Nix begriffen: Kapitäne schädigen Raiffeisen

Spitzen im Verwaltungsrat liessen CEO Vincenz schalten und walten – Nun flüchten alle ohne Nachfolger – Und kassieren ab.

Raiffeisens Interims-Präsident Pascal Gantenbein versuchte gestern im Schweizer Fernsehen, dem nächsten Skandal den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Die Verwaltungsräte seiner Bank hätten letztes Jahr zwar 40 Prozent mehr erhalten. Doch man habe ja auch sehr viel Gewinn für die Gruppe erzielt, zudem hätte sich die Sitzungszahl verdoppelt.

Krise gross, Honorare grösser: VR-Entschädigung der Raiffeisen-Kapitäne (TV-Sendung Eco)

Damit beweist Gantenbein, dass er das Ausmass der Krise seines Unternehmens nicht begriffen hat. Er denkt, er könne mit ein paar gut klingenden Worten Unverständliches erklären.

40 Prozent mehr für die obersten Lenker einer Bank, die in grösste Turbulenzen geraten ist und führungs- und ideenlos im Sturm schwankt:

Das kann niemand mehr verstehen.

Die Führungscrew ganz oben in der Bank hätte das Gegenteil machen müssen. Sie hätte ihre Bezüge halbieren sollen oder ganz auf ihr Honorar verzichten müssen.

Mit ihrem Entscheid, sich mehr in den eigenen Sack zu stopfen, offenbaren die Raiffeisen-Verantwortlichen einen eklatanten Mangel an Verantwortung, an Vorbildfunktion und an Einsicht.

Sie verhalten sich stattdessen wie abgehobene Monarchen, denen alles egal ist; Hauptsache, sie kommen selbst auf die Rechnung.

Der Verweis von Präsident Gantenbein auf eine Verdoppelung der Sitzungen ist an Peinlichkeit kaum mehr zu überbieten.

Da hat der VR der Raiffeisengruppe während Jahren geschlafen, was dem alten CEO Pierin Vincenz Eigengeschäfte à gogo erlaubt hatte.

Und nun spricht der Basler Professor von besonders hohem Engagement. Auf welchem Stern lebt Gantenbein?

Er hat vor anderthalb Monaten den Job angetreten, die Bank aus der Krise zu führen.

Probe-Präsident mit Passugger: Pascal Gantenbein, Professor mit Ambitionen

Nun gerät die Gruppe immer tiefer in die Misere. Und ihr Interims-Präsident Gantenbein spricht von hohem Gewinn, grossem Einsatz und guten Leuten.

Das Problem beginnt mit dem Kapitän selbst. Gantenbein war bis vor kurzem Vollzeitprofessor in Basel. Seine Leistung misst sich an Publikationen in renommierten Zeitschriften.

Bei Gantenbein Fehlanzeige. Seine Beiträge finden sich nur in wenig bekannten, eher unbedeutenden Fachblättern.

Gantenbein hat aber einen einzigartigen Vorteil. Er ist erst 2017 in den VR der Raiffeisen gewählt worden. Damit kann ihm niemand Schuld am Vincenz-Skandal vorwerfen.

Clever gemacht von den wahren Strippenziehern im VR der Raiffeisen. Diese heissen:

Rita Fuhrer, Ex-Spitzenpolitikerin in Zürich, Edgar Wohlhauser, Spitzenrevisor bei der Zürcher BDO, Franco Taisch, Ex-Professor in Luzern.

Frau mit Brille: Ex-Regierungsrätin Rita Fuhrer

Daneben gibt es noch Leute wie ein Stadtrat von Lugano, ein Immobilienmann aus der Romandie, ein hoher Bauernlobbyist, Professoren von der St. Galler Elite-Uni HSG, Interne aus dem Raiffeisenverbund.

Mann mit Verfahren: Ex-Professor Franco Taisch.

Politiker, Professoren, Bauern, Revisoren – das die oberste Gilde im Raiffeisen-Universum.

Bald springt der Grossteil dieses Rats, der sich soeben selbst vergoldet hat, von Bord. Drei Viertel des Verwaltungsrats gehen. Dafür wird eine ausserordentliche Generalversammlung im Herbst nötig.

Zustände wie einst bei der Swissair. Dort flüchteten die langjährigen Verwaltungsräte, als es ihnen zu heiss wurde.

Auch hier handelt es sich um ein Versagen sondergleichen: Die oberste Verantwortung jedes Verwaltungsrats wäre die geordnete Stabsübergabe.

Nun stattdessen Flugwetter in St. Gallen. Viele der Mitglieder, die seit Jahren im obersten Raiffeisen-Gremium sitzen, haben offenbar kalte Füsse.

Kein Wunder: Sie erhielten für ihre Arbeit regelmässig 150’000 Franken und mehr. Der Präsident gar eine halbe Million für ein Halbzeitpensum.

Die Entschädigungen sind damit zwar tiefer als bei der UBS und der CS. Doch sie sind attraktiv für ein Finanz-Unternehmen, das hauptsächlich Spargelder verwaltet und Hypo-Kredite vergibt.

Für das schöne Entgelt hätten die Raiffeisen-Bosse genau hinschauen sollen. Sie hätten ihren CEO Vincenz zur Rede stellen müssen, als dessen Eskapaden zum Gespräch wurden.

Das war schon vor Jahren der Fall. Doch der VR der Raiffeisen zog es vor zu schweigen. Umso lieber kassierte er.

Das jüngste Beispiel eines sträflichen Versagens der höchsten Würdenträger der drittgrössten Schweizer Bank ist der aktuelle Fall mit den falschen Kontoauszügen.

Passiert ist der Fehler bei einer Zulieferin namens Trendcommerce, welche vor ein paar Jahren im Rahmen eines Outsourcings den Druck und den Versand der Kundendokumente für die Raiffeisen übernommen hatte.

An der Trendcommerce beteiligte sich die Investnet. Und an der Investnet beteiligte sich Pierin Vincenz.

Da vergibt der CEO der Raiffeisen den heiklen Druckauftrag an ein Unternehmen, an dessen Wertsteigerung er selbst ein persönliches Interesse hat.

Und der VR nickt dies ab.

Man konnte doch nicht wissen, dass der CEO in einem Interessenkonflikt stecke, lautet heute die Entschuldigung. Doch ist dem wirklich so?

Im Deloitte-Bericht, mit dem die Aufsicht den Mängeln in der Bank auf den Grund ging, steht, dass die oberste Führung der Raiffeisen von Vincenz‘ „Interessenkonflikt“ rund um Investnet gewusst habe.

Und doch schwiegen alle. Lieber die Karriereleiter weiter hochsteigen und viel Bonus und Honorar erhalten, als brisante Fragen zu stellen.

Es ist diese Art von Hilfeleistung für den in U-Haft steckenden Vincenz, der ganz oben in der Raiffeisen-Gruppe systemisch gewesen war.

Und der zum Fall einer einzigartigen Institution geführt hat.

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173 Kommentare zu “Nix begriffen: Kapitäne schädigen Raiffeisen

  1. Wie schon gehabt: Alle sind unschuldig wie Bebés und jetzt hauen alle ab aber vorher wird sicher noch (ist ja normal) abgezockt was das Zeug hält. Für was man bei solchen Firmen wie jetzt bei Raiffeisen und schon vorher bei der Swissair der Credit Suisse etc. Verwaltungsräte braucht ist mir schleierhaft. Man könnte diese hohen Verwaltungsrats-Summen sparen und die Banken/Firmen etc. ohne diese famosen Rätli oder Rätlinnen führen. Oder den Zaster direkt aus dem Fenster werfen. Und wieder wird keiner dieser „wichtigen VRs“ ins Gefängnis wandern obschon sie ihren Job vermutlich unehrenhaft ausgeführt haben. Oder konnten sie nicht anders weil ihr IQ in Grasnähe liegt d. h. dass sie zu dumm sind um den Posten korrekt zu leisten.

  2. VR-Interimspräsident Gantenbein: Die Sitzungszahl habe sich verdoppelt im 2017. Ja, weshalb denn ? Sie hat sich verdoppelt, weil jetzt der VR die Probleme nach seinem vorherigen Schlafen und Schnarcheln endlich lösen muss. Ist sowas eine Begründung für eine massive Honorarerhöhung mitten in den grössten, selbstverschuldeten Turbulenzen dieser Bank ? Vielleicht sollte sich Raiffeisen umbenennen in Raffeisen …

  3. L. Hässig berichtet andernorts, dass R. Fuhrer, alt-RRin Kt. Zürich, für diese neuste obszöne Honorarerhöhung gestimmt hat. Da Frau Fuhrer seit 2010 im Raiffeisen-VR sitzt. ist sie mitverantwortlich für die heutigen Turbulenzen um diese Bank. Da ist es schon befremdlich, dass man auf einer 2016 beschlossenen, vom alten VR-Präsident aber kürzlich nochmals zur Debatte gestellten, massiven Honorarerhöhung besteht. Das hat nichts mit „Schweizer Qualität“ zu tun, eher mit einer fröhlich scheinenden Sonne auf das eigene Bankkonto. Quo vadis Helvetia ?

  4. Ist heute etwa der 1. April? Egal.

    @VR-Vergütungsausschuss

    Antwort auf Stellungnahme (endgültige Fassung):

    Vielleicht hat Herr Hässig mit dem heutigen Artikel zu den Entscheidungsprozessen im Raiffeisen VR etwas über das Ziel hinausgeschossen. Allerdings würde ich nicht ausschliessen, dass er sehr wohl einen Volltreffer landete, dies aber dummerweise nicht beweisen kann.

    So oder so ist die Stellungnahme des Raiffeisen VR-Vergütungsausschusses total lachhaft:

    Egal, wie der Entscheid zustande gekommen ist, er wird vom grössten Teil der interessierten Bevölkerung nicht verstanden. Offensichtlich nicht einmal von der wirtschafts- und insbesondere bankenfreundlichen NZZ.

