Inside Bundesplatz: Berner Sumpfgebiet

Post-Betrug, SBB-Vertuschung: Hauptstadt zeigt wahres Gesicht – Anwalts- und Beamten-Elite herrscht – SBB-Gygi Strippenzieher.

Ex-SBB-Präsident Ulrich Gygi und Wirtschaftsanwalt Beat Brechbühl sind zwei Spitzenleute, die viel mehr zu sagen haben als manch ein Topbanker.

Nun geraten die beiden ins Scheinwerferlicht. Und machen keine gute Figur. Beide spielen Hauptrollen in Ereignissen, welche die Kapitale der Eidgenossen erschüttert, beide fördern eine kleine Machtelite zutage, welche Bern seit Jahren dominiert.

Zum Vorschein kommt die Berner Macht-„Artistokratie“ beim Post-Skandal mit 100 Millionen Betrugssumme, der Trickserei zuoberst bei der SBB und dem Grounding der Airline Skywork.

Bei Skywork spielt vordergründig nur der eine der beiden Berner Strippenzieher eine Rolle, und zwar Beat Brechbühl. Der Ober-Partner der grossen Wirtschaftskanzlei Kellerhals Carrard, kurz KC, ist Präsident des Berner Flughafens Belp.

Als solcher hat er einem Klumpenrisiko namens Skywork zugeschaut. Die kleine Airline, die gestern Pleite ging, mit über 100 Arbeitslosen und 11’000 gestrandeten Passagieren, war die grosse Nummer auf dem kleinen Belpmoos.

Brechbühl sonnte sich auf dem Stuhl des Präsidenten des Mini-Flughafens, solange die Skywork mit ihren Kisten abhob. Jetzt, da es stürmt, reden vor allem andere.

Grounding ist für die anderen: Brechbühl, Magistraten, am gestrigen KC-Impulsapéro.

Just am Grounding-Tag erschüttert ein zweiter Fall die Bundeshauptstadt. Eine Parlaments-Kommission hat bei der SBB ganz oben haarsträubende Vertuschungen gefunden.

Dort taucht der Mann auf, der mit Anwalt Brechbühl zusammen wichtig für diese Geschichte ist: Ulrich Gygi, Ex-Präsident der Schweizerischen Bundesbahnen und heute unter anderem im Schweizer Verwaltungsrat der BNP Paribas, eine grosse französische Bank.

Gygi und seine Kollegin im Verwaltungsrat der SBB, Monika Ribar, bildeten ein Zweiergremium, das dafür sorgen musste, dass alle wichtigen Mandate von SBB-Spitzenleuten offengelegt würden.

Dafür hätten sie sich mindestens ein Mal im Jahr zusammensetzen sollen. Hätten. Denn getan haben sie es nicht.

In der Folge „vergass“ Ribar ein umstrittenes Mandat für den Angola-Schweizer Jean-Claude Bastos, der in der Schweiz verurteilt worden war und seit Monaten für weltweite Schlagzeilen wegen Investments mit Geldern aus dem armen Angola sorgt. Kürzlich erzielte er einen Gerichtserfolg in London.

Ribar behielt ihr Bastos-Mandat für sich; erst als sie Richtung Nachfolge von Gygi rollte, erinnerte sich sich an diesen Auftrag und setzte ihn auf ihre Liste der Drittmandate.

Für die Parlamentarier ein schwerer Vorfall. Die oberste Führung der SBB, sprich der VR unter der Führung von Gygi und Ribar, hätten ihre Pflichten „schwer verletzt“.

Während Ribar wegen ihres Angola-Jobs seit Monaten unter Druck steht, konnte sich ihr Vorgänger Ulrich Gygi im Schatten halten; obwohl Gygi einer der ultimativen Strippenzieher in Bern ist.

Vor seiner SBB-Zeit war Gygi operativer Chef der Post. Und hier nun wird es für Gygi brisant, wie die Basler Zeitung vor ein paar Wochen und heute der Tages-Anzeiger aufzeigen.

Im Fokus steht eine Sitzung von 2007 zum Thema Postauto-Subventionen. Mit dabei: Post-Konzernchef Gygi.

In einer Notiz wurde das Folgende festgehalten: „Anlässlich der Wochenbesprechung mit der Konzernleitung konnte die Postauto AG die Problematik der im Vergleich zu den anderen Profit-Centern sehr hohen Margen in den Regionen Graubünden, Wallis und Westschweiz darstellen.“

Diese hohen Margen liessen sich in Zukunft nicht mehr erzielen, da die Aufsicht eingreifen würde.

Was tun?, war das Thema der Sitzung. Und nun kommts: „Um Plan und Ist der Linienrechnung in etwa gleich zu halten, wurden in der Ist-Rechnung (Nachkalkulation) die Gemeinkosten teilweise ungleich auf die einzelnen regionalen Profit-Centern verteilt.“

Hier war er, der Postauto-Betrug rund um erschlichene Subventionen. Die Postauto-Chefs verbuchten Aufwände so, dass die Gewinne nie zu hoch wurden – und damit die Subventionen maximal blieben. Systematische Buchhaltungstricks zulasten des Steuerzahlers.

Gygi hörte sich das offenbar an. Gemacht hat er nichts. Oder jedenfalls nicht das Richtige. Und so konnte Gygi im 2009 nach seiner Postzeit auf den nächsten Spitzenstuhl springen: den Präsidententhron bei der SBB. Dort blieb er, bis ihn Ribar vor 2 Jahren ablöste.

Diesen Frühling musste Gygi plötzlich zittern. Der Postauto-Skandal wurde in Berichten aufgearbeitet. Sein Name tauchte in diesen auf.

Wer aber hat diese Untersuchungen durchgeführt? Niemand anders als Freund Brechbühl von der Kanzlei Kellerhals Carrard. Und so erstaunt es viele nicht, dass Gygi bis heute vom Postfall unbelastet blieb.

Dank dem richtigen Anwalt: „Majestät“ Gygi und „Einflüsterer“ Brechbühl sind ein eng eingespieltes Team. Für Brechbühl ist Gygi der Ueli, für Gygi ist Brechbühl der Beat.

In einflussreichen Kreisen wie der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Bern sitzen die zwei Spitzenleute, am Berner Swiss Economic Forum nutzen sie die grosse Bühne.

