Macho-Bank Vontobel: Home Office exklusiv für Chefs

Leiter Private Banking und Nr. 2 im Investment Banking arbeiteten lange von aussen – Aber 1 Tag Hausarbeit für Mütter? Nix da.

Georg von Wattenwyl ist seit 19 Jahren bei der Zürcher Familienbank Vontobel. Heute leitet er grosse Teile des erfolgreichen Vontobel-Geschäfts mit den sogenannten strukturierten Produkten.

Nun fand von Wattenwyl, dass ihm eine Luftveränderung gut tun würde. Er bat seinen Chef, Investment Banking-Leiter Roger Studer, um Home Office.

Klar doch, meinte Studer, bekannt geworden durch seine Bentley-Eskapaden. Seither erledigt von Wattenwyl, ein hoch bezahlter Banker und im Nebenamt Präsident des Struki-Verbands, seine Arbeit zwischendurch zwischen Kochtöpfen und Blumengiessen.

Die Bank dementiert. Von Wattenwyls Abwesenheiten seien „aufgrund regulärer Urlaubstage“ zustande gekommen.

Ein spezielles Home Office gabs für Georg Schubiger.

Schubiger ist noch höher gestellt als von Wattenwyl. Er leitet seit ein paar Jahren das Private Banking der Vontobel – jene Division, in der die Zürcher einfach nicht auf Touren kommen.

Umso wichtiger wäre, dass Schubiger vor Ort im Hauptsitz in Zürich zum Rechten schauen würde. Doch das war lange nicht der Fall.

Denn Schubiger weilte wochenlang in seinem speziellen Home Office. Es war zwar kein Privathaus, sondern ein Vontobel-Büro.

Aber jenes in New York. Dort hat die Bank einen Ableger.

Schubiger zog es letzten Herbst aus privaten Gründen in den Big Apple. Seine Partnerin, mit der er inzwischen ein Kind hat, wollte in die US-Metropole an der Ostküste des Kontinents.

Dass es sich bei Schubiger um ein Home Office handelt, würde daraus hervorgehen, wie sich die oberste Vontobel-Führung den privaten Wünschen ihres Private Banking-Chefs laut einer Quelle unterworfen haben soll.

Die regelmässige Sitzung der Geschäftsleitung hätten in jener Zeit nicht mehr am Vormittag stattgefunden, wie das üblich gewesen sei. Sondern nach dem Mittagessen Schweizer Zeit.

Dann war in New York Morgen und Schubiger erschien zur Arbeit – in seiner eigens hergerichteten Dépendance.

Diese Darstellung sei falsch, meinte heute die Bank. Die Sitzungen der Geschäftsleitung seien nicht auf den Nachmittag verlegt worden.

Schubiger und von Wattenwyl sind zwei der obersten Köpfe der Vontobel, die eine Zeitlang von zu Hause aus arbeiten konnten.

Für sie war Arbeitgeberin Vontobel rasch bereit, private Wünsche mit der Karriere bei der Bank unter einen Hut zu bringen.

Umgekehrt hiess es bei Vontobel für die „Normalos“ lange, dass Home Office nicht erwünscht sei. Das kriegten selbst Stellenbewerber zu spüren, für die Home Office fast schon eine Voraussetzung ist.

Mütter, die wieder ins Berufsleben einsteigen wollten.

Ihnen beschieden die Vontobel-Verantwortlichen auf deren Frage, ob sie am Freitag von zu Hause aus arbeiten könnten, weil dann ihr Kind nicht in die Krippe könne, dass dies leider nicht gehe.

Aus rechtlichen Gründen. Bankgeheimnis.

Nun hat sich die starre Haltung der Vontobel offenbar leicht aufgeweicht. Laut ihrem Pressechef Peter Dietlmaier ist Home Office für Vontobel-Banker unter bestimmen Bedingungen nun möglich.

Vontobel „befürwortet und unterstützt grundsätzlich flexible Arbeitszeitmodelle, um vor allem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern“, meinte Dietlmaier letzte Woche auf Anfrage.

