Wie zwei Dutzend prominente Schweizer das Land retten wollen

Es ist schön, die letzten Jahrzehnte einer über 700jährigen freien Schweiz zu erleben. Grosse Teile der Wirtschaft, darunter vor allem die reichen und innovativen Unternehmen, sind bereits ins Ausland verkauft. Über die Hälfte aller Professoren, Assistenten und Studenten an den Schweizer Hochschulen sind fleissige Ausländer. In den grossen Schweizer Städten Basel, Genf, Bern und Zürich sind 35 bis 50% der Bevölkerung Ausländer oder jüngst eingebürgerte Schweizer. Das eigentliche Schweizer Volk ist entweder schon ausgewandert oder hat sich in die wohlhabenden Agglomerationen und Bergtäler des Landes zurückgezogen.

Die Schweizer Regierung, der Bundesrat, „die sieben Zwerge“, so Ökonom Reiner Eichenberger, passen ihre Gesetze seit Jahrzehnten im autonomen Nachvollzug den Vorlagen aus der EU an. Der Widerstand gegen politischen Druck aus dem „befreundeten Ausland“ ist auf beinahe Null gesunken. Die Schweiz glänzt als „Golden Nugget of the World“, sich in eine globale Oase der reichen und superreichen Deutschen, Amerikaner, Araber und Chinesen verwandelnd.

Die Schweizer, bedroht von Entlassungswellen, Auslagerung der Arbeitsplätze nach Polen und Indien und einer immer unwahrscheinlicheren AHV, sehen sich eindringenden Migranten und für deren Belange zu grosszügigen Sozialarbeitern wie Gutmenschen ausgeliefert. Sie haben Angst um ihre eigene Zukunft und das „Modell Schweiz“, das sie wohlhabend gemacht hat.

Wie der englische Autor George Orwell vor 70 Jahren den Untergang der kleinen Staaten schon vorausgesagt hat, sind nach den blutigen Wirren des 20. Jahrhunderts die westlichen Grossmächte nun angetreten, mit dem Projekt „Harmony“, das von den G20-Staaten ebenso wie von der OECD getragen wird, den kleinen Staaten jenen Rest von Autonomie zu entreissen, der für ihr Selbstverständnis essentiell ist.

Ist der Kleinstaat Schweiz ein Auslauf- oder ein Erfolgsmodell? Damit beschäftigen sich der Ostschweizer Intellektuelle, Mäzen und Insektenfood-Züchter Konrad Hummler und Franz Jaeger, Emeritus der Universität St. Gallen, als Herausgeber eines 370seitigen Buches der liberalen Progress Foundation (Gerhard Schwarz). Zwanzig weitere Autoren von Rang aus der Schweiz und Europa leuchten die Schweizer Bühne bis in ihre letzten Ecken aus, den Rittern König Gunthers vergleichbar, die gegen den bösen Hunnenfürsten Etzel auszogen, um die Ehre des Reiches wieder herzustellen.

Bei derart viel geballtem liberalem Wissen stellt sich die Frage: Und … was ist die Lösung? Konrad Hummler gibt im Schlusswort gleich die Antwort: „Entscheidend ist die Willensfrage.“ Er tut dies auch deshalb, weil er ein Kapitel zuvor Carl Baudenbacher, den brillanten Präsidenten des EFTA-Gerichtshofs, zu Wort kommen liess, der die „Berner Kabinettspolitik“ beklagt, welche unter Führung von Bundesrat Didier Burkhalter die Schweiz noch weiter unter die Fittiche der EU bringen wollte.

Unter den mehrjährigen Dauerangriffen von Baudenbacher, die dann auch die Berner Politik beeindruckten, trat Burkhalter frühzeitig von seinem Amt zurück. Baudenbacher, nicht nachlassend, konstatiert: „ Da unsere Parlamentarier ihre Kenntnisse von der Bundesverwaltung beziehen, muss von einer Krise des Milizsystems gesprochen werden.“

Es gibt auch andere Stimmen im Buch. Franz Jaeger, der seit gut 50 Jahren in der Schweizer Politikarena steht, sieht die Schweiz nicht nur als Vorbild für Bayern und Baden-Württemberg, sondern gleich auch für die ganze EU. Er, stets die grosse Bühne suchend, will mittels dieser Autorenmannschaft gleich am EU-Hauptsitz einrücken, um dort rettend zu wirken. Reiner Eichenberger, nicht minder unorthodox, beschwört den Leser „Nie auf die Neutralität zu verzichten“, dies ungeachtet der Tatsache, dass wir laufend mehr in die NATO integriert werden und sogar an gemeinsamen Übungen teilnehmen.

