Lieber Herr Rauber, lieber Herr Walker

Offener Brief eines Raiffeisen-Kadermanns an die neuen Verwaltungsräte – Gisel sofort weg, Genossenschaft stärken.

Lieber Herr Rauber, lieber Herr Walker, zuerst möchte ich mich bei Ihnen für Ihren Einsatz bei der Entlassung von Herrn Gisel bedanken. Dieser Schritt macht mich zuversichtlich, dass Sie die Dinge anpacken. Das Zeitalter der Verantwortungslosigkeit, geprägt von Vincenz, Rüegg-Stürm und von Gantenbein fortgeführt, ist damit zu Ende.

Gerne möchte ich Ihnen einige Hinweise eines einfachen Bankleitungsmitglieds geben, der bereits seit Jahrzehnten bei Raiffeisen arbeitet; dies im Sinn der Transparenz in diesem Format. Raiffeisen hat nichts zu verbergen, das Zeitalter des Gemauschels und Schönredens ist vorbei.

Im Jahre 1899 wurde in Bichelsee im Hinterthurgau auf Initiative des Dorfpfarrers die erste Schweizer Raiffeisenbank gegründet. Das Ziel von Pfarrer Johann Evangelist Traber war es, die lokalen wirtschaftlichen Kreisläufe zu stärken und Kapital zu mobilisieren.

Die Raiffeisenbanken (damals Raiffeisenkassen) hatten seit Gründung eine einzigartige Beziehung zu ihren Kunden. So hafteten Mitglieder bis 1989 unbeschränkt und solidarisch, zwischen 1989 und 2014 mit bis zu 8’000 Franken und heute noch mit dem Anteilsschein, der bis zu 10’000 Franken betragen kann.

Keine andere Bank hat diese Verbundenheit zu ihren Kunden, was für uns in der täglichen Arbeit eine Verpflichtung zu Sorgfalt, Kundendienst, konservativem Wirtschaften und Integrität ist.

In den letzten Jahren wurden diese Werte von Raiffeisen Schweiz mit den Füssen getreten. Um nicht zu sagen: vergewaltigt und missbraucht; und nicht nur durch Pierin Vincenz. Die Probleme liegen tiefer.

Stabsübergabe mit Folgen: Felix Walker, Nachfolger Pierin Vincenz (Bild: Republik)

Es geht um Personen. Und um Struktur. Und letztlich um Werte. Und auch nach Erneuerung des Verwaltungsrates und der Entlassung von Patrik Gisel besteht weiter dringender Handlungsbedarf.

Zur Person Gisel. Über die Handlungen von Pierin Vincenz werden die Gerichte urteilen. Offensichtlich ist, dass er mit Patrik Gisel und dem restlichen Management von Raiffeisen Schweiz willige Handlanger hatte.

Im Fall von Gisel ist es völlig unglaubwürdig, dass er in seinen über 10 Jahren als Stellvertreter von den Verfehlungen nichts gewusst hat. Gisel und Vincenz haben beide an internen Veranstaltungen ausgesagt, dass sie bereits an ihrem Studium an der HSG eng befreundet waren. Warum die Staatsanwaltschaft trotz dieser enormen Nähe für Gisel keine scharfen Befragungen durchführt, bleibt unklar.

Unabhängig von einer allfällig strafrechtlichen Komponente sind seine operativen Leistungen sehr schwach. Es ist mir unverständlich, warum ein Pascal Gantenbein ihn immer noch stützt und seine Leistungen positiv würdigt.

Herr Gisel hat in seiner Kernaufgabe versagt, der Ablösung von DiAlba. Diese Ablösung blockiert uns nun seit 10 Jahren. Andere Banken investieren in Digitalisierung und Kundendienst. Wir haben nun ein neues, nicht wirklich funktionierendes Kernbankensystem, welches aus Sicht von Experten architektonisch veraltet ist.

Auch hat Gisel nach 13 Jahren die Organisation von Raiffeisen nicht verstanden. Gisel war nie CEO, sondern Chef einer Dienstleistungseinheit und Giro-Zentrale für die Raiffeisenbanken. Es ist also nicht sein Verdienst, wenn ein Jahresergebnis gut ist. Vielmehr bin ich überzeugt, dass ohne den Pfusch von Gisel die Ergebnisse der Banken deutlich besser wären.

Aber es geht nicht nur um Fähigkeiten, sondern um Werte. Nach der Verhaftung von Vincenz hat Gisel nur versucht, die eigene Haut zu retten und mit seinem Verhalten die Raiffeisen-Marke massiv geschädigt. Privatflugzeuge, betriebsinterne Liebschaften, öffentliche Unwahrheiten. Alles im eklatanten Gegensatz zu den Raiffeisen-Werten.

Auch jetzt, nach seiner überfälligen Entlassung, versucht er weiter, an einer Geschichte zu stricken, und belastet so die Organisation mit seiner Anwesenheit.

Lieber Herr Rauber, lieber Herr Walker: Handeln Sie! Herr Gisel gehört freigestellt. Und als das bezeichnet, was er ist: ein Karrierist, der aus Geld- und Machtgier mit seinem Studienfreund zusammen Raiffeisen in die Krise geführt hat. Wir müssen uns von solchen Personen distanzieren; nicht nur, weil sie unsere Marke beschädigen. Sondern weil sie unsere Werte pervertieren.

Die Geschäftsleitung und Bereichsleiter. Es wäre viel zu einfach, die heutige Situation nur Vincenz, Gisel und den abgetretenen oder noch abzutretenden Verwaltungsräten zuzuschreiben. Diese Leute konnten nur so agieren, weil sie in der Geschäftsleitung und im Management von Raiffeisen Schweiz von willigen Helfern tatkräftig unterstützt wurden.

Marcel Zoller mit seiner rechten Hand Christian Poerschke, die beide viele Deals mit unterstützt haben. Michael Auer, ein enger Mitarbeiter von Gisel. Der Generalsekretär, Roland Schaub, der ehemalige Partner von Frau Ceregato-Vincenz.

Paulo Brügger, über den alle Transaktionen zu Leonteq gelaufen sind. Beat Hodel, der das Risikomanagement nicht im Griff gehabt hat – sogar festgestellt durch die Finma. Gabriele Burn, welche die Raiffeisenbanken mit Discount-Konditionen konkurrenziert. Die Liste ist endlos.

Und auf der nächsten Ebene sieht es nicht besser aus: Ein hoher Troubleshooter mit den Deals um Trendcommerce. Ein ehemaliger Leiter Interne Revision, der aufmüpfige Banken schikaniert hat. Ein Ex-Bereichsleiter Firmenkunden (bei Gisel), der tatkräftig bei Investnet mitgearbeitet hat. Ein Personalleiter, der verhindert, dass kritische Personen Bankleiter werden.

Auch diese Liste könnte man endlos fortsetzen. Jede dieser Personen hat sein eigenes Süppchen gekocht und ist damit direkt verantwortlich für die Unkultur, die bei Raiffeisen Schweiz Einzug gehalten hat.

Und das Kollektiv reduziert nicht die Schuld der einzelnen Person. Wie im Strafrecht: Eine gemeinsame Handlung wird als kriminelle Absprache klassifiziert und schwerer bestraft.

Entsprechend ist klar, dass diese Personen nicht Teil einer Zukunft sein können. Vielmehr müssen sie so rasch wie möglich ersetzt werden. Vorher kann die Kultur nicht gesunden. Zusätzlich muss die persönliche Verantwortung zwingend in saftigen Schadenersatzforderungen münden. Es darf nicht sein, dass Personen jahre-, manchmal sogar jahrzehntelang, Raiffeisen möglicherweise schädigten und dann ohne Folgen abtauchen können.

Herr Rauber, Herr Walker: Sorgen Sie für den raschen Austausch der gesamten Geschäftsleitung sowie die Einreichung von Schadenersatzklagen gegen heutige und frühere Mitglieder des Verwaltungsrats, der Geschäftsleitung und von ausgewählten Bereichsleitern. Das sind Sie Raiffeisen schuldig.

Die scheinheiligen „Aufräumer“. Einige Personen stellen sich gerne als Teil der neuen Welt dar. Insbesondere Pascal Gantenbein, aber auch Urs Gauch. Von einigen schlecht informierten Medien wird sogar Poerschke, obwohl der klassische Insider, als „unbelastet“ dargestellt.

Das hat mit der Realität nichts zu tun. Raiffeisen Schweiz hat ein Kulturproblem. Und Gantenbein und Gauch sind typische Vertreter dieser himmeltraurigen Kultur des Wegsehens. Allein dass letzte Woche Gantenbein wieder in der NZZ und der Finanz und Wirtschaft Gisel und den Rest der Geschäftsleitung verteidigt hat, disqualifiziert ihn. Solche Opportunisten und Karrieristen kann sich Raiffeisen nicht mehr leisten.

Herr Rauber, Herr Walker: Sorgen Sie dafür, dass auch Leute wie Gantenbein, Gauch und Poerschke als das benannt werden, was sie sind: Teil des Problems und der Vergangenheit. Solche Leute sind nicht mehr die richtigen.

Der Weg in die Zukunft. Priorität eins muss die Gesundung der Kultur sein. Und das geht nur über Personen. Bei der Besetzung des Verwaltungsrates dürfen nur integre, bescheidene Personen in Frage kommen, die die Werte von Raiffeisen verkörpern.

Personen mit teuren Uhrensammlungen, Autosammlungen, Privatflugzeugen und Luxusbooten disqualifizieren sich selbstredend.

Abschliessend schlage ich ein 10 Punkte-Programm vor:

1. Völlige Transparenz: Es geht darum, Transparenz herzustellen. Die schlimmen Praktiken der Vergangenheit – Geheimnistuerei um Untersuchungsberichte, geheime Delegierte, um nur zwei zu nennen – sind ein offensichtlicher Teil der Vergangenheit. Gantenbein und Gisel haben hier nahtlos die Politik von Vincenz fortgeführt. Die Zukunft liegt in der grösstmöglichen Transparenz. Wir haben nichts zu verbergen.

2. Umwandlung Niederlassungen zu Raiffeisenbanken: Die Niederlassungen, die direkt durch Raiffeisen Schweiz betrieben werden, sind im Modell Raiffeisen nicht vorgesehen und teilweise schlicht statutenwidrig. Sie sind auch nicht notwendig.

Warum soll eine Raiffeisenbank in Thalwil, Bern oder Winterthur nicht funktionieren? In anderen städtischen Regionen wie Genf, Luzern oder Zug sind Raiffeisenbanken mit Genossenschaften auch sehr erfolgreich. Das ganze Departement Niederlassungen sollte noch 2019 still gelegt werden. Wir sind Genossenschaftsbanken, unsere Kunden sind (überwiegend) Genossenschafter.

3. Völliger Rückbau des Systems Vincenz: Neben den genannten „Unterstützern“ unter den Departements- und Bereichsleitern gibt es noch zahlreiche weitere Unterstützer sowohl des „Systems Vincenz“ als auch des „Systems Gisel“. Einige innerhalb von Raiffeisen Schweiz, andere in den Raiffeisenbanken. Oder unter den Beratern (beispielsweise McKinsey, PR Berater) oder Lieferanten (Bratschi, PwC).

All diese Organisationen und Personen müssen offengelegt werden. Und sie sollen für Jahre nicht mehr beauftragt werden. Wir können nicht mehr mit solchen Leuten zusammen arbeiten.

4. „Eine Bank, eine Stimme“: Das jetzige System mit den Delegierten ist intransparent und auch für uns „Insider“ nicht nachvollziehbar. Es sollte einfach ersetzt werden durch das transparente „Eine Bank, eine Stimme“-Prinzip an der Delegiertenversammlung. Wir sind eine Genossenschaft.

5. Strukturreform, aber richtig: Auch von uns Raiffeisenbanken ist Veränderung gefragt. Wir arbeiten unter einer Marke. Entsprechend hat der Kunde einen Anspruch auf einen hochwertigen Service in jeder einzelnen Bank.

Aktuell habe ich den Eindruck, dass unser Versprechen in einigen Kleinbanken rein aufgrund der Grösse nicht immer eingehalten werden kann. Wir brauchen eine Strukturreform, in der sich innert 2 bis 3 Jahren die Banken zu einer Mindestgrösse von etwa 500 Millionen Bilanzsumme zusammenschliessen.

6. Rückbau Raiffeisen Schweiz: Die Zentrale hat ein Eigenleben entwickelt und in den letzten Jahren direkt und indirekt immer mehr Ressourcen benötigt. Viele der Kostenverrechnungen sind nicht transparent ausgewiesen.

Ganze Bereiche in Raiffeisen Schweiz haben in der heutigen Form weder für Insider noch für uns Banken wirklich wertstiftende Aufgaben, wie der Bereich Produkte und Kooperationen, Vertrieb und Kanäle, Analytik oder Marketing.

Und in Kernaufgaben – wie die Bereitstellung einer günstigen und zukunftsfähigen IT – ist Raiffeisen Schweiz völlig gescheitert. Entsprechend muss Raiffeisen Schweiz zurückgebaut werden. Ich sehe keinen Grund, warum langfristig mehr als 1’000 Personen bei Raiffeisen Schweiz beschäftigt werden sollten. Die Raiffeisenbanken und der Dienst am Kunden stehen im Zentrum, nicht die Zentrale.

7. Abbruch Avaloq-Übung: Avaloq ist offensichtlich ein Fass ohne Boden. Banken, die das System bereits in Betrieb haben, äussern sich äusserst negativ darüber. Auch scheinen sich die versprochenen Kosten nicht wie erwartet zu senken. Die Indianer sagen: „Wenn Du auf einem toten Pferd reitest – steige ab.“ Als grösste Schweizer Retailbank sollten wir den Anspruch haben, ein eigenes System zu betreiben.