Die Rechnung schien aufzugehen, Gygi und Brechbühl zogen weiter aus dem Versteckten die Fäden. Bis gestern, als die Politik auf den Tisch klopfte. Nun stehen der mächtige Gygi und sein umtriebiger Anwalt vor ihrer grössten Bewährungsprobe.

Kommentare

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  1. Wer war dann 2007 Finanzchef bei der Post und verantwortet die Mauscheleien zusamme mit Gygi und Konsorten, der hat diese Vorgehensweise ja wohl vorgeschlagen, denn der SP-Gygi hat ja nur genickt.

  2. Bei dieser Geschichte kommt mir das K…. Und wahrscheinlich ist das nur die Spitze des Eisbergs.
    Herr Hässig, bitte ermitteln Sie weiter!

  3. Langsam aber sicher werde ich das Gefühl nicht los, dass wir ein neues Österreich sind.

    Noch vor drei Jahren dachte ich, wir rutschen langsam ab, in diesen mittelmässigen europäischen Schlendrian à la Austria.
    Falsch, wir sind bereits dort angekommen.

    In Wien, ich meine Bern, sitzen Hunderte von Bürokraten, Sesselfurzer, Politschmarotzer, Apérolobbyisten und generieren nichts, und zwar das absolute Nichts – während sich der Rest des Landes bemüht, irgendwie den Lebensstandard zu bewahren. Jedoch wird dies täglich schwieriger.

    Industrie geschlachtet und dem vermeintlich starken Franken nachgeworfen, Banken auf dem Eveline Widmer-Schlumpf Altar der Stupidität geopfert, Grossverteiler den Konstanzfahrern und der eigenen Raffgier zum Opfer gefallen.

    Die Multis verlegen nach Bangalore und Shenzen – die KMU’s nach Bratislava und Wroczlaw. Was hier bleibt, wird von Deutschen und Angelsachsen geleitet.

    A-Schweiz, B-Schweiz, keine Schweiz, Österreich. Unerträgliches Mass an Verfilzung, Säuhäfelismus und Naivität (die des Volches), welches ihren Oligarchentribunen noch so jeden rosarot bemalten Furz glauben.

    Ausserdem, dieses Wien, ich meine Bern, da die Wirtschaftsleistung ein reiner Trug ist und nicht mehr reicht, um sich vollzufressen, füttert es sich ausserdem neuerdings selbst, mit Alchimistenrezepte. Hexerei.

    Aus dem absoluten Nichts, welches es produziert, zaubert es Fantastillionen an Geld, welches in US amerikanische Luftschlösser (Facebook, Tesla, Google, etc.) investiert werden, welche seit Jahren Milliarden an vermeintlichen Mehrwert generieren. Diese Wundergelder werden dann unter der nichtsproduzierenden Staatsverwaltung verteilt. Man schuldet sich schliesslich ein üppiges Leben (Entrecôte, Café Fédéral).

    Miriaden von ausgesteuerten Fünfzigjährigen, AHV-Rentner, hart an der Armutsgrenze navigierend, eine in ständiger Existenzangst lebende B-Schweiz Bevölkerung, werden dabei mit schnoddrigem Selbstverständnis von der Statistik radiert, entfernt, vertuscht und lebendig begraben – von der höchsten privaten Verschuldung der Welt ganz zu schweigen (könnte die Alchimistenformel verpfuschen).

    Irgenwie keine guten Aussichten, Leute.

    • Ich hatte immer die Befürchtung, die Schweiz würde als Ganzes in der Versenkung verschwinden. Stimmt aber nicht ganz: Es sind nur Herr und Frau Durchschnittsschweizer… Hab mich ins Ausland abgesetzt und leb jetzt unter der Sonne. Ich bevorzuge es, besser zu leben bei schlechterer Infrastruktur, als schlechter zu leben bei besserer Infrastruktur. Meine Steuerbeiträge bekommen die nicht mehr, um ihrem europäischen Traum zu fröhnen…

    • Ne ne, wir leben im besten Land der Welt, meint die Staatspropaganda! Netto netto ist jeder Italiener im Schnitt reicher als der Schweizer! Und Dudu aus Afrika, der als Geschäftsmodell seines Clans hierher „geflüchtet“ bzw. illegal eingereist ist, und Mohammed, der sich hier gratis ein neues Gebiss machen lassen wollte, werden hier pauschalversorgt.

    • Blendend analysiert. Wahrscheinlich ist auch der Zwybelemärit subventioniert, denn ohne Filz geht dort gar nichts.

    • Liebe Energieberaterin, Du scheinst Bern aus dem FF zu kennen. (ich auch!) Bitte schreibe ein Buch. Das würde ich ja gerne selbst, aber ich bin nicht so gut im formulieren wie Du. Ausserdem leide ich immer noch unter dem Bern-Trauma, was mir u.a. eine Schreib- und Sprech-Blockade
      beschert hat. Schockfolgen.

  4. Lieber Lukas Haessig,

    Sie haben in Ihrem Beitrag noch einen weitere Institution in Bern vergesehen. Die SRG SSR mit ihren Organisationeinheiten in den jeweiligen Sprachregionen. (RSI, RTS, RTR, SRF/tpc, SwissTXT, SWI und Admeira.

    Die aktuelle Rechtsform ist ein Verein und bietet viel Potenzial für Filz am Leutschenbauch. Beim Radio SRF Buero Umzug von Bern nach Zuerich geht es um viel Geld. Seit der NO-BILLAG Initiative ist nichts passiert – das wuerde ein interessanter Beitrag werden.

    https://www.nau.ch/nachrichten/schweiz/2018/08/27/radio-srf-umzug-gerhard-pfister-kritisiert-srg-leuthard-65404938

    Zudem sehe ich das aktuelle Management um SRG Generaldirektor um Gilles Marchand nicht in der Lage, die neuen Herausforderungen im technolgischen Wandel von Radio, TV und adaptive streaming weiter zu bringen und die SRG SSR zu modernisieren. Kosteneinsparungen Fehlanzeige!

    Es bleibt spannend …

  5. Wir haben alle zugeschaut. Vielen Insidern ist aber auch so schlecht dabei geworden, dass sie nur noch k* können. Veränderung ist in diesem Filz nicht gefragt. Gefragt ist, was private Vorteile bringt. Und es sind diese fixen Organisationsstrukturen, die das Ganze begünstigen.

