Vincenz zahlte Stocker 4 Mio. aus Raiffeisen-Kasse

In 10 Jahren – Im Schnitt rund 400 000 pro Jahr: Ein Bundesrats-Salär – Berater schrieb „Konzepte“ – Heute beide aus U-Haft?

Im Zentrum des Raiffeisen-Skandals stehen zwei Freunde. Pierin Vincenz, der einst grosse Banker, und sein Intimus Beat Stocker.

„Die Komplizen“, titelt die „Bilanz“ in einer tiefen Recherche zum Fall. Vincenz habe Stocker von 2011 bis 2015 jedes Jahr rund 500’000 Franken überwiesen, via „einen separaten Budgetposten“.

Die beiden hätten „alle Best-Practice-Regeln atomisiert“. Was das aber für einen allfälligen Prozess bedeute, bleibe offen. „(…) daraus eine Straftat nachzuweisen, wird nicht einfach“, meint das Blatt.

Laut Tages-Anzeiger kommen Vincenz und Stocker heute aus der Untersuchungshaft. Es bestünde keine Gefahr mehr, dass die beiden Hauptverdächtigten Beweise verstecken könnten.

Die regelmässigen Zahlungen von Vincenz an Stocker dürften nicht im Zentrum der Strafuntersuchung stehen. Dort geht es um Vorab-Privatinvestments in Firmen, die später von Raiffeisen und Partnerin Aduno erworben wurden – mit Vincenz und Stocker im Driving seat.

Die monatlichen Zahlungen sind trotzdem bedeutsam. Sie zeigen, wie Vincenz seine Macht in der Raiffeisen nutzte und seinen Freund Stocker mit viel Geld für umstrittene Arbeit beglückte.

Ebenso kommt zum Vorschein, wie Vincenz‘ langjährige Vertraute, allen voran sein Nachfolger Patrik Gisel, die Nähe von Stocker wahrnahmen, ohne je zu intervenieren.

Stocker war omnipräsent, umstritten, fragwürdig – und alle schauten zu. Das war das System Vincenz, so funktionierte die oberste Führung der drittgrössten Bank der Schweiz in der Ära des Bündner Dompteurs.

Die Überweisungen von Vincenz ans Stocker waren insgesamt sogar höher, als die „Bilanz“ vermeldet. Laut einer Quelle, die sich auf den Deloitte-Bericht bezieht, waren es „über eine Zeit von 10 Jahren insgesamt über 4 Millionen“.

Somit käme Stocker im Schnitt auf ein Honorar von gut 400’000 Franken im Jahr; in etwa ein Bundesrats-Salär. Laut der Quelle, die den Deloitte-Bericht – er bildet die Basis für alle laufenden Verfahren – studiert hat, gab es einmal eine Überweisung in einer Höhe von rund 1,3 Millionen.

Bis heute wisse innerhalb der Raiffeisen niemand, wofür genau Stocker so viel Geld erhalten habe. „Er erstellte Konzepte, leistete Beratungsarbeiten“, sagt der Gesprächspartner.

Lange habe es keinen richtigen Vertrag für die Zusammenarbeit gegeben. Ein solcher sei erst in der Schlussphase der Ära von Pierin Vincenz aufgestellt worden.

Das Vorgehen zeigt: Vincenz nutzte seine Macht an der Spitze der Raiffeisen für Sololäufe. Er verfügte über Sonderrechte, wie sie in einem gut geführten Betrieb dieser Grösse bis vor kurzem unvorstellbar gewesen waren.

So hatte Vincenz einen eigenen Budgetposten für Ausgaben wie jene an Buddy Stocker. Darüber konnte der Banken-CEO frei verfügen; eine zweite Unterschrift brauchte er offenbar nicht.

Im Deloitte-Bericht ist von 54’000 Franken pro Monat für Stockers Leistungen die Rede. Hinzu kommen 10’000 Franken für die Mitbenutzung der Büros in Stockers Beratungsfirma in der Zürcher Innenstadt.

64’000 Franken, Monat für Monat, von Vincenz‘ Raiffeisen-Kässeli an Stockers Privatfirma: Man reibt sich die Augen.

Bei der Raiffeisen war Stocker ein Thema. „Er war immer präsent“, sagt eine Quelle mit Bezug auf hohe Manager des Genossenschaftsriesen. „Was genau seine Rolle war, wusste niemand.“

Das Zusammenspiel führte zu Geheim-Zahlungen von Stocker an Vincenz, die vor 2 Jahren publik wurden. Vincenz sprach von einem „privaten Darlehen“ von Stocker für einen Hauskauf im Tessin.

Der Kauf kam nie zustande.

Stockers Beratungsfirma erstellte Bewertungen für Kleinfirmen, welche die Aduno erwerben könnte. Im Fall der EuroKaution, die Mietkautionen finanziert, kam er auf 10 Millionen. Aduno-interne Schätzungen beliefen sich auf rund 100’000 Franken.

Zuletzt kaufte die Aduno die EuroKaution für über 5 Millionen. Danach musste sie nochmals so viel ins Mini-Unternehmen einschiessen, um dieses zu sanieren.

Die Deals sind das eine. Sie werden auf Strafhandlungen untersucht. Das andere sind die monatlichen Honorare von Vincenz aus seiner Raiffeisen-Kasse an Freund Stocker.

Sie werfen ein schiefes Licht auf die Banken-Zentrale. Gab’s dort null Kontrolle?

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Nun die schwarzkatholischen St. Galer werden versuchen das ganze aiszusitzen. Getreu nach dem alt bekannten Motto der Katholiken: gut ist wenn ich gratis Saufen, Fressen und Huren kann.

  2. So sehr ich den unabhängigen und investigativen Journalismus von IP einmal geschätzt habe, finde ich, dass die Berichterstattung hier zunehmend auf Blick-Niveau absinkt: wenn die Bilanz die Prokuristen-Annabelle ist, dann wird IP zunehmend zum Sozialneid-Porno.

    Keiner von uns weiss wirklich, ob Beat Stocker irgendetwas Illegales gemacht hat – das ist alles nur Mutmassung. Okay, er war selbständiger Berater und hat 400K, 500K, 600K pro Jahr abgerechnet – ja, so what? Das ist Durchschnitt – der Marktpreis für Berater mit Stockers Profil ist locker über 3’000 pro Tag, die CEOs der Konkurrenz von Aduno verdienen alle 7-stellig, jeder MD in den Grossbanken verdient ein Vielfaches – also warum muss man Stocker jetzt dafür an den Pranger stellen, dass er auch für Geld gearbeitet hat??? Vielleicht wäre es langsam mal an der Zeit, abzuwarten, ob es überhaupt zu einer Anklage kommt, bevor jemand dem social-media Pöbel zum Frass vorgeworfen wird.

  3. Hier stellen sich natürlich noch die Beiden folgenden Fragen – Wer hat weggeschaut und PV gewähren lassen? Wer wusste davon bzw. gewährte diese „Portokasse“? Das werden der VR und die GL sein, über deren Glaubwürdigkeit muss man wohl nicht mehr diskutieren! Hier wäre ein Rücktritt angebracht – unisono!

  4. Sehr geehrte Herren!
    Sie kommentieren hervorragend im Fall der Herren Vincenz und Stocker. Allerdings gehe ich davon aus, die Leser interessieren sich für den gegenwärtigen Aufenthalt beider Protagonisten. Als Jurist gehe ich davon aus, die beiden Justiz-Relevanten befänden sich noch nicht in Freiheit. Ein entsprechendes Prozedere bedarf gewisser Auflagen, welche derzeit wahrscheinlich noch nicht erfüllt sein können.

  5. Der persönlich betont höfliche und zuvorkommende Interims-VR-Präsident, Pascal Gantenbein, muss seit Tagen unter gewaltigem Druck stehen: Wie soll er in den nächsten Tagen kommunizieren, dass Raiffeisen sich jetzt halt – endlich, endlich – von Gisel trennen muss, um den längst überfälligen Paukenschlag zu machen!

  6. Nach den vor österlichen Zeitungsenten ist es plötzlich wieder irgendwie so still im Blätterwald geworden … ?
    Braucht es für Bewegung wieder eine neue Headline von IP?

    • Die sollen nun in aller Ruhe ermitteln.
      Schlagzeile gibts schon bald, wenn Gisel sein IT-Projekt nochmals verschieben muss und wenn das Gehalt von Gisel 2017 veröffentlicht wird. Oder wenn die Staatsanwaltschaft endlich weitere Beteiligte in Haft setzt (überfällig!).
      Dann wird dann wohl sogar der dümmste, trägste und liebenswerteste Bankleiter draussen erkennen, dass er für einen miesen Service Unsummen blecht. Auch Patrik „Klammerer“ Gisel wird sich dann kaum mehr halten können!

