Job-Wunder Schweiz? Die Aussage ist Lug und Betrug

Die Headline in 20 Minuten lautete: „Schweizer Firmen haben 177’000 Stellen offen“. Die Gratiszeitung wollte damit verheissungsvolle Perspektiven im Schweizer Arbeitsmarkt schildern. Trifft das die Realität?

Mitnichten. Verliert ein Banker heute seinen Job, dann braucht er drei neue, um finanziell über die Runden zu kommen. Findet er sie, dann erhöht sich die Zahl der besetzten Stellen im Land, und die Medien berichten vom „Jobwunder Schweiz“.

Tatsächlich findet gleich wie in den USA eine Verlagerung statt. Immer mehr Jobs in der Schweiz sind Teilzeit, dies zu Lasten von Vollzeitstellen, die zunehmend verloren gehen.

Teilzeitjobs bieten monetäre Vorteile für Arbeitgeber und viele Nachteile für Arbeitnehmer. Von der Wirtschaft als etwas Positives angepriesen, bedeuten sie für die Arbeitnehmer Unsicherheit, fehlende soziale Sicherheit und Angst, jederzeit schnell und einfach entlassen zu werden.

Die grossen Job-Portale auf den Homepages von NZZ, Blick, Tages-Anzeiger zeigen immer mehr offene Stellen. Wer sie liest, merkt schnell: Oft geht es um Teilzeitstellen. Das „Jobwunder Schweiz“ wird damit zur Illusion.

Teilzeitstellen bedeuten wenig Geld für die Arbeitnehmer. Mit anderen Worten stehen hinter den Teilzeitstellen die „Working poor“ unserer Gesellschaft, die mehrere Jobs benötigen, um über die Runden zu kommen.

Eine Entwicklung, die in der NZZ am Sonntag kürzlich zur Sprache gekommen war. Thematisiert wurde der wachsende Anteil der Bevölkerung, der kein Dach mehr über dem Kopf hat und immer mal wieder Teilzeit arbeiten muss.

Dass die Alterspyramide im Schweizer Arbeitsmarkt vor allem bei den Babyboomers gegen oben ausgeprägt ist, ist nichts neues. Neu ist hingegen, dass immer mehr 65+ weiterarbeiten müssen, um ihr Leben zu finanzieren.

Wer ehrlich bleiben will, dem bleibt nur eine Lösung: arbeiten bis ins hohe Alter. Welche Firma würde aber einem 65jährigen und älteren eine Vollzeitstelle mit all den verbundenen Kosten und Risiken offerieren?

Eben. Genau deshalb steigen die Temporärjobs. Arbeitgeber betrachten Vollzeitstellen inzwischen als ein finanzielles Risiko. Die Vorteile von Teilzeitarbeit liegen umgekehrt auf der Hand: blitzschnelle und einfache Entlassung, tiefere Löhne, keine Sozialabgaben, weniger gesetzliche Hürden und damit tiefere Klagerisiken.

In immer mehr Branchen spricht sich das herum, wie die gemäss Statistik der Nationalbank steigenden Teilzeitstellen im Vergleich zu den Vollzeitstellen zeigen.

Es ist nicht so, wie viele Massenmedien suggerieren, dass Teilzeitjobs ein Gewinn für die Arbeitnehmer bedeuten würden. In Einzelfällen mag das zutreffen, aber nicht für die breite Schweizer Bevölkerung.

Vielmehr sind Temporärjobs stets auch ein Schlupfloch für Firmen, um vor der Regulierungswut zu flüchten. Die Rechnung zahlen die neuen Working poor.

Bei Teilzeitstellen sind die Vorschriften und Regulatorien weniger streng und engmaschig; sie entpuppen sich für immer mehr Firmen als ideal, um den Gewinn zu steigern.

Die Vorteile von Teilzeitarbeit aus Sicht der Arbeitgeber liegen auf der Hand. Die Firmen gewinnen „finanzielle“ Flexibilität, da sie weniger Überstunden bezahlen müssen; auch Kündigungen werden für die Arbeitgeber günstiger.

Die drastische Reduktion der Arbeitszeit führt zu deutlich tiefen Einkommen, da die Löhne sowie Gratifikationen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld nur anteilig zu zahlen sind.

Durch die tieferen Einkommen werden auch die zukünftigen Rentenansprüche kleiner, was den Arbeitgebern zugute kommt.

Im Fall von Arbeitslosigkeit bilden die tieferen Einkommen der Betroffenen die Basis für Arbeitslosengelder.

Ein Mal Teilzeit, immer Teilzeit, wie dies der US-Sender CNN kürzlich zusammengefasst hat. „When you’re dealing with part-time jobs, they’re basically dead ends“, meinte ein Mann mit Namen Stevenson, 32. „Employers, at least around here, have been asking for the moon and paying zero.“

Einmal im Teufelskreis namens Teilzeitjob drin, dann gibt es kein Entrinnen mehr. Die Löhne sind zu tief für ein adäquates Leben auf der Hochpreisinsel Schweiz. Einzig mit mehreren Teilzeitjobs kommt man auf die benötigten Einnahmen.

Das heisst: Arbeiten rund um die Uhr. Jährlich müssen immer mehr Menschen in der Schweiz so leben, wie Statistiken zeigen. Vom Optimismus, wie im eingangs erwähnten 20-Minuten-Bericht ausgedrückt, bleibt zuletzt wenig übrig.

Die Aussichten für Schweizer, die heute (noch) voll arbeiten, sind dafür alles andere als rosig.

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47 Kommentare zu “Job-Wunder Schweiz? Die Aussage ist Lug und Betrug

  1. Lieber Herr Baltensweiler,

    Sie sprechen einen wichtigen Themenkomplex an, wenn auch etwas diffus in der Begrifflichkeit. Geht es um „Teilzeit“ vs. „Vollzeit“, oder um „befristete“ vs. „unbefristete“ Arbeitsverhältnisse. Das sind zwei unterschiedliche Probleme.

    Und leider setzen Sie sich in Ihrem Artikel auch nicht mit den zugrundeliegenden Problemen auseinander: Mit fortschreitender Technologisierung wird diese Tendenz durch die steigende strukturelle Arbeitslosigkeit noch zunehmen, während sich die Vermögensdifferenz zwischen Kapitalbesitzern und Arbeitern weiter verschärft. Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum sind evident, wie auch auf die Steuerentwicklung zulasten der Mittelschicht zur Sicherung der staatlichen Ausgaben. Diesem Modell sind aber Grenzen gesetzt.

