Mit Aktien das Leben planen

Michael Stadler von der Osteopathie Central, den ich bei seiner Altersvorsorge coache, weiss es bereits: Das Aktieninvestieren hat einen grossen Nachteil. Er kann nicht mehr genau planen.

Wenn Sie Ihr Geld unter Ihr Kopfkissen legen, dann wissen Sie jeweils genau, wieviel Sie gespart haben und wie lange es noch geht, bis Sie sich zum Beispiel ein Haus kaufen können.

Bei Aktien verlieren Sie diese Planbarkeit. Denn je nachdem, wie sich die Märkte verhalten, müssen Sie ein paar Jahre länger oder weniger lang warten, bis Sie sich Ihr Haus finanzieren können.

Dafür ist das Sparen im Schnitt aber viel kürzer, denn die Aktien liefern eine zusätzliche Rendite, die Sie unter ihrem Kopfkissen nicht erhalten. Somit ist der Nachteil der Planbarkeit kein wirklicher Nachteil mehr. Ihre höhere Flexibilität bei Ihrer Lebensgestaltung wird damit belohnt, dass Sie in der Regel weniger lang warten, respektive weniger lang sparen müssen.

Zudem sind Aktien liquide, das heisst, sie können jederzeit verkauft werden. Das ist für Michael Stadler ein grosser Vorteil, der vielen Laien gar nicht bewusst ist. Bei Aktien ist die Liquidität oftmals grösser als bei Fonds, die rundherum den Sparern empfohlen werden; eine fragwürdige Praxis.

In westlichen Aktienmärkten und bei Aktien grosser Firmen kann immer verkauft werden. Global gibt es ganz wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel kürzlich in China, als Aktien nicht mehr verkauft werden konnten. In Westeuropa war das während den Weltkriegen der Fall.

Michael Stadler soll deshalb seine Aktien unabhängig vom Aktienmarkt verkaufen, und zwar einzig und allein, weil er das Geld braucht. Dies gilt auch für die Pensionierung. Michael Stadler wird nicht das ganze Geld auf eine Schlag am Tag brauchen, an dem er in den Ruhestand wechselt, sondern über viele Jahre, ja Jahrzehnte danach. Das gilt gerade für ihn, der sich bei der Gesundheit gut auskennt.

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6 Kommentare zu “Mit Aktien das Leben planen

    • Ach ne?!! Und ich dachte schon, dass man unbedingt in Aktien mit schlechten Zukunftsaussichten investieren soll. Das ist aber mal ’ne Überraschung!

  1. Durch die Japanifizierung des europäischen Geldsystems durch die EZB kann man die Zeit, die man früher auf die Auswahl von Anleihen verwandte heute dafür nutzen, nach unterbewerteten Aktienmärkten und Währungen zu suchen.

  2. Ich würde besser damit rechnen, daß ein Konjunkturzyklus und entsprechend ein Boom – Bust Zyklus am Aktienmarkt ca. 5 bis 10 Jahre dauert.

    In der westlichen Welt entspricht die Haussephase ca. 2/3 der Gesamtdauer des Zyklus, die Baissephase entsprechend ca. 1/3.

    Erkennbar u. a. an der 200 – Tage – Linie, Entwicklung der amerikanischen Wertpapierkredite (Nyse Margin Debt), Richtung und Steigerungsraten der Unternehmensgewinne, etc.

    Mit internationalem Überblick ergeben sich zudem fast jährlich interessante Chancen:

    2009: USA, Europa, international
    2011: Europa
    2012: Japan
    2013: Indien
    2014: China
    2015: Rußland
    2016: Brasilien, Österreich, Griechenland

    In China (z. B. CSI 300) z. B. sind die Haussen kürzer, aber der Zugewinn ist dafür ein sehr hoher: 2006, 2009, 2014