    Beginnen wir bei S-GE. Was uns schnell über das Seco zum Wirtschaftsamt- und Diplomatie-Sumpf führt.

    Ja, es ist Zeit um endlich aufzuräumen und die Schweiz zurück zum Föderalismus zu führen.

    Der Steuerzahler finanziert Gefässe wie S-GE mit Millionen, damit sich der Filz in diesem System austoben kann. Diese NGOs, Verbände, Vereine oder Clubs müssen abgeschafft werden.

    Alle 4 Jahre läuft diesselbe Maschinerie an, um die Legitimation von S-GE zu zementieren: Seco gibt ‚unabhängige’ Studie (Uni St.Gallen 🤮) in Auftrag. Geliefert wird ein 100seitiges Dokument mit Blabla und ein paar harmlosen Handlungsvorschlägen. Zeitgleich findet eine gefakte Stakeholder-Umfrage zur Zufriedenheit statt und die Lobbying-Arbeit wird nicht mal mehr versteckt sondern professionell vergeben. Danach gehts nur noch darum, ob es ein paar Milliönchen mehr oder weniger sein werden, die der Marketingapparat erhält. Die Aufmerksamkeit des Steuerzahlers liegt auf dem falschen Detail.

    IP lehrt die Leser, anders hinzusehen. Eine Fähigkeit die Mainstream Media bewusst verlernt hat.

    Setzen Sie ein Zeichen: kein Auftrag an S-GE (und somit kein Steuergeld für das Filzsystem).

    Den Sumpf trockenlegen. Jetzt oder nie.

  6. Wir haben ihren Fall nun alle gelesen. Vielen Dank.
    Schön wäre es, wenn Sie auch nich etwas inhaltliches beitragen würden, anstatt nur um Klicks zu betteln.
    Sie könnten zB sich eine Firma vornehmen, die Links aufzeichnen und recherchieren und das LH zuschicken.
    Ideen: Stämpfli AG, Bernische Spitalverbände oder sogar Swisscom?

  7. Unter den Teppich! So erging es auch meiner 80-seitigen Anzeige im Postauto-Betrug an alle Leithammel. An die StaWa BE gesandt (wie zuvor abgeklärt), erhielt ich lapidar die Weiterweisung der Unterlagen an das fedpol. Wochen später meldete sich der Verfahrensleiter Mathis mit dem Satz: Ihre Anzeige wurde ad acta gelegt, da sie sich fast vollständig mit unseren Anklagepunkten deckt. Na denn prost! Wollen wir mal hoffen (oder LH eruieren lassen), ob denn das fedpol anklagefähige Straftaten zeitnah offenlegt. Mehr Druck – bessere Resultate – ganzeinfach

    • Wen erstaunts? Staatsanwälte sind für Sie und mich. Für die Parallelgesellschaft der Gygis und Ribars und Schallers und Leuthards gibts Kellerhals Carrard.

  8. IN BERN SITZEN DIE FEINEN HERREN IN SCHWARZ- GRAUEN ANÜGEN UND MISCHEN MIT SIND GANZ VORNE DABEI BEIM KOCHEN DER SUPPE ESSEN TUN ANDERE NICHT DIE ANGEBICHEN STARKÖCHE

    • Und da gibt es noch diese Bern-Burger, die sowas wie der Taigg in Basel sind.

      Dieses Bern is ein Riesenfilz, da ist Zürich und St. Gallen Peanuts dagegen. Nur in Bern geht es zu Lasten der Steuergelder.

  9. Und was nützt es….??? Die Herren werden bestimmt nicht zur Rächenschaft gezogen … ist doch alles ein Saufilz und wir kleinen Deppen finanzieren die Majastätischen Obrigkeiten …. wieso? Weil wir Stolz und Ehrlichkeit leben, sonst sind wir weg vom Fenster..,

  10. Heute in einer grossen Zeitung gesichtet, passt hervorragend zum Thema „Bern“:
    „[…]Vor allem aber wirkt verheerend, dass kaum jemand in den bürgerlichen Parteien, der Verwaltung und auch in der Wirtschaft mehr den Mut aufbringt, sich für eine ordnungspolitisch richtige Sache und die längerfristig wichtige Lösung beherzt und hartnäckig einzusetzen und zu wehren.[…]Die Schweiz braucht wieder mehr liberale Bundesräte, Parteipolitiker, Spitzenbeamte, Verbands- und Wirtschaftsführer mit einem klaren ordnungspolitischen Kompass, die den Mut haben, sich für eine effiziente liberale Wirtschaftspolitik öffentlich einzusetzen, und die auch bereit sind, notfalls damit zu scheitern. […]“

    • Frommer Wunsch. Aber als Einzelkämpfer haben sie da keine Chance. Das „System“ wird sie bekämpfen, sobald es eine solche ideologische Einfärbung auch nur erahnt. An die Hebelstellen der Macht werden sie so kaum gelangen; denn dafür müssen sie sich viele Male zuvor prostituiert haben (was viele wissen werden und notfalls jederzeit gegen sie verwenden können). Zwangsläufig werden sie schon im Ansatz kläglich scheitern, runtergeknüppelt und ausgegrenzt werden, bis Ihnen nichts mehr bleibt. Alles selber erlebt… Es gibt meine Erachtens drei Wege: a) System unterstützen und reichlich davon profitieren (wie im vorliegenden Fall), b) System bekämpfen und reichlich verlieren, oder c) System umgehen, und es mit viel Glück zumindest zu einem gewissen Wohlstand zu bringen. Eine gewisse Ignoranz scheint dem Selbst folglich am Zuträglichsten; leider…

  11. Und die Naturschützer jammern doch immer, die Sümpfe in der Schweiz seien bedroht.
    Dabei gibt es hier massig Sümpfe und sie wachsen sogar Jahr für Jahr. Ein paar Beispiele:
    – Politcrime-Sumpf in Bern
    – Raiffeisen-Sumpf in St.Gallen
    – Mocambique-Sumpf in Zürich
    – CC-Sumpf in Zürich
    – Big4-Sumpf
    – Berater-Sumpf
    – Finma-Sumpf
    (Liste lässt sich beliebig fortsetzen)

