Thiam, Goerke & Co: Ausschliesslich Firstclass

CS-Spitze bucht als einzige Luxusklasse – Oben Kaviar, unten Strasse – Backofficechef: Aston Martin auf Geheimparkplatz.

Nach dem Flop mit dem Schweiz-Börsengang und dem Kater in Asien hat CS-Chef Tidjane Thiam nur noch etwas im Köcher: Sparen.

Bei allen. Ausser bei sich.

Thiam und Co. in der CS-Konzernleitung fliegen nämlich First. Immer.

Das Thema geht in der Bank um. Früher sei der Kreis für Erstklass-Flüge breiter gewesen. Nun habe man die Kosten beim Fliegen gekürzt, ausser ganz oben.

Die CS-Pressestelle hält dagegen.

„An den bankinternen Richtlinien für Erstklassflüge auf Geschäftsreisen hat sich seit mindestens fünf Jahren nichts geändert“, betonte gestern ein Sprecher.

First gebe es schon lange einzig und allein für die oberste operative Führung, es habe sich unter Thiam somit nichts daran geändert.

Was klar ist: Thiam und seine von der Prudential eingeflogenen Statthalter Peter Goerke und Pierre-Olivier Bouée, welche bei der CS inzwischen das Sagen haben, hätten die Chance gehabt, die Regelung anzupassen.

Und freiwillig auf Firstflüge zu verzichten. Auch für sich.

Das taten sie nicht. Damit senden sie ein Signal aus. Dieses heisst: Wir sind A Class Of Its Own.

Flüge sind emotional. So wie Beförderungen mit dem Beispiel Goerke. Oder Parkplätze mit Bouée, wie noch auszuführen ist.

Neben Kosten geht es immer auch um Status. Um Wirkung. Um Vorbilder.

Im Englischen spricht man von Walk The Talk. Der Chef weist nicht nur mit Worten den Weg. Sondern er geht ihn selbst. Und zwar als Erster.

Bei den CS-Flügen hätte das geheissen: Wir, die oberste Führung, schnallen den Gürtel auch bei Liebgewonnenem enger. Wir fliegen ab sofort nur noch Business.

Statt für 17’104 Franken in der Swiss-Maschine ganz vorne in der Firstclass von Zürich-Kloten nach New York wäre die Rechnung noch auf 7’579 Franken in der Business gekommen.

Oder nach Singapur hätte ein kurzfristig gebuchter Flug mit Aufenthalt von knapp einer Woche 6’630 Franken statt 12’758 Franken gekostet – Business sei Dank.

Die Leute im CS-Maschinenraum hätten den freiwilligen Verzicht positiv aufgenommen. Finanziell ein kleiner Schritt für die Bankenleitung, moralisch ein grosser für das interne Klima.

Er blieb aus. Und damit nährt die CS-Oberleitung die Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit.

Nicht hilfreich ist das Protzen mit anderem. Mit teuren Schlitten.

Backoffice-Bigboss Pierre-Olivier Bouée, eine der zentralen Figuren auf der CS-Brücke in Sachen Gesundschrumpfen, schuf sich jüngst einen neuen Aston Martin an.

Für diesen organisierte sich Bouée einen zweiten Parkplatz. Aber nicht in der Tiefgarage beim CS-Hauptsitz am Zürcher Paradeplatz.

Sondern Offsite. Irgendwo in der Nähe.

Damit sinkt das Risiko, dass Bouée von CS-Mitarbeitern, die beim letzten Bonus mit Peanuts abgespiesen wurden oder gar auf der Strasse landen, den Franzosen im neuen Coupé sichten.

Im Luxusflitzer ins Büro, in der First nach Übersee: Die Geschäftsleitung der CS lässt sich ihren täglichen Aufwand versüssen.

Umgekehrt predigen die obersten Chefs der bedrängten Bank ihren Schäfchen Ethik. Bouée lässt in seinem Operations-Bereich alle Kader ab Direktor-Stufe zu einem halbtägigen Workshop antanzen.

