Collardi und Boys: Formel-1-Reisli nach Singapur

Bär-Geschäftsleitung in Woche vor Event in Asien-Zentrum – Später stossen Verwaltungsräte dazu – Aktionär zahlt.

Wenn der Herbst kommt, weiss Boris Collardi, was er zu tun hat. Nach Singapur reisen.

Dort findet dann immer das grosse Formel-1-Rennen statt. Den Glamour rund um den Rennzirkus elektrisiert den Chef der grössten Schweizer Privatbank.

Collardi reist nicht allein. Er nimmt seine ganze Geschäftsleitung mit an sein jährliches Formel-1-Reisli nach Fernost.

Dieses Jahr war es kürzlich wieder soweit. Collardi und seine Bär-Boys verlegten ihre Operationsbasis nach Singapur, wo Bär ihren zweiten Hauptsitz hat, wie die Bank es nennt.

Im Verlauf der Woche stiessen dann auch noch einige Mitglieder des Verwaltungsrats dazu. Sie waren zuvor in Hongkong, dem anderen wichtigen Finanzzentrum in Fernost.

Auch dort hat Bär eine wachsende Präsenz.

Ein Sprecher bestätigte diese Woche die Ausflüge der beiden obersten Führungsgremien der Bank Richtung Osten.

Der Verwaltungsrat habe nach langen Jahren wieder einmal in Asien tagen wollen. Es sei den Mitgliedern wichtig, einen Vorort-Einblick zu erhalten.

Und ja, die fürs Operative zuständige Geschäftsleitung sei auch schon vor Jahresfrist in Singapur gewesen um Zeit des Rennens herum.

Doch wie schon damals seien die Chefs auch diesmal bereits am Freitag allesamt wieder abgereist. „Keiner blieb übers Wochenende, als das Rennen stattgefunden hatte“, meinte der Sprecher.

Also kein Reisli wegen den Boliden und den Ludern, sondern allein, weil Asien wichtig ist – so die offizielle Version.

Auffällig ist das ewig gleiche Reisedatum. Man geht bei der Bär jeweils in der Woche des grossen Rennens nach Singapur.

Die Verlockung, nach getaner Arbeit das Wochenende mit dem anstehenden Formel-1-Zirkus dranzuhängen, ist gross.

So oder so ist der Aktionär das Thema. Hier lässt es sich eine Gruppe von hochbezahlten Bank-Managern gut gehen – alle 12 Monate wieder.

Die Kosten trägt der Shareholder. Er zahlt das „Vergnügen“ der teuren temporären Verlegung des operativen Machtzentrums der Julius Bär.

Die Vertreter der Aktionäre sind die in den Verwaltungsrat gewählten Mitglieder, sprich das Gremium der „Aufsicht“. Sie müssen sicherstellen, dass das Geld der Eigentümer sorgfältig eingesetzt wird. Die Verwaltungsräte müssten hinschauen und Fragen stellen.

Dafür waren sie selbst zu beschäftigt.

Mit ihrem eigenen Ausflug ins spannende Asien.

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52 Kommentare zu “Collardi und Boys: Formel-1-Reisli nach Singapur

  1. Ein Reisli dieser Herren an ein Motocross Rennen wäre doch viel interessanter und auch für die Aktionäre um einiges günstiger. Gummistiefel, Regenschutz und ein Sunnechäpli, ein Päckli Villiger-Kiel, eine feine Bratwurst und Suure Most….was für ein Happening 🙂

  2. Früher hat man dies im Versteckten als Geschäftsreise abgetan; heute steht man auf Transparenz und nennt dies Pleasuretrip. So what? Man hat ihn ja verdient!

    • @Annarös Kubli:
      Was man früher im Versteckten getan hat, war ja nicht richtig! Sie sagen also, dass man „Falsches“ Verhalten einfach tun soll. Und nennen dies Transparenz? Wenn man den sogenannten Pleasurtrip also „verdient“ hat, dann wird er ja aus der eigenen Tasche gezahlt oder? War dies der Fall? Sie scheinen nicht gerade die Hellste zu sein.

    • @Annarös Kubli: Unter „verdient“ meinen Sie, dass sich der Mitarbeiter etwas nimmt, wo er denkt, dass ihm dies zusteht. Sich aber nicht im Lohn zeigt. Mit anderen Worten, bereichert sich der Mitarbeiter vom Arbeitgeber.

      Dies ist sicher oft der Fall. Bedeutet aber nicht, dass es richtig ist. Wo arbeiten Sie?

    • Klartext/Mia
      Offenbar gehören sie beide zur Rasse der Neider oder sie wollen sogar die Welt verbessern. Fringe Benefits gehören nun mal zum Geschäft und nur ganz Dumme lehnen da ab. Ob sie diese steuerfreien Zuwendungen auch verdient haben, ist reine Ansichtssache. NB. Ich war zwei Mal in Interlagos und zwei Mal in Singapore an Formel 1 Rennen, habe keinen „eigenen Stutz“ gebraucht, habe die edlen Spender jedoch mit schönen Börsenaufträgen entschädigt. Win/Win Situation nennt man das unter Pfarrerstöchtern; da könnt ihr noch lange den Pfau machen auf der leeren Guetzülibüchse! Auch das Damenrahmenprogramm an beiden Ortenwar nicht ganz ohne……..

    • @Annaröse Kubli: Was Sie wurden nur 4 mal eingeladet? Höchste Zeit, dass Sie mehr Börsenaufträge aufgeben! Oder sind dafür Ihre Bücher zu klein? Um ihren Job beneide ich Sie gar nicht. Börsenaufträge aufgeben, kann jeder. Dafür muss man wirklich nicht die Hellste sein 🙂

      Das Beispiel im Artikel ist was ganz anderes. Doch Sie scheinen nicht den Unterschied zu sehen. Hmmm warum erstaunt mich das nicht!?

    • @Annarös: Ihr erster Kommentar war schon peinlich. Jetzt haben Sie sich noch einmal selbst übertrumpft.
      Wo arbeiten Sie Frau Annarös???

    • Liebe Annarös:
      Sie denken ich bin eine Neiderin? Wohl kaum.

      Was halten Sie von einem Swap-Geschäft. Sie übernehmen eine Woche meinen Job als Therapeutin und ich rufe eine Woche mine and yours in den Hörer. Mit den Finanzinstrumenten kenne ich mich aus. Das wird ein Kinderspiel für mich…. Am Montag wird Ihre erste Klientin, eine hoch traumarisierte junge Frau sein, die Vergewaltig wurde. Die zweite Klientin wird Ihnen würge Spuren zeigen, die Sie dann fotografieren müssen als Beweismaterial. Sie wird Ihnen ihre Geschichte erzählen und Sie werden aufmerksam zuhören müssen. Sie werden insgesamt 15 Frauen in dieser Woche haben, die das „Schlimmstes“ erlebt haben und die Sie!!! stabilisieren und begleiten müssen. Schaffen Sie das?

      Ja ich bin eine Weltverbesserin und dies jeden Tag aufs Neue. Und ich kann mir nichts Dümmeres vorstellen, als Autos im Kreis fahren zu sehen. Und Sie sind darauf noch Stolz!

      Also, steht unsere Deal???

    • An Frau Kubli: Und wie sah das Damenrahmenprogramm aus? Fingernägel lackieren, wellnessen und lädele? Während dem die Jungs in einem Formal 1, 2 oder 3 fahren durften? Bitte erzählen Sie uns mehr davon? Wir wollen uns weiter über sie amüsieren!

    • @Win/Win Dame:
      Sie demonstrieren uns sehr schön, wie AUFGEBLASEN und ARROGANT die Banker manchmal sind. Sie müssen entweder ganz jung sein oder um die 50 rum, wie Collardi und Co., die nichts dazugelernt haben. Sie sollten ein Clubli bilden, wo Sie sich immer wieder aufs neue Feiern können. Ach stimmt, so was findet ja in Singapur, etc. statt.
      Ist Ihre Arbeitgeberin die Bär?

  3. Verstehe nicht, warum LH Mitleid mit den Aktionären hat. Jeder kann doch die Titel kaufen, die er für gut befindet. Der Zusammenhang zwischen armem Aktionär und GL auf Geschäftsreisli ist mir nicht ganz klar.

    Ich denke eher, dass LH nicht wusste was er schreiben soll. Deshalb hat er auf seinen Lieblings Teddy-BÄRen zurückgegriffen. Den kann man ja hauen.

    • @Hypo Greif:
      Sie sollten den Artikel nochmals lesen! LH hat doch kein Mitleid sondern betreibt Aufklärung. Die Aktionäre sollten doch informiert sein, was im Bär Laden passiert. Diese Trips sind unverschämt teuer. Dieses Geld sollte in den Bank Gewinn fliessen, an Aktionäre ausbezahlt werden, etc.

      Ich denke, dass Sie nicht hinter die Kulissen sehen wollen? Oder können?

  4. Die operative Führung und der VR feiern Party in Asien. Wo gibt’s denn so was!? Da scheint wohl die notwendige Distanz zur GL zu fehlen. Oder war die Verlockung (Wein, Weib, Gesang und wenig Arbeit und ein First-C.-Flug) zu gross? Erstaunlich, dass die Governance einer Bank von der Grösse von Julius dies zulässt. Aber vermutlich haben die VR’s die Minibar selber bezahlt 🙂

  5. Nicht relevant, ausser als Platform für Zu-Kurz-Gekommene. Oh, wie könnt Ihr wieder eifern, den Untergang der Schweiz androhen, Verwischung Privat/Geschäftlich anprangern, VR als Aufsicht ermahnen usw. Wie mein lieber Du Pont zu sagen pflegt: was Ihr meint ist alles nicht relevant.

    • @… und?
      Ganz schön schlimm, dass Sie den „Kleinen D.P.“ erwähnen müssen. Schon mal was was Meinungsfreiheit gehört? Sie sollten sich auf den Artikel beziehen und nicht auf die Kommentare.

  6. Wow, Big news, oder wiederholt sich schweizerische Bankgeschichte? Sind die Collardi’s Zeit bei JbB gezählt?
    Ich erinnere mich sehr gut an die analoge in großen Still UBS VR + GL in 2011, an welchen the Big Sergio ad interim CEO gewählt würde…
    Formel 1 kann sehr gefährlich sein…. what next?

  7. Liest der Verwaltungsrat kein IP? Da stand wohl das Ego „stärken“ im Vordergrund. Achtsamkeit wäre hier angebracht gewesen meine Damen und Herren.

  8. IP gibt der Bank „Lernlektionen“. Super!
    Leider hapert es bei JB an der Verarbeitung und der entsprechenden Umsetzung. Bekanntlich braucht es hierfür eine gewisse Intelligenz. Diese scheint beim Management NICHT vorhanden zu sein.

  9. Die Julius Bär scheint sich die schlechte Presse leisten zu können. Oder schaut die Pressabteilung einfach weg? Hier wäre ein ernstes Wörtchen nötig!

  10. Habe mir die Gesichter von den Verwaltungsräten angeschaut. Wie peinlich! Herr Hässig, sie sollten diese Masken zeigen!

  11. Die Bär (play)boys müssen sich in Singapur zeigen! Schliesslich müssen sie zeigen, dass sie etwas oder jemand sind? Selbstdarstellung vom Feinsten wird da angesagt sein.
    Popo küssen inbegriffen! Aber der Verwaltungsrat? Pfui pfui. Der sollte sich doch in Bescheidenheit üben!

  12. Der Verwaltungsrat reist nach Singapur? Die lieben Leute scheinen den Unterschied zwischen „Aufsicht“ und „Vergnügen“ nicht zu kennen. Hier wäre doch eine Abgrenzung notwendig. Stattdessen verhält sich die Bär, wie
    ein „BSD“. So ein Verhalten ist total out!

  13. Collardi und die Bär Jungs haben keinen Stil. bestimmt sind die Linie geflogen. Bachmann von Vontobel hatte seinerzeit wenigstens ein eigenes „Flüügerli!“.

  14. Leider, leider, ist das bei anderen Unternehmen auch nicht anders.

    Bei einer Schweizer Privatbank, die sich vor kurzem einer Verjüngungskur unterzogen hat, weist einer der hohen Herren seine Mitarbeiter permanent dazu an, Spesen zu sparen, jede Reise dreimal zu hinterfragen, Holzklasse statt Privatwagen zu nehmen, lässt sich selbst aber immer wieder auf Geschäftskosten auf den Caymans die Sonne auf den Bauch scheinen.

    Bei einer Deutschen Versicherungen haben vor einiger Zeit zwei Top-Manager eine Orgie mit Prostituierten gefeiert und über Spesen abgerechnet.

    Und auch bei anderen Banken, oder selbst in der Politik, geht so einiges auf Spesen, was nicht das geringste mit Geschäftsausgaben zu tun hat.

    Also warum soll Ferraristi BC nicht einmal im Jahr mit seinen Jungs nach Singapur!? Er hat schon weit grösseren Mist gebaut als das.

  15. Die einen fliegen ins Umfeld von „Boliden und Ludern“, die andern lassen sich ihren Polanski ans ZFF einfliegen.

    Das ist nun mal „The Fine Art of Swiss Banking“

    Was hast Du also, Lukas?

    NB: Zudem dürfte das VR-„Reisli“ allein durch den Ertrag des 480 Mio-„Kredits“ an den vorbestraften Remo Stoffel finanziert sein.

    • Das ist eben die „Finanzmetropole“ Zürich. Wenn sie nicht jammern zieht es sie zu Boliden und Ludern oder applaudieren weltbekannten Vergewaltigern. Aber ein bisschen kleinkariert dürfen die Jungs auch sein, vermutlich vermissen sie immer noch ihre Carrera-Rennbahn!

    • Ist bei Bär der Punkt „vorbestraft“ ein Anzeichen für erhöhte Kreditwürdigkeit? Widerspricht doch eher dem Kredit-Lehrbuch.

      Oder hat die Bank Bär am Ende gar kein „reguläres Kreditrisiko“ in den Büchern? Stoffel hat ja in einem Interview „“seine““ Priora-Liegenschaften als schuldenfrei bezeichnet ….

  16. Operative und strategische Sitzungen in den verschiedenen Marktgebieten ist nachvollziehbar. Geschmacklos ist das Reisen in der First Class (CHF 10,000plus) und das Logieren im Superhotel (CHF 1,000plus pro Nacht). Müsste ein jeder / eine jede die Kosten selber tragen, wär es max. Business Class und 4**** Hotel. Sich über die Spesen zu bereichern ist nur traurig.

    Leider spielen solche Auslagen in der Summe auf die Jahresrechnung (P/L) keine Rolle.

  17. Angenommen, dass sie nur einmal im Jahr dorthin eine Reise unternehmen, kann nichts vorgeworfen werfen. Zu den Zeiten vor 2008 wurde bei der UBS und bei der CS wesentlich mehr herum gereist. Ich finde es richtig und korrekt, dass die obersten Verantwortungsträger mindestens einmal im Jahr sich vor Ort aufhalten. Beziehungen pflegen, sich dem dortigen Personal zeigen, etc., geht absolut in Ordnung.

  18. Lieber Lukas Hässig

    Es liegt mir fern Sie schon am Morgen früh korrigieren zu müssen aber der Aktionär zahlt nichts, denn die Reise hat wohl keinen positiven oder negativen Einfluss auf den Aktienkurs und die Dividende dürfte wohl auch nicht gross betroffen sein….

    Es ist der Kunde der zahlt, genau gleich wie beim Twint-Grab, bei Out- & Back-Sourcing, … you name it. Wieviel günstiger könnten die Produkte und Services sein wenn nicht 100-te von Million von ohne Mehrwert verlocht würden…

    Und es wird der Kunde sein der entscheiden wird wie es mit dem Finanzplatz Schweiz weiter geht… das einzig Störende daran ist, dass es viel zu viele ‚Manager‘ gibt die sich mit gänzlich nicht vorhandenem Unternehmertum (und Verantwortung) mächtig gesund stossen… Prost solange es noch was gibt…

    • @ Kunde
      Träume weiter, lieber Kunde! Der verprasste Stutz fehlt irgendwo in der Erfolgsrechung der Bank, ausser der liebe Boris bezahlt es aus dem eigenen Sack.
      Und der Aktionär kann auch Kunde sein.

    • @Kunde
      Auch die schlechte Presse, dient den Kunden und den Aktionären nicht. Und auch nicht den „kleinen“ Mitarbeitern Daran scheint niemand zu denken. Auch ein Collardi nicht. Kann er nicht schlecht von gut unterscheiden??? Dies lernen doch schon die „Kleinsten“ in der Spielgruppe und im Kindergarten!

  19. Banken, bzw. auch was ich von Baer intern weis, sind nicht fähig, eine adequate Performance der verwalteten Depot zu generieren; damit Banken viele Showmasters bzw. Blender mit Einkommen von CHF 400′ 000 inkl. PK quersubventionieren könnnen, sind die Institute verpflichtet Depots massenweise mit Strukies, alternative Produkte und Schrott abzuspitzen. Mit diesen Erträgen werden 1000de MA im Direktionsrang durchgefüttert und auch diese tollen Reisli finanziert. Es ist nur schon ein Armutszeugnis, dass zehnttausende MA in der Schweiz diese Blender kräftig unterstützen, in dem sie noch in grossem Stiel Aktien ihres Arbeitgebers halten, nein sogar bei Rückgängen der Aktie nochmals dazukaufen, deshalb haben Anleger in der Vergangenheit mit Finanztitel permanent nur Geld verloren.

    • Wunderbar beschrieben. Sind unglaubliche Selbstdarsteller, wie alle diese pseudo-distinguierten Banken. Blendertum zelebriert. Dauert immens lange bis der letzte Dubel endlich merkt, dass die Performance nie verhebt.
      Kauft einen ETF MSCI All Country World Index und ihr zahlt kaum Gebühren und die horrend hohen „Beraterspesen“ fallen auch noch weg. All meine Freunde hatten über 10 Jahre eine bessere Performance als diese unnützen Privatbanken, die risikolos den Reibach machen.

      Wetten, dass sich diese Blender solche Reisli nach Singapore bald nicht mehr leisten können?

    • @Rory „easy going“:

      ETF sind für mich die einzige Lösung; Vermögensverwaltung kommt nicht in Frage. Dabei schlafe ich sehr gut.

    • @Rory too easy going…
      Tja, für ihre sparbazely kann auch sehr gut sein, auch für ein paar Hundert Tausend, aber wenn wir sprechen von HNWI oder sogar von UHNWI dann genüg solche simple Strategy nicht, fehlt auch die notige Liquidität… genau hier kommen in Spiel die Super-Smart Strategist wie ich selber oder anderen um eine Erfolgreiche passive oder aktive Asset Management zu implementieren. Überzeugt?

  20. Ist ja keiner übers Rennwochenende geblieben, bestätigt der Bär-Sprecher. Damit dürfte LHs Spekulation in Sachen ‚Vergnügungsreisli‘ entkräftet sein, oder?

  21. Ich glaube das nennt sich „Tin Opener“ Reisli. Wo laufen in einer einzigen Location so viele Milliarden rum wie an einem F1 Rennen in Singapur? Clever von Collardi und Boys, als Sponsor der vergleichseise billigen Formula E haben sie Zugang zum Zirkel der F1 Sponsoren und zu den Team-Chefs, da – wie wir ja wissen – die Rechtehalter der F1 und der Formula E dieselben sind. Die Abreise am Freitag ist dabei konsequent; weil ab Freitag hat niemand mehr Zeit für Lobbisten…..

