Winkelried von Raiffeisen schickt Ultimatum an VR

Innerschweiz-Raiffeisenchef fordert One Man One Vote – Gisel & Geschäftsleitung sofort weg – Next President: Alles bereit für Kür.

Marc Kaeslin ist der Winkelried der Raiffeisen. Der Präsident der Genossenschaft Horw LU getraut sich als Einziger, laut auf den Tisch zu hauen.

Zuerst im Juni vor dem Delegierten-Treffen, jetzt wieder. Kaeslin schrieb einen Brief an die oberste Führung der Raiffeisen Schweiz, welche mit einer ausserordentlichen Delegierten-Versammlung Anfang November vor entscheidenden Wochen steht.

Der Brief von Anwalt Kaeslin hat Sprengstoff. Er ging nicht nur an die Gruppe mit Sitz in St. Gallen, sondern gleichzeitig an die Präsidenten aller 250 Raiffeisen-Banken im Land.

Diese sind formell die Chefs der Raiffeisen Schweiz, eine Tochter. In der Realität hat sich die Schweizer Einheit aber längst über ihre Mütter hinweggesetzt, führte sich als Herrin im Hause auf.

Kaeslin will das ein für allemal beenden. „Zurück in die Zukunft“ ist der Titel seines Briefs. Es geht darum, die Raiffeisen Schweiz zu dem zu machen, was sie sein sollte: eine Dienstleisterin der 250 Raiffeisen-Banken.

Für Kaeslin ist klar, dass das nur mit einem echten Neuanfang geht. Dazu gehört insbesondere eine komplette Neubesetzung der Spitzengremien. Im Verwaltungsrat brauche es deshalb ebenfalls noch mehr Rücktritte der Verantwortlichen, „spätestens“ an der Versammlung vom November.

Falls nicht, müssten „die Delegierten eine formelle Abwahl dieser Mitglieder“ vornehmen, schreibt Kaeslin, der sich nicht zu seinem Brief äussern wollte.

Noch grösseren Handlungsbedarf sieht Kaeslin in der operativen Führung der Raiffeisen Schweiz. Der im Sommer angekündigte Rücktritt von CEO Patrik Gisel könne dabei „als verantwortungsvoll“ bezeichnet werden.

Nun aber brauche es viel mehr Tempo. Der Rücktritts-Zeitpunkt für Gisel per Ende 2018 würde „der kollektiven Verantwortung für das jeder Beschreibung spottende Versagen in grundlegendsten Bereichen gerade auch in der operativen Führung bei weitem nicht gerecht“, begründet Kaeslin.

Laut dem Horwer Präsident sei nämlich offensichtlich, dass „das jahrelange kollektive Versagen und der krasse Vertrauensverlust der gesamten operativen Geschäftsleitung der Ära Vincenz durch das Ersetzen einzelner Personen nicht angemessen korrigiert“ werden könne.

Und so fordert Kaeslin, dass der VR der Raiffeisen Schweiz „den CEO und die gesamte Geschäftsleitung und allenfalls weitere Verantwortliche der Ära Vincenz sofort und gegebenenfalls auch nurmehr interimsmässig“ ersetzen müsse.

Mit seiner Forderung nach einer personellen Rundum-Erneuerung stösst Kaeslin ins gleiche Horn wie eine Gruppe von Ostschweizer Raiffeisen-Banken, die unter dem Namen Phönix den Austausch der ganzen Geschäftsleitung durch eine Interims-Truppe verlangt.

Eine Sprecherin der Raiffeisen Schweiz sagte gestern auf Anfrage, dass man „in intensivem Dialog mit allen Raiffeisenbanken“ stehen und „Forderungen wie jene der Raiffeisenbank Horw im anstehenden Reformprozess diskutieren“ würde.

„Zu einzelnen Punkten aus dem Forderungskatalog der Raiffeisenbank Horw können wir keine Stellung nehmen“, meinte sie.

Neben dem Köpferollen stellt Winkelried Kaeslin die Demokratie innerhalb des Verbunds ins Zentrum seines 8 Punkte-Plans, damit die Raiffeisen Back to the Future finden würde.

Zunächst fordert der Anwalt One Bank One Vote. Gemeint ist, dass jede der knapp 250 regionalen Raiffeisen-Banken auf gleicher Augenhöhe eine Stimme an den entscheidenden Delegierten-Versammlungen vertreten würde.

Nur so würde der Zustand von heute beendet, da seine Raiffeisenbank Horw und andere in der Region Luzern „über keinen Delegierten“ verfügen würden.

Hier stösst Kaeslin zum Kern des Problems der Machtperiode unter Ex-CEO Pierin Vincenz und seinem Nachfolger Patrik Gisel vor. Es geht darum, wer als Kadermann der Raiffeisen Schweiz zusätzlich in den Regionen Karriere macht.

Da zeigt sich: Vincenz und seine Mitstreiter in der Zentrale St. Gallen schafften es, über die Jahre ihnen genehme – oder noch schlimmer: von ihnen abhängige – Aushängeschilder zu bestimmen.

Als Beispiel kann Franz Würth genannt werden. Der Bruder eines berühmten Exekutivpolitikers in der Ostschweiz wurde der Öffentlichkeit bekannt als langjähriger Pressesprecher der Raiffeisen Schweiz.

Omnipräsent: Ex-Raiffeisen-Sprecher Würth, Sportevent (Quelle: regioSPORT.ch)

In dieser Funktion war Franz Würth quasi die rechte Hand von „Don Pierin“. Aber er war noch viel mehr. Würth agierte bis 2012 lange Jahre auch als Präsident der Raiffeisenbank Gossau SG.

