Roger Köppel, das Genie des Schweizer Machtapparats

Aus der liberalen Ur-Suppe der Schweiz wachsen in jedem Jahrhundert Männer und Frauen heran, die den Willen zur Freiheit verkörpern. Jüngster Spross dieses edlen Geschlechts, das mit Ulrich von Hutten auf der Insel Ufenau im Zürichsee verdämmerte und in Gottfried Keller seinen Propheten fand, der im Rotweinglas der national-liberalen Schweizer Wirklichkeit entfloh, ist im Übergang vom 20. auf das 21. Jahrhundert der Enkel einer deutschen Einwandererfamilie, Roger Köppel, Verleger, Chefredaktor und Autor der „Weltwoche“, Nationalrat, Familienvater und Freigeist.

Vor dem grauen Hintergrund der Schweizer Medien, die gefangen sind zwischen humanistischem Bildungstraum, der eisernen Faust US-amerikanischer Geltungsansprüche und der Zuckerwatte boulevardesker Heiterkeit, ist der heute 52jährige einem europäischen Prinzip treu geblieben, das seit über 2000 Jahren den Fortschritt beflügelt hat: der unverschämten Infragestellung. Sein Instrument ist die Frage, deren Verursacher die Neugier.

Der Kult der Bescheidenheit, wie er sich in der sozialen Oberschicht Schweiz entwickelt hat, stellt sich dem individuellen Anspruch in den Weg, mindestens europäisch bedeutend zu sein. Wie Jacob Burkhardt und Benjamin Constant diese Haltung nicht wirklich überwinden konnten, weil sie im eigenen Land nach dem Tod keine Schüler fanden, die ihr Werk fortsetzen konnten, ist deshalb die kurz- oder langzeitige Flucht ins Ausland gerade für die grösseren Geister des Landes zu einem Muss geworden. Wer sich für Churchill interessiert, wie ehrgeizige Schweizer Politiker dies gerne demonstrieren, oder Ji Xinping aufmerksam studiert, gilt traditionellen Geistern gerne als verdächtig.

Roger Köppel steht in der direkten Linie von Denis Diderot, der als Freidenker und Philosoph eine befreiende Lebenspraxis lehrte und suchte. Er stiess, als er der Einladung der russischen Zarin Katharina II. nach St. Petersburg folgte, auf das Prinzip der Macht. Seine Gespräche, die in Katharinas berühmter Antwort endeten: „Sie schreiben auf Papier, Sire, ich auf die Haut der Menschen“, blieben ohne erkennbaren Erfolg. Die Zarin schuf das russische Imperium, Diderot kehrte in seine Pariser Salons zurück.

Wie aktuell die Geschichte sich wiederholt, zeigt der Besuch von Johann Schneider-Ammann als Schweizer Bundespräsident bei Ji Xinping. Als er den Präsidenten Chinas dezent darauf hinwies, dass auch die Wahrung der Menschenrechte Aufgabe eines Regierungschefs sind, antwortete dieser dem Schweizer: „Herr Präsident, wir haben 300 Millionen Chinesen aus der Armut geholt und die Absicht, dies nun weiteren 300 Millionen Chinesen zu bieten. Welches Land im Westen hat solches erreicht?“

Köppel ist, Bescheidenheit einmal ausgeklammert, ein Schweizer Diderot. Niemand spricht diesem, in seinen öffentlichen Reden manchmal Savonarola gleichenden Verleger und Politiker hohe analytische Intelligenz ab. Wo er die Aufklärung verteidigt bis hinein in den Nationalrat, wo er in seinem Weltwoche-Magazin die Grossen stürzen lässt, darunter auch Parteifreunde, folgt er einem Imperativ, das seinen Aufstieg seit einer Generation bestimmt.

Gelegentliche Verurteilungen seiner Mitarbeiter wegen einseitiger oder falscher Berichterstattung haben seinen Ruf und den der Redaktion eher gesteigert; dies angesichts einer Situation, wo in den grossen Schweizer Städten, Zürich voraus, linksgrüne Regierungen am Ruder sind, die mit Zehntausenden von Gefolgsleuten die Köppel’sche Gefahr eher mystifizieren.

