Bitcoin ringt mit dem Tod

Fällt Krypto unter 8000 Dollar, droht schneller Niedergang – Chart sieht verheerend aus – Zinsen hoch, Aktien runter.

Die 10jährigen US-Staatsoblis nähern sich 3 Prozent Rendite. Gleiche Schweizer Bundes-Anleihen durchschritten die Nulllinie. In Deutschland sind 1 Prozent in Sicht.

Die Aktien tauchen, minus 2 und mehr Prozent in Asien. Und Bitcoin? Crasht der Krypto-Hype, könnte das ein Fanal sein.

Es gab schon viele Crashs bei Bitcoin, aber das Coin kam immer wieder zurück“. So lautete ein Satz, der kritischen Stimmen gerne entgegengehalten wurde.

Aber der Crash seit dem Allzeithoch von Bitcoin vom Dezember 2017 ist anders. Er ist der erste wirkliche „Mainstream-Crash“ – und er passiert zu einer Zeit, in der Bitcoin eigentlich stark gefragt sein sollte.

Bitcoin ist über die letzten Jahre in der Tat schon viele Male abgestürzt ist (eine Zusammenstellung einiger Crashs findet sich hier). Aber erst 2017 hat der Mainstream wirklich zum ersten Mal von Kryptowährungen gehört, und Bitcoin war in aller Munde.

Hat Bloomberg 2013 über Bitcoin gesprochen? Gab es Artikel in 20 Minuten über den besten Einstiegszeitpunkt in Bitcoin 2014? Gab es Tausende alternative Krypto-Währungen oder -Tokens 2015 oder 2016?

Nichts davon. Krypto war ein Randphänomen, der Preis und die Abstürze wohl auch oft gesteuert von wenigen grossen Akteuren, den „Bitcoin-Whales.

Jetzt aber gibt es Futures-Verträge, CNBC zeigt den Bitcoin-Kurs in der Tickerzeile an, und jeder hat eine Meinung zu Bitcoin.

Daher werden die Preisbewegungen auch mehr beachtet. Bis Dezember 2017 ging der Trend steil nach oben. Vom Crash von 5’000 Dollar auf unter 3’000 Dollar im September 2017, folgte ein schneller Rebound auf höhere Werte als vor dem Crash.

Das wiederholte sich letzten Herbst Mal für Mal. Plötzlich war Schluss. Seit dem Höchststand von Mitte Dezember 2017 geht es bergab.

Interessant ist nun zu beobachten, wie auf dem Weg nach unten sich Bitcoin nicht wieder auf die vorigen Stände erholt, sondern immer nur auf tiefere Hochs.

Mühe beim Wiederaufstieg: Bitcoin-Chart der letzten zwei Monate (Quelle: GDAX)

Auch ohne Experte in Chart-Technik zu sein, ist es faszinierend zu verfolgen, was mit dem Bitcoinkurs seit zwei Monaten passiert (die Beispiele beziehen sich auf den Handelsplatz GDAX):

17. Dezember 2017 bisheriges Allzeithoch: 19’892 Dollar; 22. Dezember 2017, 47% Absturz 10’400 Dollar; 5. Januar 2018, gescheitert an der Marke 17’200 Dollar; 11. Januar 2018, 26% Absturz 12’800 Dollar.

13. Januar 2018, gescheitert an der Marke 14’500 Dollar; 17. Januar 2018, 38% Absturz 9’017 Dollar; 20. Januar 2018, gescheitert an der Marke 13’000 Dollar; 23. Januar 2018, 24% Absturz 9’945 Dollar; 25. Januar2018, gescheitert an der Marke 11’700 Dollar.

2. Februar 2018, 36% Absturz 7’540 Dollar; 3. Februar 2018, gescheitert an der Marke 9’500 Dollar; 5. Februar 2018 quo vadis?

Letzten Samstag ist Bitcoin an der 9’500 Dollar-Marke gescheitert (9’499 Dollar), und derzeit liegt der Bitcoin wieder im Bereich von gut 8’000 Dollar.

Der Kryptowährung scheint spürbar die Luft auszugehen.

Gut möglich, dass es sich hier um einen längeren Abwärtstrend handelt und der Kurs von Bitcoin im Laufe dieses oder des nächsten Jahres wieder neue Höhen erklimmt. Aber die 20000 Dollar Marke scheint nun schon sehr weit entfernt.

