CS im Israel-Strudel: Reiseverbot für Berater

Höchste Regierungsleute im gelobten Land unter Korruptions-Verdacht – Konti bei CS – USA könnten nochmals zuschlagen.

In Israel ist die Credit Suisse in einen riesigen Korruptionsfall um U-Boote geraten. Vor Wochenfrist wurden enge Berater des Regierungschefs des Kleinstaats verhaftet.

Die CS-Chefetage in Zürich reagierte panikartig. Sie verhängte sofort ein Reiseverbot für alle Israel Private-Banker. Keiner darf mehr ins gelobte Land im östlichen Mittelmeer reisen.

Beim U-Boot-Skandal geht es um einen Korruptionsverdacht in Israels höchsten Polit-Kreisen. Die CS wurde bisher nicht prominent genannt. Doch nun taucht sie mitten drin im Skandal auf.

Für die Bank kommt die Krise zur Unzeit. Das gleiche Team – also jenes für Israel – stand vor Jahresfrist bereits einmal im Rampenlicht.

Damals musste die Bank notfallmässig Konten eines Kunden namens Dan Horsky sperren. Die Horsky-Affäre ist bis jetzt nicht ausgestanden und könnte die CS teuer zu stehen kommen.

Bei Horsky, einem Universitäts-Professor mit Links in die Schweiz, ist die Rede von 200 Millionen Dollar, welche der Amerikaner mit Hilfe seiner CS-Banker vor dem US-Fiskus versteckt habe.

Rund um Horsky sind die US-Strafbehörden weiter am Ermitteln.

Die Grossbank wollte sich trotz mehreren Anfragen in dieser und letzter Woche nicht zu ihren jüngsten Israel-Turbulenzen äussern. Auch nicht, welche Rolle die USA dabei spielen könnten.

Heute nach der Story meldete sich dann ihr externer Anwalt. Er betont, dass es sich um eine Israel-Affäre handelt und sie und ihre Mitarbeiter nicht im Zentrum stünden.

Es gebe lediglich Reise-Empfehlungen.

Ein möglicher Link nach Übersee rührt daher, dass die CS immer noch einen Aufpasser im Haus hat. Dieser schaut ihr seit 3 Jahren von seinem Büro in einem CS-Hochhaus inOerlikon aus auf die Finger.

Neil Barofsky heisst der Amerikaner, er ist Anwalt und Spezial-Gesandter der Supermacht. Bisher hat Barfosky über eine halbe Milliarde von der CS gekostet, inklusive interne Kosten.

Und der Amerikaner plagte die Bank wie kein Zweiter. Barofsky rief via eigens erstellter Internet-Seite „The Whistleblower Reporting Platform“ dazu auf, Fehler und Strafbares der CS zu melden.

Vor 3 Wochen beendete Barofsky seine Suchaktion. Die Webseite ist immer noch online, doch man kann keine Meldungen mehr über sie erstatten.

Ob die Israel-Ermittlungen und Barofskys Suchaktion zusammenhängen, ist unbekannt. Laut Stimmen könnte Barofsky bald mit einem grossen „Schlag“ gegen die CS loslegen.

Ein externer Anwalt der CS sagt, es stünde keine nächste Klage oder Busse aus den USA gegen die Schweizer Grossbank bevor.

Zu den panikartigen Reiseverboten kommt ein weitere Vorfall innerhalb des CS-Israel-Teams, der aufhorchen lässt.

CS-Sicherheitsleute führten einen Team-Mitarbeiter kürzlich von dessen Arbeitsplatz ab. Sie begleiteten ihn nicht nur vor die Tür der Bank, sondern auch bis zu ihm nach Hause.

Dabei merkte der Mann, dass die CS-Ermittler Geheimes aus seinem innersten Privatleben wussten.

Laut einem Insider seien die Ermittlungen in Israel mit dem daraus resultierenden Reiseverbot und die Abführaktion des Mitarbeiters nicht direkt miteinander verknüpft.

Doch beides zusammen habe zu einer spürbaren Nervosität innerhalb der Bank geführt.

Laut einem US-Anwalt könnte der CS ein nächster „Israel-Sturm“ ins Haus stehen. Schmiergelder seien nämlich auf jenem Konto der CS gelandet, das nun in der Affäre entdeckt worden ist.

Die Untersuchungen der israelischen Straf-Behörden liefen auf Hochtouren, meint die Quelle.

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39 Kommentare zu “CS im Israel-Strudel: Reiseverbot für Berater

  1. Die USA schlagen doch nicht zu in Israel. Nein im Moment geht da die Post ab, weil man sicher sein kann, das der grosse Bruder Augen und Ohren geschlossen hat.

  2. Obwohl der AIA kein Hindernis ist um in Afrika und Arabien neue Kunden zu gewinnen (man kann ja schliesslich den Beamten bestechen der die Daten kontrolliert) haben natürlich immer mehr Kunden kalte Füsse um ihr Geld ausgerechnet in die zuverlässige und genaue Schweiz zu bringen, die sicher alle Daten meldet.