    Dass Sie kein „falsches“ Schuldeingeständnis machen wollen, ist mir klar. Ganz offensichtlich ist sich weder im VR noch in der Geschäftsleitung der Raiffeisen niemand irgendeiner einer Schuld bewusst. Und dies obwohl selbst Peter Forstmoser in seinem Gutachten schon lange schrieb, dass die Aktionen von Pierin Vinzenz beim Kauf von Firmen zumindest moralisch verwerflich seien.

    Und was unternahm der VR danach? Äh … nichts, wie’s scheint.

    Und für dieses Nichtstun verordnen sich die Damen und Herren eine Lohnerhöhung. Ich bin beeindruckt! Von dieser Unverfrorenheit.

    • Ich glaube, der Herr Hässig ist ein Romantiker, der immer noch an das Gute im Menschen glaubt. Darum hat er geglaubt, der Gantenbein habe wirklich für eine reduzierte Vergütung gekämpft. Es sei ihm verziehen.

      IN DER REALITÄT IST DIE MORALISCHE VERDERBTHEIT IN DIESEM VR UND DIESER GL UNBESCHREIBLICH! Der ganze VR strotzt nur so vor Inkompetenz: Schmalspur-Professoren, CVP- und SVP-Filz, Bauer. Jahrelang vor den Machenschaften des Vincenz-Gisel Clans die Augen verschlossen. Aber beim ABKASSIEREN ganz Vorne mit dabei!
      Und in der GL ist’s ja noch schlimmer! 1,8 Mio plus fetteste PK für den gescheiterten Chef einer Verwaltungseinheit! Da gehört radikal ausgemistet. Manipulite in St.Gallen! Am besten die ganze GL kollektiv feuern!

    • Aus dem Geschäftsbericht 2017, S. 106 ist klar ersichtlich, dass die Ehefrau von Vincenz per 31.12.17 offiziell immer noch als head of Legal & Complience und Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung im Amt war.

      Entgegen der Pressemitteilungen Mitte 2017 , welche ein Sabbattacal und allfällige Rückkehr in ein anders Amt deklarierten.

      PS: im Falle von Taisch wurde der Ausstand im Geschäftsbericht vermerkt

  5. Es ist leider so, dass Fachkompetenz in Verwaltungsräten keine Priorität hat. Wichtig sind die richtigen Verbindungen, zu den richtigen Leuten. Und wenn Mann oder Frau mal im VR ist: Maul halten, keine unbequeme Fragen stellen und das Protokoll abnicken. Es ist leider so, dass grundlegende Kenntnisse über das Bankgeschäft fehlen. So verstehen die meisten Verwaltungsräte und leider auch viele CEO’s die Eigenheiten des Zinsdifferenzgeschäfts (Grundlage jeder Banktätigkeit), das Risiko der Forex-Positionen sowie die Volatilitätsmechanismen des Transaktionsgeschäfts nicht. Von den Risiken des Investmentbankings und dem Nichtverstehen abenteuerlicher Derivatkonstruktionen wollen wir gar nicht sprechen. Auch Führungs- und Managementwissen ist viel wenig vorhanden und vor allem fehlt der notwendige Biss und das Durchhaltevermögen, unangenehme Analysen und Diagnosen vornehmen zu wollen und schliesslich auch zu Handeln. Das Wegsehen und Nichthandeln wird dafür mit einem üppigen Honorar belohnt. Ja, verkehrte Welt in den Banken: normalerweise werden Mann und Frau für das Arbeiten und nicht für das Wegsehen und Wegdrücken bezahlt. Die Zeche bezahlen die Aktionäre: Die Aktienkurse der Banken stagnieren seit Jahren, die Dividenden sind mau, doch Bonuszahlungen gehen auch an Nieten und Versager. Kein Wunder, ist in einigen Etagen ständig Partystimmung. Alles zu Lasten der Aktionäre und vor allem den fleissigen Bankmitarbeitern, die das Tagesgeschäft unter widrigen Bedinungen und zu normalen Löhnen bewältigen und dafür sorgen, dass das Banksystem weiter funktioniert. Gerne würde ich die Lorenzkurve von Einkommen und Vermögen der einzelnen Banken kennen. Ich habe einmal das Total aller Bonuszahlungen einer Bank eines Jahres durch die Anzahl Mitarbeiter dividiert und die Zahl ist ernüchternd wenn man bedenkt, dass die Mehrheit aller Bankangestellten gar keinen Bonus kriegt, eine grosse Gruppe wird mit ein paar Tausend CHF abgespiesen und einige Wenige kassieren Millionen. Das Problem beginnt im VR und endet im Management. Zum Glück gibt es noch das „Operating Core“ unter dem Apex, um Henry Mintzberg zu zitieren.

  6. Es wird noch schlimmer kommen: In den regionalen Genossenschaften wurden Kredite an Verwaltungsräte und nahestehende Personen gewährt, die nicht in allen Punkten der Kreditpolitik und schon gar nicht den Tragbarkeitsanforderungen der Bank genügten. Kreditdossiers waren unvollständig und fehlerhaft. Vieles wurde einfach akzeptiert und durchgewunken… Das Amigosystem funktioniert fast überall. Ob die Situation nach der Übernahme der Bankenrevision (früher durch den Raiffeisen-Aufsichtsrat) durch die PWC besser wurde, würde ich eher bezweifeln.

  7. Stellungnahme (Entwurf):
    Die Mitglieder des Verwaltungsrates haben jederzeit richtig und verantwortungsvoll gehandelt; sie haben sich somit nichts vorzuwerfen. Die Strafuntersuchung gegen Dr. Pierin Vincenz sowie das Enforcementverfahren der Finma stehen in keinerlei Verbindung zum Verwaltungsrat. Demzufolge wäre Sistierung der Vergütungserhöhung, auch nur temporär, nicht angebracht, und würde in der Öffentlichkeit möglicherweise als Schuldeingeständnis verstanden werden.

  8. Was hervorsticht sind eigentlich nur zwei Textpassagen.

    Swissair und Nix begriffen.

    Spätestens nach dem Gerichtsverfahren der Swissair group hätte man erkennen müssen Komma das die Gesetze geändert werden müssen um verantwortliche zur Kasse bitten zu können . Dies geschah nichts und somit werden sich solche Szenarien immer wiederholen.

  9. und kein mensch überlegt mehr, ob es denn sein kann, dass ein prof daran gemessen wird, wie oft ihn die massenmanipulatoren äh medien bringen…
    wem gehören die medien?
    wer lenkt alles?
    ist das wissenschaft den status quo zu zementieren?
    gesellschaftsrelevante wissenschaft?

  10. Das grösste Problem der Raiffeisen scheint mittlerweile ihr (Interims?-) VR-Präsident Pascal Gantenbein zu sein. Sowie die Hinterleute, die geholfen haben, ihn auf jenem Sitz zu installieren.

    Im Eco Interview gestern Abend machte er keine gute Falle. Sein Sprechtempo war derart hoch, dass ich mich fragen musste, ob jemand seinen Herzschrittmacher auf der 3-fache Geschwindigkeit eingeschaltet hatte. Es schien, als ob er krampfhaft bemüht sei, dem Interviewer keine Chance zu geben, seinen Redefluss zu unterbrechen.

    Interessant auch, dass er betonte, er sei nur ein Interims-VR-Präsident, und u.a. müsse er einen Full Time VR-Präsi finden, nur um sich danach doch noch ein Hintertürchen offen zu halten …

    Auch wenn die Wissenschaft auf ihn verzichten könnte: Als VR-Präsi der Raiffeisen ist er definitiv am falschen Ort.

    • Sie sehen aber schon, dass genau das der Plan ist? Bei Gisel geht es nur um den Machterhalt. Nun ist Gantenbein im Feuer. Der wird nun verbrannt, während Gisel nochmals ein paar Monate überleben kann. Frage ist, ob Gantenbein schlau genug ist, das böse Spiel zu durchschauen. Vermutlich nicht.

  11. Erlaube mir zu sagen, in den VR Sitzungen machen 90% den Mund nicht auf, sie wollen alle auf dem Sessel bleiben. Das Gleiche gilt in Berufsverbänden und den Sportskomitees, hier geht es um die Ehre dabei zu sein dürfen. Habe in allen 3 ähnliches erlebt und mir mit meinen Fragen nicht immer Freunde gemacht und trotzdem immer lang überlebt.

  12. Wirklich peinlich erachtete ich die Aussage, dass die Entschädigungen infolge der Einstufung als systemrelevante Bank angehoben werden mussten.
    Wie blöd ist denn dieses Argument, wenn dabei nicht auch die Anforderungen an die Mitglieder der Verwaltungsrates zunehmen?
    DAS war sowas von peinlich … dass es bereits wieder in Nähe einer Satire kam.

  13. Theoretisch hat die Raiffeisen eine demokratische Struktur. Faktisch hat aber Vincenz wie ein Sonnenkönig selbstherrlich regiert. Alle kuschten vor dem Dominator. Seine oberflächlich joviale und leutselige Art überdeckt lediglich autoritäres, dominantes und narzistisches Gebaren. Wehe einer widerspricht in Vincenz Einflussbereich: Der war dann aber subito weg.
    Alle fragen sich nun: Wieso hat denn niemand etwas gesagt, die waren doch alle im Bilde?
    Eben: Es herrschte DAS GESETZ DES SCHWEIGENS. Alle kuschten vor dem Sonnenkönig, und je weniger Widerstand er hatte als Alleinherrscher, desto übermütiger und gieriger wurde er.
    Die Mitläufer im VR waren sediert mit fetten Cash-Zuwendungen.
    Und schwiegen. Und liessen ihn gewähren. Auch sie fürchteten den König.

    • Alles soweit verständlich und -wenn Moral ausgeschaltet!- auch nachvollziehbar.

      Die einzig wirklich relevanten Fragen:
      Wo bleibt das offizielle Strafverfahren gegen den VR, da Organhaftung?
      Was macht die FINMA?
      Und wenn sie nichts macht, warum haben wir sie überhaupt?

