Whistleblowers bringen Six-Bigboss zu Fall

Börsen-Angestellte klagten gegen Markus Melching, Nummer 2 bei Six Payment – Untersuchung – Viele sind krank geschrieben.

Markus Melching kam, wütete, ging. Nach einem Jahr. Nun kommt der wahre Grund für den eigenartigen Abgang der Nummer 2 bei Six Payment zum Vorschein.

Gegen Melching gab es interne Anzeigen bei der Börsen- und Finanz-Infrastruktur-Firma. Mehrere Angestellte hatten das anonyme Whistleblowing der Six genutzt, um gegen Melching vorzugehen.

Eine interne Untersuchung unter Leitung des obersten Compliance-Chefs und mit Einbezug der Six-Personalführung ergab ein gemischtes Bild.

Die Vorwürfe der Mitarbeiter, die sich gegen Melchings Umgang mit den Leuten richteten, konnten zur einen Hälfte nachvollzogen werden, zur anderen nicht.

Trotzdem war nach der Untersuchung der Fall klar, dass Melching nicht länger bei der Six bleiben kann. Man hat sich auf eine Sprachregelung geeinigt. Vor 3 Wochen war Melching dann über Nacht weg.

Der Shootingstar, der die wichtigste Division der Six, nämlich das bargeldlose Zahlen, vorantreiben sollte, war Geschichte.

In seinem Bereich mit rund 600 Mitarbeitern gibt es zahlreiche Opfer. Viele Six-Payment-Mitarbeiter sind seit Wochen krank geschrieben.

Sie hatten es unter Melching nicht mehr geschafft, am Morgen zur Arbeit zu erscheinen – zu gross war ihre Angst vor ständiger Erniedrigung und psychischen Verletzungen.

Melching soll wie ein Rambo mit den Leuten umgegangen sein, heisst es aus der Six-Gruppe. Er habe die Leute blossgestellt, ihnen jede Freude am Job genommen.

Dafür habe er seine Seilschafts-Kollegen aus alter Swisscom-Zeit zur Six geholt. Den gestandenen Six-Leuten hätte Melching ins Gesicht gesagt, sie bräuchten sich gar nicht erst zu bewerben.

Ein „Angst und Schrecken“-Regime habe unter Melching geherrscht, sagt ein Gesprächspartner. Ein Six-Sprecher wollte gestern nicht zu den Vorwürfen Stellung nehmen.

Melching hat noch ein Pensum an der Universität Freiburg und ist Besitzer einer bekannten Apotheke an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Gegen Melching könnten weitere Klagen von betroffenen Six-Mitarbeitern eingehen. Ob diese ernsthafte Folgen hätten, bleibt abzuwarten.

Der Fall Melching wirft Fragen an die oberste Führung der Six-Gruppe auf. Wie konnte es passieren, dass ein Manager, der überhaupt nicht zur Kultur passt, eine so hohe Aufgabe erhält?

Der Druck auf den direkten Vorgesetzten Melchings steigt. Er heisst Jürg Weber und ist auch noch keine 2 Jahre bei der Six.

Davor war der Ex-McKinsey-Berater Weber auf Jobsuche. Zumindest muss man das aufgrund seiner früheren Tätigkeit in der Türkei annehmen, die nicht besonders spannend klingt.

Weber hätte erkennen müssen, dass Melching als Chief Operating Officer der Six Payment ungeeignet ist. Dass er kein Menschenfreund ist. Dass er nicht auf Leute losgelassen werden kann.

Doch Weber hat nichts gesehen. Und als dann bereits nach wenigen Monaten unter Melching klar wurde, dass die Lage eskalieren könnte, hat er ihm einfach einen Stellvertreter zur Seite gestellt.

Kein Machtwort, keine rasche Absetzung. Sondern lediglich eine homöopathische Massnahme.

Weber hat mit der Anstellung von Melching daneben gegriffen. Er setzte auf den falschen Mann und reagierte erst, als immer mehr Mitarbeiter sich über Melching beschwerten.

Zudem stieg die Krankheitsquote massiv an. In der Division Six Payment fehlen nun die Spezialisten.

Das führt zur absurden Situation, dass die zurückbleibenden Mitarbeiter Sonderschichten leisten müssen. Es ist die Rede von Leuten mit Arbeitseinsätzen bis 23 Uhr, die dann am kommenden Tag um 5 Uhr wieder auf der Matte stehen.

