Urs Rohner: Ich und Tidjane, wir sind Spitze

Präsident sieht CS auf Kurs – Lobt sich für seine Wahl des CEOs – Will noch lange bleiben – Aktie im Keller: Who cares?

Urs Rohner sieht sich in einem Interview mit der Handelszeitung auf der Zielgeraden. Die drei Jahre Umbau unter seinem CEO Tidjane Thiam seien eine Erfolgsgeschichte.

„Wir sind überzeugt von der heutigen Positionierung unserer Bank“, meint Rohner. Und klopft Thiam kräftig auf die Schultern.

„Ich habe noch nie einen CEO gesehen, der so bestimmt und passioniert auf seine Aufgabe konzentriert ist und auch noch Spass hat wie Tidjane Thiam.“

Dieser sei oft „hart bis unfair“ von den Medien kritisiert worden. Doch nun sei alles gut herausgekommen, meint Rohner, der sich an dieser Stelle mit Eigenlob überschüttet.

„Ich bin stolz darauf, dass es gelungen ist, ihn zur CS zu holen. Wir dürfen nicht vergessen, dass er damals einer der erfolgreichsten CEO im Börsenindex FTSE 100 war. In vielen Gesprächen konnte ich ihn überzeugen, in eine andere Branche zu wechseln und in ein anderes Land zu kommen.“

Ein Coup, den er, Rohner, geschafft habe. Andere sagen, Thiam sei damals auf Stellensuche gewesen.

Wie auch immer: Rohner will angesichts seines Erfolgs bis 2021 auf seinem Präsidentenstuhl bleiben. Davon würden auch die Besitzer profitieren. „Wir wollen den Wert unserer Firma nachhaltig steigern.“

Das soll sich in der CS-Aktie abbilden. „Wenn wir unsere Pläne weiter konsequent umsetzen, wird man dies auch im Aktienkurs sehen.“

Rohner vom Feinsten, wie er sich seit 2011 an der Spitze der Nummer 2 des Finanzplatzes halten kann.

Die CS-Aktie ist in seiner Zeit als Präsident um 60 Prozent gefallen, der SMI als Index der grossen Schweizer Firmen stieg um einen Drittel.

Ära Rohner: Aktie seit 2011 minus 60 Prozent.

Unter Rohner zahlte die CS im 2014 gegen 3 Milliarden Dollar Strafe wegen krimineller Steuertaten. Er selbst hängte sich eine „weisse Weste“ um.

Im Anschluss an das damalige Schuldeingeständnis übernahm ein US-Anwalt das Compliance-Steuer der CS. Der Amerikaner sitzt seit bald 4 Jahren im CS-Gebäude in Zürich-Oerlikon und bestimmt, welche Kunden die CS noch haben darf und welche nicht.

Gekostet hat die Übung bis jetzt 700 Millionen Dollar – ein Ende ist nicht in Sicht.

Rohners hochgelobter CEO Thiam hat bei der CS ebenfalls Werte vernichtet. In Thiams Zeit seit Juli 2015 verlor die CS-Aktie 40 Prozent, der SMI nur wenig.

Ära Thiam: Aktie seit 2015 minus 40 Prozent.

Rohner und Thiam – das absolute Dreamteam für die Credit Suisse? Wie Rohner auf diese Idee kommt, bleibt sein Geheimnis.

Sicher ist: Der einstige Anwalt will so lange bleiben, wie er kann. Er freut sich über jeden Tag ganz oben.

Das ist menschlich. Erstaunlich ist, was Rohner unwidersprochen im Interview mit dem Wirtschaftsblatt zum Besten geben kann.

Er profitiere persönlich von einem steigendem Aktienkurs, meint die Zeitung – offenbar ohne begriffen zu haben, dass Rohner praktisch nie zusätzliche Aktien der CS will, sondern vor allem Cash.

Aktien? Give me a break: Rohner baut ab statt auf.

Statt zu korrigieren, bekräftigt Rohner das Bild eines Finanz-Kapitäns, der sein privates Vermögen auf die Arbeitgeberin setzt – wie ein richtiger Unternehmer.

„Ich bin und bleibe investiert in die Credit Suisse, weil ich an sie glaube. Damit ist meine Vergütung zu einem guten Teil an die Entwicklung des Geschäfts gekoppelt.“

Das Gegenteil trifft zu. Der Abbau seines CS-Aktienbestands von 198’000 auf 190’000 Aktien zeigt Rohner als Chef, der offensichtlich nicht an seine Bank glaubt. Sonst würde er zu- statt verkaufen.

Happy Hour: Rohner, Handelszeitungs-Chef

Ein Muster von vielen in einem Gespräch, das den obersten Kopf einer fahrigen Schweizer Grossbank zeigt, der die bittere Realität ausblendet; dass nämlich Jobs wegfallen und neue Erträge fehlen. Ob Rohner bewusst Realitätsverweigerung betreibt, bleibt sein Geheimnis.

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40 Kommentare zu “Urs Rohner: Ich und Tidjane, wir sind Spitze

  1. When is Urs going to release the US monitor report? How bad is the report that it hasn’t been released? Where are the journalists and analysts demanding the release of the report? $700,000,000 of shareholder money has been spent on the US Monitor who has stayed 2 years longer than stated in the US guilty plea. What is going on? Swiss citizens and CS shareholders have a right to know! We know why Urs has not released the report , it will say he’s a responsible for billions in fines for both complicity and poor management oversight .Urs can’t lose this job because he has no money, that’s why he can’t take CS stock and that is why he is hiding the Monitors report. Where is the CS Board ?? There should be full disclosure on what occurred. No doubt CS is trading Russian secrets to save itself from further US fines, but this does not excuse Rohner from hiding the discovered problems .
    The Swiss people need to demand answers.

    • We can demand what ever we want, we wont get squat for answer. Ever seen Board Members take responsibility for their poor / criminal behavior? No? Me neither.

  2. Es erstaunt mich, dass die Medien solche Manager noch eine Plattform zur Selbstvermarktung bieten, anstelle kritisch zu berichten und die unfähigen Leute in die Wüste zu schicken.
    Das solche Personen so lange die Führungsposition behalten können, sagt viel aus über die Qualität der grossen Medienhäuser…

  3. Auch im Zusammenhang mit dem Lehman-Brothers-Skandal vor 10 Jahren hat Rohner eine hundstraurige Rolle gespielt, als er und seine „Kollegen“ zusammen mit Haltiner der FINMA ein „Päckli“ zu Ungunsten vieler Geschädigter schnürte.

  4. Wer sich die Mühe macht und die Äusserungen von Thomas Kesselring an der CS-GV 2018, von Forist „Die Weisse Weste in Mosambik 08:40 Uhr eingebracht, liest, erlebt einen VR-Präsidenten Rohner der keinen „präsidialen“ Eindruck bietet, nervös und, ob den Fragen von Kesselring, sichtlich aus dem Gleis geraten fahrig Antwort gibt. Schlechtes Gewissen verbunden mit präsidialer Inkompetenz ??

  5. Wenn jemand an verzerrter Wahrnehmungsstörung leidet, dann Urs Rohner. Diese Selbstbeweihräucherung ist nur noch unerträglich und sehr peinlich.

  6. Eine einigermassen geistig intakte Unternehmerpersönlichkeit – und möge sie noch so erfolgreich sein – würde niemals eine derartige Selbstbeweihräucherung ablassen. So etwas ist „krank“!

  7. Dunning-Kruger Effect at its best. Rohner ist und bleibt auf dem Idiot’s Peak. Ein Bisschen Halbwissen und keinerlei Einsicht, dass er vieles nicht versteht, lassen ihn tatsächlich glauben, er sei kompetent. Dazu eine gehörige Portion Narzissmus.
    Ich habe den Typen selber erlebt. Unglaublich aber wahr, der glaubt den ganzen Mist, den er erzählt.
    Unter Brady’s Regentschaft wurde er nicht müde zu betonon, die CS habe eine äusserst solide Bilanz; das war während ganzer 7 Jahre.
    Kaum war Brady raus und TT drin, erklärte er, die CS brauche eine Kapitalerhöhung. Dass BD und TT unterschiedlicher Auffassung sind – kein Problem. Dass deren Chef und Vorgesetzter seine Meinung von einem Tag auf den anderen um 180 Grad ändert – halt schon ein Problem. Leider gilt dies fuer zahlreiche oder zahllose Bank Manager. Geldgeile Soziopathen ohne moralischen Kompass und ohne ein Mindestmass an Charakter. Pfui Teufel.

    • „Dass deren Chef und Vorgesetzter seine Meinung von einem Tag auf den anderen um 180 Grad ändert – halt schon ein Problem.“

      Ja, sonst wäre er auch nicht an diese Position gekommen…!
      Auch deswegen gibt es die Hierarchiestufen um die Leute nach den nötigen Charaktereigenschaften auszusuchen.

  8. Würde ein beim RAV angemeldeter Arbeitsloser nach 12 Monaten über seine Stellensuche in gleich euphorischen Worten berichten, würde ihm wohl eine Zwangstherapie verordnet und Taggelder gestrichen.

    Aber Örs ist dank weisser Weste halt einfach ein anderes Kaliber. Weshalb ihm die Schreiberlinge der ehemals als Journalisten bezeichneten Gilde auch derart in den Allerwertesten kriechen!

  9. Am Ende .. kriegt jeder Aktionär den VR und die GL, den er verdient hat ..

    Herr Thiam hatte bereits 3 Jahre Zeit. Eine Neu-Ausrichtung kann schon mal 2 Jahre dauern, bis man Bottom-line etwas sieht. Mittlerweile müsste man was sehen ? Bravo Herr Thiam, die nächsten 3 Jahre je 2 MiaCHF Gewinn p.a .. und ihre Wirken war .. ein Nullsummen-Spiel. Erfolg ist messbar, anscheinend gilt dies jedoch nicht bei der CS, da hat man von der quantitativen Erfolgsmessung auf ‚qualitative‘ Aussagen zur eigenen Leistungsbeurteilung umgestellt. Nicht vergessen liebe CS, auch Geschäftsberichte kann man doppelseitig ausdrucken.

    Treffend die Aussage von Herr Rohner, dass der Aktienkurs noch Potenzial hat, danke für dieses Eingeständnis, dass der restlichen Selbstbeweihräucherung klar widerspricht.

    MfG Industrial

    • Nur sind viele indirekt als Aktionäre auch an der Credit Suisse beteiligt, den Machenschaften von UR ausgeliefert und bluten dafür. Einige die von Seiten Credit Suisse betrogen wurden, können sich nicht einmal dieser Organisation entziehen. Kommt hinzu, dass die Schweizerische Finanzmarktaufsicht auch noch untätig bleibt bezüglich personeller Konsequenzen gegen fehlbare Organe.

  10. Es gab mal den Slogan «Yes we can». Doch dieser «Wir Ruf» wird von der Führung schon längst nicht mehr vorgelebt. Who cares! Schliesslich sitzt man ja mit der Mannschaft auch nicht mehr im gleichen Boot. Heute heisst der Schlachtruf der Crew «Bonus first».

  11. An der Spitze einer Grossbank braucht es keinen Sprinter wie den ehemaligen Hürdenläufer über 110 Meter, UR, sondern einen Marathonläufer. Und schon gar keinen Wirtschaftsanwalt.
    Er und TT haben in den letzten drei Jahren bei der CS nur Werte vernichtet (-29.5%), während amerikanische Banken in derselben Phase um über 50% zulegten. Und die sehen sich als Spitzenduo? Wenn es nicht zum Weinen wäre, müsste man darüber nur noch lachen.

    • Spitzenduo? Können die zwei auch singen? Wie nennen die sich?: „Örs Wind and Failure“? Haben die vom Tuuten und Blasen eine Ahnung? Fragen über Fragen.

    • Ich sag´s gerne nochmals: Washington und der US Imperialismus haben um´s Jahr 2000 beschlossen, mit Hilfe der Silicon Valley DigitalStrategie und der CIA Agenten in den Beratungsunternehmen (e.g. McGrinsies, Perrot Systems u.a.) das CH Bankensystem und den damaligen Erfolg der CH Bankenwelt zu zerschlagen sowie einen grossen Teil der Geschäfte selber zu übernehmen. Mit den Anwälten der WallStreet und den jüdischen Imperatoren der US Hochfinanz hat das Ganze seinen Anfang genommen. (Der CS Aktenvernichter Wachtmann Meili lässt grüssen ….) …

      Nun, so ca. 20 Jahre später hat das US Finanzimperium sein Ziel mit dem Finanzplatz Schweiz erreicht !!!