Konrad Hummler stört das überhaupt nicht, denn die EU, „ein sonderbares Gebilde“, sei „absehbar vom Verfall bedroht“, während die NATO der wirkliche Stabilitätsfaktor ist. Als Ostschweizer, der in Thun geboren ist, nennt er, wenig charmant, Österreich ein Halbbalkan-Land und gibt der Schweiz den Titel „Sonnenland Helvetien“.

Derart belehrt, warnt Eichenberger, wir dürften uns nicht „mit den Fusslahmen in Europa vergleichen“, und Gerhard Schwarz, ex NZZ, ex Avenir Suisse, jetzt Präsident der Progress Foundation, eilt zur Hilfe, bestätigend „Bürgersouveränität geht vor Staatssouveränität“. Derlei 1789er-Appelle, die in der Praxis wohl in die Leere führen (siehe Baudenbacher), kommen immer gut an. Sie tun auch niemandem weh.

Urs Schoettli, einer der letzten echten europäischen liberalen Grossgeister, in Tokio, Mumbai und dem Kanton Solothurn lebend, erklärt den Erfolg der Kleinstaaten Taiwan, Singapur und Hongkong mit dem Geist von Konfuzius. Europa sei weitgehend vom Gottesgnadentum und der Leibeigenschaft geprägt. Oxford, das Schoettli so sehr liebt, hätte ihm mit Larry Siedentop widersprochen, lässt dieser doch den liberalen Geist geradewegs aus der frühmittelalterlichen katholischen Kirche entstehen, aber die Humanisten, sich direkt an Griechenland und Rom anlehnend, hätten dies konsequent unterdrückt.

Beat Kappeler, ein geistreicher Ex-Gewerkschafter, der heute die kapitalistische Klasse mit Erfolg belehrt, bedauert „den Zugriff der supranational ausgreifenden Organisationen“, die „sakralisiert“ seien. Er gibt eine in Wirtschaftskreisen weit verbreitete Meinung wider, die Schweiz solle sich mit England direkt zusammen tun. Ob es Sinn macht, sich mit der Ruine des „glorious British Empire“ im Endstadium zu liieren, ist tatsächlich des Nachdenkens wert.

Weil die Ostschweizer Pfadfinder den Inhalt des lesenswerten Buches ohnehin sehr weitgehend bestimmen und Micheline Calmy-Rey mangels anderer Westschweizer Intellektueller alleine die Westschweiz vertreten darf, wundert es nicht, dass Thomas Bieger, der Rektor der Universität St. Gallen, sich über die Hochschullandschaft Schweiz äussern darf. Er sagt nichts Neues, wohl weil er durch überaus zahlreiche Abgänge aus seinem Lehrkörper und kritischen Stimmen der St. Galler Regierung stark abgelenkt gewesen ist.

Die Tessiner sind mindestens in einer Form vertreten: Tito Tettamanti, der auch in seinen späten Tagen mit grosser Eleganz vom Luganersee aus die Welt beobachtet, hat zur Finanzierung dieses Buches, das bei NZZ Libro aufgelegt wurde, entscheidend beigetragen.

Und nun? Sind wir so ratlos wie zuvor? Nein, denn Walter Kielholz, Präsident der Swiss Re, hat soeben auch eine Publikation vorgelegt. „Demografie und Zukunftsfähigkeit“, auch bei NZZ Libro, schliesst individuelle Risiken nicht aus, sieht aber „Erneuerer“ und „Abenteurer“ wie auch Unternehmer heranwachsen. Kielholz meint, das Pensionsalter könne man ohnehin abschaffen, da körperliche Fitness und die Fähigkeit, sich auf Neues einzulassen, den rechten Schweizer auszeichne.

Der Schweizer Staat, so Kielholz, der vom Galerist zum Banker eine atemberaubende Karriere gemacht hat, sei zunehmend reformunfähig.

Dies lässt aufhören. Ist das zum Kampf bereite Hummler-Jaeger-Team nicht auch der gleichen Meinung, ohne dies direkt zu formulieren?

Der kluge Martin Meyer, Präsident des Schweizerischen Instituts für Auslandforschung, schreibt im Geleitwort zum Kielholzschen Opus: „Patentrezepte sind illusorisch geworden.“

Ob die Schweiz der wachsenden Komplexität der globalen politischen Strukturen gewachsen sein wird, kann aufgrund dieser Standortbestimmungen bezweifelt werden.