Weber hat auch im Geschäft Probleme. Der Rückzug aus dem Karten-Herausgabe-Geschäft in Österreich ist zumindest eine Teilniederlage.

Doch auch Weber ist nur eine Folge des Kernproblems der Six. Dieses heisst Urs Rüegsegger.

Seit bald einem Jahrzehnt schwingt der Ex-Chef der St. Galler Kantonalbank die operative Keule bei der Six. Und hat dort viel zerschlagen.

Rüegsegger verramschte fast das ganze Tafelsilber der Six – Eurex, Scoach, das Indexgeschäft. Gestandene Spitzenleute wie die Divisionsleiter Börse und Payment gingen.

Das IT-Superprojekt Magellan hat die Six über 50 Millionen gekostet. Der Verantwortliche für Magellan musste das Feld räumen, Rüegsegger konnte bleiben.

Auch die letztjährige Schlappe mit zwei Tagen Unterbruch im Schweizer Zahlungsverkehr blieb ohne Folgen für Rüegsegger und seine Kollegen ganz oben. Umgekehrt forderte Rüegsegger unten ein paar Schuldige.

Darauf wurden einige Mitarbeiter an der Basis auf die Strasse gestellt.

Jetzt folgt die Geschichte im Payment mit dem Haudegen Melching und dessen Vorgesetztem Weber, wo es zu einer hochdotierten internen Untersuchung gekommen ist.

In diese soll sich Rüegsegger persönlich eingeschaltet haben.

Auch hat Rüegsegger immer noch keine Strategie für seine Gruppe. Beim Thema Backoffice-Bank Schweiz haut der Six-Chef auf die mediale Trommel. Zählbares kann er nicht vorweisen.

Ein Debakel erster Güte ist schliesslich das Trauerspiel um Paymit und Twint, die Schweizer Antwort auf Apple Pay.

Ausser Spesen nichts gewesen, lautet da der Befund. Dabei geht es um nichts weniger als die Vormachtstellung der Six im Schweizer Zahlungsverkehr.

Rambo Melching ist weg. Schiffbruch-Rüegsegger darf weiterhin regieren.

Wie lange noch?

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38 Kommentare zu “Whistleblowers bringen Six-Bigboss zu Fall

  1. Vorwürfe der „sexuellen Belästigung“  kommen  zunehmend groß in Mode, liegen im Trend. Die Schwere der Vorwürfe ist oft proportional zur vergangenen Zeit, umgekehrt proportional zur Frische der Erinnerung, proportional wiederum zur anerzogenen Phantasie manipulierbarer Medienkonsumenten, und proportional zur Strenge der Definition der Abstandsregel. Sie (Frau) können einem Schaffner in einem überfüllten Eisenbahnwaggon sexuelle Belästigung vorwerfen, weil er sich notgedrungen an Ihrer gefälligen Vorder- od. Hinterfront  vorbeizwängen mußte. Wenn die Rechnung aufgeht, überreicht Ihnen der Bahnvorstand einen lebenslangen Freifahrtschein, zusammen mit seinem Bedauern. Er hat dann weniger Kosten als den vermeintlichen Vorgang durchzufighten. Eigentlich gibt es nur einen  radikalen Schutz gegen sex. Belästigung am Arbeitsplatz, quasi die Durchtrennung des gordischen Knotens: alle Hetero-Männer bleiben künftig morgens im Bett liegen u. erscheinen nie mehr bei der Arbeit.

  2. Interessant, die Worte «kein Menschenfreund» – um nur ein Beispiel zu nennen – in einem Text mit fragwürdiger Faktenlage zu lesen, der selbst über andere Menschen herzieht… Was bezweckt ein solcher Artikel? Und: Aus welcher Quelle Stammen die Informationen? Hoffentlich nicht nur von den Personen, die es – wie der Autor schreibt – «nicht mehr schafften» zur Arbeit zu erscheinen…

    Fakt ist, die SIX befindet sich in einem grossen Wandel, und es ist wohl unbestritten, dass ein solcher zum Teil schmerzhaft ist. Hingegen die Schwierigkeiten, die solche Prozesse immer mit sich bringen, einigen Führungskräften zuzuschreiben und sich dabei noch irgendwelcher persönlicher Anschuldigungen zu bedienen, zeigt deutlich, dem Verfasser geht es hier um die Story, nicht um die Fakten.

  3. Ich bin sehr vertraut mit Urs Ruegsegger und kann nur bestätigen, dass er absolut keine Kompetenz hat ein IT Unternehmen wie die SIX zu führen. Ihm fehlt grundlegendes Verständnis des IT Betriebs und viel wichtiger wie IT in das Produktmanagement eingebunden werden müsste. Mit Managern wie Robert Borntrager und Juerg Weber ist dies auch unmöglich. Beide sind bestenfalls Verwalter vom status quo aber nicht in der Lage eine Veränderung und Wachstumsstrategie zu entwicklen. Es ist gerade eine totale Niederlage sich aus dem Payment zurückzuziehen wie die SIX es gerade tut. Das ist das einzige Marktsegment welches stetig wächst ohne irgendeine Anstrengung. Mit etwas Kreativität liessen sich hier sehr lukrative Partnerschaften und Produkte entwickeln, die sogar den Banken als Aktionäre der SIX einen Vorsprung gegenüber den Payment Big-Playern verschaffen könnten. Der AR sollte Urs, Juerg und Robert fristlos austauschen und neue junge Köpfe aus der Digitalen Ökonomie und von erfolgreichen grossen IT Technologie-Unternehmen (Google, Apple, Amazon und Facebook) hereinholen. Bis dahin kann ich den Kollegen nur raten selber zu anderen Unternehmen zu gehen bevor die SIX sie erbarmungslos kündigt !

  4. Wer sind die Whistleblowers? Genau jene, die sich vor MMs Abgang krankschreiben lassen, weil sie aufgrund ihrer Inkompetenz selbst um ihren Job bangen. Angriff ist immer noch die beste Verteidigung. Das obere Management sollte besser ihren direkt unterstellten Führungskräften auf die Finger schauen. Diese treffen Entscheidungen – wenn überhaupt – und verstecken sich hinter der Begründung: „Das Management hat entschieden“. Alles sehr intransperent und kalkuliert.

  5. Ich kenne die SIX ziemlich gut.
    Leider kann ich nur bestätigen was schon im Artikel steht.
    Ausser ein kleiner Fehler: Im Projekt Magelan wurden nicht 50 Millionen sondern 80 bis 100 Millionen im Sand gesetzt.
    Aber das ist für die SIX nur Sackgeld 😉

    Diese „Manager“ haben keine Ahnung, das wissen wir alle. Die Bezeichnung Manager sollte schon langsam als Schimpfwort definiert werden 😀

    Die SIX hat eine ziemlich grosse Reorg hinter sich. DGI 1.0 danach 2.0 und wenn es so weiter geht dann sind sie bei 3.0 oder sogar 4.0.

    Was wurde geändert? Aus einer Flotte von mehreren kleinen flinke Schiffe wurde die Titanic erstellt.
    Die Geschichte der Titanic kennen alle 😀
    Ein Manager der ca 1000 MA managed.
    Seine direkten Untertanen sind ein haufen von Manager die auch keine Ahnung haben von IT, geschweige wie man eine IT Organisation aufbaut und effizient führt. Sie schlagen sich mit Fachausdrücke wie Agile, Scrum, Kanban, DevOps u.s.w. um, aber können darunter nichts vorstellen ausser eine Kostenreduktion herbeizuführen.

    Langsam aber sicher sind die wirklich guten MA davon und die „Manager“ wollen es nicht sehen und verstehen.

    Tatsache ist das die SIX schon lange nicht mehr ein wirklich guter Arbeitgeber ist. Die Löhne sind eher tief und eine Lohnerhöhung nur dann in Sicht wenn man ausgiebig die Hinterteile anderer degustiert hat 😀

    Aber ehrlich gesagt, wenn diese Nieten gehen würden dann wären am nächsten Tag neue Nieten da die keine Ahnung haben.
    Man stelle sich vor der Rüegsegger geht und mit ihm die anderen Nieten auch. Am nächsten Tag kommt der neue SIX CEO und er heisst Rohner oder Thiam oder sonst eine Niete die keine Ahnung hat.

    Weiter so mit voller Kanne und die super Manager Nieten ist die SIX unschlagbar!!!

    P.S. Rüegsegger ist an die Uni St. Gallen tätig, jetzt ist mir klar wieso die HSG’ler so sind wie sie sind 😀

  6. Verurteilt ist schnell und einfach.

    Wenn jemand öffentlich durch den Derck gezogen wird, ohne die Möglichkeit zu einer Gegendarstellung, ist das absolut unseriöser und gefährlicher „Jornalismus“.