Home Office sei aber nicht immer möglich.

Denn „gesetzliche Bestimmungen – wie beispielsweise das Bankgeheimnis und die damit verbundene Vertraulichkeit“, sie müssten „uneingeschränkt gewahrt“ bleiben.

Voraussetzung für Home Office sei auch, dass diese Form von Arbeiten für die Bank mit den „Arbeitsabläufen im Team vereinbar“ sei.

Das ist sie offenbar nicht, wenn junge Mütter wegen ihren Kleinkindern darum bitten.

Hingegen ist Home Office einfach mit den Vontobel-Ansprüchen vereinbar, wenn die Spitzenleute dies wünschen.

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51 Kommentare zu “Macho-Bank Vontobel: Home Office exklusiv für Chefs

  1. Was labert der Presse-Fuzzie von ‚Bankgeheimnis‘? Er meint wohl das Bankkundengeheimnis. Keine Ahnung von der Finanzindustrie aber immer schön ahnungslos und im vorliegenden Fall auch noch inhaltlich falsch argumentieren. Tolle Bank mit bestimmt wenig bis gar keinen weiblichen Führungskräften. Dafür werden die Kolleginnen von ihren Chefs sexuell belästigt. Auf so eine Bank kann der Schweizer Finanzplatz getrost verzichten.

    • Das sehe ich ganz anders! Kürzlich staute sich am Morgen die Autobahn ins Büro auf bis zu einer Stunde. So kehrte ich umgehend wieder nach Hause zurück und war um 08:15h online und produktiv, während ich sonst mehr als eine Stunde Zeit im Stau verplempert hätte. Home Office ist meine produktivste Zeit überhaupt, weil ich dort ungestört arbeiten kann. Den klaren Blick auf eine Sache sieht man dann, wenn man in Ruhe über etwas nachdenken kann, ohne Störungen von aussen (ähnlich der Meditation, wenn man zur inneren Ruhe gelangt). Nur schwache Manager von vorgestern beharren auf „Präsenz markieren“ und verschliessen sich den Vorteilen von „remote working islands“. Es macht – wie überall – die Dosis aus. Ich würde nie mehr darauf verzichten und halte meine Bereichsleiter an, ebenfalls von Zeit zu Zeit in Ruhe von zuhause aus zu arbeiten.

  2. Passt völlig. Arrogante, abgehobene Vorgesetzte. Mobbing geduldet, wenn nicht sogar gefördert. Oder wie sagt man dem was im Artikel steht? Verarschung? Schikane? Und die Worte des „Sprechers“: nichts anderes als wertvolle Atemluftverschwendung. Wäre an der Zeit, wenn diese Bank zugeht. Dann hat Scheidt Zeit, sich als Sonnenkönig der Absacker sorry, Banquiersvereinigung zu präsentieren.

  3. Das Private Banking von Vontobel ist ein inkompetenter Laden – unabhängig von Georg Schubigers Präsenz im Büro.

  4. Für einmal muss ich DuPont beipflichten. Es scheint wirklich, dass hier viele keine Ahnung von der Arbeit der Neuzeit haben. Es gibt die …
    1. Sachbearbeiter
    Die sollte man beliebig einpferchen. Meist sind sie überbezahlt und ersetzbar. Home Office und Mutter, heisst in diesem Fall: 1 Tag bezahlter Urlaub pro Woche.
    2. Die „Chefs“
    Meist irgendwelche kleinen Wichtigtuer, beliebig ersetzbar und meist überbezahlt. Diese müssen unbedingt dauernd im Office sein. Sie müssen dauernd von den wirklichen Chefs Befehle entgegennehmen können (ohne zu zucken und Kritik, bitte) und diese weitergeben. Hier gibt es auch viele „talentierte“ Frauen.
    3. Die Spezialisten
    Das sind die wirklichen Cracks, praktisch durch nichts ersetzbar und meist unterbezahlt. Gute Firmen und Chefs können ihnen jeden Wunsch ablesen und erfüllen. Sie sollen dort arbeiten, wo immer sie sich wohl fühlen. Cracks sind nie in Grossraumbüros anzutreffen (weil sie zu solchen Firmen gar nicht gehen).
    4. Die Big Bosse und Strategen
    Die sollten viel Zeit fürs Nachdenken, Golfspielen und ad-hoc Gespräche mit den Gruppen 1.-3. haben. Je mehr Vorort und mit alltäglichen Geplänkel belästigt, desto unproduktiver.

