Die Wahrheit über Bitcoin: $17’000 – und geht nicht

Wucher, Wartezeiten, Dilettanten, Tausende Ether-Tokens, Anarchos – Das soll unsere Payment-Zukunft sein?

Vor einem Monat kostete ein Bitcoin 8’000 Dollar, heute 17’000. Geld mehr als verdoppelt. Jeder schaut zurück und ärgert sich: Wäre ich doch nur eingestiegen. Vielleicht ist es noch nicht zu spät?

Was aber in der Euphorie der letzten Monate völlig unterging ist, dass Bitcoin … nicht funktioniert. Zumindest seit ein paar Monaten nicht mehr.

Am 19. Dezember um 13:45 Uhr (CET) kostete ein Bitcoin gemäss GDAX 18’200 US Dollar.

Die ursprüngliche Idee des Erfinders von Bitcoin mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto war es, eine elektronische Währung zu schaffen, die keine zentrale Instanz mehr braucht. Weder zur Herausgabe der Währung, noch zur Kontrolle.

Paypal, Kreditkarten, Banküberweisungen? Alles sollte ein Ding der Vergangenheit werden. Endlich ist man unabhängig und kann Überweisungen von Kollege zu Kollege durchführen („Peer to Peer“).

Das berühmte Satoshi Nakamoto „White Paper“, das sich anschickte, die Welt zu revolutionieren, hiess: „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“.

Die Vorteile von Bitcoin gemäss bitcoin.org: schnelle Transaktionen, weltweites Bezahlen, niedrige Gebühren

Sogar Micro-Transaktionen von weniger als einem Cent sollen möglich sein. Dies wäre wirklich eine Revolution – auch für das Internet oder Webseiten oder Online-Dienstleistungen.

Und: Es schien auch alles schön zu funktionieren. Bitcoin als Revolution im Zahlungsverkehr. Darum sprang jeder auf den Zug auf.

Was ist aber die Realität? Die Blockchain, auf der die Transaktionen bestätigt werden müssen, wird immer länger. Je mehr Menschen Bitcoin benutzen wollen, desto länger dauern die Rechenoperationen.

Unbestätigte Transaktionen stauen sich auf. Man spricht von 4 bis 7 Transaktionen pro Sekunde, welche das Bitcoin-Netzwerk derzeit abarbeiten kann.

Visa, die alte Kreditkarten-Firma: Sie schafft fast 50’000.

Obwohl praktisch noch kaum ein Geschäft Bitcoin akzeptiert und kaum jemand Bitcoin zum Zahlen benutzt, ist die Technologie bereits an ihr Limit gestossen.

Was ist das Problem? Vielleicht bekommen die „Berechner“ nicht genügend Geld?

Nun, das Gegenteil ist der Fall: Die Gebühren sind bereits völlig durch die Decke geschossen.

Die Bestätigung von Transaktionen auf der „dezentralen“ Blockchain muss jemand machen, und dieser jemand will bezahlt werden. Es kostet Zeit und Rechenleistung (sprich Strom). There is no free lunch.

Eine Zahlung in Bitcoin im Wert von 100 Dollar kann nun schon gut und gerne 12 Dollar Gebühren kosten. 12 Prozent für eine Überweisung? Absoluter Wucher. Keine Bank könnte sich das erlauben. Sogar Twint steht dagegen super da.

Wallet-Transfer-Wucher bei dem App „Bread“

Von kleineren Transaktionen ganz zu schweigen. Ein Versand von 10 Franken („b 500“) von einem Smartphone Wallet („Bread“) am 18. Dezember auf ein Papier-Wallet kostete über 12 Franken Gebühr („b 611 fee“), mehr noch als die Transaktion von 100 Franken am gleichen Tag (siehe oben).

Solche Transfers sollten aber doch eigentlich schnell und kostenlos gehen? Das sogenannte „Cold Storage“, das Lagern von Bitcoins auf verschiedenen Papier-Wallets, ist ein wichtiger Weg, Bitcoins sicher aufzubewahren.

Die Transaktion von 10 Franken in Bitcoin dauerte 2 Stunden, bis sie bestätigt wurde. Im Vergleich zu anderen Bitcoin-Transaktionen war das sogar schnell.

Kurz: 120 Prozent Gebühr. Und stundenlange Wartezeit.

Warum spricht niemand darüber? Werden die Gebühren akzeptiert, weil es immer hochgeht? Also praktisch ein Entgelt, um ins Casino reinzukommen?

Oder gibt es „geheime“ billigere und schnellere Abkürzungen, die nur Insider kennen? Als wäre es nicht schon kompliziert genug.

Prädikat: Bitcoin völlig unbrauchbar. Die Ursprungsidee ist tot. Nix Micropayment, nix schnell, nix niedrige Gebühren.

Aber vielleicht ist das nur ein temporäres Problem und es kann es gelöst werden? Auf Twitter spricht man bereits von 5,5 Transaktionen pro Sekunde, statt vorher 4.

Auf der Wikipedia-Seite „Bitcoin Scaleability Problem“ gibt es mehr Informationen: Die Bitcoin-Developer versuchen Abhilfe zu schaffen mit einem sogenannten „Lightning Network“.

Dieses soll in Zukunft die Transaktionen schneller machen. Die Transaktionen werden aber dann nicht mehr auf der Blockchain bestätigt.

Das wiederum eröffnet neue Manipulationsmöglichkeiten. Und die Grundidee der „nicht hackbaren“ Blockchain ist erneut in Gefahr.

Kommen somit wieder zentralisierte Akteure ins Spiel, welche man mit Bitcoin und Blockchain auslassen wollte? Wer würde dann für sie bezahle?

Die Arbeit ist aber noch am Laufen, manche Webseiten sprechen von einer Testphase. Realisiert ist noch nichts. Ganz schön hemdsärmelig für ein „Asset“ mit 300 Milliarden Dollar Market Cap.

Das Lighning Network: „Work in progress“ auf supersimpler Webseite als Rettung für den 300 Milliarden Moloch Bitcoin?

Anders ausgedrückt: Das Original-Krypto-Coin könnte bereits längst tot sein. Stattdessen hat es einen „Market Cap“ von 300 Milliarden US Dollar.

Sowohl die Marktplätze CBOE als auch CME haben in den letzten 10 Tagen Futures-Trading erlaubt und damit die Tür zu institutionellen Investoren eröffnet.

Wie kann das sein? Hat es niemand vom „Mainstream“ gemerkt, dass es nicht funktioniert? Vielleicht benutzt gar niemand Bitcoin im Alltag?

Bisher sind viele eingestiegen und warten einfach darauf, reich zu werden. Sie halten die „Coins“ und träumen von einer Villa am See.

Spekulationsobjekt statt Zahlungsmittel von „Peer to Peer“? So sieht es aus.

Viele Entwickler haben natürlich gemerkt, dass sich das Original Bitcoin in eine Sackgasse manövriert hat. Daher auch die Abspaltungen vom Netzwerk Bitcoin, die sogenannten „Forks“ und die tausenden Alternativ-Coins.

Besonders interessant ist dabei Bitcoin Cash, das drittgrösste Krypto-Coin. Ein Bitcoin Cash Coin kostete am 19. Dezember 2’400 US Dollar. Der gesamte Market Cap liegt bei 40 Milliarden US Dollar.

Fast so gross wie die Credit Suisse.

Und jetzt wird es interessant: Jeff Berwick, ein Autor auf der Webseite „The Dollar Vigilante“, veröffentlichte am 18. Dezember ein Interview mit dem Hauptentwickler von Bitcoin Cash.