Wo sind die frohlockenden Kommentare im Fernsehen oder im Internet? Sogar zwei der wohl extremsten Promotoren von Bitcoin und Krypto-Währungen, Max Keiser und Stacy Herbert, diskutieren auf dem Keiser Report Episode 1184 am 3. Februar, wie Geld aus Bitcoin heraus und in Gold hereinfliesst (Minute 5 bis 6; auch die restliche Diskussion ist sehenswert).

Bitcoin möchte keine Tulpe sein sieht aber aus wie eine.

Das ist doch erstaunlich. Der Dollar verliert an Wert, die Zinsen steigen, erste Verunsicherung an den Aktienmärkten macht sich breit – da wäre Bitcoin doch prädestiniert als Zufluchtsort?

Dies ist bisher nicht geschehen. Bitcoin und praktisch alle anderen Cryptos haben sich im Gleichschritt seit Anfang Jahr nicht wie ein sicherer Hafen verhalten, sondern wie ein hochspekulatives Asset.

Kein Zufluchtsort bei Verunsicherung im Markt, als Wertaufbewahrung viel zu volatil, Transaktionskosten immer noch bei 7 Dollar pro Transaktion – und vom Lightning Network, mit dem Bitcoin durch mehr Speed gerettet werden soll, hört man auch nicht viel (auf der offiziellen Webseite ist in den FAQ von der alpha-0.3 Version die Rede).

Und das bei 60% unter dem Allzeithoch. Damit wird klar: Bitcoin braucht nun ein Wunder, wenn es nochmals zurückkommen möchte.

Derzeit sieht es eher danach aus, dass die Luft draussen ist und die bekannteste aller Krypto-Währungen einen langsamen Tod stirbt.

Und die anderen Coins? Sie werden wohl erst einmal mit in den Abgrund gerissen.

Kommentare

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  1. Also meine Lieblingsbeschäftigung in diesen Bitcoinblogs ist es die Dumpfbacken-Kommentare zu suchen, die von doppelter Buchhaltung predigen. Herrlich amüsant. Nichteinmal einen Hauch von Ahnung, dass hinter jedem generierten Bitcoin so viel Energie-Aufwand herrscht, das es umgerechnet in Schweizer Energiepreise viel günstiger ist, ein Bitcoin zu kaufen anstatt eins zu minen. Doppelte Buchhaltung, ich muss etwas an Wert einsetzen (Strom), um etwas an Wert zu gewinnen (Bitcoin), im Gleichgewicht ein Nullsummenspiel. Ich freue mich schon auf zukünftige Beiträge.

  2. Wo ist übrigens SNB-Phantom Urs Abderhalden?

    Er riet doch im Anschluss an meinen Text: „Wer ein Problem mit Bitcoin hat, der soll einfach die Finger davon lassen.“

    – und er erhielt fast 200 Thumbs up für seine Weisheit.

    Hat er selber gekauft, da er ja offenbar kein Problem mit Bitcoin hat.

    So kommt halt der Hochmut vor dem Fall.

    Es ist ruhig geworden um Urs Abderhalden und Bitcoin. Von diesem Thema lässt er jetzt seine Finger.

    Gut so. Soll er auch von anderen Themen seine Finger lassen, von denen er nichts versteht.

    Marc Meyer

    • freuen Sie sich nicht zu früh Lieber Herr Meyer:)

      Der Bitcoin kommt schon wieder zurück.
      Und so ev. auch Ihr Nemesis.

  3. Man müsste mal eine Umfrage machen und die Leute fragen, ob sie wissen, wie sie zu Bitcoins kommen und was sie damit machen wollen oder sollen. Ich befürchte, man müsste erkennen, dass die meisten keine Ahnung haben, was das Bitcoin Zeugs soll soll und wie es funktioniert.

  4. Wie lautet doch der alte Bibelspruch…..

    ………….. Aus Staub bist du, und zu Staub wirst du zurückkehren.

    Oder………..
    Bitcoins wurden aus Nichts gemacht und zu Nichts werden sie zurückkehren.

    Beim Tulpenzwiebel-Artikel habe ich geraten, eine Exit-Strategie zu planen, wers versäumt hat, den bestraft nun halt das Leben….(((-:

  5. Die Freud war kurz – Die Reu wird lang sein.

    Der fehlinvestierte Alterssparbatzen wird sich in Luft auflösen. – Zockerschicksal !