    Was kann man tun?

    Eine Modernisierung des Bildungssystems vielleicht, um Mensch schneller mit den relevanten Fertigkeiten auszustatten. Gleichzeitig schafft man innovative Kapazitäten innerhalb der Wirtschaft, was m.E. der einzig langfristig wirksame Wachstumsmotor ist.

    Und andererseits brauchen wir vielleicht eine Besteuerung von Bots, damit die Abwägung von Mensch vs. Maschine nachhaltig(er) gemacht wird. Das Produktivitätsmaximum entspricht m.E. nicht der maximalen Wirtschaftsleistung.

    Als Unternehmer würde ich mir eine solche Steuer wünschen für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft. Denn aktuell habe ich einen grossen Anreiz, Arbeitskräfte als Kostenfaktoren anzuschauen (mit Ausnahme von R&D und Business Development vielleicht) und diese im Sinne der Gewinnmaximierung der Allgemeinheit zuzuführen. Wohl entscheide ich im Sinne einer nachhaltigen Gesellschaftsentwicklung bewusst anders und maximiere meinen Gewinn nicht. Das ist aber eine freiwillige Entscheidung, welche viele anders fällen (insbesondere angestellte Führungskräfte; auch Manager genannt)…

    Gefragt ist aber die Politik, um einen nachhaltigen Rahmen zu fällen. Vielleicht könnten Sie ja eine Volksinitiative lancieren?

  2. Grüezi@Xavier Zurbuchen,

    „Was genau ist ihr Rezept?“

    Man muss also die Frage anders formulieren: Rezepte? KEINE.

    Wie ist es trotz der immer grösseren augenscheinlichen Ungleichheit und Ungerechtigkeit möglich, dass sich die Menschen miteinnander versöhnen? Dies erfordert zunächst ein gemeinsames Ziel, dem sich alle mit Überzeugung unterordnen. Solche Ziele hatten wir im Verlauf der Geschichte, doch zumeist waren sie destruktiv: Sie bezogen sich auf die Nation. Es stellt sich zwangsläufig die Frage, ob der Rückgriff auf die Nation auch ein friedliches Ziel verträgt. An und für sich kann man die „Nation“ als ein gemeinsames Unternehmen aller verstehen, man kann also zum Beispiel die Devise ausgeben: „Wir schaffen einen Vorzeigestaat, der weltweit einzigartig ist“. Das Problem, dem man sich hier konfrontiert sieht, ist: dass die Nation als Bezugsrahmen seit geraumer Zeit in Frage gestellt wird. Die Welt wird globaler, der Stellenwert der Nation schrumpft. Wenn wir aber die Nation verlieren, sind wir ausserstande ein gemeinsames Unternehmen zu definieren. Noch ist die Vorstellungskraft der Menschen räumlich beschränkt und kann sich niemals auf die Welt beziehen. Es bedarf also eines zweiten Tabubruches: Die Nation als gemeinsames Unternehmen wieder zum Leben zu erwecken. Dies sind die Rahmenbedingungen, in dem die Umwertung aller Werte stattfinden muss.

    Sie grüssend

  3. Zitat: „Die Vorteile von Teilzeitarbeit liegen umgekehrt auf der Hand: blitzschnelle und einfache Entlassung, tiefere Löhne, keine Sozialabgaben, weniger gesetzliche Hürden und damit tiefere Klagerisiken.“

    Antwort:
    Seit wann müssen auf Teilzeitstellen keine Sozialabgaben gezahlt werden? Das höre ich zum ersten mal. Also ich mußte bei allen Mitarbeitern, die Teilzeit arbeiten (wollten) wegen Fortbildung usw. immer Sozialabgaben zahlen.

    Und Teilzeitmitarbeiter bieten mitnichten nur Vorteile für Arbeitnehmer.

    Stellt man 2 Personen á 3000 Fr. ein anstatt 1 Person zu 6.000 Fr. muß man nicht nur gleich viele Sozialabgaben zahlen.

    Man muß auch 2 Leute einlernen, die Arbeitszeiten mühsam koordinieren usw.

    Man hat einen administrativen Mehraufwand.

    Auch etwa bei den Lohnabrechnungen, der Buchhaltung usw.

    In allem ist der Aufwand viel höher. Man muß, wenn die Arbeitzeiten der Teilzeitmitarbeiter sich überschneiden sogar mehr Arbeitsplätze (zB Schreibtisch, Stuhl, Rechner usw.) anbieten

  4. Zitat: „Teilzeitjobs bieten monetäre Vorteile für Arbeitgeber und viele Nachteile für Arbeitnehmer.“

    Dabei werden Teilzeitjobs doch in den letzten Jahre als DIE große Freiheit gefeiert und gefordert.

    Die Emanzen und Emanzeriche fordern doch, die Wirtschaft solle endlich mehr Teilzeitjobs schaffen. Auch Linke fordern dies ständig. Damit sich die Leute in der anderen Zeit mehr selbst verwirklichen können oder Väter und Mütter sich mehr den Kindern widmen können usw. usf.

    Zitat Lea Meyer (SBB): „Damit öffnen wir das Bewerberfeld. Wer wolle, könne aber weiterhin Vollzeit arbeiten.“

    Siehe auch hier:

    https://www.srf.ch/sendungen/club/teilzeitmann-halber-kerl

  5. Der Autor hätte in seinem Artikel gerne noch erwähnen dürfen, dass Teilzeit einen Beitrag zur Gleichberechtigung von Mann und Frau leisten würde. So könnten nämlich bei Familien beide Eltern durch eine Teilzeitstelle im Arbeitsmarkt teilnehmen und womöglich sogar das Familieneinkommen verbessern, als wenn sich nur einer 100% abackert und (meistens) die Frau zu Hause bleibt.