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25 Kommentare zu “Wie zwei Dutzend prominente Schweizer das Land retten wollen

  1. dass Hr. C. Hummler überhaut noch ernst genommen wird erstaunt. Hat der doch damals mit seinen unüberlegten Aussagen, die Amerkinar aufgefordert ihr schwarz Geld bei Wegelin zu deponieren, – Wegelin hätte ja keine Filale in den USA.
    Als Bankier hätte er doch wissen müssen, dass im internationalen Geschäft nichts ohne den Dollar läuft… und somit hat er mit seinem Grossmaull seine eigene Bank an die Wand gefahren….. und all seine jahrelang herausgegebenen Investementkommentare, welche die Finanztussis so in den Himmel lobten, waren nichts anderers als „langue de bois“

  2. Folgende Fakten muss man wohl oder übel Herrn Stöhlker in Erinnerung rufen.

    1) Seit Einführung der Personen-„Frei“zügigkeit (eigentlich eine Diskriminierung von echten Fachkräften und Arbeitern von ausserhalb Gutmenschen-Europas also eine Implementierung einer geschützten Werkstatt für EU-Versager und gegen echte „Weltoffene“) ist das inflationsbereinigte Einkommen PRO KOPF (und NUR das zählt) gesunken!

    2) Die einzige Wachstumsbranche in der Schweiz sind seid über 10 Jahren der Staat mit seinen Abzocker-Beamten und das parastaatliche (AKA parasitäre), quasi kommunistisch-planwirtschaftliche Gesundheitswesen. Beides Branchen wo die Akteure in einer geschützten Werkstaat die hohle Hand machen können und die Zeche andere bezahlen, die dazu nichts zu sagen haben.

    3) Schweizer Unis sind vor allem deshalb für Ausländer attraktiv, weil diese nicht einmal 800.-/Semester bezahlen müssen. Man muss sich das mal vor Augen halten! Der Schweizer Steuerzahler (also die 20%, die überhaupt namhafte Steuerbeträge netto abliefern) finanziert (überwiegend EU-) Ausländern ihr Studium hier!
    So masochistisch, devot und dumm kann nur die Schweiz sein. Wer (als Ausländer) hier studieren will, soll gefälligst die vollen Kosten dafür selber tragen. Ich sehe wirklich nicht ein, wieso es Aufgabe der Schweizer Steuerzahlern sein soll, Ausländern ein Studium hier zu finanzieren. Dann würde sich plötzlich auch das Problem der Überbevölkerung an Unis verbunden mit all den Luxusbauten* der letzten Jahren lösen.

    Diese Gigantomanie erinnert mich stark an das römische Reich kurz vor seinem Untergang.

    Es gibt Kleinstaaten, die durchaus in die richtige Richtung gehen. Aber dort besteht die Stimmbevölkerung halt auch nicht aus überwiegend faulen, geistig beschränkten, ungeimpften, atom- und elektrosmogfreien Abzockern, die vor allem Besitzstandswahrung ihre staatlichen Pfründen üben. Die Schweiz muss es vermutlich auf die harte Tour lernen. Wenn die Kohle nicht mehr fliesst, kippt es dann plötzlich ganz schnell.

    https://www.nzz.ch/schweiz/vorwuerfe-an-liechtenstein-immer-auf-die-kleinen-erfolgreichen-ld.1310863

    * http://studentvillage.ch
    So weit sind wir schon: kommunistische Zustände wo Väterchen Staat den armen Studenten sogar die Wohnungssuche abnimmt! Als wäre das ein Problem einer Hochschule wie und wo Studenten übernachten. Aber man muss ja den letzten Rest Selbstverantwortung ausmerzen! Hauptsache Väterchen Staat kann weiter in privatwirtschaftliche Domänen vordringen.

    • Nichts neues und gähnend langweilig. Ein wie es scheint komplett frustrierter Mensch lässt seinen ganzen Frust am Staat aus.

    • Nicht schlecht aber hier zur Abrundung. Nicht nur der Staat sucht für ausländische Studenten und Asylbewerber Wohnungen insbesondere an der Pfnüselküste. Wer von weiter her kommt erhält noch eine Familienbegleitung, die alles für ihre Kunden löst, vom Schuhbinden bis zum ausfüllen der Formulare. Auch alle Firmen machen dass gleiche für ihre importierten Arbeitskräfte, die meistens einen älteren Schweizer ersetzen. Dieser muss dann meistens aus seiner bisherigen Wohnung ausziehen und irgendwo in der Pampa eine günstige bleibe suchen. Diese Staatsprozesse nennt dann die Sozi – Liberale Führungsschicht Wirtschaft.

  3. Den Kommentar Herr Stöhlker, den finde ich wesentlich besser wie den zum „Börsencrash“.

    Die Lösung ist eigentlich gar nicht so schwer……
    Wir können sie aus der Geschichte der Demokratie …“erlesen“.

    Aber zuerst :
    Wir echten Schweizer Bürger müssen alles Linke vollständig entmachten, aus der Gesellschaft entfernen.
    Rigoros weg mit jenen, die den Sozialismus predigen und die 140 Millionen Opfer die der in 100 Jahren kostete, einfach unter den Tisch leugnen.