  7. Ein Name taucht nie auf – Dr. Urs Widmer (ex VRP Vontobel) der wohl erbitterste Gegner von VIncenz.
    Was Widmer erhalten hat, dass er das Ost-Geschäft von Notenstein gekauft hat? – Nein kein Geld, aber „Mitsprache“ bei Raiffeisen internen Angelegenheiten der GL PG, RK (der PG-Einflüsterer) und im VR (DL).
    Als aktueller VRP einer anderen AG war er die letzte Zeit damit beschäfftigt, eine KK abzuwenden…

  8. Die Bilanz stellt also Pierin Vincenz und auch Raiffeisen, deren Chef er war, als das unschuldige Opfer, das „sich in den Abgrund reißen ließ“, dar.

    Der wahre Bösewicht ein anderer.

    Ist Raiffeisen eigentlich großer inseratekunde bei Bilanz / Ringier?

    • Interessant, zumal die umgekehrte Perspektive

      „Stocker, die Puppe von Vincenz“

      genauso plausibel wäre. Dies zumal Vincenz ansonsten ein Meister darin war, Schlüsselpersonen zu instrumentalisieren.

      Zur Bilanz hat Vincenz „persönlich“ sehr gute Kontakte, er durfte dort auch seine Marketing Kolumnen publizieren.

  9. was haben eigentlich die hochbezahlten
    externen Revisoren in den Berichten festgehalten?
    Nichts gesehen?
    Nichts gehört?
    Nichts unternommen!
    Alles wie gehabt, bis die Sache ausgesitzt ist.
    Was macht jetzt die Staatsanwaltschaft?

    Am Dienstag stehle ich in einem grossen Migro-Laden ein Apfel und achte darauf, dass ich erwischt werde.
    Wetten, dass ich wie ein Schwerverbrecher von der
    Staatsanwaltschaft verfolgt werde !
    Bernhard Gerig

    • Die Revisionsaufsichtsbehörde ich durch die Big-4 unterwandert. Da passiert gar nichts.
      Und die Revsionsstellen haben aus dem Fall Glarner Kantonalbank und Genfer Kantonalbank sowie den unzähligen Skandalen im Ausland nichts gelernt.
      Man schützt sich gegenseitig! Nur darum können sich Leute wie Gisel weiter im Amt halten!

    • @ehemaliger Revisor: Die RAB Führung tobt sich dafür bei den KMU-Revisoren aus. Dort verlangt man QS-Systeme, die es für die Big-4 braucht, weil dort nur Assistenten die Arbeit machen, damit die Partner möglichst gleichviel verdienen können, wie die CEO’s und CFO’s ihrer Prüfkunden. Es geht nur um die persönliche Bereicherung. In den oberen Etagen will man es mit den Prüfkunden schliesslich nicht verderben, denn das Mandatshonorar wirkt sich direkt auf den eigenen Bonus aus. Die RAB selber ist eine aufgeblasene Alibi-Behörde mit absolut falschen Prioritäten. Einfluss auf die RAB haben die Big-4 über ExpertSUISSE, wo man die gesetzlichen Standards alibimässig nochmals toppt und so gleichzeitig die kleineren Prüfgesellschaften vom Markt nehmen kann. Und es gibt tatsächlich noch KMU-Prüfer und Treuhänder, die dem eigenen Totengräber noch Mitgliederbeiträge bezahlen.

  10. Ein weiterer, verzweifelter, in blanker Panik erfolgter Versuch von Patrik Gisel, seine so oder so bald kommende Bruchlandung noch etwas hinauszuschieben ? ? ?

  11. Am Gründonnerstag berichtete der Tagi, bezugnehmend auf „Gutinformierte Kreise“, die Freilassung von Pierin Vincenz aus der U-Haft stünde gerade bevor. Ja, lieber Tagi, war das eine peinliche Zeitungsente? Bitte um Korrektur morgen in der Sonntags Zeitung!

    • Das ist die Qualität der heutigen Mainstream-Bezahlpresse. Aber immer am jammern wegen Leserschwund.
      Geradezu hofiert haben sie jahrelang den Vincenz. Hochgejubelt überbezahlte Lowperformer (man vergleiche nur mal die „Vergütung“ von Thiam mit dem Jahresergebnis der CS!).
      Kann man nicht mal als Toilettenpapier verwenden. Dabei könnte man über so viele Dinge schreiben, Hässig kann ja als Einzelkämpfer gar nicht alles abdecken. Beispiel ChainIQ…

  12. Ich fordere die Raiffeisenbanken auf, sich endlich für eine rückhaltlose Aufklärung des Sachverhalts einzusetzen und einen sofortigen „Neustart“ von Raiffeisen Schweiz zu erzwingen.
    Und das geht nur über Personen.
    Aus meiner Sicht dürfen Herr Gisel und die von Herrn Vincenz eingesetzten Geschäftsleitungsmitglieder keine Rolle in diesem Neustart spielen sondern müssen so rasch als möglich zurücktreten oder entlassen werden. Selbstverständlich ohne irgendwelche Abfindungen. Auch der Verwaltungsrat muss von Grund auf neu aufgebaut werden, und zwar einzig nach Kompetenz.
    Sonst kann diese grossartige Gruppe nie zur Ruhe kommen.

  13. Raiffeisen CEO Gisl lügt, dass sieht man dem Glatzkopf an sofern die Interviews etwas detaillierter analysiert werden. Vincenz, der jeweils mit Helikopter und einem Red Bull Energie Drink an den VR Meetings teilnahm, war wohl ein Hochstapler – nun ist die Zeit aufzuräumen und da die meistens Kunden eine Hypothek bei der Bank besitzen, wird eine Massensaldierung und Abfluss von Kundengelder eher unwahrscheinlich sein. Der Endkunde bleibt auf der Strecke und wird weiter abgezockt mit Gebühren. Die Bank und das Management sollte sich schämen.

    • @Schwalm
      Es ist extrem spannend, das zu beobachten: noch vor 2 Jahren hat Patrik Gisel permanent damit angegeben, dass er schon seit Jahrzehnten mit Vincenz befreundet sei und wie man bereits an der HSG unzertrennlich gewesen sei. Ich hatte damals aufgrund der Erzählungen sogar manchmal den Verdacht, dass da noch „mehr“ sein könnte.
      Und jetzt versucht Gisel verzweifelt Distanz zu gewinnen und rammt dem Pierin faktisch ein Messer in den Rücken (Anzeige). Finde ich menschlich verwerflich!

    • @Schwalm

      Lügendetektion aufgrund von Interviewanalysen: 50% Chance für „möchtegern“ Besserwisser und Glatzkopf Verachter

      Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen ihre eigene Menschenkenntnis systematisch überschätzen liegt hingegen nahezu bei 100%.

      Solche Fehleinschätzungen ermöglichten die Karriere von Vincenz und Stocker.

    • @sorry, aber

      Es gibt ausgewiesene Techniken um einen Interview Partner aus der Distanz (remote) basierend auf diversen Faktoren zu bewerten. Körperhaltung, Gesichtskonturen, Tonlage der Sprache, Augen / Pupillenreaktion und mit der nötigen Rechenpower sowie maschinellem Lernen lässt sich sowas praktisch in Echtzeit durchführen. FBI, NSA, FSB oder Mossad verfügen über diese Techniken.

      Sorry, aber mach die Augen auf!

      Gisel, Pierin & Co. sind analoge Spieler in einer digitalen Welt … ! 😉

    • @Bekannter Gisel

      Ich verstehe Ihren Einwand nicht:

      1. Gisel ist „Angestellter“ und hat die Rechte der Genossenschafter zu vertreten oder abzutreten
      2. Gisel hat mit der Anzeige bis zum letzten Moment gewartet
      3. Raiffeisen Schweiz hat nur passiv Informationen an die Staatsanwaltschaft geliefert – also nur Angaben gemacht die verlangt wurden
      4. Medien, welche über die Machenschaften von Vincenz berichteten wurden aktiv mit juristischen Drohungen eingedeckt
      5. Gisel hat auch an den letzten Pressekonferenzen kein Geheimnis aus seiner Freundschaft und den laufenden Kontakten mit Vincenz gemacht

      Gisel kann gehen und anschliessend in der Rolle als Unternehmer mit seinem eigenen Geld spekulieren und sich ausschliesslich an Männerfreundschaften orientieren.

    • @ Raj Rajaratnam

      Also Psychologie haben Sie sicher nicht studiert, sonst würden Sie nicht so locker Behauptungen im Chat platzieren.

      Mit Ausnahme der Gesichtskonturenanalyse (=Bullshit im Zusammenhang mit Lügen) gibt es tatsächlich sehr viele Forschungsergebnisse zur Thematik. Sie überschätzten leider deren Zuverlässigkeit, vermutlich weil Sie diese nicht kennen.

