Boris Collardi und der Deep Venezuela Shit

Pictet-Partner wird eingeholt von riesigem Geldwäscherei-Skandal bei Ex-Bank Julius Bär – In Shorts in Swiss-First-Lounge.

Jetzt holt die Vergangenheit Boris Collardi ein. Der Smarte, an dem scheinbar nichts haften bleibt, gerät in den Strudel eines gigantischen Venezuela-Betrugsmodells.

Collardi war oberster Lenker der Julius Bär, als die Zürcher Privatbank dem Regime des verarmten Südamerika-Staats ermöglichte, Hunderte von Millionen Dollar aus dem Land zu schaffen.

Nun zieht sich die Schlinge zu. Einer der Bär-Banker ist in den USA geständig. Weitere könnten folgen.

Für Bär und den neuen Chef Bernhard Hodler ist die Lage ungemütlich. Hodler war die ganze Zeit oberster Compliance-Verantwortlicher. Involvierte betonen dazu, dass Venezuela kein Schlüsselmarkt für Bär gewesen sei.

Doch die grösste Frage dreht sich um Hodler-Vorgänger Collardi. Der Superstar von Swiss Private Banking trieb die Julius Bär zu riskanten Kunden und Manövern. Dies wird in Collardis Umfeld bestritten.

Nun explodiert einer der unzähligen Sprengsätze. Der hat die Kraft, die Julius Bär massiv zu schädigen. Selbst der vermeintlich erledigte Steuerdeal mit den USA mit mehr als einer halben Milliarde Dollar Strafe könnte nochmals aufs Tapet kommen.

Die Julius Bär ist also in „Trouble“. Collardi kann sich derweil ins Fäustchen lachen. Er sprang im November letztes Jahr vom Bär-Schiff, für alle überraschend.

Direkt ins Boot des Konkurrenten Pictet. Dort soll Collardi nun das Asien-Business gross machen. Die Genfer erhoffen sich von Collardi, endlich auch in Fernost zu den Grossen aufzusteigen.

Mein Leben als Spitzenbanker: Boris Collardi, Leonardo DiCaprio, St. Tropez (Bild: Zimbio)

Geht die Rechnung auf? Mit dem Venezuela-Skandal könnte vieles anders herauskommen. Collardi ist bei Pictet der Mann, über den am meisten gesprochen wird – und dies nach genau 3 Monaten im Amt.

Collardi ist der Verantwortliche für die Venezuela-Eskapaden der Julius Bär. Er hat das Motto des Everything-goes vorgelegt und als Erfolgsrezept von seinen Managern und Beratern gefordert.

Risiken? Gibt es nicht. Nur Chancen.

Collardi war der Zeremonienmeister des ungebremsten Kundenwachstums bei der Julius Bär – egal, wie gefährlich diese waren.

Pierin Vincenz, Beat Stocker, Lars Windhorst, Fifa-Funktionäre, Brasilien-Korrumpierte, Putin-Leibgarde: you name it.

Lange passierte nichts. Bis Venezuela explodierte. Nun steht alles auf der Kippe. Selbst Collardi: Kann sich Pictet den Tutti-Banker als oberster Partner wirklich leisten?

Das Konstrukt der Julius Bär für die Venezuela-Kunden hat es in sich. Diese beauftragten ihre Bär-Berater, eine bestimmte Summe in eine Firma in Venezuela oder Miami, wo viele reiche Südamerikaner Geld haben, zu transferieren.

Wenige Tage später erfolgte eine Rückzahlung in fünffacher Höhe des zuvor einbezahlten Betrags. Eine Erklärung für die Vervielfachung des Investments – und zwar in Rekordzeit – verlangten die Bär-Banker von ihren Venezuela-Kunden nicht.

Sie gaben sich zufrieden mit der Antwort der Kunden, es handle sich um einen „Return on Investment“. Wie ein solcher Super-Express-„Return“ möglich sei? Wurde nicht gefragt, wollte niemand wissen.

Kein Wunder: Alle profitierten. Bei den Venezuela-Kunden handelte es sich vornehmlich um Machthaber rund um die staatliche Ölgesellschaft PDVSA. Ihr Ziel: Rasch ihre Millionen ausser Landes zu schaffen.

Die Bär-Banker von Boris Collardi standen bereit. Deren Motiv: viele neue Kunden-Assets an Land ziehen. Das gibt Bonus.

