Gottstein: CS-Schweiz-CEO ab der Rolle

Schweigen, dann bestätigen von Horrornews: 300 Kündigungen – Mega-Abbau im Jahr drei der Sanierung – Ein Mann, kein Plan.

Thomas Gottstein war der Hoffnungsträger für die Schweizer innerhalb der globalen Credit Suisse. Der lockere Ex-Investmentbank-Star würde die Swiss Universal Bank, wie die CS Schweiz heisst, auf Touren bringen.

Heute wird klar: Das Gegenteil ist eingetreten. Gottstein hat die SUB zum Sorgenkind des Konzerns gemacht. Statt Aufschwung und Dynamik gibts Massenentlassung und Ohnmacht.

Vom weissen Schwan zum hässlichen Entlein: Wie konnte das geschehen?

Die Antwort ist wie meist simpel. Gottstein ist der falsche Mann. Er kann nicht auftreten, er kann nicht begeistern, er kann nicht kämpfen, er kann nicht motivieren.

Er war wohl gut als Dealmaker. Er ist aber kein Spitzenmanager.

Das die trübe Bilanz nach bald zweieinhalb Jahren Gottstein an der Spitze der CS Schweiz. In dieser Zeit hat seine Division viel verloren: wertvolle Einheiten wie das Assetmanagement, gute Leute wie ein Ticino-Chef, die gute Stimmung.

Derweil die anderen wie der grosse Gottstein-Widersacher namens Iqbal Khan als Chef der International-Abteilung auf und davon sind.

Die Misere kommt heute in einem Interview von Gottstein in der Finanz und Wirtschaft zum Ausdruck.

Gottstein scheint schlicht die Realität zu verkennen. „Wir sind sehr gut unterwegs“, meint Gottstein zu Beginn des Gesprächs mit der Finanzzeitung.

Dann führt er aus: „Ich hatte am Investorentag im November angedeutet, dass das achte Quartal in Folge mit einer Vorsteuergewinnsteigerung kommen könnte.“

Das wird wohl so sein. Nur: Damit hat Gottstein noch zu wenig gewonnen.

Seine wahre Aufgabe ist nämlich eine andere. Bei seiner Inthronisierung im Herbst 2015 hatte Gottstein seinem Oberchef Tidjane Thiam für 2018 2,3 Milliarden Franken SUB-Vorsteuergewinn versprochen.

Davon ist er rund 400 Millionen entfernt, wenn man mit etwa 1,9 Milliarden für das ganze 2017 rechnet. Dieses wird CS-CEO Thiam Mitte Februar präsentieren.

400 Millionen in einem Jahr einsparen – das ist ein Weltreise.

Bei den Erträgen steht die CS unter Gottstein still, wie ein Vergleich des 1. Quartals 2016, als Gottstein erstmals für die ganze Periode die Verantwortung für die SUB trug, mit dem letzten ausgewiesenen Abschluss für das 3. Quartal 2017 zeigt.

Stillstand bei den Einnahmen, Stillstand bei den Löhnen als zentralen Ausgaben, Stillstand beim Gewinn.

Kurz: Der ganze Zusatzgewinn hatte andere Gründe.

Damit ist klar: Gottstein muss nochmals sparen. Dringend. Und das im Jahr 3 der Sanierung.

Nun hat er die Negativnachricht in seinem Zeitungsinterview angekündigt. Zunächst redet Gottstein um den heissen Brei herum, macht Abbau-Kalkulationen, die sämtliche Jobs in der Schweiz betreffen, auch solche, die nicht in seinem Bereich liegen.

Das führt dazu, dass der Interviewer selber zu rechnen beginnt und dann Gottstein fragt: „Sie müssen 2018 in Ihrer Division also noch rund 300 Stellen abbauen?“

Jetzt erst bringt Gottstein die Tatsache über die Lippen. „Ja. Das ist die Grössenordnung.“

Nur: Diese Zahl ging schon letzte Woche um. Und sie ist auch nicht die echte.