      Mit Ausnahme von Filmen, welche oft Stereotypen präsentieren, sehe ich aber auch mit Forschungserkenntnissen in der realen Welt keine Indikatoren welche eine zuverlässige Vorhersage ermöglichen – ausser wenn ich eine Person persönlich und gut kenne – natürlich.

      Sehr unterhaltend und lehrreich ist der Ted Talk von Pamela Meyer, leider wurden nur klare Fälle von Lügen untersucht ohne Kontrollgruppe.
      https://www.ted.com/talks/pamela_meyer_how_to_spot_a_liar?referrer=playlist-5_talks_on_the_truth_about_lyi#t-175697

    • @Psychologen:
      Also man muss nicht viel Menschenkenntnis haben, dass bei den ausweichenden, unkonkreten und vernebelnden Antworten Vincenz Gisel herauszulesen, was Sache ist.
      Gisel hat seine GESAMTE Karriere auf Vincenz aufgebaut und war bei allen heiklen Fällen immer direkt dabei. Jetzt ist er nicht Manns genug, um sich den Konsequenzen seiner Taten (oder Versäumnissen) zu stellen.
      Auch die Trennung von seiner Geliebten (vermutlich um Druck zu reduzieren) passt gut ins Bild!
      Der VR scheint sich dem negativen Spillover-Effekt von Gisel, Schaub usw. auf die Marke Raiffeisen schlicht nicht bewusst zu sein. Sonst hätte er schon längst die Notbremse gezogen.

    • Lieber Christoph
      Wurdest du allenfalls nach deiner Wegelin Hochzeit (eine traumhafte IT!) von PV und PG bei Raiffeisen in den Senkel gestellt?

  14. Der Finanzplatz Zürich ist im letzten GFCI-Index von Platz 9 auf 16 abgestürzt (Genf von 16 auf 26). Wenn’s so weiter geht, landet der Finanzplatz Schweiz bald auf Augenhöhe mit Panama und Pyongyang.

  15. Und wann werden diese Namen von der Staatsanwaltschaft näher drangenommen? Wahrscheinlich für alle diese Namen ziemliche Zitterostern!

  16. Sind Vincenz / Stocker denn nun schon wieder draussen? Oder war das wieder mal eine Tagi-Zeitungsente?
    Wenn der Platz frei ist, dann könnten eigentlich die aus dem Post-Skandal (va Gruppen CEO/CFO) gleich die Nachfolge antreten!

    • Bänker: Sie sehen das richtig. Es ist für mich ein Rätsel, weshalb die B-Anwaltschaft nicht sofort bei der Post resp. der Postauto AG Haussuchungen und Verhaftungen vorgenommen hat. Laut Tagi vor etwa 4 Wochen habe man bei der Post damit gerechnet und den Mitarbeitern detaillierte Anweisungen gegeben falls die Leute der Bundesanwaltschaft auftauchen würden. Das geschah nicht, obwohl die Straftatbestände wie Betrug, Bilanzfälschung, Urkundenfälschung Offizialdelikte sind.

  17. Glaubt doch niemand das die bankengesteuerte Staatsanwaltschaft von Zürich letztlich einen Grossbanker verurteilt. Die haben jetzt mit der schwarzkatholischen Raiffeisen ein ideales Objekt gefunden um für das empörte Publikum ein bisschen den Bölimaa zu inszenieren. Da kann medial ein bisschen Bankenhass abgelassen werden. Nach einer Beruhigungsphase wird ein Freispruch folgen.

    • Genau das macht uns zu Banana – Republik….
      Es gibt genug Fakten um ein Schluss zu kommen, so dass sogar ein Blind oder einen mit IQ 50 könnte die richtige Schlussfolgerungen ziehen…
      Aber es ist besser gegen Migranten, Uslender und Chicken – Räuber zu kämpfen, vor allem diese Schaden viele und sind gefährlich… arme Ur – Schweizer sind umsonst gestorben…😂😂🤣

    • Mike: Vielleicht gibts einen Freispruch wie bei Swissair, weil die Anklageschrift juristische Mängel aufweist….

  18. Also wenn ich den Schleimerbericht in der Bilanz lese, weiss ich genau, das jetzt die medial gesteuerte Glanz & Gloria Phase begonnen hat, die dann in einem Freispruch enden wird. Kein Medium ausser IP schreibt über diesen Sachverhalt. Wenn diese Dinge beweisbar sind, müsste doch die Raiffeisen selber Anklage gegen Vincent erheben.

    • Die Raiffeisen kann keine Anklage erheben, das macht die Staatsanwaltschaft.

      Die Raiffeisen kann Anzeige erstatten und das hat sie bereits getan. So wie auch Aduno. Darum sitzt / sass Vincenz ja überhaupt in Untersuchngshaft.

    • @Samichlaus, absolut richtig gedacht. Leider sind die Fragesteller immer noch in der Minderheit. Wieso hat weder die UBS gegen Marcel Ospel noch die CS gegen Lukas Mühlemann damals Anklage erhoben? Bei Marcel Ospel hätte kurz darauf auch der Schweizer Staat als UBS Besitzer die Möglichkeit gehabt und die CS soll sogar noch ein Papier unterzeichnet haben das sie alle Penaltys die da evtl. auf Lukas Mühlemann zukommen werden bezahlen wird.

  19. «Ich will das in meinem Department nur rational begründbare Entscheide getroffen werden». Das waren die ersten Worte des heutigen CFO der Allianz-Suisse als er seine Stelle antrat. Das pure Gegenteil ist passiert. Es werden bis heute nur äusserst subjektive, meist rational nicht begründbare Entscheide getroffen. Es geht nicht um Netzwerk, es geht um puren, klebrigen Filz. Sali Häfeli, sali Deckeli, sali Portemonnaie. Auch in der Allianz ist das Wort Compliance ein Fremdwort. Wetten das es im Finance der Allianz bald wieder Entlassungen geben wird über die man nirgends lesen kann. Gewusst wie kann ich nur feststellen.

  20. @I.L. Egales

    Zum „Fall Wegelin/Notenstein“: Es wird hier in diesen Spalten immer wieder ein Kaufpreis von 570 Mio. Fr. suggeriert. Es wurden jedoch seinerzeit Fr. 360 Mio. Eigenmittel übergeben, und an Kundenassets waren noch 20 Mia. Franken vorhanden. Entsprach also wohl seinerzeit den Marktpreisen und kann im Notenstein-Jahresbericht von 2012 von jedermann/frau eingesehen werden. Sofern man/frau will und dazu in der Lage ist.

    • Wissen Sie, es gibt ja „Creativ Accounting“ und Wegelin war sehr angeschlagen durch die Strafverfolgung in den USA, dafür noch so viel zu bezahlen, grenzt eigentlich an Dummheit. Dummheit im kaufmänischen Bereich ist ja bekanntlich straffrei, somit ist es eigentlich klar, dass die Raiffeisen-Leute nicht gerade die Intelligentesten bei diesem Erwerb waren. Haben also Herr V. und seine Leute einen Intelligenz-Quotient von weniger als 80. Es ist mir nicht bekannt, dass sie damals von einer solchen niedrigen Zahl sprachen, dies hat sich wahrscheinlich in der Zwischenheit geändert. Wir dürfen ihnen also in Zukunft gratulieren für ein sorgenloses Rentner-Dasein mit einem Intelligenz-Quotient von 80 und weniger. Es zeigt, dass auch die Unbedarften in der Schweiz sehr erfolgreiche Karrieren beschreiten können. Wir sind ein rechtschaffenes Land.

  21. Das sieht ganz nach Selbstbedienung aus. Wie sieht es hier mit Veruntreuung und ungetreuer Geschäftsfürhung aus ? Der kleine Bankmitarbeiter muss den noch so kleinen Spesenbetrag zu Recht rapportieren. Beim Herrn Vincenz fliessen jeden Monat CHF 64’000 an seinen Freund Beat. Was genau hat Herr Stocker produziert für dieses Geld ? Zumindest das müsste doch ernsthaft abzuklären sein. Soviel Geld für nichts wäre meines Erachtens strafbar.

    • …der Stocker und der PV bzw. Raiffeisen hatten gegenseitig ein Stück Papier ausgetauscht, das die Zahlungen rechtfertigte. So einfach geht das.

    • @sepp

      Wer sollte das abklären? Wer genau vertritt bei Raiffeisen Schweiz die Rechte der Genossenschafter?

      Der VR hat bisher alles getan um die Handlungen von Vincenz zu rechtfertigen, resp. zu vertuschen: Konsequenz: Mehrkosten anstatt Rückerstattung von Millionen.

  22. Der Tagi berichtete, dass Pierin Vincenz gemäss wohlinformierten Quellen vor Ostern aus der Haft entlassen werde. Noch besser: der Tagesanzeiger verkündet auch, dass es keine Untersuchungshaft mehr brauche, weil die nötigen Untersuchungen abgeschlossen seien. Der Verteidiger will das nicht gesagt haben und die Untersuchungsbehörde auch nicht.