Die Stimme der Raiffeisen Schweiz war somit nicht nur Lohnangestellter der Gruppenzentrale in St. Gallen und damit von CEO Vincenz, sondern er war auch oberster Kapitän einer der 250 Raiffeisen-Banken im Lande.

(Was Würth entgegen der Version von heute morgen offenbar nicht war: Er war keiner der 164 Delegierten der Raiffeisen Schweiz. Diese Aussage basierte auf einem Missverständnis.)

Damit schloss sich der Kreis. Würth musste als Mediensprecher tun, was Vincenz befahl, sonst wäre er rasch nicht mehr in dieser Position gewesen.

Gleichzeitig war Würth Präsident der Raiffeisenbank Gossau und hätte in dieser Rolle unabhängig die Interessen gegenüber der Tochter Raiffeisen Schweiz wahrnehmen sollen.

Ein Ding der Unmöglichkeit.

Würth selbst meinte auf Anfrage zu seinem Doppel-Mandat: „Ich war zum Zeitpunkt meiner Wahl Leiter Personal und Ausbildung. Gerade von den Raiffeisen-Vertretern wurde sehr geschätzt, dass in den Kursen und bei Rekrutierungen auch die Seite der Banken zum Tragen kam.“

Das sei eine „Win-Win-Situation“ gewesen, führte Würth aus. „Dies gilt auch für die Kolleginnen und Kollegen, die in VR‘s der Banken waren.“

Andere sehen das anders. Für Horw-Präsident Kaeslin müssen die Rollen so verteilt werden, dass es zu möglichst keinen Interessenkonflikten kommt. Ein simples One Bank One Vote sei dafür das geeignete System.

Dabei würden neu die Präsidenten der 250 Raiffeisen-Banken das alleinige Stimmrecht haben. Dies sei wichtig, damit nicht mehr wie bisher viele operative Angestellte Delegierte würden, die naturgemäss von der Zentrale abhängig seien.

Kaeslins Forderungskatalog kommt im richtigen Moment. Letzte Woche kürte ein Ausschuss des Verwaltungsrates der Raiffeisen Schweiz den neuen Präsidenten der Zentrale.

Damit ist alles bereit für die definitive Wahl des nächsten Kapitäns der gebeutelten Bankengruppe. Der gesamte Verwaltungsrat der Raiffeisen Schweiz will diesen Freitag dem zukünftigen Aushängeschild der dritten Finanzkraft im Land seinen Segen erteilen.

Die formelle Wahl erfolgt dann an der ausserordentlichen Versammlung der Delegierten Anfang November in Brugg AG. Ebenfalls sollen dann frische Mitglieder für den VR gewählt werden.

Vom neuen Präsidenten hängt ab, ob die Raiffeisen Schweiz rasch aus ihrer tiefen Krise herausfindet. Je nachdem, ob unter seiner Führung sofort neue Kräfte in St. Gallen ans Ruder kommen, könnte der Aufbruch zurück zur Zukunft, wie vom Zentralschweizer „Winkelried“ gefordert, gelingen.

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83 Kommentare zu “Winkelried von Raiffeisen schickt Ultimatum an VR

  1. Ich habe mich heute wieder einmal bei meiner Raiffeisenbank beschwert.
    Der Stellvertretende Bankleiter, der bisher die Führung in SG (schwach) verteidigt hat, hat mir heute völlig recht gegeben. Zitat: „Wenn es nach mir gehen würde, dann wären die Ar……er in SG schon längst weg!“. Über die Klage gegen lh hat er sich auch extrem kritisch geäussert („Eine Dummheit sondergleichen!“).
    Für mich schafft das Vertrauen und Zuversicht. Ich werde somit noch ein paar Wochen abwarten. Mit der lokalen Betreuung bin ich nämlich sehr zufrieden (im Vergleich zB zur hundslausigen Betreuung bei der KB ist das wie Tag und Nacht!), mich wiedern nur diese Leute in der Zentrale in SG an. Ich erwarte aber, dass der Gisel und seine Kumpane bis Ende Jahr alle weg sind. Die haben bei Raiffeisen gar nichts mehr verloren!!!

  2. Ich rekapituliere:
    – Vor knapp einem Jahr wurde der Deloitte Bericht zusammengestellt
    – Vor einem Halben Jahr wurde Vincenz verhaftet
    – Vor 2 Monaten Teile des Finmaberichts veröffentlicht
    UND TROTZDEM IST IMMER NOCH DIE GESAMTE GESCHÄFTSLEITUNG IM AMT! Sogar Gisel!!!
    Nur eine einzige Person der erweiterte GL (Frau Vincenz) hat man nach monatelangem Zögern gefeuert.
    Als Beobachter ist offensichtlich: Hier schützt sich eine ganz kleine Gruppe gegenseitig.
    Beispiel: In 40 Berufsjahren kann ich mich nicht erinnern, dass jemals die Finma öffentlich einem Risikomanagement völliges Versagen vorgeworfen hat – und der Leiter Risk (schon seit Jahrzehnten im Amt) bleibt einfach im Amt!
    Es ist ein Fundamentalversagen, eine Dreistigkeit, eine Groteske!
    Und dann die Klage gegen Herrn Hässig! Eine Sauerei sondergleichen!!!
    Herr Hässig, Sie sind noch viel zu nett zu diesen Leuten!

    • Völlig richtig. Ich kann mich nicht an einen ähnlichen Fall erinnern. Sogar „ich bin Teil der Lösung“ Ospel ist ja dann sehr schnell verschwunden.
      Dabei hat die Sache doch null Perspektive. Dass irgendein Mitglied der GL Ende 2019 noch im Amt ist ist undenkbar.

