Wer trägt Risiko für SNB-Schuldenberg: Banken oder Volk? Darum gehts beim Staatsfonds.

Quengelware – wer kennt sie nicht? Ware, die an den Kassen der Einkaufszentren auf Augenhöhe unerzogener Kids aufgestellt ist, damit deren Quengeln Eltern zum Kaufen drängen. Ähnlich beim Schweizer Staatsfonds. Als Quengelpolitik könnte man nämlich die Begehrlichkeiten vieler Politiker bezeichnen, die lauthals deinen solchen Fonds oder sonst etwas Unnützes fordern, um die Aufmerksamkeit der Wählerinnen und Wähler zu erheischen.

Opfer solcher Politik ist seit vielen Jahren die Schweizerische Nationalbank (SNB). Brisant dabei ist, dass die SNB selber die Hauptschuld an diesen Quengeleien trägt.

Mit haltlosen Versprechen weckt die Notenbank Begehrlichkeiten. Resultat: Viele Politikerinnen und Politiker, denen es an eigenen guten Ideen fehlt, quengeln lauthals und fordern das Begehrte ein. So kommt es, dass die SNB zum Ziel der Begierde von masslosen Begehrlichkeiten geworden ist. Nachfolgend einige Beispiele.

Bund und Kantone wollen höhere Abgaben der SNB, um ihre selbstverschuldeten Defizite zu decken. Die Exporteure wollen einen garantierten Abnahmepreis für ihre Euros. Am liebsten auch gerade noch für ihre Dollars. Der grandios gescheiterte garantierte Mindestpreis für Milch lässt grüssen.

Die Banken wollen lukrative Aufträge, am liebsten ein Billionen-Portefeuille der SNB verwalten. Sie wollen aber auch, dass die SNB ihnen als Gegenpartei bei Devisengeschäften die Franken möglichst billig verscherbelt. Steigt der Franken, so werden sie von der SNB hohe Gewinne einfordern. Fällt dieser und sie erleiden stattdessen hohe Verluste, so wollen sie von der SNB gerettet werden.

Im Spiel „Mühlestein“ wird dies offiziell als „Zwickmühle“ beschrieben, in Oberschwaben als „Fickmühle“ und in der Schweiz „Figgi und Mühli“. Die SNB wird stranguliert durch eine klassische „Figgi und Mühli“ unserer Banken.

Auch das Ausland hat grosse Wünsche an unsere SNB: Diese soll doch bitte ihre Staatsdefizite finanzieren. Am liebsten soll die SNB darauf dem Ausland noch Negativzinsen bezahlen, die sie dann in der Schweiz ja selber auch wieder einfordern kann zur Kompensation.

Gemäss Presseberichten sei die SNB der weitaus grösste Gläubiger von Deutschland. Sie finanziere mehr als die Hälfte der Staatsschulden Deutschlands. Ist das der Auftrag an die SNB gemäss unserer Bundesverfassung?

Auch die Aktionäre weltweit rechnen fest mit dem Support durch die Schweizerische Nationalbank. Diese soll mit ihrem „Geld aus dem Nichts (…) unbeschränkt“ Aktien kaufen und so die Aktienhausse weltweit befeuern.

Last but not least: Auch die Medien haben Begehrlichkeiten gegenüber der SNB. Sie wollen ein Interview mit dem SNB-Chef. Sie wollen Hintergrundinformation direkt aus dem Hinterzimmer der SNB. Sie wollen „Liebkind“ der SNB sein, dann werden sie bevorzugt informiert (Paradebeispiel NZZ).

Für all das benötigen sie gute Beziehungen zur SNB, die sich als „Wirtschaftsgott“ aufspielt. Also heisst die Devise: Alles schön brav abschreiben, was die SNB diktiert. Ja nicht hinterfragen.

Bear’s Advocate hat jüngst hier die Bezeichnung für unsere SNB auf den Punkt gebracht. SNB steht für „Schweizer National Blase“.

Und wer trägt die Kosten für das Risiko, falls diese Blase platzt, was früher oder später höchst wahrscheinlich ist? Natürlich: die braven Steuerzahler. Nur: Das Risiko bei der SNB-Blase ist mittlerweile dermassen gross, dass auch wir das nicht mehr werden stemmen können.

Wir werden sehen, was dann kommt.

Damit das Marketingkonzept „Quengelware“ aufgeht, braucht es wie überall verschiedene Akteure. Es braucht Anbieter, die Begehrlichkeiten wecken; Eltern, die schwach sind und ständig nachgeben und unerzogene, egoistische Knöpfe, die alles wollen, ansonsten sie terrorisieren.

Die SNB ist unübertroffen beim Wecken von Begehrlichkeiten. Seit Jahren behauptet sie, sie habe „Reserven“ in dreistelliger Milliardenhöhe. Sie könne „Geld aus dem Nichts schöpfen“ und damit „unbeschränkt“ Devisen – in ihrer Terminologie „Reserven“ – schöpfen, spirch erschaffen.

Wen wundert‘s, dass da Begehrlichkeiten geweckt werden.

Natürlich: Unbedarfte Politiker fangen sofort an zu quengeln, wenn sie hören, dass die SNB so viele Reserven hat und unbeschränkt weiter „schöpfen“ kann. Also soll sie doch schöpfen von diesem wunderbaren „Manna der SNB“, das alle Nöte des Volkes beseitigt. Und die Exporteure stimmen lauthals ein in diese nervende Quengeln.

Letztere tun so, als ob sie untergingen ohne SNB. „Das Haus steht in Flammen“, überschlug sich Swissmem-Chef Hans Hess. Er quengelte, genauso wie eben ein uneinsichtiges Kind quengelt, und schrie Zeter und Mordio. Er bekam, was er wollte – den Mindestkurs –; der wurde ihm dann aber wieder weggenommen. Das egoistische, kurzsichtige Quengeln der Exporteure geht also weiter.

Erhalten eigentlich immer alle alles, was sie von der SNB wollen? Kein Wunder, quengeln alle.

Es wäre in der Tat gut, die SNB würde sich einmal in Klausur zurückziehen. In ihr geheimnisvolles Studienzentrum Gerzensee. Dort soll sie beginnen, selbstkritisch zu überdenken, was sie so alles behauptet. Es fängt an bei der Terminologie, insbesondere bei Definitionen.

Reserven gehören ex Definition zum Eigenkapital. Die Devisen der SNB sind aber Anlagen der SNB. Sie wurden mit Schulden der SNB gekauft – nicht mit Eigenkapital oder Reserven.

Wie bei der Quengelware: Was auf dem Reklamebildchen versprochen wird, entspricht nicht der Realität. Auf dem Bildchen der Zuckerware ist möglicherweise ein schlanker, fliegender „Superman“ dargestellt. Kinder, die ständig Quengelware zu sich nehmen, werden im Gegenteil aber leider zu armen kleinen Dickerchen.

„Die Reserven der SNB wecken Begehrlichkeiten“, titelten die Medien in den letzten Jahren immer wieder, allen voran „Liebkind“ NZZ und Staatsfernsehen SF DRS, inzwischen kurz SRF. Sie kolportieren damit die irreführende Terminologie der SNB. In der Bilanz der Zentralbank schlummerten riesige Reserven.

Nein. Das Gegenteil trifft zu: Die SNB ist hoch verschuldet. Die Schulden der SNB sind über dreimal höher als sämtliche Schulden von Bund, Kantonen und Gemeinden zusammen, welche diese über die letzten Jahrzehnte angehäuft haben. Zudem: Die Schulden von Bund, Kantonen und Gemeinden sind in der Schweiz angelegt und helfen uns.

Die dreimal höheren Schulden der SNB werden aber im Ausland angelegt, wo sie das Ausland ankurbeln. Diese enormen Schulden wurden zum grössten Teil in nicht einmal zehn Jahren gemacht.

Und nun kommen unbedarfte Politikerinnen und Politiker daher und quengeln, sie wollen, dass die Reserven der SNB in einen Staatsfonds eingebracht werden. Da nützten sie dem Volk noch mehr. Sie haben immer noch nicht kapiert, dass damit die über 700 Milliarden Schulden der SNB direkt aufs Volk überwälzt werden. Die Schuldenbremse verbietet das.

Denn würde der Franken nur um rund 10 Prozent steigen, so wäre die SNB mit grosser Wahrscheinlichkeit Konkurs. Mit ihren Stützungskäufen stützt die SNB ihre Devisenanlagen. Daraus folgt: Die Devisenkurse, zu denen die SNB bilanziert, sind zu hoch bewertet und entsprechen nicht den tatsächlichen Marktverhältnissen. Das nennt man nicht wahrheitsgetreue Buchführung der SNB.

Im Moment, wenn die SNB Devisen verkauft, ist mit tieferen Devisenkursen in Relation zum Franken zu rechnen, da die SNB die Devisenkurse manipuliert und künstlich hochgehalten hat. Es gilt das Niedrigstwertprinzip – auch für die SNB. Die SNB schert sich aber nicht um diesen Grundsatz im Obligationenrecht, obwohl das OR auch für die SNB gilt.

Ein Staatsfonds müsste also ständig Devisen kaufen, um nicht selber massive Verluste zu erleiden. Er müsste sich selbst stützen. Andernfalls müsste die SNB zugunsten des Staatsfonds intervenieren und zusätzliche Devisen kaufen.

Die SNB müsste damit parallel zum Staatsfonds erneut ein eigenes Devisen-Portefeuille aufbauen, das bald so gross wäre wie der Staatsfonds selber. Daraus würde dann wieder ein neuer Staatsfond gemacht und dann noch einer und noch einer. Wo denken unsere Politiker eigentlich hin?

Zum heutigen Zeitpunkt müsste ein Verlust, welcher zu negativem Eigenkapital der SNB führt, zuerst durch die SNB-Aktionäre getragen werden. Dann folgen die Geschäftsbanken, welche der SNB Kredit gegeben haben.

Allein die beiden Grossbanken dürften der SNB je über 100 Milliarden Fremdkapital geliehen haben. Dieses Investment müssten sie dann nach unten wertberichtigen.

Ein „Bail-in“ wie bei den Geschäftsbanken, also die Umwandlung von Fremdkapital in Eigenkapital, wäre auch bei der Aktiengesellschaft SNB im Konkursfall nicht auszuschliessen. Die Forderungen der Kunden der SNB, sprich der Geschäftsbanken, würden in Eigenkapital umgewandelt.

So sieht das die Finma bei den Banken vor. Der SNB könnte das Gleiche blühen. Resultat: Ausländische Grossaktionäre der Grossbanken wie beispielsweise die Kataris und Saudis bei der CS könnten dann via ihr CS-Investment bei der SNB mit einem Hebel direkten Einfluss auf unsere Schweizerische Nationalbank nehmen.

Wollen wir das?

So oder so müssen die Banken ihre Forderungen bei negativem Eigenkapital der SNB wertberichtigen. Sie könnten so selber zu Konkurs-Fällen werden. Es käme dann sehr wahrscheinlich zu einem Bail-in bei den Geschäftsbanken. Die Kundengelder bei den Banken würden konfisziert oder in Eigenkapital umgewandelt.

So wollen es die 2014 verabschiedeten EU-Richtlinien – und die Finma. Es gäbe einen Einbruch bei den Bankaktien (sehr starke Verwässerung) und hohe Verluste bei den Spareinlagen bei Banken und allen übrigen Kreditgebern der Banken.

Kurz: Würde die SNB heute Konkurs gehen, so müssten die Geschäftsbanken in erster Linie die Verluste der SNB tragen. Auch die Kantonalbanken und die Postfinance gehören dazu. Als nächstes kämen die Gläubiger der Banken an die Reihe, am Schluss wie immer die Steuerzahler.

Würde das Portefeuille der SNB aber an einen Staatsfonds übertragen, so müsste das Volk die Verluste auf diesem Portefeuille direkt übernehmen, ohne dass vorher die Banken mittragen müssten.

Die Banken wären damit „aus dem Schneider“. Das dürfte der Hauptgrund dafür sein, weshalb sie sich so stark dafür ins Zeug legen, dass die gewaltigen Risiken von der SNB ausgelagert und in Form eines Staatsfonds direkt ans Volk übertragen werden. Die SNB-Risiken würden dann vom Rücken der Banken auf den Rücken des Volkes überwälzt.

Es ist erstaunlich, dass es gerade linke Politikerinnen und Politiker sind, welche lauthals einen solchen Staatsfonds fordern. Sie übersehen, dass sie damit die Risiken der SNB von den Banken direkt dem Volk aufbürden. Ist das der Wille ihrer Wählerschaft? Ich denke kaum. Aber ich bin ja nicht Wahlkampf-Manager.

Ein weiterer Vorteil eines Staatsfonds läge darin, dass das Risiko eines Konkurses der SNB und damit einer Währungsreform gemindert würde, weil das Risiko an den Staatsfonds ausgelagert wurde.

Wie auch immer: Das letzte Risiko für die Währungskapriolen unserer Nationalbank trägt so oder so das Volk – ob mit oder ohne Staatsfonds. Das Problem würde lediglich von einer Ecke in Bundesrat Ueli Maurers Finanzdepartement in eine andere Ecke verschoben.

Ich frage mich, ob Ueli Maurer, Bundesrat und Finanzminister, noch ruhig schlafen kann angesichts einer Nationalbank, die solche Risiken auftürmt. Falls ja, würde es mich stark verwundern.

Der Gesamtbundesrat erinnert mich an „schwache Eltern“, die sich nicht durchsetzen können. Sie glauben einerseits an das, was auf der Quengelware draufsteht und haben andererseits keine Energie mehr gegenüber ihren quengelnden Kindern (siehe „Franken-Rütli“).

Am wichtigsten scheint mir, dass der Bundesrat der Quengelware Marke „Nationalbank“ kritischer gegenübersteht. Dort ist nicht drin, was draufsteht. Es handelt sich bei der SNB nicht um Reserven in dreistelliger Milliardenhöhe – es handelt sich um Schulden in dreistelliger Milliardenhöhe.

Und wer soll in erster Linie das Risiko für diese masslosen SNB-Schulden tragen? Die Banken oder das Volk? Darum geht es letztlich bei einem Schweizer Staatsfonds.

Kommentare

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  1. @SNB-Trolle aus dem intimsten Umkreis des SNB-Bankrates

    Sie behaupten hier, Sichtguthaben bei der SNB müssten per Gesetz als Zahlungsmittel vom Schuldner angenommen werden. Aus diesem Grund könne die SNB alle ihre Verbindlichkeiten mit Notenbankgeld bezahlen.

    Sie verwechseln aber leider Guthaben und Verbindlichkeiten der SNB miteinander:

    Die SNB besitzt nicht über 700 Milliarden Giroguthaben, wie Sie behaupten, sondern im Gegenteil Sichtverbindlichkeiten. Damit kann die SNB ihre eigenen Schulden nicht verringern.

    Blamabel, wenn ein SNB-Präsident und der SNB-Bankrat Guthaben und Verbindlichkeiten der SNB miteinander verwechseln.

    Skandalös – um korrekt zu sein! Nicht wahr? Und dabei geht es bereits um über 700 Milliarden Verbindlichkeiten der SNB, welche von den SNB-Trollen hier und von der SNB als Guthaben interpretiert werden anstatt als Verbindlichkeiten.

    Über die SNB und deren Trolle, die hier herumlümmeln und Irrlehren verbreiten, kann man nur noch den Kopf schütteln.

    Marc Meyer

  2. @“Nick Norman“

    Sie verwechseln Sichtguthaben mit Sichtverbindlichkeiten.

    Laut Gesetz müssen Sichtguthaben als Zahlungsmittel angenommen werden – nicht aber Sichtverbindlichkeiten. Die SNB verfügt über 700 Milliarden Sichtverbindlichkeiten – nicht Sichtguthaben.

    Sie und Ihr Herr Jordan verwechseln also offensichtlich Guthaben und Verbindlichkeiten miteinander.

    Skandalös – wenn man bedenkt, dass es bereits um 700 Milliarden geht.

    Nicht wahr?

    Freundliche Grüsse an die SNB-Trolle:

    Marc Meyer

  3. Hoppla………………..

    Warum verschwindet auf IP ein Beitrag ?

    Titel :
    „Zuerst verdirbt die SNB unsere Jugend und dann lässt sie sie fallen“ ……Von Dr. Marc Meyer

    Was ist der Grund. ?

    Natürlich, die Kommentarspalte wurde Missbraucht, ja dieser ….“Real (MM) Dr“. oder wie der noch hiess war das Beispiel eines unangenehmen Kommentators.

    Aber glaubt IP das es besser ist so einen sehr guten Artikel zu löschen?
    Wäre es unter Umständen nicht besser gewesen bei den Kommentaren selber einzugreifen ?
    Warum nun dieses vollständige Löschen ?

    Eine Erklärung ist angebracht, …….ansonsten ich den Blog IP als einen jener meist vorherrschenden Blogs betrachten muss, welche sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die Hosen machen.
    ——————————————

    Herr Dr. Meyer.
    Wenn Sie können erklären sie es mir.
    Sonst nehme ich an das Herr Hässig sich in die Hosen gemacht hat.
    Vielleicht denkt er das mit der Klageandrohung der Horizont überschritten wurde.
    Das denke ich übrigens nicht.

    Also was ist los das so ein Beitrag gelöscht wird ?
    meiner Meinung nach das unklügste was in einem Blog passieren kann, erhalten damit doch gerade diese Unflätigen Kommentatoren die Oberhand.

    • @Walter Roth

      Danke

      Habe Ihren Beitrag erst gerade jetzt gesehen.

      Das war so: Der Kommentator, der meinen Namen klaut und sich „The real MM (!!) nennt (ein SNB-Troll), hat mich mehrere Male beleidigt wie „ich lüge“ „dem Irrenhaus entsprungen“ und dergleichen. Ich habe ihm angedroht, eine Strafanzeige gegen ihn einzureichen. Die Staatsanwaltschaft werde dann sehr schnell herausfinden, wer er sei.

      Herr Hässig hat mich gebeten, keine Anzeige einzureichen. Dem habe ich entsprochen, weil Herr Hässig der einzige ist, wo ich Kritik an der Chaostheorie des Herrn Jordan äussern kann.

      Der betreffende Kommentator hat sich daraus etwas gemässigt – lümmelt aber weiterhin auf dem Forum herum, verdreht alles und versucht, die Chaostheorie des SNB-Chefs Jordan zurecht zu biegen, was einfach nie gelingt und gelingen wird.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S: der SNB-Troll kommt meiner Erkenntnis nach aus dem intimsten Umfeld des SNB-Bankrates.

  4. @Georg Bender

    Danke

    Sie können nicht einen Gegensatz bilden zwischen „Zentral-Buchgeldmenge“ und „Notengeldmenge“ wie Sie das machen. Das gibt es gar nicht.

    Es handelt sich korrekt um „Giroguthaben der Geschäftsbanken“ bei der SNB und „Notenumlauf“. Beides gehört zur Notenbankgeldmenge.

    Es ist sehr wichtig, dass wir die Begriffe sauber definieren und auseinander halten. sonst kommen wir von den Irrtümern der SNB nie los.

    Notenbankgeld ist gegen Wertschriften austauschbar. D.h. wenn die SNB den Banken Wertschriften verkauft, nimmt sie Notenbankgeld aus ihrer Bilanz.

    Ihre Behauptung, wonach die Notenbankgeldmenge die SNB nie verlasse ist somit falsch und widerlegt.

    Sie sitzen dem Irrtum von Herrn Jordan auf, der behauptet, Notenbankgeld sei nur gegen Notenbankgeld eintauschbar.

    Das ist nicht korrekt. Wenn Aktiven die SNB verlassen, wird die Notenbankgeldmenge ausgebucht – bleibt also nicht in der SNB.

    Versuchen Sie einmal, die Begriffe sauber auseinander zu halten.

    Nicht alles vermischen wie die SNB.

    Danke und

    freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    P.A. Herr Bender: Ich bin sehr froh um Ihre Beiträge hier, denn Sie geben mir jedesmal Gelegenheit, meinen Standpunkt nochmals klar und deutlich darzustellen. Vielen Dank nochmals.

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Auch ich bin froh, so kann ich die Realität aus meiner Praxis erklären!

      Notenumlauf ist durchlässig, also Geldrückgaben an die ZB mit Gutschrift auf das Bankgirozentralbankgeld, möglich!
      Beim Buchgeld sind keine Einzahlungen möglich!

      Die Notenbankgeldmenge ist ein Teil der Gesamtgeldmenge! Wobei nur das Bargeld in die Wirtschaft fliesst (durchlässig)!

      Nein beim Verkauf der Wertschriften sinkt nur die ZB-Geldmenge, resp. das Guthaben vermindert sich, jedoch die Gesamtgeldmenge ändert sich nicht, weil die GB macht einen Aktivtausch!
      Anlagen an Bankgirokonto ZB

      Demnach ist Ihr Denkfehler erklärt, oder immer noch nicht!

      Damit ist auch erklärt, warum Sie das Zusammenspiel von GB- und ZB-Buchgeld mit dem Multiplikationsfaktor (von mir mi Buchungssätzen klar erklärt) nicht verstehen wollen?

      Freundliche Grüsse
      Georg Bender

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Das Notenbankgeld verlässt das Haus SNB nicht, es wird nur ausgebucht! Die Notenbankgeldmenge nimmt ab, nicht aber die Gesamtbuchgeldmenge der GB (Aktivtausch)!

      Definition Verlassen: Sie gehen aus dem Haus und werden nicht im Hause vernichtet!

    • @Georg Bender

      Guten Morgen und Danke

      Weshalb setzen Sie hinter jeden Satz ein Ausrufezeichen oder Fragezeichen?

      Das ist bezeichnend.

      Wir kommen der Sache aber näher.

      Sie haben korrekt verstanden, dass Notenbankgeld ausgebucht wird, wenn die SNB ihre Schulden zurückzahlt, indem sie Aktiven verkauft. Sie wiederholen, was ich gestern hier geschrieben habe.

      Herr Jordan behauptet ja, die SNB würde gar nie Aktiven verkaufen. Wir sind uns also einig, dass Jordan irrt. „Notenbankgeld nur gegen Notenbankeld“ ist falsch.

      Das Problem ist nun aber folgendes: Fällt der Wert der Aktiven der SNB unter Wert ihrer ausstehenden Notenbankgeldmenge, so ist die SNB Konkurs. Sie ist zahlungsunfähig und handlungsunfähig, weil ihre Schulden nicht mehr gedeckt sind.

      Ihre Behauptung, wonach die Gesamtgeldmenge sich nicht verringere, wenn die SNB ihre Schulden zurückzahlt trifft nicht zu.

      Warum nicht?

      Wenn ausländische Investoren beschliessen, ihre Investitionen in Schweizerfranken zu reduzieren und neu in US-Aktien anzulegen, so reduziert sich dadurch die Franken-Geldmenge.

      Es ist dies einfach der umgekehrte Fall, als wenn sie beschliessen, ihre Euros in Franken umzuwechseln.

      Einmal vergrössert sich die Frankengeldmenge und dann reduziert sich diese wieder.

      So einfach.

      Bleiben wir doch aber beim Diskussionsthema: Die SNB besitzt ein grosses Risiko. Da sie dieses nicht tragen (Bilanz nicht deponieren) will tragen die Geschäftsbanken das Risiko.

      Die wollen das auch nicht mehr und wären froh, sie können ihren Kredit an die SNB ans Volk ablösen über einen Staatsfonds.

      Darum geht es.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Leider können Sie Ihre Denkfehler nicht erkennen, resp. eiern herum. Meine Erklärungen basieren auf der handwerklich gelernten Praxis. Sie müssen meine Meinungen nicht benoten, sondern nur Ihre Phantasien gegenüberstellen.

      Die SNB kann von Gesetze wegen nicht Konkurs gehen, weil sie von Gesetzes wegen eine Sonderstellung einnimmt. Sie können sich doch nicht einfach über die Verfassung und Gesetze stellen, nur um Ihre Buchhaltungskenntnisse, geltend für die Wirtschaft, als Massstab zu nehmen und die Menschen damit zu verunsichern.
      Die Bilanz der SNB enthält ein Risiko aber auch eine Chance?
      Ihre Unterstellung, wonach die GB die Risiken der SNB übernehmen müssten, ist einfach aus der Luft gegriffen und entbehrt jeder Redlichkeit.
      Warum man dem Bankensystem die Form der AG und die Teilnahme am Geldspielwarenmarkt (Ihre Domäne) gesetzlich ermöglicht, entbehrt jeder vernünftigen Einschätzung einer freien Marktwirtschaft. Es kann nicht sein, dass die Geldschöpfer eine Vormachtstellung einnehmen können?
      Die Ursache allen Übels erkennen und bekämpfen und nicht, wie Sie es tun, an den Symptomen herum doktern.

      Ein Staatsfonds wird in der Annahme von der Politik gefordert, dass die Gewinne nicht sofort verteilt werden, sondern über Generationen verteilt werden sollen.
      Ein Staatsfonds ist jedoch nur mit einer endlichen Produktivitätskraft sinnvoll und nicht aus Spekulationen mit aus dem Nichts geschöpften Spielgeld.

      Erst wenn die Geschäftsbanken, die von den Zentralbanken übernommenen Wertpapiere an Nichtbanken verscherbelt fällt die Geldmenge und nicht schon beim Kauf von der SNB.
      Bleiben Sie exakt, wie es sich für einen Lehrer gehört! Die Lösung folgt der Aufgabenstellung. Die hiess SNB verkauft Wertschriften an die Geschäftsbanken. Keine Geldmengenveränderung (Aktivtausch) sondern nur Verringerung der Liquidität (Anteil an der Geldmenge).

      Wenn eine Buchung, ohne Geldfluss erfolgt, so verbleibt das virtuelle Notenbankgeld im Hause, die Liquidität wird einfach erhöht oder verkleinert, je nach Operation.

      Es können keine Einlagen gemacht werden, weil es einfach die möglich ist. Auch den Multiplikator negieren Sie, obwohl ich ihn an einem Beispiel erklärt habe. Den Denkfehler eingestehen zeigt die wahre Grösse?

      MfG
      Georg Bender

    • @Georg Bender

      Time out sorry

      Ich habe keine Lust,

      . mit einem alten frustrierten Mann
      . dem es offenbar langweilig ist
      . mit tiefem intellektuellen Niveau und entsprechender Terminologie („herumeiern“ usw.)
      . der persönlich beleidigend ist („schizophren“ ist, wer seine Meinung nicht teilt)
      . der seine eigenen Worte immer wieder verdreht
      . der hier unter verschiedenen Pseudonymen schreibt
      . der sich ohne Ende fortlaufend zu Wort meldet
      . immer das letzte Wort hat
      . der nicht auf das Thema eingeht
      . der die grosse Gefahr der SNB-Bilanz nicht sieht und nicht sehen will
      . der kopflos und unterwürfig einfach alle Irrtümer übernimmt, die SNB-Chef Jordan verbreitet

      meine Zeit zu verlieren.

      mfG

  5. @Georg Bender

    Danke für Ihren Beitrag.

    Offenmarktpolitik funktioniert so:

    Bei einer Expansion der Geldmenge kauft die SNB von den Banken Wertschriften und emittiert dagegen Geld (Notenbankgeld).

    Soll die Geldmenge verringert werden, so verkauft die SNB den Banken Wertschriften und die Geldmenge verringert sich dadurch.

    Sie sehen: Die SNB verkauft Aktiven (z.B. Wertschriften) und die Geldmenge wird entsprechend „aufgelöst“ bzw. vermindert. D.h. die Schulden der SNB bei den Banken werden von der SNB zurückbezahlt, indem sie Wertschriften liefert.

    Damit ist die Behauptung von SNB-Chef Jordan ein für allemal widerlegt, wonach die SNB Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld tausche.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  6. Herr Dr. Marc Meyer

    Respekt ist keine Einbahnstrasse! Wo bleibt Ihr Respekt?
    Wer macht Denkfehler?

    Ich sage klipp und klar, dass die Zentralbank – Buchgeldmenge das Haus SNB nicht verlässt! Im Gegensatz zur Notengeldmenge welche durchlässig ist!
    Richtig lesen und begreifen?

    Die Offenmarkttranskationen werden mit Zentralbankbuchgeld auf den Bankkonten ihrer Kunden, der Geschäftsbanken verbucht! Verlässt also die “Inzucht” SNB nicht!

    Auf Seiten der GB wird der Gegenwert an ihre Kunden auch Banken aus dem Ausland (Korrespondenzkonten) mit GB-Buchgeld verbucht.
    Das Buchgeld entsteht aus Buchungssätzen! Weil es nicht existiert, spricht man von „aus dem Nichts“! Dabei ist völlig klar, dass es dafür einen Leistungsnachfrager (Schuldner) und Leistungserbringer (Guthaben) braucht.

    Das Bankgirozentralbankgeldguthaben kann nur mit Geld- und Offenmarktoperationen verändert werden! Einlagen sind nicht möglich, weil das GB-Buchgeld als Liquidität nicht existiert (einzig Umbuchungen). Ihre Meinungen sind jedoch völlig gegenläufig, indem Sie z.B. behaupten, die UBS würde Buchgeld bei der SNB einlegen!

    Die Bilanzpositionen welche als Ausleihungen (Banken leihen kein Geld), Eigenkapital (Schuldengeldbesitz dem Risiko zugeordnet), Einlagen (nicht möglich) bezeichnet werden, stehen nicht im Einklang mit dem Geldsystem! Darum können 99% der Menschen das Geldsystem nicht verstehen?

    Die SNB bestimmt sowohl die Notenbankgeldmenge als auch das Zentralbankgeldbuchgeldguthaben als Liquidität und Mindestreserve für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr aus GB-Buchgeld! Nach meinem Kenntnisstand, können die Geschäftsbanken, gemäss Regularien ,der SNB einen Auftrag nicht verweigern?
    Die Frage stellt sich für mich, warum es in einem Schuldensystem, eine Mindestreserve und Eigenmittelvorschriften braucht? Das Bankensystem kreiert die Erfordernisse aus dem System heraus unter sich, also völlig zwecklos?

    Den Multiplikator von Buchgeld habe ich hier auch schon beschrieben, welcher Sie vehement verneinen!

    Ihre Beschreibung wonach Jordan den Unterschied zwischen Giral- und Notengeld nicht verstehen könne, kann ich beim besten Wissen nicht nachvollziehen?

    Wenn ich jedoch die Äusserungen von den Wirtschaftsprofessoren Ammann, Baltensperger, Geiger uvam., sowie Geldspezialisten wie Ackermann, Ermotti, richtig interpretiere, so können oder dürfen die Genannten das Sysem nicht verstehen? Manipulation muss gelingen. Es wird ja auch behauptet, dass die Jungen die Renten finanzieren, ohne zu fragen, wie das Geld im Wirtschaftskreislauf zirkuliert! Ohne Ausgaben keine Einnahmen und nicht umgekehrt! Ohne Schulden kein Geld und nicht umgekehrt!
    Mfg
    Georg Bender

  7. Nachtrag: Die Irrlehre von SNB-Chef Jordan ist ein für allemal widerlegt

    @Georg Bender

    Sehr geehrter Herr Bender

    Guten Morgen und danke für Ihren Beitrag, der erstmals nicht wirr ist, sondern eine klare fachliche Aussage enthält – leider aber eine falsche. Sie begehen nach wie vor denselben Fehler wie SNB-Chef Jordan. Ich werde es gleich erklären.