8. Senkung Löhne in der Geschäftsleitung Raiffeisen Schweiz: Die heutige Vergütung der Geschäftsleitung ist nicht angemessen. Raiffeisen Schweiz ist nur eine Supportfunktion der Banken und sollte langfristig in Bezug auf die Grösse deutlich reduziert werden. Entsprechend sehe ich nicht ein, warum irgendein Mitarbeiter von Raiffeisen Schweiz mehr als 1 Million Franken (inklusive Pensionskasse) verdienen sollte.

Dies ist immer noch ein hervorragender Lohn. Durch eine solche Lohnsenkung erschweren wir auch, dass gierige, nicht integre Menschen Raiffeisen korrumpieren.

9. Genossenschaft aus Überzeugung: Die geforderte Umwandlung in eine Aktiengesellschaft ist schlicht nicht nötig. Die Probleme haben mit persönlichem Versagen, Kultur und einer unklaren Mission zu tun. Diese Probleme können auch in einer AG auftreten. Wichtig ist, dass Raiffeisen Schweiz zurückgebaut und strikt kontrolliert wird. Damit senkt sich auch das Risiko ab.

10. Entpolitisierung des Verwaltungsrats: Der VR der Zukunft muss strikt entpolitisiert werden. Vertreter von Verbänden (wie Urs Schneider) oder ehemalige Politiker (Rita Furrer) haben darin gar nichts mehr verloren. Die Hälfte sollte, wie in den Statuten vorgesehen, von den Banken gestellt werden. Der Rest aus integren, bescheidenen Vertretern, die die Werte von Raiffeisen teilen. Auf Professoren wie Pascal Gantenbein oder Johannes Rüegg-Stürm sollten wir natürlich auch verzichten.

Herr Rauber, Herr Walker: Packen wir es an. Entfernen wir gemeinsam die Lasten der Vergangenheit. Bilden wir das gemeinsame, transparente Fundament für die Zukunft. Oder nach Friedrich Wilhelm Raiffeisen: „Was einer nicht vermag, das vermögen viele“.

Kommentare

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  1. Ceci s’applique également et malheureusement à des nombreuses Banques Raiffeisen locales, des membres du CA qui sont amis proches de la DIR, des Directeurs mariés avec des cadres de la banque, des employés qui sont enfants ou beaux-enfants des membres du CA ou de la DIR, des membres du CA qui sont fournisseurs de la Banque, il y a tellement de conflits d’intérêts… même les membres du CA sont choisis arbitrairement et souvent ils ne sont même pas clients de la banque …

  2. Ich empfinde diesen Brief als ausgesprochen zurückhaltend und differenziert.
    Da kenne ich so manchen Raiffiseler, der noch ganz anders über RCH schimpft…
    Ob Rauber & Walker nun endlich (!) handeln?

  3. Als Vergleich könnte die fenaco dienen. Dort sind die Vergütungen transparent und vernünftig.
    Allerdings müssen im VR wirklich unabhängige Köpfe Einsitz nehmen, kritische Fragen stellen und Werteorientierung vorleben.

  4. Als Raiffeisen-Kadermann oder Kadermann in irgendeinem anderen Unternehmen äussert man Kritik zunächst im eigenen Hause und bringt Vorschläge direkt, aber intern an. Egal, ob sie berechtigt sind, ob man die kompletten Insights hat, ob man alle Gründe oder Sichtweisen der anderen direkt Beteiligten kennt.

    Als Kader kennt man gewisse Verhaltensregeln und weiss, dass man durch das eigene Verhalten auch „Vorbild“ für die Kollegen ist. Will der hier anonyme Kader seine Teamkollegen motivieren, dass auch sie (anonym natürlich) ihn hier namentlich bloss stellen, von ihm getroffene interne Entscheidungen (ohne Fakten & Hintergründe) in der Öffentlichkeit breit treten?

    • In denn Fall ist das doch reine Notwehr.
      In jeder normalen Firma wäre Gisel doch schon vor Monaten gefeuert worden. Was will der denn da noch?

    • billigste RCH Propaganda – das läppische Drehbuch ist bekannt, liebe Freunde der teutonisierten Medienstelle.

  5. Ein Bankleitungsmitglied, welches sich auf einer öffentlichen und teils fragwürdigen Plattform so äussert und nicht einmal den Mut aufbringt seinen Namen zu nennen, sollte sich sofort nach einer anderen Tätigkeit umsehen.

    • inszenierte RCH Propaganda, auch hier Handschrift und Drehbuch klar erkennbar.

  6. Das ist sehr passend zu meinem 7-Punkte-Katalog:
    7 Punkte für den Aufbruch «back to the roots»

    1: Rückbesinnung auf die Wurzeln von Raiffeisen

    2: Vision und Prinzipien werden geschult und gelebt

    3: klare Bezeichnungen: Raiffeisen local für Genossenschaften, Raiffeisen CH für Raiffeisen Schweiz

    4: Strategische Führung neu besetzen. Kompetenzen, Wertebasis und persönliche Bescheidenheit als Kernkriterien

    5: operative Führung neu besetzen – OK

    6: Kommunikation wird transparent, ist koordiniert und richtig

    7: transparentes Auswahlverfahren für Delegierte, klare Regionalstrukturen mit definierten Kompetenzen

  7. Komisch mutet an, dass der Schreibende von Transparenz und Offenheit predigt, nicht aber mutig genug ist, seinen Namen unter den Brief zu setzen. So verpufft das Geschriebene als Geschwafel eines vor einigen Jahren stehengebliebenen Bankers. Eigentlich schade, hat der Brief doch einige ganz interessante Passagen.
    Doch neben den interessanten Passagen liest man heraus, dass der Schreibende eher frustriert und neidisch erscheint – auch das ist schlussendlich schade und nicht zielführend.

    • Frage: Ist „Auge“ ihr Vor- oder Nachname?
      Der Artikel beschreibt die Lage so, wie sie ist.

  8. ein sehr wichtiger Punkt ist, dass nicht eine einzelne Person die alleinige Schuld hat. Es ist das gesamte Top- und mittlere Management. Aber vor allem sind es die diversen Beratergesellschaften von McKinsey über Boston BCG, Booz, Bain bis Roland Berger. Diese kommen mit HSG Visionen und theoretischen Use Case Konzepten. Werden diese Berater ausgewechselt? Nein im Gegenteil, die Leute wechseln einfach inhouse.

  9. Aus welcher Kryokapsel ist der Schreiberling entflohen. Das Banking von vor 30 Jahren ist tot. Auch wenn die Werte von Herr Raiffeisen immer noch ihre Gültigkeit haben, sind die regulatorischen Anforderungen gestiegen, das ist auch richtig so. Auch wenn man gewisse Aussagen stützen kann, finde ich solche Aktionen kontraproduktiv und feige! Viele Kollegen werden hier in den Dreck gezogen von einem Heckenschützen der es vorzieht im Schutze der Anonymität zu agieren!

    • Was ist an den Raiffeisen-Werten veraltet?
      Schlimm ist eher die Kultur, die in St.Gallen herrscht.

  10. Absolut genialer Brief der in wenigen Punkten aufzeigt was sich veraendern soll. Schaut man auf die neuen kommenden VRs leider geht die Zukunft nicht in diese Richtung. Der groesste Wissensbedarf ist im Informatikbereich vorhanden um das Avalog/Dialba Puff zu misten.

  11. An den Verfasser dieses Artikels, der nach Transparenz bei Raiffeisen ruft: schaffen Sie Transparenz und nennen Ihren Namen; nur dann sind Sie glaubwürdig….

    • Wofür? Um sich aufzuopfern? Die sind keine sinnlose Beleidigungen, sondern Bemerkungen mit Hand und Fuss.
      Und Sie, was haben Sie mit Ihrer Name beigetragen?

  12. Sehr fundierter Bericht. Als langjähriges Mitglied und
    ehemaliger Aufsichtsratspräsident kann ich mich den
    Aufzeichnungen nur anschliessen.
    Die Raiffeisenbanken verdienen eine korrekt geführte
    Zentrale und keinen Selbstbedienungsladen.

  13. So wie Gisel und Gantenbein sich das vorstellen – Einflussnahme auf die Wahl des Nachfolgers, Gantenbein nennt das „unterstützen“ der Nachfolger – kann man diese Nachfolger gleich auch wieder abschreiben.

  14. Leider trifft der Brief ziemlich ins Schwarze und muss wohl anonym verfasst werden, da bei RCH Systemkritik immer noch nicht geduldet wird.
    Es trifft zu, dass heute spätestens ab der Stufe Bereichsleiter ausschliesslich systemtreuen, unkritischen und konsequenterweise häufig un- bzw. fehlqualifizierten Exponenten Zugang gewährt wurde.
    Das lässt sich auch daran ablesen, das Stellen- und Qualifikationsbeschriebe grossflächig fehlen und rein diskretionär über solch wichtige Personalentscheide entschieden wurde.
    Nur wenn die Weichen für den neuen VRP und CEO richtig gestellt werden und eine neue Kultur gelebt und umgesetzt wird, kommt die Gruppe rasch auf den richtigen Weg. Leider muss aufgrund der Ausgangslage wohl akzeptiert werden müssen, dass die Erstbesetzung nur eine Übergangslösung (Change Management) sein kann, bevor im neuen Haus Ruhe und Kontinuität einkehren kann.
    Die Lösung nun in einer übertriebenen Dezentralisierung zu suchen wäre genau so falsch wie das bestehende mit einem neuen Anstrich weiterzuführen.
    Es braucht eine Entflechtung und Verschlankung von RCH die sich nach einer drastischen Professionalisierung, um die zentralen Kernfunktionen kümmert, die den Banken helfen sich mit den notwendigen lokalen Freiheiten innerhalb sinnvoller Leitplanken auf das Kerngeschäft und die Kundenbedürfnisse zu konzentrieren.
    Steht der Kunde im Zentrum ergibt sich alles übrige mit etwas gesundem Menschenverstand und Fachwissen von selbst – los geht’s!

    • Und darum schreibst Du selber nicht mit Deinem Klarnamen, Du Spassvogel! 😁😂😁
      Jede Wette, Du arbeitest bei RCH, sicher nicht einer RB!

    • das problem ist ganz einfach:
      alle die hier bei RB’s und RCH arbeiten und anonym schreiben, wissen was passiert wenn sie ihren namen nennen würden. So viel zum thema offener umgang mit kritik. heute in der internen website war eine stellungsname der beiden herren zu lesen.
      leider auch nicht viel von einsicht zu lesen. anstelle offen hinzustehen und mal wirklich all diese punkte ernst zu hinterfragen kamen anschuldigungen…
      es gibt so viele gute mitarbeiter welche resigniert haben weil kritik im keim erstickt wird.

      auch das nächste projektli „the circle“ am flughafen ist etwas was keine kritik duldet. falsch angegangen, falsch kalkuliert und allen betriebswirtschaflichen grundregeln entgegen leistet sich hier RCH den umzug in einen prestigebau. die RB’s wissen noch nichts davon.
      das mantra „es rentiert sich, die kosten können so gesenkt werden“ kennen wir aus den anfangsphasen von ACS. aktuell sind es mindestens 10% drüber und noch kein ende in sicht…aber alles ist auf grün weil eben kritik nicht ernst genommen wird.

  15. Gratuliere… das ist ein super Artikel… der uns einfachen Genossenschafter hinter die Kulissen schauen lässt. Bisher konnte man Alles (mit der Faust im Sack) erahnen …. ich hoffe nur, dass er auch von den richtigen gelesen wird….. nein noch besser… ich hoffe dass alle anderen Banken auch so gute und mutige Briefschreiber haben…. und vielleicht im Bundeshaus auch noch….

  16. Während die übrigen Journalisten im Sommerloch liegen, läuft unser Lukas zu neuer Höchstform auf. Sackstarker Sommer bisher, Herr Hässig!
    Ob sich die beiden PGs nach diesem Brief noch in St.Gallen blicken lassen? Und der Rest der Geschäftsleitung?

  17. Es ist mit nichts zu begründen, weshalb Leute wie Gisel und Gantenbein auch nur noch einen Tag länger bei Raiffeisen Schweiz eine Funktion haben. Mit ihrer Anwesenheit wollen Sie auf die Wahl ihrer Nachfolger Einfluss nehmen und die Abklärung der Verantwortlichkeiten kontrollieren. Mit dem Zeitdruck, den sie den, von ihnen selbst ernannten, Experten setzen, erschweren sie eine lückenlose Untersuchung der Verantwortlichkeiten. Offensichtlich erhoffen sie sich von dem von diesen Experten erstellten Bericht Decharge Erteilung im Herbst, was jegliche Schadenersatzansprüche ausschliessen würde.

    • Natürlich. Es geht da nur noch um die Verhinderung von Schadenersatzklagen. Sonst um gar nichts mehr.
      Und Gantenbein checkt das natürlich nicht. Dafür will er Vize-VRP werden, weil er so schlau ist.

    • @ Marco: Deine Aussage “Offensichtlich erhoffen sie sich von dem von diesen Experten erstellten Bericht Decharge Erteilung im Herbst, was jegliche Schadenersatzansprüche ausschliessen würde.” hat es auf den Punkt gebracht. Genau das ist die unwürdige Absicht dieser feinen Herren und unsere “fähigen” Behörden schauen wieder zu wie immer um den Finanzplatz zu “schützen”.

  18. „Was einer nicht vermag, vermögen viele“
    Vincenz hat es alleine geschafft, den Ruf von Raiffeisen nachhaltig zu schädigen.

