Bitcoin und Krypto: Tulpenmanie reloaded

Alle reden von Bitcoin, der Kurs geht durch die Decke – Dabei handelt es sich um die grösste Spekulationsblase seit der holländischen Tulpen-Manie.

So klappt der Einstieg beim Bitcoin“, schrieb das deutsche Handelsblatt im Juni. Damals war ein Bitcoin noch unter 3’000 Dollar zu haben. Jetzt sind es schon über 4’000. Es winken geradezu fantastische Gewinne innert kürzester Zeit. Da wäre nur ein kleiner Haken: Bitcoin und Kryptowährungen sind wohl die grösste und verrückteste Blase der Neuzeit.

Tulpenmanie reloaded.

Die traditionelle Deutung des Preisanstiegs und Preisverfalls von Tulpen versteht diese Ereignisse als exzessive Finanzspekulation und leichtsinnige Verrücktheit“, kann man auf Wikipedia nachlesen. Anfangs noch eine Sammlerrarität, war später die gesamte niederländische Bevölkerung bis in die untersten Schichten in den Handel mit Tulpenzwiebeln involviert. Reale Güter wurden gegen Tulpenzwiebeln getauscht.

Tafel 10 aus dem Florilegium des Blumenhändlers und -züchters Emanuel Sweerts (Quelle: Wikipedia)

Gegen eine (1!) Zwiebel der Sorte Viceroy wurden angeblich einmal alle der folgenden Assets eingetauscht: 120 Scheffel Weizen, 240 Scheffel Roggen, vier fette Ochsen, acht fette Schweine, zwölf fette Schafe, zwei Oxhofte Wein, vier Fuder Bier, zwei Fässer Butter, 1’000 Pfund Käse, ein Bett, ein Anzug und ein silberner Trinkbecher. Gesamtwert: 2’500 Gulden.

Man setze das in Relation zum damaligen Jahresdurchschnittseinkommen in den Niederlanden, das etwa 150 Gulden betrug. Oder dem Preis der teuersten Häuser in Amsterdam von rund 10’000 Gulden. So kann man sich vorstellen, wie verrückt diese Manie damals geworden war.

380 Jahre nach der Tulpenmanie werden wir Zeitzeugen eines noch verrückteren Wahns: jenes von Bitcoin und anderer Kryptowährungen. Das Zehnfache eines durchschnittlichen Jahreseinkommens hat Bitcoin noch nicht erreicht, aber in der Finanzwelt überbieten sich Analysten und sonstige Zukunftspropheten bereits mit wahnsinnigen Prognosen. Kay Van-Petersen von der dänischen Saxo Bank prognostizierte auf dem Fernsehsender CNBC, dass Bitcoin in 10 Jahren 100’000 Dollar Wert sein wird.

Das wäre dann die Tulpen-Grössenordnung.

Nur: So weit wird es nicht kommen. Denn eines der zentralen Argumente für Bitcoin und Blockchain sticht nicht. Bitcoin (Abkürzung BTC) sollte angeblich in der Menge auf 21 Millionen „Stück“ limitiert sein. Anfang August gab es 16,5 Millionen BTC. Dann wurde aber eine sogenannte „Fork“ eingeführt, eine Gabel, und jedes Bitcoin wurde aufgespalten in ein Bitcoin (BTC) und ein Bitcoin Cash (BCH).

Das heisst, es gab über Nacht eine Verdopplung. Und neben Bitcoins gibt es bereits über 1’000 weitere Kryptowährungen oder Kryptoassets.

Fast jeden Tag kommt eine neue hinzu, die über einen völlig unregulierten Prozess, ein sogenanntes „Initial Coin Offering (ICO)“, der Allgemeinheit angeboten wird. Ein ICO ist dem IPO, dem Initial Public Offering von Aktien, nachempfunden. Nur eben auf Steroiden. Viel schneller, keine Regulierung. Sofortiger Reichtum.

Der gesamte Buchwert der derzeitigen 855 Währungen und sonstigen 215 „Crypto-Assets“ liegt bei 145,4 Milliarden Dollar. 46 Prozent davon fällt auf Bitcoin, der Rest auf die anderen.

Screenshot der Webseite www.coinmarketcap.com vom 21. August 2017 um 14.26 Uhr

Jetzt kann man sich sagen: Alles schön und gut, aber die Dinger gehen ja trotzdem hoch, also möchte man an diesem Gamble teilnehmen und ebenfalls schnell reich werden. Dann stellen sich die folgenden Fragen:

Gibt es eine „richtige“ Krypto-Währung, die sich durchsetzt und welche man unbedingt kaufen sollte? Werden Güter bereits in Bitcoin angeboten, sind Kryptowährungen also bereits Geld? Steckt hinter Kryptowährungen ein Produkt oder ein Asset, das man besitzt?

Kann man sich gegen grosse Verluste absichern, wie zum Beispiel 25 Prozent Verlust innerhalb von 7 Tagen bei „NEO“? Kann man gegen eine Vermehrung von Kryptowährungen auf 2’000 oder auf 3’000 sich absichern oder gegen sogenannte „Forks“, bei denen Coins einfach verdoppelt werden? Sind Kryptowährungen eigentlich reguliert oder als offizielle Investments erlaubt?

Die Antwort auf diese sechs Fragen ist ganz einfach sechs Mal „Nein“. Es handelt sich bei Kryptowährungen um ein hoch riskantes Spekulationsobjekt.

Am 20. August wurde auf Bloomberg ein Interview ausgestrahlt mit Adam White, einem Vice President von Coinbase, der angeblich beliebtesten Handelsplattform von digitalen Währungen. Er erzählte stolz, dass in letzter Zeit alle Hedge Funds, Family Offices oder Prop Trader zu ihm kämen und ihn fragten, wie man da mitmachen könne. Sie fragten ihn „Erkläre uns einmal, was aus den digitalen Assets Bitcoin und Ethereum werden kann. Erkläre uns einmal den Markt!“

Es zeigt sich: Jeder will reich werden, aber niemand versteht Kryptowährungen. Dabei ist die Sache ganz einfach.

Es gibt nichts zu verstehen.

Blockchain, die komplizierte Technologie hinter Bitcoin, die keiner versteht, kann möglicherweise den Zahlungsverkehr und den sicheren Datenaustausch für immer und auf revolutionäre Weise verändern. Zusammen mit dem Internet. Aber um die daraus entstehenden Produkte in Zukunft nutzen zu können, muss man nicht zum jetzigen Zeitpunkt ein bestimmtes „Coin“ besitzen. Das heisst, es gibt eigentlich kein knappes „Produkt“, das man kaufen muss.

Die Blockchain Technologie wird für alle nutzbar sein. Heute, in einer Woche oder in 20 Jahren. Es ist vergleichbar mit dem Internet selber: Es gibt nicht nur „das Internet“, sondern man kann viele verschiedene sichere Netzwerke erstellen. Dank dem Internet können viele revolutionäre Dinge getan werden, man muss aber keinen Teil daran besitzen, denn es kann auch sofort ein neues Netzwerk aufgezogen werden. Der Wert eines „Anteils am Internet“ geht gegen Null oder ist Null.

Was wir hier sehen, ist eine Spekulationsblase. Was könnte die Blase zum Platzen bringen? Es gibt viele Gründe, warum es plötzlich keinen „grösseren Depp“ (so kann man die „Greater Fool Theory“ ins Bayerische übersetzen) mehr geben könnte.

Hier einige Szenarien, die man sich vorstellen könnte:

Mehrere Grossbanken schliessen sich zusammen und beschliessen gemeinsam die „Revolutionierung des Zahlungsverkehrs“ und die Umstellung auf Blockchain. Sie kündigen eine digitale Währung an, die von allen diesen Grossbanken als Standard genutzt werden wird (zum Beispiel UBS, Credit Suisse, Goldman Sachs, JP Morgan, BNP Paribas und HSBC). Diese Ankündigung würde reichen, dass sehr viele begeisterte „Investoren“ ihre nun gehaltenen Bitcoin oder alternativen Cryptocoins über Nacht verkaufen wollen. Wer will schon einen „NEO“, ein „Golem“ oder ein „Lisk“ halten, wenn es eine neue „offizielle Krypto-Währung“ der Banken geben wird?

Das Halten von einer der beiden grössten „Währungen“ Bitcoin oder Ethereum wird verboten. Wegen kriminellen Gebrauchs oder sonstigem. Damit würde über Nacht die Blase platzen, und wahrscheinlich würden sich 145 Milliarden Dollar Buchwert innert weniger Wochen in Luft auflösen. Möglicherweise gäbe es eine Halbierung über Nacht. Auch hier: Die Ankündigung einer der grossen Regierungen oder Behörden so wie die US-Börsenaufsicht SEC könnte reichen, es müsste nicht einmal einen Gesetzesentwurf geben.

Die Federal Reserve Bank oder der Währungsfonds kündigt an, dass man eine eigene und „offizielle“ digitale Währung herausgibt, die auf Blockchain beruht. Sie heisst „FED-Coin“ oder „IMF-Coin“ oder „SDR-Coin“. Natürlich würden viele behaupten, dass sie lieber Bitcoin behalten, und zwar ausserhalb des offiziellen Systems. Aber die gesamte „Story“, warum jemand einmal 100’000 Dollar für ein Bitcoin bezahlen sollte, fällt in sich zusammen.

Weitere Szenarien liessen sich ausdenken.

Wenn man heute bei Bitcoin oder anderen Kryptowährungen einsteigt, kann man Glück haben und durch Spekulieren Geld verdienen. Man sollte sich aber darauf einstellen, dass man auch einen Totalverlust einfahren kann. Platzt die Kryptoblase, hat man nichts. Nicht einmal eine Tulpenzwiebel. Insofern ist diese heutige Manie sogar noch ein kleines Stück verrückter als die Tulpenmanie von 1637.

Links und Empfehlungen:

Liste aller Kryptowährungen und deren Bewegungen der letzten Stunden und Tage: https://coinmarketcap.com/all/views/all/

Podcast des Kryptowährungskritikers Peter Schiff (auf Englisch)

Die Geschichte der Tulpenmanie auf Wikipedia

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94 Kommentare zu “Bitcoin und Krypto: Tulpenmanie reloaded

  1. Walter Roth schrieb: „Trotzdem, ich bleibe skeptisch, aus langer Erfahrung skeptisch.“

    Bleiben Sie das. Damit bleiben Sie auch so vermögend (oder unvermögend) wie Sie jetzt sind. Immerhin gibt es hier Leute, die ihre vor wenigen Jahren BitCoins zu 0,1 USD gekauft hatten. So ein unverhoffter Reichtum verdirbt den Charakter!

    Natoshi Sakamato schrieb: „Bei dem was Walter so von sich gibt, bekam auch ich einen Lachkrampf. 20 Rappen pro Coin – Aha!
    Lieber Walter, ist Ihnen eigentlich klar dass es gar keinen Coin gibt?
    … Wer immer Ihnen diesen „Coin“ verkauft hat, den Sie offenbar mit sich herum tragen – hat Sie aufs Glatteis geführt. …. Schlüssel ist eine Ansammlung von Zeichen (Buchstaben und Zahlen) – aber keinesfalls ein für 20 Rappen hergestellter Coin.“

    Das haben nach meiner Beobachtung 90% der Bevölkerung noch nicht verstanden. In einem großen Finanzforum las ich neulich eine todernst gemeinte Forderung, man müsse den BitCoin splitten weil der Wert von über 4.000 USD je Coin inzwischen zu hoch wäre, um als Zahlungsmittel noch praktikabel zu sein…..