  22. Ich denke wenn man die Performance der Bär Aktie dieses Jahr ansieht, haben die Boys mit Ihrer ganzen Mannschaft bei JB für den Aktionär ganz tolle Leustung gebracht. Ist doch mit + 26.8% YTD eine Glanzleistung verglichen mit den Mitbewerbern. Ich sehe lieber eine GL und ein VR der auch vor Ort hinsieht als nur zu Hause zu hocken. LH, es gibt nicht nur Dorf- und Lokalbanken, sondern auch weltweit tätige Schweizerbanken. Also nicht frustriert sein dass Du nicht so weite Geschäftsreisen machen kannst, schwing dich halt aufs Velo und fahre an den See.

  23. Ist doch nicht so extravagant. Wir legen alle gerne den Geschäftstermin in London, Paris oder Berlin auf den Donnerstag oder Freitagmorgen, damit man noch ein wenig die Stadt geniessen kann.

    • Herr Berger, etwas interssiert mich ernsthaft: Wo arbeiten Sie, dass Sie (und Ihr Arbeitgeber) sich so etwas leisten können?

  24. Dekadent – Sie benehmen sich wie Sonnenkönige – und kümmern sich einen Deut, welche politischen Auswirkungen ihr Verhalten auf das tumbe Volk hat.

    • @auguste: darf ich dich daran erinnern, dass es ebendieses tumbe volk ist, das die konten bei solchen banken nicht auflöst? und ebenso die politiker wählt, die dieser ganzen sache nur soviel aufmerksamkeit schenkt, wie es braucht, um sich ein VR-sitz zu krallen?
      abgesehen davon ist dieser F1-trip etwas, was sich a) sehr lohnen kann und b) unsere politiker doch genauso machen, dann aber mit unseren steuerfranken…

  25. Singapur boomt – Zürich lahmt. Deshalb ist Singapur unendlich spannender für diese Jungs, als Zürich. Dort gibt es noch Kunden die investieren und in der Schweiz hocken die Millionäre und Milliardäre auf ihrem Geld wie dagobert duck, der Angst hat, dass ihm jemand seine Dukaten entwendet. Bestes Beispiel Charity-Aktionen: überall im Ausland fliesst das Geld aber macht man hier eine Charity, wird genossen und geknausert gleichzeitig. Wenig Bewegung, dafür viel Geiz. Lasst die Jungs das Geld im Ausland holen.

  26. Ist doch normal in allen grossen NICHT Inhabergeführten Unternehmen. „Ist ja nicht mein Geld und meine „Total Kompensation“ kommt monatlich und jährlich zuverlässig sowieso aufs Konto.“ – Alle diese rundumversicherten Manager sind eben Lichtjahre von Unternehmertum entfernt. Das schönste Müsterchen habe ich mal beim alten Hayek Senior erlebt: Der CEO der Topmarke im SMH-Konzern hat sich mit seiner GL einmal eine Kongress-Woche in einem Luxusresort einige Flugsstunden südlich der Schweiz geleistet. Als Hayek Senior sich erkundigte, wo denn die GL sei, hat man ihm erklärt wo die sässen. Seine Reaktion: Er hat sich – OHNE Kommunikation ins Luxusresort – seine Sekretärin geschnapp und sein „neues“ Büro ein paar Kilometer von seinem richtigen Büro im Büro des CEO der Marke eingerichtet… Ein paar Mitarbeiter haben dann (heimlich) in die „Südsee“ gefunkt, Hayek hätte sein Büro im Büro des CEO aufgeschlagen. – Da haben dann die Knie von einigen „Touristen“ auf Firmenkosten wohl geschlottert…und mit eingeklemmtem Schwanz sind die umgehend zurückgeflogen. Köstlich war das anzusehen.