Laut einer Quelle aus der CS werden die Kündigungen im laufenden Jahr nicht bei 300 stehenbleiben, sondern auf gegen 400 steigen.

Am Donnerstag wollte Gottstein noch nichts zur Massenentlassung sagen. Stattdessen ging der SUB-CEO auf Tauchstation. Wenige Tage später rannte er auf die Zeitungsredaktion.

Und das wiederum nur wenige Wochen vor der Präsentation des Jahresergebnisses.

Was steckt hinter diesem eigenartigen Kurs?

Die Antwort dürfte so klar wie ernüchternd sein. Gottstein und seine für viel Geld von der UBS, von der Cembra und von anderen Orten geholten Aushängeschilder haben keinen Plan.

Sie wissen gar nicht, wohin sie wollen und wie sie dieses Ziel zu erreichen gedenken.

Diese Vermutung wird bestärkt durch das Verhältnis von Vermögensberatern zum SUB-Personalbestand (siehe obige Tabelle). Der Anteil von Beratern an der Front stieg unter Gottstein nur geringfügig, von 14,4 auf 14,7 Prozent.

Das heisst: Weiterhin nur jeder Siebte arbeitet bei der SUB direkt für den Kunden. Der ganze Rest ist Backoffice, ist am Verwalten, ist am Regieren, am Projektieren, am Politisieren.

Der grosse Wasserkopf namens Big Administration hat überlebt – und das unter dem vermeintlichen Turbo-Investmentbanker Gottstein.

So will Gottstein neues Business schaffen. Verrückt.

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46 Kommentare zu “Gottstein: CS-Schweiz-CEO ab der Rolle

  1. Mitarbeiter sind nur Kostenfaktoren und wenn diese zu hoch werden wird diese einfach gekürzt. Sollte inzwischen jeder begriffen haben.

  2. Die CS weist offiziell 939 Mitarbeiter mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 1.75 Millionen (!) Franken aus. Also 1.6 MILLIARDEN Franken für weniger als tausend Leute. Sie werden Key Risk Taker genannt.
    939 davon braucht diese Bank scheints.
    So viele Key Risk Taker kann es gar nicht geben. Vielleicht 30, aber sicher nicht 939.
    Der Bank ginge es schlagartig besser, müsste sie nicht diese 939 Einkommensmillionäre durchfüttern. Kündigt doch einfach 639 Stück davon. Oder zahlt diesem Club pro Schnauz einfach eine Million weniger, sind ja dann immer noch 750’000 Fr., hallo!!!
    Und wenn sie deswegen gehen – umso besser für die Bank.
    CS Mitarbeiter, denkt daran, wenn ihr wieder einen lausigen Bonus, eine unverschämte Quali und eine verkappte Kündigungsandrohung erhalten werdet.

    • Risk taker heißt auch Verantwortung zu übernehmen. Wenn das nur 1 von den 939 Herren und Damen tut dann wäre ich sehr überrascht.

  3. T. Gottstein wirkt in seinem neuesten Video Broadcast sichtbar angespannt und unsicher. Es ist keine Übertreibung festzustellen, dass er das nötige Format und Charisma für diese Position eher nicht mitbringt. Und Charisma kann man weder kaufen, noch leasen noch sich antrainieren.
    Unvergessen das Townhall, als eine besorgte Mitarbeiterin fragte, wie man denn nur mit dem mittlerweile sehr schlechten Image der Banker in der Bevölkerung umgehen solle.
    Gottstein eiskalt, in vernichtendem Tonfall: Wer das nicht ertrage, müsse auch nicht Banker werden, man habe ja die Wahl.
    Genau solche “Persönlichkeiten“ führen zu diesem Image.
    Ein Elend.

  4. Die Gottstein-Schelte ist überhaupt nicht gerechtfertigt.
    Die CS war schon lange vor ihm ein schwer havariertes Schlachtschiff – das erstaunlicherweise trotzdem noch immer schwimmt – überall von Rost befallen und kaum mehr manövrierfähig; zudem mit schlecht ausgebildeter Crew.