  6. Um auf den Artikel zurückzukommen: Es gibt nicht nur Bänker auf dieser Welt und die Sache mit den Teilzeitjobs betrifft wesentlich weitere Kreise. Die, denen Teilzeit droht, sind häufig nicht die, die viel verdienen. Die Arbeitgeber wälzen flächendeckend Kosten – zumindest indirekt – auf ihre Mitarbeiter ab (resp. kürzen normale Sozialleistungen). Ebenso werden AGBs ausgebaut, welche eigentlich gegen die eigenen Kunden gerichtet sind und immer unübersichtlicher werden. Letztlich trifft es die Gemeinden, die die ganze Last nicht mehr bezahlen können. Bin gespannt, was ab ca. 2023 passiert, wenn flächendeckend alle Neurentner nur noch ca. 60% des zuletzt verdienten Lohnes kriegen und immer mehr Leute pensioniert werden, die nur noch Teilzeit arbeiten konnten, und noch weniger Rente haben. – Man könnte auch noch die unzähligen Start-ups erwähnen und andere Selbständigerwerbende. Versuchen Sie heute mal als Einmannbetrieb ihre Pensionskasse zusammenzusparen, usw. Es reicht aber auch, wenn man sich mal den Medianlohn im Kanton anschaut und sich überlegt, was dieser genau aussagt. Sagt schon alles.

    • @Zufallsleser,
      es wird ein dreckiges Spiel gespielt. Wenn Politiker und Wirtschaft die Armen bekämpfen, setzen sie die Eigenverantwortung absolut. Sie müssen sich dann nicht mit der Wirtschaft auseinandersetzen, mit dem fehlenden Angebot an Arbeitsplätzen und tiefen Löhnen oder mit der Bildung. Armut wird dadurch als selbst verschuldet konstruirt und in den Medien lanciert. Damit sind wir bei der alten Schuldfragen, als es gute und schlechte Arme gab, und relativieren, was in der Nachkriegszeit erkämpft wurde: dass, wer arm ist, ein Anrecht auf ein Existenzminimum hat. Es geht in der Sache um einen Angriff auf den Sozialstaat. Das Diktat der Leeren Kassen. Man entzieht der AHV Milliarden. Man setzt die Skos-Richtlinien unter Druck, um einen Präzedenzfall zu erwirken, man verschärft EL-Bestimmungen, um den Sozialstaat als Ganzes infrage zu stellen. Nach der Opfersymmetrie müssen dann auch die Arbeitslosen, die Invaliden und die Rentner sparen. Aus der Diskussion werden Frauen, Teilzeitangestellte, die Ersetzung von Schweizer durch ausländische Arbeitnehmer (vorwiegend in grossen Firmen aber nicht nur) und die Pensionskassen ausgeklammert.

      Eine Armutswelle rollt auf uns zu….und uns gelingt es noch nicht einmal die Ursachen zu benennen. Die Prognose ist infaust für die Schweiz B.

    • AHV Rentner…………..

      Wieder die selbe Laier.

      Links hat den Angriff auf den Sozialstaat ermöglicht…… Links…. Rechts möchte es beenden, darf aber nicht, denn wir müssen den Afrikanischen Arbeitern unser Land geben.

      Sie sind es die das Überangebot schafen es vergrössern wollen und glauben die Folgen mit sogenannten „Flankierenden Massnahmen“ per
      Gesetz wegbedingen zu können.

      Teilzeitstellen, warum müssen gerade Kleinverdiener immer öfters solche Stellen annehmen ?

      Etwa weil wir Zuwenig Personal haben……???

      Nein, wo Sozis Einfluss ausüben, geht es den Menschen schlecht. Das ist und war in allen sozialistischen Modellen immer so.
      Und es ist in der Schweiz von heute auch so.

      Nur florierende Wirtschaft kann das ändern, denn nur sie schafft Werte, kann Löhne bezahlen.
      Schulden aber vernichten genau das.
      Auch eine freie Marktwirtschaft ist nicht ohne Fehler, darum müssen wir denen das Überangebot einschränken, die Masseneinwanderung beenden.
      Dann werden auch 60-igjährigen wieder einen Job finden können und unser Land wir das bleiben was ich liebe.
      Die Schweiz ……..
      Die Logik wäre sehr einfach, allein die Ideologie der Linken steht dem entgegen.

      Sozis kümmern sich noch um Arbeiterrechte, ………… irgendwo auf der Welt, in Afrika, Afghanistan, nur nicht hier für unsere Arbeiterschaft.
      Darum hat die Arbeiterschaft den Linksparteien den Rücken zugekehrt.
      Die SVP vertritt uns besser wie diese Links-Ideologen mit ihrem mörderischen Gedankengut.

      Ich habe ihnen schon vor Wochen mal die Frage gestellt ob sie mir ein linksregiertes Land benennen können in dem die Arbeiter zu Wohlstand gekommen sind.

      Bitte holen Sie das endlich mal nach.

  7. Grüezi@Xavier Zurbuchen,
    Sie schreiben Zitat:
    „Sie verkörpern genau das, was ich meine. Die einen Kritiker sagen, er solle Kredite vergeben, die anderen sagen, er solle keine vergeben. Und dann ist der arme Bänker gelähmt. Also Leute ohne jedes Rückgrat, ohne Vision, ohne Standhaftigkeit, ohne eigene Meinung, ohne inneren Antrieb, arme Opfer-Bürokraten – typische zeitgenössische Banker eben.“
    Zitat Ende.

    Bleiben Sie bei der Wahrheit.

    Was wirft man den Geschäftsbanken nicht alles vor? Die einen sagen, ihr Eigenkapital sei zu hoch (sie seien zu reich), die anderen sagen, ihr Eigenkapital sei zu gering (sie seien instabil). Die einen sagen, die Geschäftsbanken vergeben zu viel Kredit, die anderen wiederum behaupten, sie vergeben viel zu wenig Kredit. Es ist ein Narrenhaus, was die Gesellschaft hier mitmacht und alles Denken zentriert sich um die Geschäftsbanken. Sie sind aber nicht das Um und Auf in dieser Welt, sie sind Vermittler von Kreditgeschäften, die auch ohne sie existieren würden. Letztendlich entsteht der Kreditbedarf aus dem Bedarf an „Schuldzetteln“, die man zur Zuordnung des realen Produkts benötigt. Würde sich kein Unternehmen verschulden, wüsste niemand wie das Endprodukt aufzuteilen sei. Die Geschäftsbanken erfüllen bloss die Rolle, die ihnen strukturell zugewiesen ist: Sie versorgen die Welt mit „Schuldzettel“. Und dann kommen so Überschlaue und machen den Geschäftsbanken genau das zum Vorwurf. Wenn’s nicht so traurig wäre, müsste man lachen…..