  3. Geschätzte Schreiberinnen und Schreiber

    Ihr seid sicher alles sehr seriöse und ehrenwerte Menschen.
    Ich schätze die unterschiedlichsten Kommentare, Hinweise und Ratschläge von Euch allen zu lesen. Die einen sind interessant, andere lächerlich und schon fast beleidigend – es liest sich die ganze Palette von Frust und Leid und Schadenfreude…….

    Was mich am meisten interessieren würde ist, ob all die Kommentare auch geschrieben würden, wenn man sich mit seinem richtigen Namen identifizieren müsste. Es ist doch sehr einfach und feige, mit Pseudonymen aufzutreten – oder nicht?

    Schlussendlich muss jeder mit sich selbst im Reinen sein und sich verantworten.

    Eines muss man jedoch festhalten, der VRP der RB Horw hat dies nicht nötig und geht mit seinem offenen Kommunikationsweg sehr spezielle Wege. Inwiefern das dem Unternehmen schadet oder nicht sei abzuwarten. Der Laie fragt sich jedoch, wieviel Zeit und Kraft ein RA als nebenamtlicher VRP einer RB in dieses Amt steckt und wer diese ganzen Kosten berappt – er wird ja wohl nicht aus ehrenamtlicher Tätigkeit so fleissig sein? Um eine Randbemerkung anzubringen, es gäbe ja auch noch einen Regionalverband wo er sich einbringen könnte und sich evtl. als Task Force Manager betätigen könnte….., ohne immer alles nach Aussen publik zu machen.

    • Herr Macchiavelli: Warum gehen Sie dann nicht mit gutem Beispiel voran und schreiben mit ihrem echten Namen?
      Der ganze Ärger verursacht doch die völlig uneinsichtige Führung in St.Gallen. Hören Sie sich doch mal in der Finanzbranche (ich bin als Wirtschaftsanwalt halbwegs Teil davon) um: Es versteht schlicht niemand, warum Gisel und Gantenbein noch im Amt sind. Und es ist für jeden Beobachter völlig klar, dass die gesamte Geschäftsleitung vollständig und rasch ausgetauscht werden muss. Vorher werden die Schlagzeilen und der Unmut an der Basis nie aufhören. Die jetzige Führung hat in weiten Kreisen schlicht keinerlei Kredibilität mehr. Und eben weil nichts geschieht (die ganze GL noch im Amt ist), beginnen nun die Leute, sich mit allen Mitteln zu wehren.
      Schauen Sie nur mal, was in den letzten 5 Wochen geschehen ist:
      – Ein Offener Brief eines Bankchefs hier
      – Ein zweiter Offener Brief eines Insiders, mit einem faktischen Geständnis
      – Ein faktischer Offener Brief eines Verwaltungsratspräsidenten (mit Namensnennung)
      – Eine Revolte gegen eine Kandidatin (Frau Hunziker-Ebnetter wollte das Amt, das habe ich aus sehr sicherer Quelle)
      – Die Aktion Phönix, ein versuchter Coup
      Faktisch gibt es Woche für Woche ein dramatisches Ereignis. Und das ist nur das, was nach draussen dringt.
      Wie lange glauben Sie, dass das die Organisation noch aushält?
      Der VR ist aufgefordert, sofort energische Massnahmen zu treffen.
      Ich würde empfehlen, Gisel zusammen mit mindestens zwei weiteren Geschäftsleitungsmitgliedern sofort frei zu stellen. Das würde die Wogen wohl schon mal etwas glätten.

    • @Wirtschaftsanwalt

      Ich bin nicht relevant in dieser ganzen Geschichte, sondern verfolge das Ganze lediglich aus Distanz mit gewisser Verwunderung.
      Sie haben vollkommen recht, wenn Sie die bisherige Führung von Raiffeisen Schweiz bemängeln. Was ich jedoch nicht verstehe, wenn die Raiffeisenbanken mit ihren Regionalverbänden und ihren Delegierten es nicht schaffen, Einfluss zu nehmen bzw. dies in Vergangenheit scheinbar auch nicht getan haben. Denn wenn dies der Fall gewesen wäre, hätte der Unmut an der Basis (wie Sie festhalten) nicht oder zumindest nicht in diesem Ausmass gewuchert. Ich kann mir gut vorstellen, dass heute eher der Mitarbeiter/in verärgert sein muss als der Kunde. Es scheint doch wirklich so, dass die Probleme heute als intern betrachtet werden können und es sehr viele Kritiker gibt, welche wohl kritisieren aber ihre Verantwortung in der Vergangenheit auch nicht wahrgenommen haben. Irgendwie ist es in der heutigen Gesellschaft normal geworden – man profitiert wo man kann und solange man kann und wenn’s dann nicht mehr funktioniert oder eine Veränderung eintritt, wird reagiert und dies meistens mit Ablehnung. Wieso muss es Ihrer Meinung dazu kommen, dass Bankchefs, Insider, VRP oder eine Raiffeisen-interne Arbeitsgruppe (Phoenix) in Einzelaktionen ihren Unmut kundtun, und dies sogar öffentlich? Hier stimmt doch auch etwas nicht. Ok – in der heutigen digitalen, anonymen Gesellschaft ist natürlich vieles anders. Da denke ich manchmal gerne zurück und sehne mich nach mehr Persönlichkeit, mehr Gesellschaft, mehr Füreinander oder Miteinander, mehr Achtung, Respekt und gegenseitigem Vertrauen.