Weltweit müssen in diesen Wochen Tausende von Bouées Manager zeigen, dass sie die vielen internen und externen Vorschriften intus haben.

Conduct & Ethics Workshop lautet Bouées Übung, und sie umfasst auch esoterisch anmutende Fragestellungen. Zum Beispiel: Was würde ich von meinem Gegenüber in einer bestimmten Situation erwarten?

Damit frisst die Ethik-Schulung des Thiam-Intimus nicht nur viel Zeit und geht ins Geld. Sondern sie wirkt auch widersprüchlich.

Der Chef selbst hinterfragt sein Tun offensichtlich nicht.

Kommentare

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  1. Klingt eher nach Neid, der ganze Artikel. Auch wenn man vielleicht nicht wirklich Business oder First in die Ferien fliegt (und ganz ehrlich – viele Banker könnten das tun…), Einen Aston kriegt man ab 56000 (grad geschaut, weil ich auch so einen möchte. Allerdings gebraucht). Mit Ethik hat das nicht viel zu tun. Man könnte es mangelnden Anstand oder Einfühlungsvermögen nennen, aber seit wann ist das bei der CS ein Performance-Ziel?

  2. Wenn der Laden läuft und rentiert, sollen die doch fliegen und fahren, was sie wollen. Wenn aber Milliardenverluste eingefahren und die Belegschaft entlassen werden, muss man sich einschränken, punkt. Da sind eigentlich grundlegende Prinzipien die jede Hausfrau kennt. Wer das im Geschäftsleben nicht drauf hat, ist einfach nicht fähig irgend einen Laden zu führen. Das Hauptproblem ist aber, dass so etwas vom Aktionariat toleriert wird. Grottenschlechte Zahlen, und man lässt irgendwelche Manager einfach so weiter wursteln. Der Markt wird es früher oder später quittieren, garantiert.

  3. Deshalb hab ich die Bank schon vor vielen Jahren verlassen. Damals hiess es auch man müsse sparen. Gleichzeitig erhöhte sich die Geschäftsleitung die Vergütungen, man gönnt sich ja sonst nichts.

    und Tschüss

  4. Es gab mal einen EAM-Departementsleiter bei der CS, der auch im Aston Martin unterwegs war (hellblaues Cabrio mit Krawallauspuff).

    Ausbildungsmässig hat’s leider nur zu einer zweijährigen Bürolehre gereicht. Klar muss man dann mit dem Auto kompensieren.

  5. Bin einverstanden, dass die Sache mit dem Fliegen ein gutes Zeichen gewesen wäre. Das mit dem Auto ist etwas unpassend und ist m.E. auch Privatsache – zumal ich selber ein Autonarr bin. Das sieht dann so aus, dass ich mich – als tiefster Soldat in der Arbeiterklasse – mit meinem Sportwagen ebenfalls nicht in die Nähe des Arbeitgebers getraue. Ist mein Hobby und frisst fast alles Geld weg – aber ich habe Spass daran und ist es mir wert. Trotzdem – es können falsche Eindrücke entstehen und denen will ich mich nicht aussetzen. Abgesehen davon: wer Leute nach ihrem Auto beurteilt macht eh etwas falsch….. – und zu Hause haben sie Kunstwerke an der Wand hängen oder tragen Klamotten, dass es einem schwindlig wird oder machen unheimlich teurer Ferien – usw. usw. Soll man denn gar keinen Spass mehr haben dürfen?

    • Aber sie Haben höchstwahrscheinlich als kleiner Angestellte keine Vorbildfunktion und müssen keine Entlassungsentscheidungen treffen. Wie würden sie sich fühlen wenn sie aus „Spaargründen“ entlassen wurden, keine neue Stelle finden und ihr Ex-Boss fährt einen nagelneuen Luxuswagen? Die CS entlassen zur Zeit massenweise Mitarbeiter- viele über 50 die schlechte Chancen haben wieder eine neue Arbeit zu finden. Bitte denken Sie an diese Leute wenn sie das nächste mal die superreichen CS manager verteidigen.