    Das ist ganz krass: in der Zeitung steht, dass die Untersuchung so weit in trockene Tüchern ist, dass es keine Haft mehr brauche. Eine Amtsgeheimnisverleltzung? Es gibt nur ein Problem: Wenn der Bericht wahr wäre, so hätte der Staatsanwalt Pierin Vincenz bereits entlassen. Denn hätte er es nicht getan, so würde er einen Beschuldigten ohne Haftgrund in Untersuchungshaft halten.

    Folglich ist der Bericht im Tagesanzeiger etwas Anderes.
    In Wirklichkeit soll der Staatsanwalt unter Druck gesetzt werden, indem gestützt auf zwei Insider berichtet wird, es gebe keine Haftgründe mehr. Folglich werde Pierin Vincenz vor Ostern entlassen. Entlässt der Staatsanwalt PV am Gründonnerstag nicht, so wird von ihm erwartet, dass er am Karfreitag oder -Samstag arbeiten geht und den Fall soweit vorantreibt, dass der Bericht des Tagi bestätigt wird. Andernfalls darf der Staatsanwalt am Ostersonntag oder -montag einrücken, um ein Haftentlassungsgesuch zu beantworten.

    Im Handbuch für die Verteidigung bei Wirtschaftsdelikten hat es übrigens einen Abschnitt darüber, dass solche Medienarbeit unter keinen Umständen vom Verteidiger direkt gemacht werden soll, der sich damit nur exponiere. Stattdessen sollen für solche Übungen Medien- und PR-Leute eingesetzt werden.

    • Danke, sehr interessante Hinweise. Tagi und Blick und erst recht die NZZ sind ja nach meiner Einschätzung absolute Bankblättlein. Jetzt beginnt der mediale Befreiungsschlag für Vincent.

    • Hoffentlich geht der Staatsanwalt den Fall in aller Ruhe an. Keinen Grund für Hektik.
      Und die Beendigung der UHaft wäre kreuzfalsch. Vielmehr sollte eine AUSWEITUNG der UHaft auf weitere Personen geprüft werden: Was genau war die Rolle von Gisel? Von Schaub? Ceregato? Forstmoser? Der Revisionsstelle PwC?
      Ein bisschen UHaft löst Zungen und ist ein guter Detox und Entschleunigung!

    • @Osterhas

      Auf der Homepage des Tagesanzeigers schaltet Raiffeisen zurzeit «grosszügig» Werbeinserate.

      Die NZZ profitiert täglich von mehreren Stelleninseraten der Banken CS & Raiffeisen.

      Vincenz versteht das Spiel mit Medien. Der wird das Beste aus der Situation herausholen.

      Fazit: Der Blog Insideparadeplatz ist darum ein gesellschaftlich wichtiges Medium.

      PS: Der oben thematisierte Bilanz Artikel zeigt die Beziehung zwischen Stocker und Vincenz auf und ist sehr aufwändig recherchiert (Annahme Teamwork Journalisten und Blogkommentare). Er ist empfehlenswert für alle, die sich einen Überblick über die Ereignisse und Verflechtungen verschaffen möchten.

  23. Die Geliebte von Gisel ist Geschichte. Frauen pflegen in solchen Dingen eine feine Nase zu haben. Gibt es etwa doch eine Veränderung an der Spitze der Raiffeisen? Ringt sich der VR etwa doch dazu durch, den offensichtlichen Schritt (Entfernung Gisel) zu vollziehen? Zwar mit enormer Verspätung (Schaden an Marke bereits angerichtet), aber doch…
    Oder hat etwa Gisel sich von ihr getrennt um seinen Hals zu retten (er war ja auch nie mit Vincenz befreundet…)?
    Herr Hässig, bei der Dame (ich bin sicher, sie kennen den Namen!) würde ich mal nachfragen! Vielleicht war Gisel ja beim Ende geizig und hat nicht oder nicht viel gezahlt?

  24. Der Raiffeisengründer hat sich wohl schon mehrere Male im Grab umgedreht. Unglaublich, was dieser einst hochgelobte und so gmögig daherkommender P. Vincenz in dieser Bank veranstaltet hat, zusammen mit seiner Frau, ebenfalls hochbezahlte Kaderperson. Man beginnt, den Glauben an Anstand und Verantwortung zu verlieren. Bei den Banken scheinen tatsächlich nur noch Gierhälse zu wirken.

    • Oh ja, das denk ich auch, dass der namengebende Gründer der Raiffeisenbank sich schon zig Mal im Grab ungedreht hat. Dies angesichts der Pervertierung seines genossenschaftlichen Werks, welches er damals gegen «abzockende» Finanzinstiitute und Wucherer aufbaute und angesichts des duckmäuserischen und mutlos passiven Verhaltens der Genossenschaftsbanken. Diesbezüglich lassen sich Parallelen zu Entwicklungen im Migros Genossenschaftsbund erkennen, wozu sich Dutti bestimmt auch mehrmals im Grab umgedreht hat.

      Anstand und Verantwortungsbewusstsein sind Werte, die in der Wirtschaftswelt – insbesondere in der Finanzwelt – schon längst aus der «Mode» gekommen sind. Damit will ich nicht sagen, dass es nicht auch anständige und verabtwortungsbewusste Menschen in den Führungsebenen gibt. Aber solche Menschen machen meist kein grosses Aufheben um ihre Person. Oder sie werden als «exotisch» bezeichnet (wenn z.B. eine Führungsperson aus sozialethischen Gründen auf einen Teil des Lohns verzichtet) und somit für nicht glaub- und vertrauenswürdig gehalten (so à la: deh isch ja nöd ganz normal…).

  25. Gibt es eigentlich kein aktuelles Foto von PV, ohne Krawatte aber villeicht mit einem Zahlencode am gestreiften Hemd – gemäss der Raiffeisen-Werbung “ Immer da, wo Zahlen sind …“ ???

    • Sie machen ihrem Namen keine Ehre: in U-Haft gibt es keine Häftlingskleidung.
      Das hat in St.Gallen für eine kleine Spezialkonjunktur in Kleidersäcken geführt. Die heissen Kandidaten für U-Haft haben sich alle entsprechend eingedeckt.

      Ich hoffe ja drauf, dass die Staatsanwaltschaft endlich richtig durchgreift und sich strikt an die Strafprozessordnung hält. Stichworte: Verdunkelungs-, Kollusions- und Fluchtgefahr!
      Gerade eine Person hat ja bis jetzt gezeigt, dass sie ALLES tut, um seiner Strafe zu entgehen – Lügen, „Gedächtnisschwund“, Freunde anschwärzen. Da besteht doch ein echtes Risiko, dass er im Notfall auf die DomRep flüchtet!

  26. @Kadermann Hoch 3 14:32
    Diese Eiterbeule im doch so braven CVP-St.Gallen ist keine „Misswirtschaft“ wie Sie glauben. NEIN, dies ist ein einer ehrenwerten Organisation sehr ähnliches Konstrukt und dies wohlgemerkt über Jahrzehnte.

    Und alle VR`s, Finma in Bern, Politiker und viele mehr schauten tatenlos zu. Der Fall ist derart krass und unglaublich hier in der ach so „korrekten, sauberen“ Schweiz; man glaubt/hofft zu träumen; aber leider vergeblich.. Zeigt aber wie weit verludert und verbandelt einzelne Professoren, Politiker, Behörden bereits sind: Gesetze wurden (und werden) so abgeändert, verwässert dass krminelles Tun in der Schweiz schon beinahe straffrei ist.

    Diese Clique hat sich nicht zufällig das brave, CVP-St.Gallen und die Schweiz ausgesucht: Man kann schimpfen/fluchen über die USA, aber dort würden Vincenz, seiner Herzdame Ceregato, Stocker, Gisel und dem unfähigem VR 10J Zuchthaus drohen! Bei uns laufen diese frei umher resp. werden dieser Stunde sogar aus der Haft entlassen..

    Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Allein wer glaubt heute noch an diese?

    • @Herr Egger:
      Zu den USA: dort wären der Post-Skandal und Raiffeisen wohl klare RICO-Fälle, wobei der Postauto Fall mit den Hundertausenden Falschbuchungen und der damit verbundenen enormen kriminellen Energie und der Mithilfe des ganzen Systems noch schlimmer als Raiffeisen ist. Das heisst: Ruoff, Koradi, Schwaller, die Postauto-Spitze beziehungsweise die ganze St.Gallen-Appenzell Connection (also auch Gisel, Schaub, Ceregato, Zoller) wären wohl in Haft oder mit einer Millionenkaution auf freiem Fuss und würden verzweifelt versuchen, einen Deal mit einer einstelligen Anzahl Jahre Knast oder eine Kronzeugenregelung zu erhalten. Und hier in der Schweiz haben diese Leute nicht mal den minimalen Anstand, zurückzutreten.
      „Amerika, Du hat es besser!“ – hat schon Goethe gesagt.
      Und natürlich: es gilt die Unschuldsvermutung.