    • Als Kunde und Genossenschafter hätte ich kein Problem, mit Namen aufzutreten. Ich habe nur Angst, dass meine lokale Raiffeisenbank (mit welcher ich sehr zufrieden bin) dann von den Kerlen in SG bedroht werden könnte.
      Und ja, die können gerne über lh meinen Namen einverlangen. Ich erklärte gerne vor Gericht, warum ich die Leute in SG für ungeeignet für die Raiffeisen halte.
      Die sollen einfach alle verreisen! Mir völlig egal, wohin. Einfach nicht weiter den guten Namen von Raiffeisen in den Dreck ziehen!

  4. Superschlanke Strukturen: Pro RBänkli 1-4 MA mit Prokura, + 1 GL, mal 250 Banken das sind schon rund 1000 Leute. Delegierte noch nicht gezählt. Plus >3k Genossenschafter. Und alle wollen in die Suppe spucken bzw. am Ruder reissen. Dann kräftig abkassieren. Goht’s no?

  5. Deutschland im Jahre 1944. Oberste Führung unfähig und überfordert. Lage schlecht.
    Die fähigen Frontleute und Offiziere sind zu beschäftigt.
    Ein paar wenige Leute leisten Widerstand, aber die grosse Mehrheit schweigt.
    Und die Geheimpolizei macht erbarmungslos Jagd auf alle Dissidenten und Kritiker. Die Propagandamaschine läuft auf Hochtouren.

    • Hallo Herr Treuhänder! Was soll jetzt das?
      Die Raiffeisenführung mit dem WW2 zu verbinden ist jetzt wohl doch etwas gar gewagt und geschichtsverzerrend…

    • An Dummheit und Verblödung wohl kaum mehr zu überbieten! Aber passt ganz gut zum Niveau dieses BLOGS. Reisserisch. Verblendet, verblödet.

    • Man ist hier ja einiges gewöhnt. Den Titel für den dümmsten Kommentar des Jahres macht Ihnen allerdings niemand mehr streitig.

  6. Allein diese Geschichte wieder mit dem Pressesprecher/VRP RB Bank/Delegierter Würth.
    Das System Vincenz-Gisel hat unglaubliche Blüten getrieben, man war offenbar völlig schamlos.
    Das gesamte System Vincenz-Gisel muss nun Schritt für Schritt rückgebaut werden!
    Die gesamte Geschäftsleitung muss sofort raus, das ist doch sonnenklar! Aber hierbei darf es nicht enden!
    Der Krebs hat sich sicher tiefer rein gefressen. Ich vermute, dass auch auf der nächsten Stufe zahlreiche Vertreter des Systems ihr Unwesen treiben. Auch diese gehören entfernt.
    Und den Gantenbein muss man auch mal genauer unter die Lupe nehmen. Es ist doch höchst verdächtig, dass Gantenbein das System immer noch schützt!

  7. Es ist unerklärlich, weshalb die Raiffeisenbanken zusehen, wie die Herren Gisel und Co. seelenruhig ihre Nachfolger bestimmen. Die 250 Chefs der Raiffeisenbanken müssten eine ausserordentliche Genossenschafterversammlung der Raiffeisen Schweiz als Universalversammlung z.B. per Ende September einberufen und an dieser die Auflösung von Raiffeisen Schweiz beschliessen, unter Einsetzung eines unabhängigen Liquidators. Damit erlöschen die Einflussmöglichkeiten des ganzen VR auf die Raiffeisen Schweiz und die 250 Genossenschaften. In einem späteren Schritt könnte die Genossenschaft wieder aktiviert und mit neuen Statuten, die sie ausdrücklich auf das zurückstutzt, was sie sein sosllte, nämlich eine reine Dienstleistungsstelle für die 250 Raiffeisenbanken, ohne jede strategische Führungsaufgabe und eigene Bankgeschäftstätigkeit und ohne Weisungsbefugnis an die Genossenschaften. Das geht ganz schnell, vorausgesetzt die Genossenschaften sind sich einig.

    • Diese Nuklearoption braucht es gar nicht.
      Dreht einfach St.Gallen den Geldhahn ab.
      Oder noch einfacher: Wenn nun 20 weitere Banken Briefe wie Kaeslin schreiben, dann ist der Gisel und seine GL weg.
      Aber irgendwie scheinen die Bankleiter bei Raiffeisen dazu zu feige zu sein. Oder mit der Sachlage überfordert.

  8. Als Nicht-Banker (aber regelmässiger Leser) verstehe ich die Ganze Sache nicht.
    Warum genau behält man diese Geschäftsleitung im Amt? Es ist doch klar, dass diese eine Belastung geworden ist.
    Das ist doch „nur“ ein Administrationszentrum. Das können doch die jeweiligen Stellvertreter problemlos ein paar Monate führen.
    Warum setzt man sich als Firma freiwillig dieser Negativpresse aus?

    • Weil Vieles in diesem Blog und den Kommentaren nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt… Der Brief ist ja nicht mal auf offiziellem Raiffeisen-Papier geschrieben.

  9. Herr Kaeslin, aus meiner Sicht sollten Sie mindestens in den Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz gewählt werden. Endlich steht mal eine Raiffeisenbank gegen die „Gnädigen Herren“ in St.Gallen auf!
    Die ganze Geschäftsleitung der selbsternannten Raiffeisen-Zentrale (eigentlich ja ein Abwicklungszentrum) ist doch moralisch vollständig Bankrott.
    Der allerschlimmste ist der Patrik Gisel („ich wusste von gar nichts“). Wie kann man die eigene Inkompetenz noch als Grund anfügen, dass man im Amt bleiben kann? (natürlich gilt die Unschuldsvermutung).

    • ES braucht keinen neuen Verwaltungsrat bzw. Genossenschaftsvorstand. Auch keinen CEO und andere Wichtigtuer. Die Holdinggenossenschaft auflösen und eine Einfache Gesellschaft machen, deren Mitglieder die 246 Genossenschaften sind. Aufgabe des Verwalters der Einfachen Gesellschaft: Büromaterial- und Heizöleinkauf günstig besorgen. Sonst nichts. Alles andere besorgen die Genossenschaften. Nötigenfalls wird mal ein Anwalt beauftragt durch Genossenschafterbeschluss oder eine Werbeagentur.

  10. Super, wenn man Klartext liest! Nur leider ist der Dinosaurier schwer zu bewegen. Echter Neubeginn ist nur mit ganz erneuerter Führung möglich.
    Mögen die Delegierten sich da klar durchsetzen!

    • Mit dieser Einstellung werden Sie es nie in diesen VR schaffen.
      Man schaue sich nur mal die beiden Neulinge an.
      Rauber: Ein CVP Politiker. Mehr muss man gar nicht Wissen.
      Walker: EY-Mann. Genau die Firma, die dem Vincenz bei seinen Taten geholfen hat (Gutachten).
      Hunziker-Ebnetter hat auch ins Bild gepasst (CVP, HSG, Geschäftsbeziehung über FormaFutura), aber das war allzu dreist, darum hat es nicht geklappt.
      Die Aufräumarbeit hat in St.Gallen noch nicht mal begonnen. Der Filz tut nur so, um sich in die neue Welt zu retten und weiter abkassieren zu können.
      Ich bin gespannt, welches Feigenblatt man als VR-Präsidenten präsentieren wird…
      Herr Hässig, bleiben Sie wachsam!

  11. Es wäre dringendst notwendig, dass die GL ausgetauscht würde. Es fragt sich, welche Qualifikationen z.B. frau mitbringen muss, um in der GL die Niederlassungen von Raiffeisen beaufsichtigen zu dürfen: eine Bank ins Abseits zu führen? Wie dem auch sei, eines hat sie mit tatkräftiger Unterstützung von PV geschafft: im richtigen Zeitpunkt das sinkende Schiff zu verlassen, im VR anheuern und dann Wechsel in die GL! Nicht erst seit heute die Lachnummer. Und wie weiter?
    Ich bin gespannt, wie es weitergeht

  12. Es ist unglaublich, wie träg und schwerfällig sich dieses Genossenschaftsgeflecht verhaltet. Das Ganze soll auch noch systemrelevant sein! Das weiter kopflose Improvisieren nach dem aufgedeckten Desaster müsste zum kräftigen Downgrading führen, da das Management und auch die Genossenschaften nun definitiv nicht mehr vertauenswürdig sind.

  13. Eigentlich wahnsinnig wie die Zentrale einerseits mit den Genossenschaften umgeht und natürlich letztendlich auch mit jedem einzelnen „Genossenschaftler“. Der Tenor ist einhellig, dass der arrogante Gisel endlich und per sofort abtreten muss! Da er dies nicht freiwillig tun wird, sind die VR’s gefordert! Hoffentlich folgt die Mehrheit der Delegierten den Forderungen von Kaeslin. Sollte dem nicht so sein, so besteht ja immerhin noch die Möglichkeit, dass, falls meine Raiffeisengenossenschaft Kaeslin an der DV nicht unterstützt, ich eben auch die Verantwortlichen meiner Regionalgenossenschaft nicht mehr wählen werde und als 2. Schritt die Konten liquidieren werde! Eigentlich schade, dass dies der einzig mögliche Weg ist nach 62-jähriger Mitgliedschaft bei Raiffeisen!

  14. Die Service Center Idee ist ja nicht neu. Diese gibt es seit Jahren bei den Regionalbanken. Was – so kann ich aus den Kommentaren entnehmen, nicht vertstanden wird, dass eine solche Gruppe eine gemeinsame Strategie, Marktauftritt usw.braucht. Dazu braucht es „Köpfchen“. Der Raiffeisen Erfolg über die letzten Jahre kam nicht einfach so….

    • Zum Erfolg in den letzten Jahren:
      ,- Stichwort Immobilienkrise Mitte 90er
      ,- Stichwort Finanzkrise Grossbanken 2007
      ,- Image Genossenschaft stark positiv von Migros geprägt
      ,- Eröffnung Banken in den Städten ohne Beitrittspflicht Genossenschaft
      ,- Abschaffung Nachschusspflicht (Solidarhaftung9 von CHF 8’000.– je Genossenschafter (neu Haftung Staat Systemrelevanz
      ,- potentieller Konkurrent PostFinance mit viel lokaler Präsenz: via Politik Erhalt Verbot der Hypothekarkreditvergabe

      -> je Wechsel der Kunden zu Raiffeisen

      Sorry, Köpfchen ist da schon dabei, aber auch Profit vom Negativimage der Konkurrenz sowie Vernichtung des Raiffeisensystems und Entmachtung der Anspruchsberechtigten.

  15. Warum muss Herr Kaeslin nicht zurücktreten? Er war ja einer derjenigen, der seinen Pflichten als Eigentümer von Raiffeisen Schweiz nicht nachkam und das über viele Jahre!

    Solange der Wind von Süden weht, sonnt man sich in der Sonne, aber dann…

    • @Zampano aka F.
      Könntst Du heute bitte einfach mal Sendepause einlegen? Du hast schon genug angerichtet. Vielen Dank!

    • Einfach nur peinlich deine Kommentare.
      Um anständig zu bleiben werde ich nur fragen wieviel kriminelle Energie steckt in Dir?

  16. Schau einer an, ab 10:00 waren die RB-Trolle doch noch wach und probieren jetzt mit Sperrfeuer gegen IP und Kommentierer „Schaden anzurichten“.

    Dumm nur, dass diese vermutlich auf der Pay Roll von RB Zentrale stehenden Schreiber sich in ihrer Hilflosigkeit selber entlarven.

    Aber immerhin hat RB jetzt auch eine Social Media Task Force – ROFL

    • Ja, die Kohle der Genossenschafter und Banken verschwenden – das kann man in St.Gallen.
      Anstatt das Problem mal an der Wurzel (also bei Gisel und Co) anzupacken.

    • Typisch. Das Erste, was RCH interessiert.
      Anstatt ENDLICH sich mal inhaltlich mit der Kritik auseinanderzusetzen.
      Und die dringend nötigen personellen Konsequenzen in der GL zu ziehen.

    • Nestbeschmutzer sind das, nicht mehr und nicht weniger. Solche Leute müsste man suchen und an den Raiffeisen-Pranger stellen.

    • Aus einem guten Grund! Alles was nicht öffentlich gemacht wird, wird verleugnet und oder unter den Teppich gekehrt.

    • @F. Rausch: Einer der 249 Empfänger wird wohl ein Smartphone haben und ein Foto an IP zu senden wissen. Loyalität zum göttlichen Circle in St. Gallen haben wohl die meisten keine mehr.

    • @RBler: Jede Wette, dass Du nicht in einer RB arbeitest! Du „arbeitest“ doch garantiert bei RCH

      Bei uns in der RB gibt es keinen einzigen Gisel-Anhänger.
      Schmeisst endlich die ganze GL raus! Jeden Tag, wo die im Amt bleibt, bedeutet einen riesigen Schaden!

  17. Herr Käslin soll ein neuer „Winkelriet“ sein? Muss er – abgesehen von den Portokosten und seiner Zeit – für etwas „bluten“? Oder klang der Titel einfach verführerisch reisserisch, Herr Hässig?

    „One Bank, One Vote“ ist im Grundsatz sicher zu begrüssen. Aber weshalb sollen die Banken nur durch die VR-Präsidenten „regiert“ werden? Reicht da in jedem Fall das Fachwissen aus oder besteht nicht die Gefahr, dass diese „Laien“ dann wieder manipulierbar sind? Ist es wirklich ein Segen für eine Bankengruppe, wenn bei den Delegierten die Fähigkeit zur Selbstdarstellung höher gewichtet wird als das fachliche Know How?

    • Sie wissen ganz genau, dass Hr.Kaeslin damit Risiken eingeht.
      Schon vergessen, wie Gisel und seine GL mit Kritik und Kritikern umgeht? Klagen. Fertigmachen. Bedrohen.
      Die Klage von 200 Mille gegen IP schon vergessen?
      Herr Gisel, Ihr Verhalten ist aus meiner Sicht moralisch gesehen noch schlimmer als das von Vincenz!

    • Wenn man den publizierten Briefausriss liest, stellt man unschwer fest, dass es gar nicht um die Präsidenten der Raiffeisenbanken geht sondern darum, dass die Angestellten einer Raiffeisenbank nicht Delegierte von Raiffeisen Schweiz werden sollten. Das hat mit Unabhängigkeit und Augenhöhe im Verhältnis zu Raiffeisen Schweiz zu tun und ist keine Geringschätzung der tollen Mitarbeiter der Raiffeisenbanken.

    • Gegenfrage: Soll etwa der Staat nicht mehr vom Volk regiert werden? Oder wollen Sie uns einfach sagen, dass Sie nicht abstimmen werden, sobald sie sich sachlich nicht kompetent genug fühlen? Das wäre allerdings im Unterschied zu Ihrer Kritik eine reife Einsicht.

  18. Der Präsident der Genossenschaft Horw LU ist ein Heuchler und hat keine Ahnung vom Geschäftsmodell der Zukunft. Unterbindet diesen Typen endlich mal!!!

    • Das Problem ist durch Gisel und seine Geschäftsleitung ausgelöst. Wir können dankbar sein, dass sich wenigstens ein paar Leute noch wehren und für die Raiffeisen-Grundidee einstehen.
      An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die beiden Whistleblower.
      Und traurig ist, dass Sie es wagen, einen verdienten und mutigen Mann hier zu beschimpfen. Herr Kaeslin hat doch in seinem kleinen Finger mehr Integrität und Mut als die gesamte GL von RCH kombiniert!

    • „Heuchler“ (gleich Lügner), „keine Ahnung“ (gleich Dummheit), „unterbinden“ (gleich kastrieren). Das ist doch mal eine Ansage aus St. Gallen!

    • @RBler: Hör auf, den Ruf von uns Raiffeisenbanken zu beschmutzen! Jede Wette, dass Du entweder bei RCH oder aber der UBS arbeitest!
      Und der Horwer Kollege hat völlig recht. Wenn nicht endlich Wechsel in der GL erfolgen, dann kommt bald ein weiterer Brief!

  19. Sehr geehrter Herr Hässig

    Vielen Dank auch für diesen fundierten und sorgfältig recherchierten Artikel. Man mag davon halten, was man will. Die Ereignisse und Zustände in einer systemrelevanten Schweizer Bank sind verheerend – und nur wenige regen sich auf. Ein schlechtes Omen.

    Freundliche Grüsse

    Fokus

    • Was bitte ist verheerend?

      ZKB 100 Mio. Busse
      Basler KB 69 Mio. Busse
      –> das ist verheerend!!!

      Raiffeisen 1899 – Q 2 2018 nur top Ergebnisse, keine Bussen oder ähnliches. Also bitte…

    • @RBler: Dafür einen vernichtenden FINMA Bericht und einen ex-CEO, welcher in Untersuchungshaft sass!