    Zuerst aber noch: Sie sorgen sich, dass ich Oberhand gegenüber der SNB erhalte? Das ehrt mich. Genauso wie es mich ehrt, dass Sie sich einsetzen für Anstand und Respekt gegenüber den Schwachen, wie Sie auf Vimentis schreiben. Da Sie mir gegenüber aber jeglichen Anstand und Respekt vermissen lassen, folgere ich, dass sie mich als sehr stark einschätzen. Danke.

    Nun zum fachlichen: Sie schreiben, Notenbankgeld verlasse die SNB nie, weil die Kunden der SNB immer dieselben bleiben. Sie verwechseln dabei zwei Dinge: Kundenstamm und Kontenstände.

    Es kann sein, dass der Kundenstamm gleich bleibt, also unverändert viele Banken bei der SNB ein Konto halten, aber deren Kontostände abnehmen. Und um die Kontenstände geht es bei der Höhe der Geldmenge.

    Wenn eine Bank mit der SNB ein Offenmarktgeschäft abschliesst, welches die Geldmenge verringert, so kauft sie der SNB beispielsweise Wertschriften ab; beispielsweise US-Aktien. Die Aktien werden also von der SNB zur Geschäftsbank transferiert.

    Dadurch verkürzt sich die Bilanz der SNB. Es vermindert sich das Guthaben, welches die Bank bei der SNB bisher gehalten hat. D.h. es verringert sich die Notenbankgeldmenge. Anstatt in Buchgeld bei der SNB investiert die Bank nun in US-Aktien.

    Resultat: Die Bilanz der SNB verkürzt sich und die Geschäftsbank hält jetzt eine Investition beispielsweise in einen ausländischen Aktienmarkt.

    Die Behauptung von SNB-Chef Prof. Dr. Thomas Jordan ist somit ein für alle Mal widerlegt. Jordan behauptet ja, die SNB tausche Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld. Gemäss Jordan wäre es der SNB somit gar nie möglich, die Geldmenge zu verringern. Das ist Irrlehre von Herrn Jordan. Und die Schweiz glaubt’s.

    Nein. Die SNB tauscht Notenbankgeld gegen Wertschriften, Devisen, Aktien usw. Nur so kann sie die Notenbankgeldmenge verringern.

    Und die SNB kann nun nicht behaupten, das Notenbankgeld verlasse die SNB nie, weil der Kundenstamm der gleiche bleibe: Doch. Bei einem Verkauf von Wertschriften vermindert sich die Notenbankgeldmenge. Die Kunden haben einfach tiefere Kontenstände.

    Ich frage mich, wie lange unserer Volkswirtschaft noch traumatisiert wird von einer Notenbank, welche das Alpha und Omega der Geldpolitik nicht verstanden hat.

    Ich rate deshalb SNB-Chef Jordan zum sofortigen Rücktritt. Das kann so nicht weitergehen.

    Und dazu noch das stümperhafte Vorgehen der SNB: Sie lässt sich hier vertreten durch wirre Argumentationen von Schreiberlingen, welche sich nicht scheuen, ihre Namen und Pseudonyme zu wechseln – wie Sie Sie Herr Bender.

    Und der Gipfel: Sie bezeichnen mich als Troll, der hier einen Beitrag geschrieben hat und Rede und Antwort steht.

    Vergessens Sie’s Herr Bender.

    Und der SNB kann ich nur raten, endlich einmal Kritik an ihr ernst zu nehmen und die Konsequenzen zu tragen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Liebe Freaks

      Dr. Marc Meyer schreibt wieder einmal: „Jordan behauptet ja, die SNB tausche Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld.“

      Leider belegt er diese Behauptung wieder nicht. Warum wohl? Weil sie falsch ist.

      Richtig wäre: Jordan behauptet, die SNB tausche Notenbankgeld gegen Notenbankgeld oder gegen Aktiva. Respektive, es steht so im Gesetz, d.h. Jordan sollte es so behaupten. Hier ist der Nachweis, den Dr. Marc Meyer ignorieren MUSS, um weiter auf seinem kalten Buchhalterplaneten leben zu können.
      Es geht um das Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel (WZG) und das Bundesgesetz über die Schweizerische Nationalbank. Die einschlägigen Artikel 2 und 3 WZG lauten:
      Art. 2 Gesetzliche Zahlungsmittel
      Als gesetzliche Zahlungsmittel gelten:

      lit c. auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.

      Art. 3 Annahmepflicht

      Satz 3: Auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.
      Das ist der Tausch Note gegen Note, respektive Zentralbankguthaben gegen Zentralbankguthaben, den alle Geschäftsbanken akzeptieren müssen (also im theoretischen Extremfall: Passiva gegen Passiva).
      Das ODER kommt hier (Zentralbankguthaben gegen Aktiva und umgekehrt):
      Bundesgesetz über die Schweizerische Nationalbank, Art. 9 Geschäfte mit Finanzmarktteilnehmern
      1 Zur Erfüllung der geld- und währungspolitischen Aufgaben nach Artikel 5 Absätze 1 und 2 kann die Nationalbank:
      a.
      für Banken und andere Finanzmarktteilnehmer verzinsliche und unverzinsliche Konten führen und Vermögenswerte in Verwahrung nehmen;

      c.
      auf den Finanzmärkten auf Schweizerfranken oder Fremdwährungen lautende Forderungen und Effekten sowie Edelmetalle und Edelmetallforderungen (per Kasse oder Termin) kaufen und verkaufen oder damit Darlehensgeschäfte abschliessen;

      Kurz und gut: Jordan hat die Wahl und alle Marktteilnehmer wissen das von Anfang an. Das Gesetz will es so, damit das System möglichst stabil ist.

      Würde Dr. Marc Meyer zugeben, was Jordan wirklich behauptet (bzw. die Schweizer Gesetze akzeptieren), würde sich sein Alarmismus zum grossen Teil in Nichts auflösen.

      Allerdings bleibt die SNB-Bilanz sehr gross, Gesetz hin oder her, und Herr Jordan hat SEHR viel Angst bzw. Respekt vor deren Grösse, so dass er aufgrund seiner engen monetaristischen Weltsicht, zu währungspolitischen Kurzschlüssen zu neigen scheint – ganz so wie Dr. Marc Meyer, nur auf gänzlich anderer Grundlage.

      Anders gesagt, Dr. Marc Meyer und Herr Jordan sind eigentlich Brüder im Geiste, nur merkt es Dr. Marc Meyer nicht (und Herrn Jordan ist es egal).

      Beste Grüsse vom Planeten Erde sendet Euch

      Euer Nick

    • @Nick Norman

      Danke für Ihren Beitrag

      Gerne zitiere ich Herr Jordan:

      Zitat:

      „Da es sich zudem bei den Noten und den Giroguthaben um gesetzliche Zahlungsmittel handelt, sind diese Verbindlichkeiten auch nicht im eigentlichen Sinne einforderbar, sondern können einzig – als gleichwertige gesetzliche Zahlungsmittel – gegeneinander getauscht werden.“

      Zitat Ende

      (siehe: „Braucht die Schweizerische Nationalbank Eigenkapital?“ Prof. Dr. Thomas Jordan, Vortrag vor Statistisch-Volkswirtschaftliche Gesellschaft Basel, 28. September 2011, S.6)

      Ich habe dieses Zitat hier schon oft erwähnt. Sie scheinen es einfach zu ignorieren. Sie sehen also schwarz auf weiss, dass Thomas Jordan behauptet, Notenbankgeld sei nur gegen Notenbankgeld eintauschbar.

      Ja. Es wäre richtig: Die SNB tauscht Notenbankgeld gegen Aktiva. Aber genau das sagt Jordan ja nicht. Das schreibe ich hier ja zum über hundertsten Mal. Aber Jordan sagt es eben falsch.

      Würde Jordan einsehen, dass die SNB Notenbankgeld gegen Aktiva eintauschen muss, um die Geldmenge zu verkleinern, so müsste er ja erkennen, dass die SNB Konkurs ist, wenn sie eben nicht mehr genügend Aktiva hat, um ihre Geldmenge zu reduzieren.

      Aber genau das will ja Jordan nicht einsehen und reisst lieber die Schweiz in den finanziellen Abgrund als sein auswendig gelerntes Sprüchlein aufzugeben.

      Richtig: Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind gesetzliches Zahlungsmittel und müssen als Zahlungsmittel akzeptiert werden von allen die bei der SNB ein Konto haben.

      Die SNB selber muss diese Girokonten genauso als Zahlungsmittel annehmen. D.h. die Banken dürfen von der SNB Aktiva kaufen und die SNB muss diese Giroguthaben der Banken annehmen. Die SNB ist Schuldnerin und muss das tun, was die Gläubiger wollen.

      Wir sind wieder gleich weit. Sie drehen sich im Kreis. Die Giroguthaben der Banken sind gesetzliche Zahlungsmittel für deren Inhaber – die Banken.

      Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind jedoch keine Zahlungsmittel für die SNB, da es sich ja nicht um ein Guthaben der SNB handelt, sondern um Guthaben der Banken.

      Eine Wertschrift ist nur ein Zahlungsmittel für den Gläubiger – nicht für den Schuldner.

      Oder anders formuliert: Nur ein Aktivum kann Zahlungsmittel sein – nicht ein Passivum.

      Mit einem Zahlungsmittel baut man eine Schuld ab. D.h. zur Reduzierung der Passivseite braucht es ein entsprechendes liquides Zahlungsmittel auf der Aktivseite.

      Das Schweizer Gesetz kann die Doppelte Buchhaltung genauso wenig ignorieren wie die Schwerkraft.

      Sie sind doch vom Planeten Erde, wie Sie immer wieder beteuern. Ist Ihnen noch nie aufgefallen, dass alles runter fällt und nicht rauf?

      Da kann das Schweizer Gesetz lange festlegen, von nun haben alle Steine aufwärts zu fliegen.

      Wird nichts nützen.

      Und genauso nützt es nichts, wenn Sie und Jordan behaupten, die SNB könne ihre Schulden abbauen, indem sie noch mehr Schulden macht.

      Einfach nur Blödsinn, was Sie und Herr Jordan behaupten.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. Hat die SNB nicht den Mut, sich hier einmal selber zu Wort zu melden als sich immer nur vertreten zu lassen?

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Herr Jordan hat Recht, die SNB schöpft im Normalfall nur die Liquidität, die Geldmenge für die Wirtschaft schöpfen die Geschäftsbanken! Sie übernimmt also die Devisen, welche die GB, vorgängig von ihren Kunden übernommen haben!

      Bei Interventionen, wie heute, übernimmt sie von den GB die Devisen (Risiken), welche die GB von ihren Kunden übernommen hat! Ein lukratives Geschäft für die GB, weil anderweitig die Risiken, Liquidität und Eigenmittelvorschriften zu beachten wären? Die SNB setzt in der Folge die Offenmarktpolitik um! Dieser Wettbewerbsvorteil sollte dem Bankensystem jedoch untersagt sein, weil Geldschöpfer dürften nicht mitspielen?

      Wenn sich nun jedoch die Zentralbank aus freien Stücken (nicht Interventionen) heraus am Markt beteiligt, erhöht sie gleichzeitig die GB- als auch ZB-Geldmenge!

      Die Wahrheit ist und bleibt: Die Notenbank bestimmt sowohl die Höhe der Zentralbankgiralgeldmenge (Liquidität), als auch den Notenumlauf! Jede andere Aussage wäre gelogen?

      MfG
      Georg Bender

    • Nick Normann
      Besten Dank für die Auslegungsordnung des Gesetzes.

      Würde die SNB dem „Frankenschock“ mit Massnahmen, wie 1974, begegnen, würde die SNB Bilanz nicht ausgeweitet und die GB müssten die allfälligen Risiken, Liquidität und Eigenmittelvorschriften beachten.

      Dem Bankensystem als Geldschöpfer müsste die Beteiligung am Finanzmarkt, als auch die Form der AG verboten werden! Sie können den Verwerfungen mit Massnahmen begegnen!

      Auch könnte von Gesetzes wegen vorgesehen werden, dass z.B. faule Kredite welche die selbst erarbeiteten Eigenmittel (anteilige Kredite und Bankinvestitionen) übersteigen, mit Korrektur (Negativzinsen) auf hoher Geldhortung kompensiert werden können!

      Auch könnte dem Staat das Geld für die Gemeinwohlinvestitionen schulden- und zinsfrei zur Verfügung gestellt werden! Währungshoheit = Staat!

      MfG
      Georg Bender

      Herr Jordan ist jedoch ein Monetarist, also Wissen aus betreuter Bildung von Wirtschaftsprofessor E. Baltensperger?

    • Dr. Marc Meyer

      Satz 3: Auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.

      Das Zentralbankgiroguthaben entsteht nur mit Geldschöpfung mittels Geld- und Offenmarkttransaktionen (Einlagen sind nicht möglich weil das Buchgeld als Liquidität nicht existiert!) Die SNB bestimmt also die Höhe des Guthabens!
      Kauf oder Verkauf von Anlagen, oder Bargeldumtausch. Tausch eben! Mit was denn sonst?

      MfG
      Georg Bender
      Mit was sonst

    • @Georg Bender

      Danke für Ihren Beitrag.

      Gefühlt die Hälfte aller Beiträge hier stammt von Ihnen. Finden Sie nicht auch, Sie sollten etwas kürzer treten? Vielleicht gibt es auch noch andere Kommentatoren, die etwas schreiben wollen. Aber es ist diesen zu blöd, immer von Ihnen unterbrochen zu werden.

      Überdenken Sie das doch bitte einmal. Danke.

      Ja. Herr Jordan behauptet, die SNB würde Liquidität aus dem nichts schöpfen. Das ist aber eben falsch:. wie schon oft hier gezeigt.

      Liquidität ist ein Aktivum – Notenbankgeld ist ein Passivum der SNB.

      Notenbankgeld ist also nie und nimmer Liquidität der SNB.

      Sie und Herr Jordan liegen ganz falsch.

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Liebe Freaks

      Dr. Marc Meyer zitiert Jordan wie folgt: „Da es sich zudem bei den Noten und den Giroguthaben um gesetzliche Zahlungsmittel handelt, sind diese Verbindlichkeiten auch nicht im eigentlichen Sinne einforderbar, sondern können einzig – als gleichwertige gesetzliche Zahlungsmittel – gegeneinander getauscht werden.“

      Damit will er beweisen, dass Jordan sage, er würde ausschliesslich Verbindlichkeiten gegen Verbindlichkeiten tauschen. Aber da hat er im Deutschunterricht wohl nicht richtig aufgepasst. Wenn Jordan NICHT die Wahl hätte zwischen dem Angebot von Aktiva und Passiva im Gegenzug für ZB-Sichtguthaben oder Noten, dann hätte der letzte Halbsatz lauten müssen:
      „… diese Verbindlichkeiten [sind] auch nicht im eigentlichen Sinne einforderbar, sondern MÜSSEN einzig […] gegeneinander getauscht werden.“
      Das hat Jordan aber (wohlweislich) nicht gesagt. Doch die deutsche Sprache mag auf dem kalten Buchhalterplaneten des Dr. Marc Meyer anderen Regeln folgen. Von der Erde aus lässt sich das nicht beurteilen.

      @Georg Bender
      Ja, betreute Bildung, ja Baltensperger, dem er jetzt zum 75. Geburi zu allem sinnlosen Überfluss auch noch eine Festschrift spendiert hat. Grauenhaft. Der dogmatische Monetarismus in der SNB ist die grösste Bedrohung für unsere Volkswirtschaft. Leider ist das Direktorium zu klein und intellektuell zu schwach besetzt im Angesicht der Grösse der SNB-Bilanz.
      Ihre Vorschläge für eine Reform des GB-Sektors wären doch einmal einen Beitrag auf Insideparadeplatz oder Oekonomenstimme wert?! Was meinen Sie?

      Viele Grüsse vom Planeten Erde sendet Euch

      Euer Nick

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Würden Sie die Teilnehmer unter sich lassen und nicht jedesmal, Ihre Phantasien zum Besten geben resp. den Lehrer spielen, wäre das Thema längst gegessen.

      Nochmals zum Mitdenken. Die SNB schöpft die Liquidität für die Geschäftsbanken (Aktivum = Soll), weil das von den GB geschöpfte Buchgeld kein gesetzliches Zahlungsmittel ist.
      Warum das so sein muss, fragen Sie Ihre Kollegen und die Gesetzgeber weltweit.
      Es wären auch andere Szenarien denkbar.

      Clearingkonto mit einem Schuldendach versehen, weil das Geldsystem ist im Bankensystem einverleibt. Die heutige Form wird wahrscheinlich zur klaren Abgrenzung des Delkredererisikos (Pleitemöglichkeit) angewendet, welches das Zusammenwirken der zwei Geldarten, verdeutlicht, Sie leider nicht begreifen können.

      MfG
      Georg Bender

  8. Damit der Troll MM nicht die Oberhand behält?
    Die Offenmarktpolitik ist ein Instrument der Geldpolitik, durch das die Zentralbank die Geschäftsbanken mit Liquidität versorgt. Dabei kauft die Zentralbank Wertpapiere unmittelbar von den Geschäftsbanken. Verkauft eine Geschäftsbank Wertpapiere an die Zentralbank, erhält sie im Gegenzug (Aktivtausch) Zentralbankgeld gutgeschrieben, das sie zur Erfüllung ihrer Mindestreserveverpflichtung, oder bankübergreifenden Zahlungsverkehr verwenden kann. Verkauft die Zentralbank Wertpapiere an Geschäftsbanken, reduziert dies deren Kontoguthaben bei der jeweiligen Zentralbank!
    Das geschöpfte Zentralbankgeld verlässt das Haus SNB nicht, weil der Kundenstamm im Hause verwurzelt ist!

  9. Na na Herr Meyer………….

    Ich werde die Vollgeld-initiative annehmen, aus Prinzip nicht weil ich denke das sie problemlos ist.
    Aber wie sieht die Alternative aus, ……..weiter wie bisher ?

    Natürlich, langsam verstehe ich etwas mehr davon, aber es muss etwas geschehen.

    ———————————————–

    Und ich frage mich übrigens schon länger, was geschieht wenn Dragi sein Aufkaufprogramm beendet ?
    Ich denke damit kann er nur noch schwer aufhören, es sei denn, er hat irgendwann alle Schund-Staatsanleihen usw. aufgekauft. Wie lange kann der „hebeln“ und oder woher kommt sein Kapital dazu ?

    Aber was wenn der das stoppt ?
    Wir hängen nun ja mit hunderten Milliarden mit im Spiel, also was wenn ……….?

    Ich kann mir nur eines vorstellen, nämlich das dann alle Euros / Europapiere fallen……. was dann grosse Verluste für die SNB bedeutet.
    Wie will Jordan diese Papiere / Devisen innert nützlicher Frist loswerden ?
    Es ist doch nun so, nicht mehr Jordan bestimmt, sondern Draghi gebietet über unser Wohlergehen.

    • @Walter Roth

      Vielen dank für Ihren Beitrag

      Ich gehe mit Ihnen einig, dass etwas geschehen bzw aufhören muss. Die qualitative Verschlechterung der Zentralbank- Bilanzen.

      Die Vollgeld Initiative kann aber niemals der Weg sein, da diese auf denselben Irrtümern basiert wie die Geldpolitik der SNB: Geld aus dem Nichts usw

      Die SNB hat eine Bilanz von fast 0.7 Billionen.

      Die EZB von etwas über 4 Billionen.

      Die EU hat aber fast 100 mal mehr Bewohner.

      Die SNB ist ein Gigant.

      MfG

    • Walter Roth

      Die Alternative habe ich mehrfach genannt!
      Das Bankensystem reformieren. Keine AG Form, kein Mitwirken am Geldspielwarenmarkt!
      Banken = Geldschöpfung und Verwahrung = Zahlungsverkehr! Es kann auch eine gewisse Seigniorage für den Staat gesetzlich verankert werden? Eine gewisse Aufbewahrung (klar definieren) wird von der ZB garantiert (kein Delkredererisiko)!

      Alle anderen Finanzgeschäfte sind bei Nichtbanken angesiedelt!
      Fertig!

      Mit der Sicherung der Geldkonten muss die SNB, nach der bekannten Vorgehensweise, weitere Milliarden Interventionskapital schöpfen um den Aussenwert des CHF nicht mehr steigen zu lassen?

  10. @Susanne Schildknecht

    Nochmals besten Dank für Ihren konstruktiven Beitrag hier.

    Die Diskussion hier hat einmal mehr verdeutlicht, mit welch unlauteren Mitteln die SNB die Diskussion um ihre masslosen Devisenanlagen zu unterdrücken versucht.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  11. Frau Susanne Schildknecht

    Ich geben Ihnen in der Konsequenz der Wiederholungen recht, weil nach dem Beitrag von Herrn Nick Norman vom 21.06.17, welche meine Ansichten in allen Teilen bestätigt, hätten die Quellenschwimmer unter sich bleiben müssen!

    Ich handle nun danach und lasse die Quellenschwimmer für diesen Blog unter sich, damit sie sich gegenseitig auf dei Schulter klopfen können und nicht von „Besserwissern“ gestört werden!

    Auf ein anderes Mal?
    MfG
    Georg Bender

    • Bravo @Georg Bender, bin absolut Ihrer Meinung. Bitte bleiben Sie diesem Blogg erhalten. Ich finde ja gerade die vielfältigen Meinungen hier so wichtig und interessant. Auch mir ist schon lange aufgefallen, wie sehr Marc Meyer, Dr. seine Meinung vertritt und sich auch ansatzweise nicht umstimmen lässt. Doch das darf er, genau wie ich oder Sie auch. Fragen Sie ihn doch mal was er zum Vollgeld meint. 😉

      Ich bin so gut wie nie seiner Meinung und eigentlich immer Ihrer Meinung. Trotzdem will ich auf die Meinung von Marc Meyer, Dr. nicht verzichten.

    • @Betroffener

      Danke

      Sie sind betroffen – vertreten Sie die Vollgeld-Initiative? Inwiefern sind Sie denn betroffen?

      Ich bin auch betroffen – aber eher im Sinne über die dilettantische Argumentation der Vollgeldler und der SNB.

      Hier geht es nicht um die Vollgeld-Initiative, sondern es geht um die Risiken im Portefeuille der SNB.

      Die Vollgeldler buttern sehr viel Geld in ein Absurdum. Hier werden Trolle angeheuert, um jedes Wort mir umzudrehen – sie haben offenbar grosse Angst um ihre Initiative – zu Recht.

      Das klammern sie sich selbst an den „Geldspielwarenmarkt“ von Herrn Bender, den er hier 100 Mal schon zum Besten gegeben hat.

      Oder sein anderes Kuriosum: Geld verlasse die SNB nie. Von Offenmarktpolitik hat er noch nie etwas gehört.

      Ja – Herr Bender passt sehr gut zum Vollgeld-Unfug und zur SNB-Illusion.

      Da versucht man es halt mit Trollen, anstatt mit Argumenten.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. Was die SNB lernen sollte: Ihre Bilanz trägt ein gewaltiges Risiko. Es ist nicht risikolos, wie hier von vielen behauptet wird.

      Die Banken möchten dieses Risiko gerne abwälzen – an das Volk.

    • @Betroffener
      Sie können z.B. beim entsprechenden Autor „unter alle Beiträge“ durchklicken: z.B „Vollgeld gleich Zwangsgeld ..“ oder etwas älter „Lachnummer mit Emil“. Ferner hat z.B. Georg Zehnder kürzlich einen m.E. fairen Artikel zu Vollgeld hier veröffentlicht, auch wenn ich seine Ansichten in letzter Konsequenz nicht teile. Lesen Sie dort seine Kommentare.
      Es geht aber auch nicht darum, Dr. Meyer oder Leser umstimmen zu wollen, die nachvollziehen können, was er begründet herleitet. Sein Standpunkt geht zu Recht von fundamental unterschiedlichen Voraussetzungen aus, nämlich, dass Notenbankgeld wie in der SNB Bilanz ausgewiesen, Fremdkapital und damit kein Zahlungsmittel für die SNB sein kann. Dies mit allen daraus folgenden Konsequenzen für deren Kapitalgeber. Dieser kapitale Irrtum wird immer noch von gefühlten 90% der Bevölkerung so ignoriert aus den unterschiedlichsten Motiven und bildet auch das Fundament der Vollgeldinitiative oder der Thesen von Hr. Bender. Verwechseln Sie nicht David mit Goliath.
      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Betroffener

      Ich melde mich spezifisch für Sie nochmals zum Wort:
      MM und sein Gefolge sind nach deren Definition die selbst kreierten Trolls!
      Sie sehen die Risiken richtig, jedoch die Auswirkung schätzen sie völlig falsch ein, weil sie die gesetzliche Sonderstellung der SNB, geistig leider nicht verkraften können.
      Herr MM der Betroffene, ich und viele weitere normal Denker gehören auch zum Volk?

      Das Vollgeld unterstütze ich nicht, weil es völlig falsche Anreize setzt! Das Geld wurde als Tauschmittelersatz für Arbeit/Leistung geschaffen um es gegen Güter/Dienstleistungen umtauschen zu können. Die Gewinn- resp. Ersparnisanteile in den Produkten konnte nur durch die Schuldenwirtschaft erzeugt werden. Damit wird das Geld nicht vernichtet sondern wächst und wächst!
      Diese Hortung will nun das Vollgeld schützen! Wer sind also ihre Auftraggeber?

      Eine Bankensystemreform würde genügen! Keine AG und Teilnahme am Geldspielwarenmarkt! Banken dürfen nur als Geldschöpfer und Verwalter (Sorge tragen) funktionieren! Das Spielen muss man den Nichtbanken überlassen! Kein Trennbankensystem sondern klare Zuordnung!

      Gruss an Sie
      Georg Bender

    • Rico Meier

      Als Quellenschwimmer dürfen Sie leben ohne geboren zu sein! Auf diesem Wunder basieren Ihre phantasievollen Behauptungen, wonach das Notengeld eine Verpflichtung, sei. Zu was verpflichtet sich die Zentralbank? Sie verpflichtet sich, das Notengeld zurück zu nehmen (durchlässig) und dafür das Bankgirokonto (gesetzliches Buchgeld) der Geschäftsbanken gut zu schreiben! Zu mehr nicht!

      Ihre Märchen sind süffisant, wenn man das Geldsystem verstehen kann, andernfalls können sie Schaden anrichten!

    • @Rico Meier

      Sehr geehrter Herr Meier

      Vielen Dank für Ihren wohl durchdachten Beitrag. Auch ich würde sagen, dass gefühlte 90 Prozent der Bevölkerung die Tragweite der SNB-Irrlehre immer noch nicht begriffen haben. Sie meinen, die SNB könne einfach Geld drucken und alles bezahlen. Sie übernehmen einfach die naive Argumentation von SNB-Chef Thomas Jordan.

      Schon vor 25 Jahren wollte ich der SNB klar machen, dass Notenbankgeld eine Schuld der SNB sei und kein Kredit der SNB („lender of last resort“). Die SNB hat mich 25 Jahre lang ignoriert – sie ist zu arrogant, um ihre eigene Irrlehre zu hinterfragen.

      Nun kam die Bank of England und die Deutsche Bundesbank und übernehmen genau meine Argumentation. Geld sei eine Schuld der SNB und kein Kredit an die Banken, den diese weiter ausleihen könnten.

      Das ist Plagiat – und die SNB kann nur unterwürfig der Bank of England Recht zunicken. Sie wagt sich ja nicht, dieser zu widersprechen. Dafür ist sie aber stark, in der Unterdrückung meiner Argumentation.

      Herr Georg Bender schreibt auf Vimentis, er setze sich ein für Anstand und Würde gegenüber den Schwächeren. Er setzt sich ein für Anstand und Würde gegenüber der SNB und trollt gegen mich unter verschiedensten Pseudonymen hinterhältig – ohne Anstand und ohne Würde.

      Ich frage mich wirklich: Denkt der tatsächlich, die SNB sei schwach und müsse gegen mich geschützt werden. Einerseits fühle ich mich dadurch natürlich geschmeichelt – andererseits verwechselt der aber wirklich David mit Goliath (wobei ich mich hüten würde, mich mit David zu vergleichen).

      Nun, wo auch die Bank of England und die Deutsche Bundesbank erkannt haben, dass Geld eine Schuld der Zentralbank darstelle, bemühen sich die SNB und ihre Trolle hier Geld als Schuld der SNB einzugestehen aber Geld dennoch als Eigenkapital zu interpretieren, das nicht zurückgezahlt werden muss.

      Die SNB und ihre Trolle hier versuchen also den Spagat zwischen Fremdkapital und Eigenkapital der SNB: Geld soll beides sein. Bilanztechnisch eine Schuld und rechtlich Eigenkapital. Aber auch das funktioniert nicht.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Dr. Marc Meyer der drollige Blogschreiber

      Erklären Sie bitte wie das CHF-Zentralbankbuchgeld bei der Offenmarktpolitik das Haus SNB verlässt!

      Wer trägt es hinaus?

      Meines Wissens ist nur das Bargeld durchlässig?

      Bitte erklären und nicht wie immer einfach nur werten!

    • @Georg Bender

      Eine Schuld wird aufgenommen und wieder getilgt.

      Eine Schuld wird nicht hereingetragen und dann wieder hinausgetragen.

      Notenbankgeld ist eine Schuld der SNB. Sollen die Schulden der SNB vergrössert werden, so kauft die SNB Wertschriften und nimmt eine Schuld auf. Die Geldmenge wird dadurch vergrössert.

      Soll die Geldmenge bzw. die Schuld der SNB getilgt werden, verkauft die SNB die Wertschriften wieder.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  12. @ Georg Bender

    „Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, die ihre Kommunikation im Internet auf Beiträge beschränkt, die auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielt. Dies erfolgt mit der Motivation, eine Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen.“

    „Häufig wird das Wort Trolling von der englischen Bezeichnung „trolling with bait“ hergeleitet. Diese bezeichnet eine bestimmte Technik des Fischens mit einer Schleppangel, die langsam von einem fahrenden Boot durch das Wasser gezogen wird. In der Netzkultur hat das Wort durch die Analogie zu dem metaphorischen „Ködern“ der anderen Diskussionsteilnehmer Eingang gefunden.

    „Mittlerweile gibt es im Internet auch professionelle Trollaktivitäten mit dem Ziel, Propaganda/Werbung für den jeweiligen Auftraggeber zu betreiben.“

    „Trollbeiträge können Schaden verursachen, indem sie Diskussionen ausbremsen oder sogar das Vertrauen innerhalb einer Community zerstören.“

    „Die anderen Teilnehmer der Diskussion können Troll-Diskussionen begegnen, indem sie auf Beiträge des Trolls grundsätzlich nicht eingehen. In der Netzkultur bezeichnet man dies mit der Phrase „Trolle bitte nicht füttern!““

    (Wikipedia)

    Da hat sich der Herr Bender gestern doch tatsächlich nochmals Zeit genommen von 17:33 bis 21:06 drei weitere Nebelpetarden zu schreiben.