    • Mit dieser Einstellung gehörst Du zur besonderen Klasse der Totengräber des Kapitalismus. Du und dieser Alkoholiker DuPont, erklärt doch mal was Cracks sind. Sind das die, die die Subprime Krise angefacht haben? Oder ein Ospel? Ein Scheidt? DuPont oder gar Du? Oder wie all die anderen „Cracks“ heissen mögen. Ich halte diese Klasse von Menschen für charakterloses Gesindel, ohne Ethik und Moral. Armselige Krücken. Was bin ich froh, Typen wie Euch nur in solchen Foren wie dem hier ertragen zu müssen. Ihr seit Arrogant, Eingebildet und schlicht und ergreifend absolut unsympathische Zeitgenossen.

    • Cracks sind diejenigen, die wirklich arbeiten, hart arbeiten und – und das ist der grosse Unterschied – dazu noch wissen was sie tun. Und ja, das sind wenige. Sehr wenige.

      Der Rest sind alle anderen.

  5. Auch die Börse reagiert schon: UBS, CS, JB Aktien heute runter.
    Vontobel: nach oben!
    Lukas Hässig: guter Gegenindikator…

  6. Bei Marcel Ospel (ex UBS) wäre vielleicht Home Office angezeigt gewesen, er hätte dann möglicherweise etwas weniger Schaden anrichten können. Ps. gehört zwar nicht zum Thema, aber brennt mir immer noch unter den Nägeln: Weshalb wurde gegen Ospel nie eine Strafuntersuchung wegen ungetreuer Geschäftsführung eingeleitet?

    • Der damalige VR-Präsident, Kaspar Villiger, wollte keine Strafuntersuchung, weil sonst das Image und Geschäft der Bank noch mehr gelitten hätte. Zum Schaden der Aktionäre.

    • …Zudem dürfte die Beweislage sehr dürftig gewesen sein. Verantwortlichkeitsklagen oder auch Klagen infolge ungetreuer Geschäftsführung und/oder Sorgfaltspflichtsverletzung müssen sauber belegt und damit nachweisbar sein. Sonst ist die Sache nur Beschäftungstherapie und Geldvernichtung.

      Dummheit ist nicht strafbar. Auf keiner Ebene. Manchmal leider.

      Das beste Beispiel ist Swissair.

  7. die feine vontobel ist alles andere als fein! arrogante spitze ohne grund ohne leistungsausweis. Ich kenne die meisten dieser clowns.bsp basel seit jahren ein trauerspiel aber die fuhurngscrew verhaelt sich so als haetten sie das banking erfunden! die meisten banker haben es immernoch nicht verstanden, dass nicht sie die coolen und reichen sind sondern ihre kunden. Zum gluck haben die meisten kunden es verstanden selber ihr vermogen in die hand zunehmen. Was diese unnotig hochbezahlten clowns können, können wir schon lange! Daher mein fazit, lieber selber sich um sein vermigen kummern als es andere machen die es nicht koennen! P.s. ich weiss was ich hier predige, war selber lange bei vonti und pictet. ausser die kunden in teure mandate zu schleussen haben die keine anderen ideen. und die instransparenten strukkis von vontobel brauchen sie auch nicht zu berucksichtigen. Es gibt viele brookers mit besserem pricing. bye bye vonti, bye bye private banking switzerland