    Neben an im Beitrag von Herr Dr. Marc Meyer habe ich versucht zu schildern wo der Hund begraben liegt. Übrigens: mehr Präzision anstelle von VISIONEN wäre schon ein sehr grosser Schritt in die richtige Richtung im Sinne von Rückgrat und Standhaftigkeit.

    Sie grüssend

    • Grüezi Arbeitgeber

      Mag sein, aber das alles rechtfertigt kein solches Gejammer wie hier in diesem Artikel. Und nur zur Erinnerung, die Vollgeldinitiative war kein Thema darin… lesen sie doch nochmal. Aus meiner Sicht ist es 1. unbestritten, dass ein funktionierender Finanzsektor einen wichtigen Beitrag zur volkswirtschaftlichen Wertschöpfung leistet und 2., dass der Finanzsektor sich in den letzten Jahrzehnten massivst aufgebläht hat und in weiten Teilen parasitäre Züge angenommen hat. Da bei einer Gesundschrumpfung zu jammern ist wirklich daneben.

    • Grüezi@Xavier Zurbuchen,

      Sie rennen mit Punkt 1. und 2. offene Türen bei mir ein. Vollgeld hat nichts mit diesem Beitrag zu tun, lesen Sie in welchem Zusammenhang es erwähnt wurde. Im Grunde, Herr Zurbuchen, stossen Sie sich daran, dass dem Bankensektor ein Einkommen zufällt. Sie nennen es halt „Banker“, und „Gejammer“. Das ist keine fundierte Kritik, sondern das blosse Ankreiden eines Oberflächenphänomens. So als ob ich einem Kranken, der an Depressionen leidet, eine Tablette verschreiben möchte. Das wird uns nicht weiterbringen, schlimmer noch: Das Ankreiden des „Einzelnen“ anstelle einer sachlichen Beleuchtung des Systems hat in der Geschichte zu fürchterlichen Verirrungen geführt. Und Ihre Worte sind eine Bestätigung dieser weit verbreiteten Geisteshaltung. Wir treffen uns in der Einschätzung, dass eine gesunde Finanzwirtschaft wichtig ist und das diese in der derzeitigen Form krank ist, widersprechen und aber völlig in der Therapie.

      Sie grüssend

    • Grüezi Arbeitgeber

      In der Tat, gut zusammengefasst. Ich bin für kreative Zerstörung. Das was die Marktwirtschaft und den Kapitalismus eigentlich auszeichnet, wenn der Staat keine Zombies produzieren würde. Dass die kreative Zerstörung für den Einzelnen schmerzhaft sein kann und es insgesamt wohl einige Anpassungskosten und -schmerzen gibt, ist aus meiner Sicht unvermeidbar und richtig. Die Alternative wäre Kommunismus, alle behalten ihre Gehälter und Jobs, leben auf Kosten von Anderen, bis nichts mehr da ist und der Totalzusammenbruch kommt. Was genau ist ihr Rezept?

  8. Man kann doch Teilzeitstellen nicht einfach mit Temporärstellen gleichsetzen!?! Klar, temporäre Anstellungen führen zu gewissen Unsicherheiten. Teilzeit kann aber (gerade auch bei qualifizierten Jobs) mehr Flexibilität und Lebensqualität ermöglichen – win-win für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

  9. Grüezi Herr Jan Baltensweiler. Wüssenzi, das alles ist nicht neu; wir haben es schon oft gelesen. Sie können Ihren Artikel wieder löschen. Märssi.

  10. Herr Baltensweiler konstatiert richtig. Die Unternehmen schieben die Risiken auf die Angestellten ab. Durch die Temporärfirmen kann man die Jobs langfristig auslagern. Zudem drückt die Zuwanderung die Verhandlungsposition der Arbeitnehmerseite. Darum auch das Gejammere wegen dieser Fachkräfte-Knappheit, die da beklagt wird. Es ist ein Vorgeschmack auf die Jobs der Digitalisierung. Freelancer-Jobs werden immer mehr kommen. Für langfristige Projekte, wie z.B. Familiengründung, ist das Gift. Bei den Unselbständigerwerbenden ist ein Paradigmenwechsel angesagt. Weg von alten Denkmustern, wie Wachstum. Mehr Lebensqualität mit weniger Materiellem und Konsum.

  11. Dezember 2017:
    CH-Arbeitslosenquote nach nationaler Definition (SECO): 3,3%
    CH-Erwerbslosenquote nach internationaler Definition (ILO): 4,6%
    Im Jahr 2017 waren in der Schweiz durchschnittlich rund 5,01 Millionen Personen erwerbstätig; dies entsprach umgerechnet circa 4,17 Millionen Vollzeitkräften.
    Um diese Menschen zu beschäftigen würden etwa 230’460 Stellen benötigt. Es fragt sich, wieso diese Quoten so hoch sind, wenn angeblich 177’000 offene Stellen existieren. Was wurde uns in der Statistikvorlesung immer wieder gesagt? Glaube nie einer Statistik, welche du nicht selber gefälscht hast…

  12. Vielleicht sollte der Autor (so gut der Grundgedanke des Artikels auch ist) zwischen Teilzeit- und Temporärjobs unterscheiden. Die beiden grundsätzlich sehr unterschiedlichen Thematiken werden leider völlig vermischt…

  13. Interessante Kommentare. Mein Fazit: es fehlt an Unternehmer in der Schweiz, die etwas wagen und zupacken können. Der Leidensdruck ist halt immer noch tief und es ist einfacher zu motzen aber selber keine konstruktive Ansätze zu entwickeln. Die Angestellten-Mentalität ist passé. Aufwachen!!!

    • Nun ja, ich hatte lange Zeit selber eine Firma, bin Heute wieder Angestellter und kenne also beide Seiten sehr gut.
      Ich finde auch, es täte jedem einmal sehr gut, selbständig sein Geld verdienen zu müssen, auch wenns nur 1 Jahr wäre. Viele Illusionen, vor allem bei unseren Linken, die würden sich sofort in Luft auflösen.

      Aber auch bei den Arbeitnehmern liegt vieles im Argen.
      Ausruhen im Lebensarbeitsjob ist nicht mehr.
      Auch ich der ich in meinem Beruf ein ausgezeichneter Spezialist war, musste nochmals neu anfangen.