    • …@ Trader.

      Noch so ein unsinniger „Lacher“ – Trader -Kommentar.

      Den Bitcoin gibt’s auch als Münze und ich nahm das …..um etwas plastischer zu beschreiben mit was für einem Problem wir es zu tun haben.
      Nämlich das er „Nichts“ ist, nur etwas was man im PC erfunden hat…..(((-:
      Für den Franken ist immerhin unser Land verantwortlich, für diese Coins niemand……. den wir haftbar machen könnten.
      Natürlich soll er als Virtuelle Währung fungieren, aber es gibt ihn auch Physisch. Abgesichert ist er aber mit NULL.

      Ich schrieb ja auch, dass er für Spekulanten gut zum spielen ist……. aber, er eben auch ein Verlust-Risiko innehat von 100% .
      Das die Tulpen in Amsterdam damals nichts Reales waren, dass bejahen Sie vermutlich schon….?

      Bei den Tulpen hatte man immerhin noch eine Zwiebel die Blumen hervorbrachte und man sich an denen erfreuen konnte. Beim Coin sind es rein Virtuell nicht mal die 20 / 50 Rappen, sondern ………NULL.
      Zudem, diese Luftnummer wird von Leuten produziert die SIE nicht kennen, von denen SIE nichts wissen, deren Ziele man nicht wirklich kennt, deren Karakter uns unbekannt ist, aber denen wir für ihr Versprechen einfach mal 4000 Dollar geben sollen und dafür nicht mal eine Münze bekommen….?

      Ein normaler Mensch würde sagen …..SIE sind verrückt.

      Wer sein Geld nicht Physisch altmodisch in seinen eigenen Händen hält, der ist auf das Goodwill anderer Mitspieler angewiesen.
      Ist das beim Menschen eine Sicherheit……?
      Beim Bitcoin sind das ca. 7 – 9, oder anderen Kommentaren folgend, ca. 100 Personen, die den ganz grossen Teil halten und die seinen Kurs manipulieren.
      So wie Draghi die Finanzmärkte nicht ewig bescheissen kann, so werden diese Spekulanten sich riesig freuen das der Coin nun 4000 Dollar wert ist, aber wo Börsengewinne sind, gibt’s auch immer Verlierer.
      Natürlich, auch ein paar „Kleine“ werden Gewinne gemacht haben bei den 4000…..aber…..

      Ich habe in den letzten 30 Jahren so viele „Gewinner“ erlebt …….die alles verloren haben.
      So lange die gewonnen haben …..hörte man nur Enthusiastisches und jeder der zu mehr Realitätssinn aufforderte, über den wurde gelacht.

      Also machen Sie weiter so und versuchen Sie beim Abzocken zu gewinnen, dass heisst, realisieren sie ihren Gewinn und machen sie JETZT aus den Bitcoins ….Franken …..und aus den Franken Gold.

      Dann haben sie den Gewinn gesichert, auch gegen die Manipulationen unserer SNB am Franken.

    • Ach ja Trader………….

      lese ich ihren Kommentar, so denke ich das SIE kaum etwas was dazu schon geschrieben wurde, auch gelesen haben

      Lesen SIE erst mal die Kommentare bevor sie den Mund aufmachen.

  2. Was für ein lustiger Bericht. Neben all den positiven News, muss es ja wieder einmal einen Pessimisten geben. Wobei ich mich frage, hat er die Thematik nicht ganz begriffen? Oder ärgert sich hier jemand, den frühen Zug verpasst zu haben? Wie auch immer meiner Meinung nach liegt die Zukunft in der Blockchain Technologie. Natürlich werden viele dieser Start up nicht liefern, was sie versprechen, aber wenn sich nur ein paar wenige durchsetzen, wird sich die Gesamte Abwicklung in so gut wie allen Sektoren extrem verändern. Weniger Kosten, effizientere Abwicklung, intelligente Systeme. Wir werden sehen wer am schluss recht hat 😉 Als Mail und WWW erfunden wurde, gab es auch solche Personen wie den Verfasser dieses Artikels die sich vor Neuem scheuen.

    • Herr Ben Bernanke, haben Sie den Artikel gelesen?

      Es steht dort geschrieben: „Blockchain … kann möglicherweise den Zahlungsverkehr und den sicheren Datenaustausch für immer und auf revolutionäre Weise verändern. Zusammen mit dem Internet“.

      Also, JA! Das ist die Zukunft! Niemand bei IP scheut sich vor Neuem!

      Es wird einfach befürchtet, dass mit den Coins „Umgebungsluft in Flaschen abgefüllt wird“ und teuer verkauft wird!

      Daher auch der nächste Satz im Artikel:
      „… um die daraus entstehenden Produkte in Zukunft nutzen zu können, muss man nicht zum jetzigen Zeitpunkt ein bestimmtes „Coin“ besitzen. Das heisst, es gibt eigentlich kein knappes „Produkt“, das man kaufen muss“

      Falls Sie hierzu eine andere Meinung haben oder Informationen bringen können, wäre es toll, wenn Sie diese mit uns teilen könnten! Oder können Sie uns sagen, warum (ausser um zu spekulieren) man heute ein Bitcoin besitzen sollte? Oder ein „NEO“, ein „Gnosis“, ein „vSlice“ oder ein „FirstCoin“? Kann man sonst später etwa die Blockchain Technologie nicht mehr nutzen? Wohl kaum…

  3. „Wer will schon ein Währung, wenn die Banken eine eigene bringen?“ Frage: weshalb sind diese Cryptos entstanden, gerade weil man keine Banken mehr haben will. Dieser verdorbene Ast unserer Kultur gehört abgeschafft (Durchlauferhitzer).
    Und anscheinend ist Ihnen nicht ganz klar, dass es eben nicht nur eine Währung ist, sondern viel mehr.

  4. Sehr geehrter Herr Roth

    Warum ich gelacht habe? Der Post von Natoshi Sakamato bringt es genau auf den Punkt.

    Es geht doch bei der Blockchain um viel viel viiiiiel mehr als eine Währung heraus zu bringen, die das FIAT ersetzen soll.
    Blockchain hat das Potential der 6. Kondratiew-Zyklus zu werden!
    Ich spreche nicht von Kryptowährung Bitcoin sondern der Technologie an sich.

    Um die künftigen Möglichkeiten zu erkennen braucht es halt Zeit und Geduld sich in die Thematik ein zu ARBEITEN, viel zu Lesen, open minded zu sein, Vorstellungsvermögen und Phantasie zu haben. Das ganze Potential vermögen wir heute noch nicht abzuschätzen, aber es zeigt auf was uns alles erwarten könnte.

    Falls Blockchain wirklich THE game changer sein wird, werden wir über uns selber lachen, als wir 150Mrd. Marktkapitalisierung als Blase bezeichnet haben. Wir würden von Billionen sprechen.

    Falls das alles nicht eintreffen sollte…… sind 150Mrd ev. mehr, flöten gegangen. Schlimm? Ja, aber falls die Bondblase platzt wird’s deutlich teurer und hässlicher werden.

    Also, entspannen, sich das ganze mal aus einer neutral optimistischen Sicht anschauen und nicht gleich nur Kohle und Spekulation sehen. Es geht um weit, weit mehr.

    • Lacher…………
      Aber hier im Artikel geht es um Bitcoin.
      Und „Blockcain“, naja ich warte mal ab was daraus wird. aber auch da sehe ich gefahren.

      Was die Welt wirklich bräuchte sind gesunde Währungen, aber das hat mit „Blockcain“ nicht wirklich etwas zu tun.
      Dazu braucht es keine neue Technologie, sondern ein waches Volk und einen neuen Typus von Politiker……den das „wache“ Volk wählen sollte.

      Trotzdem, ich bleibe skeptisch, aus langer Erfahrung skeptisch.

  5. Guten Tag

    Es gibt immer mehr Güter die in Kryptowährungen angeboten werden. Es besteht die Möglichkeit an SBB Automaten mit Bitcoin zu bezahlen, ja sogar Ferien bis hin zu Lebensmittel über ausgewählte Partner zu kaufen. Diese Güter werden gegen die Kryptowährung getauscht.

    Der wichtigste Punkt, den sie hier nicht erwähnt haben, ist ja, dass ein Kryptowährung meist unabhängig von jeglichen staatlichen Eingriffen ist.

    • Markus, es wird nicht bestritten das der Bitcoin ein Geld ist welches unabhängig von Staat funktioniert.
      Aber ist das wirklich der sprngende Punkt ?

      Der Bitcoin ist den Spekulanten ausgeliefert und das macht ihn zu etwas gefährlichem.

    • @Markus
      „Kryptowährung meist unabhängig von jeglichen staatlichen Eingriffen“

      Das ist derzeit noch der Fall, stimmt. Aber wenn die FINMA aus welchen echten oder erfundenen Gründen auch immer (Terrorfinanzierung? Steuer? Finanzmarktregulierung? Compliance? Money Laundering?) Bitcoin oder irgend eine andere Kryptowährung für „illegal“ erklären würde, ist fertig mit am SBB Automaten bezahlen oder Ferien für Bitcoin. Ein grosser Teil der Success-Story würde dahinschmelzen wie Eis in der Sonne. Bitcoin 100’000 USD würde wie ein schlechter Witz klingen.

      Ausserdem gibt es noch eine wichtiges Detail:
      Dass ein Händler Bitcoin akzeptiert, heisst noch nicht, dass Bitcoin Geld ist. Es ist ein Transaktionsmechanismus, mehr nicht. Der Händler oder die SBB werden Bitcoins eher nur kurz halten wollen, denn das wäre sonst Spekulation und nicht deren „Core Business“. Man weiss gar nicht, was der Wert eines Bitcoin morgen sein wird. Das heisst die SBB bepreisen auch ihre Produkte in Prospekten oder am Automaten nicht in Bitcoin und werden die Bitcoin sofort (!) nach der Bezahlung wieder in CHF umtauschen. Alles andere wäre sehr erstaunlich.

      Also sind Bitcoin oder Ethereum oder Monero Geld? Es kann ganz einfach überprüft werden:
      Geld sollte folgende Funktion haben (https://de.wikipedia.org/wiki/Geldfunktion):
      1) Zahlungsfunktion
      2) Wertaufbewahrung
      3) Wertmess- bzw. Recheneinheit

      Im Falle von Bitcoin ist die Zahlungsfunktion (Transaktion) sicher gut erfüllt oder sogar besser als bei manchen anderen Zahlungsmitteln aber die Punkte 2) und 3) sind kaum oder gar nicht erfüllt.

