Crash-Prophetin NZZ führt Leser zu Nullgewinn

Wirtschaftszeitung warnt seit langem vor Absturz an Börsen – Der will nicht kommen – Leser des Blatts stehen im Regen.

Die NZZ ist das Finanz- und Wirtschaftsblatt des Landes, mit Strahlkraft bis nach Deutschland. Wer die NZZ liest, der sollte Bescheid wissen rund um Firmen und Vermögen.

Tatsächlich verhält es sich genau anders. Die Leser der Zürcher Zeitung, wie sich die Macher des Blatts gerne selbst nennen, stehen bei der nicht enden wollenden Börsen-Ralley im Regen.

Wenn sie auf die Wirtschaftskompetenz der Zeitung setzten, die bald 240 Jahre auf dem Buckel hat, dann ist der ganze Boom an den Märkten an ihnen spurlos vorbeigegangen.

Kein Penny haben sie daran verdient. Sondern brav das Geld auf dem Sparheft liegengelassen – bei null Zins.

Die Warnungen der NZZ-Spezialisten begannen früh und wurden immer lauter. Trump, Draghi, Euro – das alles muss explodieren.

„Es ist höchste Zeit für den Entzug. Die Zentralbanken sind mit ihren geldpolitischen Manövern weit gegangen und haben die Finanzmärkte zum Tanzen gebracht. Nun steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Musik plötzlich aufhört zu spielen.“ (21. Oktober 2016)

„Vor dem Crash kommt die Bubble – und die haben wir noch nicht gehabt. Wie sollten die Anleger am besten auf die Folgen des Brexit, die Volksabstimmung in Italien, die Wahl Donald Trumps zum 45. amerikanischen Präsidenten sowie auf steigende Renditen reagieren?“ (9. Dezember 2016)

„Die Euphorie an der Börse schwindet. Nach dem Wahlsieg von Donald Trump sind die Aktienkurse in die Höhe geschossen. Doch nun kommen bei Anlegern die Sorgen zurück. Denn niemand weiss genau, was der künftige Präsident der USA vor hat.“ (20. Januar 2017)

„Besser kann die Stimmung kaum noch werden. Die Wahl Donald Trumps hat zu einer fast schon irrationalen Hochstimmung an den Börsen gesorgt. Die Kurse spiegeln die wirtschaftliche Realität immer weniger.“ (20. Februar 2017)

„Die Blase platzt früher oder später. Notenbanker haben die Wirtschaftsentwicklung genau im Blick. Ihre Warnungen werden gehört, doch auch sie können nicht in die Zukunft schauen. Für Anleger verheisst das nichts Gutes.“ (11. April 2017)

„Der ‚Draghi-Crash‘ ist nur eine Frage der Zeit. Die Stimmung an den Finanzmärkten ist sehr gut. Glaubt man jedoch dem Risikoexperten Markus Krall, so täuscht sie ungemein. Er fürchtet, dass die Strategie der Europäischen Zentralbank zu einer deflationären Krise führen wird.“ (5. August 2017)

„An den Finanzmärkten steigen die Risiken. Warum soll man die Börsen-Party verderben, wenn alle glücklich sind? Doch die Symptome der Übertreibung sind unverkennbar. Der Crash lauert hinter einer der nächsten Kurven.“ (17. Oktober 2017)

„Kommt der nächste Crash sicher? Der Schein der boomenden Börsen ist trügerisch: Das Finanzsystem ist fragiler, als es erscheint. Kommt bald ein neuer Schwarzer Montag?“(24. Oktober 2017)

Die Welt hörte nicht auf die Kassandra-Rufe von der Falkenstrasse. Die Anleger trieben die Börsen auf ständig neue Rekordstände.

Nimmt man die Periode dieser Artikel, also Oktober 2016 bis heute, so stieg der SMI um fast einen Fünftel.

Der US-Index Dow Jones schoss noch viel stärker in die Höhe. Vom 21. Oktober 2016 bis letzten Freitag erhöhte sich der Index der grossen US-Industrietitel um 38 Prozent.

Beim Nasdaq, also den Technologieaktien, waren es in dieser Zeit fast 36 Prozent.

Und selbst in Europa ging es immer nur nach oben. Der DAX als wichtigster Index der deutschen Grossunternehmen erhöhte sich um fast 23 Prozent.

Die NZZ weiss nun auch nicht mehr weiter. Sie kratzt sich spürbar an der Stirn.