Wer der grosse Geschädigte des Betrugskonstrukts war, interessierte weder die Funktionäre der abgewirtschafteten Regierungs-Clique um Venezuela-Präsident Maduro, der notfalls auf sein Volk schiessen lässt, noch deren Bär-Banker.

Man sieht sich in vermeintlich längst überholte Zeiten versetzt. Wie in guter alter Swiss Banking-Manier stellten die Berater der Zürcher Privatbank null Fragen. None of my Business. Hauptsache, die Dollars landen bei uns.

Aus Collardis Umfeld heisst es, dass der damalige Bär-Chef nicht direkt mit dem On-Boarding der Kunden zu tun hatte.

Unter Collardi gab es drei Leute, die den Dirty Job mit vermutlich hoch korrupten Venezuela-Kunden erledigten: Gustavo Raitzin, ein Topshot; Matthias Krull, ein Ex-Grossbanker; Marc Sulser, der grosse Lateinamerika-Boss in Zürich.

Raitzin kam zuerst. Er sass jahrelang in der obersten Geschäftsleitung von Boris Collardi, war zuständig für ganz Mittel- und Lateinamerika.

Heute lehrt Raitzin an der Harvard-Universität; dies, nachdem er den US-Behörden Red und Antwort gestanden hat. Und: Raitzin ist weiterhin auf der Payroll der Julius Bär – als Frühstücksdirektor.

Unter Raitzin kamen all die gefährlichen Latino-Kunden zur Bär, von Fifa über Petrobras bis PDVSA. Damit das gelang, brauchte Raitzin seinen Mann in Zürich.

Der heisst Marc Sulser, ein Typ, der ein Porträt von Che Guevara, dem Kuba-Revolutionär, in seinem Büro aufgehängt hat und gerne seine Kollegen mit CDs mit kubanischen Revolutionsliedern beglückt.

Raitzin holte die Kunden, Sulser betreute diese. Oder er gab sie weiter an Matthias Krull. So hiess der Star-Berater der Bär für Lateinamerika. Er war vor einigen Jahren, als sich die alte Steuerwelt zu verändern begann, mit seinen Lateinamerika-Kunden willkommen bei der Bär.

Die einzigen, die intern Stop sagen konnten, schwiegen: die Compliance-Leute unter dem heutigen Chef der Bär Bernie Hodler. Sie waren die braven Mäuschen, die mitspielten.

Das Triumvirat Raitzin, Sulser und Krull nutzte die Kultur im Haus. Die gab Ober-Chef Boris Collardi mit seinem Risk-Taking und Wachstums-Fetisch vor.

Für den war das kein Problem. Wenn’s dann knallt, bin ich ja weg.

Nun geniesst Collardi das Leben. In der Genfer Bellevue-Gemeinde hat er eine Wohnung bezogen, er fliegt zwischen Genf und Zürich hin und her. Ist sein Flug an einem Sonntag, zeigt sich Collardi auch mal in Shorts in der First-Lounge der Swiss.

He couldn’t care less. Ihm gehört die Welt.

Dafür muss Bernie „Hornbrille“ Hodler die Zeche zahlen. Nicht ganz unverschuldet zwar. Aber Fakt bleibt: Die einstige Nummer 2 büsst nun für die Roaring Years des grossen Boris Collardi.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Anscheinend hat auch Thomas Matters Neue Helvetische Bank an Maduros Imperialismus kräftig mitverdient, namentlich bei den Transaktionen im Zusammenhang mit dem Verscherbeln der venezolanischen Goldreserven. Pikant, dass damit indirekt rechtspopulistische Kampagnen und Dümmliches wie DJ Tommys peinlicher „Welcome to SVP“-Song von Maduros Clan mitfinanziert wird. Höchste Zeit die Verbindungen gewisser SVP-Exponenten zum „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ zu durchleuchten. Stichwort: „In den Sümpfen von Caracas“ oder war es Meilen?

  2. Dear Mr. Hässig, this time, excellent work. Raitzin is a disgusting person. Harvard did not do their homework on him before hiring him. Poor people in Venezuela, no food and with the help of Swiss bankers, billions of USD are able to leave the country into the hands of corrupt government employees. I will never open a bank account at Julius Baer.

    • Herr Baumann, ist es nötig, hier auf Englisch zu schreiben? Das angelsächsische Gehabe der neuen Möchtegern-“Manager“ ist mitschuldig an der Verluderung der Schweizer Wirtschaft.