    • Leider Nein. In einer Bank schafft das keiner alleine. Dazu braucht er Helfermund Helfershelfer in der Linie, im Legal, in der Compliance, in der internen, allenfalls sogar in der externen Revision. So funktioniert Bank heute. Im Guten wie im Schlechten.

  19. Das unterschreiben ich vorbehaltlos. Nach über 20-jährigem erfolgreichen Einsatz für Raiffeisen ist es eine Katastrophe, den Niedergang der eigenen Marke erleben zu müssen. Leider verwundert es mich nicht so sehr. In den letzten 10 Jahren wurden in St. Gallen aber auch bei vielen Raiffeisenbanken in Führungs- und Leitungspositionen fast ausschliesslich nur noch karriere- und vertriebsgeile CS-ler und UBS-let angestellt. Und wenn ich den eigenen Vorsitzenden der Bankleitung ansehe wird vieles klar: St. Gallen ist Gott. Man liegt eben wie man sich bettet.

  20. Ich empfehle jedem Raiffeisenkunden, diesen offenen Brief seinem Bankleiter weiterzuleiten mit dem Wunsch, dass er oder sie sich doch für ähnliche Positionen einsetzen soll. Denn was einer nicht vermag, das vermögen viele!

  21. Das Einzige was mir in diesem Brief fehlt ist das Wort VERTRAUEN. Ohne Vertrauen kein Erfolg (UBS kämpft noch heute darum es wieder zu erlangen)!

  22. Beim erneuten Durchlesen sind mir einige fehlende Namen aufgefallen, die Gestern noch drin standen.
    Herr Hässig, wurden Sie etwa wieder von der PR-Abteilung mit ihren Anwälten in St.Gallen bedroht? Ich hoffe, Sie lassen uns Morgen an der Korrespondenz teilhaben.
    Im Sinne der Transparenz hier ein paar Namen: Felix Zobrist – ehemaliger Leiter Interne Revision (intern „der Kettenhund“), Hans Albrecht – ehemaliger Leiter Firmenkunden, Adrian Töngi („der Mann für alle Fälle“) und Michael Federer („der HR-Profi“).
    Und wenn wir gerade dabei sind, hier ein paar neue Namen:
    – Felix Wenger & Roland Altwegg: Was uns deren ständiger Kleinkrieg bereits gekostet hat! Man merkt auch in den Banken draussen, dass die 50% ihrer Ressourcen für den Kampf gegeneinander aufwenden
    – Martin Neff: Fühlt sich als etwas Besseres als die Banken draussen. Obwohl dort das Geld verdient wird
    – Daniel Tönz: „Mr. Credit“ – sogar den Finma-Bericht hat er überlebt
    – Jeker: „der Cash-burner“ – keine ersichtliche Aufgabe und etwas Brauchbares ist noch nie aus dem RaiLab gekommen, aber viel Geld fliesst raus
    – Loacker: „Mr. Green-Light“ – Auf dem Papier läuft alles gut. Nur läuft das verdammte System in der Praxis nicht!

    • Ich bin keiner der Genannten. Ich kenne alle der Genannten. Ich behaupte nicht, dass ich sie alle mag.
      Abzulehnen ist jedoch die Art und Weise, wie hier Personen aus der Deckung der Anonymität heraus zum Abschuss präsentiert werden. In hetzerischer Art und Weise. Ohne Tiefgang, nur auf Verdacht. Teilweise mit falschem Namen, etwa bei Zobrist (Kurt heisst der). Teilweise ohne Begründung (nur weil sie bei RCH eine exponierte Funktion ausüben). Teilweise unter falsche Wiedergabe des FINMA Berichts (den der Verfasser offenbar nicht kennt. Ich will ihm keine böswillige Falschaussage unterstellen.)
      Keiner von uns möchte, dass ihn so etwas trifft. Hetze, Mobbying. Undifferenzierte Verfolgung, nur aufgrund der Angehörigkeit zu einem Kollektiv!
      Das ist ebensowenig Raiffeisen-Kultur wie eine überbordende und anmassende Tochter namens RCH.
      Das ist unfair gegenüber den Personen und im Widerspruch zu fundierten Untersuchungsergebnissen.
      Verschiedene Kommentierende zeigen Verständnis für die Anonymität des Verfassers/der Verfasserin. Sie begründen dies mit den möglichen Konsequenzen. Jobverlust. Dasselbe ist den Genannten zuzugestehen. Unter PV und einem VR, der dem PV hörig war, konnten sie wohl nur wählen zwischen ausharren und kündigen. Wer von uns kennt die Handlungen, Vorstösse, Überzeugungen dieser Personen?
      Transparenz, ja. Rückbesinnung bei RCH, ja. RB Einfluss stärken, ja.
      Demagogische Hetze, selbstgerechte Hexenjagd, nein.

    • R und F. Immer wieder erheiternd die beiden. Halten sich beide für den grössten. A völlig überfordert. Auch hier. Dazu kommt dass beide umringt sind von speichelleckern. N gabz vorne mit dabei. So macht man Karriere bei RCH.

    • Zu unserem HR Aushängeschild fehlen mir die worte. Drittgrösste Bankengruppe in der Schweiz und der HR Verantwortliche so emphatisch wie eine Rolle Papier. Auer hat’s möglich gemacht. Bravo

    • @Hinterfrager
      Mit einigen Dingen haben Sie recht. Einige der Leute hier schiessen über das Ziel heraus.
      Aber: Wenn man in einer Führungsrolle ist, ist man Verantwortungsträger. Egal ob man persönlich Schuld ist oder nicht. Das macht auch einen guten Teil des Lohns aus!
      Bei Raiffeisen will aber niemand Verantwortung übernehmen. Daraus entsteht die aggressive Stimmung.
      Am Ende wird die ganze GL ausgewechselt. Das ist nur eine Frage der Zeit.

  23. Neben dem mutigen Autor (oder Autorin) des Briefes gebührt auch Herrn Hässig Dank.
    Was wäre denn mit einem solchen Brief beim Tagi passiert? Natürlich: Papierkorb.
    Die angesprochenen Herren Rauber und Walker müssen sich jetzt genau überlegen, was sie tun. Ich gehe davon aus, dass jeder Mitarbeiter bei Raiffeisen das hier gelesen hat.
    Nichtstun ist nun keine Option mehr.

  24. Das Schöne dieser Branche ist: Sie schafft sich selber ab. Ich war heute am Paradeplatz, um die Mittagszeit, und, wie soll man das ausdrücken: Man sieht den Bankern die Inkompetenz einfach an. Was können sie? Sie haben keine Kristallkugel, mit deren Hilfe sie die Entwicklung der Märkte vorhersehen können. Also schwatzen sie den Kunden etwas auf, sei es Advice, sei es Mandate. Hauptsache commissions baby. Es ist so einfach, sein Geld selber und besser zu verwalten als es von diesen BWLern und Juristen machen zu lassen. Und das gilt für einen Parade und einen Roten Platz. Schône Neue Welt. Ich freue mich auf eine ohne diese Schaumschläger.

  25. Ich möchte wissen, was in den Köpfen der Herren Vincenz, Gisel und Gantenbein & Co. vorgeht, nachdem sie diesen offenen Brief gelesen haben.

    • Gisel behauptet ja, er lese InsideParadeplatz nicht 😂
      Er weiss ja auch sonst von nichts! 😁

    • @@Rückbauer: Natürlich liest Gisel IP, aussser er ist SO narzisstisch, dass er sämtliche Kritik an seiner Person ignoriert. Dies könnte ich mir zwar gut vorstellen.

      Aber sie haben recht, er konnte von gar nichts wissen, denn Pierin Vincenz hat ihm während den Sitzugen immer einen Pamir aufgesetzt und wenn er etwas unterschreiben sollte, dann hat ihm Pierin Vincenz die Augen verbunden.

      Spass beiseite, natürlich hat er vieles gewusst, hat einiges aber toleriert um selber zu profitieren. So einfach ist das. Unter Pierin Vincenz wurde die RCH zum Abzockerladen. Leider hat der VR (der ja auch mitprofitiert hat) und die Delegierten dies geduldet. Es wurde ja in den Medien herumgereicht wie er das Geld (unter anderem für Helikopterflüge) der 255 Raiffeisenbanken herausgeworfen hat. Leider hat niemand den Mut gehabt, den Dienstleister RCH, und das ist die RCH für die 255 Raiffeisenbanken uns nicht mehr, in die Schranken zu weisen.

      Pierin Vincenz hat abgezockt und vielleicht auch im grossen Stil betrogen (das müssen jedoch die Gerichte bestätigen). Leider sind sämtliche Kontrollorgane nicht eingeschritten.

      Und noch etwas weder Pierin Vincenz noch Patrik Gisel waren je CEO der Raiffeisenbankengruppe Schweiz. Sie waren die Chefs der Dienstleistungsorganisation für die 255 Raiffeisenbanken. Also ein Zulieferer und nicht mehr obwohl sich beide ganz anders aufgeführt hatten. Leider wurde auf das toleriert.

      Patrik Gisel hat auch operativ total versagt, denn er kriegt es nicht hin seine alte IT abzulösen und die Avaloq-Einführung ist ausser Kontrolle geraten, funktioniert nicht (kann ja nicht einmal Zinsen richtig rechnen – ist ja auch so schwierig – vielleicht sollte ich ihm mein altes Zinsnummernbuch schenken) und ist zu einem Fass ohne Boden geworden.

  26. An die Mitforisten, die dem Autor hier vorwerfen, er hätte mit Namen zu seiner Meinung stehen sollen: Wollen Sie einen anständigen und mutigen Mann (oder Frau) in den Untergang treiben? Was glauben Sie, was Gisel, Gantenbein und die anderen in dem Beitrag genannten Personen mit dieser Person machen würden?
    Jede Wette, dass bereits jetzt in St.Gallen Listen an „Verdächtigen“ erstellt und der Artikel detailliert linguistisch analysiert wird (ich habe zwar den Eindruck, dass das mehrere Personen geschrieben haben, der Schreibstil variiert – oder Herr Hässig hat redigiert?).
    Mächtige suchen immer Schuldige für das eigene Versagen.
    Dabei deckt sich die hier geäusserte Meinung so ziemlich mit der aller meiner Freunde, die in einer Raiffeisenbank arbeiten. Ich glaube das ist so ziemlich die Konsensmeinung in der Gruppe.

  27. Der Kurtz ist übrigens viel zu kurz weggekommen. 🧐 Hoffentlich gibt’s mal nen Artikel über Kurtz, den special-task Mann von Gisel.

    • Gibt es den R eigentlich noch, hat der nicht nach Abgabe des RaiLab eine Auszeit genommen?

      Nachdem seine Liaison (wie bei RCH halt so üblich) nach seinem kurzen Abstecher zu Arizon vorbei ist, ist es etwas ruhiger um ihn geworden.

      Naja und die paar Milliönchen, welche im IBM-Projekt verbrannt wurden, wen juckt das denn schon?

      Vielleicht kennt er noch ein paar Leichen im Keller, ein anderer wäre schon längst weg ….

  28. Unterschreibe ich sofort mit, wenn sich der Verfasser auch outet! Alle BL-Mitglieder von RB’s die das Gleiche tun würden, sollen diesen Kommentar liken. Dann sehen wir, wie viel „Kraft“ wir haben…

    • Ich bin zwar nur Kundenberater Kredit in einer RB, aber ich würde mich sofort anschliessen.
      Die hier angesprochenen Dinge sind leider nur zu wahr! Übrigens ist das auch die Meinung der ganzen Bank bei uns (Kanton Thurgau) – inklusive Bankleiter!

    • Das unterschreibe ich vorbehaltlos. Nach über 20-jährigem erfolgreichen Einsatz für Raiffeisen ist es eine Katastrophe, den Niedergang der eigenen Marke miterleben zu müssen. Leider verwundert es mich nicht so sehr. In den letzten 10 Jahren wurden in St. Gallen aber auch bei sehr vielen Raiffeisenbanken in Führungs- und Leitungspositionen fast ausschliesslich nur noch karriere- und vertriebsgeile CS-ler und UBS-ler angestellt. Und wenn ich den eigenen Vorsitzenden der Bankleitung ansehe wird vieles klar: St. Gallen ist Gott. Man liegt eben wie man sich bettet!

    • @Thurgauer Apfel: Dann beauftrag die Delegierten damit die unfähigen Verwaltungsräte die klar versagt haben nicht mehr wieder zu wählen und vor allen keine Leute von diesem unfähigen HSG-Filz mehr zu wählen.

      Die Delegierten müssen darauf bestehen, dass alles was mit Vincenz, Gisel, Gantenbein, HSG und so zu tun hat sofort ausgewechselt werden, respektive fristlos entlassen werden.

      Diese Seilschaft hat nicht nur den Raiffeisenbanken in der Schweiz massiven Schaden zugefügt und sich selber masslos selber geholfen, sonder auch das gute Image dieser soliden und guten Banken massiv geschadet.

  29. Wieso merkt es der VR nicht. Rundum weiss man, dass Gisel seit Beginn versagt hat. Schäumer… Träumer… Angeber… Bluffer. Er macht alles, dass es dem Umfeld gerecht wird. Gibt interne Liebesbeziehung zu Gunsten seiner Position auf, verleugnet jahrelange Freundschaft zu seinem Ziehvater und lullt NUR zu seinen Gunsten den ganzen VR um den Finger. Traurig, traurig. Es passiert nichts.
    Aus Grimm’s Märchenbuch

    • Er ist ein Narzist! Ganz einfach, und das kann auch krankhaft sein.

      Ja, er lullt den VR zu seinen Gunsten ein. Aber der VR liess sich auch einlullen! Das spricht auch für die Kompetenz des VR. Aber sie haben dabei ja gut verdient!

