für die Geschützten Werkstätten werden von denjenigen Leuten getragen, die ausserhalb in der risikobehafteten Privatwirtschaft ihre Brötchen verdienen. Dieser Personenkreis wurde in den letzten Jahren immer mehr belastet. Zu mehr Lebensqualität hat das sicher nicht geführt, eher im Gegenteil: Sinkendes verfügbares Einkommen. Was die Leute in den staatlichen Geschützten Werkstätten an Steuern zahlen (letztlich von den Steuergeldern, die aus der Privatwirtschaft kommen…) ist bloss eine Umlage von der einen Tasche des Staates in die andere. Natürlich können gewisse Leistungen nur sinnvoll vom Staat erbracht werden. Allerdings denke ich, dass es für viele Dinge, welche die Geschützten Werkstätten anbieten, weder eine echte Nachfrage auf freien Märkten noch irgendein Entgelt dafür gäbe. Nur die „Zwangsnachfrage“ bzw. ein Zwangsentgelt garantieren das Bestehen. Lustig ist ja auch, dass diejenigen, welche auf Kosten der „Bezahler“ aus der Privatwirtschaft leben, sich dann noch als arrogante Autoritäten gegenüber dem „Bezahler“ aufführen (weil sie gar nicht durchblicken, woher der im Vergleich immer schöne Lohn am Ende des Monats schliesslich immer pünktlich und RISIKOLOS kommt.) – Da muss in den nächsten Jahren viel Luft in den aufgeblähten Verwaltungen (und den Schädeln vieler Verwaltungsangestellter) abgelassen werden!

    • @alina: warum äussern Sie sich nicht zum thema, sondern nur auf die person? können Sie es nicht besser?
      @cardinale: die CVP wählt im parlament zu 80% links/mit der SP/Grünen/GLP – das können Sie drehen und wenden wie Sie wollen. klar denkt pfister etwas weiter und somit konsequenterweise auch rechter, aber das macht ihn unter sehr vielen staats-anhängern wie riklin, candinas oder schneider-schneiter leider auch nicht erfolgreicher.
      ich hoffe, Sie verzeihen mir die copy-paste aktion (mit geringfügigen änderungen): „Welche Partei wollte resp. will wie keine andere Partei das KK-Obligatorium und die Einheitskasse, die uns Milliarden kosten und den Staatsdienern ohne etwas zu tun Millionen bescheren wird? Die SP/CVP. Berset argumentiert heute genau gleich wie einst Ruth Dreifuss. Dort wurden wir alle brandschwarz angelogen. Oder etwa nicht? Wieso kann man heute (schlussendlich) mit Erfolg die selben Lügen erzählen?“ merken Sie was? 😉
      „Unabhängige Denker braucht jedes Land.“ wollen Sie mir etwa erzählen, die grosse mehrheit der leute, die bei einer kündigung der PFZ durch die CH eine automatische kündigung der bilateralen sehen, seien unabhängige denker? wirklich jetzt?!? sind Sie auch einer dieser eingeschüchterten lemminge, die der masse hinterher traben, ohne mal „warum???“ zu schreien? natürlich, das risiko besteht, aber nennen Sie mir den politiker, der innerhalb der EU dafür verantwortlich sein will, mit uns zb das verkehrsabkommen aufgekündigt zu haben. glauben Sie mir, die eier hat in der momentanen verfassung der EU kaum einer, ausser er ist besoffen – ok, juncker, dann… 😉
      horizon 2020? kennen Sie die statistik, wo die 10 besten unis der welt stehen? in trump-land, brexit-country und switzerland. nicht in der EU. wo also ist da der druck?
      wake up & get real!

    • @Otschin Priatna, was Sie schreiben, genau um das gehtt. „Was die Leute in den staatlichen Geschützten Werkstätten an Steuern zahlen (letztlich von den Steuergeldern, die aus der Privatwirtschaft kommen…) ist bloss eine Umlage von der einen Tasche des Staates in die andere.*

      Zwischen gemäss Ihnen einer Tasche und der anderen Tasche ist ein Mensch, eine Familie, die leben kann ohne jemandem auf der Tasche zu liegen. Kinder erziehen, in die Schule und Ausbildung schicken, kurz das Leben bewältigen können. Und am Schluss in der Rente ein finanziell einigermassen unbeschwertes Leben geniessen zu können. Mehr will ich gar nicht, auch wenn ich nicht beim Staat angestellt bin. Und das gönne ich gerne auch jedem anderen.