  27. Nun ist ja Herr Vincenz bald wieder in seinem schönen Heim und kann sich voll und ganz der riesigen „Ungerechtigkeit“, die ihm widerfahren ist, widmen. Langsam kann er sich so wieder rehabilitieren und neue Mandate suchen, die er dank seiner langjährigen Säuhäfeli Säutecheli Vernetzung (Nebenprodukt der harten Arbeit als RF-CEO) auch finden wird. Sein Talent ist sicher willkommen und er kann nochmals wirklich Kohle scheffeln. Äm, da kommt mir gerade der Herr Wuffli in den Sinn. Konnte nachdem er die UBS zu Boden gekarrt hatte mit PG nochmals voll zuschlagen und mit diversen guten Tätigkeiten war er ja auch wieder in den Heftlis, Coop und Migros Zeitschriften. Ja, so ist das Leben eines erfolgreichen Bankers. All die Schreiberlinge hier sind ja nur armselige Frustis.

    • Ist das so, Mr. (Fussball)Kadermann?

      Lesen Sie Art. 165 StGB. Dort geht es um Misswirtschaft.

    • Misswirtschaft ist eine Handlung, mit welcher ein Unternehmen in den Konkurs gebracht wird (vereinfacht gesagt). Das ist strafbar.

      Wenn man beispielsweise die UBS mit geradezu blödsinnigen Geschäften in den Ruin treibt, die UBS dann aber vom Staat gerettet wird und deshalb nicht Konkurs geht, so ist das was? Richtig, nicht strafbar, weil die Bank ja nur ruiniert, aber nicht bankrott ist. In diesem Sinne bedeutet too big to fail also auch too big to be punishable. Hier sind also die grossen Missetäter besser dran als die Kleinen. Ja, wo denn nicht.

      Übrigens wurde eine Anregung, das Strafrecht anzupassen, damit die Verantwortlichen auch dann zur Verantwortung gezogen werden können, wenn der Staat das Unternehmen retten musste, schon innerhalb der Zürcher Justizbehörden abgewürgt.

      So viel zu verantwortungsloser Geschäftsführung. Wenn nun aber jemand faule Geschäfte macht, um davon privat zu profitieren, so ist das nicht Misswirtschaft, sondern Ungetreue Geschäftsbesorgung. Und dabei machen sich theoretisch auch die grossen Missetäter strafbar.

  28. wir hören aus den regionen, städten, dörfern und weilern an den mitgliederversammlungen immer wieder: „das mit raiffeisen schweiz geht uns nichts an; das ist ganz was anderes!“ kleine frage an die rätselfreunde: wem gehört eigentlich raiffeisen schweiz? also ihr lokalmatadoren; nicht davonschleichen, farbe bekennen. für die systemrelevante nummer drei gelten jetzt auch „erwachsenenmassstäbe“; gell! 🙂 vorbei jetzt mit ruedi, kobi und de fredi. aufarbeiten und konsequenzen und zwar gründlich!

    • Dabei sind doch die Raiffeisenbanken draussen die Hauptleidtragenden der ganzen Situation.
      Als Bankleiter würde ich täglich beim VRP von Raiffeisen Schweiz anrufen, immer mit der gleichen Frage: „Warum sind Gisel, Schaub und Konsorten noch nicht weg?!?!“
      Aber es scheint den Banken egal zu sein, dass Raiffeisen Schweiz weiter die Marke systematisch schädigt, nur damit ein paar Leute nochmals ein paar Wochen mehr abkassieren können!
      Ich freu mich schon auf den Jahresabschluss: Wetten, dass Gisel mehr absahnt als letztes Jahr? Hat die Raiffeisen in die grösste Krise der Geschichte hinein manöveriert, aber abgesahnt wird weiter…

  29. PV der selbsternannte Blender, durfte Schalten und Walten wie er wollte. Eine Kopie der FIFA-Regulatoren?

    Budgets müssen überprüft und vom VR abgesegnet werden. Im Sog mitschwimmen und profitieren ist eben viel einfacher, als die Quelle zu erreichen?

    Rechtsprinzip: Nichtwissen schützt vor Strafe nicht!

    Der Stall bedarf dem Ausmisten?

  30. Den Titel finde ich etwas reisserisch, Beratermandate sind üblich, daraus kann man gar nix ableiten, und dass das die Firma zu berappen hat ist ja wohl ausser Frage – Beraterverträge müssen auch nicht offengelegt werden…

    Was nachweislich nicht korrekt lief wird die Untersuchung zeigen, strafrechtlich wird nicht mal was an PV hängen bleiben, denke ich.

    Betr. ethischem Handeln, da kann man sicher anderer Meinung sein, ohne Wertung!

    Bezüglich Finma muss man sich doch asap fragen, ob die nicht abgeschafft gehört, ist ja eh nur ein Feigenblatt der Banken, sponsored by CH banking!

    • So läuft in Spanien das, was Ihr im Norden Korruption nennt. In der Privatwirtschaft gang und gäbe und nicht strafbar, im öffentlichen Sektor auch gang und gäbe und ab und zu bestraft, aber nur ganz kleine Fische.
      Wer in Spanien an den Schalthebeln der Macht sitzt und diese nicht dezidiert zu eigenen Gunsten ausnützt, gilt als Schwächling.
      Zuerst das Fressen, dann die Moral. Die Esel werden nur so viel gefüttert, dass sie leistungsfähig bleiben.
      Es lebe die iberische Schweiz – olè, feliz Pasqua a todos!

  31. Da kommt einem die Galle hoch. Diese Clique hat sich hemmungslos an der Kasse der Genossenschaften bedient. Und dies wohl nicht im Vollrausch oder unter Schnee, sondern im Vollbesetzten ihrer allerdings sehr fehlgeleiteten Urteilsfähigkeit. Das Geld muss umgehend arrestiert und weggenommen werden. Diese Truppe muss runtergepfändet werden. Wir Genossenschaften müssen uns für Haftungsklagen zusammentun.

    Die ganze Crew in St. Gallen muss weg, der ganze VR, alle Delegierten, der CEO, der CFO, die gesamte Geschäftsleitung, die Leiter Compliance, Recht, interner Audit, Controlling. Die haben alle jämmerlich versagt. All diesen Unfähigen muss von der Firma die Gewähr lebenslang oder auf lange Dauer entzogen werden. Sie schaden Raiffeisen, den Genossenschaften, den Mitgliedern, den Darlehensnehmern, den Einlegern, dem Bankenplatz und letztlich der Schweiz in schändlicher Weise.

    Da muss komplett neu begonnen werden.

    • Genau so ist es. Perfekt bemerkt.
      Die U-haft war richtig. Ich hoffe es folgen (saftige) Bussen und langjährige Gefängnisstrafen für alle Beteiligten, Mitwisser, Wegschauer, etc.
      Shame on you.

  32. Und der Finale Gong kommt dann mit dem Kauf der Bank Wegelin! Das beste wird immer bis zuletzt aufgespart.

    • Wenn bekannt wird, dass die Notenstein nur noch ein wertloser „Zombie“ ist, gibt’s den ganz, ganz grossen Knall. Da wurde ein vielfaches des „Wertes“ im Jahre 2012 dafür bezahlt. Das wurde ja u.a. auch durch Madame Nadja Ceregato „abgenickt“.

  33. Nun ja..der Lack von Gisel bröckelt. Das hat wohl auch seine Freundin gemerkt und ihm den Schuh gegeben. Tja….. die Damen verlassen das sinkende Schiff noch vor den Ratten.

  34. Wurden die Verträge mit Stocker seitens von Raiffeisen „schon“ gekündet? (dies unter normalen Umständen eine überflüssige Frage)

    Wie lange dauert dessen vertragliche Kündigungsfrist – ein Jahr?

    • künden ist das einte; wir fragen uns, wer hat die verträge bewilligt und unterzeichnet. spannend, gell; da gibts doch sicherlich auch bei raiffeisen einen kompetenz-raster 🙂

  35. Langsam aber sicher stellen sich hier doch auch ganz grundsätzliche Fragen zu den Themen Rechnungslegung und Buchprüfung bei Raiffeisen Schweiz. Bei den laufenden Rekordergebnissen kommt, ob man will oder nicht, der Gedanke an Creative Accounting hoch. Es wäre höchste Zeit auch Goodwillbuchungen und Ausgestaltungen und buchhalterische Wirkung von Kooperationsverträgen mit Dritten zu prüfen.