  12. Merci Lukas Hässig – da bleibt einer dran!
    Eine interessante Spur ist im Beitrag angetönt: Kellerhals Carrard ist auch Swiss Economic Forum, der von Ihnen bereits vorgestellte Thomas Bähler war vor 20 Jahren Mitgründer und ist als Einziger der Crew noch immer dabei. Halt immer schön bedacht unter dem Radar, damit man die enormen Mauscheleien und Klüngeleien beim wichtigsten Wirtschaftsanlass nicht sofort erkennt, die gelbe Kanzlei hat enorm davon profitiert.
    https://be.chregister.ch/cr-portal/auszug/auszug.xhtml?uid=CHE-104.707.091&amt=BE&loeschung=20111128

    Und wenn man weiter sucht findet man einen weiteren Beweis, wie Bern so tickt und werkelt: Bähler schmeisst beim SEF den Unternehmerpreis, und die Präsidentin beim Swiss Economic Award ist niemand anderes als die SBB-Frau Monika Ribar:
    http://www.swisseconomic.ch/de/jury/

    Die ungewöhnliche Wahl von Ribar hat viele Beobachter der Jungunternehmerszene sehr erstaunt. Wir Leser von IP sind es nicht (mehr).

    • Hochinteressant, in der Tat!
      Researchdesk Tagi? Blick? Wieder mal am pennen? Wo bleibt der Kampf um die Auflage? Um Relevanz? Wo bleibt der Berufsstolz?
      IP hat ja bekanntlich in Bezug auf Online-Reichweite und Relevanz Handelszeitung, FuW und Bilanz abgehängt. Als Einzelmaske!
      Sollte einem irgendwie zu denken geben, oder?

    • Starke Hintergründe! Spannend. Ist also noch viel intriganter das Hinterzimmergewebe der YB-Beweihrauchten in der Subventions-Kapitale.

      Überhaupt – man staunt. Egal welcher bundesnahe Bern-Skandal man zitiert. Immer wieder Brechbühl, und immer wieder der Gygi .. und da ist natürlich auch noch die adrette Ribar! Gedächtnislücken so wie kürzlich bei Angola – sind wenig dienlich und befördern das Misstrauen. .. Bastos ..? Niie gehört. Hmmm – also jetzt wo sie es sagen – ich hätte da noch ein Mandätli verschwiegen … vermute ich.

      C’mon guys – wer wie Ribar durch die Konzernlandschaften Helvetiens geschleift wurde – hat doch nicht zufälligerweise compliancerelevante Gedächtnislücken. Ausser es muss sein. Ausser es geht um handfeste persönliche wirtschaftliche Vorteile. Oder eben um vermutete Tricks. Oder eben wenn das Abstreiten zur Tugend wird.

      Und – Herr Hässig – falls denn dereinst die Solvenz durch diverseste rechtliche Einschüchterungsbatailien zur Neige tendiert – einfach Crowed-Funding starten. Das Meer an Supporten ist Ihnen gewiss und schier unerschöpflich. Weiter so!

      Hässig Lukas ist unser Winkelried – der sich unerschrocken und unzähmbar zuvorderst in die gegnerische Lanzenflut wirft. Hinter ihm ein unerschöpflich’ Heer an betrogenen Bürgern – welche die Nase gestrichen voll haben von dieser unerhörten und doch politschicken Selbstbedienungsmentalität. Was hätten unsere Gründerväter ob diesem Grauen verkündet. „Du sollst Volk und Vaterland dienen; nicht umgekehrt.“

      Herr Hässig hier hat’s Zunder und Munition. Es braucht schonungslosen Investigativjournalismus wie den Ihrigen.

    • Dieser Doktor Bähler ist übrigens auch allmächtiger VR-Präsident der Berner Oberländer Spitäler STS, damit Herr über die zweitgrösste Spitalgruppe im Kanton. Auch da nicht zimperlich – er hat schon kalt eine Inselprofessorin und einen Grossrat aus seinem Rat entledigt, die halt nicht seine Meinung waren….

      https://www.derbund.ch/bern/kanton/zwist-im-verwaltungsrat-der-thuner-spitalgruppe/story/18291618

      https://www.bernerzeitung.ch/region/thun/ich-wurde-aus-dem-rat-gemobbt/story/27377954

    • Ja, die Familie Bähler. Als Ferienverein-Geschädigter hätte ich da so einiges zu erzählen.
      Es war damals sehr erstaunlich, dass keinerlei Untersuchungshandlungen vorgenommen wurde. Nun ist ja alles verjährt. Aber nicht vergessen…

  13. Genau darum gibt es im Kanton Bern so wenig international konkurrenzfähige Unternehmen. Alles ist miteinander verbandelt, meist über die Verwaltungsräte. Man schanzt sich unter der Hand die Aufträge zu, meistens ohne, oder mit gefackter Ausschreibung. Dafür gibt es dann versteckte Kickbacks, ganz wie in der Bankenwelt, nur halt auf bernisch. Das läuft in keinem Landesteil so stark wie in Bern. Hoffentlich bleibt IP voll dran an dieser Problematik.

    • Als Exil-Berner kann ich das nur bestätigen. Der ganze Kanton ist völlig korrupt und der Wettbewerb wird gehasst und vermieden. Seit den „Gnädigen Herren“ hat sich nichts geändert.
      Ich habe meine Firma darum auch nicht in Bern gegründet. In meiner Schulklasse ist es auch offensichtlich. Jeder, der irgendeine Ambition hatte lebt nicht mehr in Bern. Die faulen Kerle sind noch da und arbeiten oft in der Verwaltung, oder sind sogar Bündeler geworden.
      Ich fordere seit Jahren: Abschaffung Finanzausgleich. Erst dann ist eine Verbessserung der Situation möglich.

  14. Gäbe es in diesem Land nur ein Duzend Journalisten wie Hässig: Die endemische Korruption in Verwaltung, Poltik und Wirtschaft wäre innert 24 Monaten verschwunden.

  15. Brechbühl und Konsorten werden den Tag verfluchen, an dem sie auf dem Radar von Lukas Hässig aufgetaucht sind.
    Herr Hässig, nachdem Sie fertig in St.Gallen aufgeräumt haben (Gisel, Gantenbein und die GL haben ja bereits faktisch aufgegeben): Sie könnten doch neben ChainIQ-UBS als Nebenamt noch Bern ausfegen.
    Die normalen Medien kann man hierbei ja nicht brauchen.