  6. Der Bitcoin wurde schon so oft Tod gesagt und dennoch ist er immer wieder wie Phönix aus der Asche gestiegen. Das wird auch dieses Mal so sein. Alle die jetzt schadenfroh lachen, weil sie nie Bitcoin hatten, werden sich in ein paar Monaten grün und blau ärgern, dass sie die günstigen Kurse nicht für den Einstieg genutzt haben. Wenn es im Vergangenen Jahr einen guten Zeitpunkt gab, um Bitcoins zu kaufen, dann ist das jetzt. Mag sein, dass der Kurs noch weiter runter geht, deshalb besser gestaffelt kaufen.

    • Die teuersten Ratschläge seit es Finanzmärkte gibt, alter Grieche.

      Was kein staatlich sanktioniertes und sanktionierbares Zahlungsmittel ist, ist kein Geld. Geld ist aussliesslich ein Rechtstitel. Ich kann also einen Anspruch gerichtlich erstreiten und bekomme Recht dafür. All die Kindergartendefinitionen wie Wertaufbewahrung, Recheneinheit oder Tauschmittel sind lediglich Sideeffects.

  7. Aus vielen Artikeln über Bitcoin und co. auf IP gewinne ich den Eindruck, dass das Crypto-Geld beim Author irgendwie ein Dorn im Auge ist. Mittlerweile kein Dorn mehr, sondern ein Holzklotz 🙂

    Alleine die Existenz des Bitcoins lässt ihm keine Ruhe, sie plagt ihn, er will dass der Bitcoin fehlschlägt. Wenn der Bitcoin fällt, dann fällt er nicht schnell genug und wenn der Bitcoin wächst, kann der Author nicht mehr schlafen. Er ist ausser sich.

    Die Frage ist einfach: Warum? Sagen Sie es mir, kommen Sie, ganz ehrlich… Warum hat das Zeug kein Platz verdient auf diesem Planet?

    • Machen Sie sich schlau, wie Geld im Rahmen der Kreditvergabe der Geschäftsbanken und im Rahmen der Offenmarktpolitik der Zentralbanken „geschaffen“ wird. Immer gegen ein werthaltiges Asset (auch wenn die richtige Bewertung oft diskutabel ist), das „hereingenommen“ wird (z.B. gegen Oblis, Aktien, Hypovertrag mit Immobilie als Pfand). Machen Sie einen Einführungskurs in Doppelter Buchführung und denken Sie kurz über folgendes nach: a) welche Folgen es für die Wirtschaft und deren (Produktivitäts-)Entwicklung haben würde, wenn die Geldmenge fix bliebe (Kredite für Unternehmen wären nicht mehr verfügbar und zu teuer und bestehende Kredite würden die Kreditnehmer ruinieren); b) in den Verfassungen der westlichen Industrienationen steht der Grundsatz der Gleichheit vor dem Gesetz. Nun, die Staaten werden demzufolge Bitcoin und alle anderen Kryptowährungen regulieren und Gewinne (in der CH bei gewerblichem Handel (ab einer bestimmten Anzahl Transaktionen) im Ausland generell) und Vermögen aus verfassungsrechtlichem Auftrag besteuern müssen, da kommen sie nicht darum herum. Es ist also fertig lustig mit Anonymität und Flucht vor dem Staat/Fiskus, da bis heute noch jeder Mensch sich irgendwo physisch aufhalten muss und noch nicht in einer Clowd oder in einem Distributed Ledger wohnt.
      Wenn Sie das alles mal durchdacht haben, dann merken Sie, dass Sie Rattenfängern und Dummschwätzern (darunter Professoren der renommiertesten Unis der Welt…) aufgesessen sind. Fazit: Verkaufen Sie, solange es noch geht. (John McAfee kann schon mal seinem Johannes marinieren, er wird ihn essen müssen.)

    • @Chick:
      Dass die Wirtschaftg nur mit Bicoin funktionieren kann, ist mir schon klar.

      Ich wollte eigentlich nicht eine Lektion in VWL sondern nur verstehen, warum es Leute gibt, die Crypto hassen.

      Trotz allem hat das traditionelle Modell auch Nachteile. Das Cryptogeld (Ich rede nicht vom Bitcoin) ist sicher, schnell, fast keine Transaktionskosten, transparent.. Und es gibt die Möglichkeit ganz neue Geschäftsmodelle zu implementieren, die noch nicht möglich waren bis heute.

      Meine Frage besteht, warum hat Crypto keinen Platz verdient? (Zur Präzisierung: neben dem bestehen Modell)

    • sorry Chick, aber das ist Blödsinn

      In dem künstlichen Gedankenmodell mag dies mit den werthaltigen Assets so sein.