    • An Master of Universe:
      Mit Politikern wie EWS und Idioten innerhalb der FINMA graben wir unser eigenes Grab. Die Angelsachen sind nicht Schuld. Leider auch typisch Schweiz, immer d. anderen sind Schuld. Leider haben wir so schlechte Politiker, es wird nur schlechter werden bzgl. Finanzplatz Schweiz. NZZ sagte es vor Jahren perfekt: Finanzplatz für Juristen. Goldgrube für Juristen. Bern unfähig.

  3. Selbst schuld, wenn die Snobs von Pictet kein insideparadeplatz.ch lesen. Sie hätten gewarnt sein können.
    Dass aber auch die FINMA ihre Augen schliesst, ist fahrlässig!

  4. Sicher lustig für BC – und besonders für die anderen Pictet-Partner – das hier zu lesen. – Mist, wir haben uns hier eine spezielle Hülse angelacht!

  5. Reading this article it becomes painfully apparent that the reporter Lukas Hassig is either a very bad journalist or simply lazy. This is not journalism. There are so many inaccuracies I do not know where to begin.
    For a start Raitzin does not teach at Harvard, he is a student on a 1 year course for burnt out professionals. If Hassig had bothered to look into what the ALI programme is about, he would have learnt this in a matter on minutes.

    Secondly, Sulser does not have a picture of Che on his wall.

    Thirdly and most importantly, JB has not been implicated in the DOJ investigation at this moment and none of the court documents implicate Sulser, Raitzin or Collardi. The money laundering activities that Krull was directing did not go through JB accounts.

    Hassig please get your facts straight before you pollute the internet with these sort of ‚articles‘. Please spend more time reading the DOJ documents and less time speaking to disgruntled employees that know very little about the truth.

  6. Und was hat die KPMG, die das ganze doch prüft, gemacht? Auch E&Y und Deloitte gehen bei JB ein und aus.
    Was gedenkt hier die RAB zu tun? Herr Schneider, sind Sie immer noch am pennen?
    Und was treibt eigentlich die Finma? Die Interne Revision? Was der Risikoausschuss des Verwaltungsrates?

  7. „Die braven Mäuschen, die Compliance-Leute der Bär, schwiegen“. Das weckt Erinnerungen an eine andere Compliance-Abteilung, die ebenfalls schwieg, die von Raiffeisen St. Gallen. Und wem war die unterstellt ? Ja, richtig geraten. Die Dame war übrigens kürzlich an der Harvard-Business School und erwarb dort ein Diplom. Es wurde hier berichtet. Ein gewisser Gustavo Raitzin von Bär, oben erwähnt, lehrt bei Harvard. Wäre interessant zu wissen, was. Erfahrung scheint vorhanden zu sein.

  8. Hahaha was für ein Märchen. Kaum gefasst, macht Krull einen „deal“ mit den US Behörden. Milliarden veruntreut ohne das ein hungernder Staat das gemerkt hätte…nicht mal Kindergärtner glauben das. Was den Amis hier aufstösst ist die Umgehung ihres tyrannischen Embargos gegen Venezuela, das die Bevölkerung hungern lässt mit dem Ziel die allseits bekannte Demokratie „zu importieren“ US-style. Wo Öl ist braucht es US-Demokratie. Die Gelder wurden mit Hilfe des verzweifelten Staates ausgeschafft, und wurden nicht kriminell erwirtschaftet. Somit KEINE Gelwäscherei, nur US-tyrann-Politik….wer etwas anderes sieht, sollte weiter schlafen….

    • …besonders, wenn man das Involvement gewisser Firmen in Miami berücksichtigt, stellt sich die Frage, was denn die „global police“ nicht hat sehen wollen was man hätte sehen müssen (sofern man sich zu mind 10% an die Regeln hält, die man dem Rest der Welt aufzwingt…)!

  9. Das Wachstum welcher BC für die Bär Bank hinlegte, stützt sich zum Hauptteil auf hoch riskante Geschäfte ab, die andere banken nicht mehr machen dürfen. Und diese sind halt auch sehr lukrativ…..

    Da draussen gibt es 617’243 Bänkler, die Kundengelder jagen, und denen allen blieb es versagt, in den letzten Jahren nicht einmal im Ansatz an das Wachstum der Bär zu kommen!

    Keine Bange, die nächste Leiche ist schon am auftauen….

    Wie sagte doch einmal Jemand: hör auf wenn du vorne liegst, BC ist einfach gegangen- zu einer anderen Bank!

    • Ich habe genau nachgerechnet.

      Aufgrund der Arbeitszeiten entspricht die Zahl der Kundengeldjäger genau 582’163.786 FTE!

