Crashen jetzt die Börsen?

Massiver Einbruch in US-Aktienmärkten: Höchster Tagesverlust seit Frühling – Angst um Trumps Wirtschaftskurs und Terror belasten – Wie 1987 oder 1929?

Die Zentralbanken sind am Ende. Im März 2017 druckten sie noch 350 Milliarden US-Dollar, im Mai 200 Milliarden, im Juni 100 Milliarden. Die Margendebt ist bereits rückläufig, die Korrelation mit dem US-Index S&P 500 sehr hoch. Gestern sanken der S&P um über 1,5% und der Nasdaq um fast 2%. Beim S&P ist es der grösste Tagesabsturz seit Frühling.

Die Margendebt korreliert in etwa 0.95, die Abbildung unten ist das jährliche Wachstum, nicht die absoluten Zahlen … über Jahrzehnte.

Die Verwerfungen innerhalb eines Börsentags sind extrem. Ein 10-Prozent-Ein-Tages- oder -Zwei-Tages-Crash kann nicht ganz ausgeschlossen werden (oder vielleicht 20%). Ein Vergleich zwischen 1987 und 2017 scheint mir spannend. Die Korrelation auf den heutigen Tag gerechnet dürfte 0.95 sein.

Auch die Tatsache passt, dass der Dow Jones 33 Allzeithöchst gemacht hat im 2017. Das einzige Mal eines solchen Vorkommnis war … ganz genau, 1929. Man sollte nicht allzu viel in solche Koinzidenzen lesen, jedoch: Dieser Markt lebt nur von gedrucktem Geld und der „Garantie der Zentralbanken“.

Wie aber sieht diese Garantie aus? Die Zentralbanken fühlen sich in ihrer Mehrheit nicht mehr wohl mit Gelddrucken und würden lieber schon gestern damit aufgehört haben aber das wäre natürlich der Crash gestern gewesen. Das von ihnen gewählte Verfahren ist jetzt eine Ankündigung Monate im Voraus, und das Tempo soll ganz, ganz gemächlich sein.

Das reicht dem Markt nicht (mehr). Tatsächlich sind die Zentralbanken schon voll am Werk und machen ihre Entschleunigung ganz ohne Publizität und im Versteckten. Das ganze Manöver ist ja abgöttisch unverantwortlich und idiotisch. Mit der Börsenhausse hat praktisch nur 1% der Bevölkerung wirklich Geld (wie Heu) gemacht, der grösste Teil der 99% hat die Rechnung dafür bezahlt. Somit tragen rund 90% jene Konsequenzen, die offiziell nicht gewollt waren. (Oder doch?)

Am Schluss ist es die Psychologie. Sobald Panik ausbricht, gibt es kein Halten mehr. Genau das erwarte ich in den kommenden Wochen. Ich erwarte rund 60 bis 70% Crash der Aktienbörsen für die ganze Bewegung (mit einem Ende im 2018?) und einen starken Anstieg der Renditen für risikobehaftete Anleihen, das heisst. ein sehr starker Preiseinbruch bei den Rententitel (ein viel grösserer Markt als jener der Aktien).

Die erstklassigen Staatsanleihen, Treasury und Bund, werden wahrscheinlich als Safe haven genutzt und könnten ein letztes Hurra erleben, bevor dann auch diese Titel einbrechen und das ganze Zinsniveau nach oben treiben, um die stark steigenden Inflationserwartungen zu neutralisieren. Das wird möglicherweise nicht gelingen, weil die Zentralbanken erwägen, Geld direkt an die Steuerzahler abzugeben (Helikoptergeld gemäss Ex-Fed-Chef Bernanke im 2003), weil die Situation ausser Kontrolle geraten könnte. Das wäre dann eine Variation des Weimarer Inflationsthema.

Die Schulden sind halt einfach ein derart schweres Bleigewicht, dass sie abgedampft werden müssen. Natürlich wird dann die ganze Gesellschaft umgekrempelt, und die Rentner schauen in die Röhre. Noch sind wir nicht so weit, aber die Zentralbanken stehen praktisch ein paar wenige Züge vor dem Schachmatt.