Amaury “Deadal Nix” Sechét aus Frankreich.

Bis Anfang 2017 arbeitete dieser bei Facebook, ist aber bekennender Anarchist. Gleich zu Beginn des Interviews macht er klar: Er sei schon immer für Logik eingestanden.

„Warum gibt es Steuern, aber stehlen ist verboten? Das ist doch einfach ein anderes Wort für ein- und dasselbe“, meinte der Franzose Sechét.

Interview mit dem Hauptentwickler von Bitcoin Cash, der drittgrössten Cryptowährung mit 40 Milliarden US Dollar Marktwert: hochintelligent und Anarchist

Die Kryptowährung Bitcoin Cash, die von Bitcoin am 1. August 2017 abgespalten wurde, soll angeblich ein wenig schneller sein als Bitcoin. Sie wird aber bisher weniger gehandelt und benutzt. Also wer weiss?

Im Laufe des Interview werden viele der Probleme von Bitcoin angesprochen, und es zeigt sich, wie intelligent der Entwickler ist.

Der junge Mann kennt sich aus. Er ist ja auch der Chef-Entwickler eines mit 40-Milliarden bewerteten Unternehmens. Aber weiter weg von „Mainstream“ geht es fast nicht mehr.

Zum Ende wird gebeten, das Video weiterzuverbreiten, vor allem an alle anderen, die ebenfalls wie die beiden „nichts von Regierungen und Zentralbanken“ halten („not a fan of governments and central banks“).

Und geschlossen wird das Interview mit dem Spruch: „Peace, Love and Anarchy“.

Vielleicht setzt sich auch Ethereum durch, die derzeit zweitgrösste Kryptowährung. Das ETH-Coin wird benötigt, wenn man deren Platform benutzen will. Es entsteht eine natürliche Nachfrage.

Auf der Ethereum-Plattform können Smart Contracts erstellt werden. Oder aber sinnlose Spiele wie Cryptokitties gespielt werden.

Auch eigene Kryptowährungen, „Tokens“, können erschaffen werden. Wie das geht, wird hier erklärt. Auf der Webseite Etherscan können alle bisher erstellten „Tokens“ eingesehen werden.

Zum 19. Dezember gibt es deren 19’863. Alle haben Ethereum benötigt, um dabeizusein und die Zuger Firma zu bezahlen. Das ergibt natürlich auch zusätzliche Nachfrage nach den ETH-Coins.

19. Dezember 2017: Bitcoin bei 18’000 Dollar, 1’369 Coins auf Coinmarketcap mit einem Gesamtmarktwert von 600 Milliarden Dollar, und fast 20’000 private Ether Tokens.

Wo geht die Reise hin?

Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder Anarchie setzt sich durch, oder Mainstream. Falls die Gebrechen des Leaders Bitcoin immer mehr bekannt werden, könnten einige Halter den Exit suchen.

Und da ein schnelles Verkaufen völlig ausgeschlossen ist – schon jetzt kann es Stunden dauern –, könnte der Preis auch innert kürzester Zeit ins Bodenlose stürzen.

Dann besteht die Gefahr, dass alle anderen Kryptowährungen (auch die besseren?) mit in den Abgrund gerissen werden.

Vielleicht kommen auch einige „Investoren“ wieder zur Einsicht, dass Banken und Regierungen doch nicht nur schlecht sind.

Oder das Anarcho-Coin Bitcoin Cash setzt sich durch und Steuern werden einfach abgeschafft? Wer braucht schon Strassen oder Wasserversorgung? Kann sicher auch dezentral organisiert werden?

Oder vielleicht zahlen wir in Zukunft mit dem Hunde-Coin, das derzeit einen Marktwert von 600 Millionen Dollar hat.

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78 Kommentare zu “Die Wahrheit über Bitcoin: $17’000 – und geht nicht

  1. Eine Kryptowährung wird sich definitiv durchsetzten und das FIAT-Geld ersetzten. Da bin ich mir recht sicher. Es muss aber eine echte native dezentrale Blockchain sein. Bitcoin und der XIN von IE, sind dabei beide ernst zu nehmende Coins. Wenn Bitcoin seine strukturellen Fehler in den Griff bekommt, wird er nebst wenigen anderen Coins, sicher bestehen.

  2. Abgesehen von dieser Wertentwicklung sollte man nicht vergessen, dass das Bitcoin-Wesen enorm Energie verschlingt. In der NZZ online hat es ein Interview mit einem ETH-Professor. Der sagt, die Technologie der Blockchains brauche schon jetzt die Energie etwa eines AKWs. Das könne noch mehr werden. Die Rechenzentren stünden aber in China, weil dort der Strom günstig sei. Dieser werde dort durch Kohle erzeugt, also die reine Umweltkatastrophe. Das wäre dann also die andere Seite von Bitcoin …

  3. Auch das erste Automobil war komplett unbrauchbar trotzdem hat sich die Automobilität durchgesetzt. Oder erinnert ihr euch wie lange man 1995 noch brauchte um ein Internetmodem zu installieren? Die Blockchain geht nicht mehr weg.

  4. interessante Meinung, vielleicht etwas zu schwarz. Ich glaube, der IBM Chef dachte mal, es gebe einen Weltmarkt von 5 PCs weltweit. Damals waren die PCs halt 300 Meter lang. Alles entwickelt sich weiter und Bitcoin ist die erste Version von Crypto-Geld, welches wirklich Erfolg hatte. Das es dem jetzigen Marktnicht angepasst ist, ist klar. Der Marktateil von Bitcoin fällt rasant (früher 90%, nun unter 50%). Der Markt steigt jedoch weiterhin.
    Jeder kennt die Schwierigkeiten von Bitcoin, dennoch wird gekauft und man beschwert sich?
    Der Hype zeigt, dass traditioneles Banking den Wünschen des Marktes immer weniger gerecht wird. Entweder sie passen sich an (Ripple ist ja so ein Coin, der eine Lösung für diese Zielgruppe bietet)
    Hier ein Versuch etwas faktischer einige Coins zu vergleichen:

    Bitcoin: 3-7 Transactions/second – 10 Minutes Blocktime – 1 Mining Algorithm – 21 Million BTC MAX Supply – 2 Weeks Difficulty Adj Delay – $27 average Transaction fee.

    BitcoinCash: 28-34 Transactions/second – 10 Minutes Blocktime – 1 Mining Algorithm – 21 Million BCH MAX Supply – 2 Weeks Difficulty Adj Delay – $0,24 average Transaction fee.

    Litecoin: 56 Transactions/second – 2,5 Minutes Blocktime – 1 Mining Algorithm – 84 Million BCH MAX Supply – 3 Days Difficulty Adj Delay – $0,3 average Transaction fee.

    Digibyte 560 Transactions/second – 15 Seconds Blocktime – 5 Mining Algorithm – 21 Billion DGB MAX Supply – Real Time Difficulty Adj Delay – <$0,001 average Transaction fee.

    Bei der Security, ist es schwieriger zu vergleichen, Fakt ist, das von Digibyte entwickelte DIGISHIELD wird nun von über 25 Coins und verschiedenen Blockchains genutzt. Bist jetzt habe ich nur XVG als würdiger DGB-Wettbewerber gefunden.