  14. Ich verstehe das Geblöke nicht: VR anderer (Gross-)Banken beziehen ganz andere Grössenordnungen ! Dass die kleine RB so viel Erfolg scheint nicht allen zu gefallen. Die Motivation für das ganze Raiffeisen-Bashing ist wohl neid-getrieben – wer ist am Paradeplatz zuhause ? 🙂

    • So ein VR mit Umsätzen von 1/10 der Migros und 10x weniger Personal kassiert das x-fache und das ist ok? Sorry genau solche Aussagen haben die Gaunereien der Banken und von Vincenz ermöglicht. Blindes Vertrauen ist nur dumm. Es gibt noch Postfinance und lokale kleine Sparkassen ohne Immobillienbombe im Nacken.

    • So ein VR mit Umsätzen von 1/10 der Migros und 10x weniger Personal kassiert das x-fache und das ist ok? Sorry genau solche Aussagen haben die Gaunereien der Banken und von Vincenz ermöglicht. Blindes Vertrauen ist nur dumm. Es gibt noch Postfinance und lokale kleine Sparkassen ohne Immobilien-Bombe im Nacken.

    • Ich arbeite weder am Paradeplatz noch bin ich dort zuhause.
      Peinlich war die Begründung des Anstiegs (nun eine systemrelevante Bank) unter Auslassung, dass damit nun auch höhere Anforderungen zu erfüllen sind.
      Wenn beides Hand in Hand geht … kein Problem. Wenn’s hier beim Einkommen nach oben geht und bei den Anforderungen stagniert: nicht gut!

    • @Werni43: Ihre Definition von Erfolg würde mich interessieren. Und apropos „Raiffeisen-Bashing“: Sagen Sie das einmal dem Pierin. Der sitzt nun schon seit ein paar Wochen in Tsüri im U-Chäfi. :DDD ebin

  15. „Im Berichtsjahr wurde die Migration der strukturierten Produkte von der Notenstein La Roche Privatbank AG in die neu gegründete Tochtergesellschaft Raiffeisen Switzerland B.V. in Amsterdam abgeschlossen. “

    Fragen: was ist ein Ausserbilanzgeschäft? Warum ist diese Tochter nicht im Konsolidierungsschema aufgeführt? Warum Amsterdam (Steuerargument ist klar)?

    Quelle:
    https://report.raiffeisen.ch/17/de/geschaeftsverlauf-von-raiffeisen-ch/

    • Die Nachschusspflicht der Raiffeisenbanken gegenüber Raiffeisen Schweiz beträgt 15,3 Milliarden Franken.

      Da können die in der Zentrale in St. Gallen noch lange mit der Kelle anrühren…

      Mich würde interessieren, ob sich die Genossenschafter der 255 Raiffeisenbanken dies bewusst sind.

  16. Wow, Herr Hässig: Vom schönen Reto könnten Sie sich eine Scheibe abschneiden. Der hat den Professor recht auseinander genommen. Andererseits hat der Professor auch geschickt gekontert (Erklärung 40 % Erhöhung VR). Das Volch ist zufrieden und der schöne Reto wird vielleicht einmal Head PR of Raiffeisen Group. Im Ernst: Das Interview war eine Lachnummer. Dhe inderview was nod mugh more dhan brimidive effegdhasgherei of a besendador widh dhe gnowledge gained :DD from 20minuden. Ebin :DDDD.

    Ein extremes Armutsurteil, dass sich die von Billag durchgefütterte DRS sowie alle MSM auf IP berufen müssen. Gibt es in diesem Land eigentlich nur den Herrn Hässig als Journalisten, der unabhängig ist und nicht schläft???

    Zu den Fähigkeiten eines VR: Viel mehr als Compliance, Covenants und Governance unterscheiden zu können muss er doch gar nicht. The again: Ist ja eh fast alles das Gleiche.

    Was das HSG-Ranking betrifft: Ich erinnere mich an Zeiten, da hat die FT die famose GSBA als Top im MBA-Ranking aufgeführt. Dass der MBA der HSG ursprünglich von Strathclyde geführt wurde, haben sowieso alle vergessen . (PS: Strathclyde hat heute in der Schweiz einen eigenen, seriösen, MBA.)

    Die HSG ist auch nur wegen dem Netzwerken „erfolgreich“, sicher aber nicht wegen dem akademischen Track Record. Und im angelsächsischen Raum ein No-Name.

    • Luki da bist du ja wieder 🙂 mit einem neuen Fake Kommentar. Irgendwie glaube ich ja, das du damals bei der HSG im Assessment durchgefallen bist bei all der Frustration in deinen Zeilen.

      Ausserdem solltest du, Luki, mal wieder deinen CV überarbeiten. BWL-Studium (Bachelor) an der Zürcher Hochschule in Winterthur? Komm schon, damals gab es dort noch keinen Bachelor. Dann hast du auch noch ein paar Wochen Summer School besucht mit etwas Mikro-, Makro und Spieltheorie. Wow wie beeindruckend.

      Sich dann aber über die akademische Leistung einer anderen Person lustig machen und diese in Misskredit bringen das geht dann ganz schnell. Aber mit der Wahrheit nimmst du es ja sowieso nicht so genau.

  17. RÄTSELECKE. Was ist das? Jedes Jahr ein Bratwurst-Fest, mit Bier und Wein und sehr viel Geschwafel. Der/die Genossenschafter/in im Nu leicht beduselt, während der Lokalboss von grossen Erfolgen und maximalen Aussichten duselt. Am Schluss die Tischdekoration einsackt und nach Hause wankt? NEIN NICHT SVP, DAS IST UNSERE Bank 🙂

  18. Wer steht eigentlich hinter einem Verwaltungsrat der Raiffeisen AG? Ich bin Genossenschafter habe aber keine Ahnung wer diese wählt. Warum gibt es eine Raiffeisen AG, woher hat die die Mittel zur Verfügung um Grossbankenähnliche Saläre zu zahlen? Bis jetzt konnte mir das niemand sagen. Die vielen Genossenschaften sind soweit ich weiss zu einem Verein zusammengeschlossen. Wie kann man sich daraus so horrend bedienen?

  19. Bin ein neutraler Auslandschweizer und verfolge das „Raiffeisen Debakel“ mit Interesse, danke Lukas Hässig für den interessanten Blog, verstehe jetzt aber nicht, wieso es so viele negative Kommentare gibt betreffend P. Gantenbein, der sich meiner Meinung nach sehr, sehr gut „gemetzelt“ hat in der ECO Sendung…! Brauchte Mut, dort anzutreten…!.. Bravo Herr Gantenbein…, gut gemacht..!
    Gruss, AM/Kobe/Japan

    • @Questionmark: „sehr gut „gemetzelt“ hat in der ECO Sendung…! Brauchte Mut, dort anzutreten…!.. Bravo Herr Gantenbein…, gut gemacht..!“

      Impayable (wie Mitterrand gesagt hätte)! Wenigstens einer, der noch britischen Humor hat (Sie, nicht Mitterrand.)

      PS: In Japan hätten sich VR-Präsident und Geschäftsleiter / CEO entschuldigt und wären sofort zurückgetreten. Und der VR in corpore auch.

      Mut würde ich auch brauchen, beim pöhsen Reto aufzutreten :DDDD ebin.

    • Sie sehen schon, dass der Gantenbein nur ein Feigenblatt für den Vincenz-Gisel Clan ist, ein Kanonenfutter, um die Hintermänner aus der Schusslinie zu nehmen? Und da bemüht er sich nach Kräften („GL macht super Job!“). Die kriegen etwas für ihr Geld!
      Bald hat der Gantenbein seine gesamte Glaubwürdigkeit verbrannt (ist auf dem besten Weg dazu). Dann wird ihn der Clan loswerden, wie bei Rüegg-Stürm.

  20. Der Verweis von Präsident Gantenbein auf eine Verdoppelung der Sitzungen ist an Peinlichkeit kaum mehr zu überbieten.
    Ist doch schön wenn nachsitzen wegen Untätigkeit noch bezahlt wird,
    Fuhre, Taisch und die anderen lachen sich ins Fäustchen, nichts getan und dafür noch fürstlich entlöhnt!

  21. Beispiel mehr, dass viele VerwaltungsräteInnen nicht taugen und zu Erfüllungsgehilfen des CEO werden. Bei der RB hat der ganze Verwaltungsrat versagt und seine Verantwortung nicht wahrgenommen, nun kassieren sie noch mehr! Abzocke der übelsten Art!

  22. Jedermann steht es frei, vor dem Raiffeisen-Hauptsitz zu demonstrieren …
    Einfacher geht’s am 10.6.2016 durch Annahme der Vollgeld-Initiative. Damit wird den Bankern in den Teppichetagen der Banken in der Schweiz der Teppich unter den Füssen weggezogen – die Geldschöpfung aus dem Nichts der Privatbanken bei jeder Kreditvergabe.
    Dann wird es schwieriger für Abzocke und unverschämte Boni, weil man nur noch das Geld verteilen kann, was man hat, auch in Teppichetagen.

  23. Irgendwie kommt mir das bekannt vor…

    Bank startet grosses Projekt – Projekt gibt Auftrag an Lieferanten – Bank (oder deren Manager) beteiligen sich an Lieferanten für baldiges IPO – Lieferant erstellt eindrücklichen Business Plan, da initialer Auftrag vorhanden – IPO des Lieferanten erfolgreich – Bank und Manager verdienen saftig – Lieferant entpuppt sich als leeres Versprechen – Kurse fallen, geprellt sind die Anleger – alles rechtens!

    Ratespiel: Welche(r) Bank(manager) war es? Welches Projekt? Welcher Lieferant?

  24. Der akademische Track-Record von Gantenbein ist wirklich problematisch. Der Mann hat ja nichts gemacht ausser ein paar Buchkapitel geschrieben und ein paar Artikel in Journals ohne Peer-Review.
    Gibt es in Basel kein Berufungsverfahren?

    • Die Frage ist viel eher *wie* die Berufungsverfahren durchgeführt werden.

      Ich war insgesamt neunmal an vier verschiedenen Schweizer Universitäten in solche Verfahren involviert, primär als Mitglied einer Berufungskommission.

