Die „braven“ und die „bösen“ Medien

Niemand weiss, wie es um die Zukunft des Flaggschiffs der Schweizer Medien, der „Neue Zürcher Zeitung“, in Zukunft bestellt sein wird. Die wirtschaftsliberale Redaktion hat im Vergleich zu anderen grossen Redaktionen Westeuropas, die auch ihre Schwierigkeiten haben, sehr wenig Geld zur Verfügung, um auf Dauer im Wettbewerb mithalten zu können.

Zudem ist die enge Verbindung zwischen Schweizer Spitzenunternehmern und dem Verlag schon deshalb weitgehend unterbrochen, weil es immer weniger Schweizer Spitzenunternehmer gibt, die willens sind, den Verlag mit Inseraten für die Printausgabe zu unterstützen. In den wichtigsten Firmen der Schweiz stehen heute Ausländer an der Spitze, und deren Marketing- wie Kommunikationsdirektoren ziehen, schon aus Bequemlichkeit, Google und Freunde als Träger ihrer Botschaften vor.

Waren die Schweizer Printmedien im letzten Jahrhundert noch von den Public Affairs-Abteilungen der grossen Konzerne getragen und mindestens teilfinanziert, fällt dieser Aspekt heute weitgehend weg.

Die Chefs der grossen Konzerne, oft „mit Schweizer Wurzeln“, lassen sich gerne staatstragend interviewen. Sie greifen aber nicht mehr in die Tasche, um diese staatstragenden Verlage auch mit zu finanzieren. Sie haben ganz einfach das Interesse an einer intelligenten Berichterstattung und Analyse durch Schweizer Medien verloren und ziehen es vor, sich in London, New York und Singapur zu präsentieren.

Mit aufwändigen Kommunikations- und Marketingabteilungen wird eine Berichterstattung dann nach Möglichkeit verhindert, wenn sie sich mit Hintergründen beschäftigt, die nicht an die Öffentlichkeit kommen sollen. Deshalb weiss niemand wirklich, weshalb die Aktien von UBS und CS in letzter Zeit derart eingebrochen sind, und kaum jemand kann beurteilen, wann und wie Roche wieder auf die Beine kommt.

Dabei geht in Vergessenheit, dass viele Schweizer Pensionskassen und private Aktionäre, die in solchen Firmen investiert sind, dieses Wissen dringend benötigen, um die notwendige Rendite zu erzielen. Die VR-Präsidenten reisen vor allem zu den internationalen Grossaktionären, damit deren Vertrauen nicht verloren geht.

Noch unangenehmer ist die Praxis für die kleinen Spezialpublikationen, wie Inside Paradeplatz es ist, die mit hochwertigen Informationen auch in jene Winkel von Unternehmen leuchten, die der interessierten Öffentlichkeit verborgen bleiben sollen:

– Keine der grossen Redaktionen, sei es Tamedia, Ringier oder NZZ, das halbstaatliche Radio und Fernsehen SRF schon gar nicht, hat es gewagt, die unternehmerische Praxis von Pierin Vincenz an der Spitze der Raiffeisen Gruppe infrage zu stellen. Die sogenannten Edelfedern schrieben nach, was Lukas Hässig aufgedeckt hatte, weshalb er zum „Wirtschafts-Journalisten des Jahres“ gekürt wurde.

– Die Credit Suisse führte einen langen Prozess gegen Inside Paradeplatz und verlor ihn mehrheitlich.

Jetzt bedienen sich sogenannte Schweizer Weltkonzerne einer neuen Masche, um IP zum Schweigen zu bringen: Der UBS-Konzern und Ernst & Young haben intern www.insideparadeplatz.ch sperren lassen, damit ihre eigenen Mitarbeiter nicht lesen können, was die Konzernleitung ihnen verheimlicht.

Es gab keinen Aufschrei in den Schweizer Medien gegen die hausgemachte Einschränkung der Meinungsfreiheit. Games dürfen in diesen Firmen weiter gespielt und Youtube Sex-Videos weiter geschaut werden, aber zentrale Fragen zur Unternehmensführung sind tabu.

Michael Ringier, einer der bedeutendsten Schweizer Verleger, der sich zu Beginn seiner Karriere als grossen Journalisten loben lies, dies später aber mangels Nachweis aufgegeben hat, schrieb rund um die letztjährige Verleihung der Schweizer Journalistenpreise einen internen Wuttext gegen den Preisträger Lukas Hässig, worin er vor allem seine eigenen Hausjournalisten demütigte, die nicht leisteten, was ein Einzelkämpfer vermochte. Er drohte seinen Journalisten, sie müssten sich nicht wundern, wenn er vorzugsweise in Ecommerce statt in Publizistik investiere.

Fairerweise muss man sagen, dass Lukas Hässig als Stachel im Fleisch der Schweizer Chefredaktoren damit eine erkennbare Verbesserung der Leistungen von „Blick“ und „Sonntags-Blick“ ausgelöst hat.