Die Regierungen werden dort übernehmen müssen, wo die Zentralbanken aufhören.

Die Schuldner sind ganz einfach am Ende angelangt, und die Banken befinden sich absolut auf Schleuderkurs, wenn die Zinsen ihrer Aktiven zu steigen beginnen – auch wegen den stark zunehmenden Insolvenzen, also den Bilanzwerten, die auf der Aktivseite wegschmelzen. Die Anleger (mit ihren Rententiteln und ihren Aktiendepots) suchen ihr Heil in der Flucht weg von der Bank Richtung Matratze.

Eine Hyperinflation löst natürlich keine Probleme, aber die Regierungen wollen keine Insolvenzdeflationskrise. Diese würde ihnen von der gestressten Volksherde vorgeworfen, die garantiert auf die Strasse ginge, um laut zu blöken wie Schlachthofgefährdete.

Das hat noch keine Regierung überlebt. Hyperinflation wird deshalb eher als ein „natürliches“ Unglück eingestuft, vielleicht noch den bösen Nachbarn schuldig sprechen.

Wie üblich bei solchen Entwicklungen: Der Krug geht …

Kommentare

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    • Falsche Notenbankpolitik als Ursache fast aller wirtschaftlichen Krisen während der vergangenen 30 Jahre: Es ist interessant wie man der Staatsfinanzierung durch die Notenbanken der westlichen Welt, im Grunde Zeichen des Scheiterns, ein positives Antlitz geben will. Mit nie dagewesenen Markt- und Preismanipulationen, Null- und Niedrigzinsen sowie Anleihenkaufprogrammen wird versucht, den aktuellen status quo aufrecht zu erhalten. Ohne Plaza Abkommen keine Bubbleeconomy in Japan, ohne die Niedrigzinsen zu 1% des FED nach der bereits durch zu niedere Zinsen befeuerten Dot-Com-Bubble keine Housingbubble und daraus Finanz- und Wirtschaftskrise in den USA, ohne die unüberlegte Euroeinführung keine Eurokrise durch Spekulationsexzesse mit Immobilien und Mißwirtschaft durch den aufgeblähten Staatssektor in Südeuropa. Ausgangspunkt fast aller wirtschaftlicher Krisen der jüngeren Vergangenheit waren eine fehlgeleitete Notenbankpolitik.

  1. Nach physikalischen Gesetzen kann es kein Perpettuum mobile geben. Die sonst nicht sonderlich hoch gebildeten
    US-Amerikaner wollen eines ausgerechnet im Bereich der Staatsschulden erfunden haben ? Ich kenne eines, dass seit 5000 Jahren nie wertlos wurde, wie unzählige Papierwährungen dieser Welt:
    Edelmetalle. Gold und Silber. Auch Aktien sind nur bedrucktes Papier.
    Jederzeit mit einem Federstrich zu entwerten.
    Der intrinsische Wert des Papiers weltweit : N U L L

  2. – 200 – Tage Linie.
    – Richtung und Steigerungsrate der Unternehmensergebnisse.
    – Richtung und Steigerungsrate der amerikanischen Wertpapierkredite (Nyse Margin Debt).
    – Abbau oder Wachstum von Arbeitslosigkeit.
    – Die größten Verluste und nachfolgend Gewinne ergeben sich immer am Ende einer Korrektur oder Baisse.
    – Früher war noch das monetäre Umfeld wichtig was aber seit 2009 nicht mehr gilt, seit der Westen in den Kapitalmarktverhältnissen Japans angekommen ist.
    – Mangels Zinsen, Teuerung und Wirtschaftswachstum sind die Kursverluste tendenziell höher als in früheren Zeiten, siehe Japan.
    – Die „Börsenplauderer“ und Kapitalmarktexperten in den Medien nicht beachten, höchstens vielleicht als Kontraindikator.
    – Vergleiche mit früher sind sinnlos, da sich seither die wirtschaftlichen Verhältnisse in der Welt stark verändert haben (siehe China Crash 2015), da nun neue Akteure bestimmend sind, die es vor 20 Jahren in der Form noch gar nicht gab.