      Zusammenfassen möchte ich nur sagen: Es gibt da bei den verschiedenen Universitäten substantielle Unterschiede …

  25. Wären die Leute im Verwaltungsrat kritisch gewesen, dann wären sie gar nie Verwaltungsrat in der Raiffeisenbank geworden. Wie meistens in der Wirtschaft werden kritische Leute einfach kaltgestellt (siehe auch UBS, CS, Swissair und andere). Somit ist klar: Kritisch fliegt raus und nicht kritisch bleibt auf dem Posten sitzten und garniert grosses Geld für das nicht kritisch sein. Das aber untergräbt das Vertrauen der normalen Bevölkerung immer mehr. Die Bank Raiffeisen hat übrigens mit die höchsten Gebühren auf dem Bankenplatz Schweiz. Vielleicht sollten sich die Kunden das einmal genauer anschauen.

    • Da haben Sie aber Null Ahnung. Gebühren sind die weitaus günstigsten, wenn ünerhaupt Gebühren, Mitglieder haben keinerlei, und die Leistung stimmt, keine undurchsichtigen Päckliangebote sondern Transparenz!!! Ich kenne alle Banken im Vergleich. Unsinn was Sie da verbreiten.

    • Meier: Was dieRaiffeisen nimmt keine Gebühren und macht einen Reingewinn von CHF 900 Mio im Jahr 2017. Wie geht das denn ? Dream your dream Mr. or Mrs. Meier

  26. Die Gier kennt offenbar keine Grenzen. Das Verhalten ist an mangelnder Sensibilität und Arroganz nicht mehr zu übertreffen Vorschlag: den Verwaltungsräten das zusätzliche Geld in 10-er Noten in den Rachen stopfen. Danach bleibt für das Fussvolk auch noch etwas übrig.

  27. Liebe Herren,
    die Themen fehlen, die Verbissenheit von IP wächst jeden Tag und jede Stunde….Parallel sinkt Eure Glaubwürdigkeit !!!!
    Es ist seltsam: seitdem Raiffeisen eine bedeutende Rolle im Banking sich geschaffen hat (dank PV) hat man alle „herrvorragende Geschäfte“ der Grossbanken (und weniger gross) vergessen! Wieviele Mia wurden vernichtet ? Und als Folge Wieviele unnötige Entlassungen wurden getätigt?
    Einfach unglaublich was in diesen Zeiten kommentiert wird

    • @Skeptiker
      Ich nenne es Hartnäckigkeit gepaart mit Zivilcourage.
      Nicht vergessen, dank LH’s Hartnäckigkeit ist das ganze überhaupt Publik geworden!
      Also Bitte nicht diejenigen verunglimpfen, die aufdecken.
      Weiter so LH – Es braucht Journalisten wie Sie.

    • Also Gestern hatte IP wieder mal einen hervorragenden Primeur mit dem Falschversand. Ist so ziemlich in jedem Medium aufgenommen worden.
      Und ich garantiere Ihnen: das Problem bei Raiffeisen ist der CEO. Wäre dieser und sein Umfeld zurückgetreten, der Ruf von Raiffeisen wäre weitgehend unbeschädigt. Mit dem sturen Festhalten an einem Glück- und Erfolglosen sowie offensichtlich von der Situation überforderten CEO hat sich Raiffeisen erst in die Misere reingeritten.
      Und genau mit so hinverbrannten Aktionen (Gehaltserhöhung für Gisel und Erhöhung VR Vergütung in der Krise) macht man die Sache noch schlimmer.

    • @Akademiker

      Warum soll er zurück treten. Dann bekommt er ja kein Riesengehalt mehr. Aussitzen heisst die Devise.

    • Die Raiffeisen Strategie (welche das Wachstum und den „finanziellen“ Erfolg brachte) in die Zentren zu gehen wurde von Hr. Walker entschieden bevor PV bei RCH war. PV hat sie nur umgesetzt.
      Alles was PV selbst in die Hand nahm, scheiterte. IT, mehrere Handelsverluste (fehlende Kontrolle), Fehlinvestitionen etc.

  28. Die HSG wird stolz auf ihre Professoren (und Absolventen) sein. Die bewährend sich ja richtig im Feld… (Ironie off)

  29. also, wenn die kontrollen bei der raiffeisenbank so lasch sind, wie die kontrolle der bauern durch eigene leute, dann wird einem schon klar, wie solche buchgewinne passieren können ….
    erinnert mich an die us banken, die auch hypotheken auf scheunen vergaben, in millionenhöhe….
    zeit, dass teile des gehalts und boni sowieso, gesperrt werden für eine längere zeit, damit ev. nachschäden gedeckt sind…

  30. Etwas stimmt nicht am Bericht: die flüchten ja eben gerade nicht! Wer ist denn bis jetzt gegangen? Nur Zoller, Ceregato und Rüegg-Stürm. Das System Vincenz-Gisel bleibt damit intakt! Und kassiert schamlos weiter ab.

    • Den Namen richtig gewählt.
      Das Komma falsch gesetzt!
      Wert mit gross W?
      Congrats! 😉

    • Der Name und die Orthografie sagt nicht viel über die Person aus? Oder herrn Bûnzli?
      Was hätten sie besser ein korrekt / perfekt verfasste Unwahre G- Bericht, oder ein bisschen sprachlich Fehlerhafte aber originell und wahre Bericht?
      Einstein z. B. hat nie perfekt englisch gekannt, aber eben etwas geschafft…. wie bei Binäre Prozesse 1 oder 0….fühlen sie jetzt mehr 1 oder 0? Es spielt gar keine Rolle, beide Zahlen können wertvolle Inhalte beinhalten… so zu sagen: “ Schein kann auch täuschen…“

    • Bünzli
      Du verstehst Insideparadeplatz nicht, vielleicht zu intelektuell für Dich?

    • Haben Sie bitte ein wenig Nachsicht. Sehen Sie, viele von uns sind keine Professoren, haben nicht das PR-Niveau der Raiffeisen oder haben Zugang zu Compliance Juristen die Gutachten erstellen oder den Text nachbessern. Oder verstehe ich es falsch, da der Artikel so gut ist hat es keine Ortho-Fehler??? Kommunikation ist wahrlich nicht einfach und Herr Hässig hat zu genüge bewiesen, dass er es kann !

    • Ach die schönen Stammtischler hier können endlich mal ihre halbschlauen Kommentare loslassen und Luki den Kämpfer für die (nicht immer ganz so korrekte aber das spielt ja keine Rolle der Rote Faden muss da sein) Wahrheit abfeiern.

      Teilweise gibt es hier Peinlichkeiten in den Kommentaren die genauso zum fremdschämen sind wie die pannen der Raiffeisen.

  31. komplett nix begriffen!

    Dass sich der Raiffeisen VR (Versager Rat) trotz offensichtlicher Versäumnisse und Inkompetenz schamlos weiterbedient, macht sprachlos, ist aber erklärbar.

    Zitat Antoinette Hunziker-Ebneter: „Wo hohe finanzielle Anreize dominieren, mangelt es an Werten“.

    Könnte natürlich auch anders gehen, ohne dass man eines Tages an der eigenen Gier und Völlerei ersticken muss.
    https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/standard/Wen-nur-Geld-motiviert-der-kommt-nicht-zu-uns/story/30146406
    Danke Antoinette!

    • Ha, da lache ich ja nur.
      Die Antoinette hat jetzt gut reden. Auch sie hat Jahre lang abkassiert. Wenn man genug auf dem Konto hat, wird man wieder zum Moralapostel… Aber ja, verglichen mit PV war ihr Hunger einmal gestillt…

    • Ökonomen quantifizieren Werte oder Nutzen.

      Ein Problem ist aber, dass selbst Ökonomieprofessoren offensichtlich Werte mit Preisen oder Gewinnen verwechseln.

      Die Raiffeisengruppe hat in den letzten Jahren Kunden der übrigen Grossbanken übernommen und ist so gewachsen. Gleichzeitig wurde das funktionierende Sozialwerk zu Gunsten der Bevölkerung mit tieferen Einkommen vernichtet.

      Der Kommentar von „Muttersprache Mandarin“ hat es auch schon geschrieben, sobald die Zinsen ansteigen – wird der Verlust des alten auf Solidarität beruhenden Raiffeisen Systems sich gesellschaftlich auswirken.

    • VR = VersagerInnen-Rat, gefällt mir ;-))
      Allerdings beschränkt sich die Umdeutung der Abkürzung VR nicht bloss auf die Raiffeisenbank, sondern gilt für zig weitere Firmen in diversen Branchen, aber besonders in der Finanzindustrie. Hier tummeln sich nach wie vor mehrheitlich 60- bis 70-jährige «Herren» aus dem «erlauchten Kreis», die sich ihre VR-Sitze gegenseitig zugehalten haben und sich entsprechend nicht weh tun.

      Im ECO-Interview hat Herr Gantenbein zusammen mit den PR+Komm-Menschen der Raiffeisenbank das klassische Kommunikationsvorgehen gemäss Lehrbuch für eine Krisensituation beschritten: Offensichtliche, d.h. nicht mehr vertuschbare Mängel selbstkritisch kommentieren – namentlich die Erhöhung der VR-Vergütungen – und gleichzeitig alle möglichen (und auch unmöglichen) Gründe zur Relativierung eben dieser Mängel in die andere Waagschale werfen:

      – mehr Mitglieder im VR -> ok

      – mehr «Aufwand», sprich doppelt soviele Sitzungen -> bedingt ok (u.a. abhängig vom VR-Reglement, welches die Sitzungsanzahl und Sitzungsgelder (ordentlich und ausserordentlich) regelt resp regeln müsste und von der DV abgesegnet ist resp agesegnet sein müsste). Dieses Reglement erwähnte er mit keinem Wort, ganz abgesehen davon, dass die VR-Leute gerade EBEN wegen des VR-Versagens soviel mehr sitzen mussten…………

      – Anpassung an «branchenübliche» Vergütungen für VR-Mitglieder -> absolutes NO-GO! Das weitverbreitete, tautologische Argument der «Branchenüblichkeit» entbehrt jeglicher marktwirtschaftlich fundierter Begründung; umso skandalöser ist diese «Begründung» aus dem Mund eines Professors, dessen Forschungsinteressen in den Gebieten Unternehmensfinanzierung und -Bewertung, Portfoliomanagement und RISIKOmanagement, sowie Venture Capital liegen.