    • @Thjo: mit diesen „Kenntnissen“ der deutschen Sprache ist es absolut unmöglich, dass Sie auch nur einen Tag für „vonti“ und „pictet“, geschweige denn für eine richtige Bank (zu denen gehören vonti und picet definitiv nicht) gearbeitet haben. Ich empfehle: Migros-Klubschule „Deutsch für Minderbemittelte“

    • Aber Du hast die Rechtschreibung erfunden??? Bevor anderen Ratschläge erteilt werden, bitte vor der eigenen Tür kehren! Mir ist jetzt auch glasklar warum Du NICHT mehr bei Vontobel bist! Wenn Du selber nicht mehr durch Anlageprodukte siehst, schliesst das noch lange nicht auf diejenigen, welche sich damit befassen und auch verstehen!

    • @Recht Schreibung
      mhh Rechtschreibung ist ja so wichtig…. der Inhalt ist wichtig und nicht die rechtscgreibung. fehler passieren doch überall aber die Auswirkung ist bei einem kommtar lächerlich aber einen trade verhauen das könnte einen finanziellen Impact haben, also lass ihn doch einfach schreiben ich schaue auch nicht drauf, lieber schnell tippen dann habe ich zeit für wichtigeres aber bei dir scheint die Rechtschreibung wichtiger zu sein ev. ist dein Job völlig unwichtig..

    • aint no montain swiss enough + super verluderung in allen aspekten des biz-life.

    • Hans Vontobel – Bankier Patron Zeitzeuge. So tönt das Buch von Susanne Giger. Lang ist’s her.
      Seitdem geschieht gar Merkwürdiges. Sei es, dass Leute unerwartet von Bord gehen und gleichzeitig Neupersonal auf die Brücke gebeten wird, deren Leistungsausweis Gegenteiliges nahelegen würde.
      Oder dass -wie Thjo richtig anmerkt- ich mich als Kunde frage, wer jetzt eigentlich für wen da ist.
      Deshalb auch von mir: Au revoir private banking vontobel.

    • @Swiss Mountain
      Selbstverständlich sollte man (auch ich) grundsätzlich relativ tolerant in Bezug auf moderne Grammatik sein. Wenn ich mir aber bildlich vorstelle, wie der Verfasser dieses Kommentars, mit seinen Tastaturverhackern, seine Tickets abgesetzt hat, ist mir sonnenklar, warum er nicht mehr im PB tätig sein darf! Sorry für den letzten Schachtelsatz 🙂

    • @ Recht Schreibung: „Deutsch für Minderbemittelte“? Was hat das mit den Schreibfehlern zu tun? Und wie sie abschätzend über Minderbemittelte reden! Unglaublich!!
      Sie sollten sich was schämen!

  8. Junge Mütter mit Kleinkindern würden zu Hause sicher fleissig arbeiten. Ich lach mich schlapp. Träumt weiter. Wir hatten auch einen Mitarbeiter in der Abteilung, der war in der Midlifecrisis, hatte ein Kleinkind daheim und sagte immer, ich hole die Stunden nach. In Tat und Wahrheit sass er während dieser Zeit statt zu Hause mit Freunden in Bars am frühen Abend. Er wurde dann logischerweise entlassen, er hatte sich nicht im Griff. Ein anderes Unternehmen nahm ihn und was tat er: versuchte es einfach wieder. Er ist schon wieder entlassen worden. Einfache Mitarbeiter gehören nie ins Homeoffice.

    • Nett, dass Sie alle in einen Topf schmeissen. Vermutlich wären Sie derjenige, der an der Bar nochmals eine Stange bestellt? Ich meinerseits, Frau, in den besten Jahren, habe kein Problem mit dem strukturierten Arbeiten. Ich bin definitiv von zu Hause aus mindestens gleich effektiv wie im Büro. Allerdings ist Home Office nicht für jeden Tag geeignet. Das soziale Umfeld im Büro ist auch wichtig.
      Es geht hier um eine Vertrauenssache. Wenn also der Chef seinem MA nicht vertrauen kann, spiel es keine Rolle ob dieser im Büro oder @ home ist. ich kenne viele ehemalige Kollegen, die easy den ganzen Tag im blick.ch surfen anstatt zu arbeiten… das natürlich im Büro!
      Also Büropräsents ist nicht gleich effizienz arbeiten!