      Trotzdem müssen wir uns klar machen, dass der grosse Teil sein ganzes Leben Angestellter sein wird.
      Auch für sie ( uns ) müssen wir Sorgen, sie sind Teil unserer Schweiz, ja sogar der grösste Teil unserer Schweiz.
      Wir müssen sie nicht alle nur Verwöhnen, aber wir müssen dafür Sorgen, dass unsere Schweizer Mitbürger vor den Ausländern eine Vollzeitarbeit haben mit der man Familie und Kinder anständig erhalten kann.

      Gut arbeiten und trotzdem nicht davon leben können, dass ist pures Gift für unsere Zukunft als Land und Gesellschaft.

      Aber ……..Sozi Rezepte taugen dafür nichts, taugten sie nie irgendwo, werden sie nie taugen können …..solange Sozis in ihren abgeschirmten „Treibhäusern“ an den Schulen, Unis und ihren Beamtenstuben fern der Wirklichkeit immer neue Utopien aushecken.

  14. Das Problem ist die Gesetzlichen Überregulierung des Arbeitsmarktes. Es ist kontraproduktiv wenn die Politiker zu viel Gesetze erlassen. Gibt es zu viele Gesetzte, welche die Frau am Arbeitsplatz schützen, dann denkt sich mancher Arbeitgeber: „Warum überhaupt eine Frau einstellen, wenn es mir so viel Probleme bereitet?“ Die Antwort kommt postwendend von den selben Politiker: „Frauenquote!“

    Entweder mann bietet seine Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt feil oder man investiert sein Kapital auf dem Kapitalmarkt. Und wenn beides nicht funktioniert, dann nimmt man die Leistungen des Wohlfahrtsstaates in Anspruch.

  15. es tönt vielleicht ketzerisch, aber will heute wirklich jeder von montag 08:00h bis freitag 18:00h für seinen arbeitgeber irgendwo an einen pc gefesselt sein, um am wochenende irgendwelche sinnlosen konsumgüter zu kaufen, damit das alles einen sinn ergibt? kann es nicht sein, dass halt immer mehr leute checken, dass lebenszeit zu wertvoll ist, um sie ein arbeitsleben lang 42 stunden pro woche für geld herzugeben?

    • Gruezi@Peter Weber,
      Richtig. Es sind Strukturen die über 200 Jahre alt sind. So langsam entsteht aber etwas wie Bewusstsein für diese Problematik. Es gibt wunderbare junge Menschen in unserem Land die handeln. Digitalisierung, Robotisierung, neues Bewusstsein, können tolle Sachen innerhalb unserer Gesellschaft bewirken, je nachdem, wie man damit umgeht. Die Frage nach einem BGE, Mikrosteuer-Initiative oder die 99% Initiative oder Vollgeld sind nicht vom Himmel gefallen, sondern entspringen aus o.g.

      Beobachten Sie (wer) und (was) wie, mit welchen Argumente und Statistken gegen diese Vorschläge argumentiert. Diese Leute eignen sich bestenfalls für einen Inquisitionsverfahren, aber sicher nicht zu einer Weiterentwicklung von Mensch und Gesellschaft – und schon gar nicht eignen sie sich zur Wahrheitsfindung. Es gilt diese Strukturen zu hinterfragen und entsprechend zu handeln. O.g. Initiativen – auch wenn abgelehnt – haben/werden einen Schub in die richtige Richtung leisten. Kaufen für die Müllhalde war gestern.
      Sie grüssend

    • Hört sich gut an. Aber Teilzeitarbeit und davon leben können, geht höchstens bei gutbezahlten Jobs. Vor allem merken die Arbeitgeber langsam, dass das 42-Stunden-Vollzeitmodell zu reinem Präsentismus führt. Freitags sind ja viele Betriebe schon auf Slow-Motion, weil dann viele 80%er ihren freien Tag nehmen. Resultat: Die Arbeitnehmer leisten schlussendlich in 80% soviel wie vorher in 100%, die Produktivitätssteigerung kommt – rein monetär – dem Arbeitgeber zugute.

    • @ Peter Weber…….

      Kann ja, sein, das soll jeder selber entscheiden.
      Die Frage ist nur, wie bekommt man das so viel in die Pensionskasse das es später trotzdem reicht ?
      Wenn es zu Arbeitszeiten schon zu wenig ist, wie soll es dann zu Pensionszeiten gehen ?

      Mir persönlich macht es gar nichts aus bis 70 zu arbeiten, gerne auch länger wenn ich dann noch so fit bin.
      Aber was wenn nicht ?

  16. Grüezi@Jan Baltensweiler,

    Es stimmt, was sie sagen: wir wollen weiterhin in einer gefühlte Wirklichkeit leben. Da in Ihrem Beitrag auch die „soziale“ Komponente berührt wird, erlaube ich mir, meine Gedanken zu äussern.

    Der Kapitalismus hat gewisse „Strafmassnahmen“ eingebaut, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind.

    1) die Verweigerung der Arbeit durch die Arbeiter, die dadurch bestraft wird, dass sie dann kein „Geld“ haben um ihre Existenz zu bestreiten. Auf diese Art wird garantiert, dass die Arbeiter sich zu jedem Zeitpunkt maximal anstrengen. Verschärft wird diese Regel dadurch, dass die Arbeiter in Konkurrenz zueinander um die Arbeit stehen, um die „Zettel“ zu erhalten. Dadurch entsteht bei den Arbeitern immer ein Gefühl der Zettel-Knappheit, sie fühlen sich existenziell bedroht.

    2) Die Bestrafung der Unternehmer durch Konkurs, wenn sie an den Bedürfnissen aller vorbei produzieren. In diesem Fall verlieren sie ihre Fähigkeit, die Zettel, die ihnen ex-ante zugeordnet wurden, wieder einzutreiben und zurückzuzahlen. Sie liegen bei den Arbeitern, den Zettel-Produzenten (Banken) oder bei anderen Unternehmern, die mit den angebotenen Waren nicht zufrieden waren und auf bessere Produkte warten.

    Daraus folgt 3) ein Bestrafungsmechanismus für jene, die im Konkursfall einzelner Unternehmer diese Papierzettel halten: Sie werden zwangsweise eingezogen, ein Verfahren, für das die Betroffenen natürlich kein Verständnis haben. Aus ihrer Sicht haben sie sich korrekt verhalten, indem sie auf Konsum verzichtet haben. So ensteht bei allen immer ein Gefühl der Zettel-Knappheit und der anonymen Bedrohung durch irgendwelche „Geister“ (=Konkurs), die man nicht fassen kann.

