Lars Windhorst bringt Julius Bär in Bredouille

Deutschem „Wunderkind“ wird Privatjet beschlagnahmt – Bei Julius Bär mit Durchlaufkonten – Schweiz-Chef Rossi als Betreuer.

Lars Windhorst machte zwei Mal Pleite. Jedes Mal stand der Financier wieder auf und vergrösserte den Einsatz.

Nun sieht es wieder schlecht aus für den Deutschen. Gemäss Financial Times wurden ihm sein Privatjet und weitere Aktiven beschlagnahmt; dies auf Richteranordnung nach einer Zivilklage.

Windhorst dementiert die Beschlagnahmungen. Er und die Gegenpartei seien in Gesprächen, um die Klagen zu lösen.

Zuvor hiess es, Windhorst hätte sich mit der Belize-Gesellschaft Romanello des Russen Len Blavatnik geeinigt.

Bei Romanello und den laut Financial Times vorgefallenen Beschlagnahmungen handelt es sich nur um die Spitze des Eisbergs.

Windhorst und seine Muttergesellschaft Sapinda gerieten nämlich zuletzt oft in Rechtsfälle, aus denen sie sich herauskaufen mussten: mit Norwegern, der italienischen Generali, dem erwähnten Russen-Milliardär.

Windhorst war trotzdem ein gern gesehener Kunde auf dem Finanzplatz Zürich. So war er lange wichtig bei der Zürcher Falcon Private Bank.

Von dort ist zu hören, dass seine Bedeutung in den letzten Monaten und unter neuer Führung stark abgenommen hat.

Nicht bekannt war bisher, dass Windhorst auch ein Grosskunde einer anderen wichtigen Privatbank rund um den Paradeplatz war: der Julius Bär.

Dort war Windhorst aktiv mit privaten Konten. Ob diese immer noch bei der Julius Bär liegen oder ob die Gelder inzwischen abgezogen wurden, ist nicht bekannt.

Über die Privatkonten von Windhorst liefen immer wieder Transaktionen, die intern zu reden gaben.

Sie beschäftigten eine Vielzahl von Bär-Leuten: die Betreuer an der Front, die Kontrolleure in der Compliance, die obersten Manager.

Laut einem Insider hätten 20 bis 30 Leute von den Windhorst-Konten gewusst.

Windhorst musste bei Bär Fragen beantworten, woher das Geld – es ging bei den Transaktionen oft um zweistellige Millionensummen – stammte und wofür er es verwendete.

Die Fragen wurden deshalb laut, weil das Muster stets das Gleiche war. Die Gelder flossen auf eines der Windhorst-Privatkonten und wurden von dort nach kurzer Zeit abgezogen.

Die Überweisungen kamen einige Male von Geschäftspartnern von Windhorst und seiner Sapinda. Darunter waren viele vermögende Scheichs aus dem Mittleren Osten.

Sapinda und Windhorst finanzierten sich sich mit speziellen Bonds, also Obligationen. Windhorst gelang es immer wieder, Geldgeber für seine Projekte – er tätigt weltweite Beteiligungen – zu finden.

Bei Bär wurde Windhorst von der obersten Etage betreut. Gian Rossi, der seit einem Jahr den Geschäftsbereich Schweiz leitet, war auf Managementstufe für Windhorst zuständig.

Rossi war zuvor Chef für Nord- und Osteuropa. In dieser Funktion hatte er die Verantwortung für England. Dort, nämlich in London, sass Windhorst und führte sein Imperium.

Windhorst reagierte vor ein paar Wochen auf eine ihm zugestellte E-Mail. Diese lautete:

„Seit unserem letzten Austausch gab es viele kritische Artikel über Sie. Immer wieder wurde Ihre finanzielle Solidität thematisiert. Nun erfahre ich von Konten bei der Zürcher Julius Bär, die Sie als „Durchlauferhitzer“ nutzten. Es kam viel Geld rein und floss gleich wieder weg, in Flugzeuge, Jachten.

„Darf ich Sie fragen, ob das zu Fragen wie Geldwäscherei und Ähnliches geführt hat und ob Sie am Ende die Beziehung zu J Bär auflösten?“

Windhorsts Antwort fiel kurz aus.

