Die SRG ist, wie vieles in der Schweiz, auf Schrumpfkurs

In den kommenden vier Monaten bis zur Abstimmung vom 4. März 2018 werden wir unglaublich viel lesen, hören und sehen müssen, ob wir diese SRG wollen oder eine kleinere oder nur ein staatliches Rumpf-Fernsehen mit angeschlossenen Radiostationen. Ich schlage vor, sich dieses zu ersparen, denn die No Billag-Befürworter haben bereits gewonnen: Die SRG wird nach der kommenden Volksabstimmung nie mehr die gleiche und auf jeden Fall kleiner sein.

Es gibt kein Schweizer Volk mehr, das, wie noch vor vierzig Jahren, geschlossen hinter seinem Landessender steht. Es gibt nur noch eine über 8 Mio. Menschen zählende Schweizer Bevölkerung aus 190 Nationen, von denen die meisten kein Interesse an der SRG haben und auch deren Sendungen meist nicht verstehen.

Die Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts ist eine Rumpf-Schweiz, die schneller als je zuvor global an Bedeutung verliert.

Die vor 70 Jahren einsetzende Internationalisierung der seinerzeit noch Schweizer Firmen mit dominierend schweizerischem Aktionariat wird seit 50 Jahren überrollt von der Globalisierung, was UBS-Chef Sergio Ermotti mit der Formulierung „Die UBS kann die Schweiz auch verlassen“ soeben bestätigt hat.

Die nach dem 2. Weltkrieg aufblühende intellektuelle Bedeutung der Schweizer Schriftsteller nimmt schon seit 40 Jahren rasch ab und bewegt sich heute in Europa nahe dem Nullpunkt. Jenseits Europas kennt man Schweizer Intellektuelle nur noch rund um die Botschaften oder in Seminaren, die von „Pro Helvetia“ finanziert werden.

Schon in Marignano, also im europäischen Mittelalter, zeichnete sich das Ende der geografisch expandierenden Schweiz ab. Was übrig blieb, war zuerst die „bewaffnete Neutralität“, dann nur noch die Neutralität, die seit Dölf Ogis Annäherung an die NATO und Didier Burkhalters OSZE-Präsidium ohnehin fragwürdig geworden ist.

Wenn die SRG jetzt rückgebaut wird, ein Prozess, der mit der um ein Drittel verkleinerten Olympiadelegation nach Südkorea schon eingesetzt hat, ist dies nur logisch, weil auch andere nationale „Heilige Kühe“ längst den Rückzug angetreten haben oder sogar, wie die Swiss, ins Ausland verkauft wurden:

Die Schweizer Armee ist nur noch ein Restwert und nicht mehr vergleichbar mit der alten Schweizer Armee, die bis vor zwei Generationen weltweit Respekt einflösste. Wir waren einmal fast so gut gerüstet, wie es Israel heute ist.

Der Finanzplatz Schweiz wird global nur noch als Ruine wahrgenommen, weil die beiden Grossbanken wie die Schweizer Politiker zu schwach waren, die Angriffe der USA, der EU-Staaten und der OECD abzuwehren.

Die beiden christlichen Staatskirchen verkaufen ihre Kirchen bald zum Schrottwert, weil volle Kirchenbänke eine Seltenheit geworden sind. Die römisch-katholischen wie die reformierten Kircheneliten haben dies durch eine falsche Personalpolitik entscheidend mit verursacht.

Die Schweizer Demokratie wird bei Wahlen und Abstimmungen noch von 30 bis 40% der Bevölkerung aktiv gelebt. Das „Schweizer Volk“, welches zur Urne gehen darf, hat der zahlenmässig dominierenden „Schweizer Bevölkerung“, die auch Steuern und Abgaben bezahlt, dieses demokratische Recht bisher verwehrt.

„Die Schlacht um die SRG beginnt“, hat Rainer Stadler von der NZZ Anfang Monat geschrieben. Während die NZZ sich bisher vornehm zurückgehalten hat und die Tamedia-Redaktionen der SRG Sukkurs geben, haben die Ringier-Medien, die mit „Blick“, „Sonntagsblick“ und „Schweizer Illustrierte“ scho immer von der SRG und deren Stars stark abhängig waren, das Feuer auf die No Billag-Aktivisten eröffnet.

Eher peinlich ist das Verhalten der mittelgrossen und kleinen Schweizer Verleger. Sie, deren Journalisten häufig gegen die SRG geschrieben und gesendet haben, sind in hohem Masse abhängig von den SRG-Millionen, die ihnen zufliessen. Einzig Christoph Blocher, heute schon der viertgrösste Verleger der Schweiz, liess verlauten: „Ich bin für No Billag“, aber er sagte es zögernd. Ganz wie der Zürcher SVP-Nationalrat Gregor Rutz, einer der Sprecher von No Billag, der aber eigentlich die Zwangsgebühren nur halbieren möchte, also auf etwa 230 Franken jährlich.

Der Schweizerische Gewerbeverband als No Billag-Kampagnenführer trat bisher nicht oder nur sehr schwach in Erscheinung. Initiant Olivier Kessler war in der ersten No Billag-Arena leicht überfordert und nicht geeignet, beim Stimmbürger viel Vertrauen zu wecken.

Denn darum geht es. Die älteren Schweizerinnen und Schweizer (Symbol Paola, die Ex-Sängerin) stehen mit grosser Sicherheit zu „ihrer SRG“, denn Radio wie TV liefern jenes informative und musikalische Hintergrundgeräusch, das vielen Sicherheit vermittelt. Die Schweizer Linke (Symbol Giacobbo, der Ex-Komiker) steht fast geschlossen zur „alten SRG“, denn diese gab ihr Brot und Jobs.

Die Jugend der in der Schweiz lebenden Bevölkerung hat kaum eine Beziehung zu den staatlichen Sendegefässen, die meist von CVP-nahen Politikern kontrolliert werden. Doris Leuthard als CVP-Medienministerin hat Parteifreund Jean-Michel Cina aus dem Wallis zum SRG-Präsidenten wählen lassen.

Beide galten einmal als „Traumpaar der CVP“, wovon aber wenig übrig geblieben ist. SRG-Generaldirektor Roger de Weck, den man vorzeitig ablösen und durch den Halbfranzosen Gilles Marchand ersetzen musste, galt zuletzt eher als Eigentor-Schütze.

In den unseren Wohlstand bestimmenden grossen Schweizer Konzernen, von Nestlé über ABB bis zu Novartis, sind die Sendegefässe der SRG kein Thema und haben dort auch keine Präsenz. Wo international gearbeitet wird, hört man kein „Echo der Zeit“. In Basel-Stadt, Genf, Lausanne und Zürich sind rund die Hälfte der Bevölkerung Ausländer, die vorzugsweise ihre Heimatsender hören und sehen.