  3. “ (…) Geheimes aus seinem innersten Privatleben wussten.“
    Schon klar.
    Die CS Mitarbeiter haben kein Anrecht auf Wahrung der Privatsphäre. Das sind totalitäre Zustände. Die hauseigene Abhörzentrale liest auch privateste E-mails ganz selbstverständlich im Volltext mit und kümmert sich einen Sch… um das Datenschutzgesetz.
    Erfüllt sie damit Straftatbestände? Die Staatsanwaltschaft sollte das ernst nehmen und am Paradeplatz klingeln.
    Von Staates wegen.

  4. Für Schweiz Tourismus ist das doch perfekt. CS Banker getrauen sich nicht mehr in die USA oder über die Landesgrenze. Nun ist Israel auch gefährliches Gelände. So bleiben die Jungs in Saas Fee, Ascona oder St. Moritz und tun endlich einmal etwas Sinnvolles, Geld in der Schweiz ausgeben! Erstaunlich doch das ganze: steht nicht seit Jahren ein Jurist an der Spitze der CS?

    • …und genau der gehört seit Jahren liquidiert- Pausenclown im Anzug! Bänkler halt. Die weisse Weste würde gut mit der Fiala zusammenpassen.

      Beide gehören zur Thematik; gelesen, gelacht, gelocht!

  5. was heist hier „kleinstaat“? Klingt so als ware Israel so gross wie Monaco. Und anders als die Schweiz hat Israel eine echte Armee :o)))

  6. So was kann leicht passieren!
    Die armen CS Unterhunde stehen unter enormem Druck, Volumen einzufahren. Da nimmt man alles, was einem über den Weg läuft, einfach um die erwartete Leistung zu erbringen.

    Es geht ja um Boni und schliesslich um den Job. Mami zuhause und die Kinder sind verwöhnt. Man wohnt am See, fährt einen Porsche, ist im feinen Golfclub und plant den Urlaub nur an den exklusivsten Adressen. Die Bubis besuchen Privatschulen. All dies kostet!

    An den unglaublichsten Destinationen und bei den dubiosesten Kreaturen dieser Welt wird nach Neugeschäft gejagt, wobei man genau weiss, dass auch dort langsam die Datenaustausch-Guillotine in Stellung gebracht wird. Dies ist nur eine Frage der Zeit!
    Aber man gaukelt diesen Nouveau Riches, Politikern und Wirtschaftskriminellen noch immer eine fest zementierte Diskretion der Schweizer Banken vor.

  7. Alles kein Problem für Rohner und Thiam, denn man kooperiert ja immer mit den Behörden, falls notwendig. Und falls es doch wider Erwarten eine Busse hageln sollte, müssen halt ein paar arme Schweizer Familienväter über die Klinge springen. Hauptsache, die Weste bleibt weiss und der Teppich am ZFF schön. Mir scheint, Joe Oechslin sollte man in die Wüste schicken, angesichts der zahlreich auftauchenden Reputationsrisiken.

  8. Die „üblichen Verdächtigen“:

    – Iskandar Safa, Waffenhändler, mit
    – Abu Dhabi Mar, und wie zu erwarten die
    – Credit Suisse

    sowohl im Fall „Israel“:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/israelischer-ruestungsdeal-mit-thyssen-krupp-15103553-p2.html

    wie im Fall „Mosambik“:
    https://www.finews.ch/news/banken/27874-credit-suisse-mosambik-kroll-palomar-andrew-pearse

    Und der ex-UBSler Mark Branson ist weiterhin total geblendet von Rohners blütenweisser Weste.

  9. Die im Steuerstreit mit den USA involvierten „Schweizer Privatbanken“ Hapoalim, Mizrahi, Leumi, etc. haben sich wohlwissend rasch nach Israel zurückgezogen, wo sie und ihre Kundschaft unter dem Protektorat der USA unbehelligt weiter geschäften (…wie vorher?). Nur die CS hatte offenbar das Gefühl oder das Bedürfnis, von hier aus weiter zu machen. War das nun ein weiser Entscheid? Das Resultat kennen wir ja nun.

    • Wohl eher ein weisser Entscheid!
      Der aber garantiert nichts davon wusste, da dannzumal grad am ZFF involviert…

  10. Sorry LH, irrelevantes Thema! Viel wichtiger wäre zu erfahren, wo MdP, Milliardär und Frauenförderer ist. Bei all den schönen Themen der letzten Wochen war er unsichtbar. Ich bitte um detaillierte Aufklärung 🙂

  11. Korrupte „Staastlenker“ und Bankster passen zusammen wie die Faust auf’s Auge. Wundert das noch Jemanden? Mich schon lange nicht mehr!