    • Lange nichts mehr über Chain-IQ gelesen. – Sind da schon andere aktiv? Wurde LH Schweigen auferlegt?

  16. Nun wird es interessant: Rudolf Hug war Präsident bei Panalpina, musste Ribar aber wegen ungenügender Leistung bekanntlich dort loswerden und auch um wegend ungenügender Ergebnisse seinen eigenen Kopf zu retten (Ribar sitzt daher auch nicht einmal mehr bei Panalpina im VR). Eben dieser selbe Hug war 2007 im VR der Post und Präsident des Auditcommittees der Post, also als das Ganze dort vmtl mit den Unregelmässigkeiten begonnen hat. Evtl hat er die in Logistik und Nigeriageschäften nur mittelmässig begabte Ribar via Kollegen der Post zur SBB entsorgt und dort als Logistikexpertin empfohlen 🙂

    • Ribar ist eine Folge der immer wieder diskutierten Frauenquote. Als Mann hätte sie nie eine Chance gehabt.

    • @P. Meister: Ja, das stimmt wohl. Wie auch Jeannine Pilloud, die Inder Zwischenzeit entmachtet wurde. Aber immerhin dürfen wir uns immer noch an den tapezierten WC‘s in den SBB Zügen erfreuen. Die Starbucks-Wagen wurden nach einem Millionenabschreiber umgebaut. Die Software funktioniert immer noch nicht richtig und die Züge von Bombardier beginnen nach jahrelangen Verspätungen langsam zu fahren. Wie viele Millionen uns diese SBB-Frauen wohl gekostet haben. Ich denke über 250!

  17. An den Beiträgen hier in Inside Paradeplatz und besonders an denen von L. Hässig sieht man, wie ungemein wichtig eine freie Presse ist. Hier wird pointiert und klar gesagt was Sache ist. Gelegentlich schaudert es einem allerdings, ja es ekelt einem sogar wie im vorliegenden Fall oder im Fall Vinzenz. Aber den Kopf in den Sand zu stecken und sich nur noch dem urbanen Sauglattismus zu hinzugeben – das ist keine Alternative, ja menschenunwürdig.

  18. Und solcher Bernerfilz wollte die Pendlerströme im Bahnhof Bern mittels Leitlinien an Boden und Decken „führen“ Nach deren Abschaffung schrieben einige Zeitungen von sturen Pendlern….Hoffentlich erwachen auch hier in solchen Affairen die Sturen bevor da noch weitere Leitlinien in Planung sind

  19. Bern (Kanton und Stadt) sind bekanntlich der grösste Bezüger aus dem eidgenössischen Finanz-Ausgleich . Die Zuger haben es als erste gemerkt, dass dort massiv „geflunkert „ (sprich beschissen) wird. In den Katakomben der Bundesstadt laufen die Fäden zusammen, welche alleine dazu dienen die Weihnachtsgans auszuweiden und sogar von Jahr grösser (👎) und fetter zu werden. Bern gleich Filz. Die „Günstlinge“ und ihre unbändige Gier bilden ein Netzwerk das sich, mit fehlgeleiteter Energie , von Generation zu Generation weiter vererbt. Gegen diese Machenschaften war bisher kein Kraut gewachsen! Deshalb sind sich die Seilschaften so sicher…… , wie lange noch?

    • Eine Antwort gibt es, eine erste: Man wählt keine Politiker mit Parteizugehörigkeit mehr. Man legt Sponsoring der Parteien offen. Den Wählern müssen transparent und fast schon plakativ vor Augen geführt werden, wer welche Mandate hat und welche Beziehungsnetze – ja, bspw. auch anhand von Aufträgen im Auftrag des Bundes. Nur so lässt sich das ganze korrupte Gewirre entknoten.

      Das wär doch mal ein Projekt für LH:
      Visualisierung aller Befangenheiten und Beziehungen. Da würde Vimentis abstinken. Regelrecht. Wer würde da noch die gefake’ten Charts konsultieren, wenn diese Grafik zu sehen wäre.

    • Wie wahr! Die Schweiz ist aus meiner Sicht eines der korruptesten Länder der Welt. Siehe Ruag/Waffenexporte, siehe Preiskartelle, siehe Finanzwelt, siehe Landwirtschaft, siehe Abstimmungserpressung a la UST / AHV. Dazu Glyphosat und Pestizid-Entscheidungen der „Politiker“, das abschmettern der Klage des Konsumentenschutzes gegen den Abgas-Betrug ($VP Walti Frey mit seiner AMAG lässt grüssen). Und ganz wichtig: die Weigerung der Parteien ihre Spender offenzulegen. Wie viel bezahlt die Mowag der $VP als Parteispende? Man erinnere sich: Fr. 250’000.– Sanierungskosten für einen Militär-Duro ergibt 500 Mio für einen grossen Service bei einem alten Militärfahrzeug. Machen das die $VP Wähler mit ihren Privatautos auch so? Und härzig, wie wir Schweizerlein nun mal sind, sagen wir zu all dem Vetterliwirtschaft. Härzig. Zum neuen Waffenexportgesetz: die $VP muss ja Flüchtlinge produzieren, damit man hier in der Schweiz den Ausländerhass am kochen halten kann. Und wie $VP Glarner es ja empfiehlt: einfach keine Herkunfsbezeichnungen mehr auf die Handgranaten schnitzen, und schon führt keine Spur mehr ins naive Heidiland. Momoll, Blocher (eingewanderter Ausländer), Köppel (Halbdeutscher übrigens, mit vietnamesischer Ehefrau und Mischlingskindern), Amstutz (alle Zivildienstanhänger sind Weicheier), HESS Erich (IV- und Sozhilfe Bezüger sind allesamt Schmarozer) eine wirklich tolle Truppe, die als sogenannte Volksvertreter stets im Namen des Volkes reden.

  20. Lieber Herr Hässig, warum spielen Sie ihre Recherchen nicht führenden ausländischen Zeitungen zu? Frankfurter Allgemeine, Corriere, Le Figaro etc…? Dies in der Hoffnung, dass man der Zensurierung der inländischen Medien entkommt. Denn unsere „führenden“ Zeitungen sind mit Chemnitz, FCZ, Brand in Zürich etc. beschäftigt….
    PS: und dann wundern sich unsere „Qualitätsmedien“ über Leserschwund….