  3. Mit Marktwirtschaft haben die derzeitigen Manipulationen an den Finanz“märkten“ und Statistiken nichts zu tun. Es ist nicht mehr als ein ganz grosser Schwindel. Sozialismus pur!

    • Wenn der Kapitalismus scheitert wird dann das ausgedünnte Übergangsstadium zum Kollaps als Sozialismus bezeichnet?

      Soviel mir bekannt ist nennt sich das wenn schon den Sozialismus im Kontext verwendet – Zitronensozialismus (für Reiche).

  4. Ich komme mir vor wie beim Monopoly spielen: einer hat Park- und Schlossallee mit Hotels drauf. Nach zwei Stunden sind alle anderen pleite.

    Der vermeintliche Sieger will aber noch weiterspielen und leiht allen anderen nochmal einen dicken Batzen. Die freuen sich und haben auch wieder Spaß, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Auch bauen sie mit dem geliehenen Geld Ihre Straßen mit mehr Häusern aus und lassen es sich eine Weile wieder gutgehen. Der Wohlstand wächst sichtbar.

    Nach nochmal zwei Stunden ist dann wieder Schluss…. und wieder leihen sich alle Geld beim „Sieger“.

    Was lernen wir?

    Die Besiegten machen so lange weiter Party, wie der Sieger den Geldhahn offen hält.

    UND: Der Sieger hat am Ende auch nicht mehr als einen Bierdeckel mit großen Zahlen drauf, der nach dem Spiel im Müll landet.

  5. Lieber Herr Feuermann,
    Haben Sie vielleicht auch schon bemerkt, dass sogar die Ökonomie ein Geben und Nehmen ist? Ich kann von Ihnen keinen einzigen, nicht bearish gefärbten Beitrag finden.
    Kann sich jeder mit gesundem Menschverstand, das seine denken.

    • Wenn man immer auf Schwarz wettet, dann hat man an der Börse durchschnittlich alle 7 Jahren recht…muahahaha

  6. Ist doch gut, wenn es kippt kann man short gehen und mal wieder richtig abzocken. Man muss nur den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen.

    • Wenn das ganze Wirtschafts- und Bankensystem zusammenbricht, kann auch nicht mehr gezockt werden, da kein Geld mehr da ist. Wir müssen ein neues Wirtschaftssystem erfinden, sonst ist die Menschheit am Ende. Wir kommen nackt und sterben auch so.

      Somit müssten wir uns von allen materiellen Dingen verabschieden. Nur so kann die Menschheit gerettet werden. Die Gier nach immer mehr Geld und materiellen Gütern wird uns sonst in den Untergang treiben.

  7. Was für ein Blödsinn!

    Angst um Trumps Wirtschaftskurs…

    Genau das Gegenteil ist der Fall. Der pro-business Wirtschaftskurs mit tieferen Steuern, Deregulierung und Sozialabbau hat zu einem starken Wirtschaftswachstum geführt.

    Der Markt korrigiert ganz natürlich aus einer Vielzahl von Faktoren heraus und eine Krise kommt unaufhaltbar der horrenden Staatsschulden wegen.

    Nix Trump. Aber ja, der Pöbel hört Trump…Finanzkrise….Trump=Finanzkrise!!

    Und in welcher Fern-Fachhochschule haben Sie denn Voodoo-Charttechnik gelernt?

    Wie alt sind Sie?

    • Träumen Sie weiter Herr Meyer. Der Aufschwung kam noch von Obama. Und von der lockeren Geldpolitik der Notenbanken getrieben.
      Derzeit gibt es in Washington aber keine handlungsfähige Regierung mehr welche den Kurs weiter irgendwo in eine sinnvolle Richtung lenkt.

      Trump ist weitgehend von fähigen Beratern abgeschnitten und der geräuschvolle Abgang des Kommunikationschef „the Mooch“ und des rechtsnationalen Herrn Steve Bannon wird kaum zu einer besseren Situation auf der „Brücke“ der USA führen.

      Die von Oben künstlich gepushte Kaufkraft der immer weiter in die Zukunft verschuldeten Bevölkerung ergibt eine Steigerung der potentiellen Fallhöhe.