      Aber die Realität zeigt doch wie irrsinnig und falsch diese Theorie ist.

      Man vergleiche einfach mal die Geldmenge mit der Entwicklung von BIP (dessen Zahlen selbst massiv geschönt sind).

  8. Bitcoin ist als Geld gedacht. Geld macht nur Sinn, wenn in seinen Basisaufgaben gebraucht. Zahlungsmittel und Wertaufbewahrungsmittel. Falls Bitcoin sich in keiner dieser Aufgaben etablieren kann, sind seine Tage in der Tat, gezählt.
    Dies hat nichts mit Spekulation zu tun.

  9. Viele sind ja noch vor ein paar Wochen eingestiegen, als der Bitcoin bei 12-15’000 stand – die ärgern sich jetzt natürlich grün und schwarz. Das eigentlich grosse fundamentale Problem hinter dem Absturz ist aber, dass Bitcoin mit dem Falschen Ansatz entsteht: eine gigantische Umweltverschmutzung wegen der Rechenleistungen. Dazu kommt, dass viele Mining Firmen jetzt auch pleite gehen, die ihren Investoren grosse Renditen versprochen haben-die müssen ihren Kunden versprochene Renditen bezahlen und sind jetzt alle in der Klemme.

    • Dummheit wird meist bestraft, ausser man sitzt im Bundesrat oder im VR eines Grosskonzerns…

  10. Wir haben den Zyklus aus Enthusiasmus und Todesgeheul jetzt schon mehrmals erlebt. Bitcoin befindet sich im 4. Gartner-Hype-Cycle seiner neunjährigen Geschichte. Der nächste beginnt 2020 mit dem Block Reward Halving.
    Unabhängig von der Marktentwicklung ist 2018 das bisher spannendste Jahr für Bitcoin: Das Lightning Network startet gerade, und Rootstock (die erste von vielen Sidechains) geht los. ZK-Snarks, MAST und Schnorr-Signaturen sind in Vorbereitung. Bitcoin ist unverändert vom Marktpreis nach wie vor ein unzensierbares Netzwerk und ein Internetprotokoll für die Übertragung von Wert. Mit Lightning werden bald Millionen Mikrotransaktionen pro Sekunde möglich sein. Wer glaubt, dass Bitcoin „einen langsamen Tod stirbt“, liegt völlig daneben. Was wir sehen ist die Entwicklung programmierbaren, streamenden Geldes – für die Verwendung nicht nur zwischen Usern im Internet, sondern auch zwischen Apps und Geräten. Machine-to-Machine-Payments werden über Lightning, also Bitcoin, laufen, eventuell auch über Ethereum, IOTA etc. Das ist erst der Anfang.

  11. Es bleibt dabei, inside Paradeplatz Beiträge zu Kryptowährungen kann man nicht ernst nehmen: Vorgestern Tulpenblase, gesterb Lob für Swissquote zur Einführung von Bitcoin Trading und Verriss von Tidjane Thiam der das Potential von Kryptos nicht erkennt (und deswegen seinen Analysten zurückpfeift) und heute wieder Tulpenblase und der langsame Tod des Bitcoin. Auch wenn dies ein Blog ist, täte hier etwas Konsistenz in der Meinung tut.

    Ansonsten bleibt es dabei, die zugrunde liegende Blockchain Technologie wird sich wohl langfristig durchsetzen, Bitcoin eher nicht. Dazu ist der Bitcoin noch nicht ausgereift genug gewesen, er war halt der erste und nicht der Beste……

    • Ein Like gibts nur schon fürs „Digipigi“ und nicht nur weil Sie vollkommen recht haben :-)!

    • Bitcoin ist ja auch nur eine von über 1500 Kryptowährungen. Daraus resultiert, dass man pro Krypto aber con Bitcoin sein kann…

    • Bei keiner anderen Kryptowährung findet auch nur annähernd soviel Innovation und Entwicklung statt wie bei Bitcoin: Lightning Networks, Rootstock, Drivechain, MAST, Schnorr, zK-Snarks und vieles mehr. Man sieht das allein schon an der Zahl der GitHub-Commits, wo Entwickler aus aller Welt seit 9 Jahren freiwillig mitarbeiten – ähnlich einem anderen Projekt, das mittlerweile die Welt erobert hat: Linux. (Android ist das meistverbreitete Mobile-Betriebssystem, Apache-Server das Fundament des Web…). Wie Linux ist auch Bitcoin ein Open-Source-Projekt, und es hat den stärksten Networking-Effekt, die mit Abstand sicherste Blockchain und die meisten Entwickler. Das „Blockchain-nicht-Bitcoin“-Narrativ wird vor allem von Banken und Beratern gepusht, die ihre zentralisierten, privaten Blockchains pushen wollen. Gerade die Dezentralisierung und Unzensierbarkeit von Bitcoin ist aber das spannende an seiner Blockchain – und deswegen wird sie auch weiterhin die bedeutendste Blockchain mit der stärksten Community und der meisten Innovation bleiben.