    • @Schlaumeier

      Goodwillbuchungen basieren auf Erwartungen zur Zukunft. Die Bewertungen z.B. von Notenstein erfolgten 2017 noch von den gleichen Personen alias Optimisten, welche auch am Kauf beteiligt waren, darum sind grosse Bias nicht verwunderlich.

      Die Goodwillwerte müssen im Jahr 2018 bereinigt werden.

    • Vielleicht wurde das den Genossenschaftern mit einer internen Abmahnung von den bekannten Schreiberlingen untersagt … ?

  36. Mit so einem hoch dotierten, ominösen Beratervertrag fing auch der Aufstieg des kleinen Italieners bei UBS im Industrialisierungsboard an, heute ist er als „Gründer und Chairman“ der ChainIQ zwar noch unterwegs, zum Glück ist es nur eine Frage der Zeit bis dieses Konstrukt genauso explodiert. Wo bleiben dazu die Berichte? Der Italiener scheint deutlich mehr Macht über IP auszuüben als der Appenzeller Cowboy!

  37. in dieser organisation hatte niemand zum rechten geschaut. weder der verwaltungsrat noch die lokalen statthalter. diese organisation gilt es nun grundsätzlich zu überdenken. bitte jetzt weg vom „blauring-nomitag“; die ganzen vorfälle sind ja peinlicher als das 7:1 von deutschland gegen brasilien.

  38. Ich sagte ja schon, schaut euch mal die Rechnungen von all den externen Beratern an, die sich auf dem roten Platz aufhalten! Rund um das Avaloq Projekt haben sich Leute eingeschlichen, die sonst niemand einstellen würde oder gar rausgeschmissen wurden…

  39. Sehr geehrter Herr Hässig, wieder ein hervorragender Artikel. Wie lange kann sich die Raiffeisenbank noch einen CEO Herr Patrik Gisel erlauben? Der Schaden wird jeden Tag grösser mit ihrem unentschlossenen Handeln. Es ist nicht nur ein sträfliches Versagen des Verwaltungsrates. Es sollte auch ein Aufbäumen von anderen Regionalvorsteher kommen. Das Vertrauen ist weg, viele Kunden suchen sich eine neue Bank.

  40. Tages – Reim:

    Aus dem Raiffeisen-Honig-Topf
    hat sich der Pierin voll gestopft!
    Dann stieg es ihm in den Kopf :
    daraus entstand ihm ein Kropf. 🙂

    Wer löst ihm jetzt, den Knopf ?
    Herr Erni, er ist ein armer Tropf………..

    ORF

  41. Unglaubliche Geschichte! Und da lief bestimmt noch mehr. 2015 wurden „per Zufall“ alle drei Firmen wo Pierin Vincenz VR oder VRP war (Aduno, Helvetia und Leonteq) Partnerin (mit jeweils rund 150k pro Firma pro Jahr) des Worldwebforums. Und wer sass damals (bis Januar 2018, weils dann wohl zu heiss wurde) im Verwaltungsrat des Worldwebforums? Richtig, Beat Stocker (siehe http://wwf.beecollaboration.com/display/B2/Team). Würde mich nicht verwundern, wenn er auch noch an der Firma beteiligt ist/war. Auch das macht nochmals 3x150k pro Jahr, d.h. 1.35mio CHF über die drei Jahre. Dass das noch niemand bemerkt hat….

    • spannende info – ist das worldwebforum nicht eine offizielle Plattform von digitalswitzerland?

      wie weit reicht der filz?

  42. Ob Vincenz fachlich gut ist, eine besondere Intelligenz hat oder auch nicht, wir wissen es nicht. Eine ausgeprägte Bauernschläue ist jedoch nicht abzusprechen: „gib allen etwas, so habe ich mehr für mich“. PV machte mit passiver Unterstützung seiner Entourage aus der Raiffeisenbank einen Selbstbedienungsladen. Viel haben aus materialistischen Motiven weggeschaut und ihre Passivität entlöhnt: hoffiere PV, morgen gibt es dann einen weiteren Zusatzbonus.

    Mitglieder aus VR, GL, Direktion inkl. den Regionalfürsten haben willentlich weggeschaut. Nicht PV ist stark, seine Leute sind schwach – auch heute noch. Ein System à la Vincenz ermöglicht und fördert Missbräuche und Verfehlungen.

    PV wird möglicherweise verurteilt, da juristisch greifbar. Mitglieder des VR können vielleicht belangt werden. Seine ehemaligen operativen Leute haben die Segel neu ausgerichtet; die haben auch keine Konsequenzen zu erwarten. Moral ist oft in der Grauzone.

    Eines sollte klar sein: die Führungskräfte von PV haben in ihrem Verhalten den wahren Charakter gezeigt: Wegschauen. Und, sie nennen sich noch heute Führungskräfte. Sie haben vermutete Betrügereien zugelassen, das Unternehmen und somit die Genossenschafter und Kunden geschädigt.

    • Es ist schon schade, dass die Raiffeisen bis 2016 nicht unter Aussicht der FINMA war… eben ohne Aussicht und keine Revision es ist einfach oder?
      Naja, wir haben selber mehere Vereine gegründet und geleitet, gratis natürlich, aber es ist nie 1 Sfr. Gestohlen oder verschwendet worden…auch ohne externe Revision und FINMA Beichte….
      Das heisst unsere Vereine war besser organisiert und kontrolliert als di RB. Man sagt, dass Geld korumptiert, macht Blind und anscheinend auch Blöd… Tell und die Ur- Schweizer drehen sich ins Grab: war sicher nicht die Schweiz, für das sie gekämpft haben…schade, dass keine Schweiz mehr gibt… u

  43. Es wird immer besser! Am Schluss gibt es sicher noch so ein Swissair Urteil !
    Unglaublich was da gemacht wurde, um das Geld einzusparen
    wurde das Reinigungspersonal ausgelagert, da trifft es die Putzfrau vermutlich härter am Portemonnaie als PV

  44. Ich verstehe den armen Pierin: der UBS und der CS Chef verdienen viel mehr als er, also musste er sich die Differenz selber holen um sich für seine gute Arbeit zu belohnen.

    • Selbst die HR-Tante verdiente bei der UBS ein Vielfaches (4x) von PV! Kopfschüttel!

  45. Kann sich noch jemand an Marcel Ospel erinnern? Derjenige mit den 26 Millionen pro Jahr?

    Dessen Killer-Argument war: „Ich trage Verantwortung!“

    Er war trotzdem verantwortungslos.

    Und hatte die freche Folgeidee, um weiter abzuzocken: „Ich möchte Teil der Lösung sein.“

  46. Wenn er bei Raiffeisen „immer präsent“ war hat er dort ja auch mit einem entsprechenden Pensum gearbeitet und die Zahlungen sind sicher legitim und geradezu noch günstig verglichen mit dem, was die Mackies und Konsorten heuschen würden. Das sind Beratungsmandate, so what?

  47. Sehr deftig dieser Auftisch. Sind aber auch Elemente dabei, welche klar zu ahnden sind in strafrechtlicher Hinsicht? Das weitere Vorgehen muss es zeigen. Hoffentlich ist genügend Fleisch am Knochen. Trostlos wäre es, wenn am Schluss der Verfahren ein Freispruch stände. Dann allerdings könnten einige Akteure sich auf die Brust klopfen und sagen –> wieder ist es uns gelungen, einige Personen, Familien und Existenzen kaputt gemacht zu haben. The show must go on.

    • Hat St. Vincenz wider Erwarten eine weisse Weste, werden er und seine Familie nicht um ihre Existenzen gebracht. Die Justiz schiesst nicht gegen einen gutvernetzen (CVP, Widmer-Schlumpf), volksnahen Bankfürsten grundlos aus der Hüfte

  48. In Teufen läuten bald die Osterglocken und die Fahnen werden gehisst, wenn morgen ihr gehätschelter Zauber-Lehrling heimkehren soll?
    Die “ Bilanz“, genannt Prokuristen – Annabelle, meint heute tiefsinnig: „Jetzt ist genug eingesperrt, lasst ihn ziehen!“ (FREE PIERIN!) Hoffentlich täuscht sich Herr Schütz nicht zu sehr, denn viele PV-Operationen/Transaktionen der letzten Jahre sind noch gar nicht untersucht. Der „Fall“ Wegelin-Notenstein birgt ungeheurer Sprengstoff. Deshalb!

    • Dieser Herr Schütz ist für die Füchse. Der PV soll ausspucken, dann ist er zu Hause. Wir sind hoffentlich doch nicht in Disney Land.

  49. Apropos Raiffeisen: Sie hat dieses Ostern-Wochenende ihre Big-Bang-Umstellung zu Avaloq.

    Big-Bang-Umstellungen gelten nie als gut.

    Soll heissen: Chaos steht bevor.

    • mit Sauce! Big-Bang Ansatz schon längst gestorben – Ihre „Quelle“, oder alternativ Ihr „Wissen“, scheint eine abgestandene Pfütze zu sein.