      Subprime (die Bürger) war ja gestern – inzwischen haben wir den ganzen US-Staat hoch überschuldet mit jetzt einer von Papier-Müll-Werten gemästeten FED

      -wo die USA noch während der durch die Krisenjahre der Bush Regierung geförderten Zersetzung der Demokratie jetzt auch noch mit einem schwachen und notorisch Twitter süchtigen-Präsidenten mit bisher sehr magerer politischer Ausbeute auskommen muss.

    • Ja, Sie haben Recht natürlich, aber Sie erinnern sich nicht an 1996, wenn Greespan in eine emotionale Rede von „irrational exuberance“ (Buch von Shiller) gesprochen hat. Alle haben gelacht und die Börse ist weiter explodiert bis 2000 und dann???
      Die Geschichte wiederholt sich… und die FED hat Angst, quasi Panik, deswegen versucht mit alle Mitteln die Zinserhöhungen zu Stoppen. Sie wollen ein neue Inflationsziel herausgeben, natürlich, aber das heißt nur Zeitgewinnen und die Zinserhöhung zu stoppen. Das bedeutet, die Börse auch ohne Grund geht so weiter und die „Pseudo-Experten“ suchen noch pseudo-theoretische Rechtfertigung, ganz genau wie in 1996 (new economy…) und irgendwann diese Blödsinn explodiert, crash und alle erwachen und sagen: „wer hätte schon gesehen…“ die Geschichte wiederholt sich, ich weiß auch nicht ganz genau, natürlich nicht, aber ich befürchte, dass je verzögert, desto schlimmer… ich hoffe nicht. ich bete für euch Tag und Nacht, what else?

    • Nun ja………………
      Ich habe nun viel über viel Finanzgeschichte gelesen.
      Vom ersten Goldverbot der alten Griechischen Stadtstaaten die es brauchten um ihre Soldaten aufzurüsten, über die Tulpenspekulation bis zur Einführung der modernen Steuern durch Napoleon.

      Und was ich nun weiss ist folgendes……
      Die Ökonomie lässt sich niemals auf Dauer überlisten, sie kommt immer wieder zurück und gewinnt, denn das ist in den Genen der Menschen festgelegt, nämlich der Eigennutz.

      Es wird zu einem ENDE kommen so wie es die sicher 200 anderen male auch endete. Aber vielleicht in Form eines langen Siechens, einer Währungsreform, eines Rests von Staatseite, oder eben des Crashs der Explosionsartig kommt und das schlechteste Szenario darstellt.

      Als ich 2009 anfing darüber nachzudenken, das gabs etliche Finanz und Wirtschaftsweise die prophezeiten das wir grobe Fehler begehen, aber man dieses System durchaus 10 – 20 Jahre würde durchseuchen können……………
      ………. wenn, und das ist der Faktor, wenn sich alle einig dabei sind das zu tun.

      Mit „alle“ dürfen wir die Regierungen, Banker und Finanzer verstehen die einen Apparat leiten dessen überleben davon abhängt das es eben einfach irgendwie weitergeht.

      Sollte es zu einem Eruptionsartigen Crash kommen, so Gnade denen Gott denn dann wird sich das Volk aufmachen und sie beseitigen.
      Bei den anderen Szenarien wird es wohl so sein wie in der Geschichte immer, dann wird der Prozess gerade so schnell vor sich gehen, dass die selben Leute aus den Establishment wieder an der Regierung landen.
      natürlich die oberste Führungsriege wird verbrannt sein, aber die vielen nächstrangingen Garnituren die darin aufgewachsen sind, die werden zur Spitze aufsteigen und der Kreislauf beginnt von neuem.

      Leider sind die Menschen viel zu bequem und viel zu Dumm um sich darum zu kümmern, sich zu bilden, etwas darüber zu lernen damit es besser wird.