    • Warum erfahren wir nicht jeweils den Autor, wenn es um Bitcoin Beiträge auf IP geht (die in der Regel sehr gut sind)?

    • Weil das vermutlich ein Insider ist.
      Und aus eigener Erfahrung kann ich versichern, dass die Crypto-Community ausgesprochen aggressiv gegen Kritiker vorgeht.
      Zu viele Blender, Bauernfänger und Gschäftlimacher haben mit dubiosen ICOs ein Vermögen verdient oder wollen dies verdienen.
      Am Ende wird der Bitcoin garantiert einen Wert von 0 aufweisen.

  12. Wann begreift es auch der allerletzte ungebildete Kryptowährungs-Hyper? (Macht Euch mal zuerst schlau, was Geld ist und wie es „geschöpft“ wird. Lest Euch in Doppelte Buchführung ein und macht Euch schlau über Verfassungsrecht und das darauf aufbauende Rechtssystem in den meisten entwickelten Ländern, und dann merkt Ihr, dass Ihr alle (inkl. sog. „Experten“ und Massenmedien) ein paar Rattenfängern aufgesessen seid!) Die sog. (PRIVATEN) Kryptowährungen könnt Ihr ALLE restlos auf NULL abschreiben. Die Blockchain-Technologie mag andererseits interessant sein, wird aber auch masslos überschätzt und ist eigentlich gar nichts Neues.

  13. Was ICH erleben möchte, dass mein Postkonto (Saldo immer CHF 1Ok im Plus), mal wieder rentiert (natürlich vor Inflation). DANN beginn ich an die Trendwende zu glauben.

  14. Naja, im Dez 2013 notierte BTC bei 1.200, um dann im Aug 2014 auf 100 zu fallen. Der Rest ist Geschichte. Keiner kann den Kursverlauf von Cryptos vorhersagen. Da der Markt auch nur ein Volumen von ca 200 Mrd USD hat, würde ich mir keine zu grossen Sorgen um BTC machen. Ganz anders ist die Situation bei den Zinsen. Wenn die zu schnell steigen, droht auf dem Immobilienmarkt in der Schweiz eine Katastrophe mit Bankenpleiten, insolventen Pensionskassen und Hunderttausenden Jobverlusten. Der Wert aller Liegenschaften in der CH beläuft sich auf etwa 3300 Mrd CHF. Jeder kann sich ausrechnen, was ein Crash der Preise von 20-30% oder gar 50% wie in USA und Japan bewirken würde. Und damals betrug die Verschuldung der Haushalte in den USA nur ca 90%, während sie heute in der CH 130% des BIP beträgt (ein weltweiter Rekordwert). Zwar kann die SNB dank ihrer Devisenreserven etwas gegensteuern, aber ob das ausreichen würde?

    • Ihre Meinung zu den Zinsen, der Immo- und Schuldenblase in der CH (und anderswo) teile ich 100%. Könnte brutal ins Auge gehen.

    • Jetzt mal eine offene und ehrlich gemeinte Frage:

      Wer soll sich überhaupt noch Immobilien leisten können?

      Ein Akademiker Paar ohne Kinder wird nach einigen Jahren Berufserfahrung vielleicht gegen die CHF 110-120k Brutto pro Person heimtragen. Da lassen sich wenn man günstig wohnt, nicht grosse Reisen plant usw. gut gegen die 10k pro Jahr auf die Seite legen.

      Wer eine Immobilie im Raum Zürich will, muss schnell mit CHF 1.3-1.5 Mio rechnen und das für ein Hühnerstall Mehrfamilienhaus. Also rechnen wir mit 300k Eigenkapital. Das sind 15 Jahre sparen und auf viel verzichten. In der Hoffnung das die Preise nicht mehr steigen und Kinder dürfen da auch keine kommen. Letztere wären aber ziemlich nötig für die scheiternden AHV/PK Systeme.