    • „alles was ich denk und tu, trau ich auch dem anderen zu“

      in der Tat ist Homeoffice auch stark an Charaktereigenschaften gebunden, aber es ist mehr als erwiesen, dass MA im Homeoffice oder mit einem grossen Homeofficeanteil, wesentlich produktiver sind“

      und btw. faule Leute arbeiten auch nicht mehr oder effizienter wenn sie im Office hocken, sie sind dann einfach irgendwie anwesend.

      p.s.: niemand ist organisierter als (arbeitende) Mütter mit Kindern und allein schon durch ihr Organisationstalent und Timemanagement gradezu prädestiniert für verlässliches Homeoffice.

    • @Headhunterin:
      Endlich eine Frau (Mutter?), die sich zum Thema äussert, und dann erst noch mit fundiertem Kommentar.

      Anstatt Millionen in die Ärsche von CEO’s VR’s zu blasen, die weder unternehmerisch denken noch für Ihr fragwürdiges Handeln haften, würde man mit dem Geld viel besser z.B. den Mutter- und Vaterschaftsurlaub massiv ausbauen. 14 Wochen, resp. 1 – 2 Tage sind ehrlich gesagt ein Witz! Oder eben auch Homeoffice fördern, dort wo es sinnvoll ist und eine entsprechende Loyalität und Vertrauensbasis vorhanden ist. Nur, wer fühlt sich der Loyalität verpflichtet, wenn er ein Leben lang krampfen, und dabei soviel „anhäufen“ kann, wie ein gewissen- und meinungsloser CEO-Dackel in einem einzigen Monat?

      Es scheint weit verbreitet zu sein, dass es weder die Eltern, die Gesellschaft, noch der Arbeitgeber interessiert, dass die ersten 1 – 5 Jahre im Leben eines Menschen die – mit grossem Abstand – prägendsten sind. Ist ja völlig egal wie die später herauskommen, die sollen einfach zu ihre Pflichtrolle als Wirtschaftssklave herangezüchtet werden, damit der Geldtransfer von fleissig nach reich ja nicht abbricht.

      Es gäbe tausend sinnvollere Investitionen, statt alles Geld als bedingungsloses Spitzeneinkommen an ein paar wenige nimmersatte Egomanen zu transferieren. Jedes System, in dem nicht der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht, wird früher oder später zwangsläufig scheitern.

    • @visionär

      so ist das – aber das sind nicht die einzigen Gründe für Homeoffice. Das geht viel tiefer.

      Immobilien/Büro: mit erhöhtem Homeofficeanteil können Unternehmen massiv Geld einsparen, da es nicht nötig ist teure Immobilien und gemietete first class Büros zu unterhalten. Das alles dient sowieso hauptsächlich dem Schein. Der Mitarbeiter oder/und auch Kunde hat hier keinerlei Vorteile. Davon abgesehen ist der Kunde definitiv glücklicher, wenn er exzellent bedient wird. Egal ob jemand dafür in Hintertupfingen auf einem Bauernhof sitzt oder am Strand. Make work great and done.

      Biorhythmus: durch starre Arbeitszeiten zwingt man extrem viele Menschen in Zeiten, in denen sie gar nicht wirklich produktiv und hochkonzentriert sind. Bringt niemandem was und schadet auf die Dauer von 10 oder 20 Jahren auch der Gesundheit. Dieses Thema fängt leider schon in der Grundschule an.

      Zudem kann man MA im Homeoffice sehr gut messen OHNE sie virtuell oder per Zugänge zu kontrollieren. Das Ergebnis zählt. Und wer keine Ergebnisse bringt muss eben auch irgendwann gehen. Nicht nett, aber so ist das Leben.