      Wie viele Bitcoin brauche ich pro Monat, um ab 2030 einen schönen Ruhestand zu geniessen? Oder ein konkretes Beispiel: Welcher Kadermitarbeiter in einer Bank wäre bereit, einen Vertrag zu unterschreiben, der ihm/ihr ab 2030 anstatt 10’000 CHF Pension pro Monat 2.5 Bitcoin pro Monat garantiert? Oder 100 „Veritaseum“ Coins (derzeit bei 100 USD)? Oder 50’000 „Basic“ Coins (derzeit bei 20 Cents)? Oder 400 „Gas“ Coins (derzeit bei 25 USD)? Oder einen Korb aus den derzeit 100 grössten Kryptowährungen, die derzeit einen Wert von 10’000 CHF haben?
      Werterhaltung ist absolut nicht gegeben bei keinem einzigen Kryptocoin. Pure Spekulation.

      Und was kostete ein Big Mac in Bitcoin 2015, 2016, 2017 und was wird er 2020 in Bitcoin kosten? Wie viel kostet heute ein Big Mac in Dogecoin, 0x, Byteball, DigixDAO oder Civic? Dies sind fünf Kryptowährungen, die derzeit zwischen 170 und 200 Millionen USD Market Cap haben. Zusammen also fast 1 Mrd. USD.
      Die Funktion Wertmesseinheit ist also auch überhaupt nicht gegeben.

      (PS: Auch der Preis von Gold schwankt, aber vor 100 Jahren wie heute konnte man sich mit einer Unze Gold einen schönen Anzug kaufen; Gold ist also über einen längeren Zeitraum betrachtet bestimmt das stabilste Geld weltweit und erfüllt die Funktion „Wertmessung“ wohl am besten)

      Also summa summarum:
      Kryptowährungen sind kein Geld.

      Und für alle, die es trotzdem nicht glauben, für die bleibt die (wichtigste) Preisfrage nach wie vor bestehen: Falls in Zukunft nun doch unser Geld auf Blockchain beruhen sollte, welche der 1071 Kryptoassets wird sich wohl durchsetzen? Welches werden die wichtigsten? Vielleicht sogar eine, die es jetzt noch garnicht gibt? Oder soll man die 100 grössten kaufen, von denen dann 98 wertlos werden?

      Es ist wie gambling: „Place your bets“
      Und bald wird es heissen: „Rien ne va plus“

  6. @ Lacher…………

    ….ich bekomme öfters solche Kommentare zu lesen wie den Ihren.

    Leute die selber keine Argumente haben, die schreiben solche Unsinn …..weil sie eben nichts zu sagen haben, aber das was ich sage als unangenehm wahrnehmen, weil es ihren Interessen widerspricht.

    So auch dieser Kommentar, der keinerlei Argument in die Diskussion bringt, ja nicht mal darlegt was es denn zu lachen gibt.

    Nun ja, Lachen Sie, das tut ihnen wenigstens gut.

    Es spielt keine Rolle ob die Herstellung der der Bitcoins 20 oder 50 Rappen kostet, sie haben keinen Eigenwert.
    Niemand der seine Sinne noch beisammen hat, sollte etwas kaufen was 50 Rappen wert ist und dafür 4000 Dollar bezahlen.

    Sowas macht nur jemand der spekulative Interessen verfolgt.

    Somit wäre wir beim Kern der Sache, nämlich das der Bitcoin heute in der Hand von Spekulanten ist, die seinen Kurs entscheidend beeinflussen. Wenn er nun in einigen Wochen oder Monaten wieder auf 1000 oder 400 Dollar gefallen ist, glauben sie das dann jene 100 grössten Bitcoinhalter Geld verloren haben….???

    Mag sein das er einst geplant wurde um als Alternatives Zahlungsmittel zu dienen, aber sogar dessen bin ich mir keineswegs sicher.

    So, nun freuen wir uns alle auf die durchschlagenden Gegenargumente ihrerseits……(((-:

    • @ Walter Roth: Gerne möchte ich Sie kurz zitieren: „Es spielt keine Rolle ob die Herstellung der der Bitcoins 20 oder 50 Rappen kostet, sie haben keinen Eigenwert. Niemand der seine Sinne noch beisammen hat, sollte etwas kaufen was 50 Rappen wert ist und dafür 4000 Dollar bezahlen“.

      Der Wert einer Sache bestimmt sich nicht über deren Herstellungswert sondern über Angebot und Nachfrage. Oder Messen Sie den Wert einer 10 Franken Note nach dem Wert der Herstellung? Bei jedem Zahlungsmittel (inkl. Edelmetale etc.) gibt, dass Zahlungsmittel ist solange gut wie die Leute an deren Wert glauben. Gold beispielsweise ist total nutzlos, aber da es eine endlich Ressource ist (so wie vieles andere auch) und die Leute dem Gold einen Gewissen Wert beimessen (Angebot und Nachfrage) hat Gold eben doch einen Wert (Tauschwert).

  7. Sehr geehrter Herr Walter Roth

    Vielen Dank für ihren Kommentar.
    In den letzten Jahren hatte ich ganz selten Tränen in den Augen vor lauter lachen, aber dank ihnen ist es heute wieder soweit.

    Hatten sie schon mal eine solche Münze in den Händen??
    Das minen eines Bitcoins kostet übrigens ein paar Räppli mehr als 20 Rappen

    Walter Roth:

    „Ich habe immer gesagt das ein Bitcoin nur ein Finanzprodukt ist, die eigentliche Münze wohl nur 20 Rappen Wert ist, den so viel kostet deren Produktion, sie ist ja nicht aus Gold.
    Irgendwo habe ich mal eine Statistik gefunden in der man abschätzte wie viele Bitcoin es gibt und wo die sind, wer sie hält….?“

    • @ Hans Muster…………..

      Was wollen sie mir da erklären, oder wie sagt man, ……wollen Sie wirklich noch Wasser in den Rhein schütten ?

      Es ist mir absolut klar was wie der Markt spielt.

      In einem gesunden Markt kann etwas Rar sein und deswegen sehr an Wert gewinnen.
      Gold findet man in einer Tonne Gestein heute vielleicht noch 10 – 20 Gramm wenn man Glück hat, dass fördern braucht teure Geräte und viel Arbeit.
      Der Preis dürfte also wohl bei ca. 1000 Franken pro Unze netto liegen.
      Bei weniger werden viele Minen stillgelegt, bei mehr wird gefördert.
      Das ist etwas Reales.

      Beim Schweinefleisch, dem PKW, überall sucht sich die Wirtschaft und der Markt einen Weg des Ausgleichens, Abwägens.

      Schweinefleisch kann man Essen, den PKW fahren und Gold hat seinen Wert sein 5000 Jahren noch nie eingebüsst.

      Aber Produkte wie der Bitcoin sind ….NICHTS.
      Sie stellen keinen Eigenwert dar, sie bauen auf einem Versprechen auf.
      Wir alle haben doch schon viele Male miterlebt was passiert wenn solche Versprechen gebrochen werden……?

      Schweinefleisch kann man essen, …..aber was kann man mit dem Bitcoin dann tun, also mit ein paar Zahlen am PC….?
      Niemand würde für Schweinefleisch zu 100 Gramm 4000 Dollar bezahlen, denn man kann davon nur gerade 1 Frikadelle machen.

      Aber warum bezahlen Menschen für ein paar Zahlen im PC 4000 Dollar.
      Naja, weil sie daran Glauben.
      Ist Glauben etwas Reales….?
      Wie sollte man den Wert des Glaubens beziffern ?
      Was wenn Gott / Bitcoin sich plötzlich outet und alles einfach sausen lässt…?

      Eben darum ist der Bitcoin eine Blase, genau so wie die Tulpen damals, wie die Immo-Blase die gerade entsteht….usw. usf.

  8. Mir scheint der Artikel wurde mit guter Intention geschrieben. Der Autor ist jedoch später am technischen Verständnis und den Details gescheitert. Schade drum – denn gute Artikel darüber finden sich praktisch keine und es wäre eine gute Chance gewesen.

    Ist es eine Blase? Könnte sein das Bitcoin eine Blase ist. Wir wissen es nicht und können lediglich darüber spekulieren. Ich selbst behaupte das der Bitcoin eine Blase ist und demnächst einmal platzt. Respektive andere Cyptowährung einen kleinen Dämpfer versetzt.

    Kommen wir aber nun mal zu den Details und da wo der Autor meiner Meinung nach seine Hausaufgaben nicht gemacht hat.

    Primär geht es um die Technologie und deren Weiterentwicklung(en). Bitcoin war das Erste und ist technisch vollkommen veraltet. Technologien wie Ethereum oder Ripple sind hier massiv weiter und haben meiner Einschätzung nach den Bitcoin schon lange eingeholt.

    Bei der Blockchain geht es darum das wir und damit meine ich alle die Internet haben und einen Rechner besitzen – die Macht zurück über ein völlig korruptes und einseitiges Finanzsystem erhalten können. Ebenfalls könnten wir unsere Daten selbst wieder verwalten und sogar selbst verkaufen – respektive am Gewinn von Google und Co. mit Daten teilhaben. Der User bestimmt was, für wen und wie lange Sichtbar sein kann. Dank simplen und einfachen Smart Contracts.

    Moderne Blockchains wie Ethereum bieten heute bereits Smart Contracts. Sprich Code der schlicht und ergreifend ausgeführt wird wenn ein Ereignis eintritt. Es ermöglicht je nachdem (fast) jeden Zwischenhändler zu eliminieren und kann auf Wunsch auch neue einbinden. Letzteres ist es was die Schweizer Anwalts-, Finanz- und Versicherungsbranche verpasst.

    Nehmen wir doch ein einfaches Beispiel. Herr Hässig kauft in China einen Container mit Gummienten. Die sind gerade voll hipp in Tankstellenshops und er möchte diesen Trend mitmachen.

    Offerte: CHF 10’000, EX-Works mit Spediteur nach Wahl.

    Herr Hässig entscheidet sich für Kühne&Nagle. Transport Shanghai nach Zürich inklusive Zoll CHF 2’500.

    Herr Hässig überweist nun CHF 12’500 an „Smart Contract A“. Jede Partei sieht nun – Herr Hässig hat bezahlt und seinen Teil der Abmachung eingehalten.

    Der Lieferant produziert und sendet ebenfalls sein OK an „Smart Contract A“ nach dem Kommissionieren. Nun wissen Herr Hässig und Kühne&Nagel das der Produzent seinen Teil eingehalten hat.

    Kühne&Nagel, prüft die Ware beim Händler, scannt den Lieferschein und sendet automatisch durch Scangerät das OK an den „Smart Contract A“.

    Kühne und Nagel führt den Transport durch. Herr Hässig bestätigt den Erhalt an „Smart Contract A“ nach Inspizierung der Ware.

    Alle Parteien haben bestätigt. Die Ether werden an die Parteien freigegeben. Ebenfalls ist für alle involvierten Parteien ein nicht fälschbarer Nachweis der Transaktion vorhanden. Das wiederum steigert das Vertrauen in alle drei Parteien.

    Das lässt sich noch mit Mikroversicherungen usw knüpfen. Dinge für welche wir heute keinen Nutzen haben, da schlicht zu teuer und zuviel Aufwand. Doch mit der Digitalisierung und der Blockchain lässt sich vieles einfach automatisieren.

    Eine grosse Frage bleibt jedoch. Was mache ich mit all diesen Menschen die immer mehr obsolet werden? Das ist die wirkliche Challenge dahinter. Fakt ist jedoch das die Blockchain kommt und einen Teil der Schweizer „nutzlos“ macht. Wer nicht programmieren kann und geistig sich nicht öffnet für Neues bleibt auf der Strecke.

    • Sorry, aber Du beschreibst – etwas kompliziert formuliert – den Ablauf eines Akkreditivs. Das gibts schon seit 100 Jahren und ist keineswegs revolutionär. Wenn die Blockchaintechnologie das ein klein wenig (vermutlich lernen auch die Akkreditivbanken irgendwann etwas dazu) das minim effizienter macht, à la bonneur, die Welt dreht sich deswegen wohl kaum viel schneller.

    • Blockchain………..
      mag sein was sie sagen.

      Aber was sie zum Zahlungsverkehr sagen ist etwas anderes.
      Ich könnte man Salopp sagen das wir das mit Pay-Pal auch schon haben. Wobei das über die BANKEN läuft.
      Wenn das der einzige Vorteil der neuen Coins ist…….. ist es etwas wenig.
      Jedoch bin ich der Meinung das der Markt das entscheiden soll. setzt es sich durch, ….OK.

      Leider ist Pay-Pal auch bereits Linkspolitisch verseucht und deshalb wertlos.
      Siehe Spendengelder an die Identitären der C-Star im Mittelmeer.

    • Einer der wenigen, wirklich sinnhaltigen Kommentare hier!
      Auch ich finde es schade, dass sich LH nicht etwas mehr Hintergrund zur Technologie angeeignet hat. Vom Grundsatz her bringt er nämlich eine Reihe sehr sinniger Gedanken. Ob die Schlussfolgerung korrekt ist, wird die Zeit zeigen.

      Bei dem was Walter so von sich gibt, bekam auch ich einen Lachkrampf. 20 Rappen pro Coin – Aha!

      Lieber Walter, ist Ihnen eigentlich klar dass es gar keinen Coin gibt?

      BitCoin ist eine reine Crypto-Währung. Wer immer Ihnen diesen „Coin“ verkauft hat, den Sie offenbar mit sich herum tragen – hat Sie aufs Glatteis geführt. Oder schlichtweg betrogen.

      BitCoins werden exklusiv in der Blockchain gespeichert, Sie benötigen ihren privaten Schlüssel um darauf zugreifen zu können. Dieser Schlüssel ist eine Ansammlung von Zeichen (Buchstaben und Zahlen) – aber keinesfalls ein für 20 Rappen hergestellter Coin.

      Ich habe mir übrigens abgewöhnt in CHF oder USD umzurechnen – und betrachte einfach nur die Summe, die ich ursprünglich mal in den BitCoin investiert hatte. Das ist ne Zeit her, damals zahlte ich für einen BTC zwischen 0,5 und 1 USD. Ich weiß gar nicht was meine Bank sagen würde, wenn ich plötzlich alles eincashen würde – ich glaube die AML-Abteilung würde Panik schieben und mein Konto vermutlich erstmal sperren…..

  9. Viele haben glaub nicht verstanden worum es bei diesen Cryptos geht. Das was wir als Währung sehen sind eigentlich Nutzungsgebühren um ein bestimmtes Netzwerk benutzen zu dürfen. Bitcoin wird Western Union nie das Wasser reichen können da die Komponente Zeit gegen ihn spricht eine Bitcoinüberweisung wird immer länger als bei Western Union dauern. Worauf die meisten spekulieren ist, dass ein bestimmtes Netzwerk in Zukunft am häufigsten gebraucht wird.

    • Natürlich sind diese Systeme Währungen; warum sonst werden sie als solche mehr oder weniger (auch die herkömmlichen Währungen werden „nur“ OTC (noch) gehandelt) offiziell gehandelt??? Und warum kann man damit offenbar Waren kaufen??? Allerdings eine Währung, welche so kompliziert verpackt ist, dass eigentlich jeder User zuerst ein halbes Studium absolvieren müsste, um die Verpackung zu durchschauen und den INHALT (für mich immer noch warme Luft) wirklich zu verstehen. Zudem mit Tagesschwankungen von 20% und mehr und aus meiner Sicht kursmanipuliert von denjenigen, welche immer noch 50% oder mehr an diesen „nützlichen“ Erfindungen halten.

    • Interessant, also haben Sie bei Währungen wie EUR, USD, CHF auch ohne Hochschulstudium den Durchblick?

      Ich bezweifle dass Sie, selbst mit Hochschulstudium, den Durchblick je haben werden.

      Hinter den erwähnte Währungen steckt ja kein realer Gegenwert mehr, sondern reine Psychologie. Solange Sie mir nicht mit einer Währung mit realer (Sachwerten) Deckung kommen, erübrigt sich jede weitere Kritik in diese Richtung an BitCoins.

  10. Wer vertraut dem Papiergeld noch, das praktisch nur noch mit Schulden hinterlegt ist? 99.9% vertrauen dem heutigen Finanzsystem noch. 0.01% haben einen Teil auf Blockchain verschoben. Dabei sind auch Milliardäre wie Richard Branson. Das Risiko ist nicht die Technologie. Das Risiko liegt darin, dass mind. 99% der Cryptowährungen wieder verschwinden werden.

  11. Ohne irgendwelche Recherche einfach mal in die Tastatur hauen, bravo. Hier mal anfangen: https://bitcoin.org/bitcoin.pdf

    „Wer will schon einen „NEO“, ein „Golem“ oder ein „Lisk“ halten, wenn es eine neue „offizielle Krypto-Währung“ der Banken geben wird?“

    NIEMAND.

    „Mehrere Grossbanken schliessen sich zusammen und beschliessen gemeinsam die „Revolutionierung des Zahlungsverkehrs“ und die Umstellung auf Blockchain.“

    Gibt es schon: Ripple. UniCredit, UBS und Santander mit Standard Chartered als Investor.

    Tulip-mania: 1636-1637.

    Bitcoin: 2007/2009 – present (http://historyofbitcoin.org/)

    LH, fragen sie mal Lykke fuer einen Crash-Kurs in Sachen Kryptowaehrungen anstatt sich so zu blamieren.

  12. Aktuell eine Schlammschlacht zu Bancor (aus dem Zuger Crypto Valley) – da zocken grad ein paar VCs im grossen Stil ab und Bundesrat JSA schaut mit grossen Augen zu und versteht nur Bahnhof.

    Das Hauptproblem hier: eine Marktplattform die niemand braucht, der Code enthält das Gegenteil von dem was die VCs versprechen. Ist das untersuchungswürdig? Allenfalls wenn der Staat was davon verstehen würde…

    https://medium.com/unchained-reports/bancor-unchained-all-your-token-are-belong-to-us-d6bb00871e86?source=linkShare-496edc7df67a-1503430547

    http://hackingdistributed.com/2017/06/19/bancor-is-flawed/

    https://blog.bancor.network/this-analysis-of-bancor-is-flawed-18ab8a000d43?source=linkShare-496edc7df67a-1503430654

  13. In den 40er Jahren dachte niemand dass ein Computer unter einer Tonne wiegen könnte. In den 80er glaubte IBM dem Billy nicht, dass man mit Software Geld verdienen kann. In den 90er haben nur einige Visionäre das Potenzial des Internets erkannt. Das Ergebnis dieser Visionen ist erst seit wenigen Jahren wirklich sichtbar. Heute gibt es Personen, die denken, dass Cryptos keine Zukunft haben.

    Natürlich verstehen viele die Technologie dahinter nicht. Es braucht nunmal Zeit, Fleiss und etwas Neugier um neue Dinge zu lernen. Es geht nicht nur um Cryptos die Coins verschieben. Seit einiger Zeit werden Technologien entwickelt im Bereich Invoice Finance, Commodity Exchange, Social Media, Voting, Digitale Identität und vermutlich viele weitere. Man muss kein Software Ingenious sein um zu verstehen dass hier gerade ein Internet v2 entsteht.

    ps: Cryptos sind vieleicht nicht die Zukunft, haben aber eine
    pps: Bitcoin ist nicht anonym, versucht Monero oder Dash
    ppps: Ein Fork muss von den Minern getragen werden, ohne Hashraten ist das Netzwerk anfällig auf 51 Attacken

    • Wesserpisser…… (((-:

      Sie vergessen eines ……beim Bitcoin und den anderen geht es um Geld.
      Also das alles ist nichts neues wie der PC Anno dazumal, sondern wir spielen nur das selbe Spiel unter neuem Namen.
      Bitcoin funktioniert wie anderes Geld auch, die „Mechanik“ ist die selbe…..

    • @Walter Roth

      Ich habe nun mehrere Ihrer Beiträge hier gelesen und sehe einige Konstante die sich wiederholen.

      a) Die meisten Bitcoins werden von einer Minorität gehalten und diese profitieren davon. Korrekt und das sind diejenigen welche von Anfang an dabei waren respektive Milliardäre. Was mich dazu bringt. Wie sieht es denn mit dem „echten“ Geld aus. Wird das nicht ebenfalls zum grössten Teil von nur einen kleinen Anzahl Menschen gehalten??

      b) Sie scheinen leider wenig technologisches Verständnis zu haben. Ich weiss nicht ob es Angst oder Wut ist die aus Ihnen spricht.

      Es geht hier um den Einkauf in eine Technologie welche wohl grösser ist als das Internet. Welche dieser Technologien sich wie durchsetzt wird sich zeigen.

      Hier der Unterschied erklärt mit Ethereum.

      Ethereum = Blockchain Technologie auf welcher Basis die Transaktionen getätigt werden. Das sind KEINE Geldtransaktionen sondern Handlungen! Einfach halber stellen Sie sich als Windows Betriebssystem vor.

      Ether = Cryptowährung. Diese wird benötigt um Transaktionen durchführen zu können respektive um Geld zu transferieren. Letzteres unterliegt Schwankungen. Aber das wird sich alles noch stabilisieren.

    • NY125
      23. August 2017 / 12:17
      @Walter Roth
      ————————————–

      Natürlich, sie haben recht.
      Mit den konventionellen Geld wird spekuliert, mit dem Bitcoin auch.
      Beides ist eigentlich das selbe, die Mechanismen funktionieren gleich.
      Nur die Art des „Managements“ ist verschieden.
      Nein, ich haben vor solchen Dingen keine Angst, bin aber auch nicht Technikhörig und finde es nicht schon deswegen toll, weil da gerade eine neue Masche gefunden wurde.

      Für mich ist wichtig das die Menschen sich keiner Illusion hingeben.

      Wie Geld transferiert wird ist eigentlich unwesentlich, das ist nur für Technikfans von Bedeutung.
      Zudem glaube ich, das sobald Bitcoins die Funktion als Alternativwährung erfüllen würden, beinahe alle Regierungen den verbieten werden.
      Politisch reagieren die meisten Regierungen sehr empfindlich auf solche Dinge.

  14. Bitcoin, Ethereum und andere Blockchain-Derivate (DLT) werden von einem kleinen Haufen Software-Nerds entwickelt (=kontrolliert), die sich noch nicht mal über die Blockgrösse einigen können, geschweige denn über alles andere. „Fork“ wird sicher eines der nächsten Unwörter des Jahres, denn es werden noch viele kommen.

    Und das nennt man dann dezentral und vertrauenswürdig.

    Nein, im Grunde ist es nichts als eine riesengrosse Verarsche von Leuten, die es geschafft haben, mit Begriffen, die kryptischer sind als die Technologie selbst, der Welt den Eindruck zu vermitteln, es handle sich hier um etwas grosses, nachhaltiges und wertvolles, bei dem man unbedingt mit dabei sein muss.

  15. Wer hat den diesen Blog geschrieben. Da hat es ja etwas Neues drin. Hat LH einen Sommerintern, welcher ein bisschen weiter sieht und vorallem zur Abwechslung in die Zukunft.
    Kann den Inhalt nicht für gut befinden, ABER das ist ja mal eine schöne Ueberraschung!
    Den Sommerintern anstellen und LH mal auf eine Reise ausserhalb der 8000 Postleitzahl schicken.

  16. Ich hatte auch Bitcoin gekauft – aber in diesem Hype entgegen meinem ursprünglichen Plan wieder verkauft. Das Zurückbringen in die „alte Welt“ ist das komplizierteste an der ganzen Sache. Es war attraktiv eine Währung zu haben, an der nicht die Banker (Notenbanker, Geschäftsbanker) dauernd an der Vermehrungsschraube drehen, im Interesse der allermeisten Regierungen übrigens.

    An sich ist Bitcoin nicht viel anders als alle anderen Währungen. Solange man sie akzeptiert, ist sie etwas „wert“. Der Vorteil der Bitcoins ist aber, dass der Vermehrungsalgorithmus ein rasches Aufblähen verhindert (im Gegensatz zu USD, CHF, EUR, etc.). Der „Wert“ des CHF ist durch EUR und USD belegt, also faktisch alles heisse Luft. Man könnte irgendetwas nehmen, das nicht verdirbt und breit akzeptiert wird.

  17. Eine Währung funktioniert nur dann auf Dauer, wenn jemand die Währung „garantiert“. So haben während langer Zeit die Zentralbanken die Eintauschbarkeit der Landeswährung in Gold garantiert (Goldstandard). Auch wenn die Goldstandards mittlerweile aufgehoben sind, garantieren die Staaten weiterhin, dass mit der Währung des jeweiligen Landes der individualen Steuerpflicht im betreffenden Land nachgekommen werden darf/muss. Und in der CH formuliert das OR überdies explizit, dass Geldforderungen in Franken zu begleichen sind. Konsequenterweise wurde jede Währung zu wertlosen Papierschnitzeln oder Metallstücken degradiert, sobald ein Staat aufgehört hat als solcher weiter zu existieren (Deutsches Reich, zaristisches Russland) oder der Staat nicht mehr glaubhaft die vorgenannten Garantie(n) abgeben/einhalten konnte (Zimbabwe).

    Nun liegt die Problematik der Digitalwährungen meines Erachtens darin, dass bei diesen „Währungen“ keine wirtschaftlich potente Einheit eine „Gegenleistung“ (wie das Tilgen der Steuerpflicht) garantiert. Schlicht das Zurverfügungstellen von „Speicherplatz“, wie das im Rahmen einer Digitalwendung erfolgen kann, ist noch kein Gegenwert. Damit eine Digitalwährung dauerhaft sein wird, d.h. „Währungscharakter“ erhält, bedarf es einer wirtschaftlichen Potenz, welche gegen Lieferung/Eintausch von Digitalwährung die Garantie für eine messbare, feste Gegenleistung erbringt. Sei es, dass ein grosses Staatswesen plötzlich erklären sollte, Steuerzahlungen – anstatt in der eigenen Landeswährung – für die Zukunft in Digitalwährung entgegen zu nehmen und/oder dass Globalplayers wie Amazon/Google etc. eine Gegenleistung im Austausch garantieren (z.B. Auslieferung von Gold, Silber, Grundstücke etc.).

    Ohne dass eine Garantie in irgendeiner der vorgenannten Arten vorliegen sollte, werden die Digitalwährungen meines Erachtens eine immaterielle Sache bzw. in ihrer Tulpenqualität verharren und – rebus sic stantibus – eines Tages werden wir an die Tulpenhausse erinnert werden.

    Momentan beinhalten die Digitalwährungen nur Spekulation; ob diese Spekulation zu einem Geldwert oder einer Blase führt, hängt vom Zustandekommen einer oder mehrerer glaubwürdiger Garantie im vorgenannten Sinne ab.

    • Hayek und andere Anhänger des Free Banking forderten, dass jeder das Recht haben soll, unbeschränkt und ohne Deckung seine eigene Währung zu emittieren.

    • Sokrates…………

      In den USA war das lange Zeit so.
      Jeder konnte seine eigenes Geld herstellen.

      Allerdings waren das damals Gold und Silbermünzen, und wer die herstellte musste sich darauf Identifizieren und den Reinheitsgehalt garantieren. Pfuschte er kam er ins Gefängnis.
      So lange er aber sauber arbeitete durfte er seine eignen Münzen herstellen……

  18. „Weitere Szenarien liessen sich ausdenken.“
    Genau!

    Es geht schlicht und einfach darum dass man eine Währung hat, die anonym und nicht rückverfolgbar ist. Also niemand will einen digitale, regulierte und manipulierbare Währung, die von Banken kommt.

    Im Zeitalter von Bargeld abschaffen etc. wird das immer wichtiger. Ausserdem können Sie im DarkNet nur mit BTC bezahlen. Es gibt bekanntlich immer mehr Verbote und Vorschriften der ewiggestrigen Abzocker-Beamten und genau dazu brauchts ein DarkNet wo man sich mit wichtigen Dingen für die zukünftige Entwicklung der Schweiz und Europas eindecken kann.

    Sind BTCs spekulativ: ja klar!
    Sind sie virtuell: ja klar!

    Beides trifft aber auch auf die sogenannten „normalen“ Währungen zu. Der Wert einer Note ist genauso virtuell wie irgend eine Anzeige im Computer-Bildschirm.

    • „Es geht schlicht und einfach darum dass man eine Währung hat, die anonym und nicht rückverfolgbar ist.“
      Ich will keine Währung, welche geradezu prädestiniert ist, kriminelle Energie anzulocken und Missbrauch nirgendwo rechtlich durchsetzbar ist!
      „Die wichtigste Bitcoin-Börse Bitfinex stellte nach der Entdeckung von Diebstahl von 120.000 Bitcoins mit einem Gegenwert von rund 65 Millionen Dollar (58 Mio. Euro) um Anfang August 2016 den Betrieb vorläufig ein.“ –> Dutzende ähnliche Vorfälle lassen grüssen!

    • Aha! und die herren und frauen im parlament resp nationalbank handeln nicht fahrlässig?? das ist immer eine frage der perspektive, ausserdem: irgend jemand konsumiert ja kokain und prostitution, sonst gäbe es diesen markt gar nicht.. nein, wer gegen anonymität ist, ist handlanger zukünftiger herrscher und leute, die meine sie wüssten alles besser als das „volk“

    • @Supermario: zum guten Glueck werden mit USD und CHF keine Drogen und Waffen gekauft. Bargeld ist noch viel anonymer als BTC. Es gibt viel anonymere Kryptowaehrungen als BTC. Oder eben, cold hard cash.

    • @JLL
      Einverstanden diesbezüglich, dass jegliche „Wertgüter“ kriminelle Energie anziehen. Im Gegensatz zu bestehenden Zahlungsmittel, kann ich aber Bitcoin-Machenschaften nur an wenigen oder keinen Gerichten durchsetzen. Ziemlich fair, oder?

  19. Die Musikindustrie hat MP3 belächelt und wollte das Internet dazu nutzen, CDs in online Shops zu verkaufen. Die Finanzbranche belächelt Cryptowährungen und will das Internet dazu benutzen, mit Onlinebanking kosten zu sparen. Sehen sie die Parallele?

    Cyrptowährungen lösen das Problem des Double-Spending ohne den Man in the Middle. Im Gegensatz zu Banken und anderen Finanzdienstleister (Westenunion, Paypal, Kreditkartenfirmen, etc.) sind Cryptowährungen auf einem Dezentral System aufgebaut. Es gibt also keinen Mittelsmann (Bank, Kredikartenfirma, etc.) der dafür sorgt, dass ein Guthaben mehrfach überwiesen werden kann. Transaktionen mit Cryptowährungen sind dadurch günstiger, schneller und sicherer.

    Geld ist immer auch eine Vertrauenssache. Als die Menschen in der letzten Finanzkrise das Vertrauen in die Geschäfts- und Notenbanken verloren, entstand die Idee des Bitcoins. Der Bitcoin ist als Antwort auf das Versagen der Finanzbranche. Eine weitere Finanzkrise kann daher den Cryptowährungen weiteren Auftrieb geben (währen anderen Asset Klassen – mit Ausnahmen wie Gold – in einer Krise fallen).

    Mich würde es wunder nehmen, ob der Autor selber schon mal Bitcoins besessen und zur Zahlung benutzt hat? Kaufen sie zwei mal das selbe Produkt in einem Onlineshop in einem anderen Land; einmal bezahlen sie herkömmlich per Banküberweisung und das andere mal mit Bitcoin. Wo fallen mehr Gebühren an, wie lange dauert es, bis das Geld ankommt? Machen sie die Probe aufs Exempel. z.b. Eine Bankzahlung nach Japan oder China dauert Tage und kostet viel Gebühren; mit Bitcoin dauert es Minuten und kostet deutlich weniger. Was wird sich wohl eher durchsetzten?

    Aber vielleicht täusche ich mich und in ein paar Jahren wird niemand mehr MP3 downloaden und alle kaufen wieder CD`s.

    • Die Technologie (Blockchain) ist sicher eine Zukunftstechnologie. Aber der Coin selbst ist nur heisse Luft. Da hat LH ausnahmsweise mal recht.

    • Warum nicht!? Die Schallplatte hatte auch ein Revival. Bestellen Sie doch mal ein neues Auto. Zwar bieten die meisten Hersteller inziwschen auch Apple CarPlay etc., aber so ziemlich jeder Hersteller hat auch immer noch ein CD Laufwerk im Programm. Bei manchen bekommt man es sogar aufgezwungen.

      Aber zum Thema.

      Es ist doch wohl klar, dass eine normale Banktransaktion, gerade ins Ausland, deutlich länger dauert. Auch wenn sie ebenfalls elektronisch / virtuell stattfindet. Allein schon wegen der ganzen Garantien, Auflagen, Prüfungen, Meldungspflichten, Versicherungsleistungen, etc. die Banken zu erfüllen und erbringen haben und den ganzen Regulierungen denen sie unterliegen.

      Und genau das ist es, was sie m.E. doch sicher macht und warum ich den Banken – trotz aller gerechtfertigter Kritik – weiterhin den Vorzug gebe.

      Denn wer ersetzt mir den Kauf meines neuen TV wenn er auf dem Heimweg beschädigt wird?

      Wer ersetzt mir meine neue Uhr, wenn sie mir nach dem Kauf gestohlen wird?

      Wer erstattet mir die Kosten für meinen Flug in den Urlaub wenn etwas dazwischen kommt?

      Wer garantiert mir die Sicherung meiner Bareinlagen (zumindest bis zu einem bestimmten Betrag)?

      Wer nimmt eine Rückbuchung vor, wenn ich versehentlich statt 100.- stolze 100’000 .- überwiesen habe?

      Etc.

      Meine Bank (und deren Versicherung) macht das. Entsprechend ist ein Blockchain Wallet in keiner Weise mit einem klassischen Bankkonto vergleichbar. Mit allen Vor- und Nachteilen.

      Welche überwiegen, bleibt natürlich jedem selbst überlassen zu entscheiden. Aber m.E. haben diejenigen, die sich ständig hinter dem ‚Vorteil‘ der Anonymität verstecken, auch tatsächlich etwas zu verbergen. Und mit Leuten die etwas zu vergeben haben sollte sich man sich in finanzieller Hinsicht vielleicht besser nicht abgeben.

    • Sorry, aber der Vergleich MP3 vs Bitcoin ist nun wirklich voll zum Lachen.
      Vielleicht kann uns der Sokrates (der hatte seinerzeit wenigstens wirklich was auf dem Kasten) erklären, wo die VERBESSERUNG von Bitcoins vs herkömmlicher Währung besteht, wenn ich täglich mit Wertschwankungen von 20% und mehr fertig werden muss. Blockchain-Technologie mag viele Anwendungen revolutionieren; aber mit Sicherheit nicht unser monetäres System (so gut oder schlecht dieses auch funktionieren mag).

    • @Supermario

      Die Verbesserung besteht unter anderem darin, dass der Zahlungsverkehr der Zukunft keine Banken benötigt! Vielleicht ist das auch der Grund, warum alle Banker Bitcoin schlecht reden (selektive Wahrnehmung).

      Zur Erklärung:
      Wenn Sie ein 5 Franken Stück in der Hand haben, dann können Sie entweder Lukas oder Hans Ihr 5 Franken Stück in die Hand drücken – aber niemals beiden. Für eine Überweisung benötigt es bisher einen Mittelsmann (Bank, Kreditkartenfirma, Paypal, etc.) die sicherstellt, dass Sie ihre 5 Franken nicht mehrfach überweisen; das ist das sogenannte Double-Spending Problem. Es handelt sich also um ein zentrales Zahlungssystem, weil bei einer zentrale Stelle die Fäden zusammenlaufen.

      Die Cryptowährungen sind hingegen dezentral organisiert. Allen Cyprotwährungen gemeinsam ist, dass es keinen Mann in der Mitte gibt, der das Double-Spending verhindern. Das Double-Spending Problem wird mittels eines Consensus gelöst. Beim Consensus einigen sich die Teilnehmer darauf, wer wem wieviel gesendet hat. Bei Bitcoin geschieht dieser Consensus in der Blockchain, andere Cryptowährungen wie IOTA gehen völlig neue Wege mit einem Tangle/ DAG (= directed acyclic graph).

      Wichtig zu verstehen ist, dass das Double-Spending Problem mit zwei völlig unterschiedliche Systemen gelöst werden kann: Zentral oder Dezentral. Das ist der Kern der revolutionäre Idee.

      Ob das dezentrale System mittels Blockchain, Smart Contract oder Tangle/DAG , steht in den Sternen (Ich tippe auch Tangle/DAG).

      Dezentrale Systeme sind schneller und günstiger. Darum haben sie gute Chancen sich langfristig durchzusetzen. Machen Sie bitte die Probe aufs Exempel und überweisen Sie 100 Franken am Bankschalter nach Japan auf ein Japanisches Bankkonto und als Vergleich überweisen sie 100 Franken in Bitcoin an ein Japaner. Sie werden feststellen, dass Bitcoin signifikant schneller und günstiger ist.

    • @Socrates

      es scheint, der Hauptgrund, warum Sie Kryptowährungen gut finden, sind die Möglichkeiten bei Transaktionen. Sie nennen Western Union, Paypal und „Kreditkartenfirmen“, denen Konkurrenz gemacht werden wird. Absolut!

      Aber genau hier liegt auch der Hund begraben: Die TECHNOLOGIE hinter Bitcoin und den 1000 anderen „Coins“ kann Western Union, Paypal und VISA überflüssig machen und Transaktionen sicherer und günstiger machen.

      Aber dazu braucht es doch kein bestimmtes „Coin“, welches einen Preis hat oder das man jetzt kaufen müsste! Sonst hätte es ja auch ein „Western Union Coin“ geben müssen! Oder ein „VISA Coin“ oder ein „Einzahlungsschein Rot Coin“.

      Also: Transaktionen über Blockchaintechnologie, ja, das setzt sich durch! Auch ganz viele andere Anwendungen sind möglich. Voll einverstanden! Aber ob das dann mittels Bitcoin, Ethereum, Monero oder einem völlig neuen Produkt geschieht, weiss kein Mensch.

      Es ist unmöglich vorherzusagen, welche Coins überleben werden. Daher taugen Kryptowährungen auch nicht zum „Werterhalt“ ausserhalb des Bankensystems. Es könnten unendlich viele Coins kreiert werden. Also wäre der Wert sicher Null. Ob Bitcoin als erstes und momentan grösstes Coin überlebt, ist nicht sicher!

      Wer einen Teil seines Vermögens ausserhalb des Banken-/Geldsystems halten möchte und kein Gegenparteirisiko mehr haben möchte, der kommt an physischem Gold und Silber nicht vorbei. Auch nicht im Zeitalter von Blockchain und Internet.

    • @Bear’s Advocate

      Ich stimme Ihnen voll und ganz zu, was die Aussage über die physische Edelmetalle betrifft. Allerdings gibt es bei Gold ein konfiskatorisches Risiko, Regierunen haben in der Vergangenheit schon mehrmals Gold Verbote erlassen und könnten dies wieder tun. Bitcoin ist praktikabler wenn man ein Teil seines Vermögens sehr schnell ins Ausland verschieben muss, z.b. bei einem Bail-In wie in Zypern, einer Hyperinflation oder einem Failed State wie Syrien/Irak.

      Momentan gibt es eine Handvoll technischer Lösungsansätze (Blockchain, Tangle/DAG) und auf jedem dieser Lösungsansätze sind diverse Cryptowährunge aufgebaut. Jeder Coin hat ein Alleinstellungsmerkmal, der ihn von den anderen Unterscheidet, aber was den Bekanntheitsgrad, Marktvolumen und das Vertrauen betrifft so ist Bitcoin die Nummer Eins.

      Auf der Technischen Seite ist das Herausgeben von neuen Coins ist keine grosse Herausforderung mehr. Das Alleinstellungsmerkmal der Cryptowährung Waves ist es, dass jeder mit ein paar Mausklicks sein eigen Token herausgeben kann. So können Sie ihren eigenen Bears Token herausgeben und Herr Hässig kann sein eigenen Inside Paradeplatz Token herausgeben. Sie brauchen weder viel Geld noch Technisches Wissen dafür. Aber Sie müssen Menschen finden, die Ihrem Token vertrauen und ihn kaufen und nutzen wollen. Das gibt dem Free Banking eine völlig neue Dimension.

      Ich weiss auch nicht, welche Coins es in 10 oder 20 Jahren noch geben wird. Es werden aber viele neue Coins kommen und genau so schnell wieder verschwinden. Wer Spielgeld über hat und sich für diese Entwicklungen Interessiert, der kann mit Cryptowärhungen durchaus Geld machen – aber Vorsicht ist geboten. Der Markt ist sehr intransparent, es gibt eine grosse Informationsasymmetrie bei den Marktteilnehmern. Die Einen verbringen fast ihre ganze Zeit auf Bitcointalk.org und in den Slack Chanells der verschiedenen Cryptowährungen und kenne sich untereinander gut, die Anderen informieren sich sporadisch durch die klassischen Medien und YouTube; das ist der ideale Nährboden für Pump and Dump.

  20. …first they resist, then they try to kill you, then they have a „what if…“ moment, then they jump on board!
    And let these guys, like the brilliant writer here, in the hands of the central banks and a bunch of greedy inv bankers…
    Long live Bitcoin!

  21. …das ist ein wunderschönen Artikel, genau geschrieben von jemand der wie die alte Establishment denkt. Er hat keine Info über was heute alles man schon mit Bitcoin machen kann! So einen kurzsichtiges Mist höre ich immer wieder…blieb einfach so und Bitcoin wird euch überrollen: Bitcoin hat bisher alle diesen Gurus überlebt.
    Diese sind die selbe Leute die uns Produkten mit null Garantien verkaufen wollen, und die denken das eine „App“ Innovation bedeutet !
    In der Zwischenzeit, es bildet sich eine komplette Wirtschaft…ad majora!

    • Vor allem können Sie damit viel Geld verlieren.
      Wollen sie das beim Bit vermeiden, brauchen sie normales Geld, denn dann sollten sie nur Bitcoins kaufen wenn sie eine Transaktion vorhaben.

      Bitcoins wären Ok, aber nur dann wenn sie der gegenwärtig wilden Spekulation entzogen würden.
      Gold ist besser, denn alles im PC, auch im Darknet ist nicht 100% Anonym.
      Und der Einkauf ist ja nur die eine Hälfte, die Lieferung wiederum ist ebenfalls nichts Anonymes, es sei denn, sie machen es per Kurrier.

      Also, wer einst ein Geld braucht welches nicht zu Kontrollieren ist und keine Spuren hinterlassen möchte, den denke mal an Gold.
      Und bei Goldtauschgeschäften, warum muss alles aus dem Ausland kommen, es finden sich immer auch Quellen im eigenen Land, da kann man sich treffen und tauschen.

    • Dein „altes Establishment“ hat – mein bescheidenes Argument – sowohl beim Japan-, Internet- und Immobilienbubble schlussendlich immer Recht bekommen. Gewisse physikalische und ökonomische Grundsätze können auch mit Kryptogewalt nicht ausgehebelt werden. Man müsste diese Grundsätze allerdings zuerst verstehen können. NB Auch eine Schafherde sieht nicht über den Klippenrand hinaus; erst wenn der Leithammel in die falsche Richtung rennt…

  22. Es gibt bereits wieder einen neuen Bitcoin:
    Spekulanten aufgepasst!
    „Hässig-Coin“, rund, und mit ein paar eingravierten Stirnrunzeln als Sicherheits-Code. Kann mit Smartphone und PC mühelos abgerufen werden.
    Herr Hässig, besten Dank für den informativen Bericht.

    • Informativ? Null Recherche, voelliger Mangel von Verstaendniss und lahme Repetition Aussagen jener die keine Ahnung von Bitcoin oder Blockchain haben. Man macht sich nur laecherlich wenn man so darueber schreibt. Leider ist das Thema nicht gerade einfach, man muss sich damit auseinandersetzen und das bedeutet Zeit investieren. Die meisten sind zu Faul dafuer. Fuer alle anderen wuerde ich das Bitcoin Whitepaper als Start empfehlen: https://bitcoin.org/bitcoin.pdf

      Bitcoins und Ethereum zu kaufen ist auch nicht unbedingt einfach, dies ist das naechste Hindernis. Ich wuerde eine Schweizer Kryptoboerse empfehlen: http://www.lykke.com

      Danach koennen wir euch ernst nehmen.