    Der Herr Bender darf nun nach über 30 (!) Kommentaren, die inhaltlich nie etwas zum Thema „Wer trägt das Risiko für SNB-Schuldenberg“ beitrugen, keine neuen Erkenntnisse beinhalteten, aber eine beängstigende Skrupellosigkeit zeigen und nur zur Diffamierung von Herrn Dr. Marc Meyer und anderen Kommentarschreibern dienen, Ruhe geben. Es isch gnueg Heu dune!

    An die übrigen Kommentarschreiber: Bitte entschuldigt, dass ich den Troll gefüttert habe…

    • Frau Susanne Schildknecht

      Aber nach Ihrer Beschreibung sind Sie ein wahrer Troll, welche dem selbsternannten Geldguru auf den Leim gekrochen ist, oder schon immer behaftet war?

      Die meisten Teilnehmer können die Ansichten von MM nicht teilen, weil sie völlig abstrus und aus dem Nirwana hergeholt sind und demnach mit der Realität überhaupt nichts zu tun hat!

      Alleine die Darstellung wonach die Geschäftsbanken, Einlagen auf ihr Sichtkonto bei der Zentralbank tätigen, zeigt wie wenig Sachverstand vorhanden ist.

      GB-Buchgeld kann aus Existenzgründen nicht eingelegt werden, nur umgebucht! Ausschliesslich ausgehend von der Zentralbank wird von ihr das Zentralbankgeld mit den Geschäftsbanken geschöpft! Sie alleine bestimmt die Höhe der gesamten Sichteinlagen, welche nur im Hause ZB buchhalterisch „zirkulieren“!

      Ich habe meine Beiträge nicht für die Quellenschwimmer abgesetzt, sondern für die normal denkenden Menschen damit sie nicht verführt werden können?

      Nach Ihrer Definition hätte der Blog niemals erscheinen dürfen! Wer Prof. Stieglitz als Troll bezeichnet, weil auch er richtigerweise die Negative Geldmenge im Zusammenhang mit den Staatsschulden, als wichtige Möglichkeit genannt hat, ist geistig nicht mehr im Diesseits?

      Selbst den Staatsfonds habe ich thematisiert ist aber zur Nebensache mutiert!

      Warum wohl? Fragen Sie Ihren Guru oder Troll?

      Mfg

      Georg Bender,
      Bank- und Geldspezialist nicht nur aus betreuter Bildung (99,9% können oder dürfen das Geldsystem, wie Ermotti, Ackermann, Wirtschaftsprofessoren, nicht verstehen, weil es für die Manipulationen schädlich wäre!)

  13. Sehr verehrte Leserinnen und Leser

    Der Titel dieses Beitrags heisst: Wer trägt Risiko für SNB-Schuldenberg? Banken oder das Volk? Darum geht es beim Staatsfonds.

    Gerne möchte ich Ihnen nochmals diesen Titel in Erinnerung rufen. Es geht um die Frage, wer das Risiko trägt.

    Es bestehe kein Risiko, da die SNB Geld drucken könne, kann kaum die korrekte Antwort sein. Denn es entspricht gesundem Menschenverstand, dass jeder Fonds ein Risiko trägt für die Kapitalgeber.

    Man kann nicht argumentieren, ein Fonds der SNB trage kein Risiko aber ein Staatsfonds trage ein Risiko.

    Wäre das so, so könnte die SNB ja sämtliche Risiken der Schweiz übernehmen und die Schulden zahlen mit „Geld drucken“.

    Dass das nicht geht, leuchtet wohl jedermann ein. Ergo besteht nicht nur ein Risiko bei einem Staatsfonds, sondern genauso beim Portefeuille der SNB, welches in einen Staatsfonds eingebracht werden soll.

    Der Titel suggeriert, dass die Banken das SNB-Risiko mitzutragen haben, da sie es sind, welche der SNB Kredite gewähren trotz eines hohen Klumpenrisikos (Franken-Schulden in Relation zu Auslandvermögen).

    Weshalb wollen die Banken ihre Investitionen bei der SNB loswerden und an den Staat abtreten. Welche Überlegungen stecken dahinter?

    Für die Banken wäre es natürlich das Bequemste, einfach das gesamte SNB-Risiko herunterzufahren und an den Staat – das Volk, abzutreten.

    Wollen wir das?

    Es scheint, dass die Banken langsam kalte Füsse bekommen.

    Ich würde mich freuen, wenn die Diskussion eher in diese Richtung verlaufen würde als einfach zu behaupten, es gäbe gar kein Risiko, wie das einige Kommentatoren hier behaupten.

    Besten Dank

    Marc Meyer

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Zum wiederholten Male!

      Die Zentralbank hat sich im Rahmen der Verfassung und Gesetze zu verhalten!
      Warum das Bankensystem, als Geldschöpfer, in der Wirtschaft mitspielen darf (Wettbewerbsverzerrung) müssen Sie die Politiker, Judikative und die Wirtschaftsprofessoren fragen? Ich kann es nicht begreifen!

      Ein Staatsfonds darf nur aus der Produktivkraft einer endlichen Ressource geschaffen werden, aber niemals aus Spekulation mit unendlichen Mitteln!

      Die ZB kann per Gesetz wie ein Staat nicht untergehen, weil es ja die Manöveriermasse ZB-Buchgeld immer und jederzeit schöpfen kann!
      Natürlich können Verluste entstehen, jedoch ohne jegliche negative Auswirkung für das Volk oder Wirtschaft, solange die Menschen dieses Konstrukt akzeptieren!

      Wer hat die letztlich die Macht? Das manipulierte Volk, oder die Feudalherrschaft? Die Geschichte gibt die Antwort!

      Simpel gefragt? Wenn die EZB durch die Übernahme der Marktrisiken nun in ihrem Hause den längst notwendigen Schuldenschnitt vornimmt, profitiert mit diesem von Prof. Stieglitz Vorgehen, die Wirtschaft nicht?

      Ich meine, dass diese Vorgehensweise das Volk vor Unwegsamkeit, wie 2007 gehabt, schützt? Dieses Denken übersteigt die hemdsärmelige Buchhaltertätigkeit, ich weiss.

      MfG
      Georg Bender

  14. An die Quelleschwimmer

    Das Inzucht – Zentralbankbuchgeld geschöpft von der Zentralbank, zirkuliert dem Namen nach, nur im Hause Zentralbank zwischen den Geschäftsbankkonten und wenig andere Kunden (Bund)! Damit hat eine mögliche Negative Geldmenge keinen Einfluss auf die Zirkulationsfähigkeit der Manöveriermasse und Funktion der Wirtschaft!

    Ob man es will oder nicht, die Zentralbank hat dem Gesetze nach, die Alleinherrschaft über das Geld! Die Zentralbank ist eine staatliche Institution welche die Liquidität für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr selbst bestimmt! Das Bankensystem ist von Gesetzes wegen ihr „Untertan“!

    Wenn sog. Quellenschwimmer (Bezeichnung von Rico Meier) über das Geldsystem diskutieren, kommt es mir, mit Verlaub vor, wie wenn Analphabeten die Literatur bewerten?

    • @Georg Bender

      Ihr Verhalten hier auf Inside Paradeplatz ist eine unglaubliche
      Anmassung. Wer nicht Ihrer Meinung ist, der wird als „schizophren“ abgetan.

      Sie massen sich an, drei wirre Texte ganz zuoberst zu platzieren, als hätten Sie den Beitrag hier geschrieben und als würde die Diskussionsführung Ihnen obliegen.

      Ihr Plädoyers zugunsten der Nationalbank versehen Sie mit Ausrufezeichen und Fragezeichen nach jedem wirren Satz.

      Sie sind das lebendige Beispiel für das einerseits dominante Verhalten der SNB und andererseits die vollkommene Orientierungslosigkeit der SNB.

      Marc Meyer


    • Georg Bender, Sie sind ein unglaublich arroganter Lümmel..
      Nun ja, damit passen sie bestens zur SNB.

      Haben sie selber schon mal mit ihrer Hände Arbeit Geld verdient, oder sind sie vielleicht einer jener Analphabeten die immerzu über Geld reden aber nie…….?

      Lese ich ihren Kommentar, gelange ich einmal mehr zum Schluss, dass die Zentralbanken abgeschafft gehören.
      Die FED ist nur das negativste Beispiel überhaupt.
      Ein Club von Verbrechern die in einer Nacht und Nebelaktion das Geldmonopol an sich rissen …………..und die in deren Folge dem Dollar innert 104 Jahren eine Abwertung von über 99% bescherten.

      Das ist für mich eines der ganz grossen Verbrechen und ich hoffe all die daran beteiligten in allen Ländern werden dafür einst vor dem Richter stehen.

    • Es gibt Analphabeten, gerade bei Naturvölkern, die haben mehr begriffen vom Leben, als mancher Literat.

  15. Herr Dr. Marc Meyer

    Der Multiplikator Effekt funktioniert wie folgt:
    Wer über einen sauberen Geist verfügt kein Problem:
    1. Bank A hat ausreichend Zentralbankgeldguthaben, weil einige Kundenguthaben von anderen Banken zugelaufenen sind! Hin und Her-Schieberei der Manöveriermasse im Hause ZB, weil kein GB – Buchgeldguthaben existiert. Könnte man auch über Korrespondenzkonten lösen (wie vor ca. 50 Jahren im Nichtinformatikzeitalter)!
    Diese Bank hat nun die Möglichkeit ein grosses Bauprojekt über 20 Mio. bei welchem die Leistungserbringer über keine Kontoverbindung mit Bank A verfügen möchten, zu „finanzieren“!
    Buchung: Kredit/Hypothek mit Sicherungsübereignung an Bankgirokonto Bank B für Rechnung Leistungserbringer
    Keine Bilanzverlängerung bei Bank A

    2. Bank B
    Bankgirokonto Zentralbankgeld an Leistungserbringer GB Buchgeld = Bilanzverlängerung = Geldmengenerhöhung

    Nun gewährt Bank B ein Kredit von ca. 19 Mio. (Liquidität und Eigenmittel beachten) an einen Leistungserbringer bei Bank A oder B oder C oder xx
    Kredit/Hypothek mit Sicherungsübereignung an Bankgirokonto Bank A
    Keine Bilanzverlängerung

    3. Bank A
    Bankgirokonto Zentralbankgeld an Leistungserbringer GB Buchgeld = Bilanzverlängerung

    Um wie viel haben die Buchgeldmenge der Zentralbank und Geschäftsbanken zugenommen?

    Antwort:
    Zentralbankgeldmenge = Null
    Geschäftsbankgeldmenge der Wirtschaft = 39 Mio!

    Und so weiter und so fort!

    Wer jetzt immer noch den Multiplikator nicht begreifen kann, soll über das Geldsystem keine Märchen verbreiten, weil er die Menschen verunsichert!

    Mfg Georg Bender

    • @Georg Bender

      Wie gesagt: Ich habe keine Zeit mehr für Ihre Wirrnisse.

      mfG

  16. Herr Dr. Marc Meyer

    Wie schon immer, ist das Zentralbankgeld keine Obligation, weil es keine Verbindlichkeit darstellt! Auch diese Geldschöpfung entsteht aus dem Nichts, bildet einerseits das Bankgiroguthaben als Manöveriermasse für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr, verlässt also das ZB-Haus nicht und andererseits nimmt es faktisch mit dem Buchgeld der GB (Bankguthaben in fremder Währung) am Geldspielwarenmarkt teil! Diese Möglichkeit bildet einerseits einen Wettbewerbsvorteil ab und verzerrt den Wettbewerb! Warum das gesetzlich erlaubt ist, kann ich nicht nachvollziehen?

    Sie haben seinerseit die Anlageform in Edelmetallen kritisiert, weil sie mit dem Volksgeld (SNB = Staat = Volk) mehr Rendite (Produktivkraft) verlangten! Heute kritisieren Sie, Ihre eigene Denkweise! Komisch?

    Der Mensch ist nicht zur Zwangsarbeit geboren! Darum soillten die Volkswirtschaftler längst, das Bedingungslose Grundeinkommen, thematisieren! Auch die Auswirkung der Geldschöpfung in einer arbeitsgeteilten Wirtschaft, wird dem Volk nicht erklärt! Die Wirtschaft entsteht mit dem ausgeb en von Geld und nicht mit dem einnehmen! Im Umlageverfahren aus Geld- und Gütertausch kann kein Gewinn/Ersparnisse entstehen, weil das Geld auf das Lohnkonto zurückfliesst. Wenn die Leistung nicht nachgefragt wird, muss der Arbeitgeber von seinen Erspasrnissen bluten, oder die Arbeisstelle nicht mehr anbieten. Auch müsste längst die Wirtschaftsleistung, will heissen Endverbrauch oder Endbenutzung aus der Real- und Finanzwirtschaft, als Parameter für das Steuer- und Sozialsubstrat dienen.

    Herr Dr. Marc Meyer, gesetzlich wird die Geldschöpfung der Geschäftsbanken für die Wirtschaft (Delkredererisiko = kann nicht transferiert werden) anders geregelt als die Geldschöpfung der Zentralbank (kein Delkredererisiko) und Manöveriermasse im eigenen Hause, für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr!

    Dieses Geldnaturgesetz können Sie scheinbar, geistig nicht abstrahieren?

    • @Georg Bender

      Wie gesagt, ich lese Ihre Texte nicht mehr. Zu wirr – und zu polemisch – beleidigend (z.B. wird als „schizophren“bezeichnet, wer meine Analyse teilt usw.).

      Ich habe mir aber doch die Mühe genommen, mich einmal im Internet über Sie zu erkundigen. Ich habe Ihre Photo gefunden auf Vimentis.

      Dort schreiben Sie unter der Rubrik: „Dafür setze ich mich ein“:

      „Anstand und Würde auch gegenüber Schwächeren in unserer Gesellschaft!“

      Also Herr Bender: Wo bleibt Ihr Anstand? Wo bleibt ihre Würde?

      Ich vermisse beides bei Ihnen.

      mfG

  17. @ Dr. Marc Meyer

    Was mich als Naturwissenschaftler verwundert, ist die Tatsache, daß es über Ihre Thesen keine öffentliche Fachdiskussion gibt.
    Die Interviews im schweizer Fernsehen, bei cash.ch oder auch die Printmedien wiederholen lediglich gebetsmühlenhaft die Haltung von Thomas Jordan, die darin besteht, zum einen über die Ausweitung negativer Zinssätze und zum anderen über den Aufkauf von Fremd-Devisen den Franken zu steuern, weil er ja „stark überbewertet“ sei.
    Was sich auf diese Weise im Portfolio der SNB angesammelt hat, wird einfach nicht thematisiert.
    Gerne sähen wir es (z.B. auch bei der Klimadiskussion), wenn ein emiritierter Professor auf den Plan träte und seine Thesen verlautbaren würde, oder junge wissenschaftliche Mitarbeiter Studien beitragen würden, sodaß sich eine Diskussion entwickelt.
    Dem ist schon lange nicht mehr so, war aber in den achtziger Jahren absoluter usus.
    Die Erderwärmung zum Beispiel, ist Tatsache, punktum.
    Eine Diskussion findet nicht statt.
    Diesselbe Atmosphäre trifft man an, wenn man die letzte Generalversammlung der SNB begleitet hat ( Download auf der SNB-website ). Da wurde die Redezeit der Diskutanten auf 2-3 Minuten beschränkt, unbequeme Themen oberflächlich abgebügelt und eine Atmosphäre der Eingleisigkeit geschaffen, man beobachte nur, wie Studer die Wortbeiträge aus dem Publikum wie lästige Bittsteller abkanzelt.
    Dasselbe passiert, wenn Sie bei einem Kolloquium über den Klimawandel in Hamburg oder Berlin (D) die CO2-Messungen anzweifeln oder den Treibhauseffekt konterkarieren.
    Da weht Ihnen dann eisiges Schweigen entgegen.
    Das es nicht einmal die Fakultäten für Ökonomie in der Schweiz (St.Gallen) für nötig befunden haben, hier einmal „ex cathedra“ zu den Thesen von Herrn Dr. Meyer Stellung zu beziehen, ist schon ein starkes Stück.
    Sollten wir alle die (notwendigen !) Prinzipien der Gegenüberstellung von These und Antithese ganz aus den Augen verloren haben ?
    Weichen wir langsam aber sicher hinter die Gesprächskultur selbst der Antike zurück, fehlt allenthalben die Courage, traut sich eigentlich keiner mehr, eine eigene Meinung nach außen zu vertreten ?
    Wer übernimmt in Bern politische Verantwortung für die eigene Zentralbank ?

  18. Nachtrag

    Die SNB lehnt meine Analysen seit 25 Jahren rundweg ab. Bank of England und Deutsche Bundesbank plagiieren stattdessen meine wissenschaftlichen Arbeiten.

    Ich habe deshalb auf „Oekonomenstimme“ einen deutschen und einen englischen Text gepostet, wo ich zeige, das Bank of England und Deutsche Bundesbank meine Arbeiten plagiieren.

    Ich wiederhole hier diese Texte:

    Bank of England und Deutsche Bundesbank betreiben Plagiat

    Gerne möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei den Artikeln der Bank of England: „Money creation in a modern Economy“, BoE, Quarterly Bulletin 2014, Q1; sowie: „Die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess“, Deutsche Bundesbank (2017), Monatsbericht April 2017

    in wesentlichen Teilen um Plagiate handelt.

    Es kann nicht sein, dass man Schüler und Studenten mit grosser Priorität darauf hinweist, sauber zu recherchieren und keine Plagiate zu begehen, ansonsten dies den Ausschluss von den Prüfungen oder die Aberkennung eines wissenschaftlichen Grades bedeuten kann, während dem die Zentralbanken „Bank of England“ und „Deutsche Bundesbank“ aber unbescholten plagiieren.

    Im Jahre 1993 schrieb ich unter dem Eindruck der damals in der Schweiz stark wachsenden Arbeitslosigkeit das Buch „arbeitslos – auswegslos? Arbeitslosigkeit – die grosse Verantwortung der Wirtschaftswissenschaft“, Wenkenverlag 1993, ISBN – 3-9520364-0-4.

    Ich schickte damals das Buch u.a. an die Schweizerische Nationalbank (SNB) und auch an die Hochschule St. Gallen.

    Prof. Dr. Hans Schmid, Forschungsinstitut für Arbeit und Arbeitsrecht, Hochschule St. Gallen, schrieb mir darum am 6. April 1994, also vor über 23 Jahren:

    „Sehr geehrter Herr Meyer, Sie haben mir vor einigen Wochen Ihr neues Buch, „Arbeitslosigkeit – die grosse Verantwortung der Wirtschaftswissenschaft“ zugestellt. Ich danke Ihnen herzlich für diese Aufmerksamkeit und gratuliere Ihnen zu diesem interessanten Werk….“

    (Eine Photokopie dieses Briefes kann ich jederzeit hier beibringen).

    Auf Seite 119 schrieb ich unter dem Titel: „Offenmarktpoltik – Drehung der Renditekurve“: „Geld – nichts anderes als Miniobligationen“: „…Geld ist somit nichts anderes als „Miniobligationen“ in Kleinststückelung, mit sehr hoher Sicherheit.“

    In den darauffolgenden Jahren hielt ich diverse Vorträge zum Thema und schrieb zahlreiche Artikel. Am 31. Januar 1996 schrieb ich beispielsweise einen ganzseitigen Artikel in der Wirtschaftszeitung „Finanz und Wirtschaft“: „Die SNB-Investitionspolitik ist zu überdenken“.

    Darin schrieb ich u.a.: Titel: Geld ist eine Obligation der SNB“. „In der heutigen Wirtschaftswissenschaft wird Geld als Kredit der SNB an die Wirtschaft interpretiert. Das ist grundfalsch. …Geld ist somit eine Verbindlichkeit bzw. Fremdkapital oder eine Obligation der Notenbank.“

    „Wer eine Banknote besitzt, der hat ein Guthaben bei der SNB und diese ist Schuldnerin.“

    „Wenn also die SNB Geld emittiert, so investiert sie keineswegs in die Schweizer Wirtschaft, wie man das heute fälschlicherweise meint. Im Gegenteil verschuldet sie sich, indem sie eigene Obligationen in Form von Geld emittiert.“

    Am 8. Juni 1996 schrieb ich einem weiteren ganzseitigen Artikel in der Finanz und Wirtschaft: „Wie ein SNB-Musterportefeuille“ aussehen müsste. Darin hielt ich u.a. fest: „Entgegen der Lehrmeinung ist Geld kein Kredit, sondern umgekehrt eine Obligation der Notenbank. Die SNB ist Schuldnerin.“ Geld ist Fremdkapital der Notenbank…“

    Neben vielen Artikeln hielt ich auch diverse Vorträge zum Thema. Ich sprach an der GV der SNB im April 1996 in Bern, wo ich Geld ebenfalls als Obligation der SNB bezeichnete. Am 22. Oktober 1996 hielt ich einen Vortrag vor dem Verband akademischer Volkswirtschafter in Zürich zum Thema; „Notenbank in der Schuld der Wirtschaft?“

    Ich sagte u.a.: “Geld … ist …eine Verbindlichkeit, Fremdkapital, eine Anleihe, eine Schuld bzw. eine Obligation der Notenbank.“

    „Der entscheidende Irrtum der heutigen Lehrmeinung ist also der, dass Geld als ein Kredit der Notenbank an die Wirtschaft interpretiert wird anstatt als Kredit der Notenbank an die Wirtschaft.“

    Im Anschluss an diesen Vortrag erschien in der grössten Tageszeitung der Schweiz, im TagesAnzeiger, ein Artikel unter dem Titel: „Ein Kopernikus der Geldtheorie?“ Darin wurden meine Thesen und geldpolitischen Konklusionen aufgezeigt.

    Im Jahre 1997 schrieb ich dann eine Dissertation an der Universität Bremen unter dem Titel: „Geld – eine Obligation der Notenbank“. Darin vertiefte ich meine Analyse, wonach Geld kein Aktivdarlehen der Zentralbank an die Wirtschaft darstellt, sondern umgekehrt ein Passivdarlehen der Notenbank.

    In meinem Kurzreferat vor den Professoren Otto Steiger und Gunnar Heinsohn sagte ich:

    „Geld ist nicht eine Investition der Notenbank in die Wirtschaft, sondern eine Verschuldung bei derselben.“ Oder

    „Verbindlichkeit auf lateinisch ausgedrückt hiesst „obligatio“. Geld ist also eine Obligation der Notenbank – Fremdkapital…“

    Meine ganze Dissertation dreht sich um die Definition von Geld als Schuldschein der Zentralbank.

    In den Jahren 2000/2001 hielt ich Vorlesungen an der Universität Bremen zum Thema: Bilanzanalyse und Zentralbankpolitik“ (Institut für Konjunktur und Strukturforschung). Darin zeigte ich die verschiedenen Zinseffekte, welche von den beiden Seiten einer Zentralbank-Bilanz ausgehen, wobei ich bei der Passivseite von einer Verschuldung der Zentralbank ausging (Skriptum bei mir erhältlich).

    Ich schrieb auch weitere Artikel zum Thema. So u.a. in der Weltwoche: „Warum sich Greenspan & Co. irren“.

    Dort schrieb ich:

    „Geld ist eine Verbindlichkeit – lateinisch Obligation – beziehungsweise auf Deutsch Obligation – der Zentralbank.“

    Ich gab auch ein Interview diesbezüglich an Tele Basel am 13. 10. 2011. Darin machte ich klar, dass Geld eine Schuld der SNB sei und beantwortete Anfragen von Zuschauern die zugeschaltet waren.

    Ab 2013 schrieb ich über 50 Beiträge zum Thema auf der Internet-Seite „Inside Paradeplatz“. Immer wiederholte ich, dass die Geldemission falsch interpretiert wird und zog daraus die geldpolitischen Konsequenzen für die Zentralbanken und insbesondere für die SNB.

    Besonders viel Beachtung fand mein Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ am 29. September 2013. Darin zeigte ich, dass Geld nur emittiert werden kann wenn die Verbuchung eines realen Gegenwertes aus der Wirtschaft bei Geldemittenten eingebucht wird.

    Ich schrieb, Geld ohne realen Gegenwert sei genauso nichtig wie ein Geburtsschein ohne Kind.

    Ich zeigte auch, dass es keinen Geldmultiplikator geben könne, weil Geld gar kein Aktivdarlehen an die Geschäftsbanken sei, sondern umgekehrt ein Passivdarlehen der Zentralbank.

    In meinen Nachträgen zu jenem Artikel ging ich speziell auf die Buchungssätze bei einer Geldemission ein und belegte meine Aussagen mit Buchungssätzen.

    Dabei zeigt ich auch, dass bei der Emission von Buchgeld durch die Geschäftsbanken diese keinen Kredit weitergäben, wie das gemäss Multiplikatortheorie der Fall wäre, sondern dass auch die Geschäftsbanken sich bei ihren Kunden verschulden.

    Eine Emission von Buchgeld durch die Banken geschieht somit bei jeder Kreditvergabe neu und hängt keineswegs von einem zuvor gewährten Darlehen der Zentralbank ab. Auch sei es in Irrtum, zu meinen, ein Kunde müsse zuvor einen Kredit an die Bank gegeben haben, den diese weiter ausleiht.

    Ich schrieb u.a. in den Nachträgen V und VI zu jenem Artikel bezüglich der Geldemission von Geschäftsbanken u.a. folgendes:

    „Ein Kredit hat nichts mit einer vorherigen Einzahlung … zu tun…“

    „…es spielt keine Rolle, ob vorher jemand eine Einzahlung bei der Geschäftsbank getätigt hat…“

    „…obige Überlegungen zeigen auch, dass am Anfang der Wertschöpfung keinesfalls eine Zentralbank stehen muss.“

    „Die Notenbank stellt lediglich jenen Teil zur Verfügung, der für Transaktionen in Bargeld notwendig ist.“

    Einige Monate nach jenem Artikel veröffentlichte die Bank of England ihren oben erwähnten Artikel.

    Die Konklusion jenes Artikels der BoE ist, dass Geldschöpfung ganz anders funktioniert, als bisher angenommen. Geld sei ein „I owe you“ (IOU) der Zentralbank und der Geschäftsbanken.

    „I owe you“ bedeutet „Schuldschein“ oder Obligation. Das war genau der Titel meiner Dissertation im Jahre 1997: „Geld – eine Obligation der Notenbank“ und entsprach genau dem, was ich bereits 1993 in meinem Buch Arbeitslosigkeit – die grosse Verantwortung der Wirtschaftswissenschaft geschrieben hatte. „Geld, das sind Miniobligationen…“

    Die BoE übernahm somit meine Argumentation, welche ich bereits über 20 Jahre vor ihr vertreten hatte.

    “Broad money is made up of bank deposits — which are essentially IOUs from commercial banks to households and companies — and currency — mostly IOUs from the central bank

    Die BoE übernimmt auch meine Argumentation, wonach es keine Geldmultiplikator gebe:

    “…nor is central bank money ‘multiplied up’ into more loans and deposits”

    “Whenever a bank makes a loan, it simultaneously creates a matching deposit in the borrower’s bank account, thereby creating new money.”

    “…the money multiplier …. is not an accurate description of how money is created in reality…”

    “This description of money creation contrasts with the notion that banks can only lend out pre-existing money, outlined in the previous section. ..So they are a liability of the bank, not an asset that could be lent out.”

    Das entspricht genau meiner bisherige Argumentation: Geld ist kein Kredit des Geldemittenten der weiter ausgelehnt werden könnte, sondern Geld ist eine Schuld des Geldemittenten.

    Auch die Deutsche Bundesbank hat nun wesentliche Teile meiner Arbeiten der vergangenen 25 Jahr übernommen, ohne entsprechende Zitate (siehe: Die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess“, Deutsche Bundesbank, Monatsbericht 2017.)

    Sie schreibt: „Dabei hängt die Fähigkeit der Banken, Kredite zu vergeben und Geld zu schaffen, nicht davon ab, ob sie bereits über freie Zentralbankguthaben oder Einlagen verfügen.“

    Und weiter schreibt die Bundesbank:

    Das klassische Beispiel für die Buchgeldschöpfung einer Bank ist die Buchkreditgewährung an eine inländische Nichtbank, bei der der Kreditbetrag dem Kreditnehmer nicht bar ausbezahlt, sondern auf seinem Konto als Sichteinlage gutgeschrieben wird. Hierzu wird im Beispiel angenommen, dass die Bank A ihrem Kunden X nach entsprechender Prüfung einen Buchkredit über 1000 € gewährt. Die Gutschrift des Geldbetrages in Form der Bankeinlage erscheint in der Bilanz des Kunden X als Forderung gegenüber der Bank; …Im Ergebnis kommt es in beiden Fällen zu einer Bilanzverlängerung; zugleich wurden durch diese Buchungsvorgänge 1000 € Buch- oder Giralgeld geschaffen. Die Bilanz der Zentralbank hat sich dagegen nicht verändert (siehe nebenstehende Darstellung, unteres Konto)…“ (S.4)

    Das entspricht im Wesentlichen dem, was ich in meinem viel beachteten Artikel „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ im September 2013 in den Nachträgen mit Buchungssätzen belegt hatte.

    Das gilt auch für die nachfolgende Beschreibung der Emission von Notenbankgeld an den Kunden.

    Die obige Argumentation, welche die Bundesbank vertritt, widerspricht ganz klar der herrschenden Geldtheorie mit dem Multiplikator-Effekt, wie er in den heutigen Lehrbüchern gelehrt wird. Danach basiere die Geldschöpfung auf einem ursprünglichen Aktivkredit der Zentralbank an die Geschäftsbanken, welcher dann weiter ausgeliehen werden (Multiplikator).

    Dies hatte ich in meinen Artikeln bereits Jahre vor der Bundesbank beschrieben. Der Artikel der Bundesbank basiert zudem in weiten Teilen dem Artikel der Bank of England, welche ihrerseits von mir Jahre zuvor vertretene Argumentation übernommen hat.

    Die Ausführungen der Deutschen Bundesbank implizieren auch, dass Geld nur entstehen kann, wenn der Geldemittent einen Vermögenswert in seiner Bilanz als Aktivum aufnimmt.

    Auch das entspricht ganz meinen Ausführungen in meinem Betrag auf Inside Paradeplatz 2013: „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“, wo ich zeigte, dass es kein „Geld aus dem Nichts“ geben kann. Geld kann nur entstehen wenn ein entsprechender realer Wert auf der Vermögensseite des Geldemittenten verbucht wird (Vergleich: Kein Geburtsschein ohne Kind).

    Ich fasse zusammen:

    Sowohl die Bank of England als auch die Deutsche Bundesbank kommen zum Schluss, dass eine Geldemission nicht damit beginnt, dass die Zentralbank einen Kredit an das Bankensystem gewähre, welcher dann vom Bankensystem an die Wirtschaft weitergegeben wird, was zu einem Geldmengenmultiplikator führt.

    Geld ist im Gegenteil ein Schuldschein des Geldemittenten („I owe you“; „IOU“), der nicht weiter ausgeleiht werden kann, da selber eine Schuld und kein Aktivkredit.

    Es wird betont, dass das eine wesentliche Neuerung ist in der Geldtheorie.