„Gerne wiederhole ich das sich zu meinen Beziehungen mit Schweizer Banken in den letzten Jahren und Monaten nichts geändert hat und im Übrigen kann ich private Bankbeziehungen nicht öffentlich kommentieren.“

Für Bär ist Windhorst nur einer von vielen „heissen“ Kunden. Die weiteren heissen Pierin Vincenz und sein Kompagnon Beat Stocker, der Bündner Remo Stoffel, die Fifa-Riege, viele Petrobras-Involvierte, Leute rund um PDVSA, das ist die Ölgesellschaft Venezuelas.

Die Finma liess durch Deloitte, eine Beraterin, die Kunden und Konten dieser bekannten und teilweise umstrittenen Personen und Firmen durchleuchten. Um den Deloitte-Bericht entstand eine Kontroverse.

Die Bär-Leute waren mit dem explosiven Fazit der Deloitte-Untersucher nicht einverstanden. Sie setzten sich dagegen zur Wehr.

Am Ende sei die Finma als Aufsicht zurückgekrebst, schrieb die NZZ mit Bezug auf einen Bär-Banker.

Das wäre brisant. Wenn Bär in Bern kritische Untersuchungen stoppen kann, dann werden die Falschen geschützt.

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51 Kommentare zu “Lars Windhorst bringt Julius Bär in Bredouille

  1. Die Probleme sind wohl der Performance-Peak:

    http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/lars-windhorst-ich-habe-jetzt-meinen-performance-peak-erreicht/20174424.html

    Der Umstand, daß der Artikel noch nicht gelöscht wurde, ist ein Anhaltspunkt dafür, daß die Behauptungen darin der Wahrheit nahe kommen.

    Siehe auch den Stand und die Entwicklung der Anleihenkurse diverser Investmentgesellschaften mit Beteiligung von Herrn Windhorst:

    http://www.finanzen.net/anleihen/a1znkv-sapinda-invest-sarl-anleihe

    http://www.finanzen.net/anleihen/a1g4z1-ichor-coal-anleihe

    Er sollte inzwischen die Lebenserfahrung besitzen, daß ein guter Investitionszeitpunkt stets dann ist, wenn Leute wie er scheitern.

  2. Gina Rossi sollte den Windhorst in den Wind schiessen. Zu viel und dazu heisse Luft ist bekanntlich nicht gut. Führt in der Regel zu Blähungen und wie bei Ballons mit heisser Luft gefüllt, drohen sie zu platzen. Also, lieber weniger Luftikusse und mehr Erdung, wie man das unter Bündner. Eher gewohnt ist!

  3. Lars Windhorst und der immer braungebrannte Bär-Italo Gian Rossi passen doch hervorragend zusammen! Sind für mich beides keine seriösen gebildeten Geschäftsleute sondern eher unter der Rubrik Nepper, Bauernfänger… Und beide machen einen höchst arrogangen Eindruck auf mich. Beide segeln sehr hart am Wind, mindestens einer der beiden wird untergehen..

    • Ist Rossi nicht Schweizer aus Graubuenden. Habe bis jetzt also nur gutes von Ihm gehoert. Braungebrannt heisst nicht, dass er auf einer Privat Jacht in der Karibik rumhaengt… braun wird man auch in der Schweiz beim wandern oder skifahren…

  4. Julius Bär ist also nun als Schwarzgeldbude enttarnt. Das hätte ich nie und nimmer gedacht. Aber gell, diese Asset Manager tun halt alles mögliche um zu überleben. Die „Schweiz“ tut nicht gut, sich als Musterschüler hinzugeben und so laufendes Geschäft abzuwürgen!

  5. Würde man die IP-Beiträge mit einem Quant-Modell analysieren, fände man wohl einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Erwähnung von „Deutschen“ und der Anzahl von Kommentaren. Willkommen bei den Xenophoben.

  6. Ein Durchlauferhitzer ist wohl eher die FINMA als Schweizer Bankkonten.

    Zumindest kommt da meist nur heisse Luft raus.