  6. Eigentlich hätte man von Managern und nicht Inhabern grundsätzlich erwarten können, dass sie kosten- und zweckorientiert Reisen. Und dafür reicht die Businessklasse völlig. Auch da lässt sich arbeiten oder schlafen.

    Wenn ein Unternehmer/Inhaber sich einen Firstclassflug leistet, seine Sache. Es ist ja auch sein Geld.

    D. h., nicht erst zum aktuellen Zeitpunkt wäre ein Wechsel angebracht sondern eigentlich gar nie nötig gewesen, wenn grundsätzlich auf die Kosten geachtet würde. Aber man zahlt’s ja nicht…..

    Hier haben viele Top-Managerli wohl noch einen Kurs im effizienten Haushalten nötig. Wie wär’s mit dem Kurs „Die kleine Haushaltführung mit Frieda“ von der Klubschule….?! Die Uni’s bieten solche Kurse mangels Interesse ja nicht mehr an….

    Und die Geschichte mit dem Aston Martin ist etwas müssig, Herr Hässig. Es handelt sich wohl um ein privates Fahrzeug und da kann jeder machen was er will. Und für einen Aston Martin zu fahren, reicht auch ein „Existenzminimum“ nach MdP von CHF 300’000 im Jahr. Sind eh nur verkappte Ford’s.

    Offenbar wurden sich ja schon Gedanken in Sachen „…wie kommt das echt bei meinen Fusssoldaten an…? ich parke lieber weit weg….“ gemacht.

  7. Männer die gerne auffallen, denen aber die nötige Ausstrahlung fehlt, kompensieren das gerne mit einem super Luxusschlitten. Ich habe auch einen Kunden, der kürzlich dasselbe gemacht hat. Als Person ist er unspannend und ich würde meine Zeit privat nicht mit ihm verbringen wollen aber er hat sich gerade einen Aston für über 200’K gekauft und ist jetzt super stolz darauf und gockelt damit rum – ok er sucht ja auch noch eine Frau (er, eher unattraktiv). Macht ihn leider nicht zum besseren Boss in seinem Unternehmen. Die Mitarbeiter sind brav still, sonst müssen sie gehen.

    • Mal im Ernst, wieso soll ich einen Passat oder noch schlimmer einen Skoda fahren, wenn ich mir einen geilen Schlitten leisten kann.
      Nur weil sich Herr Bünzli daran stört oder das Gefühl hat, ich hätte einen Komplex? Selten so gelacht.

  8. Heute gibt es leider keinen Input von MdP: Er ist gerade mit seinem Privatjet unterwegs. Übrigens: Er ist noch nie First geflogen!

  9. Wisst ihr eigentlich, welche Überwindung es braucht, sich vom PJ zum Pöbel in die Frist zu setzen und den Rolls mit Chauffeur gegen einen profanen Aston zu tauschen? Mehr Verzicht kann man nun wirklich nicht verlangen.

    • Das beste an Aston waren die Modelle DB4-6. Alles Andere ist Schrott.

  10. Meiner Meinung nach sollen die Herren ruhig Firstclass fliegen. Solange die Deppen an der GV die auch noch wieder wählen und bestätigen sollen sie auch die Sau rauslassen können.