      Und noch um Potenzen skandalöser ist diese «Begründung» für einen VR, der die elementarsten Regeln der von der Finanzwissenschaft hochgepriesenen «Corporate Governance» (anstelle von allzuvielen gesetzlichen Regulierungen) jahrelang missachtet hat – und dies NOTABENE unter der Führung eines Profs, der dies an der Uni SG lehrt. M.E. wird Johannes Rüegg-Stürm eh zuwenig in die Pflicht genommen und ich als Rektorin der Uni SG würde ihm seinen Lehrstuhl per sofort entziehen. Denn was lehrt dieser «Lehrer» effektiv, wenn er persönlich nicht fähig ist, die elementarsten Regeln in der Praxis anzuwenden?
      Aber ja: Pascal Gantenbein ist selbst Uni-SG-Absolvent und da tut «man» einem «Berufskollegen» erst recht nicht weh – im Gegenteil, er setzt noch einen obendrauf: er holt seinen ehemaligen BWL-Prof. als RB-internen Chefermittler der Causa Vincenz, mit welcher er das Säuhäfeli-Säudeckeli-Image in SG noch verstärkt…

      Professorin Monika Roth hat das Versagen des VR in ihrem ECO-Interview sachlich und deutlich beschrieben wie auch in ihrem Beitrag hier auf IP.
      Auch Antoinette Hunziker-Ebneter benennt die Mängel und das Versagen der führenden Gilde in der RB deutlich und lebt vor, dass «man» – besser gesagt frau – als VR-Präsidentin hochqualifizierte Arbeit leisten und der Funktion gebührend Verantwortung übernehmen kann, ohne sich mit Millionen von Franken vergolden zu lassen.

      Und nochmals um Potenzen skandalöser und unbedarfter ist das Argument der «Branchenüblichkeit», weil die Raiffeisenbank eben nicht «branchenüblich» ist, sondern sich ihre genossenschaftliche Struktur als USP gegenüber privaten Geschäftsbanken auf die Fahne schrieb – dies zu Recht. Diesen USP hat Vincenz+Co systematisch und gehörig zerstört, da er immer mehr «professionelle Fachleute» aus den privaten Geschäftsbanken in die nationale Geschäftstelle in SG holte und die RB zu einer «professionellen» Geschäftsbank umbaute. Den zahnlosen VR lenkte Vincenz von diesem Umbau geschickt mit steigenden Gewinnen der RB-Schweiz und steigenden VR-Vergütungen ab.

      Und die regionalen RB-Genossenschaften beackerten weiterhin nur ihre regionalen Gärtli ohne zu realisieren, dass «die da oben in St.Gallen» eine Suppe kochen, welche SIE früher oder später auslöffeln müssen – und sie mit ihren Delegierten eigentlich schon lange hätten eingreifen müssen.
      Den immensen Schaden aus der RB-Zentrale in SG haben bis anhin leider noch nicht sehr viele RB-Regionalbanken realisiert, was sich bis zur DV im Juni hoffentlich noch ändern wird.

  32. Und da gibt’s noch mindestens 255 Bankleiter, die sich für ihren Verband wehren könnten. Aber was geht? Das Schweigen der Lämmer!

  33. und wer liest die berichte bei der #finma ???

    ach so niemand… die Truppe um direktor mark branson ist sonst schon überfordert und gefordert eigenes versagen unter den teppich zu kehren… kommt hinzu, dass die politik als oberste aufsicht diese machenschaften noch toleriert oder unvollständige jahresberichte abnickt… hauptsache der eingang hinten rechts stimmt…

  34. In dieser „Aufarbeitungs-Phase“ sich selbst 43,5% höhere VR-Bezüge durchzuwinken (Auch ein RA Gantenbein sollte bei der Arithmetik nicht zu viel runter-runden: 3,5% mehr als 40%…oder sind das jetzt Peanuts?) lässt einen den Glauben an Vernunft und Augenmass restlos verlieren. Wie kann man nur so abgrundtief dumm sein!?
    Dieser VR hat in seiner Kontroll-Funktion 100% jämmerlich versagt und nun dies… einfach unglaublich.

    • Wie war das nochmal? Der Vorschlag, dass der oberste Lohn in einer Firma maximal 5 x so hoch sein sollte, wie der Lohn der am wenigsten Verdienenden? Sie haben als Putzfrau bei der Raffeisen 2017 demnach eine Gesamtjahresentschädigung von Fr. 482’000.– erhalten. Stimmt das so?

    • Ach so, ja klar. Das Genossenschaftsmodell ist das Problem: Bei Aktiengesellschaften gibt es nur hochanständige, bescheidene VR, CEOs, Direktoren etc….

    • @Kleiner Mann
      Lesen Sie mal die eigene Auslegung der Eidgenossenschaft bezüglich einer Genossenschaft. Besonders Absatz 3 + 4 ! ! ! Dann sehen Sie wie Raiffeisen, mit Unterstützung der HSG, den Genossenschaftsansatz pervertiert, und mit Hilfe der Politik, zur absoluten Dekadenz getrieben hat.

      Absatz 3: Für eine Genossenschaft sprechen auch „innere“ Unternehmenswerte wie direkte Demokratie und klar definiertes Mitbestimmungsrecht (Kopfstimmprinzip). Positiv ist zudem die Transparenz auf jeder Hierarchiestufe, die Lohnexzesse u.ä. weitgehend vermeiden hilft.

      Absatz 4: Hinderlich, weil verlangsamend, kann sich das breit abgestützte Mitspracherecht einer Genossenschaft auswirken. Nachteilig ist die genossenschaftliche Rechtsform bei Unternehmens- und Kapitalmarkttransaktionen: Das Kopfstimmprinzip schliesst zwar einerseits unerwünschte Konkurrenzeinflüsse aus, verunmöglicht aber auch gewollte Allianzen mit finanziellen Verpflichtungen . . .

      https://www.kmu.admin.ch/kmu/de/home/praktisches-wissen/kmu-gruenden/firmengruendung/auswahl-rechtsform/genossenschaft.html

    • Das ist keine Genossenschaft sondern eine Aktiengesellschaft!
      Die Genossenschaftsbanken waren die Bankengruppe in Deutschland welche nicht von der Finanzkriese betroffen war – da sie ja im Eigentum der Menschen lokal vor Ort steht.
      Das ist ja das Prinzip von F.W. Raiffeisen – der mit diesem Prinzip damals die Zinswucherer im Interesse der Menchen besiegt hat. Es ist gut, dass es die genossenschaftliche Idee von Raiffeisen gibt! 2018 ist übrigens das Jubiläumsjahr:
      https://raiffeisen2018.de/
      Fazit: Hier muss zwingend differenziert werden!

  35. Sorry, aber Herr Pascal Gantenbein ist so was von falsch an seinem Platz, das ist kaum zu glauben! Da labbert doch echt ein ausgewiesener Theoretiker was von mehr Sitzungen und das man auf dem guten Weg ist und der GL voll und ganz vertraut. Der Mann hat null Plan, wie man eine solche Restrukturierung angehen soll. Hier braucht es eine Person à la Grübel, der mit der Stahlbürste mal so richtig „durchstrählt“. Nicht einen Lieben, der Passugger predigt und dann vermutlich heimlich Wein säuft….

    Aber wie heisst’s doch so schön: Die Unwissenden leben glücklich!

    Für mich riecht das stark nach Ablenkungsmanöver an der Front um die GL bzw. die Bank und deren riesigen Probleme von der Öffentlichkeit abzuschotten.

    Aber Herr Pascal Gantenbein kann ja organisatorisch eh nichts bewegen, er ist ja am Millionen von Mails lesen….

  36. Und die Politik spielt die drei Affen. Nix hören, nix sehen, nix machen und weiterhin den Check von Raiffeisen einkassieren.

    • Ist immer noch angesagt , dass Frau Leuthard nach ihrer Zeit in Bern für Raiffeisen im VR mit Rita Fuhrer um die Wette strahlen will?

  37. Da wird immer nur von der Raiffeisen-Zentrale in St. Gallen gesprochen. Die 255 eigenständigen Raiffeisenbanken mit den „Hobby Bankleiter“ und den Verwaltungsräten die von Tuten und Blasen (Bankgeschäfte) keine Ahnung haben wursteln wie die Vorbilder in St. Gallen. Auch lassen sich diese noch mit Sitzungsgelder abspeisen. En guätä

    • Endlich erkennt jemand das Problem der Hobbybank Raiffeisen. Ironie der Geschichte: Die Verwaltungsräte der eigenständigen Raiffeisenbanken sind teilweise gleichzeitig Mitglieder der Regionalverbände und unter Umständen sogar noch Mitglieder der Delegiertenversammlung. Und siehe da: Die Delegiertenversammlung wählt den VR der Raiffeisen Schweiz, genehmigt die Jahresrechnung usw. Die Verwaltungsräte der einzelnen regionalen Raiffeisenbanken werden wiederum von den zahlreichen Genossenschaftern gewählt.

  38. Wenn ein VR solches wie unter PV geschehen während Jahren durchwinken darf , ohne dafür geradestehen zu müssen, dürfte von der Organhaftung eines VR auch in anderen Fällen nichts übrig bleiben.

    Somit an alle VR dieser Bananenrepublik: kümmert euch um alles mögliche, aber nicht notwendigerweise um eure Firmen. Denn wenn was schief geht, könnt ihr mit Verweis auf Ra(i)ffeisen immer noch beruhigt schlafen.
    FINMA sei Dank, einmal mehr.

  39. Warten wir bis die Immo-Blase platzt und der Steuerzahler wieder zur Kasse gerufen wird. Bei aller Kohle die er noch garnieren wird, sein Ruf ist jetzt schon hinüber und um die eigenen Fixkosten zu decken ist Raiffeisen, lohnmässig in dieser Grössenordnung, die einzige Option. Wieder dozieren in der Schweiz, kaum. Im Ausland? Wenn er so weiter macht auch nicht, da seine Kollegen im Ausland ihren Studenten aufzeigen werden wie man’s genau nicht macht. Am Ende bleibt nur noch ein Buch schreiben und das Allumni Treffen an der HSG mit den Prof’s vom Lehrstuhl für Ethik bei Kaffee und Kuchen.