      Im alten Griechenland wusste man um das Problem, Darum bestand die „Demme“ also die Regierung nur aus Besitzenden, Einflussreichen, das „Volk“ aus dem sich die „Demme“ speisen konnte, das waren die Soldaten, also Waffenträger. Handwerker die Waffen trugen und die Stadt verteidigten. Diese beiden Schichten übertrugen aber nicht mehr wie 10% der Bevölkerung.
      Der Rest von ca. 90% waren die Untertanen die kein Stimmrecht hatten.
      Das erinnert stark an die Landsgemeinden bei mir zu Hause im Appenzellerland.

      Links plädiert heute dafür das sogar 16 Jährige und Ausländer an die Urne dürfen. Klar das befördert die „Demokratische Korruption“ die man im alten Griechenland eben gerade verhindern wollte.
      Junge Leute sind leicht zu fanatisieren, von Ideen zu überzeugen auch wenn’s die falschen sind.

      Wollen wir Europäer aber zukünftige Kriesen wie die jetzige verhindern, sollten wir das Gegenteilige tun, das Wahlrecht auf mindestens 40 Jahre erhöhen und Beamten und Politikern das Stimmrecht entziehen damit die politische Korruption verringert wird.
      Jüngere Personen dürften dann Abstimmen, wenn sie in der Armee dienen, eine Firma gründeten, usw.

  8. Ein System, in dem 1% der Menschheit sich schamlos bereichert und 99% in die Röhre gucken ist ein ganz mieses System. Dieses System in dem wir alle Leben ist ansich bereits tod. Es wird künstlich durch die 1% am Leben erhalten. Den anderen 99% wird Angst gemacht: Arbeitsplatz, AHV, Renten, digitale Revolution der Wirtschaft, Umwelt etc usw. Es fällt auf, dass die Renten und Sozialleistungen der Staaten und die Löhne und Vermögen der Arbeitenden im gleichen Masse dahinschmelzen, wie die 1% der Menschen reicher werden. Schlicht gesagt, es wird munter von unten nach oben verteilt. Was wir im Moment erleben ist der Untergang dieses Raubtierkapitalismus. Das Ende der Fahnenstange ist erreicht. Die Folgen: riesige Menschenmassen verarmen komplett. Die Folgen kann sich jeder selber ausmalen. Was Venezuela im Moment am eigenen Leib erfährt wird uns allen blühen: am Ende steht eine Diktatur. Egal ob sie sich „Links“ oder „Rechts“ nennt. Das Schöne am Ganzen: auch die 1% Gierschlünde werden das nicht überleben. Auch Blocher freut sich dann auf das entfettete Spargelsüppchen von der Stadtküche …. Hauptsache was warmes im Bauch. Und wer das nicht versteht, kann nun über mein Posting herfallen. Das wäre dann der Beweis, dass meine Theorie stimmt: die Profiteure leugnen stets die Tatsachen. Und was ich geschrieben habe, ist schlicht ein Faktum. Mit Aengsten lassen sich ganze Volkshorden manipulieren. Am Besten die, die vermeindlich am Meisten zu verlieren haben, die mitlaufen und hoffen, dass Wachstum unendlich, Gier etwas erstrebenswertes und die Umweltzerstörung normal seien.

    • Zum Glück ist das Gegenteil der Fall.

      Milliarden von Menschen, die vor 30 Jahren noch in bitterster Armut lebten erarbeiten sich gerade einen steigenden Wohlstand.

      Nur in den Ländern der westlichen Welt setzt sich der Zuwachs an Wohlstand nicht mehr in der Weise fort wie in den Jahrzehnten zuvor.

      Trotzdem ist das Wohlstandsniveau des Westens international unerreicht, speziell für Arme.

      Millionen von Wirtschaftsmigranten können sich nicht irren…

    • Total auf Ihrer Linie kann zu ihrem Beitrag nur gratulieren. Die Menschen sind so vom aktuellen Pseudo Wohlstand paralysiert, das sie nichts mehr erkennen (wollen). Schon jedes System hat mal den Geist aufgegeben.
      Wenn jemand meint das Finanzsystem sei ein Perpetuum Mobile täuscht sich gewaltig. Es wird sehr rasch über uns kommen der Crash