  23. Die hier geschilderten Szenarien, warum „die Blase“ platzen könnte, sind völlig unrealistisch.

    1) Die Grossbanken würden sich nie freiwillig zusammenschliessen (siehe auch TWINT Debakel), um eine Technologie einzuführen, welche sie nahezu obsolet macht. Ganz davon abgesehen, dass sie Blockchain Technologie selber nicht verstanden haben.

    2) Wie soll sich ein Verbot durchsetzen lassen für etwas, das völlig anonym verwendet wird?

    3) Das Natiobalbank Szenario wäre denkbar, aber es würde mit Sicherheit dem zentralen Vorteil der aktuellen Kryptowährungen (der Anonymität) nicht folgen und daher auch nicht die bestehenden Währungen verdrängen.

    Was in diesem Artikel nicht erwähnt wird: Kryptowährungen sind eine Demokratisierung des Finanzsystems, es macht Banken oder den Staat für Transaktionen absolut. Wie die Vergangenheit zeigt, gewinnt das Volk am Ende!

    • Träum weiter.
      1) Wäre eine solche Luftwährung ein wirkliches Geschäft, hätten das die Geschäftsbanken bereits längstens selber etwas kreiert.
      2) Indem man den Gebrauch und das Halten unter Strafe stellt.
      3) Keine Zentralbank hat ein Interesse daran, an einer Währung zu partizipieren, auf welche sie selber keinen Einfluss ausüben kann.
      Siehst also, Deine „schlagkräftigen“ Argumente sind mit drei kurzen Sätzen nicht mehr sehr viel wert (wie der Bitcoin ebenfalls nicht)

    • @Supermario:
      1) Ripple: UniCredit, Santander und UBS. Standard Chartered ist zudem Ripple Investor. Wieso sind Banken nicht enthusiastischer? Weil sie durch Blockchain viel Geld verlieren und im schlimmsten Falle ueberfluessig werden. Falls sie mal in einer Bank gearbeitet haben wuerden sie sicher zustimmen dass andere IT Probleme prioritaet vor Blockchain haben, zB nur schon mal ein Online Banking welches funktioniert oder den Datenanforderungen der Regulatoren zeitgemaess gerecht zu werden.

      2) Wie will man ein dezentralisiertes System welches keine Zentrale Kontrollfigur oder Ueberwacher hat verbieten? Ein Verbot ist absolut nicht umsetzbar. Es wuerde aber wahrscheinlich zu heftigen Preiskorrekturen fuehren, m.E. kurzfristig.

      3) Agreed.

    • @JLL
      1) Nochmals, warum sollte eine Bank – wenn es ein Geschäft wäre – kein Konto oder was auch immer in dieser Währung anbieten? Anlageprodukte gibt es bereits (ich kenn das gesamte Universum nicht besonders gut), beispielsweise das Vontobel-Zertifikat erfreut sich grösster Nachfrage und mit 50 Franken Handelsspread verdient Vontobel mit Sicherheit eine halbgoldene Nase damit.
      2) Warum sollte ein Verbot – zumindest regional – nicht durchsetzbar sein? Damit würden sich zumindest die hiesigen Geschäfte strafbar machen und auch die User könnten – auch wenn die Guthaben irgendwo anders parkiert sind – nicht mehr guten Gewissens hantieren wie sie wollten. Ist halt meine Meinung; so salopp die auch sein mag 🙂

  24. Ich habe die Bitcoins einige Zeit mitverfolgt.

    Damals standen sie gerade wieder bei ca. 1400 Franken, er stieg weiter auf ca. 2000, dann fiel er auf 400 und nun also 4000.

    Ich habe immer gesagt das ein Bitcoin nur ein Finanzprodukt ist, die eigentliche Münze wohl nur 20 Rappen Wert ist, den so viel kostet deren Produktion, sie ist ja nicht aus Gold.
    Irgendwo habe ich mal eine Statistik gefunden in der man abschätzte wie viele Bitcoin es gibt und wo die sind, wer sie hält….?

    Und da fand man …..so viel ich es noch weiss, nur gerade 7-9 grosse Spekulanten die um die 50% der Coins halten.

    Und die sind es also auch die den Kurs bestimmen. Ja diese Personen halten diese Menge nur zu einem Zweck, sie wollen Spekulationsgewinne, machen wir uns da nichts vor.
    Die anderen die ein paar Coins halten sind nur Beigemüse, sie können mal etwas Reibach machen oder auch nahezu alles verlieren. Nur mit 9 Spekulanten funktionieren die Bitcoins natürlich nicht, man muss also den Anschein einer Alternative zu den heutigen Zahlungsmitten aufrecht erhalten.

    Der Bitcoin ist ein Luftnummer die durch nichts gedeckt ist, er ist so viel Wert wie eine Banknote und die sind nur etwas Wert, weil man Vertrauen ins System hat, ja aus Gewohnheit weil kaum jemand darüber nachdenkt wie das System funktioniert.
    Beim Bitcoin dürfte aber nicht mal das vorhanden sein, denn die meisten wollen wohl lediglich bei einem Kursprung daran verdienen, nichts weiter.
    Nun ist das Spiel der Spekulanten ja wunderbar aufgegangen, jene 7-8-9 sind ungeheuer viel reicher geworden.
    Aber, nun ist es Zeit ihn wieder stürzen zu lassen, denn man kann eine schöne neue Runde des Spiel doch gut vertragen oder ?…..((((-: ….wenn man daran so wunderprächtig verdient.

    Als Notwährung für den Crashfall in Europa, wie von so manchen propagiert, taugen die Bitcoins nicht, denn dann werden die den Wert erhalten den sie haben, …..20 Rappen.

    • All diese Aussagen sind schlicht falsch. Alle Transaktionen und die Adressen mit den groessten, und kleinsten, Betraegen sind einfach abzurufen.

      Das ist das schoene an Bitcoin. Daher ist es relativ einfach Ihre Fehlerhaften aussagen als solche zu entpuppen. Machen sie doch lieber mal Ihre eigene Recherche bevor Sie sich laecherlich machen.

      Top 100 Richest Bitcoin Addresses: https://bitinfocharts.com/top-100-richest-bitcoin-addresses.html

      Vielleicht wollten sie ueber die Mining Pools reden, denn da koennte eine Mehrheit potenziell negative Folgen haben. Auch hier gibt es Transparenz: https://blockchain.info/pools

      Viel Spass beim lernen. Etwas Einsatz bitte.

      Vires in Numeris

    • @JLL: Gemäss Ihrem Link halten ca. 1% der Adressen ca. 90% der Bitcoins. Nicht erkennbar ist zudem, ob hinter mehreren Adressen eine oder mehrere Person stehen.
      Die Grundaussage von Walter Roth ist damit nicht unzutreffend, sondern eher bestätigt.

    • @ ILL……………
      da wäre ich mit an ihrer Stelle nicht so sicher…..

      Nun ja, ich denke eher Sie sollten sich befreien von ihrer „ideologischen“ Kurzsichtigkeit.

      Und warum denken sie das Bitcoin Recherchen macht wer hinter den Käufern steckt….?
      Ja, Sie glauben ans System, ich aber lese solche Dinge seit vielen Jahren ……..

      Also vor ca. 3 Jahren wurde genau das Thema untersucht, leider weiss ich den Link nicht mehr, aber der Artikel war überzeugend und das Resultat war, dass nur 7-9 Leute ca. 50% der Bitcoins halten / kontrollieren.

      Ob sie das unter X-Identitäten oder anderen Taktiken tun, ist für Bitcoin selber nicht sicher überprüfbar.
      Ich könnte mir vorstellen das man die 100 von ihnen erwähnten, auch unter 10 Nahmen zusammenfassen könnte.

      Bitcoin will Anonymes agieren ermöglichen, aber wenn man ANONYME Transaktionen MACHEN KÖNNEN SOLL, dann sind sie eben auch für den Apparat um den Bit schwer zu kontrollieren.

      Wie dem auch sei, Die Bitcoins sind für den normalen Bürger unnötig.
      Gold / Silber / Platin / Schnaps usw. erledigt das ganze sicherer, hat noch nie einen völligen Wertverlust erlitten, ist keine Glaubensfrage und man hat es in der Hand.
      Gerade wer ein alternatives Zahlungsmittel anstrebt ist mit dem Bitcoin schlecht beraten, denn er selber ist 20 Rappen wert, und sollte es je zu einem Crash oder auch nur Blackout, einer Währungsreform oder anderem kommen, ist er nicht mehr handelbar.
      Wer glaubt eine Münze die 20 Rappen kosteten könne 4000 Dollar wert sein, ist ein Narr oder ein Finanzspekulant, sollte sich aber dringend die Finanzgeschichte erlesen.
      Vom ersten Goldbesitzverbot durch die alten Griechen, über die Römer und zur Tulpenblase, bis Heute.
      Alle haben sie versucht die Ökonomie zu übertölpeln, alle gingen sie zu Grunde.
      Ökonomie ist etwas wie die Evolution, sie kann nicht dauerhaft betrogen werden.
      Wer glaubt ohne Arbeit könne ein echter Mehrwert entstehen, ist ein Narr.
      Und dazu zählen die Bitcoin Fans leider auch.

      90% der Menschen die nun einen Bitcoin kaufen oder es schon taten, machten das aus spekulativen Gründen.

    • Und bist Du der Meinung, mit dem richtigen Abkürzungssymbol werde die warme Luft mehr wert??? Bloomberg führt Bitcoin im übrigen mit „XBT“!

  25. Bitcoins waren ein nettes Gadget solange nur Geeks damit gespielt haben. Zu den Zeiten als ein BTC irgendwie noch 1$ kostete konnte man das als „Spielzeug“ für Technikaffine sehen. Wenn aber das grosse Geld in den BTC-Markt drängt ist schluss mit lustig. Zur Zeit sind gerade Kryptowährungen das „Menu du Jour“ an den Börsen, man könnte aber auch einfach sagen diese Sau wird in Ermangelung einer besseren Investmentstorry durchs Börsen-Dorf getrieben…

    Schliesslich müssen die Finanzmedien, inkl. IP, dem Leser etwas bieten

  26. sehr schlecht informiert Herr Hässig! In gewissen Ländern kann man bereits problemlos via Bitcoin seine Einkäufe tätigen. Auch Investments werden in naher Zukunft möglich sein (Crypto Fund AG mit Sitz in Zug). Und auch die Banken haben schon lange erste Projekte am laufen: Die UBS wird zusammen mit der Deutschen Bank, BNY Mellon oder der Banco Santander 2018 eine eigene Kryptowährung auf den Markt bringen (gemäss ZEIT, 26.08.16), auch wenn mit einem anderen Verwendungszweck wie Bitcoin. Das Prinzip Blockchain zu verstehen ist ebenfalls nicht so eine Hexerei, auch hierzu gibt es bereits viele gute Erklärungsvideos zu finden – wenn man sich denn dafür interessiert. Und dass Sie gerne mal präventiv einen Crash voraussagen, ist auch nichts Neues gel 😉

    • Problemlos kann nicht ganz stimmen, denn eine einzige Transaktion dauert wohl bereits einige Minuten.