    Es wird auch gezeigt, dass Geld nur entsteht bei einer entsprechenden Bilanzverlängerung des Geldemittenten, mit einem realen Vermögenswert auf der Aktivseite.

    Ich möchte festhalten, dass beide Artikel sowohl von der Bank of England als auch von der Deutschen Bundesbank damit im Wesentlichen wiederholen, was ich bereits vor über 20 Jahren (erstmals 1993) geschrieben und an Vorträgen und Interviews und Vorlesungen gesagt habe.

    Ich appelliere an die Bank of England und die Deutsche Bundesbank sich an die Fairness und auch an das Gesetz zu halten, nicht zu plagiieren und übernommene Argumentationen entsprechend als Zitate zu kennzeichnen.

    Wir kommen in der Wirtschaftswissenschaft nirgends hin, wenn sogar die Zentralbanken sich nicht an die anerkannten und gesetzlichen Regeln halten. Wer hat noch ein Interesse daran, sich wissenschaftlich zu betätigen, wenn sogar die Zentralbanken einfach abschreiben ohne Quellenangabe?

    Danke

    Marc Meyer

  19. Nachtrag II

    Um zu zeigen, dass die SNB meine Analysen ablehnt, dann aber die Bank of England un Deutsche Bundesbank diese plagiieren, habe ich einen Text in Okonomenstimme platziert in Etusch und Englisch.

    Ich füge diese beiden Texte unten an.

    Bank of England an Deutsche Bundesbank have plagiarized my scientific work

    The Dissertation I have written 20 years ago is my proof

    According to Bulletin (2014) Q1, Bank of England published “Money creation in a modern Economy”
    Similarly, in April 2017, Deutsche Bundesbank released a monthly report on “The role of banks, non-banks and the central bank in the money creation process.”

    Reasoning:
    In 1993, I composed the book ‘Unemployment- Economy’s great responsibility’. I argued that […] money is nothing else than mini-obligations” (p.119).

    Following the publication of my book, I have delivered several presentations and written numerous articles. In ‘Finanz und Wirtschaft’ I urged, “The Swiss national bank’s (SNB) investment politics ought to be reconsidered.”

    “Money is an obligation of the Swiss national bank… Nowadays, economic science ponders on the wrongful belief that the money loaned by the central bank is a credit into the economy. This conviction is fundamentally wrong… money is a liability, respectively an obligation of the bank of issue.”

    In 1996 at the general assembly of the SNB, I defined money as an obligation of the SNB. “Money is a liability, borrowed capital or an obligation of the central bank. “

    In 1997, I wrote my dissertation at the University of Bremen. Title: “Money – an obligation of the national bank.” Colloquium: “Money is not an investment from the national bank into the economy, but rather the debt of it.”

    In 2000/2001 I lectured at the University of Bremen’s where I taught balance sheet analysis and central bank policy.

    Further articles followed. In ‘Weltwoche’: “Why Greenspan & Co. were wrong.“ Once again I claimed: “Money is a liability- deriving from Latin, an obligation, respectively in German an obligation- of the central bank”

    In 2011 a televised interview followed.

    From 2013 onward, I have written more than 50 articles encircling the topic on ‘Inside Paradeplatz’, a Swiss online forum run independently. I repeated again and again that a money expansion is wrongfully being interpreted. Money is not an active credit, but merely a passive credit.

    In my article published on 29th September 2013, „The SNB and the Fairytale of Money Creation“ I disclosed that money can only be emitted with a reversal of a real value.

    Moreover, I showed that there could be no money multiplier. Money is not an asset given to commercial banks to be passed on. In further additions, I touched thoroughly upon the money issuing accounting records.

    I presented that in the issue of book money by the commercial banks, it is not a passed on credit, as would be the case according to the multiplier theory. However, issuance of book money by the banks is thus new for every loan assignment and is by no means dependent on a previously granted loan from the central bank.

    I wrote, among other things. In Articles V and VI:
    „A loan has nothing to do with a previous deposit … …“
    „… It does not matter whether someone has made a deposit with the bank beforehand …“
    „… The above considerations also indicate that the central bank needn’t be the initiator of value creation.”

    A few months after the article, the Bank of England published its article. BoE wrote:

    Money creation works quite differently than hitherto assumed. Money is an „I owe you“ (IOU) of the central bank and the commercial banks.

    „I owe you“ is to be understood as a „promissory note“ or obligation and was exactly the title of my dissertation in 1997. „Money – an Obligation of the Central Bank“.

    “Broad money is made up of bank deposits — which are essentially IOUs from commercial banks to households and companies — and currency — mostly IOUs from the central bank

    “…nor is central bank money ‘multiplied up’ into more loans and deposits”

    “Whenever a bank makes a loan, it simultaneously creates a matching deposit in the borrower’s bank account, thereby creating new money.”

    This closely resembles my previous argument.

    Deutsche Bundesbank has also taken over major parts of my work I had been putting in effort for the past 25 years.

    „The ability of banks to lend and make money does not depend on whether they already have free central bank deposits or deposits.“

    „The classic example of a bank’s book-entry is the provision of a credit to a domestic non-bank, for this purpose, it is assumed that Bank A will give its client X …“ (p.4).

    It principally reiterates what I wrote in September 2013 on Inside Paradeplatz. The statements of the Deutsche Bundesbank also imply that money can only be created when the money issuer records an asset in its balance sheet as an ‘active’ asset. This also relates to my previous statements.

    I appeal to the Bank of England and the Deutsche Bundesbank to abide to fairmindedness and the law, as well as to acknowledge previously designated arguments of mine as quotations.

    I can prove all my quotes and more.

  20. Hallo herr meyer. Weshalb schreiben sie kein einfach verständliches buch über das thema. Und halten sie doch öffentliche vorträge. Homepage..facebook seite um zu folgen? Waeren sicher viele interessiert. Aber mit diesen bloggs erreichen sie zuwenige und die falschen. Ehrlich gesagt verstehe ich ihre theorie immer noch nicht. Aber es onteressiert mich sehr.
    Schauen sie welchen erfolg daniele ganser erfolg mit seinen kritischen themen erreicht!
    Schalten sie einmal einen vortrag auf youtube, indem sie sich vollends aeussern können. Waere cool!

    • @Hale

      Vielen Dank für Ihren Ratschlag.

      Es ist so, dass ich mich seit längerem mit diesem Gedanken beschäftige. Meine Schülerinnen und Schüler drängen mich auch., meine Lektionen auf you tube zu geben.

      Heute Morgen habe ich diesbezüglich bereits mit meinem Patenkind vereinbart, dass es mir diesbezüglich helfen will, als erstes ein Video zu drehen bezüglich dem „IOU“ der Bank of England. Diese übernimmt ja meine Dissertation „Geld – eine Obligation der Notenbank“ teilweise wortwörtlich.

      Hoffe dass das gelingt.

      Da die Medien mich vollkommen totschweigen, bin ich froh, auf Inside Paradeplatz schreiben zu können. Allerdings besteht dann die Gefahr, dass meine Argumente ungeschützt hinausgehen und dann in wissenschaftlichen Publikationen ohne Quellenangabe übernommen werden.

      Das ist ja jetzt geschehen mit der Bank of England und mit der Deutschen Bundesbank.

      Und noch zum Fachlichen: Stellen Sie sich einfach mal eine Nestlé-Obligation vor. Und dann betrachten Sie eine Banknote als eine Obligation der Notenbank – und alles ist klar.

      Freundliche Grüsse und vielen Dank

      Marc Meyer

    • Unter der Rubrik: Meine Phantasie über das Geldsystem, weil sonst der Eindruck erweckt würde, es sei die Wahrheit?

      Wer die zwei geltenden Geldsysteme richtig einordnen kann, versteht zwar die Entstehung, jedoch nicht die Auswirkung! Hier kommt das Verstehen des Geldkreislaufs dazu! Wir sind keine Zahler sondern einzig und alleine Gelddrehscheibe!

  21. In eigener Sache:

    Auch wenn mir der Standpunkt der Schweizer Nationalbank argumentativ geläufig ist, bin ich weder dort beschäftigt noch Aktionär der Aktiengesellschaft.
    Mir lag mit meinen Einwänden daran, als Halter von Devisen in Euro und USD etwas über die tatsächliche Frankenstärke aus Insiderkreisen zu erfahren, und dafür verwendete ich die auf der SNB-website oft dargestellte offizielle Grundargumentation.
    Gerade die Gegenrede z.B. von @Walter Roth war hier sehr instruktiv (“ Immokrise von 1990 ein Klacks dagegen“), und auch @Dr. Marc Meyer hält seine überzeugende Gegenposition parat. Von @ Susanne Schildknecht habe ich erfahren, was die website der EZB nur nach langem Suchen offenbart: dort sind Fremddevisenpositionen vernachlässigenswert, ganz im Gegensatz zu den 700 Mrd. unserer SNB.
    Fazit:
    Die SNB wirft also die Reputation des Schweizer Frankens und das Schicksal der Schweiz in den Ring, um den angeschlagenen Euroboxer im Kampf zu halten.
    Ziemlich schäbiges Verhalten, insbesondere gegenüber den Schweizer Sparern, Versicherten und Häuslebauer.
    Die nichts dafür können, wenn die SNB hochgeht.
    Honorig jedoch gegenüber dem Handelspartner EU und dem schweizer Exportsektor.
    Für meine USD und Euro jedoch keine Lösung, denn wenn am Tag X die SNB gezwungen sein sollte, klein beizugeben, weiß man immer noch nicht, wohin sich der naturgemäß starke Franken dann bewegen wird.
    Nach all den Beiträgen könnte ich mir mittlerweile sogar vorstellen, daß der Franken durch die Eskapaden der SNB Schaden nimmt und abgewertet wird.
    Was dann die Fremdpositionen in Euro und US-$ in der SNB-Bilanz ansteigen ließe und die SNB rein bilanztechnisch sauber dastehen lassen würde.
    Der Blick in die Glaskugel bleibt mir also verwehrt, aber ich werde hier fleissig weiter mitlesen. Für Spannung ist ja allenthalben gesorgt.

    • @Ruedi Stadler

      Danke

      Zwei Denkanstösse und eine Bemerkung:

      Erstens:
      Der Franken wertet seit über 40 Jahren auf. Pro Jahr im Schnitt 2 Prozent gegen Dollar. Beim Euro auch ca. 2 % p.a. seit dessen Einführung.

      Genauso, wie Sie froh sind, wenn der Wert ihres Hauses steigt, genauso sollten wird froh sein, wenn der Wert des Frankens steigt.

      Die Schweiz ist bisher gut gefahren mit dem starken Franken, welcher die starke Schweizer Wirtschaft repräsentiert. Es gibt keinen Grund für die SNB, die Schweizer Wirtschaft mit Kapitalexporten zu schwächen, so dass der Franken sich abschwächen sollte.

      Ganz abgesehen von den immensen Risiken dieser kontraproduktiven Geldpolitik.

      Die Schweizer Wirtschaft ist immer noch stark und es gibt keine Anzeichen eines Trendumkehrs bezüglich Franken. Die SNB sitzt in der Falle.

      Zweitens:
      Es ist absurd von der SNB, die Schweizer Wirtschaft zu schwächen, in der Hoffnung dass die SNB dann Aufwertungsgewinne auf ihren Devisen verbuchen kann.

      Die Notenbankgeldmenge ist viel geringer als das restliche Vermögen der Schweiz. Aus diesem Grund schadet selbst in diesem Fall die SNB der eigenen Wirtschaft. Sie schwächt unsere Volkswirtschaft in hohem Masse und verdient dagegen wenige Prozente dieses Verlusts mit ihren Buchgewinnen.

      Zudem: Notenbankgeld ist nicht gleich Aussenwert des Frankens. Die SNB kann Konkurs gehen und der Franken schwächt sich dadurch nicht ab – erst, wenn die SNB ihre Devisen verkauft hat.

      Bemerkung:
      Es ist sehr beunruhigend, dass Sie als SNB-Insider hier schreiben, dass die SNB Mitarbeiter „entsorgt“, welche die Hochrisiko-Politik von SNB-Chefs Thomas Jordan hinterfragen.

      Es wird klar, weshalb die SNB nicht lernfähig ist und daran ist, die Schweizer Wirtschaft an die Wand zu fahren.

      SNB-Chef Jordan sollte zurücktreten. Je früher, desto besser für die SNB und für die Schweiz.

      Am Bürkliplatz herrschen offenbar unmenschliche Zustände.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Stadler……….

      Der Kommentar von ihnen überzeugt mich viel eher.
      Ich schreibe nicht gerne um den heissen Brei.

      Sie verwenden das Wort „Instruktiv“ für meine Aussagen, wollten Sie mich wirklich loben….(((-:

      Was passiert wenn die SNB sich überdehnt und Konkurs geht, beziehungsweise …..was wenn der Dollar / Euro Crasht. was wenn sie Devisen abverkaufen MUSS……

      Nun ja, Geld ist, …..da Heute nicht mehr aus Gold oder Silber, immer an Vertrauen gebunden.

      Wie es mit dem Vertrauen in den Franken aussehen wird wenn eines der Szenarien eintrifft, das wissen Sie sicher auch. Vertrauen ist ein sehr flüchtiges Etwas, ein sehr scheues Reh………
      Also, ……ist Geld aus Gold, ist das alles den Leuten egal.
      Denn sie verlieren nichts weil die Bank oder das Land Pleite gehen.
      Da aber Noten eben nur Papier oder eben „SNB-Obligationen“ sind, beziehungsweise ein Teil davon, nämlich derjenige der als Bargeld im Umlauf ist, ……..ist Vertrauen entscheidend.

      Für mich ist klar, verlieren die Menschen auf der Welt wegen unserer SNB das Vertrauen in den Franken, stürzen wir mit in die Krise oder sogar in den völligen Zusammenbruch, also den Crash.

      Ich für mich bin sehr gut damit gefahren das jeweils negativere Szenarien anzunehmen, traff

    • Herr Rudi Stadler

      Die Zentralbanken sind miteinander verknüpft. Es hängt alles am Tropf des Dollars!

      Alles andere ist einfältige Angstmacherei, entschuldigen Sie bitte?

      Ein möglicher Verlust der Fremdwährungspositionen ist Gleichwertig mit der Abschreibung von Forderungen gegenüber dem Staat (USA)! Ein Staat kann wie alle Schuldner, nur mit Gewinnen (höhere Steuererträge oder Einkünfte), ihre Schulden abbauen. Weil Gewinne und Ersparnisse meistens nur mit neuen Schulden (Ausnahme Besitzumlage) erzielt werden können, können sie das Perpetum Mobile des Geldsystems verstehen?

      Das von den Zentralbanken geschöpfte Buchgeld zirkuliert für die Hin- und Her-Schieberei des GB Buchgeldes (existiert nicht) nur im eigenen Hause?

      Jetzt müssen Sie mir erklären, warum die Sachwertbesitzer Angst haben müssen? Das Geld wurde als Tauschersatz für die Arbeit und Leistung geschaffen, nicht für die krisenstiftende Aufbewahrung! Diese Krisenanfälligkeit hat schon Marx erwähnt, weil die zu hohen Gewinne aus Arbeit/Leistung, dem System Schaden zufügen muss!

      Es ist alles nur ein Spiel! Wer das Geld für den Lebensunterhalt und Dach über dem Kopf verwendet, kann die Spiele des Geldspielmarkts getrost zuschauen!

      80% der Bevölkerung?

    • Herr Stadler…………….

      Den Kommentar finde ich sehr viel besser.

      Sie verwendeten das Wort „Instruktiv“ für meine Zeilen, wollten sie mich wirklich loben……(((-:

      Nun jedenfalls schreibe ich nicht gerne um den Brei, ich schiesse lieber mitten ins Getümmel.

      Sie Fragen sich was mit dem Franken passiert wenn das eine oder andere Szenario eintrifft.

      Nun ja, es hängt alles mit jenem so scheuen Rehlein zusammen, dem so überaus flüchtigen, ich meine das Vertrauen.
      Wenn ich mich also Frage was passiert wenn unsere SNB stürzt und oder der Dollar / Euro Crasht, ja dann frage ich mich ob diejenigen die Franken haben, ihm noch Vertrauen werden und ob ihn noch jemand haben möchte.
      Denn das macht ihn ja so gesund und Stark, alle wollen ihn, alle vertrauen ihm.

      Es ging noch nie ein Land an einer starken Währung unter, aber sehr viele an ihrer schwachen……….

      Ist Geld aus Gold oder Silber, interesseiwert es die Menschen nicht ob die SNB hops geht, denn sie halten den Wert in Händen.
      Da der Franken als Note jedoch nur ein Papierchen ist, oder eben eine SNB Obligation, können sie sich denken was passieren wird.

      Vertrauen ist etwas extrem flüchtiges, ist es einmal weg, nur schwer wieder zu bekommen.

      Und wir Schweizer geniessen quasi ein Ur-Vertrauen in den Franken.

      Also was passiert wenn die SNB dieses Ur-Vertrauen verspielt ?
      Fragen sie sich wie die Menschen sind, dann wissen sie die Antwort.

      Ich denke, wir werden bei einem Crash in Europa mit in den Abgrund gezogen, denn die Menschen reagieren in Vertrauensfragen nicht immer logisch, sondern höchst emotional.

  22. Nachtrag I: Tyrannei SNB – Die SNB „entsorgt“ Mitarbeiter, welche die SNB-Risiken hinterfragen

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Der Kommentator „Ruedi Stadler“ ist offensichtlich ein Insider der SNB. Er schreibt u.a.

    Zitat:

    „Auch innerhalb der Schweizer Nationalbank kann man sicherlich auch die eine oder andere abwegige Erörterung anstossen, aber wenn diese ausdiskutiert ist, ist sie abgehakt und erledigt.
    Sich weiter damit profilieren zu wollen, stösst allenthalben auf Ablehnung und führt dann, wenn es gar nicht mehr anders geht, zum Ausschluß.
    Bei der SNB ist dieses Thema und die damit verbundene Person wohl längstens entsorgt.“

    Zitat Ende

    Wenn ich Ruedi Stadler also richtig verstehe, funktioniert Meinungsbildung bei der SNB so:

    Falls jemand es wagen sollte, Herrn Jordan zu widersprechen, so wird das als „Profilierung“ angesehen und „stösst allenthalben auf Ablehnung“.

    Und „wenn es gar nicht mehr anders geht“ führt das zum „Ausschluss“.

    „Bei der SNB ist dieses Thema und die damit verbundene Person wohl längstens entsorgt.“

    Im Klartext bedeutet das also, dass das Thema Bilanzrisiken bei der SNB tabu ist und entsorgt worden ist.

    Es hat wohl eine Person gegeben bei der SNB, welche nachdrücklich drauf aufmerksam machte und gleich mit dem Thema „entsorgt“ wurde.

    „Entsorgt“

    Dieses Eingeständnis eines SNB-Insiders belegt die anmassende Arroganz innerhalb dieser Institution. Wir sind in einer Demokratie – aber die SNB ist eine Tyrannei.

    Es wundert mich nicht mehr, dass die SNB jahrzehntelang an einer Irrlehre festhält, ohne die geringste Einsicht.

    Die Tyrannei innerhalb der SNB strahlt auf das ganze Volk aus, welches schon längst erkannt hat, in welche hoffnungslose Lage die SNB die Schweiz mit ihren masslosen Devisenkäufen hineinmanövriert.

    Bei der SNB muss nun schleunigst etwas geschehen. Der Schaden wird von Tag zu Tag grösser.

    Zudem herrschen offenbar unmenschliche Zustände am Bürkliplatz.

    Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Meyer

      Bitte regen Sie sich nicht auf. Ich weiss das ist schwer, aber genauf darauf zielen die Trolle ab.
      Wenn man Sie nicht mit sachlichen Argumenten fertigmachen kann versucht man es halt auf der emotionalen Ebene.
      Das Ziel wird sein, Sie menschlich zu diskreditieren; in fachlicher Hinsicht gelingt es der SNB ja nicht.
      Wir brauchen Sie dringendst, damit der Spuk bei der SNB bald ein Ende hat.
      Wenn in der SNB Mitarbeiter „entsorgt“ werden, so spricht dies Bände!
      Ich hatte in meiner beruflichen Laufbahn auch mit Bundesämtern zu tun, mein Staatsverständnis hat sich seither gewaltig geändert … der Fall Günther Tschanun ist für mich zu 100% nachvollziehbar.
      Traurig aber war. so läuft es heute in der Schweiz.
      Kopf hoch Herr Dr. Meyer, ich bin überzeugt Sir werden (leider) recht behalten.

    • @SirGalahad

      Vielen Dank.

      Hoffen wir das Beste.

      Schönen Tag wünscht Ihnen

      Marc Meyer

    • SirGalahad

      Nein die Trolls brauchen keine Phantasten, weil sie die Realität und Gesetze respektieren!

      Auch kann ich die diffamierenden Einschätzungen genüsslich über mich ergehen lassen, weil ich ja weiss, dass sie von Phantasten stammen!

      Das Zentralbankgeld verlässt das Haus nicht! Das Mitwirken am Geldspielmarkt dürfte für das gesamte Bankensystem nicht erlaubt sein! Dafür können geeignete Massnahmen sorgen (1974 40% Negativzins = jede Devisenfinanztransaktion entsprechend belasten)!

  23. @Ruedi Stadler

    Danke, dass Sie nach der Donnerstag-Sitzung noch Zeit für Inside Paradeplatz gefunden haben.

    Leider fehlen Ihrerseits konkrete Antworten auf meine Fragen und ich möchte nicht auf ihre neuen Kommentare eingehen. Sie sind ja gemäss Ihren Kommentaren der Meinung, dass alles gleich bleibt und die Marktpreise sowieso von den Zentralbanken gemacht werden.

    Vielleicht finden Sie ja doch noch Zeit meine einfache Frage von gestern zu beantworten:

    „…, wieso die SNB CHF 696 Mia in Fremdwährungen (auf der Aktivseite der Bilanz am 31-12-2016) hält, die EZB aber nur EUR 30 Mia und das FED nur USD 19 Mia?“

    Bei ihrer Antwort können Sie mir dann auch gleich erklären, wie die SNB Ihre Fremdwährungen wieder auf eine vertretbare oder normale Grösse reduzieren kann, ohne das ein Schaden für die Schweiz entsteht?

    Eine Wiederholung schadet nie: Risiko ist immer auch eine Frage der Zahl. Empfehlenswert wäre auch noch den Unterschied zwischen realisiertem Gewinn und unrealisiertem Gewinn zu kennen!

    • Frau Susanne Schildknecht

      Zuerst haben die GB die Devisen mit der Gewissheit von ihren Kunden, übernommen, dass die ZB intervenieren wird. Ein sicheres Erfolgsmodell! Das Bankensystem hilft sich selbst!
      Die Investition in fremder Währung hat einerseits die Eigenmittel der GB geschont und andererseits die Kursrisiken abgenommen!

      Die Risiken bleiben im Hause SNB und sind gesetzlich (Abschreibungen etc.) nicht relevant!

      Warum man die Währung mit Volumina und nicht mit Massnahmen (prozentuale Abgabe der Finanzoperation) schützt ist mir ein Rätsel?

      Auf diesen Interventionen wird nun solange Negativzins belastet bis die Möglichkeit besteht, die Fremdwährungen gegen CHF verkaufen zu können! Die SNB bestimmt die Höhe der Bankbuchgeldgiroguthaben! Sollte eine sog. negative Geldmenge (Unterbilanz) eintreten, so ist das weiter nicht schlimm, weil die Manöveriermasse verlässt das SNB-Haus nicht!

      Entschuldigen Sie bitte die Einmischung?

    • Die SNB lässt sich hier durch Trolls wie Georg Bender vertreten.

      Welche Blamage für die SNB.

      Marc Meyer

    • @Susanne Schildknecht

      Danke für Ihre Beiträge

      Ja da kommt noch etwas auf uns zu, wenn die SNB ihre Devisen verkaufen muss. Da sind gewaltige Verluste programmiert.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Verwirrter Professor, wer sind Ihre Auftraggeber?

      Ich bin selbst bestimmend, Sie nicht?

      Die Rendite war mal ihr Credo, schon vergessen? Die Edelmetallposition war Ihnen ein Dorn im Hirn!

      Ein geistig gesunder Mensch kann nicht so schnell vergessen!

  24. @ Susanne Schildknecht
    @ Dr. Marc Meyer

    Nachdem hier von mir das Argument vorgebracht wurde, daß die SNB für Ihre Bewertung Ihres portfolios tatsächliche Marktpreise anwendet, und nicht die von Herrn Dr. Meyer ersonnenen spekulativen Bewertungen aufgrund seiner unbeweisbaren Zukunftsprognosen (z.B. hinsichtlich der Zins- und Devisenentwicklung ) , sind Sie der Ansicht, daß es sich hier um ein „Störfeuer“ der SNB handelt.
    Das ist nicht der Fall.
    Meine Überlegungen entsprechen vielmehr der Perspektive des Gesetzgebers.
    Juristisch unterlegt: die SNB macht Gewinne mit US-Aktien und Anleihen, und verwendet diese Erlöse zur Schwächung des Frankens.
    Das ist im Rahmen Ihres Mandats absolut korrekt.
    Sie bewerten dies als unzulässige Marktmanipulation.
    Rein rechtlich hätten Sie vor einem schweizer Bundesgericht damit keine Chance.
    Es liegt im Ermessensspielraum der SNB, mit welchen Mitteln sie auf welche Weise auch immer die Geschicke der schweizer Volkswirtschaft steuert. Vollbeschäftigung und eine stabile Währung sowie die Unterstützung der Exportwirtschaft sind dabei wichtige Resultate, und das, was in den letzten Jahren dazu geleistet wurde, kann sich international sehen lassen.
    Quartalsmässige Milliarden-Gewinne und -Verluste sind dabei zweitrangig.
    Betrachtet man die worst-case Hypothesen von Herrn Dr. Meyer genauer, so kristallisiert sich ein bedeutender Punkt heraus: seine Sorge besteht darin, nachzuweisen, daß eine abrupte Frankenaufwertung die Eigenkapitalsituation der SNB so verschlechtert, daß Sie handlungsunfähig wird.
    Theoretisch ist schon möglich, daß die SNB Verluste erleidet, z.B. bei einem Euro-Devisenbestand von 450 Mrd. entsprächen 10% Frankenaufwertung dem Eigenkapitalbestand.
    Jedoch hatten wir einen Fall von Aufzehrung des EKs schon einmal 1990 während der Immobilienkrise, und es ist nichts passiert.
    Woran das liegt, hat hier ein Mitdiskutant bereits dezidiert dargelegt:
    § 99 betrachtet die SNB als staatliche Institution.
    Konkursmodalitäten wie bei Privatgesellschaften („Swissair“) oder nicht systemrelevanten Banken gelten bei der SNB nicht, überzogenes Eigenkapital führt eben nicht zum Konkursrichter sondern zum Finanzdepartement nach Bern.
    Nehmen Sie die UBS vor einigen Jahren, da war Bern mit 60 Mrd. zur Stelle, und die Bank hat bis heute den Betrag zum großen Teil retourniert.
    Und die UBS firmierte mitnichten unter § 99.
    Gewiß, die Steuerung der Bewertungen ganzer Assetklassen durch die Zentralbanken gefällt nicht jedem, sie ist aber die heutige Realität.
    Sie birgt Gefahren in sich, jedoch hat man nach dem Super-GAU Lehman 2008 den Super-GAU der Wirtschaft verhindern können.
    Aufgrund spitzfindiger Spekulationen und Winkelzügen der SNB eine unbotmässige Geschäftsbesorgung nachweisen zu wollen, ist wohl eher in dem beruflichen Schicksal der entsprechenden Kritiker ursächlich begründet.
    Auch innerhalb der Schweizer Nationalbank kann man sicherlich auch die eine oder andere abwegige Erörterung anstossen, aber wenn diese ausdiskutiert ist, ist sie abgehakt und erledigt.
    Sich weiter damit profilieren zu wollen, stösst allenthalben auf Ablehnung und führt dann, wenn es gar nicht mehr anders geht, zum Ausschluß.
    Bei der SNB ist dieses Thema und die damit verbundene Person wohl längstens entsorgt.
    Das liegt aber auch daran, daß weder die Zinsentwicklung, noch die Devisenbewertungen, noch die Eigenkapitalsituation der SNB einen tatsächlichen Anlaß dazu geben, hier weiterzudiskutieren.

    • Ruedi Stadler……………..

      Gesammelter „Bullshit“ was sie da schreiben.

      1990, dass war ein Klacks gegen das worauf wir Heute zusteuern.

      760 Milliarden heute, ende Jahr 800 Milliarden, IN 2 JAHREN EINE Billion.

      Dabei reden wir nicht nur über die harmlose Variante von 10% Kursverlusten, sondern davon was passiert wenn der Euro Crasht.

      Was Draghi da für ein Geldexperiment betreibt kann kein gutes Ende nehmen.

      Und das erklärten uns Spezialisten wie Prof. Wilhelm Hankel und viele andere seit Jahren, nicht nur Marc Mayer.

      Unsere SNB aber bindet uns mit diesen Irrsinnigen Devisenkäufen an genau jenes Experiment des Herrn Dragi.

      Was da auf uns zukommt kann kein Richter ordnen, und auch unser Finanzdepartement wird da nichts, rein gar nichts mehr tun können.

      Denn wir laufen Gefahr nicht nur 10%, …..sondern 50 – 70 oder mehr zu verlieren.

      Würde der Staat da versuchen die SNB zu stützen, was müssten man da tun, was wäre ihnen da angenehm ?

      Eine Zwangshypothek für alle Hausbesitzer, ein Goldverbot……… ein Haircut ……eine Währungsreform, die jedoch ist der Konkurs des Staates, die hat einen ungeheuren Preis.

      Unsere SNB führt uns genau dorthin.

      Wäre ich im Direktorium der SNB, ich würde mich vor dem Volk fürchten.

    • @Ruedi Stadler

      Sehr geehrter Herr Stadler

      Danke für Ihren Beitrag.

      Erstens:
      Schon im ersten Satz verdrehen Sie meine Aussagen: Herr Jordan selber hat gesagt, dass der Euro tiefer notieren würde, ohne SNB-Stützungskäufe. Das ist also eine Spekulation von Herrn Jordan. Herr Jordan behauptet ja immer, die SNB müsse den Euro stützen. Ausgehend davon, dass die über 600 Milliarden Devisen-Käufe den Franken geschwächt haben, folgt, dass die Devisen im Portefeuille durch die SNB zu hoch bewertet sind.

      Umgekehrt müsste man fragen, was die über 600 Milliarden Stützungskäufe der SNB nützen, wenn diese gar nicht stützen.

      Zudem geht es bei dieser Überlegung nicht um die prognostizierten Devisenkurse, sondern um die gegenwärtigen. Die gegenwärtigen Devisenanlagen im Portefeuille der SNB sind zu hoch bewertet.

      Zu den Zinsen: Wenn die SNB über die Hälfte der Schulden von Deutschland finanziert, ist davon auszugehen, dass ein Verkauf der Deutschen Staatsanleihen im Portefeuille der SNB zu fallenden Obligationenkursen führen. Das ist „common-sens“.

      Zweitens:
      Jeder Vorstoss gegen die SNB hat vor Bundesgericht kaum eine Chance. Zu eng verflochten ist da der Filz. Seien wir ehrlich.

      Zudem geht es hier auch nicht um die Buchstabengerechtigkeit. Es geht um gesunden Menschenverstand. Es gab noch nie eine Situation, in der die SNB die Devisenkurse manipulierte. Deshalb gibt es diesbezüglich auch keinen Gesetzesartikel. Dieser Gesetzesartikel wird aber kommen, wenn die SNB Konkurs ist, um so etwas in Zukunft zu vermeiden.

      Wenn die SNB nicht manipuliert, so muss sie zu Marktpreisen bewerten. Die SNB manipuliert aber. Deshalb muss sie unverfälschte Bewertungen vornehmen und diese anpassen.

      Wieviel wird der Euro durch die SNB gestützt? Herr Jordan hat es nicht gesagt. Er hat nur gesagt, der Euro würde tiefer notieren als ohne Stützungskäufe. Die SNB argumentiert mal so – mal so. Gerade wie es für sie besser erscheint. Dabei vergisst sie ihre grosse Verantwortung. Nähme sie diese wahr, so würde sie ihr Portefeuille tiefer bewerten.

      Drittens:
      Nein. Die SNB schwächt den Franken nicht mit Gewinnen im US-Aktienmarkt. Sie würde den Franken auch stützen, wenn die Aktienkurse fallen. Ihre Argumentation ist nicht logisch.

      Zudem, wenn wir es schon vom Gesetz haben: Es benötigt schon eine ganz verdrehte Argumentation, um zu meinen, mit Käufen von US-Aktien, z.B. Lockheed, den Schweizer Export anzukurbeln. Die SNB verstösst mit ihren US-Aktienkäufen gegen unsere Bundesverfassung.

      Viertens:
      Es geht hier nicht um quartalsmässige Gewinne und Verluste. Es besteht die Gefahr, dass der Euro massiv nach unten ausbricht und das Eigenkapital der SNB auf Dauer beschädigt ist.

      Fünftens:
      Sie übersehen, dass die SNB Jahrzehnte hohe stille Reserven auf ihrem Goldbestand hatte.

      Sechstens:
      Es geht nicht um eine abrupte Abwertung. Es reicht, wenn der Euro wie bisher fällt. (mögliche Verluste auf den Obligationen sind dabei noch nicht berücksichtigt).

      Siebtens:
      Richtig. Herr Jordan hat festgelegt, dass im Falle von negativem Eigenkapital die SNB nicht zum Konkursrichter geht. Er hat aber übersehen, dass die Banken ihre Guthaben bei der SNB in diesem Fall tiefer zu bewerten haben und deshalb anstelle der SNB zum Konkursrichter werden gehen müssen.

      Richtig. Die SNB geht dann zum Finanzdepartement, wie Sie schreiben. Und was will sie dort? Gelder. Gelder der Steuerzahler. Hat Herr Jordan das zugegeben? Herr Jordan meint immer noch, die SNB könne dann einfach Banknoten drucken. Sie widersprechen also der Meinung von Herrn Jordan.

      Achtens:
      Zu schreiben, meine Kritik sei in meinem beruflichen Schicksal begründet. Das ist eine absolute Frechheit und zeugt von Ihrer Arroganz und der Arroganz der SNB.

      Ich will Ihnen etwas sagen: Ich war es, der vor über 20 Jahren Geld erstmals als Obligation, Schulschein, Fremdkapital der Zentralbank definierte. Das kostete mich meine Stelle als Strategist bei der UBS. Und jetzt brüstet sich die Bank of England damit, als erste herausgefunden zu haben, dass Geld ein IOU sei – also ein Schuldschein. Da ist Plagiat und ich muss mich jetzt auch noch dagegen wehren.

      Ich hatte der SNB damals eine Dissertation geschickt. Sie wollte nicht davon wissen und schrieb mir einen abschätzigen Zweizeiler. Und nun, da die Bank of England dasselbe schreibt, wird ehrfurchtsvoll genickt.

      Ich kämpfe für eine korrekte Volkswirtschaftslehre und nun kommen Sie und die SNB daher und unterstellen mir abwertende persönliche Motive. Es ist eine vollkommene Frechheit, was Sie und die SNB sich hier einmal mehr erlauben.

      Neuntens:

      Sie schreiben:
      Zitat:

      „Auch innerhalb der Schweizer Nationalbank kann man sicherlich auch die eine oder andere abwegige Erörterung anstossen, aber wenn diese ausdiskutiert ist, ist sie abgehakt und erledigt.
      Sich weiter damit profilieren zu wollen, stösst allenthalben auf Ablehnung und führt dann, wenn es gar nicht mehr anders geht, zum Ausschluß.
      Bei der SNB ist dieses Thema und die damit verbundene Person wohl längstens entsorgt.

      Zitat Ende

      Diese Zeilen sind höchst beunruhigend.

      Wenn es also jemand bei der SNB wagt, zu widersprechen, so wird er entlassen. Ich traue meinen Augen und Ohren nicht!

      Sie schreiben also, dass jemand in der SNB, der es gewagt hatte, Herrn Jordan zu wiedersprechen, entlassen worden ist? So verstehe ich das.

      Eine Entlassung nennen Sie dann noch süffisant eine „Entsorgung“

      Was sind das für Menschen bei der SNB?

      Ich fordere den sofortigen Rücktritt von Herrn Jordan!

      Herr Jordan kann nicht einmal links und rechts der SNB-Bilanz unterscheiden und wagt es, einen Mitarbeiter zu entlassen, der ihn hinterfragt.

      Die ganze SNB sollte sich schämen, dass sie nicht aufsteht gegen einen solchen Tyrannen als Chef.

      Was sind das für Zustände bei der SNB?

      Wo ist der Bundesrat? Wo ist das Parlament? Wo ist der SNB-Bankrat?

      Zehntens:
      Sie schreiben, dass weder die Zinsentwicklung, die Devisenbewertung, noch die Eigenkapitalsituation der SNB einen Anlass dazu geben, um hier weiter zu diskutieren.

      Also lassen Sie es bleiben.

      Sie haben uns einen interessanten Einblick in das Innenlaben unserer SNB gegeben. Nun erstaunt wirklich nicht mehr, dass sich bei der SNB Irrlehre über Jahrzehnte halten können. Egal wen die Schweizer Wirtschaft dabei draufgeht.

      Bei der SNB haben offenbar alle Angst vor dem Chef.

      Herr Jordan treten Sie zurück!

      Marc Meyer

    • Walther Roth

      Wer schreibt Bullshit?

      Das Zentralbankbuchgeld zirkuliert nur in der Buchhaltung der SNB!
      Die Wirtschaft wird mit diesem Buchgeld nicht bedient!

      Die Gegenbuchung der Interventionen wird über die Bankbuchgeldkonten verbucht!

      Ein Verlust na und?

      Würden die Menschen das Geldsystem, der Zahler-Mythos wären längst überwunden und die Finanzspielindustrie würde als solche verstanden!

      Krisen können nur auf Grund von Unwissen ausgelöst werden (wie 2007)! Wenn die ZB die Manöveriermasse nicht ausreichend ausstattet, oder die Bereitschaft des Ausgleichs ausfällt, kann das Bankensystem „Grippe“ bekommen!

      Alles andere Gerede von Volk als Verlustträger und dergl. mehr, gehört ins Reich der Schizophrenie!

    • @Walter Roth

      Danke für Ihre Beiträge hier.

      Lassen Sie sich nicht entmutigen durch Georg Bender.

      Er nennt jene schizophren, welche auf die Risiken der SNB-Bilanz hinweisen.

      So weit haben wir es mit unserer SNB schon gebracht.

      Schizophren sei, wer SNB-Risiken sieht.

      Unglaublich, was man sich alles anhören muss, wenn man es wagt, die SNB zu hinterfragen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  25. Herr Dr. Marc Meyer qualifiziert herablassend einige Erdenbürger als Trolls!

    Der Falschfahrer MM und seine Anhänger sind verwirrt, weil die meisten normal denkenden Menschen entgegenkommen?

    • @Georg Bender

      Die SNB ist froh um jeden, der hier von ihren gewaltigen Risiken ablenkt.

      Insbesondere die Herren Studer und Jordan.

      MfG

    • @Georg Bender

      Wenn Sie zur Quelle wollen, müssen sie gegen den Strom schwimmen.

      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Herr Dr. Marc Meier und „Jünger“ Rico Meier

      Sie schreiben wie der Geisterfahrer meint alle anderen fahren falsch!

      Ich bin gegen jegliche Intervention mit Volumina, weil eine geeignete Massnahme völlig ausreichen würde!
      Ich betrachte die Möglichkeit des Bankensystems, sich mit eigener Geldschöpfung am Geldspielwarenmarkt zu beteiligen, als Wettbewerbsverzerrung, welche die Politik und Judikative, längst hätte verbieten müssen!

      Eines bleibt ein Geldnaturgesetz: Das Zentralbankbuchgeld zirkuliert nur in der Buchhaltung der SNB und kommt nicht in die Wirtschaft! Demnach ist ein möglicher Bilanzverlust, von Gesetzes wegen völlig unerheblich!

      Gegen die Natur können auch Geisterfahrer nicht bestehen!

    • @Rico Meier

      Es tut mir Leid für Sie, dass Georg Bender nun auch Sie mit Schmutz bewirft.

      Ich weiss aber, dass sie über der Sache stehen.

      Es ist unglaublich, was man sich alles anhören muss, wenn man es wagt, die SNB zu hinterfragen.

      Einfach unglaublich.

      Trotzdem schönen Abend

      Marc Meyer

    • @ Bender…………

      Ich bin sicher kein Spezialist für Finanzen, aber ich habe in meiner Firma gelernt was Geld ist, und das dort
      die Realität am Ende immer obsiegt.

      Bei nichts anderem sind Menschen so auf Korrektheit bedacht wie beim Geld, denn keiner hat so viel wie er möchte, niemand ist dort bereit unnötig zu verlieren, es ist immer schwer zu verdienen.

      Das führt am Ende immer dazu, dass die Realität zu ihrem Recht kommt. Auch beim Tauschhandel vor 5000 Jahren war Korrektheit schon ……….

      Heute aber betrügen wir das System der Ökonomie, können das aber nicht ewig aufrecht erhalten……

      Wie man was Verbucht ist eigentlich nebensächlich, denn es geht um Charakter, Ehrlichkeit, Weltanschauung, ja um das was den Menschen ausmacht ……….. Verantwortung.

      Solche Menschen würden kein Geldexperiment dieser Grösse versuchen, sondern den Menschen reinen Wein einschenken.

      Das wollte man nicht als die Zeit dazu war, man dachte nur ans „weitermachen“ wie bisher, daran die Politik auf ihren Irrwegen zu stützen.
      Aber klar, wenn eines Tages die „Wahrheit“ zu ihrem recht kommt, wird es nichts mehr geben was „Links“ ist, das wird dann auf den Misthaufen der Geschichte wandern. Denn „LINKS“ hat das alles mit ihrer Politik zum ganz grossen teil zu verantworten. Das wir heute über diese Geldprobleme und sogar einen totalen Zusammenbruch nachdenken müssen, Links und deren Ideologie sind die Schuldigen.

      Nun aber können sie den reinen Wein nicht mehr einschenken, denn das Volk würde die SNB stürmen und die Herren vom Direktorium aus dem Fenster werfen.
      Ich erinnere hiermit an jenes berühmte Geschehnis in Prag…..

      Der reine Wein hätte vor 10 Jahren geheissen …… sich einschränken, den Staat zurückfahren, Gürtel enger schnallen, EU aussen vor halten, Einwanderung stoppen.

      Heute hiesst der reine Wein, ……. Pensionen verloren, AHV gefährdet, Finanzcrash in Sicht, drohender Absturz der Schweiz ins Mittelmass…… Unruhen……. usw.

      Niemand hat den Mut das auszusprechen.
      Aber in der Geschichte können wir Dutzende solcher Beispiele finden und allesamt endeten sie Böse.

    • @Walter Roth

      Danke

      Die finanzielle Wahrheit wird (bei korrekter Bewertung) durch die Buchhaltung dokumentiert.

      Die SNB-Bilanz zeigt ganz klar die Wahrheit über die Vermögens- und Schuldverhältnisse der SNB, deren Schulden nun innert weniger Jahre auf das Dreifache der gesamten Schulden von Bund, Kantonen und Gemeinden gestiegen sind.

      Die SNB spricht nicht die Wahrheit in Bezug auf ihre Bilanz aus:: Sie nennt ihre Schulden Vermögen („Liquidität“, liquide Mittel – = Vermögen).

      Ja die Wahrheit in Sachen SNB wird ans Licht kommen – nur wird es dann zu spät sein.

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Bender

      Vielen Dank für Ihr Kompliment. Bereits in Grossbritannien herrscht übrigens Linksverkehr. Da stellt sich rasch die Frage, wer jetzt falsch abgebogen ist, zumindest seit die Bank of England wenigstens das „I owe You“ begriffen zu haben scheint. Aber wie von Dr. Meyer stringent aufgezeigt, herrscht allenthalben sogar Gegenverkehr „We owe Us“. Die Doppelte Buchhaltung ist dabei quasi Strassenverkehrsordnung einer modernen Marktwirtschaft. Dies gilt für alle Verkehrsteilnehmer und erst recht für die SNB. Darauf muss ich mich als verlassen können. Nach Ihrer Auffassung fährt die SNB aber offenbar mit göttlichem Schutz im Papa-mobil auf dem Petersplatz im Kreis herum. Bei allem Verständnis für Ihren Bankenfrust, Sie missionieren (!) für die SNB und ihren Irrglauben sie könne „Vermögen aus dem Nichts“ schaffen und Fremdkapital justament einfach zu Eigenkapital erklären wie’s ihr grad genehm ist.

      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Herr Rico Meier

      Diese Logik der Quelle sollten Sie für das Geldsystem anwenden!

    • Herr Rico Meier

      Wieso wenden Sie diese Logik nicht auch für das Geldsystem mit den zwei unterschiedlichen Geldarten an?

      Es würde die Menschen vor Irrläufern verschonen?

  26. @ Susanne Schildknecht

    Die Zentralbanken haben in den letzten 24 Monaten weltweit durch Vernetzung und kooperative Aktivitäten dafür Sorge getragen, daß bestimmte assetklassen im Wert steigen (Dow Jones, Immobilien), Devisen bei den Hartwährungen stabil bleiben (USD/EUR und USD/CHF), und selbst Risikoklassen wie Junkbonds (BB und darunter) nur in erträglichen Dosierungen komplett ausfallen.
    Insofern kann ein „Crash“, der das Meyer-Szenario bei der SNB auslöst, nur dann stattfinden, wenn die Zentralbanken dies beabsichtigen, aber keinesfalls vorher und auch nicht durch den „markt“, der meiner Ansicht nach hinter den Zentralbanken hinterherläuft.
    Das liegt wohl an den Großbanken, die hier in ihrem Eigenhandel sehr zentralbankorientiert agieren.
    Sicherlich kein Grund, besonders beruhigt zu sein, aber ein Szenario à la Dr. Meyer tritt eben nur dann ein, wenn bestimmte marktumwälzende Ereignisse stattfinden.
    Die Frage sei erlaubt, ob bei einem solchen Event ohnehin nicht währungsreform-ähnliche Konsequenzen eintreten würden, sodaß unsere Sorge dann kaum primär der Eigenkapitalsituation der SNB
    gelten würde.

    • Danke für Ihre Antwort, Ruedi Stadler! Leider beunruhigt mich Ihre Antwort nun ungemein:

      Sie sind also der Meinung, dass die Zentralbanken weltweit vernetzt sind und kooperativ agieren. Also sind Zentralbanken nicht ihren Nationalstaaten verpflichtet, sondern bilden eine Art internationale Regierung, dies allerdings ohne vom Volk gewählt worden zu sein. Die von Ihnen vorgestellte vernetzte und kooperative weltweite Zentralbankpolitik müsste ich mir wahrscheinlich in etwa wie das Subventionswesen des Bundes vorstellen?
      Offensichtlich glauben Sie auch, dass alle Zentralbanken gleich funktionieren, ähnliche Bilanzen und das gleiche politische und wirtschaftliche Gewicht/Wichtigkeit besitzen.
      Sicher können Sie mir erklären, wieso die SNB CHF 696 Mia in Fremdwährungen (auf der Aktivseite der Bilanz am 31-12-2016) hält, die EZB aber nur EUR 30 Mia und das FED nur USD 19 Mia?
      Wenn ich diese, ich kann es nicht anders sagen, wahnsinnige Zahl der SNB sehe, wird mir Angst und Bange. Die SNB scheint mir eine ganz spezielle Zentralbank zu sein? Und dann kommt ein Ruedi Stadler, der treuherzig meint, es passiere ja nichts, solange alles bleibt wie es ist!

      Offensichtlich arbeiten Sie ja bei der SNB, wer sonst hätte (bei dieser HItze) diese Zeit, solche Kommentare auf die gut fundierten Artikel von Herrn Dr. Marc Meyer zu schreiben. Anstatt auf die Argumente und warnenden Worte von Herrn Dr. Marc Meyer einzugehen (Risiko ist immer eine Frage der Zahl!), versuchen Sie und andere SNB-Trolle absichtlich und wiederholt das Forum zu schädigen und Herrn Dr. Marc Meyer zu diskreditieren.

    • @Ruedi Stalder

      Darf ich mich hier kurz einschalten?

      Angenommen, die SNB würde den Euro nicht stützen? Wo stände dieser? Angenommen, 10 Prozent tiefer, so müsste die SNB ihre Devisen um rund 10 Prozent tiefer bewerten. Also rund minus 70 Milliarden.

      Das EK der SNB wäre dann schon fast weg. Dann muss der Euro nur noch 3 – 5 Prozent fallen und die SNB ist Konkurs.

      Steigen dann noch die Zinsen um 1 – 2 Prozentpunkte, so ist das SNB-Debakel perfekt.

      Sämtlichen Notenbanken zusammen gelang es ja nicht den Dollar bei konstant zu halten. Warum soll das der SNB gelingen? Dollar und Euro zusammen?

      Ich denke, bezüglich SNB ist Vorsicht angezeigt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Ruedi Stadler

      Im Einklang mit der Geldschöpfung dürften die Banken überhaupt keinen Eigenhandel betreiben, weil ihr zugebilligter Wettbewerbsvorteil in einer freien Marktwirtschaft nichts zu suchen hat!
      Die Politik und Judikative müsse auch die Form der AG verbieten, weil man keine „Parasiten = Renditeverteilung“ braucht!

      Nur Nichtbanken dürfen am Geldspielwarenmarkt teilnehmen!

      Wenn der Markt aus dem Ruder läuft, muss man mit geeigneten (keine Volumina) Massnahmen, Gegensteuer geben!

      Das Geldsystem auch in seiner Auswirkung auf die arbeitsgeteilt Wirtschaft verstehen, würde den aus betreuter Bildung verbildete Zahler-Mythos zum Verschwinden bringen und dabei die Lügenspiele im Sozialsystem erkennen lassen! Aber interessiert niemand, weil man es scheinbar wünscht, betrogen und belogen zu werden!

      Sämtliche Wirtschaftsfaktoren sind in der Wirtschaftsleistung enthalten, trotzdem macht man Spiele darum herum! Warum wohl? Die Ökonomen wären praktisch überflüssig und die Politiker sowie Gewerkschaften, hätten ihre Wichtigkeit relativiert!

      Es ist richtig, die Krisen können auf Knopfdruck nur von den Zentralbanken ausgelöst werden (2007)! Solange nämlich der Geldaustausch in ihrem Hause funktioniert, kann nur eine Nichtakzeptanz der Währung als Gegenwert der Arbeit (siehe Venezuela) zu Problemen führen!

    • @Susanne Schildknecht

      Vielen Dank.

      Gott sei Dank erhalte ich noch vermehrt Schützenhilfe. Es tummeln sich hier zahlreiche SNB-Trolle, welche die Diskussion abwürgen wollen.

      Ist es nicht ein Armutszeugnis für unsere Nationalbank, dass sie nur noch von SNB-Trollen unterstützt wird?

      Nachmals Danke und schönen Abend

      Marc Meyer

  27. Liebe Freaks

    Herr Dr. Marc Meyer und manche seiner Jünger leben auf einem anderen Planeten, jedenfalls nicht auf der Erde. Dort, in jenen fernen, kalten Welten herrscht das eherne Gesetz der doppelten Buchführung auf gleicher Stufe wie das Gesetz der Schwerkraft. In den Worten von Dr. Marc Meyer:
    „Das Schweizer Gesetz kann die Doppelte Buchhaltung genauso wenig ausser Kraft setzen, wie es die Gesetze der Schwerkraft ausser Kraft setzen kann.“

    Allen, denen es auf unserer Erde und in unserer Schweiz mit ihren Gesetzen gut genug gefällt, sei gesagt:
    1. Die SNB ist eine Institution per Verfassung. Sie kann darum nicht wie eine OR-Gesellschaft in den Konkurs und in die Auflösung geschickt werden (Art. 99 Bundesverfassung)
    2. Für die SNB gelten die Normen des OR, sofern nicht Spezialgesetze, namentlich das Nationalbankverordnung, Nationalbankgesetz und das Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel (WZG) besondere Regelungen treffen.
    3. Die SNB darf per Gesetz alle an sie von Geschäftsbanken (solche mit Konten bei der SNB) gerichteten Forderungen durch eigene Passiva erfüllen (auch und selbst wenn dies den Gesetzen der doppelten Buchführung gemäss Dr. Marc Meyer widersprechen sollte – steht so nicht explizit im Gesetz ist aber trotzdem so).

    Schlussfolgerungen (gültig NUR für den Planet Erde):
    1. Die SNB ist (gegenüber den Geschäftsbanken) immer zahlungsfähig.
    2. Die SNB ist auch mit negativem Eigenkapital voll handlungsfähig.
    3. Die Geschäftsbanken müssen im Falle negativen Eigenkapitals der SNB keine Wertberichtigungen vornehmen.
    4. Aus 1.-3. folgt nicht, dass Thomas Jordans der beste denkbare SNB-Chef, oder das seine Politik die bestmögliche wäre.

    Beste Grüsse vom Planet Erde sendet Euch

    Nick

    • Nick Norman

      Hervorragend ein Prädikat von einem Erdenbürger!

      Das Zusammenwirken der zwei verschiedenen Geldarten wird nicht verstanden. Wobei ich anmerken muss, dass einige Bilanzpositionen und Kommentare nicht im Einklang mit dem Geldsystem stehen! Es gibt keine Buchgeldeinlagen, weil nur das Bargeld ist durchlässig!

      Es ist eben nicht die Zentralbanken, welche die Geldmenge für die Wirtschaft schöpfen, sondern die GB! Die ZB schöpft die notwendige Manöveriermasse für den bankübergreifenden Zahlungsverkehr mittels Geldmarktoperationen oder Krediten (für die CH nicht notwendig)!

      Die Auswirkung des Schuldengeldsystems auf die arbeitsgeteilt Wirtschaft wird ebenfalls nicht verstanden, darum bleibt der Zahler-Mythos zur Manipulation bestehen!

      Bedenklich aber wahr! Diese Aufklärung wäre m.E. die wichtigste Aufgabe eines Volkswirtschaftlers und nicht das phantasieren über die Haftung des Volkes betr. Gebaren der SNB!

    • @Nick Norman

      Danke für Ihren erneuten Beitrag. Danke auch, dass Sie mein Zitat nochmals ganz oben gepostet haben. Haben Sie die Gesprächsführung hier übernommen?

      Gerne erkläre ich es Ihnen nochmals:

      Erster Versuch:
      Forderungen erfüllen heisst Forderungen abbauen. Nicht wahr? Wenn man Forderungen erfüllt, so wird die Bilanz verkürzt. Emittiert die SNB aber Banknoten, so wird die Bilanz nicht verkürzt, sondern verlängert. Und tauschet die SNB Forderungen gegen Forderungen, so werden die Forderungen nicht abgebaut, also nicht erfüllt. Die Forderungen bleiben bestehen. Ihre Argumentation ist somit falsch.

      Zweiter Versuch:
      Wenn eine Geschäftsbank ihre Investitionen in die Notenbank abbauen will, so darf sie das. Das geht nur, wenn sie von der SNB etwas anderes erhält als Notenbankgeld. Die Banken haben der SNB Kapital auf Sicht gewährt. Die SNB muss sofort liefern, wenn die Banken das verlangen. Die SNB ist Schuldnerin und muss den Banken gehorchen. Ansonsten wäre die SNB vertragsbrüchig und würde die Banken enteignen.
      Aber selbst wenn die Initiative von der SNB ausgehen müsste, ändert das nichts, weil die SNB bei negativem Eigenkapital nicht mehr über genügend Vermögen verfügt, um ihre ausstehende Geldmenge mit Aktiven zurückzukaufen

      Dritter Versuch:
      Wissen Sie, wie Offenmarktpolitik funktioniert?

      Gerne erkläre ich das hier zum x-ten Mal.

      Die Notenbankgeldmenge wird vergrössert, indem die SNB Wertschriften, Devisen, Gold usw. kauft. Die Notenbankgeldmenge wird logischerweise verringert, indem die SNB Wertschriften, Devisen, Gold usw. verkauft.

      Ich wiederhole, die SNB verkauft Aktiven. Nur so kann sie die Geldmenge verringern.

      Ich wiederhole, die SNB verkauft Aktiven. Nur so kann sie die Geldmenge verringern.

      Ich wiederhole, die SNB verkauft Aktiven. Nur so kann sie die Geldmenge verringern.

      Die SNB kann die Geldmenge nicht verringern, wenn sie Geld gegen Geld austauscht.

      Die SNB kann die Geldmenge nicht verringern, wenn sie Geld gegen Geld austauscht.
      Die SNB kann die Geldmenge nicht verringern, wenn sie Geld gegen Geld austauscht.

      Da kann SNB-Chef Jordan lange behaupten, die SNB gäbe gegen Geld nur Geld. Hätte Jordan Recht, so könnte die SNB die ausstehende Notenbankgeldmenge nie mehr verringern. Nie mehr.

      Nie mehr.

      Vierter Versuch:

      Die Passivseite zeigt, wem das Vermögen auf der Aktivseite gehört. Der Wert der Aktivseite kann nicht unter den Wert der Passivseite fallen, weil die Passivseite mit der Aktivseite zusammen fällt. Es kann nicht mehr Vermögen auf der Passivseite verteilt werden, als auf der Aktivseite vorhanden ist.

      Konklusion: Die Banken müssen ihre Forderungen gegenüber der SNB wertberichtigen, sobald das Eigenkapital der SNB negativ wird. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob die SNB oder die Banken die Geldmenge reduzieren wollen oder nicht.

      Fünfter Versuch:
      Es gibt keinen Gesetzesartikel, der besagt, dass die Banken die Forderungen der Banken nicht erfüllen muss.

      Es bleibt dabei: Die SNB kann das Gesetz der Doppelten Buchhaltung nicht für ungültig erklären.

      Dass Sie das nicht begreifen ist O.K.

      Aber dass das SNB-Chef Thomas Jordan nicht begreift ist beunruhigend.

      Freundliche Grüsse vom und auf den Planeten Erde, wo die Schwerkraft gilt – und auch von der SNB nicht ausser Kraft gesetzt werden kann.

      gilt auch für das Gesetz der doppelten Buchhaltung.

      Marc Meyer

    • Liebe Freaks

      Herr Dr. Marc Meyer schreibt:
      „Die SNB kann die Geldmenge nicht verringern, wenn sie Geld gegen Geld austauscht.“
      Da hat er Recht (was die Notenbankgeldmenge angeht, nicht das von den GB geschöpfte Geld).

      Herr Dr. Meyer schreibt auch:
      „Da kann SNB-Chef Jordan lange behaupten, die SNB gäbe gegen Geld nur Geld.“
      Da hat er nicht Recht, denn das behauptet Jordan gar nicht. Jordan sagt, er kann es sich aussuchen: Will er die ZB-Geldmenge verringern, gibt er Aktiva (so lange welche da sind) her, will er es nicht, gibt es Geld gegen Geld. In jedem Fall ist die SNB zahlungsfähig und das soll auch so sein denn es steht so im Gesetz, also hier auf der Erde, nicht auf Dr. Marc Meyers kaltem Buchhalterplaneten.

      Beste Grüsse vom Planeten Erde sendet Euch

      Nick

    • Nick Normann……………

      Sie sind ein Freak.

      Ich selber habe 12 Jahre lang eine Firma aufgebaut und davon gelebt.
      Ich habe dabei gelernt was Interessen sind und was Geld ist. Nicht nach SNB Ideen, sondern als ganz normaler Mensch.
      Und wenn ich sehe wie die Ökonomie einfach ausgehebelt, ja betrogen werden soll, dann schwant mit böses.

      Die Ökonomie, dass behaupte ich seit vielen Jahren, ist etwas was sich eine Zeitlang betrügen lässt, am Ende aber immer die Oberhand behält.
      Immer ohne jede Ausnahme…….. denn der Mensch funktioniert ohne nicht.

    • @Nick Norman

      Danke

      Thomas Jordan behauptet, Notenbankgeld sei nur gegen Notenbankgeld eintauschbar. D..h Banknoten gegen Giroguthaben und umgekehrt.

      Er schreibt nicht, die SNB könne sich das aussuchen.

      Und selbst wenn die SNB aussuchen könnte, wäre sie im Falle von negativem Eigenkapital handlungsunfähig. Sie könnte die Geldmenge nicht mehr vollumfänglich reduzieren, weil die SNB nicht mehr genügend Aktiva hat.

      D.h. die Banken müssen ihre Guthaben bei der SNB nach unten wertberichtigen.

      Und übrigens: Sie können doch nicht im Ernst davon ausgehen, dass das Portefeuille der SNB in einem Staatsfonds Verluste machen kann, bei der SNB aber nicht.

      Wo denken Sie hin? Überlegen Sie bitte, bevor Sie hier schreiben.

      Danke
      mfg

      Marc Meyer

    • @Walter Roth

      Danke

      Die SNB hat jeglichen Bezug zur Realität verloren.

      Jede Hausfrau weiss, dass von Nichts Nichts kommt (das ist keine Abwertung der Hausfrauen, sondern ein Kompliment für alle Arbeitenden).

      Danke

      Marc Meyer

  28. Solange die US-Aktien steigen, und das tun sie mittlerweile seit Jahren, wird das SNB-Portfolio in diesem Bereich wachsen.
    Solange der Euro gegenüber dem Franken in einer Range von 1,0650 – 1,0900 gehandelt wird, fallen bei dem Devisenbestand Euro keine nennenswerten Verluste an.
    Dasselbe gilt für den US-Dollar im Bereich der Parität ( USD/CHF = 1,00 )

    Das Szenario der SNB-Turbulenzen kann also nur bei bestimmten Marktentwicklungen eintreten.

    Diese sind bislang nicht eingetreten.

    Auch die FED und die EZB sind davon abhängig, daß es nicht zu Marktverwerfungen in apokalyptischen Stil kommt, es wird im Falle der FED darüber nachgedacht, das Portfolio marktgerecht zu reduzieren, und im Falle der EZB soll der Aufkauf von Wertschriften reduziert werden.

    Herr Dr. Meyer geht nun schon seit Jahren davon aus, daß der Devisenmarkt stärker ist als die SNB. Den Beweis bleibt er jedoch schuldig. Zwei Argumente sprechen für ihn, die Auflösung der EUR/CHF Bindung am 15. Januar 2015 und die Betrachtung des USD/CHF Charts von 1971 bis heute, wo sich der Preis des schweizer Frankens von 4 Franken pro Dollar auf 1 Dollar pro Franken ermässigt hat.

    Sollte jedoch alles so bleiben wie es jetzt ist, wird die SNB in der Lage sein, kleine Frankenaufwertungen mit den Portfolio-Erträgen im Anleihe und US-equity Bereich auszugleichen.

    Womit das „Dr. Meyer-Szenario“ keine Chance auf Entfaltung hat, denn die SNB Bilanz wird lediglich Schwankungen im einstelligen Mrd.-Bereich ausweisen, womit sich angesichts des zweistelligen Eigenkapitals und der gesetzlich zulässigen Grösse des Gesamtportfolios keinerlei Diskussionen im politischen oder gesellschaftlichen Bereich ergeben werden.

    • @Ruedi Stalder

      Danke

      Nein. Den Beweis bin ich nicht schuldig geblieben. Ich riet der SNB schon 1993 von Ausland Anlagen ab. Erstens weil sei volkswirtschaftlich unsinnig sind und ein hohes Risiko bergen.

      Wo notierte der Dollar damals? Bei 1.80?

      Und die erste Tranche von 200 Milliarden Euro kauft die SN B bei 1.45. Also habe ich Recht bekommen.

      Euro und Dollar fallen seit Jahrzehnten ca. 2 Prozent im Jahr. Ein Trendumkehr ist nicht in Sicht.

      Ein grösserer Verlust der SNB ist also programmiert.

      Zudem: die Hauptgefahr im SNB-Portefeuille geht von steigenden Zinsen aus. Dann kracht es im SNB-Portefeuille mit ihren Staatsobligationen.

      Ist es nicht naiv, zu meinen, die Schönwetterperiode bei den Zinsen dauere ewig?

      Zudem: Würde die SNB nicht stützen, wären die Devisen im SNB-Portefeuille bereits jetzt viel weniger wert und die Zinsen bei den Deutschen Staatsobligationen auch.

      Die SNB bewertet nicht korrekt.

      Allein wenn die SNB korrekt bewertete, wäre Sie schon nahe beim Konkurs.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Ruedi Stadler

      „Sollte jedoch alles so bleiben wie es jetzt ist…“

      Danke für Ihren Beitrag. Jetzt können wir alle beruhigt schlafen! Aber, unter uns, was meinen Sie, sollte die SNB machen, wenn nicht alles so bleibt wie es ist?

    • @ Marc Meyer, Dr.
      DEVISENBEWERTUNG
      Die SNB bewertet nach den Richtlinien am Stichtag der jeweiligen Quartalsbilanz im Rahmen der global geltenden Bewertungsmodalitäten.
      Es wäre unzulässig, z.B. bei der Devisenbewertung, eigene Schätzungen vorzunehmen.
      Ihr Einwand, der Franken stünde normalerweise höher, ist wahrscheinlich richtig.
      Die Bilanzbewertung der SNB richtet sich jedoch nach den Devisenbewertungen am Stichtag.
      DEUTSCHE STAATSANLEIHEN
      Die deutschen Staatsanleihen sind seit Jahren immer nur gestiegen, Langläufer z.T. um 60%.
      Auch hier gelten klare Bewertungsmodalitäten, z.B. die Mitte zwischen BID und ASK an der Börse in Frankfurt/M., zum Stichtag.
      Die SNB würde sich blamieren, wenn sie entsprechend einer Ihrer Darstellung entsprechenden „virtuellen“ Zinsentwicklung bilanzieren würde.
      Das darf sie nämlich nicht.
      ZINSEN
      Und sie können auch nicht mit Bestimmtheit behaupten, die Zinsen würden sich zeitnah in irgendeine Richtung in Bewegung setzen.
      Die SNB setzt den negativen Zinssatz im Notfall auf -1,50%, insbesondere, wenn sich die Euro-Wirtschaft nicht erholen sollte oder wenn das Euro-Zinsniveau noch weiter fällt.
      Insofern bleiben ihre Spekulationen das was sie sind.
      Kommen mir bei einer nächtlichen Autobahnfahrt auf meiner Spur zwei Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit entgegen, wirds wahrscheinlich einen folgenschweren Unfall geben.
      Ist mir allerdings noch nicht vorgekommen.
      Deshalb fahre ich weiter Autobahn.

    • @Susanne Schildknecht

      Danke

      Auf den Punkt gebracht!

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Ruedi Stadler

      @Devisenbewertung:

      Hand aufs Herz: Es steht fest, dass die SNB die Devisen stützt – also den Markt manipuliert. Konklusion: Die Devisen sind in der Bilanz der SNB zu hoch bewertet. Dabei handelt es sich um zweistellige Milliardenbeträge.

      @Deutsche Staatsanleihen:

      Gemäss Presseberichten finanziert die SNB mehr als die Hälfte der Staatsschulden Deutschlands. Meinen Sie nicht, dass die SNB damit die Zinsen in Deutschland bewegt und damit auch deren Obligationenkurse? Hand aufs Herz: Bewertet die SNB ihre Staatsanleihen nicht zu hoch? Blamiert sich die SNB nicht umgekehrt, weil sie zu hoch bewertet?

      Der Rest Ihres Kommentars ist obsolet.

      Ich halte fest: Die Aktiven in der Bilanz der SNB sind zu hoch bewertet, weil die SNB die Kurse manipuliert. Die SNB sollte im Sinne der Schweizer Volkswirtschaft bewerten. Und wenn sie ihre Aktien erwiesenermassen zu hoch bewertet, so erweist sie damit dem Schweizervolk einen Bärendienst.

      Das böse Erwachen kommt dann, wenn die SNB verkaufen muss und Devisen- und Obligationenkurse einbrechen.

      Dann wird sich die SNB hinausschwatzen mit der Begründung, sie hätte nicht korrekt bewerten dürfen. Genauso hätte sie aber auch nicht manipulieren dürfen.

      Schönen Abend

      Marc Meyer

  29. „Banknoten und Giroguthaben der SNB sind beide dasselbe“ – Auch diesem Satz von Marc Meyer muss ich entschieden widersprechen. Zwar muss eine Notenbank (noch) Banknoten in Einlagen und umgekehrt verwandeln, aber ansonsten sind das aus der Sicht des Geldsystems zwei ziemlich verschiedene Dinge. Banknoten können Banken im Gegensatz zu Einlagen nicht verleihen. Deshalb muss eine Bank mit eingezahlten Banknoten zur Notenbank gehen und in Einlagen verwandeln. Erst dann kann sie das Geld verleihen. Das verliehene Geld taucht, wenn es nicht in Banknoten verwandelt wird, wieder irgendwo im Bankensystem – möglicherweise bei einer anderen Bank – auf und wird dann wieder verliehen und so geht das munter immer weiter. Durch diesen Endloskreis werden die Geschäftsbanken selbst zu Geldschöpfern. Allerdings ist die Existenz des auf diese Weise geschaffenen Geldes ziemlich labil. Wenn jetzt die Leute ihre Einlagen alle in Banknoten verwandeln wollen, implodiert die Geldmenge mit verheerenden Folgen für die Wirtchaft. Hier müssen die Notenbanken in die Bresche springen, was sie meist nur unzureichend tun.

    • Kassandro
      Die Banken verleihen kein Geld, sie geben Kredite, ein wesentlicher Unterschied! Auch kann das Buchgeld aus Sicht der Geldschöpfung nicht eingelegt werden, weil es nicht existiert! Nur umgebucht!

      Das von den GB geschöpfte Buchgeld wird mit dem Zentralbankgeld im Hause SNB (verlässt das Haus nicht), systembedingt (2 Geldarten) hin und her geschoben!

      Das Buchgeld ist im Gegensatz zum Bargeld mit der ZB nicht durchlässig! Bargeld kann man einlegen, weil es physisch existiert!
      Unterschied verstehen?

      MM kann den geschlossenen Geldkreislauf im Haus Zentralbank scheinbar nicht abstrahieren, nur so sind seine Phantasien für mich erklärbar?

    • @Kassandro

      Ach was.

      Wenn die Banken der SNB Kapital in Form von Giroguthaben leihen, so leihen sie es eben der SNB und können es nicht gleichzeitig noch einer anderen Bank leihen.

      mfG

      Marc Meyer

    • Herr Dr. Mark Meyer

      Die Banken verleihen kein Geld! Diese Realität sollten Sie zumindest verstehen?

      Die GB können keine Einlagen auf ihr Konto bei der SNB machen! Auf dem Konto im Hause SNB lagert Zentralbankbuchgeld! Das Buchgeld der GB kann nicht eingelegt werden, es existiert nicht (Buchungssatz)! Es wird mit dem Zentralbankgeld je nach Bedarf hin und her geschoben!

      Ist die Realität so schwer zu verstehen?

  30. Marc Meyer: Die SNB muss jederzeit Gold, Devisen usw. liefern können. Genau das muss sie nicht, Herr Meyer. Es gibt auch keinen einzigen Fall, wo das je geschehen ist. Die SNB KANN jederzeit Gold oder Devisen auf dem Markt zum jeweiligen Marktpreis kaufen oder verkaufen aber sie MUSS ES NICHT. Das einzige, was sie momentan noch muss, ist Einlagen in physisches Bargeld tauschen, wobei auch das immer schwieriger wird. Ich stimme da völlig mit Nick Norman überein. Herr Meyer tut immer so, als hätten wir eine Vollgeldsystem, aber davon sind wir weiter denn je entfernt. Die Notenbank bleibt mit ihrem eigenen Geld, gleich wie negativ ihr Eigenkapital ist. Es gibt dadurch auch keinen Grund für die die Banken „ihre Guthaben bei der SNB entsprechend wertberichtigen. „

    • @kassandro

      Danke

      Sie übersehen, dass die SNB ihr Gold und ihre Devisen nicht mit Eigenkapital gekauft hat, sondern mit Fremdkapital. Das ist ein entscheidender Unterschied mit oekonomischen und rechtlichen Konsequenzen.

      Die rechtliche Konsequenz ist die, dass die SNB liefern muss, wenn die Banken das wollen. Richtig. Das ist noch nie geschehen aber die SNB hatte bis jetzt auch immer genügend Eigenkapital. Aber es wird langsam knapp.

      Die Banken leihen der SNB nur Kapital, weil sie davon ausgehen, dass die Steuerzahler im Notfall die SNB werden rekapitalisieren müssen.

      Fällt das Eigenkapital der SNB in den negativen Bereich, so werden die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen, weil die SNB gar nicht mehr genügend Vermögen besitzt, um die Geldmenge zurück zu kaufen bzw. zu reduzieren.

      Dabei ist es egal, ob die SNB oder die Banken die Geldmenge reduzieren wollen. Die SNB kann es ganz einfach nicht mehr. Punkt. Sie ist Konkurs und nicht mehr handlungsfähig wie SNB-Chef Jordan meint.

      mfG

      Marc Meyer

  31. Liebe Freaks

    Dr. Marc Meyer schreibt: „Wenn also die SNB ihre Schulden tilgen (abbauen) will oder muss, so kann sie das nur, wenn sie an den Gläubiger ein Aktivum gibt – also z.B. Gold, Devisen, Obligationen, Aktien usw.“

    Der Gesetgeber sagt folgendes:
    „Auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.“
    BUNDESGESETZ ÜBER DIE WÄHRUNG UND DIE ZAHLUNGSMITTEL (WZG), Art 3 (Annahmepflicht), Satz 3 (https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19994336/index.html)

    Die SNB kann also ganz legal Passiva gegen Passiva (SNB-Guthaben, Banknoten) tauschen und muss zur Begleichung ihrer Schulden – laut Gesetz – eben nicht irgendwelche Aktiva einsetzen.

    Wem das nicht passt, sollte eine Gesetzesänderung initiieren. Bis dahin ist und bleibt es gesetzeskonform. Die wilden Phantasien von einer Zahlungsunfähigkeit der SNB usw. bewegen sich alle ausserhalb des geltenden gesetzlichen Rahmens. Punkt.

    • @Nick Norman

      Danke. Sie drehen sich im Kreis.

      Nur ein Aktivum kann Zahlungsmittel sein. Ein Passivum kann nicht Zahlungsmittel sein.

      Das Schweizer Gesetz kann die Doppelte Buchhaltung genauso wenig ausser Kraft setzen, wie es die Gesetze der Schwerkraft ausser Kraft setzen kann.

      Merken Sie sich das doch endlich und versuchen Sie, das Ihrer SNB zu erklären die offensichtlich schwer von Begriff ist – genauso wie deren Chef.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Grüezi@Nick Norman,

      demnach ist das gesetzliche Zahlungsmittel für den Gesetzgeber oder für Sie eine Forderung oder eine Sache?

      Besten Dank für Ihre Antwort.

      Sie grüssend

    • Sehr geehrter Herr Norman

      Sie können dann gerne den Investoren von denen das Fremdkapital der SNB stammt, erklären, dass sie ihre indirekt bei der SNB angelegten Positonen nie mehr abbauen dürfen, wenn sie dereinst z.B. ihre Kursgewinne realisieren wollen. Sie sperren die Investoren im CHF bei der SNB ein. Sehen sie nicht wie unrealistisch das ist? Es ist nicht einmal ein Strohhalm an den sich die SNB klammert sondern eine Illusion.

      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Nick Normann

      Das Zentralbankgeld (Buchgeld – Sichtguthaben der Geschäftsbanken = Nichtbanken in wenigen Ausnahmen) kann nur mit Geldmarktoperationen (Anlagen an GB) zwischen Zentralbank und Geschäftsbanken geschöpft werden. Dieses Geld zirkuliert nur im Hause SNB. Einzig das Bargeld ist durchlässig! Somit bestimmt die Zentralbank, wie hoch die Manöveriermasse (Schulden gegenüber ihren Kunden im Hause SNB) sein muss, um den bankenübergreifenden Zahlungsverkehr für die Wirtschaft und Interbankkredite, sicherzustellen! Dafür bestehen klare Regulierungen!

      Es ist also keineswegs so, als würden die GB, Einlagen auf ihr Bankgirokonto bei der SNB tätigen, weil das Buchgeld der GB ist Forderung und Verpflichtung zugleich, existiert nicht! Nichts kann man nicht einlegen (Physik)!

      Dieses Zusammenwirken von Buchgeld der GB und Buchgeld der ZB, kann MM, geistig nicht abstrahieren!

      Nebenbei auch 98% der Wirtschaftsprofessoren, Politiker und Medien sind geistig nicht in der Lage, das Geldsystem zu verstehen!

      Die Zentralbank schöpft nicht die Geldmenge für die Wirtschaft! Sie gibt den GB Impulse, Leitzins, Investitionen. Bsp. EZB mit ihren Anleihensaufkäufen = Risiko vom Markt nehmen? Jedoch ohne Kreditwirtschaft gelangt meistens kein Geld in die Realwirtschaft. Die Anleihensverkäufer spielen nur im Geldspielwarenmarkt mit!

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Die doppelte Buchhaltung wird nicht ausser Kraft gesetzt! Nun gibt es eben den Unterschied zwischen Geldschöpfung ohne Delkredererisiko (Gesetz gilt auch für MM) und der Geldschöpfung mit Delkredererisiko!

      Geändert haben Sie scheinbar, Ihre Meinung wonach Geld aus Passivum geschöpft wird!

      Nun auch das Bargeld wird aus dem Aktivum geschöpft!
      Buchungssatz: Bankgirokonto (wie Kredite und Investitionen) an Notenumlauf (kann wie Eigenkapital verstanden werden), wie die Umlage ei den GB von Kundenguthaben an Eigenkapital (Kehrseite = nicht getilgte Schulden und nicht abgeschriebene Investitionen.

      Ich habe nun die doppelte Buchhaltung erklärt! Warum Sie es nicht verstehen können oder wollen, dass die Zentralbank von Gesetzes wegen, eine Sonderstellung in der Wirtschaft einnimmt, entzieht sich meiner Kenntnis.

      Als Volkswirtschaftler wäre es sowieso sinnvoller, wenn man sich dem Geldkreislauf (wie fliesst das Geld resp. wer generiert den Umlauf) annehmen würde, damit der Zahler-Mythos beendet wäre! Kann man z.B. Steuern und Sozialbeiträge bezahlen, wenn niemand das Geld in den Umlauf bringt! Aber genau so wird argumentiert, Steuerzahler und die Jungen finanzieren die Alten! Hochgradiger Schwachsinn von Ökonomen, Politiker und Medien! Nur weil ein Abzug auf dem Lohnzettel figuriert, ist man noch lange nicht Zahler. Wer das Geld in Umlauf bringt generiert das Geld für die Wirtschaft! Es hängt alles an der Wirtschaftsleistung und nicht an den Anzahl Beschäftigten!
      Dieses Lügenspiel wird aber mit Hilfe der Ökonomen praktiziert!
      Der Endverbrauch oder Endbenutzung ist der einzig richtige Parameter. Einfacher und erspart die Demütigungsspiele!

      Würden die Menschen das Geldsystem verstehen (auch Sie), wir hätten eine völlig andere Gesellschaft!

    • Arbeitgeber KMU

      Wer meine Ausführungen bereifen kann, erkennt den Unterschied zwischen Zentralbankgeld (Gesetzes wegen kein Delkredererisiko = beim Konkurs einer GB immer vorhanden!) und GB-Buchgeld! Das Zentralbankbuchgeld zirkuliert nur im Hause der Zentralbank, kann also nicht versickern! Darum ist es im Gegensatz zur Bargeld, nicht durchlässig!

      Das Geld ist Tauschmittelersatz für Arbeit und Leistung. Der anteilige Gegenwert wird mit Produktion oder Dienstleistung getauscht! Wer also für seine Arbeit/Leistung einen höheren Gegenwert erhält (1. Stufe der Ungleichheit) kann sich mehr leisten! Wenn nun die Währung als Gegenwert der Arbeit nicht mehr akzeptiert wird (Venezuela), dann hat der Staat und Wirtschaft ein Problem!

      Seien Sie gegrüsst und bitte entschuldigen Sie meine Einmischung?

      Das Geld

    • Georg Bender

      Ich lese Ihren Wirrwarr gar nicht mehr.

      Schreiben Sie mir also nicht mehr.

      Ich habe keine Zeit für Trolls.

      mfG

      Danke

    • @Rico Meier

      Genau.

      Und die SNB könnte ihre Euros ja auch nicht mehr verkaufen und in Franken umtauschen, wenn sie bei der EZB in Euro eingeschlossen wäre.

      Einfach unglaublich, dieser Unfug, den SNB-Chef Jordan in die Welt gesetzt hat. („Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld eintauschbar“)

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  32. @karl

    Nochmals anders formuliert:

    Wenn die SNB Geld druckt, dann wird dieses erst verbucht, wenn die SNB es emittiert. Also Gold oder Devisen an Notenumlauf. Aktiven Devien / Passiven Notenumlauf. D.h. die SNB hat Devisen gekauft und zu dessen Finanzierung Fremdkapital aufgenommen über Emission von Banknoten. Deshalb ist der Notenumlauf auf der Passivseite de SNB-Bilanz verbucht. Dieser Notenumlauf darf nicht verwechselt werden mit dem Konto Kasse auf der Aktivseite.

    Wenn ein Wirtschaftssubjekt eine Schuld abbauen will, so muss es dagegen einen Vermögenswert abbauen. Mit Banknoten eine Schuld abbauen kann man demzufolge nur, wenn die Banknote auf der Aktivseite verbucht ist und ausgegeben wird – also ausgebucht wird.

    Bei der SNB werden die Banknoten aber auf der Passivseite als Notenumlauf verbucht. Damit kann die SNB keine Schuld abbauen. Sie werden bei Emission nicht ausgebucht, sondern eingebucht.

    Oder anders formuliert. Eine Banknote ist aus der Sicht der Notenbank kein Zahlungsmittel für die SNB wie SNB-Chef Thomas Jordan fälschlicherweise meint.

    Wenn also die SNB ihre Schulden tilgen (abbauen) will oder muss, so kann sie das nur, wenn sie an den Gläubiger ein Aktivum gibt – also z.B. Gold, Devisen, Obligationen, Aktien usw.

    Die SNB kann ihre Schulden nicht tilgen, wenn sie dem Schuldner eine Banknote aushändigt. Warum nicht? Weil das nur ein Passivtausch wäre oder nicht einmal das: Eine Schuldanerkennung der SNB in Form eines Papiers würde lediglich ausgetauscht durch dieselbe Schuldanerkennung in Form eines Computerausdrucks.

    Vergleich: Wenn Sie jemandem eine e-Mail schreiben, Sie würden anerkennen, dass Sie ihm etwas schuldig sind, so können Sie diese Schuld nicht tilgen – nicht abbauen, indem Sie ihm auf einem Blatt Papier schreiben, Sie würden anerkennen, dass Sie bei ihm eine Schuld haben.

    Banknoten und Giroguthaben der SNB sind beide dasselbe – eine Schuld der SNB. Die SNB kann ihre Schulden nicht abbauen, indem sie Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld austauscht, wie SNB-Chef Jordan fälschlicherweise behauptet.

    Will eine Bank ihre Investition in SNB-Geld vermindern, so muss die SNB etwas anderes geben als Notenbankgeld. Die Bank will kein Notenbankgeld mehr.

    So funktioniert Offenmarktpolitik: Die SNB kann die Geldmenge nur vergrössern, indem sie am offenen Markt eine Wertschrift oder Gold usw. kauft. Genauso kann sie die Geldmenge nur verringern, wenn sie einen zuvor gekauften Vermögenswert wieder verkauft und so Geld zurück zur SNB gelangt.

    Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, Notenbankgeld sei nur gegen Notenbankgeld eintauschbar ist schlicht und einfach falsch.

    Die SNB muss jederzeit Gold, Devisen usw. liefern können. Ansonsten ist sie Konkurs.

    mfG

    Marc Meyer

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Der Denkfehler beginnt bei Ihnen bei der Schöpfung!
      Der Notenumlauf kann auch mit Belastung der GB-Giroguthaben erfolgen (aus dem Nichts)! Wie bei den GB über Kredite und Investitionen!

      Der Goldtauschzwang ist längst aufgehoben! Die SNB bestimmt alleine die Höhe der Bankgiroguthaben! Wenn die SNB, Edelmetalle kauft, so schreibt sie den Betrag den GB auf ihrem Bankgirokonto gut, das Gegenteil beim Verkauf!
      Das Zentralbankgeld zirkuliert im in ihrem Hause und verlässt das Haus nicht!

      So schwer zu verstehen?

      Ihre Konkurs-Phantasie ist hanebüchen!
      mfG
      Georg Bender

    • @Georg Bender

      Wie gesagt: Ich lese Ihre wirren Texte gar nicht mehr.

      mfG

  33. @karl

    Anders formuliert:

    Wenn die SNB Geld druckt, dann wird dieses erst verbucht, wenn die SNB es emittiert. Also Gold oder Devisen an Notenumlauf. Aktiven Devien / Passiven Notenumlauf. D.h. die SNB hat Devisen gekauft und zu dessen Finanzierung Fremdkapital aufgenommen über Emission von Banknoten. Deshalb ist der Notenumlauf auf der Passivseite de SNB-Bilanz verbucht. Dieser Notenumlauf darf nicht verwechselt werden mit dem Konto Kasse auf der Aktivseite.

    Wenn ein Wirtschaftssubjekt eine Schuld abbauen will, so muss es dagegen einen Vermögenswert abbauen. Mit Banknoten eine Schuld abbauen kann man demzufolge nur, wenn die Banknote auf der Aktivseite verbucht ist und ausgegeben wird – also ausgebucht wird.

    Bei der SNB werden die Banknoten aber auf der Passivseite als Notenumlauf verbucht. Damit kann die SNB keine Schuld abbauen. Sie werden bei Emission nicht ausgebucht, sondern eingebucht.

    Oder anders formuliert. Eine Banknote ist aus der Sicht der Notenbank kein Zahlungsmittel für die SNB wie SNB-Chef Thomas Jordan fälschlicherweise meint.

    Wenn also die SNB ihre Schulden tilgen (abbauen) will oder muss, so kann sie das nur, wenn sie an den Gläubiger ein Aktivum gibt – also z.B. Gold, Devisen, Obligationen, Aktien usw.

    Die SNB kann ihre Schulden nicht tilgen, wenn sie dem Schuldner eine Banknote aushändigt. Warum nicht? Weil das nur ein Passivtausch wäre oder nicht einmal das: Eine Schuldanerkennung der SNB in Form eines Papiers würde lediglich ausgetauscht durch dieselbe Schuldanerkennung in Form eines Computerausdrucks.

    Vergleich: Wenn Sie jemandem eine e-Mail schreiben, Sie würden anerkennen, dass Sie ihm etwas schuldig sind, so können Sie diese Schuld nicht tilgen – nicht abbauen, indem Sie ihm auf einem Blatt Papier schreiben, Sie würden anerkennen, dass Sie bei ihm eine Schuld haben.

    Banknoten und Giroguthaben der SNB sind beide dasselbe – eine Schuld der SNB. Die SNB kann ihre Schulden nicht abbauen, indem sie Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld austauscht, wie SNB-Chef Jordan fälschlicherweise behauptet.

    Will eine Bank ihre Investition in SNB-Geld vermindern, so muss die SNB etwas anderes geben als Notenbankgeld. Die Bank will kein Notenbankgeld mehr.

    So funktioniert Offenmarktpolitik: Die SNB kann die Geldmenge nur vergrössern, indem sie am offenen Markt eine Wertschrift oder Gold usw. kauft. Genauso kann sie die Geldmenge nur verringern, wenn sie einen zuvor gekauften Vermögenswert wieder verkauft und so Geld zurück zur SNB gelangt.

    Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, Notenbankgeld sei nur gegen Notenbankgeld eintauschbar ist schlicht und einfach falsch.

    Die SNB muss jederzeit Gold, Devisen usw. liefern können. Ansonsten ist sie Konkurs.

    mfG

    Marc Meyer

  34. herr Meyer.
    bitte erklaeren sie ganz einfach:
    1. falls die snb heute 100 mia chf Bargeld druckt, was passiert dann buchhalterisch bei der snb?
    2, sie bezahlt damit einen tag spaeter schulden in der hoehe von 1oo mia chf in bar an verschiedene glaeubiger zurueck. was geschieht dann bei der snb Buchhaltung?

    nachdem ich alle ihre Posts lese verstehe ich ihr szenario immer noch nicht. vielleicht verstehe ich sie nach der Beantwortung dieser 2 einfachen fragen. glauben sie mir, ich versuche sie zu verstehen. vielen dank.

    • @karl

      Guten Morgen

      Danke

      Wenn die SNB Banknoten druckt geschieht noch gar nichts. Sie muss diese in Umlauf bringen.

      Also muss sie damit Gold oder Devisen kaufen. D.h. auf der Aktivseite Devisen. Auf der Passivseite Notenumlauf.

      Buchungssatz

      Devisenanlagen an Notenumlauf

      Die Notenbankgeldmenge setzt sich zusammen aus Giroguthaben der Banken sowie Banknoten. Beide sind Fremdkapital bzw Schulden der SNN.

      Will oder muss die SNB ihre Schulden reduzieren, so kanm sie micht den Banken Nanknoten auszahlen. Weil diese ja selber eine Schuld der SNB sind.

      Der Buchungssatz wäre Giroguthaben an Notenumlauf. Passivtausch.

      Die SNB kamn ihre Schulden nicht mit dem zuvor gedruckten Banknoten bezahlen, weil diese auf der Passivseite der SNB Bilanz verbucht sind.

      MgG

      Marc Meyer

    • @karl

      In einem Satz erklärt:

      Wenn die SNB Geld druckt und emittiert, so werden diese Banknoten auf der Passivseite der SNB-Bilanz eingebucht und können somit nicht dazu dienen, eine Schuld auf der Passivseite abzubauen, weil diese nur geht, indem ein Aktivum ausgebucht wird.

      mfG

    • Grüezi Herr Dr. Marc Meyer und Herr Rico Meier,

      wie Sie beide zutreffend beschreiben, ist die Bilanz eine Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital und besteht aus zwei Seiten. Auf der linken Seite (Aktiva) steht das Vermögen (Immobilien, Maschinen, Geld usw.), auf der rechten Seite (Passiva) die Eigentumsrechte an diesem Vermögen; also wem gehört das Vermögen auf der Aktivseite: Zum Beispiel einem Unternehmen selber (Eigenkapital) oder aber der Bank oder einem Lieferanten, den noch nicht bezahlt wurde (Fremdkapital). Dieses Prinzip gilt für alle Bilanzen, auch für die Bilanz der SNB.

      Die SNB und seine Entourage bestehend aus Professoren, Medienleute und Unternehmer argumentieren mit einem „Jein“. Und daraus wird dann eine Argumentationskette rundum das gesetzliche Zahlungsmittel (Banknoten und Zentralbankguthaben der Geschäftsbanken) losgetreten – diese seien doch als Aktivum für die SNB zu interpretieren usw. Die SNB argumentiert auf der Basis der liberatorische Kraft, die sich traditionell unmittelbar mit der Übergabe des gesetzlichen Zahlungsmittels entfaltet; und mit der Tatsache, dass nur ihr das Recht zur Emission zusteht. Das die SNB dabei auf der Passiv-Seite bucht und ein Passivum nicht übertragbar ist, wird mit dispositives Recht umschwift.

      Nicht genug. Und die Bundesverfassung?

      Es ist legitim zu fragen, nach der Einführung des Mindestkurs, wozu eigentlich noch eine Bundesverfassung?

      Die Schweiz ist dabei zu erkennen, einen grossen Teil seiner Überschüsse abschreiben zu müssen. Und das ist Fakt wenn man Daten gründlich analysiert. Viele Bankkunden, denen grosszügig Kredite gewährt wurden und werden, können bei steigenden Zinsen nicht zahlen und verlieren, somit das eingesetzte EK (i.d.R. Teil PK und Ersparnisse) und in vielen Fällen die „eigenen vier Wände“.

      Bear’s Advocate schreibt neben an Zitat:

      „Nur die Schweizer Haushalte hebeln sich munter weiter hoch. Die Verschuldungsquote lag 2015 bereits bei 211%. Wie lange geht das noch weiter?“

      Zitat Ende

      Man muss sich diese Zahlen vorstellen und auf der Zunge zergehen lassen, denn man kann erahnen, was auf unsere Volkswirtschaft rollt. Was wird die SNB tun? Der Bevölkerung durch ihr Emissionsmonopol unter die Arme greifen? Spätestens dann werden die letzten erkennen, dass es eben nicht egal ist wo und wie die SNB bucht!!!

      Obendrein wurden beste Waren produziert, welche die anderen meist auf Pump gekauft haben, weil sie sich diese i. d. R. gar nicht leisten konnten. Wir haben also den anderen Geld gegeben……und die Reallöhne in der Schweiz sinken. Am Ende wird die Fehlkonstruktion Euro abgewickelt und ein Grossteil der Ersparnisse vernichtet werden. Indem sich die SNB nicht an ihr Kern-Mandat gehalten hat, sind wir in dieser Fehlkonstruktion voll hineingezogen worden. NZZ und SRF um nur einige zu nennen; werden sich dann investigativ geben und versuchen Halbwharheiten an den Mann zu bringen. Banken vs. SNB und Politik vs. Unternehmen und Kantone vs. Bund und Kapitalismus vs. Kommunismus usw. usf.

      Wer war’s dann? Wird es noch eine Rolle spielen der oder die Schuldige(n) zu benennen?

      Sie grüssend

    • Karl

      Lesen Sie meine Erklärungen zum Geldkreislauf innerhalb dem Hause SNB. Das Buchgeld verlässt das Haus nicht!
      Wenn die SNB 100 Mia. Bargeld (einzig durchlässig) druckt und die GB das Geld anfordern, wird es den GB auf ihrem Bankgirokonto belastet, das Guthaben in Buchgeld wird reduziert und Bargeld erhöht! Die Gesamtgeldmenge würde nur dann zunehmen, wenn das Bankgiroguthaben nicht ausreicht!

      Herr Dr. MM will oder kann m.E. das Zusammenwirken der zwei verschiedenen Geldarten nicht verstehen! Auch die Sonderstellung von Gesetzes wegen blendet er aus!

      Schönen Tag!
      Georg Bender
      Die Höhe des Notenumlaufs wird

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Doppelte Buchhaltung korrekt:

      Devisenanlagen an Bankgirokonto (die Devisen müssen vom Markt gekauft werden!)
      Bankgirokonto an Notenumlauf oder ganz einfach (üblich)
      Bankgirokonto an Notenumlauf (Aktiven an Eigenkapital selbst geschöpft, wie bei den GB Kredite an Eigenkapital).

      So schwer zu verstehen? Abstraktes Denkvermögen ist natürlich vorausgesetzt?

      mfG
      Georg Bender

    • @Arbeitgeber (KMU), AHV-Rentner

      Danke

      Richtig. Auf der Passivseite ist vermerkt, wem das Vermögen auf der Aktivseite gehört.

      Auf der Passivseite kann nicht mehr Vermögen verteilt werden als auf der Aktivseite vorhanden ist.

      Deshalb müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen bei negativem Eigenkapital der SNB.

      Schönen Abend

      Marc Meyer

  35. @Rico Meier

    Sehr geehrter Herr Meier

    Viele Dank

    Ich erlaube mir, Ihren Kommentar hier nochmals zu posten.

    freundliche Grüsse:

    Marc Meyer

    Zitat Herr Rico Meier

    “ Links und rechts, Aktiven und Passiven, Fremdkapital und Eigenkapital auseinanderhalten müsste eigentlich Ordnung in den Synapsen schaffen. Die SNB Bilanz weist diesbezüglich formal richtig aus (abgesehen von der manipulativen Höherbewertung ihrer Devisenanlagen). Umso tragischer ist es, dass sich in der DNA vieler sonst kluger Köpfe fix die Illusion hält, dass die SBN bei negativem Eigenkapital voll handlungsfähig bleibt, ohne irgendwelche Konsequenzen für deren Kapitalgeber und letztlich uns Steuerzahler. Aber natürlich ist das Festhalten an dieser Illusion wesentlich beruhigender. In Bezug auf die SNB Führung und deren Entourage ist diese Haltung aber geradezu fahrlässig; lieber wilde und möglichst komplizierte Legitimierungskapriolen auftischen, als sich wie von Dr. Meyer zig-fach aufgezeigt realistischen Szenarien zu stellen. Das erwarte ich als braver Steuerzahler und kein kompliziertes Schönreden. Immerhin geht es um hunderte Milliarden Staatschulden, ob wir das nun wahrhaben wollen oder nicht. Das ist m.E. das Problem und hat nichts mit Panikmache, Verschwörung oder akademischen Spitzfindigkeiten zu tun.

    Freundliche Grüsse Rico Meier

  36. Sehr geehrter Dr. Marc Meyer

    Besten Dank für Ihre unermüdliche Aufklärungsarbeit.

    Wenn ich sie richtig verstanden habe, schwimmt das Flaggschiff SNB bereits ziemlich schief im Gewässer. Aus diesem Grund wird diese Ausgangslage früher oder später, unter anderem, Auswirkungen auf den Wert des Schweizer Franken haben.

    Wenn dem so sein sollte, wäre es doch ratsam, entsprechend zu diversifizieren. Welche Währung(en) könnte(n) in einem solchen Fall die Verluste des Schweizer Franken kompensieren?

    Ihrer Antwort sehe ich mit großem Interesse entgegen.

    Freundliche Grüße
    Indah Ria

    • @Indah Ria

      Sehr geehrte Frau Ria

      Vielen Dank für Ihre konstruktive Frage. Sie ist sehr berechtigt.

      Erstens:
      Sie haben Recht. Die SNB gerät immer mehr in Schieflage. Und es gibt keinen Hoffnungsschimmer, dass das sich ändern könnte. Die SNB kauft immer mehr Devisen, um ihr Portefeuille zu stützen, bis es kracht. Hätte sie den Mindestkurs nicht aufgegeben, so wären wir schon jetzt mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit an diesem Punkt.

      Allerdings gilt es strikte zu unterscheiden zwischen dem Wert von Notenbankgeld und dem Aussen- und Innenwert des Frankens. Notenbankgeld ist nicht gleich Franken.

      Vergleich: Angenommen, die CS ginge Konkurs. Das Resultat wäre, dass CS-Geld (Verbindlichkeiten von CS mit Geldcharakter M1) massiv an Wert verlöre. Daraus kann man aber nicht ableiten, dass auch UBS-Geld M1 oder Kantonalbankengeld M1 usw. auch entwertet wird. Der Franken mag dadurch etwas fallen – aber er wird nicht gleichermassen fallen wie der Wert von CS-Geld.

      Der Wert des Frankens basiert nicht nur auf Notenbankgeld, da dieses nur einen geringen Teil des Vermögens der Schweiz darstellt.

      Geht also unsere Notenbank Konkurs, so bedeutet das nicht, dass der Franken gleichermassen fällt und damit die Verluste der SNB wieder kompensiert, weil dadurch ihre Schulden geringer werden. Das ist eine Illusion, an die sich viele klammern.

      Angenommen, die SNB weise negatives Eigenkapital aus. Sie deponiert ihre Bilanz nicht. Dadurch müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB entsprechend wertberichtigen. Das Eigenkapital der SNB wird immer tiefroter.

      Jetzt setzt ein Domino-Effekt ein: Die Gläubiger der Banken und die Banken selber möchten ihre Guthaben bei der SNB respektive bei den Banken ins Trockene bringen. Sie wollen sie verkaufen gegen Euros und Dollars usw. Die SNB kann nicht liefern, da ihr Vermögen zu klein ist.

      Die Kunden der Banken klagen gegen die Banken und die Banken klagen gegen die SNB. Die SNB muss ihre Euros und Dollars und Gold verkaufen, um die Forderungen der Banken zu erfüllen. Jetzt steigt der Franken noch mehr, bis die SNB all ihre Devisen verkauft hat. Erst jetzt kann der Franken wieder fallen. Den Letzten beissen die Hunde.

      Der anschliessende Fall des Frankens wird die SNB aber nicht mehr retten können, weil sie die Euros ja bereits nicht mehr hat.

      Es ist also eine Illusion, zu meinen, die SNB könne gar keinen Verlust machen, weil bei einem Konkurs der SNB der Euro gegen Franken fällt und das automatisch wieder zu Gewinnen der SNB führt.

      Zweitens:
      Es wäre denkbar, dass die FINMA bei negativem Eigenkapital der SNB die Guthaben der Banken bei der SNB und die Guthaben der Kunden bei den Banken zu Eigenkapital erklärt. Dadurch erhielte die SNB etwas Schnauf und müsste möglicherweise nicht sofort alle ihre Devisen verkaufen. D.h. der Franken-Anstieg würde dadurch etwas gebremst.

      Die Banken und die Kunden der Banken müssten aber bluten, indem sie nun Aktien der SNB respektive der Banken besitzen anstatt Verbindlichkeiten der SNB respektive der Banken in Geldform.

      Früher oder später würde der Franken aber weitersteigen und die kreditgebenden Banken würden weiter massive Verluste auf ihren Guthaben bei der SNB machen. So oder so muss die SNB früher oder später ihre Devisen abstossen. Dann wird der Franken massiv steigen und erst nachher abstürzen – nachdem die SNB verkauft hat.

      Deshalb werden sich Jordan und Co hüten, Devisen zu verkaufen. Sie werden immer schlecht aussehen, weil der Franken erst fallen kann, wenn die SNB die Franken verkauft. Nachher werden alle sagen, die SNB habe zu früh verkauft. Die SNB habe auf dem tiefsten Punkt ihre Euros verkauft und dieser sei nun wieder gestiegen.

      Das wäre dann aber eine optische Täuschung, da der Franken erst fallen kann nachdem die SNB verkauft hat. Aber je länger die SNB aber zuwartet mit dem Verkauf ihrer Devisen, desto schlimmer wird es im Endeffekt sein, weil sie immer mehr Devisen hat.

      Irgendeinmal muss die SNB aber dennoch in diesen sauren Apfel beissen, weil die Verluste der SNB immer grösser werden, je länger sie wartet und je mehr Devisen sie besitzt.

      Die SNB sitzt hoffnungslos in der Falle.

      Drittens:

      Es gibt keinen makroökonomischen Grund, davon auszugehen, dass der Franken überbewertet ist, wie die SNB gebetsmühlenartig behauptet. Solange die Schweizer Wirtschaft stark ist, ist der Franken stark. Und die Kaufkraftparitäten-Theorie, welche Herr Jordan immer wieder anführt, ist eine verhängnisvolle Irrlehre:

      Die hohen Preise in der Schweiz bedeuten nicht, dass der Franken überbewertet ist, sondern unterbewertet. Warum? Weil eine schwache Währung zu steigenden Preisen führt – nicht eine starke.

      Konklusion: Der Franken wird stark bleiben bis zum bitteren Ende. Bis die Schweizer Wirtschaft durch die Unvernunft der SNB stark geschwächt sein wird.

      Ich kann also nur empfehlen, die Franken zu halten; aber nicht bei Geschäftsbanken anzulegen, welche der SNB viel Kredit gegeben haben. Möglicherweise bei Kantonalbanken oder in Realwerte, Immobilien, Aktien, Unternehmen. (Ist nicht das auch ein Grund, weshalb die Immobilienpreise steigen, weil die Investoren eben sehen, dass Geld gefährdet ist).

      Dann Gewinne mitnehmen wenn die SNB Euros gegen Franken verkauft. Dann in die Stärke hinein verkaufen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Indah Ria
      Wenn Sie als Vergleich vergangene Krisen anschauen, als Währung eigentlich nur Gold, „the ultimate currency“! Weiters kommen Rohwaren (commodities) und Sachwerte wie Aktien und Liegenschaften in Frage. Einfach Anlagen, die man braucht und die Erträge generieren. Vergessen Sie auch eine vernünftige Diversifikation nicht.
      Aber Achtung: Sie werden bei einem Crash auch mit diesen Anlagen „verlieren“, diese Anlagen haben aber zumindest eine Chance auf Erholung!

  37. Die NB ist in ihrem Handeln durch das Gesetz beschränkt. Sie ist für die Stabilität der Währung verantwortlich, für ein ausgewogenes Verhältnis der Güter- zur Geldmenge.
    Wie kommen Sie auf die Idee, die NB könne tun und lassen was sie will?
    Warum werden so viele Worte gemacht, die doch nur Verwirrung stiften und den Betrügern in die Hände spielen?
    Schöne Grüße

    • @Gast aus Oesterreich

      Danke

      Habe ich ihrgendwo geschrieben, die SNB könne tun und lassen, was sie will?

      mfg

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Nein Sie umschreiben es mit Gott des Geldes!
      Die Haftung trägt natürlich das Volks, da wollen Sie doch hinaus?
      Welche Zentralbank Betrachtung Sie als Währungssicher?

      Ich drehe den Spiess um und frage:
      Wie funktioniert der bankübergreifende Zahlungsverkehr mit Buchgeld der Geschäftsbanken und wie können Geschäftsbanken, ihr Bankgiroguthaben bei der SNB erhöhen oder senken? Wie erklären Sie die Durchlässigkeit?

      Freundliche Grüsse
      Georg Bender

    • @Georg Bender

      Bitte verstehen Sie: Ich habe keine Zeit mehr, Ihre wirren Texte zu entwirren. Ich lese diese gar nicht mehr.

      Dank für Ihr Verständnis.

      Freundliche Grüsse und einen schönen Tag. Geniessen Sie das schöne Wetter.

      Marc Meyer

  38. Bei anhaltender Niedrig- bzw. Negativzins-Politik wird die SNB im Falle einer ausgeprägten Aktien-Baisse negatives Eigenkapital bekommen. Auch eine fortschreitende Aufwertung des Frankens wird wegen fehlender Zinseinkünfte langfristig zu negativem Eigenkapital führen. nach herkömmlichen Bilanzrecht wäre die SNB dann überschuldet und müsste zum Insolvenzrichter gehen. Soweit stimme ich mit Marc Meyer völlig überein. Der FUNDAMENTALE Unterschied zu einer normalen Bank oder Unternehmen ist allerdings, dass es für die Schulden der SNB keinen Schuldner gibt, der Kredite fällig stellen könnte. Die Schulden sind im Grunde nur ein Bilanzposten. Jetzt schreibt Herr Meyer zwar, dass die beiden Schweizer Großbanken jeweils 100 Mrd. Schweizer Einlagen haben, aber auch da sehe ich kein Problem, selbst wenn es Billionen wären, weil die SNB keiner daran hindern kann, beliebig viele Franken zu schöpfen. Nomalerweise ist es allerdings so, dass die Banken bei der Zentralbank insgesamt mehr Schulden als Guthaben haben. Schließlich bezeichnet man eine Zentralbank auch als „lender of last resort“ und nicht „borrower of last resort“, obwohl die gigantische Geldschwemme die Zentralbanken immer mehr zu solchen macht. Man wird eventuell speziell für die SNB das Bilanzrecht ändern müssen, aber dann kann es mit dem negativen Eigenkapital ad infinitum weitergehen. Das wird keinen stören, solange es den Leuten gut geht.

    • @kassandro
      Sie setzen Ihren Verstand ein und verweisen auf Tatsachen. Darum sind Sie hier falsch oder ein SNB-Troll oder beides. Wahrscheinlich ist Ihr wahrer Name Abderhalden.

    • @kassandro

      Danke

      Sie begehen denselben Überlegungsfehler wie Herr Jordan.

      Doch.

      Die SNB muss ihre Schulden zurückzahlen, wenn die Banken das verlangen.

      Alles andere wäre Enteignung der Banken durch die SNB.

      Bitte nennen Sie mir den Artikel im Nationalbankgesetz, aus dem hervorginge, dass die SNB ihre Schulden gegenüber den Banken nicht zurückzahlen muss.

      Danke und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Grüezi@Thomas Meier,

      Können Sie inhaltlich näher ausführen, was Sie zu diesem Urteil berechtigt. Denn offenbar sind Sie der Auffassung, zum Sachverhalt besseres zu wissen.

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber (KMU) und AHV Rentner
      Ich kenne Herrn Meier nicht, aber wie er zu seiner Boshaftigkeit kommt, verstehe ich sehr gut: Sie müssen sich nur ein wenig umschauen, ein paar seriöse Quellen anzapfen und voila … .
      Haben Sie einmal darüber nachgedacht, weshalb Dr. Meyer nicht ein einziges Mal die Gesetzestexte angibt, die sein Mantra von der Enteignung der Banken, dem illegalen Handeln der SNB usw. belegen würden? Nein? Das sollten Sie aber!
      Etwas einfacher geht es auch hier: http://blogs.faz.net/fazit/2017/06/13/als-die-bundesbank-einmal-pleite-war-8833 (aber Vorsicht; nach Definition von Dr. Meyer dürfte das eine Quelle sein, die zur grossen Verschwörung gehört).

      Freundliche Grüsse

      Ihr Nick Norman

    • @Thomas Meier

      Ihre Zeilen belegen, dass wir es bei der SNB mit Narren tu tun haben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Nick Norman

      Sie schreiben an Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner im Stile, wie ich es von der SNB gewohnt bin. Zuerst persönlich beleidigend, und dann sehr oberflächlich in der Argumentation.

      Aha. Man ist also „boshaftig“, wenn man es wagt, der SNB zu widersprechen. Und wenn Sie schon meinen, mich persönlich beleidigen zu müssen, dann wenden Sie sich doch bitte an mich persönlich. Danke.

      Dann zum fachlichen

      Nicht ich, sondern die SNB muss den Gesetzestext beibringen, woraus hervorginge, dass die SNB ihre Schulden den Banken nicht zurückzahlen muss.

      Die SNB behauptet, sie müsse ihre Schulden, die sie bei den Banken hat, nie mehr zurückzahlen. Ich sage, das wäre eine Enteignung der Banken und ist nirgends im Gesetz so vorgesehen. Die SNB muss also beweisen, dass sie ihre Schulden nicht zurückzahlen muss.

      Herr Jordan soll diesen Gesetzestext beibringen, der belegen soll, was er behauptet.

      Sie posten den Geschäftsbericht der Deutschen Bundesbank 1973, woraus hervoringe, dass eine Zentralbank sehr wohl existieren könne mit negativem Eigenkapital.

      Erstens:
      Es war im Jahre 1973 eine Ausnahmesituation bei der Freigabe der Wechselkurse, dass der Dollar akut so stark fiel.

      Beim Euro heute handelt es sich jedoch um eine chronische Schwäche, welche der SNB stark zu schaffen macht. Die SNB kauft zudem immer mehr Devisen, was die Deutsche Bundesbank damals nicht tat.

      Tatsächlich ist die Situation der SNB heute gerade umgekehrt als jene damalige der Deutschen Bundesbank. Damals ist man von fixen Wechselkursen weggekommen. Die SNB tut aber genau das Gegenteil: Sie will die Wechselkurse fixieren.

      Damals ging es um einen Einmaleffekt. Bei der SNB heute geht es um einen Dauerzustand.

      Zweitens:

      Die Deutsche Bundesbank erhielt damals sehr viel Kredite vom Deutschen Bund, den Ländern und Staatsbetrieben. Diese überwogen ihren Verlust auf der Währung bei weitem.

      Da war es nicht nötig, dass diese staatlichen Institutionen ihre Aktiven bei der Deutschen Bundesbank tiefer bewerten mussten und selber Konkurs gehen konnten. Man konnte sich darauf einigen, dass die Bundesbank in den darauffolgenden Jahren weniger oder gar keine Ausschüttungen vornehmen wird. Das entsprach einem zusätzlichen Kredit durch den Deutschen Bund.

      Die SNB besitzt viel weniger Kredit vom Schweizer Bund, als die Bundesbank damals vom Deutschen Bund. Und der Schweizer Bund könnte heute unmöglich einen Betrag bereitstellen, in der Grössenordnung eines Verlust, welcher der SNB droht.

      Zudem lagen die Leitzinsen damals bei 5 – 6 Prozent. D.h. die Deutsche Bundesbank konnte mit ihren Aktiven viel schneller positive Erfolge erzielen.

      Bei der SNB ist das heute ganz anders: Sie hat Geschäftsbanken als ihre Gläubiger, die „mark to market“ bewerten müssen. Ist das Eigenkapital der SNB negativ, so müssen diese Geschäftsbanken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen und können selber Konkurs gehen.

      Das war bei den Deutschen Ländern damals nicht der Fall. Ein wesentlicher Unterschied.

      Die Verluste der Deutschen Bundesbank beliefen sich damals auf etwas mehr als 10 Prozent des Notenumlaufs. Die SNB hingegen hat ein Risiko, wo eine 5 prozentige Aufwertung des Frankens bereits einen Verlust in der Grössenordnung von hundert Prozent des Notenumlaufs ausmacht.

      Die Dimensionen der SNB heute sind also viel gefährlicher als jene der Deutschen Bundesbank damals vor über 40 Jahren.

      Drittens:

      Der Goldpreis in D-Mark verteuerte sich damals aufgrund des stärkeren Dollars massiv. Von 1972 – 1974 vervierfachte sich der Goldpreis annähernd. Die Deutsche Bundesbank bewertete ihr Gold aber unverändert zu 14 Milliarden.

      Daraus folgt: Die Deutsche Bundesbank erwirtschaftete damals massive Gewinne auf ihre Goldbeständen, was zu einer Zunahme der stillen Reserven geführt hat. Insofern waren die Guthaben der Banken und des Bundes bei der Deutschen Bundesbank jederzeit noch voll gedeckt.

      Der Titel in der FAZ „Als die Deutsche Bundesbank pleite war“ ist also irreführend.

      Die Deutsche Bundesbank hatte massive stille Reserven und sie hatte Gläubiger, welche keine Bewertungsprobleme hatten, da es sich um staatliche Institutionen handelte, welche einfach in den folgenden Jahren keine Ausschüttungen erhielten.

      Zudem spricht der ehemalige Deutsche Bundesbankpräsident von einer Situation, wo das Eigenkapital der Bundesbank aufgezehrt war. Er spricht nicht von einer Situation, wo die Zentralbank nachhaltig stark negatives Eigenkapital aus wie, wie das bei der SNB droht.

      Auch der damalige Präsident der Deutschen Bundesbank Schlesinger war offensichtlich ein Opfer der mephistischen Irrlehre, wonach die Zentralbank einfach Geld drucken konnte.

      Seine Begründung die Bundesbank sei nicht Konkurs gegangen, weil sie Geld ducken konnte, ist offensichtlich falsch.

      Die effektiven Gründe waren: Die Deutsche Bundesbank hatte den Bund als wichtigen Kreditgeber, der auf zukünftige Einnahmen verzichtete und die Deutsche Bundesbank hatte offensichtlich hohen stille Reserven auf ihren Goldbeständen, weshalb sie effektiv nicht „pleite“ war.

      Beides trifft für die heutige SNB nicht zu.

      Die SNB sollte lernen, tiefgründiger zu analysieren, als sich einfach hinter scheinbar ähnlichen einmal – Ereignissen vor über 40 Jahren zu verstecken.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Kassandro

      Auch ohne Zinseinnahmen kann man erfolgreich sein! Geld braucht kein Zins, sondern das Geld soll die Produktivkraft erzeugen!
      Das Geld wurde auch nicht zur Aufbewahrung erfunden!

      Die Schweizer Banken können gar keine Einlagen haben, weil das Buchgeld nicht existiert, es sind Buchungen!
      Zudem ist der Geldverkehr zwischen der SNB und den GB nicht durchlässig, will heissen, sie können keine Einlagen mit Buchgeld machen, weil es ja nicht existiert! Buchung: Kredite/Investitionen an Kundenguthaben!
      Das Geldsystem verstehen würde helfen, die Phantasien von Dr. M. Meyer richtig einzuordnen.

      Ob Schulden oder Guthaben, bestimmt einzig die Zentralbank mit ihrer Politik!

      Solange die Währung, als Zahlungsmittel, wie Sie richtig festhalten, akzeptiert wird und die Banken untereinander den Ausgleich mit Hilfe der ZB schaffen, funktioniert das System. Auf Knopfdruck können Krisen, wie 2007 ausgelöst werden!

      Darum muss das Bankensystem reformiert werden. Banken sind Geldschöpfer, dürfen die Form der AG nicht wählen und nicht am Geldspielwarenmarkt teilnehmen! Alle Finanzspiele werden von Nichtbanken betrieben!

    • Herr Thomas Meier

      Nein Kassandro ist kein Troll! Wenn die siamesischen Zwillinge im Geist, ihre Phantasien als Verstand zum Besten geben und dabei sämtliche Gesetze und Regeln in absurdum führen wollen, so bleibt es ihnen unbenommen!
      Qualifizierung überflüssig!

    • Kassandro, würden Sie denn einem überschuldeten Unternehmen noch Kredit geben? Auch wenn ein negatives EK bei der SNB buchhalterisch kein Problem wäre, die Glaub- und Kreditwürdigkeit sänke über Nacht auf Null!

  39. Wow, was für eine beeindruckende Versammlung von Verschwörungstheoretikern. Man wundert sich ja immer, wo die so stecken, aber eine Spur führt ab heute eindeutig nach Insideparadeplatz.
    Georg Bender hat noch Reste von Verstand, aber wenn er hier weiter versucht zu argumentieren, wird er den verlieren. Todsicher.
    Wer ist dieser Abderhalden?

    Besten Dank an alle (anderen) für die super Freakshow!!

    Euer Tomi

    • @Thomas Meier

      Danke

      Sie bestätigen, was Herr Urs Niederer soeben geschrieben hat.

      MfG

  40. Alter Wein in neuen SNB Schläuchen:

    Georg Bender gleich Urs Anderhalden, Entschuldigung Abderhalden…

    Die SNB Trolle können das SNB Problem auch nicht lösen!

    • @Urs Niederer

      Vielen Dank für Ihren Beitrag.

      Ja es ist wirklich so: Das einzige was die SNB kann, ist, sich hier durch Trolle vertreten zu lassen.

      Diese wollen die Diskussion ins Lächerliche ziehen oder mich lächerlich machen oder ganz einfach die Diskussion torpedieren.

      Es ist eine erbärmliche Vorstellung, welche die SNB und Ihr Herr Jordan abgeben: Seit 25 Jahren versuche ich, der SNB aufzuzeigen, dass sie einen ganz entscheidenden Überlegungsfehler begeht, indem sie ihre Aktiven und Passiven miteinander verwechselt.

      Es geht bereits um über 700 Milliarden Schulden, von denen die SNB uns weismachen will, dass es sich um Vermögen (Eigenkapital statt Schulden) handelt.

      Die SNB hat es noch nie für nötig gehalten, darauf einzugehen,

      Hier auf Inside Paradeplatz hat sie noch nie offiziell Stellung dazu genommen. Sie bevorzugt, der ihr hörigen NZZ zu diktieren.

      Feige versteckt sie sich auf Inside Paradeplatz hinter Trollen.

      Äusserst bedenklich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Urs Niederer

      Bewerten ohne auf das Gesagte eingehen zu können, deutet nicht auf intelligente Umgangsformen hin.

      Ich bin mir aber fast sicher, dass Sie das Zusammenwirken der zwei Buchgeldarten nicht verstehen können, andernfalls man nicht von Einlagen der Geschäftsbanken bei der SNB, sprechen würde!
      Nur das Bargeld ist durchlässig!

      Verschwörung ich weiss, weil Sie nicht in der geistigen Verfassung sind, das Bankgiroguthaben bei der SNB erklären zu können?

      Fragen Sie Ihren Mentor, Dr. MM!

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Nur mit Schulden ist die Bilanz nicht ausgeglichen!

      Das Geld entsteht durch Aktionen = Aktive! Mit der Schöpfung entsteht gleichzeitig Kundenguthaben (nicht Einlagen)!

      Nach Ihrem Verständnis ist die Schöpfung ein Passivum (Einlagen). Eben leben ohne geboren zu sein!

      Den Geld- und Wirtschaftskreislauf wäre eigentlich Ihre Domäne? Aber eben, dann müsste man verstehen können, welche Leistungsnachfrager das Geld in Umlauf bringen?

      Z.B. der Staat das Steuervolumen? Hier steckt grosses Aufklärungspotenzial bei welchem die Bürger endlich begreifen könnten, wie sie laufend manipuliert und betrogen werden! Geld ist nicht knapp es wird von den Ökonomen als knapp gelehrt!
      Warum macht die in den Preisen einkalkulierte Sozialquote die Existenzkämpfe und Armut nicht überflüssig?
      Solche Fragen sollte, Ihr Denkvermögen aktivieren!

  41. @Rolf H. Meier

    Danke

    Sie schreiben SNB-Chef Jordan sei nicht dumm. Er arbeite aber für andere Länder und FED.

    Das sehe ich anders: In seinem Vortrag, ob die SNB Eigenkapital benötigte zeigte er zwei Wege, wie die SNB Eigenkapital aufstocken könne:

    Erstens: Durch drucken von Geld

    Zweitens: Durch Gewinne

    Das schleckt keine Geiss weg. Auf diesem Irrtum basiert das ganze Dilemma der SNB.

    Jordan hat nicht die Grösse, diesen Irrtum zuzugeben.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  42. Aus dem gleichen Interview, dass weiter unten schon @central bankers bubble zitierte:

    „Mir macht derzeit weniger China als die Position der Währungsunion Sorge, die den Euro schwächt. Der Leistungsbilanzüberschuss der gesamten Währungsunion ist grösser als derjenige von China. Die Euro-Länder haben gesagt, man solle nicht den schwachen Euro für alles verantwortlich machen. Manche Euro-Länder hätten ein Defizit, andere einen Überschuss. Es gleiche sich aus. Das stimmt nicht mehr.“

    Die Schweiz hat mit ihren 70Mrd/a sowohl bezogen aufs BIP als auch pro Kopf noch viel die höheren Leistungsbilanzüberschüsse als die grössten EU-Sünder Deutschland und die Niederlande. Die Leistungsbilanzüberschüsse der Schweiz sind die primäre Ursache für die Frankenstärke. Die Zentralbanken der Überschussländer verhinderen durch ihre Währungsmanipulationen einen ausgewogenen Welthandel. Eine solche Politik geht in den Überschussländern jedoch auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung, weil die durchschnittliche Kaufkraft zu klein ist um genügend zu konsumieren (unnötiger oder aufgezwungener Konsumverzicht). In den Defizitländern erhöht sich die Arbeitslosigkeit, was noch schlimmer ist.
    Profitieren tun letztlich nur die Manager und Eigner von einigen wenigen Grosskonzernen. Ohne die Personenfreizügigkeit hätten wir ein deutlich höheres Lohnniveau in den Überschussländern. Die PFZ in Kombination mit den Währungsmanipulationen lässt die Defizitländer komplett ausbluten. Die Hilfsprogramme für die Defizitländer werden dann wieder sozialisiert. Eine fatale Politik die nur durch die Linke so möglich wurde. Wann kommt die Einsicht?

    • @M.Stadelmann

      Danke

      Das zeigt, dass die SNB Devisenkäufe vollkommen unnötig sind. Die SNB ist ein Währungsmanipulator.

      Der Grund: Sie hat sich verspekuliert.

      MfG

    • Grüezi@M. Stadelmann,

      Sie sprechen einer der zentralen Themen an, nämlich:

      – Leistungsbilanz,- Exportüberschüsse

      – Konzern Gewinne

      Was hat z.B. Novartis denn mit der Schweiz zu tun, wenn es um Gewinne geht? Oder UBS? Die Profite gehen an die Aktionäre und die sind weltweit verstreut.

      Wenn „Schweizer Firmen“ viele Gewinne im Ausland machen, müssen diese Unternehmen die fremden Währungen wieder loswerden. Dieses Risiko wollten viele Unternehmen nicht tragen, deshalb wurde Druck auf Politik und SNB ausgeübt.

      Resultat: Mindestkurs.

      Hintergrund: Wenn man droht die Produktionsstätten gleich mit ins Ausland zu verlegen, bleibt dies nicht ohne Wirkung. Schliesslich können die dortigen Angestellten mit diesen Überschüssen bezahlt werden.

      Deshalb, sollte man Exportgewinne/überschüsse sehr kritisch hinterfragen, denn in den überwiegenden Fällen führen sie zuerst einmal zu strukturellen Arbeitslosigkeit in der Schweiz die nicht mehr in den Statistiken erfasst wird. Darüber hinaus, ist die Gefahr eines gigantischen Abschreiber auf diese Auslandsvermögen akut.

      Zutreffend schreibt Herr Dr. Marc Meyer Zitat:

      „Würde das Portefeuille der SNB aber an einen Staatsfonds übertragen, so müsste das Volk die Verluste auf diesem Portefeuille direkt übernehmen, ohne dass vorher die Banken mittragen müssten. Die Banken wären damit „aus dem Schneider“.“

      Zitat Ende.

      Ich habe es weiter unten geschrieben: Für mich schliesst sich dadurch ein weiter Kreis, ja, die Mutter aller Kreise.

      Und nochmals muss die Frage erlaubt sein, weshalb der Staat/Steuerzahler die Konsequenzen fehlgeschlagener privater Kalkulation zu kompensieren hat? Es gibt offenbar einen Kreis aus Konzerne und Vermögenden in unserem Land, die sowohl eine Risikoversicherung auf Währungsschwankungen als auch auf Verluste auf Kosten der Allgemeinheit durchgesetzt hat.

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber KMU AHV Rentner

      Vielen Dank

      Genau so ist es:

      Mindestkurs und TBTF sind Versicherungen der SNB, WOBEI Das Volk die Kosten trägt.

      MfG

      Marc Meyer

  43. Herr Dr. Marc Meyer

    Es geht auch viel kürzer! Es bestehen Gesetze, alles lamentieren nützt wenig? Solange die Ökonomen, Judikative und Politik das Geldsystem nicht verstehen können oder dürfen, wird die Manipulation der Bevölkerung gelingen! Das Volk will es so, andernfalls, es längst die Aufklärung verlangt hätte?

    Staatsfonds werden aus Produktivkraft von endlichen Ressourcen gebildet und nicht aus Spekulation mit der unendlichen Geldvolumenausweitung!

    Würde das Geschäftsbankensystem nicht annehmen können, dass die SNB interveniert, sie hätte das Risiko absichern müssen! Die Anlagen in Fremdwährungen hätten die GB vorgenommen, wären aber in Konflikt mit den Eigenmittelvorschriften gekommen! Diese Abwicklung wäre im Einklang mit der freien Marktwirtschaft gestanden! Die Absicherung der Währung hätte über vorangekündigte Massnahmen (40% Gebühr bei Devisenfinanztransaktionen) umgesetzt werden können! Stattdessen werden die von den Ökonomen als alternativlos bezeichnete Volumenspiele zelebriert! Im Gegensatz zur Intelligenz ist die Dummheit nicht endlich!

    Die Bilanzausweitung bei der SNB wäre ausgeblieben! Die Negativzinsen der SNB hätten wenig abgeschöpft! Es sei denn, die GB wären beauftragt worden, Negativzinsen, auf Auslandguthaben (wie 1974) zu erheben!

    Die Geschäftsbanken schöpfen ihr Buchgeld aus dem Nichts (kein gesetzliches Zahlungsmittel) mit Krediten und Investitionen mit ihren Kunden (Wirtschaft), derweil die Zentralbanken ihr Buchgeld aus dem Nichts (gesetzliches Zahlungsmittel) mit ihren Kunden den Geschäftsbanken, mittels Geldmarktoperationen schöpfen. Es sind keine Einlagen möglich (Logik)! Das gesetzliche Zahlungsmittel liegt als Manöveriermasse für das GB-Buchgeld auf Bankgirokonten! Das bankübergreifende Zahlungssystem (Perpetum mobile = Schneeballsystem) ist ein geschlossener Geldkreislauf, es ist nicht durchlässig! Einzig das Bargeld ist mit der ZB durchlässig! Der Multiplikationsfaktor Geld funktioniert über die zwei beschriebenen Geldarten, daraus wird fälschlicher Weise verstanden, die Kredite würden aus Geldeinlagen gewährt! Einfältiger Denkfehler, weil man wissen sollte, dass man nicht leben kann, ohne vorher geboren zu sein!

    Weil die Banken ihr Geld schöpfen, brauchen sie auch keine Aktionäre (niemand fördert Parasiten, hier als Renditeverteilung)! Auch das Mitspielen im Geldspielwarenmarkt dürfte nicht gestattet werden, weil es die Wettbewerbsbedingungen verfälscht. Das dafür notwendige Buchgeld wird mit der Operation (Investition) geschöpft!

    Ich wünsche sehnlichst, dass endlich der Zahler-Mythos (wir sind Gelddrehscheibe, weil Geld im Kreise fliesst) aus dem Denkspeicher gelöscht würde! Das Geld wird via Wirtschaft oder Lebensunterhalt für die Steuern vom Staat, die Sozialbeiträge von den Rentnern, für das Einkommen von den Erwerbstätigen, in Umlauf gebracht. Zahler? Fehlanzeige, ist aber aus betreuter Bildung, so zementiert! Dieser Denkfehler würde jedoch voraussetzen, dass das Geld für die Arbeit oder Leistung, ungeordnet vom Himmel fällt und nach dem Ausgeben, vernichtet würde! Einfältig, oder etwa nicht? Die Ökonomen werden befragt, dabei wissen diese Spezies nicht mehr als der Fragesteller! Einfältig, oder etwa nicht?

    Seien Sie gegrüsst!

    • @Georg Bender

      Sehr geehrter Herr Bender

      Ihre Beiträge sind ein solch wirres Durcheinander, dass ich mir die Zeit nicht mehr nehmen kann, diese zu entwirren.

      Tut mir Leid.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Man kann nur entwirren, wenn man der Sache geistig auf den Grund gehen kann?
      Wenn jedoch die Grundlagen nicht verstanden werden, können auch die Ergebnisse nicht stimmen!

      Ihre Panikmache hat mit der Realität überhaupt nichts Gemein!

      Mit dem Geld ausgeben entsteht die Wirtschaftsleistung! Das Geld besteht nun mal aus nicht getilgten Schulden und nicht abgeschriebenen Bankinvestitionen! Verstehen Sie die Auswirkung des Geldkreislaufs und was Geld als Mittel zum Zweck bedeutet! Keine Zahler sondern Gelddrehscheibe aus Arbeit und Leistung! Dieses Geldgesetz sollte die Volkswirtschaftler interessieren damit sie endlich verstehen können, dass die Wirtschaftsleistung (sämtliche Wirtschaftsfaktoren enthalten) für die Systeme massgebend ist und nicht eine imaginäre Lohnsumme!
      Das Geschäftsbankbuchgeld ist nun mal im Gegensatz zum Bargeld, nicht durchlässig! Das Zentralbankbuchgeld liegt nun mal auf den Geschäftsbankkonten der Zentralbank und bildet ein geschlossener Kreislauf! Es fliesst kein Geld nach draussen = Inzucht!

      Die Realität kommt für Sie zu wirr daher, darum können Sie das Gesagte nicht richtig entschlüsseln?

      Ihre eigenen Phantasien reichen scheinbar aus das, um Mitmenschen zu verunsichern?

      Ich muss Ihnen nicht leid tun, es reicht wenn Sie es für sich beanspruchen müssen?

      Sportliche Grüsse
      Georg Bender

    • Links und rechts, Aktiven und Passiven, Fremdkapital und Eigenkapital auseinanderhalten müsste eigentlich Ordnung in den Synapsen schaffen. Die SNB Bilanz weist diesbezüglich formal richtig aus (abgesehen von der manipulativen Höherbewertung ihrer Devisenanlagen). Umso tragischer ist es, dass sich in der DNA vieler sonst kluger Köpfe fix die Illusion hält, dass die SBN bei negativem Eigenkapital voll handlungsfähig bleibt, ohne irgendwelche Konsequenzen für deren Kapitalgeber und letztlich uns Steuerzahler. Aber natürlich ist das Festhalten an dieser Illusion wesentlich beruhigender. In Bezug auf die SNB Führung und deren Entourage ist diese Haltung aber geradezu fahrlässig; lieber wilde und möglichst komplizierte Legitimierungskapriolen auftischen, als sich wie von Dr. Meyer zig-fach aufgezeigt realistischen Szenarien zu stellen. Das erwarte ich als braver Steuerzahler und kein kompliziertes Schönreden. Immerhin geht es um hunderte Milliarden Staatschulden, ob wir das nun wahrhaben wollen oder nicht. Das ist m.E. das Problem und hat nichts mit Panikmache, Verschwörung oder akademischen Spitzfindigkeiten zu tun.

      Freundliche Grüsse Rico Meier

  44. Ich war ein erfolgreicher Unternehmer und ich glaubte bisher auch nicht ganz blöd zu sein… Wenn doch SNB 100 Mia. Fr. druckt, warum gibst da ein Gläubiger? Zudem tauscht die SNB die Fr. in Euro oder Aktien, hat also ein Gegenwert, nicht wie die EU die Griechenland einfach Geld verschenkt. Das einzige Risiko das ich sehe, ist eine Inflation durch die Ausweitung der Geldmenge. Wir haben aber eher eine Deflation. Wo ist das Problem?

    • @Karl Hoppler

      Guten Morgen Herr Hoppler

      Danke für Ihren Beitrag.

      Erstens:

      Ich sage nicht, dass jemand blöd ist, der nicht versteht, dass Geld nicht ein Aktivdarlehen, sondern ein Passivdarlehen der Zentralbank ist. Auch ich habe das in meinen Anfängen in der Studienzeit gemeint. Ich habe aber festgestellt, dass dies ein Irrtum ist und damit begonnen, die heutige Volkswirtschaftslehre und auch die Geldtheorie zu überprüfen. Dabei sind mir verschiedene ganz zentrale Irrtümer aufgefallen. Einer davon ist der, dem Sie und die SNB aufsitzen:

      Sie betrachten von der SNB gedrucktes Geld als Aktivum bzw. als Vermögen der SNB (Liquidität, Liquide Mittel der SNB, Zahlungsmittel der SNB). So lehrt das die heutige Geldtheorie. Und auch SNB-Chef Jordan ist noch nicht soweit, dass er diesen Fehler einsieht. Ich will versuchen, Ihnen das hier nochmals zu erklären:

      Beispiel:
      Wenn Nestlé eine Obligation emittiert, so nimmt Nestlé einen Kredit oder Kapital auf. D.h. Nestlé druckt Obligationsscheine (früher war das so, heute nur noch verbucht). Nestlé bietet also eine Obligation an und erhält dafür Kapital am Kapitalmarkt. Der Inhaber der Obligation ist Gläubiger gegenüber Nestlé.

      Nestlé ist Anbieter der Obligation; d.h. Nachfrager von Kapital und damit Schuldner.

      Banknoten sind Obligationsscheine der SNB. Druckt die SNB Banknoten und bringt diese in Umlauf, so gewährt der Inhaber der Banknote der SNB einen Kredit, genauso wie das der Käufer einer Nestlé-Obligation tut.

      Ein anderes Beispiel:

      Parkieren Sie einen Teil ihres Vermögens bei einer Bank in Giroguthaben, so sind Sie Gläubiger der Bank. Sie geben der Bank einen Kredit.

      Genauso ist es mit den Giroguthaben der Banken bei der SNB: Die Banken gewähren der SNB einen Kredit. Die Banken sind somit Gläubiger gegenüber der SNB.

      In einem Staatsfonds wäre das Volk Kreditgeber für diesen Staatsfonds.

      Zweitens:

      Richtig. Die SNB tauscht ihre Frankenschuld in ein Euro-Guthaben, verbunden mit einem Devisengeschäft. Die SNB gewährt damit dem Ausland einen Kredit und kurbelt damit das Ausland an.

      Um dieses Devisengeschäft wieder rückgängig zu machen, muss die SNB ihre Auslandanlagen in Euro wieder verkaufen, um ihre Schulden in Franken zu begleichen.

      Sinkt mittlerweile aber der Devisenkurs des Euro gegenüber dem Franken, und/oder fallen die Obligationen- oder Aktienkurse, so kann die SNB mit ihren Auslandanlagen nicht mehr genügend Schweizerfanken lösen, um ihre Schulden in Franken bei den Banken zurück zu zahlen. Die SNB ist Konkurs.

      Drittens:
      Richtig: Es besteht die Gefahr einer Inflation. D.h. Notenbankgeld verliert an Wert. Der Wert von Banknoten besteht in deren Kaufkraft von Gütern. Resultat: Die Güterpreise steigen. Das nennen wir Inflation.

      Auch der Wert von Giroguthaben fällt. D.h. mit Notenbankgeld können deren Inhaber, die Banken, beispielsweise weniger Euros von der SNB kaufen, als sie der SNB verkauft haben. Warum? Weil die SNB nicht genügend davon besitzt, um die berechtigten Forderungen der Banken erfüllen zu können. Deshalb müssen die Banken ihre Forderungen gegenüber der SNB wertberichtigen.

      Vergleich: Eine Bank gewährt einen Hypothekarkredit. Nun fällt der Wert der Immobilie unter den Wert des Kredits. Konklusion: Die Bank muss den von ihr gewährten Hypothekarkredit wertberichtigen, weil sie weiss, dass beim Verkauf des Hauses nicht genügend Franken gelöst werden können, um den Hypothekarkredit zurück zu zahlen.

      Genauso müssen die Banken ihre Kredite an die SNB nach unten wertberichtigen, wenn sie aus der Bilanz der SNB lesen können, dass die SNB beim Verkauf ihrer Aktiven nicht mehr genügend Franken wird lösen können, um ihre Schulden in Franken zu begleichen.

      Beispiel: Die SNB kauft von den Banken 100 Milliarden Euros beim Kurs von 1.20 und schreibt ihnen den Gegenwert von 120 Milliarden Franken gut. Mit anderen Worten. Die SNB überzieht ihr Konto bei den Banken um 120 Milliarden Franke bzw. sie nimmt bei den Banken einen Kredit von 120 Milliarden Franken auf, um 100 Milliarden Euros zu kaufen.

      Nun falle der Euro auf eins zu eins. Die Banken wollen ihre gestiegenen Franken verkaufen (Gewinnmitnahmen) und fordern von der SNB 120 Milliarden Euros. Sie dürfen das, weil A) sie der SNB einen Kredit auf Sicht gewährt haben und B) weil der Franken gestiegen ist und sie einen höheren Euro-Betrag fordern dürfen für ihre Franken, als sie seinerzeit der SNB verkauft haben.

      Da die SNB für ihre 100 Milliarden Euros nur 100 Milliarden Franken erhält, bleibt sie den Banken 20 Milliarden schuldig. D.h. die Banken können mit ihrem Notenbankgeld nur noch 80 Prozent von dem Euro-Wert kaufen, den man mit der restlichen Geldmenge M1 – M3 (exklusive Notenbankgeld) kaufen könnte.

      Notenbankgeld ist somit um 20 Prozent nach unten im Wert zu berichtigen bzw. es besteht ein Kaufkraftverlust von 20 Prozent auf Notenbankgeld gegenüber anderen Geldmengenaggregaten.

      Und zudem: Sie dürfen den Wert von SNB-Notenbankgeld nicht gleichsetzen mit dem gesamten Innen- oder Aussenwert des Frankens: Die Notenbankgeldmenge ist lediglich ein geringer Teil der Geldmenge M1 und der gesamten Geldmenge M1 – M3 sowie des gesamten Volksvermögens.

      Wenn also die SNB Konkurs geht und der Wert von Notenbankgeld fällt, so bedeutet das keineswegs, dass damit der Aussenwert des Frankens analog fällt.

      Es wäre also durchaus möglich, dass die SNB Konkurs geht und dann erst Recht eine Deflation eintritt, weil die Schweiz deshalb in eine schwere Depression fällt.

      SNB-Chef Jordan sieht auch keine Probleme bei negativem Eigenkapital der SNB wie Sie. Doch – da gibt es gewaltige Probleme, die auf zukommen werden.

      Freundliche Grüsse:

      Marc Meyer

    • Karl Hoppeler

      Griechenland hat vorher als Geldumlage (Schuldner) Geschenke verteilt, oder glauben Sie, das Geld sei vernichtet?

      Die CHF-Buchgeldmenge (existiert nicht) haben die Geschäftsbanken erhöht und nicht die SNB! Die Buchgeldhorter habe keine höheren Bedürfnisse als bisher! Das geschöpfte Buchgeld findet sicher die Heimat im Geldspielwarenmarkt? Hier ist Inflation nicht ausgeschlossen und könnte mit Spätfolgen die Realwirtschaft negativ betreffen!

    • Herr Dr. Marc Meyer

      Ihr Irrtum ist zementiert, also nicht den Mitmenschen Unwissen unterstellen!

      Die Buchgeldgeldmenge wird eben nicht, wie man aus betreuter Bildung gelehrt hat, von der Zentralbank geschöpft, sondern aus dem Nichts von den Geschäftsbanken mit ihren Kunden, mittels Kredite oder Investitionen! Keine Einlagen, was nicht existiert kann nicht eingelegt werden (Physik)! Die Bilanzpoisitionen und Kommentare müssten längst im Sinne des Geldsystems geändert werden! Ökonomie = dämlichste Denklehre?

      Aktiv = Geldschöpfung) und Passivbuchung (Guthaben nicht Einlage) zugleich!
      + Aktiven – Passiven = Mittelherkunft bei Nichtbanken, wie glehrt umgekehrt!

      Die Zentralbank schöpft aus dem Nichts mit ihren Kunden den Geschäftsbanken das gesetzliche Zahlungsmittel (Gesetzes wegen) mittels Geldmarktoperationen (Einlagen sind nicht möglich, weil nur das Bargeld durchlässig ist)!

      Keine Kredite sondern Kauf von Anlagen! Die Verbindlichkeiten gegenüber den Geschäftsbanken sind vom Delkredererisiko der Logik der Geldzirkulation folgend, befreit, weil das Geld nur im eigenen Hause zirkuliert!

      Das Zusammenspiel der zwei Geldarten sollten Sie versuchen, geistig zu abstrahieren, damit der Denkfehler gelöscht werden kann?

      Seien Sie gegrüsst

    • Sie haben absolut recht, Herr Hoppler. Es gibt kein Problem.

      Dennoch prognostizieren die superschlauen Dogmatiker seit Jahren, dass … (hier den Namen einer beliebigen Zentralbank einsetzen) demnächst pleite geht. Zwingend. Ihr werdet schon sehen. 200prozentig.

      Es ist das Wesen und der Zweck einer Zentralbank, dass sie im Rahmen des Gesetzes einfach Geld schaffen kann. Ohne Verpflichtung und ohne Schuld. Deshalb wurde sie geschaffen und deshalb wurde letztlich auch der Goldstandard als letzte Einschränkung dieser Geldschöpfung beseitigt. No limits.

      Auch wenn der Dokter die immer selbe Leier runterbetet: Wahrer wird sie deshalb nicht.

    • @C. Ponzi

      Danke

      Die Bank of England und die Deutsche Bundesbank haben nun auch eingesehen, dass Geld eine Schuld der Zentralbank ist.

      Und denen wagen Sie ja kaum zu widersprechen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  45. Ist es denn nicht so, dass die SNB – anstatt sich um die Schweizer Währung zu „kümmern“ wie sie sollte – ganz einfach den Schweizer Franken und im Endeffekt die gesamte Schweiz „shortet“?

    Sie leiht sich Schweizer Franken aus und verkauft diese gegen EUR, USD, Aktien und andere Dinge. Wenn der Schweizer Franken dann an Wert verliert, plant sie, ihn „billiger“ zurückzukaufen und die Gewinne einzustreichen.
    Leerverkauf wie er im Buche steht.

    Die „Wette“ geht auf, wenn der Schweizer Franken schwächer wird. Der Schweizer Franken wird aber nur schwächer, wenn die Geldwertstabilität nicht mehr gegeben ist, d.h. die Schweiz ist kein bevorzugtes Anlageland mehr ist, die Schweizer Güter weniger nachgefragt werden, kurz: wenn die Schweiz als ganzes weniger erfolgreich sein wird! Dann könnten die ausländischen Devisen zwar dazu benutzt werden, kurzfristig den Schmerz zu lindern, eine „Heilung“ ist mit einem Einmalgewinn aber sicher nicht möglich. Parallel zu diesem gigantischen „Short“ sorgt die SNB auch dafür, dass die Immobilienblase immer weiter aufgeblasen wird, deren Platzen dann zur „gewollten“ Schwächung der ganzen Schweiz beitragen wird oder diese gar verursacht.

    Die „Wette“ geht nicht auf, wenn der Schweizer Franken stärker wird. Wenn die Schweiz weiterhin erfolgreich sein wird – vor allem im Vergleich zur EU und zu den USA – verliert am Ende „jemand“ (die Kantone, die Schweizer Banken, die Schweizer) ganz viel Geld und letztlich wird die Schweiz weniger erfolgreich (wahrscheinlich dauerhaft). Man stelle sich vor, was passieren würde, wenn eine der grösseren Schweizer Banken in Schieflage gerät…

    Und dadurch, dass die SNB sich ja „selber shortet“, kann sie ja im schlimmsten Fall durch völlig unverantwortliche Politik (offen oder heimlich) dafür sorgen, dass die Wette immer aufgeht!

    Das heisst die SNB wettet auf den Misserfolg der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern und muss eigentlich nur noch dafür sorgen, dass er (der Misserfolg) garantiert kommt.

    Das ganze erscheint zutiefst schlecht für die Schweiz und das Gegenteil von „Win-win“. Ein „lose-lose“. Ein Erfolg der Schweiz ist mit dieser Zentralbankpolitik ausgeschlossen. Garantiert.

    • @Bear’s Advocate

      Danke

      Ja. Es ist genauso wie Sie schreiben: Die SNB „wettet“ auf eine schwache Schweiz! Das ist ein Unding!

      Sie haben Recht: Was die SNB tut, führt zu einer „lose – lose“ – Situation. Alle verlieren ausser das SNB-Direktorium mit je einer Million Salär pro Jahr. Für die geht es lediglich darum, ihre Irrtümer vom „Geld aus dem Nichts“ weiterhin erfolgreich zu verbreiten.

      Das SNB-Direktorium hat Zeit. Je länger die Richtigstellung ihres Irrtums hinausgezögert werden kann, desto besser für ihre persönliche Kasse. Für die SNB ist es ein Erfolg, ihre Kritiker zu unterdrücken. Je länger desto besser.

      Smart – aber nur in eigener Sache.

      Siehe auch: „Gefühlskältester Event des Jahres. GV der grössten Zockerin aller Zeiten“.

      Die Aufgabe einer Zentralbank sollte es sein, zum Vorteil der eigenen Volkswirtschaft zu investieren. Aber was tut unsere SNB? Genau das Gegenteil! Sie „shortet den Franken“ wie Sie schreiben. Sie verschuldet sich im Franken und legt das so aufgenommene Kapital im Ausland an, wo es unsere Konkurrenz ankurbelt.

      Das hat angefangen unter Phillip Hildebrand und Thomas Jordan war damals dabei. Mitgegengen – mitgehangen. Er versucht nun krampfhaft, die Fehler von damals zurechtzubiegen. Es wird ihm nicht gelingen und der Schaden wird immer grösser.

      Die Rechnung für die SNB (nicht für die Schweiz!) geht auf, wenn es der Schweiz schlecht geht und der Franken deshalb sich abschwächt. Dann verbucht die SNB einen Gewinn. Dieser Gewinn kompensiert die Verluste der restlichen Wirtschaft aber nie und nimmer, weil die Notengbankgeldmenge nur ein kleiner Anteil an der gesamten Geldmenge M1 – M3 sowie des gesamten Schweizer Volksvermögens darstellt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Das ist ein sehr interessanter Aspekt.

      „Schuld“ an allem ist im Grunde die EZB, die am Ende eines langjährigen Konjunkturzyklus eine völlig irrationale Geldpolitik betreibt, die selbst bei jenen aufstößt, die im Grunde übermäßig davon profitieren:

      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/geldpolitik-italiens-finanzminister-ezb-wird-anleihekaeufe-beenden-15067207.html

      EZB und im Schlepptau die SNB haben durch die extreme wie sinnlose Geldpolitik der vergangenen drei Jahre ein extremes Verlustpotential bei Vermögensgütern angehäuft (quasi die Umkehrung der wirtschaftlichen Entwicklung von 2014 bis 2016), wo ich gespannt bin, wie dieses zukünftig wieder marktschonend abgebaut wird, ohne eine Wirtschafts-, Finanz- oder Bankenkrise auszulösen.

      Historisch gab es zudem schon des öfteren ölpreisbedingt eine zeitweise Teuerung um 0% trotz viel höherer Zinssätze und ohne durchdrehende Zentralbanker damals:

      http://de.inflation.eu/inflationsraten/deutschland/historische-inflation/vpi-inflation-deutschland.aspx

      http://www.reuters.com/article/us-france-ecb-idUSKBN0GW2WU20140901

    • @Rückblicker

      Danke

      Die EZB investiert das im EU-Raum aufgenommene Kapital wenigstens im eigenen EU-Rau. Die SNB hingegen exportiert das in der Schweiz aufgenommene Kapital ins Ausland.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Dr. Marc Meyer

      Die EZB investiert nicht, sondern betreibt eine gigantische Markt- und Preisverzerrung (quasi die Vorstufe zur aktuellen japanischen Geldpolitik), um die Fehlsteuerung der Einheitswährung Euro vorläufig weiter aufrecht zu erhalten.

      Der Grundgedanke des Euro war einst, eine Art Vereinigte Staaten von Europa als Gegenpol zu Amerika zu schaffen, als der weitere wirtschaftliche Aufstieg Asiens – hier speziell China – noch nicht in der heutigen Form absehbar war.

      Letztlich ist der Euro heute wie ein Schuh, der niemand richtig paßt. Kein weiterer Staat will zukünftig dem Euro beitreten, bei vielen wäre es vernünftig, wieder auszutreten.

      Eine junge Generation in Südeuropa wurde bereits auf dem Altar des Euro geopfert.

      Für was?

      Damit manche, die es – partiell – betrifft, nicht mehr umrechnen müssen.

      Interessant wäre eine Aufstellung über die volkswirtschaftlichen Verluste, die der Euro Europa bereits gebracht hat. Aber die sind wohl bereits so hoch, daß einfach weitergewurstelt wird, damit es nicht größer öffentlich bekannt wird.

    • 2Der Rückblicker

      Danke

      Ich bin keineswegs ein „Fan“ des Euro. Ich sage nur, die SNB betreibt eine noch gravierendere Misswirtschaft als die EZB.

      mfG

  46. Grüezi Herr Dr. Marc Meyer,

    Demokratie wird auf einen Kampf von Interessengruppen reduziert, die nach maximalem Eigennutz streben. Haben wir (meine Generation) Kraft, Zeit und oft unsere Gesundheit dafür geopfert?

    Sie schreiben Zitat:

    „Würde das Portefeuille der SNB aber an einen Staatsfonds übertragen, so müsste das Volk die Verluste auf diesem Portefeuille direkt übernehmen, ohne dass vorher die Banken mittragen müssten. Die Banken wären damit „aus dem Schneider“.“

    Zitat Ende.

    Für mich schliesst sich dadurch ein weiter Kreis, ja, die Mutter aller Kreise. Erinnern wir uns was seit 2007 im Gange ist.

    Es muss doch die Frage erlaubt sein, weshalb der Staat die Konsequenzen fehlgeschlagener privater Kalkulation zu kompensieren hat? Um nichts anderes geht es bei dieser Geschichte.

    Sie grüssend und herzlichen Dank für Ihre Aufklärung.

    • @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

      Danke

      Ja genau richtig.

      Es muss einfach einmal aufhören, dass die breite Masse an braven Steuerzahlern für die Verluste von jenen zu bluten hat, welche in ihre eigene Tasche arbeiten und sich verspekuliert haben.

      Es würde gar nichts schaden, das eine oder andere Unternehmen halt einmal Konkurs gehen lassen, als immer alles retten zu wollen, das früher oder später doch untergehen wird.

      Dies wäre sehr heilsam für die Wirtschaft.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  47. @central bankers bubble, SirGalahad

    Kurz: Die SNB ist in der „Fickmühle“ der Banken. Die Banken lieben das – und die SNB hat’s noch nicht einmal gemerkt.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • …und die SNB hat’s noch nicht einmal gemerkt? Doch, ich denke schon. Der Hasardeur Jordan ist nicht dumm.
      Nur arbeitet er eben primär für andere Banken und bewusst andere Länder: vorab Deutschland und die EZB sowie die USA und das FED!

    • @Rolf Meier

      Danke

      Das sehe ich anders. SNB-Chef Thomas Jordan hat in seinem Referat immer wieder gesagt, die SNB könne Eigenkapital aufbauen durch drucken von Banknoten und durch Erarbeitung von Gewinnen.

      Der hat wirklich nicht verstanden, worum’s geht.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  48. Lord Mervyn King:

    „Negativzinsen sind eine intellektuelle Verwirrung.

    Ich würde eher allen Zentralbanken sagen, dass sie nicht mehr viel mehr machen können.

    Sie müssten mehr Druck auf die Regierungen ausüben, damit diese die notwendigen Massnahmen ergreifen.

    Zentralbanken sollte es wieder möglich sein, Zinsen zu erhöhen.“

    https://www.nzz.ch/wirtschaft/mervyn-king-im-gespraech-der-brexit-ist-nicht-das-groesste-problem-der-eu-ld.1301312

    • @central bankers bubble

      Danke

      Die Zentralbanken sollten einfach einmal von ihrem hohen Ross heruntersteigen.

      Sie haben nur eine einzige Aufgabe: Die Wirtschaft mit einem allseits anerkannten Zahlungsmittel zu versorgen. Dabei sollen sie das durch die Geldemission aufgenommene Kapital möglichst zum besten Nutzen der eigenen Volkswirtschaft investieren. Im Zweifelsfall bedeutet das: Im Inland investieren – nicht im Ausland.

      Ansonsten haben die Zentralbanken keine andere Aufgabe mehr. Sie sind Diener des Volkes – nicht mehr und nicht weniger. Genauso, wie die Post, oder die SBB dem Volk zu dienen hat.

      Freundliche Grüsse und einen schönen Tag

      Marc Meyer

  49. Ihr Wort in Gottes Ohr, bzw. in das Ohr unserer Politiker und der Verantwortlichen in der SNB, Herr Dr. Meyer!

    Wie sagte kürzlich jemand zu mir: „Ich hoffe dass der Sch..haufen noch dreissig Jahre hält, nachher ist mir alles egal.

    • @SirGalahad

      Danke

      Richten Sie diesem Herrn aus:

      Die Chance, dass der SCH..haufen SNB noch 30 Jahre hält ist eher klein. Da wird es früher krachen.

      Versuchen wir, zu retten, was noch zu verhindern ist. Der SNB-Karren ist aber bereits tief im Dreck.

      Und das Schlimmste daran: Die SNB selber hat’s immer noch nicht gemerkt und hält sich immer noch für unfehlbar.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer