Crash oder No Crash, das ist die Frage

Wenn Sie – so wie ich – die typischen Finanzmedien verfolgen, wird Ihnen auch schon aufgefallen sein, dass die positiven Empfehlungen immer seltener werden, die euphorischen Stimmen ausbleiben, aber auch die Untergangspropheten noch nicht voll auf Touren gekommen sind.

Während letztes Jahr bei jedem kleinen Taucher, irgendein Analyst die Nestle-Aktie empfohlen hatte, sind jetzt bei über 10% Kurseinbruch die Empfehlungen rar geworden.

Korrekturen wie in den letzten Monaten sind nichts Besonderes und dennoch ist einiges anders.

1. Die Marktcharakteristik: Intraday werden Erholungen und „Good News“ zum Verkaufen genutzt. Die so eben angelaufenen Quartalsberichte fallen der allgemeinen sehr guten Weltkonjunktur entsprechend sehr gut oder sogar besser als angenommen aus, die betroffenen Aktien reagieren aber trotzdem negativ (UBS, Goldman Sachs, Netflix).

2. Die Volatilität: Die im Februar explodierende Volatilität ist mit der Markterholung zurückgegangen, nun aber haben die Aktienpreise wieder korrigiert, und doch ist die Volatilität nicht markant angestiegen – ein mögliches Zeichen, dass sich der „Markt“ mit sinkenden Preisen abgefunden hat und diese nicht um jeden Preis verteidigen will.

3. Die Zinskurve: Das Stichwort lautet „Flattening Yield Curve“ – und ist in allen Fachmedien omnipräsent. Die Interpretation lautet: Der Markt findet die von den Nationalbanken vorgegebenen Zinsniveaus nicht mehr „OK“.

Das letzte Mal hatten wir eine ähnliche Konstellation 2007. (Die vielen makro-ökonomischen Interpretationen überlasse ich lieber anderen Experten wie IP-Lesern und -Autoren.)

4. Das Algo-Trading: Man kann schön beobachten, wie traditionelle Investoren, Portfoliomanager und Robo Advisors von Quants richtig ausgenommen werden.

Nahe von starken Support- oder Trendlinien (beispielsweise den 200-Tagesdurchschnitten) werden „Bear oder Bullen Traps“ eingebaut, die zum Kaufen oder Verkaufen „animieren“ sollen, dann wird der Gegentrend eingeleitet (bestes Beispiel: Gold oder Silber in den letzten Tagen).

5. Die globale Diversifizierung: Die Korrelation unter den globalen Märkten nimmt fortlaufend zu. Die USA sind nach wie vor der Kurstreiber.

6. Die Grenzen des klassisches Portfolio-Managements: Allen Kritiken zum Trotz hat sich in den letzten Jahrzehnten das klassisches Portfolio-Management – also ein Mix aus Aktien, Bonds, Edelmetallen und Immobilien – durchaus bewahrheitet (dazu als Beispiel die Studie Meb Faber) und wird durch Passivinvestments und Hunderte Robo Advise-Applikationen umgesetzt.

Nur: In den letzten 18 Monaten und ganz speziell in den letzten 3 Monaten haben wir gesehen, dass Bonds und Edelmetalle (oder der Schweizer Franken) nicht mehr negativ zu Aktien korrelieren, sondern „mit in den Sumpf gezogen werden“.

Sollte sich dieser Trend fortsetzen, dann wären die Folgen schlichtweg fatal. Die Ironie dabei: Wenn es eine unkorrelierte Assetklasse gibt, dann ist das zur Zeit Bitcoin.

7. Wir stehen nach wie vor in einem Warteraum: Seit ich den letzten Artikel geschrieben habe, sind gut 2 Wochen vergangen, und die Erholung hat immer noch nicht eingesetzt; einige Value Aktien kamen richtiggehend unter die Räder (Tabak- und Konsumgüteraktien Philip Morris, Altria, Procter & Gamble). Keine guten Zeichen, aber würden die Nationalbanken überhaupt einen „Totalabsturz“ zulassen?

(Extrakt für Inside-Paradeplatz-Leser; Originalartikel mit Kommentar „Longterm-Investor“ und weitere Investmentsdetails, siehe Longterm-Investor.)