  30. Der Brief ist gut, er beschreibt die Situation unaufgeregt, wie sie ist und macht konkrete Vorschläge. Die Verwaltungsräte werden sich über den Rückenwind freuen.
    Erschreckend aber ist, was zwischen den Zeilen steht.
    Raiffeisen Schweiz ist die Tochter der Raiffeisenbanken. Warum hat der Chef einer Raiffeisenbank Angst, mit eigenem Namen aufzutreten? Warum finden sich in dem Brief viele Hinweise auf Druckversuche von Raiffeisen Schweiz?
    Wie kann es eine Tochtergesellschaft wagen, die eigenen Aktionäre zu bedrohen?
    Die angesprochenen Herren Verwaltungsräte haben sehr viel Arbeit vor sich.

    • Werter Herr Treuhänder

      Der Schreiber ist ein Mitglied einer Bankleitung und nicht der Vorsitzende. Er hat mit diesem Brief seinen aktuellen Soll in der Öffentlichkeit getan. Im Hintergrund laufen div. „Gremien“. Das ist erst der Anfang.

      Zudem hat Raiffeisen Schweiz Genossenschaft als Tochter der Raiffeisenbanken gemäss FINMA unter bestimmten Voraussetzungen WEISUNGSRECHT ggü. ihrer Mutter, den einzelnen Raiffeisenbanken.

      Es handelt sich um keine AG, sondern um Genossenschafter, somit ist das Wort Aktionäre verfehlt, aber nur ein Detail.

      Lediglich Punkt 7 ist Fehl am Platz. Aber einem nicht ITler sei dies verziehen. Ob aber der Entscheid auf AVALOQ zu gehen der richtige war, bleibt zu Hinterfragen. Alternativen wären Temenos, Finnova oder ein ausl. Core Banking System gewesen.

      Eine erneute Eigenentwicklung ist nicht wirtschaftlich sinnvoll, aufgrund Maintenancekosten und verfügbaren IT Spezialisten in der Schweiz, die dann für Raiffeisen Schweiz auch arbeiten wollen (in SG und in Dietikon; nicht gerade trendy).

      Es gibt noch viel zu tun. Die Auftragsbücher für Berater auf vielen Ebenen sind randvoll.

      Lets start the party…

      Herzlichst
      Dr. Tiamento Di Marco

      PS: Wann endlich verklagt RCH den Hr. Taisch? Verweisend auf den Fall Uni Luzern.

    • @Dr. Tiamento Di Marco: Warum gibt es eigentlich „Dr. Tiamento Di Marco“ weder auf LinkedIn, Xing, Facebook, SFAA, AIWM, EFFAS, Local noch sonstwo?

      Die Frage ist einfach zu beantworten, weil es “Dr. Tiamento Di Marco“ gar nicht gibt.

      Stehen sie doch einfach dazu, dass sie ein PR-Mitarbeiter von Raiffesien Schweiz sind und unter falschem Namen schreiben.

      Zudem kann eine Eigenentwicklung wesentlich billiger sein als an einen Zulieferer jedes Jahr 20-35 % Maintenance-Gebühr der Software-Lizenz zu bezahlen.

      Also wenn Sie von Bankensoftware nichts verstehen, dann sollten Sie hier ein wenig ruhiger sein. Avaloq ist definitiv die falsche Software für eine Retailbank wie es die Raiffeisen mit 255 juristischen Einheiten ist.

  31. F. W. Raiffeisen wird mit dem Satz zitiert „Was einer nicht vermag, das vermögen viele“. Dass lokale Raiffeisenbanken alle Mid- und Back-Einheiten eigenständig darstellen, widerspricht meiner Meinung nach nicht nur der Ideologie des Gründungsvaters von Raiffeisen. Es macht auch aus rein wirtschaftlichen Gründen keinen Sinn. Die Mitarbeitenden einer Raiffeisenbank sollten dort eingesetzt werden, wo sie am meisten benötigt und auch honoriert werden. Am Kunden!

    Wer glaubt, er oder sie könne eine durchschnittlich-grosse Raiffeisenbank in Zeiten anhaltenden Margen- und Wettbewerbsdrucks eigenständig mit allen dafür benötigten Kompetenzen ausstatten, ohne wirtschaftlichen Schiffbruch zu erleiden, lebt in einer eigenen kleinen Welt. Eine die vermutlich von Gummiwänden umgeben sein dürfte.

    Darum erlaube ich mir noch einmal F. W. Raiffeisen zu zitieren. „Was einer nicht vermag, das vermögen viele“. Ich bin davon überzeugt, dass die Bündelung von Kompetenzen für alle Partner Vorteile bringen kann. Wir leben in einem System der Arbeitsteilung. Schauen Sie sich um! Dieses System setzt allerdings voraus, dass alle Partner ein einheitliches Verständnis haben, was ihre Rolle betrifft. In der Beziehung zwischen Raiffeisen Schweiz und den Raiffeisenbanken scheint mir das nicht der Fall zu sein. Zumindest nicht mehr. Ich habe den Eindruck, dass sich Raiffeisen Schweiz schon länger nicht mehr nur als Erbringer von Services sieht. Die formell bestehende Struktur steht Kopf. Aber nicht erst seit gestern. Alle Beteiligten und damit auch die Raiffeisenbanken selbst haben trotz Interventionsmöglichkeiten und wichtiger Gremienbesetzungen grösstenteils zugeschaut. Ja meine Damen und Herren in den Führungen der Raiffeisenbanken, auch Sie sind nicht nur Teil der Lösung. Sie sind oder waren zumindest auch Teil des Problems!

    Sich jetzt hinzustellen und mit dem Finger nach St. Gallen zu zeigen ist schlichtweg rückgratlos. Oder zeigen Sie beim Elternabend in der Schule und auch unbeteiligt auf Ihre Tochter, wenn die Noten nicht Ihren Erwartungen entsprechen? Denken Sie einmal darüber nach.

    Und bevor Ihre Fantasie mit Ihnen durchgeht: Nein, ich bin kein Mitarbeitender von Raiffeisen Schweiz. Ich bin nur ein Aussenstehender, dem es schwerfällt mitansehen zu müssen, wie diese grundsätzlich einzigartige Genossenschaftsstruktur zerfällt. Ich kann nur an alle Beteiligten appellieren, sich an einen Tisch zu setzen und nach Lösungen zu suchen, anstatt längst bekannte Probleme immer und immer wieder zu wälzen.

    • Aus Sicht der Firma ist diese Schreiben ein einziger Affront und für die Kunden nicht wirklich fördernd.

    • Als RCHler kann ich das nur bestätigen!
      Schauen wir doch mal genau hin was draussen bei den Raiffeisenbanken vielerorts geschieht – was dort in VR und GL zelebriert wird – Family-Offices noch und nöcher. Da werden ganze RBs von ein und der selben Familie beim zNacht durchgenommen. RCH hat nur das im grösseren Stil nachgemacht was die Fürstentümer im Ländle vorgemacht haben.
      Die RBs mit ihren Delegierten und ihren Verbänden hätten die Möglichkeit etwas zu unternehmen. Hätten! Mann muss es halt wollen. Wie oft ist mir von zahlreichen RBs zu Ohren gekommen „kann man halt nichts machen“. Um die erwähnte Intranzparenz aufzugreifen: es liegt an den RBs kritisch zu hinterfragen, wie die Kosten zustande kommen. Man müsste es halt tun und dem Herrn Poerschke hartnäckig unangenehme Fragen stellen. Mann müsste es halt tun!
      Alle jammern über die ausufernden Programmkosten – wurde jemals die RCH aufgefordert Transparenz (wirklich Transparenz, nicht nur high level Wischiwaschi) aufzuzeigen? Mann müsste es halt tun!
      Wurde jemals von den RBs das Vergütungsmodell der GL und Bereichsleiter bei RCH hinterfragt? Wie ist es denn möglich, dass ein Rolf Olmesdahl einen teuren Audi R8 zur Verfügung gestellt bekommt? Man müsste halt mal hinterfragen.
      Das katastrophale Arizon-Konstrukt. Seien wir mal ehrlich, betriebswirtschaftlicher Irrsinn welcher uns jährlich 60 Mio. kostet. Rolf, Patrik & Co. haben entschieden, das Unternehmen an Avaloq zu verkaufen. Ob die wollen steht in den Sternen. Zumindest Warburg hat da bestimmt andere Vorstellungen. Haben die RBs jemals den Case kritisch hinterfragt oder gar interveniert? Mann müsste halt.
      Es zeugt nicht gerade von Grösse, jetzt nach Jahren des Zuschauens aus den Löchern zu schiessen.
      Es ist illusorisch zu glauben, dass jede RB ihre eigene L&C unterhalten kann. Schon gar nicht bei einer Bilanzsumme um die 500 Mio. Im ganzen RB Universum existieren eine handvoll RBs (nebst Sion) die sich sowas leisten könnten.
      Back to the roots, ja aber mit Verstand. Jeder Unternehmer weiss, dass er sich diversifizieren muss und nicht nur auf Hypotheken hocken kann.
      Ich wünsche der Genossenschaft als ganzes ein Umdenken. Dazu ist es notwendig, dass jeder seinen Beitrag leistet.

    • @Kramer
      Genau das haben wir gemacht. Wir haben Fragen gestellt zu Berechnungsgrundlagen und Zuschlägen. An Poerschke, aber auch in der ZB (die Namen weiss ich nicht mehr). Richtige Antworten haben wir nie erhalten.
      Und wissen Sie, was einige Monate später passiert ist? Die Revision hat uns auseinander genommen. Und plötzlich waren wir eine „Problembank“. Ich bin dann gegangen und die, die geblieben sind machen nun keinen Pieps mehr.
      Darum hat die GL von Raiffeisen Schweiz bis jetzt überlebt und wird auch weiter überleben: Die halten die Banken draussen eisern unter Kontrolle, mit Hilfe von Revision und Finma.
      Die Raiffeisenbanken sind nicht organisiert genug, um St.Gallen wirksam Widerstand zu leisten.
      Und @Wälzer: Selten so gelacht. Raiffeisen Schweiz ist etwa so inneffizient und korrupt wie die Bundensverwaltung. Und an so einen Laden soll man das Backoffice auslagern?! Wohl ein Witz! Wir haben mal unsere Zahlen mit einer Raiffeisen-Schweiz Niederlassung verglichen, diese waren deutlich weniger effizient! Zuerst soll mal Raiffeisen Schweiz redimensioniert werden. Dabei würde ich einfach vorgehen: Ganz einfach nach dem Zufallsprinzip die Hälfte der Mitarbeiter rausschmeissen. Wetten, dass der Output nicht abnehmen würde?

  32. Wenn ich diesen „offenen Brief“ lese wird mir Angst und Bange um die Raiffeisen, resp. deren Reputation. Da sind auf Stufe N, N-1, N-2 + N-3 also nur Nichtsahner, Nichtskönner, usw..

    Da gibt es nur eine Folgerung! Auch auf Stufe N-4 – N-6 sind wohl nicht die besten Banker am Werk. Und da soll ich mein Geld hinbringen!?

    Zeit sich zu überlegen, wer inskünftig mein Bankpartner sein soll. Uebringens..bitte nicht am Nachmittag die Bank wechseln, da haben die meisten Raiffeisen-Banken die Schalter geschlossen!

  33. Aha …. da hat aber jemand lange gewartet mit diesem Schreiben. Die Protagonisten sind schon weg oder liegen am Boden. Nachtreten ist da einfacher. Warum also erst jetzt? Manche aussagen mögen richtig sein, die Werte von Herr Raiffeisen haben immer noch ihre Gültigkeit. Diese können auch in das moderne Banking integriert werden. Das Banking von vor 30 Jahren ist Schnee von gestern. Ich weiss nich ob der Schreiberling den Wandel verpasst hat oder seine Raiffeisenbank in einer Zeitkapsel isoliert war. Die Machtverhältnisse in St. Gallen waren auch nur möglich weil es die Organisation mit all den Delegierten und Bankleitern zuliess. Da stinkt der Fischc nicht nur vom Kopf her, da gammeln weitere Teile auch schon.
    Wie soll man das Schreiben nun einordnen? Als späte eigene Legitimierung, obwohl man ja auch nichts gemacht hat als Ja-sagen?

    • Der Moment ist genau richtig. Vor 2 Monaten wäre es sinnlos gewesen, der Gantenbein („der Famulus von Gisel“) hätte einfach den Gisel weiter gedeckt.
      Nun kommt Bewegung in die Sache.
      Und hoffentlich stellt nun Raiffeisen einen richtigen VR zusammen.
      Bei einem Teil der genannten Kandidaten verzweifelt man ja beinahe an der Welt: Sogar Fruithof (mit seinen Luxuskarren) wird genannt! Oder Antoinette Hunziker – Ebnetter („Miss Greedy“).
      Wenn solche Leute gewählt werden, dann eskaliert die Sache.

  34. Zu: „Gantenbein und Gisel haben hier nahtlos die Politik von Vincenz fortgeführt.“

    Gisel war ja Teil des Vincenz´ Politik. insofern kaum erstaunlich. Aber Gantenbein ist eine maßlose Enttäuschung gewesen für alle.

    Zu: „Allein, daß letzte Woche Gantenbein wieder in der NZZ und der Finanz und Wirtschaft Gisel und den Rest der Geschäftsleitung verteidigt hat, disqualifiziert ihn.“

    Gantenbein hat sich menschlich-moralisch unmöglich verhalten. Und als Bankenprofessor seinen Ruf ruiniert.