  10. Diese Geschichte kann ins Auge gehen.

    Die Zustände in Venezuela sind krass.
    In den Spitälern sterben die Leute wie die Fliegen, es fehlt an jeglichen Medikamenten.

    Frauen verkaufen ihre Haare an chinesische Aufkäufer, um irgendwie überleben zu können.
    Andere sehen sich gezwungen, Ihren Körper zu verkaufen.

    Kinder sind unterernährt, zeitweise denkt man, in Etiopien zu sein und nicht im erdölreichsten Land der Erde.

    Jedes Wochenende sind die Leichenhallen von Caracas, der kriminellsten Stadt der Welt, mit Leichen von Raubopfern des grassierenden Bandenwesens vollgestopft. Man wird wegen einer Einkaufstasche mit Esswaren umgebracht, ohne Erbarmen und sekundenschnell.

    Die Hölle auf Erden, das ist momentan Venezuela.

    Was für moralische Ansprüche haben die Herren Collardi, Raitzin, Sulser, Krull …UND Hodler, wenn sie Gelder dieses Regimes gewaschen haben sollten – und die ganze Hierarchie wusste davon und hat dies toleriert?

    Flüge in First Class in kurzen Hosen ? Ein Transporter aus Hildisrieden, Kanton Luzern, würde vollumfänglich genügen.

    (Bitte zensurieren Sie mir diesen letzten Passus nicht, denn der gehört dazu).

    • ich bin gespannt ob wir hierzulande bald die mit schönsten Frauen der Welt als Flüchtlinge empfangen dürfen.

      Wenn mir auch nur ein bisschen Menschlich sind muss der Bundesrat sofort einige Maschinen nach Caracas entsenden!

    • ….Buah, doch zensuriert. Ich hatte geschrieben aus Hildisrieden oder auf gut Deutsch, dem Hauptort für Schweinezucht im Kanton Luzern.

  11. Collardi macht das jeweils sehr schlau. Falls da wirklich etwas untersucht wuerde, seine Unterschrift taucht mit Sicherheit nirgends auf. Instruktionen gibt’s immer per Mobile, da werden keine Spuren hinterlassen. Die allfaellige Suppe ausloeffeln, wuerden andere. Die sich in ihrer Gier haben instrumentalisieren lassen vom Bobo. Und davon gibt’s nun wirklich Heerscharen. War bei CS so, war bei den Baeren so, wird bei Pictet nicht anders sein. Der Typ ist mit allen Wassern gewaschen. Die Schmutzarbeit laesst er andere machen. Wenn man moralisch keine hohen Massstaebe hat, kann man nur sagen: Hut ab, Boris!
    Shorts in der First Lounge: warum nicht???

    • Ich hoffe, er rasiert sich die Beine….. Es gibt nichts unangenehmeres als behaarte Männerbeine in Shorts ausserhalb einer Badeanstalt !

  12. Es ist eine Schweizer Schwäche, dass wir erfolgreiche zuerst hochloben und dann bei einem Fehler brutal demontieren. Es liest sich oft wie etwas Neid vieler Schreibenden…….

  13. Ein muss man den Leuten lassen, sie haben wirklich Humor.

    Ob Herr Raitzin an der Harvard Advanced Leadership Kursen auch solches Geschäften beibringt?

    Auch das Signet von Harvard spricht für sich: VE RI TAS

    Bei etwas zu viel Wein und anderen Genussmittel kommen wohl ein paar Buchstaben durcheinander.

  14. Ich hoffe der Lukas kriegt als Freelancer der FINMA ein entsprechendes Bundes-Gehalt. Denn schliesslich macht er deren Job. Wenn sich die Geschichte weiter zuspitzt, dann würde das einmal mehr peinlich für unsere Aufsicht.

  15. Bernie „Hornbrille“ Hodler … ?! Das Niveau des Autors rutscht immer tiefer, aber scheinbar fühlt er sich pudelwohl dabei.

  16. Um Geld zu „waschen“ muss eine kriminelle Handlung nachgewiesen werden aus welcher diese Gelder stammen und akkumuliert wurden. Dies ist wahrscheinlich nicht der Fall, denn es sind staatliche Gelder und das ganze diente dazu das US-Embargo zu umgehen.

    • Damit haben sie sich gleich die Antwort gegeben.
      Umgehung von Embargo ist eine Straftat!

  17. Die Calvinistisch-Konservative Pictet mit ihrer „überlegenen“ Art ist reingelegt worden. Welcome to the new reality, guys.