Die Meinungsfreiheit in der Schweiz ist gefährdet, denn

– Tamedia-Verleger Pietro Supino, ein Absolvent von McKinsey, lässt als dominanter Schweizer Verleger in allen seinen Publikationen die gleichen Meinungen aus den beiden Zentralredaktionen verbreiten. Damit ist er hinter die „Coop Zeitung“ zurück gefallen, die landesweit mindestens Regionalausgaben drucken lässt, die den regionalen Bedürfnissen Rechnung tragen;

– Ringier pflegt weiterhin einen meist sinnlosen Kampagnen-Journalismus, wie jetzt am Beispiel von Gerhard Pfister, dem Präsidenten der Schweizer CVP, zu lesen war, den man unbedingt zum Bundesrats-Kandidaten hochschreiben wollte, obwohl Pfister nicht wollte;

– die „Neue Zürcher Zeitung“, die jetzt auch ihre Regionalzeitungen nicht mehr selbständig betreiben kann, erreicht nur eine Minderheit gebildeter Kreise, vorzugsweise im Grossraum Zürich;

– das Schweizer Radio und Fernsehen sind einem staatstragenden Journalismus verpflichtet, der auch einem Bundesrat Johann Schneider-Ammann Strohhalme reicht, wenn er als Redner und Präsentator längst untergegangen ist. Die Börsensendung vor der „Tagesschau“ ist ein regelmässig wiederkehrender Witz.

Wo einst die stolzen Schweizer Verleger sich als Träger des „Bannwalds der Demokratie“ feiern liessen, sehe ich heute nur Ruinen, die, wie beim Zahnarzt, Brücken suchen, um zu überleben, sei es Beihilfe von Google, ihrem grössten Gegner, und staatliche Hilfe wird nicht mehr ausgeschlossen. Doris Leuthards Nachfolgerin muss dies lösen.

Dabei ist die Schweizer Medienlandschaft durchaus kreativ. Wie immer, wenn die alten Bäume stürzen, entsteht am Boden auch Neues: Inside Paradeplatz von Lukas Hässig, Republik.ch mit Constantin Seibt, sogar der „Walliser Bote“ ist wieder rentabel, weil mit Fredy Bayard dort ein talentierter Unternehmer die Verantwortung als Verleger übernommen hat.

Während die öffentlichen Schweizer Schulen immer schlechter werden, wie der kompetente Remo Largo schreibt, und ihre Schüler vernachlässigen, geraten die nachwachsenden Generationen in den sie verdummenden Mahlstrom der Internetmedien.

Die Google- und Facebook-Zombies sehe ich jeden Morgen gesenkten Blicks auf ihre Bildschirme starrend, wohl ein Wunder erhoffend, während die wahre Welt von ihnen nicht mehr wahrgenommen wird. Diese Menschen, schon bis zur Hälfte unserer Jugend, wird anfällig für Verführungen aller Art via Kommunikation.

Mit ihnen wird die Schweizer Demokratie schwer beschädigt und vielleicht sogar untergehen.

Hier treffen sich die Interessen der Internet-Unternehmen mit denjenigen der grossen Weltkonzerne. „Es werden die Umrisse einer neuen Ära erkennbar, in der wirtschaftliche Oligarchen und politische Machthaber untereinander Deals aushandeln, während die breite Bevölkerung mit emotionalen Parolen abgespeist wird“, schreibt Andreas Mink in der jüdischen Wochenzeitung „Tachles“ Anfang Oktober dieses Jahres.

Politik, auch Unternehmenspolitik, wird zur Transaktion, weil die angelsächsischen Ökonomen, wie Emmanuel Todd es beschreibt, „das Individuum aus sich selbst heraus als existenzfähig betrachten, ohne gesellschaftlichen Bezug, ohne Werte, aber grenzenlos flexibel.“

Solche Menschen, geschlechtsneutral, sind es, die unsere grossen Städte bevölkern. Ob es Schweizer Bürgerinnen und Bürger sind, spielt keine Rolle mehr. Die fähigsten Zuwanderer sollen gleichberechtigt sein, wie es die UNO fordert und der Bundesrat demnächst unterschreiben soll. Damit stirbt das Schweizer und europäische Bürgertum, wie es in den letzten 200 Jahren erfolgreich aufgebaut wurde.

Begreifen die Menschen, was mit ihnen gespielt wird? Die meisten wohl kaum, denn „Die Jungen vertrauen Väterchen Staat“. Belegt wird dies durch eine Studie von Ernst & Young (EY), siehe oben, ein Unternehmen, das auf Ruhe setzt und keine externen Störungen wünscht.

Daher stellt sich die Frage, was besseres Wissen kostet, um seine geistige Unabhängigkeit zu bewahren. 365 Franken kostet schon in diesem Jahr ein SRG-Abonnement, das zwangsweise erhoben wird. Aldous Huxley lässt grüssen. Wer drei Tageszeitungen abonniert, die „Weltwoche“, dazu eine Sonntagszeitung, eine Regionalzeitung und eine Fachzeitung, muss sofort Tausende von Franken auf den Tisch legen.

Alternativ erhält man von Google für zehn Franken 2 bis 4 Stunden täglich aktuelle Informationen. Von daher ist erklärlich, weshalb die gut gemachte Gratiszeitung „20 Minuten“, die vom Verfasser dieser Zeilen in der Schweiz eingeführt wurde, so erfolgreich ist. Breite Teile des nicht nur Schweizer Volkes in der Schweiz haben für Medien kaum noch Cash.

Wer wirklich Bescheid wissen will und sich auch internationale Medien leisten kann, kommt unter 12’000 Franken jährlich nicht davon.