  11. Perfekt! Eigentlich sollten sie in einem eigenen Privatjet herumfliegen. Sie haben es verdient!!! Wenn die Aktionäre diesen Angestellten auch noch die Absolution erteilen, was will man dann sich noch über derartige Details aufregen. Weiter so irgendwie wird es schon klappen und Kohle hattest ja noch diese CS-Kuh zu melken. Ansonsten holen die sich wieder zu Konsumkreditkonditionen einen fetten Broken und können sich dannn noch brüsken wie toll das Management dies geschafft hat. Und was heisst hier noch einen Aston Martin, man müsste Ihnen wohl zusätzlich auch noch ein Geschäftsauto dieser Marke zur Verfügung stellen. Das sind die Anreize, welche sie brauchen.
    Und ein Vergleich mit dem Einkommen/Vermögen von LH mit den erwähnten Angestellten ist absolut nicht zulässig, er verdient sein Einkommen, die anderen erhalten es einfach irgendwie und häufen es dann eben an – irgendwie!?!
    Besonderes: Es wundert einem, dass diese Angestellten Ethik auch noch richtig buchstabieren können, ob sie es verstehen??????

  12. Immer wenn man meint, das Niveau könnte nicht weiter sinken, gibt’s von Hr. Hässig ein neues Kapital aus dem mehrbändigen Buch „Schlimmer geht’s nimmer“. Hoffentlich setzt irgendwann mal ein Umdenken in Schweizer Bankenszene ein.

  13. Nebenstory. Rohner sitzt so fest im Sattel, wie wenn ein Putin oder Erdogan dort halten würde.

    Wobei Putin doch eher Inkompetenz bestraft, und Erdogan Geisteshaltung.

    Von der Meinungsfreiheit her ist die CS (und viele Arbeitgeber auch) Erdoganien.

    Auch unwichtig. Sehr wichtig: die CS ist weiter auf Kollisionskurs mit der Wand des Eisbergs. Die Erkenntnis vom Freitag war: Die Aktionäre wollen es so!

    Sie wird aufschlagen wie eine Wassermelone auf dem Boden.

    Bereiten wir uns auf die Zeit danach vor!

    Übrigends fangen die Amis jetzt bei der UBS zu Fischen an. Der Orca spielt jetzt mit einer anderen Beute.

  14. Was? Nur 1st class? Dachte, die fliegen nur mit dem Privatjet in der Welt herum. Aber mal ganz ehrlich, möchte jemand von Euch einer dieser Leute als Sitznachbarn haben in der Economy oder Business Class? Lasst sie weiterhin in der ersten Klasse fliegen, dann sind sie unter sich.

  15. Die Leute sind doch nur konsequent und holen und genehmigen sich einfach was zu holen ist. Ob das hohe Boni sind, die der sackschwache VR zuteilt und die gleichgültigen Aktionäre absegnen. Oder Privilegien wie First und Luxusherbergen, auf die sie nicht verzichten wollen. Den Braten macht das alles nicht fett angesichts der ungeheuren Wertvernichtung, welche diese Leute ständig betreiben.
    So lange die bestimmende Mehrheit der Aktionäre gleich privilegiert lebt und in denselben (masslosen) Kategorien denkt wie unsere angestellten Topmanager, wird sich daran gar nichts ändern. Da kann LH dagegen anschreiben und dabei Neidgefühle befördern so lange er will. Ändern wird sich da rein gar nichts. Jedes Unternehmen hat eben das Aktionariat, das es verdient. Nur leider hilft das denjenigen, die sich an der Basis den Arsch aufreissen auch nichts …

  16. Nur First ? Wie ordinär ! Da gabs doch mal einen CS CEO der seine brasilianische Freundin mit dem CS Privatjet einfliegen liess

    • Die hatte auch einen Parkplatz in der CS Garage.
      Und während Sie am Shopping in der Bahnhofstrasse war wurde ihr Auto gewaschen, poliert und aufgetankt. Alles auf die Kostenstelle CEO als Beko! Und es gab sogar zwei Jets
      einer in ZH der andere NY das jeder Chef sofort einsteigen konnte.