  18. Tja, man kann Tod sicher sein: die Vergangenheit vergisst nie! Und Schulden bleiben weiterhin Schulden….🤣😁
    Jede „Wachstumstrategie“ hat ein Preis und jetzt sehen wir, dass in der Schweiz sehr hoch ist ( Swissair, UBS, CS, Raiffeisen, JBB…) aber eben die eine kassieren Bonuses und Frauen….die anderen Zahlen die Zechen und müssen „Genies“ einstellen, damit die Problemen „Sauber“ gelöst werden… so weiter…🤣🤣

  19. Endlich erwischt es diesen arroganten BC. Das haben die Spatzen schon lange gepfiffen. Die Schlinge zieht sich zu. Pictet tut gut daran, ihn zu hinterfragen. Lieber hätten diese Leute den Spatzen zugehört.

    • Zürich: Dazu müssten die Spatzen französisch zwitschern lernen oder die Pictet-Leute Deutsch lernen …

  20. „Lange passierte nichts. Bis Venezuela explodierte. Nun steht alles auf der Kippe. Selbst Collardi: Kann sich Pictet den Tutti-Banker als oberster Partner wirklich leisten?“

    Nein, können Sie nicht. Meine Rede schon seit langem. BC ist für weit mehr als nur Venezuela verantwortlich. Wie Sie selber gesagt haben, es gibt etliche Sprengsätze. Wird Zeit, dass sie gezündet werden.

    • 2014 und 2015 ersuchten die US-Behörden die Schweiz im Rahmen der Rechtshilfe um Informationen über Schweizer Bankkonti in Sachen PDVSA.

      Auffallend oft tauchen in Bezug auf Venezuela Konti der Bank Julius Bär auf. Einer dieser Fälle war zusammen mit der Korruptionsaffäre um den Weltfussballverband Fifa der Auslöser einer Sonderuntersuchung durch die Prüfgesellschaft Deloitte im Auftrag der Finma. Der Bericht stellte dem Vernehmen nach schwere Mängel in der Geldwäschereibekämpfung fest. Bankvertreter bemängelten ihrerseits die Qualität des Berichts. Die Finma gab eine weitere externe Untersuchung in Auftrag, diesmal bei der Anwaltskanzlei Wenger Plattner. Die Schlussergebnisse dieses Berichts stehen noch aus.

      (Quelle: NZZ 28.3.2018)

      Der vernichtende Deloitte-Bericht ging im Herbst 2016 (!) an die Finma. Es erstaunt in höchstem Masse, dass die Finma trotz besseren Wissens dem munteren Treiben bei JB einfach weiter zuschaute. der geständige Krull hat noch bis Mai 2018 seine venezolanischen PEPs weiterbetreut. Die Finma verkommt zur Lachnummer, doch kein Wunder bei diesem Oberverantwortlichen (Panama-Ueli).

    • Beim vertrauten Businesslunch und Tätatä mit den Bankster. Alle diese Schweinereien sind ja nur möglich weil die FINMA im beten Fall schläft und im Schlechtesten einfach weg schaut wenn irgendwo die Kacke am Dampfen ist.

  21. Schade Herr Hässig, dass Sie nun auch beginnen, hier die US-Neocon Doktrin zu predigen und dem scheinbar auch verfallen sind. Betreffend Venezuela, da ist nicht Maduro der Böse, sondern die USA, die ihn unbedingt weg haben wollen, weil er sein Land nicht kampflos den US-Neocons und Globalisten ausliefert! Ja, die Schweiz hat es leider schon lange getan und heute sind wir nichts weiter mehr wie eine schlechte Kolonie der USA! Auch dass Sie bei jeder Gelegenheit geben Putin schiessen, passt ins Muster! So wird mir IP immer unsympathischer! Und gerade heute morgen wurde noch vermeldet, dass unsere gute CS russische Konten über 5 Mrd. gesperrt hat! Eine Sauerei sondergleichen! Da werde ich die Konsequenzen auch ziehen und alle meine Konten bei der CS liquidieren! Bin gespannt, ob Sie das gut finden oder nicht! Aber ist ja mittlerweile leider auch keine CH-Bank mehr, sondern eine US-Bank!

    • Uiiii, was war in Deinem Kaffee, Tom? US-Neocons usw. Etwas verquere Weltsicht…
      Und saldiere doch Deine Konti bei der CS. Sie zittert sicher schon. By the way, ein Wetschriftendepot hast Du keines?