    • Heisse Luft? Die könnte man wenigstens im Zuge der Energiestrategie 2050 gebrauchen.
      Leider ist alles, was die FINMA produziert, maximalst ein laues Lüftchen. Da bewegt sich noch nicht mal das Windrad von Bastien Girod’s Kleinstem.

  7. Gewagte Sache überhaupt, dass man sich bei der Vorgeschichte von Herrn Windhorst, überhaupt auf ihn eingelassen hat!? Vermutlich sind aller guten Dinge ja bekanntlich drei!

  8. Einige Systeme erfordern einen stetigen Strom von Geld von neuen Investoren um sich fortzusetzen. Sie neigen dazu, zu kollabieren, wenn es schwierig wird, neue Investoren zu gewinnen oder wenn große Investoren Bargeld fragen.

  9. Wenn es ein Gesetzesverstoss vorliegt, dann wird auch für die JB handeln. Wenn die Banken aus reiner Reputationsangst Beziehungen aussortieren, dann kann man jeden Bankkunden diskreditieren und ihm die Bankgrundlagen entziehen. Auch den Gutmenschen, die in diesem Forum sich empört geben.

  10. Bei einem „faulen“ Kunden kommt heute der Berater der Bank an die Kasse. Dabei ist es offensichtlich, dass er nicht für Pleiten und Untaten verantwortlich sein kann und darf. Früher wurden Berater gelobt, wenn sie z.B. den Schah von Persien als Kunden nennen durften, dessen Telefonrechnungen in St. Moritz wurden vom Bund beglichen bis er in Ungnade fiel. Da wurden die involvierten Bänkler, aber nicht die Herren in Bern, an den Pranger gestellt, weil sie einen (über Nacht zur Perona non Grata) Kunden betreuten. Ein weiterer Artikel von LH, welcher gegen eine Schweizerbank gerichtet ist und eine reine Effekthascherei und Quotenjagd darstellt. Mal ehrlich LH, wenn sie nichts besseres zu schreiben haben, lassen sie einmal einen Tag ohne „gesuchten Erguss“ ihrerseits verstreichen. Frühere Fans von ihnen würden es ihnen verdanken!

  11. Was unsere Banken für solche Kunden brauchen, sind festgeschriebene und logische Grundsätze der FINMA, die in jedem Fall immer gleich anwendbar sind.
    Ebenso sollte die FINMA mehr Macht kriegen, solche Gelder zu beschlagnahmen. Wie die Amerikaner müssen unsere Behörden in Fällen solchen Geldwäschereiverdachts die Möglichkeit erhalten, empfindliche Bussen für Kunden auszusprechen. Je nach Schwere des Falls sollte der FINMA erlaubt sein, von 50 % bis 100 % der betreffenden Summe zugunsten unserer Staatskasse zu beschlagnahmen, was im Falle von Venezuela und Russland durchaus 100 % sein darf, da die dortigen Behörden korrupt bis ins Mark sind und unserer Justiz in solche Fällen nicht helfen.
    Sollte die Schweizer Bank ihren Kunden davor warnen, gibt es empfindliche Bussen für die Bank und den Verlust der Position für die betreffenden Kader. Arbeitet die Bank dagegen nach Gesetz mit der FINMA vertrauensvoll zusammen, wird sie mit einem erklecklichen Teil der beschlagnahmten Summe entschädigt.
    Kommen dann noch ausländische Gelder aus Drittwelt-Staaten in die Schweiz? Wahrscheinlich wird dieser Zufluss nicht abnehmen, wenn diese Kunden sich nicht direkt bei der Staatskasse ihres Landes bedient haben und deswegen das Schweizer Gesetz fürchten müssen. Sie können ja Banken in Panama und Liberia benützen, sie müssen dann halt dort aufpassen, dass ihre Gelder nicht über Nacht gestohlen werden.

    • Grober Unsinn, den Sie da schreiben. Bitte kommen Sie in der realen Welt der 7-8 Milliarden Menschen an. So wie es sich das Schweizer Systemhirn denkt, so funktioniert die Welt leider nicht.