Wenn „brave“ Schweizer Medien von der Wirtschaft nicht einmal belohnt und „böse“ Medien, wie www.insideparadeplatz.ch, sogar bestraft werden, ist die berühmte Schweizer Medienfreiheit eher eine Fata Morgana als Realität.

Unsere demokratischen Sonntagsredner aller Parteien ziehen es vor, das Thema nur zurückhaltend zu behandeln. Den wenigen hundert guten Journalisten in der Schweiz bleibt nichts anderes übrig, als intern zu buckeln. Viele wandern in die PR-Branche ab, die Schwächen ihrer Ex-Kollegen bestens kennend.

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41 Kommentare zu “Die „braven“ und die „bösen“ Medien

  1. Na lieber Herr Stöhlker, haben Sie es mal wieder allen gezeigt, dass Sie der Beste im Land sind. Sie meinten ja zu mir an einer Veranstaltung im Frühjahr: Journalisten in der Schweiz würden nichts taugen und niemand könne Ihnen das Wasser reichen. Ihre Worte. Ich fand das übertrieben und Sie waren im Gespräch dermassen abwertend anderen Menschen gegenüber, dass ich mich im Gespräch gelangweilt habe. Ihre Beiträge hier sind leider immer wieder Frustbeiträge, in denen Sie über jeden ablästern, weil kein TV-Sender, ausser der lausigste unter allen, TeleBasel, sie noch haben will. Vielleicht hat das mit der Art zu tun, wie Sie andere Menschen behandeln. Ohne IP würde man von Ihnen kaum noch etwas zu hören bekommen.

  2. Bei „Youtube-Sex-Videos“ habe ich vor lauter Lachen mit dem Lesen aufgehört. Da befindet sich jemand auf #Neuland? Offenbar geht der Text danach noch etwa 300 Meter weiter.

    • Der mit den „YouTube-Sexvideos“ war echt ein Burner. Ein Sexvideo wird auf YouTube schneller gelöscht als ein Terroristen-Post😂. – In die gleiche Falle tappte auch ein grosser Könner wie Tom Wolfe in seinem Immobilientycoon-Drama „Ein ganzer Kerl“ (1998, dt. Titel). Da wollte er den Büroalltag beschreiben und zwar sassen die Mitarbeiter im Grossraumbüro vor Bildschirmen mit „CD-ROM-Tabellen“😂😂. Das haben ihn im Lektoren und Übersetzer durchgehen lassen, wahrscheinlich hatten die alle auch keine Ahnung.

  3. Als Faustregel kann man sagen: Medien, die nicht permanent angegriffen werden, sind irrelevant, da reine PR.
    InsideParadeplatz / Lukas Hässig macht somit einen hervorragenden Job.

    • @M. Stadelmann, die ersten beiden sind mir zu links und daher zu einseitig. Letzterer sagt mir nichts.

  4. Na na na….…………

    Zitat :
    geraten die nachwachsenden Generationen in den sie verdummenden Mahlstrom der Internetmedien.

    ————————————-

    Also, natürlich ist es mit dem Netz das selbe wie mit den Zeitungen auch, man muss selektieren.

    In den Zeitungen gibt es unglaublich viel Unsinn…. Medien wie „20Min“ und dergleichen.
    Aber eben auch die NZZ gehört oft dazu, denn sie dienert sich immer wieder Kreisen an die sie eigentlich bekämpfen sollte.
    Die wissen oft nicht ob sie lieber links oder rechts sein wollen, FDP Wischi-Waschi eben. Die NZZ habe ich vor 10 Jahren aufgegeben.
    Darum lese ich Heute in Papierform nur noch die Weltwoche.
    Sie ist der Leuchtturm in der Nacht.

    Früher las ich 30 Jahre lang den Spiegel, davon aber schon 15 Jahre nur noch den Auslandsteil. Er war einst am Montagmorgen eine meiner Pflichtlektüren, aber eben, er wurde zu einem linken Kampfblatt in dem Fakten hinter der Ideologie zurückstehen müssen.
    Die Zeit von Marion Gräfin Dönhof, heute unerträglich…..

    Im Netz gibt es viel Unsinn, aber wer sich einen langen und breiten Horizont angeeignet hat, der kann auch dort wählen und von einem sehr viel besseren Angebot profitieren.
    Darum auch, hat sich das Establishment gerade das Internett nun zum Ziel genommen.
    Das Maasi Zensurgesetz ist nur gerade ein Beispiel davon. Aber auch die Urheberrechts-Gesetzgebung und vieles andere sind Versuche die freie Meinungsäusserung abzuwürgen.
    In Holland kann ein Like am falschen Ort einen Polizeibesuch zur Folge haben….. wer hätte das vor 25 Jahren auch nur geträumt.

    Die Gefahr für die Demokratie und auch die Bildung unserer Jugend geht nicht vom Netz aus, sondern von unseren Politikern und da insbesondere von den Sozis mit ihrer totalitären Ideologie.
    Neuerdings auch noch gepaart mit dem Islam ……denn diese Antidemokraten benutzen um das störrische Volk zu bekämpfen.

    Das Netz ist die grösste Quelle von Wissen welche wir je hatten ……und das Netz ist auch des Netzes bester Schutz, denn noch werden Politiker gewählt und alles was sie tun ist innert Minuten im Netz zu lesen.
    Die ganz grossen Sauereien unserer Politiker bleiben nicht mehr unentdeckt.