    • Kann Kollege „Asylgesuch“ nur zustimmen:
      Die gesamte Menschheit profitiert von einem stark wachsenden Wohlstand – durch alle Schichten. Besucht dazu mal einen Vortrag des Zukunftsforschers Georges T. Roos.
      Apropos Rentner (in der Schweiz): Die leben fürstlich hier und werden von allen JUNGEN und AKTIVEN bestens unterhalten, finanziell betrachtet. Dazu mehrheitlich noch 2.-Säule, Wohneigentum etc.
      Apropos Wirtschaftsführer (Blocher): Diese haben ihren Wohlstand hart erarbeitet und stellen Tausende von Arbeitsplätzen zur Verfügung. Erst einmal nachmachen.
      Apropos Venezuela: Nepotismus und Korruption sind schlechte Voraussetzungen für eine prosperierende Wirtschaft.

    • @Asylgesuch

      Brosamen und Wohlstand ist eben definitiv nicht das Gleiche.

      Realitätsverweigerer sehen die Dinge immer etwas gar geschönt in ihren „gated communities“. Bedanke mich bei Hans Gseit für seine sorgfältige Analyse der wirtschaftlichen Zeitgeschichte.

    • Frag Dich lieber mal, wohin all die ach so unsäglichen Schulden hin versickert sind! Natürlich gibt es gewisse Störungen im System; die haben wir aber alle mit versursacht. Immer die Verantwortung auf die „reichen“ 1% zu schieben, macht die Sache keinen Deut besser und erinnert an Volksverhetzung erster Sahne. NB Andere pragmatischere Kommentare sehen die Sache klarer; das verfügbare globale Einkommensniveau ist besser den je!

    • Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, die Existenzkämpfe und Armut wären längst überwunden, weil weder die Ökonomen noch die Politiker die Möglichkeit hätten, die Bürger zu manipulieren. Ronald Reagan und Margaret Thatcher brachten über uns die Gesellschaft vernichtende Doktrin des Milton Friedman. Dieses System der reinen Geldgier und hemmungslosen Abzockerei, verbunden mit Angstmacherlei, Knechtschaft und Armut in dem wir alle Leben ist an und für sich bereits Tod. Es wird künstlich durch die oberen 1% am Leben erhalten. Wie wahr sind Ihre Worte. Die SPD (!) hat mit der Agenda 2010 mir nichts dir nichts die unteren 80% der deutschen Bevölkerung in die Armut geschickt. Die haben bis heute nicht bemerkt das 1€-Jober, Hartz IV Empfänger, Leiharbeiter, etc. nicht Gott, sondern Menschenhand gegeben ist. Drohende Altersarmut, noch nie gehört. Dabei ist Deutschland der sehr stark brummende Motor der EU. Eigentlich ist Deutschland die EU. Auch ich denke es wird kein gutes Ende nehmen.

      Man kann nur hoffen, dass wir beim nächsten Crash nicht wieder so blöd sind auf die totale Angstmacherei der oberen 1% hereinfallen, den die brauchen um ihren Menschen verachtenden Kapitalismus retten zu können.

    • Nur hat es für diese Millionen für Wirtschaftsmigranten keine Arbeitsstellen, da unsere Wirtschaft nur den Weg zum Gewinnmaximumprinzip als den richtigen Weg betrachtet. Deshalb erachte die Digitalisierung für unsere Gesellschaft als zerstörerisch. Nicht jeder Mensch hat die gleichen Qualifikationen und kann somit nur niedrige Arbeiten erledigen. Er hat jedoch auch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Dasein.

    • In einen Punkt gebe ich Ihnen recht. Jedes System wird irgendwann crashen und der ganze Zirkus beginnt wieder von vorne. Der Mensch hat seine Lehren aus der Geschichte nicht gezogen, darum wird auch diese Form des Raubtierkapitalismus ein Ende nehmen müssen. Wir wissen nur nicht wann und wie gross die Auswirkungen sein werden. Nur eines steht fest, die Zentralbanken haben ihr Pulver verschossen. Der Rest steht in den Sternen

    • Boah, nun kommt die alte Laier wieder.

      Gseit, von den von ihnen erwähnten 99% sind leider auch 80% solche die nichts tun wollen, die nichts wissen wollen, die sich auf dem Ertrag der anderen ausruhen möchten.