    • Auf Verdacht hin eine Busse aussprechen? Na dann gute Nacht. Mir ist nicht bewusst, dass es im Falle Venezulea generelle (ausser Maduro) Sanktioen gibt, hab ich da etwas verpasst? Die USA ist ja ein super Beispiel.. Delaware etc. mal darüber nachgedacht, dass die USA versucht uns hier im Europa auszutrocknen? Kleine Tip am Rande: mal über Nevada nachdenken, zB. für was die grossen Cash flows der Kasinos benützt werden können? Ich bitte daher um etwas mehr Objektivät.

    • Jakob Musikant. Sie wollen also, dass sich die Schweiz mit der bisherigen Geldwäscherei-Verordnung, wo die Behörden nur Kosten haben und die Banken nie genau wissen, wie weit sie gehen können oder sollen, weiterhin gültig ist. Wo eigentlich zuletzt der blanke Opportunimus regiert und jede hergelaufene Autokratie mit uns machen kann, was sie will.
      Auch wir als Bürger des kleinen Landes Schweiz haben unseren Stolz. Sie sind aber gewillt, dass die Schweiz weiterhin herum gestoßen wird, wie dies beim kürzlichen Russland Fall war, wo eine korrupte Ministerin und Putin Freundin Dutzende von Millionen Franken für sich abzweigte, die Schweizer Behörden aktiv wurden und am Schluss als Volltrottel dastanden und Prügel von der Moskauer Justiz erhielten. Die Dame konnte natürlich ihre Millionen CHF behalten und zahlte nichts für den Aufwand der Schweizer Behörden. Wenn Sie ein solcher Schweizer Bürger sein wollen, bitte erklären Sie solche Fälle im Ausland und lassen sich dabei bemitleiden und auslachen. Ich bin nicht besonders scharf darauf. Ist die Schweizerische Staatsangehörigkeit ein Lach-Objekt, bei Ihnen darf es wohl so sein?

    • @Rolf Zach
      Es sind solche träumerisch in der Ballenberg-Schweiz herumwandelnden Leute wie Sie, die aus der CH-Staatsangehörigkeit das gemacht haben, was sie heute ist:
      etwas, wofür man sich mittlerweile in manchen Teilen des Planeten schämen darf.

  12. Bär ist in mehrere schwere Fälle von Geldwäscherei verwickelt und schadet damit dem Ruf der Schweiz.
    Der Bundesrat muss die Verantwortlichen nach Bern vorladen.

    • … vorladen, und zwar inklusive Branson.

      PS: Bei den Fällen geht es nicht nur um Geldwäscherei – es hat auch Tote und „Vermisste“ gegeben (z.B. Bruno Manser und andere bei 1MDB)

  13. Ein windiger Geschäftsmann arbeitet mit einer windigen Schweizer Privatbank zusammen, die gerne wegschaut statt nachfragt. Etwas viel Wind um einen Vorgang, der nicht weiter erstaunen dürfte.

  14. Bei deutschen Banken ist dieser Herr schon lange persona non grata.
    Mit der Platzierung Air Berlin Anleihen hat der Herr dann seine letzten Kunden verprellt.