  5. Tiptopper Artikel, uneingeschränkte Weiterempfehlung. Noch unlängst wurde über die Konzentration im Bierbrauergewerbe gewehklagt, Konzerne aus Holland, Belgien und Dänemark teilten den Markt unter sich auf und waren bestrebt, eine Art Weltbier à la mode der Coca Cola durchzudrücken. – Heute boomen die KMU-/Regionalbrauereien und die Riesenfirmen müssen mit Millionenwerbebudgets versuchen, sich an Allererstes entsprechenden mit Hilfe von Sportverbänden wenigstens die Konsumtrottel aus den Schwellenländern als Kunden zu gewinnen. – Ed besteht daher auch Hoffnung, dass sich Qualität und Vielfalt auch im Medienbereich durchsetzen.

  6. Danke, sehr guter Artikel. Für mich ist der heutige Journalismus so gut wie Tot. Die wenigen noch vorhandenen unbequemen Journalisten werden entführt und umgebracht, zerhackt, verklagt oder als Populisten oder Verschwörungstheretiker abgestempelt und aus den Verlagen heraus gedrängt.

    In China und Russland ist Journalist zu sein auch kein Spaß, vor allem wenn man nicht auf Linie der Regierung ist. Auch die Türkei hat bewiesen, dass ein kritischer Journalist gefährlich lebt.

    Dann kommen die nicht mehr unabhängigen Journalisten der Atlantikbrücke, die nur noch CIA/Nato Sprechchöre sind, von denen völkerrechtlich illegale Kriege aus Gründen von Ressourcen bejubelt werden.

    Das Pentagon hat laut Tagesanzeiger über 27.000 PR Berater, die Einfluss auf Journalisten in aller Welt nehmen. Wenn ich Zeitung lese, weiß ich zu dem Thema meist mehr als der Journalist und kann daher sehen, dass die Medien zu viele wichtige Infos zurückhalten. Manche Artikel in den Mainstreammedien konnte ich ein halbes Jahr zuvor in den alternativen Medien lesen – die allerdings einseitig gegen den Westen sind und sich meist auf kommunistischer Linie bewegen.
    https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/27000-PRBerater-polieren-Image-der-USA/story/20404513

    Der hässliche Begriff Lügenmedien kommt nicht von Ungefähr. Und ich denke auch an den gnadenlosen Bestseller von Udo Ulfkotte: „Gekaufte Journalisten“, dessen Inhalt von den angesprochenen Zeitungen nicht vor Gericht angeklagt wurde – also alles im Buch stimmen muss.

    Die Lösung sind meines Erachtens kleine Formate, die durch Crowdfunding Unabhängig sind und besser unbequem werden können. Das Problem ist, dass diese kleinen Formate meist vom Internet abhängig sind, was man schnell sperren oder abschalten kann. Zudem kann man diese Medien mittels Gerichten klein halten, da meist kein Geld für lange juristische Streitigkeiten vorhanden ist.

    Nach der Fusionierung der zahlreichen Tageszeitungen in die Hände von genau drei Schweizer Besitzer, wäre an der Zeit, eine neue politisch neutrale und unabhängige Zeitung zu gründen, die nicht nur von den Agenturen abschreibt und Fotos und Titel auswechselt, sondern noch selbst recherchiert und viele Interviews bringt.
    Ich habe leider kein Kapital, würde aber sofort einsteigen. Die Investition wäre ev. sogar Risikofrei, denn wenn es schiefgeht lässt man sich einfach teuer aufkaufen.

    Wie man sich von den bisherigen Zeitungen abheben kann, hätte ich viele Ideen. Zuerst mal würde ich niemals mit Politik und Wirtschaft gemeinsame Sache machen. Eine Eigenschaft, die Journalisten leider verlernt haben.
    Journalismus ist das, was niemand hören will!

    Es ist zudem gefährlich, wenn Journalismus nur negativ berichtet. Diese Negativberichterstattung erzeugt ein Weltbild, dass so nicht wirklich existiert. Durch medial gesteuerte Angst kann Politik die Menschen besser lenken. Diesem Trend sollte man durch eine neue Zeitung entgegenwirken.
    Falls jemand wirklich an dieser Idee Interesse hat und wirklich was tun will, bitte unter ajd@vtxmail.ch bei mir Kontakt aufnehmen.

  7. Klaus Stöhlker:
    Sie bemerken treffend:
    „Während die öffentlichen Schweizer Schulen immer schlechter werden, wie der kompetente Remo Largo schreibt, und ihre Schüler vernachlässigen, geraten die nachwachsenden Generationen in den sie verdummenden Mahlstrom der Internetmedien.“

    Bleibt zu ergänzen, dass die öffentlichen Schulen in urbanen Gebieten meist bis zu 50% „Zuwanderer-Kinder“ oder Kinder mit „Migrationshintergrund“ aufweisen; z.T. aus Ländern, die sich gegenseitig bekämpfen oder in Feindschaft leben (z.B. Serbien/Kroatien). Dass dadurch- und nicht nur sprachlich – die Schweizer Schüler vernachlässigt werden, ist eine Binsenwahrheit. Denn allein der Aufwand an sprachlicher Erklärung in Klassen mit Ausländeranteil 50% beansprucht massiv Unterrichtszeit für Kinder mit sog. „Migrationshintergrund“. Hinzu kommt der Zeitaufwand für Konfliktlösungen bei verfeindeten Schüler-Gruppen. – In Deutschlands urbanen Gebieten ist das Verhältnis noch eklatanter. Dass sich dadurch die Qualität der durchschnittlichen obligatorischen Schul-Ausbildung nach unten nivelliert ist eine Tatsache. Hinzu kommen oft Auseinandersetzungen feindlicher ethnischer Gruppierungen auf dem Pausenplatz mit entsprechendem Gewaltpotenzial.