    • @RBler: noch ist nicht aller Tage Abend. Die Raiffeisen war nicht im Ausland engagiert, also hinkt der Vergleich. Wenn die nächste Immokrise kommt, werden wir sehen wie gut die Raiffeisen tatsächlich gewirtschaftet hat. Urteile kann nan erst nach einem ganzen Zyklus fällen. Bei den Grossbanken haben sich vor der Finanzkrise auch alle an den Gewinnen erfreut. Die Rechnung kam nachher. Mal schauen ob das uns bei der Raiffeisen erspart bleibt. Ich habe Zweifel, zumindest bei einigen Kassen.

    • @RBler
      Sunk costs Notenstein/La Roche, Leonteq, Dynapartners, Investnet, PV Vergnügungsspesen, Avaloq Debakel, etc., etc. > da kommt man auch auf mehrere hundert Millionen.
      Reife Leistung da noch alles Inland.

      RCH ist ein Cost-Centre, kein Profit-Centre.
      Don’t you ever forget that, boy!

  20. Man kann diesen Marc Kaeslin in seinen Forderungen nur unterstützen. Hoffentlich erhält er von all seinen anderen Präsidenten-Kollegen aus der Raiffeisengruppe die nötige Unterstützung. Es wäre der dringend nötige „Quantensprung“ für Raiffeisen. Raus aus der Vetternwirtschaft!!

  21. Das war’s dann für Dich, lieber Zampano. Jeder weitere Kommentar von Dir zur Causa Raiffeisen ist spätestens jetzt obsolet – Du warst immer ein willfähiger Handlanger von PVs Gnaden. Erbärmlich, was über die Zeit alles ans Licht kommt…

    • Was kam denn bis heute ans Licht???? Bitteeeeeeeee… 0 ftrafrechtliches, im Gegensatz zu vielen anderen Banken, bei welchen man die Geschichte medial nicht ausschlachtet.

  22. Well done, Herr Kaeslin
    Genauso muss es schleunigst ablaufen! All die vielen hermeneutischen Volten, die zu diesem Thema schon geschlagen wurden, führen nur zu weiteren windungsreichen und deshalb unnützen Umwegen.
    Besten Dank!

  23. Wie lange müssen wir uns das eigentlich noch anhören bzw. ansehen? Räumt endlich Euren Laden auf und ergreift Massnahmen. Vernunft, Mut und vor allem Demut sieht anders aus.

  24. Die Sache ist glasklar und schon oft beschrieben worden:
    – Gisel per sofort frei stellen
    – Gantenbein im November mit austauschen (Teil des Problems)
    – Die besonders belasteten GL Mitglieder sofort frei stellen: Poerschke, Schaub und Auer
    – Rest der GL im Verlauf von 2019 austauschen (vollständig!)
    – Namenswechsel zu „Raiffeisen Servicecenter“
    Die Schritte sind offensichtlich und unbestritten. Aber irgendwie scheint die Raiffeisen-Zentrale auf einem eigenen Planeten (oder sogar in einem eigenen Universum) zu leben.

    • @Ende an Planet St. Gallen

      Der vorgeschlagene Namenswechsel ist eine ausgezeichnete Idee. So würde Sankt Gallen deutlich signalisieren: „Wir sind der Diener aller Raiffeisenbanken“.

      Dann müssten aber auch noch die RB, die heute noch der „Zentrale“ gehören zu selbstständigen Genossenschaften umgewandelt werden oder sich einer bestehenden Genossenschaft anschliessen.

  25. Der erste Finma-Bericht hat dazu geführt, dass Vincenz alle seine relevanten Mandate niedergelegt hat. Obwohl mit dem Bericht wahrscheinlich nur die Oberfläche gekratzt worden ist, nämlich die Gewährserfordernisse, ist der Inhalt dieses Berichtes von öffentlichem Interesse.

    Der zweite Finma-Bericht vom Juni 2018 hat dazu geführt, dass nebst Rüegg-Stürm als Verwaltungspräsident von Raiffeisen Schweiz auch weitere VR-Mitglieder gefolgt sind oder noch folgen. Es liegt auf der Hand, dass auch dieser Bericht der Aufsichtsbehörde höchst explosiven Sprengstoff enthält, ansonsten kaum eine derartige personelle Entwicklung bei dieser Tochtergesellschaft zu verzeichnen wäre. So etwas gab es in der Schweiz noch nie. Der Inhalt dieser Verfügung ist deshalb von grösstem öffentlichen Interesse.

    Es gibt ein Strafverfahren gegen Vincenz. Nach der Eröffnung dieses Verfahrens durch die Strafbehörden installiert sich auch Raiffeisen Schweiz als Strafklägerin. Auch ein solcher Vorgang erscheint enmalig und lässt tief blicken. Raiffeisen Schweiz weiss also offensichtlich viel mehr, als sie ihren Eigentümern, den Raiffeisenbanken in der gesamten Schweiz, bekanntgibt. Und sie verfolgt damit wohl auch noch andere Ziele. Die Informationen aus diesem Verfahren werden erfahrungsgemäss erst in ein paar Jahren ‚öffentlich‘. Das spielt der Kommunikationsstrategie von Raiffeisen Schweiz in die Hände.

    Es ist höchste Zeit, dass man endlich Details über die Sumpflandschaft Raiffeisen Schweiz erfährt und nicht immer wieder nur mit einzelnen Personalentscheiden narkotisiert wird.