Weil Roger Köppel die Wiederholung dessen ist, was Europa und die Schweiz gross gemacht hat, darf die Frage gestellt werden, wie er mit dem Prinzip der Macht umzugehen und diese in sein Weltbild einzuordnen weiss. Seit Diderot hat Europa den Aufstieg vieler seiner Staaten zu Weltmächten erlebt. Sie sind heute Vergangenheit, auch wenn die Engländer mit Theresa May und die Franzosen mit Emmanuel Macron daran glauben, ihre Weltreiche könnten wieder aufgerichtet werden. Nur die Deutschen haben den Glauben daran verloren und sehen sich als „Willkommensnation“.

Die alte europäische Macht sitzt heute in Washington, wo die „White Anglosaxon Protestants“ um ihre Zukunft fürchten, weshalb die armen Weissen in den ländlichen Bundesstaaten Donald Trump den Zauberstab der Herrschaft verliehen haben, um die farbige Bedrohung durch Afroamerikaner und Hispanics abzuwehren. Liberale Warner haben auch die USA zu genüge, aber keine politisch liberale Perspektive im Sinn der Diderot’schen Aufklärung.

Die neue Weltmacht kommt aus Europas Osten, China, das Reich der Mitte. Dort, nach siebzig Jahren des Aufbruchs nach den Freiheitskämpfen gegen den Westen und Japan, ist ein Führungsprinzip herangewachsen, das Humanismus anders als wir es tun definiert. China braucht jetzt keinen Diderot, wohl aber binnenwirtschaftliches Wachstum und militärische Truppen, damit die junge Pflanze des neuen China gegen Widerstand zum Wald werden kann.

In der Schweiz ist die Macht auf viele Schultern verteilt; wozu dann ein Köppel?

Der Siebenjährige, der seiner Verwandtschaft Löcher in den Leib fragte, der die Werke Friedrich Dürrenmatts für sich früh entdeckte, dann bis heute ein obsessiver Leser geblieben ist, an der Uni Zürich mit Hume und Hegel sich abgebend, wurde Sportredaktor und Filmjournalist. Als Esther Girsberger, seinerzeit eher unglückliche Chefredaktorin des „Tages-Anzeiger“, ihm die Leitung des wöchentlich publizierten „Magazin“ übertrug, war er nicht mehr zu bremsen, machte daraus einen Zürcher „New Yorker“ und alles anders als seine Kollegen in der Branche.

So entdeckte Roger Köppel als genialer „disruptor“ noch vor allen anderen die „Swissness“ mit einer Magazinausgabe zum Thema „Die Genialität des Mittelmasses“. Die Begegnung mit Christoph Blocher war unausweichlich. Während das Mutterblatt „Tages-Anzeiger“ in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts noch betont politisch links stand, wurde sein „Magazin“ national, also rechts.

Mit Markus Somm, heute Miteigentümer der „Basler Zeitung“ und deren Verleger, und dem innenpolitischen Starjournalisten Urs Paul Engeler baute er dann als Chefredaktor eine neue „Weltwoche“ als Instrument zur Entdeckung der Schweiz auf. Karl Schmids „Begriff des Politischen“ diente als Leitstern.

Als Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende des Axel Springer Verlags, ihn als Chefredaktor zur deutschen „Welt“ holte, liess dies keine Ablehnung zu. Erstmals wurde dann in Deutschland die EU-Verfassung zur gefälligen Lektüre abgedruckt.

Die Rückkehr in die Schweiz liess nicht lange auf sich warten, weil Tito Tettamanti, Miteigentümer der „Weltwoche“, ihn nach Zürich zurück rief. Köppel sollte Eigentümer und Chefredaktor der „Weltwoche“ werden. Köppel, der ehemalige Sportjournalist, spielte auf Sieg, nahm Kredite mit 7% Zins auf und beseitigte in seinem ersten Jahr das 3,8 Millionen Defizit des Verlags. Seither macht die Weltwoche schwarze Zahlen.