    Ein solcher Artikel geilt nur diejenigen auf, die auf einseitige Sensation ohne gegendarstellung aus sind.

    Übrigens, Rambo hat den Laden aufgeräumt . . . .

  7. Whistleblower – schon mal überlegt? Sind genau jene, die selbst nichts leisten (können). Gefährliche Unterstellte von MM und selbst Vorgesetzte, die jeden Entscheid scheuen, sich stets hinter Management-Entscheide verstecken und die „eigenen“ Leute stets um sich scharren. VG, die selbst auf der Abschussliste standen und kurz vor MMs Weggang krankgeschrieben waren. Und so können sich nichtskönnende, unkompetente (teilw. ohne wirkliche Aus-/Weiterbildung) Blender und Schönredner Jahr für Jahr halten.

    Schade, um die MA, die wirklich Potenzial hätten und um einen Arbeitgeber, der wirklich mal attraktiv war. „Friendly Work Space“ – gekauft?

  8. Zum Glück gibt es noch Journalisten wie Lukas Hässig oder Res Strehle. Auch wenn leider nur noch einer der beiden gegen die völlig enthemmte, total absurde, unmenschliche und längst gescheiterte Milton Friedmann Doktrin ankämpft. Die heutzutage in allen grossen Finance Unternehmungen vorherrscht. Als Anhänger von John Keynes kann ich nur danke dafür sagen. Es ist sicherlich nicht einfach.

    Um es mit den Worten von Peter Bichsel im Tages Anzeiger Interview vom 13. April 2017 zu sagen; „…wenn die Schweiz sich jetzt vor einem Wahlsieg von Marine Le Pen in Frankreich fürchten, sehen sie nicht, dass diese Partei weit links von der SVP steht.“

  9. „Davor war der Ex-McKinsey-Berater Weber auf Jobsuche. Zumindest muss man das aufgrund seiner früheren Tätigkeit in der Türkei annehmen, die nicht besonders spannend klingt.“

    Herr Hässig, da Sie ja so gut im Lesen von CVs sind, was haben Sie von April 83 (Abschluss Lehre) bis ins Jahr 87′ Start Studium (offenbar Vollzeit oder nicht abgeschlossen, da nur 3 Jahre) genau gemacht? Wo waren Sie tätig oder waren Sie gar 4 Jahre auf (Arbeits-)suche?
    Allenfalls findet sich in diesen 4 Jahren die Grundlag für all die Gehässigkeiten und persönlichen Angriffe auf die Finanzbranche und deren Big Player? Oder stammt die Grundlage aus der Zeit Ihrer Lehre bei der Nationalbank?

  10. Das ihr Schweizer euch sowas immer gefallen lässt ist schon bemerkenswert. Falls die Inhalte stimmen, würde so jemand Nachts gegen eine Laterne laufen .. so geschehen bei der ZKB, CS, etc.

  11. Wenn das stimmt, was da über Melchings Gebaren zu lesen ist, so hat sein Vorgesetzter und die HR-Abteilung von SIX versagt. Die verunglückte Personalie Melching scheint SIX grossen Schaden zugefügt zu haben: Wissensverlust, Kosten für Neurekrutierungen, Demotivationsverluste, Krankschreibungen usw. Das so etwas heute auf dem Niveau noch möglich ist, ist extrem erstaunlich ! Ob die Postfinance-Abstürze der letzten Zeit beim e-Banking damit zu tun haben ?

    • Was erwarten Sie denn von einer HR-Abteilung mit über 40 % Fluktuationsrate (Quelle letzte MA-Befragung 2016) und vielen Krankgeschriebenen?
      Interessant ist, dass die Problemköpfe bei CS und SIX das gleiche Kürzel haben (UR) und zum Wohle der MA und Aktionäre dringend verabschiedet werden sollten.

  12. In der RS war man von 6.20-23.30 Uhr wach, und von 7-23 Uhr aktiv. Monatelang! Habe schon damals gestaunt, was man aus einem Tag herausholen kann.

    Wegen Schlafmangel hat dafür bei vielen das Gehirn nicht funktioniert.

    Zur SIX: ich sehe stets viele offene Stellen dort. Auf Arbeitsgeberbewertungsportalen wird die SIX aber zersaust, besonders wegen dem Management.

    Die durch die Fluktuation verursachten Know-How- und Effizienzverluste scheinen nicht zu stören.

    Und „schön“ zu sehen, das ein McK-Mensch zuoberst am werken ist.

    • Erfrischend notiert!
      Dass auch da wieder ein McK Fallpfosten dabei ist, scheint schon normal zu sein…..

  13. Schade, dass es keine wirklich informativen Artikel zu dem Thema gibt. Es scheint so, als hätte Herr Hässig einen sogenannten ‚Informanten‘, der mit Beleidigungen und Unwahrheiten über Melching um sich wirft. Wer Herrn Melching kennt, weiss, dass er ein High Performer ist, der definitiv NICHT über Leichen geht. Herr Hässig, es ist natürlich verständlich dass Sie einen interessanten Case gegen einen Top Manager bauen möchten, um Klicks zu bekommen. Aber wie auch in anderen Artikeln fehlen hier leider wirklich spezifische, hinterlegte Informationen. Dafür sind haltlose Anschuldigungen in der Überzahl. Schauen Sie doch mal in die teutonische Süddeutsche Zeitung, um etwas über guten Journalismus zu lernen.

    • und darum ist der geschätzte Topmanager, High Performer und empathische Menschenfreund ja (wie an anderen Orten noch schneller) auch schon wieder weg… – denk mal ein bisschen länger darüber nach!

  14. Ich kenne auch einen Melching, der seine Mitarbeiter nicht nur fordert, sondern sich um seine Mitarbeiter kümmert und zu ihnen steht, vorallem, wenn es hart auf hart geht.
    Aber das würde das abgedroschene Klischee des Rambo-Managers, der über Leichen geht, wohl zu wenig bedienen…
    Dies ist einfach nur unseriöser und lausig recherchierter Journalismus (Börsenangestellte arbeiten übrigens in einem völlig anderen Geschäftsbereich in der SIX…).

    • @Pat: Haben Sie den Artikel konzentriert gelesen oder vielleicht doch nur überflogen? Es wird ganz deutlich über den Geschäftsbereich Payment berichtet, wo zahlreiche Mitarbeiter aufgrund Herrn Melchings Inkompetenz durch die Hölle gehen mussten. Sie sprechen ausserdem von einer anderen oder äusserst schizophrenen Person namens Melching.. Denn jener Rambo-Manager wütete tatsächlich wie beschrieben oder gar schlimmer, dies belegen zahlreiche Erfahrungsberichte von aktuellen und ehemaligen Payment-Mitarbeitern. Herr Melching war offenbar ein Blender par excellence, der sich zu Beginn gut verkauft und am Ende als totaler Fehlgriff herausstellte.

  15. In der Schweiz werden whistleblower als Delinquenten behandelt und abgeurteilt.

    Dank bürgerlicher Mehrheit im Parlament. Die wollen ihre Päckli-Geschäftsabsprachen unterem Deckel halten. Vorne wird geschwört und hinten die hohle Schmierhsnd gemacht.

    Und die Justiz deckt solches tun. Siehe auch „Bankkundengeheimnis“ unter dessen Titel Terrorfinanzierung abgewickelt wird.
    Shame on you!!!

  16. Interessant ist ein Link zu einem Artikel den er auf seinem linkedin Profil gepostet hat. Der Artikel trägt die Überschrift: „How to Demotivate Your Best Employees“

    Tja, gelernt ist gelernt!

  17. Wer den mal als Chef hatte der kennt das!!!
    Mir und meinen Kollegen ist es zum Glück gelungen den Typ frühzeitig als IT-Leiter einer ehemaligen Privatbank ‚ab zu schiessen‘ bevor es Auswirkungen auf’s Personal hatte.

  18. Markus Melching: Nur einer mehr aus dem Sortiment teutonischer Spitzenkader, die in schweizerischen Unternehmen einen bislang hier unüblichen Führungsstil und Umgangston einführen.
    Manchmal gelingt ihnen dies; zuweilen scheitert man aber auch, besonders dann, wenn es nicht gelingt, kurzfristig eine starke Import-Seilschaft aus gefügigen Lakaien aus Deutschland aufzubauen.
    Es gibt viel zu viele hiesige „Weicheier“, welche diese sanfte Übernahme nicht durchschauen und auch nicht merken, dass sich sehr oft hinter markigen Worten und martialischem Auftritt tiefe innere Unsicherheit und Mangel an Substanz verbergen.

    • Stimmt so nicht ganz. Markus Melching flog dort schon nach knapp 2 Monaten – während der Probezeit.
      Doch als Sohn von reichen Eltern scheint er immer wieder unter zu kommen.