    Und wir sollten zur direkten Demokratie auch noch eine Form des „Scherbengerichts“ hinzufügen.
    1 mal im Jahr beurteilen ob sich unser Bundesrat angemessen verhält und sonst ein Scherbengericht abhalten, wird ein Bundesrat da besonders häufig benannt, dessen Vermögen einziehen und ihn für 10 Jahre verbannen.
    So wie die alten Griechen es machten.
    Burkhalters und Sommarugas würden nie wieder gesehen…..

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    Es gäbe noch andere sinnvolle Massnahmen, beispielsweise die Heraufsetzung des Wahlrechtsalters auf sagen wir ……40 Jahre.
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    Links führt immer wider Diskussionen, man möchte ja Ausländer und Jugendliche abstimmen lassen und den Rentnern im Gegenzug das Stimmrecht halbieren…. warum ?
    Klar, ……….bei den Alten, weil die aufgrund ihrer Lebenserfahrung viel resistenter gegen Ideologie sind, die sich nicht so einfach übertölpeln lassen.
    Die Jungen hingegen sind leicht zu begeistern, auch für verbrecherische Ideologien.
    Erinnern wir uns wie die National-Sozialistische Jugend die 1945 noch den Kampf zog……..
    Auch der berühmteste Sozialist des 20ten Jahrhunderts wusste um die Begeisterungsfähigkeit der Jugend.
    Darum sollte das Wahlrechtsalter erhöht werden.

    Bezieher von Transferleistungen des Staates sollten kein Wahlrecht haben, Beamte ebenso wie Lehrer und Gemeindemitarbeiter und und und ……und wer in der Politik ist natürlich auch.
    Damit würden wir der schleichenden demokratischen Korruption entgegenwirken, denn all diese „Wähler“ sorgen nur für eines, dass überbordende Wachstum des Staatsapparates und dessen Machtfülle.

    Wohin das führt, erleben wir gerade in Deutschland, ein Land das geradewegs in die DDR-2.0, also die Diktatur abdriftet, ein Land in dem gerade Regierungs und Islamkritische Facebook Profile zu zehntausenden gelöscht werden weil Wahlen anstehen…….
    Ect. & pp.

    Ich kann jedem nur empfehlen sich einmal die Urdemokratie anzusehen, dass ist aber nicht etwa die Schweizerische, nein es ist die Griechische …..Dorf oder Städte-Demokratie die immer kleingliedrig und Regional agierte.
    Grosse Zusammenschlüsse gab es dort nicht.

    Tja, wollen wir gesund werden, müssen wir gewisse Lieblingsprojekte unserer Gesellschaften aufgeben.
    Die Auswüchse des Sozialstaat ( Illegale Migranten ) und die totale Gleichberechtigung ( bespw. Gender ) solche Dinge müssen wegfallen.
    Die Gleichmacherei zerstört uns, sie widerspricht der Menschlichen Natur, womit wir am Schluss des Kreises wieder beim Sozialismus angelangt wären.
    Er ist das übelste Gift welches die Menschen erfunden haben.
    Er macht uns schwach, ermöglich das wir Muslime ins Land holen die unseren Tod predigen und dafür auch noch über volle 20 Jahre hinweg 600-tausend Franken Sozialhilfe bekommen.

    • Mit dem Thema werden Sie sich den Mund fusselig reden!

      Man wird Sie für verrückt halten, weil:

      a) bisher ging es doch so gut mit eben diesem System…
      und/oder
      b) Ihre Gesprächspartner höchstwahrscheinlich bereits zur Abzocker-Kaste gehören.

      Vermutlich zahlen in diesem Land nicht einmal mehr 20% netto Steuern. Das wären dann die 20%, die in einer echten Demokratie ein Wahl- und Stimmrecht hätten.

      Rein die Zahlen- und Realitätsverhältnisse zeigen aber schon auf in wo die Macht liegt!

      Es bringt nichts gegen eine wohlstandsverblödete Abzocker-Gesellschaft zu sprechen. Die Babylonier, Römer… waren ja auch alle Kritik resistent und so wir Helvetia (zusammen mit Gutmenschen-Europa) schon bald auf dem Scheiterhaufen der Geschichte landen.

      Wissen Sie, ich habe aus beruflichen Gründen das Privileg sehr viel in der Welt herum zu kommen (und zwar ausserhalb Europas, wo der Horizont der „liberalen“ „Weltoffenen“ endet).

      Ich werde in letzter Zeit regelmässig darauf angesprochen ob wir in Europa eigentlich verrückt wären… man kann diesen Menschen das Phänomen der Wohlstandsverblödung mit all seinen Folgen schlicht und einfach nicht erklären. C H A N C E N L O S!