Heute fragt sie sich, ob die Börsen vor einem „Blowout“ stünden. Ein nochmaliger unkontrollierter Ausbruch der Kurse nach oben.

Die Wirtschaftspäpste rätseln nur noch über die Börsen-Mysterien.

Derweil ihre Leser am Berg stehen.

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63 Kommentare zu “Crash-Prophetin NZZ führt Leser zu Nullgewinn

  1. Ach Kinder, die Sache ist doch ganz einfach; der Crash kommt – die Frage ist nur wann! :o)

  2. NZZ ist zu meinem tiefsten Bedauern in gewissen Rubriken ins BODENLOSE abgestuerzt, schade. Es waren Zeiten zu meinem Studium wo Schwarz, Zeller, Garanten fuer ein Mindestqualitaet waren, – es tummeln sich allmoegliche Schreiber auch von anderen Zeitungen herum und das Leitbild ist beugend und verdeckt. Neulich wurde ich sogar Opfer einer HEV-Propaganda mit einem tendenzioesen Artikel. Schade, aber good to know.

    • Ehrlich. Schwarz und Zeller. Ersterer ein Hardcore-Liberaler der Armee, die Mutter und das Gebirge privatisieren wollte. Zweiterer ein SVP-Stahlhelm, der zur Weltwoche floh. Wenn das ihre Referenzen sind, sind sie bei der NZZ falsch. Das Blatt büsst an Qualität ein, ist aber immer noch das beste, was in Deutsch erhältlich ist.

  3. Die Qualität des Wirtschaftsteils der NZZ ist seit Jahren im Sinkflug, ganz besonders was die Finanzmarktberichterstattung angeht. Im Wirtschaftsteil ging der liberale Kompass teilweise verloren, in der Börsenberichterstattung werden auf immer die gleichen (charttechnischen) Quellen verwiesen, mit den von IP genannten Konsequenzen. Ein Desaster.

  4. Lieber ein null-prozentiger Gewinn als die Hälfte seines Geldes im nächsten Crash zu verlieren!!

    Ich begrüsse die Vorsicht der NZZ in der generellen Euphorie. Sehr gut, dass sie den Kauf von massiv überwerteten Aktien nicht empfehlen.

    • Das ist aber gar kein guter Ansatz PatB. Ich habe mein Geld ueber die letzten 5 Jahre verdreifacht und sichere meine Gewinne mit Puts und mit Limit Orders ab. Das kann jeder heutzutage. Ich bin Automechaniker und kann das.

  5. Böse Zungen behaupten, dass Themen wie „Kommt der nächste Crash sicher?“ bewusst von Finanzanalysten gestreut werden, damit die breite Masse nicht zu investieren beginnt und die Preise nicht vorzeitig in die Höhe getrieben werden, sondern dass die professionellen Spekulanten an den steigenden Kursen möglichst lang teilhaben und rechtzeitig aussteigen können. Nämlich dann, wenn die breite Masse zu investieren beginnt, nachdem die gleichen Finanzanalysten in den Massenmedien beispielsweise zum Kauf von Aktien raten und suggerieren „Jetzt nichts verpassen!“.

    Dass nun auch Inside Paradeplatz dieses Thema aufgreift, ist sehr, sehr begrüssenswert, vor allem deshalb, weil die NZZ der Credit Suisse sehr nahe steht. In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass nach dem Wechsel in der Chef-Redaktion die Qualität massiv abgenommen hat. Im gleichem Ausmass auch die Leserschaft mit Abo. Die Abo-Kündigungen im meinem Umfeld sind zahlreich, ebenso die Diskussionen darüber.

  6. Seit die NZZ einen Freisinn im Sinne der SVP verkauft, bekommt sie immer mehr Probleme, denn Vieles, was die Blocherpartei will, läuft gegen die Wirtschaft. Simpel-pimpel gibt es beim Tagi. Geisterbahn liefert die Weltwoche. Und banal und unter den Rock geguckt bekommt man beim Blick. Was kann die NZZ noch richtig gut machen?

    Und nun ist es so weit, dass man die NZZ auch als Finanzzeitung vergessen kann. Schon gesagt wurde, dass der angeblich himmelhohe SMI nur marginal über dem Stand von 2007 ist und sich die Wirtschaft in den letzten 10 Jahren erheblich entwickelt hat. In der Schweiz, in der EU, in den USA und weltweit läuft sie bestens und die Perspektiven sind gut. Wer erwartet bei einer weltweit brummenden Wirtschaft einen Börseneinbruch? Die alte Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei, weil die Welt an ihrer Klientel vorbeizieht, und eben auch die NZZ. Diese macht es sich gaaanz einfach: bad news are good news. Alarmberichte bekommen Leser. Aber irgendwann verliert man halt die Glaubwürdigkeit und dann verzichten die Leser auch auf den Finanzteil der NZZ.