  50. Es sieht so aus, dass der Arbeitgeber Raiffeisen vom Ehepaar Vincenz finanziell skrupellos gemolken wurde, um ihren aufwendigen Lebensstil mit Villa, Ferienhäuser, Luxusautos, Weltreisen etc. zu finanzieren. Dabei wurden Interessenskonflikte ausgeblendet, Charakter schwache Mitarbeiter / VR’s und Berater um sich geschart um ihr Vorhaben, sich finanziell ohne Gegenwehr zu sanieren, problemlos innerhalb der Bank durchzuführen. Schade für die Raiffeisen, schade für PV, welcher nach anfänglich grossen Erfolgen bei seinem Arbeitgeber mit der Zeit von der privaten finanziellen Gier übermannt wurde!

    • Antwort an FIM
      Ob alle charakterschwach waren – weiss ich nicht aber wie konnte es so weit kommen?
      Er hat systematisch alle welche nicht für seine Projekte waren als seine Feinde klassiert und auch eliminiert. So wurden top down alle Leute geimpft.
      Danach war es ein einfaches Spiel!

  51. Bei der Raiffeisen ist es wie bei jeder Bank, Abzocke bis sich die Balken biegen und jeder hat gemeint es sei anders als bei UBS und CS hat dort die Konten gekündigt und ging zur Raiffeisen, auch die gucken jetzt in die Röhre, denn es gibt keine alternative, Bank ist halt einfach Bank und basta.

    • @Der Rückbauer:
      Also KBs würde ich ausschliessen. Beispiele:
      – AKB – Koradi mit seinem Postskandal ist noch im Amt.
      – AES Sauerei bei der BKB
      – ZKB Suizidfall
      – Glarner Kantonalbank Fall
      usw.

    • nein Herr Rückbauer
      Dort ist nur noch nicht bekannt, dass auch abgezockt wird, träumen Sie weiter…….zzzzzzzz

    • @RB (in Ergänzung zu Rückbauer)
      ….und dann gibt es auch noch die Alternative Bank Schweiz ABS, welche meines Wissens als einzige Schweizer Bank das Lohngefüge ALLER MitarbeiterInnen transparent macht. So hält sie auf ihrer Website fest: „Der Lohn wird bei uns nach den Kriterien Funktion, Leistung, Erfahrung und Qualifikation festgelegt. Das Verhältnis zwischen dem tiefsten und dem höchsten Lohn ist nachvollziehbar und sozial verantwortlich. Die Spanne beträgt höchstens 1:5. Zur Gewährleistung der Transparenz wird die Lohnliste intern jährlich publiziert, jene der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats sogar im Geschäftsbericht.“

      Um jedwelche Unkenrufe vorwegzunehmen, welche die ABS als „links-sozialistisches Unternehmen“ betiteln wollen: Bei den Kriterien „Funktion, Leistung, Erfahrung und Qualifikation“ handelt es sich per Definition um marktwirtschaftliche Kriterien.
      N.B.: Würde die Marktwirtschaft perfekt funktionieren, hätten sich keine solch schwindelerregend hohe „Löhne“ für CEOs und VR-P gebildet, die seit Beginn der neoliberalen Aera ausbezahlt werden. Denn diese haben in keinster Weise mehr einen rationalen Bezug zur Leistung und Verantwortung dieser Funktionen.
      Und man beachte die Lohnspanne von 1:5. Da fällt die geforderte Maximalspanne 1:12 der Volksinitiative für gerechte Löhne, welche im 2013 leider abgelehnt wurde, geradezu grosszügig aus. Schade, dass sich die Menschen in Finanzangelegenheiten immer wieder gerne mit falschen Hoffnungen täuschen lassen und entsprechend ausgenommen werden. Umso bedauerlicher in der Schweiz, wo wir im Gegensatz zu andern Ländern Mittel haben (Initiative und Referendum), solchen Missständen Einhalt zu gebieten.

  52. Vincenz hat immenses Glück nicht in den USA seine Selbstbedienungs-Mentalität verantworten zu müssen. Dort würde er für mindestens 10 – 20 Jahre in den Knast wandern.

    Wer seinen Arbeitgeber über zig Jahre hintergeht, ihn massiv schädigt, zum eigenen Vorteil und um von Dritten Willfährigkeit zu erkaufen gehört selbst in der Schweiz gebüsst zu werden. Der Finanzplatz MUSS ein Exempel statuieren, ansonsten ist der längst verlorene Heiligen-Schein ein weiteres Mal mit Füssen getreten.

    • Leider halb so schlimm in den USA………….

      Gemäss Artikel der NYT musste bloss ein Top-Wall-Street Banker ins Gefängnis in den wilden Jahren um 2008, ein Credit Suisse-executive, der für magere 30 Monate hinter Gitter wanderte, wegen Vertuschung von Verlusten im Umfang von mehreren 100 Millionen. Ein wahres gentlemen-Urteil, meinte ich.

      https://www.nytimes.com/2014/05/04/magazine/only-one-top-banker-jail-financial-crisis.html

      Die Sachlage von Ponzi-scheme-Virtuose Bernie Madoff liegt etwas anders, weil er sein raffiniertes, übles Schneeball-System über einen langen Zeitraum betrieb. Er hockt nun für 150 Jahre…………..

    • Hi Sie! Die Kinder werden nicht vom Storch gezeigt. Bleiben Sie weiter gutgläubig

  53. Diese Seilschaften-Zaubertrick-Truppe ist kaum zu überbieten. Das Schweigen von Befehlsempfänger Patrik Gisel zeigt exemplarisch, dass das „Peter-Prinzip“ mehr als tadellos funktioniert im Finanzbereich. Womöglich war es gar Voraussetzung für den persönlichen Aufstieg?

    Da rühme ich mir die Vorgehensweise in einem Cockpit eines Airliners. Auch der First officer m u s s seinem Captain kundtun, dass er am Fliegen in die falsche Richtung ist…………..

    • CORRIGENDUM (Selbstanzeige wegen schlechter Ausdrucksweise):

      Auch der First officer m u s s seinem Captain mitteilen, falls dieser in die falsche Richtung fliegt…………..

    • Ich würde diesbezüglich nicht auf alle Banken (Bankengruppen) schliessen; genau das Verhalten nach „Peter Prinzip“ hat airlinemässig in den entsprechenden Kulturen (ich glaube zumindest in der Türkei und Ägypten) zu ziemlich unnötigen Abstürzen geführt!

  54. Netter Bericht. Wenn Sie sich so aufregen über die Bezahlung der Honorarer des ex CEO PV an Stocker. Haben Sie denn wenigsten genau recherchiert und analysiert? Was für ein Management Office hatte den VP während seiner Zeit bei Raiffeisen Schweiz? Und heute? Andere Banken? In diesem Verhältnis waren die Kosten minim. Aber ob es mit der externen Personalie Stocker hätte abgedeckt werden sollen, bleibt fraglich.

    Heute sieht das anderst aus bei Raiffeisen gemäss Website. Da gibt es einen Stab mit Management Office etc. direkt bei Gisel. Auch das RAILab für Innovationen.

    Hier hat der neue CEO doch einiges verändert. Zum Guten.

    • 😂 haha, super Witz, RAILab. Ich habe ein paar von den vermeintlichen Innovationen gesehen. Das ist Kinderspielzeug.

    • @Friedli Banz: Es ist mir schleierhaft, wie dumm oder wie befangen man sein muss, um die offensichtlich unlauteren Machenschaften des PV schönzureden oder mit armseligen Vergleichen im Nachgang zu legitimieren sucht. Gleiches gilt für den Versuch, den aktuellen CEO und Mitwisser PG als innovative und über jeden Zweifel erhabene Führungskraft zu portieren.

      Die Raiffeisen-Community wurde durch das System Vincenz (mit Wissen von Gisel) über Jahre gemolken und missbraucht – noch heute wollen das viele nicht wahrhaben. Auch nicht wirklich ein Zeichen grosser Intelligenz. Der materielle, und noch viel wichtiger, der immaterielle Schaden nicht dermassen gross, dass sich die zahlreichen Raiffeisen-Deppen, die tatenlos zugesehen und geschwiegen haben, einfach nur schämen oder aber die Eier haben sollten, einen sauberen Schlussstrich zu ziehen und damit die Basis für einen Neubeginn zu legen. Wahrlich eine dümmliche Bauernbank, die sich bis auf die Knochen blamiert – und ein Ende ist nicht abzusehen.

    • @RF Kunde in Heiden: Bist du Kunde von Roger Federer? Oder was willst du uns mit RF genau sagen?