  17. Ethik gibt’s bei der CS auf oberster Ebene nicht mehr viel, bzw. wird vor allem für die Wasserträger im Intranet plakativ platziert. Geld stinkt nicht, ist eher das Motto. Diese Bank ist zu Schlaumeierei des Top-Managements mutiert. Deren Leistungskriterien werden so angepasst, dass der Rubel immer rollt. Auf dieser Ebene hält es der Hürden-Urs für keine gute Idee, für vergangene Fehler geradezustehen. Die Mitarbeiter, die wegen des Spardrucks entlassen werden, sollen dieses Joch gefälligst für die Chefs tragen. Das hingegen scheint problemlos mit seiner abgehobenen Vorstellung von Moral und Ethik übereinzustimmen. Es scheint, als wäre Urs zu lange am ZFF verweilt und kann Realität und Fiktion nicht mehr trennen. Das Bouée nicht zu seinem Spielzeug stehen kann, spricht ja ebenfalls Bände.

    • …wenn man dann schon nicht für Schäden der Vorgänger geradestehen will, dann soll man auch nicht für die Erfolge der (Generationen von) Vorgänger(n) Boni kassieren und die Erfolge alleine auf sich reflektieren! Wenn alle Vorgänger bei der CS nur Käse produziert hätten, dann gäbe es gar keine grosse CS, die erlauben würde, solche Homunkuli ohne das geringste Härchen Skin in the Game in der GL derart generös durchzufüttern! Logisch und konsistent, oder?

  18. Gibt doch diese Bike to work Aktion, bei der die CS mal mitmachte. Vielleicht wäre eine Neuauflage fällig.

  19. Lieber Lukas. Lass für einmal gut sein. Zum einen, was nützen Geld und Macht wenn’s keiner sieht? Und zum anderen, soll Bouée etwa in einem Citroen oder Peugeot rumklotzen? Auch ich fahre Aston Martin. Macht einfach mehr Spass als in einem VW-Käfer. Lassen wir also die Mannen und Frauen mal durchatmen und schauen, was sie im laufenden Jahr so anstellen und erreichen. Und gelegentlich mal das eigene „Tun“ in der First re­sü­mie­ren, ist doch ganz in Ordnung. Leere Ränge in der First Class? Du würdest doch dann sofort die Frage aufwerfen, was denn mit der SWISS schief läuft.

  20. … als Zückerchen obendrauf darf er noch die Flugmeilen-Gutschrift selber behalten. Oder wurde das inzwischen bereinigt ?

  21. Mit solchen Psychokürsli verpackt als „Conduct & Ethics Workshop“ macht man noch den letzten Mitarbeiter dieser Finanzunternehmung kopfscheu.

    Gibt es dort ganz, ganz oben wirklich kein role model, der diese Prämisse vorlebt und Holzklasse fliegt?

  22. LH – das (Bild) ist nicht die First von Swiss! Aber sie nehmen es ja nicht so genau mit der Berichterstattung!!

    Wobei, auch Sie könnten es sich leisten; mit einem Jahreseinkommen von über 210’000 CHF und einem Vermögen von über 600’000 CHF

    Nicht schlecht was man mit IP so verdienen kann!!??

    • Selbst wenn Ihre Behauptung stimmen sollte, sehe ich das Problem nicht. Soweit ich weiss, lebt Herr Hässig weder auf Kosten der Steuerzahler, noch riskiert er mit seinem Verhalten dass der Steuerzahler potentiel mit Milliarden haften muss!

  23. Auf dass ich mich wiederhole: Der Kunde bestimmt und solange dieser Kunde bei der Bank bleibt, wird sich auch nichts ändern!
    Aber dafür geht es uns allen zu gut! Und wenn dem nicht mehr so ist, dann ist es zu spät……..

  24. Deshalb, und auch noch aus anderen Gründen, habe ich vor ca. 4 Jahren, nachdem die CS über 35 Jahre meine private Hausbank gewesen war, sämtliche CS-Konti zu einer Zürcher Regionalbank transferiert und sämtliche von CS gehaltenen Wertschriften verkauft. Einfach, weil ich mit der CS nichts mehr zu tun haben will. Ich vermeide es sogar, jemals einen der CS-Bankomaten zu benutzen. Keinen Cent sollen die mir mehr an mir verdienen!