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20 Kommentare zu “Crash oder No Crash, das ist die Frage

  1. Warren Buffet soll schon eine volle Kriegskasse haben und Aktien werden dir schon überall empfohlen. Es warten doch schon alle auf den nächsten crash. Damit das kranke Spiel von neuem losgehen kann.

    • Nun ja, eine „volle Kriegskasse“ nützt Warren Buffet beim kommenden Crash vermutlich nur noch, wenn sie aus physischem Gold besteht.

      Vor 10 Jahren sahen die Zahlen noch ganz anders aus, allerdings betrachtete man sie damals schon als sehr besorgniserregend.
      Bis Heute haben sich die selben Zahlen noch um einige Faktoren verschlimmert.
      Also wie wird der Crash aussehen ?

      Ob da die Zahlenreihen die in Buffets Büchern oder Festplatten stehen, dann noch Geld sind ?

      Dr. Wilhelm Hankel, den ich sehr mochte weil er in seiner Altersweisheit diese Dinge ruhig und schonungslos beschrieb, meinte vor 10 Jahren mal zur Frage, „wie lange man das Spiel noch werden spielen können“……. Vielleicht 10 oder 20 Jahre lang.
      So lange nämlich wie sich die Finanzgemeinde in soweit einig ist, nichts zu tun was die Statik des fragilen Bauwerks gefährden könnte.
      Wenn aber ein grosser Player ausscheren würde, und sei es nur um seine eigene Haut zu retten, dann werde es fallen.
      Vor allem unsere Nationalbanken und natürlich die EZB werden alles tun um so ein ausscheren abzufangen.

      Wie lange das funktioniert, vielleicht nochmals ein paar Jahre….?
      Wir kleinen Bürger werden es jedenfalls mit Sicherheit erst dann erkennen wenn’s zu Spät ist.
      ————————————-
      Bis dahin, wer kann …….Silber und Gold kaufen.
      ————————————-

    • „Vielleicht 10 oder 20 Jahre lang“

      Naja, schon zu Zeiten von Reagan hiess es, dass es mit der Schuldenwirtschaft so nicht mehr lange weitergehen kann.

      Das erinnert mich ans Erdöl. Seit 60 Jahren reichen die Vorräte noch für 20 Jahre.

  2. Der Bull-Market ist in der Januar-Euphorie gestorben. Jetzt ist das Glas wahrscheinlich bis zu den US-Wahlen halbleer. Zins- und Trumpängste werden bis dahin die Märkte bestimmen und wir werden uns weiter im Schwankungsbereich der letzten Monate bewegen. Ab November geht’s dann wieder aufwärts.

    • kassandro kennt die Zukunft …

      Damit sollte er eigentlich schon lange Milliardär sein! Und könnte seine Ansichten für sich behalten.

      Si tacuisses philosphus mansisses
      (Wenn Du geschwiegen häätest wärst du ein Philosoph geblieben)

    • Brunner..……..

      Tja, immer mal wieder kommen so Kommentare die auf die Person zielen, denn auf dessen Argument.

      Darum noch folgendes…..

      „Besser schweigen und als Narr erscheinen, denn sprechen und es bestätigen“.

      Man sagt das Zitat stamme von Abraham Lincoln.

  3. Global tritt die Konjunktur nun in eine Spätphase ein. Dass zeigt sich alleine schon daran, dass auch bei Recordergebnissen der Unernehmen, der Aktienkurs nicht mehr weiter steigt, bzw. z.T. sogar drastisch fallen. Die masslosen Finanzspritzen der EZB und Co. haben ihren Zenit erreicht und der Pegelstand des Finanzflusses damit seinen Höhepunkt. Die nächste Phase mit Zinsanstiegen, höheren Kapitalkosten etc. wird die LIquiditätsüberschwemmung durch die masslosen Nationalbanker wieder Richtung Normalfluss einpegeln und Akteinkurse normalisieren. Oder will etwa jemand eine 2%-Akteinerendite einer 3%-Anleihenrendite auf 10 Jahre vorziehen? Höchsten noch Draghi für seine Italienischen Kollegen…

    • Die Rekordergebnisse sind eben nur die Vergangenheit.