      Und ja ich habe tatsächlich Kompetenzen in diesem Bereich. Nicht nur aus eigener Erfahrung (meine Kinder sind nun gross, trotzdem arbeite ich extrem viel im Homeoffice oder auswärts), sondern auch aus beratender Tätigkeit.

      Da ich internationale Erfahrung habe, sehe ich sehr gut wie eklatant besser es in manchen Ländern funktioniert. Und vor allem wie selbstverständlich damit umgegangen wird.

      Natürlich geht das leider nicht in allen Berufen, aber wo es irgendwie möglich ist, sollten Unternehmen das fördern. Dazu bedarf es Führungskräfte die von ihrem Egotrip runterkommen, loslassen können, Hierachien verändern. Wer dazu nicht bereit ist gehört eigentlich von Unternehmensinhabern respektive Aktionären gefeuert. Denn es zeigt eine egomanische starre Haltung und pure Angst vor Veränderung.

      hierzu gibt es ein schönes Buch. Schon etwas in die Jahre gekommen, aber immer noch sehr lesenswert:

      https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/karriere-und-selbstmanagement/morgen-komm-ich-spaeter-rein/11263?st=RELATED&si=28096

      und ansonsten höre ich ja nicht auf folgendes Buch wirklich möglichst vielen ans Herz zu legen – Schwarmdummheit ist mit einer unserer grössten Feinde in der Arbeitswelt .

      http://www.campus.de/buecher-campus-verlag/gesellschaft-wirtschaft/wirtschaft/schwarmdumm-9655.html

  9. „1 Tag Hausarbeit für Mütter“. Als ich das gelesen habe, hab ich vor Lachen meinen Inglenook Cabernet Sauvignon in mein Aquarium gespuckt. Jetzt darf ich wieder ein frisches Dutzend Neptune Groupers bestellen.. naja, dafür gibt’s für Walti Waran ein Festschmaus heute.

    Zum Thema: Wieso in aller Welt sollte eine denkende, lebende Entität JE einführen, dass Mütter einen Tag Homeoffice erhalten? Hausarbeit ja, das ist das was sie tun, nachdem sie vom Büro heim kommen. Aber Homeoffice? JEDER weiss doch, dass dann die Mütter damit beschäftigt sind eimerweise Kinderschokolade in den Windeln zu putzen. Wenn die kleinen nicht gerade beschäftigt sind alles braun oder gelb einzufärben, dann wird Muttis Ohrkanal auf die Zerreisprobe gestellt. Wieviel Dezibel wird über wie lange ertragen? Sobald Mutti findet es ist Zeit sie abzulenken, es fertig bringt sie anzuziehen um kurz rauszugehen: Nö, jetzt wird geschlafen.
    Spätestens dann ist die Homeoffice Mom ein zitternder Haufen, kurz vor dem Zusammenbruch, und am nächsten Tag im Büro nicht mehr belastbar. Die Burnout Schwalbe folgt dann bald mal, das Geschäft darf blechen. Ah, und natürlich wurde am Homeoffice Tag so viel Arbeit erledigt wie in einer Bäckerei, die von Katzen geführt wird (Katzen sind dumm). Mit dieser idiotendämlichen Idee also gleich mal aufhören. Mütter und Homeoffice passt zusammen wie eine übersensible Emanze und ein betrunkener Matrose.

    Nun, zu den Chefs. GENAU da macht natürlich Home Office Sinn. Die wichtigsten Köpfe von grösseren Unternehmen müssen sicherstellen, dass Ihr Talent die richtigen Entscheidungen zu treffen, und natürlich vor allem die Arbeit möglichst schnell weiterzudelegieren, bestmöglich genutzt wird. Und das geht nur in einer Umgebung, in der man sich wohl fühlt.
    Klar, kann man sich ein grosses Büro mit Sicht auf den See geben lassen. Und klar macht es Spass zu sehen, wie die Ameisen und Blattläuse (sprich Nicht-Kader) in kleinen Räumen zusammengepfercht oder gar in Grossraum Büros wie Vieh den lieben langen Tag lang ihren Kaffee Atem und Milch Fürze gegenseitig einatmen müssen, während stetig das Asbest auf sie nieder rieselt. Dennoch, um sein Talent richtig entfalten zu können, muss man den Ushak unter den Zehen spüren und über die Grand Enigma Earl Hines klimpern hören. Doch was versteht Ihr Fadenwürmer schon davon.