  19. Leider ist Melching nur einer davon,, JW hat die selben zügen. Wie man an verschiedenen mitarbeiter veranstaltungen hören konnte. Die Mitarbeiter sind das wertvollste asset, leider verstehen das die Helden nucht.

  20. Scheinbar hat das System funktioniert. Bravo. Bei der CS werden die Manager einfach aus dem Schussfeld genommen. So passiert mit dem ehemaligen Head Latam, SM. Dieser wurde mittels whistleblowing von mehreren Kader gemeldet. So wie ich weiss sind alle whistleblower weg und SM ist jetzt nur noch als RM für Top Kunden zuständig. Den MD Titel durfte er behalten. Ganz nach dem Motto. Huston wir haben ein Problem. Lasst es uns lösen indem wir schauen, dass die Messengers gehen und wir setzen das Problem auf das Abstellgeis wo er keinen Schaden anrichten kann. Gut für SM. Er verdient noch immer viel Geld und hofft, dass er bald wieder Head Latam wird.
    Six hat das besser gelöst und billiger! Bravo

  21. Hat sich möglicherweise der wütende Chef mit Ueberdosen von Ritalin aus der Löwen-Apotheke berauscht?

    Wenn Untergebene sich unwohl fühlen:
    Sozusagen fallen zwischen den Stühlen?
    Haben Vorgesetzte dringend nachzusitzen,
    ansonst kommt die Firma bald ins Schwitzen!

    Aus: Zeter und Mordio

  22. Nebenbei bemerkt: ArG ArGV 1 Tägliche Ruhezeit

    Allen Arbeitnehmenden ist eine tägliche Ruhezeit von mindestens elf aufeinanderfolgenden Stunden zu gewähren.
    Die Ruhezeit kann für erwachsene Arbeitnehmer einmal in der Woche bis auf acht Stunden herabgesetzt werden, sofern die Dauer von elf Stunden im Durchschnitt von zwei Wochen eingehalten wird.
    In diesem Falle darf beim auf die verkürzte Ruhezeit folgenden Arbeitseinsatz keine Überzeitarbeit angeordnet werden.

    104 Unterschriften für Burkarts Vorstoss
    104 Volksvertreter aus allen bürgerlichen Parteien – darunter die Parteichefs Petra Gössi (FDP), Gerhard Pfister (CVP), Albert Rösti (SVP) und Martin Bäumle (GLP) – haben eine parlamentarische Initiative unterschrieben, die Burkart heute eingereicht hat.
    > Ruhezeit: Heute muss zwischen zwei Arbeitstagen eine Ruhezeit von mindestens elf Stunden liegen. «Gelegentliche Arbeitsleistungen von kurzer Dauer» sollen künftig nicht mehr als Unterbruch der Ruhezeit gelten. «Wer heute um 22 Uhr noch ein paar E-Mails beantwortet, darf am nächsten Tag frühestens um 9 Uhr wieder zu arbeiten beginnen. Das ist doch absurd», sagt der FDP-Mann.

    Welcome to the brave new world

    • Arbeitsnehmenden? Da wird mit Rekruten in der RS ganz anders verfahren! 7-23 Uhr ist man im Dienst, 6-24 Uhr wach. Und das Ganze mehr als 4 Monate lang!

    • @Daniel Müller
      Was für ein Vergleich, meinst Du denn der Krieg hält sich an irgendwelche Soll-Arbeits-/Ruhezeiten???

  23. Früher wurden die Sklaven geschlagen, heute wird das Personal in der Finanzbranche mit Psychoterror fertig gemacht. Zudem Gleichschaltung. Andersdenkende und kritische Zeitgenossen werden eliminiert. Laufende Überwachung und Stasi-Methoden. Willkommen im kalten Krieg.

    • Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt,
      die Wahrheit steht von alleine aufrecht.

      Thomas Jefferson
      * 2. April 1743 † 4. Juli 1826

    • Der Artikel kommt mir eher wie Psychoterror vor als Alles was ich bisher in der Schweizer Arbeitswelt erlebt habe. Hier wird menschenverachtend über Herrn Melching, Weber und Rüegsegger hergezogen. Willkommen in der Welt des schlechten Journalismus. Nächstes Mal lese ich vielleicht doch besser 20 Minuten, sogar dort findet man mehr Faktenwissen.

    • Nichtssagendes Bla Bla passend zur grossen Welt der sinnentleerten Kommentare. Dass 20 Minuten die Referenzlektüre ist, verwundert dann auch nicht mehr.