      Die Zukunft wird von einem steigenden Zinsniveau bestimmt, wodurch sich die bisherigen Aufwertungsgewinne auf Immobilien und Beteiligungen nicht mehr fortsetzen sowie die Refinanzierungskosten verteuern.

      Und ja, in diesem Zusammenhang ist es günstig, bereits bei einjährigen US- Treasuries von über 2% Zinsen zu profitieren und sich erst dann an längere Laufzeiten zu binden, wenn das Zinsniveau nicht mehr steigt:

      https://www.bloomberg.com/markets/rates-bonds/government-bonds/us

  4. Gegenfrage: Was sollte(n) denn die Nationalbank(en) zum jetztigen Moment noch (gegen Kursverluste) tun können?

    Thomas Jordan möchte noch lange satte Notenbankgewinne ausweisen und irgendwann seine gesammelten Fremdwährungen über dem Einstand veräußern.

    Das geht nur mit einer noch expansiveren Notenbankpolitik als die EZB, die bekanntlich lt. Mario Draghi wie Japan lange Zeit (= immer) an den Nullzinsen festhalten möchte und als Instrumente der Währungspolitik nur noch Negativzinsen und Anleihenkaufprogramme kennt.

    Die kleine Schweiz muß in noch extremerer Form den Fehler der europäischen Einheitswährung Euro mit ausbaden.

    • @Friedenseuro:
      Die „Traghische“ Geldmengen-Expansionspolitik hätte schon lange zur Hyperinflation führen müssen. Da jedoch nur ein kleiner Bruchteil dieses erschaffenen Geldes überhaupt in den Wirtschaftskreislauf gelangt, und der Löwenanteil direkt in die von der Realwirtschaft abgekoppelte Spekulationsblase fliesst, ist die Inflation, also die schleichende Enteignung, noch immer „moderat“. Zusammen mit der Niedrig- oder Minuszinspolitik bildet das Quantitative Easing die letzten beiden Instrumente, um die Schuldenblase am platzen zu hindern. Eine Zinsanhebung von möglicherweise 1 % kann genügen, dass uns alles um die Ohren fliegt…

      Wer meint, dass nach einer (grösseren) Kurskorrektur der Aufschwung wieder kommt, liegt meiner Meinung falsch, denn mit einer weltweiten Verschuldung von gegen 300 billionen (!) US$ steht das gesamte System am Abgrund. Nur eine Währungsreform (als Folge einer Hyperinflation), eine Schuldenrückzahlung (Enteignung) oder ein Krieg kann unserem kranken Wirtschafts- und Geldsystem ein Ende setzen. Was danach folgt wird sich weisen. Dies hängt stark vom bis dahin herrschenden Bewusstseinszustand den Menschheit ab…

    • @Visionär, deine bemerkenswerten Kommentare gehören für mich immer zu den Highlights. Ein Fragesteller mit Visionen und Weitblick. Mein Kompliment! Martin Armstrong sass in den USA ohne Gerichtsurteil 11 Jahre im Gefängnis. Nach seinem PI Code wiederholt sich alles (wirtschaftliche) alle ca. 8, 6 Jahre. Und soll bis zu den ältesten geprägten Münzen, ein paar tausend Jahre vor den Römern, zurückreichen. Ich glaube der Kapitalismus ist noch nicht ganz so alt.

    • @Visionär:

      Die Kapitalmarktgeschichte von Japan während der vergangenen 20 Jahre mit Leitzinsen unter 1% lehrt anderes:

      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/420102/umfrage/leitzins-der-zentralbank-von-japan/

      Inwiefern steht das gesamte System am Abgrund: das wirtschaftlich rasch expandierende China, Indien und weitere aufstrebende Staaten etwa auch?

      Bedauerlich in Europa ist nur, daß durch die unglückselige Einheitswährung Euro Länder wie die Schweiz, Luxemburg und Deutschland ohne Not mit in den wirtschaftlichen Niedergang Südeuropas mit hineingezogen werden.