      Was Sie hier schreiben sind die Ideellen Grundlagen für den Sozialismus, …der aber 97% Arme schaffte und dabei seit 1917 auch noch um die 140 Millionen Opfer erzeugte.
      Vermögende gibt’s aber auch dort noch, denn den „kommunistischen“ Menschen erschaffen, ….daran scheiterten sie alle.
      Nein, dort sind nur noch die obersten Funktionäre vermögend und sorgen dadurch dafür ……dass die „unteren“ nach „oben“ aufschliessen wollen, womit wir wieder beim natürlichen menschlichen Wesen angelangt wären, ……der vom Eigennutz bestimmt wird und uns darum auch derart viel gutes bescherte.

      —————————–
      Raubtierkapitalismus…
      ——————————
      Unglaublich der Unsinn.
      Kapitalismus haben wir in Europa heute nur noch Partiell in der Schweiz noch ein wenig mehr, darum geht es uns noch besser wie den anderen.
      Die damit zusammenhängende Marktwirtschaft ist ebensowenig vorhanden, nur noch eine Fata-Morgana.

      Was wir haben ist eine partiell freie Finanzwirtschaft die ihr undurchsichtigen Finanzprodukte weiterhin bewirtschaften kann weil sie zwar Existenzbedrohend für das ganze Land sind, somit eine Reaktion des Gesetzgebers also rechtfertigen würden, aber die Politiker das nicht mehr können……
      ……denn unsere Politiker sind Drogensüchtige die jeden Tag den nächsten Schuss brauchen.
      Die geben seit 100 Jahren mehr aus als sie einnehmen und können ohne die dubiosen Finanzprodukte nicht mehr damit weitermachen.
      .
      Darum können sich gewisse Finanzer noch dem Regulieren entziehen. Sie sind Systemrelevant.

      Unsere Wirtschaft, …..ich komme von dort, die ist nach sozialistischer Manier heute stark überreguliert.
      Für jedes Gesetz welches unsere „Drogensüchtigen“ produzieren, müssen später 7 neue erlassen werden um die Folgen des ersten abzumildern.

      Freie Marktwirtschaft und echtes Kapital hätten also, so wie die Swissair, auch die UBS zum Teufel geschickt.
      Aber diese Freiheit ist nicht mehr da, denn sie würde das System unserer „Drogen“-Politik bedrohen.

      Natürlich gibt es auch in den Marktwirtschaft auch immer schlechte Akteure, wie könnte das auch anders sein, aber sie blenden einfach aus das es von denen in anderen Systemen noch horrend viele mehr gibt, denn dort wird nach ideologischen Grundsätzen auch schlechtes geschützt und bewahrt.

      Wenn Sie wollen das sich etwas ändert, sollten sie immer marktwirtschaftlich handeln und abstimmen.
      Nicht weil dort alles gut ist, sondern weil es das ist was der Natur des Menschen entspricht und unseren ungeheuren Aufstieg ermöglichte, ein Aufstieg in dem selbst der Ärmste mittlerweile eine Krankenkasse und eine Altersvorsorge sein eigene nennen darf.

    • Verirrt im Nebel…….Die ellenlange Selbstinszenierung des Wirtschaftssachverständigen Walter Roth ist eine blosse Nebelpetarde.

      Wie gut seine postulierte Marktwirtschaft funktioniert, zeigt sich etwa anhand der Liberalisierung unserer Energieversorgung von wenigen Jahren. Die Energiepreise in den Haushalten ist teurer geworden und nicht etwa billiger. Die Strombarone unter der rückwärtsgewandten Führerschaft von AXPO und ALPIQ mit miserabelsten, desaströsen Bilanzen. Das letzthin eröffnete Pumpspeicherkraftwerk Linth-Limmern der Axpo mit Beteiligung des Kanton Glarus musste z.B. schon einmal um 500 Mio Fr. wertberichtigt werden………Beide Unternehmen haben übrigens analog der UBS eine faktische Staatsgarantie, weil systemrelevant.