  40. Dass ein PR-Fuzzy teilweise solche leeren Worthülsen und solchen Quatsch verzapft ist sein bezahlter Job. Mensch, aber nicht ein Professor für Finanzmanagement und Dozent für Corporate Finance, welcher auf Kosten der Gemeinschaft studiert hat und bezahlt wurde. Was sehen wir jetzt alle nüchtern und glasklar: er kann’s nicht, nicht ansatzweise. Was ist die Wertschöpfung oder sein return on investement an die Gesellschaft. Er lehrte und dozierte über Themen die er selbst nicht umsetzen kann. Ich selber könnte nicht mehr in den Spiegel schauen und für solche heisse Luft noch mehr Geld, und zwar erwirtschaftet von Dritten, kassieren und am Ende muss es der Steuerzahler wieder richten. Man ist eben absolut schmerzfrei. Diese Raiffeisen Profs . . . Jetzt verstehe ich auch wieso „wir zu wenig Fachkräfte in der Schweiz haben“ und wieso mehrheitlich immer mehr ausländische Professoren zum Zuge kommen.

  41. Typisch Schweiz: Vetterliwirtschaft und Korruption, verkauft unter dem Markensiegel „Hohe Qualität“. Wir steuern dem Ende entgegen.

  42. Der Deloitte-Bericht an die FINMA vom 20.10.2017 weist über 210 Beilagen auf, die natürlich alle die vollkommene Unwissenheit von GL und VR illustrieren.

    Und genau deshalb hat die FINMA das muntere Treiben weiterlaufen lassen und nicht interveniert.

  43. @ LH: Koennen Sie herausfinden, ob VR Reglement hat, wo die Sitzungsgelder festgeschrieben sind – wenn dem so ist, dann sollte VRP etwas schlauer kommunizieren.

    @ VRs RCH: Macht den Vasella (wenn Ihr nicht wisst wie das geht, LH weiss es)

  44. Wird so Vertrauen in Wirtschaftskapitäne gebildet – nein sicherlich nicht !
    Die Bedienmentalität in den Teppichetagen trotz Versagens ist einfach nur noch widerlich für das haben die Herren Professoren einmal den Staat viel Geld gekostet (Ausbildung). Hätte man sich sparen können.

    Es gibt keine Begründung geschweige den eine Rechtfertigung, dass diese hohen Löhne an solche Personen bezahlt werden müssen während die Kundschaft mit stets steigenden Kosten für Kontenführungen etc. geschröpft wird …
    Wo bleibt nun die viel gerühmte Verantwortung der Teppichetage in Bezug auf den früheren Sonnenkönig der Raiffeisenbank etc. – einzig Gier und Uneinsichtigkeit des eigenen Versagens wird gelebt. Solche Leute gehören abgeschafft.

  45. Der Bettler beneidet den Bettler, der Sänger beneidet den Sänger und der VR von Raiffeisen beneidet die anderen VR’s von gut geführten Unternehmen: Also warum sich nicht auch noch selbst den Baltis erhöhen so kurz vor dem Rausschmiss. Was man hat, das hat man.

  46. Raiffeisen Schweiz/St.Gallen – eine C-Klasse Gesellschaft.
    Bitte nicht VR-Honorare mit den international tätigen Grossbanken vergleichen: Das sind ganz andere Hausnummern! – Die R-Schweiz betreibt allein ihr regionales, systemgeschütztes CH-Gartenhägchen. Ein Punkt auf derer Weltkarte.
    „Doppelt soviel zusammengesessen“ in 2017 – Ja und was wurde erreicht? Mehrwert?
    Es gibt gute Gründe, warum Professoren eben Professoren sind – und keine Ahnung von Geschäftsführung haben.

  47. In einer Genossenschaft gibt es wie in einer Aktiengesellschaft einen obersten Souverän; bei der Raiffeisen ist das die Delegiertenversammlung. Die hat die Möglichkeit den Bericht des Verwaltungsrat abzulehnen und auch einen anderen Verwaltungsrat zu wählen, der dann wiederum eine andere Geschäftsleitung einsetzt. Tut sie das nicht kassieren alle zu Recht ab. Es sieht aber nicht aus als gäbe es hier einen Tribun, eher Lämmer und bekanntlich schweigen die vorzugsweise. Niemand darf man sein Recht absprechen sich am Honigtopf zu bereichern. Wer das Qualifying gewinnt steht in der ersten Reihe. Der Professor hat ja etwas dafür getan, genauso wie der CEO auch. Gute Schulbildung, Netzwerk aufgebaut, in die erste Reihe geschlichen, dem PV geschmeichelt, sich selber als Hofschranze erniedrigt, hey, hey, das ist der Name des Spiels. An was glaubt ihr denn? Ob sie auch für Raiffeisen etwas tun ist eine andere Frage, die Resultate sind aber gut.

    Wieso die HSG immer noch als Elite Uni bezeichnet wird ist entweder zynisch gemeint oder einfach eine alte Gewohnheit. Diese Schule hat schon längst ihren Glanz verloren. Im MBA Ranking, beispielweise bei der renommierten Financial Times, steht die HSG 55 Plätze hinter dem besten Schweizer, dem IMD in Lausanne. Die einzige CH Business Schule die man auch in Amerika, Japan und China kennt. An was denkt man wenn man St. Gallen hört: an die berühmte Stiftsbibliothek. Und mit was? Mit Recht!

    • Aem…also na ja evtl. sollten Sie Ihren Kommentar bezüglich der HSG nochmal etwas überarbeiten. Im selben Financial Times Ranking ist die HSG an 4-ter Stelle der European Business Schools und auf Rang 1 bei Masters in Management. Es gibt schlechteres.

      Ausserdem sollten Sie Ihre Rechenkünste nochmals überprüfen. Wie kommt man denn auf einen Unterschied von 55 Plätzen bei den Rängen 60 und 24…

      Ihr Kommentar strotzt ausserdem nur so vor nicht vorhandenem Wissen. Informieren Sie sich doch einmal was das IMD überhaupt ist und dann können Sie Ihren Stammtischkommentar mit wenigstens halbgarem Wikipediawissen hier ablassen.

    • ……….hat mit der schul- bzw. universitären ausbildung rein nichts zu tun. hier handelt es sich ausschliesslich um chrakterfragen 🙂

  48. Halt, halt!!!
    Über die Morastmoral sollte sich niemand mehr ärgern, es geht um mehr…
    Die 3.Größte Bank der Schweiz und system relevant steht da mit einer Bankensoftware von avaloq für 500 Mio., welche auch mit 200 IBM Prozessoren (Cores) nicht die Performance bringt, welche gebraucht wird! !
    Also ? Hat irgendjemand einen Plan bevor das Ganze richtig…?
    Oracle Exadata wird das auch nicht fixen…!

  49. Lange hat die Raiffeisen kokettiert, sie sei als Genossenschaft eben anders. Anders als die anderen Banken. Bullshit! Sie sind in der Zentrale genauso gierig, machtbesessenund durchtrieben wie anderswo. Die Governance ist zum Heulen und die Bransonsche Ausgabe der Finma toxisch für den guten Ruf des Finanzplatzes.

  50. So schön, keine Anglosachsen und keine Deutschen die hier absahnen sondern CH-Professoren und bürgerliche Politiker. Das erklärt auch, weshalb SVP und CVP laufend Wählerstimmen verlieren. Sie ignorieren die Stimmung in der Bevölkerung.

  51. Und? Das kapitalistische System dient vor allem der Bereicherung von ein paar wenigen. Dass da ab und zu was für andere abfällt, dient lediglich dazu, diese bei der Stange zu halten, damit sie das System nicht in Frage stellen. Leider haben zu viele noch ein romantisches Bild vom Kapitalismus und setzen diesen mit ‚freier Marktwirschaft‘ gleich und träumen von Chancengleichheit – gefährliche Naive.

    • Sehr gut gesagt!😁
      Sie vergessen noch die Medien, die alles noch posaunen und merken nicht, das die grosse Krise bevorsteht… und wird nicht die Raffeisen, die diesen Land in die Knie zwingt…
      Es ist sehr gut, das VR in toto – weitergeht: sie haben nicht gesehen, sie haben nicht gehört und auch nicht verstanden…dann es ist eigentlich kein Verlust…
      Die Kompensation ist nicht relevant: eigentlich sehr tief… es gibt andere Firmen die verdienen ein zehntel, aber haben doppelt so viel Kompensation! Und alte Sage bei tscichuanbye ist: wenn eine gut macht ist nie zu viel bezahlt ( à la Munger, Dalio, Buffett, Jobs, und ich natürlich…🤣) aber wenn jemanden schlecht tut ( und zuschauen ist auch sehr schlecht…) dann ist auch ein Franken zu viel…
      Somit sind die Raffeisen Problemen eigentlich nicht so gross heute, so lange die Zinsen mindestens 200 BP steigen werden, sondern ist ein Vertrauen Problem. Besser wäre, dass die Verantwörtliche vorne Stehen und bei der Kunden sich entschuldigen und ihre tiefe Reue zeigen…das wäre ein Novum, dass wir noch nicht gesehen haben in der Schweiz…weder bei Swissair, noch bei UBS / CS, geschweige denn bei Swiss Life / Swiss Re…😉😊

    • @Olivier Fehr

      Justement, richtiger Ansatz! Aber es ist nicht das «böse» kapitalistische System, denn: Der Kapitalismus ist nicht per se gut oder schlecht; gleiches gilt für den Sozialismus. Es sind die Werthaltungen der verschiedenen Systeme – letztlich Wirtschaftssysteme – welche ein Gesellschaftsmodell bestimmen. Und Werthaltungen basieren auf Moralvorstellungen, die gelebt werden (oder eben nicht).

      Es ist also nicht DER Kapitalismus, der vor allem der Bereicherung von ein paar Wenigen dient, sondern global gesehen sind es wenige Individuen, für die Werte der Aufklärung Fremdwörter sind. Denn würde DER Kapitalismus gemäss Lehrbuchtheorie (=«freie Marktwirtschaft») perfekt funktionieren, gäbe es auch keine MultimillionärInnen – denn diese sind einer optimalen Ressourcenallokation und deren nachhaltigen Nutzung nachhaltig schädlich.