    • @Friedenseuro, ich bin nicht sicher ob die Südeuropäischen Staaten ohne den € einen wirtschaftlichen Niedergang erlebt hätten. Da sie abwerten hätten können. Faktisch hat man den Südeuropäischen Staaten nun einfach die Weltanschauung von Deutschland aufgezwungen. Wie allen anderen Staaten der EU oder Westeuropas generell auch. Nur ist die Weltanschauung von Deutschland nicht die Glückseligkeit auf Erden. Stichwort Agenda 2010 -> Billiglohnarbeiter und Hartz 4 Empfänger. Schuften für die Abzocker der Teppichetage. Ich glaube, die Südeuropäischen Staaten haben einfach eine andere Ansicht des Lebens und das es ihnen mit dieser Ansicht früher viel besser ging. Diese vielleicht gesunde Ansicht des Lebens würde uns allen hier auch sehr gut tun. Speziell Griechenland verkam zum Spielball der Mächtigen und Reichen. Wie beispielsweise Griechenland und damit die EU von Goldmann Sachs verarscht, ausgenommen und ausgeblutet wurde, das ist schon viel mehr als nur ein trauriges Kapitel. Das ist schon fast kriminell. Das hätte es ohne die bezahlten Bürokraten von Brüssel nie geben können.

    • @ Crash gehört zum Spiel :

      Ich bin auch Ihrer Meinung, daß die unglückliche Einheitswährung Euro Europa und dem europäischen Gedanken einen schweren Schaden zugefügt hat.

      Egal, ob man dies nun aus Sicht der Südländer über nicht mehr vorhandene Abwertungsmöglichkeiten oder aus Sicht der Nordländer über verlorene Kaufkraft und Zinsen begründet.

      Leider räumt die Presse dem Mainstream hier noch zu viel Raum ein. Nur wird der südeuropäische Immobilienbesitzer mittelfristig auch nicht glücklich, wenn er seine veraltete Immobilie kaum für harte Euro an einen Angehörigen der jüngeren Generation verkaufen kann, der mangels Einkommen und Eigenkapital keinen Kredit erhält.

      Unabhängig davon, daß seit der Euroeinführung 2001 bereits zwei Boom – Bust – Zyklen an den internationalen Börsen stattgefunden haben, im Rahmen derer man sein Vermögen hat vervielfachen können. Dies im Gegensatz zum südeuropäischen Immobilienbesitzer, der seit 2008 durch die Bank Wertverluste – schon durch die fortschreitende Veralterung und Bauschäden daraus – hat hinnehmen müssen.

    • @Crash gehört zum Spiel, und auch @Friedenseuro:
      Vielen Dank für die Blumen :-).
      Nomen est omen – klar, der Crash gehört zum Spiel, denn aufgrund des Zinseszinssystems und der fragwürdigen Art der Geldschöpfung muss es zwangsläufig in regelmässigen Abständen zum Crash kommen. Dies ist kein Systemfehler, sondern absichtlich so implementiert, denn mit jedem Crash fliesst das Kapital ruckartig von Fleissig nach Reich. Zwischen den Crashs fliesst das Kapital immer langsam und stetig von Fleissig nach Reich. Dieses Spiel wiederholt sich so lange, bis sich das gesamte, weltweite Kapital in ein paar ganz wenigen Kapitalsammelbecken wiederfindet, d.h. bis niemand mehr da ist, den man für die Tilgung der gesamten weltweiten Schulden in gleicher Höhe heranziehen könnte.

      Die Geschichte lehrt uns dabei, dass Schulden IMMER zurückbezahlt werden: kann der Schuldner nicht, zahlt sie der Gläubiger. Kann der Gläubiger nicht, zahlt sie die Bank des Gläubigers. Kann die Bank nicht, zahlt sie die Zentralbank. Kann die Zentralbank nicht, zahlt sie der Staat. Kann der Staat nicht, zahlt sie das Volk. Kann das Volk nicht, muss es trotzdem! Da kommen tolle Zeiten auf uns zu…

      Der angehäufte, weltweite Schuldenberg von gegen 300 billionen US$ bedeutet für mich definitiv das Ende unseres kranken Finanzsystems. Die Frage ist lediglich, wie lange der komplette Systemcrash durch Manipulation und Propaganda noch weiter hinausgezögert werden kann…

    • @ Visionär:

      Sie verstehen die Null- und Niedrigzinspolitik nicht ganz.