      Es gibt noch sehr viele andere, schöne Länder auf dieser Welt, wo das Leistungsprinzip noch etwas gilt und jede links- und ökofaschistische Strömung im Keim erstickt wird. Da in eben diesen Ländern auch die Migrationspolitik noch funktioniert, wird die Türe für ungeimpfte Gut- und Bessermenschen zum Glück verschlossen bleiben.

    • @ Laura Stern…………….

      Für verrückt hat man mich schon oft erklärt, aber es waren immer linke die das taten.
      Und als Nazi tituliert wurde ich ebenso oft, auch von Linken, die nicht mal so gebildet sind das sie wissen das jener nationale Sozialist einer der Ihren war.
      http://www.misesde.org/?p=6343

      Ich selber habe mir vor 20 Jahren überlegt auszuwandern, denn mein Beruf war in Australien und den USA weit begehrter wie hier.
      Nun ja, ich hatte hier Familie und die hätte ich vermisst.

      Kommt noch dazu das ich ein sehr dickes Fell habe und ein Kämpfer bin. Ich werde durchhalten bis zum Ende, komme was da wolle.
      Also, ich muss bleiben und hoffe, dass die Menschen hier noch Vernunft annehmen. Jeder sollte für sein Vater oder Mutter-Land sehen so gut er kann.

      Ob das hier noch gelingt mit mittlerweile 36% Ausländern, davon über 10% Pass Papierli-Schweizern ist aber fraglich.

      Sollte Links hier das Ausländerwahlrecht oder dergleichen eines Tages durchsetzen können …….ist unser Land verloren.
      ———————–
      Aber auch dann bin ich noch dabei …..für meine Schweiz.
      ———————–

  4. Wenn ein Kielholz in der Schweiz zu den „Intellektuellen“ gezählt wird, dieser vollkommen Uninspirierte, mitverantwortlich für die Bonusexzesse der letzten Jahrzehnte, dann ist auch sonst in intellektueller Hinsicht nichts grossartiges zu erwarten in diesem Land. Alte Herren, die sich in ihrem vermeintlichen Denkertum gefallen. Wenigstens hat Hummler noch etwas Phantasie und Originalität. Kielholz gehört längst entsorgt, so weit wie er über sein Ablaufdatum hinaus ist, muss er innerlich längst ergraut sein. Und entscheidend ist sicher nicht die Willensfrage. Denn einfach Wollen führt bestenfalls ins Chaos. Die Frage ist das wozu. Wenn es ein solches gibt, dann kommt auch der Wille.

  5. Konrad Hummler, ist das der, der den USA vollmundig zeigte, „wo dä Bartli dä Moscht holt“? Wegelin & Co. Privatbankiers lässt grüssen. Franz Jäger, ist das der, den sie in St. Gallen u.v.a. „Lothar Matthäus“ nannten, weil er der Einzige ist, der schneller jedes Mikrofon findet als „Loddar“? Die Uni wurde und wurde ihn einfach nicht los und als es dann endlich doch mehr oder weniger (…) soweit war, nicht nur die Studenten, sondern auch noch die Uni himself ein kräftiges Dankesgebet Richtung Himmel sandten. Ronald Reagan, Milton Friedman und Franz Jäger in einer Reihe, Überbleibsel einer längst gescheiterten Doktrin. Walter Kielholz, zusammen mit Reiner E. Gut das bereits in die Geschichte eingegangene Duo Infernale der Schweiz. Hat nicht 10vor10 im letzten Jahr einen Bericht gesendet, in dem u.a. vor kam, dass die Swiss Re 2015 keine einzige ordentliche Pensionierung am Hauptsitz erlebte? Einer seiner sehr vielen infernalen Zöglinge die (leider) immer noch die Zürcher Wirtschaft durchziehen wie die Made den Speck hat am letzten Freitag, wie man online und im Teletext lesen konnte als CFO die nächste der nie endenden Massen Entlassungswellen bei der Zürich Insurance angekündigt. 200 Job sollen im nächsten Monat gestrichen werden. Gleichzeitig fand CFO George Quinn an genau demselben Meeting auch Gutes, „man arbeitet daran die Dividende (schon jetzt exorbitant und in keiner Weise zu gerechtfertigten hoch) weiter zu erhöhen.“ Einerseits zeigt es die abstruse (meine Meinung) Denkweise von Walter Kielholz und Co. und andererseits aus einem profanen Grund. Habgier scheint bei denen keine Todsünde zu sein, sondern Ansporn. Nächstenliebe nur was für Weichlinge. Die Gesellschaft interessiert die nicht. Angestellte von Leiter 2 an aufwärts, nur Kostenfaktor den es zu eliminieren gilt und für genau das kräftig Bonus in eigener Sache abzuzocken. Es ist das pure Gegenteil vom „Modell Schweiz“. Verschwinden heisst Auslagerung der Arbeitsplätze nach Polen und Indien. Dazwischen liegt noch Rumänien, nicht nur für die Zurich Insurance. Die Lohnkosten sind in Bukarest 8x kleiner als in Krakau. Krakau Finance; 58’000 CHF aus HR Sicht. Ich finde irgendwie sind es genau diese Leute, die beruflich aus rein niederen Beweggründen schon seit Jahren die Schweiz zerlegen. Mich dünkt, der Brandstifter gibt sich als Feuerwehrmann aus. Was der unorthodoxe (…) Reiner Eichenberger dazu meint, alleine beim Gedanken wird mir schwindlig.

