Slam! Boom! Crash!

So, jetzt haben wir wieder etwas für die „Record Books“! Sämtliche US-Indizes down 4%, Panik-Index VIX um 155.60% gestiegen, sprich die Optionspreise haben sich innerhalb von Stunden mehr als verdoppelt.

Und: In den 15 Minuten zwischen Börsenschluss und Handelsschluss sind die S&P Futures um 1.6% abgerutscht. Könnte Weltrekord sein. im Normalfall bewegen sich diese Indizes um diese Zeit ein paar Promille, wenn überhaupt.

Bitcoins: zweistellig weiter gecrasht, Euro-Schweiz wieder auf 1.15.

Keine Ausnahmen: Alle Aktien sind vom Absturz gleich betroffen; Technologie, Industrie, Pharma, spielt alles keine Rolle.

Nur Gold ist praktisch unverändert.

Gab es das schon einmal nach 1987? Nach kurzer Recherche. Nein. Entweder gab es für einen Absturz in dieser Dimension einen konkreten Auslöser wie der 11. September 2001), oder einzelne Sektoren waren betroffen wie beim Platzen der Dotcom-Blase.

Wie ist dieser Crash zu erklären?

Noch nie wurde soviel Geld passiv angelegt, noch nie war so viel Geld in ETFs investiert. Bei Abflüssen müssen die ETFs massiv und in kürzester Zeit Aktien und Derivate ohne Wenn und Aber verkaufen.

Ein Fondsmanager reagiert wohl anders. Er dürfte sich überlegen, lieber noch ein paar Tage oder Stunden durchzustehen.

Kommt hinzu, dass noch nie in der Börsen-Geschichte so viel per Algorithmus gehandelt wurde.

Was kann man machen?

Aktuell nichts. Nur Ruhe bewahren. Die Absicherung durch Puts ist viel zu teuer geworden, und Futures sind nur was für Profis.

Ist das „nur“ eine technische Korrektur?

Durchaus möglich. Der Absturz im asiatischen Raum bewegte sich heute früh um die 5 Prozent. Das ist noch nicht der ganz grosse Einbruch.

Was ist der Worst Case?

Ganz klar: eine Fortsetzung des Abwärtstrends statt einer Gegenbewegung mit irrationalen Handlungen ratloser Nationalbanken.

Wie sehen Sie das? Was raten Sie Ihren Kunden?

(Extrakt für Inside-Paradeplatz-Leser; Originalartikel mit Kommentar „Longterm-Investor“ und weitere Investmentsdetails, siehe Longterm-Investor.)

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4 Kommentare zu “Slam! Boom! Crash!

  1. typische Baisse:

    1/3 der Kursverluste während den ersten 2/3 der Dauer
    2/3 der Kursverluste während dem letzten 1/3 der Dauer

    siehe 2003, 2009

    wir sind jetzt aber gerade erst am Anfang…

  2. Letzte Woche gab es an den US Indizes seltene Hindenburg Signale. In solchen Fällen werfe ich raus, was nicht passt und baue mir einen Hedge in Form von 2 bis 3 inverse Hebel 3 ETFs. So ganz daneben lag ich bisher ja nicht.

  3. Dieses hühnerhafte Getue ist lächerlich. Dass es nicht immer nur nach oben gehen kann, müsste eigentlich auch der Dümmste irgendwann gelesen oder erlebt haben. Ich war als Händler bereits 1987 dabei und rege mich aber ab dieser Korrektur überhaupt nicht auf. Im Gegenteil, war höchste Zeit!