    Das macht die Höllenmaschine Kapitalismus aus.

    Die Geldakkumulation in Händen von Wenigen in der Schweiz grenzt an Obszönität. Das Ganze erinnert sehr an eine kollektiv-sozialistische Produktion, nur mit dem Nachteil, dass die Beteiligten ihre Rolle nicht verstehen. Als Unternehmer war ich damals gegen die Einführung des Dreisäuleprinzip. Heute sehen wir wohin das führt. Wir stehen nur am Anfang dieser Entwicklung, denn dieses System im Rahmen des Kapitalismus fördert die Ungleichheit, und diese innerhalb dieses System zu beseitigen, ist, ein Ding der Unmöglichkeit, weil es der o.g. Sanktionsmechanismus ist, der die Einzelnen erst zur ökonomischen Aktivität anstachelt. Sie sehen ein Teufelskreis.

    Finstere Aussichten für die Schweiz B

    Ich sende Allen die schönsten Ostergrüsse.

    • AHV-Rentner, Original oder nicht ….???

      Egal…………..

      Wissen Sie welche Pferde am schnellsten krank werden und sterben ?
      Es sind die welche 22 Stunden am Tag nur in der Box stehen und nichts zu tun haben.
      Alle anderen, zB. die beim Bauern, die jeden Tag 4 – 6 – 8 Stunden am Wagen gehen, die werden alt, leben lange und sind meist auch gesund.

      Mit den Menschen ist es das selbe.
      Wir mussten vor Jahrtausenden den grossen Teil des Tages unser Futter jagen.
      Wir starben früh waren aber fit und stark.

      Mit Kapitalismus hat das nicht direkt etwas zu tun, aber indirekt schon, ……. denn die Menschen machen aus sich selber nur etwas gutes wenn sie gezwungen sind sich anzustrengen. Und natürlich sind die einen dabei besser als die anderen, dass muss und kann nur so sein.
      Andernfalls enden wir vielleicht eines Tages so wie in dem alten kuriosen SF-Film „Zardoz“.
      Googeln sie mal nach.

      Wir haben Probleme, ja müssen wir haben, das gehört zu unserer Natur, …….nur im Moment überschreiten wir jedes gesunde Mass. Im Moment setzen wir unsere westliche Zivilisation aufs Spiel.

      Aber auch das ist an sich normal, auch wenn es mir nicht gefällt.
      Sehen sie, wären die Menschen nicht gewesen, der CO2 Gehalt auf der Erde wäre wohl irgendwann in den 4 Milliarden Jahren unter den Grenzwert von
      135 Milligramm gefallen und die Pflanzenwelt auf unserer Erde erloschen, anschliessend hätten die Tiere noch ein paar Monate länger überlebt und dann wäre mit denen auch Schluss gewesen.
      Der Mensch hat den CO2 Gehalt erhöht und das überleben der Evolution gewährleistet.
      Was wir jedoch gerade tun, wir bewegen uns gesellschaftlich auf den „Point of no Return“ zu, da sind wir uns vielleicht einig.

      Aber wenn ich ihren Kommentar lese, so denke ich einmal mehr, dass Sie den Sozialismus noch einmal versuchen wollen.
      das Modell welches je nach Berechnung innert genau 100 Jahren zwischen 140 und 200 Millionen Menschenleben gefordert hat.

    • AHV Pensionär…………

      Haben Sie mal mitverfolgt wie das Experiment mit der Schule ohne Noten ausgegangen ist ?
      Da bei dem einen Modell davon, da wurde der Notenschnitt ausgeglichen, …….also die Besten konnten keine 1 mehr bekommen konnten, die schlechtesten aber auch keine 5 mehr. In der Folge fingen die Guten an nichts mehr zu tun denn sie waren ja gut genug ohne viel zu leisten, die schlechten blieben was sie waren ….schlecht.
      Folge – Das Bildungsniveau sank stark.
      Wer den Anreiz zur Leistung wegnimmt oder nur schon mindert, wer keine Gewinner mehr erträgt, der vernichtet die menschliche Natur.

    • Grüezi@Walter Roth,

      Jetzt verstehe ich! Sie wollen mich kritisieren! Zu Ihrer Beruhigung: Ich glaube an gar nichts, auch wenn genau das Sie am meisten schmerzen wird.

      Die allerbesten Ostergrüsse.

  17. Du hast schon recht. Ist wie vor hundert Jahren. Das Volk lechzt nach Sozialismus, dem Staat, Bevormundung, etc.

    Der Wunsch wird efüllt. Wie sage Einstein: „Wahnsinn ist immer dasselbe zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten….“

  18. Bei diesen Pseudostatistiken geht es ja auch nicht darum die Fakten zu präsentieren sondern das Volk gegen jede noch so sinnvolle SVP-Initiative einzulullen.

    Aber in der Schweizer Klepto-Ochlokratie* mit all seinen Abzockern und Profiteuren auf Kosten der Steuerzahler ist es normal dass man nicht nur am Ast sägt auf dem man sitzt, sondern gleich am Baumstamm.

    *https://bazonline.ch/schweiz/der-mittelstand-haengt-am-tropf-des-staates/story/14135710

    • Der Artikel ist nicht von mehr.

      Der Autor vergass die SRG „abzockeridée suisse“ und den Subventions-Speckgürtel für all die talentfreien „Künstler“ und möchte-gerne „Kulturellen“ in seine Berechnungen mit einzubeziehen.

      Die Abzocker und Schmarotzer haben in diesem Land eine satte Mehrheit. Die Schweiz ist längst ein sozialistisches Land und die meisten „bürgerlichen“ Parteien stimmen ausnahmslos für mehr Etatismus.

  19. Die Geisteshaltung, die hinter diesem Gejammere steckt, ist genau die Ursache hinter diesen Entwicklungen. Soll ich Mitleid haben mit einem Banker, der fürs Geldvernichten, Nichtstun, Beihilfe zur Steuerhinterziehung und das ungerechtfertigte Bereichern, im Volksmund „Abzocken“, auf Kosten von Rentnern und Sparern ohne jede echte Leistung komplett überzahlt wurde? Höchste Zeit, dass diese Leute auf der Strasse landen! Und so fett und träge wie sie geworden sind, haben sie in der Tat keine anderen Optionen. Wer gut verdienen will, muss Risiken eingehen! Dieser Zusammenhang ist dank unserer verfetteten Bankerkultur vergessen gegangen. Dieses Gejammere ist unerträglich. Geht Risiken ein und hört auf zu lamentieren!