  5. Sehr guter Artikel. Bitcoin ist wohl als ‚proof-of-concept‘ Pilot zu betrachten, welcher demonstrieren soll, ob das Prinzip grundsätzlich tauglich ist und die Technologie funktioniert soll aber auch gleichzeitig die Probleme aufzeigen. Es gibt andere Coins, welche eine Aufgabe des Geldes, nämlich als ‚Transaktionseinheit für den täglichen Gebrauch‘ besser erfüllen als Bitcoin (z.B. Litecoin und Ethereum), allerdings erfüllt Bitcoin die Funktion des Geldes als Wertspeicher zur Zeit sehr gut.
    Im übrigen sollte man, wenn man mit Altcoins handeln will, das über eine der Online Börsen tun – das Wechseln geht schnell und die Gebühren halten sich in Grenzen.

  6. Der erste seriöse Kommentar zu dem ganzen Irrsinn. Ich hätte eigentlich nicht gedacht, dass die Gier die Menschen noch einmal so blöd macht. Bitcoin & Co nähern sich unzweifelhaft ihrem Ende und es macht eine Menge Spaß dem zuzuschauen. 2018 ist unweigerlich Schluss. Mit Bitcoin wird auch das schwachsinnige „Konzept“ der Block Chain untergehen, Die IT-Firmen, die auf diesen Zug aufgesprungen sind, sollten auf eine schwarze Liste gesetzt werden, nennen wir sie die Block Chain. Diese Firmen haben mit seriöser IT nichts zu tun.

  7. Da sind mir die guten alten Westindischen Rubel doch lieber als Bitcoins oder Dogcoins. Bei gepflegten Etablissements kann man mit Westind. Rubel immerhin zu 80% zahlen, was bei Bit- & Dogcoin nicht der Fall ist. Zur Not täte es auch eine Trans K-B-Aktie. Wäre sicher ein gesuchter Nonvaleur.

  8. Der Grossteil der Bitcoin-„Investoren“ versteht das ganze System gar nicht. Nur so zum Fragen: 1’000 Personen (die „Bitcoin Whales“) haben an Bitcoin einen Marktanteil (whatever that means) von 40 %. Was passiert, wenn nur einer dieser „Whales“ seine Bitcoins dumpt? Dann wirds wohl ganz schön rumpeln. Andere Frage: Wie soll sich jemand, der bereits ein Bitcoin-Millionär ist, die Bitcoins in Franken oder US$ auszahlen lassen? Erstens müsste der Broker liquide sein (wird heute schon langsam ein Problem) und zweitens müsste dann irgendeine Bank den Betrag auch in bar auszahlen. Aber heute zittert der Bankangestellte ja bereits, wenn ich Fr. 40’000 bar auf die Kralle will. (Compliance sitzt ihm im Nacken.)

    Ja, und – paradoxerweise – vergrössern sich die Transaktionskosten proportional zur Verbreitung von Bitcoin, dies obwohl eigentlich das Gegenteil geschehen sollte.

    In diesem Youtube-Video wird Bitcoin gut „erklärt“:

    https://youtu.be/nRItzSX0aCM

    • Naja nur weil ein Bitcoin-Millionär seine Coins wieder los werden möchte, wird er vermutlich das Geld trotzdem auf dem Konto lassen und sich nicht bar auszahlen lassen, damit er sich Matratze oder Hauswände damit vollstopfen kann.

      Aber ja, wenn der Broker nicht liquide ist, ist es natürlich trotzdem ein Problem.

  9. Ich bin weiss Gott kein Verschwörungs-Theoretiker.

    Es ist aber sichtbar immer mehr das Bestreben gewisser im Hintergrund wirkenden Individuen alle und alles auf die digitale Schiene weg von greifbaren Sachwerten (auch Bargeld) zu bringen.
    Am Schluss kann nur noch der etwas kaufen der in diesem Game dabei ist. Ich kann dann zwar mein Vermögen und den fiktiven Zuwachs auf dem Bildschirm bestaunen bis dann irgendwann „GAME OVER“ erscheint und mein digitales Vermögen aus welchen Gründen auch immer sich in Luft aufgelöst hat.

    Bitcoin als das aktuell goldene Kalb ist eben ein Coin wie auf der Spielbank „alles oder nichts“. Es wird zig Verlierer geben.

    Also mehr denn je drängt sich die Investition des geldwertigen
    Vermögens in Sachwerte auf. Was will man dann tauschen wenn
    das digitale Vermögen weg ist? Heisse Luft?

  10. Also. Ich kaufe und verkaufe BTC, ETH und LTC ganz einfach über Swissquote. Ist in wenigen Sekunden erledigt. Kostet 1% Gebühr, ist natürlich auch hoch. Leider noch keine Übertragungsmöglichkeit der Bestände auf den Wallets. Aha, werden Sie sagen, also doch eine Bank eingeschaltet. Ja, genau, die ganze Sache ist mit den Wallets noch viel zu kompliziert. Aber das wird kommen. Der Wert? Na ja, was kümmert es mich, ich habe meine Anfangsinvestition zuürck und dazu noch eine super performance obendrauf. Somit ist nur noch Gewonnenes Material im Spiel. Ja, Spiel.

    Aber. Und jetzt wird es wirklich ernst. die Cryptocurrencies sind doch nur Spielwiesen für die Blockchain. Die Blockchain aber, die ist jetzt hier und bleibt. Grösste Innovation im virtuellen Raum seit Berners Lee am CERN HTML und damit das Adressiersystem des WWW geschaffen hat. Merkt ihr was? Es GIBT jetzt ein neues Adressiersystem. Und an diesem werden ganz andere Sachen hängen: Geräte, Musik, Filme, Videos, Streams, Verträge, Urkunden, you name it. Bereits ist das erste Blockchain smartphone in Entwicklung. Crowdfundning läuft noch Tage.
    Darum. BTC etc wird jetzt gehedged und gefutured, darum überschabarer, vielleicht mal stabiler. die 21 Mio. BTC Limite ist keine reale Limite, jeder kann jederzeit innert 10 Minuten sein eigenes token fabrizieren. Es geht auch ohne stromintensives Mining. Wer’s nicht glaubt soll an der ETH ein paar IT Kurse belegen. Wer sich aber in diese Diskussion verrennt, rennt an der falschen Baustelle. Blockchain ist das Thema. Sie wird alles verändern. Der middleman wird arbeitslos. Banken und Versicherungen können brutal verkleinert werden. Die neue Goldgrube ist die Blockchain of Things and Services Welt. BOTS!

    • Ja klar, und am Schluss reiten wir auf einer Verschlüsselung auf den Mars. Sorry, aber ein wenig Software wirst Du die Menschheit nicht retten können, da braucht es in erster Linie schlicht und einfach Vernunft und die finde ich beim ganzen Crypto-Hype ziemlich zuallerletzt.

  11. Heute beträgt der Stromverbrauch für Bitcoins 30 Terawatt. Das AKW Gösgen produziert jährlich ca. 8 Terawatt. Die Marktkapitalisierung der Kryptowährungen liegt bei rund 40 Milliarden USD. Wie sollen Kryptowährungen so zur Weltwährung werden? 1’000 neue AKWs bauen? Wo in Rümlang?

  12. Heute beträgt der Stromverbrauch für Bitcoins 30 Terawatt. Das AKW Gösgen produziert jährlich ca. 8 Terawatt. Die Marktkapitalisierung der Kryptowährungen liegt bei rund 500 Milliarden USD. Wie sollen Kryptowährungen so zur Weltwährung werden? 1’000 neue AKWs bauen? Wo in Rümlang?

    • Wenn sie informiert wären, dann würden sie wissen, dass der gute Strom günstig aus Chinesischer Kohle generiert wird, welchen die Chinesischen Miner dann wiederum günstig einkaufen um zu minen.