    • Konrad Hummler ist ein überaus integrer Mann.

      Das er den gang nach Canossa ( USA ) antreten musste, das war eine Folge unseres überaus schwachen Bundesrates der lieber auf „Dutzis“ machte denn unsere Interessen zu vertreten.
      Auch unsre Nationalbank knickte bravourös ein, denn sie hätte Hummler stärken können, Diese hätte das Clearing für die Bank Weggelin & Co. übernehmen sollen.

      Da beide aber für eine Kleinbank nichts tun wollten, musste Hummler eine Lösung suchen die seine Mitarbeiter, Kunden und die Gelder ins trockene brachte.

      Der einzige den ich bei der Sache als Integer wahrnahm, das war Konrad Hummler.
      Ich kannte den Herrn Wegelin übrigens persönlich,
      darum habe ich das ganze auch mitverfolgt.
      Auch er erschien mir immer in alter Integrer nobler Herr zu sein. Ein Banker alter Schule, wie man so sagt.

  6. Bundesrat Johann Schneider-Ammman
    verkaufte die Schweiz mit dem Freihandelsabkommen. Er ist hauptverantwortlich.

    Schneider-Ammman ist gefährlich für die Schweiz

    • @ Knox…..
      Alle 5 sind gefährlich.
      Die beiden anderen, von denen hat der eine nur nein Amt ohne Einfluss und der andere ist leider zu Nett und Demokratisch um in dem Sauhauffen etwas verändern zu können.
      Den Finanzminister kenne ich auch persönlich, er war mein Kompagnie-Kommandant bei der Rdf. Kp. 2/6.
      Ein sehr fähiger Kommandant übrigens, aber das erkannte ich erst nachdem ich noch 2 weitere erleben durfte.

      Maurer ist leider zu Kollegial, ihm fehlt die Härte die Blocher im Bundesrat zeigte.
      Nun ja, es sind ja gerade wieder Wahlen im Anzug, und alle Parteien versuchen wieder wie eh und jeh der anderen Partei einen Kuckuck ins Netz zu legen.
      Fähigkeiten zählen da nichts……… davon reden die nur die Fassade zu erhalten.

  7. Wenn Sie eine kleine Gruppe Menschen sind und über die grosse Masse der Menschen herrschen wollen, dann müssen Sie die Entscheidungsfindung zentralisieren. Und genau das geschieht in der EU und in den Supranationalen Organisationen.

    Es gibt zwei Möglichkeiten wie sich eine Gesellschaft organisieren kann: Von oben nach unten – oder von unten nach oben.

    Die meisten Länder sind von oben nach unten organisiert, ob an der Spitze ein Pharao, Kaiser, Führer, Diktator, Generalsekretär der KP, Präsident oder Bundeskanzler steht, ist irrelevant. Es wird von oben befohlen und die unten haben zu gehorchen. Die Schweiz ist die Ausnahme, als Schwurgemeinschaft (Eidgenossenschaft) haben sich die Menschen auf Augenhöhe getroffen, um ihr Gesellschaft selber nach eigenen Regeln aufzubauen.

    Eigentlich könnte die Schweiz bald ihr 1`000 jähriges Reich feiern, aber wenn die Direkte Demokratie, Neutralität, Höchtsgerichtsbarkeit und der Föderalismus weiterhin ausgehöhlt wird, dann wird nichts aus dieser mega Geburtstagsparty.

  8. Hummler ist der Totengräber des Bankgeheimnisses.
    Mit seiner Rhetorik entfachte er den Steuerkrieg mit
    den USA und grossen EU-Staaten.
    Siehe Google: „..im Geiste Hummlers..“ (von Frank A. Meyer)

    • Seit wann ist der Versager und Ringier-Sugar-Daddy-Abzocker FAM eine Referenz für irgend etwas? Hat der in seinem Leben schon mal etwas auf die Reihe gebracht ausser fremdes Geld ausgeben?