    • Es gibt auch entlassene Bankangestellte die NIE dieses Salär oder Boni hatten. Etwas schwach, alle Banker in einen Topf zu werfen und sonegativ zu kommentieren

    • Grüezi@Xavier Zurbuchen,

      Fragen Sie doch mal einem Bankmanager, wie sich der in dem heutigen Tollhaus fühlt: Er soll nämlich Kredit vergeben, so wollen es die Kritiker, damit die Konjunktur ins unermessliche anspringt, und er soll keinen Kredit vergeben, so wollen es nämlich die Kritiker auch, weil sie mit den potentiellen Verlusten, die daraus erwachsen, nichts am Hut haben wolllen. Krank, kann man da nur sagen! Auf so eine „Kritik“ pfeiffe ich……

      Sie grüssend

    • Grüezi Arbeitgeber,
      Sie verkörpern genau das, was ich meine. Die einen Kritiker sagen, er solle Kredite vergeben, die anderen sagen, er solle keine vergeben. Und dann ist der arme Bänker gelähmt. Also Leute ohne jedes Rückgrat, ohne Vision, ohne Standhaftigkeit, ohne eigene Meinung, ohne inneren Antrieb, arme Opfer-Bürokraten – typische zeitgenössische Banker eben. Jemandem, der Risiken eingeht (beispielsweise einem Unternehmer), ist es doch komplett egal, ob die Kritiker dies oder das sagen! Was kümmerts ihn! Sollen die Besserwisser doch reden, das tun sie sowieso. Krank ist nur derjenige, der überfordert ist vom Geschwatze um ihn herum.

  20. Jan Baltenschweiler………………

    Sie sehen, über Nacht 3-4 Kommentare.
    Herr und Frau Schweizer stecken lieber den Kopf in den Sand.
    Naja, würden sie das nicht, müssten sie ja zugeben, dass die Bilateralen dem Schweizer Arbeiter viel weniger gebracht haben wie immer gesagt wird, ……Schengen nicht nur keinen Vorteil brachte, …..sondern im Zuge der dadurch erst möglichen Massen-Invasion sogar verheerend für uns Angestellte ist.

    Und wer ist der hartnäckigste Verteidiger diese Dinge …….richtig, unsere Linksparteien zusammen mit der Bettnässerpartei ….. der FDP.
    Sie tun ja wirklich alles für den kleinen Arbeiter…………… irgendwo im Ausland.

    ————————–

    Ich hoffe das wenigstens Sie, der sie solche Artikel schreiben, erkannt haben wer die ganze Misere eingefädelt hat.

  21. In Deutschland ist die Abgabenbelastung so,
    daß ein sozialversicherungpflichtig Beschäftigter
    in den ersten 4 Stunden der Vollzeitstelle
    2/3 seines Nettogehalts verdient
    und in den restlichen 4 Stunden
    das restliche 1/3 des Nettogehalts.

    Insofern ist es aus Sicht der Einnahmenerzielung günstig,
    die letzten 4 Stunden
    – mit entsprechend niederem Stundenlohn –
    durch beispielsweise eine selbständige Tätigkeit zu ersetzen.

    Rechnen Sie selbst nach:

    https://www.brutto-netto-rechner.info/

    Letztlich kann eine Halbtagsbeschäftigung auch sinnvoll sein,
    um den Ausstieg aus einer erfolglosen bzw. wirtschaftlich niedergehenden Branche zu finden.

    ______________________________________________

    ‚The three most harmful addictions are heroin,
    carbohydrates, and a monthly salary.‘

    Nassim Nicholas Taleb

    • Nun ja, dann wünsche ich ihnen viel Vergnügen in der Arbeitswelt……
      …..ohne Sucht Nummer 3.

    • @ Working Poor……

      Schon interessant.
      Sie wissen zwar wie es funktioniert, aber sie ziehen keine Schlüsse daraus, oder zumindest die falschen.
      Sie finden also Teilzeitarbeit könne sich lohnen, ja sie wollen der gesetzlichen Regelung ….die jene 2-ten 4 Stunden übermässig belastet, ausweichen ?

      Der richtige Schluss wäre aber, zur Wahlurne zu gehen und den Apparat der solchen Mist ersinnt, abzusetzen.
      In Deutschland hiesse das AfD wählen.

    • @ Walter Roth:

      Das Dilemma einer Vollzeitbeschäftigung ist doch genau das, daß diese einem die eigene wache und produktive (Arbeits-)Zeit nahezu vollständig ausfüllt (sowie darüber hinaus) und man infolge von damit einergehendem Streß, Demütigungen und Überlastung gar nicht mehr in der Lage ist, nach den schönen Blumen rechts und links des Weges zu sehen, die letztlich jeder pflücken kann.

      Und ja, es ist tatsäclich so wie ich es hier beschreibe, weil ich inzwischen beide Perspektiven kenne!

    • @ Überstunden……………

      ja ich sehe schon was sie meinen.
      Aber „leider“ ist der Mensch dafür nicht geschaffen.
      Ist er zum Nichtstun „verdammt“ tut man ihm keinen Gefallen.
      ich kenne einige die mit 50 nach Thailand gegangen sind, keine ist wirklich glücklich geworden damit, denn die Menschen sind anders programmiert, sie wollen gebraucht werden, sich austuschen, ihren Geist benutzen, etwas schaffen.

      Und wenn man nicht arbeitet, woher sollen das die Güter kommen mit denen man sich ein Arbeitsloses leben versüssen könnte ?
      Ich denke hier mal Global, nicht nur für die Schweiz ……die vielleicht einmal ein hochtechnisierter Roboterstandpunkt sein könnte.
      Kann ja sein das es dann einmal so kommen wird, allein ich denke es wird auch dann nur für eine kleine privilegierte Schicht reichen.
      Sich von Roboterproduktivität aushalten zu lassen, meine ich.