    Und auch von seiner wirtschaftlichen Kompetenz bzw. Inkompetenz wird ja wohl in Zukunft kein Mensch, keine Firma, freiwillig mehr etwas wissen wollen.

    Anstatt den kriminellen Filz und stinkenden Schmuddel aufzuräumen legt er sich direkt rein und wird – man kann es kaum glauben – Teil desselben.

    Allein, wie er ständig Gisel verteidigt. Unglaublich. Sogar jetzt noch!

    Einfach unfaßbar. Und völlig unmöglich.

    – Glaubt denn Gantenbein wirklich im ernst, daß der seit Studienzeiten mit Vincenz befreundete Gisel nicht gemerkt hat, was läuft?

    – Und wenn ja, merkt Gantenbein denn nicht, daß sollte das zutreffen (was ja im Grunde unmöglich ist, daß Gisel nix gemerkt hat über ein Jahrzehnt) daß Gisel dann SOFORT weg muß wegen unglaublicher Ignoranz und / oder Inkompetenz?

    Dadurch, daß sich Gantenbein mit Gisel ins Bett gelegt hat, hat er sich selbst unmöglich gemacht.

    Man war ja zunehmend erschrocken, als man gewahr wurde: Der Gantenbein, der will mit Gisel einfach so weitermachen.

    Als wäre nie was gewesen.

    Maßlos enttäuschend. In jeder Hinsicht. Moralisch enttäuchend besonders.

    • Ja klar, Gantenbein un Gisel haben Vincenz Politik fortgeführt und die hiess ganz einfach: „Abzocken wo es nur geht in meine eigene Tasche!“

  35. Selten guter Artikel über die Fehlleistungen der Raiffeisen-Schweiz-Zentrale. Die wenigen Ungenauigkeiten verzeiht man gerne (zB Darlehenskassen, System Raiffeisen, nicht Raiffeisenkassen).
    In der Raiffeisen St. Gallen wurden nur noch ehemalige „Grossbanker“ eingestellt, keine Ahnung von System Raiffeisen!
    Die Raiffeisenbank im Lande haben aber auch geschlafen, kein nennenswerter Widerstand, resp. kritische Stimmen wurden „abgesägt“.
    Die Revision der Raiffeisengenossenschaften war eine reine „Abhäkelrevision“, keine fundierte Kontrolle!
    Es ist deshalb auch für mich unverständlich wie hier weitergewurstelt werden kann.
    Im übrigen stimme ich den aufgeführten Fehlen voll zu. Auch wenn P. Vinzens auch gute Arbeit geleistet hat, die Kultur von Raiffeisen hat er schwer beschädigt, auch wenn ihm hoffentlich keine vermögensrechtlichen Fehler Raiffeisen gegenüber nachgewiesen werden können.
    Inwieweit auch die Politik und die Finma (Bankengesetzänderungen, Weisungsrecht von St. Gallen, etc.) hier übel mitgespielt haben, kann ich nicht beurteilen.

  36. Alle, die hier schreiben, der Verfasser des Briefes sei ein Ewiggestriger sind wohl zitternde Bereichsleiter.

    Die Werte (Bescheidenheit etc. ) sind nicht von n gestern!!!

  37. In einigem hat er Recht, viele ist aber auch schlicht nicht wahr, spalterisch und kommt aus einer Schneckenhausperspektive.

    • Können Sie den „schlicht nicht wahr“-Teil bitte näher ausführen? Mir ist da nichts aufgefallen.

  38. Ich möchte noch den Aspekt des Rundumschlages auf die unteren Führungsstufen aufgreifen. Diese tragen sicher ihre Mitverantwortung im ganzen Debakel – es brauchte jeden Systemteilnehmer im System „PV“. Ohne jetzt jemanden schützen zu wollen, muss man einfach auch die Situation dieser Beteiligten vor Augen führen. Familienväter mit Hypotheken und schwindenden Chancen auf dem Arbeitsmarkt – gepaart mit einer Prise Bequemlichkeit, vielleicht den Wohnistz in der Region St. Gallen zu verlassen. Alles führt wiederum dazu, sich dem System anzugleichen, es über sich ergehen zu lassen und auch mal im entscheidenen Moment widerwillig „JA“ zu sagen – immer in der Sorge um den eigenen Job. Jeder ist sich selbst der nächste – Besitzstandswahrung. Man darf nicht vergessen – PV war lange Zeit ein Überbanker, hochgejubelt von Medien. Ähnliche Situationen gibt es in zahlreichen Unternehmen – sich wiederholt gegen Meinungen von oben widersetzen, bedeutet letztlich die Kündigung. Ich persönlich hätte mich wohl auch in dieser Situation dem System gebeut, nur um den Job zu behalten.

    • Schon verständlich. Aber solche Persönlichkeiten haben doch nichts zu suchen in einer verantwortungsträchtigen Führungsposition!

  39. Dieser Brief bringt die Problematik genau auf den Punkt. Treffender geht es nicht mehr. Endlich werden die Machenschaften und Seilschften aufgedeckt. Gut hat die Person den Mut in die Hand genommen und diesen Brief geschrieben. Vor lauter Gier ist den Herren in der obersten Etage das Ruder aus der Bahn gelaufen. Es ist immer das gleiche, bewegt sich ein Unternehmen von seinen Kernkompetenzen weg bedeutet das Ungemach (siehe PTT, Postfinance etc.). Schade ist jeweils nur, dass es immer so lange dauert bis der Schaden aufgedeckt wird, wenn überhaupt. Was noch schlimmer ist, wie sich solche Wirtschaftsleute andauernd durchschmugglen können, gedeckt werden oder einen Paten haben der alles absegnet! Nach wie vor sind diese Praktiken in unserer Wirtschaft an der Tagesordnung. Erstaunlich, dass trotz allem solche Unternehmen irgendwie Gewinn erzielen. Es fragt sich jedoch auf Kosten von wem und was…

    Freundliche Grüsse
    eine Finanzplanerin

  40. Ich gratuliere dem Verfasser dieses Schreibens für seine Art, die Dinge beim Namen zu nennen. Als langjähriger Kunde von Raiffeisen habe ich mir oftmals in den letzten Jahren ungläubig die Augen gerieben, wenn ich die Entwicklung der „Zentrale“ und die „Auftritte von Pierin Vincenz“ verfolgt habe.

    Jetzt scheint man sich doch der Werte zu erinnern, die Raiffeisen gross gemacht haben. Ich bin überzeugt, die Raiffeisenbanken haben eine Chance in der Zukunft, wenn sie nun mutig aufräumen und die Massnahmen für die Zukunft einläuten. Trotz Digitalisierung braucht es vor Ort nahbare volksnahe Banker, die ihre Kunden verstehen. Ich wünsche euch viel Erfolg.

  41. Wenn ich als Firmenverantwortlichen einen solchen Brief mit Namenszeichnung erhielte, würde ich mich mit dem Schreiber treffen und die Punkte tiefer besprechen wollen. Ich fände es mutig, positiv und würde mir Schritte zur Förderung überlegen. Wenn ich von einem offenen Brief in der Presse lesen müsste, würde ich den Autor des Briefes entlassen. Ich würde es als versuchte Manipulation oder Rückenschuss auffassen….. Die erhoffte Wirkung wird somit kaum eintreten.

    • In gewisser Weise verstehe ich sie, aber Raiffeisen ist keine Firma sondern ein von Mänäger (gierigen) geführte genossenschftliche Bank.

    • Das mit dem offenen Brief hat wohl schon seine Gründe. Bei den meisten Unternehmen insbesondere Banken wird man als Mitarbeiter, der direkte und konstuktive Kritik an die GL oder gar CEO oder VR formuliert, zuerst einfach nur ignoriert. Bei der nächst besten Gelegenheit wird man dan abgestraft mit Lohnkürzung, schlechte Quali / MbO oder bei Beförderungen übergangen.

      Arschkriechen, das hat sich bei der RB, aber auch bei anderen Regionalbanken ja gezeigt, bringt einen weiter; schade aber wahr.

    • Es ist davon auszugehen, daß jemand, der solche Schreiben verfaßt – und das kommt ja auch zum Ausdruck – schon länger versucht, auf anderem Wege Gehör zu finden.

      Alle haben doch ungläubig und zutiefst traurig ansehen müssen, wie Gantenbein sich mit Gisel zusammen-tut (er verteidigt den ja noch heute als integer!) und einfach weitermachen wollte, als wäre nichts gewesen.

      Und nun, wo Gantenbein nicht mehr als Präsident kandidiert und sich erstmal wirklich Veränderungen am Horizont auftun, da ist schon ein guter Zeitpunkt, mal so einen Brief zu verfassen.

      Im Übrigen haben sich öffentlich auch andere Raiffeisen-Leute, die nicht aus St. Gallen sind, sondern Genossenschaften andernorts leiten – völlig zu recht – öffentlich kritisch geäußert.

      Soll man die alle entlassen? Die mutigsten Leute? Im Ernst?

      (mal abgesehen davon, daß es rechtlich gar nicht möglich sein wird, Leiter von Genossenschaften der Raiffeisen zu entlassen, weil sie sich öffentlich kritisch äußern. Das wäre ja dann wirklich schlimm, wäre sowas möglich)

    • @Remo: Mutig ist es intern seinen Mann bis zur letzten Konsequenz zu stehen. Das erwarten wir doch von Führungsverantwortlichen. @Genossenschaftler&Peter Smart: Die Bank gehört zu den systemrelevanten Banken der Schweiz, welche Form sie immer hat. Eine Bank in dieser Grösse ist kein Turnverein….Ein solcher öffentlicher Brief ist für jede Firma indiskutabel.

    • @Genossenschafter: Eine von HSG-Abzockern geführte Bank. Leider liessen es die Delegierten und der Verwaltungsrat zu. Vincenz, Gisel und Co. sollten alle Millionen wieder zurück zahlen!

    • @ „rocco“

      Zu Ihrem Zitat: „Mutig ist es, intern seinen Mann bis zur letzten Konsequenz zu stehen.“

      Haben Sie einmal überlegt:
      Warum schreiben Sie „in letzter Konsequenz“ dann Ihren Kommentar nicht „mutig“ unter Ihrem vollen richtigen Namen und stehen zu Ihrem Kommentar?

      Dafür, so einen harmlosen Kommentar unter seinem richtigen Namen zu verfassen, da braucht es – im Gegensatz zu dem was der von Ihnen Kritisierte veröffentlicht hat – ja nun wirklich keinen großen Mut?

      Nur mal so als Gedanke kommt mir das gerade in den Sinn und mir fällt die Antwort nicht ein.

      Möglicherweise wissen Sie eine, ich im Moment nicht.

  42. Nun für mich ist der Verfasser ein Ewig-Gestriger der von der Raiffeisen Bank träumt wie sie vor 20–30 Jahren existierte. Deshalb ist er vermutlich auch nie wirklich aufgefallen und war somit ein frustrierter Niemand. Jemand der Unterbewusst immer gegen jede Strategie der Bank gearbeitet hat und es auch weiterhin tut wenn seine Wunschliste durch die neue Führung nicht erfüllt wird. Leute dieser Kalibers sind immer wieder ein Problem bei Veränderungen. Herr Verfasser, der Banken Markt ist in Veränderung, auch Sie werden sich verändern müssen. Das Problem bei anderen zu suchen oder auf IT Systeme abzuwälzen ist ein logischer Fehler. Immerhin haben die ZKB, Pictet, usw. seit Jahren eine einwandfrei laufenden und wachstumsorientierte Avaloq Installation. Auch diese haben bei Beginn der Umstellung ihrer Core Systeme mit Problemen gekämpft. Doch durch gemeinsame Teamarbeit haben sie zusammen mit Avaloq die Probleme gemeistert und gemeinsam die Plattform weiterentwickelt. So das auch eine Raiffeisen davon profitiert. Die Strategischen Umwälzungen bei Raiffeisen mit Vontobel & Co sind vorbei und Ihre neue Führung braucht nun Leute, die bereit sind die Vergangenheit sein zu lassen und positiv in die Zukunft zu gehen. Mit Papier verändert man nichts. Wenn Ihre Führung den Kurs festgelegt hat, heisst es einfach Kopf runter und „Chrampfen“. Ich hoffe Sie können das! Ansonsten ist eine persönliche Veränderung immer gut.

    • Jürg Meier – ich glaube sie haben nicht kapiert, welche Werte bei den Kunden in der Zukunft wichtig sind und dass es dafür nicht einfach nur Wachstum und IT und anderen Management-Kram braucht. Ihr Kommentar ist in meiner Beurteilung einfach nur ein Werbespruch aus der PR Abteilung von Avaloq und Konsorten, welche noch nicht begriffen haben, dass auch Innovation und Informatik Werte schaffen sollten … und nicht nur ein Fass ohne Boden sind wie gewisse Dinosaurier-SW-Bankensysteme.

    • PR-Büttel und Sesselkleber aus St. Gallen am Werk. Peinlich! Das letzte Aufgebot.

    • … und was ist an den Ewig-Gestrigen so verkehrt?

      Man besinne sich auf die Wurzeln und den genossenschaftlichen Gedanken der Raiffeisenbanken und Wilhelm Raiffeisen.

      Raiffeisen wurde als Bank für die kleinen Leute ins Leben gerufen und war Jahrzehnte lang die Bank am Land und die überwiegende Klientel waren einfache Bauern und die Geschäftspraxis hat eben solange auch gut funktioniert.
      Raiffeisen sollte einfach am Boden, überschaubar und volksnah bleiben.

      Wozu braucht Raiffeisen eine neue Strategie, ein Wealth- oder Asset-Management? Besteht denn seitens der Klientel ein Bedarf an solchen Produkten?