    • die cs wollen keine kunden die weniger als 100.000 auf dem konto haben denn das ist ein verlustgeschäft also sind sie dankbar wenn sie gehen ein verlustgeschäft weniger

    • Gratulation! Herzlichen Dank, ganz genau dies ist der (einzige) Weg! Ich kann mir nicht erklären was in den Köpfen vorgeht, die noch immer (freiwillig!!!) Kunde von CS (oder UBS) sind. Haben die alle das Gefühl, dass irgendwann mal das grosse Geld zu Besuch kommt im eigenen Privatdepot?
      Auf Einsicht in der Teppichetage oder der Aktionäre kann man noch ewig warten, die wird nie eintreffen. Also ist der einzige Weg, das eigene „Konsumverhalten“ nach ethischen, und nicht nach monetären Richtlinien zu gestalten.

  25. Wie schrieb die „The Straitimes SIngapore“ am OCT 5, 2015, 5:00 AM bei der Amtseinführung von Herrn Thiam:
    As a politician in his native Ivory Coast, Mr Tidjane Thiam once had to live under armed guard after a military coup.
    During the restive period that followed, he took a drive without a security detail and was overtaken by a pickup truck loaded with machine- gun-toting rebels. He thought his life was over.
    Vermutlich hat Thiam nach seinen traumatischen Erlebnissen auf einem Pickup in Afrika nun das Verlangen Erstklass zu fliegen. Die Ethik-Schulung des Thiam-Intimus ist in der Tat sehr widersprüchlich.

  26. Wie sagte doch Multimilliardär Mateschitz (Red Bull) einmal?: Ich fliege oft Economy, da bekommt man ab und zu auch noch ein hübsches Mädchen zu Gesicht und nicht nur aufgeblasene Deppen. – Unternehmer und Milliardär eben, nicht Manager. Gell, MdP! 😉

    • Gutes Statement Peter Stalder.
      MdP hat übrigens ebenfalls aufgerüstet, hat sich ein neues Fahrrad angeschafft, und sogar ein e-Bike:-) Man sieht ihn nun öfters mit Mama am See entlang fahren; ohhh Küsnacht ich liebe Dich:-)

  27. Lieber Lukas Hässig

    Neid muss man sich erarbeiten, Mitleide kriegt man geschenkt.
    Es ist wahrscheinlich einfacher das top Management zu kritisieren als sich selber zu bemühen diesen weg zu gehen und sich nach oben zu arbeiten.
    Neid ist generell ein schlechter Begleiter, aber in der Schweiz leider weit verbreitet.

    • Neid? Niemand beneidet diese Leute, es geht um deren Vorbildfunktion in einer Krise – und da versagen sie sträflich!

    • Neid und Mißgunst ergibt sich nur in Beziehung mit Anderen – Kollegen, Mitarbeitern, Kunden, Aktionären, Geschäftsfreunden, Konkurrenten, Verbraucherschützern, etc.

      Jenseits der üblichen Scharmützel des Berufsalltags und frei von dererlei Negativem ergibt sich ein tiefes Gefühl des Glücks und der Freiheit, was die meisten in ihrem Leben leider kaum oder nur selten verspüren werden.

    • @Görg muss man denn immer gleich ein Neider und missgünstig sein, wenn man sich anderer Dinge im Leben erfreut als für einen Aston Martin? Es kenne viele Leute die könnten’s sich leisten, brauchen’s aber einfach nicht.

      Viele brauchen es halt um Ihr Ego und gewisse unter dem Deckel gehaltene Minderwertigkeitsgefühle zu kaschieren.

  28. Wer sich die Welt zwischen Firstclass und Strasse erklären will, muss (wieder einmal) die Film-Trilogie „Die Tribute von Panem“ anschauen.

    Oder noch besser: Die zugrunde liegenden Bücher „The Hunger Games“ der sensiblen Autorin Suzanne Collins sorgfältig lesen.