      Sollten wir Menschen es schaffen uns selber um 9/10 zu verringern, so könnte die Zukunft aber so ein Modell ermöglichen.
      Ob die Geistig dann vielleicht unterforderten Menschen sich von ihren Genen lösen können und Friedlich bleiben….?????

    • @ Walter Roth:

      Man kann sich manches blaue Wunder in der Weise schön reden, wie Sie das hier tun.

      Manchmal kommt vieles Negative gleichzeitig zusammen wie der Niedergang der inhabergeführten Einzelhandelsgeschäfte als Haupterwerbsquelle durch die Marktmacht der großen Ketten flankiert vom Liquiditätsbedarf des nahezu vollständig fremdfinanzierten Immobilienportfolios sowie die unkluge Auswahl der Ehegattinnen und Lebenspartnerinnen.

      Da ist es teilweise sehr viel besser, rein gar nichts zu tun als laufend das Falsche…

  22. Das Quecksilber fällt, die Zeichen stehen auf Sturm,
    Nur blödes Kichern und Keifen vom Kommandoturm
    Und ein dumpfes Mahlen grollt aus der Maschine.
    Und rollen und Stampfen und schwere See,
    Die Bordkapelle spielt „Humbatäterä“,
    Und ein irres Lachen dringt aus der Latrine.
    Die Ladung ist faul, die Papiere fingiert,
    Die Lenzpumpen leck und die Schotten blockiert,
    Die Luken weit offen und alle Alarmglocken läuten.
    Die Seen schlagen mannshoch in den Laderaum
    Und Elmsfeuer züngeln vom Ladebaum,
    Doch keiner an Bord vermag die Zeichen zu deuten!

    Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
    Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
    Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
    Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
    Klabautermann führt das Narrenschiff
    Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

    Am Horizont wetterleuchten die Zeichen der Zeit:
    Niedertracht und Raffsucht und Eitelkeit.
    Auf der Brücke tummeln sich Tölpel und Einfaltspinsel.
    Im Trüben fischt der scharfgezahnte Hai,
    Bringt seinen Fang ins Trockne, an der Steuer vorbei,
    Auf die Sandbank, bei der wohlbekannten Schatzinsel.
    Die andern Geldwäscher und Zuhälter, die warten schon,
    Bordellkönig, Spielautomatenbaron,
    Im hellen Licht, niemand muß sich im Dunkeln rumdrücken
    In der Bananenrepublik, wo selbst der Präsident
    Die Scham verloren hat und keine Skrupel kennt,
    Sich mit dem Steuerdieb im Gefolge zu schmücken.

    Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
    Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
    Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
    Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
    Klabautermann führt das Narrenschiff
    Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.
    Man hat sich glatt gemacht, man hat sich arrangiert.
    All die hohen Ideale sind havariert,
    Und der große Rebell, der nicht müd‘ wurde zu streiten,
    Mutiert zu einem servilen, gift‘gen Gnom
    Und singt lammfromm vor dem schlimmen alten Mann in Rom
    Seine Lieder, fürwahr: Es ändern sich die Zeiten!
    Einst junge Wilde sind gefügig, fromm und zahm,
    Gekauft, narkotisiert und flügellahm,
    Tauschen Samtpfötchen für die einst so scharfen Klauen.
    Und eitle Greise präsentier‘n sich keck
    Mit immer viel zu jungen Frauen auf dem Oberdeck,
    Die ihre schlaffen Glieder wärmen und ihnen das Essen vorkauen.

    Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
    Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
    Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
    Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
    Klabautermann führt das Narrenschiff
    Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

    Sie rüsten gegen den Feind, doch der Feind ist längst hier.
    Er hat die Hand an deiner Gurgel, er steht hinter dir.
    Im Schutz der Paragraphen mischt er die gezinkten Karten.
    Jeder kann es sehen, aber alle sehen weg,
    Und der Dunkelmann kommt aus seinem Versteck
    Und dealt unter aller Augen vor dem Kindergarten.
    Der Ausguck ruft vom höchsten Mast: Endzeit in Sicht!
    Doch sie sind wie versteinert und sie hören ihn nicht.
    Sie zieh‘n wie Lemminge in willenlosen Horden.
    Es ist, als hätten alle den Verstand verlor‘n,
    Sich zum Niedergang und zum Verfall verschwor‘n,
    Und ein Irrlicht ist ihr Leuchtfeuer geworden.

    Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
    Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
    Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
    Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
    Klabautermann führt das Narrenschiff
    Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

    Reinhard Mey

  23. Richtig genau so ist es.

    Es gab mal Zeiten da bekamen Stellenwechsler noch den 13-ten vom neuen Arbeitgeber ausbezahlt, wenn man nur zu ihm wechselte.
    Heute aber wählen sich die Schafe eine Regierung, die massenhaft einwandern lässt und damit das Problem erst so richtig verschärft.
    Früher einmal lohnte es sich den Arbeitnehmer zu bilden, ihn neu auszurichten, heute sucht man sich einfach einen der das passende Profil schon mitbringt.
    Es ist ja von allem genug da, wenn nicht hier, dann irgendwo im Ausland.

    Aber meine lieben Mitschweizer erkennen eben nicht was läuft, sie verteufeln den Kampf der SVP gegen die Massen-Einwanderung …….und sägen damit den Ast ab auf dem sie sitzen.
    Sie glauben die Märchen der Sozialisten von sozialer Gerechtigkeit, als ob es die bei Linksregierten Staaten jemals gegeben hätte.
    Nicht mal Deutschland ist da als Vorbild zu gebrauchen.

    Sie sprechen von Neoliberalismus, merken aber nicht das sie dem Spiel der Sozis aufgesessen sind.
    Neo-Liberalismus ist ein Kunstbegriff mit dem man das einzige erfolgreiche Wirtschafts und Gesellschaftskonzept diskreditieren will.

    Das sind Probleme die wir lösen können, aber nur indem wir alles Linke konsequent unterbinden, in dem wir zu Marktwirtschaft und echtem Liberalismus zurückkehren.

    Und nebenbei, der Regulierungswahn muss endlich beendet werden.
    So wie bei Trump, …………für ein neues Gesetz oder eine zusätzliche Regulierung, müssen erst 2 alte gestrichen werden.
    Und wenn wir es schaffen auch noch den schmarotzenden Beamtenapparat in Bern auf 1/3 zu reduzieren, ist unsere Zukunft gesichert.

    Schade das wir nun die Bundesteuer verlängert haben.
    Nun ja, …..die Schlafschafe eben.