    • @ Bank Informatiker
      Ich habe gedacht, nur ich selber habe das Privilegium ab – und zu…Blödsinn zu schreiben, aber sie uberbieten mich sogar. Bravo! Aber sie kriegen kein Jobs von mir, da ihre Aussagen weder von Rechts noch von Links stimmen: Meilen hat für UbS oder damals SBG gearbeitet…und die Banken zerschlagen sich selbst, nachdem Sie bei der CDO’s Party alles verloren haben. Alles! So ist es… nicht die die USA, nicht die Politik, aber sich selber…. that‘ s true leider. Gott rettet die Schweiz… 🤣😁😉🤗

  12. Halt die typische unkritische, unbrauchbare, hofierende Systempresse.
    Kann man allenfalls auf einer Bergwanderung zum Feueranzünden und als Toilettenpapier verwenden.
    Kein Wunder, liegt die journalistische Führung längst bei den unabhängigen Blogs.

  13. da auf dem finanzplatz schweiz die finanzmarktaufsicht #finma unter direktor mark branson mit solchen personen noch deals abschliesst und der sachverhalt ‚treu und glauben‘ der lächerlichkeit preisgegeben wird, muss eigentlich gar nichts mehr überraschen.

    hinterfragen muss man aber sicher die blauäugigkeit einer vielzahl von #creditsuisse-aktionären, die dem vr-präsidenten urs rohner noch das vertrauen schenken… aber dummheiten werden ja bestraft und viele aktuelle und ex-aktionäre haben ja lehrgeld in sachen #creditsuisse bezahlt bzw. werden auch in zukunft noch ihre wunden lecken dürfen

  14. Ist doch logisch. Bevor man zugibt, dass man Mist gebaut hat, und dafür ist der Druck noch nicht hoch genug, redet man alles gut und lobt sich bis zum Exzess. Auch wenn man es eigentlich besser weiss. Das ist menschlich.

    Eine Pictet wird auch den Teufel tun öffentlich zuzugeben, dass sie bereuren sich Collardi ins Haus geholt zu haben. Obwohl sein Saftladen unter seiner Ägide in so ziemlich alle Skandale der letzten Jahre involviert war.

    Also warum sollte Rohner zugeben, dass er bereut Tiam geholt zu haben. Der zwar tatsächlich seinem Kurs treu bleibt, aber ausser sich selbst und Rohner die Millionen in die Kasse zu spülen nicht viel erreicht hat.

  15. Wow…great, phantastisch, bezaubernd!
    Die Schweiz hat wieder ein Traumduo: well done!
    Mal schauen, wie lange “ die Liebe“ aushält diesen Mal…😁
    Deswegen wil die UBs sicher nicht mit Cs fusionieren um die CUBEs zu bilden, da dann Rohner würde den Prsäsidialjob übernehmen und TT deren CEO! ALPHA OMEGA würde den ezB job übernehmen und Ticinotti Sonderbotschaften der Eidgenosschaft…alles schon in den Sternen geschrieben. À propos Universum: Spekulationen besagen uns, dass Andromeda und Milky Way angefangen zu flirten haben… mal schauen was drauskommt…that’s all folk! 🤣😁😉.

  16. Ne, der glaubt den Stuss, den er erzählt, tatsächlich selbst. – Ein klarer Fall für die „Weisse Jacke“, wie sie allerdings in Irrenanstalten renitenten Patienten angelegt wird.

    • Ich denke, dass Leute wie Rohner sich über Leute wie Sie kaputt lachen.

      Er macht die Arbeit welche von ihm verlangt wird.
      Die Ziele der Auftragsgeber widersprechen denen der Öffentlichkeit, Mitarbeiter und normalen Aktionären.

      Mit Kommentaren wie den von Ihnen nützen Sie Leuten wie Rohner sogar noch indem sie einen verwertbaren Titel schaffen.

    • à Peter Keller: Wie mit einem solchen Kommentar Rohner geholfen wird, ist mehr als schleierhaft. Die entscheidenden CS-Aktionäre werden ruhig gestellt mit Coco-Bonds, an der Performance des Aktie kann es nicht liegen. Warum sucht Rohner die Öffentlichkeit; schlechtes Gewissen, Flucht nach vorn, Mediengeilheit? Kommentare zu den Stories mögen nicht viel bewegen. IP hingegen wird wahrgenommen, man versucht(e) den Einzelkämpfer Lukas Hässig mundtot zu machen resp. mit Hilfe von Nobelanwälten finanziell zu ruinieren. Kaputt lachen sieht anders aus

    • @Peter Keller: Klar lacht sich die Weisse Weste kaputt. Ungestraft Stuss erzählen zu können, dabei sich ein risikoloses Spitzeneinkommen unter Kollegen bzw. Mittätern zumischeln und sonst noch ein bisschen überheblich schauspielern und im Leone rumhängen, da hätte wohl jeder ein breites Lächeln im Gesicht und würde sich möglicherweise innerlich kugeln vor Lachen über die Blödheit derer, die einem Angestellten solches Tun zulassen.