      Seien wir doch einmal dankbar, dass wir gut funktionierende, mustergültige Staatsbetriebe haben in der Schweiz wie etwa Post, SBB, SUVA und die kantonalen Gebäudeversicherungen. Eine bestimmt gut funktionierende eidgenössische Grundversicherung in der Krankenkasse haben wir leider fürs Erste verpasst.

  9. Wird auch Zeit. 10 Jahre haben die Börsen nun auf Pump gelebt. Ich fänd’s geil mal wieder so ne richtige Krise. 2000 und 2008 waren höchst interessant zum durchleben. Und dann gäbs auch hier mal wieder was Richtiges zu lesen.

    • Mal sehen, wie „geil“ Du es findest, wenn das monetäre System zusammenbräche. Wenn keiner mehr zu seinen Schulden steht, war 2011 nur ein blasser Vorgeschmack! Ob lh dann überhaupt noch Zugang zum Schreiben hat, und ob das noch jemanden interessieren würde, wage ich mal schwer zu bezweifeln.

    • Supermario……………….

      ……das wird ein Gemetzel, aber danach könnte ein neuer Garten entstehen.
      Aber auch dann nur, wenn die Menschen anfangen sich selber bewusst zu verhalten und nicht andere dafür loszuschicken.
      Unser System ist meiner Meinung nach bereits derart verfahren das es keinen friedlichen Reset mehr geben kann.
      Die unglaubliche vielen Opfer, ja die gabe es dabei schon immer ……und ein jeder sollte „Vorsorgen“ um allenfalls nicht dazu zählen zu müssen.
      ———————-
      Aber natürlich, so lange sich alle einige sind das so weiterzuführen, kann das auch nochmals 10 Jahre so weitergehen. das ist es was wir seit 2009 miterleben.
      Aber wehe wenn nur ein Puzzleteil umfällt.

  10. Bloss nicht die dumme Mär von „kaufen und halten“ der Klugscheisser aus Banken und Investmentberatung glauben. Jetzt Cash machen und zwar sehr schnell und dann erst 6 Monate nach dem finalen Ausmisten der Börsen wieder mutig einsteigen und Qualität kaufen.

  11. Der Dow Jones Index erzielte im Jahr 1987 ein Plus von 2,26% zzgl. Dividenden bei Zinsen auf US – Staatsanleihen von 9% p.a.:

    http://www.boerse.de/historische-kurse/Dow-Jones/US2605661048

    Vom Tiefpunkt 1932 ausgehend vervierfachte (4 x) der Dow Jones Index bis zum Jahr 1936.

    Die Renditen von tief unten sind am größten und am sichersten, gerade im aktuellen Geldsystem der westlichen Welt mit geringer Teuerung und niederen Zinsen.

  12. Wirtschaftsstudenten brauchen natürlich ihr Diplom als Eintrittskarte ins Erwerbsleben.

    Vielleicht werden sie sogar einmal gute Professoren.

    Aber haben sie schon einmal einen reichen Professor gesehen?

    André Kostolany
    * 9. Februar 1906 † 14. September 1999

    • Wer nichts erheiratet, nichts ererbt,
      bleibt ein armer Teufel, bis das er sterbt.

    • Pfui, was für misst erzählt man in der Schweiz!!!
      Ich habe allein ein Imperium aufgebaut, ohne reich zu heiraten oder erben??
      Brauchen Sie finanzielle Hilfe oder sonst???

  13. Ich würde das alles nicht so katastrophal sehen:

    Japan, ausgehend von viel extremeren Überbewertungen bis 1989 hat es in langen Jahren geschafft, die Verluste daraus abzuschreiben und egalisieren, das Bankensystem wurde verstaatlicht, konsolidiert und saniert. Inzwischen gibt es dort wieder Stabilität und neues Wachstum.

    Wir wissen alle, daß wenn der Tag kommt im marktbreiten Index von der Spitze mindestens ca. 50% weg sind, zum Ende hin beschleunigend mit den größten Verlusten.

    Danach aber die Chance auf große Übergewinne.

    Insofern zukünftig eine glückliche Zeit für mutige Investoren, für die es sich schon heute lohnt, etwas Kapital sicher zu parken, um es in naher Zukunft gewinnbringend investieren zu können.