    • Mannnn………

      ….kann sein das die Bitcoin Gründer ehrliche Absichten hatten / haben.
      Aber sie bestimmen heute nur noch 50% von dem was damit passiert.
      Und das man mit ihm zahlen kann, ja klar das war einst ein Ziel der ganzen Sache.
      Würden sie aber mit Gold tauschen, gäbe es keine solche Immensen Spekulationsgewinne, aber auch keine Totalverluste.
      Und es muss immer einen Verlierer geben wenn eine Währung sich dermassen aufbläht.

      Eben der grösste Dummkopf der noch kauft wenn der Coin auf der Spitze steht.
      Nur wird der normale Bürger / Dummkopf eben nicht erkennen können wann das der Fall ist. Die Spekulanten wird es freuen….. denn sie wollen das Spiel treiben bis der gewinn maximal ist.
      Dann fällt er …..und DIE spielen eine neue Runde, so lange bis alle Dummköpfe sich eine blutige Nase geholt haben, oder wie man so sagt, die Zitrone ausgepresst ist.
      dann ist Bitcoin immer noch ein alternatives Zahlungsmittel, aber er wird nur noch einen Franken pro Bit wert sein.

      ich erlebe es oft mit in meinem Kollegenkreis, das sie übers Netz mit Angeboten in Kontakt kommen die ohne Arbeit einen Lohn versprechen.
      Da wird ein Bspw. Abfallprojekt in Polen angeboten, erste Investitionen getätigt, erste Gewinne fliessen und nach der zweiten dritten Investition …… kein Gewinn mehr – Ende Feuer.
      Wie weit ist eine Gesellschaft schon der Dekadenz verfallen, wenn sie meint, dass man Geld verdienen kann ohne das dafür gearbeitet wurde.
      Ja kann man quasi, aber es wurde nichts verdient, sondern nur ……..UMVERTEILT.

    • @Walter Roth
      Leider sind sie ziemlich einsam in der Spekulationswüste. Ich habe selbst schon mindestens vier solcher „neuen“ Entwicklungen miterlebt. Früher haben wir das mit „LBH“ (den letzten beissen die Hunde) umschrieben. Wie Sie richtig bemerken, müssen die ganzen „Luftgewinne“ – ganz im Gegensatz zu echtem Wertgewinn bei cash-flow-trächtigen Systemen – auf der anderen Seite mit echten Verlusten „finanziert“ werden. Danke für das Gegengewicht (auch wenn hier wohl immer noch die meisten verblendet sind und wohl auch bleiben).

    • Mining ist das Problem.. aufwendig und teuer.. darum wird bereits 80pct von Chinesischen Pools verarbeitet

  27. Der Ticker von Bitcoin cash ist BCC oder BCH und nicht BTH.

    Jeder kann einen neuen Fork machen, es entscheidet dann jedoch die Community ob es einen Wert hat oder nicht.
    BCH kopiert zwar BTC jedoch nicht die Infrastruktur, zb ATMs oder Zahlungen, Mobile Wallets usw.

    Nun ja das mit dem Verbot geht dann mal nicht so einfach.
    Wer Amazon kaufte, besitzt einen guten Teil am Internet.

    Im Zeiten des Informationsaustausches einer gigantischen Bondblase, wohin solls denn mit dem Geld gehen um anonym zu bleiben? In Real Estate, das sieht man an den hohen Preisen.

    Der gesamte Kryptobereich ist mit ca. 150mia usd nur unwesentlich höher als der Networth von Zuckerberg und tiefer als die Fangs. Also der Raum nach oben ist noch weit offen und hier von einer Blase zu sprechen etwas übertrieben.

  28. Wenn Bitcoin und Krypto Tulpenmanie ist, wie wuerde man die Zentralbanken Bubble nennen ?…diese ist doch einiges größer. Nein?

  29. Also bei Bitcoin und co geht es primär nicht um das Spekulieren damit, sondern dass man anonym und ohne Banken etwas kaufen/verkaufen kann. Ethereum wurde geschaffen um sogenannte Smart Contracts sicher ausführen zu können. Bezahlt wird das intern mit dem Ether. Dieses kann man spekulativ ebenfalls handeln. Monero ist ein Coin der noch anonymer sein soll als alles was es gibt. Humaniq wurde geschaffen um in der dritten Welt ein Bezahlsystem einzuführen, was nur per Gesichtserkennung funktioniert (man muss keinen PIN merken). Das Siacoin ist eine günstigere Cloud Variante als Amazon & Dropbox. Es gibt viel mehr solcher Coins welche einen Sinn haben für deren Verwendung.

    Selbst wenn Banken nun einen eigenen Coin einführen wollen (zum Teil mit Ripple geschehen), würde dies nicht die anderen Coins obsolet machen, da diese einen speziellen Nutzungsgrund haben (wie eben erklärt) und die Kryptogemeinschaft keine Lust hat zurück zu den Banken zu gehen. Der Hauptgrund ist ja, ohne Banken agieren zu können! Ich würde eher sofort Aktien einer Bank abstoßen wenn diese ankündigen würde nun einen Coin einzuführen. Dies zeigt nur dass solch eine Bank verzweifelt ist und von der Coin Thematik keine Ahnung hat.

    • Sie könnten auch Goldunzen kaufen, denn was sie mit den Unzen dann anfangen kann auch niemand mehr Kontrollieren….?

      Das wäre dann das selbe in der Form von vor 2500 Jahren. Nur funktioniert das nicht weltweit weil Gold nicht si einfach zu verschieben ist.

      Aber es wäre Real, niemand könnte dabei einfach alles verlieren.

      Nein, dieses Geld braucht niemand, aber viele spielen gerne damit.

    • „noch anonymer“….ich finde diese Wortwahl rund um Bitcoin & Co gut…

      – anonym
      – noch anonymer
      – mega anonym
      – nochmehr mega anonym
      – hyperanonym
      – mega giga geil anonym
      – turbo anonymer
      – …..

    • Sigb0y, genauso ist es….
      ja es werden von 1000 coins genauso viele kaputt gehen, wie Ende der 90er Tech Unternehmen….trotzdem wird es in diesem Markt eine Google, Amazon oder Apple geben. Wer in den 90er angelegt hat und dabeigeblieben ist hat unter dem Strich einen guten Schnitt mit den Gewinnern gemacht und konnte die Verluste in anderen Firmen wettmachen.

      Das Banken, Börsen, Verischerungsunternehmen und Firmen der „old Economy“ in der Blockchain Projekte und teilweise schon fertige Anwendungen haben, sollte zeigen das diese Technologie mittlweile keine Zukunftsutopie ist.

    • Anonym?? Schon mal ein Wallet eröffnet?
      Auch wenn die Transaktionen „anonym“ sind (weil es keine Transaktion gibt), jede einzelne Differenz-Buchung ist identifizierbar.

      Und zieht doch mal den Stromstecker in den Entwicklungsländern – na dann viel Spass mit bezahlen… …vielleicht könnt ihr ja mit Grimassen bezahlen ;/

    • Bei Kryptowährungen geht es NUR ums Spekulieren.
      Der Goldstandard wurde zu Recht abgeschafft, um Währungen elastischer zu machen, damit Notenbanken auf konjunkturelle Entwicklungen reagieren können. Und nun kommen die Kryptonerds mit der selben, dflationären Idee wieder. Für alle, die’s nicht gemerkt haben: Es ist gerade die Möglichkeit der unbegrenzten Geldschöpfung, die erstens Wachstum schafft und uns zweitens in den letzten Jahrzehnten und besonders in den letzten Jahren den Arsch gerettet hat.
      Ich find’s schon interessant, dass man irgendwelchen anonymen, von volkswirtschaftlichen Kenntnissen gänzlich unbelasteten Computernerds in Fernost mehr vertraut als einem Gremium, das immerhin auf demokratischem Wege gewählt wurde, und laufend Rechenschaft darüber ablegen muss, was es tut.
      Bei aller gerechtfertigten Kritik an den Banken und dem FInanzsystem: Thomas Jordan ist mir trotzallem immernoch lieber als Satoshi Nakamoto.

  30. Auf der 12-App des Tagis gibt es einen Artikel zu Bitcoin von einem Professor der UHZ aus dem UBS gesponserten Bereich… Er sieht die Währung als das Werkzeug für Kriminelle und kann nicht einmal die Rechenleistung eines CPU korrekt bennen! – Hihi

    Dieser Artikel scheint mir profunder.

    Danke

  31. Der Hässig ist „hässig“, weil er den Bitcoin – Zug verpasst hat und darum seinen serbelnden Blog weiterführen muss, anstatt an der Sonne in der Hängematte zu faulenzen. Man muss ja nicht jedes Geschäft ausreizen, sondern die Gnade besitzen, auch einmal Kasse zu machen. Zu den Empfehlungen folgendes: Peter Schiff, welcher sich seit langem auf meinem Radar befindet und mir als Kontraindikator dient, ist vermutlich der grösste wirtschaftliche Wirrkopf aller Zeiten. Die Wallstreet lacht nur noch über ihn und nimmt auch jeweils die Gegenseite.

    • Merkwürdiger Kommentar…………

      Hier in der Schweiz ist es doch heute „en Vogue“ über die Bankster, Finanzer und Spekulanten zu schimpfen.

      Aber nun so ein Kommentar.
      Dabei ist das ganze eine Spekulanten-Nummer ersten Grades. das sieht man daran das ca. 50% der Coins von nur gerade 7-8-9 „Investoren“ gehalten werden.
      Ich verspreche ihnen eines, diese 9 werden sehr reich werden. Aber wo eine gewinnt muss auch einer verlieren, so funktioniert Umverteilung nunmal.

      Also ich selber sage den Leuten seit Jahren das Bitcoins eine Luftnummer sind bei der man als professioneller Spekulant mitspekulieren kann, als privater aber meist viel eher verliert.
      Spekulanten gehen rein wenn er günstig ist, sie haben genug Geld und könne warten, Private tun das meist erst wenn er stark am steigen ist und halten ihn dann viel zu lange.
      Wie dem auch sei, nun da er bei 4000 steht, sollte man sich von ihm fernhalten, denn das Risiko ist nun auch extrem hoch.

    • Nochmals lieber Walter, Ihre Aussagen sind schlicht und einfach falsch. Das schoene bei Bitcoin ist, man kann Sie ganz einfach entpuppen.

      Top 100 Rich List: https://bitinfocharts.com/top-100-richest-bitcoin-addresses.html

      Die Top 10 Adressen halten nicht mal 5% aller BTC.

      Hashrate Distribution: https://blockchain.info/pools

      Es kommt mir so vor, als waehren Sie evtl ein Jahrgang zu alt um hier noch etwas dazuzulernen. Das ist ok. Aber dann schreiben Sie lieber nichts. Wie geht das nochmal, „wer keine Ahnung hat soll besser mal die…“.

    • Die Dotcom-Blase ist bei ca. 6,7 Billionen USD geplatzt. Beim Kryptowährungsmarkt sind wir gerade mal bei 135 Milliarden USD, also nur einem kleinen Bruchteil davon. Diese vielen Missinformationen in dem Artikel machen ihn nicht besser.