    • @Prättigauer

      Wie ich geschrieben habe. Durch einen geschaffenen Titel.

      Herr Rohner kann für die getätigte Äusserung einen Ausgleich fordern.

  17. Keiner hat ein weisseres Hemd als der Urs! Welches Waschmittel nimmt er denn? FINMA Forte vielleicht?

    Tidjane *ist* Spitze!! Im Verlust machen. Kriegt er eigentlich einen Sonderbonus von 100 Mio, wenn er im Geschäftsjahr 2018 mindestens 1 Milliarde Verlust schreibt?

    • Der UR ist ja selten einmal in der Lage, einen geraden Satz zu formulieren. Und so einer repräsentiert die zweitgrösste Bank der Schweiz? Dem würde ich kein ein Occasionsauto abkaufen …

    • Lieber Lukas Hässig, Ihre Zensur ist eigentlich schon unschön. Dass Sie dabei schlampig vorgehen und den Text verstümmeln, ist Ihren Lesern gegenüber respektlos.

  18. Rohners Selbstbeweihräucherungs-Inszenierung steht für Arroganz, Blasiertheit, Anmassung, Hochmut und Egozentrik. Die Fakten sehen anders aus. Lukas Hässig bringt es auf den Punkt „Realitätsverweigerung“. Psychologische Soforthilfe wird dringend empfohlen.

  19. Vor zwei Wochen das Gefälligkeits Interview mit Gisel in der NZZ und jetzt der „Weisse Weste“ Rohner in der Handelszeitung.

    Wenn ich es nicht selbst gelesen hätte würde ich es nicht glauben. Die Medienhäuser entfernen sich immer weiter vom unabhänigen Journalismus. Leider.

    Obwohl auch IP nicht immer perfekt ist – es braucht solche Blogs mehr den je. Danke Lukas – und bleibe dran.

  20. Tatsächlich wurde Tidjane Thiam von dem Medien hart und unfair kritisiert – vielleicht weil es vielen auch nicht gepasst hat, dass jemand mit anderer Hautfarbe ein solches Schweizer Traditionsunternehmen leitet. Er hat die Credit Suisse in einem schwierigen Umfeld und mit schwieriger Vorgeschichte übernommen. Man müsste hier vielmehr den früheren CEO Dougan kritisieren, der verantwortlich für die Bussen und den Aufseher usw. ist. Es ist verständlich, dass sein Restrukturierungsplan nicht bei jedermann auf offene Ohre gestossen ist, insbesondere da die Sparmasnahmen auch Entlassungen beinhalten. Das Ergebnis lässt sich mittlerweile jedoch sehen, auch wenn der Aktienkurs stetig an Wert verloren hat. Dies ist bei anderene Finanzinstituten aber nicht anders. Es ist wichtig, dass Thiam den Anschluss nicht verpasst und die CS erfolgreich am Markt positionieren kann. Nur wenige hätten es besser gemacht als er. Über Herr Rohner als VR-Präsident lässt sich sicherlich streiten. Dies ist jedoch eine anderen Geschichte.

    • Willst Du uns verarschen?
      Thiam wurde damals wie ein Messias in den Himmel gelobt!
      Dabei ist das nur eine typische Nummer aus dem Hause McKinsey (wie man gut am Aktienkurs erkennt).

    • Ja genau, ein CEO ohne Visionen und ohne Mut an der Spitze der Nummer 2 Haha das könnte sogar ich. Nein er ist der falsche. Am besten würde er den Hut nehmen und wieder in die Assekuranz wechseln, den das Banking hat er bestimmt nicht im Blut und einfach Personal abbauen das kann ja jeder. Dougan hat viel riskiert und ist gescheitert aber so einer ist mir immer noch lieber als ein so farbloser Thiam der nichts kann und die CS noch falsch positioniert und ah ja verdienen tut er seinen Lohn auch nicht.