    Fazit: einmal mehr kein Skandal, sondern gesunder Menschenverstand am Werk. Natürlich sind die ärmsten Losers unter Euch (<300K/Jahr) empört, weil Sie überrascht sind, dass man trotz wenig Leistung, nicht einfach alles auch haben kann, doch mit der nächsten Entlassungswelle ist dieses Problem beseitigt. Eine Entlassungswelle, die uns entspannt im VIG Krokodilleder Sofa in den Sinn gekommen ist… Earl Hines sei Dank!

    "Liebe ist wie eine schöne Frau – man kann sie kaufen" – Marcel Du Pont, Milliardär Extraordinaire, Geschäftsmann, Realist.

    Neu jetzt auch auf Twitter, Marcel Du Pont klärt die Welt auf:
    https://twitter.com/Marcel_Du_Pont
    https://www.facebook.com/marcel.dupont.9849

    • @MdP:
      D’accord: Homeoffice mit Kleinkind(er) ohne zusätzliche Betreuung ist unmöglich. Ohne Kleinkind(er) in passender Räumlichkeit spricht jedoch überhaupt nichts dagegen. Dies würde auch die elendige Pendlerei auf Strasse und Schienen etwas Reduzieren und gleichzeitig den Energieverbrauch reduzieren.

      Homeoffice ist schlussendlich eine Frage des Vertrauens und der Loyalität. Loyalität kann man sich erkaufen, Vertrauen jedoch nicht – genauso wie man sich Schönheit erkaufen kann, jedoch keine (Herzens-)Liebe!

      Statt Earl Hines auf’m VIG Krokodilleder Sofa geht auch Oscar Petersen in der CHF 80.- Hängematte! Da hat man olfaktorisch ebenfalls seine Ruhe und allfällige Flecken vom Cabernet Sauvignon wäscht man einfach wieder weg. Cheers!

    • M du Pont: Haben sie die Busse für illegale Müllentsorgung schon erhalten und um Ratenzahlung gebeten?

  10. Haessig ist offenbar ein erfolgloser Ewiggestriger, welcher noch nie etwas von neuen Arbeitsmodellen gehoert hat. Vontobel ist und bleibt eine erfolgreiche Bank, welche nur mit solchen „Velostaender- oder Pissoirgeschichten“ eines Erfolglosen angegriffen werden kann. Die Wirkung ist gleich NULL und solche Erguesse eines Neiders perlen bei ihnen ab.

    • @ Vreneli. unbedarft wie Dein Vorname ist Dein Kommentar. Nähe zu McKinsey kann Dir niemand vorwerfen.
      Was heisst erfolgloser Ewiggestriger? Immerhin hat er eine Klage der CS am Hals und einer Abstimmung zum Durchbruch verholfen. L.H. schafft es, dass Finanzkreise jeden Morgen als erstes IP aufschalten und aufatmen, wenn sie verschont werden und sich freuen, wenn die Konkurrenz in die Pfanne gehauen wird. Wirkungen können – müssen aber nicht zwingend entstehen. Und in Sachen Ergüssen: 50 Minuten nach Erscheinen schon 14 Kommentare:

    • @Vreneli von Guggisberg:
      ich kann diese „Neid-Keule“ ehrlich gesagt nicht mehr hören!
      Es gibt offenbar eine Vielzahl von Menschen, die sich nicht vorstellen können, dass es Wesen der menschlichen Gattung gibt, für die es wichtigere Dinge im Leben gibt, als möglichst viel Geld und Konsumgüter anzuhäufen, die zum überwiegenden Teil völlig überflüssig sind. Und diese Menschen müssen dann ihren eigenen Neid auf andere projezieren…