    • Maduro wollte hunderte Millionen von einem Staatsbetrieb an seine Familie privat abzweigen. Reine Korruption. Dass er der Gute sein soll ist einfach lächerlich.

    • Nein, das ist keine Bank, das ist ein Selbsbedienungsladen mit angehängter Rechtsabteilung. Mehr nicht.
      – Da kann einer mit Schlaubootlippen in Interviews mit der gekauften Presse noch so viel hochtrabenden Bull sülzen wie er will!

    • keine ahnung, wovon sie hier schreiben. ich sehe nur einen geldwäscheskandal mit einem singvogel und einer fetten spinne im netz, die ans licht gezerrt wird. ein fall, der aus schweizer sicht einen weiteren erheblichen reputationsverlust für das swiss banking (das saubere banking) darstellt. und hni mit weissem geld von der schweiz fernhält. was sie über usa oder rus schreiben kann ich nicht beurteilen und will es auch mit neutralem blick nicht.

    • Sehr geehrte Herr Meier,
      ich verstehe Ihre Empörung bis zu einem gewissen Grad, aber kann diese nicht ganz nachvollziehen.
      Wir, Schweizer/innen müssen in unserem Land den Missbrauch aktiv bekämpfen, wir haben immer noch einen guten Ruf in der Welt und den versucht Herr Hässig wieder herzustellen. Nur mit der Wahrheit geht es und nicht mit Verdunkeln und Verschleiern derer bzw. mit dem Finger auf andere zeigen.

      Auch möchte ich Ihnen beweisen, dass z.B. Hornbrillen CEO Bernhard Holder involviert war, als es darum ging, dem Schweizer Volk AHV-Zahlungen streitig zu machen. Hier der Link

      https://www.rudolfelmer.com/smearing-campaign-schmutzkampagne/bank-bär-als-sozialversicherungs-abgabetrügerin/

      Zwar hat das Zürcher Obergericht die Bank geschützt, was es konsequent tut, was auch immer vorfällt, doch es hat damit auch sein eigenes verruchtes und wenig moralisches Gesicht der Oeffentlichkeit gezeigt.

    • Sie haben wenig Ahnung über Venezuela. „…da ist nicht Maduro der Böse….“ Haben Sie dort gelebt? Sehen Sie wie Maduro und seine Komplizen das Land plündern und die Wirtschaft (oder was davon nach Chavez übrigblieb) in Grund und Boden einstampfen? Sehen Sie wie die Leute im Müll nach Essbarem wühlen und Kinder und Alte auf der Strasse rumliegen, ohne Essen, medizinischer Versorgung etc? Sie haben keine Ahnung, darum bitte lieber nicht über Venezuela reden.

    • Dieser Kommentar erschüttert mich. Dass Sie das Geld von der CS erst jetzt abziehen wollen, ist zwar seltsam nach allen Vorgeschichten, aber sei‘s drum.
      Aber Ihr Statement zu Venezuela ist superzynisch. Schämen Sie sich! US-Hasser hin oder her, das ist nicht mein Punkt. Aber informieren Sie sich endlich über die Zustände in einem der erdölreichsten Ländern der Erde!

    • @Meier
      Sie haben recht mit der Schweizer Kolonie der USA.
      Die USA haben noch viele andere Kolonien und durften den 700sten Luftwaffenstützpunkt ausserhalb des Landes eröffnen.
      Russland hat ca. 25 Stützpunkte, mind. 20 davon im Ostblock.

      Das Imperium schlägt halt doch zurück!

      Und wir liefern Daten, Menschen, Medikamente gegen bunt bedruckte Zettel mit der Aufschrift: „in god we trust“
      Na dann hoffen wir mal das Beste…

      PS: Geopolitik ist nicht Kernaufgabe von IP. Es wäre an den anderen Medien uns unabhängig zu informieren.

    • Warum lesen Sie denn IP noch? > einfach Link löschen
      Sie haben immer noch ein Konto bei der CS? > ist ja nicht erst seit gestern „amerikanisiert“

      Sind Sie labil?

      Fragen über Fragen……….

    • Gratuliere, Thema gründlich verfehlt. Hier geht es nicht um Ihren BFF Wladimir, sondern die mutmasslichen Sauereien einer Bank. Wenn Ihnen IP nicht mehr mundet, lesen Sie wohl besser ein paar Erzeugnisse aus der St. Petersburger Troll-Fabrik. Viel Vergnügen.