    Gottstein ist nichts anderes als Thiams Lakai – zwar ein hoch bezahlter – und so nur einer der „his master’s voice“ zu befolgen hat oder dessen Anordnungen an subalterne Unterhunde weiter gibt. Gar nicht lustig!
    Der nicht unattraktive Super-Golfer sollte nach aussen ein sympathisches CS Gesicht vermitteln! „Immer nur lächeln“, scheint man ihm verordnet zu haben.
    Wenn er auch gut kassieren mag, zu beneiden ist er nicht.

  5. Vielleicht ist der fehlende Erfolg damit zu erklären, dass Vermittler und EAMs in der Schweiz und Liechtenstein andere Banken der CS Schweiz vorziehen. …wer kann es ihnen verübeln: ich lege mein Geld ja auch nicht bei einer „Rechtsanwaltskanzlei“ an….

  6. Wenn man so über Emotionen der Zeit nachdenkt:

    Wieviele Leute hassen schon die Banken-CEOs und Manager?

    Haben wir schon die Schwelle eines Hasses erreicht?

    Aktuell haben sich wieder emotionale Siedethemen angesammelt: Job-Abbau und -Auslagerung, Ostmilliarde, No-Billag, (Kündigung der) PFZ.

    Die Anti-Establishment-Bewegung ist meines Erachtens auf einem Höhepunkt wie seit Langem nicht mehr! Ich höre den Topf schon sieden …

    • Schwachsinniger Kommentar (CEO’s hassen, Schwelle des Hasses usw.).

      Meine Empfehlung: wenn Sie Töpfe sieden hören, dann nehmen Sie bitte das entsprechende Medikament. Die Leser von IP werden es Ihnen danken. Schöne Abe.

  7. Die CS funktioniert eigentlich wie das Märchen aus 1000 und einer Nacht. Der Kalif (Grossaktionär) sagt dem Management und VR, presse für mich die Zitrone aus, d.h. die blöden Kunden wie auch die Kostenblöcke wie das Personal und du wirst dafür fürstlich belohnt.
    Die meisten Grossaktionäre sind ja auch aus dem Nahen Osten.

  8. Der Abbau bei der CS eröffnet Chancen bei anderen Banken.
    Wenn CS die externen Vermögensverwalter nicht mehr will,
    können andere Banken diese und CS-Angestellte übernehmen.

  9. Die neuerliche Welle hatte seinen Beginn schon letzten Montag. Da gabs einige Kündigungen per Ende April 18 mit Lohnzahlung bis Dezember 2018. Die Bänkler schimpfen sich Werte zu schaffen, dabei sind es sie die unsägliche Werte auf allen Ebenen vernichten!

    • Lohnzahlungen bis Ende 2018? Da hat ja jemand Privilegien!

      Bei den anderen 99% ist fertig am letzten Beschäftigungstag!

      Dann kommt eine Zwangspause durch das RAV von 2-4 Wochen. Erst dann gibt es vielleicht etwas.

  10. „…Er war wohl gut als Dealmaker…“ – Mit Trump zusammen wären die echt ne Wucht!
    Ansonsten Aufwachen LH: Die SUB erzielt stabile Erträge, der Kurs stimmt.
    Sonst OK: Die (Personal)-Kosten der CS sind nach wie vor viel zu hoch.
    Apropos Trump:
    Kommt nach Davos, wird seine Deals machen. Gab es jemals einen wirtschaftsfreundlicheren US-Präsi?

  11. Das ist erst der Anfang, die fortschreitende Digitalisierung wird noch viel mehr Jobs wegrationalisieren.

    Der Einsatz von Technologie ersetzt nicht nur Arbeitsplätze, sondern verändert auch das Tätigkeitsprofil, insbesondere das von Kundenberatern!

    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!

  12. Diese 300 Stellen sind nur Beigemüse beim Auspressen der Zitrone. Den Löwenanteil werden sicherlich alle Externen tragen: Angestellte der Bodyleaser (Inder, Schweizer), Contractors. Dazu kommen noch die bis 30 pro Monat still abgebauten.

    Gemäss NZZ, kein Kommunistenblatt, bauten die Grossbanken 20% ihrer Angestellten in den letzten 6-7 Jahren ab. Der Finanzplatz Schweiz total 10%. Wären es nur immer tropfenweise oder auch 300 oder 1000, so käme man bei Weitem nicht auf diese Zahl von 20%!

    Zum Vergleich: Apple war nirgends, als Steve Jobs zurückkam. Apple war ein PC-Hersteller mit einem Marktanteil von 3-4%, als der iPhone-Sturm began. Heutzutage ist Apple 900 Milliarden $ wert! Apple holt die Gewinne bei dem Smartphones ab, Samsung arbeitet zum Selbstkostenpreis.

    Aber eben: Apple hatte jemanden, der kundenorientiert war. Der spührte, was die Kunden haben wollen könnten. (Er liess sich auch von Alan Kay, dem Erfinder der Programmiersprache Smalltalk persönlich beraten.)

    Gottstein hat mehrere Tramverbindungen zum Apple Store in Zürich um sich inspirieren zu lassen, wie voll seine Filialen sein sollten.

    Aber eben: was zum Untergang verdamt ist, ist zum Untergang verdamt. In baldiger Zukunft wird die CS genauso im Geschichtsmuseum anzutreffen sein wie die SwissAir.

    • Warum soll er sich inspirieren lassen? Die Top-Mgmt Ebene der Grossbanken hat nur ein Ziel: Maximal abkassieren bis irgendwann der Tag X kommt. Die Mitarbeiter und untätigen Aktionäre werden dann die roten Zahlen spüren, während diese Bereicherungskaste-Kaste dann das Dolce Vita geniessen kann.

    • Samsung arbeitet zum Selbstkostenpreis?? Operativer Gewinn für 2017: 46 Milliarden CHF. Quelle NZZ. Davon träumen die Banklis nicht einmal in ihren kühnsten Träumen!

    • Ihr kapitaler Denkfehler liegt darin, dass Sie voraussetzen ein Bankmanager ticke wie ein typischer Industriemanager, etwa wie Steve Jobs. Das ist ja gerade die Schwachstelle dieser Branche. Sie sucht, fördert und zieht Leute an, die nur an der Absicherung, Optimierung und Erhöhung ihrer Vergütung arbeiten.

  13. Thomas Gottstein war der Hoffnungstr, die CS hat nur Hoffnungsträger in der Schweiz. Das sind die oberen Bank“beamten“, denen alles fehlt was den Erfolg ausmacht. Kompetenz, Kreativität, nachhaltiger und zielgerichteter Fokus. GottSTEIN, Stein verändert sich nur im Laufe von Hunderten Jahren, Nomen est Omen!

  14. This morning my boss arrived at work in a brand-new Lamborghini. I said „wow, that’s an amazing car!“
    He replied „If you work hard, put all your hours in, and strive for excellence, I’ll get another one next year.“

  15. „Der ganze Rest ist Backoffice, ist am Verwalten, ist am Regieren, am Projektieren, am Politisieren.“
    Denke aus eigener Erfahrung genau so wird es sein.
    Ein Konto Saldieren dauerte in meinem Fall über 10 Bankarbeitstage!
    Der selbe Vorgang erledigte für mich eine Regionalbank in einem Arbeitstag.
    Eigentlich sehr sehr schade das es bei der CS / (SKA) soweit gekommen ist. Die Bank war für mich sehr lange Zeit sehr sympathisch.

    • Ein Bekannter war mal vor Ewigkeiten in China in einer Buchhandlung. Dort musste er zu 4 Angestellten gehen, die jeweils einen anderen Arbeitsschritt machten. Die KP erschafft so künstlich Stellen.

      Die CS kommt mir auch so vor.

      Der Brite Parkinson beschrieb die Aufblähung der Bürokratie sogar formelmässig genau. Googeln!

  16. Wenn man so liest, was die CS vorhat:
    . Melken der Schweizerkunden bis zum Abwinken
    . Mit immer weniger Personal viele Kundengelder und Neukunden anziehen
    . Eine exorbitante Gewinnsteigerung in der Schweiz hinlegen
    … dann weiss auch der hinterletzte CS-Kunde aus Hinterpfuffigen, dass er von der CS über den Tisch gezogen wird.

  17. Ein Schuss vor den Bug schadet nie. Vielleicht wachen die hochnäsigen Paradeplatz-Primaten mit ihrer schöngeistigen rot/grünen Stadtregierung auf, wer weiss?

    • Ein Schuss vor den Bug schadet sicher nicht. Aber das wird so lange wirkungslos sein, bis es ans eigene Vermögen von Gottschein & Co geht.

      Aber da das wohl nie der Fall sein wird, heimsen er und seine Kollegen weiterhin Millionen ein, während Hunderte und Tausende ihre Jobs verlieren.

  18. Weiterer Höhepunkt am diesjährigen WEF. CEO Thiam – ehemaliger Minister der Elfenbeinküste – berichtet über die Fortschritte in seinem Dreijahresplan. Ziel: Auspressen der Zitrone CS.

    • Mr. Cheick Tidjane Thiam, ehemaliger Minister der Côte d’Ivoire, bittesehr. Da die unterschiedlichen Versionen des Landesnamens in verschiedenen Sprachen (Elfenbeinküste, Ivory Coast, Costa de Marfil etc.) häufig für Verwirrung gesorgt hatten, verfügte Präsident Houphouët-Boigny Ende 1985, dass der Landesname nur noch mit dem französischen Namen Côte d’Ivoire geführt und nicht in andere Sprachen übersetzt werden darf. Im offiziellen Verkehr, beispielsweise des EDA oder der deutschen Bundesregierung wird der offizielle Name Côte d’Ivoire verwendet. Im Lande selbst ist die Benutzung einer anderen als der offiziellen Bezeichnung unter Strafe verboten.

    • Hei Grüeni…..TT ist niemals ein Höhepunkt. Höhepunkt wäre, wenn TT zurück zur EK ginge.

    • @Künftiger ex CS-ler: Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem künftigen ex-Status. Sie werden sehen, es ist sehr befreiend, auf einer anderen Bank als der CS zu arbeiten. Zumal diese in den USA als kriminell gilt. Keine Stotteri-Town Halls mehr, keine andauernden Drohungen mit Sparübungen, während sich die abgehobene MD-Kaste weiterhin an Kaviar und Champagner laben darf.

  19. Gottstein muss den „schwarzen Peter“ auch nur von oben weitergeben. Auf dieser Stufe verliert jedermann leider die eigene Identität und ist nur noch reiner Befehlsempfänger und das geht top down runter bis zum kleinen Würstchen den es dann mit dem Jobverlust trifft.

    Das System ist leider derart krank, dass jeder seine eigene Seele verkauft um seine eigene Haut zu retten.

    • Sind wir mal ehrlich um Befehle entgegenzunehmen, zu delegieren und Personal abzubauen brauche ich keinen Dr. Titel auch nicht ein Salär in Millionenhöhe.

  20. Ich habe das Vergnügen als nicht CS Mitarbeiter die Verhältnisse als naher Beobachter der Bank erleben zu dürfen. Ich habe selten so ein Schwachsinn gelesen und finde es erstaunlich, wie man mit dem Ziel immer die gleichen 2-3 Zielpersonen aufs Korn zu nehmen, seinen beruflichen Alltag ausfüllen kann – häufig mit wenig Fachkenntnis und noch weniger Wahrheitsgehalt. Fakt ist, dass die CS Schweiz noch nie so gut aufgestellt war und geschäftsmässig hervorragend unterwegs ist.

    • Mag ja sein, dass die CS Schweiz top aufgestellt ist. Das hindert aber nicht daran die Zitrone weiter auszupressen, denn Saft ist ja da wie sie behaupten.

    • „naher Beobachter der Bank“ = PR Agentur ?

      Aber nicht im ernst so banal bitte!

    • Sie haben vollständig recht. Mir ist schon längst aufgefallen, dass sich Lukas Hässig sehr einseitig und grösstenteil falsch informieren lässt und sehr provozierend und unzulässig vereinfachend schreibt. Er ist ein sogenannter 3-3-3-Journalist. Ein Drittel stimmt, ein Drittel ist falsch interpretiert und ein Drittel ist komplett falsch

    • Kennen Sie Comical Ali?

      Hier ein Zitat aus der Wikipedia:

      „Insbesondere seine vor versammelter Öffentlichkeit abgehaltene Presseerklärung, die einrückenden US-Soldaten beendeten angesichts der zahlenmäßigen Überlegenheit irakischer Truppen vor den Toren Bagdads massenhaft ihr Leben durch Suizid, sorgte für allgemeine Erheiterung. Tatsächlich erreichten die US-Truppen zur gleichen Zeit die Außenbezirke Bagdads und das Ende der Regierung Saddam Husseins war nur noch eine Frage von Stunden. Während Sahhaf noch davon sprach, die amerikanischen Truppen endgültig abgewehrt und vernichtend geschlagen zu haben, war bereits Gefechtslärm im Hintergrund zu hören. Es wurde berichtet, dass sogar Präsident George W. Bush die Pressekonferenzen von Sahhaf im Fernsehen mit Interesse verfolgte. Selbst als während eines Interviews im Freien im Hintergrund schon amerikanische Panzer zu sehen waren, sagte Sahhaf: „There are no American infidels in Baghdad. Never! We are winning this war, and we will win the war. This is for sure.“

    • Ein doch eher substanzloser Kommentar eines vermeintlich ‚nahen Beobachters‘ der sich nicht wirklich mit meiner persönlichen Wahrnehmung als SUB-MA deckt: ich erlebe ein belastetes und belastendes Arbeitsklima, abgehobene Vorgesetzte, die widerspruchslos und ohne alternative Ideen die teilweise sinnfremden Vorgaben des Managements umsetzen, um selber nicht abgebaut zu werden sowie ein Management, dass sich schamlos die Taschen füllt like no tomorrow.

    • Soll das ein Witz sein? Allein der Aktienkurs muss als Katastrophe bezeichnet werden und dass wichtige Grossinvestoren aussteigen, das Management in grossem Stil seine Aktien verkauft und Hau Ruck-Sparübungen durchgezogen werden während die Bank immer grössere Marktsnteile verliert, spricht doch Bände oder etwa nicht?

  21. Bitte baut einfach bei den ca. 1000 CS-Mitarbeitern, die im üSchnitt 1.75 Millionen pro Jahr Kassieren, diesen Schnitt auf immer noch sehr stolze 50% ab und Ihr habt netto ca. 800 Mio. mehr Gewinn. Ohne Qualitätsverlust. Das wäre doch mal echte Führung und nicht bloss hohler Rundumversichert-Manager-Bullshit!

    • Ja so ist die CS: auf ungefähr 47’000 MA weltweit beschäftigt die CS ca. 2000 Managing Directors. Also einer von 20 ist ein „Managing Director“… Darunter sind ca. 1000 sog. „Key Risk Taker“ (…ja ja, aber eben nicht „Responsibility Taker“), die sich im Durschnitt eben mal in der geschützten Werkstatt flott 1.75 Mio auszahlen lassen, jährlich.

    • Wer hat denn Ihnen diese Schwachsinns-Zahlen mitgeteilt. Die CS Schweiz ist eine Universalbank und nicht eine Privat- oder Investmentbank.
      D.h. die Löhne dort sind durchschnittlich tiefer.

    • Zu meiner Zeit in der CS ( ist noch nicht sehr lange her), war für einen Abteilungsleiter im Range eines MD (Department Head N-3) siebenstellig normal. Kann mir nicht vorstellen, dass dies heute anders ist. In der Schweiz notabene. Kommt nicht drauf an, ob IWM oder SUB.

    • Leider würden bei den 50% die Abgangsentschädigungen den ausgerechneten Gewinn wohl übersteigen.