    Viele Kommentatoren schreiben, dass der nächste Crash sicher irgendwann einmal komme. Das stimmt natürlich. Irgendwann einmal kommt alles, sogar der jüngste Tag. Aber wenn hier und heute leben muss und sich darum fragt, was denn ein solcher Crash eigentlich ist, und wenn man dazu den Verlauf des SMI anschaut, dann sieht man: der grosse Crash von 2007 dauerte sage und schreibe 22 Monate. Wer – bitte sagen Sie es mir – wer bleibt investiert, wenn die Börse 22 Monate lang massiv zurückgeht? Es sind dieselben Schwachköpfe, welche ihre Swissair-Aktien behielten, bis sie wertlos waren. Oder die ihre UBS-Aktien behielten, bis 80% verloren waren. Und für dieses Publikum macht die NZZ Finanzberichte.

    Etwas ziemlich Gutes kann man über die NZZ noch sagen: ihr Feuilleton ist ziemlich gut. Ziemlich, denn jenes der FAZ ist viel besser.

    • Massive Selbstüberschätzung dieses „Bedankers“. Was wir auch immer noch so ausgeklügelt überlegen: wir wissen rein gar nichts! Trotzdem ist es wichtig, sich über Szenarien Gedanken zu machen.
      Wenn jemand seinen Beitrag beginnt mit „Freisinn der SVP“ und Statements wie, dass man die NZZ als Finanzzeitung vergesen kann. What the fuck? Es ist keine Finanzzeitung, es ist einfach eine Zeitung. Punkt. Diese statements machen keine Lust, weiter zu lesen… denn was folgt kann nur dumm sein. Sorry. Gilt auch für Dich, Sandra…

    • Natürlich ist auch der Börsen-Crash von der SVP gesteuert. Danke für Ihr Fachwissen.

  7. Das sind halt alles so Bla-bla-Sprüche, die gut tönen und nichts sagen. „Der crash lauer hinter der nächsten Ecke“. Das kann stimmen, aber wie weit ist es bis zur nächsten Ecke ? 1 Monat, 1 Jahr oder mehr ? Ich habe schon lange aufgehört, bei meiner privaten Vermögensverwaltung auf Banker oder andere Experten zu hören. Man erinnere sich: Vor etwa 3 Jahre schrien diese, die Hypo-Zinsen würden bald steigen, man solle jetzt via Festhypos langfristig anbinden. Wer das tat, verlor seither jeden Monat Geld.

  8. Bashing aus Prinzip? Jeden Tag ist jemand anderes der Depp? Ich verstehe den Sinn dieses Artikels leider auch nicht. Hätte die NZZ recht behalten, wären sie vermutlich hier an dieser Stelle auch nicht hochgejubelt worden. Die NZZ kann doch auch nichts anderes als in die Glaskugel schauen und alle Daten analysieren. Diese Entwicklung hat andere, sehr erfahrene Profis, auch erstaunt so dass die NZZ hier doch nicht besser aber auch nicht schlechter prophezeit als alle anderen. Wenn ich hören will, dass ich investieren soll, gehe ich zu meinem Bankberater der sich die Hände reibt und mir immer entweder Charts der hervorragenden vergangenen Jahren als „Beweis“ zeigt oder nach einem Crash davon spricht, dass es jetzt eigentlich nur noch nach oben gehen kann.

  9. Da lobe ich mir doch die Zeit als es „Stocks“ noch gab. Die haben die Börse wirklich verstanden. Und gut Geld verdient hat man mit ihnen auch noch. Schade gibts das Magazin nicht mehr.

  10. Die meisten Börsentipps sind wertlos, jene in Zeitungen (und IP) sowieso. Wenn die Journalisten etwas wssten, würden sie das erkaufen und nicht verschenken. Man muss etwas naiv sein, etwas anderes zu erwarten.

    • Ich kann jedem nur empfehlen, sich im Monatstakt durch alle interessierenden Indizes und deren Einzelwerte, Währungen, Edelmetalle und Rohstoffe klicken unter Beachtung der 200 – Tage – Linie.

      Beispielsweise auf boerse.de, wo die 200 – Tage – Linie immer mit enthalten ist bzw. die Einzelwerte der Indizes aufrufbar sind vergleichbar: https://www.boerse.de/kurse/SMI-Aktien/CH0009980894

      Alle anderen können auch nichts anderers tun.

      Letztlich ist der Markt für alle gleich.

      Wiegt die Zeit Börsenbriefe, Analysen, Prognosen und ähnlichen Nonsens zu lesen glatt auf und man ist direkt informiert.

  11. Da weiss Herr Hässig aber mehr dass die NZZ die führende Finanz- und Wirdschaftszeitung der Schweiz ist. Vielleicht liest er einmal die Finanz- und Wirtschaft. Noch viel besser als IP. Mit den Informationen der F&W kann man Geld verdienen, mit IP kann man…….

  12. Erinnert mich an Michael Burry, der die Impolsion des amerikanischen Immobilienmarktes vorausgesehen hat…..

    Der kam und kam auch nicht… Lukas Hässige machten sich lustig über ihn…. Investoren verloren die Geduld und wollten lieber wieder an der „Blasen-Party“ (nicht im sexuellen Sinne) teilhaben und zogen ihr Geld wieder ab…

    Und dann plötzlich: BOOOOM, BAAANG – das ganze Luftschloss expoldiete und brachte das ganze Finanzsystem an den Rand eines schweren KO’s….

    Die Lukas Hässige wurden plötzlich ganz kleinlaut – und Michael Burry made a shit lot of money!!!!!

    Dass es kommen wird ist klar! Die Frage ist nur wann…..

  13. Niemand weiß, wie sich die Börsenkurse für 2018 entwickeln. Aber auf alle Fälle ist es mehr gefährlich als letztes Jahr eine tolle Performance seines eigenen Portfolio mit einem Kredit zu fördern.
    Ebenso ratsam ist es, eine genügende Liquidität für seine Bedürfnisse zu halten, um eine allfällige negative Börsen-Entwicklung ohne persönlichen Schaden zu überstehen. Man sollte sein Vermögen so organisieren, dass bei einem Börsencrash der eigene Lebensstandard nicht fühlbar absinkt.
    Sonst kann man gut das Bonmot von Buffet verwenden „Sie ängstlich, wenn die anderen gierig sind und sei gierig, wenn die anderen ängstlich sind“.

  14. In Anbetracht dessen, dass wir ein Geldsystem haben, dass nicht funktioniert (exponentieller Zins- und Zinseszins), die Notenbanken Milliarden ins System pumpten – um es irgendwie am Leben zu halten und das Geld kaum in den Umlauf kam, die Börsen plus minus alle 4 Jahre crashen aber seit 2007/8 nicht mehr, die Blasen inzwischen so aufgepumpt sind, dass man den Weltraum damit füllen könnte, wichtige Marktregulierungen abgeschafft wurden, die Banken seit der letzten Krise genau gleich weitermachen, und wichtige Kurse auf Ressourcen werden manipuliert (Ölpreis ist viel zu niedrig für all die Krisen in Ölländern, Gold zu tief) scheint es mir sogar grobfahrlässig, wenn eine Zeitung den Leser nicht auf die Gefahren aufklärt. Nur sollte man darauf verzichten einen Zeitraum zu nennen.
    Auch die BIZ schreibt immer wieder Analysen, die vor Warnungen nur so gespickt sind. Man kann diese Warnungen natürlich alle ignorieren, nur sollte man dann wenn es wirklich crasht, nicht anderen die Schuld geben, wenn man seine Investments verliert.

    • Anmerkung: Dass die Medien schon seit längerer Zeit Leserzahlen im zweistelligen Prozentbereich verlieren (auch die Abstimmung gegen die SRG wirkt da rein), hat mehrere Ursachen.
      Einerseits wurde viel zu auffällig in Syrien und Ukrainekonflikt einseitig und verfälscht berichtet, während Videos im Netz waren, wo das Gegenteil sah. Auch im Iran benutzte man falsche Bilder, um Stimmung zu lenken, die gar nicht von den Demos stammten.
      Es wurde in der US-Wahl für Clinton Propaganda betrieben, bei Clinton waren bei den Wahlshows die Hallen oft nur zu einem drittel gefüllt, während bei Trump die Hallen so voll waren, dass Leute abgewiesen wurden. Aber bei Clinton hatte man die Bilder so manipuliert, dass der umgekehrte Eindruck entsteht. Während man bei Trump Bilder zeigte, wo die Veranstaltung noch nicht begann und die Halle dementsprechend noch nicht gefüllt war. Wenn diese miesen Machenschaften auffliegen, stehen die Journalisten mit ganz kurzen Hosen da und es wurden in den letzten Jahre unzählige solche Tricks aufgedeckt. Zum Beispiel auch der abgesonderte Politikermarsch in Paris nach dem Charlie Hebdo-Anschlag, der so aussehen sollte, als würden all die Regierungschefs mit dem Volk marschieren.

      Eine weitere Ursache ist, dass im Internet Zeitungen gratis lesbar sind. Die Medienhäuser haben das selbst verursacht, wieso sie überhaupt damit angefangen haben, weiss ich nicht, Dummheit? Jedenfalls bezahlt niemand freiwillig, wenn man etwas gratis haben kann und wenn dann die Arbeit schlecht gemacht ist …

      Eine weitere Ursache sind alternative Internetmedien, meist gegründet durch geschasste Journalisten, Wissenschaftler und Politiker usw. die wegen Gedankenverbrechen durch eine nicht genehme Meinung abgesägt wurden. Diese alternativen Journalisten haben genüsslich die viel zu offensichtlichen Manipulationstricks ihrer ehemaligen Arbeitgeber veröffentlicht und haben mittlerweile eine größere Reichweite, als die Massenmedien, die ihre Auflagenzahlen insofern fälschen, indem sie mit Zeitungen gefüllte Lastwagen den ganzen Tag rumfahren lassen, deren Inhalt am nächsten Tag ins Altpapier wandert.

      Viele Internetangebote werden finanziert durch Spenden und sie haben den Vorteil, dass sie eine tiefere Sicht vermitteln können, als die Mainstreammedien, die schon aufgrund der Werbeeinahnen durch Konzerne nichts negatives gegen diese berichten.

      Der Bestseller „Gekaufte Journalisten“ war ein Schlag in die Magengrube des Journalismus, der sich davon nie wieder erholen wird. Andere Bücher folgten. Anzeigen gegen diese Enthüllungsbücher blieben aus, was bedeutet, sie entsprachen der Wahrheit. Wenn es Kritik gab, dann zielte man auf den Autor und nicht auf den Inhalt der Bücher.
      Für mich ist der Journalismus so gut wie Tot. Ein Beispiel in eigener Sache. Für ein Anlass, den ich organisierte, schrieb ich einen Artikel für eine Zeitung, der Text/Bilder wurden 1:1 übernommen. Bei einem Interview wurde der Text anschließend zu mir geschickt, ich hätte meine Aussagen so abändern können, dass das Gegenteil von dem rausgekommen wäre, was ich im Interview sagte. Dieses Verfahren ist Standard. Das hat für mich mit Journalismus nichts mehr zu tun, das ist reine Propaganda.

  15. Selbst wenn die Kurse ewig steigen, kann der Anleger im Verlust sein: Er muss nur einen verwalteten Aktienfonds einer Bank kaufen.

    Diese kosten bei der Migrosbank:
    – 5% beim Kauf
    – 1-2 % jährlich
    – 3% beim Verkauf

    Überschlagsmässig sind das 18-28% bei 10 Jahren. Also steigt das Flugzeug zu langsam, verdient nur die Bank, und der Kunde verliert.

    Nach 2000 (New Economy) und dieser Abzocke werde ich nie wieder bei einer Bank Geld anlegen!

    Und wenn man sich die zunehmenden Leerstände der schweizer Immobilien anschaut, dann sollten wirklich die Alarmglocken läuten. Jetzt verkaufen!

    • die Hauspreise sind seit Mitte 2017 im Schnitt schon um fast 7% gefallen, es wird noch besser kommen…

  16. Dass diese unsäglichen Verwerfungen irgendwann zum grossen Chlapf führen ist so klar wie das Amen in der Kirche. Die Frage ist nur wann? Und die Zeche zahlen wird dann das Volk mit Vermögens-Verlust durch galoppierende Inflation, Steuererhöhungen usw.
    Würde die nackte Wahrheit gesagt, dann käme es zum Chaos.

    Diese Heerscharen von Analysten und Kurpropheten sind nicht mehr als die Trudi Gerster der Finanzwelt. Und es gibt immer noch zu viel Leute die an solche Phrasen glauben. Das Volk wird momentan nun Konsumlust durch billiges Geld zu gedröhnt und sieht die Gefahren nicht mehr.

  17. Ich denke, das problem ist dass es leider viele journalisten gibt die ihre arbeit nicht gut genug machen und sich im schlimmsten fall von konkurrierenden journalisten inspirieren lassen. Es gibt jedoch eine tendenz für eine steigende anzahl von artikeln und interviews mit der bothchaft dass wir uns einem Höhepunkt nähern. Wie diese:

    Jan 5, 2018, John Authers, The Note, FT

    https://www.ft.com/content/f4ba0426-f21d-11e7-b220-857e26d1aca4

    Nov 21, 2017, interview mit Felix Zulauf

    https://www.bloomberg.com/news/audio/2017-11-21/felix-zulauf-discusses-the-evolution-of-markets

  18. Ich wüsste nicht warum Journalisten mehr von der Börse verstehen sollten. Sonst wären sie ja erfolgreiche und wohlhabende Anleger und keine Journalisten

  19. Die NZZ möchte halt auch vom Nymbus als Crash-Prophet und Börsenorakel profitieren. Dumm nur, dass die Märkte nicht mitmachen. Es genügt halt nicht nur hinter dem Schreibtisch, an Pressekonferenzen und Redaktionssitzungen zu sitzen. Fake News mit Stil, bleiben Fake News.

  20. Die Crash-Propheten und viele Wirschaftsjournalisten fixieren sich zu sehr auf die gegenwärtigen Kursavancen. Würden sie das Zeitfenster etwas erweitern, also zum Beispiel zurück blicken vor dem Crash 2008, dann würden sie erstaunt feststellen, dass ja eigentlich nur die „Delle“ von 2008 und die Folgejahre ausgeglättet bzw. nachgeholt wird (Stand SMI 2007 8484, Stand SMI 2017 9382 – macht ein Plus von rund 10,5 % bzw. pro Jahr ca. 1 %). Dann sieht die Sache nicht mehr so dramatisch aus.

    • aber auch im 2007 war der SMI überkauft, wie die kurz darauf folgende Finanzkriese zeigt. Also ein dürftiger Vergleich

    • schön und recht.

      Aber wie haben sich die Unternehmen denn entwickelt?

      Von den einst grossen Finanzfirmen ist nicht mehr viel Substanz übrig…

      Der Crash kommt wenn der Auftrag zum Hebel umlegen kommt.

  21. Die NZZ ist sicher kein Ruhmesblatt der Schweiz mehr.
    Bei mir hat sie ihre Strahlkraft schon vor Jahren verloren.
    Trotzdem hat sie in Sachen Crash recht.
    Wer etwas von Finanzgeschichte weiss, dem ist klar dass das was Heute in Europa passiert nur in einem Crash oder einer Währungsreform enden kann.

    Beide Szenarien sollten wir fürchten.
    Den Crash weil er unkontrolliert alles in den Abgrund reisst, die Währungsreform weil sie unsere Regierungen überleben lässt, …….also das ganze Pack welches den Mist angerichtet hat, dürfen wir anschliessend noch einmal durchseuchen.

    Nur einen Fehler hat die NZZ gemacht, sie sollte zwar Warnen aber Prognosen wann, auch wenn sie nur grob abgefasst sind, kann niemand geben.
    Wir alle wissen nicht was unsere Regierungen noch alles anstellen werden um den Absturz zu verzögern.
    Heute bereits tun sie Dinge die wir uns vor 2009 gar nie hätten vorstellen können.
    Rechtsbrüche, Staatsfinanzierung Lug und betrug, alles ist nun erlaubt.
    Die EZB ist das Vorbild und unser SNB Jordan macht bei dem Unsinn fleissig mit.

  22. Sorry, Lukas, was willst Du uns genau sagen? Auch die F&W, oder ganze Heerscharen von Bankenanalysten produzieren täglich bearische oder bullische Kommentare. Niemand kann die nächste Kursbewegung voraussagen. Oder etwas doch? Nur auf Lukas Hässig hören und die ganze Kohle in den Markt? Lächerlich!
    Schreibe lieber über Vorzimmer- und andere Intrigen und kapitalisiere auf den grossen journalistischen Treibern Neid, Misgunst und menschlichen Schwächen.

    • IDIOTISCH ist nur Kommentar…………………
      …..der sagt, wenn man nicht alle kritisiert ist auch die Kritik an der einen schlecht.

    • Oops, da scheint Lukas Hässig einem Banker gewaötig auf die Nerven zu gehen.

  23. Wer seine Anlagestrategie aufgrund von Mutmassungen und Börsenkommentaren festlegt, dem ist ohnehin nicht zu helfen. Dann besser auf dem Konto lassen. Kapitalanlagen brauchen wenig Wissen, aber Verständnis und emotionale Stabilität.

  24. Also wenn die NZZ jetzt von Blowup redet kommt vermutlich jetzt der Crash 😀 Niemand ist in der Lage exaktes Timing zu prognostizieren, und dies ist auch das Problem der NZZ, früher ein seriöses Blatt, heute im Reich der Hellseher.

  25. Wenn die NZZ nur einen kleinen Schimmer von Sachverstand hätten und sich die Börsenzyklen zurück bis 1930 angeschaut hätten, dann könnten sie evtl begreifen, dass sich alles immer wieder wiederholt und wir vor gut 1 Jahr einen 15 Jahre alten Bärenmarkt an der Oberkante verlassen haben! Zyklentechnisch befinden wir uns bei ca. Ende 1985. Ein Korrektur von 20% bis 50% in den nächsten 24 bis 36 Monaten ist wahrscheinlich aber dass der Dow Jones danach bis 2030-2034 auf 60000 Punkte hoch geht eben auch!

    • @ Merlin…………
      Nein, das wohl kaum.
      Die Finanzmärkte und Länder sind heute in einem ganz anderen Zustand wie bei jeder vorhergehenden Krise.
      Und sie sind Globalisiert, also fällt der Euro, kollabiert der Dollar auch, oder umgekehrt.
      Und leider leider, fallen die, ist der Franken auch am Ende, Jordans Devisen oder FEurostützungspolitik sei dank.

      Die Zentralbanken haben ein Geldexperiment angefangen das noch niemals zu vor solcherart gespielt wurde.

      Es sind derart ungeheure Summen erzeugt worden, jede Gefahr wurde einfach mit Milliarden zugeschüttet, nein sollte etwas kommen laufen wir heute Gefahr das alles zusammenbricht.
      All die Milliarden und Billionen sind ungedeckt, bestehen nur aus Papier.

      Ob es danach noch einen Dow-Jones gibt, selbst das ist fraglich.

    • @Walter Roth
      Sie glauben doch nicht ernsthaft daran 🙂 Wir leben in der Zeit, an der die Märkte (mehrmals täglich) oder zeitweise massivst manipuliert werden. Da interessiert sich fast keiner mehr dafür, was die Zentralbanken für Geldexperimente am laufen haben und welche Mia/Bio ungedeckt sind und wenn doch, dann werden sie feststellen müssen, dass die „manipulative Übermacht“ ziemlich schnell am Rad drehen wird.

  26. Es gab noch nicht so ein sicher Ereignis wie ein Börsencrash…
    Die Frage ist nur Wann? Und wer sind die neue Verlierer?

    • Und wenn in dieser Periode der Crash gekommen wäre? Dann hätten alle die NZZ in den Himmel gelobt.
      Jeder und jede Person muss für sich allein beurteilen, WANN der Crash kommt, denn dass er kommt, ist sicher.
      Wenn junge Leute Geld verlieren, können sie wieder Geld verdienen, wenn alte Leute Geld verlieren, bezahlen das die Jungen.

    • Falsch, den Crash von 1929 sollte eigentlich jeder kennen.
      Crashs gab es etliche male, nur waren es vielleicht keine „Börsen“ – „Crashs“, sondern wurden sie damals noch anders benannt, die Folgen waren aber die selben.
      Staatspleiten gabs wohl an die 200 und die kamen ja auch nicht einfach so.

    • Ja, richtig, wenn sich die Wirklichkeit an die NZZ anpasst, dann hat die NZZ alles richtig gemacht. Leider ist es der Wirklichkeit völlig egal, was die NZZ schreibt. Schade dass es auch der NZZ egal ist, was Wirklichkeit ist.

  27. Die Wirtschaftspropheten der NZZ leben eben erstarrt nach dem Bildnis vom Kaninchen vor der Schlange……………

    • ………und nicht zu vergessen: Sollte dieser Crash dann endlich in 20 Jahren eingetreten sein, so wird das Orakel der NZZ diese Tatsache als prophetische Vorhersage zu vermarkten wissen.

      Die NZZ auf der sicheren Seite.

    • Der lockere „easy going“ versucht wieder mal Souveränität zu verströmen, bemüht ein Bild mit der Schlange … Kann er lesen? Oder steht er mehr auf Bildli?
      Auf die NZZ einprügeln als Triebabfuhr für für Analphabeten…

    • Welch heiliger Bimbam liebe Triebabfuhr für für für für……………..die Kanalisierung ihrer impulsiven Rage.

  28. Leider haben Sie recht mit diesem Artikel. Die Qualität der NZZ hat schon vor Jahren nachgelassen. Ich habe mein Abo – nach über 20 Jahren – vor 5 Jahren bei der NZZ gekündigt, weil ich nicht mehr zufrieden war. Vieles in der NZZ ist nur noch copy paste. Es bleibt halt nichts anderes übrig als auf die Englische Presse auszuweichen.

  29. …abwarten, LH! Der beste Kontra-Indikator war kürzlich am Deutschen Mainstream-TV: „Die Unternehmen erwarten UNISONO für 2018 ein ausgezeichnetes Jahr“. – Und meistens kommt es dann anders als man denkt…“
    Es wird wohl so sein, dass die Zentralbanken weiterhin die Märkte dopen werden, um die megainflationierten Assetpreise (Obligationen, Aktien und Immobilien), der Assets ihrer Hauptklientel nicht gleichzeitig um 40-60% einsacken zu lassen. Man sollte auch einmal über den Sinn bzw. Unsinn nachdenken, Inflation einzig mit Konsumentenpreis-Indices zu messen (und daraus abgeleitet, wegen angeblicher Deflationsgefahr (…) bzw. weil die Konsumentenpreise fast keine Inflation zeigen wollen (…), die Geldschleusen offen und die Zinsen tief zu halten)! Das ist reine und total bescheuerte (Selbst-)Irreführung, wenn gleichzeitig die Assetpreise, wegen grosser Geldschöpfung durch die Zentralbanken (und damit tiefer Zinsen), eine Megainflation aufweisen.
    Der Crash ist unvermeidlich, und er wird umso grösser werden je länger es noch so weitergehen wird.

    • Draghis Deflationsmärchen 2014 und das am Ende eines langjährigen Konjunkturzyklus eingeleitete Anleihenkaufprogramm sehe ich auch als Treibsatz für die nächste Krise:

      https://www.handelszeitung.ch/konjunktur/hollande-und-draghi-warnen-gemeinsam-661487

      Ohne Not wird eine Zentralbankpolitik betrieben, die extremer ist als die der Bank of Japan bisher.

      Und dies, obwohl sich Japan am Anfang der 90er Jahre tatsächlich in einer viel schwierigereren wirtschaftlichen Lage befand.

      Anstatt die fehlgeschlagene Einheitswährung Euro heute noch in wirtschaftlich guten Zeiten rückabzuwickeln.

      Aber Schäuble ist schon weg, Merkel angeschlagen und demnächst hoffentlich auch Geschichte.

      Dann hat der Lügen – Euro, für den bisher eine Generation junger Europäer geopfert wurde, keine Fürsprecher mehr.

  30. hahaha….
    Da war Nostradamus deutlich erfolgreicher mit seinen Voraussagen!
    Klar kommt der Crash, irgendwie, irgendwann und irgendwo.
    Und nicht einmal die NZZ kann den voraussagen…

  31. Zeitungen und Nachrichten verkaufen sich nur durch die plakative Darstellung von spektakulären Ereignissen oder zumindest die Warnung davon.

    Würde jemand die Zeitung kaufen wenn dort steht:

    „Kontrollieren Sie monatlich die 200 – Tage – Linie ihrer Investments und die Entwicklung der amerikanischen Börsenkredite (Nyse Margin Debt). Wenn alles in Ordnung ist, weiter investiert bleiben. Falls nicht, desinvestieren.“

    Außerdem ist es mittelfristig betrachtet für Neueinsteiger heute in der zweithöchsten Überbewertung der gesamten Börsengeschichte riskant, ein Erstinvestment zu beginnen, da einer nur noch geringen Chance auf weitere, eher niedere Kurszuwächse ein übermäßiges Verlustrisiko gegenübersteht, das sich zudem in kurzer Zeit realisiert.

    Außerdem war es für ein Frankeninvestor gut, ab Mitte 2017 in den Euro auszuweichen, was genau so viel Rendite erbrachte wie ein weiteres Investment beispielsweise in den SMI.

    Dies hatte aber absolut niemand der professionellen Weissager vorausgesehen.

    Auch bei Währungspaaren gibt es eine 200 – Tage Linie, die man regelmäßig – beispielsweise monatlich – kontrollieren kann:

    https://www.boerse.de/devisen/EUR-CHF/EU0009654078

  32. Die NZZ ist vor allem das FDP-Blatt des Landes. Ob dies für Wirtschaftskompetenz und Anlageentscheide qualifiziert, muss jeder selbst entscheiden.