    • nicht zu vergessen, das absolute Highlight der vergangenen Tage: Mike Shiwa ist aus dem BigBrother Kontainer geflogen…… und er fand das gaaaaaanz schlimm, diesen Kontainer.

  21. Mann sollte die Magistraten von Bern und die Zoobwohner vom Züri Zoo austauschen und schauen wie das Resultat aussieht.

  22. Endlich. Weil der Rest der Schweizer Presse so von der Cüpli-Elite eingenommen wird, braucht es doch tatsächlich wieder einmal LH, der den Saustall ausmistet.

    http://www.insidebundesplatz.ch > Ich garantiere, dass dieses Seite dann nicht nur von ‚Finanzlern‘, sondern vom Rest des Volkes mit einigermassen Interesse gelesen wird.

    Trocknen Sie den Sumpf aus, Herr Hässig. Sind es bei Banken freiwillig gezahlte Gebühren, finanziert sich der Politsumpf mit Zwangsabgaben.

    • @Oskar Tobler
      Super Idee! Posten Sie doch hier eine Deckmailadresse. Ich unterstütze das voll, auch finanziell. Man könnte von Herrn Hässig die Plattform einlizenzieren.
      Es braucht aber einen unerschrockenen „John Rambo“, einen Journalist der mutig den Sumpf in Bern trockenlegen will. Der die Säcke in Bern Tag für Tag mit Worten attackiert, bis diese endlich ihr Verhalten ändern.
      In der Finanzbranche ist das ja schon geachehen, ich habe schon mehrfach gehört „diese Sache machen wir nicht – sonst macht uns der Hässig fertig!“
      Irgendjemanden müsste man hier finden – besser als beim Staatsfernsehen oder in einer Bundeshausredaktion zu versauern ist das sicher!

    • Das war jetzt aber eine ungünstige Pauschalbehauptung. Kennen Sie übrigens den Ursprung des Wortes Gutmensch?
      Ich denke Filz gibt es überall, wo es Menschen gibt.

    • Eben, Bern besteht aus rechten Nichtsnutzen und linken Schweigern und Mitläufern. Siehe SP bei der UST/AHV Erpressung. Eben, Vetterliwirtschaft wohin das Auge reicht. Ich denke mir, das gesamte Parteienspektrum dient nur der Augenwischerei, ein Deckmäntelchen für den Ausdruck Demokratie. Warum werden die Sitze in den Räten nicht per Los bestimmt? So hätten sämtliche Bewohner die Chance, mitzubestimmen. Und sind wir ehrlich: Politiker sind keineswegs auch nur ein IQ schlauer als Normalos. Im Gegenteil. Wenn ich Ueli Maurers Buchhaltung angucke, da stimmt ja rein gar nichts…. Und das kann jeder Strassenwischer auch. Nur ist der Strassenwischer näher an den Sorgen und Nöten der Bevölkerung.

  23. Danke Lukas Hässig für diese wiederum gute Kontextrecherche! C‘mon wir wussten es doch alle, dass sich diese ‚YB Brüder’ Aufträge zuschanzen und sich decken. Schaut euch mal das üppige Mandatsbuch von Keller Halls Carrard an! Independence nie gehört. Compliance und Best Practice gilt bestenfalls für die anderen. Finger überall drin in Bern. Ob Flughafen, Bundesaufträge, Gutachten, YB Loge, WEF Schweiz. Da wird systematisch zum Nachteil Dritter abgeschöpft!

    Einer der übelsten Dealmaker Places ist die YB Fanecke rund um deren Logen. Schaut euch mal an wer da alles hockt und zockt im Stübli. Sie sind alle da. Vom Berner Bundesbern-Aristokraten, Alte Familien, oberste Pöschtler und Bähnler, Wirtschaftsleute, Anwälte. Wer das mal live miterleben durfte wie da gezockt und Deals gewetzt werden in der YB-Red Carpet-Lounge – meint sich im Falschen Game. Rotary, Zünfte, Freimaurer sind ein Klacks dagegen. Honestly guys – es ist wirklich abartig wie da gezockt und beschissen wird. Man traut sich gegenseitig – weil man sich unter Seinesgleichen wähnt. Unter Bärner Buebe und YB-Boyzz ebä mit einem latenten Hang zu Schwarz-Gelb-Business. YB ist nur ein Vorwand. Ohne YB Mitgliedschaft – no Business. Es ist das Entryticket in die Society, ins Business, in den Filz, in die Hinterzimmer und vorallem an die Honigtöpfe. So auch im hier beschrieben Fall von ungeheuerlichem Bernfilz mit dem Ziel die systematische Entreicherung der öffentlichen Hand, deren Institutionen und Steuerzahlern voranzutreiben. Die Fälle erinnern leider zu stark an den eben aufgerissenen Fall von Raiffeisen. Man hält die Dimensionen als normaler Bürger für kaum möglich. Nur dass sich das lokale Bollwerk satter Berner Selbstbedienungsaristokraten bisher relativ erfolgreich gegen die beschrieben Verfehlnisse wehren. Einer für Alle – Alle für Einen! Fällt einer – fallen alle oder viele!

    Zeit Herr Hässig hier aufzuräumen und zügig einen schonungslosen Investigativjournalismus zu betreiben. Schleudern sie Betongblöcke gegen die Schantzen und Stadthalter der Berner Bube. Was man von Aussen sieht und liest erinnert in der Basis an hoch umstrittene Handlungen – welche systematisch zum Schaden Dritter – und der Selbstbereicherung Weniger – orchestriert sind. C’mon guys – Wer Fr. 100‘000‘000 an öffentlichen Subventionen erschleicht, Bücher fälscht und die Buchhaltung wissentlich und willentlich zur Täuschung Dritter frisiert – läuft doch 100% nicht schuldfrei davon! Oder?! Gutachten vom YB-Freund und Hinterzimmer-Companion Brechbühl hin oder her! Allenfalls unredlich erworbenen Werte sollten zugunsten der Öffentlichkeit eingezogen und verwertet werden. Wir reden u.a von systematischem Schaden am Volksvermögen. No mercy!