      Wirtschaftssysteme sind imperfekt, da sie von Menschen ausgeübt, gelebt werden – unabhängig davon, welche Systemphilosophie zugrunde liegt. Im Fall des Kapitalismus scheitert das faire Funktionieren am zugrunde gelegten Modell «homo oeconomicus», welches uns die Chancengleichheit der «freien Marktwirtschaft» vorgaukelt und welches die Macht von «irrationalen» Verhaltensweisen völlig ausblendet; ganz abgesehen davon, dass die Finanzindustrie in den letzten 30, 40 Jahren «Werte» mithilfe von undurchschaubaren Derivaten kreiert, die immer weniger realen Gegenwerten entsprechen; was zu Recht als «Kasinokapitalismus» bezeichnet wird.

      Ja, wir sind gefährliche Naive, denn wir lassen uns nach wie vor mit Brosamen stillhalten und von heuchlerischen Perspektiven einlullen. Höchste Zeit, uns einmal mehr die Prophezeiung des kanadischen Stammes der Cree vor Augen zu halten:
      «Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann.»

      «Vieles ist töricht an eurer Zivilisation.
      Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld nach,
      bis ihr so viel habt,
      dass ihr gar nicht lang genug leben könnt, um es auszugeben.

      Ihr plündert die Wälder, den Boden,
      ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe,
      als käme nach euch keine Generation mehr,
      die all dies ebenfalls braucht.

      Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt,
      während ihr immer größere Bomben baut,
      um jene Welt, die ihr jetzt habt,
      zu zerstören.»

  52. Das System hat Tradition – man versteckt sich die meiste Zeit im Gebüsch und macht gar nichts; prescht hervor wenn etwas von Wert (hier VR-Honorar) vorbei kommt, gibt eine fadenscheinige Erklärung für sein Verhalten ab und verschwindet wieder. Wenn das Gebiet zu heiss wird, verzieht man sich in andere Gefilde….

  53. Zur Headline „nun flüchten alle ohne Nachfolger“

    Ich finde diese etwas inkonsequent gemessen an den vorwiegenden Argumenten des Blogs.

  54. Da staune ich, dass sich diese „Bauern-Bänker“ so etwas leisten. Kann man nicht erst mal etwas Ruhe schaffen, zurück zur Arbeit gehen und mit Leistung den nächsten Bonus aufbessern. Geht es denn diesen Protagonisten so schlecht in der Ostschweiz?

  55. Das ist gerade noch der Superhammer. Vor 10 Jahren die Pensionskasse zusammengeröstet, dafür Mitarbeiter zur Kasse gebeten, jetzt der Fall Vincenz, parallel dazu der Avaloq- IT-Kracher, Verletzung Bankgeheimnis und Erhöhung der Totalkompensation für die VR-Mitglieder; und das ganze unter einer reaktionsarmen Führung mit voll ramponiertem Image; gute Nacht Raiffeisen. Das wollen wir so nicht!

    • Jetzt ist der Deckungsgrad ja wieder erreicht. Da kann man ja schon mal was springen lassen für den CEO, oder?

    • hammer ehr bärner giele; churz, prägnant und volle pfuuus uf de leitig; da mögeds in gülle obe nömme nache 🙂

  56. Bei Ex-Prof. Franco Taisch hatte ich einmal einen Kurs in Legal Risk Management besucht. Dabei hatte er ganz offensichtlich etwas Wesentliches verschwiegen: Wie bringe ich meine persönliche Raffgier mit meinen Verantwortlichkeitsrisiken im VR unter einen Hut?

    • Das Geheimnis besteht darin, Risiken, die man eingeht auf andere abzuwälzen, sowie Verantwortung für allfällige Fehlschläge abzuschieben, aber allfällige Erfolge und Profite selbst einzustreichen. Man braucht dazu eine spezielle Art von Persönlichkeit.

  57. Ein Professorentitel ist noch kein Garant dafür, dass der Träger Ethik und Moral hat.
    Hier kommt mir nur ein Wort in den Sinn: Sauhaufen!!!

    • Lieber Wasser predigen und Wein saufen. Erstaunt mich nicht im geringsten. Massnahmen sind nun fällig – Rücktritt !

  58. Ein Sauhaufen 🤮🤮🤮🤮🤮 da oben. VR und gesamte GL in die Wüste.

    Vielleicht kann das ein Kommentaror beantworten: Was muss man machen, damit die Organhaftung greift? Wer kann/muss/darf hier Anzeige erstatten? Wie ist hier die Rechtslage bei einer Genossenschaft (Raiffeisen Schweiz), die anderen Genossenschaften (Raiffeisenbanken) gehört?

    Weiter so LH 😈

    • „Was muss man machen, damit die Organhaftung greift? Wer kann/muss/darf hier Anzeige erstatten?“ – Raiffeisen müsste in den USA aktiv sein (Kunden, Börsenkotierung, grosses Aktionariat). Leider „müsste“. DANN, aber nur dann würde einigen der im Artikel erwähnten das Lächeln vergehen…

    • Das ist ganz simpel. Auf der nächsten GV müssten dies die Genossenschaften beantragen. Die Frage bleibt aber offen, was kann man dem VR denn nicht nur moralisch vorwerfen sondern was hat denn nachhaltigen materiellen Schaden verursacht. Und da sieht es bisher mehr als düster aus. Es gibt bisher so gut wie Nichts, was zum Zeitpunkt der Zustimmung des VR`s falsch bewertet war oder dubiose Zahlungen veranlasst wurden. Das PV an Wertsteigerungen verdient hat, heisst ja nicht automatisch, das die Kaufpreise falsch waren. Und solange hier nicht irgend etwas Substanzielles auf den Tisch kommt, ist das Verhalten des VR wohl rechtlich , leider, kaum zu beanstanden.

    • Für Interne die hier noch Öl ins Feuer giessen, habe ich nur pure Verachtung übrig. Was glaubst du denn was danach kommen würde?

    • Eine Verantwortlichkeitsklage gegen Organe einer Gesellschaft kann jeder machen, der einen substanziellen, bezifferbaren und nachweisbaren Schaden erlitten hat. Also quasi jeder Mensch auf diesem Planeten.

      Allerdings wird das für den Otto-Normal-Menschen schwierig werden, denn solange er als Raiffeisen-Mitglied eine vergleichbare Verzinsung seiner Anteile erhält oder das Jahresessen vom Fleischvogel nicht plötzlich auf einen Apfel reduziert wird oder als Ex-Mitarbeiter alle seine Lohn- und sonstigen Zahlungen erhalten hat, ist ja kein Schaden entstanden.

      An das freie Genossenschaftskapital kommt ja das Normalo-Mitglied eh nur im Falle einer Liquidation der Genossenschaft ran. Und dort würden in erster Linie Verluste der Genossenschaft abgebucht.

    • @Hans-Günter

      Der VR hat z.B. dem Duo Ceregato Vincenz organisatorisch zu viel Macht übertragen / belassen = klarer Verstoss Aufsicht / Kontrolle.

      Alleine der Image Schaden beträgt Millionen. Hinzu kommen die konkreten Kosten für Gutachten, PR-Aktionen, interne Untersuchungen etc.. Wichtig zu erwähnen ist dass alleine der Schaden zählt also Argumente im Sinne von „hat in anderen Gebieten auch viel Gutes erzielt“, zählen nicht.

      Was glauben Sie wohl, warum die Raiffeisen Führung so einen Zirkus veranstaltet hat, um die „Murkse“ von Vincenz zu vertuschen?

      Da immer noch das gleiche „Team“ an der Macht ist, werden die internen Untersuchungen Nichts herausfinden, erst Recht, wenn VR-Haftungsklagen drohen.

      PS: Die persönliche Haftpflichtversicherung der Verwaltungsräte wird sicher auch direkt von Raiffeisen Schweiz bezahlt = versteckte Lohnkomponente & sowieso KEIN finanzielles Risiko für die Verwaltungsräte – im Falle einer Haftungsklage mit Verurteilung würden die Prämien für künftige Verwaltungsräte grösser werden, d.h. Raiffeisen Schweiz würde diese wiederum zahlen und so den Schaden für die Versicherung quasi amortisieren…Absurd!

      Die Genossenschafter sollen kritisch mitdenken, intern und öffentlich Druck ausüben und so die ZUKUNFT von Raiffeisen mitgestalten.

    • @Mutti: Irrtum, bei Grobfahrlässigkeit zahlt die Versicherung nicht. Und in dem Fall ist das offensichtlich gegeben. Und der „Fall Glarner Kantonalbank“ zeigt ja, dass Verwaltungsräte und Revisionsstellen verurteilt werden.
      Frage ist nur: Wird Raiffeisen das Richige tun? Also Klage gegen den VR (Versager Rat) erheben?
      DAS wäre ja ein klares Zeichen, dass man sich distanziert.

  59. Das ist doch ganz einfach zu erklären. Die Bank macht mehr Gewinn und das hat sicher damit zu tun, dass Gantenbein 40% mehr gearbeitet hat….. äh oder etwa doch nicht? Jeder Finanzmanager schaut doch, dass er besonders profitiert. Ich kenne keinen einzigen Finänzler, der nicht so denkt – nicht einen. Aber niemand scheint das zu stören. Also warum sollen sich diese Leute nicht bedienen?

  60. Gantenbein kann gleich wieder gehen. Et hat NICHTS begriffen und scheinbar weder Ahnung von echter Führung noch von (Krisen-)Kommunikation. Von was hat er denn eine Ahnung? Der Mann scheint eine totale Commodity zu sein. Beliebig ersetzbar.

  61. Gantenbein scheint jegliches Verständnis für den Ernst der Lage sowie die Verantwortung der Geschäftsleitung zu fehlen.
    Und nun kassiert der Gisel sowie der VR auch noch MEHR als im Vorjahr. Ich würde nun gerne einen giftigen Kommentar schreiben. Aber hier fehlen mir einfach die Worte.