    • @Hannibal

      Tatsächlich? Woher kommt diese fundierte Meinung? Oder kennen Sie sich mit Sprüngen in Schüsseln aus?
      Wo habe ich geschrieben, dass Cardinale in Unrecht ist? Aber lesen können Sie, oder?

    • @Alina Nein, mit den genannten Namen habe ich nichts zu tun.

      @Cardinale Sie entlarven sich gleich selbst als verkappter Linker.

      Steuern sind und bleiben Diebstahl an Privateigentum. Nur selbstverliebte Beamte und Bessermenschen vergreifen sich gerne am Geldbeutel der Steuerzahler (also ausschliesslich Leute aus der Privatwirtschaft). Natürlich betrachten Sie das als Selbstverständlichkeit, vermutlich haben Sie auch noch nie ein Franken ausserhalb der geschützten Werkstatt „verdient“.
      Wieso juristische Personen überhaupt Steuern bezahlen müssen, bleibt ein Rätsel („Kopfsteuer“), genauso wieso 45% der Bevölkerung rein gar keine Steuern bezahlen müssen („Solidarität“? „Sozial“?) aber trotzdem die ganze Infrastruktur benutzen dürfen. DAS nenne ich mal „Abzocken“! Die 10% besten Steuerzahler, zu denen nicht einmal Sie als Beamter mit 300k/Jahr gehören, finanzieren übrigens über 90% aller Steuern der natürlichen Personen… nur so von wegen „kaputt sparen“ etc.

      Klar der Scheinelite mit ihren Pöstchen in der geschützten Werkstatt kann das ja egal sein… Eigentlich müssten wir einen Schritt weiter gehen und die Steuern für juristische Personen (die ihren Hauptsitz in die Schweiz verlagern und hier Arbeitsplätze schaffen) komplett streichen. Des weitern wäre zu prüfen ob nur noch Leute ein Stimm- und Wahlrecht bekommen sollen, die zu den echten Netto-Steuerzahlern gehören.

      Leider geht die Schweiz aber in Richtung Ochlokratie (Wikipedia: „Dabei geht die Orientierung am Gemeinwohl verloren, stattdessen bestimmen Eigennutz und Habsucht das Handeln der Bürger.“), schade!

      Last but no least: Würden all die Dummschwätzer wie Sie konsequent auf Kohle- und „Atom“strom verzichten, wäre das AKW-Problemchen längst gelöst…

    • @walter white, dass heutzutage jemand das KK-Obligatorium in Frage stellt, überrascht mich sehr (und unangenehm). In den USA wären Sie sicherlich der strammste Vertreter der Tea-Party. Die Einheitskasse, das ist wirklich eine verpasste Change. Für mich völlig unverständlich, wieso man diese nicht annehmen konnte. Jetzt haben wir über 60 Teppichetagen (plus über 60x Verwaltungsräte – in welcher sitzt wohl Couchepin für wieviele 100’000 im Jahr – für 4 Treffen im Jahr oder so – merken Sie etwas?) und auch noch über 60 versch. Werbespots für über 60x das Gleiche. Und wer bezahlt das alles? Wir! Wieso regt sich überhaupt jemand über die vergleichsweise sehr billige Billag auf?

      Ruth Dreyfuss hat meines Wissens das Volk nie angelogen. Auch wo Alain Berset das Volk angelogen haben soll weiss ich nicht. Ich habe keine Ahnung, von was Sie sprechen.

      @Laura, über so viel Frust wie sie es in sich tragen, Sie tun mir nur leid (nicht ironisch gemeint). Deshalb antworte ich Ihnen nachher nicht mehr. Nur so viel. Ich habe nie beim Staat gearbeitet, dafür im einten oder anderen Weltkonzern.

    • Natürlich antworten Sie nicht mehr, weil Ihnen die „Argumente“ ausgehen.

      Wer heute noch von der Einheitskrankenkasse spricht, gehört wirklich zu den postfaktischen, ewiggestrigen Wutbürgern. So eine „Einheitskasse“ haben wir schon bei der SUVA, wirklich ein toller Saftladen. Wieviele Verwaltungsräte hat diese Zwangsversicherung (ohne Zwang ja keine Kunden mehr, ähnlich wie bei der linksextremen Propagandaanstalt SRG „abzockeridée suisse“)? 50? Da sind ja schon eine Menge Sitzungsspensen verbratet bis die sich begrüsst haben, aber diese SUVA ist halt auch so ein Auffangbecken für Politiker und andere Versager, die den Anschluss an die Gesellschaft (also Privatwirtschaft) verloren haben.