  8. Wenigstens gibt es noch IP. Wer sonst getraut sich noch, die Skandale der Mächtigen aufzudecken?
    Der Fall Raiffeisen-Vincenz ist letztlich ein Medienskandal.
    Und es geht weiter: UBS-Cisullo, Ernst&Young-Stalder: Die Geschichte geht immer weiter!
    Halten Sie durch, Herr Hässig! Sie sind auf der richtigen Seite der Geschichte!

  9. Wie kommt der Autor bloss auf 12000 Fr ? Man muss sicher nicht über jeden umgefallenen Reis Sack Bescheid wissen.

    Ich empfehle, weniger Nachrichten zu hören, dafür mehr Bücher zu lesen. Wer z.B. die Bücher von Brzezinski oder Friedman gelesen hat kann die Ereignisse in Syrien oder der Ukraine viel besser einschätzen als ein Zuschauer der Tagesschau.

  10. Eine unglaubliche Streitmacht, ausgestattet mit den modernsten Kanonen der damalingen Zeit, den wendigsten Reitern und einer in vielen europäischen Schlachten gestählten Infanterie zog durchs Land und besetzte unter den fähigsten Generälen ihrer Zeit, Stadt um Stadt, Garnison um Garnison, Festung um Festung. Die Armee des besetzten Landes hatte Befehle, nichts zu unternehmen, sich aus dem Staub zu machen, die Waffen zu strecken bei erster Gelegenheit.

    Der Bourbonenkönig, korrupt und spielsüchtig, hatte das Land verkauft – gegen eine üppige Pension auf Lebenszeit von Napoleon, dem Imperator aus dem Nichts, dem Empor-kömmling, dem neuen Herrscher Europas. Unter neuer Losung : „Gleichheit, Solidarität, Brüderlichkeit“, sollte das Land bis auf das Knochenmark ausgeplündert werden, die Frauen geschändet, die Männer zum Frondienst gezwungen.

    Und plötzlich, das ungebildete Volk, in seinem Elend, in seiner vollkommenen Ignoranz, mit Heugabeln und Messern bewaffnet, in einem Anflug von Patriotismus, Heldentum und Selbstlosigkeit – es zündete das Fanal der Rebellion, der Aufruhr, des Aufbegehrens.

    Hinter jeder düsteren Ecke, in jedem Wirtshaus, an jeder erdenklichen Wegkreuzung, in den Bergen, den fruchtbaren Olivenhainen, in Bordellen, Spelunken und Palästen. Huren stachen die Franzosenoffiziere ab, Betrunkene erwürgten Kürassiere, Lakaien vergifteten Generäle – der Krieg des Volkes war geboren, ein Krieg ohne Fronten, ohne Heer, ohne Tambouren und Fanfaren. Ein kleiner, mörderischer Krieg, ein Krieg der kleinen Leute, nicht der grosse Krieg („Guerra“) wurde geboren, sondern der Kleinkrieg – die ungeahnte Macht der „Guerrilla“. Napoleons Heer wurde zum Teufel gejagt, der Imperator verzweifelte – je grausamer sein Heer vorging, desto grösser das Heldentum dieses ärmlichen Volkes.

    Wir sind die Huren, Besoffenen und Lakaien, Herr Stöhlker.
    Sie und Herr Hässig diejenigen, welche das Fanal anzünden.

    Was kümmert uns die nach Leichenfäulnis triefende NZZ, der McKinsey Supino und seine Axt im Walde Strategien, die seichten Journalien des Cholerikers Ringier ? Was kümmern uns all die verkauften Schreiberlinge dieses Landes ? Was kümmern uns die Daten- und Blutsauger Google und Facebook ?

    Nichts. Herr Stöhlker. Nichts. Partizipativer, knallharter, naher, ehrlicher Journalismus, wie wir ihn hier in IP erleben.
    Das ist die Zukunft, die Daseinsberechtigung, der kommerzielle Erfolg.

    Wir sind die Suppe, Sie das Salz. Lassen Sie uns diese pharisäische Medienwelt im Lande plattwalzen, lassen Sie uns den Ringier sehen, schäumend vor Wut. Die Zeiten haben sich geändert. Nicht der fortwährende Koitus zwischen etablierter Medienwelt, Lokaloligarchie und Grossunternehmen ist die Zukunft – sondern die journalistische „Guerrilla“, genährt durch partizipative Plattformen. Lukas Hässig macht es vor.

    Danke für Ihren Artikel, Herr Stöhlker. Sie sind ein Meister.

  11. Die ersten 80% des Artikels stimme ich ganz zu, aber bei den letzten paar Abschnitten nicht.

    Sie schreiben, dass das 20 Minuten Heft gut gemacht ist. Für einen mündigen Leser war es das am Anfang noch eher der Fall, aber mittlerweile ist es eher für unterbelichtete Leute und voller platter Propaganda.
    Aber wie überall, fragt sich aus wessen Perspektive es gut sein soll.
    Für Leute die das Volk in einer völlig oberflächlichen und materialistischen Welt halten wollen ist sie sogar sehr gut.

    Ein weiterer Irrtum ist, dass man mehrere Tageszeitungen und dazu noch Wochenzeitungen etc. braucht.
    Auch der Betrag von 12000 erschliesst sich mir nicht.

    Das Hauptproblem der meisten ist einerseits das Gefühl alles wissen zu müssen und andererseits die dafür fehlende Zeit.

    Es gilt sich eine Basis zu schaffen. Dazu gehören viel mehr Bücher und original Dokumente anstatt Zeitungs- oder TV-Propaganda. Z.b. mal selbst recherchieren was es mit dem Klimawandel auf sich hat, oder dem politischem System oder wo wir leben und was um uns herum ist.

    Begreift und durchschaut man diese Themen, entfällt sofort ein grosser Teil der Informationsflut welche man guten Gewissens maximal überfliegen kann (Headline, Lead und Schluss).

    Es gibt auch viele recht unbekannte Leute welche super Recherchearbeit machen und diese veröffentlichen.

    Natürlich gibt es fast überall Fehler und falsche Grundannahmen, aber wenn man sich informieren will (auch sehr kostengünstig), kann man das auch.

    Man muss einfach aktiv werden, suchen & bewerten und sich nicht nur berieseln lassen.

    • Für alle diesbezüglich Fragenden will ich ergänzen:
      . Selbstverständlich ist die Lektüre von Büchern unverzichtbar. Ich empfehle, vor allem indische (Pankai Mishra) und andere asiatische Historiker und Sozilogen zu lesen. Sie beurteilen Europa kompetent und unabhängiger als wir dies selber tun.
      . Zu den 12 000 Franken jährlich für Medien:
      a) Man muss das Schweizer Tagesgeschäft genau verfolgen (natürlich auch im direkten Kontakt), aber unsere Medien geben doch sehr viele Hinweisem was in Politik und Wirtschaft geschieht. Ich habe etwa 15-20 Schweizer Medien abonniert und lese sie auch.
      b) Unverzichtbar sind heute Financial Times, Frankfurter Allgemeine, Süddeutsche Zeitung, Der Spiegel, Le Monde, New York Times, New Yorker, Die Zeit, Economist.
      Damit sind Sie schnell bei Jahres-Abos von über 12 000 Franken, zumal ich Spezialpublikationen wie „Schweizer Monat“ und diverse Fachpublikationen aus Platzgründen hier gar nicht erwähne.

    • @stoehlker klaus J.
      Ich kan Ihnen mit gutem Gewissen raten jährlich 12 000 Franken zu sparen und dafür Bücher oder Edelmetall zu kaufen. Auch die Spekulation damit dürfte Sie mehr lehren als all die vergebenen Stunden die Sie mit der o.g. Lektüre verbringen.

      Wenn Sie das tatsächlich tun und den o.g. Tand lesen kann ich Sie nur bemitleiden. Ausgehend von Ihrem Pseudonym und den Fehlern gehe ich eh von einem fake aus.

    • Sehr geehrter Herr Klaus J. Stoelker
      Die CHF 12’000 sind bei Ihnen gut „ausgegeben“: Sie sind Rentner, haben Zeit und folglich gut orientiert! Oft haben Sie auch gute und interessante Gedanken, nur bei den möglichen Lösungen der Probleme haperts. Aber das ist ja auch nicht weiter erstaunlich, alle diese Medien haben ja auch keine Lösungen und erzählen lieber eine Meinung als Berichte oder Tatsachen.

  12. Alle reden von Information, aber NEWS werden gemacht. Meistens sind sie Erfindungen basierend auf sogenannte Fakten, die auch noch belanglos sind. Oder sagen Sie mir, was ändert dieser Beitrag an der jetzigen Situation?
    Für die Verleger die hier lesen, in der Zukunft braucht es keine Medien, eine neue Webseite wird auftauchen, da können dann die Journalisten ihre Arbeit publizieren, und die mit den meisten kliks-Likes- bekommt auch am meisten vom Werbekuchen. Also last uns hoffen das sowas bald passiert,
    individualisierte news…

  13. Für einmal finde ich es grossartig, was Herr Stöhlker schreibt, den ich sonst oft für einen „Plauderi“ halte. Das sollte in einer grossen Zeitung abgedruckt werden, was logischerweise nicht passieren wird. Schade.

    • eben, ich frage mich schon lange, wieso er nicht im journal21 schreibt. Zu intellektuell dort???

  14. Wenn man (Frau) das diesjährige Sechseläuten am Fernsehen derart kompetent kommentiert hat, darf Frau sich bei der Börsensendung vor der „Tagesschau“ ruhig etwas zurücklehnen.

  15. Ich habe mal gelernt, dass die Aufklärung, gem. Kant, “ …ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“ Die Menschheit ist gerade dabei, sich wieder in ein selbstverschuldeten Unmündigkeit hineinzubegeben…

    Cheerio!

  16. Wieder was gelernt, wieder Zusammenhänge erklärt bekommen. Danke!

    Die NZZ war international vielleicht das Flaggschiff der Schweizer Medien. National war allerding einigen, auch Unternehmen, schon immer bewusst, es ist nur eine Parteizeitung. Die lebt und stirbt mit der FDP. Was ein weiteres Mysterium für mich ist. Weshalb ist die FDP in der Schweiz so stark und in Deutschland so schwach? Wieso haben die Deutschen erkannt, wenn es eine Partei nicht mehr braucht, dann die FDP und wir Schweizer nicht? Die Grünliberalen beispielsweise sind doch die FDP der Moderne. Sprich FDP minus kalter Krieg und minus AKW.

    Die Tragödie mit dem Tages-Anzeiger, diese Fakten durfte ich von Ihnen schon mal lernen. Es hat mir die Augen Rund um den Niedergang der einst besten Zeitung auf dem Platz Zürich geöffnet.

    Heutzutage weiss wirklich jeder was es heisst bei Facebook oder Google mitzumacht. Wer es trotzdem tut ist selber schuld. Wenn selbst Apple Chef Tim Cook Facebook und Google angreift und in diesem Zusammenhang von Daten als Waffen spricht. Noch klarer kann man es nicht erwähnen.

    Werden die Top Journalisten wie Lukas Hässig der Zukunft alles Einzelkämpfer mit eigenem Blogg, etc., fern der (abhängigen) Medienhäuser sein müssen?

    • minus Filz, minus Ideologie, minus pure Eigeninteressen, minus Marktabschottung, minus Konservativ, minus Liberal-gilt-nur-wenn-es-persönlich-nützt, minus Marktabschottung, minus SVP Steigbügelhalter, minus Schneider-Ammann, minus KKS,

  17. Sehr geehrter Herr Klaus Stöhlker

    Das ist ein sehr umfassendes Thema, das Sie ansprechen. Die Grundlagen zu diesem Verhalten bekommt man einerseits von Kindesbeinen in Form von ‚Werten‘ eingetrichtert, ohne dass das als Propaganda angesehen wird, andererseits wird das offizielle Dahinter-stehen (hinter diesen Werten) sozusagen eine materielle Voraussetzung, dass man sein Leben bzw. seinen Lebensunterhalt bestreitet. Es sind diese grossen Werte (der bürgerlichen Revolution), die die westliche Welt so glänzend dastehen lassen und an die man – zumindestens in der Schule – erstmal auch glaubt. Dass das Ganze eine grosse Heuchelei und die Realität eine andere ist, bemerkt man erst nach und nach … Andere wollen es nicht wahrnehmen, weil man mit dieser Einsicht einfach nicht Karriere machen kann bzw. das Leben nicht einfacher wird … Ausserdem sind die Mittel um sich gegen Konsum oder Beitragszahlungen zu wehren doch recht beschränkt. Bestimmte Dinge braucht man einfach und Boykott wäre da nicht möglich. Wer – meinetwegen BILLAG – nicht bezahlt, hat recht schnell eine Rechnung mit doppeltem Betrag bis zum Gerichtsvollzieher am Hals und so weiter … ein normaler Mensch ist mit all seinen Bedürfnissen von der Gesellschaft in der er lebt abhängig. Was er sich leisten kann ist gerade mal eine – nämlich s e i n e – Meinung. Und die wird dann in ein zahlenmässiges Verhältnis gesetzt zu anderen Meinungen. Schliesslich bedeutet ‚Demokratie‘ nach seinem Begriff her nichts anderes als die Herrschaft einer Mehrheit über eine Minderheit … Das sollte einfach ein kleiner Verweis sein wie komplex die Sache ist und nicht auf Ihren Artikel wirklich eingehen (das würde den Rahmen hier sprengen) …zu erwähnen sei auch der „Partikularismus“ der Schweiz. Ein Land wo 1% der Bevölkerung 42% des Vermögens hält; ein Land wo die SNB über 800 Mrd. Schulden hat und einen EK der mit einer Abwertung von nur 10% des EURO negativ ist; ein Land wo es die unsozialsten Steuern und Gebühren gibt; wie Eigenmietwert und KK-Kopfprämie; ein Land mit seinem Kapitaldeckungsverfahren (2. Säule) wo es als Betrug zu nennen einen Euphemismus gleichkommt…und die Liste ist endlos….das die kapitalabhängigen Medien in einem solchen System nicht unabhängig sind – ist ein offenes Geheimnis….

    ZITAT:

    „“Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Sie wissen es, und ich weiß es. Es gibt niemanden unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn er es tut, weiß er im Voraus, daß sie nicht im Druck erscheint. Ich werde jede Woche dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung herauszuhalten, bei der ich angestellt bin. Andere von Ihnen werden ähnlich bezahlt für ähnliche Dinge, und jeder von Ihnen, der so dumm wäre, seine ehrliche Meinung zu schreiben, stünde auf der Straße und müßte sich nach einem neuen Job umsehen. Wenn ich meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung veröffentlichen würde, wäre ich meine Stellung innerhalb von 24 Stunden los. Es ist das Geschäft der Journalisten, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammon zu lecken und das Land zu verkaufen für ihr tägliches Brot. Sie wissen es, und ich weiß, was es für eine Verrücktheit ist, auf eine unabhängige Presse anzustoßen. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind die Hampelmänner, sie ziehen die Strippen und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unser ganzes Leben sind Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte.“
    US-amerikanischer Zeitungsverleger und Heraugeber der „New York Times“, John Swinton, 1880“

    Zitat Ende.