    • Beat Brechbühl, Managing Partner @ Kellerhals Carrard ist auch Verwaltungsratspräsident der SCB Eishockey AG. An ihm kommt in Bern wahrlich keiner vorbei. Weder im Bundeshaus, noch am legendären Kellerhals-Carrard-Impulsapéro wo sich Magistraten und YB-Hinterzimmer-Bastler die goldige Klinke geben, oder eben in den YB-Mauschler-Logen, am EHC-Hockeaymatch und selbst am Flughafen Belpmoos. An ihm kommt in Bern Keiner und Keine vorbei. Zuviel der Machtfülle – zu viel des guten Willens und Vertrauens?

      Kritisch sein. Compliance prüfen. Entflechten!

    • Unglaublich was Sie da an den Tag bringen… werden während den YB-Spielen tatsächlich Geschäftsgespräche geführt ? Ich dachte dass man dort nur Rauchpetarden und Fangesänge zu sehen und hören bekommt. Haben Sie dort vielleicht noch einen bösen Banker gesehen ? Ganz schlimm ! Ich hoffe dass solches nur in Bern vorkommt ! In Basel und Zürich kommt das sicher nie vor … Diese Vereine beziehen ihre Gelder ja nur aus den Ticketverkäufen der Stehrampenplätze ! Oder glauben Sie dass dies auch noch bei anderen Sport- und Musikveranstaltungen vorkommt ? Ich bin schockiert !

    • @Aufräumer
      Sind Sie neu hier? Herzlich Willkommen in der IP-Community!
      Wissen Sie bereits, wie IP funktioniert? Wenn nicht, hier kurz eine Zusammenfassung.
      Lukas Hässig ist ein Einzelkämpfer, der alles selber macht. Auch wenn er zweifelsfrei der vermutlich talentierteste Journalist des Landes ist: Er braucht Hilfe und Unterstützung. Von der IP-Community. Von uns.
      Wissen Sie etwas? Haben Sie Beweise? Selber recherchieren. Einordnen. Aufbereiten. Zuschicken, per Mail, Post usw. Aus eigener Erfahrung: Eine kurze Notiz in der „Anonymous Box“ und die morsche Hütte bricht in sich zusammen.
      Genau das macht IP so gefährlich. Herr Hässig hat eine Community hinter sich.
      Es dauert manchmal seine Zeit, aber am Ende haben die Verbrecher, die Abzocker und die Korrupten keine Chance.

    • Fazit: Amateur aus der Berner YB Ecke. Beweise? Die Skandale ‚ims Bärn innä’ sind überall. Also welche Beweise bitte sehr? Mehr geht doch gar nicht. Oder?!

      Man muss schon sehr viel ‚Berner‘ Talent und Phantasie für diesen banalen Text haben. Amateur.

    • Zum Kern Ihrer Frage: Es gibt verbreitet Beobachtungen welche das Beschriebene bestätigen. Eine ‚Anonymous Box‘ könnte eine Variante sein.

      Zentral ist die ‚YB Mitgliedschaft‘ und das beschriebene ‚Red-Carpet-Lounge-Szenario‘.

  24. Wen wunderts?! Heute sind alle und alles verlogen, korrupt und nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Das gilt für die ganze Politik (egal welcher Couleur), die ganze Bundesverwaltung (egal unter welchem Bundesrat), für alle Bundesbetriebe und alle bundesnahen Betriebe sowie für die ganze Privatwirtschaft, aber auch für sog. NGOs und den grossen oder grössten Teil der Bevolkerung.

  25. Nun, neu ist das alles ja nicht. Es gibt Formen der Täuschung und Manipulation die viel schlimmer sind als o.g. Fälle. Die wirkliche Inflation ist viel höher als die offizielle. Seit 2011 nimmt die Lebenserwartung der 65-Jährigen weniger stark zu als von den Pensionskassen und der AHV prognostiziert. Und die Liste ist lang und die Quellen unzählige (BFS usw.). Fazit: Arme subventionieren die Reichen!

  26. Jetzt erst recht sich Inside Bundesplatz! Wo die wuchernden Eiterbeulen massenhaft vorkommen: Korruption, Begünstigung, Subventionsbetrug und Filz-Ausgeburten. Der Augias-Stall Bern stinkt 💩 zum Himmel. Nur Lukas Hässig kann hier die Nadel zum Stich in die Beulen liefern.

    • Herr Hässig ist ja bestqualifiziert mit seinem Werk „Der Kloten-Clan“ – da war es der Swissair-Zürich-Filz. Jetzt auf zum grossen Halali Richtung Bern! Bin gespannt!🤠

  27. Das Berner Bermuda Dreieck (Bundesrat, Verwaltung, CVP/SP) mutiert zum Bermuda Quadrat. Neues Kraftfeld: Die Wirtschaftskanzlei Kellerhals Carrard.
    Nebenbei: Rybar, SBB-Präsidentin „Der Kluge fährt im Zuge“, machte u.a. auch Geschichte mit dem Gratisparkplatz für ihren Maserati.

  28. Kürzlich habe ich anderswo die Frage gestellt, die Menschen sollen sich einmal überlegen, weshalb es möglich sei, dass in grossen Organisationen, wie z.B. unserer Bundesverwaltung, (PostAutoAG, Projekt Insieme…usw.), in Grossfirmen oder – wie jüngstes Beispiel zeigt – in der kath. Kirche, Verbrechen oder der betrügerische Umgang mit Steuergeldern, über Jahre vertuscht werden können, obwohl eine Vielzahl von Personen in das Geschehen involviert sein müssen? Die Antwort ist einfach: solche langjährigen Vertuschungen sind nur möglich, wenn ein – für den Bürger kaum vorstellbarer – dichter Personenfilz aller Beteiligter besteht, wobei alle in irgendeiner Form in die Machenschaften verstrickt sind und mit diesem Wissen, keiner dem andern etwas ausbringen wird, bzw. jeder den Nachbarn deckt. Entsprechend der berühmten „omertà“ in der Mafia oder anderen kriminellen Organisationen. Plato nannte schon im alten Griechenland die zunehmenden „Diäten“ für Versammlungsbesuche spöttisch „den Honig der Demokratie“. Diese zunehmenden Entschädigungen, exorbitanten Boni in Aktiengesellschaften und das ausschliessliche sich Ausrichten nach dem „shareholder value“, haben allmählich zu einer Negativauslese geführt: denn Honig zieht ja bekanntlich Fliegen an und mit diesen müssen wir heute leben, nicht nur in der Bundesverwaltung.
    „Milde war einst eine demokratische Tugend die aber v.a. in den privaten Lebensbereich gehörte, gewiss aber nicht gefordert wurde für Magistraten oder führende Politiker. Dies ist der Grund für die unzähligen Arten der Strafverfolgung und die erstaunliche Häufigkeit ihrer Anwendung im alten Griechenland. Die athenischen Führungspersonen wurden mehr als jede andere Gruppe dieser Art in der Geschichte zur Verantwortung gezogen.“ (Hansen, 1995, Die Athenische Demokratie im Zeitalter des Demosthenes) Ja, vielleicht können wir uns aufraffen und – wenigstens annäherungsweise – wieder diese Auffassung übernehmen?