    • Ich lebe lieber im Neocon-System anstatt im verarmten und verwarlosten Venezuela.
      Tom Meier, ziehen Sie doch gleich nach Venezuela, aber ohne die Dollars, Euros und Franken. Leben, nein, überleben Sie wie die Einheimischen, wo man kaum Lebensmitteln in den Geschäften findet, mit miserablen Zuständen in den Spitälern, so wie das in den 80 und 90-er Jahren war in Kuba. Kuba ist ja das Vorbild vom korrupten und imkompetent Regime, das vom ehemaligen Busfahrer Maduro geführt wird. Täglich fliehen 3’000 Personen nach Kolumbien, über 2’000 ins kleine Ecuador (dort herrscht Notstand wegen dem Ansturm), und weitere Tausende gehen nach Brasilien und Peru. In der Schweiz liest man kaum von dieser Trägodie. Europa sollte vielleicht eher diese mittelgut ausgebildeten Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen (kulturell, optisch und mit der Religion sind sie auch näher), anstatt die Männer von Afrika und Muslime.

    • Wie sähe es aus, wenn niemand es wagen würde Putin die Stirn zu bieten? Ich verzichte auf die unendliche Aufstellung der Krisenherde weltweit, die Putin am Köcherlen hält. Es wäre nicht falsch die Vergangenheit des russischen Bären zu kennen, da würden ihnen die Haare zu Berge stehen.
      Sogar Japan hat die bei Kriegsende rasch noch annektierte Inselgruppe nie zurückerhalten. Meine Grossmutter hatte dazu einen guten Spruch:
      Da wo der Zaun ist nieder,
      steigt ein jeder drüber !

    • Würde der Sozialismus in der Wüste regieren, so gäbe es dort keinen Sand mehr… all dieser bolevarische bs….

    • Ruedi, von Dir möchte ich nicht mehr hören. Was für eine „Leistung“ … im 14. Jahr täubelen…
      Ja, wir wissen es alle. Du bist der Held, der Saubermann, Whistleblower…
      Aber Deine Richter sehen es meist anders. Wem soll ich nun glauben?

  22. Die Gross-Wäscherei Bär erreicht damit einen weiteren Eintrag ins Guiness book of records.

    Dass dieser Laden überhaupt noch FINMA-tauglich ist bleibt nun abzuwarten.

    Wieso Pictet sich diesen Wirbelwind angelacht und als Partner angeheuert hat, zeugt von Naivität des Genfer Bankhauses.

  23. Gwunderig, ob Management Lession 1, Aussitzen, auch dieses Mal funktioniert:

    „When you’re in deep (Venezuela) shit, keep your mouth shut! “

    Wiiterscchaffe… 🙂

  24. Collardi sagt sich wie im obigen Bild mit Di Caprio: Catch me if you can, das sagen sich alle Blender, genau wie der harmlose Abzocker im PB der Notenstein. Solange Banken im Direktionsbereich Schauspieler und Blender einstellen, die nicht fähig sind Kunden zu betreuen, kann das Real Banking „The Old Fashion Way“ nicht funktionieren. Während der Collardi Zeit bei Baer verdienten die obersten 15, ca. 20 Mio. p.a. Alleine Varnhold kassierte ca. CHF 4 Mio. p.a.. Alle diese Blender wie Gisel, Antoinette usw. tauchen in spät. zwei Jahren auf Webseiten wieder auf wenn sie durch ihre Sparingspartner wieder auf Bord springen eines neuen Arbeitgebers. Diesen Blendern geht es lediglich darum 2 Jahre mit einem knackigen Salär zu überbrücken, dies sind klare Indize, warum Bankaktien seit 15 Jahren nie performt haben.

  25. endlich ab, am besten nach Caracas oder Mosambik (oder SG)!
    Und nehmen sie eine „Weisse Weste“ mit, um gut weiter zu schlafen.

  26. Es wäre keine Ueberraschung, wenn Collardi und Executives der Bank Bär als „Material Witness“ mit vorgehaltener Maschinenpistole aus Hotelzimmer oder startbereitem Flugzeug geholt würden.

  27. Bin ich froh, dass Sie endlich mal wieder etwas über mich schreiben, Herr Hässig. Ich dachte schon, der Paradeplatz sei in St. Gallen!