Der junge Schweizer Diderot aus Küsnacht/ZH, nun geleitet auch von Voltaire und „Candide“, mit Christoph Blocher wie mit anderen einen regen Austausch pflegend, tat nun den entscheidenden Sprung auf die politische Bühne der Macht. Am 26. Februar 2015 gab er bekannt, für die Schweizerische Volkspartei (SVP) im Kanton Zürich bei der Nationalratswahl am 18. Oktober 2015 anzutreten.

Köppel wurde mit 178’090 Stimmen von einem hinteren Listenplatz aus, den die Partei ihm zugestand, vom Zürcher Volk gewählt. Noch nie hat ein Schweizer Parlamentarier bei einer Wahl mehr Stimmen erhalten.

Diderot/Köppel als Teil der Schweizer politischen Machtelite, motiviert von Christoph Blocher selber, war nun am Hofe angekommen. Was seither geschah, ist rasch zu überblicken. Christoph Blochers „Jungtürken“, welche die alte, eher landwirtschaftlich-gewerblich geprägten Parteieliten ablösen sollten, traten mit Roger Köppel, Thomas Aeschi und Magdalena Martullo-Blocher an. Parteipräsident wurde der nicht viel ältere Berner SVP-Politiker Albert Rösti. Alles lief richtig, aber die Partei kam nicht voran.

Köppel zog durch überfüllte Säle. Jeder drängte sich, ihn zu hören und mit ihm zu diskutieren. Als Intellektueller, im Fachjargon eine „Rampensau“ genannt, die das Volk mit sich riss, war er ein früher Macron und ein Schweizer Kurz.

Nicht ganz, denn in der SVP heisst die Macht Christoph Blocher, der nach ihren wirtschaftlichen Erfolgen mit der Ems Holding, die Vater Blocher aufgebaut hat, nun seine Tochter Magdalena auch politisch an der Spitze sieht. Noch glauben es nicht alle, aber am Hofe zu Herrliberg gibt es nur eine Fürstenfamilie. Alle anderen, auch die besten Freunde, sind Auftragnehmer.

Noch tritt Köppel als Schweizer Diderot im Parlament in Bern an, aber er ist ein seltener Gast. Seine Parlamentskollegen murmeln: „Er ist bedeutungslos, in keiner wichtigen Kommission.“ Ein anderer sagt: „Für mich die Enttäuschung schlechthin. Für Köppel muss es sehr frustrierend sein.“ Ein Dritter: „Innerhalb von Fraktion und Kommission hat er nichts zu sagen. Er ist ein Einzelgänger.“

Köppel, der zwischenzeitlich eine glänzend gemachte Weltwoche verantwortet, ist, wie immer, global unterwegs. Die USA, wo Macht und Glanz sich paaren, sind sein Idol geblieben.

Zieht sich Diderot vom Hofe wieder zurück, weil die Macht anderen Gesetzen folgt als der Geist? Die SVP sitzt, wie die anderen bürgerlichen Parteien und der Bundesrat samt Verwaltung auch, in der Falle der EU-Feindlichkeit. Aber Brüssel schlägt nicht nur zurück, sondern seine Diplomaten rücken gegen die Schweiz auch vor. Wer davor warnte, wie der Schweizer Präsident des EFTA-Gerichtshofs, Professor Carl Baudenbacher, wurde in Bern verdrängt.

Die SVP des jungen 21. Jahrhunderts wird nur führen, wer dauerhaft die 30%-Grenze der Stimmen zu gewinnen vermag. Christoph Blocher hat dies trotz höchster Einsätze nicht geschafft; seine Tochter Magdalena ist eine Maschinistin der Macht. Eine Demokratin, die anderen Gehör gibt, ist sie mit Sicherheit nicht, aber die Machtansprüche ihres Vaters demonstriert sie bis heute nicht. Im besten Fall ist sie mit Helmut Maucher vergleichbar. Der Mann, der Nestlé für die Schweiz rettete, sagte: „Viele dürfen im Team reden. Einer muss entscheiden.“ Damit meinte er sich.