  9. „Wie zwei Dutzend prominente Schweizer das Land retten wollen“

    Ich will hier nicht den Artikel kritisieren, sondern ganz generelle Betrachtungen anfügen.
    Immer öfters liest man von sorgetragen zur Schweiz oder dann gleich das Land retten wie hier. Man kann damit aber solange nichts anfangen bis man weiss, wer oder was mit Schweiz oder Land gemeint ist. Sind das die 1% Vermögenden, oder die Eliten, oder das Kapital, oder die Banken, oder die Mainstream Medien, oder die Politik oder andere Opportunisten?
    Ein Vorschlag lautet, einfach alle Menschen die sich in einem Land aufhalten, müssen partizipieren dürfen und kooperieren können, so wie alle Länder untereinander dies auch tun sollten.
    Solange dieses neoliberal überlagerte Konkurenzsysten getrieben durch den Zinsezins aber nicht verändert wird, solange wird sich auch durch noch so schöne Reden garnichts ändern können. Niemand weiss dies besser alle die, die an Bilderbergermeetings und anderen Roundtables teilnehmen. Deswegen ist die Frage wer oder was ist die Schweiz auch durchaus betechtigt. Umso mehr, als die Eliten im Land an breiten Diskussionen auch nicht gross interessiert sind. Sie wollen nur die Legimitierung, Diskussionen mit dem Pöbel brauchen sie nicht. Wo das hinführt wird alleine dadurch schon klar, dass sich die Eliten nun mit England verbünden wollen. Nun hat sich aber England seit Margarete Thatcher und Ronald Reagan zum neoliberalen Totalitarismus bekannt, mit allen seinen sozialen Folgen. Die SVP liebäugelt ja auch zunehmend mit Sozialabbau zur Lösung von Finanzproblemen. Bei selbstverschuldeten Bankenschieflagen liegen aber immer grad Milliarden zur Freienverfügung herum. Wenn dies das Verständnis der Eliten zur Rettung eines Landes ist, dann und nur dann, kann man die Überschrift wirklich verstehen.

  10. Denke der zukünftige Weg der Schweiz ist der Weg, den man die letzten ungefähr 700 Jahre, zumindest der letzten 202 Jahre mit Erfolg ging. Sich möglichst unabhängig und Neutral gegenüber den Grossmächten verhalten und sich aus allem raus halten und nicht in die schon immer grottenschlechte Politik der EU/USA/Nato-Staaten reinziehen lassen.

    Dies gilt auch für die CH-Medien, die spätestens seit 11.9.2001 als Sprachrohr für die USA/Nato dienen und jegliche Kriegshetze und Lügen des US-Imperiums freudig mitmacht, als wären wir ein Satellit des Imperiums.

    Und noch was: Die Schweiz muss wirklich innovativer werden und denn Erfindern und Tüfteler die Türe weit öffnen, ansonsten sehe ich bei der Wirtschaft rabenschwarz. Ich sehe keine neuen Erfindungen mehr, die die nächsten 50 Jahre prägen und die ich unbedingt haben muss (Roboter sind nicht neu).
    Wieso kosten in der Schweiz Patente noch etwas? Die sollten kostenlos sein und dazu animieren den Gehirnschmalz wieder anzustrengen!
    Wieso wird ein Kollege von mir mit einer einmaligen Erfindung vom Bundesrat abgewimmelt, anstatt, dass er es sich zumindest einmal ansieht und bei Gefallen ein paar Flocken rüberwachsen lässt?
    Auch wenn die Idee floppen sollte, wären auf 100 Erfindungen vielleicht 10 ein Hit und davon einer ein Superhit?
    Die USA verballert jährlich etwa 25 Milliarden für Innovationen (vor allem für Militär und Geheimdienste), meist ohne zu wissen, ob etwas draus wird.

    Wieso hört die Wirtschaft nicht oder nur genervt zu, wenn man wirklich neue Ideen vorschlägt? Ist man zu arrogant, wohlstandsdegeneriert oder schlicht dumm?

    Und zuletzt, wieso zum Teufel investiert die SNB in Aktien von US-Konzerne anstatt in der Schweiz?

    • @AJD „Wieso kosten in der Schweiz Patente noch etwas?“
      Habe selbst mal eine Erfindung patentiert und kann nur sagen – die Patentämter zocken einem gnadenlos ab und von Patentschutz in der Praxis nicht die Bohne.
      „Wieso hört die Wirtschaft nicht oder nur genervt zu“
      Weil sie kein Interesse an Innovation hat, frei nach dem Motto: „Wieso investieren, alter Wein in neuen Schläuchen tut es auch.“ Nicht umsonst ist das Werbebudget zwischenzeitlich grösser als die Forschung. Als ich die Wirtschaft auf meine Erfindung hinwies erhielt ich innert 1 Stunde eine Einladung. Bei der Vorstellung stellte ich aber schnell fest, die wollten nur wissen ob ich meine Erfindung selber produzieren kann und somit ein potenzieller Konkurrent bin. Sobald sich die Befürchtung als unbegründet herausgestellt hatte, war das Gespräch auch schon vorbei.

    • Zu Ihrer letzten Frage: Hier geht es um Wechselwirkungen bei den Devisenbeständen – eine Investition in CHF-Aktien wäre nutzlos für die Ziele (Schwächung des CHF) der SNB.

    • Zitat :

      Dr. O. Medar
      23. August 2017 / 09:49
      Zu Ihrer letzten Frage: Hier geht es um Wechselwirkungen bei den Devisenbeständen – eine Investition in CHF-Aktien wäre nutzlos für die Ziele (Schwächung des CHF) der SNB.
      ———————————————————

      Nun das ist richtig, sdas würde sogar den Franken stärken.

      Aber wenn die SNB endlich diesen Wahnsinn der Franken Schwächens, …….oder sagen wir mal des Euro Stärkens, aufgeben würde, könnte sie die Firmen gegen die Folgen des aufwertenden und somit teuren Frankens stützen, in dem sie eben in der Schweiz einen kleinen Teil der 800 Milliarden investieren würde.

      Nun ja, das geht jetzt kaum noch, den die SNB müsste ja erst mal einen weg finden diese faulen Devisen noch einem Dummen zu verkaufen.
      Denn gute Aktien sind unter den 800 Milliarden noch recht dünn gesäht, das meiste sind ja faule Euro und Dollar Staatsanleihen.

    • @Patent,
      es ist verdammt traurig Ihre Bestätigung meiner ebenfalls gemachten Erfahrungen zu lesen.
      Meines Erachtens müsste die Regierung – die ständig verkündet wie Innovativ die Schweiz „angeblich“ sei (wir haben statistisch gesehen am meisten Patente pro Kopf), die Patente gratis vergeben und die teuren Anwälte bezahlen, die den Schutz der Patente überwachen.

      Als Gegenleistung z.B. verpflichten sich die Patentinhaber, dass sie mit dem Patent auch was machen und nicht nur die Konkurrenz abklemmen – ansonsten kann nach Ablauf von sagen wir 5-7 Jahre die Konkurrenz auf Lizenzbasis das Patent nutzen.

      In die Innovationsförderung müsste der Bund mit jährlich etwa 5-20
      Milliarden finanzieren, damit auch Projekte, die völlig abgedreht sind, eine Chance haben. (z.B. die Graphen Erfinder haben die Forschung in der Freizeit betrieben. Graphen ist eines der wenigen echten Innovationen der letzten 20 Jahre)
      Danach muss ein Teil des möglichen Gewinnes zurück in einen Fond, aus dem neue Innovationen finanziert werden.

      Das würde die Wirtschaft zwingen zu investieren und man würde wieder mehr entwickeln (anstatt dies den Asiaten und Amis zu überlassen) und es würde Jobs und Wachstum generieren.

      Heute ist es so, dass nur Hochschulen, bereits etablierte Konzerne in der Lage sind, eine Erfindung voranzubringen.

      Die Finanzierung durch Banken ist unrealistisch, auch wegen viel zu hohen Zinsen und dem Zwang, dass ein Produkt bereits in der Massenproduktion sich befindet, bevor die nur einen Rappen lockermachen. Dabei kostet die Entwicklung, Produktprüfung durch TüV, UL, z.B. bei Medizinprodukten bereits etwa 150.000.-, die Patentierung und der Aufbau der Produktionsstrasse und Schulung der Mitarbeiter noch nicht eingerechnet.

      Business Angels steigen erst ein, wenn sie sehen, dass die Firma die Investitionen ver-x-fachen kann, sie geben das Geld ebenfalls nur gegen unanständig hohe Zinsen.
      Und hat eine Firma wirklich eine gute Idee, wird die Firma schnell vom Ausland aufgekauft und der Gewinn wandert ins Ausland ab. Auch dies sollte man wenn möglich verhindern.

      Fazit: Auf der Strecke bleiben so potenzielle Milliardengewinne, die unsere Zukunft sichern könnten.

      Zudem habe ich das Gefühl, dass Erfinder, Entwickler, Kreative, Firmenbosse, Banker, Businessangels, Patentanwälte usw. sich viel näher kommen sollten. Man sollte einen Club gründen, wo man sich regelmäßig trifft, wo der Pionier- und Gründergeist wieder vorgelebt werden kann.

  11. Herrn Hummler kann man den Kredit geben, seit seiner Zeit bei Wegelin, einer der brilliantesten Kritiker der modernen Notenbank-Misswirtschaft zu sein. Er wurde zwar auf dem Altar von Wiedmer-Schlumpf’s Einknicker an EU- und US falsche Transparenzpäpste geopfert. Offenbar hat er dabei aber den Sinn für luizide Analyse nicht verloren.
    Auch einige der anderen Autoren halte ich für die nationale Wirtschaftspolitikelite.
    Ich freue mich deshalb auf die Lektüre.