      In diesem Zusammenhang Interessant dass Sie Couchepain erwähnen, der ja in der FDP soweit am linken Rand stand, dass er schon fast runtergefallen ist. Als BR war er ja durch und durch ein europhiler Versager – eben auch einer, der noch nie im Leben gearbeitet hat.

      Ich habe eine tolle Idee für Sie! Tuen Sie sich doch mit all ihren linken Gutmenschenkollegen zusammen und gründen Sie so eine „Einheitskasse“. Es gibt ja genug Bessermenschen, Klima-Märchen-Onkel und andere, die sich zur „Elite“ zählen. Als Beamte mit ø 145k/a sollte es ja kein Problem sein diese Kasse zu finanzieren.

      Da Sie als Gutmensch sich sicher – wie alle Linken – zu den „Liberalen“ zählen, wäre diese Kasse natürlich freiwillig. Wenn der staatliche Versicherungszwang zusammen mit dem Kontrahierungszwang (brauchen nur Versager, ein guter Arzt wird nie eine geschützte Werkstatt benötigen) dann auch hier, eben echt liberal, abgeschafft ist, wird’s dann endlich echten Wettbewerb geben. Mal schauen wie lange Ihre Gutmenschen-Kasse überleben wird… viel Glück!

  6. Das Votum „Der Nationalstaat wird verschwinden“ ist heute grad der meistgeteilte Artikel in ZEITonline…
    Erst wenn die CHAMPIONS LEAGUE tatsächlich in Gefahr ist, werden es die betroffenen fleissigen unreflektierten Oben- und Mittelständler realisieren, dass diese im Orkus der globalisierten Marktwirtschaft (inkl. TTIP / CETA bis dann) untergehen. Der kleine Kreis, die 0,26% der CH-Bevölkerung, werden noch etwas zulegen.
    Und selbst PR-Aufträge werden immer öfter ein Fall von Einkaufs-B2B-Tourismus – bis zu den States of EUR.
    2017 wird spannend – da gibt es noch einige Penalties.

  7. Grüezi Herr Stöhlker,

    Ja, so kann man dies sehen, wenn man ausklammert, dass eben in der Schweiz noch immer eine Mehrheit der Bürger durchaus die derzeitigen Eliten unterstützt. So halten doch viele, die massiven Exportüberschüsse und der damit verbundene Export von Arbeitslosigkeit in den Rest der Welt als durchaus optimal. Die bevorstehende massenhafte Freisetzung von Arbeitsplätzen, durch Industrie-/ Dienstleistung-4.0, setzt eine parallele Gestaltung von dazu passenden ‘4.0-Teilhabeformen‘ voraus. Diese Diskussion fehlt in unserem Land. Sehen Sie, dass Problem ist nicht nur das bequeme träge Volk auf dem Sofa, sondern das vorwiegend junge Volk in der Vergnügungsspirale, und die soll sich ja gesichtszeigend weiterdrehen, damit sich nichts ändert! Die Ereignisse sprechen für sich, aber der Bürger hat statt Angst eher Angst vor Veränderung, eben alles weiter wie bisher. Das System kennt seine umerzogenen Bürger. Wann merkt dieser bequeme Bürger, dass die Veränderung längst ohne ihn, aber über ihm und um ihn herum stattfindet? Durch IHN! Und dass das stillschweigende, unbemerkte Anwachsen der Parallegesellschaften die sichtbare und fühlbare Bedrohung und Verfremdung ist, wenn er nur die Augen öffnet! Was man ihm eindringlich und penetrant sichtbar machen muss, um eine Verhaltensänderung zu bewirken! Die muss von Innen kommen!