Ich gehe davon aus, dass Köppel, wie Diderot St. Petersburg, das Schweizer Parlament bald wieder verlassen wird. Es ist nicht vorstellbar, dass er dort Jahre in den Bänken sitzt und Diskussionen verfolgt, die meist wenig bringen. Er wird sich Gedanken machen, was eine echte und eine Scheindemokratie ist, auch wenn es sich um die beste der Welt handelt. Tut er dies klug, wird das Volk ihm treu bleiben. Denn es braucht, in Zukunft mehr denn je, einen Erlöser. Ein Schweizer Diderot? Ja, vielleicht ist der 52jährige immer noch ein Vorläufer, wie er es sein bisheriges Leben immer war. Im politischen Gehäuse der SVP wird dies nicht möglich sein. Er bestimmt seinen Auftrag selbst.

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34 Kommentare zu “Roger Köppel, das Genie des Schweizer Machtapparats

  1. An die Herren Herren Schenkel und Hafner: Bitte ziehen Sie sich nicht einfach zurück und schelten uns ‚minderen’ Geister. Tragen Sie zur differenzierten Meinungsbildung bei! Ich bin dankbar, dass hier im ‚infosperber’ weitestgehend anständig und respektvoll diskutiert und miteinander umgegangen wird.
    Gerade habe ich im Radio gehört, was heute Sonntag bei den Katholiken verkündet wird mit Bezug auf das Alte Testament: Der Prophet Jeremias berichtet, wie ihm schon im Mutterleib der göttliche Auftrag zu seiner Propheten-Bestimmung erteilt wurde. In der Folge höre ich dann viel von ‚Heerscharen’, es kommte ‚ein siedender Kessel von Norden’ und ER werde ‚Unheil sprechen’ über die ‚Bösen’… (Jeremia 1 ff) Klar, das ist jetzt aus dem Zusammenhang gerissen, ich weiss: Und doch – vielleicht ist dies für ‚fundamentalistische’ Menschen wie Köppel, Stöhlker u.a. die Rechtfertigung, die Macht des Katholikentums zu beschwören. Und an den Kampf zu erinnern, den ‚die Christen’ gegen … ja, gegen wenn alle(s) ?… führen zu müssen glauben. Stöhlker hat jedenfalls in Köppel bereits seinen Erlöser/Leader gefunden – denn dieser sei zu höherem bestimmt als nur zum Nationalrat!

  2. ich verfolge köppel schon seit jahren. er ist einfach ein genie in seinem gebiet. vor allem schätze ich seine klares denken, unabhängig von anderen parteien. köppel hat sich auch viele gegner, das auch energie kostet, aber er sein netzwerk überwiegt. ich kenne viele schlüssel-kaderleute, welche die weltwoche lesen, es aber nicht offen herausposaunen… weiter so köppel….

  3. Köppel, der ehemalige Sportjournalist, spielte auf Sieg, nahm Kredite mit 7% Zins auf und beseitigte in seinem ersten Jahr das 3,8 Millionen Defizit des Verlags. Seither macht die Weltwoche schwarze Zahlen.

    Ach Klaus, was für ein Volksmärchen!
    Die Weltwoche ist eines Mäzenatentum. Roger K. mag vieles sein, aber ein erfolgreicher Unternehmer?

  4. Ob R. Köppel soviel Halleluja verdient wie er da bekommt, bleibe dahingestellt. Eines scheint mir aber sicher: Die Weltwoche ist unter seiner Leitung zum interessantesten Blatt der Schweiz geworden. R. Köppel hat da eine erstklassige journalistische und unternehmerische Leistung hingelegt. Das ist doch schon mal was.

    • Sicher ist Roger Köppel einer der drei interessantesten Chefredaktoren der Schweiz. Mit Geiferei kann man sich diesem Phänomen nicht nähern. Vielmehr ist es angebracht, Köppels Funktionen genauer zu analysieren. Vorläufig bleibt übrig: Ein grosser Chefredaktor, aber noch kein grosser Politiker. Christoph Blocher, habe ich zwischenzeitlich erfahren, möchte seine Tochter Magdalena Martullo als Nachfolgerin auch in der Politik sehen. Das bedeutet für Roger Köppel das politische Aus.

    • Matullo Blocher als politische Erbin…….

      Ein fehlentscheid Blochers, ganz klar.
      natürlich hat sie das Geld das alle brauchen, aber sie kann niemanden mitreissen.
      Nein, die Rolle sollte Köppel ausfüllen, denn dazu hat er den Stil und den Geist.

    • zum Vierten (falls man dann weiter als bis zwei zählen kann): extra für den lieben Walti, weil man ihn ja fast ein bisschen gern haben muss.
      https://insideparadeplatz.ch/2018/01/10/roger-koeppel-das-genie-des-schweizer-machtapparats/#comment-190294
      Zitat Walter Roth:
      „Köppel sollte zu seiner Zeitung zurückkehren, die Politik in Bern und auch die SVP noch viel schärfer beobachten. Das wäre die vornehmste Aufgabe von allen.

      Dem stinkenden Misthaufen in Bern, ja dem sind schon viele Hochintelligente und Schaffenskräftige Köpfe zum Opfer gefallen, ja gleich selber sehenden Äuges ferngeblieben. “

      Aha… und jetzt dies, frei nach Walter Roth: „Martuollo=Fehlentscheid Blocher, Köppel der richtige politische Erbe mit Geist und Stil (danke für die sehr fundierte, messerscharfe Analyse).“

      Ja der gute Walti, genialer Rückwärtssalto, in seiner nur so vor Genialität strotzenden Agonie (oder ist es nun von Agonie geplagte Genialität?) weiss er dann zuweilen, d.h. eigentlich des öfteren, wohl selbst nicht mehr, was er denn so „denken“ und von sich geben soll…. – darauf lassen zumindest die im Allgemeinen höchst abstrusen Geisteskonstrukte und unverständlichen -ergüsschen schliessen. Tja, Genialität hat eben einen hohen Preis. Sie werden’s nicht verstehen, Walti, macht nichts….

    • Hallo Herr WTF………………

      29 Zeilen und nichts gesagt……. ahja nicht ganz, Sie haben ja einige der Zeilen von mir kopiert.
      Also warum gehen Sie nicht nach Bern und werden des Herrn Köppels schlimmster Angstgegner…..?

      Bei so viel Geistesgrösse und strotzend vor Intellekt, müsste das doch klappen.

      Wissen Sie, ich bin Appenzeller bei kommen Sie nicht zum Ziel, aber bei Köppel, warum nicht….(((-:
      —————————-

      Übrigens, kennen sie schon die 3 Grundregeln für einen wohlanständigen Appenzeller ?

      Aus dem Handbuch für den Ehrenhaften Appenzeller.

      Jeder der ein wohlanständiger und ehrenhafter Appenzeller sein will, sollte jeden Tag seine Tugend schärfen.
      Als Ehrenhaft gilt aber nur, wer mindestens eine gute Tat pro Tag im Sinne des Handbuches begeht.

      Also, man ärgere pro Tag mindestens ein Schwöbli.
      Nun ja, da die Schwöbli uns darob halt etwas fürchten, findet sich im Appenzellerland nicht mehr immer einer, so nehme man halt an dessen statt einen Thurgauer.

      Ist traurigerweise auch so einer nicht zu finden, Tuns zur äussersten Not auch Zörcher, davon müssen aber 2 dran glauben, denn diese gelten nur je die Hälfte da sie eh auf jeden Schmarren reinfallen.

  5. Stöhlkers frenetischer Lobgesang auf seinen politischen Messias Roger Köppel könnte ebensogut aus der Feder des BaZ-Chefredaktors Somm oder seines Adlatus Sorg stammen. Derselbe unfreiwillig komische Überschwang, dieselbe pseudointellektuelle Wichtigtuerei, dasselbe Somm-typische „gelahrte“ Bemühen von Geistesgrössen der Vergangenheit. Stöhlkers peinlicher Erguss belegt auf fast tragische Weise, dass dem Verfasser die volle Urteilsfähigkeit offenkundig abhanden gekommen ist und er den Zenit seines publizistischen Schaffens wohl endgültig überschritten hat.

    • Nun ja, einen intelligenteren Kopf wie Köppel finden sie im Bundesart mit Sicherheit nicht, im Parlament wohl ebenfalls kaum je.
      Sein Lob ist berechtigt.

      Aber um ihre Geistesgrösse, Herr René Edward Knupfer-Müller, mache ich mir wirklich Sorgen.
      Selbstbewusste Charaktere ertragen nämlich problemlos einen blitzgescheiten Kopf wir Köppel.

    • @Walter, ich verneige mich nun also doch vor Ihrer bestechenden Urteilsfähigkeit: in einem einzigen wohl formulierten, strukturell und intellektuell schlicht genial aufgebauten Satz gleich alle Bundesräte und deren „Intelligenz mit Sicherheit richtig eingeordnet und be-/verurteilt“ sowie dem kongenialen Roschee mitsamt seinem Schreiberlings-Günstling Ihre Absolution erteilt… na da sehe ich aber mal Kontext, chapeau! Dass Sie sich gleichzeitig auch noch um den Geisteszustand anders Denkender Sorgen machen, zeugt umso deutlicher von Ihrer wahren Grösse. Allerhand, Walti…

    • @ WTF

      Tja, die einen könnens halt, die anderen nicht.
      Auch im Sport gewinnt eben nicht jeder.
      Bilden sie sich noch 20 Jahre fleissig, dann kommts bei ihnen auch noch, nur Mut.

  6. Die Schweiz mag keine Überflieger. Wer zu sehr aus der Masse herausragt, der wird ein Kopf kürzer gemacht. Das ist auch das Schicksal von Köppel.

  7. Ich teile weitgehend die Einschätzung von Herrn Stöhlker zur Person von Herrn Köppel. Ich glaube auch, dass der WW-Chefredakteur „Bundesbern“ bald verlassen wird und von „Tsüri“ aus all die Machenschaften journalistisch beobachtet. Ein Highlight für mich war die „Brandrede“ von Herrn Köppel, damals gegen Frau Sommaruga, wohltuend, notwendig und gescheit überdies !

    • Für einfachere Gemüter mag er ja durchaus seinen Unterhaltungswert haben. Etwas differenzierter betrachtet kann man allerdings nur zu einem Schluss kommen: den K. sollte man einfach mit einem anderen opportunistischen und CH-Ruf schädigenden Proleten namens „Dr.“ Ch. M. zusammenbinden.

  8. Herr Stöhlker und viele andere in der Schweiz überschätzen die intellektuelle Strahlkraft von Herrn Köppel massiv. Sobald Herr Köppel auf einen deutschen CDU-Politiker vom Schlage eines Norbert Röttgen wird er regelrecht demontiert:
    https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/hart-aber-fair-wie-ein-deutscher-politiker-roger-koeppel-als-populisten-entlarvt-130330873
    Die Persona Köppel konnte nur in der deutschen Schweiz gedeihen, da sich hier niemand traut ihm zu sagen, dass sein Argumentationen weder Hand noch Fuss haben. Seine Meinungen zur EU sind schlichtweg falsch und unausgegoren. Es war schon immer Köppels ureigenes Ziel zum Establishment der Schweiz zugehören. Ideologie, wie seine Sorge um die Schweizer Arbeitnehmer, waren Nebensache soweit sie zum Ziel führt. Dies scheint er nun mit einer Villa an der Goldküste und einem Range Rover erreicht zu haben. Dieses Ziel liess sich nur erreichen indem er sich bei den Nationalkonservativen um Christoph Blocher anbiederte. Seine Tiraden gegen Asylsuchende sind um so peinlicher, wenn man weiss, dass er mit einer vietnamesisch-stämmigen Frau verheiratet ist, die mit ihren Eltern als Boat People Asyl in der Schweiz gefunden hat. Herr Stöhlker überhöht hier einen Scharlatan und Opportunisten zu einem Halbgott. Zum Glück haben dies nun auch etliche in der SVP bemerkt, was seine Isolation im Parlament im Bern erklärt.

    • Sie dürften in München mit Ihrer aus den Poren triefenden EU-phorie vermutlich auch keinen leichten Stand haben.
      Unso mehr sei es Ihnen gegönnt, hier den weltmännischen Kosmopoliten zu mimen und über die phöse SVP zu lästern. Dass Sie pauschalisierend (Sie würden wohl sagen: „populistisch“) die Herkunft seiner Frau mit Köppels politischen Statements verschwurbeln, reiht Sie nahtlos in die moralisch superiore Cüplisozialisten-Etage ein, die keinen Unterschied zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen erkennen wollen/können.
      Passt scho!

    • Norbert Rötgen gegen Köppel…………..

      ……. ja das wäre etwa so wie eine Claudia Roth gegen Heinrich Heine.

      Was mag Kommentatoren hier bloss zu derart dämlichen Kommentaren treiben wie von „Exilscheizer in München“ usw.
      Ist es Dummheit, Missgunst, Neid oder warum können sie Genialität bei anderen nicht ertragen.

    • Ja genau Walter, warum nur können wir nicht – anstatt dies als impertinente Anmassung vermeintlich höheren Geistes zu empfinden und uns dermassen deplatziert als dümmliche neidische Missgünstige aufzuführen – einfach endlich solche Genialität anerkennen und uns ehrfürchtig vor Halbgöttern à-la Walti, Roger, „Dr.“ Meyer etc… in den Staub werfen – shame on us.
      Und übrigens ja, bin auch Daisy’s Meinung: Ihre Familie scheint schon richtig zu ticken!

    • Nochmals …..

      @ WTF 11. Januar 2018 / 08:23

      Nun immerhin haben sie Ausdauer, schon 2 mal meine Kommentare beantwortet.
      Ausdauer ist ja jene zweite wichtige
      Grundeigenschaft die zur Genialität zwingend dazugehört……
      Also nur weiter, sie werdens schon noch schaffen……
      ….was vernünftiges zu schreiben.

      Natürlich tickt meine Familie richtig, ich hab da entsprechend Einfluss ausgeübt….(((-:
      Den Soziallisten, Nationalsozialisten, Kommunisten Trotzkisten, Schmarotzern, die seit 1917 über 140 Millionen Menschen umbrachten, deren Sympathisanten muss man nun mal den Kopf waschen.

      Die Welt-Woche in der Friseursalon dazu.

    • Mehr Zucker als aktuell Schnee in Zermatt – ob das Roger Kö. überlebt?
      Oder für welches Projekt braucht der PR-Oldie die Köppel-Phantasien?

  9. Der Homer aus Zollikon.
    Sein Oeuvre mit dem Helden Roger in der Hauptrolle:

    „Die Ilias – Kampf gegen Troja (EU)“
    „Die Odyssee – Jahre der Prüfungen (Zürich, Berlin, Bern und wieder Zürich)

    Begeisterte Leserstimmen:

    „I have not read his books – but the movies are fantastic! I love this guy!“ (Donald T. via Twitter).

    „Wäre Lenin in Zürich geblieben und Bern heute die Hauptstadt der ehemaligen Union der Schweizerischen Sowjetrepubliken – Roger Köppel stünde heute da, wo ich heute stehe! Liebe Grüsse aus Moskau.“ (Wladimir P. via email).

  10. Richtig…………….

    Ich las die Weltwoche schon als sie noch eine grosse dicke, ungebundene Zeitung war und gewisse Themen über etliche Ausgaben hinweg minutiös abhandelte.

    Da ich zwischenzeitlich die NZZ, die Zeit, den Spiegel und etliche andere aussortiert habe, weil ich nicht indoktriniert werden will, blieb nur die neue Weltwoche übrig.

    Ja sie ist meine Donnerstagslektüre und ich möchte sie nicht missen.
    Klar, Köppel versteigt sich mit seinem Intellekt hin und wieder in irgendwelche Wolken, aber naja, auch er muss Fehler machen um den richtigen Weg zu erkennen.

    Das er in Bern nicht mehr bewegt, klar, in unseren Parlamenten sind eben nicht die besten Demokraten oder die klügsten Köpfe gefragt, sondern Parteisoldaten und Mittelmässige die sich führen lassen.
    Vor einem Köppel habe sie alle Angst.
    Selber aus meiner Familie weiss ich, gerade die tüchtigen und Hochintelligenten werden ignoriert, denn das ist die Waffe gegen jene die man mit Argumenten nicht schlagen kann.
    Und das Spiel der Konkurrenz läuft eben immer auch innerhalb deiner Partei.

    Schon möglich das Blocher die SVP in der Hand seiner Tochter als am besten bewahrt sieht.
    Bislang hat aber auch sie in der Politik nicht Reüssiert.
    Sie mag eine sehr gute Geschäftsfrau sein, aber mitreissen kann sie wohl nicht.

    Aber es wundert mich nicht das man einen Kopf mit Schaffenskraft in Bern nicht in Kommissionen beruft wo lauter Unter oder Mittelmass sitzt welches er zweifellos weit überragen würde.
    Sowas schadet den Karrieren der Sau….. pardon Mittelmässigen und eben das gilt es für diese zu verhindern.

    Köppel sollte zu seiner Zeitung zurückkehren, die Politik in Bern und auch die SVP noch viel schärfer beobachten.
    Das wäre die vornehmste Aufgabe von allen.

    Dem stinkenden Misthaufen in Bern, ja dem sind schon viele Hochintelligente und Schaffenskräftige Köpfe zum Opfer gefallen, ja gleich selber sehenden Äuges ferngeblieben.

    • Zitat Walter Roth: „weil ich nicht indoktriniert werden will, lese ich keine NZZ, Welt, Spiegel etc., dafür die Weltwoche…“ – danke für den Lacher des Monats.

    • WTF………..

      Lacher….?

      Nun ja, ich habe 35 Jahre den Spiegel gelesen und fast so lange auch die Zeit von Gräfin Dönhof, falls ihnen der Name überhaupt was sagt, was ich stark bezweifle.

      Überall werden Fakten zu Gunsten von linker Ideologie negiert. Fakten aber waren einst einmal im Spiegel absolut Tabu, es waren eben Fakten.
      Aber vor ca. 20 Jahren begannen sie diese Fakten auch gerne mal wegzulassen, wenn sie ihre linken Sichtweisen nicht stützten.
      Heute ist es in weiten Teilen echte Indoktrination was dort geschieht und Jakob Augstein ist deren Prophet.
      Das ein verherrlichter des Islams und der Terroristen in Syrien, Herausgeben des „Freitag“ ist, alleine das ist ein Indiz für dessen Beschränktheit.
      Ich spreche übrigens von Jürgen Toddenhöfer.

      Demgegenüber ist die Weltwoche geradezu ein Hort der Redlichkeit.
      Ausser natürlich für Links und deren Ideologen.

  11. Keller – Prophet
    Köppel – Prolet
    Stöhlker – Dampfplauderi (oder ist dieses Ergüsschen, wie für gewöhnlich gut informierte Quellen bestätigen, gar auf den grossen Meister Köppel himself zurückzuführen?)

    • FUKT………………
      Ihr Nick ist schon bezeichnend.
      Primitiv und Dümmlich.
      Also kann man ihren Kommentar auch ruhig ausblenden.