Die SRG, die sich unter Roger de Weck einmal den Zusatz „Idée Suisse“ gegeben hat, entwickelt sich zurück zum Spartensender für die Urbevölkerung des Landes. In der Deutschen Schweiz ist dies ausgeprägter als in der Westschweiz und dem Tessin, weil dort zugewanderte Franzosen und Italiener attraktivere Programme der SRG erhalten.

Die Zeichen stehen auf Schrumpfkurs. Mit allerlei attraktiven Zweikämpfen ist bis zum 4. März zu rechnen.

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36 Kommentare zu “Die SRG ist, wie vieles in der Schweiz, auf Schrumpfkurs

  1. Die Veränderung die viele wollten und erreicht haben mit der Multi Kulti Blase, ist eingeläutet ! Keiner soll sich nun beschweren ! Unternehmer werden Wege finden. Da braucht es keine STAATLICHE Organisationen.

  2. Werter Klaus Stöhlker

    Wie wär’s mal mit einer zukunftsorientierten sozio-ökonomischen Kreativ-Idee? Anstatt nur immer über die ach so wunderbaren alten Zeiten zu lamentieren … Oder ist Ihr Hirn im laufe der vielen Jahre einfach ausgetrocknet und substanzlos geworden?

    • Ihre Frage stellt man sich immer öfter, wenn man sieht wie gewählt wird. Zumal Alternativen zum bestehenden transatlatisch, zentrischen System zum Teil sehr viel älter sind als wir, die wir hier herum lamentieren. Übrigens, wo „V“ draufsteht ist praktisch immer „Neo…“ drinn. Schon bemerkt?

    • Grüezi@Oekonom a.D.,

      wir leben in einer Privilegien-Gesellschaft. Einige „Medien“ versuchen mit allen Mitteln der Öffentlichkeit einzureden, dass „wir“ in einer Leistungsgesellschaft leben und das sich „Leistung“ in jedem „Fall“ lohnt. Es sind auch die „Sprachröhren“ die sowas wie Panama oder Paradise Paper relativieren und mit allen Mitteln daraus etwas positives abgewinnen versuchen. Ich kenne Herr Klaus Stöhlker nicht und kann weder/noch ihn in irgend einer dieser „opinion makers“ Schablonen einordnen. Ganz allgemein, ist es nicht zielführend Anderen etwas vorzuwerfen, ohne einen Beitrag geleistet zu haben.

      Fakt ist:

      Die Schweiz hat sich auch auf Grund von ad-hoc Steuergesetze in den letzten 40 Jahren zunehmend von einer Leistungsgesellschaft zu einer Privilegien-Gesellschaft entwickelt. Es hängt alles von der Mittelklasse ab. Wenn es gelingt Teile dieser Bevölkerungsschicht aufzuklären, dass die „Nächsten“ sie sein werden; gibt es Hoffnung das sich die Dinge in einer harmonischen Richtung entwickeln werden. Gelingt das nicht wird es zu dramatischen Verwerfungen kommen.

      Ich gebe Ihnen einen Beispiel aus meinem persönlichen Umfeld. Nicht Wenige haben mit NEIN bei der zurückliegenden AV2020 gestimmt. Und diese „Nicht Wenige“ beginnen jetzt das 2. Säule Konstrukt zu hinterfragen. Viele von diesen „Nicht Wenige“ lernen „rasch“ und begreifen „JETZT“ – dass die Pensionskassen die Freiheit haben, den UWS für den überobligatorischen Teil des PK-Guthabens frei, entsprechend der finanziellen Lage, ihren Bedürfnissen anzupassen. UWS auf 5% und darunter sind keine Seltenheit mehr. Diese „NEIN“ Wähler beginnen zu verstehen das gerade die höheren Einkommen, jene über CHF 84’000 p.a. davon betroffen sind und noch mehr sein werden. So schröpft das hocheffiziente auf Kapitalismus und freie Märkte basierte Kapitaldeckungsverfahren gerade die Spitzen,- und Gutverdiener am meisten. Kein Wunder, setzen sie alles in Bewegung, um den obligatorischen Teil des UWS auch zu senken oder ihn ganz von gesetzlichen Vorschriften zu befreien. Mit dem Nein zur AV2020 haben sie sich ins eigene Knie geschossen. Der obligatorische UWS wird nicht gesenkt, was die PK’s dazu zwingen wird, den überobligatorischen UWS weiterhin massiv zu senken. Somit werden die Gut,- und Spitzenverdiener noch weiter und mehr abgeschröpft werden.

      So ist es nicht überraschend, dass die NZZ am 5. November 2017 titelte:

      Zitat: „Wo bleibt der Aufstand der Sparer?“

      Hintergrund: Milliarden-Guthaben der Zweiten Säule werden ab 2018 nur noch mit 0,4% verzinst.

      Am 11. November hat die PDA-Schweiz ein Entwurf vorgelegt der m.E. parteiübegreifend Diskussionswürdig ist:

      https://pda.ch/

      Wir brauchen keine „Visionen“ sondern Präzision bei der Wahl von Begriffen und Kommunikation.

      Sie grüssend

  3. Dafür wachsen die Egos des CryptoValley Coinboyz doch überproportional. Scammen hat die CH Finanzindustrie nicht verlernt. Auch wenns nur für kurze Zeit sein wird 😉

  4. Tja Herr Stölker, dann freuen wir uns doch auf die Privaten. Wie das geht sehen wir in unseren nördlichen Nachbarn. Den ganzen Tag dürfen wir so hochstehende Sendungen wie Tüll und Tränen, Bauer sucht Frau, Schwiegermutter gesucht, Shopping Queen, usw usw… Und als Krönung die Spielfilme, alle 15 Minuten Werbung von einer halben Stunde. Der Film dauert dann 5 Stunden. Und die aufrechten Schweizer können Blocher TV weiterhin gratis schauen.