      Es braucht also kein neues AKW in Rümlang, es sei denn Ihr Tesla muss wieder geladen werden.

    • Aua, schon wieder jemand der Leistung und Energie verwechselt. Das AKW Gösgen hat eine *Leistung* von ca. i GW (Gigawatt). Damit kann es (wenn es das ganze Jahr voll läuft) im Jahr ca. 8 TWh (Terrawattstunden) *Energie* erzeugen.
      Wenn jetzt noch der „Stromverbrauch“ von Bitcoin mit 30 TWh pro Jahr bezeichnet würde, so wäre die Aussage zumindest von den Einheiten her mal korrekt. Dabei handelt es sich allerdings um eine Schätzung welche am obersten Rand dessen liegt was so rumgeistert (es könnte auch zehnmal weniger sein, so „genau“ weiss das keiner).

  13. Verkaufen lässt sich alles. Es muss nur die Geschichte stimmen. Und die Geschichte rund um Bitcoin und andere Kryptowährungen ist spannend und einnehmend. Die Menschen wollen Geschichten hören. Insbesondere solche, die sich gut anfühlen und ihnen das Gefühl geben, auf der richtigen Seite zu stehen und das richtige zu tun. Vermutlich fühlt sich jeder, der Bitcoin besitzt oder damit zu tun hat, als eine Art virtueller Freiheitskämpfer. Wir gegen den Rest. Wir gegen den Staat und seine machtgeilen und geldgierigen Vertreter. Was für ein Gedanke….

    Allerdings hat die Sache einen gewaltigen Hacken. Ein Handelsgut – und Bitcoin ist wie andere Geldwährungen auch – nichts anderes, ist immer soviel Wert, wie der potentielle Käufer darin als Wert erkennt und ihm eine nachhaltige stabile Sicherheit seines Investments oder Nutzung für die Schaffung eigenen Mehrwertes sichert. Bei konventionellen Währungen steht ein Staat und damit seine ganze Volkswirtschaft und sein politisches System dahinter. Bei Währungsunionen – wie z. B. dem Euro – sogar ganz viele Länder. Bei Kryptowährungen, welche quasi „aus dem Nichts“ entstanden sind, steht nur die Geschichte sowie die Erwartungshaltung der Käufer dahinter. Sonst nichts. Gar nichts.

    Die Dotcom-Blase war nichts anderes. Unternehmen mit einer guten Idee wurden gehypt. Einen Mehrwert für die Gesellschaft haben sie nie erwirtschaftet. Sie haben nur eine Geschichte erzählt.

    Auf Dauer wird es daher immer schwieriger werden die Menschen zu überzeugen, dass ihr Investment sicher ist. Die Geschichte bekommt Risse….

    Was aber im Zusammenhang mit Kryptowährungen extrem interessant ist, ist die Technik dahinter. Blockchain. Diese lässt sich für viele zukünftige Vertragsschliessungen jeglicher Art nutzen, welche eine verbindliche und schnelle, kostengünstige Sicherstellung brauchen.

    • Der dahinter stehende Staat kann sogar eine Hyperinflation auslösen.

      Auch die „harmlosere“ Enteignung durch EZB und FED ist schon signifikant.

    • und was ist mit ebay, amazon und google? die haben nix geracht?!

      gott, zum glück werden solche menschen bald durch eine blockchain technology ersetzt!

  14. Nun ja, meiner Meinung nach sind die Staaten Diebe, und Steuern das Resultat einer Erpressung.
    Damit mich der Staat in Ruhe lässt muss ich ihn bestechen.
    Und es werden eben nicht nur Strassen gebaut mit dem Substrat der Erpressung, sondern auch Millionen illegale finanziert die für unser Land ohne jeden Nutzen sind …..und immer sein werden.
    Für die Schweiz sind das 2016 Kosten von 7.34 Milliarden Franken.

    Aber zu Bitcoins.
    Ich schreibe das seit langem, und es ist schön das es hier endlich mal deutlich thematisiert wird.
    Bitcoins sind für professionelle Spekulanten ein gutes Vehikel wie man in den letzten Wochen sieht.

    Allen anderen Bitcoin Besitzern rate ich immer sie jetzt zu verkaufen.
    Sie loszuschlagen dauert, denn man muss sie in ein Geld umtauschen welches überall und jederzeit akzeptiert ist, akzeptiert werden muss weil es gesetzliches Zahlungsmittel ist.
    Dazu aber braucht man einen Partner der das will, es gibt aber keine Bank die das einfach Standartmässig anbietet.
    Der Dummkopf der mit „Luftcoins“ Gewinn machte hat Glück gehabt, braucht nun aber einen noch grösseren Dummkopf der ihm die teure Luft wieder abnimmt.

    Das aber kann eben dauern und zwar nicht nur 2 Stunden.
    ——————-
    Beispiel aus meinem Bekanntenkreis.
    Findet man ein Autohaus welches die Coins nimmt, ist es meist gerade 500 km entfernt und das Auto steht nicht gerade wunschgemäss in der Ausstellung.
    Also ist ein Kompromiss fällig.
    Das alles dauert Stunden wenn nicht Tage.
    Viele Bitcoin Besitzer machen sich darüber aber keine Gedanken, denn er steigt ja und sie werden Reicher….(((-:
    Allerdings realisieren die meisten eben ihren „Gewinn“ nicht, sondern warten ob er noch etwas mehr steigt.
    Geiz ist eben ……
    Das Autohaus kann nur ein „Sofort oder Tagesgeschäft“ machen weil der Bitcoin sehr volatil ist.
    So lange er steigt will das Autohaus das, aber nur dann.

    Beginnt der Bitcoin zu fallen, wird der Besitzer des Autohauses warten bevor er sein Geschäft macht, und weil man nun plötzlich ohne Exitstrategie dasteht und das gleiche …..vielen anderen auch passiert, nimmt der Fall des Coins erst recht fahrt auf.
    Denn nun will man plötzlich den Bitcoin unbedingt loswerden, ja eine Panik droht.
    Die Bitcoin Besitzer werden nun nahezu alles kaufen was irgendwo damit zu kaufen ist, aber „die anderen“ sind ja vielleicht auch mit ein bisschen Verstand ausgestattet.

    Tja, wer da nicht vorher eine Exitstrategie plante, wird womöglich nahezu alles verlieren.

    Bitcoin sind eben noch lange kein Geld im praktischen Sinne.

    • Sagen Sie Ihrem Bekannten er soll doch ein Konto bei Anycoindirect.eu, Kraken, Poloniex, You name it, aufmachen. Es sind kluge Köpfe die zustäzlich ein sehr hohes Niveau an Compliance erfüllen um überhaupt da Geld tauschen zu können. Stromrechnung, Passkopie und Videoidentifikation gehören zum Standardritual, sonst gibt es nichts. Da kann man die sogenannte „Luft“ eintauschen und 2 Tage später ist es als Fiat Geld (hier nicht das Auto gemeint) auf dem Konto.

    • @ Cryptomanier……

      „2 Tage“, nun ja, wer eine Strategie hat und sie durchzieht kann gewinnen.
      Im Börsengeschäft sind 2 Tage aber Ewigkeiten.
      Es bleibt dabei, wer seinen Gewinn jetzt realisiert, macht nichts falsch.
      Aller anderen…..????