    Dann lassen sich viele aktuelle Vorkommnisse stimmig erklären und einordnen.

    Und wenn man sich darüber hinaus noch mit dem Lebenslauf und den familiären Hintergründen der Autorin auseinander setzt, dann fallen Schuppen von den Augen. Go ahead …..

    • Hunger Games? Hallo? Die echten Hunger Games lässt Patrick Hunger schon seit letztem Sommer bei der Saxo Schweiz spielen! Als ex-CS-Mitarbeiter weiss er ja bestens wie das geht.

  29. Man versehe mich mit Luxus,
    auf alles Notwendige kann ich verzichten.

    Oscar Wilde
    * 16. Oktober 1854 † 30. November 1900

  30. Also wenn ich manchmal auf den Flügen sehe, was für assoziale Leute ohne Manieren, sogar teilweise mit entsprechend schlecht erzogenen Kindern auf Langstreckenflügen schon in der Business-Class sitzen, kann ich das Top-Mgmt verstehen, dass es sich in der First abgrenzen muss.

    • Auf einem Swissair Erstklassflug passiert:
      Ein Erste Klasse Passagier (Ticket bezahlt durch die Bank versteht sich) lässt sich auf einem Langstreckenflug bedienen und verwöhnen (mit feinem Essen und viel Alkohol…) In der ersten Klasse war eine jüngere, sehr nette und aufgeschlossene Flight Attentant, welche eine Ihrer ersten Flüge in der 1st. Class absolvierte. Nachdem dieser oben erwähnte Passagier das junge Mädel auf dem ganzen Flug herumkommandiert und teilweise primitiv schickaniert hatte setzte er noch einen drauf. Kurz vor der Landung rief er die Flight Attentant nochmals zu sich und schrie durch die ganze Kabine: Fräulein; sagen sie mal seit wann hat die Swissair denn Bauernmädchen als Hostessen in der ersten Klasse angestellt? Ganz einfach erwidert die Flight Attentant; seitdem die Bauern Erste Klasse fliegen dürfen 🙂

    • Pilot.a.d: …und nur auf EINEM SWISSAIR flug passiert…..
      sonst nie mehr….und die swissair ist doch längst „history“!! Die PAX, die airline industry haben sich seither gewaltig verändert!!

  31. Lieber Lukas Hässig man weiss es ja, dass es so ist.
    Diese Leute wurden ja an der vergangenen GV wieder durch gewunken.
    Und daran wird sich nie was ändern solange die nicht gebremst werden,. Wem nützt also ihr Artikel?

    • LH handelt nach dem Prinzip „Steter Tropfen höhlt den Stein“.
      Und das finde ich gut so.

    • Gonzo der Grosse: Der Nutzen dieses Artikels zeigt sich womöglich auch langfristig. Viele MA, nicht nur der CS, lesen täglich IP und vernehmen wie sich die oberste Reiseführung, hier aus Frankreich und Afrika, aufführt. Da sie, die MA, aus nachvollziehbaren Gründen, firmenintern keine Kritik üben dürfen herrscht wohl verbreitet ein Konsens, dass LH solche Informationen öffentlich macht ! Im übrigen freut es mich, dass Rohner, Thiam und Cons. am Freitag eine Klatsche erhalten haben, leider hat es nicht für einen Rauswurf gereicht – aber der kommt sicher noch !

    • Nadelstiche sind Nadelstiche und die tun halt trotz der minimalen Wirkunh weh. Also nur weiter so.

  32. Jetzt sind diese angestellten Manager (also Nichtunternehmer) ohne „Skin in the Game“ also nicht einmal echte Führungskräfte, da sie von guter Führung – wie Figura beweist – keinen blassen Schimmer haben!!? – Ja was sind sie dann?

  33. Wasser predigen und selber Wein saufen, darum sind diese Leute auch so „glaubwürdig“.