  28. Bei Bär herrsch(t)en Zustände wie im alten Rom: Ein skrupelloser CEO, kriminelle RMs und eine Legal & Compliance-Abteilung, die zwischen Inkompetenz und Komplizenschaft hin und her schwankt. Von den 1.2 Milliarden gewaschenen Dollars sollen die Stiefsöhne des Diktators Maduro 200 Millionen erhalten haben. Deren Konten wurden laut US-Staatsanwaltschaft (Criminal Complaint 23.7.2018) von einem Strohmann geführt.
    Bravo – und danke, dass Ihr JB-Hirsche euch zuverlässig um die gute Reputation unseres Bankenplatzes kümmert!

    • Man staunt immer wieder wie das Wort „Compliance“ ad absurdum geführt wird.

      Eine klassische Worthülse wie etwa „best practice“. Wird damit das eigene Versagen kaschiert?

    • Es sind nicht nur die JB-Hirsche…

      Wir können bei Branson’s FINMA beginnen, die lässt ja sogar der GWG beschuldigte Banken/Banker gerade bankintern Sachverhalte abklären und nimmt dann die Ergebnisse zur Kenntnis.

      Oder man beachte das Postfinance-Compliance: Bundesrätin Leuthard, FINMA, Post-VRP Schwaller, CEO Köng sind massive Verzögerungen von Wochen ja Monaten bekannt, Lücken und Chaos herrschen das bereits bei Kriminellen die Runde macht! Was machen die involvierten Organe und Personen? Nichts! Man schweigt, macht auf Unwissend – schiebt sich vielleicht noch den Schwarzen Peter zu! Parallel dazu werden trotz Kenntnis von Missständen beim Bundesbetrieb Postfinance von wichtigen Personen, angefangen beim Post-VRP, Post-CEO, Finma-Direktor bis hinauf in den Bundesrat (Leuthard/Maurer) dem Parlament dringend notwendige Gesetzesanpassungen präsentiert, während beim Bundesbetrieb Postfinance allerorten weggeschaut wird. Noch fragwürdiger ist dann der Sachverhalt, dass Postfinance-CEO Köng sogar noch Personal abbaut weil Kosten gespart werden müssen und weder VR, Politik oder Aufsicht darauf reagieren, dass das Compliance personell bereits bei den aktuellen Schwellenwerten unterdotiert ist. Man muss feststellen, FINMA-Direktor Branson verschliesst die Augen, während bei Leuthard, Maurer, Schwaller und Köng der Profit der Postfinance anscheinend über den gesetzlichen Regulatorien steht. Zu guter letzt herrscht dann auch noch Stillschweigen bei den Damen und Herren Politiker, obwohl diese die Oberaufsicht über den Postkonzern haben. Aber anscheinend hat man unter der Bundeshauskuppel aus dem Versagen bei der Postauto-Aufsicht rein gar nichts gelernt… und Jede und Jeder dürfte dann wohl zu Protokoll geben, man sei Überrascht sowohl über den Sachverhalt wie auch das Ausmass. Also weiter mit dem Tagesgeschäft…

    • „dass Postfinance-CEO Köng sogar noch Personal abbaut“.
      Bei dem Julius B. gearbeitet & Vizedirektor dort in den Kerker geworfen. Köng antwortet auf viele eingeschriebene Briefe nie. Empfehlungen bitte hier hinschreiben, was ich machen soll? Besten Dank!

    • Schlimm sind all die Idioten, die generell in der SWSS First/HON Lounge rumhängen – egal ob mit oder ohne Shorts.

    • Shorts tragen mit farbenfroher Hawaii-Krawatte.

      Boris you make my day……….

  29. Sind problematische Neugelder in Höhe von hunderten von Millionen Dollar und ein Profit hieraus für die Bank – sagen wir hoch gegriffen 10% – überhaupt Angelegenheit des CEO?

    Ist das nicht eher Aufgabe der zweiten Führungsriege oder sogar der Sachbearbeiterebene, Titel: Managing Director und / oder Vice President?

  30. Hoffentlich gehen die Amis den Typen von JB, Collardi und anderen an den Kragen! Die Amis sollten bei der FINMA anrufen und schauen ob die wegen Hitze geschlossen haben oder einfach die Arbeit verweigern!

    • Richtig und wie immer bei LH ist jede Übereinstimmung mit der Realität rein zufällig und vom Autor nicht beabsichtigt. Hauptsache alles riecht nach riesigem Skandal und es ist absolute Nebensache, wenn nur irgendetwas vom geschriebenen auch so ist oder so rauskommt wie zB. Unispital Zürich, PV (bis heute keine ofizielle Anklage), Raiffeisen (mit Glanzresultat), etc.