    • Solange das Aufdecken von Straftaten nicht straffrei ist, wird es nur in geringem Ausmass stattfinden. Wir brauchen Gesetze zum Whistleblower-Schutz, damit diejenigen, die sich für das Allgemeinwohl einsetzen, keine negativen Konsequenzen für sich fürchten müssen.
      Natürlich sind Menschen, die vom Filz-System profitieren, gegen besseren Whistleblower-Schutz…

    • Ja, Sie haben recht, v.a. mit Ihrer letzten Bemerkung. Wir haben ja in unserem Lande historische Vorbilder, wie wir uns diesbezüglich zu verhalten haben: wir sollten n.m. Ansicht wieder vermehr das Verhalten Wilhelm Tells als Richtschnur nehmen. Oder etwas moderner ausgedrückt – obwohl ich weiss Gott kein Linker bin – mit Berthold Brecht: Wo Unrecht zu Recht wird, ist Widerstand eine Bürgerpflicht. Ja, und solche Bürgerpflichten haben wir nun mal, wenn wir weiterhin in Freiheit und Frieden leben wollen. Diese Pflichten wird uns niemand abnehmen.

  29. Ich bin immer wieder froh, wenn Transparency International der Schweiz als praktisch korruptionsfrei bezeichnet. Sonst müsste ich mir nach der Lektüre solcher Artikel in einer Bananenrepublik wähnen.

    • @ zatoichi……

      Stöbern sie mal nach wer unter anderem Transparency International mitfinanziert.
      Sie werden erkennen das diese Organisation selber nicht frei von Korruption ist, ja nur Teil eines internationalen Netzwerkes ist, welches die politischen Ziele anderer verfolgt.
      Das selbe mit „Reporter ohne Grenzen“, die werden von Soros und mitfinanziert.
      „Amnesty“, „Green Peace“ usw. ……alle nehmen sie Geld von Finanziers die undurchsichtige Ziele verfolgen und Einfluss ausüben.

    • Ja, all diese NGOs haben null Transparenz, was die Herkunft ihrer Gelder betrifft. Wer weiss, ob Soros nicht auch bei uns mitmischt?

  30. Inside Bundesplatz. Wie die Machenschaften des Artikels zeigen wird es Zeit für ein Spin Off von IP. Machen Sie doch ein Franchise daraus, Herr Hässig, wenn sich sonst keiner traut von den Journis (es gab diesbezüglich ja schon Ideen..). Synergien und Cross-Fertilisationen, Win-Win und Skaleneffekte (mehr berater sprech fällt mir jetzt nicht mehr ein) zwischen IP und BP wären so gut wie garantiert. Und der Rechstsicherheit und Landesreputation wäre gedient.

    • Es gaebe tatsaechlich noch viel zu tun. Herr Haessig muesste sich allerdings etwas beeilen. Wer weiss, wie lange er diese Freiheiten noch haben wird. Mit den Whistelblowern aus der Bundesverwaltung wird es allerdings etwas harzig werden, weil dort Personal kaum entlassen wird. Informationen leaken als Ventil fuer aufgestaute Frustationen entfaellt somit weitgehend, die Loehne sind einfach zu hoch dafuer.

  31. Spannend, lieber Lukas Hässig, bleiben Sie dran. Misten Sie diesen Berner Augias Stall aus. Und es ist zu wünschen, dass Sie viele Insider Informationen erhalten, damit sie dieses Duo Infernale zu Fall bringen können. Viel Erfolg.

    • Der typische Journalist hockt halt lieber überfressen und faul bei der SRG und bringt devote Interviews mit Bundesrätinnen und Bundesräten.
      Oder besäuft sich schon zum Mittag zusammen mit den Parlamentariern in der Brasserie („Therese: Nochmals zwei Flaschen Roten!“)
      Und wer es nicht glaubt: Einfach mal in ein x-beliebiges Restaurant während der Session gehen. Da wird schon am Mittag um die Wette gesoffen! Buttet ist da eher der Normal- als der Ausnahmefall.

  32. DAss Bern ein „Korruptions“-Sumpf ist, wo einer dem anderen Freund die Hand unter dem Tisch reicht, ist wohl bekannt. Bern sollte mal schauen, dass man wirtschaftlich selbständig wird und nicht immer auf Zürich und Zug angewiesen ist. Bern ist schweizweit gesehen einfach unproduktiv und muss deshalb mit unseren Querfinanzierungen über Wasser gehalten werden. Zürich sollte längst Hauptstadt werden, Bern würde zum Dorf verkommen.

    • @Pedro: Bundesverwaltung nach Zürich? No way! Wir haben hier schon Stadt- und Kantonsverwaltung… ETH und EAWAG sind auch schon da. Wenn ich mich an meine kurze Zeit in der ETH-Verwaltung erinnere – ein Megasumpf…. Ausserdem tobt dann Basel im Quadrat wegen ewigem Minderwertigkeitskomplex. Dann eher nach Aarau wie zu Napoleons Zeiten.

  33. Schön, dass LH diversifiziert. Der Sumpf in Bern ist noch bodenloser als jener in St.Gallen und Zürich.
    Nur ist die Systempresse, angeführt vom Staatsfernsehen, da noch schweigsamer.
    Zum Thema hier: Staatsanwalt, bitte übernehmen.