      Wer das braucht kann sich getrost an die Großbanken wie UBS, CS oder DB wenden …

      Vielleicht sind auch Sie nur ein frustierter Niemand? Ich jedenfalls ziehe den Hut vor dem Verfasser und vielleicht ist dessen Name LH auch bekannt?

    • @Herrn Meier: In welcher Abteilung bei Avaloq arbeiten sie ? Wenn sie nicht schon dort sind sollten sie ins Marketing wechseln. Als persönliche Veränderung, versteht sich selbstredend. Die Installation der ZKB ist ja wohl überhaupt nicht mit der einer Raiffeisen-Bank zu vergleichen und Pictet als Vergleich ist eher rufschädigend für Avaloq als ein ernst zunehmender Vergleich.

    • Das haben wir es wieder. Alles schön reden und die Kaderleute mit Erfahrung runtermachen. Genau so habt ihr in der Vergangenheit gearbeitet. Schöner Erfolg. Aufräumen ist angesagt. Da wird wohl auch ihr Kopf rollen müssen.

    • Entwede sind sie von Avaloq oder Raiffeisen PR Abteilung, sorry sie haben keine Ahnung.

    • Sie arbeiten bei Avaloq, stimmt’s?
      Ich bin zu vielen Punkten mit dem Autor einer Meinung. Leider.

    • @Jurg Meier:

      1. braucht die ZKB nur einen Teil von Avaloq, nämlich der Teil für die Wertschriften, der Rest läuft auf anderen Systemen die zum Teil sehr alt sind.

      2. Will Raiffeisen mit Avaloq 255 Banken auf eine MESI (Multi Entity Single Instance) nehmen. Es gibt wohl keine Installation von Avaoq wo dies mit dem erwarteten Voumen läuft, und es wird Bei RCH auch nie so laufen.

      3. Hat Pictet Avaloq völlig „over customized“. Somit ist das eigentlich gar kein echtes Avaloq mehr.

      4. Sie haben recht, es braucht jetzt neue Leute in der RCH. Und zwar auf der gesamten Führungsebene.

    • Unser 30 Jahre alt Dialba ist nicht perfekt, aber ACS/Rainbow/Avaloq ist einfach peinlich: unnützerweise teuer (qualitätslos) und ineffizient.

  43. Hier sehen wir ein weiteres Puzzlestück hin zur neuen Weltordnung: Vincenz Truppe ist eine organisierte Abbruchtruppe. Dieser offene Brief zeigt einmal mehr, dass die Unkultur regelrecht herangezüchtet wurde. Das war kein Zufall, sondern kann nur orchestriert sein. Man will keine Genossenschaftsbanken, die eigenständig überleben können, den diese stehen im krassen Gegensatz zu Zentralismus. Wacht endlich auf!! Die Verschwörungstheorien sind keine Theorien. Auch in der Schweiz muss ein Grossteil der Machtelite korrumpiert sein, anders kann ich mir solche offensichtlichen Fehlentwicklungen in unserem Land nicht erklären.

    • Pierin Vincenz war ein Abzocker der die schwache Struktur der Raiffeinsenbanken schamlos ausnutze und sich selber die Tachen füllte. Dies auf Kosten der 255 Raiffeisenbanken und Ihren Genossenschaftern. Gisel, Gantenbein und Co sind nicht viel besser und gehören sofort entsorgt. Die Finma wie auch die Delegierten un der Verwatltungsrat haben einfach geschlafen und habe Vincenz und Gisel schalten und walten lassen. Niemand hat etwas gemacht und Vincenz konnte seine Frau installieren und mit dem Helikopter privat auf Kosten von RCH rumfliegen. Er hat sich aufgeführt wie der Chef der 255 Raiffeisenbanken. Nur, er war das nie, wie es Gisel auch nicht ist. Sie waren Dienstleister! HSG Leute die ausser PowerPoint Präsentationen durch Consultants machen lassen und abkassieren fast gar NICHTS KÖNNEN!

      Die Delegierten sollten den ganzen Verwaltungsrat mit Ausnahme von Rauber und Walter abwählen.

      Der neue VR sollte dann sofort Gisel fristlos entlassen und die gaze Geschäftsleitung erneuern. Zudem muss der Selbstbefriedigungsladen in St. Gallen zurück gefahren werden und die Zentrale soll wieder das sein, was sie einmal war: Ein Dienstleisterin für die 255 Raiffeisenbanken!!

  44. Danke lieber Kadermann. Der Inhalt regt sicherlich zu weiteren Diskussionen an und wird zum Türöffner für Seriosität. Der Tiefgang des Artikels überzeugt. Inzwischen ist der Ruf der Führung so sehr ruiniert und moralisch verkommen, dass weiteres zuwarten in der Personalie Gisel u.v.a. Raiffeisen blockiert.

    • Das waren von Jupiter getriebene Individuen welchen uns den Salat eingebrockt haben!

    • Scheinbar nicht ganz so weit weg wie du Jupiter und noch nicht jegliche Bodenhaftung in den Weiten des Universums verloren (darum auch einfachste Grammatik keine Glücksache wie bei dir).

    • Was braucht es eigentlich noch bis Gisel freigestellt wird? Der Mann steckte seit Studienzeiten mit Vincenz unter einer Decke.
      Der Mann ist Teil des Problems, nicht der Problemlösung!
      Freistellen heisst: Sofort raus aus der Bank, besonders physisch.

      Was braucht es eigentlich noch?!

    • Was für eine Unerzogenheit und Arroganz lieber Herr Trabant. Mit Freude stelle ich fest, dass sie keine gute Themen haben wenn sie die Grammatik berücksichtigen um beleidigend zu sein (D ist klar nicht meine Muttersprache.,..). Typische frustrierte Reaktion. Nur um klar zu sein niemand hat gemeint, dass die Obere Führungskraft von RCH einwandfrei ist. Jedoch sollte man den strategischen Umfeld berücksichtigen. Auch der Brief von dem Mitglied der Direktion einer RB hat den selben Ton. Ich respektiere alle Meinungen, jedoch hier handelt es sich nicht von Meinungen sondern von Boshaftigkeit und…..

    • Wenn die Grossfirmen das wirklich als oberestes Gebot sähen, dann wäre dieser offene Brief wahrscheinlich kaum auf dieser Seite gelandet. Dann wäre der Kadermann mit dem Chef direkt am diskutieren und müsste sich nicht einer solchen Platform bedienen.

    • Schön und gut, lieber „JDV“, wie wäre es, wenn Sie in Ihrer moralischen Selbstgefälligkeit selbst damit anfangen und unter Ihrem realen Namen posten?

    • @JDV: Jemand, der unter dem Pseudonym „JDV“ schreibt, fordert andere auf, unter Klarnamen zu schreiben. Sie sind ja ein ganz lustiger 😂😂😂

  45. Herr Rauber, Herr Walker:
    Sorgen Sie dafür, dass bescheidene Personen wie der Verfasser dieser ‚Lex Raiffeisen‘ in den Verwaltungsrat der Raiffeisen Schweiz gewählt werden. Raiffeisen benötigt weder ‚Gurus‘ von Grossbanken noch sündhaft teure externe Berater.
    Das innerhalb von Raiffeisen vorhandene Potential an ethisch und moralisch gefestigten Persönlichkeiten mit umfassendem Bank-Know-how ist nicht zu unterschätzen. Als Raiffeisenkunde würde ich es sehr begrüssen, wenn bescheidene Spitzenkräfte wie z.B. Max Lüscher-Marty, ausgewiesener Bankexperte und erfolgreicher Buchautor mit mehrjähriger Raiffeisenerfahrung als Verwaltungsrat nominiert würde. Vgl. http://www.ibf-chur.ch

    • Na ja, wurden da nich mal schwarze Kassen An der damaligen HWV in Chur geführt?

  46. Die Ansichten, Vorschläge usw. des Schreibers kann man nur unterstützen. Der Mann hat recht!

    Die St.Galler „Zentrale“ ist nicht die ‚Holding‘ der Raiffeisenbanken! Ihr Chef ist nicht der CEO aller Raiffeisenbanken in der Schweiz. St. Gallen muss wieder zum zentralen Dienstleister zugunsten der einzelnen Raiffeisen-Genossenschaften zurückgefahren werden, wie der Artikel vorschlägt. Und wie ich vor einiger Zeit ebenfalls – aber vielleicht nicht so überzeugend wie dieser Autor – vorgeschlagen habe.

  47. Sehr treffende Beschreibung der durch PV und Gisel entstandenen Un Kultur. Und hier gehören wirklich alle Vertreter dieser Seilschaften ausgeräumt. Warum wird eigentlich Gisel nicht sofort freigestellt, mit einer 5 min. Frist zur Räumung seines Büros. Und alle Firmen von PV abstellen, ist klar. Dass Mc Kinsey und PWC auf die schwarze Liste gehören, ist klar. Die Hinweise und Empfehlungen sind nachhaltig und realistisch, von daher sind Kommentare, das Ganze sei von LH erfunden oder widerspiegle nicht die Bankenrealität, Unsinn. Der Verfasser sollte sich später „outen“, sicher nicht jetzt, da solche fundierten Kritiker in der Schweiz nicht geschützt sind, sondern mittelalterlich verfolgt werden. Es ist dem Kommentator zuzustimmen, der diesen Autor in die enge Auswahl nimmt. Auf jeden Fall sollte diese Kulturentwicklung nicht einer 0815 Beratungsfirma aus den Staaten oder den deutschen Beratungsfirmen überlassen werden. Die Portieren alles nur junges „HSG Gemüse“, und wir haben ja am Beispiel von Rüegg Stürm gesehen, was für ein Sumpf die HSG ist. Und diese Firmen haben keine Ahnung, wie man eine Unternehmenskultur entwickelt. Und lieber LH, warum publizieren sie nicht mal Material, das Gisel so belastet, dass dieser aufhören muss, sich rauszureden. Offenbar das zentrale, was er an der HSG gelernt hat. Auf jeden Fall herzlichen Dank für die Publikation dieses Briefs. Er wird einen guten Anfang machen.

  48. Viele gute Punkte, obschon über die Umsetzung und Wirkung einzelner davon dann schon noch eine eingehende Analyse und Bewertung sowie gewisse Anpassungen nötig sind.

    Zu Punkt 2)
    Meines Wissens sind in der Schweiz seit der neuesten Anpassung des Bankengesetzes keine Neugründungen von Banken als Genossenschaften mehr zugelassen, dies war meines Wissens auch der Grund, wieso die Erschliessung der Städte durch Raiffeisen als Niederlassungen (Teil der Raiffeisen Schweiz Genossenschaft) und nicht als Neugründungen von Raiffeisenbanken erfolgte.

    • Ja, so erzählt man das den Banken. Blödsinn. Werdenberg hat man auch von einer NL in eine RB umwandeln können.
      In Tat und Wahrheit ging es der Zentrale immer nur darum, eigene Einnahmenquellen zu erschliessen. Und eigene Kredite vergeben zu können.
      Das ist allgemein bekannt.

    • Man könnte sie auch in bestehende Genossenschaften integrieren. Aber ich min immer noch der Meinung, dass man dies auch Genossenschaft tun könnte.

    • Hier die Antwort der Finma vom 16. April 2018 zu dieser Frage:

      „Ja, die Neugründung einer Bank in der Rechtsform einer Genossenschaft ist grundsätzlich zulässig.
      Es gelten jedoch die normalen Anforderungen an die Bankorganisation. Und es spricht rein
      theoretisch aufsichtsrechtlich nichts gegen eine Nachschusspflicht nach Art. 840 Abs. 2 OR.
      Nachschusspflichtiges Kapital ist allerdings nicht mehr anrechenbar unter dem Titel der
      Eigenmittelanforderungen. Zu diesem Punkt kann ich noch auf den Erläuterungsbericht zur Änderung
      der ERV vom 20. Juli 2009 erwähnen sowie Rz. 56 ff. des FINMA-Rundschreibens „Anrechenbare
      Eigenmittel Banken“.

      Finma, Claud Büttler, 16. April 2018

  49. Ziemlich viel Populismus und teilweise auch Unsinn. Produkte und Kooperationen, Marketing usw. bringen also den Banken nichts. Dann kennt der Anonymus die Aufgaben dieser Bereiche leider nicht. Übungsabbruch Avaloq, Raiffeisen brauche ein eigenes System. Wurde erfolglos versucht das DIALBA modern zu machen und dabei viele Millionen versenkt. Und so könnte man noch zu manch anderem Punkt was sagen. Ausserdem grenzt es geradezu an Verrat diese Plattform dafür zu nutzen.

    • Bezüglich „Verrat“ scheinen Sie hier doch einiges durcheinander zu bringen – think about it.

    • PR-Büttel und Sesselkleber aus St. Gallen am Werk. Peinlich! Das letzte Aufgebot.

    • @RB aktiv: Finnova wäre sowieso das bessere System für Retailbanken. Avaloq ist zu teuer und wird nie für die 255 Banken funktionieren. Avaloq ist ein gutes System für Privatbanken aber nicht für Retailbanken. Da muss man kein IT-Spezialist sein um das zu wissen. Ein MESI-Setup für 255 Banken wird NIE funktionieren! Aber gar NIE!

  50. Etwas heuchlerisch, einen offenen Brief mit der Aufforderung zu schreiben, dass Gisel sofort zurücktreten sollte, nachdem der Spuk langsam aber sicher ein Ende nimmt.
    Da will sich wohl jemand noch schön schmücken solange die Party am laufen ist.
    Wäre der Brief vor ca. 3-4 Monaten verfasst worden, hätte dieser auch den nötigen Respekt verdient. Jetzt ist es einfach ein Heuchler unter vielen innerhalb der Raiffeisenbanken.