  62. Das sind alles keine strafbaren Handlungen. Doch die ganze Sache stinkt zum Himmel. Dies Bank wollt einmal das moralische Gewissen der Schweizer Banken sein. Jetzt verhaltet sich dieses Institut ohne Moral und Gewissen. Einfach nur Pfui……

  63. Und Gantenbein sprach von einem „geordneten“ Rücktritt…

    Tja, wenn der Stall brennt, will man seine vergoldeten Schäfchen ins Trockene bringen. Das ist der Unterschied von Managern zu Unternehmern. Ein Unternehmer muss die Konsequenzen tragen, bei Managern heisst es: „après nous le déluge!“. Und da wird einem immer weis gemacht, Managerlöhne seien so hoch, weil sie so viel Verantwortung tragen müssten…

    • @Ex Banker
      «Und da wird einem immer weis gemacht, Managerlöhne seien so hoch, weil sie so viel Verantwortung tragen müssten…»

      Das IST es ja gerade: Allzuviele Menschen haben sich jahrelang mit solchen Scheinbegründungen über den Tisch ziehen lassen und lassen dies immer noch mit sich tun. NIEMAND kann soviel leisten und Verantwortung übernehmen, was CEO-«Löhne» in diesen astronomischen Höhen rechtfertigen würde. Und kein FUNKTIONIERENDER Wettbewerbsmarkt würde solche Löhne zulassen.

      Aber das CH-Volk macht brav mit, lehnt die 1:12-Initiative ab und insbesondere die vielen, vielen «kleinen und mittleren Bankangestellten», welche die eigentliche Wertschöpfung erbringen, üben sich weiter in Kadavergehorsam. Sie begnügen sich weiterhin mit den Brosamen, welche der erlauchte kleine Kreis von ihrer unverschämt üppig gedeckten Tafel auf sie niederprasseln lässt – wohlverstanden von der Tafel, die sie, die Angestellten, zum grössten Teil alimentieren.

      Angesichts des immer noch weitverbreiteten Kadavergehorsams in der Finanzindustrie – sowohl bei Angestellten wie bei (allzu) vielen KleinaktionärInnen – scheinen die Brosamen immer noch gross genug zu sein, um sie (denk)-still zu halten….

  64. Gantenbein macht eine ganz, ganz schlechte Figur. Fast noch schlechter als Gisel.
    Aber irgendwie kann sich der Vincenz-Gisel Clan im Amt halten und gemeinsam wird abkassiert, als gäbe es kein Morgen!
    Und die Raiffeisenbanken draussen schauen denn Trauerspiel zu!

  65. Kommt euch das bekannt vor? Die Abzockerei kennen wir doch schon von anderen Finanzinstituten, ist also wirklich keine Überraschung, wenn jemand überrascht ist, ist er naiv.

  66. „Doch man habe ja auch sehr viel Gewinn für die Gruppe erzielt“ ja heiliger Bimbam was haben die Verwaltungsräte
    den konkret zum Gewinn beigetragen? Sie Liesen vermutlich
    die Mitarbeiter mehr schuften. Aber selber nix gemacht.
    Und da würde das „Leistungsprinzip“ nicht gälten oder !
    Beim Lohnerhöhungen ist ja nur die eigene Leistung gefragt.
    Was beim RA VR nicht gerade behauptet werden kann, es wir einfach „Gras über die Sache“ wachsen lassen, ein bisschen Untersuchen ein paar Papier schreiben und das wars.

    • Kuku…seien Sie schon wach? So läuft der globale Kapitalismus heute…überall: unten wird die Problemen gelöst und oben kassiert…
      Wenn wir schauen, wer hat eigentlich beigetragen sind meisten “ aussen und ausserödentlichen Faktoren gewesen, die Zentralbanken mit ihren super – tiefer Zinsen, die Staaten mit ihren super tiefen Steuersätzte und ein par geniale Menschen wie i…. z. B. , die mit ein par geniale Gedanken alles aufbessert hat ubd miliarde Gewinne für wenige ermöglicht hat … aber ich sei weder Neid noch beindrückt. Es gibt Zyklen und Geld ist nur ein Faktor in Leben, aber sogar nicht der wesentliche!

    • Rechtschreibung: durchgefallen
      Grammatik: durchgefallen
      Inhalt: Ja, mein lieber Schwan!

  67. Jetzt aber Himmel, Arsch und Zwirn:
    wo bleibt bei diesen denn das Hirn?
    Im Raiffeisen-Sumpf von Sankt Gallen,
    die Obersten sich viel Moneten krallen!

    In der Vergangenheit durchgewunken;
    auch was hat nach Betrug gestunken!
    Die Professoren, selbst ohne Ahnung,
    schicken der Bank eine erste Mahnung.

    Was eine Filzgemeinschaft angerichtet:
    ist solcher Massen total vernichtend !
    Von Ethik, Verantwortung keine Spur:
    geht auf keine Kuhhaut und die Schnur!

    Krude Seilschaften in diesem Apparat,
    haben schon wieder eine Erklärung parat!
    „Lasst uns etwas Zeit, alles wird schon gut,
    Sollte es fallieren, nehmen wir den Hut!“

    ORF

    • Dä VR vo St. Gälle
      Isch id Schiissi abegfälle
      Hätt er wöllä useschtiege
      Hett er müessä Chegeli biige
      Sind die Chegeli zäme gsunggä
      Do hätts fürchterlich gschtunggä

  68. Der wirt- und wissenschaftliche Filz in unserem Land wird eben jenes dereinst ins Elend opportunieren. Was für eine Schande. Und die meisten schauen einfach zu. Nachbarn sollen sie ausbuhen und auf offener Strasse die Leviten lesen. Nur das hilft.

    • @Michi
      Träfer Satz, gut formuliert: «Der wirt- und wissenschaftliche Filz in unserem Land wird eben jenes dereinst ins Elend opportunieren.»

      Als nicht sehr hilfreich erachte ich die vorgeschlagene Gegenmassnahme. Mit Ausbuhen und Leviten lesen lässt sich der Filz nicht einschränken, geschweige denn verhindern. Hierzu müssen viel wirkungsvollere und breiter angelegte Massnahmen ergriffen werden.

      N.B. Ausbuhen und Leviten lesen im KOLLEKTIV kann den Auftakt zur Ergreifung weiterreichender Massnahmen sein.

  69. Freu mich schon auf all die super Kommentare. Hauptsache man kann die Kommentare anonym machen. Schreibt doch bitte eure richtigen Namen hin oder habt ihr alle keinen Mut dazu?

    • … und woher sollen wir wissen, ob Sie hier unter ihrem richtigen Namen kommentieren?
      (Vielleicht posten Sie mal eine Ausweiskopie …)

    • Die Mitarbeiter bei Raiffeisen haben schon alleine Angst zu zugeben den Blog gelesen zu haben. Der starke Druck gleicht dem einer Sekte.

      Die echten Namen sind nicht wichtig, sondern die Hinweise und die öffentliche Diskussion.

    • Ja genau, Herr Hans Peter „Klarname“ Geisser, DAFÜR ist Inside Paradeplatz da. Die armen Chefs zu preisen, die bösen Whistleblower zu melden und auf Lohnerhöhung zu hoffen. und jeden Abend beten „Mein Herz ist rein, soll niemand drin wohn als Jesus allein.“ – Muss kurz mal raus, Luft holen.

    • Das Verhalten der Raiffeisen-Chefs erinnert mich stark an die Geschichte der Saxo Bank, die ebenfalls katastophal gemanaged wird. Auch dort wurden Mitarbeiter der Bank gezwungen, gut über die Bank bei IP zu kommentieren. Meint hier jemand, das sowas nützt?

    • Wer heutzutage meint mit seinem Klarnamen im Internet posten zu müssen, hat nicht verstanden was die Stunde geschlagen hat.
      Wer meint, ein Kommentar unter Klarnamen sei irgendwie „seriöser“ als einer ohne, hat noch weniger verstanden. Inhalte zählen, sonst rein gar nichts.

    • @ Hans Peter Geisser

      Zumindest in der obigen Schreibweise konnte tel.search.ch jedenfalls niemanden dieses Namens finden. Gut, vielleicht sind Sie ja kein Festnetztelefonierer. Zumindest im ursprünglichen Sinn dieses Begriffs.

  70. Man rechne: 2.4 Millionen für 11 VR‘s, macht 218‘000 zu vormals 188‘000 mal neun VR‘s… pro Jahr. Günstigster Preis für diesen Job. Bei 1.8 Mio. Mitgliedern macht das rund Fr. 1.35 pro Mitglied und Jahr.

    • Sie vergessen die Verwaltungsräte der ca. 260 lokalen Banken!

      Ein weiterer Punkt ist, dass so entgegen dem genossenschaftlichen Prinzip wenige auf Kosten vieler profitieren.

    • Sie wissen schon, dass Raiffeisen Schweiz nichts als eine Abwicklungs- und Verwaltungseinheit mit Rechenzentrum ist?
      Entsprechend sollte sich die Vergütung an Abwicklungszentren orientieren. Und da verdient niemand über einer Million.
      Gisel und Konsorten sind doch völlig überbezahlt.
      Vergleichen Sie mal das Gehalt mit Helmut Schleweis, CEO DSGV (übrigens viel grosser als Raiffeisen Schweiz): Der verdient weniger als eine Mio. p.a.!!!
      Ich fordere einen Lohndeckel für Raiffeisen Schweiz von 1 Mio. CHF. Und zwar inklusive Pensionskasse!

    • @Mutti
      Aktuell sind es – Fusionen sei Dank – nur mehr 255 lokale RBs und nächstes Jahr reduziert sich diese Anzahl wieder im kleinen zweistelligen Bereich …

  71. Herr Gantenbein: Für wie blöd halten Sie das beobachtende Publikum eigentlich? Sie können nicht kaschieren, dass es auch Ihnen nur ums hochlukrative „Jöbli“ geht…

    • Ich fand den Auftritt ok.

      Zudem fand ich die teilweise etwas holprigen Argumente von Gantenbein glaubwürdiger als die geschliffen teilweise inhaltsleeren oder ausweichenden Antworten von Gisel.

      Gantenbein kommunizierte zudem Sinn für Anstand und Professonalität, indem er sich für den Vorfall beim Versand der Kontenauszüge öffentlich entschuldigte. Sein Vorgänger hätte das nicht gekonnt.