  12. Ja was. Was für eine umglaublich krasse Überraschung. Aber, auf der anderen Seite: Das ist nun mal Teil des Geschäftsmodells. Man verlangt ja auch nicht, dass Bosch keine Zündkerzen mehr macht. Sehen wir’s positiv: Energetisch ist die Schweiz wieder neutral, denn schliesslich geben wir die Kohäsions-Mia. ohne Garantie für Börsenzugang.

  13. Irgendwann werden die Banken lernen, das Frontgeschäfft an die EAMs auszugliedern.
    Dann hätten wenigstens einige Banken, eine Überlebenschance.

  14. Das sind doch die (atomwaffenfähigen) U-Boote, welche im Wesentlichen durch den deutschen Steuerzahler finanziert wurden. Das nenne ich mal „Historische Verantwortung“ übernehmen, nicht nur gegenüber dem gelobten Land, sondern auch gegenüber dessen korrupten Politikern und teilweise der dortigen Geschäftswelt. Aber den Politikern soll es dort ja so schlecht gehen, dass sogar die Frau der Premiers (selber hat er ja eine super-weisse-Weste) die Pfandflaschen von Staatsbanquets einlösen musste, um zu überleben.

    • Dafür geht Verteidigungsminister Avigdor Liebermann nicht mehr zum Araber um die Ecke günstig einkaufen.

  15. Die Blockchain-Technologie wird dafür sorgen, dass sich das Finanzwesen einem grundlegenden Wandel unterziehen muss. Gemauschel und unsaubere Geschäfte werden es in Zukunft immer schwerer haben.

    Der Banker wird an Ansehen verlieren – falls davon noch etwas vorhanden ist – und als nächstes ist damit zu rechnen, dass es den überrissenen Boni an den Kragen geht.

    Mal sehen, wie lange es noch braucht, bis Vernuft einkehrt!

    • Wirklich? Alles was sich mit Blockchain ändert ist das der Bürger nun selber mauscheln und bescheissen kann und dazu keine Bank mehr braucht 😉
      Daran werden die Banken zugrunde gehen und werden zu reinen EC- und Kreditkartenherausgebern sowie Kontoführern für den täglichen Bedarf degradiert. Ich freue mich.

    • Da bin ich mir nicht so recht sicher. Einerseits gehen die Transaktionsgebühren bei Bitcoin gerade mal durch die Decke (prinzipbedingt, da die Transaktionsrate (des ganzen Netzwerks!) nur bei ein paar Transaktionen pro Sekunde liegt), andererseits ist die „öffentliche Buchhaltung“ auch nicht so jedermanns Fall.

      Falls das mal richtig skalieren würde ginge der Speicherbedarf des Client auch gewaltig durch die Decke, in dieser Form wird das schlussendlich nichts. Aber vielleicht kommt ja bald jemand der das mit der Blockchain „richtig“ macht, bisher hat mich jedenfalls noch keiner überzeugt.

  16. Wirken und Schaffen der CS in Jahre 2017, umsichtig geführt von Rohner und Thiam. Die RAV sind am Anschlag, die Reisebranche geht pleite. Als Destinationen für CS-Akquisiteure bleiben noch Burundi, Elfenbeinküste (Achtung Korruption), Kosovo, der Südpol und die Reithalle Bern.

  17. Was haben die Aussagen eines CS Juristen und die von der Autoindustrie angegegeben Verbrauchswerte gemeinsam? Jeder weiss dass sie nicht stimmen!
    Mocambique lässt grüssen, geht es dort auch um Korruption!

  18. Wie sagte doch einst ein sehr sehr sehr reicher jüdischer Geschäftsmann aus UK: „Ich bin doch nicht verrückt und mache Geschäfte mit den F…s aus Israel!“

  19. Waffenhandel und Schmiergelder (CS-Kernkompetenzen?) kennt man ja vom „Fall Mosambik“, wo angeblich USD 1’500 Mio „versenkt“ wurden.

    Die CS hat wohl noch einige (abgesoffene) U-Boote in ihren Büchern, die so tief liegen, dass sie ausserhalb der FINMA-Echolote sind.

  20. ja ja ja… man muss nur einen Quadratzentimeter irgendwo im CS-Teppich lüpfen – und schon kommt wieder eine Tonne Sch.. zum Vorschein!
    Thiam kann noch so grosse Töne spucken, die CS ist und bleibt einfach im Sumpf stecken.

  21. Wenn’s ganz schief geht kann man das Private Banking der CS noch als Tochtergesellschaft an die Hypo Alpe Adria verkaufen.

    • Ich glaube auch Hypo Alpe Adria ist gescheiter geworden und will sich die Finger nicht verbrennen!

    • Julius Streicher?!? Antisemitische Gesinnung lässt sich nicht mal auf Inside Paradeplatz verstecken, huh?

    • @Entsetzt, das kleine Pi…..äääjh Pennerchen Julius will ja gar nichts verstecken, sondern durch sein Aufmerksamkeitsdefizit bedingt ein bisschen provozieren. Weder sein hohles Pseudo noch sein geistreicher Post interessieren irgend jemanden.