  15. Wohl nur noch Compliance-bekloppt, das CH-Bankwesen! Will man überhaupt noch Geschäfte machen oder bloss noch Sparbatzeli für (zukünftige) Rentner in teure Bankprodukte aus der Dritten Reihe umwursten und so Schafe billig abzocken?
    Geschäften hat mit der Wahrnehmungsfähigkeit von Opportunities zu tun, da sind oft schnelle Kapitalflüsse erforderlich und da können umständliche Compliance-Clowns nur massiven Schaden verursachen. Frechheit, wenn Rundumwohlfühlversorgte bzw. Bankangestellte hier dann verantwortungslos herumwichsen. Im übrigen geht es die Bank einen feuchten Käse an, in welche Projekte der Kunde sein Geld, auf dem die Bank ja bereits Gebühren abgegriffen hat, investiert. Kein Wunder auch, fällt das Wirtschaftswachstum immer tiefer aus: Das Compliance-Gewichse im Intermediärsektor Bank ist ein wesentlicher Bremsklotz.
    Noch ein paar Gedankenanstösse zum Thema und seiner – wenn schon – inkonsequenten Behandlung: Welche Automarke fährt der Mafiaboss? Welche Luxusuhr trägt er am Handgelenk? In welchen Ländern vertreibt ABB seine Grossanlagen und wie werden dort wohl Aufträge vergeben (get real and cut through the BS!). Wo lässt der russische Magnat oder Politiker seine Freundin optisch tunen, wenn nicht in einer CH Klinik. Alle diese Firmen, von der Automarke über die Uhrenmarke, ABB (als Beispiel) und die Klinik sind alles erstklassige Kunden der Banken. Ihre Umsätze zahlen Löhne von Tausenden von Angestellten, die wiederum hier konsumieren und Steuern bezahlen. Also selbst unter den Löhnen der Staatsangestellten stammt – unter konsequenter Betrachtung – ein grösserer oder kleinerer Teil der Früchte vom Verbotenen Baum. – Und keiner merkt es.
    Also, liebe Leute, werdet vernünftig und spart Euch 80% der Grottenolme in den Bankcompliance-Abteilungen. Die sind nämlich eh für die Füchse und haben keinen Durchblick zur Thematik.

    • Bruder, ganz großes Kino. Kann jeden Deiner Sätze unterschreiben. Einer, der es verstanden hat… Gruss Max

    • Ich denke, wir sollten uns definitiv 100% solcher kontaminierter grauer Mäuse sparen resp. diese schnellstmöglich in Ihre Löcher zurück spedieren.

    • @Maus: endlich mal einer mit Durchblick. Merci. Viele dieser Schweizer Musterschüler haben beruflich leider nicht mehr als ihr Schweizer Amtsstübchen gesehen und haben keine Ahnung wie auf der Welt (CH Wirtschaft mit 70% Exportanteil..) gewirtschaftet wird und wie auch unsere Weltkonzerne im Wettbewerb geschäften. Ist leider nicht der Streichelzoo wie in der beschaulichen Schweiz der „Beamten“ und vollversicherten An- bzw. Abgestellten, die oft nicht wissen, wie und wo ihr Lohn erwirtschaftet wird. Er kommt ja monatlich pünktlich aufs Konto, so dass all den Wohlstandsverpflichtungen wie Häuslerate, Auto-Leasing, KK etc. nachgekommen werden kann, also ist alles solange gut. – Wake-up Call wird kommen.

    • Danke Graue Mais, endlich jemand der es auf den Punkt bringt! Geht in den Compliance/Legal Abteilung nicht mehr um Einhaltung GWG/ALM, sondern um Festigung der eigenen Machtposition im Hause (egal welche Bank). Wobei ich zu einem gewissen Grad nachvollziehen kann, dass Cash in und sofort Cash out überall die roten Lämpchen blinken, sofern kein reales Projekt vorgänig präsentiert werden kann.

    • Graue Maus scheint RM zu sein, meist unfähig die Konsrukte der Kunden zu verstehn, geschweige die fehlerhaften Briefkasten-Firmendokumente selbstständig zu prüfen. Dafür kassiert man dann mit Bonus ne 3tel Mio. Jahressalär und kann FATCA von QI und AIA nicht unterscheiden. Die VSB kam dabei vom Verein der Salamibürger, wobei man selber Mitglied der gut behüteten Bankiervereinigung ist.
      Die Kohle kommt vom Kunden, und nicht vom eingebildeten RM, od. Comliance.