    • Nein, nein, nein.

      Ein Heuchler ist diese Person auf keinen Fall. Im Übrigen stellt er sich die Frage, ob Patrick Gisel nicht per sofort freigestellt werden müsste. Seine Gründe hat er plausibel dargelegt.

      Der Kadermann mit scharfsinniger analytischen Wahrnehmung vor Ort muss auch nicht unmittelbar aus der Zentrale in St.Gallen stammen.

      Seine Analyse ist höchst konstruktiv und somit wertvoll. Der Input verdient höchste Anerkennung, dear Hampi.

  51. Nur schade, dass der oder die Verfasser(in) des Briefes nicht den Mut gehabt hat, mit seinem (ihrem) Namen hinzustehen und dass darum, dem Brief der Makel des Anonymen Schreibens anhaftet. Ich weiss, dass es fuer die Schreiber solcher Briefe beruflich schiefgehen kann, doch glaube ich, dass sich die Raiffeisenspitze derzeit keine Rachespiele gegenueber dem oder der Schreiber(in) leisten koennte.
    Aber vielleicht war es ja auch Haessig, Mueller, Meier oder Suter, welche diesen Brief aus der Deckung erdacht und geschrieben haben?!?!

    • Glaub ich nicht. Da sind viel zuviele Interna und vor allem Namen drin, die bisher noch nie genannt wurden.
      Und ich verstehe den Schreiber, warum er oder sie das nicht mit Namen macht.
      Die Raiffeisenbank Horw (hat einen ähnlichen Brief an alle Kunden geschickt) wurde ja bekanntlich massiv angegriffen.
      Inhaltlich teile ich fast alle Punkte in dem Brief.

    • werter herr murx, sehe ich nicht so: die/der schreiber/in wäre mit 200%iger sicherheit auf die abschussliste gelandet. sobald sich die wogen sich gegeglättet hätten, hätte man sie/ihn kleinheimlich abgeschossen. solange wir einen solchen miesen kündigungsschutz haben (haben wir einen?) und gar keinen (!) whistleblowerschutz haben, ist das die einzige möhlichkeit, aus meiner sicht, auf misstände zu aufmerksam zu machen…
      ps: würde die/der schreiber die arbeitsstelle verlieren, könnte unser respekt ihr/ihm und der famiilie wohl gestohlen bleiben, oder?

  52. Wer meint, dass es diese Abteilungen (Produkte und Kooperationen, Vertrieb und Kanäle, Analytik oder Marketing) nicht braucht, disqualifiziert sich selbst. Der Schreiber hat von Vertrieb wohl keine Ahnung!

    • HEy Vertriebsexperte, schau dir den Saftladen mit Vertrieb/Produkte/Analytik/Marketing doch mal an. Da schmort jeder im eignen Saft und pisst dem anderen ans Bein. Und jeder macht sich auf Kosten derKunden die Taschen voll.

    • Die Bereiche wären schon wichtig. Aber sie werden gelähmt von dem ständigen Streit zwischen den Bereichsleitern. W. und A. hassen und bekämpfen sich gegenseitig bis aufs Blut.

    • @Notenstein is back: Bitte nicht wieder Notenstein, da kommt wir wieder dieser Sakko-Blender in den Sinn! Total unfähig und hat weder Sach-, noch Fach, noch Führungs- noch Sozialkompetenz. Angeblich versucht er sich bei Vontobel wieder die nächsten zwei Jahre durchzumogeln.

  53. Also ob ein CEO keine teuren Uhrensammlungen, Autosammlungen, Privatflugzeuge oder Luxusboote haben dürfte – einfach nur doof!

    • Der Schreiber hat ganz klar die Gründe dargelegt weshalb. Es geht um die WERTE dieser Raiffeisen – Genossenschaft.

      Zur Schau gestelltes Bluffertum darf den Charakter dieser Bank nie mehr beschneiden. Recht so.

      Vincent/Gisel haben dem nie nachgelebt und auch in dieser Hinsicht jegliche Vorbildsfunktion vermissen lassen. Die Folgen ihrer masslosen Gier in ihrem genutzten Selbstbedienungsladen kennen wir alle……….

    • Natürlich soll so etwas möglich sein, aber in der schwierigen Zeit sollte man von solchen Managern etwas mehr Fingerspitzen-Gefühl erwarten können. Ethik, Moral wäre auch eine wichtige Eugenschaft.

    • Gerade für Euch Landschaftspfeifen wäre es aber ein passendes Zeichen. Die Figur Gisel z.B. in den flott-italienisch zu eng geschnittenen Anzügen, mit einseitig gekürzten Aermeln, damit seine Prachtsuhren auch ins rechte Licht gesetzt werden, würde bei meinen Verwandten mit ihren Bauernhöfen als lächerlicher Taugenichts eingeschätzt, als Plastik-Männli eben.
      Und wen nach allem Vorgefallenen der Herr Bankleiter meint, solche Forderungen seien nur doof, sollte er ebenfalls ausgemistet werden, da er immer noch nichts begrifen hat.

    • Zum Zitat von „Bankleiterli „…/… mit einseitig gekürzten Ärmeln…“:

      Ich hab mal die Bilder von Gisel durchgeklickt und das angesehen, weil es ein Thema für meinen privaten Modeblog gewesen wäre.

      Und weil ich früher mal jemand kannte, der sooo stolz auf seine Rolex war, daß ihm von Dritten nachgesagt wurde, er würde sich einen Ärmel kürzen lassen und der tatsächlich auf Fotos drauf achtet, daß man immer seine Rolex auch schön sehen kann.

      Ich konnte aber bei Gisel auf keinem Foto sowas sehen.

      Sonst hätte ich drüber gebloggt.

      Hier aber muß ich fairerweise Gisel in Schutz nehmen: Für mich ist nirgends erkennbar, daß er sich einen Anzugärmel kürzen hätte lassen, damit man die teure Uhr sehen kann.

    • Können sie die Koordinaten ihrer Bank bekannt geben? Dann sollen die Kunden entscheiden. Ich würde ihnen das Vorstellungsinterview von Hr. GISEL alias Mr. VOLLGAS aus Bilanz 10.15 zusenden. Vllt. verstehen sie den “Offenen Brief“ alsdann besser. Viele in diesem Forum lassen sich nicht mehr blenden von Hr. Gisel.

    • https://www.bilanz.ch/people/patrik-gisel
      Und einfach mal unter Patrik Gisel suchen und „mehr Bilder“ durchsehen: natürlich findet man diverse Uhrenmodelle, alle durch seine Posen (häufig versucht er, den Denker zu machen) ins rechte Licht gerückt. Und Remo: schau auch die Manschettenknöpfe an. Solche Hemden und Knöpfe sind doch der Traum jedes Gewerblers und Bauern, oder?

    • @ITler bei Renda

      Sie scheinen sehr unzufrieden zu sein mit Ihrem Arbeitgeber. Vermutlich wäre es ehrlicher, wenn Sie bei Franco im Büro ihre Kündigung abgeben würden anstatt schon fast täglich ihren Frust kund zu tun …

    • Es ist davon auszugehen, dass zwei der erwähnten Wasserträger auch die Ungleichbehandlung und die versuchte quick&dirty Entsorgung von rund 60 Raiffeisen und Arizon Mitarbeitenden im Zusammenhang mit dem Notenstein Verkauf zu verantworten haben. Dies unter sträflicher und bewusster Negierung des zwingenden Einbezugs der Personalkommission/Sozialpartner. Raiffeisen sollte definitiv für andere Werte einstehen, als wir dies bereits von CS, UBS und anderen den Werkplatz Schweiz zerstörenden Konsorten kennen.

  54. Chapeau!

    Perfekt auf den Punkt gebracht – und wo bleiben die Meinungen der verbliebenen 254 BL-Mitglieder? Kuschen die immer noch vor der mächtigen „Zentrale“?

    Ein paar Namen der FS1 und FS2 Fraktion habe ich leider noch vermisst, diese agieren aber innerhalb von RCH und sind den Banken draussen weniger bekannt.

    Der Adrian Töngi ist bisher in der Causa Vincenz relativ gimpflich davon gekommen

    https://arizon.ch/unternehmen-top/geschaeftsleitung/

    • Nein, FRISTLOS ENTLASSEN (Gründe gibt es ja genug), so kann man noch ein paar hundert Tausend Franken sparen.

  55. Hervorragender Brief der das Thema auf den Punkt bringt. Gratulation dem Autor!
    Im Falle der Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen, würde ich wieder Genossenschafter werden.

    • Als Genossenachaft sollten wir mit Kritik souveräner umgehen. Insbesondere wenn sie mehr als nur berechtigt ist.

    • Daher würde ich ja auch bei CS oder UBS nie ein Konto eröffnen.

      UND:

      Das ist der Unterschied zwischen einer AG als Klumpen.
      Und einer Genossenschaft, die auf vielen unabhängigen Beinen steht.

      Die Schweiz ist ja auch eine Genossenschaft (Eid-Genossenschaft) und ist politisch und wirtschaftlich eines der stabilsten (oder das stabilste?) Land der Welt.

      Vieles, was in zentral-geführten Ländern wie Deutschland oder Frankreich usw. sich zugetragen hat und zuträgt, wäre in der Schweiz, wo die Kantone soviel Macht und Eigenständigkeit haben, nicht möglich.

      Was nicht heißt, daß alles nur gut ist.

      Auch bei Genossenschaften kann vieles schieflaufen, siehe Fall Vincenz…

  56. Alles ok, aber sollte der für Transparenz und Offenheit Schreibende nicht kosequenterweise seinen Namen offenlegen?

  57. Als Raiffeisenbank Kundin habe ich diesen Artikel mit großem Interesse gelesen. Er zeigt die Problematik gut auf. Aber wer verlässt ein so schönes Zusammenarbeit gerne? Wer hat den Mut dazu? Soviel Männer die sich kennen und voneinander profitieren.

  58. Tja der Kadermann bringt es auf den Punkt. Er und alle Basis-Raiffeisen-Angestellte müssen den Quatsch von Vincenz und Co. ausbaden. Dass eine Raiffeisen-Führung auf den Altlasten-Gisel aufbaut, ist ein Skandal. Die ganze Führung war eine Mischung aus Deppen, Filz, Rotary und Politik. Dass dies nicht gut kommt, wissen wir nur zu gut, ich verweise auf Swissair, CS und Co.

  59. Schön der der IP jetzt briefe von andwren zugespielt publiziert.

    Wer dieser kadertyp auch immer sein mag. Gut geschrieben aber selber auch ein veraltetes bild. Eigene kernbanken applikation zu betreiben. Machen sie ja schon.

    Pwc als zulieferer bezeichnen. Für was. Die machen nur ihren job als beauftragte der finma oder alktbacken ebk. Wäre eine kpmg oder ey besser die stecken viel tiefer im sumpf.

    Zudem sehe ich nicht ein wiedo eine bank noch den status genossenschaft tragen darf mit einer solchen grösse.

    • Was heisst hier „wie eine bank noch den status genossenschaft tragen darf“?
      Es handelt sich bei der Raiffeisengruppe um 255 eigenständige Banken, wo jede für sich genossenschaftlich organisiert ist.
      RCH (Raiffeisen Schweiz), welche sich gerne als „Zentrale ausgibt, ist ebenfalls eine eigene Genossenschaft, deren eigentliche Aufgabe darin besteht, grob gesagt das Backoffice der 255 eigenständigen Banken zu besorgen und nicht mehr.
      Alle 255 Raiffeisenbanken zusammen bilden die drittgrösste Bank der Schweiz.

    • @Paparazzo: Ja, aber ALLE in St. Gallen spielen sich so auf als wären sie die grossen Chefs. Vincenz und Gisel waren es NIE, aber haben sich so benommen. Ich Tat- und Wahrheit waren sie und sind ein Sourcer und nicht mehr. Ganz einfach. Warum sich die 255 Genossenschaftsbanken dies gefallen liessen, ist eine offene Frage.

  60. Wenn da immer noch so wenig stimmt bei Raiffeisen, was haben Vincenz und Gisel dann eigentlich gemacht in den vergangenen Jahrzehnten ? Gab es damals auch Kritik wie hier, oder wurde geschwiegen ?

    • Seit wann erst lesen Sie IP? Erst seit gestern?
      Dank IP resp. Lukas Hässig ist endlich etwas passiert was sonst überall beschönigt und vertuscht wäre!

    • @Kadermann Hoch 3: Die beiden haben persönlich profitiert, ganz einfach!! Darum gehört auch Gisle sofort fristlos entlassen.

    • Was haben Gisel & Vincenz & VR!! gemacht?

      Sie haben z.B. KONZERNSTRUKTUREN aufgebaut, welche mehr oder weniger ein unbegrenztes WACHSTUM ermöglichen. Aus reiner Managerperspektive ein Erfolg (vor allem einer für Manager, resp. -löhne).

      RCH kann dank eigener Banken und der Möglichkeit am kotierten Aktienmarkt Hybridkapital und seit Neustem sogar PS-Kapital aufnehmen unabhängig von den Raiffeisenbanken existieren.

      Qualitative genossenschaftliche Ziele wurden durch rein monetäre aktienrechtliche Ziele ersetzt.

      WERTE und ZIELE gemäss Raiffeisen sind heute noch aktuell, zumal die berühmte Schere zwischen Arm und Reich in der Schweiz immer grösser wird.

      Sie haben unter anderem die Einflussmöglichkeiten der Genossenschafter und Raiffeisenbanken mehr oder weniger subtil eingeschränkt.