  5. „““Es gibt kein Schweizer Volk mehr, das, wie noch vor vierzig Jahren, geschlossen hinter seinem Landessender steht. Es gibt nur noch eine über 8 Mio. Menschen zählende Schweizer Bevölkerung aus 190 Nationen, von denen die meisten kein Interesse an der SRG haben und auch deren Sendungen meist nicht verstehen.“““

    Genau so ist es. Sie haben nicht nur kein Interesse an der SRG, sie haben auch kein Interesse an der Schweiz. Ausser natürlich, dass sie hier versorgt sind. Die Liebe aber (je länger sie fort sind, umso mehr) gilt ihrem wahren Heimatland, in das sie auch immer in die Ferien gehen, wo sie ihre Häuser bauen etc..
    Die Schweizer haben die Schweiz selber abgeschafft.
    Die einzigen, die mir leid tun, sind die Kinder von Schweizern, die nur Schweizer sind. Sie werden nie mehr das Heimatgefühl erleben, das wir vor 50, 40 Jahren noch erleben durften. Es gibt nichts, was man noch verteidigen und nichts, wofür man sich noch einsetzen müsste.
    Das Tröstliche ist, sie wissen gar nicht, was sie verloren haben, weil sie glauben, es sei normal, wie die Schweiz heute ist.

    Ich bin unendlich dankbar, dass ich schon so alt bin und noch eine intakte Schweiz erleben durfte.

    • Grüezi@Anna Meier,

      Ihren Frust in Ehren. Auch ausländische Mitbürger trugen und tragen am Wohlstand der Schweiz bei. Und die SRG? Die SRG hätte die Pflicht die Menschen objektiv zu informieren. Tut sie das? Schauen Sie sich mal an wie uns über die Globalisierung oder Demographie berichtet wird. Entgegen der Interpretationen der SRG ist z.B. die Globalisierung, verstanden als nationale Grenzen überschreitende Verflechtung wirtschaftlicher Systeme, kein Naturereignis, oder auch nur unabwendbare Konsequenz neuer Kommunikations- und Transporttechnologien. Nein. Die Globalisierung wird durch zielstrebige Politik bewusst herbeigeführt. Vertrag für Vertrag, Gesetz für Gesetz sind es immer Regierungen und Parlamente, die mit ihren Beschlüssen die Barrieren für den grenzüberschreitenden Verkehr von Kapital und Waren beseitigen. Globales Wirtschaften wird politisch gestaltet und unterliegt damit den vorherrschenden Ideologien. Marktwirtschaft ist im Verständnis unserer derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Eliten kein System, in welchem die Teilnehmer gemeinsam Mehrwert für alle schaffen. Es ist ein System, in welchem jeder versucht, sich selbst auf Kosten der anderen zu bereichern.

      Die Schweizer haben die Schweiz nicht abgeschafft, sondern eine handvoll Pseudo-Schweizer haben auf Grund ihres Egoismus, ihrer Ignoranz und Arroganz die Schweiz missbraucht.

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner
      „sondern eine handvoll Pseudo-Schweizer haben auf Grund ihres Egoismus, ihrer Ignoranz und Arroganz die Schweiz missbraucht. “

      Tut mir leid, da stimme ich Ihnen ganz und gar nicht zu. Hätten die Schweizer rechtzeitig richtig abgestimmt und auch noch dafür gesorgt, dass die Abstimmungsergebnisse umgesetzt werden müssen, hätten wir heute eine andere Schweiz. Die Verantwortung in der Schweiz tragen die Schweizer Bürgerinnen und Bürger, und sonst niemand. In diesem Land kann das Volk niemanden als sich selber für die Zustände verantwortlich machen.
      Aber klar, da SRG dermassen einseitig, verlogen und manipulativ berichtet, und das Volk unterdessen offenbar zu dumm geworden ist, die Zusammenhänge selber zu erkennen, wird es auch nicht mehr besser werden.

    • Grüezi@Anna Meier,

      „Tut mir leid, da stimme ich Ihnen ganz und gar nicht zu. Hätten die Schweizer rechtzeitig richtig abgestimmt und auch noch dafür gesorgt, dass die Abstimmungsergebnisse umgesetzt werden müssen, hätten wir heute eine andere Schweiz.“

      Ihren Sichtweisen folge ich vollständig und bedanke mich ausdrücklich hierfür, denn ich habe versucht mit meinem Kommentar die Vorgehensweise in den Parlamenten und Konzernleitungen, auf der Grundlage der SRG Politik, zu schildern.

      Dennoch lässt sich Ihre Darstellung bei näherer Nachprüfung nicht aufrecht erhalten:

      Vielen Schweizern sind ihr Beruf, ihre Hobbys und ihre Freunde wichtiger als ein Kind zu bekommen. Sind die Ausländer schuld das es in der Schweiz für das Kinderkriegen keine Anerkennung mehr gibt?. Können wir die Ausländer schuldig sprechen, weil die Schweiz ein Steuersystem hat, welches auf Gewinnen und Verlusten, auf Firmen und Privatausgaben aufgebaut ist und Kinder als reine Privatsache ablehnt? Sind die Ausländer Schuld das beide Eltern gezwungen sind Vollzeit zu arbeiten, weil die Lebenshaltungskosten schwindelerregend sind? Bedenken Sie, dass das gute helvetische 3. Säule System in der „Altersvorsorge“ in den nächsten 10 Jahren eine Armutswelle auslösen wird…..es wird interessant sein miterleben zu dürfen, wer dann dafür verantwortlich gemacht werden wird.

      Unsere Geld- und Konzernelite, mitsamt ihrer erkauften Politiker, nutzen diese ideologisch verdummte Sippe nach allen Regeln der Kunst über moralisierenden Blödsinn aus, um ihre Ziele zu erreichen. Das ist das ganze Geheimnis um die Gemeinmachung von Kapital und Sozialismus. Die einen profitieren auf dem Konto, die anderen im Geiste, weil sie glauben die Zukunft zu repräsentieren.

      So lange wir uns nicht mit den Fakten beschäftigen, die dieses derzeit unlösbare Dilemma auslösten, so lange werden wir auch keine Lösung für dieses Problem finden und in 3-4 Jahren in eine unumkehrbare Situation kommen, die sich heute nur noch wenige frei Denkende vorstellen können.