    • Jeder, der den FINMA-Bericht vom Juni einsehen konnte, glaubte seinen Augen nicht zu trauen. Und dies war tatsächlich nur eine beschränkte Befundaufnahme, bis man sich bei der FINMA klar war, dass Handeln dringend angesagt ist.

  26. Inhaltlich schreibt Herr Kaeslin nur das Offensichtliche. Hoffentlich lassen die übrigen Raiffeisenbanken ihn nun nicht im Regen stehen, sondern unterstützen ihn. Ich werde das zumindest bei meiner Bank auch so einfordern.

    • Wir sind nicht der Meinung von Herr Käslin, der hat keine Ahnung was die Genossenschaften für Dienstleistungen benötigen.

    • @RBler: Und zum Dritten Mal: Du arbeitest sicher nicht in einer RB!
      Bei uns sind SÄMTLICHE Mitarbeiter inkl. Bankleitung völlig einig mit Herrn Kaeslin. Leider haben wir auch keinen Delegierten aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Stimmung bei den Anderen Banken anders ist

  27. Er entstammt einer äusserst ehrgeizigen, machtbesessenen CVP-Krake-Familie. Trotz baldiger völliger Bedeutungslosigkeit der CVP versuchen diese CVP-ler immer noch, mit dem Klammergriff an der Macht festzuhalten!

    • Seit heute weiss ich wieso ein solcher Mann so lange Zeit Pressechef bleiben konnte.
      Meines Erachtens einer der (sorry) absolut unfähigsten Pressesprecher.

      Vor Jahren als das eBanking der Raiffeisen mal 10 Tage nicht lief, da schrieb ich dem Herrn einige Mails. Weil gerade in der Korrespondenz so viele Fehler passierten und die Kunden für dumm verkauft wurden.
      Der über Beziehungen zu seinen RB-Ämtli gekommene Würth versagte so vollkommen, dass ich ein Bankwechsel ins Auge fasste.
      Leider tat ich es nicht – bereue es noch heute.

      Ich finde das Beispiel von Lukas Hässig treffend gewählt, Würth & Co sind die typischen Vetterliwirtschaft-Profiteure. Hässlich.

    • Ja, die letzten Überlebenden (Es handelt sich nur noch um schwache Randfiguren, so wie bspw. der Franz Würth RCH) der vor vielen Jahren einst recht mächtigen CVP-Krake in St.Gallen versuchen noch zu retten, was zu retten ist. Diese letzten Überlebenden CVP-ler wissen aber immerhin haargenau, dass es bald heisst: GAME OVER !

    • So ein Quatsch, Gisel hat der RB nicht geschadet, das wird medial getrieben. Da könnte jeder sitzen, passiert wieder genau dasselbe. Obwohl bei Raiffeisen ja quasi nichts verbrecherisches passiert ist, im Gegensatz zu den Grossbanken oder der ZKB und der Basler KB, die sogar unterschrieben haben, dass sie Verbrecher sind. Nur kein Schweiz interessiert es – warum wohl!?

    • Lieber RBler, hast Du den FINMA-Bericht überhaupt gelesen? Wohl kaum. Hast Du die Klageschrift gegen Vincenz gelesen? Wohl kaum. Hast Du eine Ahnung von einer Zusammenarbeit in einer Geschäftsleitung? Wohl kaum. Damit erübrigt sich jeder Kommentar.

    • @ignoranz
      Und du hast natürlich all das gelesen und weisst über alles Bescheid! Wau! Ich verneige mich vor dir!

    • @Ignoranz:
      Ihr Name ist Programm!

      Klageschrift gegen Vinzenz gelesen? Bis jetzt ist noch nicht mal klar, ob es zu einer Anklage kommt.

      PS: Nein, ich bin kein Vinzenz oder Gisel Fan, im Gegenteil. Ich hoffe, dass mindestens der Erste hart untersucht wird. Und der Zweite baldmöglichst bei Raiffeisen hochkant rausfliegt.

    • Eine Privatklage in einer Strafsache ist nicht das Gleiche wie eine Anklage der Staatsanwalt! In diesem Sinne bin ich absolut sicher, dass sowohl die Privatklage der Aduno AG als vor allem auch die Privatklage der Raiffeisen Schweiz reichhaltigen Zündstoff enthält. Diese Schriften und insbesondere die beiden Finma Verfügungen gegen Vincenz und gegen die Raiffeisen Schweiz sollten öffentlich werden.

  28. Es wäre wirklich das einzig Richtige! Aber Gisel und Co. werden sich so lange an ihren Sessel klammern wie nur möglich! Aus RCH Quellen weiss ich, dass Gisel immer noch denkt, dass er die Sache aussitzen könne und dann doch bleiben könne! Er ist eben ein extemer Narzist!

    Herr Kaeslin: Seien sie gut vorbereitet, die RCH schickt Ihnen bald die Revision vorbei, und wenn die was finden wollen, dann finden sie auch etwas! Aber ich bewundere ihren Mut! Hochachtung!!

  29. Endlich tut mal Jemand etwas!
    Umsetzen, aber sofort! Beide PGs per sofort raus, der Rest der GL auch.
    Aber wie ich die abgehobenen Bosse in St.Gallen kenne werden sie nun auch wieder klagen, vernebeln usw.
    Übrigens: Was wird hier so anderes gefordert als vor 2 Wochen hier???

    • Die Sachlage ist doch schon seit Monaten völlig klar.
      Und es ist völlig unglaubwürdig, dass der Rest der Geschäftsleitung von nichts wusste. Das glaubt doch kein Mensch.
      Vincenz konnte alleine nicht mal einen Kugelschreiber bestellen.
      Es ist schier unglaublich, dass sich der Rest der GL immer noch halten kann.