      Mein Haus, mein Boot, mein Auto, mein Konto – sorry, das ist einfach nur noch krank! Vielleicht mal „The Meaning Of Life“ von Monty Python reinziehen. Vielleicht können Sie auf humoristische Weise dem eigentlichen Sinn des Lebens etwas abgewinnen…

  11. Ein Chef hat gefälligst präsent im Betrieb zu sein! Fragen beantworten, coachen, fachlich unterstützen, Probleme entschärfen, motivieren usw. Wie will man das vom Homeoffice – und erst noch in einer anderen Zeitzone – aus tun?
    Die sollten mal bei einem x-beliebigen KMU Chef ein paar Tage in die Lehre gehen!

    • Sie beschreiben die Unterhunde, die wir oben anzustellen pflegen. Richtig, die sollen anwesend sein und sinds ja auch.

      Doch hier geht es um uns. Die Tüchtigen, die das Herz des Unternehmens darstellen. Es ist in Ihrem Interesse, dass wir uns wohl fühlen und ausgeruht sind. Denkarbeit ist nicht so simpel wie Ihre tägliche Fliessbandarbeit, Herr UnterChef.

      Also weiter so. Wir brauchen Sie als Puffer zwischen dem Wurmvolk und uns. Sowohl logistisch wie auch physisch und vor allem aber auch olfaktorisch.

      Vielen Dank

      „Auch Würmer sind wichtig. Einfach nicht für uns. “ – Marcel Du Pont

  12. Was ist nur in den Haessig gefahren? Spuert er etwa den Vollmond? Oder leidet er an fruehzeitiger Vergreisung? Degeulant dieser Artikel und eher der Klatschpresse angemessen. Der Anfang vom Ende von IP?

    • …frühzeitiger Vergreisung… Der Anfang vom Ende von IP… – seltsam?
      Das anscheinend bei Vontobel mit zweierlei Mass gemessen wird ist doch offenkundig – jetzt verunglimpfen Sie einen Menschen der zumindest dieses skandalöse Gebahren einiger angestellten Banken-Nichthafter, öffentlich macht.
      Ich frage mich, sind Sie zu heiss gebadet worden, oder in welchem Stadium ist diese entsetzliche Kranheit, die Sie scheinbar befallen hat?

  13. L.H. und wieder kommt der Erfolglose durch. Musst dich eben hocharbeiten, dann kann man auch ein paar Extrawürste herausholen.

    • Und genau Du scheinst die Ober-(Extra-)-Wurst zu sein, nicht wahr?! Null Ahnung von Führung, aber sich gerne als Führungskraft bezeichnen und bezahlen lassen. – Die Mickey-Mausisierung in den CH-Führungsetagen frisst sich leider immer weiter.

    • Ahaha,
      Gerade bei UBS sprechen Sie von hocharbeiten…. in der letzten 30 Jahre kenne ich vielleicht 1 oder 2!
      Dort genau, wo die Leute durch Beziehungen, Filz, Parteizugehörigkeit, Augen schliessen und LA, oder Trickerei befördert worden ist. Bitte, bleiben Sie realist und sagen die Wahrheit oder in ihre unnötige Führungskurse haben Sie nicht von Peter- oder CEO- Prinzip gehört!
      Pantha Rei, ergo sum!

  14. Ein bewährter Weg für inkompetente Manager, sich den Untergebenen physisch entziehen zu können. Chefs sollten vor Ort sein und motivieren, wie auch Unterstützen. Leider sind das Manager/Söldner und keine Enterpreneurs.

    • Sie haben recht, es muß endlich eine gesetzlich manifestierte persönliche Haftungsklausel für Bank-CEO’s geschaffen werden und zwar bei nachweislicher Unfähigkeit mit produzierten Verlusten – DIE HAFTUNG MIT HAUS UND HOF!

    • @zar: das gabs ja. bei den sog. privatbankiers. das waren personen mit persönlicher, unlimitierter Haftung. Und wieso gibt’s solche Leute heute wohl nicht mehr?