      Ich sehe da irgendwie wenige Käufer in Zukunft. Da wird wenn eher der Markt nach unten korrigiert werden oder diejenigen welche können, werden sich ins Ausland absetzten.

    • Schweizer Immobilienwerte sind aktuell je nach Region zwischen 20% und 40% überbewertet, wenn man die am Markt erzielbaren Nettomieten bzw. die aufgrund der Einkommen möglichen Wohnkosten kapitalisiert (mit 3.00% bis 3.50%).

      D. h. im Umkehrschluss auch, dass jeder neue Immobilienbesitzer um diesen Faktor zu teuer kauft bzw. gekauft hat und daher das Argument, man wohne so wesentlich billiger als in einer Mietwohnung nur bedingt und auch nur kurzfristig gilt. Langfristig gerechnet sind heute Mietwohnungen vielfach günstiger (trotz Vermietermarge).

      Und ja, das ist das wirkliche Problem auf das die Schweiz und auch andere Länder zusteuern. Nicht die Kryptowährungen. Das ist ein lächerlich kleiner Marktanteil und trifft auch nicht die Masse… (Direktanleger, Altersversicherte, Unternehmen).

    • @NY125
      Wie rechnen Sie denn?!

      CHF 120’000 Jahreslohn pro Person (also fast CHF 250’000 zusammen!), keine Unterhaltspflichten und es bleiben gerade noch CHF 10’000 pro Person an Sparquote…. *Grübel*.

      Haben Sie ein Alkohol- oder sonstiges Suchproblem?

      Als Doppelverdiener mit solchen Löhnen sollten Sparquoten nach Steuern von mindestens CHF 30’000 pro Person drinliegen. Pro Jahr! Und alle 5 Jahre ein neues Auto der Mittelklasse für Jeden. Und dreimal Ferien. Und Wohnkosten von CHF 3’500 pro Monat (zusammen).

      Wenn nicht, würde ich anraten, dringend eine Steuerplanungs- und Budgetberatung zu suchen.

    • @Pedrovitsch

      Die 10k sind wohl etwas tief – vollkommen korrekt. Aber die 30k sind dann doch etwas sehr hoch gegriffen ;-). Insbesondere wenn man direkt an der Stadtgrenze Zürich wohnt.

      Hier eine Musterberechnung für einen Brutto Jahreslohn von 120k.

      Nettolohn mit höherer PK Einlage (total 15% Abzug): 102k

      Steuern total (90k Einkommen zu versteuern): -15k
      Säule 3a: -5.6k
      Amortisation FZ (50k über 5 Jahre): -10k
      Unterhalt FZ: -4.5k
      Krankenkasse (CHF 550): -6.6k
      Urlaub: -5k
      Verpflegung Arbeit (CHF 400): -4.8k
      Freizeit (Ausgang, Sport, Handy etc: CHF 500): -6k
      Diverses (Kleider, Arzt…): -1.5k
      Wohnkosten inkl Haushaltskasse (CHF 2’500 pro Person): -30k

      Bleiben am Ende noch 13’000 übrig fürs Sparen.

      Zudem wird es wohl noch laufend kleinere Anschaffungen geben während der Sparperiode von 10-15 Jahren. Ich denke hier an Möbel, TV etc.

      Selbstverständlich kann man noch mehr sparen wenn man will oder muss. Doch sollte man irgendwo auch etwas im Jetzt leben und nicht immer nur für die Zukunft ackern.

  15. Wer in Bitcoin investiert hat, ist jetzt reicher; entweder finanziell oder an Erfahrung. Mehr gibts dazu eigentlich nicht zu sagen.

    • Genau. Ich habe 2010 ein paar Tausend BitCoins für 0,1 USD das Stück gekauft.
      Und nachdem sogar die Schweizer Mainstreampresse immer mehr über BitCOins berichtet hatte, habe ich Ende letzten Jahres die Hälfte verkauft. Leider nicht zum Höchstpreis von 20.000 sondern mit dem Durchschnittspreis von 15.000.
      Die andere Hälfte behielt ich, einen Teil um sie in Ethereum und einige ICOs umzuschichten. Wenn sie völllug an Wert verlieren ist es mir egal.
      Ich kann damit gut leben, fliege privat auch so nur noch First Class und lache über alle Besserwisser.

    • @ Echter Investor:
      Läck bisch Du en geilä Siech!
      Echt jetzt, immer noch kein eigener Privatjet…?
      Dein Bewusstsein passt zum Kursverlauf des Bitcoins – unterirdisch…!