  18. Herr Stölker für einmal wissen Sie es wirklich besser. Danke für diesen hervorragenden Beitrag. Was sind die Lösungen? Mehr SRF? Mehr IP sowieso.
    Unverständlich, dass SRF von der Politik gefesselt und geknebelt nicht ins Onlinegeschäft investiert. Ein gutes TV Produkt. Doch leider nur im TV und damit für alle < 40 Jahre nicht existierend! Wer schaut heute eigentlich noch TV?

    • Die SRG ist genau so schlimm. Staatshörig. Brav. Bieder. Habe lange Jahre in arabischen Staaten gelebt. Das dortige Staatsfernsehen ist nicht gross von dem SRG-Programm zu unterscheiden. Die Agenda ist anders, aber die Methoden sind identisch.
      Innovation kommt immer abseits des Mainstreams. Am Ende werden sich IP und Co. durchsetzen.

    • @Alterantive Medien – «Staatshörig……die Methoden sind identisch.» Hallo!!! Denn zweiten Abschnitt kann ich nicht beurteilen. Zum ersten Abschnitt. Sie vergleichen ernsthaft das abhängige TV Programm eines totalitären, möglicherweise unrecht Staates mit dem unabhängigen TV Programm eines demokratischen Staates?

    • Dann haben wir die «No Billag» Intitiative, die die SRG Abschaffen wollte halt auf diesem Weg angenommen. In spätestens 20 Jahren interessiert die SRG niemanden mehr. Und damit wohl einen unabhängigen, freien, hochwertigen und differenzierten Journalismus generell.

      Es scheint zwei Seiten zu geben. Die allerdings beide das selbe Ziel zu haben scheinen. Erstens die Politik, die einfach die einte Inkasso Firma einfach durch eine andere Inkasso Firma ersetzt. Als ob das zum Positiven der SRG aufgehen kann. Dabei wäre die naheligendste Lösung so einfach gewesen, und auch noch die mit Abstand Billigste (Steuerformular). Zweitens wir Konsumenten, die der Meinung sind, Qualitätsjournalismus darf nichts mehr kosten. Aber jedes Jahr das neuste iphone muss schon sein. Dieses Jahr für 1700 CHF.

      Was mich sehr traurig und nachdenklich stimmt ist, dass der meiner Meinung nach einfältige, dümmliche Kommentar von @Alterantive Medien auch noch Zuspruch findet.

  19. Stöhlker hat ein wichtiges Portal vergessen: infosperber.ch. Dort kann ich Artikel über Politik, Wirtschaft, Gesellschaft lesen, wie in keinem anderen Medium. Artikel die ich als Verleger von REPUBLIK erwartet hätte und enttäuscht wurde. Der versprochene investigative Journalismus ist mehrheitlich ausgeblieben, dafür viel Feuilleton und „nice-to-have“-Artikel! Vielleicht ist es so dass nur profilierte Leute wie Hässig und Gasche in der Lage sind Hintergrundberichte zu schreiben und sammeln, während an der MAZ jedes Jahr Dutzende JournalistenInnen abschliessen, unter anderem unterrichtet von einem Hannes Britschgi, Ringier Kostgänger, um dann hilflos, profillos, unterwürfig bei einem Medienkonzern wegen einem Job anfragen, um dann im Geist von Supino, Ringier, Wanner zu schreiben!

    • Stimmt wohl. Nur ein Beispiel: Eine Freundin einer Bekannten arbeitet im TA-Newsroom. Sie hasst ihre Arbeit.
      Auf meinen Hinweis: „Dann tu Dich doch mit 2-3 anderen Leuten zusammen. Bau eine Art „InsideBundesplatz“ auf. Skandale und Themen gibt es genug und IP beweist: Es geht.“
      Antwort: „Das traue ich mir nicht zu, ganz ohne Quellen (!) und Themen (!) zu starten. Es war schon schwer genug, den Job im Newsroom zu kriegen“.
      Na dann, dann arbeite halt weiter für 5500 Franken, um den Supino noch reicher zu machen.

    • infosperber ist nur dann erträglich, wenn man sich schon zu 100% in die spur der weichgewaschenen befürworter einer political correctness begeben hat und bei denen das hinterfragen von ereignissen wie g20 in hamburg, demos in chemnitz oder der berichterstattung über den un-migrationspakt keinen platz hat!
      dass man diesbezüglich auch mal den blog einer vera lengsfeld, die plattform achgut.de oder politikversagen.net konsultieren sollte, sei hier nur nebenbei erwähnt.

    • Detailist, viele JournalistenInnen, insbesondere beim TA, sind wie Banker. Sie sind froh wenn sie sich noch an einem üppigen Futtertrog laben können, da wird vieles in Kauf genommen, sogar Zensur von oben wenn die eigene Schere im Kopf nicht greift!

  20. Wenn der Bundesrat den UNO Migrationspakt unterzeichnet, dann wird es in der Schweiz von Gesetzes wegen nur noch „brave“ Medien geben, die positiv über die Migration berichten – das wird dann auf die Social Media ausgeweitet und dann posten auch die Bürger nur noch „brave“ Meinungen.