  55. Was ist das schon gegen die Investnet Jünger die mit je 20 Mio. abgespeist wurden.
    Und jetzt wird dir Firma zerschlagen und den kleinen Mitarbeiter gekündigt…

  56. Der Wahre Skandal ist doch nicht Vincenz: Dieser hat einen Teil seiner Strafe bereits erhalten und wird nun wohl mit der sozialen Ächtung bis an sein Lebensende umgehen müssen – ich glaube für ihn ist das schlimmer als die U-Haft oder eine allfällige weitere Gefängnisstrafe.

    Aber warum zum Teufel ist Gisel noch im Amt? Anscheinend bei jeder Transaktion mit dabei. Und der Schaub, offenbar Exfreund von Ceregato, ist ja noch schlimmer.

    Warum räumt der Verwaltungsrat nicht endlich in diesem Augiasstall auf? Was treibt eigentlich die Finma? Haben die etwa den Eindruck, Gisel und Schaub böten noch „Gewähr“???

    • Die FINMA wartet wahrscheinlich auf Anweisungen der Raiffeisen Bank, was nun zu tun sei. So wie sie in solchen Fällen jeweils von der UBS und Credit Suisse „angewiesen“ wird. Mit unabhängiger Aufsichtsbehörde hat das natürlich schon lange nichts mehr zu tun.

  57. Herr Vincenz, jetzt können Sie ja über Ostern in aller Ruhe Ihren finalen Totalabsturz „verdauen“ und werden feststellen, dass Ihre neue Welt äusserst bescheiden geworden ist. Man wird Sie ja kaum noch in Ihrem einschlägigen Lieblingslokal antreffen, da ist man nämlich mittlerweile unter den Ihnen einst zujubelnden Stammgästen regelrecht wütend auf Sie…Ihnen sind böse, verachtende Blicke gewiss garantiert. (Das musste schon Herr Ospel in der Kronenhalle damals erleben.)

    • Es ist schon so: Pierin Vincenz und Nadja Ceregato sind gesellschaftlich total abgestürzt. „Gute Freunde“, die bis anhin bereitwilligst den roten Teppich ausrollten und den Hofknicks machten, werden diese beiden „Hauptfiguren“ mit hochgradiger gesellschaftlicher Ächtung abstrafen. Es wird für diese beiden Egozentriker zeitlebens sehr schwierig werden, sich in der Schweiz überhaupt noch unbeschwert bewegen zu können.

    • Jetzt kann sich der Pierin V. ja mit seinem besten Freund, dem schon länger gestrauchelten Alfred Hummler treffen, um das weitere Vorgehen i.S. Wegelin-Notenstein zu „besprechen“.

  58. Wow Hässig, was für ein Skandal. Was für eine Recherche via Bilanz Artikel abschreiben.

    Der Stocker war mit 500 000 p.a. Beratersalär — sofern das stimmt (mit Faktencheck haben Sie es ja nicht so) — ja eigentlich recht günstig. Mc Kinsey et al. kosten ein Vielfaches.

    Und jetzt regen Sie sich über jedes Unternehmen auf, das Externe Berater hält? Und das nicht zu knapp. Die Erzräge der Top 4 Unternehmensberstung muss ja von irgendwoher kommen.

    Die CS alleine hat 2000 externe IT ler und Consultants von Cognizant. Da gibts auch Accenture et. al.

    Keine grössere Bank verzichtet auf externe Berater. Ob das jetzt gut oder schlecht ist.

    Frohe Ostern, Ihr Wutbürger! Haut in die Tasten und geilt Euch ein weiteres Mal auf.

    Man könnte auch Mal fragen, ob die U—Haft verhältnismässig war? Rolle der FINMA (teuer und nutzlos?) und ja — auch über die externe Revision, bei Raiffeisen ist dies gem. Geschäftsbericht ja die PwC.

    • Nomen bleibt Omen – in diesem Sinne wünschen wir Ihnen weiterhin eine geistig unbeschwerte Zeit und freuen uns auf Ihre nächsten dumpfbackigen „Beiträge“.

    • Sind Sie der Ghostwriter von Frau Krisch?
      (Nur allein schon der Rechtschreibung wegen …)

    • Lesen sie eigentlich auch etwas anderes als IP?

      Fast jedes Fachblatt, von Bilanz über Handelszeitung zu finews.ch berichtet über dieselbe Höhe der Zahlungen.

      Was sie zudem nicht verstanden haben ist, dass es nicht darum geht, dass Raiffeisen Berater hinzuzieht. Das ist Usus.

      Es geht darum, dass Stocker dicker Kollege von Vincenz ist und viele Jahre von ihm als Berater bezahlt wurde. Kein Big4. Stocker. Als Einzelperson. Bei Raiffeisen. Obwohl er nach Meinung verschiedener Beteiligter nicht qualifiziert war. Stichwort Notenstein. Und auch danach wurde er weiter bezahlt. Für was?

      Wenn ihr Name nicht Programm ist, sollte ihnen das zu denken geben.

      Dann können sie sich auch die Antworten auf Ihre anderen Fragen geben.

      War die Untersuchungshaft verhältnismässig? Natürlich. Es geht um eine mögliche Straftat. Und deren Verschleierung. Wie die Staatsanwaltschaften sagen, ist das ein normales Vorgehen.

      https://www.staatsanwaltschaft.sg.ch/home/das_strafverfahren/Die_Untersuchungshaft.html

      Rolle der Finma? Gute Frage. Kurz gebellt, dann eingestellt. Die Amerikaner haben mehr Durchhaltevermögen (siehe CS). Hier war die Finma nutzlos.

      Externe Revision? PwC hat hier im Auftrag der Finma eine oberflächliche Buchprüfung gemacht. Ziemlich wenig. Vielleicht hat man die Brisanz nicht erkannt. Vielleicht durfte man nicht. Deloitte bohrte tiefer.

      Und jetzt frohe Ostern von einem Wutbürger dessen Tastatur sicher weniger gelitten hat als ihre.

    • @ D. Umm Heit

      Reminder: Herr Vincenz hat nicht sein eigenes Geld ausgegeben, sondern dasjenige der Genossenschafter.

      Die öffentliche Diskussion ist wertvoll, das System Raiffeisen und die Kompetenzen von Vincenz, resp. von Managern wurden in der Vergangenheit viel zu wenig hinterfragt.

      Warum wohl versuchen Sie die Empörung der Raiffeisengenossenschafter lächerlich zu machen und diese so von weiteren Kommentaren abzuhalten indem Sie diese als „Wutbürger“ und geile xy – vorverurteilen?

      Nachweis Schaden / Gericht: Der Schaden wird in diesem Falle kaum nachgewiesen werden können, ausser vielleicht bei der Raum Miete welche auch steuerrechtlich als verdeckter Lohn qualifiziert werden könnte. Drittvergleiche bei solchen Honoraren sind kaum möglich, da sich vergleichbare Berater mit noch höheren Ansätzen finden liessen. Die Frage ist, u.a. ob er einen 100% Arbeitsvertrag hatte und allfällige Zusatzhonorare arbeitsvertraglich normalerweise vereinbar wären. Die Frage ist auch, wie der Beratervertrag ausgestaltet war und zustande kam: wurden Offerten von Dritten eingeholt? Hat Vincenz den Vertrag alleine abgeschlossen oder haben da noch andere unterschrieben? Gab es zum Arbeitsvertrag ein „Pflichtenheft“ mit konkreten Aufgaben / Zielen, also ein berechtigtes fixes Arbeitsverhältnis? Musste Stocker seine Leistungen in einer Form regelmässig dokumentieren? Sorry, aber es ist auch zu prüfen wie weit ihn seine allfällige MS an der Arbeitsleistung hinderten – normale Arbeitnehmer ( auch normale GL-Mitglieder und Berater) müssten das auch.

    • Die Finma ust nicht überaktiv, sondern generell träge und blind. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    • Abschreiben?

      Es sind doch all die anderen, die regelmäßig immer dann, wenn es spannend wird, von Hässig „abschreiben“ bzw. die Sache jetzt groß rausbringen. Von Hässig, der ja das Ganze ins Rollen gebracht hatte, was sogar große Medienhäuse wie Ringier (dazu gehört auch die Bilanz) anerkennen, siehe u. a. hier:

      https://www.blick.ch/news/wirtschaft/sie-drohten-mit-klagen-und-schadenersatzforderungen-so-versuchten-vincenz-co-unliebsamen-journalisten-mundtot-zu-machen-id8098400.html

      Selbst Raiffeisenvorstand Gantenbein gestand ein, daß Hässig das ins Rollen brachte.

      Und weil alle anderen eben nicht so tief recherchieren (man will ja die Werbekunden auch nicht verärgern…) und später auf die Angelegenheiten aufspringen (abschreiben, übernehmen…) kommt es dazu:

      Es hat der „1-Mann-Blog“ (Zitat Blick) regelmäßig mehr Leser als manche Wirtschaftspublikation der Schweiz.

      Das erreicht man eben nicht mit „abschreiben“.