  15. Blablabla. Nicht verstanden was Geld ist. Blablabla. Hoher Stromverbrauch. Blablabla. Cryptonerds…. blablabla. Blase blablabla. Tulpenzwiebeln….
    Mir alles egal. Das einzige was zählt ist der Preis und dieses Jahr habe ich mein Kryptoportfolio mehr als verzwanzigfacht…… bei 700 USD 10 Bitcoins gekauft
    Hahaha. Aber zum Glück gibt es so kluge Leute wie euch, die eine grosse Ahnung haben. Hahahaha

    • Es war schon immer so, dass jene mit Schwein dachten, sie seien besonders clever. Clever sind erst diejenigen, die Schwein hatten und dies nicht mit Können oder so missverstehen und – deshalb ihren Gewinn ins Trockene brachten, bevor wieder alles zusammenfällt. Die anderen sind die Normalos, also die Gierigen, die nicht denken. Hahaha

      Ich hatte meine BTC bei rund 400 gekauft, weil ich die Argumente der Alternativwährung glaubte verstanden zu haben. Zwischen 4000 und 5000 habe ich dann alle verkauft. Als Zahlungsmittel ist BTC unbrauchbar und beim Wechsel fallen hohe Kommissionen an. Der Rücktransfer der Erlöse auf ein normales Bankkonto ist auch nicht ohne. In Panikzeiten funktioniert das ganz bestimmt nicht!

      Bitcoin ist kein Zahlungsmittel, es ist ein Hortungsmittel, das nur funktioniert, wenn es seinen Wert hält oder steigert. Insofern wie Gold, einfach weniger schwer….

    • Was hat ein Lotteriezufallstreffer mit Klug- oder Dummheit zu tun? An der faktischen Wertlosigkeit (in wirtschaftlicher Hinsicht) der Kryptos ändert auch Dein besserwisserischer Kommentar weniger als ein Iota.

    • Gratulation! Haben Sie die 10 Bitcoins noch? Wenn ja, wann verkaufen Sie? Wenn er zu fallen beginnt?

  16. Vom hören sagen lernt man lügen, aber ich habe gehört, dass kein Volumen beim Handel mit Bitcoin vorhanden sei. Gibt es wirklich Leute die viel Geld mit Bitcoin Handel verdient haben, also die Gewinne realisiert haben in „echten“ Währungen (EUR, US$)?

    • Ja hab ich…vor ca.10 Tagen bitcoin gekauft und gestern 19.12. wieder verkauft über St.Gall.Kantonalbank bei Vontobel(ETF)
      Abschluss Kauf 15025.00
      Abschluss Verkauf 18185.00 stopploss bei
      18200.00
      Spesen total ca.2.3 % für Kauf und Verkauf
      Geht doch….oder?
      Tip:lieber gereut gegeben…als gereut behalten
      Allen viel Glück

  17. Begegnen wir wieder einmal Reinhard Mey’s Narrenschiff?

    Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
    Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken
    Die Mannschaft, lauter meineidige Halunken
    Der Funker zu feig um SOS zu funken
    Klabautermann führt das Narrenschiff
    Volle Fahrt voraus und Kurs aufs Riff!

    https://www.youtube.com/watch?v=8Lz_qPvKCsg

  18. Interessant an der Sache ist, immer wenn das Investment Banking in etwas einsteigt wo es keine Ahnung hat und es auch nicht versteht (weil man es zu der Zeit nicht an einer Uni studieren konnte), dann kommt es zum Bubble.
    In den letzten Jahren waren dies .com, Supprime oder jetzt BTC.

    Dinge werde überbewertet um sich die eigenen Taschen zu füllen, bis die Bubble platzt.
    Dann ist das Gejammer jeweils gross und die Dinge werden zum Teufel gejagt.

    Dort gedeihen die Dinge und werden zu den grössten Firmen und Technologieführern.

    Willkommen im Banking.

    • Kannst natürlich auch diesmal den Banken die Schuld am möglichen Versagen geben; ich lese hier bei den meisten Kommentaren so selbstherrlich, dass ja gerade das Banking keinen Einfluss auf die Preisgestaltung der „allmächtigen“ Kryptos hat 🙂 So was von Widerspruch ist mir wahrlich selten über den Weg gelaufen.

    • Hey Supermario

      Wenn der Markt nun aber mit Futures geflutet wird, dann kann man den Banken ja schwerlich absprechen das sie daran beteiligt sind.

      Hab in der Crypto Welt noch kein spekulatives Trading gesehen wie es jetzt von den Banken angeboten und betrieben wird. Und dies obschon nicht Reguliert. Merkst du was?

      Die Ironie an der Sache ist: Ihr springt auf den Zug auf, und doch verpasst ihr ihn.

    • @Informant
      USD 193 Mio. Open-Interest bei den Futures vs USD 300 Mrd. Gesamtkapitalisierung sind die Relationen und von „Überflutung“ noch Lichtjahre entfernt 🙂
      NB Wenn du gern auf Züge aufspringst, welche bereits 200km/h fahren, nur zu!

  19. Herr Hässig, Sie haben selber bereits die Lösungen erwähnt, woran Spezialisten arbeiten um die Transaktionsgeschwindigkeit zu reduzieren. (Hard) Forks, oder Lightning Network. Geben Sie doch dieser Technologie eine Chance.

    Der Stromverbrauch ist für Bitcoin hoch das stimmt. Jedoch gibt es Firmen im hohen Norden Europas, die grünen Strom einsetzen um den Minern das schlechte Gewissen abzunehmen. Bedenken Sie aber dass Bitcoin Mining erst wieder attraktiv geworden ist, seit die Preise so massiv angestiegen sind. Heute gibt es Mining-Hardware die 1/5 dessen verbrauchen, was Bitcoin-Miner konsumieren. Wir reden hier von 150W Maschinen. Auf wieviel Watt kommen wir denn für den Standby Betrieb unsers Flatscreens, PC, etc. etc. ?

    Es gibt auch sehr gute Kryptowährungen die innert kürzester Zeit und zu Fraktionen von Kosten Transakationen tätigen können.

    Dass in Zukunft jede Blockchain einen Coin braucht, glaube ich nicht. Aber die Blockchain selber ist eine gute Sache. Momentan läuft sie an vielen Orten mit dem Proof of Work Prinzip. Mit dem Wechsel auf andere Prinzipien, wie zum Bsp. Proof of Stake, wird das Mining ebenso abnehmen und der Stromverbrauch zurück gehen. Insofern ist es nur eine Frage der Zeit. Man sollte doch immer alle Fakten auflisten und nicht nur das was man hören will. Besonders wenn die Mehrheit des Publikums eher weniger von Blockchain, zum heutigen Zeitpunkt, versteht.

    Give it a chance!