    • Vielen Dank für den Kommentar, den ich bis auf wenige Sätze absolut gelungen finde. Erlauben sie jedoch, dass ihre typisierte Darstellung hinsichtlich Compliance nicht ganz fair ist. Ich selbst und einige Kollegen versuchen Compliance als Chance umzusetzen und das Business aktiv zu unterstützen. Sie können sich nicht vorstellen, wie wenig dieses Verhalten innerhalb Compliance geschätzt wird. Die Bremsklötze sind vornehmlich ältere Juristen, die auf dem Stand 1995 stehen geblieben sind und nur Risiken sehen. Wichtig ist ein Dialog zwischen Business und Compliance und die Erkenntnis, dass 0% Risiko nicht möglich ist, aber eine Busse wegen zu viel Risiko auch nicht zum Feiern einlädt. Logisch geben FATCA / AIA / AML uns einen Job, aber würde man gesunden Menschenverstand gelten lassen und nicht jedes Schlupfloch ausnutzen, hätte man auch eine tiefere Regulierungsdichte (abgesehen vom Staat, der sich so selbst Beschäftigung generieren kann).

    • Völlig einverstanden! Womit soll der übersetzte Lohn der Compliance- und Legalaffen verdient werden, wenn nur noch Sparkonten verwaltet werden? Auf eine produktive Stelle kommen heute 1 bis 2 von diesen Schmarotzern, welche noch nie einen Cent für die Bank verdient haben. Das System wird irgendwann zusammenkrachen und der CH-Finanzplatz in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Aber unsere duckmäuserischen Politiker mussten ja überall den Musterknaben spielen und zu jedem noch so absurden regulatorischen BS ja und Amen sagen. Eine Selbstkastration sondergleichen. Give me a break! Jetzt machen die Amis in Miami unser altes Geschäft. Thank you for your business – no questions asked.

    • Grau Maus und all die Gratulanten: denkt ihr ernsthaft, die Banken geben freiwillig jährlich Milliarden für die internen Blocker wie Compliance und Legal aus? Glaubt ihr wirklich, es macht Spass die Kunden bis aufs letzte betreffend Vermögen, Geldherkunft und -verwendung auszuquetschen? Das ist kein Hirngespinst der Banken, sondern des Regulators und es ist das Resultat unserer unfähigen Politiker, welche uns ans Ausland verkauft haben! All die Milliarden, die in den letzten Jahren ins Compliance und in die Systemupgrades für regulatorische Zwecke geflossen sind, fehlen uns nun schmerzlich für die Investition in neue Technologien und Innovationen.

  16. Finma? Libormanager Branson (ex UBSler) ist doch dort der Scheff. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge raus. Gaaaanz tolle Aufsicht, die Finma. Blind wie eine Nuss. Kann man dem Verhalten der Finma (Augen zu und durch) nicht auch Korruption sagen? Wer bekommt von wem wieviel für welche Aussage oder welches Verhalten. Zufälligerweise hat die Finma Ähnlichkeit mit dem Namen Fifa.

    • Ganz en gschiide, Gaius, ganz en gschiide!
      Vor allem die Namensähnlichkeit … uiiii!

  17. Ein altes Sprichwort lautet: „Wo Fliegen sind, da fliegen Fliegen hin.“

    Scheinbar und tatsächlich scheint sich dies ganz speziell bei der Bank Bär immer mehr zu verdichten. Es stinkt fürchterlich, die „Fliegen“ sind in Ueberzahl da und fliegen (noch) nicht fort.

  18. Wer jetzt noch immer nicht kapiert hat, dass Schürzenjäger Mark Libor Branson nichts anderes als eine Marionette der Grossbanken (sowie von Bär und Vontobel) ist, der kapiert es wohl gar nie.

    Die Fälle
    – Moçambique
    – Fifa-Konten
    – UH (Mitwirkung bei Prozessbetrug)
    – Remo Stoffel
    – usw. usf.
    lassen grüssen.

    Es wäre höchste Zeit, dass Branson den gleichen Weg wie Bruno Frick geht.

  19. Ich persönlich finde, BC ist ein pfiffiges Kerlchen. Dass unter seiner Ägide elementare Compliance-Grenzen immer wieder geritzt werden, ist bei der Grösse, die JB inzwischen hat, wohl in Kauf zu nehmen. Wir sollten das unaufgeregt zur Kenntnis nehmen und uns dann wieder den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zuwenden – beispielsweise dem Fliegenfischen.

  20. Bekommt man heute keine Kredite mehr für fotokopierte Kontoauszüge mit erfundenen Guthaben von eigenen Offshore-Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises?