Verluste minimieren beim Aktien investieren

Michael Stadler von der Osteopathie Central ist mittlerweile überzeugt, dass er mit dem Aktieninvestieren beginnen möchte. Für ihn ist wichtig, dass es sich um kleine Beträge handelt, denn in dieser Grössenordnung kann er auch die möglichen Verluste verkraften. Er macht dies, weil er weiss, dass er Bankgebühren sparen kann, wenn es ihm gelingt, sein Alterssparguthaben selbst zu verwalten.

Zur Verlustminimierung ein Beispiel: Ich habe auf meiner Meyer Burger Aktie rund 80% Verlust gemacht. Das wären 1’600 Franken, wenn die Investition – wie in Mike’s Plan – 2’000 Franken gewesen wäre.

Bei 8’000 Franken Investition im Jahr ist dieser Betrag schon kleiner, und nach fünf Jahren, bei einem Anlagevolumen von bis dann 40’000 Franken (fünf Jahre mit vier Quartalen zu je 2’000 Franken Anlagevolumen), ist er schon verschwindend gering.

Es ist wahrscheinlich, dass die Aktienmärkte in einem Jahr schlecht laufen. Dann wird auch Ihr Portfolio keinen positiven Betrag aufweisen. Sie müssen aber unbedingt weiterhin regelmässig investieren und Ihren Anlage-Rhythmus beibehalten, denn so profitieren Sie von tiefen Aktienpreisen und werden schon bald wieder einen positiven Betrag in Ihrem Portfolio haben.

Tatsache ist, dass bei regelmässigen Aktienkäufen das Portfolio schon nach ein paar Jahren nicht mehr negativ werden kann, Kriege und globale Naturkatastrophen ausgenommen.

Wir haben dies nachgewiesen, indem wir die PIGS-Länder (Portugal, Italien, Griechenland, Spanien) analysiert haben. Diese vier Märkte waren in den letzten Jahren besonders schlecht. Trotzdem hätten Sie auch in drei von vier Ländern bei regelmässigem Investieren eine positive Rendite erhalten.

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7 Kommentare zu “Verluste minimieren beim Aktien investieren

  1. 1. Use an independent wealth advisor (banks only sell you what they want you to buy). Always avoid conflicts of interest.
    2. By applying 1. above, you should qualify for MASSIVE discounts on custody fees and trading fees.
    3. invest regularly, whatever happens.
    4. Diversify, buy only quality stuff and enhance your yield with covered puts and calls.
    5. If you did not understand the above, return to 1. and ask for a managed account, not advisory. Avoid big banks at all costs!

  2. Für normale Anleger mit wenig Zeit, sich mit ihren Investments zu befassen, hat sich die 200 – Tage – Linie – Strategie bewährt:

    http://aktien-mit-strategie.de/200-tage-linien-strategie/

    Zur gebotenen Diversifizierung am besten Investition in einen oder mehrere Indexfonds (ETF) und regelmäßige – beispielsweise monatliche – Kontrolle.

    Indexfonds auf mittlere und Wachstumswerte weisen dabei eine höhere Rendite aber auch ein höheres Verlustpotential auf als jene auf Standardwerte.

    Während Zeiten der Desinvestition nur in sichere Anlagen wie beispielsweise Staatsanleihen guter Bonität investieren.

    Der „cost-average“ oder Durchschnittskostenansatz dient eher dem Provisionsinteresse der Investmentindustrie und weniger der Rendite des Anlegers, da man so dauerhaft auch in schlechten Zeiten investiert bleibt (Verwaltungsgebühr) und beim regelmäßigen Kauf ratierlich Kaufprovisionen für die Fondsgesellschaft anfallen.

    http://geldanlegen.com.de/?p=513

    Gerne werden in diesem Zusammenhang von den Werbeabteilungen der Investmentindustrie Vergleiche angestellt, die teilweise bis in die 80er Jahre zurückreichen.

    Nur herrschten damals völlig andere Kapitalmarktbedingungen, die vielen heute nicht mehr bekannt sind:

    – Am Anfang der 80er Jahre war das allgemeine Zinsniveau in der westlichen Welt auf einem zuvor nie erreichten historischem Höchststand mit bis zu 16% Zinsen auf 10jährigen US-Treasuries 1982.

    – Entsprechend war die Bewertung von Aktien niedrig mit einem durchschnittlichen KGV von 5 um 1980, das bis zum Dot – Com – Boom im Jahr 2000 auf ein durchschnittliches KGV von 20 anstieg. D.h. innerhalb von ca. 20 Jahren ein vierfach höherer Aktienpreis für den gleichen Gewinn durch ein sinkendes Zinsniveau und Ertragsphantasien für die Zukunft.

    – Die Dividendenrendite war 1980 mit ca. 7% hoch. Diese sank bis zum Jahr 2000 auf ca. 1%.

    – Von 1963 bis 1980 sind die Börsenindizes der westlichen Welt trotz boomender Wirtschaft kaum weiter angestiegen. Siehe historisch z.B. in boerse.de.

    – Die Überrenditen der 80er und 90er Jahre hübschen jede Langfristbetrachtung auf. Nur haben die Börsenindizes der westlichen Welt (in Deutschland der DAX-Kursindex) die Höchststände des Jahes 2000 nicht mehr übertroffen. In Amerika ist das jedoch der Fall.

    Aktuell befinden wir uns in der zweithöchsten Überbewertung der Kapitalmarktgeschichte. Allein während der Dot-Com-Bubble im Jahr 2000 war die Bewertung des Aktienmarktes höher.

    Entsprechend sind die Renditechancen für Neueinsteiger limitiert und das Verlustrisiko hoch.

    Ich würde deshalb auf ein neues Einstiegssignal der 200-Tage-Linie abwarten, wie zuletzt in der gesamten westlichen Welt Mitte 2016.

    Der aktuelle Aufschwung seit 2009 läßt sich in drei Phasen fassen, die so auch von der 200-Tage-Linie angezeigt wurden:

    2009 bis 2011 – Eurokrise
    2012 bis 2015 – Rohstoffbaisse
    2016 bis aktuell

    • Hier ein Schaubild dazu, daß eine Einmalanlage in einem Zeitpunkt der Krise und entsprechender Unterbewertung mittelfristig eine höhere Rendite erzielt als ein ratierliches Kaufen – und – Halten:

      http://maerkteundtrends.helaba.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/11/08_Aktien_3_Cost_Average.png

      Ein weiterer Vorteil ist zudem, im Rahmen zukünftiger Krisen keine Verluste auf sein Ursprungskapital sondern nur auf die bisherigen Buchgewinne zu erleiden.

      Wobei sich mit der 200 – Tage – Linie – Strategie (s.o.) ein bewährtes und einfaches Instrument bietet, die großen Verluste von Krisen zu vermeiden, welche erst wieder in vielen Jahren Anlagedauer aufgeholt werden.

      Dieses „wieder Aufholen“ des „Kaufen- und Halten – Anlegers“ ist für den nicht von Verlusten betroffenen Anleger jedoch Rendite!

    • Was vielleicht zusätzlich im Zusammenhang mit dieser Grafik noch interessant ist:

      http://maerkteundtrends.helaba.de/wordpress/wp-content/uploads/2017/11/08_Aktien_3_Cost_Average.png

      – Die buy-and-hold Rendite der Einmalanlage ab 2000 beträgt in 17 Jahren ca. 0% zzgl. Dividenden.

      – Die Rendite des Aktiensparplans ab 2000 beträgt in 17 Jahren ca. 2,4% p.a. zzgl. Dividenden:

      https://www.zinsen-berechnen.de/zinsrechner.php?paramid=tutm973kpc

      – Die Rendite der Einmalanlage ab 2003 betragt in 14 Jahren ca. 6,8 % zzgl. Dividenden:

      https://www.zinsen-berechnen.de/zinsrechner.php?paramid=1persvw8j4

      D. h. außer bei der Anlage mit einmal exaktem Timing in 2003 erzeugen Aktiensparplan ab 2000 und Einmalanlage am Höhepunkt einer Hausse 2000 nur Renditen, die sich auch durch Investition in sichere Anleihen erzielen ließen. Und dies bei bedeutend geringerer Volatilität.

      Ferner wäre man bei alternativer Investition zunächst in sicheren Anleihen in den Tiefpunkten der Krisen 2003, 2009, 2011 und 2015 jeweils verlustfrei flüssig gewesen und damit in der Lage, von den Überrenditen danach zu profitieren, was bei den anderen Strategien gerade eben nicht der Fall ist!

  3. Sie müssen aber unbedingt weiterhin regelmässig investieren und Ihren Anlage-Rhythmus beibehalten, denn so profitieren Sie von tiefen Aktienpreisen und werden schon bald wieder einen positiven Betrag in Ihrem Portfolio haben.

    Leider gelingt das den meisten privat Anlegern nicht da simpel und einfach der psychologische Aspekt nicht mitmacht. Kommt dann eine größere Korrektur dann geht in der Panik das Licht ganz aus und alles wird verkauft. Man braucht einen Plan und an erster Stelle steht immer die Verlustabsicherung. Wer dem nicht Folge leistet und psychisch eine Krise nicht überwinden kann der befindet sich auf direktem Weg in die Pleite. So einfach ist anlegen 🙂

    • „The secret of success is to be ready
      when your opportunity comes.“

      Benjamin Disraeli
      * 21. Dezember 1804 † 19. April 1881

    • Der Langfristsparer profitiert nur mit seinen regelmäßigen, geringen Sparraten von temporär tiefen Aktienpreisen, während sein ggf. großes Depot die Wertverluste von Krisen zuvor voll mitgemacht hat:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittskosteneffekt

      Da ist es auch kein Trost, daß man auf Jahrzehnte gesehen unter Einrechnung der Dividenden mit dieser Strategie wenigstens keinen Verlust macht.