  20. Töter als tot, kann man eigentlich nur noch sagen! Aus vielen Gründen. LH spricht einige an. Noch ein paar weitere:
    1) Von den 21 Millionen Bitcoins sind ca. 17 Millionen geschürft. Wie sollen in Zukunft, wenn man sich den max. 21 Millionen Bitcoin nähert, die Miner, die die Berechnungen/Transaktionen durchführen, bezahlt werden, wenn sie dafür nicht mehr überteuerte Bitcoins erhalten können…? – Mit noch höheren Gebühren, ansonsten werden die Miner nicht mehr in Hardware und Strom investieren. – Game over.
    2) Die Staaten werden sich Steuersubstrat in Bitcoin (z.B. Spekulationsgewinne) nicht entgehen lassen (dürfen sie gar nicht, aus verfassungsrechtl. Gründen). Also wird Bitcoin nicht mehr anonym sein, oder die Staaten werden ihn und deren Verwendung verbieten. Na ja, der physische Mensch kann noch nicht im Internet wohnen, sondern muss das immer noch auf einem Stück Land in einem Staat tun! – Fertig Anonymität. Stecker gezogen.
    3) Wie sollen volkswirtschaftlich genügend Kredite geschaffen werden können (für Firmen, Häuslebauer etc. etc.), mit einer ewig limitierten Menge Bitcoin? Kredite (Geld) werden gegen ein reales bzw. verbrieftes Collateral geschöpft und mit der Rückzahlung wieder vernichtet. Geht mit Bitcoin nicht. Und denken wir an die armen Schweine, die sich in Bitcoin verschulden und dann verdoppelt sich der Kurs innert Monaten. Wenn sie keine Einnahmen in Bitcoin haben, dann sind sie tot. (Beim kommenden Bitcoin-Crash natürlich die Schulden los…).
    4) Wie Dr. Meyer sagt: Die Bitcoiner labern viel, und die hohlen PR-Futzis machen hirnloses Promotionsgetöse, aber verstanden haben diese Leute nicht, was Geld ist und wie es geschöpft wird (immer als Schuld des Emittenten im Tausch gegen ein +/- werthaltiges (verbrieftes) Asset). Es wird blöd von „Fiat“ gelabert, ohne einen Schimmer zu haben, wie die Buchhaltung hinter der Geldschöpfung bei (Zentral-)Banken tatsächlich läuft.

    • Kommt fünftens noch hinzu, dass Bitcoin-Ansprüche rechtlich (da irgendwo cloudmässig gelagert) wohl rechtlich ziemlich schwierig durchzusetzen sind.

  21. Wieder verleitet unermessliche Gier nach schnellem Reichtum -ohne dafür arbeiten zu müssen- zum unvermeidlichen Absturz und nachträglichem Jammern: „Wieso hat man mir das nicht erklärt und davor gewarnt?“
    Man merke: Alle Menschen machen Fehler, aber nur unverbesserliche machen die gleichen mehrmals.

    • @ Tschovanni: Top-Kommentar, insbesondere die Standard-Jammerifrage für „Investoren“!

  22. Sehr fundierter Artikel! Je mehr Leute auf den Bitcoin Zug aufspringen, desto weniger funktioniert es; es ist somit unmöglich, dass BTC je die Funktion einer globalen Währung übernimmt. Der Grund liegt aber nicht wie alle behaupten im Umstand, dass BTC keinen realen Gegenwert hat (das haben viele andere Dinge in unserem Leben auch nicht), sondern dass es die zugrundeliegende Technologie schlicht verunmöglicht.

  23. Die cryptonerds haben alle nicht kapiert, was Geld ist. Auch wenn’s wehtut: Geld ist, was der Staat als solches bestimmt. Geld braucht ein zuverlässiges, funktionierendes Rechtssystem als Fundament, das Forderungen vollstreckbar macht. Kein Algorithmus, kein Gold und auch keine zusammenphantasierten Legenden, sondern reine Staatsmacht.

    • Die Nerdies haben es sehr wohl kapiert, wie es geht, echtes Geld von anderen zu sich selber zu leiten. Erfinde einen Scheiss, und verkaufe diesen!
      Das Problem sind oder haben die „Gläubigen“…

    • Schön, wenn Sie dran glauben dass Geld so definiert ist. Staatstreuer Bürger. Wir „cryptonerds“ glauben halt an Alternativen.

    • @M: Wohnst du noch in der Schweiz oder schon in der Cloud? – Setz mal die Virtual-Reality-Brille ab, Büebli, es Mami hat chlopft, muesch abecho zum Znacht.

    • Richtig, nur Gold sollte man nicht dazu zählen.
      Gold hat einen Eigenwert, der sich auch am Förderaufwand orientiert.
      Seit 5000 Jahren wird Gold als Tauschmittel akzeptiert.
      Gold ist echtes Geld, auch wenn es nicht mehr als gesetzliches Zahlungsmittel benannt ist.

      Aber richtig, Bitcoins kann man, sollten sie fallen, nicht sofort in gesetzliches Zahlungsmittel umtauschen, denn deren in Zahlungsnahme ist freiwillig.
      Fällt er ……kann man sich nicht schnell genug „retten“.

    • Nein, Geld ist was die Bevölkerung als solches anerkennt.

      Hunderte staatliche Währungen wurden ausradiert.

    • Die Naivität der cryptonerds ist so rührend wie ermüdend. Es gibt keine „Alternative“ zu Staatsgeld – bzw. zu gesetzlichem Zahlungsmittel. Das mag nicht schmecken, ist aber Realität und hat mit der Funktionsweise einer modernen Volkswirtschaft zu tun. Ironischerweise wollen ausgerechnet die Cryptosaurier quasi den Goldstandard wieder einführen – freilich ohne dafür nach Gold buddeln zu müssen.

      Zieht euch mal ein bisschen Volkswirtschaft rein statt CBD.

    • @Peter Keller

      Ausradiert vom Staat selber, nicht vom Volk. Das Volk hat zu akzeptieren, was der Staat zu gesetzlichem Zahlungsmittel erklärt. Zigaretten mögen als Zahlungsmittel auf dem Schwarzmarkt funktionieren, sobald aber der Staat involviert ist, können sie einpacken.

    • Ich denke da wurde die native dezentrale Blockchain nicht wirklich verstanden. Mit dieser Technologie kann auch die sicherste FIAT-Währung Weltweit, mit einer um Potenzen sicherere Währungen ersetzt werden. Da ist auch ein Missbrauch durch die Finanzindustrie und Staaten nicht mehr möglich.
      Wenn das keine erfreulichen Aussichten für die Weltbevölkerung ist, was dann?

  24. Im Jahr 2000 ist die Internetblase erst geplatzt, als die Übertreibung auch für den Letzten nicht mehr zu ignorieren war. Einhörner-50-Mannfirmen, die einen Weltmarktanteil von 120% anstrebten.

    Interessant, dass damals Investmentfonds zu den Letzten gehörten, die noch drin blieben.
    Wenn nun also Banken mit Produkten in das Bitcoin-Projekt einsteigen, dann ist das Ende der Blase schon in Sicht. Die Nerds steigen grade vorsichtig aus und lachen sich tod, wie das Establishment die Zeche zahlt.

  25. Was bringt eine „Währung“ oder „Zahlungsmittel“ das solch extremen Schwankungen unterliegt bzw. Bei Transaktionen Spesen generiert. Gar nichts, völlig unbrauchbar. Nur noch reines Spekulationsobjekt das an die Tulpomanie erinnert. Hände weg!

    • Sie haben ja beim Gold noch grüssere Transaktionskosten und Wartezeiten. Nichtsdestotrotz hat sich Gold als Wertanlage etabliert.

      Statt Stücke Metall in die Bank zu schleppen, finde ich Bitcoin also viel interessanter, trotz den momentan hohen transaktionskosten und Wartezeiten.

      Das Ding erlebt einen wahren „run“ momentan und dazu sind die Systeme einfach noch nicht bereit. Die nächste Generation wird das schon berücksichtigen.

  26. Sehr geehrter Herr Hässig

    Danke für den höchst interessanten Artikel.

    Das Problem liegt darin, dass „Mainstream“ d.h. die Zentralbanken eben auch irren mit ihrem „Geld aus dem Nichts“ (Originalwortlaut SNB Chef Jordan).

    Mainstream liegt also falsch, weil die Zentralbanken nicht wahrhaben wollen, dass sie auch Konkurs gehen können.

    Krypto-Währungen liegen auch falsch, weil sie keinen inneren Wert haben, da sie nicht als Schuld des Geldemittenten in dessen Bilanz eingebucht sind.

    Also was ist die Lösung?

    Geld muss eine Schuld des Geldemittenten sein – ob staatlich oder privat – und Geld muss einen stabilen unneren Wert haben.

    Dieser Wert ergibt sich aus dem Vermögen des Geldemittenten.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Hallo Herr Meyer,

      Ihre Erkenntnis, dass Geld durch Kredit entsteht teile ich vollkommen. Auch bei der dahinterliegenden Buchhaltungsmechanik bin ich auf Ihrer Seite.

      Ob man die Bilanzverlängerung durch Kreditvergabe bei einer Bank oder Zentralbank, durch die dann die im System vorhandene Geldmenge ansteigt, als „Geld aus dem Nix“ oder anders bezeichnet, bin ich noch unschlüssig.

      Wo ich aber noch eine etwas andere Ansicht habe als Sie ist, dass Geld und innerer Wert für mich nicht identisch sind und sogar oft sichtbar auseinander klaffen.

      Der innere Wert eines Porsches ist deutlich kleiner als der Verkaufspreis, sonst wäre der Gewinn bei Porsche nicht so hoch. Der innere Wert eines Picassos ist ebenfalls ziemlich gering, wenn man den Künstler beobachtet hat bei der Arbeit.

      Der Wert eines Gutes oder einer Dienstleistung entsteht aus dem Bedarf (psychologisch oft auch als Defizit bezeichnet) des Käufers. Dieser Bedarf ist sehr häufig diffus und nicht qualifizierbar noch quantifizierbar.

      Bitcoins sind immaterielle Güter, für die es offensichtlich einen Bedarf gibt. Damit haben diese einen Wert, der merkwürdig hoch erscheint. Bitcoins müssen aber nicht zwangsläufig auch sofort Geld sein. Die Verkaufsstory des Bitcoin basiert lediglich auf diesen Anspruch, auch wenn er offensichtlich nicht gehalten werden kann oder diesen Nutzen zeigen muss. Gleiches gilt übrigens für einen Porsche in der Schweiz bei Tempolimit 120.

      Porsche befriedigt ein Altherrenproblem und Bitcoin den Wunsch schnell und ohne Arbeit reich zu werden, evtl. noch dem verhassten Establishment zu entkommen, analog den Phänomenen „Brexit“ und „Trump“.

      Die Betrachtung der Volkswirtschaftslehre aus der Position des Homoökonomikus eröffnet sehr viele wichtige systematische Erkenntnisse. Aber ohne die Perspektive der Verhaltensökonomie sind Phänomene wie Bitcoin aber auch Geld oder Aktien oder Autos nicht zu erklären.

    • Richtig Herr Meyer.

      Für mich ist es immer wieder erstaunlich das Menschen die ihr Leben lang mit und für Geld verbringen, nicht erkennen was ein realer Wert ist.
      Das nur Arbeit echten Wert erschaffen kann.
      Es erstaunt mich auch immer wieder wenn ich zusehen darf wie in meinem Bekanntenkreis einige Leute ständig versuchen ohne Arbeit viel und leicht Geld zu verdienen.
      Nun eben auch mit Coins…..

      Und genau darum funktioniert der Bitcoin momentan vermutlich derart gut, weil diese Leute glauben, man könne damit )) ohne (( Arbeit reich werden.

      Aber solche Projekte scheiterten irgendwann immer, denn spätestens wenn man einen Richter bräuchte und eine Schuld gedeckt werden müsste, ist beim Bitcoin nur Luft zu finden.
      Aber ….“die Hoffnung stirbt eben zuletzt“ und ich denke Hoffnung ist auch das einzige was den Bitcoin antreibt.

      ——————————————————

      @ Anton Wohlfahrt.

      Ein Porsche ist ein Verbrauchsgut, und kein Geld.
      Aber er kann ein Tauschmittel sein, eines das seinen Wert aber laufend verliert….. denn er wird alt und hat seine Kilometer.
      Gold ist kein gesetzliches Zahlungsmittel, hat aber einen inneren Wert. Gold bleibt Jahrhunderttausende lang bestehen.
      Man macht Schmuck daraus und wenn man Geld braucht tauscht man oder schmilzt ihn einfach ein.

      In Thailand betrachten die Menschen Gold Heute noch als sicherer wie den Papierbaht. Sie tauschen Schmuck jederzeit für etwas anderes, und auch gegen Geld.
      Thailändischer Goldschmuck besteht traditionell auch 23 Karat oder 96.5% Goldreinheit. Das weil man den vor 2-3-400 Jahren nicht sauberer herstellen konnte.
      reiche Thais machen ihren Schmuck aus reinem Gold, tragen kann man ihn dann aber nur wenig weil er nicht lange hält da zu weich.

      Gold ist dort kein gesetzliches Zahlungsmittel, kann aber in tausenden Goldgeschäften jederzeit umgetauscht werden, ja ein richtiger Thai hat Gold als Notreserve und als Schmuck für die Frau oder sogar den Mann.
      Wollen sie eine Thaifrau heiraten, …….ohne Gold geht das fast nie. Das Sinsod „Heiratsgeschenk“ besteht normalerweise aus Gold und gerade in reichen Familien oft sogar aus Kilobarren die an der Hochzeit mit besonderem Stolz präsentiert werden.
      Kollabiert der Baht, …… egal, in Thailand geht das Leben weiter, denn die Menschen haben Gold.
      Arme ein „Salüng“ 1/4 Baht Gold, Reiche in Dutzenden Baht.
      2 Baht Gold sind knapp 1 Unze….. so viel ichs gerade im Kopf habe sind 2 Baht 30.8 Gramm anstatt 31 bei der Unze.

      ——————————————————–

      Goldgeschäfte sind in Thailand nahezu das einzige bei denen nicht geschummelt und betrogen werden kann.
      Denn auch Juntageneräle kaufen gerne Gold und wollen dabei nicht hintergangen werden.
      Goldhandel ist in Thailand rigoros reglementiert und wird auch entsprechend überwacht.
      Wer sich dabei einmal etwas zu schulden kommen lässt ist für immer weg vom Fenster.

    • @Walter Roth:
      Porsche, auch alt, hat einen Wert, oft auch höher trotz Nutzung, und ist sicher kein Geld. Habe ich auch nicht behauptet.

      Geld sollte einen Wert haben, über die gesamtwirtschaftlich Buchhaltung über drei Ecken könnte man theoretisch sogar diesen bestimmen. Es gibt diverse Stakeholder, die an einer solchen harten objektiven Bewertung kein Interesse haben, denn dann würde das Kartenhaus zusammenbrechen, was ja auch keiner wirklich will, oder? (Renten weg, Ersparnisse weg, Aktienkurse runter …)

      Der reine Fokus auf Geld ist Bestandteil des Selbstverständnisses der Finanzcommunity. Ein Bewusstsein, dass aber Wert die wichtigere Größe ist aus volkswirtschaftlicher Sicht, fehlt leider allzu oft.

      Mit ein Grund, weshalb die Finanzindustrie ein Imageproblem hat und Bitcoin solch einen Hoffnungsschimmer für viele aus der Realwirtschaft darstellt.

    • @Anton Wohlfahrt

      Notenbankgeld – das ist eine Obligation der Zentralbank.

      Der Wert einer Obligation steigt nicht, wenn das Unternehmen Gewinn erwirtschaftet. Der Wert der Obligation fällt aber, wenn ein Unternehmen seine Schulden nicht mehr zurückzahlen kann.

      Insofern ist der Wert des Geldes vom Vermögen der ZB abhängig.

      mfG

    • Buchhalterisch und aus Finanzer Sicht sicher richtig.
      Aus anderer Perspektive aber evtl. auch spannend:
      – die Geldmenge M3 der SNB ist rund 1‚000 Mrd.CHF, was grob höher ist als die Aktivseite der SNB Bilanz mit 700 Mrd.CHF (Geldschöpfung der Geschäftsbanken?)
      – der Wert einer Sache kann nur bedingt durch sich selbst ermittelt werden, weswegen die Wechselkurse die Relation herstellen. Bei aktuell rund 1:1 zum Dollar haben die M3 Franken also auch 1‘000 Mrd-USD „wert“
      – spannend dann auch für die Bitcoin-Fraktion, dass die Bitcoins in Dollar bewertet auch schon über 400 Mrd-USD „wert“ sein sollen….

  27. „Market Cap von 300 Milliarden US Dollar“ – Der Gegenwert ist Null.
    Ich bin froh, nie eingestiegen zu sein. Reine Spekulation. Fehlt nur noch, dass jede Familie ihre eigene Krypto emittiert; und dann…?
    Der neue Markt ist um die Jahrtausendwende eingebrochen, weil eine Vielzahl von Firmen mit unfertigen Geschäftsmodellen ihre Anteile an Investoren veräusserten.

  28. Jetzt schon ist am Paradeplatz nicht sehr viel los … mehr in Zürichs Aussenquartieren und Vororten. Am Paradeplatz Fremdmieter in den Bankgebäuden und noch einige Fassadenbüros.

    Wie müsste IN$IDE PARADEPLATZ neu heissen, wenn sich eine dieser Währungen gegen den bankenerschaffenen Franken durchsetzt und vielleicht sogar gegen den $ ? Gibt’s das neue Sonderzeichen rechtzeitig auf unsern Tastaturen?

    Die Chance ist klein, aber man sollte doch einen Plan B haben.

  29. Haha, alles Dreck mit Bitcoin und Co. aber als ‚Medienpartner IP‘ Bitcoinkurse vermarkten damit etwas ‚richtiges‘ Geld reinkommt!? Lächerlich diese Inkonsequenz!

  30. Und wer spricht vom Enegieverbrauch dieser Kryptowährungen? Viele Häuslebesitzer wie ich haben massiv Geld investiert in PV Anlagen und E-Autos. Bei mit waren die Gründe:
    1. Ideologischer Art
    Ich bin für die Energiewende. Es geht schlicht um das Ueberleben im Freien ohne Sauerstoffmasken tragen zu müssen. Das ist mir die Investition wert.
    2. Spareffekt
    Die laufenden Kosten für Energie (Oel, Gas, Strom) belaufen sich auf Null.
    Sodele und nun zum Kern der Sache. Bitcoin und andere Cryptowährungen benötigen riesige Mengen an Energie, das heisst Strom. Will ich nun den durch mich (und andere) erzeugte Strom dazu verwenden, mich mit Energie für Wärme, Essen, Autofahren zu versorgen? Oder um im Volg meine Einkäufe mit Bitcoins zu bezahlen Das infolge des massiven Energieverbrauches die Kohlekraftwerke und AKWs weiterhin am Netz bleiben müssen um überhaupt genug Energie für Alles zu produzieren? Will ich das wirklich? Nein. Im Moment mit den paar Hunderttausend Benutzer des Bitcoins ist das noch kein wirkliches Problem. Was wenn aber Milliarden ihre sämtlichen Transaktionen via Bitcoin tätigen? Ein weiteres Manko: angenommen, DER gewaltigste Sonnensturm aller Zeiten trifft die Erde. Ist durchaus möglich. Kein Compi, kein Transistor bewegt sich mehr. Ok, zugegeben, mein Vermögen auf der Bank ist nur noch dank dem letzten gedruckten Papierauszug beweisbar. Immerhin auf Papier. Und wie ist das mit den Cryptowährungen? Da bekommt der Ausdruck „nur bares ist wahres“ einen ganz anderen Inhalt. Zugegeben, falls das passieren sollte haben wir wahrscheinlich ganz andere Probleme als Geld. Aber das mit dem Energieverbrauch von Bitcoins und Co bleibt definitiv. By the way: wer bezahlt eigentlich diesen massiven Stromverbrauch?

    • @ Denk-Mal…………

      Nur mal schnell zum nachdenken.
      Ihre Punkte 1 und 2 sind reine Phantasievorstellungen und haben mit der Realität nichts zu tun.
      In meiner Familie haben wir Leute die sich gerade beruflich damit auseinandersetzten, was es braucht um einen Tesla über eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach zu laden.
      Resultat…….. eine erstmalige Investition von über 100`000 Franken und hohe laufende Betriebskosten für den Elektrospeicher im Keller, den man braucht weil Fotovoltaik im Winter wenig liefert und das auch nur sporadisch. Autos werden aber meist am Tag gebraucht und sollten Nachts geladen werden.

      Zudem, beim ZOE liegt der Ladestrohm bei 22 Kilowatt, will man den nutzen, braucht man ca. 40 Quadratmeter Fotovoltaik auf dem Dach um einen genug hohen „Peak“ zu erreichen, damit man auch Tagsüber mal schnell über den Mittag laden könnte, wenn es denn ein heller Tag ist. ( leer Ladezeit ZOE ca., 30-40 min. )
      Elektroautos erhöhen den Co2 verbrauch gegenüber dem Benziner effektiv, sie senken ihn keinesfalls, dass ist nur ideologisiertes Geschwätz.
      Also wenn sie ein E-Auto kaufen bringt das eine Mehrbelastung der Umwelt. Eine Tesla Batterie kostet übrigens satte 44ooo Franken.
      Berechnet man die Herstellung der Batterie und der dazu nötigen Infrastruktur und das wohl sehr oft eine zweite Batterie nötig sein wird, ist das E-Auto ein Umweltbelaster.

      Rechnet man das mit Algebra in Kilowatt um, also alles auch die Ressourcen für die Batterieherstellung usw. verbraucht ein Tesla pro km ca. 44 Kilowatt, ein Diesel mit um die 2 – 2,5 Liter aber nur 20 Kilowatt.
      Diese Rechnung geht nicht einmal auf wenn wir einen kleinen Renault ZOE dazu hernehmen.

      Das hier als Anstoss.
      Mehrere Länder haben diese Rechnungen überprüft und in der Folge die Subventionen für E-Autos aufgehoben.
      ———————————-
      Lesen sie mal den Blog EIKE, dort gibt’s ne ganze Menge Professoren, Klimaspezialisten usw. die sich mit dem Thema beschäftigen.
      ———————————–

      Sonnensturm und Bitcoin Mining.

      Wenn ein Sonnensturm alles lahmlegen würde, naja, also können dann keine Transaktionen mehr wegen Strohmangels durchgeführt werden, ja dann haben Sie ganz andere Sorgen.
      Benzin an der Tankstelle = 0
      Intensivstation im Krankenhaus = 0
      Geld vom Bankomaten = 0
      Essen kaufen = 0
      WC benutzen = 0
      Wasser aus dem Hahnen = 0
      Kochen = 0
      Licht = 0
      Polizeidienste = 0
      Feuerwehr = 0

      Sie erahnen was das bedeuten würde….?