      Sie grüssend

    • @Anna Meier:
      Sehr treffend formuliert und ziemlich auf den Punkt gebracht, vielen Dank!
      Ergänzend würde ich gerne noch ein paar Perspektiven mit einbringen:
      Eine intakte Schweiz gab’s auch früher schon nur eingeschränkt, ich denke dabei bspw. auf den menschenverachtenden Umgang mit Verdingkindern, mit anders Denkenden, mit der mit Lügen vollgepackten Rolle der CH im 2. Weltkrieg, das ausbeuterische Verhalten unserer Grosskonzerne, etc. etc.
      Bedauernswert ist, dass die CH-Bürger durch jahrelange politische Gehirnwäsche und Angstmacherei inzwischen bereit sind, die eigenen Errungenschaften, die eigene KULTUR (!) und Traditionen (manche davon sind auch Fragwürdig) aufzugeben, um sich nahtlos mit allen anderen Völkern in eine globale Einheitssuppe einzuordnen und damit den Weg für eine seit langem geplante NWO zu ebnen. Europa wird ganz gezielt und von langer Hand geplant mit Menschen aller Couleur geflutet um unsere eigenen Kulturen zu zerstören. Der Gleichmacherei- und Genderwahn lässt grüssen! Wir nehmen die meisten Migranten diskussionslos auf, da es sich ja angeblich um an Leib und Seele bedrohte Flüchtlinge handelt! Diese Menschen werden jedoch ganz gezielt nach Europa geschleust, Ihnen wird die Reise und vieles Weitere finanziert und Ihnen ein Haus, Job, Auto, Smartphone, sexuelle Freiheit und weiss ich was alles versprochen. Aufmüpfige Entitäten (wie z.B. Katalonien, oder Polen u.a.) werden dabei mundtod und ins politische und wirtschaftliche Abseits befördert. Tolles demokratisches Verständnis innerhalb der EU, nicht wahr? Und es soll noch immer CH-Bürger geben, die diesem Konstrukt, das rechtlich gesehen ein Verein darstellt und aus Entscheidungsträgern besteht, die keinerlei demokratischer Legitimation unterliegen, beitreten möchten?

      Nun, die SRG ist ganz klar – wie fast alle Mainstream-Medien – Teil dieses abscheulichen, menschenverachtenden Monopolispiels, das nur der Ausbeutung und Versklavung der Menschen dient. Zwangsgebühren für ein Lügen, Lücken und political Correctness verbreitendes Medium einzufordern, ist tiefste Diktatur, das hat mit meinem Verständnis von Demokratie absolut gar nichts zu tun! Eine Demokratie lebt von unabhängiger, neutraler, der Wahrheit verpflichteter Berichterstattung, und dies bietet die SRG in keinster Art und Weise, auch wenn sie sich selber gerne als so neutral, wertefrei und der Wahrheit verpflichtet darstellt! Viele MA und Konsumenten sind derart gehirngewaschen, dass sie nicht mal erkennen, dass sie eigentlich pausenlos angelogen werden, von den Medien, von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, von der Kirche, vom Arzt, vom Lehrer, vom Professor…

      In der bestehenden Ausprägung können die Menschen in der CH also sehr gut auf eine SRG verzichten, die hilft uns nämlich nicht weiter, sondern befördert uns anhand unseren Zwangsbeiträgen auf den Weg zu unserer eigenen Unterdrückung, Ausbeutung und unserem Sklavendasein…

  6. Zufäligerweise habe ich weiter unten gesehen, dass mein Name genannt wird, und das im positiven Sinne.

    Eigentlich wollt ich mich hier auf absehbare Zeit nicht mehr äussern. Ich habe meine Sache gesagt und das schweizerische Establishment – dazu gehört auch das Schweizer Staatsfernsehen – schweigen mich tot.

    Logisch, dass die mich totschweigen – ihre Irrlehren sind ja so was von peinlich.

    Da muss sich sogar der Bundesrat schämen, dass er auf die Wirren unseres Notenbankchefs hereingefallen ist.

    Noch nie – ich wiederhole – noch nie hat das Schweizer Staatsfernsehen einen kritischen Beitrag über die Schweizerische Nationalbank (SNB) ausgestrahlt – trotz ca 700 Milliarden Staatsschulden.

    Die Macht der SNB hat einen langen Arm.

    Dieses Fernsehen ist unglaubwürdig. Und dass man gezwungen wird, für dieses befangene Staatsfernsehen noch Gebühren zu bezahlen ist eine Frechheit.

    Es tut weh – aber „unsere liebe gute alte Schweiz“ hat korrupte, unmenschliche Züge. Diese fangen an bei der Schweizerischen Nationalbank und hören auf beim Schweizer Staatsfernsehen.

    Es ist Zeit für Veränderungen.

    Marc Meyer

    • Ihre Fragen sind leider schockierend einfach zu beantworten. Die Schweiz wählt mehrheitlich rechts, also neoliberal, so wie sie halt flächendeckend „informiert“ wird. Man könnte auch Transatlantisch dazu sagen. Aus der Soziologie und Ökonomie weiss man aber, dass totalitärer Kapitalismus und Demokratie sich ausschliessen *müssen*. Sie sind einander unverträglich. Dazu kommt noch eine unsägliche Konsenspolitik, sie verweigert geradezu jeden öffentlichen demokratischen Diskurs. Dies geschieht aber nicht einfach so, sondern durchaus mit elitärer Absicht. Auch ist ja nicht einfach irgendwer wählbar, sondern hauptsächlich jene, die ins kartellisierte System am besten einpassen. Diese stehen dann vorselektiert auf den Wahlzetteln.
      Dabei ist die Deutungshoheit in etwa auf den selben elitären Personenkreis reduziert. Diese Kreise sagen dann über die *zwangsgebühren* finanzierten Kanäle was man von bestimmten „Infos“ halten soll. Und Sie alle hier wissen ganz genau, dass man in der Schule auch nicht etwa aufs Leben, sondern auf beste Einpassung vorbereitet wird. Wir alle wurden und werden doch ständig gefragt, was willst du mal werden? Wer Mensch oder sonst was unanständiges sagt, hat für immer in diesem System verloren.
      Wenn jetzt völlig zurecht ein Herr Dr. Marc Meyer kommt und ein Teil dieses System quasi „anschwärzt“, dann fehlt ihm eben die Deutungshoheit. Er wird, wie viele andere auch, einfach öffentlich hingerichtet und dann totgeschwiegen. Auch Dr. Daniele Ganser und andere erleben genau das gleiche. Aber nicht einfach irgendwo, sondern in der Schweiz.
      Das Misstrauen in dieses kartellisierte System ist ja der Grund für Anonymität und nicht wie so oft behauptet einfach Feigheit. Man könnte auch darüber mal nachdenken wo wir eigentlich hingekommen sind, das Menschen angst haben müssen oder zumindest wie Dr. Marc Meyer und andere, einfach entlassen und dann totgeschwiegen werden. Demokratie geht doch völlig anders. Das soll jetzt nicht so verstanden werden, dass es falsch wäre was diese Menschen da tun. Genau das Gegenteil ist der Fall. Aber man muss das System und die daraus entstehenden Folgen kennen in dem man es tut. Und dies ist für sich alleine betrachtet schon schlimm genug.

      —–

      Was soll man noch anderes erwarten, wenn 98% der Menschen (inkl. Politiker) *Mikro-Ökonomisch* vorbelasted sind und den Unterschied zwischen Makro und Mikro in der Ökonomie nicht kennen und auch nicht erkennen können? Sie verstehen nicht, dass sparen zu Hause erfolgreich sein kann aber in einer Volksökonomie genau das Gegenteil bewirken kann. Sie verstehen nicht einmal das Schuldgeldystem dass sie täglich in ihren Händen halten. Schliesslich werden die Politiker auf dieser Basis in ihre Ämter gehoben und ohne es wirklich zu realisieren applizieren die Politiker jetzt *Mikro-Ökonomie* dass sie aus der Schule kennen und lassen sich von neoliberal ausgebildeten Ökonomen beraten.

      Was sollen die Menschen noch erwarten, wenn im Studienfach Ökonomie weder Menschen noch Geld, geschweige denn die ökonomische Glaubensrichtung erklärt noch diskutiert wird? Kaum ein Ökonom weiss wirklich, dass er stillschweigend Mainstream neoliberal ausgebildet wurde. Woher sollen die Studierenden dies auch wissen? Aus der Schule etwa, oder aus den transatlantischen propaganda Medien? Wohl kaum!

      Die Folgen aus dem Genannten wurden und werden von einigen Ökonomen und Soziologen immer wieder skizziert. Diese werden dann auch fälschlicherweise aber gezielt als Querdenker bezeichnet. Das Totschlagargument also.

      Ein System, welches von der Selbsbeweihräucherung lebt ist früher oder später dem Niedergang geweiht. Ein System, dass sich ständig zu erneuern sucht hat überlebenschancen.

      Ich bedanke mich sehr für Ihr übermenschliches Engagement und hoffe für uns alle, dass Sie es weiter tun.

      Dem IP sei ebenfalls für deren Mut gedankt.

      Ich schliesse mich dem an. Es sogar höchste Zeit für Veränderungen!!!

    • Lieber Herr Dr. Meyer,
      ich finde, Sie sollten auf jeden Fall weiter schreiben. Man muss oft jahrelang gegen Mauern reden und schreiben, ohne Resonanz zu finden. Schliesslich, das habe ich einige Male erlebt, öffnet sich die entscheidende Tür. Sie müssen aber Ihren Kampf als Krieg der Institutionen verstehen; dazu braucht man variable Waffen, leichte und schwere. Durchbrüche, gerade in der Schweiz, brauchen Zeit.

    • Hallo Marc, es tut mich leid, dass du der Eindruck hast, das Establishment – inkl. Staatsfernsehen – totschweigen dir. In diesem Zusammenhang musst du aber beachten, dass du nicht der einzigste bist, der nach Aufmerksamkeit hechelt, und ausserdem hat der Tag nur 24 Stunden, und zuschauerintensive Sendezeit ist noch knapper. Es ist einfach sachlich nicht möglich, dass jeder Plapperi seim Semf dazugeben kann !!

  7. Es ist sehr schwierig, jemand zuzustimmen, dem man nicht zustimmen möchte. Aber in Zeiten von Krisen (Entscheidungsmomenten), muss man sich überwinden und auch dann zustimmen, wenns einem persönlich grad nicht passt.

    Ja, Stöhlker hat recht. Die Schweiz ist nicht mehr die Landi-Schweiz, wie wir sie noch bis in die 1980-er kannten (und liebten). Heute leben 8 x mehr Albaner als Rätoromanen in der Schweiz. Die Deutschen hätten einen eigenen mittelgrossen Kanton, ebenso die Serben. Und dann sind da noch die eher unauffälligen aber zusammen sehr zahlreichen Italiener, Kroaten, Tschechen, Ungaren, Spanier, Portugiesen, Tamilen …
    Mehr als 40 % der Einwohner der Schweiz sind nicht „eidgenössischen“ Ursprungs. Und sie mögen die Schweiz als Heimat lieben – sie haben noch eine zweite, die ihnen auch lieb ist. So schauen „deutsche“ Schweizerinnen deutsche Sender, Albaner albanische, Spanier spanische,Kroaten kroatische … – nur der kleinste Teil von Ihnen sieht sich SRF an. Wozu auch?

    Denn die schweizerischen und globalen Infos, die bekommt man tagsüber durch alle möglichen Quellen: Internet, Print. So kommen denn Schweiz aktuell, Tagesschau und 10VOR10 immer zu spät.

    Man kann die Landi-Schweiz nicht mehr zurückholen, auch mit 10 SRG’s nicht. Aber: Vielleicht mit einer halben SRG! Mit kompakteren Contents, angepasst an die heutigen Gewohnheiten. Ein TV-Programm ist einfacher zu verinnerlichen, als zwei.

    Es ist die demografische Entwicklung, die gegen das heutige SRG-System spricht.

    Und es ist das ökonomische Prinzip, welches auch gegen die SRG spricht: Ihr Schatten ist so gross und so dunkel, dass sich die Privaten nicht entwickeln können. So gesehen verstehe ich, dass die Verleger die paar Milliönchen Schweigegeld von der SRG nehmen (und sich dadurch die Akquisition von Werbung zu grossen Teilen sparen können).Aber klug sind sie nicht – echte Unternehmer sähen die Chancen, welche sich durch eine Redimensionierung eröffnen würden. Sie müssten sich bloss daran erinnern, dass die Werbebudgets der Werbeauftraggeber die gleichen blieben … und sich dann neue Werbekanäle suchen müssten.

    Jetzt geht zu vieles an SRF. Und, leider unnütz, auch zu Facebook und Google (siehe dazu auch: https://helpy.ch/online-marketing-digitalisierung-stellt-kmu-teure-fallen/)

    Die NoBillag-Initiative ist das beste Instrument, die SRG zu Kompromissen zu zwingen. Und wenn diese vor Ende Januar nicht kommen: Ja stimmen!

  8. In den Schlüsselpositionen der SRG hätten alle Parteien, gemessen nach ihrer Wählerstärke, vertreten sein müssen. Ein solchen Gegenvorschlag wäre eine sichere Überlebensstrategie der SRG gewesen. Aber eine SRG mit 30% SVP konnten sich die Medienschaffenden nicht vorstellen.

  9. Danke für die Analyse. Meines Erachtens ist der Schrumpfkurs der Industrie, Banken, Armee, usw. gewollt – es sind ja politische Parteien die alles abnicken. Deshalb nenne ich es Hochverratspolitik.

    Dass die SRG unbeliebt ist hat sie selbst verschuldet. Beispiel die wichtigste Sendung die Mittagsnachrichten von gestern. Man berichtet kein Wort über die Kriegserklärung Saudi-Arabiens zum Libanon. Vom Jemenkrieg erfuhr ich in SRF-Nachrichten etwa ein halbes Jahr nachdem ich im Internet erfuhr, als es eine Hungersnot gab. Bei den Deutschen Medien (NTV, N24 usw.) ist es nicht anders.
    Ich ziehe mir die SRF-Nachrichten nur noch rein, um zu sehen, was sie uns vorenthalten.
    Das einzige Nachrichtenmedium das einigermaßen gut berichtete, war das belgische Euronews, doch die haben auf französisch gewechselt.

    Einige einigermaßen vernünftige Sendung – abgesehen von Sport – sind die Talkshows der NZZ und Baz am Samstag/Sonntag nach den Mittagsnachrichten. Doch auch dort lässt man zu oft die wahren Ursachen aus, man spricht nur über Symptome. Ich muss sagen in Zeiten vom Internet genügt das nicht mehr.

    • Anmerkung:
      Heute hat das SRF über Saudi-Arabien, Iran und Libanon doch noch kurz berichtet. Immerhin 3 Tage später als der erste Artikel bei Washington Post – das Leitmedium des Westens – einen Artikel schrieb.

      Es ist zwar nett, dass man über den schottischen Kilt von Roger Federer erwähnt. Doch man hätte die raren Minuten der sehr kurzen Nachrichten-Sendung besser genutzt, um die Leute darüber aufzuklären, dass Saudi-Arabien zusammen mit den USA und Israel einen Religionskrieg gegen die Schiiten in Syrien, Libanon, Jemen, Irak und Iran führt und dazu Terroristen finanziert. Dass die Saudis – ein sehr guter Abnehmer Schweizer Rüstungsgüter – im eigenen Land Säuberungen gegen andersgläubige durchgeführt und die Leute aus einigen Städten vertrieben haben (falls Sie davon noch nie etwas gehört haben, können Sie sich bei den Medien bedanken).

      Das SRF hätte sagen können, dass im Falle eines Krieges zwischen den Saudis und Iran der Öl-Preis ungebremst steigen könnte, wodurch unsere Wirtschaft – die von Öl so abhängig ist wie ein Cracksüchtiger – total zusammenbrechen könnte und man besser nochmals den Heizöltank auffüllt, bevor die Börsen implodieren.

  10. Jede Firma, jeder Konzern und jede Industrie, die Ihre eigentliche Aufgabe und Daseinsberechtigung „vergessen“ hat und missachtet, also weder ganzheitlich denkt und agiert, noch dem Rechnung trägt, dass sie nicht nur für die Teppichetage und für ein auserwähltes Grossaktionärstum existiert, wird früher oder später das Zeitliche segnen. Jahrzehntelanges Lügen, Teilen & Herrschen und Menschen gezielt in Abhängigkeiten zu manövrieren, macht sich unter dem Strich eben doch nicht bezahlt, selbst wenn eine kleine Minderheit dabei vor lauter Reichtum nicht mehr wahrnimmt, was für dumme, egoistische und zerstörerische Auswirkungen ihr eigenes Verhalten auf das Leben als solches und unseren Planeten als Ganzes hat.

    Ein Staatsmedienkonzern, der 95 % der Zwangsgebühren beansprucht, und dabei gleichzeitig vergessen hat, dass er eigentlich die Aufgabe hätte, die Bevölkerung im Rahmen eines demokratischen, freiheitlichen Systems (hust!), aufrichtig und gewissenhaft zu informieren, damit eine Demokratie nach gängigem Verständnis überhaupt funktionsfähig ist, hat für mein persönliches Verständnis keine Daseinsberechtigung mehr. Nachrichten werden nachgerichtet, echte Zusammenhänge und Wahrheit sucht man in diesem Format leider vergebens – das gilt übrigens für alle Medienkonzerne, ob staatlich oder privat. Damit’s nicht so auffällt, werden ab und zu wahre, kleine und unwichtige Stories eingestreut, wie z.B. auch Sportresultate oder Kulturelles. Dafür wird „Unterhaltung“ gross geschrieben, vom Bachelor bis zum millionsten Dumm-Krimi, echt super! Unterhaltung leitet sich von „unten halten“ ab, und ist dadurch schon selbsterklärend. Wie hat sich Friedrich Schiller doch damals so treffend geäussert: „Demokratie ist die Diktatur der Dummen“… und Schiller ist immerhin der geistige Vater unseres „verehrten“ Wilhelm Tell!

    Man will uns also gezielt dumm und unten halten, und wir sollen unseren angestrebten, unterirdischen Intellekt dabei noch selbst zwangsfinanzieren!

    Ich bin durchaus bereit Medien, die sich der Wahrheit und dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlen, finanziell zu Unterstützung um Ihr Wirken zu ermöglichen und zu fördern. Aber ganz sicher nicht anhand einer Zwangsgebühr, bei der man als Gegenleistung lediglich Unwahrheiten, Lügen, Lücken und Werbung erhält!

    • Grüezi@Visionär,

      Jeder Mensch hat seine Art und Weise wie er sich informiert. Solange man diese immer wieder hinterfragt und überlegt wie man es verbessern und ergänzen kann ist man eventuell sogar gut informiert. Das Netz übertrifft m.E. den Alltagsjournalismus zu jedem Zeitpunkt an informativer Qualität eindeutig. Aber unser Gefühl, ausreichend informiert zu sein, ist eben nur ein Gefühl. Das muss noch nichts mit Fakten und Wahrheit zu tun haben. Das Selber- Denken nimmt uns Keiner ab. Das ist mir persönlich vor 15 Jahren passiert als ich über die rechnerischen und gesetzlichen Mechanismen und politischen, steuerlichen und wirtschaftlichen Strukturen der 2. und 3. Säule begonnen habe zu recherchieren. Klar findet man was, wenn man sucht. Aber es kann niemals erwartet werden, dass die Leute bei der Breite der politischen Themenskala und Ablenkungen unserer Zeit sich durch’s Web wühlen, bis sie glaubwürdige Infos auf irgendeinem Blog finden. Die Frage die wir uns stellen sollten ist:

      Wer übernimmt das Vakuum die eine zusammengeschrumpfte SRG hinterlassen wird?

      Jeder kann selbst beurteilen, ob der Inhalt im 6 min. Video eine Verschwöhrungstheorie oder ein aktuelles Zeitdokument ist.

      https://www.youtube.com/watch?v=FZqpnCjHDnE

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner:

      Vielen Dank für Ihren Input – ich bin da jedoch nur teilweise Ihrer Meinung…

      Das System ist natürlich sehr geschickt und verführerisch aufgebaut; welcher Systemling hat schon genügend Kraft, Energie, Willen und Interesse, sich auf die Wahrheitssuche zu begeben, wenn ein jeder von morgens bis abends das Hamsterrad, das von Innen gesehen wie eine Karriereleiter anmutet, am drehen halten muss? Und dann noch all die familiären und anderweitigen Verpflichtungen, etc.

      Es gibt tausend Gründe, resp. Ausreden, weshalb man sich nicht selbständig auf Wahrheitssuche begeben will, soll oder kann.

      Der Punkt, um den sich schlussendlich jedoch alles dreht, ist das Thema EIGENVERANTWORTUNG!
      Wir sind alle derart von klein an geprägt, dass wir in jedem nur denkbaren Bereich unsere Verantwortung sehr gerne abgeben, sei es dem Arzt, dem Arbeitgeber, den Medien, dem Garagisten, dem Pfarrer, dem Lehrer, der Partei, der Regierung, der Bank, etc., in der trügerischen Meinung, dass sich all diese Personen oder Institutionen sich unserer Probleme oder Anliegen annehmen und uns die jeweils für uns persönlich beste Lösung präsentieren. Das ist jedoch eine komplett ilusorische und trügerische Vorstellung und hat mit Freiheit, Wahrheitsfindung, Erkenntnis und Erwachen, oder „geistiger Evolution“ so gut wie gar nichts zu tun! Im Gegenteil, es hält uns dort fest wo wir schon sind, eine persönliche Weiterentwicklung ist in dieser Form unmöglich.
      Die Masse der Menschen gibt sich offensichtlich einfach damit zufrieden das Leben zu „geniessen“ und alt werden: Meine Bestrebung ist jedoch aus Erfahrung Lebensweisheit zu erlangen, zu ergründen, Wahrheit und Wahrhaftigkeit zu erfahren, zu verstehen und zu lenken, um nicht gelenkt zu werden.

      Insofern würde ich halt trotzdem von den Menschen erwarten, dass Sie sich selbständig auf die Suche begeben, wenn nötig halt mit grösserem zeitlichen Aufwand das Web zu durchwühlen, zu forschen, nachzufragen, zu erkunden, sich selbständig um sein Leben und die äusseren Einflüsse darauf zu kümmern.

      Wenn wir zu faul, zu bequem und zu ignorant sind dies in Eigenverantwortung zu tun, enden wir in einem Wirtschaftssklavensystem wie wir es bereits an vielen Stellen erkennen und erfahren müssen. Wir werden mehr und mehr ausgebeutet, vergiftet, in Abhängikeiten manövriert, und am Ende unserer „produktiven“ Lebensphase vom System wie eine heisse Kartoffel fallengelassen…

    • Grüezi@Visionär,

      Den Leuten ist gar nicht klar, warum sie das, was sie tun, wirklich tun! Jedes System in dem wir leben, in dem wir freiwillig oder unfreiwillig Teile von Freiheit und Verantwortung an eine selbstgewählte Gruppe abgeben, ist ein menschengemachtes. Ob die Menschen, mit für sie und den Gruppen sinnvollen Beschäftigungen ihre Lebenszeit füllen können, Glück und Wohlgefühl erleben dürfen, oder nicht, hängt also nicht von einem gottgegebenen System, sondern von Vereinbarungen ab, die sich Gruppen (Kulturen) von Menschen geben, die sich durch die Arbeitsteilung einen Mehrwert gegenüber dem Einzeldasein versprechen. Grössere Gruppen als Kulturen gibt es nicht; sie sind Erfindungen eines Machtsystems, mittels Verbreitung von Illusionen, vorwiegend über die Religionen. Wie Sie wissen, bin ich ein vehementer Kritiker des Kapitaldeckungsverfahren – schon vor seiner Einführung. Wenn die Menschen wüssten, wie tatsächlich die 2. Säule funktioniert – und welche – Auswirkungen dieses System auf das von Ihnen genannte „Hamsterrad“ hat; gäbe es einen Aufstand noch heute Abend. Das hat die Demokratie in unserem Land entkernt und eine Plutokratie enstehen lassen. Um die Menschen gefügig zu machen, droht man ihnen (über die Medien) mit dem Staatsbankrott, mit Schulden für die Kinder und Enkel, mit Kürzungen der Renten und im Gesundheitswesen usw. usf. Die Schweiz steht vor gewaltigen Veränderungen von denen sich der überwiegend Teil der hart arbeitenden Bevölkerung gar nicht bewusst ist.

      http://www.zeitpunkt.ch/fileadmin/download/ZP_93/93_8-11_Vontobel2Saeule.pdf

      Sie grüssend

  11. Bin kein Fan dieser Rubrik, aber dieser Artikel sitzt wie die Faust aufs Auge. Glasklare Analyse, richtige Schlussfolgerungen!

  12. Grüezi@Herr Klaus Stöhlker,

    Widersprüchliche und falsche Zukunftsprognosen hat es schon immer gegeben. Wenn wir heute darüber nachdenken wie es weitergehen soll, in einer Zeit, in der Roboter sich anschicken die mechanischen Arbeiten, und nicht nur diese, für den Menschen zu übernehmen, dann müssen wir zunächst klären, wie wollen wir in diesem kleinem Land leben?

    Die Oberschicht der Schweiz ist vergleichsweise noch reicher als die Oberschichten vieler anderer Industriestaaten. In einem gewissem Sinne macht das die Schweiz schon zu einem reichem Land. Aber ganz klar hat der grösste Teil der schweizer Bevölkerung nichts davon; im Gegenteil die Verschuldung der privaten Haushalte ist einer der höchsten der Welt. Das wird so lange so bleiben wie die Leute nicht begreifen, dass hier nicht ein Land gegen ein anderes Land, nicht eine Religion gegen eine andere Religion, nicht eine Rasse gegen eine andere Rasse, nicht eine Kultur gegen eine andere Kultur, nicht eine Ethnie gegen eine andere Ethnie, schon gar nicht eine Nation gegen eine andere Nation steht, sondern die Reichen einen Krieg gegen die Armen führen. Die SRG ist zum Sprachrohr dieser Gruppierungen verkommen die aus vulgären Neureichen bestehen und nichts mit den bürgerlichen Tugenden zu tun haben.

    Die SRG hat es versäumt investigativ, sachlich und kompromisslos zu informieren was die soogenannten „Global Players“ tun. Wie Konstrukte wie die 2. Säule sich volkswirtschaftlich auswirken. Wie der Filz die Fundamente unserer Demokratie ausgehölt hat. Die SRG ist niemals Fragen nachgegangen wie und ob Regierungskriminalität in der Schweiz vorliegt und ob die Staatsanwälte weisungsgebunden sind.

    Ein Querdenker und Wissenschaftler wie Dr. Marc Meyer wurde seine Arbeit los und Medial vernichtet, weil er die SNB auf einen Fehler in der Geld-Theorie hingewiesen hat. Wieso tolerieren wir das? Wieso tolerieren wir ein veraltetes Steuersystem? Wieso haben wir das BGE und AHV-Plus abgelehnt? Wieso tolerieren wir das die etablierten Medien wie SRG und NZZ – Andersdenkende als „Radikal“ diffamieren? Die heutigen Machtsstrukturen sind 200 Jahre alt. In einem von Natur aus heterogenes Gemisch aus Bevölkerungsgruppen ist es für die Machtstrukturen in der Eidgenossenschaft ein Leichtes die Volksverdummung und Mystifikationen weiter voranzutreiben…..eine SRG und eine Bildung die etwa das tägliche Rumdatteln mit dem Funktelefon aus der i-Reihe mit autarkes Denken verwechselt, sind dabei ein wichtiges Instrument….die Schweiz ist da wo die westliche EU in 20 Jahren sein wird….es sei denn, die Menschen übernehmen tatsächlich Eigenverantwortung und entziehen diesen Strukturen die Energie….für die EU bin ich zuversichtlich…

    Sie grüssend

    P.S. Ein Dankeschön an Herr Lukas Hässig dafür das er Menschen wie Dr. Marc Meyer die Möglichkeit gibt weiterhin die Bevölkerung aufzuklären und zu warnen…..und Fehlkonstruktionen wie die 2. Säule beginnt kritisch zu hinterfragen….

    • Ihre Fragen sind leider schockierend einfach zu beantworten. Die Schweiz wählt mehrheitlich rechts, also neoliberal, so wie sie halt flächendeckend „informiert“ wird. Man könnte auch Transatlantisch dazu sagen. Aus der Soziologie und Ökonomie weiss man aber, dass totalitärer Kapitalismus und Demokratie sich ausschliessen *müssen*. Sie sind einander unverträglich. Dazu kommt noch eine unsägliche Konsenspolitik, sie verweigert geradezu jeden öffentlichen demokratischen Diskurs. Dies geschieht aber nicht einfach so, sondern durchaus mit elitärer Absicht. Auch ist ja nicht einfach irgendwer wählbar, sondern hauptsächlich jene, die ins kartellisierte System am besten einpassen. Diese stehen dann vorselektiert auf den Wahlzetteln.
      Dabei ist die Deutungshoheit in etwa auf den selben elitären Personenkreis reduziert. Diese Kreise sagen dann über die *zwangsgebühren* finanzierten Kanäle was man von bestimmten „Infos“ halten soll. Und Sie alle hier wissen ganz genau, dass man in der Schule auch nicht etwa aufs Leben, sondern auf beste Einpassung vorbereitet wird. Wir alle wurden und werden doch ständig gefragt, was willst du mal werden? Wer Mensch oder sonst was unanständiges sagt, hat für immer in diesem System verloren.
      Wenn jetzt völlig zurecht ein Herr Dr. Marc Meyer kommt und ein Teil dieses System quasi „anschwärzt“, dann fehlt ihm eben die Deutungshoheit. Er wird, wie viele andere auch, einfach öffentlich hingerichtet und dann totgeschwiegen. Auch Dr. Daniele Ganser und andere erleben genau das gleiche. Aber nicht einfach irgendwo, sondern in der Schweiz.
      Das Misstrauen in dieses kartellisierte System ist ja der Grund für Anonymität und nicht wie so oft behauptet einfach Feigheit. Man könnte auch darüber mal nachdenken wo wir eigentlich hingekommen sind, das Menschen angst haben müssen oder zumindest wie Dr. Marc Meyer und andere, einfach entlassen und dann totgeschwiegen werden. Demokratie geht doch völlig anders. Das soll jetzt nicht so verstanden werden, dass es falsch wäre was diese Menschen da tun. Genau das Gegenteil ist der Fall. Aber man muss das System und die daraus entstehenden Folgen kennen in dem man es tut. Und dies ist für sich alleine betrachtet schon schlimm genug.

  13. Das ist viel zu weit gegriffen.
    Eigentlich ist es bei vielen Leuten recht einfach.
    Früher gabs mal Sendungen die setzten Standards….. Die Rundschau, der Kassensturz, die Tagesschau usw.

    Heute aber sehen sich viele derlei Sendungen nicht mehr an, denn belügen kann man sich auch selber.
    Die Tagesschau hat in jeder Ausgabe sicher 10 sachliche Fehler die linkem Denken einspringen, einem Informierten aber sofort auffallen.
    Die Rundschau versucht uns zu Indoktrinieren anstatt harte Fakten zu bringen, anders kann man sich deren Berichte kaum erklären.
    Erinnern wir uns an den Fall Mörgeli usw.

    Ich habe einfach keine Lust mehr mich zu ärgern ob dem lausig recherchierten Unsinn den die mir vorsetzen wollen. Da gehe ich lieber ins „Netz“ und lese die Blogs denen ich aus Erfahrung vertraue.

    Warum brauche ich da noch eine SRG die mir in sozialistischer Manier eine Zwangsgebühr aufzwingt…?

    Würde die SRG ihren Informationsauftrag wahrnehmen, es sähe ganz anders aus.

    • Es ist ja eigentlich noch schlimmer als sie dass schildern. Die SRG arbeitet ja nicht mit Lügen sondern mit Weglassung und völlig irwitziger Gewichtung. Also wie oben schon beschrieben kommt der Bericht über Saudi Arabien drei Tage später in sehr abgeschwächter Form. Jedoch hat es Platz über Roger Federer in Schottendress. ah ja und nicht vergessen nach spätestens 15 Minuten irgend ein Bericht über arme Menschen auf der Flucht.

    • Links ist heute nur noch die JUSO alles andere ist Neoliberaler Einheitsbrei. Wer dies noch nicht bemerkt hat, der hat leider nichts verstanden. Das ist die eigntliche Indoktrin – unser globas System und nur das – Kritik unerwünscht. Es ist an der Zeit aufzuwachen!

  14. Ja, Herr Stöhlker richtig erkannt. Vieles ist in der Schweiz auf Schrumpfkurs weil wir uns infolge dieser leidigen PFZ überall parasitär rupfen lassen. Denn netto gesehen haben wir nicht den besseren
    Wohlstand als in den 70zigern. Die Sozialwerke sind am A……und der Wohlstand auf Schulden gebaut. Dieser Umstand wird uns in Zukunft noch eine Menge kosten.

    Was die SRG betrifft ist jetzt halt Innovation gefordert wenn Einnahmen wegbrechen. Jeder KMU muss das tagtäglich wenn Umsätze verliert. Er kann auch nicht einfach auf Zwangsgebühren
    zurückgreifen.