      Ein im wesentlichen fehlinvestierter Kredit, der nicht abgeschrieben werden soll bzw. kann verzinst sich mit 1%. Mangels hinreichenden Mittelzufluß / cash flow trotz der Niedrigzinsen werden die zinsen einfach „angeschrieben“, d.h. dem Kredit mit zugebucht.

      Ergebnis nach 10 Jahren:

      https://www.zinsen-berechnen.de/zinsrechner.php?paramid=kibs2ownot

      https://www.zinsen-berechnen.de/inflationsrechner.php?paramid=vf95jfv9d2

      Ergebnis nach 20 Jahren:

      https://www.zinsen-berechnen.de/zinsrechner.php?paramid=h1k5587x3r

      https://www.zinsen-berechnen.de/inflationsrechner.php?paramid=dmblexpm9q

      Großtechnisch wurde dies so ab 1990 in Japan und wird dies aktuell in Europa, beispielsweise in Griechenland durchgeführt.

      Dies letztendlich ist das „Geheimnis“ des Papiergeldsystems.

      Im Rahmen der großen wirtschaftlichen Expansion in früheren Zeiten, als die westliche Welt Mittelpunkt alles wirtschaftlichen Geschehens international war, wurden solche Verluste einfach überkompensiert. D. h. vergangene Verluste wurden von den Gewinnen der Zukunft weit übertroffen.

      Heute werden solche Verluste, die letztlich das Geldsystem einer Volkswirtschaft gefährden niedrigverzinslich stehengelassen und so über die Teuerung abgeschmolzen.

      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13492421.html

      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13492221.html

    • Visionär…..….

      Richtig.

      Aber bei diesen Geschichten, dass kann man auch aus den letzten 5000 Jahren lernen, bleiben immer die „Kleinen“ auf der Strecke.
      Die vermögenden haben immer noch irgendwas was sie veräussern können und sei es nur der 3. Wagen oder den silbernen Kerzenständer.

      Viele Kleine aber haben davon kaum etwas.

      Tatsache ist, bei einem Crash hätte ich vor 10 Jahren die Schweiz als sichere Insel im Meer betrachtet.
      Angesichts unserer Nationalbank aber ist dem heute sicher nicht mehr so.

      Sollte die SNB je versuchen ihre Devisenbestände loszuwerden, wird das innert Minuten entdeckt und keiner wie noch für einen guten Preis zuschlagen.
      Wir können uns noch ein wenig selber belügen und glauben, es stünden da „Werte“ in den Büchern der SNB.
      Aber das ist eine blosse Schimäre.
      Wenn etwas seinen Wert nur behält, so lange man es …. ))nicht (( verkaufen will….. was ist es dann ?

    • @ Visionär:

      Rechenschaftspflicht gegenüber den Menschen in Europa:

      „Es wird nicht so sein, dass der Süden bei den sogenannten reichen Ländern abkassiert. Dann nämlich würde Europa auseinanderfallen. Es gibt eine ’no bail out rule‘. Das heißt, wenn sich ein Land durch eigenes Verhalten hohe Defizite zulegt, dann ist weder die Gemeinschaft noch ein Mitgliedstaat verpflichtet, diesem Land zu helfen.“

      (Horst Köhler, damals Finanzstaatssekretär, April 1992 )

      „Es gibt keine Zentralbank der Welt, die von der Politik so unabhängig ist wie die Europäische Zentralbank.“

      (Wim Duisenberg, erster EZB-Präsident, Juni 1998 )

      „Auf mittlere Sicht erwarte ich, dass die Preise für Autos und Medikamente sinken. Der Euro ist kein Teuro. Er ist genauso hart wie die D-Mark, auch im Verhältnis zum Dollar.“

      (Hans Eichel, damals Bundesfinanzminister, Dezember 2001)

      „Die EZB würde problematisch handeln, wenn sie auf die Interessen einzelner Länder einginge. Das wäre, wie wenn die Bundesbank früher auf die Situation einzelner Bundesländer geschaut hätte.“

      (Hans Tietmeyer, früherer Bundesbankchef, Dezember 2006)

      Wenn man ein aktuelles Beispiel für die Nachteiligkeit einer Einheitswährung sucht, dann gibt es in Europa ein prominentes Anschauungsbeispiel.