    Herzliche Grüsse

  8. Sehr geehrter Herr Stölker
    Das was Sie schreiben ist nicht gerade ein Beweis von Kreativität, Vision, Zukunft. Sie reihen wie in einem Zählrahmen einfach alle negativen Zeitungsmeldungen des Jahres 2016 aneinander und extrapolieren sie in die Zukunft. Auf solche Elaborate können wir verzichten. Sie nutzen nichts und niemandem. Es gibt nichts Einfacheres, als Negatives zu schreiben. Wenn es dann eintritt, dann haben sie Recht gehabt. Wenn es nicht eintritt, dann sind alle froh und niemand erinnert sich daran, dass ein Herr Stölker zum Jahresbeginn einen solchen Artikel geschrieben hat.
    Wir leben in einer Welt der Polarität. Alles was erscheint hat auch sein Gegenteil. Ohne Nacht, keinen Tag. Ohne Erfolg, kein Misserfolg. Ohne Böses, kein Gutes, ohne Mann, keine Frau usw. Die Kunst eines Beraters, wie Sie sich ja nennen und der sich zur Elite zugehörig fühlt, liegt darin, die Polarität zu erkennen und dann deren Mechanismen in Betracht zu ziehen. Kennen Sie das Foucaultsche Pendel in Paris? Schauen Sie es sich mal an und denken Sie über die Bewegungen nach.
    Es wäre gut, wenn Menschen mit ihrem Potenzial und Ihrer Lebenserfahrung ihr Wissen für Gedanken einsetzen würden, wie man die Zukunft gestalten will. Es gibt immer wieder Wege und es braucht Menschen mit Visionen. Aber einfach eine Aufzählung von dem was nicht gut ist, ist keine Leistung.
    Schreiben Sie doch keine solchen Artikel mehr. Sie nutzen nichts sondern sind höchstens für das eigene Ego eine Bereicherung. Und was das wert ist, kann jeder für sich selbst feststellen.

    Ihnen wünsche ich ein gutes, glückliches, gesegnetes 2017.

    • Andreas Baumann, sie sprechen vielen aus dem Herzen. Ihrem Kommentar ist nichts anzufügen. Bravo.

    • Meine Herren,
      Wer die Zukunft erkennen und beschreiben will, muss zuerst einmal ein klares Bild von der Gegenwart haben. Sehr nützlich es, auch die mittlere Vergangenheit zu kennen. Wer sich der Gegenwart aber verweigert, wird auch die Zukunft verspielen.

    • @ Baumann: und weil die Eliten es bisher so gut gemacht haben, möchten Sie noch mehr vom Gleichen, nicht wahr?

    • Gute Antwort, Herrr Baumann,
      Beispiel der schrägen Stoelker-Logik: In Rapperswil-Jona werde unfähige Stadtpräsidenten abgewählt. Prima. Aber unser Möchtegernbesserwisser faselt trotzdem vom Niedergang der Demokratie und der lokalen Verwaltungen.

  9. Die oberste Elite der Schweiz residiert im Märchenschloss am Bürkliplatz.

    Dort können die beiden obersten Märchenprinzen und ihre Märchenprinzessin nicht einmal zwischen links und rechts ihrer eigenen Bilanz unterscheiden.

    Wenn da nicht etwas passieren muss…

    MfG

    • Sie vergassen das Märchenschloss in Bern, das aktuell für über 65 Mio renoviert wird (vermutlich wird die WC-Spühlung vergoldet)! Sie müssen schon ein wenig Mitleid zeigen, die Herren waren halt ein Leben lang auf Kosten der Steuerzahler in der einen oder anderen geschützten Werkstatt… zur Dame: Nun, sie ist halt weiblich, offensichtlch das wichtigste Kriterium zur Besetzung solcher Posten.

    • @Laura

      Danke

      Aber so grossen finanziellen Schaden wie am Bürkliplatz kann man im Bundeshaus gar nicht anrichten.

      Das Parlament und der Bundesrat balgen sich um armselige Strohhalme im Vergleich zu den hunderten von Milliarden am Bürkliplatz.

      Alle schauen weg. Eine Kontrolle hat die SNB nicht zu fürchten.

      Alle klammern sich an das Märchen von der unendlichen Geldschöpfung aus dem Nichts, das man im Märchenschloss am Bürkliplatz daherplaudert.

      Hier sollte es einmal ein Erwachen geben. Besser früher als später.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

    • @Willy Wonka

      Besagte Märchenfiguren haben nur ein Ziel: Ihren Irrtum so gut es geht totschweigen.

      Jeden Monat, an dem sie an ihrem Märchen festhalten können bedeutet 100’000 Franken Monatslohn mehr.

      Wieviele Milliarden die Schweizer Steuerzahler dabei verlieren spielt da keine Rolle.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

    • Ich meinte zwar nicht das Bundeshaus (das wurde bereits vor ein paar Jahren für über 100 Mio vergoldet… vielleicht schon wieder nötig, je nachdem mit welchem Chefbeamten der „zuständige“ Architekt befreundet ist…) sondern das Nationalbank-Hauptgebäude. Aber Sie haben nicht unrecht, in beiden geschützen Werkstätten arbeiten Versager und Bürokraten ohne nenneswerte Erfahrung in der Privatwirtschaft. Resultat -> bekannt!