  61. als jahrzehntelanger Raiffeisen Genossenschafter bin ich auch schwer enttäuscht, nicht von meiner lokalen Bank, sondern von den unsäglichen Machenschaften in St. Gallen. Leider hat niemand in meiner Filiale den Mumm gehabt, dagegen etwas zu unternehmen, dafür habe ich ein gewisses Verständnis, doch wie immer „weret den Anfängen“, was im Fall Raiffeisen auch nicht geschah. Ich gebe „meiner“ Bank ein Jahr Zeit zum Aufräumen, wenn nichts positives passiert, gehe ich weg.

  62. Ist ja jetzt irgendwie nicht so mutig, anonym einen offenen Brief zu schreiben, nun, nachdem der PV bereits demontiert ist.
    Wäre beeindruckender gewesen, so ein Schreiben an den VR, während der Aktivzeit von PV. So sieht das irgendwie nach Trittbrettfahrer aus, der dem PV während seinen Auftritten womöglich ebenso zugejubelt wie alle andern auch…

    • Wenn Sie alles gelesen hätten oder vielleicht auch bei Raiffeisen in SG gearbeitet hätten, wüssten Sie, dass Ihr Wunsch eine Illusion ist! Jeder Mutige (weil ja total verstaubt) ist sofort entsorgt worden!

  63. Wir haben eben bei uns in der Raiffeisenbank das 10-Punkteprogramm diskutiert. Diesem ist 100 Prozent zuzustimmen. Super Initiative! Insbesondere den Punkten 1, 2, 6 & 7.
    Sofort umsetzen!

    • Produkte und Kooperationen, Vertrieb und Kanäle, Analytik oder Marketing –> ohne diese Abteilungen geht nix! Ob es dann so viele Mitarbeiter braucht, ist die andere Frage.

    • @RBler, hier auch RBler: Natürlich braucht wir diese Disziplinen in einer Bank. Bei Raiffeisen in St. Gallen stehen sich aber hunderte Mitarbeiter gegenseitig auf den Füssen rum und arbeiten konsequent an uns Raiffeisenbanken vorbei. Dies liegt an den bereits genannten verantwortlichen Führungskräften in GL+FS1/2.

    • Es ist wichtig, dass in dieser Zentrale, die sich wie ein Haupsitz aufführt endlich mal ausgemistet wird und dass diese Zentrale wieder das macht, wozu sie zuständig ist, nämlich Dienstleistungen für die 255 Raiffeisenbanken zu Verfügung zu stellen und nicht sich auf deren Kosten zu bereichern. Leider haben es die Delegierten nicht geschafft, dieses System Vincenz, Gisel und Co. in die Schranken zu weisen und Vincent und Gisel führten sich auf, als ob sie die Chefs der 255 Raiffeisenbanken wären, wären SIE ABER NIE! Ich verstehe nicht, wie sich die 255 Raiffeisenbanken dies so lange haben gefallen lassen und zugesehen haben, wie ihr hart verdientes Geld zum Fenster heraus geworfen wurde. Die Helikoter-Flüge von Vincenz sind nur ein Beispiel.

  64. bei allem respekt, aber eine genossenschaft ist eine selbsthilfegruppe von ein paar mitgliedern und für die
    3. grösste bankengruppe einen witz!
    gilt auch für die zwei multis, migros und coop.
    im übigen gilt für raiffeisen daselbe wie bei den anderen
    grossen banken: abspecken und die bilanz runterfahren.
    beim nächsten crash muss wieder der staat einspringen,
    bzw. wir steuerzahler!

    • Bei Raiffeisen musste noch nie jemand einspringen, heute und in Zukunft nicht!

    • Nein, eine sauber geführte Bottom-Up Genossenschaft führt eben genau zu jener Robustheit resp. Antifragilität, welche der Autor und Risikopraktiker Nassim Taleb der gesamten Schweiz attestiert, sowohl auf politischer wie auch auf wirtschaftlicher Ebene. Raiffeisen muss wieder von unten geführt werden. Der Elite-Tempel in SG soll gestutzt werden.

    • Auch die Schweiz ist eine Genossenschaft, eine Eid-Genossenschaft.

      Und wurde als Selbsthilfegruppe gegründet.

      Sie ist mit dieser Struktur, in welcher die Kantone soviel Macht und Eigenständigkeit und Freiheit haben eines der erfolgreichsten Länder der Welt.

  65. Lieber Brief-Verfasser
    Sie qualifizieren sich in hohem Masse als künftiger VR-Präsident oder lieber noch als Projektverantwortlicher für die Neuausrichtung. Bitte lancieren Sie eine Kampagne – die ganze Raiffeisenfamilie wird hinter Ihnen stehen!
    Ehemalger Bankleiter (35 Jahre)

    • Ich sitze hier und kann mir ein „Schmunzeln“ nicht verkneifen. Warum, fragen Sie sich?

      Der Verfasser dieses offenen Briefes wird in einer Vielzahl an Kommentierungen für seine aussergewöhnlich treffsichere und scharfe analytische Herleitung gefeiert, ja sogar als potenzieller Projektleiter oder gar VRP mit Rückhalt der ganzen Raiffeisen-Familie gehandelt.

      Wenn Sie den Beitrag allerdings nochmals in Ruhe auf sich wirken lassen, werden Sie feststellen, dass er – was ich insbesondere aus Sprachschatz und Grammtik schliesse – mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit von einem (Vorsicht!) Deutschen verfasst wurde. Also von einer regelmässig in diesem Forum zerrissenen Spezies, die gerne einmal pauschal dafür angeprangert wird, dass sie Sachverhalte ohne den Gebrauch von 50 Konjunktiven auf den Punkt bringt.

      Erstaunlich, wie schnell sich das Blatt doch drehen kann …

    • Schmunzler, schon mal dran gedacht, dass vermutlich etliche Personen über den Brief geschaut haben bevor dieser abgeschickt wurde. Gerade weil der Brief veröffentlicht wurde, hat sicherlich auch jemand mit professioneller Brille drüber geschaut. Sollte das ein Ablenkungsmanöver sein?

    • @Oberthurgau
      Das sehe ich genau gleich. Es wird Zeit, dass wir Banken die Zentrale in St.Gallen grundlegend umbauen. Gantenbein und die heutige GL sind untragbar. Gisel sollte schon seit Monaten freigestellt sein.
      Wir müssen uns endlich wehren! Wir haben bei uns auch schon ein „Horwer-Szenario“ diskutiert. Und das ziehen wir auch durch, wenn in St.Gallen nicht endlich Köpfe rollen!

    • @Schmunzler

      „… mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit von einem (Vorsicht!) Deutschen verfasst …“

      Wollen Sie mit Ihrer Aussage Schweizern absprechen, einen Brief in korrektem Hochdeutsch erstellen zu können?

      Zudem gibt es in Europa auch noch z.B. Liechtensteiner und Österreicher, die der deutschen Sprache durchaus mächtig sind.

      Also bitte nicht immer mit dem nackten Finger auf Deutsche zeigen, nur weil der restliche deutschsprachige Teil Europas die Rhetorik vielleicht einen Deut besser beherrscht 🙂

  66. grosser respekt vor dieser persönlichkeit; danke kadermann mit herzblut, weitsicht und zivilcourage. solche führungskräfte helfen die gruppe wieder auf kurs zu bringen. chapeau!

  67. Dieser aussergewöhnliche Brief hat für mich mehr positive Wirkung gegenüber der Marke Raiffeisen erzeugt, als tausend PR Berater und Millionen Franken in Image Werbung es hätten tun können.

    Es scheint, dass sehr gute Leute in den Raiffeisenbanken tätig sind. Ich denke, wir sollten zukünftig mehr Sorge, mehr Geld und mehr Geschäfte zu dieser Bank tragen.

    Immerhin haben sie keine Leute in Bangalore, Wroczlaw oder Bratislava sitzen, zu Hungerlöhnen, sondern beschäftigen Schweizer Familienväter und Mütter, die regional die lokale Wirtschaft am Laufen halten.
    Sie machen uns also nichts vor, was bei den Grossbanken nicht der Fall ist – im Gegenteil.

    Ich bedanke mich beim Verfasser des Schreibens und gratuliere ihm für die messerscharfe Analyse der Situation sowie
    bei Herrn Lukas Hässig für die Publikation.

    Macht Mut und Freude.

    • Hervorragende Bestandesaufnahme und beste Vorschläge für einen echten Neuanfang. Meine grösste Hochachtung.

      Bitte Herr Rauber und Herr Walker mögen sie das unbeinflusste Gespür haben, die richtigen Leute aus dem mittleren Kader zu identifizieren für diesen Restart.

      Glaube wirklich, diese hochmotivierten Substanzwerte an human capital gibts auch bei der Raiffeisen selber. Dieser offene Brief ist Beweis genug dafür, wieviel Potential brachgelegen ist in der korrupten Era Vincent/Gisel.

    • „…keine Leute in Bangalore, Wroczlaw oder Bratislava sitzen, zu Hungerlöhnen, sondern beschäftigen Schweizer Familienväter und Mütter…“ > das stimmt so leider nicht, ist doch mit dem Zugang von Ex-UBS Leuten wie Felix Wenger der Near-Shorer Netcentric (Barcelona, Spanien) dazu gekommen, welche sich grösste Schnitzer erlauben dürfen oder ein Testanbieter, der billigste Kräfte direkt aus Kairo, Ägypten, einfliegen lässt und diese in der Zentrale arbeiten lässt, nicht in der Schweiz angemeldet.

    • Mister (Blablabla-)Wenger! Auch so ein Ex-UBSler mit narzisstischer Coleur. Die Netcentric-Leute und Wenger klüngeln schon lange. Man kennt sich ja.

    • Und dieser Herr Wenger verbrennt jetzt 20 Mio für den RAINBOW Support mit Accenture Beratern! Wie super ist denn das jetzt.

  68. Hervorragend auf den Punkt gebracht, und das von „A bis Z“ – da ist sehr viel Herzblut drin! Und genau diese Einstellung ist jetzt nötig.

    Ein Elnwand allerdings: In einer Genossenschaft ist „1 Mio.“ immer noch ein obszön hohes Gehalt. Die Limite für den (hoffentlich flugzeuglosen) zukünftgen Service-Center-Chef in SG muss wesentlich tiefer sein – Thiam- bzw. Ermotti-„Benchmark-Geschenke“ hin odet her. Auch solche Saurier werden aussterben.

    • Wenn hier alle in die richtige Richtung stossen und ich auch ein gewisses Verständnis für Leute habe, die kein Flugzeug besitzen und ich bei weitem kein Fan von Gisel bin, muss ich betonen, dass man kein Millionengehalt braucht um selber zu fliegen. Ich hatte 10 Jahre lang selber ein Flugzeug und meine Pilotenkollegen waren alle keine Millionäre…(von Ausnahmen abgesehen) Eine Aerostar zu unterhalten kostet max. 100’000 Fr. im Jahr. Wenn man daneben sein Geld nicht verschleudert oder an der Börse verspielt liegt das bei einem Gehalt von 500’000 locker drin. Teilt man den Flieger noch mit 2-3 Partnern geht es schon mit viel weniger.
      Der private Flieger verschafft auch viele Vorteile. Man kann auf kleinen Flugfeldern in der Nähe von viele Städten landen wo man mit den Airlinern nicht hinkommt. Es spart viele Stunden Autofahrt und auch viele Hotelübernachtungen weil man abends noch nach Hause kommt.
      Zudem hält es den Kopf wach und führt praktisch zu Alkoholabstinenz weil man nie weiss, ob man nicht am andern Tag wieder weiss wohin muss. Ich konnte meine Mutter an die Hochzeit Ihres Neffen in Aberdeen fliegen, weil es mit der Airline und umsteigen nie gegangen wäre. Also dass Gisel einen Flieger hat ist kein Verbrechen. Er hat sich nur einen Bubentraum verwirklicht. Andere Dinge waren da möglicherweise viel uneleganter.

    • „alle in die richtige Richtung stossen“

      Angesichts der ökologischen Entwicklung unseres Planeten und massenhaft ersaufender Menschen im Meer könnte man sich m.E. auch der Frage widmen, ob ganz andere Richtungen zielführender wären als die Optimierung elitärer Hobbys.

    • Dann aber Herr Wehrli müssen wir uns noch ganz andere Fragen stellen. Nicht dieses eine Hobby ist das Problem (es macht nur etwas neidisch). Was ist mit all den Yachten, Sportwagen, Weltreisen ob zur Kultur Weiterbildung oder nur zum Plausch. Wo wollen sie die Grenze ziehen? Das sind alles auch Wirtschaftsfaktoren. Sie müssten dann zurück zu Selbstversorgung und Ackerbau.

    • Der griechische Philosoph Platon postulierte vor sage und schreibe 2’500 Jahren als eine Kardinaltugend die menschliche Fähigkeit des Maßhaltens.

      Genau darum geht es, nicht um unmögliche Radikallösungen wie Selbstversorgung und Ackerbau.

      Viele der Stories hier auf IP kreisen leider tatsächlich um diese verlorengehende Tugend.

  69. Starker Tubak, aber da ist sehr viel Richtiges dabei.
    Umso deutlicher wird, wie schwierig es wird die richtigen Köpfe als VR-Präsident und CEO zu finden. Und wie schwer es für die Köpfe wird, Ja zu sagen.

  70. Allen Punkten ist vorbehaltlos zuzustimmen. Fehler erkennen, eingestehen und berichtigen ist jetzt die Devise. St. Gallen sollte massiv schrumpfen. Das sollte für Personen, wie für Software gelten. Das gruselige 80er Jahre Avaloq sollte dringend genauso wie bei der BHF eingeführt werden: Gar nicht. Notbremse. Das war ohnehin so ein Fernandez/Vincenz Deal ohne Fachpersonen hinzuzuziehen.